Bundesstra├če 1

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Bundesstra├če 1

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Bundesstra├če 1 in Deutschland
Bundesstra├če 1
Karte
Verlauf der B 1
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Gesamtl├Ąnge: 778 km

Bundesland:

Ausbauzustand: unterschiedlich
Bundesstra├če 1 in Berlin (Leipziger Platz)
Bundesstra├če 1 in Berlin (Leipziger Platz)
B1 nahe Schlangen

Die Bundesstra├če 1 (Abk├╝rzung: B 1) ist eine Bundesstra├če in Deutschland und erstreckt sich von der niederl├Ąndischen Grenze bei Aachen im Westen bis zur polnischen Grenze in K├╝strin-Kietz an der Oder.

Bekannteste Teilstrecken sind heute der Rheinufertunnel in D├╝sseldorf, der Ruhrschnellweg, mit 155.000 Fahrzeugen pro Tag eine der meistbefahrenen Strecken Deutschlands, die historische Glienicker Br├╝cke als Grenzbr├╝cke zur Zeit der deutschen Teilung und die Stra├čenf├╝hrung in Berlin, die gro├če Teile ost- und westdeutscher Geschichte repr├Ąsentiert.

Die Stra├če entwickelte sich aus einer alten Handelsstra├če zu Zeiten der Geburt Christi ├╝ber den Hellweg und die Via Regia zur 1392 Kilometer langen ehemaligen Reichsstra├če 1, die von der deutsch-niederl├Ąndischen Grenze vor Aachen ├╝ber das Ruhrkohlerevier, Magdeburg, Berlin und K├Ânigsberg bis an die deutsch-litauische Grenze f├╝hrte und damit die l├Ąngste je existierende deutsche Stra├če darstellte. Zu Zeiten der DDR hie├č sie dort Fernverkehrsstra├če 1 bzw. in der Kurzform F 1.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Bundesstra├če 1 folgt in gro├čen Teilen dem Verlauf einer uralten Handelsroute, die von der belgischen Nordseek├╝ste beim fr├╝heren Hafen Br├╝gge bis in die russische Stadt Nowgorod f├╝hrte. Auf dieser Route wurde schon vor 2000 Jahren Handel getrieben. Der griechische Mathematiker, Geograf und Astronom Ptolem├Ąus (100ÔÇô175) erw├Ąhnt die Stra├če in seiner ÔÇ×ErdbeschreibungÔÇť als eine alte Heer- und Handelsstra├če.

Die in damaliger Zeit wichtigen Handelsg├╝ter, wie Salz und Ackerbauprodukte bestimmten den Verlauf der Stra├če mit. So lagen n├Ârdlich des Haarstranges in der Soester B├Ârde ebenso wie nordwestlich von Magdeburg die fruchtbarsten Ackerb├Âden Deutschlands. Auch Salinen lagen an dieser Route wie beispielsweise in Unna/Bad K├Ânigsborn, Werl und Bad Sassendorf bei Soest. Der weitl├Ąufige Vertrieb der Produkte ├╝ber diese Route verhalf den Anwohnern zu relativem Wohlstand. Davon zeugen Namen wie ÔÇ×HellwegÔÇť, ÔÇ×HandelswegÔÇť oder ÔÇ×SalzhandelswegÔÇť.

Um das Jahr 1000 n.Chr. entwickelte sich die Stra├če zur ÔÇ×Via RegiaÔÇť, der ottonischen K├Ânigsstra├če von Aachen nach Magdeburg, die im rheinisch-westf├Ąlischen Bereich auf den noch ├Ąlteren ÔÇ×HellwegÔÇť zur├╝ckgeht. Somit hielt sich der Bau der sp├Ąteren Reichsstra├če 1 an alte Handelswege.

Reichsstra├če 1

Die Reichsstra├če 1 (R 1) im Netz der Reichsstra├čen f├╝hrte ├╝ber 1392 Kilometer von Aachen ├╝ber J├╝lich, D├╝sseldorf, Essen, Bochum, Dortmund, Unna, Werl, Soest, Paderborn, Hameln, Hildesheim, Braunschweig, Magdeburg, Potsdam, Berlin, Altlandsberg, K├╝strin, Landsberg (Warthe), Konitz, Dirschau, Elbing, Braunsberg, K├Ânigsberg, Insterburg und Gumbinnen bis nach Eydtkuhnen an der damaligen deutsch-litauischen Grenze. Sie war die l├Ąngste je existierende deutsche Stra├če.

Das Reichsstra├čennetz und somit auch die R 1 gr├╝ndete sich auf die in den zwei Jahrhunderten zuvor geschaffenen Pflasterstra├čen, genannt Chausseen. Deren lange Bauphase begr├╝ndete sich darauf, dass sich die Trasse durch Gebiete damals verschiedener Planungshoheiten mit unterschiedlichen Interessenlagen zog. Bereits um die Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Stra├če am westlichen Ende zwischen Aachen und J├╝lich befestigt. Die Chaussee zwischen Unna und H├Ârde in der preu├čischen Grafschaft Mark wurde 1788 begonnen. Hier konnte sich Freiherr vom Stein durchsetzen, der den Stra├čenbau gegen├╝ber anderen Verkehrsmitteln favorisierte. Durch Vertrag mit der Essener F├╝rst├Ąbtissin konnte zwei Jahre sp├Ąter der Fortbau der Chaussee ├╝ber das Stiftsterritorium begonnen werden, um die Verbindung der Kohlereviere zum preu├čischen Gebiet Kleves herzustellen.

Hingegen setzte Friedrich II. in Brandenburg zun├Ąchst auf den Ausbau des Kanalsystems. Daher folgte hier der Chausseebau erst nach den Napoleonischen Kriegen. Lediglich der Stra├čenabschnitt zwischen Berlin und Potsdam wurde bereits 1792 unter Friedrich Wilhelm II. von Preu├čen erbaut, eine weitere Strecke bis Brandenburg 1799 unter dessen Sohn Friedrich Wilhelm III. fertiggestellt. Erst im Jahr 1824 war der Stra├čenbau zwischen Berlin und Magdeburg vollendet. Seit 1828 f├╝hrte die Stra├če bis K├Ânigsberg. Ab 1831 wurde der Bau in Richtung Insterburg fortgesetzt und 1835 bis zum ├Âstlichen Ende bei Gumbinnen vollendet.

Im Westen wurde der Stra├čenbau mit dem 1818 vollendeten Abschnitt zwischen Unna und Werl nach Osten fortgesetzt. Zu jener Zeit war die heutige Bundesstra├če 7 ├╝ber Hagen, Wuppertal und D├╝sseldorf eine bevorzugte Ost-West-Verbindung und wurde bereits 30 Jahre fr├╝her fertiggestellt. Sie lief als ÔÇ×AlternativrouteÔÇť zur Stra├če in Richtung Essen durch die Gebiete fr├╝her Industrialisierung im Herzogtum Berg.

Der zwischen 1926 und 1932 erbaute Ruhrschnellweg ├╝ber Essen ersetzte die historische Streckenf├╝hrung ├╝ber Ratingen, Kettwig, Werden, Steele, H├Ântrop, L├╝tgendortmund und Asseln.

Am 17. Januar 1932 wurden zur Verbesserung der Orientierung im Deutschen Reich die wichtigsten Fernstra├čen nummeriert. Seit 1934 kennzeichnet die noch heute f├╝r die Bundesstra├čen verwendete gelbe Nummerntafel mit schwarzer Schrift diese Stra├čen. Zu dieser Zeit begann auch der Bau der Reichsautobahnen, der zwischen 1936 und 1938 eine Neuordnung der Reichsstra├čen und auch der Reichsstra├če 1 erforderlich machte. Im Continental-Atlas von 1934 findet sich noch das Reichsstra├čennetz in seiner Gr├╝ndungsversion. Dort ist die R 1 ├╝ber Hannover eingezeichnet, die Strecke von Hameln ├╝ber Hildesheim bis Braunschweig als Reichsstra├če 78. Nachdem Anfang 1937 die Reichsautobahn 6 (heute A 2) zwischen Berlin, Magdeburg und Hannover fertiggestellt wurde, f├╝hrte die R 1 nun im Abschnitt zwischen Hameln und Braunschweig nicht mehr ├╝ber Hannover, sondern ├╝ber Hildesheim. Der Abschnitt ├╝ber Hannover wurde in die Reichsstra├čen 217 und 65 aufgeteilt. Damit war der Verlauf der Reichsstra├če 1 von 1945 und weitgehend auch der heutigen Bundesstra├če 1 festgelegt.

Die Entwicklung nach 1945

Ost-West Demarkationslinie auf der Reichsstra├če 1 bei Helmstedt im Jahr 1945
Milit├Ąrparade auf der Fernverkehrsstra├če 1
Grenz├Âffnung der B 1 zwischen Helmstedt und Morsleben im November 1989

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das System der Reichsstra├čen-Nummerierung beibehalten. Nach Bildung der Bundesrepublik Deutschland (einschlie├člich von Berlin (West)) erhielten die westdeutschen Stra├čen allerdings ein ÔÇ×BÔÇť f├╝r Bundesstra├če vor ihrer Nummer, wogegen die DDR das alte ÔÇ×RÔÇť durch ein ÔÇ×FÔÇť f├╝r Fernverkehrsstra├če ersetzte. Aus der R 1 von Aachen bis Ostpreu├čen wurde so im Westen die B 1 von Aachen bis Helmstedt, und in der DDR die F 1 von Morsleben bis zur Grenze Potsdam/West-Berlin und anschlie├čend vom Potsdamer Platz in Ost-Berlin bis Kietz. Das alte Nummernsystem wurde aber auch in der DDR beibehalten, sodass nach der Wende aus den F-Stra├čen einfach B-Stra├čen werden konnten.

Im Jahr 1945 bis zur Deutschen Wiedervereinigung wurde die ehemalige Reichsstra├če 1 im Abschnitt zwischen Helmstedt und Morsleben durch den innerdeutschen Grenzverlauf geteilt. Mit dem Mauerbau im Jahr 1961 wurde die Stra├če auf beiden Seiten zu einer Sackgasse. Auf westdeutscher Seite wurde etwas n├Ârdlich die etwa zwei Kilometer lange und heute nicht mehr so benannte Bundesstra├če 1a gebaut, um die Bundesautobahn 2 sowie die westlichen Abfertigungsanlagen des Autobahngrenz├╝berganges Helmstedt an das Bundesstra├čennetz anzuschlie├čen. Der Abschnitt zwischen Helmstedt und Morsleben wurde am 18. November 1989 zun├Ąchst provisorisch wieder ge├Âffnet.

Zwischen 1961 und 1989 war die Stra├če auch in Berlin durch die Mauer sowohl an der Glienicker Br├╝cke als auch zwischen dem Potsdamer Platz und dem Leipziger Platz unterbrochen. An der Glienicker Br├╝cke wurde die Grenze am 10. November 1989 und am Potsdamer Platz am 12. November 1989 wieder ge├Âffnet.

In Ost-Berlin war die F 1 das wichtigste ÔÇ×EinfallstorÔÇť vom Osten her in die Stadt und auch innerst├Ądtisch eine der bedeutendsten Stra├čen. Sie wurde genutzt als ÔÇ×PropagandameileÔÇť, auf der jeweils zum 1. Mai und zum 7. Oktober Paraden stattfanden.

Von 1954 bis 1963 wurde der Ruhrschnellweg zur vierstreifigen Schnellstra├če und zur A 430 ausgebaut (heute A 40). Die Streckenf├╝hrung zwischen Aachen und Neuss wurde auf die Bundesautobahnen A 544, A 44, A 46 und A 57 verlegt.

Die wichtige Funktion des Ost-West-Verkehrs im Bereich der B 1 nimmt jedoch heutzutage die n├Ârdlicher verlaufende Autobahn A 2 ein, die vom Ruhrgebiet ├╝ber Hannover nach Berlin f├╝hrt.

In den ehemaligen deutschen Ostgebieten in Polen, Russland und Litauen sind die Restst├╝cke der alten R 1, wie das ├╝brige alte deutsche Stra├čennetz, bis heute in Nutzung. Da sich die Stra├čen noch ├╝berwiegend im Urzustand befinden, sind die Eigenheiten des deutschen Stra├čenbaus vor dem 20. Jahrhundert ÔÇô wie die gew├Âlbte Pflasterfl├Ąche und sp├Ąter begr├╝nte Seitenbefestigungen (die sogenannten Bankette) ÔÇô bis heute zu erkennen.

Kompakter Streckenverlauf

In der Infobox rechts oben findet sich ein verkehrsfunktioneller Streckenverlauf mit den Anbindungen an Autobahnen und andere Bundesstra├čen, sowie den stra├čeneigenen Bauwerken, wie Br├╝cken und Tunnel. Dar├╝ber hinaus folgt im n├Ąchsten Abschnitt ein detaillierter, regionaler Verlauf mit Nennung der ├Ârtlichen Stra├čennamen, Besonderheiten und Sehensw├╝rdigkeiten, die von der Stra├če aus einsehbar sind. Dieser Abschnitt dagegen beinhaltet lediglich einen knapp gehaltenen, ├╝berregionalen Streckenverlauf zur groben Orientierung:

Die Bundesstra├če 1 beginnt heute als Fortsetzung der niederl├Ąndischen N 278 im Aachener Ortsteil Vaalserquartier an der deutsch-niederl├Ąndischen Grenze. Der Streckenabschnitt zwischen Aachen und Neuss verl├Ąuft ├╝ber die A 544, die A 44 sowie die A 46 und A 57. Sie ├╝berquert zwischen Neuss und D├╝sseldorf den Rhein, durchl├Ąuft den Rheinufertunnel, vereinigt sich dann kurzzeitig mit der B 7 und B 8, um dann die Stadt als A 52 nordostw├Ąrts zu verlassen. Die B 1 verl├Ąsst diese wieder beim Kreuz Breitscheid, ├╝berquert die Ruhr in M├╝lheim an der Ruhr und bildet ab M├╝lheim-Hei├čen als A 40 den sogenannten ÔÇ×RuhrschnellwegÔÇť, mit 155.000 Fahrzeugen pro Tag eine der meistbefahrenen Stra├čen Deutschlands. Im Autobahnkreuz Dortmund-West endet die A 40, der ÔÇ×RuhrschnellwegÔÇť durchquert nun wieder als B 1 Dortmund ├╝ber Rheinlanddamm und Westfalendamm.

Von Holzwickede verl├Ąuft die B 1 ├╝ber Land- und Stadtstra├čen durch Unna, Werl, Soest, Paderborn, Hameln, Hildesheim und Braunschweig. Weiter geht es ├╝ber Helmstedt, Magdeburg, Brandenburg an der Havel nach Potsdam. Dort verl├Ąuft sie ├╝ber die historische Glienicker Br├╝cke nach Berlin, wo sie von Steglitz bis Sch├Âneberg zur A 103 ausgebaut wurde. Im Berliner Zentrum f├╝hrt die B 1 ├╝ber Potsdamer Platz, Leipziger Platz und Alexanderplatz, ab dem die Streckenf├╝hrung bis M├╝ncheberg identisch mit der Bundesstra├če 5 ist. Dort zweigt die B 1 ab und endet am Grenz├╝bergang zu Polen bei K├╝strin. Auf polnischer Seite findet sie als DK 22 ihre Fortsetzung.

Ausf├╝hrlicher Streckenverlauf

Die Bundesstra├če 1 ist von alters her eine der wichtigsten Verbindungsstra├čen. Sie ├╝bernimmt in den meisten Orten und St├Ądten, die sie durchquert, eine zentrale Hauptstra├čenfunktion. Daher ist sie im Zuge der Entlastung von Innenst├Ądten vielerorts von einer Verlegung auf eine Umgehungsroute betroffen.

Daraus ergibt sich, dass sie ÔÇô innerst├Ądtisch oder auf freiem Land ÔÇô an wichtigen Punkten vorbeigef├╝hrt wird, die heute sehenswert sind oder wichtige Funktionen haben. Im Folgenden ist eine von der Stra├če einsehbare Auswahl aufgef├╝hrt. Auch die angenommenen Stra├čennamen der B 1 sind oft wohlklingend und bedeutsam.

Nordrhein-Westfalen

Beginnend an der niederl├Ąndischen Grenze verl├Ąuft die B 1 quer durch das gesamte Bundesland Nordrhein-Westfalen bis nach Niedersachsen. Die Stra├če ist hier auch in den Bereichen, in denen sie nicht ├╝ber Autobahnen gef├╝hrt wird, von einem in gro├čen Teilen autobahn├Ąhnlichen Charakter gepr├Ągt und fast durchg├Ąngig mindestens vierstreifig ausgelegt.

Aachen

Beginn der B 1 bei Aachen

Die B 1 beginnt an der Stadtgrenze Aachens nach Vaals und der Bundesgrenze zu den Niederlanden, anschlie├čend an den niederl├Ąndischen Provincialen Weg 278. Von dort aus geht es ├╝ber die Vaalser Stra├če in Richtung Innenstadt, das Klinikum Aachen befindet sich dabei in Sichtweite. Die Innenstadt von Aachen wird von der B 1 n├Ârdlich (B 1a) und s├╝dlich (B 1) auf dem Alleenring umfahren. An der B 1 befinden sich das Marschiertor, der Aachener Hauptbahnhof und der Burtscheider Viadukt. An der B 1a befinden sich das Audimax der RWTH Aachen, das Ponttor, der Lousberg und das Kongresszentrum Eurogress. Am Bl├╝cherplatz zweigt die B 1 vom urspr├╝nglichen Verlauf ab in Richtung Europaplatz, an dem die A 544 beginnt.

  • Stra├čennamen:
    • B 1: Vaalser Stra├če, An der Schanz, Boxgraben, Lagerhausstra├če, R├Âmerstra├če, Kurbrunnenstra├če, Wilhelmstra├če, Heinrichsallee, Hansemannplatz, J├╝licher Stra├če, Bl├╝cherplatz, Europaplatz (Beginn der A 544)
    • B 1a: An der Schanz, Junkerstra├če, Turmstra├če, Pontwall, Saarstra├če, Ludwigsallee, Monheimsallee, Hansemannplatz

Aachen bis Neuss

Unterbrechung der Bundesstra├če 1 am Tagebau Garzweiler 2

Der Streckenabschnitt zwischen Aachen und Neuss wird durch die Autobahnen A 544, A 44, A 46 sowie die A 57 markiert. Dabei musste die A 44 im Bereich zwischen Kreuz Jackerath und Kreuz Holz dem Braunkohletagebau Garzweiler 2 weichen und wurde gr├Â├čtenteils abgerissen. Der Wiederaufbau ist f├╝r 2017 geplant.

Dennoch ist der alte Stra├čenverlauf der B 1 gut erkennbar, wenn der Stra├čenbenutzer in Aachen am Bl├╝cherplatz die J├╝licher Stra├če weiterverfolgt anstatt in Richtung Autobahn zu fahren. Diese folgt geradeaus dem Verlauf der B 1, durch Haaren, W├╝rselen-Broichweiden, die Alsdorfer Stadtteile Mariadorf und Hoengen sowie durch Aldenhoven-Schleiden vorbei an Aldenhoven, erreicht als Aachener Stra├če J├╝lich und f├╝hrt von dort aus als Neusser Stra├če durch Mersch und Titz vorbei an Jackerath, wo sie anschlie├čend auf den Tagebau Garzweiler 2 trifft und dort an einem Aussichtspunkt endet.

Jenseits des Tagebaus f├╝hrt ein St├╝ck der A 46 auf dem ehemaligen Streckenverlauf der B 1 und ist an der Anschlussstelle Neuss-West zum Autobahnkreuz ausgebaut. Von der heutigen Verkehrsf├╝hrung ├╝ber die A 57 zweigt hier der ehemalige Verlauf der B 1 ab, die fr├╝her ├╝ber die heutige J├╝licher Landstra├če durch die Innenstadt von Neuss verlief.

D├╝sseldorf

Die Einfahrt der B 1 in die Innenstadt ÔÇ×durchÔÇť das Stadttor
Die B 1 in D├╝sseldorf als Rheinuferstra├če bei Nacht, das Vodafone-Hochhaus mit Weihnachtsbeleuchtung
In D├╝sseldorf-Derendorf haben die B 1, B 7 und B 8 auf rund 2 km eine gemeinsam verlaufende Strecke
ARAG Europazentrale von der B 1 gesehen

Der Stra├čenverlauf der Bundesstra├če 1 ist in D├╝sseldorf komplett mindestens vierstreifig und hat teilweise autobahn├Ąhnlichen Charakter. Als sogenanntes ÔÇ×JahrhundertprojektÔÇť wurde die B 1 als Rheinuferstra├če seit Mitte der 1980er Jahre baulich stark ver├Ąndert. Sie und ihre Skyline sind ein identifikationsgebendes Postkarten- und Vorzeigeobjekt geworden, das der weltbekannten K├Ânigsallee fast den Rang abgelaufen hat.

Historisch gesehen wurde D├╝sseldorf am Verlauf der heutigen Bundesstra├če 1 gegr├╝ndet. So f├╝hrt auch heute noch die ├Ąlteste Stra├če der Stadt auf der ÔÇô seit Gr├╝ndungszeiten niemals ver├Ąnderten ÔÇô Trasse ├╝ber das Gel├Ąnde des ehemaligen D├╝sseldorfer Schlosses, von dem heute nur noch der Schlossturm steht.

Die B 1 verl├Ąsst noch auf Neusser Stadtgebiet an der Anschlussstelle Neuss-Hafen die A 57, wendet sich nach rechts auf die Josef-Kardinal-Frings-Br├╝cke, im ├Ârtlichen Sprachgebrauch auch ÔÇ×S├╝dbr├╝ckeÔÇť genannt, und ├╝berquert den Rhein. Sie l├Ąsst dabei die Hammer Eisenbahnbr├╝cke links flussabw├Ąrts liegen und f├╝hrt so in die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens D├╝sseldorf mit ihrem Stadtteil Hamm. Sie folgt zun├Ąchst auf etwa einem Kilometer dem S├╝dring und dann links der V├Âlklinger Stra├če, die ihren namensgleichen Bahnhof der S-Bahn-Linien S8, S11 und S28 im Tunnel Gladbacher Stra├če unterquert, womit sie sich nun im Ortsteil Unterbilk befindet.

Aus diesem Tunnel kommend n├Ąhert sich die Stra├če dem Rheinufer und passiert die rechte Flanke des D├╝sseldorfer Medienhafens mit den als ÔÇ×tanzende B├╝rot├╝rmeÔÇť bezeichneten Hochh├Ąusern des Architekten Frank Gehry. Die Einfahrt der B 1 in den Innenstadtbereich markiert ein Hochhaus in Form eines Tores ÔÇô das D├╝sseldorfer Stadttor. Darunter beginnt der zwei Kilometer lange Rheinufertunnel, der hier gleichzeitig als Besonderheit das Fundament des Stadttores darstellt. Da nun 55.000 Fahrzeuge pro Tag unterirdisch verkehren, konnte der oberirdische Teil der Stra├če stark verkehrsberuhigt werden. Hier auf der sogenannten ÔÇ×RheinuferpromenadeÔÇť wird die Stra├če zun├Ąchst links von dem 240 Meter hohen Rheinturm sowie dem NRW-Landtag flankiert, bevor sie die Rampe der Rheinkniebr├╝cke unterquert.

Im Ortsteil Carlstadt hei├čt die Stra├če nun Mannesmannufer. Dieser Name geht wegen der seinerzeitigen feindlichen ├ťbernahme nicht mehr mit dem zum ÔÇ×Vodafone-HochhausÔÇť mutierten ÔÇ×MannesmannhochhausÔÇť einher, das sich zur Rechten erhebt und anschlie├čend vom Mannesmann-Haus gefolgt wird. Der Stra├čenname wechselt weiter zum Rathausufer. Hinter der historischen Pegeluhr auf der linken Seite folgen gegen├╝ber das Rathaus sowie der Burgplatz. Inzwischen befindet sich die Stra├če im Ortsteil D├╝sseldorf-Altstadt mit vielen historischen Geb├Ąuden und passiert ÔÇ×die l├Ąngste Theke der WeltÔÇť. Zum Stra├čennamen Schlo├čufer gesellt sich rechts der Schlossturm sowie die Basilika St. Lambertus, das mit nahezu 1000 Jahren ├Ąlteste Bauwerk D├╝sseldorfs. Kurz vor der Oberkasseler Br├╝cke, deren sogenannte Hofgarten-Rampe nun unterquert wird, endet der Rheinufertunnel. K├╝nstlerische Z├╝ge nimmt die Bundesstra├če 1 mit den Namen Joseph-Beuys-Ufer und der Passage der kuppelf├Ârmigen Tonhalle und des Kunstpalastes an, bevor der mond├Ąne zylindrische ÔÇ×VictoriaturmÔÇť das Ende der Altstadt einl├Ąutet.

Im Ortsteil Pempelfort markiert die B 1 nun als Cecilienallee einen ruhigen und leicht bewaldeten Bereich der Rheinuferpromende und entfernt sich von dieser als Homberger Stra├če und Kennedydamm in den Ortsteil Golzheim. Sie biegt jetzt rechts ab, trifft sich so mit der von der Theodor-Heuss-Br├╝cke kommenden B 7 sowie der B 8 und nimmt mit Ihnen zusammen die Namen Johannstra├če, Heinrich-Erhardt-Stra├če und Grashofstra├če an. Dabei ├╝berquert sie als Heinrich-Erhardt-Br├╝cke am Bahnhof Derendorf die Hauptstrecke KBS 415 der Deutschen Bahn zwischen Hauptbahnhof und dem Fernbahnhof Flughafen, als auch die S-Bahn-Linien S1, S6 und S7. Die B 1 entledigt sich der Gesellschaft der beiden Bundesstra├čen durch Abbiegen nach links auf den N├Ârdlichen Zubringer. Rechts von der Kurve steht mit dem ARAG-Tower das h├Âchste Hochhaus D├╝sseldorfs.

Nordostw├Ąrts verl├Ąsst die Stra├če nun die Stadt ├╝ber die A 52. Sie l├Ąsst den Flughafen D├╝sseldorf International links liegen und passiert nun im Kreis Mettmann die Stadt Ratingen und das ungew├Âhnlich m├╝hlenf├Ârmige Kreuz Breitscheid. An dessen Anschlussstelle Breitscheid verl├Ąsst sie die Autobahn und ├╝berschreitet als K├Âlner Stra├če die Grenze zu M├╝lheim an der Ruhr. Hier befand sich von 1967 bis 1992 der Zugang zu einem Miniaturpark namens Minidomm, in dem die bekanntesten Bauwerke der Welt im Ma├čstab 1:25 nachgestellt waren.[1]

M├╝lheim an der Ruhr

B 1 (K├Âlner Stra├če) mit Kloster Saarn
Der Verlauf der B 1 in M├╝lheim an der Ruhr
Die alte Stadtg├Ąrtnerei in M├╝lheim an der Ruhr an der unteren Saarlandstra├če (B 1)
Mendener Br├╝cke (Ruhr-Br├╝cke der B 1)
Im Stadtpark Witthausbusch

Die B 1 verl├Ąuft in M├╝lheim erst l├Ąndlich. Sie f├╝hrt zun├Ąchst durch Gr├╝nland, um dann in eine echte Sehensw├╝rdigkeit ├╝berzugehen: Europas gr├Â├čte und eindrucksvollste Stra├če zu Caravanen. Mehr als 25 H├Ąndler offerieren rechts und links der B 1 Wohnmobile, Mobilheime, Gartenh├Ąuser, Caravane und Artverwandtes zur Freizeitgestaltung.

An den H├Ąngen herunter zum Ruhrtal mehren sich die Autoh├Ąndler, auch zu diesem Thema gibt es einige Besonderheiten: Unter anderem H├Ąndler, die sich in Saarn (ein wenig linksab) auf Oldtimer-Fahrzeuge spezialisiert haben.

Bevor die Bundesstra├če das Ruhrtal erreicht, ist das unmittelbar rechts neben der Stra├če liegende Kloster Saarn zu sehen, ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster, dessen Gr├╝ndung im Jahre 1200 erfolgte. Die Besichtigung lohnt sich.

Vor der Ruhrbr├╝cke ist ein empfehlenswerter Abstecher nach S├╝den Richtung Kettwig. In M├╝lheim-Mintard wird die bekannte Ruhrtalbr├╝cke M├╝lheim der A 52 unterquert, Deutschlands erste Autobahnbr├╝cke, die im Grundriss im Bogen errichtet wurde (ein Punkt, der manchen Menschen ein besonderes Problem beschert: Sie k├Ânnen ohne Probleme ├╝ber eine gerade Br├╝cke fahren, aber sobald sie in einer Kurve unter eine Br├╝cke schauen k├Ânnen, bekommen sie Beklemmungen).

Rechts der Ruhr, direkt nach der Br├╝cke kreuzt die B 1 eine weitere Verbindung zwischen Kettwig und der M├╝lheimer Innenstadt. Rechts liegt die alte Stadtg├Ąrtnerei, in der sich heute eine Uhrenwerkstatt und ein Weindepot befindet. Es folgt eine langgeschwungene Serpentine an M├╝lheims begehrtestem Wohnviertel und dem Stadtpark Witthausbusch s├╝dlich der Stadtmitte vorbei auf eine Anh├Âhe, dort ├╝ber eine Kreuzung mit einer rechts nach S├╝den zum Flughafen Essen-M├╝lheim und weiter nach Essen-Werden f├╝hrenden Stra├če. Am Flughafen, waren ├╝ber die 1970er und 1980er Jahre hinweg Deutschlands einzige Luftschiffe beheimatet. Einer der gr├Â├čten Verkehrs├╝bungspl├Ątze der Republik findet sich dort, nahe der Abfahrt zur A 52.

Die B 1 f├╝hrt noch einmal durch ein Waldgebiet bergab, quert den Rumbach, einen kleinen Nebenfluss der Ruhr, ├╝ber eine alte Br├╝cke aus Ruhrsandstein und windet sich dann wieder ├╝ber Serpentinen bergauf, bis sie sich in M├╝lheim Hei├čen mit der A 40, dem ber├╝chtigten ÔÇ×RuhrschleichwegÔÇť verbindet. Kurz vor der der Stadtgrenze zu Essen kann sich der Sta├čenbenutzer den Schildern entlang zum ÔÇ×RheinRuhrZentrumÔÇť orientieren, Deutschlands erstem voll├╝berdachten Einkaufszentrum auf gr├╝ner Wiese, einem ehemaligen Zechengel├Ąnde. Dieses Einkaufszentrum ist dann auch unmittelbar vor der Essener Stadtgrenze rechter Hand zu sehen (├Âstliche Ruhrh├Âhe an der Auffahrt auf den Ruhrschnellweg A 40).

  • Stra├čennamen: K├Âlner Stra├če, Untere Saarlandstra├če, Obere Saarlandstra├če, Essener Stra├če, Ruhrschnellweg.

Essen

Ruhrschnellweg
Essener Hauptbahnhof an der Freiheit

Der Stra├čenverlauf der B 1/A 40 in Essen ist heutzutage im westlichen Teil eine tiefe Autobahnschlucht mit einigen Abfahrten. Hinter dem ÔÇ×RheinRuhrZentrumÔÇť findet sich als n├Ąchste Abfahrt Essen-Frohnhausen, ehemals Wickenburg. Die n├Ąchste Abfahrt Holsterhausen liegt unmittelbar an der Widia-Fabrik von Kennametal, zweitgr├Â├čter Werkzeughersteller der Welt. Widia geh├Ârte zuvor ├╝ber mehr als sechs Jahrzehnte zum Krupp-Konzern. In ihr (und in einer anderen kleinen Essener Konkurrenz-Firma, in Huttrop nahe der B 1) wurde 1926 das Hartmetall entwickelt, ein unverzichtbarer Werkstoff f├╝r den modernen Maschinenbau. Rechter Hand gelangt der Stra├čenbenutzer auf derselben Abfahrt zu den Universit├Ątskliniken und weiter zur ber├╝hmten Margarethenh├Âhe, urspr├╝nglich einer Wohnsiedlung f├╝r die Mitarbeiter der Firma Krupp.

Vor der n├Ąchsten Abfahrt Essen-Zentrum, ehemals Sachsenstra├če ÔÇô linker Hand neben der Tiefstra├če ÔÇô befindet sich das Essener Technologiezentrum, eines der allerersten in Deutschland. In der Sachsenstra├če ist der Sitz des weit ├╝ber die Grenzen des Ruhrgebietes hinaus bekannten WAZ-Konzerns, eines der m├Ąchtigsten Print-Imperien Deutschlands.

Die Ausfahrt f├╝hrt geradeaus zur Innenstadt bzw. scharf rechts ab nach Holsterhausen oder rechts ab zum Saalbau und zum Aalto-Theater ÔÇô dem Essener Opernhaus ÔÇô sowie zu den s├╝dlichen Wohnvierteln nach R├╝ttenscheid und Bredeney.

Weiter geradeaus folgt (├╝ber dem Tunnel der B 1) die alte Kruppstra├če: An der n├Ąchster Kreuzung rechter Hand hatte die Deutsche-Bahn-AG-Direktion Essen ihren Sitz, schr├Ąg gegen├╝ber die Technologie-Sparte des ThyssenKrupp-Konzerns. Weiter ├Âstlich wird auf der Kruppstra├če der Blick frei auf das links liegende Hochhaus der ehemaligen Postbank Essen neben dem S├╝dausgang des Hauptbahnhofes auf der Freiheit, sowie rechts auf die Hochh├Ąuser der RWE AG. Wenn der Stra├čenbenutzer touristisches und technik-geschichtliches Interesse mitbringt, lohnt es, die Querung von Essen in der Tiefstra├če der B 1 in der Innenstadt zu unterbrechen und nicht den Tunnel des Ruhrschnellweges zu nutzen.

Der Ruhrschnellweg-Tunnel unterquert die komplette s├╝dliche Essener Innenstadt. An der ├Âstlichen Tunnelausfahrt unmittelbar s├╝dlich liegt der Hauptbahnhof, direkt ├╝ber der Tunnelausfahrt findet sich eine Gro├čplastik zur Bergbau-Vergangenheit von Essen, die ÔÇ×Steile LagerungÔÇť. Direkt s├╝dlich der Tunnelausfahrt die Hauptverwaltungen der Evonik Industries AG (ehemals RAG Aktiengesellschaft, davor Ruhrkohle AG) auf dem Gel├Ąnde der fr├╝heren Stern-Brauerei an der Rellinghauser Stra├če.

An der Ausfahrt am Tunnelausgang geht es zur Innenstadt und zu den besseren, innenstadtnahen s├╝dlichen Wohnvierteln nach Huttrop, Bergerhausen, Bredeney und R├╝ttenscheid.

Die Abfahrt nach Huttrop und Steele f├╝hrt unmittelbar an den alten Wasserturm rechts oberhalb der B 1 an der Steeler Stra├če. Ab der Steeler Stra├če begleiten einen auf dem Mittelstreifen der Autobahn die Spurbusse, die auf der fr├╝heren Trasse der Stra├čenbahn nach Kray fahren. Der Stra├čenbahnverkehr wurde Anfang der 1990er Jahre auf spurgef├╝hrte Omnibusse umgestellt. Die Busfahrer brauchen in der Betontrogspur wie bei der Stra├čenbahn lediglich zu bremsen und zu beschleunigen; die Spurf├╝hrung des Busses ├╝bernehmen Leitplanken und die vorderen Lenkrollen.

Die n├Ąchste Einm├╝ndung ist das Autobahndreieck Essen-Ost, an der die Autobahn A 52 von D├╝sseldorf einm├╝ndet. Hier werden oft in beiden Richtungen Staus ausgel├Âst. Zuvor zweistreifig, ist ab hier der Verlauf der B 1 dreistreifig pro Richtung bis zur Stadtgrenze Essen. Die Abfahrt unmittelbar hinter der Einm├╝ndung der A 52 ist die Frillendorfer Stra├če, die zu Industriegebieten und zur fr├╝heren Bundeswehr-Kaserne f├╝hrt. Nach einer langen, abw├Ąrts geneigten Rechtskurve (Radark├Ąsten in der ÔÇ×Buderus-KurveÔÇť) ist die vorletzte Abfahrt der B 1 auf Essener Gebiet Essen-Kray/Steele. Hier fahren auch die Spurbusse wieder die Rampe hinauf, und die Busfahrer m├╝ssen wegen des Endes der Spurf├╝hrung an der oberen Rampenkante wieder selbst lenken. Letzte Ausfahrt auf Essener Stadtgebiet ist die Ausfahrt Gelsenkirchen S├╝d, fr├╝her Gelsenkirchen. Die ehemals angedachte Benennung Essen-Leithe wurde nicht realisiert, da dies der f├╝r Gelsenkirchen (neben BO-Wattenscheid West) n├Ąchste A 40/B 1-Anschluss ist.

Der Essener Abschnitt der B 1 geh├Ârt zu den am st├Ąrksten belasteten Stra├čen Deutschlands. Hier entz├╝ndeten sich aufgrund des Verkehrsl├Ąrms bereits in den fr├╝hen 1960er Jahren Diskussionen ├╝ber die Wertigkeiten des Verkehrs und der Anwohnerrechte. An den schlimmsten L├Ąrm-Passagen am heutigen Autobahndreieck Essen-Ost und der Anschlussstelle Frillendorf sind Ende der 1960er Jahre mit die ersten L├Ąrmschutzw├Ąnde in Deutschland errichtet wurden. Mittlerweile findet sich dort die zweite Generation von L├Ąrmschutzw├Ąnden, jedoch ist aufgrund der vielen Durchbrechungen der W├Ąnde an Auf- und Abfahrten sowie des stetig gestiegenen Verkehrsaufkommens der Schallpegel weiterhin sehr hoch.

  • Stra├čennamen: Ruhrschnellweg ÔÇô A 40 (Autobahn-Tiefstra├če), fr├╝her: Kruppstra├če.

Bochum

Das Opelwerk in Bochum

Der Eintritt der B 1 nach Bochum (genauer: Wattenscheid) ist zugleich der Wechsel der Regierungsbezirke: Aus D├╝sseldorfer und rheinl├Ąndischer F├╝rsorge geht man hin├╝ber zu Arnsberger und westf├Ąlischer F├╝rsorge. In der Rechtskurve auf der Kuppe hinter Frillendorf liegt die Abfahrt zur B 227 nach Gelsenkirchen, die in einer Schleife nur nach Norden f├╝hrt; es gibt hier keine M├Âglichkeit, ÔÇ×rechtsabÔÇť s├╝dlich nach Wattenscheid-H├Ântrop zu gelangen. Dies ist erst an der n├Ąchsten Abfahrt Wattenscheid-West m├Âglich, an der es links zur Mitte von Wattenscheid geht. Rechts f├╝hrt die Abfahrt erst in eine Industriegebiet, in dem sich die Hauptniederlassung des gr├Â├čten Werksh├Ąndlers f├╝r Daimler-Fahrzeuge in Deutschland befindet, die Fahrzeug-Werke LUEG AG. Der Weg rechtsab f├╝hrt weiter dann auf die Anh├Âhe von H├Ântrop, auf der die alte Hellweg-Verbindung von Essen-Steele nach Bochum zieht.

N├Ąchste Abfahrt ist der Bahnhof von Wattenscheid. Hinter dieser Abfahrt steht einer der ersten (und auch h├Âchsten) Werbemaste der Hamburger-Kette McDonaldÔÇÖs in Deutschland. Direkt dahinter steht als Blickfang auf st├Ąhlernen St├╝tzen ein amerikanischer North American F-86 D├╝senj├Ąger, der den Vorplatz des Hauptsitzes der Autozubeh├Âr-Firma D&W schm├╝ckt.

Vor der n├Ąchsten Abfahrt Bochum-Stahlhausen liegen rechts die riesigen Werksareale der Thyssen-Krupp-Stahl AG, die hier am Standort Bochum insbesondere auf die Zulieferung mit Karosserieblechen und Coils f├╝r die Automobilindustrie eingerichtet ist. Neben Duisburg sind hier die letzten echten Montan-Arbeitspl├Ątze entlang des Ruhrschnellwegs bzw. der B 1 zu verzeichnen.

Die Abfahrt Stahlhausen f├╝hrt zur s├╝dlichen Bochumer Stadtumfahrung. Allerdings existiert noch kein direkter Autobahnanschluss, da es wenige Meter durch Stahlhausen und unter einer Eisenbahnunterf├╝hrung rechtsab geht, bevor man in eine neue Tiefstra├če zum s├╝dlichen Bochumer Stadtring gelangt. Im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus dieses Abschnitts der A 40/B 1 entsteht hier das Kreuz Bochum-West, das den Stadtring mit einem Spaghetti-Knoten an die Autobahn anschlie├čt. Oben geradeaus ÔÇô rechts an der Abfahrt der B 1 gelangt man zur Jahrhunderthalle und nach Stahlhausen herein, wo an der Alleestra├če nicht nur die fr├╝heren Krupp-Betriebe, sondern auch die VSG ihre Betriebe unterh├Ąlt. Stahlhausen ist auch Einfallstor f├╝r die ├Âstliche und s├╝dliche Innenstadt und die bekannte Kneipenmeile des sogenannten ÔÇ×BermudadreiecksÔÇť.

Der Verlauf der B 1 macht eine langgezogene Linkskurve, in der bis in die 1970er Jahre ein stechender Geruch aufgrund der nahen Kokerei und einer direkt ├╝ber die B 1 f├╝hrenden Koks-Loren-Seilbahn markant war. Der Stra├čenverlauf senkt sich in einer Rechtskurve in eine Tiefstra├če, vor der man an der n├Ąchsten Abfahrt zur B 226 nach Herne-Wanne und zur Bochumer Innenstadt gelangt, die von der B 1 in einem Drittelbogen n├Ârdlich umfahren wird. N├Ąchste Abfahrt hinter der Tiefstra├če ist dann die B 51, die durch den Bochumer Norden des Stadtteils Riemke eine Kurzverbindung zur A 43 nach Herne, Recklinghausen und M├╝nster anbietet.

Die n├Ąchste Abfahrt Stadion f├╝hrt zur Arena des Fu├čballvereins VfL Bochum. Fr├╝her hie├čen Stadion und Ausfahrt Ruhrstadion, das Stadion wurde 2006 in rewirpowerSTADION umbenannt, der Name der Ausfahrt wurde 2007 ge├Ąndert. Die Ausf├Ąhrt f├╝hrt ebenfalls zur Musical-Halle des ÔÇ×Starlight ExpressÔÇť, eines der erfolgreichsten und am l├Ąngsten gespielten Musicals aller Zeiten, sowie zum Bochumer Stadtpark mit seiner sch├Ânen Parkanlage und einer Gastronomie, Spielort des Klavierfestivals Ruhr, sowie zum Planetarium Bochum und zum Bergbaumuseum Bochum.

An der n├Ąchsten Abfahrt Castroper Stra├če m├╝ndet wiederum von S├╝den und von den Opel-Werken kommend der Bochumer Stadtring auf die B 1. N├Ârdlich gelangt man nach Harpen und Kornharpen. Hinter dem unmittelbar darauf folgenden Autobahnkreuz mit der A 43 folgt die Abfahrt zum Ruhr-Park-Einkaufszentrum, seit ├╝ber zwanzig Jahren nun unangefochten das gr├Â├čte Einkaufszentrum Deutschlands, gebaut auf nicht mehr ben├Âtigtem Bergbau-Areal, Fl├Ąchen, von denen es auf der Schiene der B 1 und umliegend viele Quadratkilometer neugenutzter Fl├Ąchen im Wege des gro├čen Strukturwandels des Ruhrgebiets gibt.

Nach einer langen Senke n├Ąhert man sich wieder ansteigend der Dortmunder Stadtgrenze, die einen vierfachen, unbemerkten Grenzwechsel bietet: Man verl├Ąsst Bochum, f├Ąhrt kurz ├╝ber L├╝tgendortmunder Terrain, um nochmals in der Rechtskurve hinter der B 235 (Provinzialstra├če) an einem kleinen Autobahn-Parkplatz kurzzeitig ├╝ber Bochumer Gebiet zu fahren, bevor man sich dann endg├╝ltig im Verlauf der B 1 auf mehr als 25 Kilometern auf Dortmunder Stadtgebiet befindet. Die Abfahrt Dortmund-L├╝tgendortmund f├╝hrt auch zu den Bochumer Stadtteilen Langendreer und Werne.

  • Stra├čennamen: Ruhrschnellweg ÔÇô A 40.

Dortmund

Der Verlauf der B 1 in Dortmund
Die Schnettkerbr├╝cke vor der Erneuerung
Die Dortmunder Westfalenhalle
Loveparade 2008 auf der B 1
Aktion Still-Leben Ruhrschnellweg am 18. Juli 2010 in Dortmund

Im ├Ąu├čersten Westen des Stadtgebiets beginnt der Verlauf der B 1 durch Dortmund an der Abfahrt Dortmund-L├╝tgendortmund zur B 235, der Provinzialstra├če. Nahe dieser Abfahrt liegt s├╝dlich das Areal der stillgelegten ÔÇ×Brauerei BrinkhoffÔÇť, die noch bis Juli 2002 unter ihrem historischen Namen ÔÇ×Ritter-BrauereiÔÇť firmierte. Gegen├╝ber der Brauerei, direkt von der B 1 aus einsehbar, befindet sich das Werksgel├Ąnde der fr├╝heren Werkzeugmaschinenfabrik T├Ânshoff, hinter der nochmal auf wenigen Metern Bochumer Stadtgebiet durchquert wird. Die n├Ąchste Abfahrt Dortmund-Kley f├╝hrt zu einem gro├čen Gewerbegebiet, dem Indupark mit gro├čfl├Ąchigem Einzelhandel.

Es folgt das Autobahnkreuz Dortmund-West, das die B 1/A 40 mit der A 45, der ÔÇ×SauerlandlinieÔÇť, verbindet. Von hier an wurde die B 1 bis Oktober 2009 gro├čz├╝gig auf sechs Spuren erweitert. Auf diesem Teilst├╝ck befindet sich die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld/Universit├Ąt, an der sich am westlichen Hangkamm des Emschertales neben der Universit├Ąt ein sehr gro├čes Technologie-Zentrum etabliert hat. Auf der n├Ârdlichen Seite sieht man die Deutsche Arbeitsschutzausstellung, eines der gr├Â├čten technischen Museen Deutschlands, und den Dorstfelder Hannibal. Hinter dem langgezogenen Hang und der neu eingerichteten Abfahrt Dortmund-Barop folgt die Baustelle der bis voraussichtlich im Herbst 2011 im Neubau befindlichen Schnettkerbr├╝cke ├╝ber die Emscher. Nach deren Fertigstellung wird die B 1 bis zum Abzweig nach Dortmund-Hombruch und zum Kreuzviertel sechsstreifig ausgebaut sein. Bis hierhin ist sie als Autobahn A 40 beschildert. Auf ihrem weiteren Verlauf durch das dortmunder Stadtgebiet ist sie wieder als B 1 mit der gelben Beschilderung f├╝r Bundesstra├čen ausgewiesen.

Im Anschluss an die Schnettkerbr├╝cke wird die B 1 sechsstreifig ├╝ber verengte Fahrstreifen gef├╝hrt (weitere Einzelheiten werden unter den Stichworten Rheinlanddamm und Westfalendamm erl├Ąutert), wobei sie die Bundesstra├če 54 kreuzt (geplante A 40-Bezeichnung: Dortmund-Zentrum). Hier finden sich weitere Sehensw├╝rdigkeiten wie der Signal Iduna Park, die Westfalenhallen, der Florianturm und der Westfalenpark sowie das Telekom-Hochhaus. Die Bundesstra├če 1 hat hier ein t├Ągliches Verkehrsaufkommen von mehr als 140.000 Fahrzeugen und es bestehen seit langem Planungen, die Strecke durch die dicht besiedelte Dortmunder Gartenstadt in einem Tunnel zwischen dem Abzweig Dortmund-M├Ąrkische Stra├če und der Bundesstra├če 236 zu f├╝hren. Der aktuelle Entwurf sieht vor, die heutigen Ampelkreuzungen durch eine kreuzungsfreie Anschlussstelle Dortmund-H├Ârde/Dortmund-K├Ârne zu ersetzen. Die auf f├╝nf Jahre angesetzten Bauarbeiten f├╝r die 2,2 Kilometer lange Tunnelstrecke sollten nach dem Planfeststellungsverfahren im Jahr 2009 beginnen,[2] liegen aber derzeit wegen gerichtlich festgestellter Verfahrensfehler bis zu einer Neuaufnahme des Verfahrens auf Eis.

Hinter dem Westfalendamm und dem autobahn├Ąhnlichen Kreuz mit der B 236 (geplante Bezeichnung Dortmund-Ost) befinden sich auf der n├Ârdlichen Seite die beiden Hochh├Ąuser des Finanzamtes Dortmund-Ost/Dortmund-Unna und die Galopprennbahn. Auf der s├╝dlichen Seite schlie├čt sich im Sch├╝rener Feld auf dem ehemaligen Kasernengel├Ąnde der britischen Rheinarmee ein neu errichtetes Technologie- und Wohngebiet (Stadtkrone Ost) an, dessen markantestes Geb├Ąude die Niederlassung des ADAC darstellt. Gegen├╝ber auf der n├Ârdlichen Seite liegt das ÔÇ×Autozentrum WambelÔÇť, eine Gewerbefl├Ąche, die f├╝r Autoh├Ąuser vorgesehen ist. Hinter der kreuzungsfrei umgebauten Anschlussstelle Stadtkrone Ost schlie├čt sich das langgestreckte Areal des Hauptfriedhofs Dortmund an, w├Ąhrend im S├╝den unmittelbar nach der Ausfahrt Marsbruchstra├če die LWL-Klinik Dortmund zu sehen ist. Hier kreuzt die Stadtbahnlinie U47, die ab der Unterf├╝hrung Westfalendamm/M├Ąrkische Stra├če parallel zur B 1 auf einem Mittelstreifen zwischen den Richtungsfahrspuren entlanggef├╝hrt wird, die Fahrbahn in s├╝dlicher Richtung nach Aplerbeck. Demn├Ąchst wird die Stadtbahnlinie U47 hinter der neu gestalteten Haltestelle ÔÇ×HauptfriedhofÔÇť entlang der B 1 abgesenkt und dann nach S├╝den unter der Fahrbahn hindurchgef├╝hrt. Dann muss der Verkehr nicht mehr durch die heute vorhandene Ampelanlage gestoppt werden, wenn die Bahn aus der Mitte der B 1 nach Aplerbeck abbiegt. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich Mitte 2012 beginnen.[3]

Der Ausfahrt folgt ein bereits 1963 vierstreifig autobahn├Ąhnlich ausgebautes Teilst├╝ck, das ├╝ber den Dortmunder R├╝cken ÔÇô einen H├Âhenzug, der im dortmunder Osten den typischen l├Ąndlichen B├Ârdecharakter annimmt ÔÇô aus dem Dortmunder Stadtgebiet herausf├╝hrt, mit der Abfahrt Dortmund-Aplerbeck/Dortmund-Brackel, ├╝ber eine 60 Meter lange Br├╝cke, die den kleinen Ortsteil Neuasseln ├╝berspannt, und mit den Abfahrten Dortmund-S├Âlde/Dortmund-Asseln sowie nach Holzwickede, einer Gemeinde im Kreis Unna, und zum Flughafen Dortmund in Dortmund-Wickede. Am n├Ârdlichen Hang unterhalb des Flughafens sieht man kurz vor der Ausfahrt ein architektonisch interessantes Nurdach-Haus von Porsche. Die historische Trasse der ehemaligen Reichsstra├če 1 unterqert in S├Âlde die B 1, verl├Ąuft danach parallel zu ihr als ÔÇ×ChausseeÔÇť n├Ârdlich oberhalb des Hanges unmittelbar am Flufhafengel├Ąnde auf der Stadtgrenze zur Gemeinde Holzwickede und trifft in der Verl├Ąngerung auf der ├ťberf├╝hrung ├╝ber die Bundesautobahn 1 im Autobahnkreuz Dortmund/Unna auf die B 1.

An der Ausfahrt Holzwickede ├Ąndert sich wieder die Beschilderung, die B 1 l├Ąuft nun als Autobahn weiter bis zum Kreuz Dortmund/Unna. Hier trennt sich der Verlauf der B 1 wieder von der Autobahn, die unter dem Namen A 44 ├╝ber Unna, Werl und Soest nach Kassel f├╝hrt. Die B 1 wird ÔÇô versetzt um einige hundert Meter nordw├Ąrts ÔÇô fortgef├╝hrt, wobei sie die Stadtmitte von Unna s├╝dlich umrundet, und anschlie├čend ├╝ber Werl und Soest in Richtung Paderborn f├╝hrt.

Am 19. Juli 2008 fand auf der Bundesstra├če 1 im Stadtgebiet von Dortmund unter dem Motto ÔÇ×Highway to LoveÔÇť die zweite Loveparade im Ruhrgebiet statt. Es war das erste Mal in der Geschichte der B 1, dass sie f├╝r ein derartiges Gro├čereignis im Stadtgebiet f├╝r den Stra├čenverkehr gesperrt wurde. An der Veranstaltung auf einem zwei Kilometer langen Teilst├╝ck des Rheinlanddamms nahmen laut Angaben der Veranstalter und der Polizei 1,6 Millionen Menschen teil.[4] Am 18. Juli 2010 war der Rheinlanddamm im Rahmen der Aktion Still-Leben Ruhrschnellweg f├╝r den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. F├╝r die Feierlichkeiten zur Bundesliga-Meisterschaft des BVB Borussia Dortmund, an denen etwa 400.000 Feiernde teilnahmen, wurde das Teilst├╝ck vom 14. bis zum 15. Mai 2011 erneut f├╝r den Stra├čenverkehr gesperrt.

Unna

Die vierstreifige Umfahrungsstra├če und die folgende Alleestra├če der ÔÇ×alten B 1ÔÇť im Osten von Unna war vor dem Bau der Autobahn A 44 nach Kassel stark verkehrsbelastet. Der Autobahnbau ├Ąnderte die Lage; heutzutage ist das ÔÇ×AutowandernÔÇť und auch das Radfahren entlang der alten B 1 eine entspannte Angelegenheit.

Lohnend ist ein kleiner Ausflug ├╝ber die Bundesstra├če 233 s├╝dw├Ąrts hinauf auf den H├Âhenzug des Haarstrangs. Von der H├Âhe, rund drei Kilometer s├╝dlich der B 1, hat man einen guten Ausblick ├╝ber Unna und das ├Âstliche Ruhrgebiet.

Markant sind in den d├Ârflichen Orten ├Âstlich von Unna die Vielzahl b├Ąuerlicher Stra├čenanbieter von Lebensmitteln: die hier beginnenden Hellwegb├Ârden z├Ąhlen zu den fruchtbarsten Ackerbaulandschaften Deutschlands. Die B 1 f├╝hrt an den zu Unna geh├Ârigen D├Ârfern M├╝hlhausen (Sehensw├╝rdigkeit: M├╝hlenturm an der ├Âstlichen Ausfallstra├če) und L├╝nern s├╝dlich vorbei und quert den s├╝dlichen Teil von Hemmerde. Ab M├╝hlhausen kann man die alte Technik der Landvermesser erkennen: Die Stra├če f├╝hrt schnurstracks von Kirchturmspitze zu Kirchturmspitze, um heute jeweils vor den Orten sanft seitw├Ąrts zu verschwenken und so die Dorfkerne zu meiden, eine Entwicklung, die bereits in den 1950er und 1960er Jahren einsetzte. Die Allee f├╝hrt s├╝dlich an einem kleinen Bauernweiler ÔÇ×SteinenÔÇť vorbei, in dem auf einer Kuppe einer der Zufl├╝sse der Lippe, die Seseke, entspringt.

  • Stra├čennamen: Bundesstra├če 1, Werler Stra├če.

Werl

Die Bundesstra├če f├╝hrt in den Kreis Soest nach Werl. Rechts und links der Stra├če findet man etliche Bauernh├Âfe, die einen ÔÇ×Ab-Hof-VerkaufÔÇť von Kartoffeln, Gem├╝se und Obst betreiben. Die B 1 durchquert Holtum, dann B├╝derich, beide heute westliche Stadtteile von Werl. Im n├Ârdlichen B├╝derich hat sich im dortigen Industriegebiet neben M├Âbelindustriebetrieben, Betonwerk und Bauzulieferern ein gro├čes M├Âbelhaus angesiedelt, das in der Aufz├Ąhlung der M├Âbelh├Ąuser in Deutschland unter den ersten 15 zu finden ist.

Hinter B├╝derich ist die Autobahnabfahrt zur A 445, die in ihrem Verlauf westlich um Werl f├╝hrt und an der B 63 nach Hamm endet, und im s├╝dlichen Verlauf Richtung Arnsberg ins Sauerland f├╝hrt. Hinter der Autobahnunterquerung tangiert die B 1 in einer langgezogenen Kurve die westlichen Wohnviertel von Werl.

Der neue Teil der Umfahrung von Werl (er wurde im Dezember 2003 f├╝r den Verkehr freigegeben) f├╝hrt im Halbkreis s├╝dlich um Werl herum. S├╝d├Âstlich passiert die neue Umfahrung eine markante Windm├╝hle aus dem 15. Jahrhundert. An dieser Kreuzung trifft die B 1 auf die nach S├╝dosten auf die H├Âhe der Haar herauff├╝hrende B 516, die sich auf dem Scheitelpunkt der Haar weiter bis Brilon fortsetzt.

Der weitere Verlauf der B 1 durch das B├Ârdeland f├╝hrt durch den Werler Vorort West├Ânnen, der durch das dort in mehreren Fabriken hergestellte Sauerkraut bekannt ist. Nach einigen Kilometern Landstra├če vorbei an dem Werler Vorort Mawicke n├Ąhert man sich den westlichen Vororten von Soest. Auf dieser Strecke bewegt sich allj├Ąhrlich der gr├Â├čte Silvesterlauf Deutschlands auf einer Strecke von 15 Kilometern L├Ąnge von der Werler Stadthalle bis zum Soester Marktplatz ÔÇô der ├╝berwiegende Teil der Laufstrecke befindet sich auf der B 1.

Im gesamten Bereich von Unna, Werl und Soest machte sich nach Einf├╝hrung der Autobahn-Maut f├╝r Lkw aufgrund der bequemen Parallel-Lage der B 1 zur A 44 ein ÔÇ×Maut-VermeidungsverkehrÔÇť sehr unangenehm bemerkbar. Durch einige stark einschr├Ąnkende Bauma├čnahmen (beispielsweise in Werl-B├╝derich enge Verschwenkungen und Parkbuchten) wurde den Lkw das Befahren der B 1 erschwert.

  • Stra├čennamen: Holtumer Bundesstra├če, B├╝dericher Bundesstra├če, Soester Stra├če, West├Ânner Bundesstra├če, Mawicker Bundesstra├če.

Soest

Die B 1 nach Soest durchquert im Verlauf die Bauernd├Ârfer Ost├Ânnen und Ampen, bevor sie die westlichen Gewerbegebiete der Stadt Soest erreicht. Vor einem der ├Ąltesten Opel-Gro├čh├Ąndler Deutschlands, ÔÇ×Rosenthal und RustemeierÔÇť, steht eine alte Stra├čenwalze Fabrikat B. Ruthemeyer, die bis in die 1960er Jahre in Soest gebaut wurden. Die B 1 biegt auf dem ├Ąu├čeren Stadtring von Soest s├╝dw├Ąrts ab, um Soest in einem Halbkreis zu umfahren. ├äu├čerst lohnend ist jedoch, die B 1 f├╝r die Stadtumfahrung zu verlassen und statt der ├Ąu├čeren Ringstra├če die Altstadt von Soest am inneren Wallring zu passieren, sowie sich die Soester Altstadt mit Spazierg├Ąngen zu erschlie├čen.

Auf der Ringstra├če finden sich die Innenstadt-Stra├čen sowie die Ausfallstra├čen nach S├╝den: die B 229 ├╝ber die Autobahnabfahrt Soest nach Delecke am M├Âhnesee, Breitenbruch und nach Arnsberg, sowie s├╝d├Âstlich die Niederbergheimer Stra├če Richtung V├Âllinghausen und Wamel im M├Âhnetal, nach Niederbergheim an der M├Âhne sowie Hirschberg im Naturpark Arnsberger Wald und Warstein.

Im Osten der B 1 biegt der Stra├čenverlauf wieder rechtsab von der Ringstra├če, um in einigem Abstand den eigenst├Ąndigen Kurort Bad Sassendorf zu passieren; nebenbei ein interessantes Nahausflugsziel vor allem an Sonntagen, da die Gesch├Ąfte in der Gemeinde Bad Sassendorf aufgrund des Status als Kurort auch sonntags ge├Âffnet sind.

Wiederum als schnurgerade verbindende Landstra├če durchquert die B 1 die St├Ądte Erwitte und Geseke. In Erwitte schneidet die Bundesstra├če 1 die Bundesstra├če 55, sodass in der Stadtmitte eine m├Ąchtige Bundesstra├čenkreuzung existiert, die Erwitte in vier Stadtviertel zerlegt. Sehenswert ist das Stadtviertel zwischen der B 1 Richtung Geseke/Paderborn und B 55 Richtung Lippstadt. Hier steht das Erwitter Schloss und dort befindet sich der Marktplatz. Mit einem Schloss im Stadtkern kann Geseke nicht aufwarten, jedoch hat man sich dort in den Sechziger Jahren entschlossen die Bundesstra├če 1 in einem weiten Bogen um den mittelalterlichen Stadtkern herumzuf├╝hren. So wurde der gewachsene mittelalterliche Stadtkern (Stadtrecht von 1216) vor dem Erwitter Schicksal bewahrt; ├ähnlich wie in Soest existieren in Geseke eine Vielzahl sehenswerter und denkmalgesch├╝tzter Fachwerkbauten sowie zwei m├Ąchtige tausendj├Ąhrige Kirchen.

Im gesamten Hellweg-Bereich der B 1 verl├Ąuft die Stra├če so, dass man quasi ÔÇ×von Kirchturm zu KirchturmÔÇť f├Ąhrt: im R├╝ckspiegel sieht man mittig ├╝ber der Stra├če den Kirchturm der Stadt die man verlassen hat, w├Ąhrend mittig ├╝ber der Stra├če vor einem der Kirchturm der n├Ąchsten Stadt auftaucht. Hierdurch wird deutlich, dass der Stra├čenverlauf viel ├Ąlter ist als die Bundesstra├če selbst. Im Mittelalter orientierten sich die Menschen an Landmarken, beispielsweise an Kircht├╝rmen.

  • Stra├čennamen in Soest: Werler Landstra├če, Wisbyring, L├╝becker Ring, Riga Ring, Paderborner Landstra├če,
  • Stra├čennamen in Bad Sassendorf: Bundesstra├če,
  • Stra├čennamen in Erwitte: Soester Stra├če, Hellweg, Geseker Stra├če
  • Stra├čennamen in Geseke: Erwitter Stra├če, S├╝dring, Salzkottener Stra├če.

Kreise Paderborn und Lippe

Meilenstein an der B 1 bei Paderborn

Im Kreis Paderborn f├╝hrt die B 1 in nordwestlicher Richtung zun├Ąchst als Geseker Stra├če und als Lange Stra├če durch das Stadtzentrum von Salzkotten. Dort nimmt sie den Namen Paderborner Stra├če an und f├╝hrt im weiteren Verlauf als Salzkottener Stra├če an Wewer vorbei in Richtung Paderborner Innenstadt, durch die sie jedoch nicht hindurch f├╝hrt. Von der Autobahn-Anschlussstelle Paderborn-Zentrum bis zur n├Ąchsten Anschlussstelle Paderborn-Elsen verl├Ąuft sie nach Norden ├╝ber die A 33. Von dem Punkt, an dem die B 1 die Autobahn verl├Ąsst, f├╝hrt sie im 2-zu-1-System wieder in nord├Âstlicher Richtung an Schloss Neuhaus, am Padersee, den Fischteichen und dem Tallesee nach Marienloh aus dem Paderborner Stadtgebiet heraus, verl├Ąuft dann an Bad Lippspringe vorbei durch die Senne und verl├Ąsst das Kreisgebiet Richtung Schlangen, Horn-Bad Meinberg und Blomberg. Der weitere Weg nach Hameln f├╝hrt steil durch das Eggegebirge zwischen der Formation Externsteine und seinem h├Âchsten Berg, der Velmerstot.

Niedersachsen

Aus Nordrhein-Westfalen kommend verl├Ąuft die B 1 in West-Ost-Richtung weiter durch das Bundesland Niedersachsen.

Landkreis Hameln-Pyrmont

Der Ort Aerzen wird von der Stra├če geteilt. Bei Hameln ├╝berquert die Bundesstra├če 1 die Weser und uml├Ąuft heute als Teil des Stadtringes entlang der ehemaligen Stadtbefestigungen die Altstadt mit dem Denkmal Rattenf├Ąngerhaus. Im Mittelalter f├╝hrte der ÔÇ×HellwegÔÇť ├╝ber die Br├╝cke direkt in den M├╝nsterkirchhof und in die Alte Marktstra├če durch die Mitte von Hameln als erste Stra├če. Der Rattenf├Ąnger soll an dem Hellweg gen Osten mit den Kindern gegangen sein. Am ÔÇ×Gr├╝nen ReiterÔÇť folgt die Bundesstra├če 1 dann der Deisterallee stadtausw├Ąrts. Am Berliner Platz befindet sich ein Meilenstein mit dem Hinweis, dass es von hier aus 350 km bis nach Berlin sind sowie einer Inschrift ├╝ber den Hellweg von Aachen bis nach K├Ânigsberg.

  • Stra├čennamen: Wangelister Stra├če, Fort Luise, Pyrmonter Stra├če, M├╝nsterbr├╝cke, M├╝nsterwall, Ostertorwall, Deisterallee, Deisterstra├če, Berliner Platz, Tunnelstra├če, Hastenbecker Weg.
Blick vom Ith auf Salzhemmendorf und den Kanstein

Am Ende des Hastenbecker Weg beginnt der zu Hameln geh├Ârende Ortsteil Afferde.

Bei Coppenbr├╝gge passiert die B 1 die Pforte, die den Mittelgebirgszug Ith und den Osterwald voneinander trennt.

Anschlie├čend folgt sie dem landschaftlich reizvollen Saale-Tal ├╝ber Hemmendorf, Oldendorf in den Landkreis Hildesheim.

Landkreise Hildesheim und Peine

Die B 1 in Mehle
Hildesheim: Paulstor der Domburg aus Richtung Westen
Zwischen Hoheneggelsen und Gro├č Lafferde verl├Ąuft die B 1 parallel zur Bundesstra├če 444

Hier erreicht die B 1 im Elzer Stadtgebiet als ersten Ort Mehle. Anschlie├čend kreuzte sie urspr├╝nglich in Elze die B 3, nunmehr kreuzen sich die Trassen westlich von Elze. Unterhalb der Poppenburg im Nordstemmer Ortsteil Burgstemmen ├╝berquert sie die Leine, f├╝hrt dann weiter durch Mahlerten an Heyersum, Klein Escherde, Gro├č Escherde ÔÇô hier befindet sich seit 1451 der Gasthof Nobiskrug direkt an Stra├če ÔÇô und am Giesener Ortsteil Emmerke vorbei nach Hildesheim.

Im Stadtgebiet von Hildesheim unterscheidet sich der heutige Verlauf der B 1 zu dem der Handelsstra├čen zu Zeiten des Hellwegs. Vermutlich schon zu vorfr├Ąnkischer Zeit ÔÇô sicher aber um das Jahr 815 ÔÇô verlief die Stra├če ├╝ber das Dammtor, an dem damals f├╝r Reisende eine sichere Furt durch die Innerste bestand, und weiter ├╝ber den Steinweg ÔÇô an den noch der Stra├čenname Am Steine erinnert und der ungef├Ąhr dem Fu├čweg vor dem Roemer- und Pelizaeus-Museum entspricht ÔÇô durch das noch bestehende Paulstor in die Domburg, dem Zentrum des alten Hildesheim. Direkt an der Nordseite des Doms vorbei f├╝hrte der Weg weiter durch das (nicht mehr vorhandene) Peterstor nach Osten. Es wird vermutet, dass der Stra├čenverlauf anschlie├čend direkt ├╝ber die Stelle f├╝hrte, an der heute die Kreuzkirche steht.

Innerhalb der Stadtgrenzen von Hildesheim ist die B 1 durchgehend vierstreifig ausgebaut. Zuerst st├Â├čt die B 243 aus s├╝dlicher Richtung im Bereich Sch├╝tzenwiese hinzu, etwa zwei Kilometer weiter stadteinw├Ąrts bildet der Kennedydamm die Verbindung zur B 494 Richtung Peine. Im Osten Hildesheims kreuzt die B 1 zun├Ąchst am Berliner Kreisel mit der B 6, dann rund einen Kilometer weiter ├Âstlich mit der A 7, einer der wichtigsten deutschen Nord-S├╝d-Verbindungen.

  • Stra├čennamen: B├╝ckebergstra├če, Sch├╝tzenallee, Kaiserstra├če, Bismarckstra├če, Bismarckplatz, Berliner Stra├če, Alte Heerstra├če.

Nachdem die B 1 Hildesheim verlassen hat, verl├Ąuft sie durch die Orte Einum, Bettmar, Kemme, Schellerten, Garmissen-Garbolzum, Feldbergen, Hoheneggelsen, wo die Bundesstra├če 444 dazust├Â├čt. Bei Steinbr├╝ck verl├Ąsst sie den Landkreis Hildesheim, in Gro├č Lafferde zweigt die B 444 nach Peine ab. Die B 1 verl├Ąuft weiter durch Bettmar und Vechelde ÔÇô wo sie die von Osnabr├╝ck ├╝ber Hannover ÔÇô Peine ÔÇô Sier├če kommende B 65 aufnimmt ÔÇô durch den Landkreis Peine, der hinter Klein Gleidingen an die Stadt Braunschweig grenzt.

Braunschweig

Verlauf der B 1 durch Braunschweig
Gesamtansicht der Roggenm├╝hle Lehndorf im September 2006
Das Haus der Wissenschaft auf dem Campus der TU Braunschweig

In H├Âhe des Gleidinger Holzes erreicht die B 1 das Stadtgebiet Braunschweigs, auf dem sie vom Raffturm bis zur Anschlussstelle BS-Lehndorf der A 391 dem Verlauf der Hannoverschen Stra├če durch Lehndorf folgt. Im Westlichen Ringgebiet ab der Roggenm├╝hle Lehndorf der Hildesheimer Stra├če folgend, erreicht sie den Rudolfplatz, auf dem sie auf den Neustadtring abknickt. In der Nordstadt folgt die Bundesstra├če 1 dem weiteren Verlauf des n├Ârdlichen Abschnitts des Wilhelminischen Rings ├╝ber Wendenring und Rebenring. Dort passiert sie das gr├Â├čte Studentenwohnheim Braunschweigs, die Appartementanlage ÔÇ×AffenfelsenÔÇť am geografischen Mittelpunkt Braunschweigs,[5] den ├Ąlteren Teil des Gebietes um die Technische Universit├Ąt mit dem Geb├Ąudekomplex des Naturhistorischen Museums, der ehemaligen Kant-Hochschule und des Hauses der Wissenschaft (in Sichtweite au├čerdem die Universit├Ątsbibliothek und das TU-Altgeb├Ąude) sowie das Gel├Ąnde der ehemaligen National-J├╝rgens-Brauerei.

Kurz danach trifft die B 1 auf die von Osten her kommende B 248 und beide knicken, zun├Ąchst als Hagenring, dann als Altewiekring nach S├╝den ab. Auf diesem ├Âstlichen Abschnitt des Wilhelminischen Rings f├╝hren die beiden Bundesstra├čen auf einer Trasse durch das ├Âstliche Ringgebiet mit der Mars-la-Tour-Kaserne.

An der Kreuzung mit der Helmstedter Stra├če zweigt die B 1 ÔÇô stadteinw├Ąrts ÔÇô in s├╝d├Âstlicher Richtung in diese ab und erreicht ÔÇô stadtausw├Ąrts ├╝ber die Leonhardstra├če ÔÇô das Marienstift. Im weiteren Verlauf f├╝hrt die Stra├če durch Viewegs Garten-Bebelhof, unterquert dabei die Eisenbahnstrecke HannoverÔÇôMagdeburgÔÇôBerlin und f├╝hrt an der Internationalen Schule Braunschweig-Wolfsburg und dem Evangelischen Hauptfriedhof entlang. Nach ├ťberquerung der Gleisanlagen des Rangierbahnhofs erreicht die B 1 in H├Âhe der Anschlussstelle BS-Rautheim der A 39 den Stadtbezirk S├╝dstadt-Rautheim-Mascherode, den sie an dessen n├Ârdlichen Rand bis zum Sch├Âppenstedter Turm durchquert, bis sie dort das Stadtgebiet verl├Ąsst.

Landkreis Wolfenb├╝ttel

Im Landkreis Wolfenb├╝ttel durchquert die B 1 lediglich die Gemeinde Cremlingen. Beginnend am Sch├Âppenstedter Turm verl├Ąuft sie durch die Ortsteile Klein-Sch├Âppenstedt und Cremlingen, wo sie von der Ortsdurchfahrt auf eine Umgehungsroute verlegt wurde. Kurz vor Cremlingen ├╝berquert die B 1 die A 39. Zuletzt passiert sie den Ortsteil Abbenrode, wo die alte aber sehr sch├Ân renovierte Bockwindm├╝hle auff├Ąllt.

Landkreis Helmstedt

Auf dem Streckenabschnitt von Abbenrode ├╝ber Bornum am Elm, einem Ortsteil von K├Ânigslutter, und teilweise bis nach K├Ânigslutter durchf├Ąhrt man den Landkreis Helmstedt und hat einen guten Ausblick in Richtung Wolfsburg zur linken und zum Elm zur rechten Seite hin. Bereits vor K├Ânigslutter f├Ąllt dem Nutzer der B 1 der Kaiserdom ins Auge. Im Stadtkern f├╝hrt die B 1 an den Resten der alten Stadtmauer entlang und schlie├člich durch den Ortsteil Sunstedt am Klostergut Hagenhof vorbei nach S├╝pplingen und Helmstedt.

Helmstedt

Urspr├╝nglich verlief die B 1 durch das von einer mittelalterlichen Stadtbefestigung und W├Ąllen umgebene Zentrum von Helmstedt: Sie f├╝hrte unter dem ehemaligen Stadttor, dem Hausmannsturm, hindurch und bildete dann die historische Hauptstra├če des Ortes, die Neum├Ąrker Stra├če. Als diese Stra├če zur Fu├čg├Ąngerzone erkl├Ąrt wurde, musste auch die B 1 verlegt werden: Sie tangierte weiterhin das Stadtzentrum und bildete eine wichtige Verkehrsader der Stadt, jedoch verlief sie nun jenseits der historischen Wall-Anlagen.

Seit im Jahr 2005 eine S├╝d-Umgehung fertiggestellt und freigegeben wurde, verl├Ąuft die B 1 von Westen kommend ├╝ber diese Neubaustrecke s├╝dlich der Stadt in Richtung Magdeburg und kreuzt hierbei die B 244; das Stadtgebiet wird nicht mehr ber├╝hrt. Unmittelbar vor Helmstedt liegen auf der linken Seite sehenswerte H├╝nengr├Ąber (die L├╝bbensteine). Im weiteren Verlauf der Umgehung sind interessante Blicke in den angrenzenden (ehemaligen) Tagebau m├Âglich bevor der Lappwald durchquert wird. Entlang der B 1 ist von der ehemaligen innerdeutschen Grenze nichts mehr zu sehen. Wer sich aber einen Einblick verschaffen will, biegt von der B 1 der Ausschilderung folgend auf die BAB-Anschlussstelle Helmstedt/Ost ab und gelangt so nach etwa 500 Metern zum ehemaligen Grenz├╝bergang Helmstedt-Marienborn. Die B 1 endete w├Ąhrend der deutschen Teilung unmittelbar hinter Helmstedt an den Sperranlagen, ein Grenz├╝bertritt war nur auf der A 2 m├Âglich.

  • Stra├čennamen (urspr├╝nglicher Verlauf der B 1): Braunschweiger Tor, Harsleber Torstra├če, Neum├Ąrker Stra├če, Papenberg, Magdeburger Stra├če, Magdeburger Tor.
  • Stra├čennamen (Verlauf der B 1 bis 2005): Braunschweiger Tor, Henkestra├če, Wilhelmstra├če, Poststra├če, Magdeburger Tor.

Sachsen-Anhalt

Nachdem die B 1 hinter Helmstedt die Bundesautobahn 2 unterquert, wechselt sie von Niedersachsen in das Bundesland Sachsen-Anhalt und verl├Ąuft nun bis etwa Bornstedt in geringem Abstand n├Ârdlich zur Autobahn.

Landkreis B├Ârde

Die Gemeinde Morsleben mit ihren knapp 350 Einwohnern ist die erste Ortschaft in Sachsen-Anhalt und im Landkreis B├Ârde direkt an den ├Âstlichen Ausl├Ąufern des Lappwaldes liegend. Von Westen kommend f├╝hrt die B 1 direkt am Endlager f├╝r radioaktive Abf├Ąlle entlang, das vor dem Ortskern von Morsleben n├Ârdlich der B 1 liegt.

  • Stra├čennamen: Stra├če der Jugend, Magdeburger Stra├če.

S├╝dlich von Morsleben liegen in dieser Reihenfolge:

Hinter Morsleben verl├Ąuft die B 1 durch die Magdeburger B├Ârde, das seit den 1920er Jahren anerkannt fruchtbarste Ackerland Deutschlands. Hier durchquert die B 1 die Gemeinden Alleringersleben, Eimersleben, Erxleben, Bornstedt, Eichenbarleben, Irxleben und weiter nach Magdeburg, wobei sie zweimal die parallel verlaufende A 2 kreuzt. Hier scheint vielerorten die Zeit stehengeblieben zu sein. An einigen Kreuzungen sieht man noch die alten gelben Schilder der B 1 in der urspr├╝nglichen Typografie, wie sie im Westen Deutschlands bis in die 1960er Jahre vorhanden waren.

Magdeburg

Die auf knapp 12,5 Kilometern L├Ąnge Magdeburg durchquerende B 1 hat eine gro├če Bedeutung f├╝r den innerst├Ądtischen Verkehr, denn sie ist die wichtigste Ost-West-Verbindung der Stadt. Ein Gro├čteil der Bundesstra├če ist in Magdeburg bereits vierstreifig ausgebaut, der Rest befindet sich in Ausbauplanung, nur die Albert-Vater-Stra├če wird aufgrund r├Ąumlicher Enge auf absehbare Zeit zweistreifig bleiben.

Die B 1 trifft aus Westen kommend ab der A 14 (Abfahrt Magdeburg-Stadtfeld) s├╝dlich des Stadtteils Olvenstedt auf Magdeburger Stadtgebiet. ├ťber den Anfang der 1990er Jahre entstandenen Neuen Renneweg f├╝hrt die Stra├če weiter auf die Olvenstedter Chaussee. In diesem Bereich existiert auch eine Stra├čenbahnstrecke auf einer seitlichen Trasse. An der Kreuzung Europaring vorbei wird die Olvenstedter Chaussee verlassen, und die B 1 wird nun unter dem Namen Albert-Vater-Stra├če weitergef├╝hrt. Es wird der Norden von Stadtfeld durchquert, bevor die Stra├če am Magdeburger Ring (B 71, B 81, B 189) auf das n├Ârdliche Magdeburger Stadtzentrum trifft.

Am Universit├Ątsplatz trifft die B 1 als Walter-Rathenau-Stra├če auf eine wichtige Nord-S├╝d-Verbindung mit Stra├čenbahnverkehr. Zur Verbesserung des Verkehrsflusses wurde 2005 hier ein Tunnel f├╝r den Ost-West-Verkehr geschaffen, sodass die Bundesstra├če diesen Bereich kreuzungsfrei passiert.

Die B 1 in Magdeburg im Bereich Jerichower Stra├če

F├╝r knapp 300 Meter verl├Ąuft auch eine Stra├čenbahnlinie direkt im Stra├čenraum (Gustav-Adolf-Stra├če/Askanischer Platz). Hinter dem Platz trifft die B 1 dann als Markgrafenstra├če auf die Elbe. Der Hauptarm des Flusses, die Stromelbe, wird durch die Jerusalembr├╝cken (je eine Br├╝cke pro Fahrtrichtung) ├╝berspannt. Die B 1 durchquert anschlie├čend den zwischen den Elbarmen gelegenen Stadtteil Werder und danach die Alte Elbe ├╝ber die Friedensbr├╝cken (auch hier je eine Br├╝cke pro Fahrtrichtung). Im Bereich des Werders liegen die Fahrspuren f├╝r die beiden Fahrtrichtungen bis zu 90 Meter auseinander.

In Magdeburgs Osten durchquert die B 1 dann als Jerichower Stra├če den Stadtteil Br├╝ckfeld. Hier liegt der Elbauenpark, die B├Ârdelandhalle und das Magdeburger Stadion, die MDCC-Arena. Die Bundesstra├če 1 ├╝bernimmt f├╝r diese Veranstaltungsorte eine wichtige Zubringer-Funktion als leistungsf├Ąhige Verbindung in Richtung Westen, denn der gr├Â├čte Teil Magdeburgs liegt auf der westlichen Elbseite.

Die B 1 verschwenkt dann auf die Berliner Chaussee und durchquert auf drei Kilometer L├Ąnge schnurgerade in Richtung Osten den gleichnamigen Stadtteil. Dieser Abschnitt in Richtung Ortsausgang ist der einzige Bereich, auf dem wegen der d├╝nnen Besiedelung innerorts eine h├Âhere Geschwindigkeit zugelassen ist. Am Ortsausgang wird noch der Umflutkanal ├╝berquert, bevor die B 1 auf den schon zu Biederitz geh├Ârenden Ortsteil Heyrothsberge trifft. Die Br├╝cke ├╝ber den Umflutkanal wird gegenw├Ąrtig durch den Neubau eines h├Âhergelegenen Br├╝ckenpaares ersetzt, um nach dem gegenw├Ąrtigen vierstreifigen Ausbau der Berliner Chaussee den Verkehr aufzunehmen, sowie k├╝nftigen Hochwasserereignissen der Elbe besser widerstehen zu k├Ânnen.

Die Stra├čenf├╝hrung der B 1 durch Magdeburg hat sich im Laufe der Zeit mehrmals ge├Ąndert, zuletzt in den 1990er Jahren.

Landkreis Jerichower Land

Burg: Ehemaliger Verlauf der B 1 in der Stadt der T├╝rme

Unmittelbar an der Kreuzung zur Bundesstra├če 184 biegt die B 1 in Heyrothsberge in Richtung Burg nord├Âstlich ab und f├╝hrt durch die Orte Biederitz, Gerwisch und M├Âser. Der Ortsteil Schermen der Gemeinde M├Âser wird danach an der Anschlussstelle Burg-Zentrum der A 2 vollst├Ąndig umfahren. Die Kreisstadt Burg des Landkreises Jerichower Land wird nach vier Kilometern erreicht, das Stadtzentrum an der Kreuzung Am Ring heute s├╝dwestlich umfahren. Wenn man Ihre historische Route durch die Stadt verfolgt, wird erkennbar, warum Burg auch den Beinamen ÔÇ×Stadt der T├╝rmeÔÇť tr├Ągt. F├╝r den heutigen Verlauf der B 1 in Burg ist charakteristisch, dass es hier wenig Wohnbebauung direkt an der Stra├če gibt. Auch hier tr├Ągt sie erneut den Namen Berliner Chaussee.

  • Stra├čennamen: Magdeburger Chaussee, Conrad-Tack-Ring, Wasserstra├če, Berliner Chaussee.

Weiter in Richtung Nordosten ├╝ber Reesen, der ersten Ortschaft nach Burg, Hohenseeden und Parchen gelangt man gemeinsam mit der B 107 nach Genthin. Mit dem erneutem Tangieren eines Stadtgebietes folgt der Stra├čenverlauf nun vierstreifig als Ortsentlastung und ├╝berquert die Eisenbahnstrecke MagdeburgÔÇôBerlin. Kurz vor dem Elbe-Havel-Kanal zweigt die B 1 nach Osten ab, w├Ąhrend die B 107 weiter nach Norden ├╝ber den Kanal f├╝hrt. Hier endet auch der Ausbauzustand der B 1 im Stadtgebiet. Kurz vor dem Ortsausgang, der auch die Grenze zu Brandenburg darstellt, wird auch der Elbe-Havel-Kanal ├╝berquert.

  • Stra├čennamen: Magdeburger Stra├če, Geschwister-Scholl-Stra├če, Berliner Chaussee.

Brandenburg/Berlin

Das Bundesland Brandenburg wird von der B 1 aus Sachsen-Anhalt kommend n├Ârdlich der ehemaligen Kader Schleuse am Elbe-Havel-Kanal erreicht. Sie f├╝hrt weiter in ├Âstlicher Richtung nur etwa sechs Kilometer durch den Landkreis Potsdam-Mittelmark, um dann Brandenburg an der Havel zu erreichen. Sie durchquert die Stadt an der Havel und f├╝hrt ab dem Dorf Gollwitz wieder durch Potsdam-Mittelmark bis zur Stadtgrenze von Berlin. Von dort durchquert sie die Stadt und das Bundesland Berlin weiter in Richtung polnischer Grenze.

Brandenburg an der Havel

Viertelmeilenstein an der B 1 gelegen bei Brandenburg an der Havel

Die B 1 erreicht die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel von Westen her im Ortsteil Plaue. Die Stra├če wurde Anfang der 2000er Jahre als Ortsumgehung n├Ârdlich des Ortes, einschlie├člich einer Havelbr├╝cke, neu gebaut. Bis dahin verlief sie durch den gesamten Ortsteil. Hinter Plaue ist sie im Wesentlichen eine Allee und f├╝hrt vorbei an der Justizvollzugsanstalt Brandenburg, dem ehemaligen Zuchthaus Brandenburg. Kurz hinter dem Ortseingang wird sie vierstreifig und f├╝hrt am Industriegel├Ąnde des ehemaligen Stahl- und Walzwerkes Brandenburg vorbei. Das nach der Wende abgewickelte ├Ąltere Stahl- und Walzwerk n├Ârdlich der B 1 beherbergt in einem Teil der gro├čen Halle heute das Industriemuseum Brandenburg an der Havel, in dem der letzte erhaltene Siemens-Martin-Ofen Westeuropas und die beeindruckende Gro├čtechnik der Stahlproduktion besichtigt werden k├Ânnen. Etwas weiter s├╝dlich von der B 1 existiert in gleicher H├Âhe ein moderneres produzierendes Stahl- und Walzwerk, das zum italienischen Riva-Konzern geh├Ârt.

Am Altstadt-Bahnhof verbindet sich der Streckenverlauf der B 1 mit der B 102. Beide Stra├čen verlaufen vierstreifig als Ortsumgehung s├╝dlich des Stadtkernes an der Fachhochschule Brandenburg und dem Hauptbahnhof bis zum Ortsteil Neu-Schmerzke vorbei. Dort zweigt die B 1 in Richtung Osten ab und verl├Ąsst die Stadt vorbei am Ortsteil Wust.

Die alte Trasse der B 1 f├╝hrte vom Altstadtbahnhof weiter auf der Magdeburger Stra├če zum Nicolaiplatz. Von dort f├╝hrte sie ├╝ber die Plauer Stra├če, die Ritterstra├če und die Hauptstra├če ├╝ber die noch als typisches Beispiel der Jugendstilphase erhaltene ÔÇ×Jahrtausendbr├╝ckeÔÇť in das Stadtzentrum. Sie folgte weiter der inzwischen als Fu├čg├Ąngerzone umgestalteten Hauptstra├če und erreicht den Molkenmarkt. Von hier ist es nicht weit zum Brandenburger Dom und anderen bedeutenden Kulturdenkm├Ąlern. Hinter dem Molkenmarkt f├╝hrte die alte Trasse der B 1 ├╝ber die St.-Annenstra├če, ├╝berquerte den Stadtkanal und verlief entlang der Potsdamer Stra├če, bis kurz vor der Bahnstrecke BerlinÔÇôMagdeburg. Der alte Verlauf der Potsdamer Landstra├če mit der Kreuzung der Bahnstrecke wurde in den 1970er Jahren zugunsten einer neuen ├ťberf├╝hrung und der gro├čz├╝giger gestalteten Ortseinfahrt aufgegeben.

  • Stra├čennamen: Plauer Landstra├če, Magdeburger Landstra├če, Zanderstra├če, Otto-Sidow-Stra├če, Am Hauptbahnhof, Am G├╝terbahnhof, Potsdamer Stra├če, Berliner Stra├če.

Landkreis Potsdam-Mittelmark

Die Strengbr├╝cke von der Havelseite, Mai 2008
Die neue Baumgartenbr├╝cke bei Geltow, erbaut 1989

Von Brandenburg kommend l├Ąuft die B 1 s├╝dlich an Gollwitz vorbei und ├╝berquert den Emster Kanal. Weiter geht die B 1 durch die kleineren Orte Jeserig, Gro├č-Kreutz und Derwitz (Ortsteil von Werder/Havel). In Derwitz an der ehemaligen Posthalterei Zum fliegenden Ro├č zweigt der Wanderweg zum Lilienthaldenkmal ab. Es erinnert an die Flugversuche des Pioniers Otto Lilienthals am dortigen Spitzberg. Sie erreicht damit die Obstanbaugebiete in der N├Ąhe von Werder. Zwischen Derwitz und Neu Pl├Âtzin wird der Berliner Ring an der Anschlussstelle 22 Gro├č Kreutz ÔÇô Werder/Havel unterquert.

Die B 1 l├Ąuft gradlinig auf Werder zu und passiert zun├Ąchst das Plessower Eck, wo sie auf eine wichtige Stra├čenverbindung aus Richtung Bad Belzig und Lehnin trifft. Kurz darauf wird der Werderaner Ortsteil Glindow ÔÇô besonders bekannt durch sein Ziegeleimuseum ÔÇô an seinem Nordrand passiert. Nach einer schmalen Landbr├╝cke zwischen dem Gro├čen Plessower See und dem Glindow-See zweigt die Strecke nach S├╝dosten ab. W├Ąhrend sie s├╝dlich an Werder vorbeif├╝hrt, ist der Werderaner Wachtelberg, ein Weinberg, zu erkennen. Er liegt auf dem 52. Breitengrad der Nordhalbkugel und ist als n├Ârdlichstes Weinanbaugebiet Europas registriert. Kurz vor dem Passieren der Strengbr├╝cke ├╝ber den Strenggraben wird das gr├Â├čte Einkaufszentrum Werders im Gewerbegebiet Werder-Park tangiert.

Vor Geltow ├╝berquert die Bundesstra├če 1 auf der Baumgartenbr├╝cke die Havel und schwenkt nach Nordosten ab, um den Ort sowie das Waldst├╝ck Pirschheide zu passieren. Anschlie├čend wird der bekannte Wildpark, ein ehemaliges k├Ânigliches Jagdrevier, in Richtung Potsdam durchfahren.

  • Stra├čennamen: Chausseestra├če, Potsdamer Landstra├če, Brandenburger Stra├če, Potsdamer Stra├če, Brandenburger Chaussee, Glindower Chaussee, Berliner Stra├če, Berliner Chaussee, Hauffstra├če, Chausseestra├če

Potsdam

Das Neue Palais im Park Sanssouci
Das ehemalige Milit├Ąrwaisenhaus ist heute Sitz zahlreicher Gewerkschafsinstitutionen und der Stiftung Gro├čes Waisenhaus zu Potsdam
Ein rekonstruirtes Teilst├╝ck des Potsdamer Stadtkanals

Die Bundesstra├če 1 f├╝hrt in Potsdam mitten durch die brandenburgische Landeshauptstadt und verl├Ąsst die Stadt ├╝ber die Glienicker Br├╝cke nach Berlin.

Von Richtung Westen aus verl├Ąuft sie als vierstreifige Zeppelinstra├če in Richtung der historischen Innenstadt. Die Zeppelinstra├če erhielt ihren Namen nach den ÔÇ×ZeppelinwerkenÔÇť, die hier w├Ąhrend des Ersten Weltkriegs entstanden. Heute befinden sich auf deren Gel├Ąnde an der nahe gelegenen Havel der Olympiast├╝tzpunkt und der Luftschiffhafen. Die UNESCO-Weltkulturerbest├Ątten des Parks Sanssouci mit den Schl├Âssern Sanssouci, Neues Palais, den Neuen Kammern und dem Schloss Charlottenhof befinden sich wenige hundert Meter n├Ârdlich der Bundesstra├če 1.

Danach verl├Ąuft die Bundesstra├če 1 in ├Âstlicher Richtung als Breite Stra├če, ebenfalls vierstreifig, in das historische Zentrum der Stadt. Die Breite Stra├če war eine beliebte Paradestra├če im kaiserlichen Deutschland. Bemerkenswert sind hier das moscheenartige Dampfmaschinenhaus an der Neust├Ądter Havelbucht und das ehemalige Gro├če Milit├Ąrwaisenhaus mit seinem Monopteros auf dem Dach. Im Zuge der ÔÇ×Umgestaltung der Potsdamer MitteÔÇť wird sich der nun fortfahrende Stra├čenverlauf in den n├Ąchsten Jahren noch mehrfach ├Ąndern. Vorl├Ąufig zweigt die B 1 an der Kreuzung Breite/Dortustra├če nach Norden ab und f├╝hrt an der Plantage vorbei, die zur Garnisonkirche geh├Ârt. Sie wurde w├Ąhrend des Zweiten Weltkrieges stark besch├Ądigt und ihre Ruine 1968 auf Anweisung Walter Ulbrichts gesprengt. Seit einigen Jahren bestehen Wiederaufbaubem├╝hungen die bis 2017 abgeschlossen sein sollen.

An der Kreuzung Dortu-/Yorckstra├če zweigt die Bundesstra├če 1 wiederum nach Osten ab und verl├Ąuft an einem rekonstruirten Teilst├╝ck des Potsdamer Stadtkanals vorbei bis sie die Kreuzung Friedrich-Ebert-Stra├če/Am Kanal sowie den Platz der Einheit (ehemaliger Wilhelmplatz) erreicht. Nur wenige hundert Meter weiter, in s├╝dlicher Richtung, befindet sich der Alte Markt, das historische Zentrum der Stadt. Dieser Platz wurde im Zweiten Weltkrieg bombardiert, sodass heute nur noch das Alte Rathaus und die von Karl Friedrich Schinkel entworfene Nikolaikirche erhalten sind. Die 1960 abgetragene Ruine des Stadtschlosses soll bis 2011 in Form eines historisierenden, aber modernen Geb├Ąudes f├╝r den Brandenburger Landtag wieder errichtet werden und das Zentrum der neuen Potsdamer Mitte bilden.

Der Neubau des Hans-Otto-Theaters wurde 2006 eingeweiht

Ab dem Platz der Einheit verl├Ąuft die Bundesstra├če 1 dann durch die Berliner Vorstadt von Potsdam als Berliner Stra├če. N├Ârdlich der Berliner Vorstadt liegt der Neue Garten als Teil des Weltkulturerbes mit den bekannten Schl├Âssern Cecilienhof (Ort der Potsdamer Konferenz 1945) dem Marmorpalais am Heiligen See und der Alten Meierei am Jungfernsee. Sie f├╝hrt vorbei an der Schiffbauergasse, dem neuen Kultur- und Wissenschaftsstandort in der Landeshauptstadt mit dem neuen Hans-Otto-Theater, dem Sitz des Softwareherstellers Oracle in Potsdam und dem VW-Design-Center.

Die Berliner Stra├če endet an der Glienicker Br├╝cke und die Bundesstra├če 1 erreicht hier genau in der Mitte der Br├╝cke Berlin. Auf der Glienicker Br├╝cke verlief von 1961 bis 1989 die Grenze zwischen der DDR und West-Berlin. Die Br├╝cke wurde w├Ąhrend der Zeit der Deutschen Teilung international bekannt durch den gegenseitigen Austausch von Agenten und Dissidenten.

  • Stra├čennamen: Zeppelinstra├če, Breite Stra├če, Dortustra├če, Yorckstra├če, Am Kanal, Berliner Stra├če

Berlin

Glienicker Br├╝cke: Verbindung der B 1 zwischen Potsdam und Berlin

Von Potsdam kommend ├╝berquert die B 1 auf der Glienicker Br├╝cke die Havel und damit die Stadtgrenze zum Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Als K├Ânigstra├če passiert sie den Volkspark Glienicke mit dem Schloss Glienicke, f├╝hrt anschlie├čend durch den Berliner Forst mit dem Sch├Ąferberg und gelangt nach Wannsee. Dort f├╝hrt sie ├╝ber die Wannseebr├╝cke und unterquert kurz darauf die Bahnbr├╝cke am Bahnhof Berlin-Wannsee. Sie f├╝hrt nun ├╝ber die Potsdamer Chaussee, hat am ÔÇ×Zehlendorfer KreuzÔÇť Anschluss zur A 115 und gelangt vorbei am Waldfriedhof Zehlendorf, auf dem u. a. der ehemalige Regierende B├╝rgermeister von Berlin und Bundeskanzler Willy Brandt seine letzte Ruhe gefunden hat, zum Ortskern von Zehlendorf.

In Zehlendorf verl├Ąuft sie erst ├╝ber die Potsdamer Stra├če und von der Kreuzung mit der Clay-Allee/Teltower Stra├če (ÔÇ×Zehlendorf EicheÔÇť) bis zur Kreuzung Thielallee/Dahlemer Weg ├╝ber die Berliner Stra├če. Anschlie├čend folgt sie der Stra├če Unter den Eichen und f├╝hrt an der Villenkolonie Lichterfelde-West sowie am Botanischen Garten vorbei nach Steglitz. An der Kreuzung mit der Drakestra├če wurde eine vierstreifige Stra├čenunterf├╝hrung realisiert. Weitere geplante Stra├čentunnel, wie z. B. im Ortskern Zehlendorf, wurden nicht gebaut, da insbesondere die Tunnelrampen zu stark in die gewachsenen Strukturen eingegriffen h├Ątten.

Urspr├╝nglich verlief die Bundesstra├če 1 hier weiter in nord├Âstlicher Richtung quer durch die Ortsteile Steglitz und Friedenau: vom Steglitzer Kreisel bis zum Walther-Schreiber-Platz ├╝ber die Schlo├čstra├če, von dort bis zum Breslauer Platz ├╝ber die Rheinstra├če und anschlie├čend bis zur Dominicusstra├če ├╝ber die Hauptstra├če. Die B 1 ist seit den 1970er Jahren auf die parallel verlaufende Stadtautobahn A 103 (Westtangente) verschwenkt worden, um die Ortsteile Friedenau und Steglitz vom Durchgangsverkehr zu entlasten.

Vom Ende der A 103 verl├Ąuft sie jeweils ein kurzes St├╝ck ├╝ber Sachsendamm und Dominicusstra├če und anschlie├čend nordw├Ąrts ├╝ber die Hauptstra├če. Ab dem Kleistpark folgt sie der Potsdamer Stra├če und f├╝hrt nun durch das n├Ârdliche Sch├Âneberg und den Ortsteil Tiergarten bis zum Potsdamer Platz. Dabei passiert sie den Landwehrkanal, das Kulturforum, das Quartier Daimler sowie das Sony Center. Im Quartier Daimler liegt die Alte Potsdamer Stra├če, auf der die B 1 fr├╝her verlief. Der Verkehr wird heute ├╝ber einen breiteren Stra├čenabschnitt zwischen dem Sony Center und dem Quartier Daimler zum Potsdamer Platz gef├╝hrt. Vor der Kreuzung Stresemann-/Ebertstra├če passiert sie den ehemaligen Mauerstreifen und geht in Berlin-Mitte in den Leipziger Platz ├╝ber. Ab hier folgt sie der Leipziger Stra├če, an der unter anderem der Bundesrat im Preu├čischen Herrenhaus seinen Sitz hat.

Potsdamer Platz, die B 1 in der Bildmitte

Der Potsdamer Platz galt vor dem Zweiten Weltkrieg als verkehrsreichster Platz Europas. Hier trafen mehrere wichtige Stra├čen mit einer Vielzahl von Stra├čenbahnlinien zusammen. S├╝dlich des Platzes lag seit 1838 der Potsdamer Bahnhof mit seinen beiden sp├Ąter erg├Ąnzten Vorortbahnh├Âfen, seit 1902 gab es hier einen U-Bahnhof. Der zunehmende Stra├čenverkehr war der Anlass, hier 1924 den Verkehrsturm, einen Vorl├Ąufer der sp├Ąteren Ampeln (oder fachdeutsch Lichtsignalanlagen) aufzustellen. Ein Nachbau steht inzwischen wieder hier im Platzbereich. Zahlreiche Hotels, Gastst├Ątten und insbesondere das Haus Vaterland pr├Ągten den Ruf dieses Bereichs als Am├╝sierviertel. Zudem lagen viele B├╝ros und Banken sowie Regierungseinrichtungen (einschlie├člich der Alten und der Neuen Reichskanzlei) in unmittelbarer N├Ąhe.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Potsdamer Platz mehrfach einer der wichtigen Berliner Schaupl├Ątze des Ost-West-Konfliktes. So kam es hier im Umfeld des Volksaufstandes in der DDR am 17. Juni 1953 zu schweren Zusammenst├Â├čen. Am 13. August 1961 wurde mit der Schlie├čung der Grenze zwischen dem Ostsektor zu den westlichen Sektoren Berlins auch am Potsdamer Platz der Verkehr unterbrochen. Seitdem befand sich dieser Platz in einer innerst├Ądtischen Randlage ÔÇô und wurde damit im Gegensatz zur Vorkriegszeit zu einem der verkehrs├Ąrmsten Pl├Ątze Berlins. F├╝r Besucher und Touristen wurde auf der Westseite eine gro├če Aussichtsplattform vor der Berliner Mauer aufgebaut. Der Potsdamer Platz war oftmals Ziel von Staatsbesuchen.

Rotes Rathaus, die B 1 verl├Ąuft auf der R├╝ckseite
Die B 1 in Friedrichsfelde, Blick nach Westen

Ab dem Spittelmarkt hei├čt die B 1 f├╝r eine kurze Strecke Gertraudenstra├če und f├╝hrt anschlie├čend ├╝ber den M├╝hlendamm zum Molkenmarkt in die Grunerstra├če. Als Sehensw├╝rdigkeiten sind hier das Alte Stadthaus, das Rote Rathaus sowie die Ruine der Franziskaner-Klosterkirche zu nennen. Zwischen dem ca. 30 Meter entfernten Alexanderplatz und dem Haus des Lehrers tr├Ągt die Stra├če f├╝r ein kurzes St├╝ck den Namen Alexanderstra├če, bevor sie nach Osten abknickt und nun als Karl-Marx-Allee (fr├╝her Stalinallee genannt) nach Osten verl├Ąuft. Hier vereinigt sie sich mit der Bundesstra├če 5. Die Stra├če verl├Ąuft danach durch Friedrichshain und umrundet den Strausberger Platz. Im Abschnitt zwischen Strausberger Platz und Frankfurter Tor ist die Stra├če ges├Ąumt von den sozialistischen Wohn- und Prachtbauten aus der ersten H├Ąlfte der 1950er Jahre im Stil des sozialistischen Klassizismus (ÔÇ×Zuckerb├Ącker-StilÔÇť), die im Wettbewerb zu den modernen Bauten im damaligen Westteil Berlins entstanden und den Hauptstadtanspruch Ost-Berlins untermauern sollten. Die Baustellen in der damaligen Stalinallee waren Ausgangspunkt f├╝r den Volksaufstand vom 17. Juni 1953. Beginnend am Frankfurter Tor tr├Ągt die Stra├če den Namen Frankfurter Allee. Ab dem S- und U-Bahnhof Frankfurter Allee f├╝hrt sie durch Lichtenberg. Sie ├╝berquert die Lichtenberger Br├╝cke und hei├čt mit dem Erreichen von Friedrichsfelde Alt-Friedrichsfelde. Die Kreuzung mit der Rhinstra├če/Am Tierpark passiert sie unterirdisch in einem Stra├čentunnel.

Ab der M├Ąrkischen Allee im Bezirk Marzahn-Hellersdorf wird sie Alt-Biesdorf genannt, teilt sich dabei am Dorfanger und f├╝hrt am Schloss Biesdorf sowie an der Biesdorfer H├Âhe mit dem Landschaftspark Wuhletal vorbei. Ab der Br├╝cke ├╝ber die Wuhle, den Grenzfluss zwischen Biesdorf und Kaulsdorf, hei├čt sie Alt-Kaulsdorf. Der Weg f├╝hrt nun den Barnim hinauf, und ab Mahlsdorf hei├čt sie bis zur Stadtgrenze Alt-Mahlsdorf. An der Grenze zwischen Kaulsdorf und Mahlsdorf bietet sich auf der Anh├Âhe des ÔÇ×Berliner BalkonsÔÇť eine Aussicht nach S├╝den bis zu den M├╝ggelbergen.

├ťbersicht der Stra├čennamen (fett), der besonderen Sehensw├╝rdigkeiten in Kurzform (einger├╝ckt) und der Berliner Ortsteile (in Klammern):

Landkreis M├Ąrkisch-Oderland

Die B 1 im Oderbruch bei Seelow

Nachdem die B 1 Berliner Gebiet verlassen hat, verl├Ąuft sie wieder im Bundesland Brandenburg ausschlie├člich im Landkreis M├Ąrkisch-Oderland ├╝ber Orte wie M├╝ncheberg, Seelow und K├╝strin-Kietz zur polnischen Grenze. Dieser Teil der B 1 ist auch heute noch auf gro├čen Abschnitten als Allee mit m├Ąchtigen B├Ąumen erhalten.

Gleichzeitig ist dieser Teil der damaligen Reichsstra├če 1 aber auch eng mit den dramatischen Ereignissen in der Endphase des Zweiten Weltkrieges verbunden, als die Rote Armee ab dem 16. April 1945 die Oder ├╝berquerte und insbesondere ├╝ber diese Stra├če nach Berlin vorr├╝ckte. Bereits am 20. April war die Berliner Stadtgrenze erreicht. Es kam hier zu zahlreichen schweren Gefechten mit sehr hohen Verlusten auf beiden Seiten. Herausragend sind die Ereignisse w├Ąhrend der Schlacht um die Seelower H├Âhen. Die gleichnamige Gedenkst├Ątte Seelower H├Âhen erinnert mahnend an diese Zeit.

Ab der Berliner Stadtgrenze verl├Ąuft die Stra├če als Autobahnzubringer (weiterhin vierstreifig) auf einer Ortskernumfahrung durch die Gemeinde Hoppegarten mit ihrer Galopprennbahn, streift Neuenhagen und durchquert den s├╝dlichen Teil von Fredersdorf-Vogelsdorf, wo die Anschlussstelle zur A 10 Berlin-Hellersdorf gekreuzt wird.

Die bisher vierstreifig gef├╝hrte Stra├če geht vor der Ortslage Tasdorf (Ortsteil von R├╝dersdorf bei Berlin) in einen zweistreifigen Querschnitt ├╝ber. Bis Herzfelde (ebenfalls Ortsteil von R├╝dersdorf bei Berlin) f├╝hrt die Strecke an den kalkverarbeitenden R├╝dersdorfer Betrieben vorbei. Die weiterf├╝hrende Stra├če streift die Ortslagen Lichtenow und Hoppegarten (zu M├╝ncheberg), bis M├╝ncheberg erreicht wird. Dabei werden weite Strecken durch den dichten M├╝ncheberger Stadtforst zur├╝ckgelegt. Die Streckenf├╝hrung durch M├╝ncheberg, wo auch die Bundesstra├če 168 gekreuzt wird, ist im Jahre 2004 durch eine s├╝dliche, weit geschwungene Ortsumfahrung abgel├Âst worden. Kurz vor der R├╝ckf├╝hrung auf die alte Trasse der B 1 zweigt die ab Berlin-Mitte mit der B 1 vereinte Bundesstra├če 5 nach S├╝dosten mit Ziel Frankfurt (Oder) ab.

Auch im Bereich Seelow wird die B 1 per Ortsumgehungsstra├če nun nicht mehr durch die Stadt gef├╝hrt. Vor und hinter Seelow zweigt die B 1 von der alten Strecke ab und verl├Ąuft hier im langgestreckten Bogen n├Ârdlich des Ortes von den Seelower H├Âhen hinab ins Oderbruch, die Bundesstra├če 167 n├Ârdlich der ehemaligen Stra├čenf├╝hrung kreuzend. Am ├Âstlichen Ortsende von Seelow, noch an der alten Trasse der B 1, befindet sich die Gedenkst├Ątte Seelower H├Âhen.

Sobald der alte Stra├čenverlauf erreicht wird, f├╝hrt die Strecke in einer langen Geraden, fast unmerklich ansteigend, durch das Oderbruch. Bei Manschnow zweigt s├╝dlich die Bundesstra├če 112 ab; unmittelbar n├Ârdlich von Manschnow befindet sich das preu├čische Fort Gorgast, ein Au├čenfort der Festung K├╝strin, das im Zweiten Weltkrieg ebenfalls stark umk├Ąmpft war. Schlie├člich wird die Grenzstadt K├╝strin erreicht.

K├╝strin

Auf der Oderbr├╝cke in K├╝strin endet die Bundesstra├če 1. Die polnische DK22 beginnt hier

Das ehemalige K├╝strin erstreckt sich beiderseits der Grenze zwischen Deutschland und Polen. Zun├Ąchst wird der heute eigenst├Ąndige Ort K├╝strin-Kietz, nach der Oder├╝berquerung die heutige polnische Grenzstadt Kostrzyn nad Odr─ů, das alte deutsche K├╝strin, erreicht. Eine erste Br├╝cke f├╝hrt ├╝ber die Oder-Vorflut auf eine Insel. Hier befanden sich eine Artillerie-Kaserne und der Bahnhof K├╝strin-Altstadt (nicht mehr in Betrieb). Diese Insel war von 1945 bis 1991 Sperrgebiet. Eine zweite gr├Â├čere Br├╝cke f├╝hrt ├╝ber die eigentliche Oder (in der Strommitte befindet sich die deutsch-polnische Grenze) zur ehemaligen Festung/Altstadt K├╝strin und f├╝hrt weiter nach K├╝strin Neustadt, das heutige polnische Kostrzyn. Hinter Manschnow verl├Ąsst die B 1 die alte Streckenf├╝hrung. Nach ihrer Fertigstellung wurde die gesamten Ortsumfahrung K├╝strin-Kietz am 9. Dezember 2008 f├╝r den Verkehr freigegeben. Es wurde eine neue Br├╝cke ├╝ber einen Oderarm gebaut. Die Ortsumfahrung endet an der alten Oderbr├╝cke, auf deren Mitte die B 1 endet. Ein Br├╝ckenneubau ist zwischen Polen und Deutschland umstritten, da Polen seinerseits den Bau einer Ortsumfahrung im Norden von Kostrzyn plant. Die B 1 geht in der Mitte der Oderbr├╝cke nahtlos in die polnische DK 22 ├╝ber, die aber nur wenige hundert Meter auf der Route der ehemaligen Reichsstra├če 1 (R 1) verl├Ąuft, da diese ihren Weg ├╝ber Witnica (Vietz) nach Gorz├│w Wielkopolski (Landsberg (Warthe)) nimmt und dort die heutige DK 22 wiedertrifft.

Bundesstra├če 1a

Bundesstra├če 1 number.svg Die Bundesstra├če 1a ist eine Alternativroute zur B 1 in der Aachener Innenstadt. F├╝r die n├Ąhere Beschreibung Ôćĺ siehe oben.

Au├čerdem wurde w├Ąhrend der deutschen Teilung die Verbindung der an der innerdeutschen Grenze bei Helmstedt unterbrochenen B 1 zur A 2 als B 1a bezeichnet. ├ťber diese Verbindungsstrecke konnte man zum Grenz├╝bergang Helmstedt-Marienborn gelangen.

Bilder

Siehe auch

Filme

  • Immer geradeaus. Von Aachen nach K├Ânigsberg. Gezeigt in: WDR 1. Januar 2010 (Teil 1) und am 2. Januar 2010 (Teil 2), jeweils 18:05ÔÇô18:50 Uhr mehrfach im RBB. WDR 2009.[6] (Teilstrecke Aachen ÔÇô Berlin der B 1, Unterschiedliche Streckenbeschaffenheit von der Autobahn bis zur verkehrsarmen einstreifigen Stra├če).

Literatur

  • Ferdinand Seibt (Hrsg.): Transit Br├╝ggeÔÇôNovgorod: Eine Stra├če durch die europ├Ąische Geschichte. Ausstellungskatalog, Bottrop, Essen 1997, ISBN 3-89355-148-4.
  • Paatricia Clough: Aachen ÔÇô Berlin ÔÇô K├Ânigsberg. Eine Zeitreise entlang der alten Reichsstra├če 1. M├╝nchen 2007, ISBN 978-3-421-04210-1.
  • B1|A40 ÔÇô Die Sch├Ânheit der gro├čen Stra├če. MAP Markus Ambach Projekte/StadtBauKultur NRW, JOVIS Verlag Berlin 2010, ISBN 978-3-86859-077-7

Weblinks

 Commons: Bundesstra├če 1 ÔÇô Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ÔćĹ http://www.zeit.de/1967/17/riesenspielzeug-an-der-ruhr
  2. ÔćĹ Ruhr-Nachrichten 7. Januar 2008
  3. ÔćĹ Stadtbahnamt Dortmund Los 75
  4. ÔćĹ ÔÇ×Loveparade: Techno-Parade verl├Ąuft friedlich und fr├ÂhlichÔÇť
  5. ÔćĹ Statistische Angaben ├╝ber Braunschweig. In: braunschweig.de. Stadt Braunschweig, abgerufen am 26. Mai 2009: ÔÇ×Geographischer Mittelpunkt: (Hinterfront des Geb├Ąudes Rebenring 7)ÔÇť
  6. ÔćĹ Immer geradeaus ÔÇô Von Aachen nach K├Ânigsberg

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