Bundesstra├če 101

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Bundesstra├če 101

Vorlage:Infobox hochrangige Stra├če/Wartung/DE-B

Bundesstra├če 101 in Deutschland
Bundesstra├če 101
Karte
Verlauf der B 101
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Gesamtl├Ąnge: 280 km

Bundesland:

Ausbauzustand: 1/1 2/2

Die Bundesstra├če 101 (kurz B 101) beginnt in Berlin an der B 96 und endet in Aue an der B 169. Im s├╝dlichen Teil der B 101 verlaufen sowohl die Silberstra├če als auch die Deutsche Alleenstra├če als Ferienstra├čen und unterstreichen den landschaftlichen Wert und die touristische Bedeutung dieser Bundesstra├če.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ursprung

Karte der Silberstra├če

Teilabschnitte der heutigen Trasse der B 101 spielten bereits im 12. Jahrhundert als Verkehrsweg eine wichtige Rolle. So in Sachsen als Hauptverbindung der Mark Mei├čen von der Stadt Mei├čen zum Kloster Altzella, in die Bergstadt Freiberg und in die sp├Ąter am Beginn der Neuzeit entstehenden j├╝ngeren Bergst├Ądte im oberen Erzgebirge.

Im heutigen Bundesland Brandenburg dienten Teile der Trasse bereits den Slawen als Verkehrsweg, sp├Ątestens mit dem Einfluss der Wettiner im S├╝den der Mark Brandenburg im 13. Jahrhundert nahm die Bedeutung der Stra├če weiter zu. Eine nicht unwichtige Rolle spielten J├╝terbog mit den west-├Âstlich ├╝ber den Fl├Ąming verlaufenden Verkehrswegen von Magdeburg in die Lausitz (siehe dazu auch B 102 und B 115) und Herzberg, wo die Stra├če zwischen Leipzig ├╝ber die Niederlausitz (mit L├╝bben als logistisch und strategisch wichtigem ├ťbergang ├╝ber die Spree) nach Frankfurt (Oder) kreuzt (siehe dazu auch B 87). 1718 legte Adam Friedrich Z├╝rner seine ÔÇ×Neue Churs├Ąchsische Post-CharteÔÇť vor. Im Ergebnis dieser ersten Vermessung wurden in den n├Ąchsten Jahren die steinernen, sogenannten ÔÇÜKurs├Ąchsischen Postmeilens├ĄulenÔÇś in den s├Ąchsischen St├Ądten auch entlang dieser Wegef├╝hrung errichtet. So verf├╝gen beispielsweise heute noch Herzberg und Bad Liebenwerda ├╝ber solche restaurierte S├Ąulen.

Im 19. Jahrhundert wurden die historischen Verkehrswege zu Stra├čen ausgebaut. Der s├╝dlichste und h├Âchstgelegene Streckenabschnitt zwischen Annaberg und Schwarzenberg wurde 1824 zur ÔÇô wie man sie damals bezeichnete ÔÇô Kunststra├če ausgebaut. Der n├Ârdlichste Streckenabschnitt bei Gro├čbeeren wurde hingegen erst 1865 fertiggestellt.

Fr├╝here Strecken und Bezeichnungen

Die 1827 er├Âffnete Preu├čische Staatschaussee Nr. 62 f├╝hrte von J├╝terbog nach Dresden. Sie diente bis zur Er├Âffnung der Eisenbahnlinie J├╝terbogÔÇôR├Âderau im Jahre 1848 als Postroute f├╝r die Eilwagen zwischen Berlin und Dresden.

Die 1932 eingerichtete Fernverkehrsstra├če 101 (FVS 101), ab 1934 in Reichsstra├če 101 (R 101) umbenannt, f├╝hrte urspr├╝nglich nur von Berlin bis Elsterwerda, wo sie in die nach Dresden f├╝hrende Reichsstra├če 96 m├╝ndete. Der restliche Streckenabschnitt war eine gut ausgebaute Hauptverkehrsstra├če, die bis 1938 ebenfalls zur Reichsstra├če umgewidmet wurde.

Zu DDR-Zeiten wurde die Stra├če Fernverkehrsstra├če 101 genannt, war aber n├Ârdlich Heinersdorf bei Gro├čbeeren durch den Bau der Berliner Mauer bis 1989/1990 unterbrochen.

Verlauf

Berlin

Ausgangspunkt der Bundesstra├če 101 ist der Berliner Ortsteil Mariendorf im Bezirk Tempelhof-Sch├Âneberg, die Kreuzung der Stra├čen Alt-Mariendorf/Mariendorfer Damm bzw. Mariendorfer Damm/Friedens-/Rei├čeckstra├če. Bereits hier befindet man sich landschaftlich auf dem H├Âhenzug des Teltow ca. 45 m ├╝. NN, auch wenn das durch die st├Ądtische Lage nicht ohne Weiteres erkennbar ist. Die B 101 umschlie├čt den Mariendorfer Dorfanger mit zwei Einbahnstra├čen. Sie folgt im weiteren Verlauf der Gro├čbeerenstra├če, die auf beiden Seiten von Gewerbe und Industrie, darunter vom Motorenwerk der Daimler AG, flankiert wird. Die Marienfelder Allee ist ├╝berwiegend aufgelockert bebaut und durchquert den Ortsteil Marienfelde. Hier befindet sich kurz hinter der Unterf├╝hrung der Berlin-Dresdner Eisenbahn das Notaufnahmelager Marienfelde mit der Erinnerungsst├Ątte, die zu einem Besuch einl├Ądt. Wenige hundert Meter westlich befinden sich gr├Â├čere mehrgeschossige Wohnsiedlungen. Im Kreuzungsbereich Nahmitzer Damm wurde ein St├╝ck der Stra├če in den 1980er-Jahren nach Westen verschwenkt. Seitdem ist die Malteserstra├če geradlinig mit der s├╝dlichen B 101 verbunden, der durchgehende Verkehr der B 101 muss hingegen abbiegen. Innerhalb von Kleing├Ąrten am Berliner Stadtrand wird an dessen S├╝dgrenze das Land Brandenburg, Landkreis Teltow-Fl├Ąming erreicht.

Die Planungen zur Verlegung der B 101 von Mariendorf nach Norden in Richtung Sch├Âneberg wurden 2003 abgebrochen.[1] Daf├╝r wurde eine Trasse ├╝ber Munsterdamm und Malteserstra├če freigehalten, die in den schon errichteten Abzweig Grazer Damm des Kreuzes Sch├Âneberg (A 100/A 103) m├╝ndet. Es werden derzeit neue Planungen durchgef├╝hrt, um den ├╝berforderten Stra├čenabschnitt der B 101 auf Berliner Stadtgebiet ÔÇô insbesondere den Ortskern Mariendorf ÔÇô zu entlasten.

Brandenburg

Die Stra├če ist mit ├ťberschreiten der Landesgrenze zu Brandenburg hingegen als sogenannte vierstreifige ÔÇÜGelbe AutobahnÔÇś ausgebaut. Sie verl├Ąuft von hier aus bis auf die H├Âhe von Kerzendorf auf einer parallel zum urspr├╝nglichen Verlauf f├╝hrenden Trasse und tr├Ągt zum Teil die Bezeichnung B 101n. Der alte Verlauf der B 101, der nicht mehr ausgeschildert ist, f├╝hrte direkt durch die Ortskerne von Gro├čbeeren, Genshagen, L├Âwenbruch und Kerzendorf. Durch den zunehmenden Verkehr vom sogenannten ÔÇÜS├╝dringÔÇś ÔÇô einem Teilabschnitt des Berliner Ringes ÔÇô nach Berlin und die neuen Gewerbegebiete um Gro├čbeeren und Ludwigsfelde, die ein G├╝terverteilungszentrum und verschiedene andere Unternehmen der Logistik beheimaten, war ein gro├čz├╝giger Ausbau notwendig geworden, der im Wesentlichen 2004 abgeschlossen wurde. Sofern die B 101 in Brandenburg ihrer Stammtrasse folgt, vermittelt sie auf den Abschnitten, wo sie in offenem Gel├Ąnde verl├Ąuft, den Eindruck der f├╝r dieses Bundesland so typischen alten Alleen. Auf den neuen Abschnitten und Umgehungsstra├čen ist man bem├╝ht, Alleeb├Ąume in einem ÔÇô den heutigen Bedingungen angemessenem Abstand ÔÇô anzupflanzen. Somit werden in einigen Jahrzehnten diese Abschnitte auch den traditionellen Charakter aufweisen.

Kreuzungsfrei und immer der s├╝dlichen Richtung folgend, wird die wichtige Relation PotsdamÔÇöSch├Ânefeld (Landesstra├čen 40 / 76) gekreuzt, einschlie├člich des Anschlusses der hier fertiggestellten, an anderen Abschnitten noch im Bau befindlichen Schnellstra├če Potsdam-Sch├Ânefeld (L 40). Die B 101 wird westlich an Gro├čbeeren, in der N├Ąhe des Schlachtfeldes von Gro├čbeeren, westlich an Genshagen und ├Âstlich an Ludwigsfelde vorbeigef├╝hrt. Dabei verl├Ąuft diese Trasse etwa parallel zur Anhalter Bahn. Die B 101 unterquert den Berliner Au├čenring unweit der Verbindungsstrecken zwischen Anhalter Bahn und Berliner Au├čenring. An der Anschlussstelle Ludwigsfelde-Ost wird der Berliner Ring ├╝berquert. S├╝dlich davon wird die Anhalter Bahn ├╝berquert. Vor Thyrow folgt die Stra├če der urspr├╝nglichen Trasse, mit dem Bau einer Ortsumfahrung soll 2012 begonnen werden[2]. Vor Trebbin, das ebenfalls wieder ├╝ber eine, die Stadt ├Âstlich umfahrende, vierstreifige Umgehungsstra├če verf├╝gt, wird die Landschaft des Teltow, die sich hier relativ deutlich mit ihrem Rand bemerkbar macht, verlassen. Dabei werden Kliestow und Wiesenhagen, die an der urspr├╝nglichen Trasse liegen, als Trebbiner Ortsteile ├Âstlich tangiert und die Anhalter Bahn ├╝berquert. Trebbin, ein altes brandenburgisches Ackerb├╝rgerst├Ądtchen, ist Kreuzungspunkt mit der B 246.

Nach mehreren Kilometern mit Kiefern bestandenen Sanderfl├Ąchen erreicht man das Nuthe-Urstromtal, zugleich Gemeindebezeichnung und ein Landschaftsname eines sogenannten ÔÇÜZwischenurstromtalesÔÇś des bekannteren Glogau-Baruther Urstromtals. Hier etwa befindet sich der tiefste Punkt der Bundesstra├če 101 mit ca. 36 Metern ├╝ber NN. Westlich die B 101 begleitend liegt der Naturpark Nuthe-Nieplitz. N├Ârdlich von Woltersdorf (Ortsteil von Nuthe-Urstromtal) zweigt in westliche Richtung eine Umgehungsstra├če mit der Bezeichnung B 101n, die derzeit bis zur Landesstra├če L 80 gef├╝hrt wird, ab. Im Endausbauzustand soll Luckenwalde mit einer engen und schwierigen Durchfahrt durch das Zentrum entlastet werden. Dabei wird die Anhalter Bahn zweimal ├╝berquert. Die Stammtrasse l├Ąuft durch die Stadt und nordwestlich am historischen Stadtkern vorbei.

  • Stra├čennamen in Luckenwalde:
    • Sch├╝tzenstra├če
    • Haag
    • Sch├╝tzenstra├če
    • Trebbiner Stra├če
    • Gro├če Weinbergstra├če (Einbahnstra├če Richtung S├╝den)
    • Kirchstra├če (Einbahnstra├če Richtung S├╝den)
    • Rudolf-Breitscheid-Stra├če (Einbahnstra├če Richtung Norden)
    • Zinnaer Stra├če (teilweise Einbahnstra├če Richtung Norden)
    • J├╝terboger Stra├če

Die B 101 erreicht den Fl├Ąming, einen Endmor├Ąnenzug. In Kolzenburg, einem Luckenwalder Ortsteil, besteht eine Parkm├Âglichkeit, um den Flaeming-Skate zu benutzen. Der n├Ąchste Ort ist Kloster Zinna, das bereits zu J├╝terbog geh├Ârt. Westlich und ├Âstlich der Stra├če waren bis in die 1990er-Jahre zwei gro├če Truppen├╝bungspl├Ątze in Betrieb. Der westliche ist jetzt zum gr├Â├čten Teil Bestandteil des oben erw├Ąhnten Naturparks Nuthe-Nieplitz. Um die Stadt J├╝terbog f├╝hrt ├Âstlich eine Umgehungsstra├če, die von der B 101 genutzt wird, herum. Durch die Stadt, die Knotenpunkt zwischen B 102, B 115 und B 101 ist sowie im Mittelalter eine gro├če Bedeutung bei der Besiedlung des Fl├Ąmings hatte und traditionell einen wichtigen Verkehrsknoten verk├Ârperte, verl├Ąuft der 52. Breitengrad n├Ârdlicher Breite.

B 101 im Niederen Fl├Ąming s├╝d├Âstlich von J├╝terbog, Blickrichtung Norden

Die Stra├če verl├Ąuft von nun an in einigen Kilometern Abstand ├Âstlich der Eisenbahnstrecke J├╝terbogÔÇôFalkenberg/Elster. Passiert werden Hohenahlsdorf und Welsickendorf, beides Ortsteile der Gemeinde Niederer Fl├Ąming. Hier ist das Gebiet, in dem der Hohe und der Niedere Fl├Ąming aneinandergrenzen. Bei Welsickendorf wird der vorerst h├Âchste Punkt in ca. 104 Meter ├╝ber NN zwischen Berlin und der s├Ąchsischen Landesgrenze erreicht. In den ausgedehnten Waldgebieten, die ├╝ber Jahrhunderte Grenzlandschaft waren, schneidet die Stra├če kurz Sachsen-Anhalt mit dem Landkreis Wittenberg an. Etwa hier wird auch die Sprachgrenze zwischen niederdeutschen und mitteldeutschen Dialekten, die sogenannte ÔÇÜBenrather LinieÔÇś, ├╝berschritten. Das Gebiet s├╝dlich mit dem jetzigen Landkreis Elbe-Elster z├Ąhlte zu Kursachsen. ├ľstlich der Stra├če befindet sich Sch├Ânewalde, deren zugeh├Ârige Ortsteile Hartmannsdorf und Horst durchfahren werden. Bei Brandis befindet sich der Fliegerhorst Holzdorf. Weiter s├╝dlich trifft die B 101 auf den Sch├Ânewalder Ortsteil Bernsdorf. Ab Borken wird ├╝ber etwa 40 Kilometer die Schwarze Elster ├Âstlich begleitet. Borken selbst ist nach Herzberg (Elster) eingemeindet, welches in einer H├Âhenlage von ca. 80 Meter ├╝ber NN gelegen ist. Herzberg ist Kreisstadt des Landkreises Elbe-Elster, verf├╝gt ├╝ber einen historischen Stadtkern, der jedoch etwas westlich der B 101 liegt. Herzberg, das von Landwirtschaft und Handwerk gepr├Ągt ist, war Kreuzungspunkt alter Handelswege und ist jetzt Knotenpunkt zwischen B 87 und B 101.

  • Stra├čennamen in Herzberg:
    • Berliner Stra├če
    • Dresdener Stra├če

In s├╝dlicher Richtung ber├╝hrt die B 101 Bahnsdorf, einem Ortsteil der Doppelstadt Uebigau-Wahrenbr├╝ck. Diese Landst├Ądte wie auch Falkenberg/Elster (ehemals wichtiger Eisenbahnknoten), liegen mit ihren Ortskernen alle unweit der Bundesstra├če und der Schwarzen Elster im Breslau-Magdeburger Urstromtal. In der weiteren Folge ber├╝hrt die Stra├čenf├╝hrung die Ortsteile der Doppelstadt Wiederau, Langennaundorf, Beutersitz mit einem ├ťbergang ├╝ber die Bahnstrecke HalleÔÇôCottbus und Winkel. Die Trassenf├╝hrung erreicht die Stadt Bad Liebenwerda, die durch Mineralwasservorkommen, Bade- und Kurbetrieb bekannt ist. Nord├Âstlich der Stadt, in der die B 183 abzweigt, existiert eine Umgehungsstra├če, damit der Durchgangsverkehr am beschaulichen Stadtzentrum vorbeigeleitet werden kann.

Die Stra├če B 101 verl├Ąuft in s├╝dost- und dann in ├Âstlicher Richtung vorbei an teilweise in Betrieb befindlichen oder aufgelassenen Kiestagebauen. Der wichtige Eisenbahnknoten Elsterwerda, der am Rand der westlich vorbeif├╝hrenden B 101 Naturparkes Niederlausitzer Heidelandschaft liegt, ist ebenfalls wichtiger Verkehrsknoten. Hier kreuzen sich die Berlin-Dresdner Eisenbahn und im Bahnhof Elsterwerda-Biehla die Bahnstrecke W─ÖgliniecÔÇôFalkenberg/Elster (Niederschlesische G├╝termagistrale) mit der Bundesstra├če und untereinander. Ebenfalls gekreuzt wird die B 169, mit der von Elsterwerda bis Pr├Âsen teilweise die gleiche Streckenf├╝hrung benutzt wird. S├╝dlich des Zentrums wird erst die Schwarze Elster und dann die Pulsnitz ├╝berquert. Diese m├╝ndet unweit dieses ├ťbergangs in die Schwarze Elster. Elsterwerda liegt am Rande des Schradens

  • Stra├čennamen in Elsterwerda:
    • Schillerstra├če
    • Lauchhammerstra├če
    • Denkmalsplatz
    • Bahnhofstra├če
    • Weststra├če
    • Promenade
    • Gro├čenhainer Stra├če

Insgesamt ist das Elbe-Elster-Land wirtschaftlich nicht stark entwickelt. Das Bauvorhaben ÔÇÜBundesautobahn 16ÔÇś, das einen besseren Anschluss ├╝ber Leipzig in die mittleren und westlichen Teile Deutschlands bringen w├╝rde, wird vorerst nicht durchgef├╝hrt. Ab Elsterwerda wendet sich die Stra├če wieder nach S├╝den. R├Âderland mit den Ortsteilen Pr├Âsen und Wainsdorf sind die letzten Orte auf barndenburgischem Territorium. Unmittelbar s├╝dlich von Wainsdorf (ca. 90 Meter ├╝ber NN) wird die Landesgrenze zu Sachsen erreicht. ├ľstlich von hier liegt mit der Heideh├Âhe (Heideberg bei Gr├Âden) und dem etwas weiter entfernten ÔÇô fast schon bei Ortrand liegendem Kutschenberg ÔÇô das h├Âchste Gebiet Brandenburgs, das ÔÇô entgegen der weit verbreiteten Meinung, der Fl├Ąming sei h├Âher ÔÇô diesen noch knapp ├╝bertrifft.

Sachsen

Mit dem Ortsteil Stroga wird die Gro├če Kreisstadt Gro├čenhain im Landkreis Mei├čen erreicht, die inmitten der sogenannten Gro├čenhainer Pflege liegt. Die Stra├če durchquert eine L├Âsslandschaft, die sich wegen der gro├čen Bodenfruchtbarkeit gut zum Anbau von Obst und Gem├╝se eignet. Auch sind vereinzelt Hopfenplantagen mit ihren charakteristischen, mit Draht verspannten Masten zu sehen. Gro├čenhain hat ein sehenswertes historisches Zentrum, das bei 125 Meter ├╝ber NN liegt. Die Bahnstrecke PriestewitzÔÇôCottbus und der Fluss Gro├če R├Âder werden innerhalb des Stadtgebiets ├╝berquert.

  • Stra├čennamen in Gro├čenhain:
    • Elsterwerdaer Stra├če
    • Steinweg
    • Carl-Maria-von-Weber-Allee
    • Mei├čner Stra├če
    • Priestewitzer Stra├če

Bei Priestewitz wird die Leipzig-Dresdner Eisenbahn gekreuzt. Die Landschaft wird h├╝geliger, die Stra├če zeigt gr├Â├čere Steigungen, Kurven mit engeren Radien und wendet sich leicht nach S├╝dwesten. Wantewitz mit der weithin sichtbaren, als Landmarke geltenden Sankt-Urban-Kirche, Piskowitz und G├Ąvernitz sind Ortsteile von Priestewitz.

Schottenbergtunnel in Mei├čen

Das schmale, sich an der Elbe entlang ziehende S├Ąchsische Elbland, ist erreicht. Bei Mei├čen wird seit 800 Jahren Wein angebaut. Davon zeugt die S├Ąchsische Weinstra├če. Mei├čen erhielt 1997 eine zweite Stra├čenbr├╝cke ├╝ber die Elbe, die hier etwa eine H├Âhe von 98 Meter ├╝ber NN bei mittlerem Pegelstand hat. Vom ├Âstlichen Ufer des Flusses ist die bekannte Silhouette der Stadt und des Burgberges mit dem Mei├čner Dom zu betrachten. Im Fr├╝hjahr 2007 wurde die Ortsumgehung Mei├čen mit dem 719 Meter langen Schottenbergtunnel f├╝r den Verkehr freigegeben, der in Mei├čen nach der Elbbr├╝cke und der neuen Kreuzung mit der B 6 am westlichen Elbufer anschlie├čt. Somit verl├Ąuft die Trasse der B 101 auf dieser Flussseite auf einer ausgebauten Strecke, anstatt kurvenreich entlang des Burgberges durch die Stadt. Auch in der Umgebung Mei├čen ist der Boden sehr fruchtbar und wegen der intensiven slawischen Besiedlungst├Ątigkeit seit dem 7. Jahrhundert kaum von Wald bestanden.

Auf der P├Âppelmannbr├╝cke (erbaut 1715ÔÇô1717) ├╝berquert die B 101 unterhalb von Schloss Nossen die Freiberger Mulde

S├╝dwestlich von Mei├čen, beginnt die Lommatzscher Pflege, die eine durchschnittliche H├Âhenlage von 200 bis 250 Meter hat. Vor Nossen f├╝hrt die Stra├če ├╝ber die A 14 (Anschlussstelle Nossen-Ost). Die Stadt selbst liegt an den H├Ąngen und in den Seitent├Ąlern der Freiberger Mulde. Der Fluss (ca. 210 Meter ├╝ber NN) ist stark in die Hochfl├Ąche eingeschnitten. Hier ist auch ungef├Ąhr die Grenze der in der Eiszeit maximalen Ausdehnung der das gesamte Norddeutschland ├╝berdeckenden Eises zu suchen. Unweit von hier findet man das Kloster Altzella, dem Ausgangspunkt der ab der zweiten H├Ąlfte des 12. Jahrhundert eingeleiteten Besiedlung des unteren ├Âstlichen Erzgebirges.

S├╝dlich von Nossen wird die A 4 (Anschlussstelle Siebenlehn) ├╝berquert. Siebenlehn verf├╝gt seit Mai 2003 ├╝ber eine zwei Kilometer lange westliche Umgehungsstra├če. Von der Hochfl├Ąche aus sind die Halsbr├╝cker Esse und die Schornsteine von Muldenh├╝tten zu sehen. Zwischen Gro├čschirma und Freiberg wurde am 10. September 2009 die neue 88 Meter lange Fischbachtalbr├╝cke er├Âffnet. In der alten Bergstadt Freiberg, die Kreisstadt des Landkreises Mittelsachsen ist und deren Zentrum knapp ├╝ber 400 Meter ├╝ber NN liegt, nimmt die B 101 die Silberstra├če als Ferienstra├če auf, die Dresden und Zwickau touristisch verbindet. Zwischen Freiberg und Brand-Erbisdorf kann man bereits einen Eindruck der ├╝ber 800 Jahre alten Bergbaulandschaft erlangen, deren Grundlage schon fr├╝h die Gewinnung von Silbererz war. Hinter Brand-Erbisdorf wird die 500-Meter-H├Âhenstufe ├╝berschritten, ab hier wird das Erzgebirge und damit auch der touristisch interessante Naturpark Erzgebirge/Vogtland erreicht.

In der N├Ąhe von Pockau durchquert die B 101, die sich mehr und mehr von S├╝den nach S├╝dwesten wendet, das tief eingeschnittene und bewaldete Tal der Fl├Âha. Der Fluss gilt als die Grenze zwischen Osterzgebirge und Westerzgebirge. In der N├Ąhe liegt die Talsperre Saidenbach.

K├Âniglich-s├Ąchsischer Halbmeilenstein an der B 101 in Scheibenberg

Wenige Kilometer s├╝d├Âstlich liegt der Stadtkern der Bergstadt Marienberg. Die B 101 wendet sich in einem gro├čen Linksbogen nach Norden und anschlie├čend nach S├╝den, um auf die H├Âhe des Talgrundes der Zschopau zu kommen. An Wolkenstein vor├╝ber l├Ąuft sie parallel zur Zschopau bis nach Thermalbad Wiesenbad. Ab Wolkenstein nimmt die B 101 eine weitere Ferienstra├če ÔÇô die Deutsche Alleenstra├če ÔÇô auf, die in diesem Neupflanzungsabschnitt zwischen Dresden und Plauen bis Aue f├╝hrt. Von Wolkenstein an geht es in einem steilen, langen Anstieg bis Annaberg-Buchholz, dessen Zentrum in einer H├Âhe von etwa 600 Meter liegt. Ab Annaberg verl├Ąuft die Stra├če in westlicher Richtung erreicht vor der und nach der Bergstadt Schlettau eine H├Âhenlage von ├╝ber 650 Metern. Scheibenberg ist ebenfalls eine kleine Bergstadt, deren bekanntestes Wahrzeichen der gleichnamige, aus Basalt bestehende Scheibenberg ist. Westlich davon liegt Markersbach, das durch sein Pumpspeicherwerk bekannt ist. F├╝r eine Teilortsumgehung wurde hier zwischen Oktober 2006 und Mai 2011 eine 44 m hohe und 317 m lange Betonbr├╝cke ├╝ber das Tal der Mittweida errichtet. Schwarzenberg, dessen Schloss weithin zu sehen ist, ist vor allem in Zusammenhang mit dem Uranbergbau der SDAG Wismut und der Freien Republik Schwarzenberg bekannt. Die Stadt liegt am Schwarzwasser. ├ťber Lauter und einen letzten Berg wird die Gro├če Kreisstadt Aue an der Zwickauer Mulde erreicht.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Bundesstra├če 101 ÔÇô Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ÔćĹ ÔÇ×Endlich: B 101 aus dem Fl├Ąchennutzungsplan entfernt!ÔÇť
  2. ÔćĹ Ministerium f├╝r Infrastruktur und Landwirtschaft Brandenburg

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