Bowling

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Bowling
Bowling-Ball und Pins

Bowling ist eine Ende des 19. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten entstandene Variante des PrĂ€zisionssports Kegeln. Dabei wird ein mit Bohrungen fĂŒr die Finger versehener Ball auf eine Formation von zehn Pins geworfen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Holzschnitt, 16 Jhd.
Bowlingbahnen im Windsor Club, um 1910
Kegeljungen, um 1910

Bowling entstand in den Vereinigten Staaten aus dem europĂ€ischen Kegeln, das von deutschen und hollĂ€ndischen Einwanderern mit in die neue Welt gebracht worden war. Das Kegeln selbst war schon im antiken Ägypten bekannt und verbreitete sich im Mittelalter in Westeuropa. (Siehe auch: Geschichte des Kegelns.)

Bowling ist das Ergebnis der Reaktion auf ein Kegelverbot 1837 in Connecticut. Das Verbot des Spiels auf Lattenbahnen mit neun Kegeln war erfolgt, da oft Geld eingesetzt und auch betrogen wurde. Um das Verbot zu umgehen, fĂŒgte man den neun Kegeln einen zehnten hinzu, stellte diese im Dreieck statt im Viereck auf, nannte sie „Pins“ und das neue Spiel „Bowling“. Die auf diese Weise geborene neue Sportart verbreitete sich rasch und ist heute weiter verbreitet als das herkömmliche Kegeln. 1891 wurde in den USA der American Bowling Congress (kurz: ABC) gegrĂŒndet.

Das „neue“ Spiel kam zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Europa zurĂŒck, verbreitete sich hier in der ersten JahrhunderthĂ€lfte aber nur wenig. Dennoch wurde 1926 die International Bowling Association (kurz: IBA) gegrĂŒndet. Am 17. Februar 1929 beschloss der Deutsche Keglerbund (kurz: DKB), die so genannte „Amerikabahn“ als Bundesbahn aufzunehmen und sie den bisherigen Bahnspieltypen Asphalt, Schere und Bohle als vierte Bahnart Bowling anzugliedern. Bereits 1931 gab es die ersten deutschen Einzelmeisterschaften der MĂ€nner – Frauen und Senioren folgten 1939. Ab 1932 gab es erste Meisterschaften fĂŒr Vereinsmannschaften der Herren, die Clubmeisterschaften fĂŒr 3er Teams wurden 1933 ins Leben gerufen. 1937 gewann Deutschland die erste Goldmedaille bei der Weltmeisterschaft in Berlin.

WĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges wurde die IBA aufgelöst. Am 14. Oktober 1950 rief die im Jahre 1949 gegrĂŒndete „Arbeitsgemeinschaft fĂŒr Sportkegler“ in Bielefeld wieder den Deutschen Keglerbund e. V. ins Leben. 15 Monate spĂ€ter, am 27. Januar 1952 schloss sich die Bundesrepublik Deutschland dem Weltdachverband FIQ an. In den 1950er- und 1960er-Jahren verbreitete sich das Spiel auf zehn Pins dann immer stĂ€rker. Als Ursachen dafĂŒr gelten automatische Aufstellmaschinen und erste Übertragungen im Fernsehen. Anfang der Sechzigerjahre wurden die ersten Großanlagen installiert.

Am 27. September 1970 erfolgte der Start der neu gegrĂŒndeten Bowling-Bundesliga der MĂ€nner mit zwölf Clubmannschaften, drei Jahre spĂ€ter die der Frauen. Auch die GrĂŒndung der World Tenpin Bowling Association (kurz: WTBA) erfolgte 1973. Seit 1979 gilt Bowling als olympiawĂŒrdig. Bei den Olympischen Spielen 1988 gehörte Bowling zu den Demonstrationswettbewerben, wurde jedoch nicht ins olympische Programm ĂŒbernommen.

Spielregeln

Pin-Anordnung
→ Hauptartikel: Bowlingregeln

Die Pins sind als gleichseitiges Dreieck mit einer KantenlĂ€nge von 36 in (91,44 cm) angeordnet; eine Spitze des Dreiecks zeigt zum Spieler.

Ein Spiel (Game) besteht aus zehn DurchgĂ€ngen (Frames). Ziel ist es, in jedem Frame die maximale Anzahl an Pins, also alle zehn, umzuwerfen. Dazu hat ein Spieler pro Frame maximal zwei WĂŒrfe. RĂ€umt ein Spieler beim ersten Wurf alle zehn Pins ab, so nennt man das Strike. Werden alle Pins erst mit Hilfe des zweiten Wurfes in einem Frame abgerĂ€umt, so ist das ein Spare. Können auch mit dem zweiten Wurf nicht alle Pins abgerĂ€umt werden, so spricht man von einem Open Frame (offener Durchgang).

FĂŒr die Punkte werden nun pro Frame die umgeworfenen Pins gezĂ€hlt. Bei einem Spare werden zusĂ€tzlich zu den zehn Punkten (fĂŒr zehn Pins) auch die Punkte des nĂ€chsten Wurfs gezĂ€hlt, die höchste erreichbare Punktzahl ist hierfĂŒr also 20 (Spare, im nĂ€chsten Frame ein Strike). Beim Strike werden sogar die nĂ€chsten zwei WĂŒrfe mitgezĂ€hlt, so dass sich die Höchstpunktzahl je Frame auf 30 erhöht (drei Strikes in Folge). Wird im letzten Frame des Spiels ein Spare erzielt, darf noch ein dritter Ball geworfen werden, um das Ergebnis zu ermitteln. Wird ein Strike geworfen, folgen noch zwei ExtrawĂŒrfe. Das höchste zu erreichende Ergebnis ist damit 300 Pins (perfektes Spiel), das heißt zwölf Strikes in Folge in einem Spiel.

Die Bowlingbahn

Bowlerwurf

Die Bowlingbahn besteht aus lackiertem Holz oder aus Kunststoff. Üblicherweise wird sie regelmĂ€ĂŸig mit einem dĂŒnnen Ölfilm ĂŒberzogen. Das letzte Drittel der Bahn ist trocken. Bei einem Hakenball sorgt das Öl dafĂŒr, dass die Seitenrotation erst kurz vor den Pins Wirkung zeigt. WĂ€re die Bahn gĂ€nzlich ungeölt, wĂŒrde jede Rotation den Ball unmittelbar in die Rinne befördern. Fortgeschrittene Spieler besitzen mehrere BĂ€lle unterschiedlicher HĂ€rte und OberflĂ€chenbeschaffenheit, um sich auf die wechselnden Bedingungen durch mehr oder weniger Öl auf der Bahn anzupassen.

Die Bahn wird in folgende Bereiche eingeteilt:

Anlauf (Approach)
der Bereich, in dem sich die Spieler bewegen, um ihren Wurf durchzufĂŒhren.
Foulline (Foul Line)
eine (meist) schwarze Linie, die Anlauf und LaufflĂ€che voneinander abgrenzt. ZusĂ€tzlich ist diese durch eine Lichtschranke mit dem Computer verbunden. Wird diese ausgelöst, so wird fĂŒr den Wurf ein F (Foul) eingetragen, die gefallenen Pins zĂ€hlen nicht.
LaufflÀche (Lane)
der 60 Fuß lange Bereich zwischen Anlauf und Pindeck. Dieser Bereich wird normalerweise von den Spielern nicht betreten. Der Ball durchlĂ€uft diesen Bereich auf seinem Weg zu den auf dem Pindeck stehenden Pins. Die LaufflĂ€che ist geölt, um in erster Linie den Bahnenbelag zu schĂŒtzen. Die Ölung macht aber auch fĂŒr Sportler den Reiz des Spielens aus, da die Ölung ein mehr oder weniger anspruchsvolles Spiel verlangt. Die LaufflĂ€che ist wiederum in drei jeweils 20 Fuß lange Bereiche unterteilt, die Heads, die Pines und das Backend (ein Bereich zwischen Öl und Pins, der nicht geölt wird, um den BĂ€llen Haftung zu geben und ihnen Zeit zu lassen, einen „Hook“ in Richtung Gasse zu schlagen).
Pindeck
der Bereich, in dem die Pins stehen
Rinne (Gutter)
die tieferliegenden Bereiche rechts und links neben LaufflÀche und Pindeck.

Abmessungen

  • Breite der Bahn: 41 Zoll (1,04 m)
  • LĂ€nge des Anlaufbereiches: mindestens 15 Fuß (4,57 m)
  • GesamtlĂ€nge der Bahn: 62 Fuß und 103/16 Zoll (19,16 m)
  • LĂ€nge von der Foul-Linie bis zum ersten Pin: 60 Fuß (18,29 m)
  • LĂ€nge vom ersten Pin bis zum Ende des Pindecks: 343/16 Zoll (0,87 m)

Die Pins

Bowling-Pins

Ein Pin besteht entweder aus einem Holzkern, der mit Kunststoff ummantelt ist, oder vollstĂ€ndig aus Kunststoff. Ein Pin ist 15 in (38,1 cm) hoch und hat einen Durchmesser von 4,75 in (12,06 cm). Die Masse liegt zwischen 3 lbsoz (1,53 kg) und 3 lbs 10 oz (1,64 kg).

Bahnölung und -pflege

Ölmuster-Erstellungsprogramm fĂŒr eine Bahnenpflegemaschine. Dieses zeigt die LĂ€nge und Verteilung des Öls auf der Bahn an.
Detailliertere Ansicht des Ölmusters

In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Ölung der Bahn zu einer unverzichtbaren Komponente des Bowlingsports entwickelt, da diese eine Erweiterung des Schwierigkeitsgrads darstellt und der Spieler sich auf unterschiedliche BahnenverhĂ€ltnisse ein- und umstellen muss. UrsprĂŒnglich diente die Bahnenölung vor allem bei den Holzbahnen als Schutz vor Verschmutzung und Feuchtigkeit sowie um die KrĂ€fte, die beim Aufkommen der BĂ€lle auf der Bahn abzufangen und zu verteilen. Kunststoffbahnen, wie sie heute vorwiegend vorkommen, sind kaum mehr so empfindlich gegen Verschmutzung und Feuchtigkeit, sehr wohl jedoch auf die ReibungskrĂ€fte der BĂ€lle. Holzbahnen mĂŒssen in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden abgeschliffen und neu lackiert werden.

Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre ging eine wahre Materialschlacht auf dem Bowlingsektor los. Ballhersteller erfinden neue OberflĂ€chen (siehe Der Ball), die dem Öl trotzen – die Bahnenhersteller erfinden neue Ölungen – so geht dies als Wechselspiel bis heute. Seit einigen Jahren gibt es im Sportbowling vorgeschriebene Standards bei den Ölungen. Eine gute Bahnpflegemaschine beherrscht diverse Varianten von Ölmustern.

Diese Maschinen fahren ĂŒber die Bahn, waschen zuerst den abgenutzten Ölfilm und den Schmutz weg und tragen parallel dazu einen neuen Ölfilm auf. Bei internationalen Meisterschaften bzw. großen Turnieren hĂ€ngt das verwendete Ölmuster in der Regel zur Information fĂŒr die Spieler aus (siehe Grafiken). Die Bahnen werden dann vor jedem neuen Durchgang geölt, um einen gleichbleibenden Standard und damit möglichst gleiche Chancen fĂŒr alle Spieler zu gewĂ€hrleisten.

Im tĂ€glichen Spielbetrieb ist eine hĂ€ufige Ölung aus KostengrĂŒnden nicht möglich. Hier unterscheiden sich die Bahnbetreiber in ihrer Kundenausrichtung. Eher auf Spaß-Publikum abzielende Betreiber betreiben lediglich eingeschrĂ€nkte Bahnpflege (dies oft nur einmal in der Woche), was sowohl zum Ausbleiben von Sportbowlern als auch zu einem schnelleren Verschleiß der BahnoberflĂ€che fĂŒhrt. Bahnbetreiber, die auch Sportbowler ansprechen, ölen ihre Bahnen dementsprechend hĂ€ufiger.

Pinsetter

Bis in die 1950er und 1960er geschah das Aufstellen der Pins manuell oder semiautomatisch – hĂ€ufig im Rahmen von Kinderarbeit. In diesem Zeitraum wurden jedoch mechanische Vollautomaten entwickelt, die Pinsetter oder Pinspotter genannt werden und heute zur StandardausrĂŒstung von Bowlingbahnen gehören. Zu den Pionieren auf dem Gebiet gehören die Unternehmen Brunswick und American Machine and Foundry (AMF). Aufgrund der Ausgereiftheit der GerĂ€te ist es keine Seltenheit, dass sie 50 oder mehr Jahre in Betrieb sind. NachtrĂ€glich wurden sie in der Regel durch ZĂ€hlsysteme ergĂ€nzt.

ZĂ€hlsysteme

Das ZĂ€hlen beim Bowling erfolgt heutzutage meistens automatisch. Vor EinfĂŒhrung der Bahncomputer wurde per Hand gezĂ€hlt. ZunĂ€chst mittels Spielformularen aus Papier, auf denen die Ergebnisse eingetragen wurden. SpĂ€ter in den 1960er Jahren gab es dann auch schon Projektoren, die das Ergebnis auf eine Tafel projizierten, aber auch hier musste noch von Hand eingetragen werden. Das erfolgte mit einem abwischbaren Stift auf transparenter Folie.

Seit den 1970er Jahren lösten automatische ZĂ€hlsysteme das manuelle Aufschreiben und Zusammenrechnen nach und nach ab. Eine optische Leseeinheit (Kamera, Lichtschranke, Infrarotsensoren) liest den Stand der verbleibenden Pins aus und ĂŒbertrĂ€gt das Ergebnis zu einem Computersystem, welches den Punktestand automatisch ausrechnet. Bei fehlerhaftem ZĂ€hlen des Systems, z. B. wenn ein umgeworfener Pin nicht registriert wird, kann das Ergebnis manuell am Computerpult der Bahn korrigiert werden. An den Grundlagen dieses Systems hat sich bis heute nichts wesentliches geĂ€ndert, außer dass die einst grĂŒnen Tabellen durch bunte Bildschirmanimationen abgelöst wurden.

Spieltechnik

Bowling hat nicht primÀr mit Kraft zu tun. Der einzige Impuls, den der Ball mitbekommt, ist der aus der Pendelbewegung vor dem Loslassen des Balles.

Optimaler Einschlag

Ein AnfĂ€nger mit einem geraden Wurf sollte versuchen, bei mittiger Aufstellung ĂŒber den dritten Pfeil zu werfen. Schaut man nicht auf die Pins sondern auf die Pfeile, die sich im ersten Drittel der Bahn befinden, erhöht dies die Genauigkeit. Wichtig ist, dass man sich bereits bei der Aufstellung zum Wurf immer auf den gleichen Punkt stellt.

Fortgeschrittene Bowler geben dem Ball eine seitliche Rotation, wodurch er einen Bogen oder Haken schlĂ€gt. LĂ€uft der Ball schrĂ€g zwischen dem ersten und einem der beiden dahinter stehenden Pins ein, erhöht dies die Chance auf einen Strike gegenĂŒber dem frontalen Einschlag eines geraden Laufes. Die VerĂ€nderung des Einschlagwinkels durch einen Bogen oder Haken lĂ€sst den Ball auf ideale Weise durch die Pins laufen: Bei einem mustergĂŒltigen Strike lĂ€uft der Ball (bei RechtshĂ€ndern) zwischen Pin 1 und 3 ein und erreicht danach Pin 5, der seinerseits die 8 trifft. Von der 5 abgelenkt trifft der Ball Pin 9. Die zuerst getroffenen Pins 1 und 3 fallen zur Seite. Pin 1 fĂ€llt auf die 2, diese auf die 4 und die 4 trifft die 7. Pin 3 rĂ€umt auf gleiche Weise die Pins 6 und 10 ab. Ohne Rotation und bei flacherem Winkel ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Ball nach der Ablenkung durch Pin 1 die 5 nicht mehr erreicht, die 8 bleibt ebenfalls stehen. Durch einen minimal schlechteren Winkel kann es auch passieren, dass die Kettenreaktion an den Seiten nicht vollendet wird. Dann bleiben Pin 7 oder 10 (im schlimmsten Fall beide) stehen. Auch wenn der Ball zu frontal auf die 1 trifft, ist eine Kettenreaktion zu den Seiten GlĂŒckssache, was oft nicht rĂ€umbare Splits zur Folge hat (auf beiden Seiten der Bahn bleiben Pins so stehen, dass sie nicht mehr gleichzeitig in einem Wurf getroffen werden können).

Den oben beschriebenen, optimalen Eingang nennt man „in the pocket“. Geht der Ball jedoch links am Headpin vorbei (bei einem RechtshĂ€nder), so nennt man dies einen „Brooklyn“-Eingang.

Ballhaltung

Üblicherweise stecken der Mittelfinger, der Ringfinger und der Daumen in den drei Löchern (konventionelle Bohrung), bei Fortgeschrittenen oft nur die Fingerkuppen (siehe Bohrung).

Anlauf

Ballabgabe von Vorne

Die Vier-Schritte-Technik ist die hÀufigste Anlauftechnik:

Der Spieler stellt sich ca. 4Âœ Schritte von der Foulline auf. Die Position des Standortes wird je nach Spielweise und Bahnenbeschaffenheit gewĂ€hlt. Das bedeutet, dass ein geĂŒbter Hook-Spieler sich unter Einbeziehung der Versetzung des Balles einen entsprechenden Punkt am Anlauf aussucht. Dieser Punkt variiert unter UmstĂ€nden wĂ€hrend des Spiels aufgrund von VerĂ€nderungen in der Bahnbeschaffenheit.

Der erste Anlaufschritt (RechtshĂ€nder mit dem rechten Fuß) ist kĂŒrzer als die anderen. Gleichzeitig bringt man den Ball, welchen man vorher in einer bequemen Position vor dem Körper (ca. Brusthöhe) gehalten hat, gerade nach vorn – hier kann auch noch die andere Hand unterstĂŒtzen. Beim zweiten Schritt pendelt der Ball von der vorderen Position nach hinten – hier lĂ€sst man einfach das Gewicht des Balles arbeiten. Beim dritten Schritt befindet sich der Ball nun am höchsten Punkt hinter dem Körper. Von dort kommt er mit Hilfe der Schwerkraft nun wieder nach vorn. Der vierte Schritt ist der „Gleitschritt“. Der Spieler verlagert das Gewicht auf den linken Fuß (bei RechtshĂ€ndern) und steigt auf den Fußballen, um das letzte StĂŒck bis zur Foulline zu gleiten (die LĂ€nge variiert je nach Spielweise sehr stark). WĂ€hrenddessen kommt der Ball nach vorn – die Hand befindet sich unter dem Ball, als wĂŒrde dieser in der HandflĂ€che liegen.

Ballabgabe

Sobald der Ball den Standfuß passiert, kommt der Abgabeprozess. Der Daumen wird „zugemacht“, somit rutscht dieser aus dem Daumenloch heraus – in der Zwischenzeit bremst man die Gleitphase mit der Ferse des Standfußes. Die Hand geht nach vorn und folgt der natĂŒrlichen Bewegung, d. h. das Gelenk macht eine 90-Grad-Drehung nach innen. Die Finger (die sich noch in den Fingertips befinden), werden auf Spannung gebracht und der Ball wird seitlich etwa in Handshake-Position losgelassen, das erzeugt bei einem RechtshĂ€nder einen Linksdrall. Folglich ist das Ziel zwischen Pin 1 und 3 anzuvisieren. Der nach rechts rotierende Ball eines LinkshĂ€nders hat das Ziel zwischen den Pins 1 und 2.

Da der Profi ebenfalls auf die dreieckigen Pfeile zielt, sucht er einen Pfeil weiter seitlich, um die Rotation einzubeziehen. Ein RechtshĂ€nder wird einen der drei Pfeile auf der rechten HĂ€lfte wĂ€hlen und alle WĂŒrfe darĂŒber laufen lassen. Einen gĂ€nzlich anderen Pfeil zur Korrektur wird er nicht (oder nur, wenn die Bahnbeschaffenheit es unumgĂ€nglich macht) nehmen, sondern ĂŒblicherweise die Grundposition verĂ€ndern. DafĂŒr sind die standardmĂ€ĂŸig vorhandenen Markierungen im Anlaufteil der Bahn nĂŒtzlich. Von diesen Punkten aus werden die einzelnen Leisten abgezĂ€hlt. Auch die meisten WĂŒrfe auf die stehen gebliebenen Pins werden in dieser Weise absolviert.

Der Ball

Bowling-BĂ€lle

Typen

Man unterscheidet grundsÀtzlich zwei Arten von BowlingbÀllen: Strike- und SparebÀlle (auch HausbÀlle).

Der Umfang der BĂ€lle betrĂ€gt nicht mehr als 27 Zoll. Das entspricht einem Durchmesser von 218,3 mm. Das Gewicht eines Bowlingballs liegt zwischen 6 und 16 lbs (selten gibt es Âœ lbs Schritte) und steht hĂ€ufig auch auf der Außenseite des Balles.

Der Strikeball

Der Strikeball (auch Hakenball, Reaktivball oder Anwurfball genannt) wird zum Anwurf; also zum Wurf auf alle zehn Pins verwendet. Durch seine Laufeigenschaft, den Bogen bzw. Haken, den der Ball schlĂ€gt, sowie durch die Energie, die der Ball beim Lauf aufbaut, soll mit diesem Ball ein Strike erzielt werden bzw. das Umwerfen der grĂ¶ĂŸtmöglichen Anzahl an Pins. Da der Ball einen Bogen macht (bei RechtshĂ€ndern nach links bzw. bei LinkshĂ€ndern nach rechts), soll hier der ideale Eingang in die Gasse (bei RechtshĂ€ndern zwischen Pin 1 und 3) erzielt werden, wodurch der Pinfall fĂŒr einen Strike ermöglicht wird.

Der Ball besteht aus drei Komponenten, dem Coverstock (Ă€ußere Schale), dem Core (Kern) und einem FĂŒllmaterial, das den Raum zwischen Kern und Coverstock ausfĂŒllt und je nach Verdichtung zur Regulierung des Gewichtes dient.

Der Coverstock wird heute aus einer großen Vielfalt verschiedener Kunststoffverbindungen hergestellt. Viele Firmen haben eigene, rechtlich geschĂŒtzte Namen dafĂŒr. Jede dieser OberflĂ€chen unterscheidet sich in der Zusammensetzung des Kunststoffs und diverser Fremdkörper, die darin eingearbeitet sind (so genannte Partikel). Auch werden die OberflĂ€chen je nach Eigenschaften des Balls „gesanded“, also angeschliffen, oder „polished“ – poliert. Dies muss in einem „Ball-Steckbrief“ angefĂŒhrt sein. Anschleifen steht fĂŒr raue und griffige OberflĂ€chen, bei so genannten „Öl-BĂ€llen“; diese werden auf frisch- bzw. stark geölten Bahnen eingesetzt. Sie greifen frĂŒher auch noch im Öl und können daher frĂŒher anrollen und somit die „Backend Motion“, den Curve oder Hook, ausfĂŒhren. Polierte BĂ€lle hingegen sind fĂŒr trockene oder abgespielte Bahnen. Diese haben eine lĂ€ngere Gleitphase und können dann trotzdem noch genug Energie aufbauen.

Der Kern, auch Core genannt, ist der hoch verdichtete Mittelpunkt eines Strikeballes. Die Kerne haben sich im Laufe der Jahre stark weiter entwickelt. Waren es frĂŒher birnen- oder flaschenförmige Teile, unterscheidet man heute eine Vielzahl von Variationen. Die Position des Kerns wird durch den so genannten PIN auf dem Ball angezeigt. Der Pin ist ein farbig markierter Punkt von gut einem Zentimeter Durchmesser. Der PIN bezeichnet aber nicht den Schwerpunkt des Balles, sondern dieser wird gesondert vermessen und markiert, meist durch einen kleinen, eingestanzten Punkt. Mit Hilfe des Schwerpunktes und der PIN-Stellung kann man durch eine entsprechende Bohrung des Balles die Laufeigenschaften beeinflussen (siehe Bohrung). Des Weiteren beeinflusst auch die Entfernung des Kerns von der Schale die Laufeigenschaften. Dies nennt man RG (Radius of Gyration). Dieser Wert wird in Zoll ausgedrĂŒckt, daher unterscheidet man zwischen High RG und Low RG BĂ€llen. Je kleiner (lower) das RG ist, desto leichter ist der Ball in Rotation zu versetzen.

Ballgewichte

Durch die Bohrung im Zusammenspiel mit dem Kern bekommt der Ball eine gewollte Unwucht, die beim Einschlag in den Pins hilft, mehr Dynamik zu erzeugen. Diese Unwucht wird durch internationale Regeln auf maximal eine Unze mehr Gewicht in Richtung der Finger oder des Daumens (vom Griffzentrum aus) und maximal einer Unze mehr Gewicht auf die linke oder rechte Seite (ebenfalls vom Griffzentrum aus) sowie maximal drei Unzen mehr Gewicht auf der Seite des Griffzentrums (topweight) oder gegenĂŒber dem Griffzentrum (bottomweight) begrenzt. Um den Ball, wenn sich dieser nach der Bohrung außerhalb der erlaubten Grenzen befindet, wieder regelkonform zu bekommen, darf ein Gewichtsausgleichsloch in den Ball gebohrt werden.

Durch das Zusammenspiel der oben genannten Komponenten werden die Laufeigenschaften des Balles bestimmt. Diese Laufeigenschaften sind z. B. die LĂ€nge des Balllaufs, die Art des Bogens (Hook) und die Geschwindigkeit (Energie), die der Ball beim „hooken“ aufbaut.

Der Spareball

Der Spareball wiederum macht keinen Bogen, lÀuft also geradeaus. Dieser wird zum AbrÀumen von stehen gebliebenen Pins verwendet

RÀumbÀlle, auch HausbÀlle oder SparebÀlle genannt, bestehen meist aus Polyester. Diese haben in der Regel keinen Kern, meist nur eine etwas stÀrker verdichtete Zone. Daher zeichnen sich diese BÀlle durch ihren geraden Lauf aus. Dies ist aber nicht zwingend, da bei gewissen Pin-Stellungen auch der Strikeball (mit Bogen) zum AbrÀumen verwendet werden kann.

Im Gegensatz zu HausbĂ€llen gibt es SparebĂ€lle in vielen bunten Designs. Durch die Polyesterschale sind der Fantasie von Designs und Bildern kaum Grenzen gesetzt. Auch gibt es so genannte „Show-BĂ€lle“, welche aus einem klaren Kunststoff sind und eine Figur oder Symbol in der Mitte eingegossen haben (z. B. Schlangen, Totenköpfe etc.). Ein Spareball wird wie ein Strikeball ebenfalls an die Hand des Spielers angepasst (siehe Bohrung).

Die HausbĂ€lle sind eher schlicht gehaltene PolyesterbĂ€lle, die meist farblich nach Gewicht abgestimmt sind (gleiches Gewicht, gleiche Farbe). Sie liegen in den Bowlingcentern meist zwischen 6 und 16 lbs auf und sind alle konventional vorgebohrt. Der Spieler muss sich durch eine Reihe von BĂ€llen durchprobieren, um einen Passenden zu finden.

Die Bohrung

Bowling-BĂ€lle

Die Fingerlöcher eines Bowlingballs werden als Bohrung bezeichnet. Hier unterscheidet man in der Regel zwischen der Konventionalbohrung, wie sie bei HausbĂ€llen vorgefunden wird, und der Fingertip-Bohrung, wie es bei Sportbowlern ĂŒblich ist.

Bei der Konventionalbohrung werden die Löcher so angesetzt, dass der Daumen komplett im Loch verschwindet und der Mittel- und Ringfinger bis zum zweiten Fingergelenk in die Löcher passen. Da hier keine Inserts (Einlagen) in die Löcher eingearbeitet werden, ist somit ein sicherer Griff möglich.

Bei der Fingertip-Bohrung sitzt der Daumen ebenfalls vollstĂ€ndig im Daumenloch, Mittel- und Ringfinger oder Zeige- und Mittelfinger jedoch nur noch bis zum ersten Fingergelenk. Damit vergrĂ¶ĂŸert sich der Span (die Strecke zwischen Daumenloch und Fingerlöchern), was dazu fĂŒhrt, dass sich die AuflageflĂ€che des Balles in der Hand vergrĂ¶ĂŸert, wodurch sich die Ballkontrolle erhöht. Um hier einen sicheren Griff zu gewĂ€hrleisten, werden in die Löcher meist sogenannte Inserts eingearbeitet. FĂŒr den Daumen ist das ein Vinyl-Einsatz, der durch seine GlĂ€tte und HĂ€rte ein schnelles und sicheres Herausgleiten des Daumens gewĂ€hrleistet. Die Finger-Inserts sind aus Gummi oder Silikon und daher sehr griffig, somit hat man einen guten Halt und kann dem Ball die notwendige Rotation mitgeben. Dadurch ist es erst möglich, dem Bowlingball bei der Abgabe jenen Drall mitzugeben, den er dann im Endbereich der Bahn (Backend) fĂŒr einen Hook benötigt.

Bei der Fingertipbohrung werden drei Kriterien berĂŒcksichtigt: Die Hand des Bowlers (die Bohrung wird genau vermessen), die Spielweise des Bowlers (vor allem bei der Stellung des Pins und des Schwerpunktes des Balles) und die Eigenschaften des Bowlingballs selbst (Laufeigenschaften, Coverstock, Entfernung des Kerns von der Schale usw.).

Es dĂŒrfen laut internationalen Regeln maximal zwölf Löcher in den Bowlingball gebohrt werden, was in der Praxis jedoch nur selten vorkommt: FĂŒnf Fingerlöcher fĂŒr den Griff, je Fingerloch ein LĂŒftungsloch (vent-hole – maximal 1/4 Zoll Durchmesser), ein Gewichtsausgleichloch (balance hole – maximal 11/4 Zoll Durchmesser) und ein Materialausgleichloch (mill hole – maximal 5/8 Zoll Durchmesser und maximal 1/8 Zoll Tiefe).[1]

Die Bohrung eines persönlichen Balles (im Gegensatz zu den auf den Bowlinganlagen fĂŒr jeden benutzbaren „HausbĂ€llen“) wird im Allgemeinen durch einen speziell ausgebildeten Ballbohrer durchgefĂŒhrt, da außer einer perfekten Passform (Durchmesser der Löcher, AbstĂ€nde der Finger zum Daumen und Winkel der Finger-/Daumenlöcher) bei heutigen Highend-BĂ€llen durch die Lage der Bohrung zum im Ball befindlichen Kern die Laufeigenschaften des Balles noch einmal (außer durch die OberflĂ€che) verĂ€ndert werden können.

AusrĂŒstung

Schuhe

Der Bowlingschuh ist neben dem Ball der wichtigste Bestandteil der AusrĂŒstung des Spielers. Da der letzte Anlaufschritt ein Gleitschritt ist, hat der Schuh eine Gleitsohle – aus Leder oder Teflon – und einen Absatz aus Gummi. Einsteigerschuhe kommen heutzutage modernen Sportschuhmodellen optisch sehr nahe und haben eine Standard-Gleitsohle – diese meist auf beiden Schuhen, um diese universell fĂŒr Links- und RechtshĂ€nder verwendbar zu machen. Die Verleihschuhe im Bowlingcenter entsprechen im Schnitt und der Optik noch den traditionellen Bowlingschuhen, oft in den Farben rot/weiß/blau. Meist sind diese auch sehr aufwĂ€ndig verarbeitet (rahmengenĂ€hte Sohlen etc.), um eine lange Lebensdauer zu gewĂ€hrleisten.

Schuhe fĂŒr ernsthaftes Sportbowling sind technisch weitaus ausgereifter. Viele Marken bieten Schuhe mit so genannten „Wechselsohlen“ an. Das bedeutet, dass man die Sohlen und AbsĂ€tze je nach Beschaffenheit der AnlaufflĂ€che variieren kann. Von Maximum Slide (Gleiten) und Minimum Brake (Bremse) bis zur umgekehrten Variation. In der Regel bedeutet das die Auswahl von vier bis sechs Sohlen und zwei bis vier AbsĂ€tzen. Die Sohlen gehen hier von extrem rauen und langfasrigem Leder (Minimum Slide) bis hin zu Filz (Maximum Slide). Die AbsĂ€tze haben hier verschiedene HĂ€rten des Gummis bis hin zu einem Zackenmuster (Maximum Brake). Die unterschiedlichen Sohlen und AbsĂ€tze können einfach getauscht werden, da diese mit Klettverschluss befestigt sind. Die Gleitsohle befindet sich bei diesen Schuhen nur auf jener Seite, mit der man gleitet, d. h. hier unterscheidet man zwischen Links- und RechtshĂ€ndermodellen. Der andere Schuh hat eine normale Sohle aus Gummi. Auch haben solche Schuhe eine verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig große LaufflĂ€che, um dem Spieler einen sicheren Stand zu geben. Die modernen Schuhe sind grĂ¶ĂŸtenteils aus KĂ€nguruleder gefertigt, da dieses sehr leicht, aber strapazierfĂ€hig ist. Die Schuhe sind oft sehr teuer, halten dafĂŒr aber sehr lange.

HandgelenkstĂŒtzen

HandgelenkstĂŒtzen (Wrist Support) dienen dazu, dem Bowlingspieler eine UnterstĂŒtzung fĂŒr das Handgelenk zu geben. Bei der Abgabe des Balles soll der HandrĂŒcken gerade sein. Da vielen Menschen die dazu nötige Kraft fehlt, kann man dies mit einer entsprechenden HandgelenkstĂŒtze korrigieren. Diese gibt es in einer großen Vielfalt, man unterscheidet in der Regel unter drei Kategorien:

  • Handschuhe mit StĂŒtzfunktion sind Handschuhe, die ca. 5 bis 10 cm ĂŒber das Handgelenk hinaus gehen. Der Handschuh hat eine Aussparung fĂŒr den Daumen und ist am Mittel- und Ringfinger abgeschnitten. Damit kann der Ball problemlos gehalten werden. In der Oberseite des Handschuhs ist eine Eisenschiene eingearbeitet, die den HandrĂŒcken stĂŒtzt. Das gesamte Konstrukt wird mittels Klettverschluss fixiert. Die Eisenschiene lĂ€sst sich entfernen, um den Handschuh waschen zu können. Meist bestehen diese Handschuhe aus einer Kombination von Leder und Kunststoff.
  • Einfachen Schienen fehlt der Handschuh, d. h. diese werden nur am HandrĂŒcken mittels KlettverschlĂŒssen befestigt. Der Aufbau besteht meistens aus einer Schaumstoffschicht, die auf dem HandrĂŒcken aufliegt, und darĂŒber aus der eigentlichen Schiene aus Metall oder Kunststoff. Oft haben diese auch eine kleine Extension, die auch den Zeigefinger unterstĂŒtzt, damit dieser bei der Abgabe am Ball bleibt, um den Rotationseffekt zu unterstĂŒtzen.
  • High-Tech-Schienen sind im Aufbau Ă€hnlich der oben genannten Schienen, jedoch verfĂŒgen diese ĂŒber eine Einstellmöglichkeit fĂŒr den Winkel des Handgelenkes nach innen oder außen und auch nach oben und unten. Hiervon verspricht man sich, die Laufeigenschaften bzw. Rotationszahlen des Balles noch weiter zu beeinflussen.

Es wird empfohlen, unter dieser HandstĂŒtze einen Frottee-Unterzieher zu tragen. Dieser nimmt den Schweiß auf, verhindert Geruchsbildung und erleichtert die Reinigung.

Auch gibt es Handschuhe ohne StĂŒtzfunktion. Diese sind wie der oben beschriebene Handschuh aufgebaut, aber es fehlt die ÜberlĂ€nge und die Schiene. Diese Handschuhe werden meist getragen, um die Griffigkeit zu erhöhen, da die Innenseite (AuflageflĂ€che) gummiert bzw. mit Gumminoppen versehen ist.

Bandagen

Des Weiteren gibt es bandagenartige StĂŒtzen bzw. UnterstĂŒtzungen fĂŒr die Gelenke. Diese sind in SportgeschĂ€ften, orthopĂ€dischen FachgeschĂ€ften oder bei spezialisierten BowlinghĂ€ndlern erhĂ€ltlich.

Selbstklebende Bandagen, sogenannte Tapes (engl. „Klebeband“) gibt es in zwei Varianten:

  • Tape Inserts sind kurze, vorgefertigte Klebestreifen, die in das Daumenloch des Bowlingballs geklebt werden. Sie bestehen aus einer Kunststoff-Gewebe-Mischung und verringern den Durchmesser des Daumenloches. Sportbowler lassen sich das Daumenloch hĂ€ufig etwas grĂ¶ĂŸer als notwendig anfertigen und korrigieren dies so. WĂ€hrend eines Turnieres kann dann, bei einem aufgrund der starken Beanspruchung angeschwollenen Daumen, durch Entfernen der zuvor eingeklebten Streifen die Bohrung angepasst werden.
  • Finger Tapes sind spezielle KlebebĂ€nder fĂŒr die Finger des Spielers. Vergleichbar sind diese mit Heftpflaster-Streifen mit fĂŒr diesen Zweck verbesserten Eigenschaften (Dehnbarkeit, Griffigkeit, etc.). Sie werden auf dem DaumenrĂŒcken der Spieler verwendet, da es oft durch das so genannte „Klammern“, den Versuch, den Daumen im Loch abzuwinkeln, zu Wunden am Daumengelenk kommt. Sie werden aber auch oft fĂŒr die anderen Finger der Hand verwendet, entweder zur UnterstĂŒtzung der Sehnen in den Fingern (wie z. B. bei Volleyball-Spielern) oder Erhöhung der Griffigkeit auf Zeige- und kleinem Finger.

Sonstiges Zubehör

Es gibt ebenfalls eine Vielfalt an Produkten zur Reinigung und Pflege der BĂ€lle. Die meisten haben die Aufgabe, das vom Ball wĂ€hrend des Spielens aufgenommene Öl zu neutralisieren. Auch Schmutz, der hauptsĂ€chlich in der Maschine und am KugelrĂŒcklauf auf den Ball kommt, wird entfernt. Mit einigen Mitteln kann man auch die Laufeigenschaften des Balles verĂ€ndern.

Eine DrahtbĂŒrste zur Behandlung der Gleitsohle an den Schuhen, eine Variation an HandtĂŒchern fĂŒr sich und fĂŒr den Ball, oder auch MikrofasertĂŒcher zur Ballreinigung, Produkte zur Verarztung von kleinen Wunden, Schuh-Überzieher, um die Sohle zu schonen, und einige „Gripsacks“, mit verschiedenen Materialien gefĂŒllte Beutel oder BĂ€lle, um einen sicheren Griff zu haben.

Manche Bowler fĂŒhren auch Werkzeug mit sich. Hier gibt es Werkzeug-Kombinationen, die es einem Bowler ermöglichen, wĂ€hrend des Spielens die Fingerlöcher zu bearbeiten, sei es durch Ausschaben des Daumenlochs, wenn es zu eng ist, oder Abfeilen der Kanten, was aber auf offiziellen Turnieren wĂ€hrend des Wettkampfes zumeist durch Regeln verboten ist.

Bowling in Deutschland

Friedrich Eduard Meyerheim: Die Kegelgesellschaft, 1834
Bowling im Sport- und Erholungszentrum Berlin, 1981
Bowling Supercenter in Mannheim

Seit 1929 gibt es Bowling in Deutschland, 1931 wurden die ersten Einzelmeisterschaften ausgetragen. Es gibt eine Reihe von Turnieren mit teilweise hohen Preisgeldern in Deutschland. Auch ein Ligabetrieb fĂŒr Mannschaften mit Bundesliga und mehrgleisigen Unterligen ist seit Jahrzehnten etabliert. Die Bowling Bundesliga der Herren wurde 1971 gegrĂŒndet, 1973 folgte die Damenbundesliga. Insgesamt spielten 55 Mannschaften bei den Herren und 53 Mannschaften bei den Damen in der höchsten deutschen Spielklasse. Rekordmeister sind bei den Herren mit jeweils 8 Titel der 1. BC Duisburg und ASC Spandau Berlin, wobei Spandau 2004 aufgrund der Auflösung des Vereins die Bundesligamannschaft zurĂŒckziehen musste. Bei den Damen ist die Mannschaft NSF Berlin mit 12 Titeln die erfolgreichste Mannschaft aller Zeiten. Außerdem hat Bowling in den Betriebssportligen eine hohe Beteiligung.

Mitgliederzahlen sind nicht einfach zu ermitteln. Bowling wird in Deutschland mit Kegeln gemeinsam gefĂŒhrt bzw. ist eine Unterart des Kegelns wie Bohle, Schere und Asphalt.

WĂ€hrend der Bowlingsport sich in den USA, Japan und auch in vielen europĂ€ischen LĂ€ndern (z. B. Skandinavien) sehr großer Beliebtheit erfreut, bleibt er in Deutschland auch nach vielen Jahrzehnten immer noch eine Randsportart. Zwar gilt dem „Spiel“ zumindest gewisse Aufmerksamkeit, jedoch nicht dem „Sport“. Die Bowlingbahnen in vielen StĂ€dten sind – nach einer Konsolidierungsphase in der 80er und 90er Jahren – oft ausgebucht, jedoch in der Regel von Hobbyspielern. Am Wochenende finden auch Turniere und Ligaspiele statt, daher sind die Bahnen oft tagsĂŒber von Vereinsspielern besetzt.

Die GrĂŒnde fĂŒr diese Entwicklung sind vielfĂ€ltig.

  • Bowlingbahnen sind in Deutschland immer auch gastronomische Betriebe, keine SportstĂ€tten. Das ist dem Image als ernstzunehmender Sport abtrĂ€glich.
  • Die Gastronomie als SportstĂ€tte brachte dadurch, dass dort ĂŒblicherweise Rauchen erlaubt war, auch immer eine Gesundheitsbelastung mit sich. Auch dies schadete dem Image des Bowlings als ernstzunehmender Sport. ZusĂ€tzlich schreckte dies insbesondere – allerdings nicht ausschließlich – Nichtraucher ab (obsolet seit Inkrafttreten der Nichtraucherschutzgesetze in Deutschland im Jahr 2007).
  • Bowling ist in vielen Belangen ein teurer Sport. Das betrifft einerseits Investitionen in BĂ€lle, Schuhe und sonstige AusrĂŒstung (u. a. Bowlingtasche), andererseits zusĂ€tzliche Entgelte bei jeglicher Benutzung der Bahnen. Die MitgliedsbeitrĂ€ge liegen oft unter denen anderer Sportvereine, enthalten jedoch nicht die Möglichkeit zur kostenfreien Bahnbenutzung und damit zu Training, Turnieren oder Ligaspielen. Einem Vereinsspieler wird zwar ĂŒblicherweise ein gewisser Rabatt gewĂ€hrt, trotzdem bleibt bei intensivem Training die Bahnbenutzung ein großer Kostenfaktor. Bei Turnieren ist ein Startgeld ĂŒblich, die Erstplatzierten in ihren Alters- und Ranglistengruppen können jedoch Preisgelder gewinnen. Auch der Verzehr von GetrĂ€nken wird fĂŒr die Spieler zu einem nicht unbedeutenden Kostenfaktor, sofern mitgebrachte GetrĂ€nke verboten sind – wie in der Gastronomie ĂŒblich.
  • Bowlingbahnen gibt es in der Regel nur in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten, daher gibt es aus lĂ€ndlichen Bereichen nur wenig Nachwuchs. In den StĂ€dten gab es bis in die Neunzigerjahre zahllose Bahnbetriebe, oft auch zusammen mit Kegeln oder Billard. Im Laufe der Achtzigerjahre verschwanden immer mehr Bahnen, diverse GroßstĂ€dte haben heutzutage nicht einmal halb so viele Spielmöglichkeiten wie damals. In einigen GroßstĂ€dten schloss sogar die einzige Bahn, sodass einige Vereine plötzlich ohne SportstĂ€tte dastanden. Im Laufe der letzten Jahre sind einige Bahnen neu eröffnet worden, die Spieler von einst kehren nach jahrelanger Abstinenz jedoch oft nicht mehr zurĂŒck. Außerhalb der StĂ€dte gibt es noch vereinzelt Bowlingbahnen, bei denen die Pins wie beim Kegeln an SchnĂŒren aufgehĂ€ngt sind. Diese Bahnen erlauben allerdings kein vergleichbares Training, weil sich die Pins anders verhalten als bei Turnierbahnen.
  • Im Fernsehen ist Bowling wenig prĂ€sent. Lediglich der Spartensender Eurosport zeigt einzelne Turniere.

Bekannte deutsche Bowlingspieler

Beispielhaft fĂŒr die vielen Erfolge deutscher Bowlingspieler/innen sei die Weltmeisterschaft 1975 genannt: Anne-Dore HĂ€fker von Hanse Hamburg wurde Bowlingweltmeisterin, das deutsche Achterteam der Herren wurde Weltmeister und die bundesdeutsche Damenmannschaft errang die Bronzemedaille.

Herren
  • Fritz 'Itzer' Blum: 1968 erster EuropĂ€er ĂŒberhaupt, der den Bowling World Cup gewinnt; 17facher Deutscher Meister, 38facher Nationalspieler
  • Horst Comes (2007 verstorben): 15 mal Deutscher Meister
  • Utz Dehler: 15 mal Deutscher Meister
  • Achim Grabowski: 15 mal Deutscher Meister, fĂŒnfmal Vize-Europameister, dreimal Vize-Weltmeister
  • Jens Nickel: mehrfacher Deutscher Meister, World Tenpin Masters Sieger 2005, Vizeweltmeister 2003, Europameister 1997, Bowler des Jahres 2003 und 2005
  • Peter Knopp: mehrfacher Deutscher Meister, Bowler des Jahres 1992, Mitglied der PBA (Professional Bowlers Association) von 1991 bis 1994, seit 2010 Mitglied der PBA Senior Tour
Damen
  • Martina Beckel: zweimal Weltmeisterin, Bowlerin des Jahres 2009
  • Tanya Cuva (Petty): einmal Weltmeisterin

Bowling als Freizeitveranstaltung

Funbowling mit „lebenden Kugeln“

Viele Bowlingcenter veranstalten sogenannte „Funbowlingtage“, auch bekannt als „Discobowling“, „Moonlightbowling“ o. Ă€. Die Bahnen werden z. B. mit Discolichtern beleuchtet und die BowlingbĂ€lle sind fluoreszierend, in den Farben blau, grĂŒn, rot und gelb. In verschiedenen Spielarten erscheint manchmal ein farbiger Pin, welcher signalisiert, dass jetzt ein Strike erzielt werden muss oder nur bestimmte Pins abgerĂ€umt werden dĂŒrfen. Beim Erfolg winken Preise.

Durch den immer weiter steigenden Kreis an Freizeitbowlingspielern haben sich in vielen Bowlingcentern sogenannte Hausligen gegrĂŒndet. Diese Hausligen basieren auf sehr unterschiedlichen Regelwerken und Strukturen und sind mit den offiziellen WettkĂ€mpfen der DBU nicht zu vergleichen. In einer Hausliga spielen vereinzelt schon ĂŒber 1.000 Hobbyspieler.

Unterschiede zum Kegeln

  • Die LaufflĂ€che der Bahn beim Bowling entspricht der dreifachen Breite einer Scheren- oder Bohlekegelbahn (1,05 m im Vergleich zu 35 cm) und ist etwas schmaler als die Classic-Kegelbahn (Asphaltkegelbahn) mit 1,50 m in der BandenausfĂŒhrung und 1,34 m in der AusfĂŒhrung mit Fehlwurfrinne. Im Unterschied zu den Kegelvarianten Schere und Bohle ist sie nicht gekehlt, sondern eben.
  • Die Bowlingbahnen sind mit einem Ölfilm ĂŒberzogen. Dieser ist in der Regel 40 Fuß (12,19 m) lang von der Foullinie bis zum nichtgeölten Backendbereich, welcher aus den hinteren 20 Fuß (6,09 m) besteht.
  • Die Kugel wird beim Bowling als Ball bezeichnet und ist wesentlich grĂ¶ĂŸer und schwerer. Um sie kontrolliert werfen zu können, sind drei Löcher fĂŒr die beiden mittleren Finger und den Daumen vorhanden. Die Bezeichnung „Ball“ wurde aus dem englischen Sprachraum ĂŒbernommen, da es im Englischen keine Unterscheidung zwischen „Kugel“ und „Ball“ gibt.
  • Es wird auf zehn Pins anstatt auf neun Kegel geworfen (daher auch der Ausdruck „Tenpin Bowling“). Die Pins sind in einem gleichseitigen Dreieck angeordnet. Eine Spitze des Dreiecks zeigt in Richtung des Spielers.
  • Diverse Begriffe des Bowlings entstammen dem Amerikanischen und unterscheiden sich daher vom Kegeln.
  • Beim Bowling werden die Pins durch so genannte Pin-Setter-Maschinen aufgestellt und stehen daher frei (im Gegensatz zum Kegeln, bei dem die Kegel an SchnĂŒren hĂ€ngen). Es gibt zwar Bowlingbahnen mit SchnĂŒren, diese werden aber nicht fĂŒr offizielle Wettbewerbe zugelassen.
  • Auch unterscheidet sich Bowling sehr stark durch den Ablauf der Bewegungen des Spielers. In Bowlingschulen wird meist die 4-Schritte-Technik trainiert, welche im Gegensatz zum Kegeln mit einem Gleitschritt endet.

Glossar

Da Bowling aus den USA kommt, bedient es sich einer Reihe englischer AusdrĂŒcke, welche der Einfachheit halber ĂŒbernommen wurden. Die wichtigsten AusdrĂŒcke und ihre Bedeutung:

  • Approach: „Anlauf“ – die FlĂ€che der Bowlingbahn, auf der sich der Spieler der Foullinie nĂ€hert
  • Backend: „Hinteres Ende“ – das nicht geölte letzte Drittel der Bowlingbahn vor dem Pindeck
  • Ball: Bezeichnet einerseits die Bowlingkugel, andererseits auch einen Wurf in einem Frame
  • Ballreturn: „BallrĂŒckgabe“ – der Teil der Bowlingbahn, der den Ball wieder nach vorne zum Spieler zurĂŒck bringt
  • Brooklyn: Eintreten des Bowlingballs auf der linken Seite vom Headpin (bei einem RechtshĂ€nder)
  • Core: „Kern“ – eines Bowlingballs (vgl. Strikeball)
  • Coverstock: „HĂŒlle“ – Ă€ußere Schicht eines Bowlingballs.
  • Curve: „Kurve“ – eine gleichmĂ€ĂŸige Kurvenbewegung des Balles in Richtung Pins
  • Double: „Doppel“ – zwei Strikes hintereinander werden Double genannt
  • Five Bagger: fĂŒnf Strikes hintereinander
  • Foul Line: „Foullinie“ – wird diese Linie bei der Ballabgabe ĂŒbertreten, ist der Wurf ungĂŒltig
  • Four Bagger: vier Strikes hintereinander
  • Frame: „Rahmen“ – wird aber hier als einzelner Durchgang eines Spieles bezeichnet; ein Spiel hat 10 Frames
  • Gutter: „Rinne“ – die Vertiefung links und rechts der Bowlingbahn. Kommt der Ball von der Bahn ab, dann wird er mit Hilfe des Gutters nach hinten zur Maschine geleitet.
  • Headpin: „Kopfkegel“ – der dem Spieler an nĂ€chsten stehende Pin trĂ€gt die Nummer 1
  • Hook: „Haken – eine schnelle, sehr starke RichtungsĂ€nderung des Bowlingballs auf dem Weg zu den Pins wird als Hook im Gegensatz zum Curve bezeichnet
  • In The Pocket: „in die Tasche" – der ideale Eingang eines Balles in die Pins, beim RechtshĂ€nder rechts vom Headpin (1 und 3), auch Gasse genannt
  • In a row: „In einer Reihe“ – Ab dem fĂŒnften Strike in Folge spricht man von einem „
 in a row“ (selten wird „
 in a row“ auch fĂŒr zwei bis vier Strikes verwendet).
  • Inserts: „Einlagen“ – so werden die Einlagen in den Bohrungen des Bowlingballs genannt
  • Kingpin: „Königskegel" – so wird der hinter dem vordersten Pin stehende Pin bezeichnet. Er trĂ€gt die Nummer 5.
  • Lane: „Bahn“ – Bezeichnung fĂŒr die Bowlingbahn
  • Pin: „Kegel“
  • Pindeck: „Kegelbrett“ – der Raum, auf dem sich die Pins befinden
  • Polish Process: „Polierprozess“ – gibt den Grad an Politur eines Bowlingballes an – das hat Auswirkungen auf die Laufeigenschaften
  • RG, Radius of Gyration: „TrĂ€gheitsradius“ – gibt an, wie weit der Core vom Coverstock entfernt ist. Wichtig beim Bohrmuster eines Bowlingballes
  • Sanding Process: „Schleifprozess“ – gibt den Grad des Anschleifens eines Bowlingballs an – das hat Auswirkungen auf die Laufeigenschaften
  • Sixpack: "Sechserpack" – sechs Strikes hintereinander
  • Spare: „Ersatz“ – wenn alle 10 Pins erst beim 2. Wurf abgerĂ€umt werden können, scherzhaft fĂŒr Ersatz-Strike
  • Spareball: Der Ball, mit dem einzelne verbliebene Pins abgerĂ€umt werden, hier nicht mit Ersatzball zu verwechseln
  • Split: „Spaltung“ – wenn ein oder mehrere Pins auseinander stehen bleiben, der Headpin aber gefallen ist
  • Strike: „Streich“ – wenn alle 10 Pins mit dem ersten Wurf sofort abgerĂ€umt werden
  • Strikeball: der Ball, mit dem der erste Wurf im Frame (Anwurf) getĂ€tigt wird. Dieser unterscheidet sich im Aufbau und AusfĂŒhrungen vom Spareball
  • Tape: „Klebeband“ – BĂ€nder, die zur UnterstĂŒtzung oder Schonung der Finger beim Bowlingspielen angelegt werden
  • Tape Insert: „Klebeband-Einlage“ – wird meist in das Daumenloch eines Balles geklebt, um dessen Durchmesser zu verringern
  • Turkey: „Truthahn" – drei Strikes in Serie
  • Washed Out: „ausgewaschen“ – wenn nach dem ersten Wurf zwei oder mehrere Pins auseinander stehen bleiben, wobei der Headpin aber noch steht
  • Wrist Glove: „Handschuh“ – ein Handschuh mit UnterstĂŒtzungsfunktion fĂŒr das Handgelenk
  • Wrist Support: „HandgelenksunterstĂŒtzung“ – eine Schiene, die das Handgelenk stĂŒtzt, jedoch ohne Handschuh

Weblinks

 Commons: Bowling â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Bowling â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

VerbÀnde

Deutschland
Österreich
Schweiz
International

Einzelnachweise

  1. ↑ USBC Playing Rules and Commonly Asked Questions, Chapter 7 – USBC Equipment Specifications and Certifications

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  • bowling — [ buliƋ ] n. m. ‱ 1907, rĂ©pandu v. 1950; mot angl. amĂ©r. ♩ Jeu de quilles sur piste, avec une grosse boule percĂ©e de trois trous pour les doigts. Jouer au bowling. Lieu installĂ© pour y jouer. Aller dans un bowling, au bowling. ● bowling nom… 
   EncyclopĂ©die Universelle

  • bowling — s.n. 1. Variantă a jocului de popice. 2. Loc, teren amenajat pentru bowling (1) Ɵi alte jocuri mecanice. [pr.: bĂĄuling] – Din engl. bowling[alley]. Trimis de valeriu, 13.09.2007. Sursa: DEX 98 ï»ż BOWLING s.n. Joc de popice practicat pe o pistă… 
   Dicționar RomĂąn

  • Bowling — Saltar a navegaciĂłn, bĂșsqueda Para otras modalidades, vĂ©ase bolos. Bolera 
   Wikipedia Español

  • Bowling — Sn (amerikanisches Kegelspiel) per. Wortschatz fach. (20. Jh.) Entlehnung. Entlehnt aus am. e. bowling, einer Ableitung von ne. bowl schieben, rollen , zu ne. bowl Kugel , dieses aus frz. boule f., aus l. bulla f. Aufschwellung, Blase (usw.).… 
   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Bowling — Bowl ing, n. The act of playing at or rolling bowls, or of rolling the ball at cricket; the game of bowls or of tenpins. [1913 Webster] {Bowling alley}, a covered place for playing at bowls or tenpins. {Bowling green}, a level piece of greensward 
   The Collaborative International Dictionary of English

  • bowling — 1530s, playing at BOWLS (Cf. bowls). Bowling alley is from 1550s 
   Etymology dictionary

  • bowling — â–ș NOUN â–Ș the game of bowls, tenpin bowling, or skittles 
   English terms dictionary

  • bowling — [bƍlâ€ČiƋ] n. 1. a game in which a heavy ball is bowled along a wooden lane in an attempt to knock over ten large wooden pins that are set upright at the far end 2. LAWN BOWLING 3. the playing of either of these games 4. Cricket the act of throwing 
   English World dictionary

  • bowling — s. m. Ver bĂłlingue. ‱ Plural: bowlings.   ‣ Etimologia: palavra inglesa 
   DicionĂĄrio da LĂ­ngua Portuguesa

  • bowling — /boh ling/, n. 1. any of several games in which players standing at one end of an alley or green roll balls at standing objects or toward a mark at the other end, esp. a game in which a heavy ball is rolled from one end of a wooden alley at… 
   Universalium


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