Bremer Dom

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Bremer Dom
Dom St. Petri in Bremen aus Richtung Rathaus

Der St.-Petri-Dom in Bremen ist ein aus Sandstein und Backstein gestalteter romanischer Kirchenbau, der vom 11. Jahrhundert an √ľber den Fundamenten √§lterer h√∂lzerner Vorg√§ngerbauten errichtet und bis ins 13. Jahrhundert im Stil der Gotik umgebaut wurde. Im 14. Jahrhundert gab es Erweiterungen um seitliche Kapellen. Im sp√§ten 16. Jahrhundert begann die Umgestaltung in eine sp√§tgotische Hallenkirche, die aber √ľber ein neues Nordseitenschiff nicht hinauskam, als die Reformation alle Baut√§tigkeit stoppte. Im sp√§ten 19. Jahrhundert erfolgte eine umfangreiche Restaurierung des schwer vernachl√§ssigten und teils zerst√∂rten Baus in Anlehnung an die urspr√ľngliche Gestaltung. Neubau der Westfassade mit zwei T√ľrmen und eines Vierungsturms in neoromanischem Stil. Das Gotteshaus geh√∂rt heute zur evangelisch-lutherischen Domgemeinde St. Petri. Es steht seit 1973 unter Denkmalschutz.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Mittelalter

Der Ort an der Stelle des heutigen Doms, dem h√∂chsten Punkt der Weserd√ľne unmittelbar bei einer bereits bestehenden Siedlung wurde mit dem (dort vermuteten) Bau einer Kirche durch den angels√§chsischen Missionsbischof Willehad im Jahre 789 zur Keimzelle des sich entwickelnden Bistums. Zwar wurde der Holzbau bereits 792, nur drei Jahre nach seiner Fertigstellung, im Zuge der Sachsenkriege niedergebrannt und restlos zerst√∂rt, doch nach den dreizehn Jahren, in denen es weder einen Bischof (Willehad war 789 gestorben) noch einen Dom in Bremen gab, begann man ab 805 unter der Leitung des neuen Bischofs Willerich mit der Errichtung eines Nachfolgebaus aus Stein. Reste dieses Bauwerks konnten bei Ausgrabungen im Mittelschiff des heutigen Doms entdeckt werden und erm√∂glichen eine Erfassung der ungef√§hren schlichten Gestalt dieses zweiten Bremer Doms, in welchem von 845 bis 865 auch der ber√ľhmte Ansgar residierte, welcher Bischof von Bremen und Erzbischof von Hamburg in Personalunion war. Man vermutet, dass der Dom ab etwa 860 eine dreischiffige Hallenkirche war. In der heutigen Westkrypta l√§sst ein Mauerteil mit bearbeiteten Eck- und Sockelsteinen, jetzt einbezogen in die Nordwand, vermuten, dass sich vor der Kirche ein frei stehender Glockenturm befunden haben k√∂nnte.

Während der Amtszeit Gebhards II. erhielt der Dom ein Rosettenfenster
Netzgewölbe (Mitte 16. Jh.) im nördlichen Seitenschiff

In den ersten Jahren der Amtszeit von Bischof Adalbrand (1035 bis 1043) begann der Umbau zum geplanten salischen Dom, welcher der Kernzelle des heutigen Bauk√∂rpers entspricht. Noch vor der Vollendung fiel das Gotteshaus jedoch ‚Äď wie auch der Gro√üteil der √ľbrigen Stadtbebauung ‚Äď am 11. September 1041 der Feuersbrunst des Bremer Brandes zum Opfer. Die Flammen besch√§digten auch Teile der Dombibliothek irreperabel. Dieses Ereignis ist auch als der erste Dombrand bekannt. Zwar ordnete Adalbrand den sofortigen Wiederaufbau an, doch auf Grund des hohen Grades der Zerst√∂rung fiel der gr√∂√üte Teil der Bauzeit in die Amtszeit von Adalbrands Nachfolger Adalbert (1043 bis 1072). Dieser, einer der bedeutendsten Herrscher jener Epoche, orientierte sich bei seinen Vorgaben zum Um- beziehungsweise Wiederaufbau unter anderem am Architekturstil des Vorg√§ngers des heutigen K√∂lner Doms, des sogenannten Alten Doms. Neuere Untersuchungen und Forschungen konnten √úbereinstimmungen in vielen Punkten und eine √§hnliche Bauweise belegen. Des Weiteren war Adalbert, der mehrere Jahre in Italien verbracht hatte, von der mediterranen Kultur sehr angetan und nahm auch die Kathedrale der kampanischen Stadt Benevent zum Vorbild. Zudem ordnete er an, f√ľr die Arbeiten am Bremer Dom lombardische Handwerker einzusetzen, was zu Unmut und Unverst√§ndnis in der Bremischen Handwerkerschaft f√ľhrte. Adalbert war bestrebt, den Dom noch in seiner Amtszeit zu vollenden ‚Äď was ihm letztendlich auch gelingen sollte ‚Äď und trieb dessen Bau deshalb mit wenig R√ľcksicht auf die Interessen der Stadt voran. So lie√ü er beispielsweise die Mauer der Domburg niederrei√üen, um Baumaterial zu gewinnen. Das so ungesch√ľtzte Bremen konnte im Jahre 1064 von den Sachsen gepl√ľndert werden. Der neugebaute Bremer Dom war eine flachgedeckte Basilika mit zwei Ch√∂ren. Den √∂stlichen weihte man Maria und den westlichen dem Apostel Simon Petrus. Die Kirche besa√ü √ľber ihrer Westfassade vermutlich zwei T√ľrme sowie im Inneren zwei von den italienischen Steinmetzen ausgearbeitete Krypten, welche bis heute erhalten sind. Die westliche Krypta wurde 1066 geweiht, so dass man davon ausgeht, dass etwa in dieser Zeit auch der gesamte Bauprozess der Vollendung zulief.

Unter Adalberts Nachfolger Liemar (1072 bis 1101) wurden weitere, wenn auch im Vergleich zum vollst√§ndigen Kirchenneubau geringf√ľgige Umbauten vorgenommen. Allerdings kam es w√§hrend seiner Amtszeit auch zum zweiten Dombrand. Im Anschluss gelang es, das Gotteshaus relativ schnell wiederaufzubauen, da die Zerst√∂rungen nicht die Ausma√üe von 1041 aufwiesen.

W√§hrend der Amtsperiode Gerhards II. (1219 bis 1258) kam es zu einigen wichtigen Ver√§nderungen, sowohl aus architektonischer wie auch aus religi√∂ser Sicht. Zun√§chst best√§tigte Papst Honorius III. im Jahre 1224 das Doppelbistum mit Sitz in Bremen endg√ľltig. Das hei√üt, dass Bremen nun Erzbischofssitz war und Hamburg keinen eigenen Bischof mehr hatte. Das Domkapitel Hamburgs blieb aber mit besonderen Rechten ausgestattet bestehen. Der Bremer Dom war seither Metropolitankathedrale. Unmittelbar darauf begannen umfangreiche Umbauten der Kirche, welche deutlich durch Vorbilder aus der rheinischen Region beeinflusst wurden. Die Flachdecke des Mittelschiffes wurde durch ein sechsteiliges Rippengew√∂lbe ersetzt, also eingew√∂lbt beziehungsweise √ľberformt, und dem Langhaus wurde eine Doppelturmfassade mit Rosette vorgeblendet. Durch diese Ma√ünahme nahmen die zuvor sehr niedrigen T√ľrme langsam Gestalt an. Die Seitenschiffe sowie Ost- und Westchor erhielten eine Gestaltung, die Bez√ľge zu anderen Kirchenbauten im Herrschaftsbereich der Verwandten von Erzbischof Gerhard II. herstellten.

Im 14. Jahrhundert ruhte der Weiterbau des Doms etwas, trotzdem erfolgte die Errichtung einer Kapelle an der S√ľdseite der Kirche sowie einer Doppelkapelle an der Nordseite des Ostchores. Im Jahre 1346 erh√∂hte man den Nordturm. Er erhielt einen gotischen Helm. Der Dom gab in dieser Zeit seine Kirchspielfunktion an die nahe Liebfrauenkirche und seine Pfarrdienste an die nur wenig s√ľdlich gelegene St.-Wilhadi-Kirche ab. Er diente somit nicht mehr f√ľr die seelsorgerische Betreuung der B√ľrger, sondern ‚Äď als Kathedrale des Erzbistums ‚Äď den Gottesdiensten Tagzeiten und Messen) des Erzbischofs und des Domkapitels sowie f√ľr besondere Anl√§sse, Feste und Feiern.

In der Amtszeit des Erzbischofs Johann III. Rode von Wale erfolgte ab 1502 bis 1522 ein Umbau des n√∂rdlichen Seitenschiffs zu einer sp√§tgotischen Halle mit Netzgew√∂lben. Vermutlich war Entsprechendes auch mit dem s√ľdlichen Seitenschiff geplant, wurde aber nie ausgef√ľhrt, hier blieb es bei den Erweiterungen durch die Kapellenanbauten des 14. Jahrhunderts. Ein weiterer Ausbau wurde durch die einsetzende Reformation in Bremen verhindert.

Erzbischof Rode gab 1511 den Auftrag f√ľr den Druck eines Messbuchs, das Missale secundum ritum ecclesie Bremense, das den in der Di√∂zese Bremen g√ľltigen Ritus f√ľr die Heilige Messe beschreibt.[2]

Reformation und Zeit des Verfalls

Dom im Jahre 1589 (Ausschnitt aus dem kolorierten Kupferstich von Frans Hogenberg, der 1598 im Städtebuch von Braun und Hogenberg erschien)

Am 9. November 1522 hielt der vertriebene Augustinerm√∂nch Heinrich von Z√ľtphen in Bremen die erste reformatorische Predigt in einer Kapelle der St.-Ansgarii-Kirche. Daraufhin trugen die Domherren eine Beschwerde beim Erzbischof Christoph von Braunschweig-L√ľneburg vor. Dieser forderte die Auslieferung von Z√ľtphens, stie√ü allerdings beim Stadtrat und der B√ľrgerschaft auf Widerstand. Zur Kl√§rung des Falls wurden eine St√§ndeversammlung und eine Provinzialsynode einberufen, welche allerdings ohne Erfolg blieben. Im Zuge der reformationsfreundlichen Haltung der Stadtoberen sahen sich die drei Kloster Bremens (Paulskloster, Johanniskloster und Katharinenkloster) gezwungen, zu schlie√üen. Ab 1524 wurden neben den katholischen Priestern auch evangelische Prediger an den Pfarrkirchen eingesetzt und wenig sp√§ter durften in diesen gar keine Messen mehr gelesen werden. 1534 wurde eine durch Luther genehmigte Kirchenordnung eingef√ľhrt. Bereits 1532 war der Dom geschlossen worden, da die Reformation beim Domkapitel nach Meinung der f√ľhrenden Reformatoren nicht schnell genug ablief und am Palmsonntag der Dom von einer radikalen B√ľrgergruppe, den sogenannten 104 M√§nnern, in Besitz genommen wurde[3]. Diese Schlie√üung wurde 1547, nach 15 Jahren, wieder aufgehoben, als der reformierte Feldprediger Albert Riz√§us Hardenberg zum neuen Domprediger ernannt wurde. Seine Ernennung hatte verschiedene Streitigkeiten zwischen Lutheranern und Anh√§ngern Melanchthons zur Folge. Schlie√ülich verwies man Hardenberg am 18. Februar 1561 der Stadt.[4]

Daraufhin wurde der Dom zum zweiten Mal innerhalb von 29 Jahren geschlossen. Hardenberg wurde jedoch von der Mehrheit der B√ľrger, dem B√ľrgermeister sowie einigen Ratsherren des Bremer Rates unterst√ľtzt. Zwar wollte die Ratsmehrheit gegen diese vorgehen, doch eine B√ľrgerbewegung verteidigte sie im Januar 1562. Dies f√ľhrte dazu, dass zahlreiche Gegner Hardenbergs die Stadt verlie√üen. Mit den religi√∂s motivierten Konflikten in Bremen besch√§ftigten sich Kreistage des Erzbistums, das Reichskammergericht sowie die Hanse, der Bremen damals als Hansestadt angeh√∂rte. Letztere beschloss 1563 sogar die Verhansung Bremens, also den Ausschluss der Stadt aus der Kaufmannsvereinigung (1576 wurde Bremen wieder in die Hanse aufgenommen). Ab 1566 wurden vom Bremer Domkapitel lutherische Administratoren anstelle von Erzbisch√∂fen gew√§hlt. Diese hatten jedoch nahezu die gleichen Aufgaben inne. Die Streitigkeiten konnten erst im Februar 1568 gel√∂st werden, und die Mehrzahl der Hardenberg-Gegner kehrte zur√ľck. Mittlerweile hatte sich der reformierte Glaube in Bremen durchgesetzt, was die Stadt von ihrem noch weiterhin katholisch gepr√§gten Umland isolierte. 1581 schloss sich Bremen der Genfer Reformation an. Vierzehn Jahre sp√§ter erhielt die Stadt eine neue Kirchenordnung nach der deutsch-reformierten Form (Consensus Bremensis), und um 1600 wurde der Heidelberger Katechismus eingef√ľhrt.

Der Dom jedoch unterstand der Jurisdiktion des Erzstifts und nicht der Stadt und blieb lutherisch. Man muss also unterscheiden zwischen den konfessionellen Konflikten zwischen protestantischer Stadt und weiterhin katholisch geprägten Umland einerseits und andererseits dem innerörtlichen Gegensatz zwischen dem sich am reformierten Bekenntnis orientierenden Rat mit den vier Pfarrgemeinden und den Lutheranern, die erst nach der Wiedereröffnung des Doms 1638 dort eine Gemeindekirche fanden.

Der Dom im Jahre 1695: Der S√ľdturm (rechts) ist seit 1638 zerst√∂rt und der Nordturm tr√§gt seit dem Brand von 1656 ein Notdach. (Ausschnitt aus einer Zeichnung des Schweden Dahlberg)

Am 27. Januar 1638 kollabierte der bauf√§llige niedrigere S√ľdturm des Domes, der noch immer keinen hohen, spitzen Helm sondern nur einen fast unscheinbaren Dachansatz besa√ü, und begrub dabei zwei an ihn angelehnte kleine H√§user unter sich. Bei diesem Ungl√ľck starben acht Menschen.

Der Ratsschreiber Metje, der im Augenblick des Einsturzes aus dem Rathaus auf den Marktplatz trat, beschrieb das Ereignis später mit den Worten:

‚ÄěUnd wie ich aus der T√ľr komme, da h√∂re ich doch ein Poltern und Brechen, als ob einer tausend Holzstangen auf einmal durchbricht. Da gucke ich gleich zum Turm hoch, und ich denke, mir bleibt das herz stehen! Ein langer Riss von oben bis unten, und wie ich da noch hinsehe, wird der immer breiter und breiter, und das Dach verschwindet im Turm ‚Äď ja, und dann brechen auch schon die Mauern herunter! Ein Krach war das, ich dachte, der ganze Dom bricht zusammen!‚Äú[5]

Trotz der teilweisen Zerst√∂rung √∂ffnete der Dom wenig sp√§ter auf Veranlassung des lutherischen Administrators Friedrich III. Prinz von D√§nemark nach 77 Jahren erstmalig als Parochialkirche wieder seine Pforten f√ľr lutherische Gl√§ubige und erhielt noch im gleichen Jahr am 11. November eine Diakonie.

1648 wurde das Erzstift Bremen s√§kularisiert und ging als Herzogtum Bremen an Schweden. Nur acht Jahre sp√§ter kam es zu einem weiteren Ungl√ľck: Am 4. Februar 1656 brannte der Nordturm nach einem Blitzeinschlag zusammen mit dem Dach des Mittelschiffes im dritten Dombrand nieder. Der S√ľdturm war zu diesem Zeitpunkt noch nicht wieder aufgebaut. Der Nordturm erhielt nach seinem raschen Wiederaufbau ein flaches Notdach, das jenem √§hnelte, welches der S√ľdturm bis zu seinem Einsturz trug.

1715 √ľbertrug Schweden die Rechte am Bremer Dom an das kur-hannoversche Konsistorium in Stade. Unter dessen Herrschaft erhielt der Nordturm 1767 ein Kupferblechdach ‚Äď eine sogenannte Welsche Haube. Die Haube ersetzte das seit dem 111 Jahre zur√ľckliegenden Brand auf dem Turm befindliche Notdach, wurde von der Bremer Bev√∂lkerung allerdings mehrheitlich als unpassend f√ľr den Turm angesehen.

Neuzeit

Gem√§√ü dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 fiel das Domgebiet der Stadt Bremen zu und wurde eingegliedert. Die Stadt versuchte vergeblich, die Domgemeinde zu zerschlagen und erkannte letztendlich 1830 die neue Verfassung der Gemeinde an. Lange Jahre bestand seitens der Stadt weder der Wunsch noch der Wille nach einer Restaurierung des bauf√§lligen Gotteshauses, sodass es sein Erscheinungsbild mit dem Nordturm mit Welscher Haube und dem halb zusammengebrochenen S√ľdturm nahezu das ganze 19. Jahrhundert beibehielt.

Westfassade des Doms mit den zwei 1901 fertiggestellten Hauptt√ľrmen. (Ansichtskarte von ca. 1908; links das Rathaus und der Bremer Roland)

Erst in den 1880er Jahren entwickelte man Pl√§ne f√ľr einen radikalen Um- beziehungsweise Neubau des Doms, welcher dann, getragen von der Bremischen B√ľrgerschaft und finanziell unterst√ľtzt durch Franz Ernst Sch√ľtte, ab 1888 nach Ideen des Dombaumeisters Max Salzmann realisiert wurde. Man beabsichtigte, den mittelalterlichen Zustand wiederherzustellen, √ľberarbeitete den Dom aber schlie√ülich doch entsprechend den zeitgen√∂ssischen Vorstellungen im neuromanischen Stil mit Verweisen auf Kirchenbauten in der deutschen Hauptstadt Berlin.

W√§hrend dieser Bauphase erg√§nzte man am Bremer Dom unter anderem das Brautportal an der Nordseite und den Vierungsturm. Die markanteste √Ąnderung betraf jedoch die Westfassade. Sie erhielt ihre heutige Form und zudem zwei gleich gro√üe, das Kirchenschiff deutlich √ľberragende T√ľrme mit hohen spitzen Turmhelmen. Im Innenraum des Kirchenschiffs erneuerte man die Wandbemalungen. Der Grundstein f√ľr den S√ľdturm wurde 1889 gelegt und nur vier Jahre sp√§ter waren beide T√ľrme vollendet. Die gesamte Restaurierung konnte 1901 abgeschlossen werden.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom 1943 w√§hrend eines Luftangriffs der Alliierten von Brandbomben getroffen. Die Sch√§den hielten sich zun√§chst in Grenzen; lediglich die Scheiben des S√ľdschiffes gingen zu Bruch. Im darauffolgenden Kriegsjahr erlitt die Kirche weitere Bombentreffer. Im M√§rz des Jahres 1945 explodierte an der Nordseite des Doms eine Sprengbombe. Infolgedessen st√ľrzten gro√üe Teile des Gew√∂lbes ein. Das gesamte Geb√§ude galt als einsturzgef√§hrdet. Einige Tr√ľmmersteine dieses Angriffs liegen noch immer als Mahnmal im Dom. Bereits unmittelbar nach Beendigung des Krieges begann 1946 die Restaurierung des Dachstuhls des Nordschiffes; bis 1950 war das zerst√∂rte Gew√∂lbe wiederhergestellt. Den damals zerst√∂rten Bereich kann man heute daran erkennen, dass das Kupfer des Kirchenschiffdaches an der restaurierten Einschlagsstelle der Bombe noch keine Patina besitzt.

Von 1973 bis 1984 fanden unter der Leitung des Landesarch√§ologen umfangreiche arch√§ologische Grabungen im und am Dom statt (1973 im Mittel- und im S√ľdschiff, 1979 im Nordschiff, 1983 in der Ostkrypta und 1984 im Bleikeller). Bei diesen Untersuchungen fand man die Grundmauern der Vorg√§ngerbauten, mehrere Gr√§ber von ehemaligen Erzbisch√∂fen und gewann Erkenntnisse zur Baugeschichte. Die Mehrzahl der gemachten Funde lagert heute im Dommuseum und im Focke-Museum. Zus√§tzlich zu den Grabungen fanden Instandhaltungsarbeiten statt, die sowohl Sch√§den an Fundamenten und Mauern beheben als auch die innere Ausstattung gegen√ľber den Ver√§nderungen des 19. Jahrhunderts an den Zustand im Mittelalter ann√§hern sollten.

Architektur

Vierungsturm

Heute weist der Bremer Dom einen typischen kreuzf√∂rmigen Grundriss auf und besitzt √ľber der Vierung, dem Kreuzungspunkt des Querschiffes mit dem Hauptschiff, einen Vierungsturm. Zudem existieren zwei Seitenschiffe (ein n√∂rdliches sowie ein s√ľdliches), zwei Hallenkrypten und Ch√∂re. Das √§u√üere Erscheinungsbild des Kirchenbaus ist relativ schlicht gehalten und am neuromanischen Architekturstil orientiert. Die L√§nge des Baus betr√§gt etwa 93 m.

Die beiden bronzenen Haupttore des Gotteshauses an den Basen der Hauptt√ľrme sind mit jeweils 22 auf Rechtecken angeordneten biblischen Szenen geschm√ľckt. Nicht so bedeutend aber ungleich imposanter ist das Brautportal an der Nordseite des Nordschiffes. Es erm√∂glicht den Eintritt in das Seitenschiff und wurde im Zuge der Restaurierung von 1888 als Ersatz f√ľr ein altes Rundbogentor errichtet. Wie der Name sagt, ziehen durch dieses Tor Brautpaare in die Kirche ein.

Besonders sehenswert ist auch der sich gut in die schlichte Architektur des Doms einf√ľgende Bibelgarten in einem Innenhof des ehemaligen Kreuzgangs zwischen dem S√ľdschiff und dem Konzerthaus Glocke. Dieser 37 Meter mal 13 Meter messende Freiraum wurde 1998 bepflanzt. Er beherbergt neben 60 verschiedenen Pflanzenarten, die alle in der Bibel erw√§hnt werden, auch traditionelle Gew√§chse aus Klosterg√§rten. Der Garten wird von den Bibelg√§rtnern gepflegt und ist der √Ėffentlichkeit zug√§nglich. Einmal im Monat werden F√ľhrungen angeboten. Im Garten befinden sich einige B√§nke, die zum Verweilen im Gr√ľnen einladen sollen. Auf der zentralen Rasenfl√§che steht eine kleine Statue von Jakobus dem √Ąlteren mit der den Jakobsweg kennzeichnenden Muschel auf dem Sockel.

Hauptt√ľrme

Nordturm mit Turmuhr

Die zwei Hauptt√ľrme des Bremer Domes sind quadratisch angelegt und haben eine Basisseitenl√§nge von jeweils elf Metern. Sie haben eine gesamte H√∂he von 92,31 m[6], ohne die Wetterfahnen sind es etwa 89 m. H√§ufig wird in B√ľchern und Brosch√ľren auch eine H√∂he von 99 m ohne Wetterfahnen angeben, was allerdings eine falsche Angabe ist.[7]

Die Domt√ľrme mit ihren mittlerweile von Patina √ľberzogenen Kupferhelmen sind die h√∂chsten Kircht√ľrme in der Stadt Bremen und die einzigen mit einer Aussichtsplattform. Diese befindet sich unter dem Dachansatz des S√ľdturms, also in etwa 68 Metern H√∂he. Zu erreichen ist sie √ľber 265 Steinstufen. Der Nordturm ist normalerweise f√ľr die √Ėffentlichkeit gesperrt und wird nur zu besonderen Anl√§ssen (beispielsweise am Tag des offenen Denkmals) ge√∂ffnet.

Der Nordturm besitzt eine Turmuhr. Diese wird seit 1961 elektromechanisch betrieben. Das entsprechende Uhrwerk fertigte die Turmuhrenmanufaktur Eduard Korfhage & S√∂hne mit Hauptsitz in Melle-Buer. Dank eines Gewichtes ist die Bremer Domturmuhr in der Lage, sich nach einem Stromausfall automatisch auf die richtige Zeit einzustellen. Zu Beginn eines Stromausfalls setzt auch das Uhrwerk aus und ein Gewicht l√§uft ab. Die L√§nge der Strecke, die dieses zur√ľcklegt, entspricht der Dauer des Stromausfalls. Nach dessen Ende wird das Gewicht wieder eingezogen und die Uhr entsprechend gestellt. Das Domuhrwerk muss einmal im Monat gewartet werden.

Ausstattung

Blick vom Chor zur Orgel
Christusrelief (um 1050) in der Westkrypta
Einige der klugen und t√∂richten Jungfrauen im Nordfl√ľgel
Chorwange: Christus √ľbergibt Petrus den Schl√ľssel. Eine f√ľr das Bremen-Wappen bedeutsame Szene
Hl. Cosmas und Damian aus der sog. Knigge-Kapelle (jetzt im Dom-Museum)
Heilige Sippe (um 1510)

Da der Dom zwischen 1532 und 1638 √ľberwiegend geschlossen war und danach von den Lutheranern genutzt wurde, die weniger bilderfeindlich waren als die √ľbrigen, reformierten Kirchengemeinden der Stadt, besitzt der Dom noch heute einen im Vergleich zu anderen protestantischen Kirchen bemerkenswerten Bestand an Kunstwerken, auch aus mittelalterlicher Zeit. Gleichwohl repr√§sentiert er nur einen geringen Teil der urspr√ľnglichen Ausstattung, zu der beispielsweise √ľber 50 Alt√§re geh√∂rten. Nach Material und Chronologie geordnet, werden die Hauptwerke im folgenden vorgestellt:

Fr√ľhe Steinplastik

Vermutlich vom Tympanon eines Westportals stammt das gro√üe, urspr√ľnglich ein Halbrund bildende Relief des thronenden Christus, heute in der Westkrypta. In der Linken h√§lt er ein aufgeschlagenes Buch, in der Rechten zwei Schl√ľssel. Ob die im Bedeutungsma√üstab reduzierte Figur unten rechts den Hl. Petrus oder eine Stifterfigur darstellt, ist bisher unentschieden. Von ihrer Deutung h√§ngt auch die Interpretation des ganzen ab, ob Christus hier (wie h√§ufig in Tympana) als eschatologischer Weltenrichter oder bei der Schl√ľssel√ľbergabe an den Apostel Petrus (den Patron des Doms !) gezeigt werden sollte. Die beiden Schl√ľssel sind jedenfalls als Attribut des Schutzheiligen in das erzbisch√∂fliche Wappen eingegangen. Obwohl stark verwittert und nur als Fragment erhalten, vielleicht sogar √ľberarbeitet, ist unbestritten, dass es das √§lteste Werk der Bildhauerkunst im Bremen und seinem weiteren Umkreis darstellt. Eine Pr√§zisierung der Entstehungszeit ist freilich strittig und reicht von ‚Äěum 1050‚Äú[8] bis ‚Äě2.H√§lfte 12. Jahrhundert‚Äú[9].
Aus einer Figurenfolge der klugen und t√∂richten Jungfrauen stammen die f√ľnf Steinfiguren an der inneren Nordwand des Nordseitenschiffs. Man vermutet als urspr√ľnglichen Standort das Brautportal auf der Nordseite, also zum Domshof hin, wo sie am schr√§gen oder gestuften Gew√§nde zusammen mit den restlichen, verlorenen Figuren und einem Tympanon ein Figurenportal bildeten. Reste des zugeh√∂rigen Bogenfeldes stellen vielleicht die beiden noch st√§rker zerst√∂rten Sitzfiguren einer Marienkr√∂nung dar. Beide Gruppen waren zu unbekannter Zeit, vielleicht schon bei der sp√§tgotischen Nordseitenschifferweiterung hoch an die Westfassade versetzt worden, nach dem Umbau um 1900 in die Ostkrypta gebracht, die f√ľnf t√∂richten Jungfrauen jedoch sp√§ter an ihren heutigen, f√ľr eine Betrachtung √§u√üerst ung√ľnstigen Platz. Dennoch ist ihre au√üerordentliche Qualit√§t trotz aller Substanzverluste noch zu erkennen. Vor allem an den leidlich erhaltenen Gew√§ndern, die mit ihren feinen F√§ltelungen wie d√ľnnster Stoff flie√üen und die Glieder darunter mit angedeutetem Kontrapost nur zart hervorheben ist zu erkennen, dass diese Fragmente zu den bedeutendsten Monumentalskulpturen der fr√ľhen Gotik um 1230 in Deutschland geh√∂ren. Damit stellen sie √ľberdies den √§ltesten Figurenzyklus dieses Themas in unserem Land dar[10].

Skulptur um 1400

Aus bremischen Quellen der Zeit um 1400[11] wissen wir, dass es Jahre gesteigerter k√ľnstlerischer Aktivit√§ten f√ľr den Dom waren, gef√∂rdert durchaus auch von b√ľrgerlichen Bauherren.[12] Am Anfang dieser Welle steht das Chorgest√ľhl.[13] Von der 1823 abgerissenen, urspr√ľnglich u-f√∂rmig angeordneten doppelten Sitzreihe dieser an Chorw√§nde und Lettner angelehnten Anlage haben sich mindestens sieben Seitenwangen erhalten, die 31 Bildfelder aus dem Alten Testament und Neuen Testament wiedergeben und damit die in Deutschland umfangreichste mittelalterliche Szenenfolge an einem Chorgest√ľhl bieten. Zwischen 1366 und 1368 wurde es fertiggestellt.[14] Ikonographisch interessant ist der singul√§re Fall einer Motiv√ľbernahme an den sechs Bildfeldern zum √∂ffentlichen Auftreten Jesu, die entsprechende Miniaturen aus einer damals noch im Bremer Dom verwahrten ottonischen Bilderhandschrift benutzten. K√ľnstlerisch bemerkenswert sind die Szenen auf den hohen Wangen mit ihrer Szenenfolge von der Kreuzigung Christi bis zum Pfingstbild. Die Darstellungen an den niederen Wangen aus der Geschichte der Makkab√§er hat man als politische Demonstration im Konfliktfeld zwischen Erzbischof, Domkapitel und Rat gedeutet.
Zwei Kruzifixe in der Ostkrypta aus Sandstein sind um 1400 oder wenig sp√§ter entstanden. Ob das Altarkreuz aus dem Dom stammt, ist ungewiss[15], doch passt es stilistisch nach Bremen. An der Westwand ist ein nicht vollst√§ndig erhaltenes Kruzifix montiert, das sich 1888 noch an der Westfassade √ľber einem der Eing√§nge befand. Wegen seiner realistischen, schmerzvoll verzerrten Gesichtsz√ľge und pr√§zisen Erfassung der K√∂rpermodellierung hat man es oft dem Ende des 15. Jahrhunderts zugeordnet, doch die schwingenden B√∂gen des Lendentuchs machen eine Einordnung dieses bislang eher verkannten Werks in die Zeit des Weichen Stils notwendig.[16]
Das spitzbogig gerahmte Bildfeld mit dem Letzten Abendmahl stammt wahrscheinlich vom Giebelschmuck einer Sakramentsnische, die es an der n√∂rdlichen Chorwand gegeben haben d√ľrfte. Heute ist das Relief auf Augenh√∂he im Dommuseum zu sehen[17]
Ebendort zeigt ein Reliefpaar Szenen aus dem Leben der √Ąrzteheiligen Cosmas und Damian, die im Dom hoch verehrt wurden.[18] Schlie√ülich r√ľhmte man sich hier seit 1335, von diesen Heiligen die kompletten Reliquien zu besitzen, f√ľr die um und nach 1400 auch ein goldener Schrein geschmiedet wurde, der seit 1649 der M√ľnchener Michaelskirche geh√∂rt.
Von h√∂chstem k√ľnstlerischem Rang und zum Kreis der sogenannten Sch√∂nen Madonnen zu rechnen ist schlie√ülich das vollrunde Standbild der Hl. Dorothea, das als Dauerleihgabe im Focke-Museum verwahrt wird. Die ‚Äěsch√∂nste unter den mittelalterlichen Plastiken Bremens‚Äú[19] ist im Umkreis der Parler vermutlich in B√∂hmen entstanden.
Nach Umfang und k√ľnstlerischer Bedeutung stehen diese Bildwerke mindestens gleichbedeutend neben ihren weltlichen Nachbarn und Zeitgenossen: dem Bremer Roland und den Rathausfiguren.

Spätgotische Steinskulpturen

Aus der Zeit zwischen 1430 und 1480 gibt es kaum Skulpturen im und am Dom. Erst gegen Ende des Jahrhunderts setzt sich mit großen Ensembles und zahlreichen Epitaphien die Bildhauerkunst fort.
Die Darstellung eines kreuztragenden Christus von einem Portalbogenfeld der Westfassade (jetzt im Inneren), um 1490, stammt wohl aus einer westfälisch beeinflussten bremischen Bildhauerwerkstatt, die auch die Einzelfiguren der Heiligen Christophorus, Hieronymus, Nikolaus und die Hl. Anna schuf.

Skulpturengalerie an der Westempore mit Bischof Willehad und Karl dem Großen
Skulpturengalerie an der Westempore mit Bischof Willehad und Karl dem Großen

1512 wurde der Westlettner von Evert van Roden aus M√ľnster mit einer Skulpturengalerie ausgestattet. Seitlich der Gruppe mit den beiden Domgr√ľndern, Bischof Willehad und Karl dem Gro√üen, sind zehn in Bremen besonders verehrte Heilige dargestellt: vier lokale Erzbisch√∂fe, daneben die Heiligen Victor, Corona, Achatius, Quiriacus/Cyriacus von Jerusalem und weitere, nicht eindeutig benennbare. Eine farbige Fassung vom Anfang des 20. Jahrhunderts wurde 1980 entfernt, die Figuren dabei allerdings in einer ganz falschen Reihenfolge wieder aufgestellt. Zum Ensemble des Westlettners geh√∂rten urspr√ľnglich wohl auch die in der gleichen westf√§lischen Werkstatt gefertigten Einzelfiguren der Muttergottes, des Hl. Dionysius, des Hl. Rochus und des Hl.Gregor. Stilistisch anzuschlie√üen ist das figurenreiche Hochrelief der Heiligen Sippe im Nordturm. 1525 bekam Meister Evert dann noch den Auftrag f√ľr ein Relief der Taufe Jesu nach einer Vorlage aus der Armenbibel, das ebenso wie ein formal √§hnliches, aber zwei Jahrzehnte √§lteres Relief mit der Verk√ľndigung zu einer Bilderfolge f√ľr den ehemaligen Domkreuzgang geh√∂rte.

Bronzeg√ľsse

Fuß des spätromanischen Taufbecken in der Westkrypta

Einer der bekanntesten Ausstattungsgegenst√§nde des Bremer Doms ist das Taufbecken. Es wird von vier auf L√∂wen reitenden M√§nnern getragen und zeigt auf der Wandung zwischen ornamentalen Palmettenb√§ndern in zwei Arkadenreihen 38 Figuren (Christus, die Apostel und andere Heilige). Das Bronzebecken wurde um 1220‚Äď1230 von einem vermutlich bremischen Glockengie√üer hergestellt. Sein Fassungsverm√∂gen betr√§gt nach den Untersuchungen von R.Spichal 216,5 Liter, er vermutet, dass es im Mittelalter als st√§dtische Norm f√ľr Hohlma√üe gedient habe.[20] Da der Wert dem bremischen Handelsma√ü f√ľr Fl√ľssigkeiten, einem Oxhoft (in Bremen: 217,44 Liter) oder drei Bremer Getreidescheffeln (je ca. 72,5 Liter) nahe kommt, hat diese auch an anderen mittelalterlichen Taufbecken entsprechend verifizierte These einiges f√ľr sich. Das Werk befand sich zun√§chst im Westchor der Kirche. Danach erlebte es zahlreiche Umsetzungen. So stand es seit dem 16. Jahrhundert auf einem dreistufigen Podest n√∂rdlich des Eingangs. Ab 1811 befand es sich in der ersten Kapelle vor dem Chor. Nach der Umgestaltung der Westkrypta zur Taufkapelle wurde es im Jahre 1958 dorthin versetzt.

Einen T√ľrzieher in Gestalt eines L√∂wenkopfes, um 1520, der sich noch 1876 am Nordportal befand, besitzt das Focke-Museum.
Im Zuge der 1909 abgeschlossenen gro√üen Domrestaurierung erhielten die beiden Westportale Bronzet√ľren nach Modellen des K√∂lner Bildhauers Peter Fuchs, sie wurden von Josef Louis, K√∂ln, gegossen; die Bildfelder auf den Nordt√ľren (1895) stellen Szenen aus dem Alten, jene am S√ľdportal (1898) solche aus dem Neuen Testament dar. In beide ist je ein L√∂wenkopf von einer √§lteren T√ľr des 13. Jahrhunderts als T√ľrzieher eingelassen, an der Nordt√ľr in den linken Fl√ľgel, an der S√ľdt√ľr in den rechten; an den beiden √ľbrigen Fl√ľgeln sind jeweils moderne Kopien eingef√ľgt.[21]

Weitere Ausstattungsst√ľcke

barocke Kanzel (um 1640)
Dom-Maus

Als der Dom 1638 wieder f√ľr (jetzt lutherische) Gottesdienste ge√∂ffnet worden war, lie√ü der letzte Bremer Erzbischof Friedrich Prinz von D√§nemark um 1638 oder 1641[22] die fig√ľrlich reich geschm√ľckte Kanzel durch Georg Kriebel, den Gl√ľckst√§dter Hofbildhauer des D√§nenk√∂nigs Christian IV. anfertigen. Die Kanzel besa√ü urspr√ľnglich eine farbige, in der Barockzeit eine wei√ü-goldene Fassung und im 19. Jahrhundert einen braunen Anstrich, der um 1977 entfernt wurde. Das Bildprogramm (Apostel, Propheten, Tugenden) wird √ľberh√∂ht durch den √ľber das B√∂se siegenden, auferstehenden Christus auf dem Schalldeckel.

Die bekannteste moderne Glasmalerei im Bremer Dom, die ‚ÄěAnbetung der Hl. Drei K√∂nige‚Äú ist vom franz√∂sischen Maler Charles Crodel geschaffen worden.

Im Inneren des Kirchenschiffes befinden sich annähernd 90 Gräber von Bischöfen, Erzbischöfen und anderen einflussreichen Kirchenpersönlichkeiten. Doch auch die letzte Ruhestätte Adolph Freiherr Knigges liegt hier.

Auf dem Ostchor befindet sich an der rechten Seitenwand am Fu√üe eines Rundbogenportals aus der 2. H√§lfte des 11. Jahrhunderts (urspr√ľnglich ein Eingangsportal au√üen an der alten Westfront des Domes zum Marktplatz hin) die Dom-Maus. Ein Bild der Maus war im Mittelalter ein Symbol f√ľr das Unreine und B√∂se[23], das durchaus seinen Platz an untergeordneter Stelle der kirchlichen Bilderwelt finden konnte. Ob seine Funktion an dieser Stelle die Bannung der von au√üen eindringenden Macht des Teufels war[24], oder vielleicht doch eher die Ohnmacht des B√∂sen gegen√ľber der im Dombau sichtbar sein sollenden Macht des christlichen Gottes darstellte, bleibt ungewiss. Dass aber die Maus sp√§ter als Wahrzeichen diente, mit deren Nennung wandernde Handwerksgesellen andernorts ihren Aufenthalt in Bremen glaubhaft machen sollten, ist eine moderne Legende, f√ľr die seri√∂se Quellen bisher nicht namhaft gemacht werden konnten[25].

Eine besondere Sehensw√ľrdigkeit im Bremer Dom ist der Bleikeller, der √ľber den Bibelgarten zu erreichen ist. Von diesem ist seit dem sp√§ten Mittelalter bekannt, dass in ihm gelagerte Leichen sehr gut mumifizieren. Es werden mehrere Mumien in offenen S√§rgen ausgestellt.

Dom-Museum

Thronender Christus in der Mandorla (Dom-Museum)

1987 wurde das Dom-Museum eingeweiht und dient seither in erster Linie der Ausstellung jener Gegenst√§nde, die w√§hrend der arch√§ologischen Grabungen von 1973 bis 1984 geborgen wurden. In dem √∂kumenischen Museum werden jedoch auch andere liturgische Gegenst√§nde aus vergangenen Jahrhunderten gezeigt, dazu z√§hlen zeitweise auch Leihgaben der bremischen katholischen Kirche. Im Jahre 1995 kam es zu einer Erweiterung des Museums, dessen Kosten von der Stiftung Bremer Dom e. V. getragen wurden. Bei Umbauma√ünahmen in einem Raum wurden durch Zufall mittelalterliche Wandmalereien entdeckt, die zu den umfangreichsten erhaltenen in Bremen geh√∂ren und wahrscheinlich kurz vor der Altarweihe dieser einstigen Kapelle im Jahre 1414 entstanden sind.[26]

Orgeln

Eine der ber√ľhmtesten Orgeln des Bremer Doms war eine Schnitger-Orgel mit 56 Registern, welche zwischen 1693 und 1698 von Arp Schnitger erbaut wurde. Nach mehreren Umbauten dieses Instruments, u. a. durch Otto Biesterfeldt in den Jahren 1827/28, wurde die Schnitger-Orgel 1847‚Äď1849 durch einen Orgelneubau mit 59 Registern von Johann Friedrich Schulze aus Paulinzella ersetzt.

Sauerorgel

Prospekt der Sauer-Orgel
Spieltisch der Sauer-Orgel

Im Zuge der Restaurierung des Westwerks des Bremer Domes erhielt der Dom 1894 unter Verwendung des Schulze-Prospektes und des Contrabass 32' von 1849 eine neue Orgel von Wilhelm Sauer. Eine Reihe von Umbauten zwischen 1903 und 1958 f√ľhrten zu umfassenden Ver√§nderungen in der technischen Anlage und einem Austausch bzw. Umbau/Umstellung von insgesamt 58 originalen Sauer-Registern, um die Disposition dem Zeitgeschmack im Hinblick auf die sogenannte Orgelbewegung anzupassen. Vom dreimanualigen Instrument mit 65 Registern entwickelte es sich √ľber verschiedene Zwischenstufen zum viermanualigen Instrument mit 101 Registern. Durch eine umfassende Restaurierung von Christian Scheffler (1995‚Äď1996) gelang es schlie√ülich, zahlreiche zwischenzeitlich entfernte Register der √Ąsthetik Wilhelm Sauers entsprechend zu rekonstruieren. Dar√ľber hinaus wurde der 1958 teilweise zerst√∂rte neogotische Prospekt wiederhergestellt sowie ein neuer fahrbarer Spieltisch auf der Empore gebaut. Heute verf√ľgt die gro√üe Orgel auf der Westempore √ľber 100 Register.

I Hauptwerk C‚Äďa3
Principal 16′
Bordun 16′
Praestant 8′
Doppeffloete 8′
Gamba 8′
Fl√ľte 8‚Ä≤
Principal amabile 8′
Quintatön 8′
Gemshorn 8′
Gedackt 8′
Octave 4′
Rohrfloete 4′
Violini 4′
Gemshorn 4′
Rohrquint 22/3′
Octave 2′
Flachfloete 2′
Rauschquinte 22/3′
Cornett III-IV
Mixtur III-V
Scharff V
Bombarde 16′
Trompete 8′
Clarine 4′
II Positiv C‚Äďa3
(ausgebaut bis a4
Salicional 16′
Bordun 16′
Principal 8′
Floete 8′
Spitzfloete 8′
Gedackt 8′
Salicional 8′
Octave 4′
Flauto Dolce 4′
Salicional 4′
Nachthorn 4′
Quinte 22/3′
Rohrfloete 2′
Piccolo 2′
Quinte 11/3′
Siffloete 1′
Rauschquinte II 22/3′
Cornett III
Mixtur III
Cymbel
Fagott 16′
Tuba 8′
Clarinette 8′
III Schwellwerk C‚Äďa3
(schwellbar)
Gamba 16′
Gedackt 16′
Principal 8′
Concertfloete 8′
Schalmei 8′
Zartfloete 8′
Quintatön 8′
Gedackt 8′
Aeoline 8′
Voix celeste 8′
Praestant 4′
Traversfloete 4′
Viola 4′
Nasat 22/3′
Nachthorn 2′
Piccolo 2′
Harmonia aethera III
Sesquialtera II
Mixtur IV
Trompet 8′
Oboe 8′
Krummhorn 8′
Glocken
IV Oberwerk C‚Äďa3
(schwellbar)
Quintatön 16′
Gemshorn 8′
Unda maris 8′
Rohrflöte 8′
Traversflöte 4′
Fugara 4′
Flautino 2′
Vox humana 8′
Tremulant
Pedal C‚Äďf1
Contrabaß 32′
Principalbaß 16′
Violon 16′
Subbaß 16′
Salicetbaß 16′
Quintbaß 102/3′
Echobaß 16′
Offenbaß 8′
Cello 8′
Baßflöte 8′
Dulciana 8′
Quinte 51/3′
Fl. Dolce 4′
Octave 4′
Terz 31/5′
Mixtur IV
Posaune 32′
Posaune 16′
Fagott 16′
Trompete 8′
Clarine 4′
Engl. Horn 4′
Normalkoppeln: II/I, III/I, IV/I, III/II, IV/II, IV/III, I/P, II/P, III/P, IV/P
Superoktavkoppel: II/I
Feste Kombinationen (p, mf, f, Tutti, Tutti Rohrwerke), Absteller (Rohrwerke ab, Manual 16′ ab, Zungen-Einzelabsteller),
Drei Schwelltritte -- f√ľr III. und IV., und separat f√ľr Vox Humana (IV), Crescendowalze, Absteller (Walze ab, Koppeln aus der Walze und Handregister ab)
2 x 256fache Setzeranlage, Sequenzer.

Bachorgel

Bach-Orgel

An der Ostwand des nördlichen Querschiffes befindet sich die im Stile des Neobarock gehaltene Bach-Orgel mit 35 Registern, die zwischen 1965 und 1966 in der Werkstatt der niederländischen Orgelbauer van Vulpen in Utrecht gefertigt und am 20. Februar 1966 mit einem Konzert von Käte van Tricht eingeweiht wurde. Sie ersetzte die im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte erste Bachorgel des Erbauers Wilhelm Sauer, die anlässlich des 26. deutschen Bachfestes 1939 im Dom eingeweiht wurde.

I Hoofdwerk C‚Äďg3
Prestant 16′
Prestant 8′
Roerfluit 8′
Octaaf 4′
Spitsfluit 4′
Quint 22/3′
Octaaf 2′
Mixtuur VI-VIII 11/3′
Trompet 8′
II Rugwerk C‚Äďg3
Prestant 4′
Holpijp 8′
Roerfluit 4′
Gernshoorn 2′
Nasard 11/3′
Sexquialter II 22/3′
Scherp IV 1′
Dulciaan 16′
Kromhoorn 8′
Tremulant
III Borstwerk C‚Äďg3
Houtgedekt 8′
Ged. Fluit 4′
Prestant 2′
Siflet 1′
Tertiaan II
Cimbel II
Vox humana 8′
Tremulant
Pedal C‚Äďf1
Prestant (aus HW) 16'
Subbas 16′
Octaaf 8′
Gedekt 8′
Octaaf 4′
Nachthoorn 2′
Mixtuur VI 22/3′
Bazuin 16′
Trompet 8′
Schalmei 4′
Cornet 2'
  • Koppeln: II/I, III/I, I/P, II/P, III/P

Silbermann-Orgel

Silbermann-Orgel

1939 erwarb die Domgemeinde aus Dresden eine historische Silbermann-Orgel mit acht Registern[27]. Sie war urspr√ľnglich zwischen 1734 und 1748 unter der Leitung des Orgelbauers Gottfried Silbermann f√ľr die Kirche im s√§chsischen Etzdorf entstanden und erhielt 1796 ein Pedal. Seit 1865 stand sie im Gotteshaus von Wallroda. 1902 erwarb sie der Dresdner Orgelbauer Eduard Berger. Anschlie√üend befand sich die Orgel 37 Jahre lang in verschiedenen privaten H√§nden und wurde mehrmals umgebaut, bevor sie 1939 von Richard Liesche und K√§te van Tricht in Dresden entdeckt und in den Bremer Dom transferiert wurde. Hier befand sie sich zun√§chst in der Westkrypta, wurde w√§hrend des Krieges in die Ostkrypta versetzt und steht heute wieder an ihrem alten Platz in der Westkrypta. Im Jahre 1994 restaurierte die Dresdner Orgelwerkstatt Kristian Wegscheider das Instrument und sorgte neben der Entfernung des sp√§ter hinzugef√ľgten Pedals f√ľr eine Wiederherstellung der zwischenzeitlich modifizierten Tonh√∂he, Stimmung und Intonation. Sie ist eine von 32 noch existierenden Silbermann-Orgeln.

Manual CD‚Äďc3
Principal 4′ Zinn, 37 Pfeifen im Prospekt, 43 von 49 Pfeifen alt
Rohrflöte 8′ C-c0 Holz neu, 36 Metallpfeifen alt
Rohrflöte 4′ Metall, 48 Pfeifen alt
Octava 2′ Zinn, 48 Pfeifen alt
Sifflöte 1′ Zinn, 24 von 48 Pfeifen alt
Quinta 11/2′ Zinn, 28 von 48 Pfeifen alt
Nasat (Diskant) 3′ Metall, Zinn, 22 von 25 Pfeifen alt
Sesquialtera (Diskant) 13/5′ (=Terz) Zinn, 4 von 25 Pfeifen alt
Tremulant

Einmanualige Instrumente

Im April 2001 erwarb der Dom eine 1991 in der niederl√§ndischen Orgelwerkstatt von Gerrit Klop gebaute einmanualige Orgel. Die Klop-Orgel ist eine Dauerleihgabe aus Privatbesitz und steht in der Ostkrypta unter dem Chor. Im Stile der italienischen Renaissance hat sie als ‚Äěorgano di legno‚Äú ausschlie√ülich Holzregister.

Die neueste Orgel des Doms ist eine einmanualige Orgel der Dresdner Orgelwerkstatt Wegscheider aus dem Jahre 2002, die der musikalischen Gestaltung von Trauungen, Abendmahlsgottesdiensten und anderen Veranstaltungen im Hochchor des Domes dient. Erm√∂glicht wurde der Bau dieser Orgel, die sich im Chorraum an der Nordseite links vom Altar befindet, durch eine Stiftung von Ingeborg Jacobs, der Witwe des Bremer Firmengr√ľnders Walther C. Jacobs.

Als Organisten am Bremer Dom waren unter anderem K√§te van Tricht (1933‚Äď1974), Richard Liesche (1930‚Äď1957), Hans Heintze (1957‚Äď1975) und Zsigmond Szathm√°ry (1976‚Äď1978) t√§tig. Seit 1979 ist Wolfgang Baumgratz Organist am Dom St. Petri in Bremen.

Glocken

Glocke 1 ‚Äď Brema
Glocke 2 ‚Äď Maria Gloriosa

Der Dom besa√ü im Mittelalter mindestens acht Glocken.[28] Von diesen ist die Maria Gloriosa aus dem Jahre 1433 ‚Äď ein Werk des norddeutschen Glockengie√üers Ghert Klinghe ‚Äď noch erhalten. Diese tr√§gt mehrere Inschriften. Die erste ist in Latein verfasst und lautet:

cvm strvctvarivs meynardvs no(m)i(n)e / dictvs hic opvs ecc(lesia)e respexit / tractvs amore petri clavigeri vas fecit hoc fieri
(Als der Bauherr Meinard ‚Äď so lautet sein Name ‚Äď hier den Kirchenbau beaufsichtigte, hat er aus Liebe zum Schl√ľsseltr√§ger Petrus dieses Gef√§√ü herstellen lassen.)

Unter diesen Zeilen befindet sich ein auf Niederdeutsch gereimtes Gedicht:

anno domini mccccxxxiii / meister ghert klinge de mi geghoten hat / ghot gheve siner sele rat / in de ere sunte peters kosme unde damian / ghot late se lange to eren loew ghan / jhesus pc maria gloriosa
(Im Jahre des Herrn 1433. Meister Ghert Klinghe, der mich gegossen hat, Gott gebe seiner Seele Rat, zu Ehren von St. Peter, Cosmas und Damian, Gott lasse sie lange zu ihrem Lobe gehen. Jesus pc (?) Maria Gloriosa.)

Zus√§tzlich zu den Inschriften ist die Maria Gloriosa am Glockenrand noch mit biblischen Szenen geschm√ľckt. So werden etwa Mari√§ Verk√ľndigung und die Kreuzigungsgruppe mit den Heiligen Cosmas, Damian, Maria Magdalena und Simon Petrus dargestellt. Die √ľbrigen jedoch wurden in Folge des Einsturzes des s√ľdlichen Kirchturmes 1638 zerst√∂rt. Es gelang jedoch, sie im Laufe der Jahrhunderte zu ersetzen. Im Ersten wie auch im Zweiten Weltkrieg musste der Dom, wie auch die anderen mittelalterlichen Bremer Stadtkirchen, seine Glocken als Metallspende abliefern. Somit befand sich 1945 lediglich noch die alte Maria Gloriosa im Nordturm. Im Jahre 1951 spendete ein in die Vereinigten Staaten ausgewanderter geb√ľrtiger Bremer der Hauptkirche seiner alten Heimatstadt die Neuanschaffung zweier Glocken f√ľr den Nordturm. Sie erhielten die Namen Hansa und Felicitas. Gegossen wurden beide Glocken in der Glockengie√üerei Otto im Bremer Stadtteil Hemelingen. Die Inschriften sind stark von den damals noch nicht weit zur√ľckliegenden Schrecken des Krieges beeinflusst. Die Hansa tr√§gt die Inschrift:

VERBUM DOMINI MANET IN AETERNUM ‚Äď ANNO DOMINI MCMLI
(Des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit ‚Äď Im Jahre des Herrn 1951)

und die Felicitas den Spruch:

DONA PACEM DOMINE IN DIEBUS NOSTRIS ‚Äď ANNO DOMINI MCMLI
(Verleih uns Frieden, Herr, zu unserer Zeit ‚Äď Im Jahre des Herrn 1951)

Zw√∂lf Jahre sp√§ter, 1962, spendete eine Bremer Kaufmannsfamilie einen Neuguss der ehemals im Dom vorhandenen Glocke Brema. Auch diese wurde, wie schon ihre Vorg√§nger aus den Jahren 1894 und 1925, in der Glockengie√üerei Gebr√ľder Otto gefertigt. Sie ist die gr√∂√üte Glocke des Bremer Doms, wiegt etwa sieben Tonnen und h√§ngt allein im S√ľdturm. Risse in der Aufh√§ngung machten 2008 eine mehrmonatige Stilllegung erforderlich. Nach Reparaturarbeiten konnte die Brema am 25. Mai desselben Jahres wieder gel√§utet werden.[29] Die Inschrift der Glocke lautet:

BREMA / IN KRIEG UND NOT VERLOREN / NEU ENTSTANDEN OSTERN 1962 / DIE TOTEN ZU EHREN / DIE LEBENDEN ZU MAHNEN. SEI GETREU BIS AN DEN TOD / SO WILL ICH DIR DIE KRONE DES LEBENS GEBEN.

Die 1894 aus zwei von Kaiser Wilhelm II. gespendeten Kanonen gegossene erste Brema zersprang 1919. Sie trug die Inschrift:

‚ÄěBrema hei√ü ich, Gott preis ich,
mein Erz im Krieg erbeutet,
zu Friedensfeiern läutet
sei jedem, der mich hört,
Frieden im Herzen beschert.“[29]

Daten√ľbersicht

Nr.
 
Name
 
Gussjahr
 
Gießer, Gussort
 
Masse
(kg)
Schlagton
 
Turm
 
1 Brema 1962 Glockengie√üerei Otto, Bremen ~7000 g0 S√ľdturm
2 Maria Gloriosa 1433 Ghert Klinghe, Bremen h0 Nordturm
3 Felicitas 1951 Glockengießerei Otto, Bremen d1 Nordturm
4 Hansa 1951 Glockengießerei Otto, Bremen e1 Nordturm

Stadtgeläut

Die nahegelegene mittelalterliche Martinikirche konnte ihre durch Metallspenden und Krieg zerstörten Glocken ebenfalls bis 1962 ersetzen und hat sie in der Tonfolge auf die Domglocken abgestimmt. Bei der Einweihung am 18. Juli 1962 läuteten die Glocken von Dom und Martinikirche zusammen zehnstimmig. Das sogenannte Altstadtgeläut wird heutzutage als eines der schönsten in Deutschland bezeichnet und hat die Tonfolge:

Kirche Dom Dom Martini Dom Martini Dom Martini Martini Martini Martini Martini
Schlagton g0 h0 c1 d1 d1 e1 f1 g1 a1 c2 d2

Gemeindeleben

Der Bremer Dom bietet heutzutage Gläubigen etwa 1.600 Sitzplätze an. Gottesdienste mit Taufen finden sonntäglich ab 10:00 Uhr statt, häufig mit Abendmahl. An kirchlichen Feiertagen können Zeiten variieren. Geleitet werden die Gottesdienste im wechselnden Turnus von den momentan sechs Pastoren der Gemeinde. Essentieller Bestandteil eines jeden Gottesdienstes im Dom sind das Spiel auf der Sauer-Orgel sowie die Lieder des Domchores. Wie in jeder anderen Kirche finden auch im Dom Konfirmationen, kirchliche Hochzeiten sowie Trauerfeiern statt.

Am jeweils letzten Sonntag eines Monats ab 18:00 Uhr wird im Dom die Thomasmesse gefeiert. Sie stellt eine Alternative zum sonst oftmals festgeschriebenen Ablauf eines Gottesdienstes dar und richtet sich laut eigener Beschreibung an fragende Christen, Zweifler im Glauben, frustrierte Kirchgänger, Gottesdienstmuffel[30]. Der Name dieses Gottesdienstes erinnert an den Apostel Thomas, der auch als der ungläubige Thomas bekannt ist. Die Thomasmesse ist ökumenisch ausgerichtet und setzt ihre Schwerpunkte auf moderne Kirchenmusik, Meditation und alternative Glaubensvermittlung. So werden beispielsweise die Lesungen und Predigten sowohl von Geistlichen als auch von Laien gestaltet und Dialoge und Rollenspiel initiiert.

F√ľr Touristen ist der Dom frei ge√∂ffnet, es werden jedoch auch F√ľhrungen angeboten.

Zus√§tzlich zur Hauptkirche in der Bremer Innenstadt verf√ľgt die Domgemeinde noch √ľber die Kapelle St. Immanuel am Osterdeich Nr. 70a im Ortsteil Peterswerder (Stadtteil √Ėstliche Vorstadt). Auch dort werden Gottesdienste und Taufen abgehalten. Zudem ist sie in unregelm√§√üigen Abst√§nden Veranstaltungsort der Familiengottesdienste, die speziell f√ľr kleinere Kinder gedacht sind.

Kirchenmusik

Die Kirchenmusik hat eine lange Tradition in der Bremer Domgemeinde. So wurde beispielsweise bereits im Jahre 1685 durch den Kantor Laurentius Laurentii der erste Domchor ins Leben gerufen. Dieser hatte nachweisbar 1732 neun Mitglieder. Der Chor finanzierte sich durch Auftritte auf Familienfesten und wurde zun√§chst von der Gemeinde selber nur mangelhaft unterst√ľtzt, obwohl einige Kantoren, wie etwa Wilhelm Christian M√ľller, versuchten, seine Popularit√§t zu steigern. Die Neugr√ľndung des Chores erfolgte 1856 und im darauffolgenden Jahr begann man mit √∂ffentlichen Konzerten. So wurde bereits im Jahr 1858 unter der Leitung von Carl Martin Reinthaler im Dom das Werk ‚ÄěEin deutsches Requiem‚Äú von Johannes Brahms uraufgef√ľhrt. Heutzutage erarbeitet der Chor j√§hrlich etwa sechs bis acht gro√üe Konzerte. Diese werden oftmals von Rundfunkanstalten √ľbertragen. Auch hat der Chor schon mehrere Schallplatten und CDs ver√∂ffentlicht, von denen ‚ÄěEin deutsches Requiem‚Äú mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde. Zu den Kantoren des Domchores z√§hlen unter anderem:

Der Turmbl√§serbrunnen am s√ľdlichen Domturm

Stadtweit bekannt sind auch die Turmbl√§ser des Doms, die es in Bremen seit mindestens 1737 gibt. Sie blasen jeden Sonntag nach dem Gottesdienst mit Posaunen Chor√§le, Quartette, Fugen und Volkslieder von der Aussichtsplattform des S√ľdturmes. In der Weihnachtszeit spielen sie nicht nur sonntags. Die Tradition der Turmbl√§ser drohte in Bremen noch vor wenigen Jahren unterzugehen, da die Finanzierung ungesichert war, seit etwa 2006 finden die Konzerte jedoch wieder regelm√§√üig statt.

Neben den oratorischen Darbietungen des Chores finden im Jahr durchschnittlich noch 50 weitere Konzerte und Vorf√ľhrungen statt, die eher instrumental gepr√§gt sind. Zus√§tzlich werden jeden Donnerstag bei freiem Eintritt kleine Vorf√ľhrungen von Orgel-, Kammer- oder Chormusik angeboten. Im Jahr 1983 initiierte der damalige Domkantor Wolfgang Helbich die sogenannten ‚ÄěN√ĄCHTE‚Äú. Diese gut f√ľnfst√ľndigen Mischungen aus Chormusik, sinfonischen Werken und Kammermusik sind jeweils einem bestimmten Komponisten gewidmet, finden jedes Mal in einem anderen Bereich des Kirchenschiffes statt und werden zumeist von Radio Bremen √ľbertragen.

Zur Förderung des musikalischen Nachwuchses gibt es am Dom die Bremer Domsingschule.

Kirchenleitung

Das oberste Entscheidungsgremium der St. Petri-Domgemeinde ist der Kirchenkonvent. Dieser setzt sich aus st√§ndigen sowie aus w√§hlbaren Mitgliedern zusammen. St√§ndig im Konvent vertreten sind die Bauherren, die Prediger, die hauptamtlichen Kirchenmusiker sowie insgesamt 36 Diakone und Altdiakone. Die frei w√§hlbaren Pl√§tze, auf die sich jedes Gemeindemitglied bewerben kann, werden f√ľr jeweils eine Vierjahresperiode vergeben; es besteht jedoch die M√∂glichkeit zur Wiederwahl. Der Kirchenkonvent gab sich im Jahre 1999 eine Verfassung, die seinen Aufgabenbereich genau umrei√üt: Das Gremium ist f√ľr die Wahl der Bauherren aus seiner Mitte, die Wahl und Ernennung der Prediger, sowie die Wahl der Mitglieder des Kirchenvorstandes verantwortlich. Alle von der Finanzverwaltung in der Domkanzlei getroffenen Entscheidungen hinsichtlich des Haushaltsplanes, der Stellenplanung oder der Jahresrechnung bed√ľrfen der Zustimmung des Konvents. Allein dieser ist dar√ľber hinaus in der Lage, die Gottesdienstordnung grunds√§tzlich zu √§ndern. Zur Beratung √ľber verschiedene Themen ist es dem Konvent erlaubt, Arbeitsgemeinschaften und Aussch√ľsse bestehend aus seinen Mitgliedern zu bilden.

Die 1638 gegr√ľndete Diakonie existiert noch immer. Ihr geh√∂ren momentan (Februar 2008) 24 Mitglieder an. Diese haben sich verpflichtet, jeweils zw√∂lf Jahre ehrenamtlich f√ľr die Kirche und die Gemeinde t√§tig zu sein.

Bekannte Domprediger und Superintendenten

zeitlich geordnet

  • Albert Hardenberg (um 1510‚Äď1574), Theologe und Reformator, Domprediger von 1547 bis 1561
  • Dr. Jacob Hieronymus Lochner (1649-1700), Superintendent vor 1700
  • Gerhard Meier (1664‚Äď1723), von 1701 oder 1702 bis 1723 Superintendent
  • Christoph Bernhard Crusen (1676‚Äď1744), Pastor und Superintendent von 1725 bis 1744
  • Johann Vogt (1695‚Äď1764), Domprediger ab 1719
  • Wolbrand Vogt (1698‚Äď1774), Domprediger ab 1746
  • Johann Georg Olbers (1716‚Äď1772), Domprediger ab 1760
  • Johann Gotthard Schlichthorst (1723‚Äď1780), Domprediger seit 1765, 1775 bis 1780 Pastor Primarius und Superintendent
  • Johann David Nicolai (1742‚Äď1826), 1771‚Äď1781 Subrektor bzw. Rektor des Athenaeums, Domprediger seit 1781, Pastor Primarius von 1810 bis 1826
  • Adolph Georg Kottmeier (1768‚Äď1842), Domprediger
  • Oscar Mauritz (1867‚Äď1959), Hilfsprediger von 1889 bis 1892, Domprediger ab 1897, Pastor Primarius von 1915 bis 1946
  • Otto Hartwich (1861‚Äď1948), Domprediger von 1909 bis 1934
  • Erich Pfalzgraf (1879‚Äď1937), Domprediger von 1914 bis 1937
  • Heinz Weidemann (1895‚Äď1976), Domprediger von 1926 bis 1944 und ab 1934 Landesbischof von Bremen, Mitglied der NSDAP von 1933 bis 1943
  • G√ľnter Abramzik (1926‚Äď1992), Domprediger von 1958 bis 1992
  • Ortwin Rudloff (1930‚Äď1993), Domprediger von 1971 bis 1993

Domschulen

Im Laufe der Geschichte gab es zwei dem Dom angegliederte kirchliche Schulen. So erfolgte 1642 die Gr√ľndung einer lutherischen Lateinschule, der Domschule, welche als Konkurrenz zur reformierten Lateinschule, dem Paedagogeum von 1528 im Katharinenkloster, fungierte. Das Geb√§ude der Schule befand sich im Kapitelhaus an der Domsheide unmittelbar s√ľdlich des Doms. F√ľr das Institut, welches in der Regel sechs Lehrkr√§fte besa√ü, erlie√ü man 1648 eine Schulordnung und im gleichen Jahr fiel die Schule zusammen mit dem Dom an Schweden und unterstand von da an einem Konsistorium. Die Professoren beziehungsweise die Lehrer, welche zuvor noch zus√§tzlich im Kirchendienst arbeiten mussten, wurden nun von dieser T√§tigkeit entbunden. Zum Lehrpersonal geh√∂rten der Rektor, der Konrektor, der Subrektor, ein Collaborator (also ein Hilfslehrer), ein Kantor f√ľr den Musikunterricht sowie ab 1683 auch ein Grammaticus.

1681 richtete man das Athenaeum ein. Dieses war eine Abteilung f√ľr Studenten, die vormals die Lateinschule besucht hatten ‚Äď also praktisch die weiterf√ľhrende Oberstufe. Auch dieses geschah als Konkurrenz zum reformierten Gymnasium illustre von 1610. Zun√§chst besuchten nur wenige Sch√ľler das Athenaeum, doch es wurde f√ľr seine herausragende Bibliothek ger√ľhmt. 1718 wurden beide Institute hannoverisch und im Jahr 1726 z√§hlte das Athenaeum 89 Sch√ľler. Nachdem es 1803 zur√ľck an die Stadt Bremen gef√ľhrt worden war, unterstellte man es einem Scholarchat. Daraufhin wurde die Schule in ein Lyzeum umgewandelt und die Sch√ľlerzahl stieg auf bis zu 170 an. 1817 ging das Lyzeum in einer Hauptschule auf.

Eine weitere Domschule existierte seit dem 16. Jahrhundert ebenfalls im Kapitelhaus. Die Sch√ľler kamen mehrheitlich aus lutherischen Familien. 1874 zog man in das umgebaute Pastorenhaus in der Marktstra√üe Nummer 14 um, aber nur sechs Jahre sp√§ter, 1880, ging diese Domschule in einer kostenpflichtigen staatlichen Volksschule auf.

Besonderheiten

F√ľr den ersten katholischen Kirchenneubau in Hamburg nach der Reformation, den Neuen Mariendom, wurde der Bremer Dom zum Vorbild genommen. Seit 1995 ist er auch zu einem echten Dom geworden mit Bischofssitz f√ľr das neue Erzbistum Hamburg

Literatur

  • Karsten Bahnson: Der St. Petri-Dom zu Bremen, 10. Auflage. Deutscher Kunstverlag, Berlin M√ľnchen 2006
  • Johann Christian Bosse und Hans Henry Lamotte: Der Dom zu Bremen. Aufnahmen von Lothar Klimek. Mit Literaturhinweisen, 2. √ľberarbeitete Auflage, 1998 (= Die Blauen B√ľcher), ISBN 3-7845-4231-X.
  • Die Stimmen unserer Hansestadt Bremen ‚Äď In Geschichte und Klangbildern. Bedeutende Glocken und Gel√§ute aus Bremen. ARM-Verlag (Audio-CD).
  • Uwe Pape (Hrsg.), Winfried Topp, Wolfram Hackel, Christian Scheffler: Die Orgeln im St. Petri Dom zu Bremen. Pape-Verlag, 2002, ISBN 978-3-921140-56-7.
  • Detlev G. Gross (Hrsg.), Ingrid Weibezahn: Sch√§tze aus dem Bremer St. Petri Dom ‚Äď F√ľhrer durch das Dom-Museum. Edition Temmen, 1. Auflage 2005, ISBN 3-86108-540-2.
  • Architekten- und Ingenieur-Verein: Bremen und seine Bauten. Bearbeitet und herausgegeben vom‚Ķ Mit 800 Abbildungen und 12 Beilagen. I. Band. Verlegt bei Carl Sch√ľnemann. Bremen 1900. (Enth√§lt Pl√§ne des Bremer Doms und anderer historischer Bauwerke Bremens im Ma√üstab 1:500).
  • Wilhelm Tacke: Bleikeller im Dom zu Bremen ‚Äď oder der Dachdecker, der kein Dachdecker war. Johann Heinrich D√∂ll Verlag, Bremen 1985, ISBN 3-88808-029-0.
  • Wilhelm Tacke: Der Figurenfries der lettnerartig ausgebildeten Orgelempore ‚Äď Versuch einer Deutung, in Jb. d. Vereins f. Nieders√§chsisches Volkstum e. V. Bremer Heimatbund 1996 S.38 ‚Äď 77
  • Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkm√§ler ‚Äď Bremen Niedersachsen. Deutscher Kunstverlag, M√ľnchen 1992, S. 6‚Äď14.
  • Reinhard Karrenbrock: Westfalen-Bremen-Niederlande, Westf√§lische Bildhauer des sp√§ten Mittelalters in Bremen, in: Bremen und die Niederlande, Jahrbuch 1995/96 der Wittheit zu Bremen, Hauschild: Bremen 1997, S. 40‚Äď61.
  • Der Bremer Dom. Baugeschichte, Ausgrabungen, Kunstsch√§tze. Hefte des Focke-Museums Nr. 49, Focke-Museum: Bremen 1979.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Denkmaldatenbank des LfD
  2. ‚ÜĎ Exemplare befinden sich im Dom-Museums und der Universit√§tsbibliothek Bremen
  3. ‚ÜĎ Zwei wertvolle B√ľcher in: Sch√§tze aus dem Bremer St. Petri Dom ‚Äď F√ľhrer durch das Dom-Museum, S. 49‚Äď50.
  4. ‚ÜĎ Die Entwicklung dieser theologischen Auseinandersetzungen zwischen Lutheranern und ‚ÄěCalvinern‚Äú schildert Friedrich Seven, Niederl√§ndische Einfl√ľsse aus die 1. und die 2. Reformation in Bremen, in: Bremen und die Niederlande. Jahrbuch der Wittheit zu Bremen, Bremen 1995/96, S. 62‚Äď68.
  5. ‚ÜĎ Regina Bruss (Hrsg.): Bremen / Bremerhaven Geschichte + Geschichten. 1. Auflage, Verlag Eilers + Sch√ľnemann, Bremen 1980, S. 31.
  6. ‚ÜĎ Walter Born: Die hohen deutschen Kircht√ľrme, ISBN 3-7848-7010-4, Hildesheim: Lax 1979. Die H√∂henangaben basieren auf amtlichen Vermessungen.
  7. ‚ÜĎ Das die oft angegebene H√∂he von 99 m ohne den Wetterfahnen falsch ist, wurde auch durch eine Nachmessung des Nordturmes von J. M√∂hring im Jahr 2009 best√§tigt. Es sind etwa 89 m.
  8. ‚ÜĎ wohl erstmals so bei Siegfried Fliedner und Werner Kloos, Bremer Kirchen, Bremen 1961, S. 14 und 17f.
  9. ‚ÜĎ Volker Plagemann, Bremen und Bremerhaven, M√ľnchen:Deutscher Kunstverlag, 1979, S. 13, 56 und Abb. 8
  10. ‚ÜĎ Wolfgang Grape, Neues zu entdecken, Fischerhude 1985, S. 15-39; Grape ordnet den oben genannten thronenden Christus diesem Portalzyklus zu
  11. ‚ÜĎ Lieselotte Klink, Johann Hemelings ‚ÄěDiplomatarium fabricae ecclesiae Bremensis‚Äú von 1415/20, Ver√∂ffentlichungen der Historischen Kommission f√ľr Niedersachsen und Bremen, Bd. 37, Lax: Hildesheim 1988
  12. ‚ÜĎ Peter Wieck, Die b√ľrgerliche Verwaltung der Bremer Domfabrik, in: Bremisches Jahrbuch 46, 1959, S. 122 ff.
  13. ‚ÜĎ Alfred L√∂hr, Das Chorgest√ľhl im Dom zu Bremen, in: Niederdeutsche Beitr√§ge zur Kunstgeschichte, Bd.13, 1974, S. 123-180
  14. ‚ÜĎ Wilhelm Tacke, Anmerkungen zu zwei Wappen am Wange 8 des Chorgest√ľhls in der Bremer St.-Petri-Kirche, in: Hospitium Ecclesiae, Forschungen zur Bremischen Kirchengeschichte, Bd. 15, Bremen 1987, S. 29-56
  15. ‚ÜĎ Aus dem Nachlass eines Bremer Architekten. Leihgabe des Focke-Museums (Inv.Nr. 01204) an den Dom. Karrenbrock (s. Lit.) vermutete, es habe urspr√ľnglich als Bekr√∂nung der Sakramentsnische gedient.
  16. ‚ÜĎ Karrenbrock, S. 41-42
  17. ‚ÜĎ Ingrid Weibezahn: Das Abendmahlsrelief, in: Sch√§tze aus dem Bremer St. Petri Dom ‚Äď F√ľhrer durch das Dom-Museum, Seite 24-27.
  18. ‚ÜĎ Ingrid Weibezahn: Das Relief der beiden Arztheiligen Cosmas und Damian in: Sch√§tze aus dem Bremer St. Petri Dom ‚Äď F√ľhrer durch das Dom-Museum, Seite 24-27
  19. ‚ÜĎ Wolfgang Grape, Zwei Skulpturen und das fr√ľhe B√ľrgertum in Bremen, in: Niederdeutsche Beitr√§ge zur Kunstgeschichte, Bd. 32, 1993, S. 63-74. Allerdings war es nicht der b√ľrgerliche Dombauherr Hemeling, der ‚Äědie Dorothea in B√∂hmen orderte‚Äú (S.74), denn die kniende Stifterfigur unter der Sockelplatte ist deutlich als Domkapitular gekleidet.
  20. ‚ÜĎ http://www.eichamt.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen119.c.1628.de. ‚Äď Reinhold Spichal, Jedem das Seine, Markt und Ma√ü in der Geschichte am Beispiel einer alten Hansestadt, Brockkamp:Bremen 1990, S. 148-151
  21. ‚ÜĎ Ursula Mende, Die T√ľrzieher des Mittelalters, M√ľnchen 1981, S. 72, 138, 196, 248
  22. ‚ÜĎ F√ľr eine Datierung um 1638 spricht das √ľber der Kanzelt√ľr angebrachte Jahr der Wiederer√∂ffnung des Doms, f√ľr 1641 die von einem k√∂niglich-d√§nischen Beamten in diesem Jahr ausgestellte Quittung f√ľr eine zugunsten des Bremer Kanzelbaus erfolgte Holzlieferung an Kriebel. Pro 1641 pl√§diert J√∂rg Rasmussen u. a., Barockplastik in Norddeutschland, Ausstellungskatalog des Museums f√ľr Kunst und Gewerbe Hamburg, Philipp von Zabern: Mainz 1977, S. 262-267; pro 1638 Rolf Gramatzki, Bremer Kanzeln aus Renaissance und Barock, Bremen 2001, S. 67-91
  23. ‚ÜĎ Ortwin Rudloff, Kirchenmaus und Armenbibel, Club zu Bremen: Bremen 1993, S. 5-11
  24. ‚ÜĎ so G√∂tz Ruempler, Die Bremer Dom-Maus, Temmen: Bremen 2009
  25. ‚ÜĎ Das Wahrzeichen war vielmehr ‚Äěeine auf einem Grabmal abgebildete Windm√ľhle des Walls, die gerade √ľber Adams Haupt erscheint, der eben mit Eva den Apfel versucht‚Äú (A.Storck, Ansichten der fr. Hansestadt Bremen, Bremen 1820, S. 250
  26. ‚ÜĎ Die Wandmalereien auf der Website des St. Petri Doms.
  27. ‚ÜĎ Orgel von Gottfried Silbermann im Bremer Dom, auf silbermann.org, gesehen 23. Juni 2010
  28. ‚ÜĎ Die Domglocken auf der Website des St. Petri Doms.
  29. ‚ÜĎ a b Glockengedanken zum Mittagsgebet [1]
  30. ‚ÜĎ http://www.thomasmesse-bremen.de/ Die Homepage der Thomasmesse.

Weblinks

 Commons: Bremer Dom ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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