Brief an die HebrÀer

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Brief an die HebrÀer
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Der Brief an die HebrĂ€er ist ein Buch des Neuen Testaments, es wird seit dem Mittelalter in 13 Kapitel eingeteilt. Obwohl ĂŒber keine der literaturgeschichtlichen Fragen nach dem Verfasser, dem EmpfĂ€ngerkreis, der Datierung oder selbst der literarischen Gattung der mit Πρ᜞ς ΈÎČÏÎ±ÎŻÎżÏ…Ï‚ betitelten Schrift auch nur annĂ€hernd ein wissenschaftlicher Konsens besteht, lassen sich doch historische Wahrscheinlickeiten abwĂ€gen und GrĂŒnde fĂŒr die verschiedenen Hypothesen anfĂŒhren.

Inhaltsverzeichnis

Verfasser

Wegen der Einreihung in den Ă€ltesten Handschriften[1] unter die Paulusbriefe rechnete die Ă€lteste Tradition die Schrift dem Paulus zu. Wie bereits Origenes und Clemens von Alexandria feststellten, ist dies wegen des völlig anderen Stiles -so etwa ein Wortschatz von 1000 verschiedenen Wörtern bei 3000 Wörtern Umfang gegenĂŒber dem eher beschrĂ€nkten des Paulus- nicht möglich. Dennoch wurde wĂ€hrend des Mittelalters und in der katholischen Kirche bis 1914 [2] noch angenommen, dass der HebrĂ€erbrief die griechische Übersetzung eines hebrĂ€ischen Originales des Paulus sei. Wegen der völlig anderen Theologie und der verschiedenen geschichtlichen Situation (beispielsweise besteht Paulus in Gal 1,12 auf seiner eigenen direkten Offenbarungserfahrung, wĂ€hrend der Autor ad Hebraios sich selbst in Hebr 2,3 als Hörer der JĂŒnger Jesu bezeichnet) wird das heute ausgeschlossen. Es handelt sich aber um keine Pseudepigraphie im ĂŒblichen Sinne, da kein vorgeblicher Verfasser angefĂŒhrt wird, wenn auch die Nennung des Timotheus (Hebr 13,23) den Umkreis des Paulus als Absender insinuieren will. Als weitere Verfasser wurden vorgeschlagen: Apollos [3], Priszilla [4], Lukas oder Clemens von Rom[5], Barnabas[6], Petrus, Philippus, Judas, Aristion, Timotheus. Weil aber weder von den Genannten (wenn von ihnen ĂŒberhaupt Werke erhalten sind), noch sonst ein dem HebrĂ€erbrief vergleichbares SchriftstĂŒck erhalten ist, er also völlig singulĂ€r in Form wie Inhalt dasteht, und im Brief selbst ĂŒber den Verfasser nichts ausgesagt wird, kann keine dieser Hypothesen verifiziert werden. Aufgrund des ausgezeichneten griechischen Stils, des umfangreichen Wortschatzes und der eingehenden Kenntnis des Alten Testaments in der Form der Septuaginta ist als Verfasser ein griechisch gebildeter Judenchrist anzunehmen, der dem hellenistischen FlĂŒgel angehörte.

EmpfÀnger

Ob die Überschrift "An die HebrĂ€er" die ursprĂŒnglichen EmpfĂ€nger meint, ist umstritten. Zwar ist in allen Handschriften und seit Tertullian dieser Titel ĂŒberliefert, doch könnte damit auch eine sehr frĂŒhe allgemeine Überzeugung betreffs der Bestimmung des Schreibens wegen des "hebrĂ€ischen" Inhaltes ausgedrĂŒckt sein.[7]. Wegen der Warnung vor dem RĂŒckfall können die Adressaten keine Juden gewesen sein, die erst noch bekehrt werden sollten. Am weitesten verbreitet ist die Annahme eines judenchristlichen Adressatenkreises, weniger aufgrund der Vertrautheit mit den Einzelheiten des Tempelkultes, die auch Heidenchristen bekannt gewesen sein dĂŒrften, als wegen der stets vorausgesetzten Anerkennung jĂŒdischer PrĂ€missen, wie etwa der Existenz des levitischen Priestertumes, dessen Einsetzung durch Mose die EmpfĂ€nger als genĂŒgend empfanden, wogegen die Notwendigkeit der Schaffung eines Priestertumes nach der Ordnung Melchisedeks ihnen mit Schriftzitaten bewiesen werden musste (Hebr 7,14).[8] Daneben gibt es die Deutung, der HebrĂ€erbrief sei ĂŒberhaupt fĂŒr keine konkrete Gemeinde und Situation geschrieben, sondern an Christen allgemein, die ihre erste Begeisterung verloren hĂ€tten und in der zweiten, dritten Generation lebten.[9] Eine Beziehung zu den in Qumran entdeckten Schriften wird nicht mehr angenommen.[10] Wegen des Satzes "Es grĂŒĂŸen euch die BrĂŒder aus Italien" (Hebr 13,24) im Briefschluss -vorausgesetzt, dass er wegen des Stilbruches nicht von anderer Hand hinzugefĂŒgt wurde-, wird gemeinhin vermutet, dass der Verfasser in Italien (Rom) weilt und den Brief ins außeritalische Ausland schickt. Dagegen spricht aber, dass der Schreiber eines Briefes (Die BrĂŒder als Autorenkollektiv sind schwer vorzustellen), um ĂŒberhaupt etwas NĂ€heres zu seinem Ort zu sagen, seinen derzeitigen konkreten Aufenthaltsort nennen mĂŒsste und nicht ein ganzes Land, so dass die LĂ€nderangabe nur die Herkunft des Autors oder einzelner Mitglieder aus seiner Gemeinde, die nur GrĂŒĂŸe mitschickten, bezeichnete.[11] Letztlich gibt es fĂŒr keine der als Absendungs- wie als Bestimmungsorte genannten StĂ€dte einen ĂŒberzeugenden Beweis.

Datierung

Weil der um das Jahr 96 n. Chr. geschriebene erste Klemensbrief den HebrĂ€erbrief ausgiebig zitiert und Anspielungen auf ihn enthĂ€lt,[12] kann das als sicherer Terminus ante quem gelten. Eine genauere Datierung hĂ€ngt davon ab, wie die Schilderung des jĂŒdischen Tempelkultes beurteilt wird. Wenn der HebrĂ€erbrief sich nĂ€mlich auf noch bestehende Einrichtungen und GebrĂ€uche des herodianischen Tempels bezöge, mĂŒsste er vor der Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 n. Chr. durch die Römer verfasst worden sein; wenn dagegen die weiterhin durch das Buch Levitikus gĂŒltigen OpferbrĂ€uche gemeint wĂ€ren, die typologisch in der ErwĂ€hnung der alttestamentlichen StiftshĂŒtte zusammengefasst sind, wĂ€re jenes Datum belanglos. Die Verfechter einer FrĂŒhdatierung gehen davon aus, dass der Abbruch des levitischen Systemes und Priestertumes, dessen endgĂŒltige Überwindung durch Christus der HebrĂ€erbrief ja zu beweisen suche, dem Brief seine Grundlage nĂ€hme, da ihn die Wirklichkeit sonst ĂŒberholt hĂ€tte. Somit gehen sie von einer Datierung zwischen 60 und 70 n. Chr. aus. HebrĂ€er 10, 32 ff deutet auf die Verfolgung der Christen unter Nero (64 n. Chr.) hin. Dies wĂŒrde darauf hindeuten, dass der Brief auf die Zeit zwischen 64 und 70 nach Christus datiert werden könnte. Die Mehrheitsmeinung geht aber dahin, dass die ErwĂ€hnung der Opfer allein auf den alttestamentlichen Kultus bezogen ist, sowie dass die Rede vom Fortbestand derselben bis in die Gegenwart des Autors vor allem wegen des konkreten Inhaltes, der keine expliziten Angaben hergibt, als Beschreibung zeitloser ritueller Übungen zu verstehen ist.[13] Die im Brief erwĂ€hnten Verfolgungen könnten entweder lokale Bedrohungen der Gemeinden oder aber die Verfolgungen zur Zeit des römischen Kaisers Domitian (81-96 n. Chr.) meinen. Damit ergĂ€be sich eine Abfassung zwischen 80 und 90 n. Chr. Inhaltlich spricht fĂŒr die FrĂŒhdatierung, dass noch keine Bezeichnungen fĂŒr die kirchlichen Ämter bestehen, sondern ganz allgemein Vorsteher (Hebr 13,7.17) erwĂ€hnt werden. Auch die starke Naherwartung (Hebr 9,26; 10,25.37) und die noch von Ohrenzeugen (Aposteln) Jesu gehörte ErstverkĂŒndigung (Hebr 2,3) sprechen eher fĂŒr eine frĂŒhe Zeit.

Literarische Gattung

Die durch Bezeichnung und Stellung im neutestamentlichen Kanon als selbstverstĂ€ndlich nahegelegte Auffassung des HebrĂ€erbriefes als Brief, das heißt als schriftlich verfasste Botschaft eines Absenders an einen oder mehrere bestimmte EmpfĂ€nger, ist fraglich. Denn allein an den letzten vier Versen (Hebr 13,22-25) lĂ€sst sich diese Form festmachen, wĂ€hrend der ganze Rest keinen brieflichen Charakter trĂ€gt. Die Gattung des HebrĂ€erbriefes wĂ€re somit der Kunstbrief (Epistel), also ein fĂŒr die Öffentlichkeit bestimmtes literarisches Werk, das nur den formalen Anschein eines Briefes sich geben will (vgl. Goethes Leiden des jungen Werthers).[14] Folgt man den Forschern, die den Schluss fĂŒr eine sekundĂ€re ZufĂŒgung, ob nun von einem spĂ€teren Schreiber oder sogar dem Verfasser selbst als Verschicker, erklĂ€ren und literarkritisch abtrennen, so gleiche das Verbliebene einem rhetorisch ausgefeilten Lehrvortrag oder einer Predigt, in der sich theologische Abhandlung und parĂ€netische Aufforderung der Hörer abwechselten. Von daher sei hinsichtlich des literarischen Ursprunges von einer nachtrĂ€glich niedergeschriebenen Rede oder einem fĂŒr den mĂŒndlichen Vortrag bestimmten StĂŒck auszugehen.[15]

Struktur

Die verschiedenen Unterteilungen des Hebr in einzelne Abschnitte und GedankengĂ€nge lassen sich vereinfacht auf zwei mögliche Grundmuster zurĂŒckfĂŒhren. Die einen nehmen einen konzentrisch geordneten Aufbau nach Art eines Chiasmus (ABCBA) an, der in mehreren ineinandergesetzten Schalen um das Zentrum Christus als Hoherpriester symmetrisch angeordnet ist. Die jeweilige gegenseitige Bezogenheit der einzelnen StĂŒcke wird durch Klammerworte hergestellt.[16]

Gliederung Albert Vanhoyes[17]

  • a. Einleitung (1,1-4) entsprechend jeweils → z.
  • I. Ein anderer Name als der der Engel (1,5-2,18) → V.
  • II. A. Jesus, glaubwĂŒrdiger Hoherpriester (3,1-4,14) → IV. B.
  • II. B. Jesus, mitleidvoller Hoherpriester (4,15-5,10) → IV. A.
  • II. p. Einleitende Ermahnung (5,11-6,20) → III. f.
  • III. A. Jesus, Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks (7,1-28) → III. C.
  • III. B. zur Vollendung gelangt (8,1-9,28) Mitte
  • III. C. Urheber ewigen Heils (10,1-18) → III. A.
  • III. f. abschließende Ermahnung (10,19-39) → III. p.
  • IV. A. Der Glaube der Alten (11,1-40) → II. B.
  • IV. B. Die notwendige Ausdauer (12,1-13) → II. A.
  • V. Gerade Wege (12,14-13,19) → I.
  • z. Schluss (13,20-21) → a.
  • (13,22-25 bleibt als sekundĂ€r unberĂŒcksichtigt)

Jedoch wird mit zunehmender Verfeinerung und bis ins Detail gehenden Parallelismen und Querverweisen fraglich, inwieweit der Verfasser den Text ĂŒberhaupt so sehr durchkonstruieren konnte, oder ob hier eine ĂŒbertriebene Analyse und Ordnungssucht ZufĂ€lligkeiten in ein kĂŒnstliches System bringen will. Die anderen rechnen mit zwei großen Abschnitten, wobei der erste aus der Entwicklung einer theologischen Lehre bestehe, und der zweite in Form einer langen ParĂ€nese die aus den vorangegangenen GlaubenssĂ€tzen zu folgernde Umsetzung ins Leben der GlĂ€ubigen behandelt.

Gliederung Donald Guthries[18]

  • I. Die Überlegenheit des christlichen Glaubens (1,1-10,18)
  • A. Gottes Offenbarung durch den Sohn (1,1-4)
  • B. Die Überlegenheit des Sohnes ĂŒber die Engel (1,5-2,18)
  • 1. Christus ist höher in seiner Natur (1,5-14)
  • 2. Eine Warnung vor dem Abfall (2,1-4)
  • 3. Erniedrigung und Herrlickeit Jesu (2,5-9)
  • 4. Sein Werk zugunsten des Menschen (2,10-18)
  • C. Die Überlegenheit Jesu ĂŒber Mose (3,1-19)
  • 1. Mose der Diener und Jesus der Sohn (3,1-6)
  • 2. Darstellung des Versagens des Gottesvolkes unter Mose (3,7-19)
  • D. Die Überlegenheit Jesu ĂŒber Josua (4,1-13)
  • 1. Die grĂ¶ĂŸere Ruhe, die Josua nicht sichern konnte (4,1-10)
  • 2. Die Dringlickeit der Suche nach dieser Ruhe (4,11-13)
  • E. Ein höherer Hoherpriester (4,14-9,14)
  • 1. Unser großer Hoherpriester (4,14-16)
  • 2. Vergleich mit Aaron (5,1-10)
  • 3. Eine Mahnrede als Zwischenspiel (5,11-6,20)
  • 4. Die Ordnung Melchisedeks (7,1-18)
  • 5. Der Diener des neuen Bundes (8,1-13)
  • 6. Die grĂ¶ĂŸere Herrlickeit der neuen Ordnung (9,1-14)
  • F. Der Mittler (9,15-10,18)
  • 1. Die Bedeutung seines Todes (9,15-22)
  • 2. Sein Eintritt in ein himmlisches Heiligtum (9,23-28)
  • 3. Seine Selbstdarbringung fĂŒr andere (10,1-18)
  • II. Ermahnungen (10,19-13,25)
  • A. Die gegenwĂ€rtige Stellung des GlĂ€ubigen (10,19-39)
  • 1. Der neue und lebendige Weg (10,19-25)
  • 2. Eine weitere Warnung (10,26-31)
  • 3. Der Wert vergangener Erfahrung (10,32-39)
  • B. Glaube (11,1-40)
  • 1. Seine Natur (11,1-3)
  • 2. Beispiele aus der Vergangenheit (11,4-40)
  • C. Disziplin und ihre Wohltaten (12,1-29)
  • 1. Die Notwendigkeit der Disziplin (12,1-29)
  • 2. Die Vermeidung moralischer UnbestĂ€ndigkeit (12,12-17)
  • 3. Die Wohltaten des neuen Bundes (12,18-29)
  • D. Abschließende Weisung (13,1-25)
  • 1. Ermahnung, das Gemeinschaftsleben betreffend (13,1-3)
  • 2. Ermahnung, das Privatleben betreffend (13,4-6)
  • 3. Ermahnung, das religiöse Leben betreffend (13,7-9)
  • 4. Über den neuen Altar der Christen (13,10-16)
  • 5. Schlussworte (13,17-25)

Ganz rein lĂ€sst sich aber auch diese Einteilung nicht durchziehen, da innerhalb der Mahnrede auch wieder theologische Überlegungen eingeschoben werden, und umgekehrt. Die Frage nach der literarischen Struktur ist insofern von Bedeutung, als je nach ihr Ziel und Höhepunkt des Schreibens verschieden angenommen werden. Es macht einen sehr großen Unterschied, ob die Ermutigung der Leser in der ParĂ€nese der Hauptzweck ist, wozu die Theologie nur die theoretische Basis bildet, oder ob die christozentrischen HohepriesterĂŒberlegungen als Selbstzweck die eigentliche Mitteilung des Schreibers darstellen. Einen mittleren Weg vertritt die Position, wonach beides, Doctrina und ParĂ€nese, in wechselseitiger ErgĂ€nzung den Gehalt des Schreibens ausmachen; nĂ€mlich vom Hören des Gotteswortes ĂŒber die geistige Durchdringung und das Bekenntnis zur Nachfolge und Beherzigung im eigenen Leben zu gelangen.[19]

Verwendung alttestamentlicher Schriftzitate

Von allen neutestamentlichen BĂŒchern sind im HebrĂ€erbrief die meisten, nĂ€mlich 23, direkten Zitate und Anspielungen enthalten, vor allem aus Levitikus, den Psalmen und den Propheten. Die Textgestalt ist im Großen und Ganzen die der Septuaginta, wenngleich einzelne Abweichungen nicht selten sind. Wo die beiden ĂŒberlieferten Hauptvarianten (Alexandrinus und Vaticanus) voneinander abweichen, hat oft Hebr eine weitere Version, die mit Belegen bei KirchenvĂ€tern ĂŒbereinstimmt. Das fĂŒhrte zu der These, Hebr habe eine ursprĂŒnglichere Form der Septuaginta verwandt, als sie in den Bibelhandschriften erhalten ist.[20] Angleichungen an den masoretischen Text scheinen eher zufĂ€llig als in bewusster AbhĂ€ngigkeit vorgenommen worden zu sein; jedenfalls lĂ€sst sich die Frage nicht klĂ€ren, ob der Verfasser ĂŒberhaupt des HebrĂ€ischen mĂ€chtig war. Zitate werden stets anonym, ohne Angabe des Kontextes und der Stelle im alten Testament angefĂŒhrt. Selbst unmittelbar aufeinander folgende SĂ€tze werden so zitiert, als ob sie völlig voneinander unabhĂ€ngig wĂ€ren, etwa Hebr 2,13 nach Jes 8,17.18 oder Hebr 10,30 nach Dtn 32,35.36. Entweder hat der Autor also aus dem GedĂ€chtnis ihm gelĂ€ufige Stellen verwendet, was wegen der insgesamt großen Texttreue aber unwahrscheinlich ist, oder aber er bediente sich eines Florilegiums, ohne selbst im Einzelnen den ursprĂŒnglichen Zusammenhang zu wissen.[21] Bewusste Änderungen, die von ihm selbst herrĂŒhren, lassen sich ebenfalls nachweisen; sie Ă€ndern jedoch durchwegs den Sinn der Aussage nicht, sondern sollen ein Zitat grammatikalisch besser in den Brief einpassen oder um der Eindeutigkeit willen das an der gewĂ€hlten Stelle besonders Wichtige unterstreichen.[22]

Hohepriestertheologie

Die Besonderheit der Theologie des HebrĂ€erbriefes gegenĂŒber dem restlichen neutestamentlichen Kanon besteht in der singulĂ€ren Verwendung des Hohepriestertitels fĂŒr Christus. So wie der Hohepriester des Jerusalemer Tempels am Versöhnungstag (Jom Kippur) zur EntsĂŒhnung des Volkes das SĂŒndopfer darbrachte und das Allerheiligste betrat, habe Christus die Erlösung und Versöhnung der Menschen mit Gott bewirkt, indem er sich kreuzigen ließ. Aber anders als im Tempelkult, wo die Opfer immer wieder vollzogen werden mussten und daher wirkungslos gewesen seien, weil sie nur Abbilder und Schatten der himmlischen Dinge, Ă€hnlich der platonischen Ideenlehre, darstellten, sei dieses Opfer einmalig und habe ein fĂŒr alle Mal die SĂŒnden getilgt. Deshalb ĂŒberrage Christus und der durch ihn vermittelte neue Bund den alten Bundesschluss am Sinai und das in der Tora konstituierte aaronitische und levitische Priestertum, die fĂŒr veraltet und ĂŒberholt erklĂ€rt werden. Ein Priestertum im herkömmlichen jĂŒdischen Sinne konnte von Jesus nicht behauptet werden, weil er aus dem Stamme Juda und nicht aus dem Stamme Levi stammte. Darum entspricht dieses Hohepriesteramt nicht der levitischen Ordnung, sondern der Ordnung Melchisedeks, der als "Priester des höchsten Gottes" noch ĂŒber Abraham stand, weil er ihn segnete und von ihm Abgaben entgegennahm. Der Eintritt des Hohepriesters in das Allerheiligste wird als Hintreten Christi vor Gott gedeutet, wo er nun wie bereits vor seiner Inkarnation und bei der durch ihn bewirkten Schöpfung zu dessen Rechten bis zur Parusie sitze, die in starker Naherwartung sehr bald erhofft wird.[23]

Nachwirkung

Die KanonizitĂ€t des HebrĂ€erbriefs war nicht nur wegen seines unbekannten Verfassers, sondern auch wegen einer bestimmten inhaltlichen Aussage umstritten. Die in Hebr 10,26-31 angedeutete Unmöglichkeit der Buße und Umkehr fĂŒr nach der Taufe abgefallene Christen galt vielen als Widerspruch zum Evangelium. Besonders in der Westkirche, im Rahmen der Erfahrungen mit den hĂ€retischen Novatianern, die eben diese Unmöglichkeit einer Buße mit Nachdruck lehrten, galt der Brief lange als zweifelhaft. Die Opfertodspekulation des HebrĂ€erbriefes wurde im Mittelalter von Anselm von Canterbury in Cur deus homo aufgegriffen und bildete lange eine wichtige Deutetradition im katholischen EucharistieverstĂ€ndnis. Das Motiv des Hohepriestertumes bildet im Kirchenlied "Zum ew’gen Hohenpriester"[24] den ersten Vers. Auf evangelischer Seite hatte man trotz der WertschĂ€tzung des Briefes durch Luther und Calvin[25] Probleme mit der scheinbaren Überbetonung des Kultus, weil dieser nur der Werkgerechtigkeit Vorschub leiste und weil der Brief von der paulinischen Rechtfertigungslehre doch erheblich abweicht. Deshalb stellte ihn Martin Luther mit drei weiteren ihm geringwertig erscheinenden Schriften in einen Anhang seines deutschsprachigen neuen Testamentes. In der Ostkirche wurde der Brief dagegen frĂŒh akzeptiert; die hier formulierte Lehre von Christus als ewiger Hohepriester und die ausfĂŒhrliche Zuordnung alttestamentlicher Riten zu christlichen Glaubensinhalten spielen in der ostkirchlichen Theologie und Mystik eine herausragende Rolle.

Personen

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ↑ P46, B, Ś.
  2. ↑ DH 3591-3593.
  3. ↑ erstmals bei Luther, WA 10 I/1, 143.
  4. ↑ Adolf von Harnack ZNW 1 (1900).
  5. ↑ Eusebius, Kirchengeschichte VI, 14, 2-4 und 25, 11-14.
  6. ↑ Tertullian, De Pudicitia 20.
  7. ↑ erstmals: James Moffat, An Introduction to the Literature of the New Testament, Edinburgh ³1918, 448.
  8. ↑ vgl. F. F. Bruce, The Epistel to the Hebrews, London/ Grand Rapids 1964, XXVII.
  9. ↑ vgl. Martin Dibelius, Der himmlische Kultus nach dem HebrĂ€erbrief, in: Botschaft und Geschichte II, TĂŒbingen 1965, 160-176, hier 161.
  10. ↑ vgl. Erich GrĂ€ĂŸer, Der HebrĂ€erbrief 1938-1963, in: ThR NF30 (1964), 138-236, hier 176.
  11. ↑ vgl. Feld, EdF 228, 12-14.
  12. ↑ vgl. Donald Alfred Hagner, The Use of the Old and New Testament in Clemens of Rome (Suppl. NT 35), Leiden 1973, 179-195.
  13. ↑ vgl. Feld, EdF 228, 15-16.
  14. ↑ erstmals: A. Deissmann, Licht vom Osten, 207.
  15. ↑ vgl. Michel, Krit. Komm., 24.
  16. ↑ erstmals: L. Vaganay, Le plan de l'EpĂźtre aux HĂ©breux, in: MĂ©morial Lagrange, Paris 1940, 269-277, hier 270.
  17. ↑ Albert Vanhoye, La Structure littĂ©raire de l'EpĂźtre aux HĂ©breux, Paris 1963.
  18. ↑ Donald Guthrie, The Letter to the Hebrews. An Introduction and Commentary (Tyndale New Testament Commentaries), Leicester/ Grand Rapids 1983, 58-59. in der Übersetzung Feld, EdF 228, 27-28.
  19. ↑ vgl. Heinrich Zimmermann, Das Bekenntnis der Hoffnung. Tradition und Redaktion im HebrĂ€erbrief (BBB47), Köln 1977, 24.
  20. ↑ vgl. Kenneth J. Thomas, The Old Testament Citations in Hebrews, in: NTS 11(1965), 303-325.
  21. ↑ vgl. F. C. Synge, Hebrews and the Scriptures. London 1959, 53-54.
  22. ↑ vgl. J. C. McCullough, The Old Testament Quotations in Hebrews, in: NTS 26 (1979/80), 363-379, hier 378.
  23. ↑ vgl. Heinrich Zimmermann, Die Hohepriester-Christologie des HebrĂ€erbriefs, Paderborn 1964.
  24. ↑ Gotteslob. Katholisches Gebet- und Gesangbuch. Ausgabe fĂŒr das Erzbistum Bamberg, Nr. 883.
  25. ↑ Opera Omnia CO 55,5.

Literatur

EinfĂŒhrung

  • Helmut Feld: Der HebrĂ€erbrief. ErtrĂ€ge der Forschung 228. Wiss. Buchgesellschaft, Darmstadt 1985 ISBN 3-534-07503-X (Forschungsbericht)
  • Watson E. Mills: Hebrews. Bibliographies for Biblical Research, New Testament Series 20. Mellen Biblical Press, Lewiston NY u. a. 2001 ISBN 0-7734-2482-2

Kommentare

  • Erich GrĂ€ĂŸer: An die HebrĂ€er. Evangelisch-Katholischer Kommentar zum Neuen Testament 17. ZĂŒrich/Neukirchen-Vluyn.
  • Otto Michel: Der Brief an die HebrĂ€er. Kritisch-exegetischer Kommentar ĂŒber das Neue Testament 13. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 13. Aufl. (7. Aufl. dieser Neuauslegung) 1975 ISBN 3-525-51600-2
  • Herbert Braun: An die HebrĂ€er. Handbuch zum Neuen Testament 14. Neubearb. Mohr, TĂŒbingen 1984 ISBN 3-16-144790-5
  • Harald Hegermann: Der Brief an die HebrĂ€er. Theologischer Handkommentar zum Neuen Testament 16. Deichert, Leipzig 1988 ISBN 3-374-00042-8
  • Franz Delitzsch: Der HebrĂ€erbrief. Mit einem Geleitw. von Otto Michel. Nachdr. d. 1. Aufl. von 1857, erschienen bei Dörffling u. Franke, Leipzig. Brunnen-Verl., Gießen u. a. 1989 ISBN 3-7655-9225-0
  • Claus-Peter MĂ€rz: HebrĂ€erbrief. Die neue Echter-Bibel 16. Echter-Verl., WĂŒrzburg 1989, 2. Aufl. 1990 ISBN 3-429-01213-9 ISBN 3-429-01213-9
  • William R. G. Loader: Glaube in der BewĂ€hrung. HebrĂ€er- und Jakobusbrief. Bibelauslegung fĂŒr die Praxis 25. Verl. Kath. Bibelwerk, Stuttgart 1990 ISBN 3-460-25251-0 (anwendungsorientiert)
  • August Strobel: Der Brief an die HebrĂ€er. Das Neue Testament deutsch 9,2. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 13. Aufl. (4. Aufl. dieser Bearb.) 1991 ISBN 3-525-51374-7 (allgemeinverstĂ€ndlich)
  • Hans-Friedrich Weiß: Der Brief an die HebrĂ€er. Kritisch-exegetischer Kommentar ĂŒber das Neue Testament 13. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 15. Aufl. (1. Aufl. dieser Auslegung) 1991 ISBN 3-525-51625-8
  • Dieter Schneider: Jesus, AnfĂ€nger und Vollender des Glaubens. Zugang zum HebrĂ€erbrief. R.-Brockhaus-TB 510. Brockhaus, Wuppertal u. a. 1994 ISBN 3-417-20510-7 (allgemeinverstĂ€ndlich)
  • Fritz Laubach: Der Brief an die HebrĂ€er. Wuppertaler Studienbibel.NT 16. Brockhaus, Wuppertal 1994 (allgemeinverstĂ€ndlich, anwendungsorientiert)
  • SĂžren Ruager: HebrĂ€erbrief. Edition C Bibelkommentare 22. HĂ€nssler, Neuhausen-Stuttgart 2. Aufl. 1995 ISBN 3-7751-1096-8 (allgemeinverstĂ€ndlich, anwendungsorientiert)
  • Frederick F. Bruce: The Epistle to the Hebrews. The New International Commentary on the New Testament. Eerdmans, Grand Rapids MI 5. Aufl. 1997 ISBN 0-8028-2514-1
  • Paul Ellingworth: The Epistle to the Hebrews. A Commentary on the Greek Text. The New International Greek Testament Commentary. Eerdmans, Grand Rapids u. a. 1993, Repr. 2000 ISBN 0-8028-2420-X
  • David A. de Silva: Perseverance in Gratitude. A Socio-Rhetorical Commentary on the Epistle "to the Hebrews". Eerdmans, Grand Rapids u. a. 2000 ISBN 0-8028-4188-0
  • Craig R. Koester: Hebrews. A New Translation with Introduction and Commentary. The Anchor Bible 36. Doubleday, New York u. a. 2001 ISBN 0-385-46893-8
  • Martin Karrer: Der Brief an die HebrĂ€er. Bd. 1: Kapitel 1,1-5,10. Ökumenischer Taschenbuchkommentar zum Neuen Testament 20,1. GĂŒtersloher TaschenbĂŒcher 520. GĂŒtersloher Verl.-Haus u. a., GĂŒtersloh 2002 ISBN 3-579-00520-0
  • Gerd Schunack: Der HebrĂ€erbrief. ZĂŒrcher Bibelkommentare 14. Theol. Verl., ZĂŒrich 2002 ISBN 3-290-14747-9

Wirkungsgeschichte

  • Helmut Feld: Martin Luthers und Wendelin Steinbachs Vorlesungen ĂŒber den HebrĂ€erbrief. Eine Studie zur Geschichte der neutestamentlichen Exegese und Theologie. Veröffentlichungen des Instituts fĂŒr EuropĂ€ische Geschichte Mainz 62. Steiner, Wiesbaden 1971
  • Kenneth Hagen: A Theology of Testament in the Young Luther. The Lectures on Hebrews. Studies in Medieval and Reformation Thought 12. Brill, Leiden 1974 ISBN 90-04-03987-2
  • Kenneth Hagen: Hebrews Commenting from Erasmus to BĂšze, 1516-1598. BeitrĂ€ge zur Geschichte der biblischen Exegese 23. Mohr, TĂŒbingen 1981 ISBN 3-16-143341-6

Einzelstudien

  • Ernst KĂ€semann: Das wandernde Gottesvolk. Eine Untersuchung zum HebrĂ€erbrief. FRLANT 55 = N.F. 37. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (1. Aufl. 1939) 4. Aufl. 1961
  • Erich GrĂ€ĂŸer: Der Glaube im HebrĂ€erbrief. Marburger theologische Studien 2. Elwert, Marburg 1965
  • Friedrich Schröger: Der Verfasser des HebrĂ€erbriefes als Schriftausleger. Biblische Untersuchungen 4. Pustet, Regensburg 1968
  • Otfried Hofius: Katapausis. Die Vorstellung vom endzeitlichen Ruheort im HebrĂ€erbrief. WUNT 11. Mohr, TĂŒbingen 1970
  • Gerd Theißen: Untersuchungen zum HebrĂ€erbrief. Studien zum Neuen Testament 2. Mohn, GĂŒtersloh 1969
  • Ronald Williamson: Philo and the Epistle to the Hebrews. Arbeiten zur Literatur und Geschichte des Hellenistischen Judentums 4. Brill, Leiden 1970
  • Jukka ThurĂ©n: Das Lobopfer der HebrĂ€er. Studien zum Aufbau und Anliegen von HebrĂ€erbrief 13. Acta Academiae Aboensis A/47,1. Åbo Akad., Åbo 1973 ISBN 951-648-063-2
  • Heinrich Zimmermann: Das Bekenntnis der Hoffnung. Tradition und Redaktion im HebrĂ€erbrief. Bonner biblische BeitrĂ€ge 47. Hanstein, Köln/Bonn 1977 ISBN 3-7756-1046-4
  • Keijo NissilĂ€: Das Hohepriestermotiv im HebrĂ€erbrief. Eine exegetische Untersuchung. Schriften der Finnischen Exegetischen Gesellschaft 33. Helsinki 1979 ISBN 951-95184-8-7
  • Franz Laub: Bekenntnis und Auslegung. Die parĂ€netische Funktion der Christologie im HebrĂ€erbrief. Biblische Untersuchungen 15. Pustet, Regensburg 1980 ISBN 3-7917-0663-2
  • James Swetnam: Jesus and Isaac. A Study of the Epistle to the Hebrews in the Light of the Aqedah. Analecta biblica 94. Biblical Institute Press, Rom 1981
  • Mathias Rissi: Die Theologie des HebrĂ€erbriefs. Ihre Verankerung in der Situation des Verfassers und seiner Leser. WUNT 41. Mohr, TĂŒbingen 1987 ISBN 3-16-145164-3
  • Albert Vanhoye: Structure and Message of the Epistle to the Hebrews. Subsidia biblica 12. Ed. Pontificio Ist. Biblico, Rom 1989 ISBN 88-7653-571-3
  • Walter G. Übelacker: Der HebrĂ€erbrief als Appell. Bd. 1: Untersuchungen zu 'exordium', 'narratio' und 'postscriptum' - Hebr. 1-2 u. 13,22-25. Coniectanea Biblica, New Testament Series 21. Almqvist & Wiksell, Stockholm 1989 ISBN 91-22-01251-6
  • Marie E. Isaacs: Sacred Space. An Approach to the Theology of the Epistle to the Hebrews. JSNTSup 73. Academic Press, Sheffield 1992 ISBN 1-85075-356-3
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  • John Dunnill: Covenant and Sacrifice in the Letter to the Hebrews. MSSNTS 75. University Press, Cambridge u. a. 1992 ISBN 0-521-43158-1
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  • Hermut Löhr: Umkehr und SĂŒnde im HebrĂ€erbrief. BZNW 73. de Gruyter, Berlin u. a. 1994 ISBN 3-11-014202-3
  • Christian Rose: Die Wolke der Zeugen. Eine exegetisch-traditionsgeschichtliche Untersuchung zu HebrĂ€er 10,32-12,3. WUNT 2/60. Mohr, TĂŒbingen 1994 ISBN 3-16-146012-X
  • David Arthur de Silva: Despising Shame. Honor Discourse and Community Maintenance in the Epistle to the Hebrews. Society of Biblical Literature Dissertation Series 152. Scholars Press, Atlanta GA 1995 ISBN 0-7885-0200-X
  • Knut Backhaus: Der neue Bund und das Werden der Kirche. Die Diatheke-Deutung des HebrĂ€erbriefs im Rahmen der frĂŒhchristlichen Theologiegeschichte. Neutestamentliche Abhandlungen N.F. 29. Aschendorff, MĂŒnster 1996
  • David Wider: Theozentrik und Bekenntnis. Untersuchungen zur Theologie des Redens Gottes im HebrĂ€erbrief. BZNW 87. de Gruyter, Berlin u. a. 1997 ISBN 3-11-015554-0
  • Herbert W. Bateman IV: Early Jewish Hermeneutics and Hebrews 1:5-13. The Impact of Early Jewish Exegesis on the Interpretation of a Significant New Testament Passage. American University Studies 7/193. Lang, New York u. a. 1997 ISBN 0-8204-3324-1
  • Jon Laansma: "I will give you rest". The Rest Motif in the New Testament with Special Reference to Mt 11 and Heb 3-4. WUNT 2/98. Mohr Siebeck, TĂŒbingen 1997 ISBN 3-16-146639-X
  • N. Clayton Croy: Endurance in Suffering. Hebrews 12:1-13 in Its Rhetorical, Religious, and Philosophical Context. MSSNTS 98. University Press, Cambridge u. a. 1998 ISBN 0-521-59305-0
  • Konrad Taut: Anleitung zum SchriftverstĂ€ndnis? Die heiligen Schriften nach dem HebrĂ€erbrief. THEOS 20. Kovač, Hamburg 1998 ISBN 3-86064-676-1
  • James Kurianal: Jesus Our High Priest. Ps 110,4 as the Substructure of Heb 5,1-7,28. EuropĂ€ische Hochschulschriften 23/693. Lang, Frankfurt a.M. u. a. 2000 ISBN 3-631-36032-0
  • David R. Anderson: The King-Priest of Psalm 110 in Hebrews. Studies in Biblical Literature 21. Lang, New York u. a. 2001 ISBN 0-8204-4574-6
  • Victor (Sung-Yul) Rhee: Faith in Hebrews. Analysis within the Context of Christology, Eschatology, and Ethics. Studies in Biblical Literature 19. Lang, New York u. a. 2001 ISBN 0-8204-4531-2
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  • Barnabas Lindars: The Theology of the Letter to the Hebrews. New Testament Theology. Cambridge Univ. Press, Cambridge u. a. Repr. 2001 ISBN 0-521-35487-0
  • Iutisone Salevao: Legitimation in the Letter to the Hebrews. The Construction and Maintenance of a Symbolic Universe. JSNTSup 219. Sheffield Acad. Press, London u. a. 2002 ISBN 1-84127-261-2
  • Jon M. Isaak: Situating the Letter to the Hebrews in Early Christian History. Studies in the Bible and Early Christianity 53. Mellen Press, Lewiston NY u. a. 2002 ISBN 0-7734-6900-1
  • Wilfried Eisele: Ein unerschĂŒtterliches Reich. Die mittelplatonische Umformung des Parusiegedankens im HebrĂ€erbrief. BZNW 116. de Gruyter, Berlin u. a. 2003 ISBN 3-11-017595-9
  • Radu Gheorghita: The Role of the Septuagint in Hebrews. An Investigation of Its Influence with Special Consideration to the Use of Hab 2:3-4 in Heb 10:37-38. WUNT 2/160. Mohr Siebeck, TĂŒbingen 2003 ISBN 3-16-148014-7
  • Patrick Gray: Godly Fear. The Epistle to the Hebrews and Greco-Roman Critiques of Superstition. Academia Biblica 16. Brill, Leiden/Boston 2004 ISBN 90-04-13075-6
  • Tomasz Lewicki: "Weist nicht ab den Sprechenden!" Wort Gottes und Paraklese im HebrĂ€erbrief. Paderborner theologische Studien 41. Schöningh, Paderborn 2004 ISBN 3-506-71326-4
  • Amy-Jill Levine (Hrsg.): A Feminist Companion to the Catholic Epistles and Hebrews. Feminist Companion to the New Testament and Early Christian Writings 8. T. & T. Clark, London u. a. 2004 ISBN 0-8264-6682-6
  • Claus-Peter MĂ€rz: Studien zum HebrĂ€erbrief. Stuttgarter biblische AufsatzbĂ€nde 39. Verl. Kath. Bibelwerk, Stuttgart 2005 ISBN 3-460-06391-2
  • Rainer Kampling (Hrsg.): Ausharren in der Verheißung. Studien zum HebrĂ€erbrief. Stuttgarter Bibelstudien 204. Verl. Kath. Bibelwerk, Stuttgart 2005, ISBN 3-460-03044-5
  • Guido Telscher: Opfer aus Barmherzigkeit. Hebr 9,11-28 im Kontext biblischer SĂŒhnetheologie. Echter, WĂŒrzburg 2007, ISBN 978-3-429-02891-6.
  • Sebastian Fuhrmann: Vergeben und Vergessen. Christologie und Neuer Bund im HebrĂ€erbrief. WMANT 113. Neukirchener Verlag, Neukirchen 2007, ISBN 978-3-7887-2190-9.

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