Brasilianische Fußballnationalmannschaft

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Brasilianische Fußballnationalmannschaft
Brasilien
Brasil
Logo Confederacao Brasileira de Futebol.svg
Spitzname(n) Seleção
Verband Confederação Brasileira
de Futebol
Konföderation CONMEBOL
Technischer Sponsor Nike
Trainer Mano Menezes (seit 2010)
Kapit√§n L√ļcio (seit 2006)
Rekordtorsch√ľtze Pel√© (77)
Rekordspieler Cafu (142)
FIFA-Code BRA
FIFA-Rang 5. (1144 Punkte)
(Stand: 19. Oktober 2011)[1]
Trikotfarben
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Heim
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Auswärts
Statistik
Erstes Länderspiel
ArgentinienArgentinien Argentinien 3:0 Brasilien Brasilien 1889Brasilien
(Buenos Aires, Argentinien; 20. September 1914)
Höchster Sieg
Brasilien 1889Brasilien Brasilien 10:1 Bolivien BolivienBolivien
(S√£o Paulo, Brasilien; 10. April 1949)
Höchste Niederlage
UruguayUruguay Uruguay 6:0 Brasilien Brasilien 1889Brasilien
(Vi√Īa del Mar, Chile; 18. September 1920)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 19 (Erste: 1930)
Beste Ergebnisse Weltmeister 1958, 1962, 1970, 1994, 2002
S√ľdamerikameisterschaft
Endrundenteilnahmen 32 (Erste: 1916)
Beste Ergebnisse Gewinner 1919, 1922, 1949, 1989, 1997, 1999, 2004, 2007
Konföderationen-Pokal
Endrundenteilnahmen 6 (Erste: 1997)
Beste Ergebnisse Gewinner 1997, 2005, 2009
Nord- und Zentralamerikameisterschaft
Endrundenteilnahmen 3
Beste Ergebnisse Zweiter 1996, 2003
(Stand: 2. Juli 2010)

Die brasilianische Fußballnationalmannschaft, genannt Seleção (Deutsch: Auswahl), ist ein vom brasilianischen Fußballtrainer zusammengestellter Kader von Spitzenspielern. Sie repräsentiert den brasilianischen Fußballverband, die Confederação Brasileira de Futebol (C.B.F.), auf internationaler Ebene bei Freundschaftsspielen und internationalen Turnieren.

Mit f√ľnf gewonnenen Titeln ist sie die weltweit erfolgreichste Fu√üball-Nationalmannschaft bei den Fu√üball-Weltmeisterschaften. Der letzte WM-Sieg wurde 2002 erreicht.

Seit dem Start der FIFA-Weltrangliste im August 1993 war die Mannschaft Brasiliens insgesamt in 139 von 191 Monaten, in denen eine Weltrangliste ver√∂ffentlicht wurde, auf Rang 1. Dies entspricht fast dreiviertel der Zeit. Dabei waren sie ab Juli 1994 knapp √ľber sechs Jahre (73 Monate) und ab Juli 2002 an noch einmal viereinhalb Jahre (54 Monate) ununterbrochen Erster. Die bisher schlechteste Platzierung war Rang 6 im August und September 2008, bedingt durch die Fu√üball-Europameisterschaft 2008, bei der einige europ√§ische Mannschaften mehr Punkte einfahren konnten, w√§hrend Brasilien in dieser Zeit zweimal verlor und nur ein Remis in einem WM-Qualifikationsspiel gelang. Zuletzt stand Brasilien im Mai 2010 auf Platz 1. Nach dem Ausscheiden im Viertelfinale der WM 2010 rutschte Brasilien auf Rang 3 ab.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1914‚Äď1938: Aufstieg in die Weltspitze

Das erste Spiel fand 1914 gegen die englische Vereinsmannschaft Exeter City statt und wurde 2:0 gewonnen. Trotz der sp√§teren Erfolge war das anf√§ngliche Auftreten der Mannschaft nur im Entferntesten brillant. Dies lag zum Teil an internen Differenzen √ľber Ansichten des brasilianischen Profisports, welche der Brasilianischen Fu√üballkonf√∂deration nicht erm√∂glichten, eine schlagkr√§ftige Mannschaft aufzustellen. Insbesondere bedeuteten Streitigkeiten zwischen den S√£o Paulo- und Rio de Janeiro- Bundesstaatenfu√üballverb√§nde, dass die Mannschaft nur aus Spielern aus einem der Verb√§nde bestehen sollte. So schied die brasilianische Mannschaft bei den Weltmeisterschaften 1930 und 1934 jeweils schon in der ersten Runde (Gruppenspiele bzw. Achtelfinale) aus. Aber schon bei der WM 1938 konnte Brasilien mit einem starken dritten Platz den Grundstein f√ľr weitere Erfolge legen. Bei dieser WM wurde Le√īnidas da Silva mit sieben Treffen Torsch√ľtzenk√∂nig.

1938‚Äď1954: Historische Niederlage im Maracan√£-Stadion

Infolge des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1939 wurde bis 1950 keine Weltmeisterschaft ausgetragen. 1950 war Brasilien Gastgeber der ersten Weltmeisterschaft nach dem Krieg. Brasilien hatte im Gegensatz zur europ√§ischen Konkurrenz kaum unter dem Zweiten Weltkrieg gelitten. Der Fu√üballbetrieb war praktisch ungest√∂rt weiter gelaufen, und Brasilien konnte auf eine gro√üe Anzahl talentierter Spieler zur√ľckgreifen. Brasilien galt daher zusammen mit England als hoher Favorit auf den Turniersieg. Einmalig in der Geschichte der Fu√üball-Weltmeisterschaft war es, dass bei dieser WM der Weltmeister in zwei Gruppenphasen ohne ein abschlie√üendes Finalspiel ermittelt wurde. Jedoch wurde das letzte Gruppenspiel zwischen Brasilien und Uruguay zum Finale dieses Turniers, bei dem Brasilien bereits ein Unentschieden gen√ľgt h√§tte. Vor 199.854 fanatischen Cariocas im Maracan√£-Stadion von Rio de Janeiro ging Brasilien zun√§chst mit 1:0 in F√ľhrung. Mitte der zweiten H√§lfte glich Uruguay aus. Zehn Minuten vor Schluss gelang Uruguay der entscheidende Treffer zum Sieg und zur Weltmeisterschaft. Der 16. Juli 1950 war die dunkelste Stunde des brasilianischen Fu√üballs. Niemals vorher oder nachher war die Entt√§uschung gr√∂√üer. Wie gro√ü sie war, belegt die Tatsache, dass die bis zu diesem Tag vom brasilianischen Nationalteam getragene wei√üe Spielkleidung ‚Äěverbannt‚Äú worden ist. Das Spiel im Maracan√£-Stadion in Rio de Janeiro ist seitdem in S√ľdamerika als ‚ÄěMaracana√ßo‚Äú bekannt. Danach gab es zwei Jahre lang kein L√§nderspiel Brasiliens.

Um die Maracan√£-Niederlage zu vergessen, wurde f√ľr die WM 1954 die brasilianische Mannschaft fast vollst√§ndig ersetzt, hatte aber trotzdem einen Stamm guter Spieler, einschlie√ülich N√≠lton Santos, Djalma Santos und Didi. Brasilien schied allerdings bereits im Viertelfinale gegen die seit vier Jahren unbesiegten Ungarn aus. Die 2:4-Niederlage gegen den Favoriten des Turniers war mit drei Feldverweisen eines der h√§sslichsten WM-Spiele in der Fu√üballgeschichte und ist seitdem als ‚ÄěSchlacht von Bern‚Äú bekannt.

1958‚Äď1971: Die √Ąra Pel√© mit drei WM-Titeln

Bei der Fu√üball-Weltmeisterschaft 1958 in Schweden begann die √Ąra Pel√©, der diesem Turnier seinen Stempel aufdr√ľckte. Brasilien gewann mit dem blutjungen Pel√© seinen ersten Weltmeister-Titel, indem es die Gastgeber, Schweden im torreichsten Finale der WM-Geschichte mit 5:2 besiegte. Mit sechs Toren belegte er zusammen mit Helmut Rahn den 2. Platz in der Torj√§gerliste und ihm gelang das erste Kopfballtor in einem Finale.

Bei der WM 1962 in Chile konnte Brasilien seinen Titel verteidigen. Diesmal schlug man im Finale die CSSR mit 3:1. Im Gruppenspiel hatte man sich noch 0:0 getrennt. Hierbei verletzte sich Pel√© und fiel f√ľr das weitere Turnier aus, so dass bei diesem Turnier Garrincha im Vordergrund stand.

Bei der WM 1966 in England wurde die brasilianische Mannschaftsaufstellung durch sportpolitische Einfl√ľsse beeintr√§chtigt. Alle gr√∂√üeren brasilianischen Vereine wollten die WM f√ľr ihre Spieler als B√ľhne benutzen. In den letzten Monaten der Vorbereitung musste Trainer Vicente Feola mit 46 Spielern arbeiten, von denen er schlie√ülich nur 22 mit nach England nehmen konnte. Dies f√ľhrte zu internen Streitigkeiten und psychischer Belastung und schlug sich in einer der bis dato schlechtesten Darbietungen Brasiliens bei einer Weltmeisterschaft nieder: Brasilien schied als zweiter amtierender Weltmeister (nach Italien 1950) bereits in der Vorrunde aus. Die √ľberalterte Mannschaft war nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden Pel√©s nicht in der Lage in der Gruppenphase gegen Ungarn (1:3) und Portugal (1:3) einen Sieg zu erringen. Mit dem Ausscheiden Brasiliens war der Titelfavorit √ľberraschend eliminiert.

Der dritte WM-Titel folgte 1970 in Mexico. Nach einem nie gefährdeten Durchmarsch und dem 4:1 im Endspiel gegen Italien konnte Brasilien durch den dritten Titelgewinn den Coupe Jules Rimet behalten. Mário Zagallo gelang es bei diesem Turnier auch als erstem Trainer, der zuvor (1958 und 1962) als Spieler Weltmeister geworden war, den Titel zu erringen.

1971 beendete Pelé seine Karriere in der Nationalmannschaft.

1974‚Äď1990: ‚ÄěDurststrecke‚Äú ohne WM-Titel

Nachdem Pel√© und andere Stars aus der brasilianischen Nationalmannschaft zur√ľckgetreten waren, konnte sich Brasilien bei der WM 1974 im entscheidenden Spiel der Zweiten Finalrunde nicht gegen den ‚ÄěTotalen Fu√üball‚Äú der Niederlande durchsetzen. Brasilien beendete nach einer 0:1-Niederlage im Spiel um Platz 3 gegen Polen das Turnier auf dem 4. Platz. Ihr jahrzehntelanger medizinischer Betreuer M√°rio Am√©rico zog sich zur√ľck.

Das Resultat bei der Weltmeisterschaft 1978 war aus Sicht der Brasilianer umstritten. In der Zweiten Finalrunde konkurrierte Brasilien mit dem Gastgeber Argentinien um den zur Finalteilnahme berechtigenden ersten Platz, nachdem das direkte Aufeinandertreffen torlos endete. Das abschlie√üende Gruppenspiel der Brasilianer fand vor dem der Argentinier statt, wodurch Argentinien vor dem Spiel bereits wusste, dass sie mit vier Toren Unterschied gewinnen mussten. Das Spiel gegen Peru wurde mit 6:0 gewonnen, der sp√§tere Weltmeister Argentinien qualifizierte sich aufgrund des besseren Torverh√§ltnisses f√ľr das Finale. Die Brasilianer monierten, dass der peruanische Torwart Ram√≥n Quiroga, in Argentinien geboren, in den f√ľnf vorhergehenden Spielen nur sechs Tore kassiert hatte und Argentinien im bisherigen Turnierverlauf ebenfalls erst sechs Tore erzielen konnte. Zum anderen h√§lt sich bis heute der Verdacht, die argentinische Milit√§rjunta h√§tte den hohen Sieg mit eventuellen Getreidelieferungen an den peruanischen Staat erkauft. Ein Fehlverhalten wurde von beiden Seiten verneint. Deshalb und weil Brasilien in diesem Turnier die einzige ungeschlagene Mannschaft geblieben war, sehen viele Brasilianer ihre Mannschaft als den moralischen Sieger. Durch einen 2:1-Sieg √ľber Italien wurde man immerhin Dritter.

Bei der Weltmeisterschaft 1982 galt Brasilien als Favorit und die Nationalmannschaft zeigte mit Talenten wie Zico, Falc√£o und S√≥crates, unter dem Trainer Tel√™ Santana sch√∂n anzusehenden Fu√üball. Sie gewannen ihre Gruppe der Ersten Finalrunde und schlugen dann Argentinien mit 3:1 im ersten Spiel der Zweiten Finalrunde. Dem WM-Favoriten h√§tte ein Unentschieden zum Erreichen des Halbfinals gereicht, aber in einem Klassiker der WM-Geschichte verlor man 2:3 gegen Italien, wobei Paolo Rossi alle drei Treffer f√ľr den sp√§teren Weltmeister erzielte. Vorher hatte er in vier Spielen kein einziges Tor erzielt.

W√§hrend der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko konnte Brasilien, mit Tel√™ Santana und einigen Spielern von 1982, an die bezaubernde Leistung der vorherigen WM ankn√ľpfen. Brasilien verlor im Viertelfinale gegen Frankreich in einem der besten WM-Spiele nach Elfmeterschie√üen mit 4:5. Zico verschoss dabei einen Elfmeter schon w√§hrend der regul√§ren Spielzeit.

Bei der Weltmeisterschaft 1990 wurde Brasilien vom bis dahin wenig bekannten Sebasti√£o Lazaroni trainiert. Die Brasilianer schafften es mit einer f√ľr sie ungew√∂hnlich defensiven Spielweise, die Vorrunde schadlos zu √ľberstehen. Im Achtelfinale schied Brasilien trotz seiner besten Turnierleistung gegen Argentinien aus. Sie erspielten sich Chance um Chance und mussten sich dennoch dem S√ľdamerika-Rivalen geschlagen geben. Eine Kombination von Maradona und Caniggia neun Minuten vor dem Ende bescherte Argentinien den schmeichelhaften 1:0-Sieg.

1994‚Äď2002: Zwei weitere Weltmeistertitel

Erst 24 Jahre nach dem dritten Titelgewinn konnte die Sele√ß√£o bei der WM 1994 in den USA ihren vierten Titel holen. Erstmals in einem WM-Finale musste im Spiel gegen Italien nach 120 torlosen Minuten ein Elfmeterschie√üen √ľber die Weltmeisterschaft entscheiden. Brasilien gewann dieses mit 3:2. Ausgerechnet Roberto Baggio, der zuvor mit f√ľnf erzielten Treffer ma√ügeblich an Italiens Finaleinzug beteiligt war, verschoss den entscheidenden Elfmeter.

1998 wurde Brasilien trotz einer 1:2 Niederlage gegen Norwegen in der WM-Vorrunde noch Gruppensieger und kämpfte sich dann später im Halbfinale gegen die Niederlande per Elfmeterschießen bis in das Finale. Dort verlor man aber deutlich gegen Gastgeber Frankreich mit 0:3. Zinédine Zidane schoss die Franzosen mit zwei Toren zum Sieg.

Dreifacher Weltfußballer des Jahres: der brasilianische Fußballspieler Ronaldo

Ihren f√ľnften WM-Titel gewannen die Brasilianer bei der WM 2002 in Japan und S√ľdkorea. Dies kam relativ √ľberraschend, weil der Rekord-Weltmeister nicht wie 1998 zu den Topfavoriten geh√∂rt hatte. Vor allem Titelverteidiger Frankreich, Argentinien und Vize-Europameister Italien wurden damals st√§rker eingesch√§tzt. Frankreich und Argentinien schieden aber schon in der Vorrunde aus, Italien im Achtelfinale. Das Finale wurde 2:0 gegen die bislang bei Weltmeisterschaften zweiterfolgreichste Mannschaft Deutschland gewonnen. Es war zugleich das erste Mal, dass die Nationalmannschaften Brasiliens und des Deutschen Fu√üballbundes einander bei einer Fu√üballweltmeisterschaft gegen√ľberstanden; zuvor war bereits die Auswahl der DDR bei der WM 1974 Gegner der Sele√ß√£o. W√§hrend die Deutschen ‚Äěbrasilianisch‚Äú spielten, traten die Brasilianer sehr ‚Äědeutsch‚Äú auf. Entschieden wurde das Spiel durch Ronaldo, der beide Tore erzielte und mit acht Toren auch Torsch√ľtzenk√∂nig des Turniers wurde.

2006‚Äď2010: Zwei entt√§uschende Weltmeisterschaften

Training der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft in Weggis (1. Juni 2006)

Bei der Fu√üball-Weltmeisterschaft 2006 befand sich die Sele√ß√£o in der Gruppe F mit Kroatien, Australien und Japan. Das erste Gruppenspiel gewannen sie knapp mit 1:0 gegen Kroatien, bevor sie sich im zweiten Spiel mit 2:0 gegen Australien zu behaupten wussten. In beiden Spielen konnten sie spielerisch allerdings √ľberhaupt nicht √ľberzeugen. Dies √§nderte sich auch nicht wirklich im letzten Spiel gegen Japan, das nach einem zwischenzeitlichem 0:1-R√ľckstand aber schlie√ülich noch mit 4:1 gewonnen wurde. Bei diesem Spiel erzielte Ronaldo seinen insgesamt 14. Treffer bei einer WM-Endrunde und stellte damit den 32 Jahre alten Rekord von Gerd M√ľller ein. Im Achtelfinale gegen Ghana gelang ihm in der 5. Minute sein 15. WM-Tor, womit er alleiniger Rekordhalter wurde. Das Spiel gegen Ghana gewann die Sele√ß√£o mit 3:0. Ihr zweites Tor in dieser Begegnung war sehr umstritten, weil der Torsch√ľtze Adriano sich in einer eindeutigen Abseitsposition befand. Das dritte Tor wurde durch Z√© Roberto erzielt. Ghana war lange Zeit ebenb√ľrtig, nutzte aber seine Torchancen nicht aus. Schlie√ülich schied die Auswahl im Viertelfinale gegen den sp√§teren Vize-Weltmeister Frankreich mit einem 0:1 aus, womit sie die Chance auf eine Revanche f√ľr die Finalniederlage von 1998 nicht nutzte.

Das f√ľr brasilianische Erwartungen entt√§uschende Abschneiden des Teams l√∂ste heftige Diskussionen √ľber die sportliche Turniervorbereitung und die Spielstrategie von Trainer Carlos Alberto Parreira w√§hrend des Wettbewerbs aus. Sportjournalistische Kommentare in internationalen Zeitungen hatten bereits im Vorfeld des Turniers nach 14 √∂ffentlichen Trainingseinheiten im schweizerischen Weggis kritisiert, die Trainingsmethoden w√§ren zu stark auf mediale und kommerzielle Au√üenwirkung der Sele√ß√£o als auf sportliche Fitness ausgerichtet gewesen. Brasilianische Medien bezeichneten die f√ľr das gesamte Turnier als wenig virtuos beurteilte fu√üballerische Leistung als ‚ÄěB√ľrokratenfu√üball‚Äú. Besonders entt√§uschend war der Auftritt von Ronaldinho, der als kommender WM-Star gehandelt wurde. Er war meilenweit entfernt von seinen Leistungen beim Confed-Cup 2005, als Brasilien im Halbfinale Deutschland mit 3:2 besiegte und anschlie√üend das Finale gegen den Erzrivalen Argentinien 4:1 gewann.

F√ľr die WM 2010 konnte sich Brasilien als Erster der S√ľdamerika-Qualifikation bereits am 5. September 2009 qualifizieren und reiste als Weltranglistenerster nach S√ľdafrika. Nach den schlechten Erfahrungen mit √∂ffentlichen Trainingseinheiten bei der letzten WM, setzte Nationaltrainer Dunga auf eine professionelle Vorbereitung. Er verzichtete zudem auf einige Stars wie Ronaldinho und Adriano, was von der Brasilianischen Presse kritisiert wurde. Zur Vorbereitung spielte Brasilien gegen die in der Weltrangliste auf Platz 110 und 108 stehenden Mannschaften aus Simbabwe (3:0) und Tansania (5:1).

In die WM 2010 startete Brasilien mit einem 2:1 gegen Nordkorea, wobei den Nordkoreanern ihr einziges Tor bei dieser WM gelang [2]. Nach einem 3:1-Sieg gegen die Elfenbeink√ľste stand Brasilien bereits vor dem letzten Gruppenspiel als Achtelfinalteilnehmer fest[3]. Da auch den Portugiesen im letzten Gruppenspiel ein Remis f√ľr den Einzug ins Achtelfinale reichte, machten beide Mannschaften im abschlie√üenden Gruppenspiel keine gro√üen Anstrengungen, zumal es im parallel stattfindenden Spiel der Elfenbeink√ľste nicht gelang ihre Tordifferenz entscheidend zu verbessern um bei einer eventuellen Niederlage Portugals noch den zweiten Platz zu erreichen.[4] Im Achtelfinale gegen Chile hatte Brasilien in der ersten H√§lfte zun√§chst Probleme, erst ein Kopfballtor durch Juan in der 35. Minute brach den Bann. Das zweite Tor durch Luis Fabiano in der 38. Minute ebnete dann endg√ľltig den Weg ins Viertelfinale, den Robinho in der 59. Minute dann klar machte[5]. Im Viertelfinale trafen sie auf die Niederlande, die als inoffizieller Weltmeister zum Turnier angereist war. Brasilien ging bereits in der 10. Minute in F√ľhrung und dominierte die 1. Halbzeit. Ein Tor von Wesley Sneijder nach einem Torwartfehler von J√ļlio C√©sar brachte in der 53. Minute die Wende und mit seinem 2. Tor entschied Sneijder in der 68. Minute das Spiel, zumal Brasilien nach einer roten Karte f√ľr Felipe Melo ab der 73. Minute nur noch mit 10 Spielern spielte. Brasilien war damit zum zweiten Mal nacheinander im Viertelfinale gescheitert.[6] Nationaltrainer Dunga wurde vom Verband umgehend entlassen, die Mannschaft bei ihrer Heimkehr in Rio de Janeiro von w√ľtenden Fans empfangen [7] Zudem verlor Brasilien durch das Viertelfinal-Aus Rang 1 in der FIFA-Weltrangliste.

2010 bis heute: Neuanfang unter Mano Menezes

Kurz nach der Weltmeisterschaft, noch im Juli 2010, wurde bekannt, dass Mano Menezes neuer Trainer der brasilianischen Landesauswahl werde.[8] Sein Nachfolger beim SC Corinthians Paulista wurde Ad√≠lson Batista. Jedoch war Menezes nur zweite Wahl, nachdem Muricy Ramalho f√ľr den Posten absagte. Am 10. August 2010, beim Freundschaftsspiel gegen die USA, stand er erstmals an der Seitenlinie des f√ľnfmaligen Weltmeisters. Menezes' Hauptaufgabe ist es, eine junge, konkurrenzf√§hige Mannschaft aufzubauen, die bei der Copa Am√©rica 2011 in Argentinien und der WM 2014 in Brasilien nach M√∂glichkeit den ersten Platz belegen soll. F√ľr sein erstes L√§nderspiel als Cheftrainer, bei der er den meisten WM-Fahrern eine Pause gab und nicht berief, nominierte Menezes mit Victor, Renan, Jefferson, Rafael, David Luiz, R√©ver, Jucilei, Ganso, Ederson, Andr√© und Neymar insgesamt elf Spieler, die bisher noch ohne Nationalmannschaftseinsatz waren. Viele weitere Akteure haben bisher nur wenige Spiele im Dress der Sele√ß√£o absolviert. Einzige WM-Fahrer im Aufgebot waren Daniel Alves, Ramires, Robinho und Thiago Silva.[9] Menezes Premierenspiel wurde schlie√ülich mit 2:0 gewonnen. Bisher (Stand 13. Februar 2011) kamen f√ľnfzehn Spieler zu ihrem Deb√ľt in der Nationalmannschaft unter der Leitung des neuen Trainers.[10] Auf dem gesamten Weg zur Copa Am√©rica 2011 in Argentinien nominierte Menezes insgesamt 57 Spieler. Hinzu kam Ronaldo, der f√ľr sein Abschiedsspiel gegen Rum√§nien am 7. Juni 2011 im Kader stand. Im 23-Mann-Kader zur Copa Am√©rica standen mit Torwart J√ļlio C√©sar, L√ļcio, Maicon, Daniel Alves, Luis√£o, Thiago Silva, Elano, Ramires und Robinho neun Spieler, die bei der WM 2010 im Viertelfinale scheiterten. Au√üerdem waren mit David Luiz, Elias, J√°dson, Lucas, Ganso und Neymar sechs Spieler im Kader, die unter Menezes ihr Deb√ľt in der A-Nationalmannschaft feierten. Auch dabei waren mit den Torh√ľtern Victor und Jefferson, Andr√© Santos, Adriano, Sandro, Lucas Leiva, Alexandre Pato und Fred acht Spieler, die unter seinem Vorg√§nger Dunga l√§nger nicht ber√ľcksichtigt wurden. Menezes war es gelungen, innerhalb eines Jahres das Team im Schnitt zu verj√ľngen. J√ľngste Spieler im Kader zur Copa Am√©rica waren Neymar (19) und Lucas (18). Hinzu kamen mit Ganso und Alexandre Pato (beide 21) zwei Spieler, die noch f√ľr die U-21 spielberechtigt gewesen w√§ren.

Die Copa Am√©rica begann f√ľr Brasilien mit einem 0:0 gegen Venezuela im ersten Gruppenspiel schleppend. Man trat mit folgender Startaufstellung im 4-2-3-1 an: J. C√©sar - D. Alves, L√ļcio, T. Silva, A. Santos - Lucas Leiva, Ramires - Robinho, Ganso, Neymar - Pato. Auch im zweiten Spiel konnte die Sele√ß√£o nicht wirklich √ľberzeugen und kam gegen Paraguay zu einem gl√ľcklichen 2:2-Unentschieden. Im Vergleich zum ersten Spiel wechselte Menezes ein Mal und brachte J√°dson f√ľr Robinho. Dieser brachte Brasilien in der 39. Minute mit 1:0 in F√ľhrung, die Paraguay in elf Minuten durch Santa Cruz (55.) und Valdez (67.) zu einer 2:1-F√ľhrung umwandeln konnte. In der 90. Minute traf Joker Fred zum gl√ľcklichen 2:2 f√ľr die Brasilianer. Im letzten Gruppenspiel ben√∂tigte die Sele√ß√£o gegen Kolumbien also einen Sieg, um ins Viertelfinale zu kommen. Menezes stellte im Vergleich zum Spiel gegen Paraguay auf zwei Positionen und brachte Robinho f√ľr Jadson und Maicon f√ľr Daniel Alves. Die Sele√ß√£o kam gegen Kolumbien deutlich besser in Tritt und ging in der 29. Minute durch Pato in F√ľhrung. In der 50. Minute traf Neymar zum 2:1, nachdem Kolumbien durch Caicedo (50.) ausgleichen konnte. In der 59. Minute war es wieder Caicedo, der zum 2:2-Ausgleich traf. Zum Ende machten Pato (61.) und Neymar (72.) den 4:2-Sieg gegen starke Kolumbianer klar.

Im Viertelfinale traf man wieder auf Paraguay, die sich als einer der beiden besten Gruppendritten f√ľr die Ko-Phase qualifizierten. Brasilien trat mit der selben Elf an, die 4:2 gegen Kolumbien gewann. Die Sele√ß√£o war im Spiel klar besser, vergab aber Chance um Chance, sodass es in die Verl√§ngerung ging, in der sich beide Mannschaften keine Chancen herausspielen konnten. Einziger Aufreger war eine Rudelbildung, nach der Lucas Leiva und der Paraguayer Alcaraz nach T√§tlichkeiten vom Platz gestellt wurden (103.). So kam es zum Elfmeterschie√üen, in dem Brasilien alle seine vier Elfmeter verschoss. Als erster Sch√ľtze trat Elano an, der den Ball √ľber das Tor schoss. Nachdem auch Paraguay seinen Elfmeter verschoss, trat Thiago Silva an, der an Torh√ľter Justo Villar scheiterte. Den zweiten Elfmeter f√ľr Paraguay verwandelte Estigarribia zum 1:0. Auch der dritte Sch√ľtze der Sele√ß√£o Andr√© Santos scheiterte, indem er den Ball deutlich √ľber das Tor schoss. Im Anschluss verwandelte Riveros zum 2:0 f√ľr Paraguay. Den letzten Elfmeter schoss Fred links am Tor vorbei, wodurch die Sele√ß√£o wie bei der WM 2006 und 2010 im Viertelfinale scheiterte.

Aktueller Kader

Daniel Alves vom FC Barcelona
Thiago Silva vom AC Mailand

Folgende 23 Spieler stehen im Kader f√ľr die Testspiele gegen Gabun und √Ągypten am 11. und 15. November 2011. Kak√° musste die L√§nderspiele verletzungsbedingt absagen.

(Einsätze und Tore vom 11. Oktober 2011)

Nr. Pos. Spieler Einsätze Tore Verein
TW Neto 0 0 ItalienItalien AC Florenz
TW Diego Alves 0 0 SpanienSpanien FC Valencia
AB Daniel Alves 53 5 SpanienSpanien FC Barcelona
AB Luis√£o 43 3 PortugalPortugal SL Benfica
AB Thiago Silva 22 0 ItalienItalien AC Mailand
AB Adriano 12 0 SpanienSpanien FC Barcelona
AB Marcelo 8 2 SpanienSpanien Real Madrid
AB David Luiz 8 0 EnglandEngland FC Chelsea
AB F√°bio 1 0 EnglandEngland Manchester United
AB Alex Sandro 0 0 PortugalPortugal FC Porto
MF Lucas Leiva 18 0 EnglandEngland FC Liverpool
MF Elias 10 0 PortugalPortugal Sporting CP
MF Sandro 7 0 EnglandEngland Tottenham Hotspur
MF Hernanes 5 0 ItalienItalien Lazio Rom
MF Fernandinho 3 0 UkraineUkraine FC Shakhtar Donetsk
MF Luiz Gustavo 2 0 DeutschlandDeutschland FC Bayern M√ľnchen
MF Willian 0 0 UkraineUkraine FC Shakhtar Donetsk
MF Bruno César 0 0 PortugalPortugal SL Benfica
MF Dudu 0 0 UkraineUkraine FC Dynamo Kyiv
ST Hulk 6 0 PortugalPortugal FC Porto
ST Jonas 3 0 SpanienSpanien FC Valencia
ST Kléber 0 0 PortugalPortugal FC Porto

Statistiken, Namen und Rekorde

Fans der brasilianischen Mannschaft

Teilnahme Brasiliens an Fußball-Weltmeisterschaften

Brasilien hat als einzige Nationalmannschaft an jeder bisherigen Weltmeisterschaftsendrunde teilgenommen und ist auch die einzige Mannschaft, die einen WM-Titel auf drei von vier Kontinenten, auf denen WM-Turniere ausgetragen wurden, gewinnen konnte. Sie durchbrach mit ihrem WM-Sieg 1958 in Schweden ein einziges Mal die ansonsten immer eintreffende Serie, dass in Europa immer europ√§ische Mannschaften gewinnen und in Amerika immer amerikanische Teams; und sie siegte 2002 in Japan und S√ľdkorea noch einmal auf einem anderen Kontinent. Jedoch gelang der brasilianischen Auswahl als bisher einzigem Weltmeister, neben Spanien, noch kein Titel im eigenen Land.

Brasilien hat 17-mal die Vorrunde √ľberstanden. Nur bei der WM 1930 in Uruguay und 1966 in England ist die Brasilianische Nationalmannschaft schon in der Vorrunde ausgeschieden. Brasilien wurde jeweils als erstes Land zum dritten (1970) und vierten Mal (1994) und als bisher einziges Land zum f√ľnften Mal Weltmeister (2002). Durch den dritten Sieg, durch den Brasilien Rekordweltmeister wurde, ging der erste WM-Pokal in den Besitz Brasiliens √ľber. Brasilianische Spieler wurden am h√§ufigsten (viermal) WM-Torsch√ľtzenk√∂nig, wobei Garrincha 1962 per Los ermittelt wurde, da f√ľnf andere Spieler, darunter der Brasilianer Vav√°, gleich viele Tore erzielten. Mit Ronaldo stellt Brasilien seit 2006 auch den erfolgreichsten WM-Torsch√ľtzen (15 Tore). Brasilien hat mit 97 Spielen nach Deutschland (99 Spiele) die meisten WM-Spiele bestritten, mit 67 Siegen am h√§ufigsten den Platz als Sieger verlassen sowie mit 210 Toren die meisten WM-Tore erzielt und f√ľhrt die Ewige WM-Tabelle an.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzter Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1930 Uruguay Vorrunde Jugoslawien, Bolivien - 1. Spiel gegen eine europäische Mannschaft
1934 Italien Achtelfinale Spanien - 1. Spiel in Europa
1938 Frankreich Spiel um Platz 3 Schweden Dritter Le√īnidas Torsch√ľtzenk√∂nig
1950 Brasilien Finalrunde Schweden, Spanien, Uruguay Vize-Weltmeister Maracana√ßo, Ademir Torsch√ľtzenk√∂nig
1954 Schweiz Viertelfinale Ungarn -
1958 Schweden Finale Schweden Weltmeister Einziger WM-Titel einer s√ľdamerikanischen Mannschaft in Europa
1962 Chile Finale Tschechoslowakei Weltmeister Garrincha Torsch√ľtzenk√∂nig
1966 England Vorrunde Ungarn, Bulgarien, Portugal -
1970 Mexiko Finale Italien Weltmeister 1. Weltmeister in Mittelamerika, Brasilien wird Rekordweltmeister
1974 Deutschland Spiel um Platz 3 Polen Vierter
1978 Argentinien Spiel um Platz 3 Italien Dritter Brasilien als einzige Mannschaft ungeschlagen
1982 Spanien Zweite Finalrunde Argentinien, Italien - Italien stellt mit seinem 3. WM-Titel den Rekord von Brasilien ein
1986 Mexiko Viertelfinale Frankreich - Niederlage im Elfmeterschießen
1990 Italien Achtelfinale Argentinien - Deutschland stellt mit seinem 3. WM-Titel den Rekord von Brasilien und Italien ein
1994 USA Finale Italien Weltmeister Brasilien wieder alleiniger Rekordweltmeister, Rom√°rio bester Spieler
1998 Frankreich Finale Frankreich Vize-Weltmeister Ronaldo bester Spieler
2002 S√ľdkorea/Japan Finale Deutschland Weltmeister 1. Weltmeister in Asien, 1. WM-Spiel gegen Deutschland, Ronaldo Torsch√ľtzenk√∂nig
2006 Deutschland Viertelfinale Frankreich - Ronaldo wird mit seinem 15. WM-Tor erfolgreichster WM-Torsch√ľtze
2010 S√ľdafrika Viertelfinale Niederlande -
2014 Brasilien qualifiziert als Veranstalter

Erfolge

Rekordnationalspieler

Stand: 12. Oktober 2011[11]

Rekordnationalspieler Cafu
Rang Name Einsätze Position Zeitraum
01. Cafu 142 Abwehr 1990‚Äď2006
02. Roberto Carlos 125 Abwehr 1992‚Äď2006
03. L√ļcio 105 Abwehr 2000‚Äď
04. Cl√°udio Taffarel 101 Torwart 1987‚Äď1998
05. Ronaldo 98 Angriff 1994‚Äď2011
Djalma Santos 98 Abwehr 1952‚Äď1968
07. Gilberto Silva 93 Mittelfeld 2001‚Äď2010
Gilmar 93 Torwart 1953‚Äď1969
0 Ronaldinho 93 Mittelfeld 1999‚Äď
10. Pel√© 92 Angriff 1957‚Äď1971
0 Roberto Rivelino 92 Mittelfeld 1965‚Äď1978

Chronik der Rekordnationalspieler

Rekordhalter seit Anzahl der Spiele
Arnaldo, Arthur Friedenreich, Lagreca, Marcos, Nery 8. Juli 1916 3
Arnaldo, Arthur Friedenreich, Lagreca, Nery 10. Juli 1916 4-5
Arnaldo, Arthur Friedenreich, Lagreca 18. Juli 1916 6
Arnaldo, Lagreca 3. Oktober 1917 7-10
Arnaldo, 11. Mai 1919 11-14
Arnaldo, Amílcar Barbuy 15. Oktober 1922 14
Amílcar Barbuy 22. Oktober 1922 15
Amílcar Barbuy , Arthur Friedenreich 17. Dezember 1925 15
Arthur Friedenreich 25. Dezember 1925 16-17
Arthur Friedenreich, Afonsinho 24. Januar 1942 17
Afonsinho 31. Januar 1942 18-19
Afonsinho, Domingos da Guia 16. Dezember 1945 19
Domingos da Guia 20. Dezember 1945 20-25
Domingos da Guia, Jair da Rosa Pinto 13. April 1949 25
Domingos da Guia, Jair da Rosa Pinto, Rui 17. April 1949 25
Jair da Rosa Pinto 24. April 1949 26-37
Jair da Rosa Pinto, Ademir de Menezes 1. März 1953 37
Ademir de Menezes 12. März 1953 38-39
Ademir de Menezes, Zizinho 27. März 1953 39
Zizinho 13. November 1955 40-53
Zizinho, Nílton Santos 10. März 1959 53
Zizinho, Nílton Santos,Didi 4. April 1959 53
Nílton Santos, Didi 13. Mai 1959 54
Nílton Santos, Didi, Djalma Santos 17. September 1959 54
Djalma Santos 20. September 1959 55-98
Djalma Santos, Cl√°udio Taffarel 23. Juni 1998 98
Cl√°udio Taffarel 27. Juni 1998 99-102
Cl√°udio Taffarel, Cafu 7. Oktober 2001 102[R 1]
Cafu 7. November 2001 103-142
Anmerkungen:
  1. ‚ÜĎ Inkl. eines Spiels von Taffarel am 31. Juli 1988 gegen die schwedische Olympiamannschaft und eines Spiels von Cafu gegen die rum√§nische B-Mannschaft am 17. April 1991, die von der CBF als A-L√§nderspiel gez√§hlt werden [1][2], von der FIFA aber nicht

Daten ermittelt anhand der Aufstellungen (Quelle)

Rekordtorsch√ľtzen

Brasilien besitzt zusammen mit Ungarn die meisten Spieler, die mindestens 50 Länderspieltore erzielt haben und nach Deutschland die meisten mit mindestens 30 Toren. Nur Ali Daei (109) und Ferenc Puskás (84) erzielten mehr Länderspieltore als Pelé.

Rekordtorsch√ľtze Pel√© im WM-Finale 1958

Stand: 12. Oktober 2011[11]

Rang Name Tore Einsätze Quote Zeitraum
01. Pel√© 77 92 0,84 1957‚Äď1971
02. Ronaldo 62 98 0,63 1994‚Äď2011
03. Rom√°rio 55 70 0,79 1987‚Äď2005
04. Zico 52 72 0,72 1971-1989
05. Bebeto 39 75 0,52 1985‚Äď1998
06. Rivaldo 34 74 0,46 1993‚Äď2003
07. Jairzinho 33 81 0,41 1963‚Äď1982
Ronaldinho 33 93 0,35 1999‚Äď
09. Ademir de Menezes 32 39 0,82 1945‚Äď1953
Tost√£o 32 54 0,59 1966‚Äď1972
11. Zizinho 30 53 0,57 1942‚Äď1957

Weitere ber√ľhmte Spieler

   

Nationaltrainer

Eine Auswahl

  • Ademar Pimenta (1936‚Äď1938)
  • Fl√°vio Costa (1944‚Äď1955)
  • Zeze Moreira (1953‚Äď1955)
  • Oswaldo Brandao (1955‚Äď1956)
  • Vicente Feola (1958‚Äď1960)
  • Aymor√© Moreira (1961‚Äď1963)
  • Vicente Feola (1964‚Äď1966)
  • Aymor√© Moreira (1967‚Äď1968)
  • Jo√£o Saldanha (1969‚Äď1970)
  • M√°rio Zagallo (1970‚Äď1974)
  • Oswaldo Brand√£o (1975‚Äď1977)
  • Claudio Coutinho (1977‚Äď1979)
  • Jaime Valente (1979‚Äď1980)
  • Tel√™ Santana (1980‚Äď1982)
  • Carlos Alberto Parreira (1983)

Verschiedenes

Seleção

Der Name Sele√ß√£o (brasilianisch-portugiesisch f√ľr ‚ÄěAuswahl‚Äú) ist in Brasilien allgemein verbreitet. Er wird im Gegensatz zur Portugiesischen Fu√üballnationalmannschaft Selec√ß√£o mit einem einfachen √ß geschrieben.

Das Trikot

Die gelb-blauen Trikots wurden erst nach der f√ľr Brasilien schmachvollen Niederlage bei der Fu√üballweltmeisterschaft 1950 im eigenen Land gegen Uruguay von Aldyr Schlee entworfen. Zuvor spielte die Sele√ß√£o in wei√üen Trikots.

Siehe auch

 Commons: Brasilianische Fu√üballnationalmannschaft ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, Oktober 2011. Abgerufen am 19. Oktober 2011
  2. ‚ÜĎ Kicker.de: Maicon macht's mit Effet
  3. ‚ÜĎ Kicker.de: Luis Fabiano schie√üt die Sele√ßao ins Achtelfinale
  4. ‚ÜĎ Kicker.de:Nichtangriffspakt im Prestigeduell
  5. ‚ÜĎ Kicker.de: Juan bringt Samba ins brasilianische Spiel
  6. ‚ÜĎ Kicker.de:Sneijders Tor st√ľrzt den Favoriten
  7. ‚ÜĎ Kicker.de: Dunga ist nicht mehr Trainer
  8. ‚ÜĎ Mano Menezes √ľbernimmt Brasilien vom 24. Juli 2010 auf sportbild.de
  9. ‚ÜĎ Kein Ronaldinho, kein Adriano: Mano Menezes nominiert Brasiliens Kader f√ľr USA-Freundschaftsspiel vom 26. Juli 2010 auf goal.com
  10. ‚ÜĎ All Players of Brazilian National Team auf rsssf.com
  11. ‚ÜĎ a b http://www.rsssf.com/miscellaneous/braz-recintlp.html

Weblinks


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