Bochum

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Bochum
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bochum
Bochum
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bochum hervorgehoben
51.48257.2169444444444100
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Höhe: 100 m ĂŒ. NN
FlĂ€che: 145,46 kmÂČ
Einwohner:

374.737 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 2576 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahlen: 44701–44894
Vorwahlen: 0234, 02327
Kfz-Kennzeichen: BO
GemeindeschlĂŒssel: 05 9 11 000
Stadtgliederung: 6 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Willy-Brandt-Platz 2–6
44787 Bochum
WebprÀsenz: www.bochum.de
OberbĂŒrgermeisterin: Ottilie Scholz (SPD)
Lage der Stadt Bochum in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen MĂŒlheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann DĂŒsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis DĂŒren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna MĂ€rkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln StĂ€dteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis StĂ€dteregion Aachen Kreis Euskirchen MĂŒnster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis GĂŒtersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-LĂŒbbecke BielefeldKarte
Über dieses Bild

Die Stadt Bochum [ˈboːxʊm] (westfĂ€lisch: Baukem) ist das Zentrum des mittleren Ruhrgebiets im Land Nordrhein-Westfalen.

Die kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Arnsberg ist eines der fĂŒnf Oberzentren des Ruhrgebiets und ist mit knapp 380.000 Einwohnern die sechstgrĂ¶ĂŸte Stadt des Landes, die zweitgrĂ¶ĂŸte Westfalens und unter den 20 grĂ¶ĂŸten StĂ€dten Deutschlands. Bochum ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und im Regionalverband Ruhr. Die Einwohnerzahl der Stadt ĂŒberschritt 1905 die 100.000-Grenze und machte Bochum zur Großstadt.

In Bochum befinden sich neun Hochschulen bzw. Dependancen von Hochschulen, darunter die Ruhr-UniversitĂ€t, mit ĂŒber 30.000 Studierenden eine der grĂ¶ĂŸten UniversitĂ€ten Deutschlands. Überregional bekannt sind darĂŒber hinaus das Deutsche Bergbaumuseum, das Schauspielhaus, das Planetarium, das Eisenbahnmuseum, das Bermudadreieck, das Rewirpowerstadion, Tierpark und Fossilium sowie das erfolgreichste Musical der Welt, Starlight Express.

Nach dem Niedergang des Bergbaus entwickelte sich Bochum zu einem Dienstleistungsstandort. Ferner gibt es hier verschiedene Bergbauinstitutionen. Der Bochumer Verein schrieb ab 1842 Industriegeschichte, als es dem Unternehmen gelang, Stahl in Formen zu gießen. Das erste Produkt der Firma waren Glocken aus diesem Werkstoff. Eine 15.000 kg schwere Glocke vor dem Bochumer Rathaus erinnert an diese Epoche.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geografische Lage

Bochum liegt auf dem flachhĂŒgeligen „Bochumer LandrĂŒcken“ als Teil der Ruhrhöhen zwischen den FlĂŒssen Ruhr und Emscher an der Grenze zwischen sĂŒdlicher und nördlicher Ruhrkohlezone. Der höchste Punkt im Stadtgebiet liegt in der Kemnader Straße auf einer Höhe von 196 m ĂŒ. NN, der niedrigste Punkt mit 43 m ĂŒ. NN liegt am Blumenkamp in Hordel.

FlachhĂŒgeliger LandrĂŒcken bedeutet, dass die GelĂ€ndeform in Bochum durch gleichmĂ€ĂŸige Steigungen und GefĂ€lle, die selten mehr als 3 % betragen, geprĂ€gt ist. Einzelne steilere GelĂ€ndeverlĂ€ufe sind beispielsweise am Harpener Hellweg beim NSG Berghofer Holz (3,4 %), auf der Westenfelder Str. im Stadtbezirk Wattenscheid (3,47 %) oder auf der Kemnader Str., die vom Ruhrufer in Stiepel (71 m ĂŒ. NN) aufwĂ€rts zur Ortsmitte von Stiepel (196 m ĂŒ. NN; 5,1 % Steigung) fĂŒhrt, zu finden. Auch Wegstrecken, die vom tiefer gelegenen Ruhrtal durch die zum Bochumer SĂŒden gehörenden Orte fĂŒhren, weisen als Ausnahme eine erhöhte Steigung auf (beispielsweise Kassenberger Str. und Dr.-C.-Otto-Str. in Dahlhausen, Blankensteiner Str. in Sundern).

Die grĂ¶ĂŸte Ausdehnung des Stadtgebiets liegt in Nord-SĂŒd-Richtung bei 13,0 und in West-Ost-Richtung 17,1 km. Die LĂ€nge der Stadtgrenze betrĂ€gt 67,2 km.

Geologie

PrÀgend sind die Sedimentgesteine aus Karbon und Kreide. Die geologischen Schichten können im ehemaligen Steinbruch der Zeche Klosterbusch und im Geologischen Garten Bochum besichtigt werden.

GewÀsser

Zu den GewĂ€ssern zĂ€hlen neben der Ruhr unter anderem der Oelbach (mit seinen ZuflĂŒssen Gerther MĂŒhlenbach, Harpener Bach und Langendreer Bach) und der Lottenbach. Weitere FließgewĂ€sser sind der Hörsterholzer Bach, der Knöselbach und andere. Zum Einzugsbereich der Emscher zĂ€hlen der Marbach und der Ostbach.

Vegetation

Bochum besitzt im SĂŒden einige WĂ€lder, darunter das Weitmarer Holz. In der Regel handelt es sich um Eichen-Buchen-Mischwald. Das Vorkommen der Stechpalme weist auf das gemĂ€ĂŸigte Klima hin.

Nachbargemeinden

Folgende StÀdte grenzen an die Stadt Bochum (beginnend im Norden im Uhrzeigersinn):
Herne (kreisfreie Stadt), Castrop-Rauxel (Kreis Recklinghausen), Dortmund (kreisfreie Stadt), Witten und Hattingen (beide Ennepe-Ruhr-Kreis) sowie Essen und Gelsenkirchen (beides kreisfreie StÀdte)

Stadtgliederung

FußgĂ€ngerzone in der Innenstadt mit Nachbau der „Drehscheibe“
Die 6 Bochumer Stadtbezirke

Das Stadtgebiet Bochum besteht aus 6 Stadtbezirken; jeder hat eine Bezirksvertretung, deren Vorsitzender der BezirksbĂŒrgermeister ist.[2] Die Stadtbezirke sind in „statistische Bezirke“ unterteilt. Die meisten von ihnen waren frĂŒher selbstĂ€ndige Gemeinden, die ihre SelbstĂ€ndigkeit durch Eingemeindung einbĂŒĂŸten. Die statistischen Bezirke sind mit einer zweistelligen arabischen Zahl gekennzeichnet.

Stadtbezirk Ehemalige Gemeinde
Mitte 10 Grumme, 11 Gleisdreieck, 13 Altenbochum, 14 SĂŒdinnenstadt, 15 Kruppwerke, 16 Hamme, 17 Hordel, 18 Hofstede, 19 Riemke
Wattenscheid 24 GĂŒnnigfeld, 25 Wattenscheid-Mitte, 26 Leithe, 27 Westenfeld, 28 Höntrop, 29 Eppendorf
Nord 36 Bergen/Hiltrop, 37 Gerthe, 38 Harpen/Rosenberg, 39 Kornharpen/Voede-Abzweig
Ost 46 Laer, 47 Werne, 48 Langendreer, 49 Langendreer-Alter Bahnhof
SĂŒd 53 Wiemelhausen/Brenschede, 54 Stiepel, 55 Querenburg
SĂŒdwest 63 Weitmar-Mitte, 64 Weitmar-Mark, 65 Linden, 66 Dahlhausen

Siehe auch: Stadtteile in Bochum

Geschichte

Siehe Hauptartikel: Geschichte der Stadt Bochum

Bochum 1790
Bochum um 1830
Blick ĂŒber Bochum 1939
Bochum 2007

ArchÀologische Funde zeugen von einer sesshaften Besiedlung des heutigen Bochumer Stadtgebiets in der spÀten Jungsteinzeit im Bereich des Oelbachs.

Der 890 erstmals genannte Ort wurde 1041 in einem Dokument der Kölner Erzbischöfe unter dem Namen Cofbuokheim erstmalig urkundlich erwĂ€hnt. 1321 bestĂ€tigte Graf Engelbert II. von der Mark Bochum in einer Urkunde bestehende Befugnisse des Schultheißen.[3] Dies wird hĂ€ufig als die Verleihung von Stadtrechten erwĂ€hnt.[4] Bochum blieb (trotz eines schon im 14. Jahrhundert beziehungsweise fĂŒr 1502 belegten SteinkohleschĂŒrfens beziehungsweise -tagebaus) bis ins 19. Jahrhundert hinein ein AckerbaustĂ€dtchen mit einigen ĂŒberörtlichen Behörden, zu denen 1738 ein Bergamt kam.

Bis 1806 gehörte die Stadt zur preußischen Grafschaft Mark, dann bis 1813 zum Ruhrdepartement des Großherzogtums Berg, anschließend vorĂŒbergehend zum preußischen Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein. 1815 kam die Stadt zu Preußen und wurde der Provinz Westfalen zugeordnet. 1817 wurde die Stadt Bochum Sitz eines Landkreises, aus dem sie jedoch 1876 ausschied (kreisfreie Stadt). Der Kreis Bochum bestand noch bis 1929 und wurde dann aufgelöst.

Der Aufstieg Bochums zur Zechenstadt begann 1841, als hinter der Stadtgrenze des noch selbstĂ€ndigen Hamme der erste Schacht der Zeche PrĂ€sident abgeteuft wurde. Dies war die erste Tiefbauzeche des westfĂ€lischen Teils des Ruhrgebietes, wobei die Mergeldecke durchstoßen wurde. In den 1850er und 1860er Jahren folgte die GrĂŒndung von Tiefbauzechen, die zum Ende des 19. Jahrhunderts die Wirtschaftsstruktur neben der Stahlindustrie prĂ€gten. Technische Schwierigkeiten beim Aufbau der Zechen und damit bedingte finanzielle EngpĂ€sse fĂŒhrten dazu, dass sich die Zechen erst langsam entwickelten. Weiterhin bedingte die Konjunkturkrise nach der ReichsgrĂŒndung, dass die AbsatzmĂ€rkte fĂŒr Kohle zeitweise einbrachen. Der entscheidende Aufstieg und weitere Ausbau der Zechen folgte in den 1880er Jahren. Alle Zechen verfĂŒgten mittlerweile ĂŒber einen Bahnanschluss. Die als Koks veredelte Kohle wurde fĂŒr die Stahlerzeugung benötigt; dies fĂŒhrte zu der Errichtung von Kokereien auf den ZechengelĂ€nden.

Jacob Meyer erwarb 1843 ein GelĂ€nde an der Essener Chaussee, auf dem eine Gußstahlfabrik errichtet wurde. 1854, nach finanzieller Beteiligung Kölner Kaufleute, wurde der Betrieb in Bochumer Verein fĂŒr Bergbau und Gußstahlfabrikation umbenannt. Unter dem technischen Direktor Louis Baare entwickelte sich der Bochumer Verein zu einem der fĂŒhrenden Unternehmen des Ruhrgebietes.

1843 wurde Max Greve zum BĂŒrgermeister gewĂ€hlt, der wesentlich den Aufbau Bochums zur Industriestadt unterstĂŒtzte. WĂ€hrend seiner Amtszeit erfolgte die GrĂŒndung der Gasanstalt (1855), des Wasserwerkes (1871) und die GrĂŒndung der Handelskammer. Der ökonomische Aufstieg der Zechen und der Stahlindustrie fĂŒhrten zu einem hohen ArbeitskrĂ€ftebedarf, der durch die damalige Bevölkerung nicht zu decken war. Die Bevölkerung Bochums wuchs von 1843 bis 1873 von 4282 auf 25174 Einwohner. Um ArbeitskrĂ€fte anzuwerben wurden Wohnungen in WerksnĂ€he geschaffen, die abseits der traditionellen Wohnbereiche lagen. Im Griesenbruch lagen die Werkswohnungen des Bochumer Vereins, durch die Gußstahlbahn vom Bochumer Stadtgebiet abgetrennt.

1860 erhielt Bochum Anschluss an die Bahnstrecke Witten/Dortmund–Oberhausen/Duisburg der Bergisch-MĂ€rkischen Eisenbahn-Gesellschaft, 1874 folgte die Bahnstrecke Osterath–Dortmund SĂŒd der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft, beide wurden ab 1880 verstaatlicht.

Das Wachstum Bochums im auslaufenden 19. Jahrhunderts erfolgte ohne ĂŒbergeordnete Planung und so konnte sich vorerst keine umfassende Infrastruktur entwickeln. An den Zechenstandorten entstanden weitere Industrieansiedlungen und Werkswohnungen, wĂ€hrend die eingesessenen landwirtschaftlichen Betriebe um die Industriestandorte weiterhin Ackerbau betrieben. Den stĂ€rksten Bevölkerungszuwachs hatten die nördlichen und östlichen Vororte (Langendreer, Werne, Riemke, Hofstede).

Die erste Straßenbahnlinie wurde 1894 in Betrieb gestellt und sie verband Bochum und Herne. Der Betreiber war ab 1896 die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahn AG (BoGeStra).

Mittlerweile hatte sich die Bebauung angrenzender Vororte bis an das Bochumer Stadtgebiet ausgedehnt und es bestanden AbhĂ€ngigkeiten bei der Gas- und Wasserversorgung. Dies fĂŒhrte zur ersten Eingemeindungswelle, bei der Hamme, Hofstede, Grumme und Wiemelhausen der Stadt Bochum zugeschlagen wurden. 1905 ĂŒberschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000 - Bochum war Großstadt. Die Bochumer Innenstadt hatte eine sehr heterogene Struktur, die noch stark von der Zeit als Kleinstadt geprĂ€gt war. Eine einheitliche Gestaltung der Innenstadt und ein planmĂ€ĂŸiger Ausbau des Stadtteils Ehrenfeld erfolgten bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges.

Die Folgen des Krieges - Arbeitslosigkeit, Streiks, die französische Besetzung, die Geldentwertung - unterbrachen das weitere Wachstum. In den Jahren 1925 bis 1929 setzte sich die wirtschaftliche Entwicklung fort. In der Zeit wurden wesentliche Vororte dem Bochumer Stadtgebiet zugeschlagen (u.a. Riemke, Langendreer, Stiepel, Querenburg). Das Stadtgebiet reichte nunmehr bis zum nördlichen Ruhrtal. Allerdings wurde dem Bochumer Begehren, einen Zugang zum wirtschaftlich wichtigen Rhein-Herne-Kanal auf dem Stadtgebiet herzustellen, nicht entsprochen.

Am 9. November 1938, in der sogenannten Reichspogromnacht, kam es auch in Bochum zu Ausschreitungen gegen die jĂŒdischen MitbĂŒrger, die Synagoge wurde in Brand gesteckt. Die ersten jĂŒdischen BĂŒrger wurden in Konzentrationslager verschleppt und zahlreiche jĂŒdische Einrichtungen und Wohnungen zerstört. Etwa 500 jĂŒdische BĂŒrger sind namentlich bekannt, die in den folgenden Jahren bei der Shoa umkamen, darunter 19, die jĂŒnger als 16 Jahre alt waren. Im Dezember 1938 begann die jĂŒdische Volksschullehrerin Else Hirsch mit der Organisation von insgesamt zehn Kindertransporten in die Niederlande und nach Großbritannien, um jĂŒdische Kinder und Jugendliche zu retten. Auch viele Bochumer Kinder anderer verfolgter Gruppen wurden von niederlĂ€ndischen Familien aufgenommen und so vor Verschleppung und Ermordung bewahrt.

WĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt durch Bombenangriffe zu 38 Prozent zerstört. Vom 20. Juni 1940 bis 22. MĂ€rz 1945 sind bei 46 verschiedenen Bombardierungen, hauptsĂ€chlich durch die Royal Air Force, insgesamt ca. 11.595 t Bomben abgeworfen worden. Ein wichtiges Ziel unter anderen war der Bochumer Verein als drittgrĂ¶ĂŸter Betrieb der Vereinigten Stahlwerke AG.[5]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte Bochum zur Britischen Besatzungszone. Von der britischen MilitÀrverwaltung wurden in Bochum zwei DP-Lager eingerichtet zur Unterbringung so genannter Displaced Persons. Die Mehrzahl von ihnen waren ehemalige Zwangsarbeiter aus Polen.

In der Nachkriegszeit entwickelte sich Bochum zu einem Kulturzentrum des Ruhrgebietes. 1962 eröffnete, unter anderem auf dem ehemaligen ZechengelĂ€nde der Zeche Dannenbaum, die Adam Opel AG, eine Tochter von General Motors, in den Stadtteilen Laer und Langendreer die drei Opelwerke (Werk I, Werke II/III), die zum Symbol fĂŒr den Strukturwandel im Ruhrgebiet wurden.

1964 wurde im Stadtteil Harpen mit dem Ruhr-Park das zweite Einkaufszentrum „auf der grĂŒnen Wiese“ in der Bundesrepublik fertiggestellt, heute das grĂ¶ĂŸte seiner Art in Deutschland. 1973 schloss die letzte Bochumer Zeche (Zeche Hannover). Neben ausgedehnten industriellen Zonen entstanden große durchgrĂŒnte, zum Teil fast lĂ€ndlich wirkende Bereiche, die unter anderem bis zur Ruhr und zum Kemnader Stausee (Freigabe 1980) reichen. 1979 wurden die erste Stadtbahn-Strecke und das Ruhrstadion eröffnet.

Seit 1919 ist Bochum Theater- und seit 1965 UniversitĂ€tsstadt (Ruhr-UniversitĂ€t mit rund 33.000 Studierenden), seit 1988 auch Musical-Stadt. Am 12. Juni 1988 eröffnete die deutschsprachige Musicalproduktion „Starlight Express“ von Andrew Lloyd Webber am Stadionring.

1989 nahm die Stadtbahnlinie U 35 von Bochum Hauptbahnhof nach Herne-Schloss StrĂŒnkede den Betrieb auf. 1993 schlossen sich die StĂ€dte Bochum, Hattingen, Herne und Witten zur Region Mittleres Ruhrgebiet zusammen. 2003 wurde das Veranstaltungszentrum RuhrCongress eingeweiht. Im Jahr 2005 erfolgte die Grundsteinlegung fĂŒr die neue Synagoge der jĂŒdischen Gemeinde Bochum–Herne–Hattingen.

Eingemeindungen

Die Phasen der Eingemeindungen in das Bochumer Stadtgebiet

Einwohnerentwicklung

Siehe Hauptartikel: Einwohnerentwicklung von Bochum

1904 ĂŒberschritt die Einwohnerzahl der Stadt Bochum die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Bis 1926 verdoppelte sich diese Zahl auf 200.000. Am 1. Januar 1975 erreichte die Bevölkerungszahl durch Eingemeindung der Stadt Wattenscheid (81.469 Einwohner, 1974) mit 417.336 ihren historischen Höchststand. Am 31. Dezember 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ fĂŒr Bochum nach Fortschreibung des Landesamtes fĂŒr Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 385.626 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen LandesĂ€mtern), bis 2025 wird sie laut Prognose des Landesamtes auf 359.300 zurĂŒckgehen.

Religionen

Propstei St. Peter und Paul
Ökumenische Kirche an der UniversitĂ€t, Ev. Apostelkirche im Obergeschoss, Kath. Kirche St. Augustinus im Untergeschoss

Christliche Kirchen

Römisch-Katholische Kirche

Bochum gehörte seit der GrĂŒndung zum Erzbistum Köln und war dem Archidiakonat des Kölner Dompropstes unterstellt. Um 1570 fasste die Reformation Fuß. Doch dauerte es noch bis 1613, als sich die lutherische Gemeinde von der katholischen Gemeinde trennte. Ab 1634 entstand auch eine reformierte Gemeinde. Die Stadt war danach ĂŒberwiegend protestantisch, doch gab es stets auch Katholiken, die weiterhin zum Erzbistum Köln gehörten. 1821 wurde sie dem Bistum beziehungsweise Erzbistum Paderborn zugeordnet. Bochum wurde Sitz eines Dekanats, das spĂ€ter in die Dekanate Bochum-Mitte, Bochum-SĂŒd und Bochum-Ost unterteilt wurde. Vom 31. August bis zum 4. September 1949 fand in Bochum der 73. Deutsche Katholikentag unter dem Motto „Gerechtigkeit schafft Frieden“ statt. 1958 wurde Bochum dem neu gegrĂŒndeten Bistum Essen angegliedert. Zu den Ă€ltesten GrĂŒndungen des Ruhrgebietes gehört die Kirchengemeinde im Stadtteil Bochum-Stiepel (885 n. Chr. erstmals urkundlich erwĂ€hnt) mit ihrem weithin bekannten und einzigen Marien-Wallfahrtsort des Bistums Essen. Stiepel entwickelte sich zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort, der 1294 durch ein Dekret des Papstes Bonifaz VIII. bestĂ€tigt wurde. JĂ€hrlich besuchen etwa 70.000 Pilger die Stiepeler Wallfahrtskirche St. Marien mit dem Gnadenbild der „Schmerzhaften Mutter“, die zum Arial des von den Zisterziensern errichteten „Kloster Stiepel“ gehört. Die Pfarrgemeinden Bochums gehören heute zum Stadtdekanat Bochum bzw. Wattenscheid.

Umstrukturierung des Bistums Essen

Zum 1. September 2008 wurden nach den PlĂ€nen des Bischofs von Essen alle Bochumer Pfarrgemeinden einschließlich der Urpfarrei St. Peter und Paul aufgelöst. Im Stadtgebiet gibt es jetzt vier Großpfarreien und eine Klosterpfarrei:

  • St. Peter und Paul (fĂŒr die Stadtteile: Innenstadt, Ehrenfeld, Hamme, Hordel, Hofstede, Riemke und Grumme)
  • Liebfrauen, Bochum (fĂŒr die Stadtteile: Altenbochum, Langendreer, Laer, Werne, Gerthe, Harpen und Hiltrop)
  • St. Franziskus, Weitmar (fĂŒr die Stadtteile: Weitmar, Linden, Dahlhausen, Wiemelhausen, Querenburg, Hustadt und Steinkuhl)
  • St. Gertrud (fĂŒr ganz Wattenscheid)

FĂŒr die GesamtĂŒbersicht der Gemeindekirchen, Filialkirchen und weiteren Kirchen:
→ siehe auch Bistum Essen.

Die Zisterzienser-Klosterpfarrei St. Marien in Stiepel bleibt als eigenstÀndige Gemeinde bestehen und wird nicht in die neue Struktur des Bistums Essen eingegliedert.

Protestantische Kirchen, Freikirchen und Religiöse Gemeinschaften

Die protestantischen Gemeinden Bochums kamen mit dem Übergang der Stadt an Preußen zur Evangelischen Kirche in Preußen beziehungsweise deren westfĂ€lischer Provinzialkirche. Bochum wurde Sitz einer Superintendentur, aus welcher der heutige Kirchenkreis Bochum innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen hervorging. Dieser umfasst insgesamt 22 evangelische Kirchengemeinden innerhalb der Stadt Bochum.

Neben den evangelischen und römisch-katholischen Gemeinden in Bochum gibt es auch noch verschiedene Freikirchen, darunter die Gemeinde der Christen Ecclesia, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten), Freie evangelische Gemeinden, die Siebenten-Tags-Adventisten, die SelbstĂ€ndige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) – zwei Gemeinden –, den Freikirchlichen Bund der Gemeinde Gottes und die Jesus Freaks. Auch die Neuapostolische Kirche und die Christengemeinschaft, sowie die Jehovas Zeugen sind in Bochum vertreten.

JĂŒdische Gemeinde

Der Bau der Bochumer Synagoge und das Bochumer Planetarium

Am 14. November 2005 wurde im Beisein des Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, der Grundstein fĂŒr die neue Synagoge der JĂŒdischen Gemeinde Bochum – Herne – Hattingen an der Castroper Straße neben dem Zeiss Planetarium Bochum gelegt. In den offiziellen Grundstein legte OberbĂŒrgermeisterin Ottilie Scholz neben einer aktuellen Tageszeitung einen silbernen Stadtbarren als Erinnerung an den Tag. Die Einweihung der Synagoge erfolgte am 16. Dezember 2007.

Islamische Gemeinde

Durch die Arbeitsmigration in den 1960er Jahren ließen sich viele muslimische Familien in Bochum nieder. Es entstanden dabei mehrere islamische Gemeinden mit mittlerweile insgesamt zwölf GebetshĂ€usern. Im Januar 2009 grĂŒndete sich die Arbeitsgemeinschaft Bochumer Moscheen. Dies ist ein Zusammenschluss aller Gemeinden in Bochum und verfolgt das Ziel gemeinsame Projekte zu verwirklichen, um so eine Hilfe fĂŒr die muslimischen Einwohner wie auch ein besseres Sprachrohr in der Gesellschaft zu sein.

Politik

Stadtratswahl 2009
in Prozent
 %
40
30
20
10
0
38,9%
27,4%
12,4%
7,7%
6,9%
3,5%
2,1%
1,1%
UWG Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/KĂŒrzel
SLB Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/KĂŒrzel
Sonst.
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2004
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-2,0%
-4,9%
+0,4%
+3,4%
+3,5%
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-0,7%
+1,0%
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SLB Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/KĂŒrzel
Sonst.

An der Spitze der Stadt stand zunĂ€chst der grĂ€fliche Stadtschultheiß der Grafschaft Mark. Doch ist bereits seit 1321 ein Rat nachweisbar, dem zwei BĂŒrgermeister und sechs RatsmĂ€nner („Ratsfreunde“) angehörten. Die BĂŒrgermeister wurden bis 1744 jĂ€hrlich gewĂ€hlt. Ab 1731 gab es einen „worthaltenden BĂŒrgermeister“, der die Gesamtleitung der Stadt hatte und einen 2. BĂŒrgermeister, der fĂŒr Polizeiangelegenheiten und das Marktwesen zustĂ€ndig war. Daneben gab es drei Senatoren, fĂŒr Bau- und Wohnungswesen, fĂŒr Feuerwesen und fĂŒr die KĂ€mmerei. Zwischen 1714 und 1765 wurde der Rat von der preußischen Regierung ernannt. Danach wurde er wieder gewĂ€hlt. In französischer Zeit stand ein Maire, ab 1815 ein BĂŒrgermeister an der Spitze der Stadt. 1843 wurde in der Stadt die LandbĂŒrgermeisterei abgetrennt und die revidierte StĂ€dteordnung eingefĂŒhrt.

WĂ€hrend der Zeit der Nationalsozialisten wurde der OberbĂŒrgermeister (OB) von der NSDAP eingesetzt. Bochum wurde Verwaltungssitz des NS-Gaus Westfalen-SĂŒd. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die MilitĂ€rregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen OB ein und 1946 fĂŒhrte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewĂ€hlten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnete. Der Rat wĂ€hlte anfangs aus seiner Mitte den OB als Vorsitzenden und ReprĂ€sentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tĂ€tig war. Des Weiteren wĂ€hlte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1994 wurde in der Stadtverwaltung die Doppelspitze aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen OB. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und ReprĂ€sentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewĂ€hlt.

BĂŒrgermeister

  • Hauptamtliche BĂŒrgermeister
    • 1743–1772: Gerhard Wilbrand Lennich
    • 1772: Johann Conrad Jacobi
    • 1773–1817: Georg Friedrich Jacobi
    • 1817–1835: Caspar Heinrich Steelmann
    • 1835–1842: Heinrich von LĂŒdemann
    • 1842–1873: Max Greve
    • 1874–1876: Richard Karl Adalbert PrĂŒfer

OberbĂŒrgermeister

Oberstadtdirektoren

  • 1946: Franz Geyer (von der britischen MilitĂ€rregierung nicht anerkannt)
  • 1946–1951: Franz Schmidt
  • 1952–1976: Gerhard Petschelt, SPD
  • 1976–1990: Herbert Jahofer, SPD
  • 1990–1993: Dieter Bongert, SPD
  • 1993–1994: Burkhard Dreher, SPD

Stadtrat

→ Siehe auch: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Bochum

Seit 2009 sind im Stadtrat von Bochum die SPD, die CDU, BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen, die FDP, Die Linke, die NPD sowie die beiden WĂ€hlergruppen UnabhĂ€ngige WĂ€hlergemeinschaft Wattenscheid und Soziale Liste Bochum vertreten. Der Rat der Stadt hat derzeit 82 Mitglieder.

Rat der Stadt Bochum: WÀhleranteil und StadtrÀte seit 1994
Wahlperiode CDU SPD BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen FDP UWW Die Linke Soziale Liste Bochum NPD Rat
XII: 1994–1999 29,4 % 22 50,5 % 38 12,6 % 9 1,7 % – 69
XIII: 1999–2004 40,5 % 27 41,3 % 27 10,6 % 7 2,9 % 2 4,5 % 3 66
XIV: 2004–2009 32,3 % 25 40,9 % 31 12,0 % 9 4,3 % 3 4,2 % 3 3,4 % 3 2,8 % 2 76
XV: 2009–2014 27,4 % 22 38,9 % 32 12,4 % 10 7,7 % 6 3,5 % 3 6,9 % 6 2,1 % 2 1,0 % 1 82

Wappen

Flagge von Bochum
Offizielles Wappen der Stadt Bochum seit 1975

Das Wappen der Stadt Bochum zeigt in Blau einen in drei Reihen weiß-rot geschachteten Balken, belegt mit einem stehenden schwarzen Buch mit goldenem Schnitt, silberner DeckelprĂ€gung und zwei silbern verzierten schwarzen Schließen. Die Stadtfarben sind blau-weiß. Das heutige Wappen wurde nach der jĂŒngsten VergrĂ¶ĂŸerung des Stadtgebiets 1975 angenommen, wobei der rot-weiße Balken aus dem alten Wattenscheider Wappen entnommen wurde. Das alte Bochumer Wappen zeigte lediglich das Buch ohne den weiß-roten Balken. Es wurde von einer Stadtmauer gekrönt. Dieses Wappen war 1913 amtlich festgelegt und 1953 durch die Hauptsatzung der Stadt bestĂ€tigt worden, wobei es bereits in den Siegelabdrucken aus dem 14. Jahrhundert zu sehen ist.[8] Die Herkunft des Buches als Wappensymbol ist jedoch nicht bekannt. Es wurde gelegentlich auch als „redendes Wappen“ bezeichnet, weil man annahm, der Stadtname Bochum komme vom Wort Buch. Dies konnte jedoch nicht bestĂ€tigt werden.

Wappen der Stadt Bochum bis 1975

StÀdtepartnerschaften

Bochum unterhÀlt mit folgenden StÀdten StÀdtepartnerschaften:

Flag of the United Kingdom.svg Sheffield (Vereinigtes Königreich), seit 1950
Flag of Spain.svg Oviedo (Spanien), seit 1980
Flag of Ukraine.svg Donezk (Ukraine), seit 1987
Flag of Germany.svg Nordhausen, seit 1990
Flag of the People's Republic of China.svg Xuzhou (China), seit 1994 (Wirtschaftsbezogene StÀdtepartnerschaft)

Bochum ist auch Patenstadt des ehemaligen Landkreises Neidenburg im frĂŒheren Ostpreußen. Seit 1990 trĂ€gt die Boeing 747-400 der Lufthansa mit der Registrierung D-ABVD den Taufnamen Bochum in alle Welt.

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Bochum und das Ruhrgebiet sind unter dem Titel RUHR2010 im Jahr 2010 Kulturhauptstadt Europas. Im Vorfeld fand am 12. Dezember 2009 in der Bochumer Jahrhunderthalle, umrahmt von einem europĂ€ischen Filmfest, die 22. Preisverleihung des EuropĂ€ischen Filmpreises – des so genannten „europĂ€ischen Oscars“ – statt.[9][10]

Theater

Schauspielhaus Bochum
Die Bochumer Kammerspiele
Musical Starlight Express

Bochum verfĂŒgt ĂŒber mehr als 20 TheaterspielstĂ€tten (Comödie Bochum, Constantin Musik Theater, Der Zauberkasten, Deutsches Forum fĂŒr Figurentheater und Puppenspielkunst, Figurentheater-Kolleg, FreilichtbĂŒhne Wattenscheid, Jahrhunderthalle, Musisches Zentrum der Ruhr-UniversitĂ€t Bochum, Prinz-Regent-Theater, Stadtteilladen Regenbogen, RuhrCongress Bochum, Schauspielhaus Bochum, Stadthalle Wattenscheid, Starlight Express, Thealozzi-Kulturhaus, Theater der Gezeiten im Theaterhaus Ecce Homo, Rottstr5theater, Theater Thespis, Theater Total, VarietĂ© Et cetera, VolksbĂŒhne im Saalbau Spitz, WaldbĂŒhne Höntrop)

  • Schauspielhaus Bochum – ist eine der renommiertesten BĂŒhnen fĂŒr Sprechtheater in Deutschland. Das stĂ€dtische Theater eröffnete 1915 in einem 1908 gebauten ehemaligen VarietĂ©theater. WĂ€hrend des Ersten Weltkrieges gastierte dort die stĂ€dtische BĂŒhne aus DĂŒsseldorf. Seit 1919 mit einem eigenen Ensemble, machte sich das Theater als Shakespeare-BĂŒhne einen Namen. Im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört, entstand auf den alten Fundamenten bis 1954 das heutige Schauspielhaus, das auch architektonisch bemerkenswert ist (Architekt: Gerhard Graubner). Das Schauspielhaus Bochum ist nicht zuletzt wegen seiner Intendanten berĂŒhmt:
  1. Saladin Schmitt (1919–1949)
  2. Hans Schalla (1949–1972)
  3. Peter Zadek (1972–1979)
  4. Claus Peymann (1979–1986)
  5. Frank-Patrick Steckel (1986–1995)
  6. Leander Haußmann (1995–2000)
  7. Matthias Hartmann (2000–2005)
  8. Elmar Goerden (2005–2010)
  9. Anselm Weber (ab 2010)
  • Starlight Express – seit 1988 ist das Musical ein Publikumsmagnet in Bochum und mit mittlerweile 20 Jahren Laufzeit am selben Standort und mit ĂŒber 12 Millionen Besuchern das erfolgreichste Musical der Welt.[11]
  • Jahrhunderthalle – die im Westpark gelegene Jahrhunderthalle ist eine der HauptspielstĂ€tten der Ruhrtriennale und wird zudem fĂŒr Großveranstaltungen jeglicher Art genutzt - so unter anderem fĂŒr Konzerte (Rock/Pop, Bochumer Symphoniker), Kongresse, Preisverleihungen (zum Beispiel die Einslive-Krone oder der Steiger-Award).

Museen und Sammlungen

Deutsches Bergbaumuseum
Kunstmuseum Bochum

Die Stadt Bochum beherbergt ĂŒber zwölf Museen: Bauernhausmuseum bei Haus Kemnade, Deutsches Bergbaumuseum, Eisenbahnmuseum Dahlhausen, Heimatmuseum Helfs Hof, Kunstsammlungen und Antikenmuseum der Ruhr-UniversitĂ€t, Medizinhistorische Sammlung der Ruhr-UniversitĂ€t Bochum, Museum Bochum – Kunstsammlung, Schulmuseum, Situation Kunst, Telefonmuseum, Zeche Hannover (mit Zeche Knirps) WestfĂ€lisches Industriemuseum, Brauereimuseum Fiege, Heimatmuseum Eppendorf.

Museum Bochum – Kunstsammlung: Das Museum wurde 1960 in der Villa Marckhoff eröffnet. 1983 fand mit einem Neubau der dĂ€nischen Architekten Bo und Wohlert eine Erweiterung statt. Die Sammlung umfasst zum einen deutsche Kunst nach 1945 und zum anderen internationale Kunst des 20. Jahrhunderts. Das Museum liegt gegenĂŒber dem sĂŒdlichen Hauptzugang zum Stadtpark Bochum.

Deutsches Bergbaumuseum: Das Bergbau-Museum wurde im Jahre 1930 von der WestfĂ€lischen Berggewerkschaftskasse und der Stadt Bochum gegrĂŒndet. Es ist zudem Zentrum der Montangeschichtsforschung in Deutschland. Das 1974 von der Dortmunder Zeche „Germania“ an diesen Ort translozierte FördergerĂŒst ĂŒber dem Museum ist zum weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt geworden. FĂŒr Besucher besteht die Möglichkeit, von zwei Aussichtsplattformen aus (in 50 m und in 62 m Höhe) einen Blick ĂŒber die Stadt zu werfen. In 20 Hallen werden zahlreiche Objekte aus der Bergbaugeschichte ausgestellt. Unter dem Museum befindet sich in einer Tiefe zwischen 17 und 22 m ein Anschauungsbergwerk. Auf einer Strecke von 2,5 km wird die Technik des Steinkohlen- und Eisenerzbergbaus bis in die neueste Zeit dargestellt.

Heimatstube Langendreer: diese Sammlung zur Geschichte des besagten östlichen Bochumer Stadtteils befindet sich im Untergeschoss des Amtshauses in Bochum-Langendreer. Die SammlungsgrĂŒnder Friedhelm Vielstich und Heinz-Richard GrĂ€fe geben mit einer Vielzahl von Fotos, Dokumenten, Fahnen, Uniformen und weiteren Exponaten aus verschiedenen Epochen einen Überblick ĂŒber die historische Entwicklung „ihres“ Stadtteils.

KĂŒnstler-DokumentationsstĂ€tte

Das Schlieker-Haus wĂŒrdigt das Leben und Wirken des Informel-KĂŒnstlers Hans-JĂŒrgen Schlieker (1924–2004).

Musik

Das 1919 gegrĂŒndete Orchester der Stadt Bochum hat sich im Laufe seiner Geschichte zu einem der wichtigsten Konzertklangkörper im Westen Deutschlands entwickelt. Seit 1994 wirkt Steven Sloane als Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker. In einer der SpielstĂ€tten, dem Audimax der Ruhr-UniversitĂ€t Bochum, befindet sich auch eine der modernsten Orgeln aus der Orgelmanufaktur Klais mit 82 Registern.

Seit 1986 findet in der Bochumer Innenstadt das kostenlose Rockfestival Bochum Total statt. Mittlerweile ist es mit 900.000 Zuschauern eine der grĂ¶ĂŸten Musikveranstaltungen Europas.

Die fĂŒr 2009 geplante DurchfĂŒhrung der Loveparade in Bochum wurde am 14. Januar 2009 vom Veranstalter Lopavent abgesagt. Als Hauptgrund wurde die mangelnde KapazitĂ€t des Bochumer Hauptbahnhofes angegeben. Bis zuletzt gab es in Bochum außerdem keine passende Strecke fĂŒr das Großereignis.[12]

Gruppierungen

SolokĂŒnstler

Kino

Kino Bofimax

In Bochum gibt es zehn Kinos, unter anderem:

Bauwerke und SehenswĂŒrdigkeiten

→ Hauptartikel: Denkmalliste der Stadt Bochum

Siehe auch: Liste der Ausflugsziele und SehenswĂŒrdigkeiten im Ruhrgebiet

Die 15.000 kg schwere Gussstahlglocke vor dem Bochumer Rathaus
Bochumer Rathaus
  • Rathaus Bochum – Mit dem Bau des Rathauses wurde 1926 begonnen. Im Jahr 1927 erfolgte die Grundsteinlegung und am 20. Mai 1931 die Eröffnung. Das GebĂ€ude besitzt einen weitgehend symmetrischen Grundriss. In der Symmetrieachse des Ratshofes liegt der Saalbau mit Nebenhöfen an beiden Seiten. Die Außenseite ist schlicht gehalten und das Eingangsportal sowie der zweistöckige Vorbau an der rechten Front sind die einzigen Fassaden-Schmuckelemente. Der Sockel des GebĂ€udes besteht aus hartem Granitstein, fĂŒr die Fassade wurde Muschelkalk verwendet und fĂŒr das Dach Schiefer. In den Fluren und ReprĂ€sentationsrĂ€umen kamen Marmor, Bronze und dunkle HolztĂ€felungen zum Einsatz. Der Rathausbau kostete die fĂŒr damalige VerhĂ€ltnisse große Summe von 9,25 Millionen Reichsmark. Weitere Elemente des Innenhofs sind der Glockenturm und die aus Travertin und Bronze hergestellten Brunnen. Einer ist Fortuna gewidmet und mit symboltragenden Putten verziert: Ehering und Pantoffel stehen fĂŒr EheglĂŒck, der Apfel symbolisiert Fruchtbarkeit, das leere Portemonnaie Optimismus und Seifenblasen die Illusion. Das Glockenspiel besteht aus 28 Gussstahlglocken mit einem Gesamtgewicht von 2300 Kilogramm, jede zwischen 375 und 4 Kilogramm. Es handelt sich dabei um das erste aus Gussstahl hergestellte Glockenspiel der Welt. Die Glocke vor dem Rathaus war 1867 als grĂ¶ĂŸte von vier Glocken eine Attraktion auf der Weltausstellung in Paris. Gegossen wurde sie vom Bochumer Verein fĂŒr Bergbau und Gussstahlfabrikation AG. Sie stand bis 1979 als Denkmal auf dem WerksgelĂ€nde. Die Firma Krupp ĂŒbereignete sie 1979 der Stadt. Bei einem Durchmesser von 3,13 Metern hat sie ein Gewicht von 15.000 Kilogramm. Da sie im Zweiten Weltkrieg beschĂ€digt wurde, kann sie nicht mehr gelĂ€utet werden.
Terminal – Skulptur von Richard Serra am Hauptbahnhof
  • Propsteikirche St. Peter und Paul – Die Propsteikirche ist die Ă€lteste Kirche Bochums. Bereits zwischen 785 und 800 wurde von Kaiser Karl dem Großen auf dem GelĂ€nde ein Reichshof angelegt und seitdem mehrfach umgebaut. Im Innern der Propsteikirche sind zahlreiche Kunstwerke aus verschiedenen Epochen zu sehen. Hervorzuheben sind der romanische Taufstein aus der Zeit um 1175, der Reliquienschrein der Heiligen Perpetua und ihrer Sklavin Felicitas, sowie der Hochaltar mit seiner Christusfigur aus dem Jahr 1352.
  • Pauluskirche Bochum – Protestanten und Katholiken hatten sich nach der Reformation zunĂ€chst lange und nicht immer einvernehmlich die einzige Kirche Bochums, die heutige katholische Propsteikirche, geteilt. 1655 begann die lutherische Gemeinde mit Bau eines eigenen Gotteshauses. Das schlichte RenaissancegebĂ€ude wurde bis 1659 mit Spenden aus Holland, Schweden, Kurland und DĂ€nemark errichtet. Ihren Namen erhielt die Pauluskirche erst nach 1874, als die Christuskirche am Rathaus gebaut worden war. Die Pauluskirche brannte infolge eines Bombenangriffs am 12. Juni 1943 bis auf die Außenmauern nieder, wurde aber nach dem Krieg wieder aufgebaut, dabei erhielt das GebĂ€ude sein heutiges, einer mittelalterlichen Dorfkirche entsprechendes Aussehen. Um die Pauluskirche im Stadtbild besser zur Wirkung zu bringen, wurde ihr Turm 1949 erhöht, ein kleiner Platz geschaffen und die unmittelbare Nachbarbebauung niedrig gehalten. Die modernen Fenster im Altarraum, um 1960 geschaffen vom Bochumer KĂŒnstler K. Willy Heyer, zeigen die drei Stationen der Wandlung des Saulus zum Paulus, dem Namenspatron der Kirche. 1974 wurde der Innenraum erneut nach PlĂ€nen von Kurt Peter Kremer umgestaltet.
  • Das Mahnmal des Friedens neben der Kirche, die sogenannte Â»Trauernde Alte«, stammt von dem Kölner Bildhauer Gerhard Marcks. Es soll an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und an den Bombenangriff auf Bochum am 4. November 1944 erinnern. Das Denkmal wurde 1955 enthĂŒllt und ist aus Basaltlava gehauen. Dargestellt ist eine alte Frau, die – wohl vergeblich – nach jemandem ausschaut hĂ€lt.
Christuskirche
  • Christuskirche Bochum – Die Christuskirche (errichtet 1877–1878) wurde im Zweiten Weltkrieg bis auf den Turm zerstört. Der Architekt Dieter Oesterlen fĂŒgte in den 1950er Jahren einen modernen Kirchenneubau hinzu.
  • Marienkirche – Mit ihrem ungefĂ€hr 70 Meter hohen neugotischen Spitzhelm dominiert die Kirche (erbaut von 1868 bis 1872), die sich unmittelbar an den Stadtkern anschließende Stadterweiterung nach Westen. Im Mai 2000 wurde kirchenintern bekannt, dass die Verantwortlichen der Gremien der St. Marien-Kirche Bochum-Mitte, Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat unter Pfarrer Gerhard SchĂŒrmann (Pfarrei St. Meinolphus & Mauritius), den Abriss des altehrwĂŒrdigen Gotteshauses beschlossen hatten. Das letzte Hochamt in der Pfarrkirche fand am 22. September 2002 statt. Seitdem steht das GebĂ€ude leer, die wertvollen Wandmosaiken der Turmnischen wurden einfach abgeschlagen und sind dabei zum grĂ¶ĂŸten Teil zerbrochen, die farbigen Glasfenster wurde ausgebaut. Die neuesten Planungen sehen vor, in der Marienkirche bis zum Kulturhauptstadt-Jahr 2010 einen Kammermusiksaal einzurichten.[13]
Zeiss-Planetarium
  • Zeiss Planetarium Bochum – Das Planetarium, das nach PlĂ€nen von Karl-Heinz Schwarze als damaligem Leiter des Hochbauamtes von 1962 bis 1964 entstand, befindet sich in an der Castroper Straße in Bochum. Das GebĂ€ude hat einen Durchmesser von rund 20 Metern und eine ProjektionsflĂ€che von etwa 600 mÂČ. KernstĂŒck der Anlage ist der Planetar. Das erste GerĂ€t dieser Art in Europa hat im April 2000 in Bochum seinen Dienst angetreten. Das Planetarium bietet mehrere unterschiedliche Programme an, auch speziell fĂŒr Schulklassen.
Sternwarte, das „Kap Kaminski“
  • Sternwarte Bochum – Die Sternwarte im Stadtteil Sundern, im Volksmund in Bezug auf den GrĂŒndungsprofessor Heinz Kaminski „Kap Kaminski“ genannt, bietet freitags zwischen 19:30 und 21:30 die Möglichkeit zur Sternbeobachtung. HierfĂŒr stehen zahlreiche Teleskope zur VerfĂŒgung. Im Inneren des Radoms befindet sich die 20-m-Parabolantenne, sowie wechselnde Ausstellungen.
  • Jahrhunderthalle – Die „Jahrhunderthalle“ wurde als Ausstellungshalle des Bochumer Vereins fĂŒr die DĂŒsseldorfer Gewerbeausstellung 1902 gebaut und anschließend als GeblĂ€semaschinenhalle fĂŒr die Hochöfen des Bochumer Vereins wiederverwendet. Sie wurde mehrfach erweitert, der Name Jahrhunderthalle bezeichnet heute das gesamte Bauwerk, das sich ĂŒber eine FlĂ€che von 8900 mÂČ erstreckt. Seit ihrer Sanierung wird die Halle fĂŒr Veranstaltungen genutzt, wie etwa die Ruhrtriennale oder fĂŒr Konzerte der Symphoniker. Mittlerweile ist sie das Zentrum des neu angelegten Westparks. Der Westpark wurde im ersten Bauabschnitt 1999 eröffnet. Die im Rat vertretenden Fraktionen diskutierten lĂ€ngere Zeit kontrovers darĂŒber, ob sich die Stadt Bochum den Bau eines Konzerthauses fĂŒr die Bochumer Symphoniker nach einem Entwurf von Thomas van den Valentyn in unmittelbarer Nachbarschaft der Jahrhunderthalle finanziell leisten kann. Am 28. Oktober 2008 hat der Rat der Stadt Bochum in einer Sondersitzung den Bau eines neuen Konzerthauses beschlossen: Der Beginn der Bauarbeiten fĂŒr die „Bochumer Symphonie“ auf dem Marienplatz in direkter Nachbarschaft der innerstĂ€dtischen Marienkirche startet spĂ€testens im Mai 2009 und findet noch im Kulturhauptstadtjahr 2010 seine Vollendung. Auch Herbert Grönemeyer organisiert eigens zur Spendenakquise ein Live-Benefizkonzert zusammen mit den Bochumer Symphonikern im Bochumer Ruhrstadion.[14]
Kuhhirten-Denkmal vor der Propsteikirche St. Peter und Paul
  • Kuhhirten-Denkmal – Das zwischen Propsteikirche St. Peter und Paul und Pauluskirche stehende Denkmal zeigt Fritz Kortebusch mit seinem Hund, den letzten Kuhhirten von Bochum, der das Vieh der BĂŒrger auf die Vöde (stĂ€dtisches Weideland) trieb. Die Originalfigur von 1908 wurde im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen. 1962 wurde eine Neufassung angefertigt. Siehe auch: Fritz Kortebusch.
Wasserburg Haus Kemnade am Kemnader See
  • Kemnader See – Dieser Stausee an der Ruhr dient vorwiegend der Wasserwirtschaft und der Naherholung. Um den See befinden sich zahlreiche Freizeiteinrichtungen und SehenswĂŒrdigkeiten. Das Freizeitbad Heveney, das StrandDeck Kemnade, eine Beachvolleyballhalle, ein Golfplatz und ein Segelhafen liegen am Beginn des Sees. Eine 12 km langer Skaterrundkurs um den See ist in Planung. Vereine nutzen den See zum Fischen, sie geben auch Gastkarten heraus. Der Fischbestand reicht von Aal ĂŒber Brassen, Karpfen, Rotaugen bis zu Zander. Auf dem See und der Ruhr verkehren die Fahrgastschiffe MS Kemnade und MS Schwalbe II. Sehenswert ist außerdem in der NĂ€he des Stauwehrs die zwei Museen beherbergende Wasserburg Haus Kemnade im Stil der Renaissance und des Barocks.
  • Stiepeler Dorfkirche – Um 1008 wurde eine kleine Saalkirche erbaut. Der Bau wurde von GrĂ€fin Imma von Stiepel, einer Verwandten von Kaiser Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde, veranlasst. Zwischen 1130 und 1170 wurde die alte Kirche durch eine romanische Basilika ersetzt. Von dieser Kirche sind heute noch der Turm und das Mittel- und Querschiff erhalten. Von 1150 bis 1200 wurden zahlreiche romanische Wand- und Deckenmalereien im Innenraum der Kirche angefertigt.
  • Zisterzienserkloster und Wallfahrtskirche St. Marien – Zu den Ă€ltesten GrĂŒndungen des Ruhrgebietes gehört die Kirchengemeinde im Stadtteil Bochum-Stiepel (885 n. Chr. erstmals urkundlich erwĂ€hnt) mit ihrem weithin bekannten und einzigen Marien-Wallfahrtsort des Bistums Essen. Stiepel entwickelte sich zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort, der 1294 durch ein Dekret des Papstes Bonifaz VIII. bestĂ€tigt wurde. Auf der Strecke von Bochum-Weitmar Richtung Hattingen, bietet sich dem Auge am Ortseingang Stiepel zur Rechten die Klosteranlage der Zisterzienser dar. In ihrem Zentrum erhebt sich die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Marien mit dem Gnadenbild der „Schmerzhaften Mutter von Stiepel“. Die Kirche wird von den Klosterbauten, einem Pilgerzentrum, dem „Klosterhof“, einem zur Wallfahrt eingerichteten Restaurant und von hochragenden BĂ€umen der Außenanlagen eingerahmt. JĂ€hrlich besuchen etwa 70.000 Pilger die zum Arial des Zisterzienserkloster gehörende Wallfahrtskirche.[15]
  • Ruhr-Park – Der Ruhr-Park wurde im November 1964 eröffnet und in mehreren Bauabschnitten auf gegenwĂ€rtig etwa 126.000 mÂČ erweitert. Er war das erste Einkaufszentrum dieser Art in Deutschland.
  • RewirpowerSTADION – Das ehemalige Ruhrstadion ist die HeimstĂ€tte des VfL Bochum, die zwischen MĂ€rz 1976 und Juli 1979 erbaut und mit einem Spiel gegen die SG Wattenscheid 09 eingeweiht wurde. Das Stadion verfĂŒgt ĂŒber 31.328 ZuschauerplĂ€tze, davon 15.639 SitzplĂ€tze.
  • Eisenbahnmuseum Dahlhausen – Das Eisenbahnmuseum liegt auf dem GelĂ€nde des ehemaligen Eisenbahn-Betriebswerkes Bochum-Dahlhausen. Die Anlage wurde 1916–1918 errichtet. Da Ende der 1960er Jahre die Kohleförderung im sĂŒdlichen Ruhrgebiet unrentabel wurde und die Zechen schlossen, somit auch der Bahnbetrieb in diesem Bereich zurĂŒckging, wurde das Betriebswerk ĂŒberflĂŒssig. Es wurde am 1. August 1969 als selbstĂ€ndige Dienststelle geschlossen und teilweise zurĂŒckgebaut. Die GĂŒterwagenausbesserung wurde 1982 eingestellt. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Eisenbahngeschichte e. V. konnte die Anlagen ab dem Jahr 1968 schrittweise wieder in den Betriebszustand zurĂŒckversetzen und das Museum in der heutigen Form aufbauen.
Der Haupteingang des Friedhofes
  • Hauptfriedhof Freigrafendamm – Der im Stadtteil Altenbochum liegende Friedhof ist der grĂ¶ĂŸte der Stadt. Er wurde in den 1920er Jahren gĂ€rtnerisch geplant, die Hochbauten im Eingangsbereich wurden erst zwischen 1935 und 1939 errichtet. Das Eingangstor, die große und die kleine Trauerhalle sowie das Krematorium geben am deutlichsten den Baustil des Nationalsozialismus wieder. Im Zweiten Weltkrieg nutzte das Regime die GebĂ€ude als Kulisse fĂŒr die zentralen Trauerfeiern fĂŒr die im Bombenkrieg umgekommen Bochumer Einwohner. Neben der Zivilbevölkerung und einer Reihe deutscher Soldaten wurden auf dem Friedhof insgesamt 1720 Zwangsarbeiter aus der ehemaligen Sowjetunion beerdigt, die im Krieg in erster Linie in der RĂŒstungsindustrie eingesetzt waren. An sie erinnert heute ein Mahnmal in Lateinischer und Kyrillischer Schrift.
  • Rudolf Steiner Schule Bochum, 1965. Das GebĂ€ude in Langendreer ist der erste Schulbau in Europa, der im Stil der Organischen Architektur errichtet wurde. Er wurde Anfang der 1960er Jahre von dem Architekten Werner Seyfert und dem KĂŒnstler Wilfried Ogilvie entworfen. Der Architekt entwickelte auf Basis dieser Erfahrung weitere Waldorfschulen mit verschieden geformten KlassenrĂ€umen, je nach der Altersstufe der SchĂŒler. Ein Ansatz, der bis heute nur in dieser PĂ€dagogik angewendet wird.
  • Von den ursprĂŒnglich sechs bedeutendsten öffentlichen Bauwerken der östlichen Innenstadt, welche in der Zeit des Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg geplant wurden, stehen heute nur noch der Hauptbahnhof (1955 bis 1957, Architekt Heinz Ruhl), das Stadtwerkehochhaus (1952 bis 1955, Architekt Ferdinand Keilmann), die Berufsschule fĂŒr Jungen (1953 bis 1954) und die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (1952 bis 1955, ebenfalls von F. Keilmann). Dagegen wurde das Stadtbad Bochum entgegen dem zuvor bestehenden Denkmalschutz 1998 abgerissen; einige Jahre zuvor war bereits das in die stĂ€dtebauliche Gesamtplanung zĂ€hlende Arbeitsamt zugunsten eines Hotelneubaus beseitigt worden.

Sport

Überregionale Bedeutung im Sport hĂ€lt Bochum durch die Fußballmannschaften des VfL Bochum und der SG Wattenscheid 09. WĂ€hrend aber der VfL seit 1971 relativ konstant in der ersten oder zweiten Bundesliga spielt, befindet sich die Sportgemeinschaft im Niedergang, der in der Saison 2006/07 im Abstieg aus der Oberliga gipfelte. Dies gilt jedoch nur fĂŒr die erste MĂ€nner-Mannschaft - die Damen erreichten in derselben Saison den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Mittlerweile wurde die Damenmannschaft der SGW aus finanziellen GrĂŒnden in den VfL Bochum eingegliedert.

DarĂŒber hinaus ist Bochum durch den deutschen Meister im Steeldart DSC Bochum, den vielfachen deutschen Meister im Billard DBC Bochum, die Handballerinnen des SV Teutonia Riemke, die Basketballer von BG SĂŒdpark, die zehnfachen deutschen Meister im Wasserball von SV Blau-Weiß Bochum, die Leichtathleten und Sportgymnastinnen des TV Wattenscheid 01 sowie die Bochum Cadets (Herren) und Bochum Miners (Frauen) bekannt, die im American Football erfolgreich sind. DarĂŒber hinaus besitzt Bochum einen deutschen Meister 2007 und zwei Europameister im Jahr 2008 (Kickerliga Bochum) im Tischfußball (P4P Rookie). Bochum ist Heimstatt des Linden-Dahlhauser Schwimmverein 1921. Auch der Tanzsportverein Ruhr-Casino Bochum ist hier ansĂ€ssig.

Gastronomie

Konrad-Adenauer-Platz (KAP) am Handelshof im Bermudadreieck

Das Bermudadreieck ist mit 60 gastronomischen Betrieben das wichtigste Kneipenzentrum des Ruhrgebiets. Über drei Millionen GĂ€ste besuchen die Kneipenmeile pro Jahr, bis zu 30.000 GĂ€ste pro Tag im Sommer. Bei großen Ereignissen wie dem Festival Bochum Total, das jeweils am ersten Wochenende der nordrhein-westfĂ€lischen Sommerferien stattfindet, kommen tĂ€glich bis zu 400.000 Besucher. Bochum ist Standort vieler Diskotheken und Kultureinrichtungen, zum Beispiel Kulturzentrum Bahnhof-Langendreer, Zeche Bochum und Matrix Bochum.

Das Rotlichtviertel der Stadt befindet sich am westlichen Rand der Innenstadt in der NĂ€he der FertigungsstĂ€tten des Bochumer Vereins. Die Einrichtungen tragen im Volksmund mehr oder minder derbe Bezeichnungen wie „Gurke“, „Eierberg“ oder auch „Riemenwalzwerk“.

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

  • MĂ€rz/April: Bochumer Orgeltage (Beginn: Ostermontag)
  • April: Maiabendfest
  • Mai: Figurentheater der Nationen
  • Mai: Dampf-Festival auf der Zeche Hannover (im Zweijahresrhythmus)
  • Juni: Rubissimo – Sommerfest der Ruhr-UniversitĂ€t
  • Juni: Ruhrgebiets-Amateurtheatertreffen
  • Juni: Kemnade international
  • Juni: Extraschicht – die Nacht der Industriekultur (im ganzen Ruhrgebiet)
  • Juni/Juli: VfL for Fun (Sommerfest des VfL Bochum)
  • Juni/Juli: Bochum Total (am ersten Wochenende der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen)
  • Juni/Juli: Stadtparkfest (Familienfest am letzten Wochenende der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen)
  • Juli/August: Sparkassen Giro Bochum (zwei Wochen nach Abschluss der Tour de France)
  • Juli/August: Bochum kulinarisch (letztes Wochenende der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen)
  • August: Bochumer Musiksommer
  • September: Open Flair (internationales Kabarett und Straßentheater)
  • Oktober: Oktobermarkt
  • Oktober /November: Bochumer Bachtage
  • Oktober/November: Ruhrgebiets-Antiquariatstag
  • November: Kinder- und Jugendtheatertage
  • Dezember: Weihnachtsmarkt

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Schiene/ÖPNV

Der denkmalgeschĂŒtzte Bochumer Hauptbahnhof

Die Stadt ist ĂŒber zahlreiche Eisenbahnverbindungen an die umliegenden StĂ€dte angeschlossen und hat insgesamt zehn Bahnhöfe bzw. Haltepunkte. Es verkehren sechs Regionalbahn- und Regional-Express-Linien sowie zwei S-Bahn-Linien (S1, S3). Der Hauptbahnhof ist als einziger Bochumer Fernbahnhof regelmĂ€ĂŸiger ICE- und IC-Halt der durch das Ruhrgebiet verlaufenden Linien. Hinzu kommt der kommunale Nahverkehr. In der Stadt gibt es eine grĂ¶ĂŸtenteils unterirdische Stadtbahn-Linie (U35 von Bochum Hustadt nach Herne Schloss StrĂŒnkede) sowie fĂŒnf Straßenbahnlinien, die in der Innenstadt ebenfalls unterirdisch fahren. Zahlreiche Buslinien werden durch die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen (BOGESTRA) im Rahmen des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) betrieben. Siehe auch: Stadtbahn Bochum

Straße

Bochumer Ring im Bereich des Heusnerviertels

Im Stadtgebiet von Bochum verlaufen die drei Bundesautobahnen 40 (Dortmund – Venlo), 43 (MĂŒnster – Wuppertal) und 44 (Aachen – Kassel) sowie eine autobahnĂ€hnliche Schnellstraße, der Bochumer Ring bzw. die ehemalige NS 7. Zudem durchqueren drei Bundesstraßen die Stadt: die B 51 (OsnabrĂŒck – Bochum – Bitburg), die B 226 (Hagen – Bochum – Gelsenkirchen) und die B 235 (Datteln – Bochum – Witten).

Eine Verbindung von A 44 und A 40 ĂŒber die ehemalige NS 7, die sogenannte Opel-Spange, soll folgen. Nach derzeitiger Planung wird der entsprechende Abschnitt des Bochumer Rings zur Bundesautobahn 441 hochgestuft. DarĂŒber hinaus soll die A 40 bis Essen sechsspurig ausgebaut werden. Diese PlĂ€ne sind bereits seit den 1990er Jahren beschlossen, ursprĂŒnglich, um eine bessere Anbindung des Opel-Werks 1 im Stadtteil Laer an das Verkehrsnetz zu gewĂ€hrleisten. Heute steht die Verbesserung des Ost-West-Transits durch das Ruhrgebiet im Vordergrund.

Wasserstraßen

Als eine der wenigen StĂ€dte des Ruhrgebiets ist Bochum nicht direkt an das deutsche Bundeswasserstraßennetz angebunden; die nĂ€chste Anbindung befindet sich im nördlich gelegenen Herne an den Rhein-Herne-Kanal. Im SĂŒden bildet die Ruhr die Bochumer Stadtgrenze. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war sie einer der am stĂ€rksten befahrenen FlĂŒsse Europas und diente im Wesentlichen der Kohleabfuhr. Abgesehen von Ausflugschiffen auf dem Kemnader Stausee ist die Schifffahrt jedoch lĂ€ngst eingestellt worden.

Luft

Die nĂ€chstgelegenen per Autobahn an das Stadtzentrum Bochum angebundenen FlughĂ€fen befinden sich in Dortmund (31 km), Essen/MĂŒlheim (27 km) und DĂŒsseldorf (47 km). Zum Flughafen in DĂŒsseldorf bestehen ĂŒber ICE-, IC-, RE- und S-Bahnlinien direkte Verbindungen. Weitere erreichbare Luftverkehrsanbindungen sind der Konrad-Adenauer-Flughafen in Köln, der Flughafen Weeze, der Flughafen MĂŒnster/OsnabrĂŒck sowie der Flughafen Paderborn/Lippstadt.

AnsÀssige Unternehmen

Firmenschild Deutsche Annington
GEA Hauptverwaltung
GLS Bank, Hauptverwaltung

Medien

Zeitungen

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) und die Ruhr Nachrichten (RN) erscheinen mit eigenen Lokalausgaben. Außerdem erscheint mittwochs und samstags das kostenlose Lokalblatt „Stadtspiegel“. Eine Alleinstellung hat die kostenlose „Langendreerer Dorfpostille“, die 1981 im Zuge soziokultureller ZeitschriftengrĂŒndungen (1976 „Guckloch“ spĂ€ter in „Prinz“ umbenannt, 1978 „Marabo“, 1982 „Terminal“, 1983 „coolibri“) ins Leben gerufen wurde. Sie realisiert noch heute ihr ursprĂŒngliches Konzept einer politischen Gegenöffentlichkeit bezogen auf einen begrenzten lokalen Raum. An der Ruhr-UniversitĂ€t Bochum erscheint die Ă€lteste, kontinuierlich erscheinende Studierendenzeitung im deutschsprachigen Raum, die Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung (BSZ). DarĂŒber hinaus erscheint seit Oktober 2008 die Studierendenzeitung PflichtlektĂŒre mit einem eigenen Teil fĂŒr die Ruhr-UniversitĂ€t.

Hörfunk

Seit 1990 sendet „98.5 Radio Bochum“, ehemals „Ruhrwelle Bochum“, ein lokales Radioprogramm in Kooperation mit Radio NRW in Oberhausen. Chefredakteurin ist Andrea Donat. FĂŒr den Bereich Sport zustĂ€ndig ist Michael Ragsch. Moderatoren der FrĂŒhsendung sind Alexander Brauer und Ansgar Borgmann. Kultcharakter hat Fußball-Reporter GĂŒnther Pohl („Tooor im Ruhrstadion“) erlangt. Unter dem Namen Ruhrwelle ist der Sender gestartet, spĂ€ter wurde er in Radio 98.5 umbenannt. 98.5 Radio Bochum heißt er seit dem 24. Februar 2006.

Seit 1997 sendet „CT das radio“ ein lokales Radioprogramm auf der Frequenz 90 MHz. Es ist das Radio der Bochumer Hochschulen und war das erste Campusradio auf eigener Frequenz in NRW. Zuvor war „Radio c.t.“ ein Programmelement im BĂŒrgerfunk der Ruhrwelle.

Onlinezeitungen

Mein-Bochum beschĂ€ftigt sich fast ausschließlich mit Lokalpolitik, wĂ€hrend Bo-Alternativ auch kulturelle Themen aufgreift. Bochum-Videos.de ist ein Online-Video-Portal, welches Nachrichten, Reportagen, Dokus und PortrĂ€ts in HD-QualitĂ€t publiziert. Ferner existiert mit ja-zu-bochum.de ein weiteres „City-Portal“, welches hauptsĂ€chlich auf studentisches Publikum ausgerichtet ist. Das unkommerzielle Projekt bo-alternativ informiert seit Oktober 1999[16] zum kulturellen, sozialen und politischen Leben in Bochum.

Hauptverwaltung Bergbau-Berufsgenossenschaft

Öffentliche Einrichtungen

Gesundheitswesen

Einige KrankenhÀuser liegen in der Innenstadt, wÀhrend sich andere in den ehemaligen Gemeinden und heutigen Stadtteilen befinden:

Einige von ihnen sind im Rahmen des Bochumer Modells auch UniversitÀtsklinikum der Ruhr-UniversitÀt.

Hochschulen

Audimax der Ruhr-UniversitÀt Bochum
Hochschule Bochum

In Bochum befinden sich die folgenden neun Hochschulen:

Schulen

In Bochum gibt es 61 Grundschulen, 14 Förderschulen,

fĂŒnf berufsbildende Schulen (Berufskollegs):

fĂŒnf Gesamtschulen:

zehn Gymnasien:

Gymnasium am Ostring, Schule des NobelpreistrÀgers Manfred Eigen

acht Realschulen:

sowie 9 Hauptschulen:

  • Albert-Schweitzer-Schule
  • Carl-Arnold-Kortum-Schule
  • Hauptschule Fahrendeller Straße
  • Hauptschule Markstraße
  • Heinrich-KĂ€mpchen-Schule
  • Hermann-Gmeiner-Schule
  • Hauptschule Preins Feld
  • Liselotte-Rauner-Schule
  • Katholische Hauptschule am Lenneplatz

Zudem gibt es zwei Waldorfschulen

Ehemalige Schulen:

An der Musikschule Bochum werden derzeit ungefĂ€hr 7.000 SchĂŒler unterrichtet.

Persönlichkeiten

Die Liste von Persönlichkeiten der Stadt Bochum beinhaltet die Söhne und Töchter der Stadt sowie weitere Personen, die mit Bochum in Verbindung stehen. Die Liste der EhrenbĂŒrger von Bochum beschreibt die 13 seit dem Jahr 1846 zu EhrenbĂŒrgern ernannten Personen.

Literatur

  • Axel SchĂ€fer, Norbert Konegen, Hans H. Hanke (Hrsg.): Bochum entdecken. 20 StadtteilrundgĂ€nge durch Geschichte und Gegenwart. Klartext, Essen 2010, ISBN 978-3-89861-735-2
  • WestfĂ€lisches StĂ€dtebuch. Band III/2 (= Teilband aus „Deutsches StĂ€dtebuch. Handbuch stĂ€dtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit UnterstĂŒtzung des Deutschen StĂ€dtetages, des Deutschen StĂ€dtebundes und des Deutschen Gemeindetages“, hrsg. von Erich Keyser). Stuttgart 1954
  • Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945, hrsg. von Walther Hubatsch, Band 8: Westfalen. Marburg an der Lahn, 1980.
  • Tobias Haucke, Timo Rieg (Hrsg.): Bochumer Lokalrunde – gewusst, geraten, gewonnen: 1080 Quiz-Fragen. Bochum 2002, ISBN 3-928781-99-5
  • Thorsten Klagges: Bochum: Trotz Cholera, Krieg und Krisen. Eine kleine illustrierte Stadtgeschichte. 2000, ISBN 3-89570-696-5
  • Johannes V. Wagner, Monika Wiborni (Hrsg.): Bochum. 2003, ISBN 3-8313-1036-X
  • Th. Sprenger, H. Schmitz (Hrsg.): Bochum, Stern des Ruhrgebiets. ISBN 3-922785-79-4
  • Tobias Haucke, Robert Gorny: Bochumer Szenenwechsel – Bilder und Erinnerungen aus 5 Jahrzehnten Stadtgeschichte. 2003, ISBN 3-928781-90-1
  • Irmtraud-Dietlinde Wolcke: Die Entwicklung der Bochumer Innenstadt (= Schriften des Geographischen Instituts der UniversitĂ€t Kiel; Bd. 28, H. 1, 1968 s. a. http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/volltexte/2009/5568/.)
  • WestfĂ€lischer StĂ€dteatlas; Band: VIII; 1 Teilband. Im Auftrage der Historischen Kommission fĂŒr Westfalen und mit UnterstĂŒtzung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, hrsg. von Heinz Stoob † und Wilfried Ehbrecht.
  • Heinrich Schoppmeyer: Stadtmappe Bochum. Dortmund-Altenbecken 2004, ISBN 3-89115-168-3
  • Bochumer Bekannte – PortrĂ€ts: Bd 1 (2002, mit Dariusz Wosz, Frank Goosen, Christof Wackernagel, Dietrich Grönemeyer) ISBN 3-928781-81-2, Band 2 (2003, mit Armin Rohde, Hennes Bender) ISBN 3-928781-82-0, Band 3 (2004, mit Hugo Ernst KĂ€ufer, Chris Hopkins) ISBN 3-928781-83-9
  • Norbert Kozicki: Aufbruch im Revier. 1968 und die Folgen. Essen 1993, ISBN 3-88474-063-6
  • Die Bau- und KunstdenkmĂ€ler von Westfalen. Band 17: Bochum Stadt. Schoeningh, MĂŒnster 1906 online im Internet Archive.
  • Literatur von Bochum im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Bochum - Daten und Fakten fĂŒr die Wirtschaft 2010, Stadt Bochum / Wirtschaftsförderung, PDF auf der Website der Stadt Bochum.

Weblinks

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Einzelnachweise

  1. ↑ Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. ↑ Historie, Wahl und Aufgaben
  3. ↑ Bochumer Straßennamen, Deutung und Herkunft, S. 205, gemĂ€ĂŸ Auskunft Stadtarchiv Bochum
  4. ↑ Heinrich Gottfried Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen StĂ€dte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 243.
  5. ↑ USSBS-Report E76 (Plant Report No 9 "Bochumer Verein fĂŒr Gusstahlfabrikation AG"), 2nd Edition Januar 1947, Seite 2f
  6. ↑ a b c Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817 – 1967. Aschendorff, MĂŒnster (Westfalen) 1977, ISBN 3-402-05875-8.
  7. ↑ Martin BĂŒnermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  8. ↑ vgl. www.ngw.nl Seite ĂŒber Bochumer Heraldik (engl.)
  9. ↑ vgl. RuhrNachrichten (RN): EuropĂ€ischer Filmpreis bei RuhrNachrichten.de, 14. MĂ€rz 2009 (aufgerufen am 14. MĂ€rz 2009)
  10. ↑ vgl. Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ): Film-Oscar in Bochum bei derwesten.de, 13. MĂ€rz 2009 (aufgerufen am 14. MĂ€rz 2009)
  11. ↑ http://www.starlight-express.de
  12. ↑ http://www.welt.de/vermischtes/article3031458/Die-Loveparade-faellt-dieses-Jahr-komplett-aus.html
  13. ↑ Stadt kauft die Marienkirche bei derwesten.de, 15. Oktober 2008
  14. ↑ http://www.bochumer-symphonie.de
  15. ↑ http://www.kloster-stiepel.org
  16. ↑ http://www.ruhr-uni-bochum.de/bsz/512/512boa.html
  17. ↑ EBZ Business School – University of Applied Sciences startet Studienbetrieb
  18. ↑ Eine Hochschule im Dienst der Menschen

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   Encyclopedia of Judaism

  • Bochum — Bochum, Stadt (Stadtkreis) im preuß. Regbez. Arnsberg, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Ruhrort Holzwickede und andrer Linien, 108 m ĂŒ. M., hat 2 evangelische und 4 kath. Kirchen, eine Synagoge und (1900) 65,551 Einw., davon 30,249 Evangelische… 
   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Bochum — Bochum, 1) Kreis im preußischen Regierungsbezirk Arnsberg in Westfalen, sonst Theil der Grafschaft Mark; 6(1/2) OM., 56,000 Ew. 2) Hauptstadt daselbst an der Ruhr u. der Köln Mindener Eisenbahn; Provinzialgewerbschule, Tuch , Casimir ,… 
   Pierer's Universal-Lexikon

  • Bochum — Bochum, Stadtkreis im preuß. Reg. Bez. Arnsberg, (1900) 65.551 E., Land und Amtsgericht; bedeutende Industrie in Eisen und Gußstahl, Steinkohlenbergbau (Bochumer Verein fĂŒr Bergbau und Gußstahlfabrikation). – Geschichte B.s von Darpe (1888 94) 
   Kleines Konversations-Lexikon

  • Bochum — Bochum, preuß. Stadt in Westfalen, 5900 E., Bergamt. Fabriken in Tuch und Kasimir, Eisenwaaren, namentlich KaffemĂŒhlen 
   Herders Conversations-Lexikon

  • Bochum — es una ciudad de Renania del Norte Westfalia, situada en la parte central de la cuenca del Ruhr. Con 387.283 habitantes (a 31 de diciembre de 2003) es la dĂ©cimosexta ciudad mĂĄs grande de Alemania segĂșn su nĂșmero de habitantes, y con un ĂĄrea de… 
   Enciclopedia Universal

  • Bochum — [bƍâ€Čkəm, bƍâ€Čkhoom] city in W Germany, in the Ruhr valley, in the state of North Rhine Westphalia: pop. 401,000 
   English World dictionary


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