√Ėsterreichischer Schilling

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√Ėsterreichischer Schilling
Schilling
Wertseite einer 1-Schilling-M√ľnze Bildseite mit Edelwei√ü
Staat: √Ėsterreich
Unterteilung: 100 Groschen
ISO-4217-Code: ATS
Abk√ľrzung: S, √∂S
Wechselkurs:
(fix)

1 EUR = 13,7603 ATS
1 ATS = 0,0726728 EUR

Der Schilling war von 1925 bis zur Einf√ľhrung des Euro am 1. J√§nner 1999 die W√§hrung und anschlie√üend noch bis zum 28. Februar 2002 gesetzliches Zahlungsmittel der Republik √Ėsterreich. Zur Zeit des Nationalsozialismus in √Ėsterreich galt von 1938 bis 1945 die Reichsmark als W√§hrung in √Ėsterreich.

Der Schilling wurde in 100 Groschen unterteilt.

Inhaltsverzeichnis

Einf√ľhrung und Erste Republik bis 1938

Der Schilling, mit dem Schilling-Rechnungsgesetz vom 20. Dezember 1924 beschlossen und am 1. M√§rz 1925 eingef√ľhrt, ersetzte die durch Inflation in Folge des Ersten Weltkriegs entwertete W√§hrung der k.u.k. Monarchie, die Krone. Ende 1922 wurde der Bundesregierung Seipel I in den Genfer Protokollen von Staaten des V√∂lkerbundes eine Anleihe von 650 Millionen Goldkronen gew√§hrt. √Ėsterreich musste sich im Gegenzug zur Stilllegung der Notenpresse verpflichten und der finanziellen Kontrolle des V√∂lkerbundes unterwerfen.

Am 14. November 1922 wurde die √Ėsterreichische Nationalbank gegr√ľndet (sie l√∂ste die in Liquidation befindliche ‚Äě√Ėsterreichisch-ungarische Bank, √∂sterreichische Gesch√§ftsf√ľhrung‚Äú ab), deren wichtigste Aufgabe die Sicherung der Stabilit√§t der W√§hrung war. Per Gesetz wurde dann der Wert des Schillings auf 10.000 (Papier-)Kronen festgelegt.

F√ľnf Tage nach dem Anschluss an deutsche Reich, am 17. M√§rz 1938 wurde der Schilling durch die Reichsmark ersetzt. Die √Ėsterreichische Nationalbank verlor am 25. April das Notenprivileg.[1]

Am 30. November 1945 erhielt der Schilling wieder seine G√ľltigkeit, die bis 28. Februar 2002 galt. Die Untereinheit ist der Groschen, ein Schilling entspricht 100 Groschen. Urspr√ľnglich war statt des Groschens der St√ľber geplant. Dies ist insofern interessant, als es sich bei Schilling und Groschen historisch um die gleiche Einheit handelt (12 Pfennig/Pence).

M√ľnzen

Es gab in der Ersten Republik M√ľnzen zu 1, 2, 5, 10, 50 Groschen und ¬Ĺ, 1, 2, 5 Schilling und Banknoten zu 5, 10, 20, 100 und 1000 Schilling. 1926 erfolgte die Ausgabe von Goldm√ľnzen im Wert von 25 und 100 Schilling. Bereits kurz nach der Einf√ľhrung war der Schilling eine relativ stabile W√§hrung, weshalb er bald auch als Alpendollar bezeichnet wurde.

√úbersicht der Umlaufm√ľnzen der Ersten Republik von 1925 bis 1938[2][3]
Nennwert Bild Material Gewicht Durchmesser Erstausgabe
1 Groschen
1 Groschen Vorderseite
1 Groschen R√ľckseite
95 % Cu
4 % Sn
1 % Zn
1,6 g 17 mm 1. M√§rz 1925
2 Groschen
2 Groschen Vorderseite
2 Groschen R√ľckseite
95 % Cu
4 % Sn
1 % Zn
3,3 g 19 mm 1. M√§rz 1925
5 Groschen
5 Groschen Vorderseite
5 Groschen R√ľckseite
75 % Cu
25 % Ni
3,0 g 17 mm 21. J√§nner 1931
10 Groschen
10 Groschen Vorderseite
10 Groschen R√ľckseite
75 % Cu
25 % Ni
4,5 g 22 mm 1925
¬Ĺ Schilling
¬Ĺ Schilling Vorderseite
¬Ĺ Schilling R√ľckseite
64 % Ag
36 % Cu
3,0 g 19 mm 19. September 1925
50 Groschen
50 Groschen 1934 Vorderseite
50 Groschen 1934 R√ľckseite
75 % Cu
25 % Ni
5,5 g 24 mm 1. August 1934
50 Groschen 1935 Vorderseite
50 Groschen 1935 R√ľckseite
75 % Cu
25 % Ni
5,5 g 24 mm 21. J√§nner 1935
1 Schilling
1 Schilling 1924 Vorderseite
1 Schilling 1924 R√ľckseite
80 % Ag
20 % Cu
7,0 g 26 mm 16. Juni 1924
1 Schilling 1925 Vorderseite
1 Schilling 1925 R√ľckseite
64 % Ag
36 % Cu
6g 25 mm 1. Juli 1925
1 Schilling 1934 Vorderseite
1 Schilling 1934 R√ľckseite
75 % Cu
25 % Ni
7 g 26 mm 1. August 1934
2 Schilling
2 Schilling 1937 Vorderseite
2 Schilling 1937 R√ľckseite
64 % Ag
36 % Cu
12,0 g 29 mm 1937
5 Schilling
5 Schilling Vorderseite
5 Schilling R√ľckseite
83,5 % Ag
16,5 % Cu
15,0 g 31 mm 1. August 1934
25 Schilling
25 Schilling Vorderseite
90 % Au
10 % Cu
5,9 g 21 mm 1926
100 Schilling 90 % Au
10 % Cu
23,5 g 33 mm 1926

Intermezzo Reichsmark

100 Schilling (Entwurf)
20 Reichsmark 1939

Nach dem Anschluss √Ėsterreichs an das Dritte Reich wurde der Schilling am 15. Mai 1938[4] mit einem Umtauschwert von 1 RM = 1,50 Schilling durch die Reichsmark abgel√∂st. Daf√ľr wurden alle Goldbest√§nde von der Reichsbank requiriert und die √Ėsterreichische Nationalbank in ihrer Funktion aufgel√∂st. Nach Ansicht der √Ėsterreichischen Nationalbank[5] war dieser Umtauschkurs f√ľr eine √∂sterreichische Zustimmung zum Anschluss g√ľnstig festgelegt worden.

Der Entwurf eines 100 Schillingscheins von 1936 fand sich in der 20 Reichsmarknote 1939 wieder.

Zweite Republik

alliierter Militärschilling
Russenmark

Nach dem alliierten Einmarsch in √Ėsterreich im Mai 1945 strebten die alliierten Besatzungsm√§chte umgehend einen Ersatz der Reichsmark durch die fr√ľhere Schilling-W√§hrung an[6]. Anders als in Italien oder Deutschland musste die Landesw√§hrung durch die ‚ÄěAllied Military Currency‚Äú (Alliierter Milit√§rschilling, Druck 1944 in USA[7][8]) nicht unterst√ľtzt, sondern vollst√§ndig zum Wechselkurs 1:1 verdr√§ngt werden. Lediglich in der sowjetischen Besatzungszone wurde ‚ÄěReichsmark‚Äú-Besatzungsgeld emittiert.

Bereits am 28. Juni 1945 konnten neue, von den Alliierten gedruckte Schilling-Briefmarken ausgegeben werden[9]. Das ‚ÄěSchillinggesetz‚Äú vom 30. November 1945 regelte dann den R√ľcktausch restlicher Reichsmarkbest√§nde zum Jahresende (max. 150 RM pro Kopf), von der √Ėsterreichischen Nationalbank konnten alte Schilling-Druckplatten der letzten Vorkriegsserie f√ľr die Banknotenproduktion reaktiviert werden[10].

M√ľnzen

M√ľnzen gab es zu 1, 2, 5, 10, 20 (zeitweise) und 50 Groschen sowie zu 1, bis 1957 auch zu 2 Schilling, mit zunehmender Geldentwertung sp√§ter auch zu 5, 10, 20, 25, 50, 100, 200, 500 und 1000 Schilling. Die h√∂heren Werte waren vorrangig Sammlerst√ľcke. Die Zwanzigschillingm√ľnze wurde in den 1980er Jahren zus√§tzlich zur Banknote speziell f√ľr Verkaufsautomaten eingef√ľhrt, von der Bev√∂lkerung aber kaum angenommen. Daher wurden Automaten kaum daf√ľr eingerichtet und nach der Euroumstellung war der Ruf nach einer Zwei-Euro-Banknote sehr laut.

Schillingm√ľnzen

Die Einschillingm√ľnze wurde nach dem Krieg aus Aluminium hergestellt, es gab bis 1957 auch eine etwas gr√∂√üere Zweischillingm√ľnze aus Aluminium. Ab 1959 wurde der Schilling aus Aluminiumbronze hergestellt, sein Abbild wurde der K√∂rper des Sparefrohs, einer Werbefigur der Sparkassen. Die Zehnschillingm√ľnze l√∂ste in den 1960er Jahren die gleichwertige Banknote ab. Sie wurde urspr√ľnglich aus Silber hergestellt, 1974 wurde sie ‚Äď wegen des (√ľber Nominale) gestiegenen Silberpreises ‚Äď auf eine billigere Kupfernickel-Legierung, √§hnlich der F√ľnfschillingm√ľnze zuvor, umgestellt.

Einige der zuletzt g√ľltigen M√ľnzen

Groschenm√ľnzen

Bei den Groschen waren zwar bis zur Euroumstellung die Ein-, Zwei- und F√ľnf-, Zehn- und F√ľnfzig-Groschen-St√ľcke g√ľltig, waren aber infolge der Teuerung immer weniger im Umlauf. Die Eingroschenm√ľnze wurde nur kurz um 1947 gepr√§gt und wurde bereits in den 1960er Jahren zu einer Seltenheit. Es kam noch in den 1970er Jahren vor, dass man 1-Reichspfennig-St√ľcke, die wie 1 Groschen aussahen, als Wechselgeld erhielt. Die Zweigroschenm√ľnze wurde im Handel zwar nur bis etwa 1970 verwendet, doch bis in die 1990er haupts√§chlich f√ľr die Sammlersets gepr√§gt. 2002 hatte der Aluminium-Schrottwert etwa das Nominale von 2 Groschen erreicht.

Silber- und Goldm√ľnzen

Silberm√ľnzen wurden im Wert von 25, 50, 100, 200 und 500 Schilling, Goldm√ľnzen zu 500 und 1000 Schilling gepr√§gt. Sie galten als normale Zahlungsmittel, waren aber im normalen Zahlungsverkehr nur selten anzutreffen. Viele St√ľcke wurden nur in besonderen Erhaltungsgraden wie Polierte Platte hergestellt und nur √ľber dem Nennwert verkauft. Sie sind nach wie vor begehrte Sammelobjekte.

Wert

Wechselkurs zur D-Mark von 1957 bis 1999 (in Schilling pro DM)

Nach dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems 1971 wurde der Schilling an einen Korb aus mehreren W√§hrungen gebunden. Im Juli 1976 erfolgte schlie√ülich die alleinige Koppelung an die √§u√üerst stabile Deutsche Mark. Diese Koppelung wurde zwar niemals offiziell verk√ľndet, die √∂sterreichische Nationalbank f√ľhrte aber s√§mtliche Kursbewegungen parallel zur D-Mark durch, da Deutschland ‚Äď damals wie heute ‚Äď der wichtigste Handelspartner √Ėsterreichs war.[11]

Abk√ľrzungen

Die allgemein und in √∂sterreichischen Gesetzen verwendeten Abk√ľrzungen waren S und g. Dem Ausland gegen√ľber wurde die Abk√ľrzung √∂S verwendet. Die Abk√ľrzung der W√§hrung nach ISO 4217, die sich nach der Computerisierung der Banken verbreitete, lautete ATS. Handschriftlich wurde das Schilling-S h√§ufig mit deutlichen Serifen geschrieben.

Umlaufm√ľnzen

√úbersicht, √∂sterreichische Umlaufm√ľnzen (2. Republik) bis 28. Februar 2002[12]
Vorderseite R√ľckseite Nennwert Durchmesser Gewicht Material Erstausgabe ung√ľltig ab Informationen
Austria-Coin-1947-1g-RS.jpg Austria-Coin-1947-1g-VS.jpg 1 Groschen 17 mm 1,8 g Zn 5. April 1948
Austria-Coin-1972-2g-RS.jpg Austria-Coin-1972-2g-VS.jpg 2 Groschen 18 mm 0,9 g 98,5 % Al, 1,5 % Mg 15. Juli 1950
5 ATS coin-stardado.jpg 5 ATS coin back-stardado.jpg 5 Groschen 19 mm 2,5 g Zn 17. Juni 1948
10groschen2.png 10groschen2hinten.png 10 Groschen 21 mm 3,5 g Zn 1. Juli 1947 31. Mai 1959
0 10 ATS coin.jpg 0 10 ATS coin back.jpg 20 mm 1,1 g 98,5 % Al, 1,5 % Mg 27. November 1951
Austria-coin-1954-20g-RS.jpg Austria-coin-1954-20g-VS.jpg 20 Groschen 22 mm 4,5 g 91,5 % Cu, 8,5 % Al 23. Dezember 1950 30. April 1959
Austria-Coin-1947-50g-RS.jpg Austria-Coin-1947-50g-VS.jpg 50 Groschen 22 mm 1,4 g 98,5 % Al, 1,5 % Mg 11. Dezember 1947 2. Juni 1961
0 50 ATS coin.jpg 0 50 ATS coin back.jpg 19,5 mm 3,0 g 91,5 % Cu, 8,5 % Al 1. Oktober 1959
Austria-coin-1957-1S-RS.jpg Austria-coin-1957-1S-VS.jpg 1 Schilling 25 mm 2,0 g 98,5 % Al, 1,5 % Mg 11. Dezember 1947 2. Mai 1961
1 ATS coin.jpg 1 ATS coin back.jpg 22,5 mm 4,2 g 91,5 % Cu, 8,5 % Al 1. September 1959 Entwurf des Edelwei√ü durch Ferdinand Welz
Austria-Coin-1947-2s-VS.jpg Austria-Coin-1947-2s-RS.jpg 2 Schilling 28 mm 2,8 g 98,5 % Al, 1,5 % Mg 11. Dezember 1947 29. Juni 1957
5schilling2.png 5schilling2hinten.png 5 Schilling 31 mm 4,0 g 98,5 % Al, 1,5 % Mg 25. Oktober 1952 15. Februar 1961
5ATS.m√ľnze.jpg Austria-coin-1991-5S-VS.jpg 23,5 mm 5,2 g 64 % Ag, 36 % Cu 2. J√§nner 1961 30. September 1969 Riffelung
23,5 mm 4,8 g 75 % Cu, 25 % Ni 15. J√§nner 1969 glatter Rand
Austria-coin-1980-10S-RS.jpg Austria-coin-1973-10S-VS.jpg 10 Schilling 27 mm 7,5 g 64 % Ag, 36 % Cu 1. Juli 1957 31. M√§rz 1975
Austria-coin-1980-10S-VS.jpg 26 mm 6,2 g 75 % Cu, 25 % Ni 17. April 1974 Entwurf der Frau m. Goldhaube durch Ferdinand Welz
Austria-coin-1980-20S-RepublikOesterreich.jpg Austria-Coin-1980-20S-RS.jpg 20 Schilling 27,7 mm 8,0 g 92 % Cu, 6 % Al, 2 % Ni 10. Dezember 1980 9 Personen, Symbol f√ľr die 9 Bundesl√§nder
Austria-coin-1982-20S-JosefHaydn.jpg Austria-coin-1992-20S-Kärnten-RS.jpg 27. April 1982 Joseph Haydn, Burgenland
20schilling.png 15. März 1983 Burg Hochosterwitz (Kärnten)
Austria-coin-1993-20S-Niederoesterreich.jpg 20. März 1984 Schloss Grafenegg (Niederösterreich)
Austria-coin-1993-20S-200JDiözeseLinz.jpg 19. März 1985 200 Jahre Diözese Linz (Oberösterreich)
Austria-coin-1993-20S-GeorgenbergerHandfeste.jpg 30. März 1986 800 Jahre Georgenberger Handfeste (Steiermark)
Austria-coin-1993-20S-Salzburg.jpg 17. März 1987 Graf Thun Salzburg
Austria-coin-1989-20S-Tirol-VS.jpg 6. Juni 1989 Tirol
Austria-coin-1993-20S-Vorarlberg.jpg 22. Mai 1990 Martinsturm (Vorarlberg)
Austria-coin-1992-20S-FranzGrillparzer.jpg 15. Jänner 1991 Franz Grillparzer
20muenzewien.png 16. Februar 1994 800 Jahre M√ľnze Wien
Austria-coin-1995-20S-1000JKrems-RS.jpg 2. März 1995 Krems
Austria-coin-1996-20S-AntonBruckner.jpg 28. Februar 1996 Anton Bruckner
Austria-coin-1997-20S-850JStephansdom-VS.jpg 26. Februar 1997 850 Jahre Wiener Stephansdom
20pacher.png 4. März 1998 Michael Pacher
20hugo.png 4. März 1999 Hugo von Hofmannsthal
20briefmarke.png 17. Februar 2000 150 Jahre österreichische Briefmarke
20nestroy.png 14. Februar 2001 Johann Nestroy
50schilling.png 50schillinghinten.png 50 Schilling 26,5 mm 8,15 g Bimetall; Ring: 92 % Cu, 6 % Al, 2 % Ni;
Innenteil: Magnimat 7
1996 einheitliche Vorderseite,
9 verschiedene R√ľckseiten
50schilling.jpg 50raab.jpg 50 Schilling Sammlerm√ľnze 34 mm 20 g 90 % Ag 30. Juni 1971 80. Geburtstag von Bundeskanzler Ing. Julius Raab
50salzburg.jpg 5. Juni 1972 350 Jahre Universität Salzburg
50boku.jpg 9. Oktober 1972 100 Jahre Hochschule f√ľr Bodenkultur in Wien
50koerner.jpg 8. Oktober 1973 100. Geburtstag von Bundespräsident Dr. h. c. Theodor Körner
100schillinghinten.jpg 100 Schilling 36 mm 24 g Ag 640 8. Juli 1975

Banknoten

Übersicht, österreichische Umlaufbanknoten (2. Republik) bis 28. Februar 2002
Nennwert Vorderseite R√ľckseite Motiv Vorderseite Motiv R√ľckseite Format Erstausgabe[13]
Interimsnoten 1945
5 Schilling 5 Schilling  ? 11. Dezember 1947
10 Schilling 10 Schilling  ? 23. Dezember 1945
20 Schilling 20 Schilling  ? 13. Dezember 1945
50 Schilling 50 Schilling  ? 11. Dezember 1947
100 Schilling 100 Schilling  ? 13. Dezember 1945
1000 Schilling 1000 Schilling  ? 13. Dezember 1945
Serie 1950
10 Schilling 10 Schilling Vorderseite 10 Schilling R√ľckseite  ? 25. August 1949
20 Schilling 20 Schilling  ? 12. April 1948
100 Schilling 100 Schilling  ? 28. J√§nner 1948
100 Schilling 100 Schilling  ? 3. November 1949
Serie 1950
10 Schilling 10 Schilling Spanische Hofreitschule Vorderseite 10 Schilling Spanische Hofreitschule R√ľckseite Spanische Hofreitschule Schloss Belvedere  ? 26. Mai 1951
20 Schilling 20 Schilling Joseph Haydn Vorderseite 20 Schilling Joseph Haydn R√ľckseite Joseph Haydn  ? 25. September 1950
50 Schilling 50 Schilling Jakob Prandtauer Vorderseite 50 Schilling Jakob Prandtauer R√ľckseite Jakob Prandtauer Stift Melk  ? 25. Oktober 1952
100 Schilling 100 Schilling Franz Grillparzer Vorderseite 100 Schilling Franz Grillparzer R√ľckseite Franz Grillparzer D√ľrnstein  ? 14. Oktober 1955
500 Schilling 500 Schilling Julius Wagner-Jauregg Julius Wagner-Jauregg  ? 5. Dezember 1953
1000 Schilling 1000 Schilling Anton Bruckner Vorderseite 1000 Schilling Anton Bruckner R√ľckseite Anton Bruckner Bruckner-Orgel Stift Sankt Florian  ? 23. J√§nner 1956
Serie 1956
20 Schilling 20 Schilling Carl Auer von Welsbach Vorderseite 20 Schilling Carl Auer von Welsbach R√ľckseite Carl Auer von Welsbach Maria Rain (K√§rnten)  ? 3. Dezember 1956
50 Schilling 50 Schilling Richard Wettstein Vorderseite 50 Schilling Richard Wettstein R√ľckseite Richard Wettstein Burg Mauterndorf  ? 11. November 1963
100 Schilling 100 Schilling Johann Strauss Vorderseite 100 Schilling Johann Strauss R√ľckseite Johann Strauss Schloss Sch√∂nbrunn  ? 25. September 1961
1000 Schilling 1000 Schilling Viktor Kaplan Vorderseite Viktor Kaplan  ? 5. Februar 1962
Serie 1966
20 Schilling 20 Schilling Carl von Ghega Vorderseite 20 Schilling Carl von Ghega R√ľckseite Carl von Ghega Semmeringbahn  ? 4. November 1968
50 Schilling 50 Schilling Ferdinand Raimund Vorderseite 50 Schilling Ferdinand Raimund R√ľckseite Ferdinand Raimund Burgtheater  ? 15. Februar 1972
100 Schilling 100 Schilling Angelika Kauffmann Vorderseite 100 Schilling Angelika Kauffmann R√ľckseite Angelika Kauffmann Bregenzerw√§lderhof  ? 19. Oktober 1970
500 Schilling 500 Schilling Joseph Ressel Vorderseite 500 Schilling Joseph Ressel R√ľckseite Joseph Ressel Dampfschiff Civetta  ? 24. Oktober 1966
1000 Schilling 1000 Schilling Bertha von Suttner Vorderseite 1000 Schilling Bertha von Suttner R√ľckseite Bertha von Suttner Leopoldskron, Hohensalzburg  ? 21. September 1970
Serie 1983
20 Schilling 20 Schilling Moritz Daffinger Vorderseite 20 Schilling Moritz Daffinger R√ľckseite Moritz Daffinger Albertina 123 √ó 61,5 mm 19. Oktober 1988
50 Schilling 50 Schilling Sigmund Freud Vorderseite 50 Schilling Sigmund Freud R√ľckseite Sigmund Freud Josephinum 130 √ó 65 mm 19. Oktober 1987
100 Schilling 100 Schilling Eugen Boehm Vorderseite 100 Schilling Eugen Boehm R√ľckseite Eugen B√∂hm von Bawerk Aula der Alten Universit√§t Wien, erbaut 1735 bis 1755 von Jean Nicolas Jadot de Ville-Issey, seit 1857 Sitz der Akademie der Wissenschaften. 137 √ó 68,5 mm 14. Oktober 1985
500 Schilling 500 Schilling Otto Wagner Vorderseite 500 Schilling Otto Wagner R√ľckseite Otto Wagner Wiener Postsparkasse 144 √ó 72 mm 20. Oktober 1986
1000 Schilling 1000 Schilling Erwin Schr√∂dinger Vorderseite 1000 Schilling Erwin Schr√∂dinger R√ľckseite Erwin Schr√∂dinger Universit√§t Wien 152 √ó 76 mm 14. November 1983
5000 Schilling 5000 Schilling Wolfgang Amadeus Mozart Vorderseite 5000 Schilling Wolfgang Amadeus Mozart R√ľckseite Wolfgang Amadeus Mozart und stilisierte Ansicht von Salzburg. Wiener Staatsoper 160 √ó 78 mm 17. Oktober 1988
Serie 1997
500 Schilling 500 Schilling Rosa Mayreder Vorderseite 500 Schilling Rosa Mayreder R√ľckseite Rosa Mayreder Rosa und Karl Mayreder, Gruppenbild der Teilnehmerinnen des Bundestags √Ėsterreichischer Frauenvereine in Wien 1911. 147 √ó 72 mm 20. Oktober 1997
1000 Schilling 1000 Schilling Karl Landsteiner Vorderseite 1000 Schilling Karl Landsteiner R√ľckseite Karl Landsteiner Karl Landsteiner in seinem Labor im Pathologisch-Anatomischen Institut der Universit√§t Wien. Modell eines Poliovirus und stilisierte Form des Vorgangs der Blutgruppenbestimmung. 154 √ó 72 mm 20. Oktober 1997

W√§re der Schilling als W√§hrung beibehalten worden, w√§ren neue Ausgaben der Banknoten zu 20, 50, 100 und 5000 Schilling produziert worden, passend zu den 1997 eingef√ľhrten neuen 500- und 1000-S-Scheinen. Auf ihnen w√§ren Gustav Klimt, Ida Pfeiffer, Franz Schubert und Marie von Ebner-Eschenbach abgebildet worden. [14]

Ende der Schillingwährung

Per 1. J√§nner 1995 trat √Ėsterreich der Europ√§ischen Union bei und bewarb sich erfolgreich um die Teilnahme an der geplanten Gemeinschaftsw√§hrung.

Eurokurs

Der Schilling wurde als Buchgeld am 1. Jänner 1999 durch den Euro abgelöst. Der mit den anderen Euroländern vereinbarte, bis zur Bargeldumstellung nicht veränderte Wechselkurs zum Euro betrug 1 Euro = 13,7603 Schilling.

Schillingumtausch

Die Bargeldeinf√ľhrung des Euros fand am 1. J√§nner 2002 statt; der Kurs f√ľr historische Umrechnungen blieb unver√§ndert. Der Schilling blieb bis 28. Februar 2002 mit dem Euro gleichberechtigtes gesetzliches Zahlungsmittel.[15]

Von den Geldinstituten wurden M√ľnzen und Banknoten der Schillingw√§hrung noch ein Jahr lang in Euro umgetauscht. Kaufhausketten veranstalteten √ľber dieses Jahr hinaus Eintauschaktionen, bei denen noch mit Schilling bezahlt werden konnte. (Zwei Jahre nach der Euro-Umstellung waren noch immer gro√üe Schillingbetr√§ge nicht umgetauscht.) Trotz solcher Aktionen gab es zum 31. J√§nner 2008 immer noch Schillingbest√§nde im Wert von 705,13 Millionen Euro, darunter 290,73 Millionen Euro in Schillingm√ľnzen. Die Besitzer waren nicht bekannt.

Die zuletzt g√ľltigen Noten und M√ľnzen werden von der √Ėsterreichischen Nationalbank unbefristet ‚Äď und kostenlos ‚Äď eingewechselt. Hingegen lief f√ľr die 1000-Schilling-Banknote aus dem Jahr 1966 mit dem Abbild von Bertha von Suttner die Eintauschfrist 2005 ab, obwohl laut Nationalbank noch ganze 463.000 St√ľck im Umlauf waren ‚Äď das entsprach einem Wert von 33,6 Millionen Euro. Mit Ablauf der Umtauschfrist am 30. August 2005 wurde der entsprechende Wert der noch ausst√§ndigen Banknoten von der Nationalbank ins Bundesbudget eingezahlt, diese also als verloren abgeschrieben und ausgebucht.

Geldwert 2009

Ein Schilling bzw. eine Reichsmark entsprach 2009 etwa folgendem aktuellen Geldwert:[16] [17]

  • S-Preise 1930: 2,96 ‚ā¨
  • RM-Preise 1938: 4,68 ‚ā¨
  • RM-Preise 1944: 3,74 ‚ā¨
  • S-Preise 1955: 0,46 ‚ā¨
  • S-Preise 1970: 0,28 ‚ā¨
  • S-Preise 1980: 0,15 ‚ā¨
  • S-Preise 1990: 0,11 ‚ā¨
  • S-Preise 1999: 0,09 ‚ā¨ (1999 zu 0,07267 ‚ā¨ umgerechnet; Inflationsrate seither: 22 %)

Kurioses

Die Umstellung von der Krone zum Schilling war gleitend bis zum 1. Juli 1926. Zur letztmöglichen Umstellung wurde folgende amtliche Mitteilung herausgegeben:

‚ÄěAb sofort muss in Schilling und Groschen abgerechnet werden. Zuwiderhandelnde Personen werden mit 60.000 Kronen bestraft.‚Äú

‚Äď Amtliche Mitteilung [18]

Siehe auch

Literatur

  • Karl Bachinger et. al: Abschied vom Schilling. Eine √∂sterreichische Wirtschaftsgeschichte. Verlag Styria, Graz-Wien-K√∂ln, 2001 ISBN 3-222-12872-3

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Vom Schilling zum Euro auf der Seite der OeNB abgerufen am 23. Juli 2011
  2. ‚ÜĎ Umlaufm√ľnzen der Ersten Republik auf der Seite der M√ľnze √Ėsterreich. Abgerufen am 3. Dezember 2009
  3. ‚ÜĎ G√ľnter Sch√∂n: Kleiner Deutscher M√ľnzkatalog von 1871 bis heute M√ľnchen 2000
  4. ‚ÜĎ G√ľltigkeitsdauer der Schillingw√§hrung im Dritten Reich
  5. ‚ÜĎ Umrechnung Reichsmark in Schilling - Website der √Ėsterreichischen Nationalbank
  6. ‚ÜĎ F. A. Southard in The finances of European liberation with special reference to Italy, S. 37ff, Google Books
  7. ‚ÜĎ Allied Military Currency
  8. ‚ÜĎ Alliierte Mlit√§rschilling-Noten 1944
  9. ‚ÜĎ erste ‚ÄěPosthorn‚Äú-Briefmarkenserie 1945
  10. ‚ÜĎ Interimsnoten 1945-1947
  11. ‚ÜĎ Parlamentarische Materialien
  12. ‚ÜĎ http://austrian-mint.at/schillingumlaufgeld?l=de
  13. ‚ÜĎ √Ėsterreichische Nationalbank: Chronologische Auflistung aller Banknoten. Abgerufen am 18. Juli 2011
  14. ‚ÜĎ Ron Wise's Banknoteworld: Austria
  15. ‚ÜĎ ¬ß2 Eurogesetz
  16. ‚ÜĎ Erste √∂sterreichische Spar-Casse (Hrsg.): Wien, am Graben 21. 150 Jahre Erste √∂sterreichische Spar-Casse, 150 Jahre √∂sterreichische Geschichte, Wien 1969
  17. ‚ÜĎ Verbraucherpreisindex 1966
  18. ‚ÜĎ Anmerkungen zur Schilling-Nostalgie im Kurier vom 8. Juni 2011 abgerufen am 9. Juni 2011

Weblinks


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