Bundesstraße 1a

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Bundesstraße 1a
Bundesstraße 1
Basisdaten
Gesamtlänge: 778 km
Bundesländer: Nordrhein-Westfalen
Niedersachsen
Sachsen-Anhalt
Brandenburg
Berlin
Karte
Verlauf der Bundesstraße 1

Die Bundesstra√üe¬†1 (Abk√ľrzung: B¬†1), ist eine Bundesstra√üe in Deutschland und erstreckt sich von der niederl√§ndischen Grenze bei Aachen im Westen bis zur polnischen Grenze in K√ľstrin-Kietz an der Oder.

Bekannteste Teilstrecken sind heute der Rheinufertunnel in D√ľsseldorf, der Ruhrschnellweg, mit 155.000 Fahrzeugen pro Tag eine der meistbefahrenen Strecken Deutschlands, die historische Glienicker Br√ľcke als Grenzbr√ľcke zur Zeit der deutschen Teilung und die Stra√üenf√ľhrung in Berlin, die gro√üe Teile ost- und westdeutscher Geschichte repr√§sentiert.

Die Stra√üe entwickelte sich aus einer alten Handelsstra√üe zu Zeiten der Geburt Christi √ľber den Hellweg und die Via Regia zur 1392¬†Kilometer langen ehemaligen Reichsstra√üe¬†1, die von der deutsch-belgischen Grenze vor Aachen √ľber das Ruhrkohlerevier, Magdeburg, Berlin und K√∂nigsberg bis an die deutsch-litauische Grenze f√ľhrte und damit die l√§ngste je existierende deutsche Stra√üe darstellte. Zu Zeiten der DDR hie√ü sie Fernverkehrsstra√üe¬†1 bzw. in der Kurzform F¬†1.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Bundesstra√üe¬†1 folgt in gro√üen Teilen dem Verlauf einer uralten Handelsroute, die von der belgischen Nordseek√ľste beim fr√ľheren Hafen Br√ľgge bis in die russische Stadt Nowgorod f√ľhrte. Auf dieser Route wurde schon vor 2000¬†Jahren Handel getrieben. Der griechische Mathematiker, Geograf und Astronom Ptolem√§us (100‚Äď175) erw√§hnt die Stra√üe in seiner ‚ÄěErdbeschreibung‚Äú als eine alte Heer- und Handelsstra√üe.

Die in damaliger Zeit wichtigen Handelsg√ľter, wie Salz und Ackerbauprodukte bestimmten den Verlauf der Stra√üe mit. So lagen n√∂rdlich des Haarstranges in der Soester B√∂rde ebenso wie nordwestlich von Magdeburg die fruchtbarsten Ackerb√∂den Deutschlands. Auch Salinen lagen an dieser Route wie beispielsweise in Unna/Bad K√∂nigsborn, Werl und Bad Sassendorf bei Soest. Der weitl√§ufige Vertrieb der Produkte √ľber diese Route verhalf den Anwohnern zu relativem Wohlstand. Davon zeugen Namen wie ‚ÄěHellweg‚Äú, ‚ÄěHandelsweg‚Äú oder ‚ÄěSalzhandelsweg‚Äú.

Um das Jahr 1000¬†n.Chr. entwickelte sich die Stra√üe zur ‚ÄěVia Regia‚Äú, der ottonischen K√∂nigsstra√üe von Aachen nach Magdeburg, die im rheinisch-westf√§lischen Bereich auf den noch √§lteren ‚ÄěHellweg‚Äú zur√ľckgeht. Somit hielt sich der Bau der sp√§teren Reichsstra√üe¬†1 an alte Handelswege.

Reichsstraße 1

Die Reichsstra√üe 1 (kurz R¬†1) im Netz der Reichsstra√üen f√ľhrte √ľber 1392¬†km von Aachen √ľber J√ľlich, D√ľsseldorf, Essen, Bochum, Dortmund, Soest, Paderborn, Hameln, Hildesheim, Braunschweig, Magdeburg, Potsdam, Berlin, Altlandsberg, K√ľstrin, Landsberg (Warthe), Konitz, Dirschau, Elbing, Braunsberg, K√∂nigsberg, Insterburg und Gumbinnen bis nach Eydtkuhnen an der damaligen deutsch-litauischen Grenze. Sie war die l√§ngste je existierende deutsche Stra√üe.

Das Reichsstra√üennetz und somit auch die R¬†1 gr√ľndete sich auf die in den zwei Jahrhunderten zuvor geschaffenen Pflasterstra√üen, genannt Chausseen. Deren lange Bauphase begr√ľndete sich darauf, dass sich die Trasse durch Gebiete damals verschiedener Planungshoheiten mit unterschiedlichen Interessenlagen zog. Bereits um die Mitte des 18.¬†Jahrhunderts wurde die Stra√üe am westlichen Ende zwischen Aachen und J√ľlich befestigt. Die Chaussee zwischen Unna und H√∂rde in der preu√üischen Grafschaft Mark wurde 1788 begonnen. Hier konnte sich Freiherr vom Stein durchsetzen, der den Stra√üenbau gegen√ľber anderen Verkehrsmitteln favorisierte. Durch Vertrag mit der Essener F√ľrst√§btissin konnte zwei Jahre sp√§ter der Fortbau der Chaussee √ľber das Stiftsterritorium begonnen werden, um die Verbindung der Kohlereviere zum preu√üischen Gebiet Kleves herzustellen.

Hingegen setzte Friedrich¬†II. in Brandenburg zun√§chst auf den Ausbau des Kanalsystems. Daher folgte hier der Chausseebau erst nach den Napoleonischen Kriegen. Lediglich der Stra√üenabschnitt zwischen Berlin und Potsdam wurde bereits 1792 unter Friedrich Wilhelm¬†II. von Preu√üen erbaut, eine weitere Strecke bis Brandenburg 1799 unter dessen Sohn Friedrich Wilhelm¬†III. fertiggestellt. Erst im Jahre 1824 war der Stra√üenbau zwischen Berlin und Magdeburg vollendet. Seit 1828 f√ľhrte die Stra√üe bis K√∂nigsberg. Ab 1831 wurde der Bau in Richtung Insterburg fortgesetzt und 1835 bis zum √∂stlichen Ende bei Gumbinnen vollendet.

Im Westen wurde der Stra√üenbau mit dem 1818 vollendeten Abschnitt zwischen Unna und Werl nach Osten fortgesetzt. Zu jener Zeit war die heutige Bundesstra√üe¬†7 √ľber Hagen, Wuppertal und D√ľsseldorf eine bevorzugte Ost-West-Verbindung und wurde bereits 30¬†Jahre fr√ľher fertiggestellt. Sie lief als ‚ÄěAlternativroute‚Äú zur Stra√üe in Richtung Essen durch die Gebiete fr√ľher Industrialisierung im Herzogtum Berg.

Der zwischen 1926 und 1932 erbaute Ruhrschnellweg √ľber Essen ersetzte die historische Streckenf√ľhrung √ľber Ratingen, Kettwig, Werden, Steele, H√∂ntrop, L√ľtgendortmund und Asseln.

Am 17.¬†Januar 1932 wurden zur Verbesserung der Orientierung im Deutschen Reich die wichtigsten Fernstra√üen nummeriert. Seit 1934 kennzeichnet die noch heute f√ľr die Bundesstra√üen verwendete gelbe Nummerntafel mit schwarzer Schrift diese Stra√üen. Zu dieser Zeit begann auch der Bau der Reichsautobahnen, der zwischen 1936 und 1938 eine Neuordnung der Reichsstra√üen und auch der Reichsstra√üe¬†1 erforderlich machte. Im Continental-Atlas von 1934 findet sich noch das Reichsstra√üennetz in seiner Gr√ľndungsversion. Dort ist die R¬†1 √ľber Hannover eingezeichnet, die Strecke von Hameln √ľber Hildesheim bis Braunschweig als Reichsstra√üe¬†78. Nachdem Anfang 1937 die Reichsautobahn¬†6 (heute A¬†2) zwischen Berlin, Magdeburg und Hannover fertiggestellt wurde, f√ľhrte die R¬†1 nun im Abschnitt zwischen Hameln und Braunschweig nicht mehr √ľber Hannover, sondern √ľber Hildesheim. Der Abschnitt √ľber Hannover wurde in die Reichsstra√üen 217 und 65 aufgeteilt. Damit war der Verlauf der Reichsstra√üe¬†1 von 1945 und weitgehend auch der heutigen Bundesstra√üe¬†1 festgelegt.

Die Entwicklung nach 1945

Ost-West Demarkationslinie auf der Reichsstraße 1 bei Helmstedt im Jahr 1945
Grenzöffnung der B 1 zwischen Helmstedt und Morsleben im November 1989

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das System der Reichsstra√üen-Nummerierung beibehalten. Nach Bildung der Bundesrepublik (einschlie√ülich West-Berlin) erhielten die westdeutschen Stra√üen allerdings ein ‚ÄěB‚Äú f√ľr Bundesstra√üe vor ihrer Nummer, wogegen die DDR das alte ‚ÄěR‚Äú durch ein ‚ÄěF‚Äú f√ľr Fernverkehrsstra√üe ersetzte. Aus der R¬†1 von Aachen bis Ostpreu√üen wurde so im Westen die B¬†1 von Aachen bis Helmstedt, und in der DDR die F¬†1 von Morsleben bis zur Grenze Potsdam/West-Berlin und anschlie√üend vom Potsdamer Platz in Ost-Berlin bis Kietz. Das alte Nummernsystem wurde aber auch in der DDR beibehalten, sodass nach der Wende aus den F-Stra√üen einfach B-Stra√üen werden konnten.

Im Jahr 1945 bis zur Deutschen Wiedervereinigung wurde die ehemalige Reichsstra√üe¬†1 im Abschnitt zwischen Helmstedt und Morsleben durch den innerdeutschen Grenzverlauf geteilt. Mit dem Mauerbau im Jahr 1961 wurde die Stra√üe auf beiden Seiten zu einer Sackgasse. Auf westdeutscher Seite wurde etwas n√∂rdlich die etwa zwei Kilometer lange und heute nicht mehr so benannte Bundesstra√üe 1a gebaut, um die Bundesautobahn¬†2 sowie die westlichen Abfertigungsanlagen des Autobahngrenz√ľberganges Helmstedt an das Bundesstra√üennetz anzuschlie√üen. Der Abschnitt zwischen Helmstedt und Morsleben wurde am 18. November 1989 zun√§chst provisorisch wieder ge√∂ffnet.

Zwischen 1961 und 1989 war die Stra√üe auch in Berlin durch die Mauer sowohl an der Glienicker Br√ľcke als auch zwischen dem Potsdamer Platz und dem Leipziger Platz unterbrochen. An der Glienicker Br√ľcke wurde die Grenze am 10. November 1989 und am Potsdamer Platz am 12. November 1989 wieder ge√∂ffnet.

In Ost-Berlin war die F¬†1 das wichtigste ‚ÄěEinfallstor‚Äú vom Osten her in die Stadt und auch innerst√§dtisch eine der bedeutendsten Stra√üen. Sie wurde genutzt als ‚ÄěPropagandameile‚Äú, auf der jeweils zum 1.¬†Mai und zum 7.¬†Oktober Paraden stattfanden.

Von 1954 bis 1963 wurde der Ruhrschnellweg zur vierspurigen Schnellstra√üe und zur A¬†430 ausgebaut (heute A¬†40). Die Streckenf√ľhrung zwischen Aachen und Neuss wurde auf die Autobahnen A¬†544, A¬†44, A¬†46 und A¬†57 verlegt.

Die wichtige Funktion des Ost-West-Verkehrs im Bereich der B¬†1 nimmt jedoch heutzutage die n√∂rdlicher verlaufende Autobahn A¬†2 ein, die vom Ruhrgebiet √ľber Hannover nach Berlin f√ľhrt.

In den ehemaligen deutschen Ostgebieten in Polen, Russland und Litauen sind die Restst√ľcke der alten R¬†1, wie das √ľbrige alte deutsche Stra√üennetz, bis heute in Nutzung. Da sich die Stra√üen noch √ľberwiegend im Urzustand befinden, sind die Eigenheiten des deutschen Stra√üenbaus vor dem 20.¬†Jahrhundert ‚Äď wie die gew√∂lbte Pflasterfl√§che und sp√§ter begr√ľnte Seitenbefestigungen (die sogenannten Bankette) ‚Äď bis heute zu erkennen.

Kompakter Streckenverlauf

In der Infobox rechts-oben befindet sich ein verkehrsfunktioneller Streckenverlauf mit den Anbindungen an Autobahnen und andere Bundesstra√üen, sowie den stra√üeneigenen Bauwerken, wie Br√ľcken und Tunnel. Dar√ľber hinaus folgt im n√§chsten Abschnitt ein detaillierter, regionaler Verlauf mit Nennung der √∂rtlichen Stra√üennamen, Besonderheiten und Sehensw√ľrdigkeiten, die von der Stra√üe aus einsehbar sind. Dieser Abschnitt dagegen beinhaltet lediglich einen knapp gehaltenen, √ľberregionalen Streckenverlauf zur groben Orientierung:

Die Bundesstra√üe¬†1 beginnt heute als Fortsetzung der niederl√§ndischen N278 im Aachener Ortsteil Vaalserquartier an der deutsch-niederl√§ndischen Grenze. Der Streckenabschnitt zwischen Aachen und Neuss verl√§uft √ľber die A¬†544, die A¬†44 sowie die A¬†46 und A¬†57. Sie √ľberquert zwischen Neuss und D√ľsseldorf den Rhein, durchl√§uft den Rheinufertunnel, vereinigt sich dann kurzzeitig mit der B¬†7 und B¬†8, um dann die Stadt als A¬†52 nordostw√§rts zu verlassen. Die B¬†1 verl√§sst diese wieder beim Kreuz Breitscheid, √ľberquert die Ruhr in M√ľlheim an der Ruhr und bildet ab M√ľlheim-Hei√üen als A¬†40 den sogenannten ‚ÄěRuhrschnellweg‚Äú, mit 155.000 Fahrzeugen pro Tag eine der meistbefahrenen Stra√üen Deutschlands. Im Autobahnkreuz Dortmund-West endet die A¬†40, der ‚ÄěRuhrschnellweg‚Äú durchquert nun wieder als B¬†1 Dortmund √ľber Rheinlanddamm und Westfalendamm.

Von Holzwickede verl√§uft die B¬†1 √ľber Land- und Stadtstra√üen durch Unna, Werl, Soest, Paderborn, Hameln, Hildesheim und Braunschweig. Weiter geht es √ľber Helmstedt, Magdeburg, Brandenburg an der Havel nach Potsdam. Dort verl√§uft sie √ľber die historische Glienicker Br√ľcke nach Berlin, wo sie von Steglitz bis Sch√∂neberg zur A¬†103 ausgebaut wurde. Im Berliner Zentrum f√ľhrt die B¬†1 √ľber Potsdamer Platz, Leipziger Platz und Alexanderplatz, ab dem die Streckenf√ľhrung bis M√ľncheberg identisch mit der Bundesstra√üe¬†5 ist. Dort zweigt die B¬†1 ab und endet am Grenz√ľbergang zu Polen bei K√ľstrin. Auf polnischer Seite findet sie als DK 22 ihre Fortsetzung.

Ausf√ľhrlicher Streckenverlauf

Die Bundesstra√üe¬†1 ist von alters her eine der wichtigsten Verbindungsstra√üen. Sie √ľbernimmt in den meisten Orten und St√§dten, die sie durchquert, eine zentrale Hauptstra√üenfunktion. Daher ist sie im Zuge der Entlastung von Innenst√§dten vielerorts von einer Verlegung auf eine Umgehungsroute betroffen.

Daraus ergibt sich, dass sie ‚Äď innerst√§dtisch oder auf freiem Land ‚Äď an wichtigen Punkten vorbeigef√ľhrt wird, die heute sehenswert sind oder wichtige Funktionen haben. Im Folgenden ist eine von der Stra√üe einsehbare Auswahl aufgef√ľhrt. Auch die angenommenen Stra√üennamen der B¬†1 sind oft wohlklingend und bedeutsam.

Nordrhein-Westfalen

Beginnend an der niederl√§ndischen Grenze verl√§uft die B¬†1 quer durch das gesamte Bundesland Nordrhein-Westfalen bis nach Niedersachsen. Die Stra√üe ist hier auch in den Bereichen, in denen sie nicht √ľber Autobahnen gef√ľhrt wird, von einem in gro√üen Teilen autobahn√§hnlichen Charakter gepr√§gt und fast durchg√§ngig mindestens vierspurig ausgelegt.

Aachen

Beginn der B 1 bei Aachen

Die B¬†1 beginnt an der Stadtgrenze Aachens nach Vaals und der Bundesgrenze zu den Niederlanden, anschlie√üend an den niederl√§ndischen Provincialen Weg 278. Dort befindet sich heute im Grenzhaus ein Getr√§nkemarkt. Von dort aus geht es √ľber die Vaalser Stra√üe in Richtung Innenstadt, das Klinikum Aachen befindet sich dabei in Sichtweite. Die Innenstadt von Aachen wird von der B¬†1 n√∂rdlich (B¬†1a) und s√ľdlich (B¬†1) auf dem Alleenring umfahren. An der B¬†1 befinden sich das Marschiertor, der Aachener Hauptbahnhof und der Burtscheider Viadukt. An der B¬†1a befinden sich das Audimax der RWTH Aachen, das Ponttor, der Lousberg und das Kongresszentrum Eurogress. Am Bl√ľcherplatz zweigt die B¬†1 vom urspr√ľnglichen Verlauf ab in Richtung Europaplatz, an dem die A¬†544 beginnt.

  • Stra√üennamen:
    • B¬†1: Vaalser Stra√üe, An der Schanz, Boxgraben, Lagerhausstra√üe, R√∂merstra√üe, Kurbrunnenstra√üe, Wilhelmstra√üe, Heinrichsallee, J√ľlicher Stra√üe, Bl√ľcherplatz, Europaplatz (Beginn der A¬†544)
    • B¬†1a: Junkerstra√üe, Turmstra√üe, Pontwall, Saarstra√üe, Ludwigsallee, Monheimsallee

Aachen bis Neuss

Unterbrechung der Bundesstraße 1 am Tagebau Garzweiler 2

Der Streckenabschnitt zwischen Aachen und Neuss wird durch die Autobahnen A¬†544, A¬†44, A¬†46 sowie die A¬†57 markiert. Dabei musste die A¬†44 im Bereich zwischen Kreuz Jackerath und Kreuz Holz dem Braunkohletagebau Garzweiler¬†2 weichen und wurde gr√∂√ütenteils abgerissen. Der Wiederaufbau ist f√ľr 2017 geplant.

Dennoch ist der alte Stra√üenverlauf der B¬†1 gut erkennbar, wenn der Stra√üenbenutzer in Aachen am Bl√ľcherplatz die J√ľlicher Stra√üe weiterverfolgt anstatt in Richtung Autobahn zu fahren. Diese folgt geradeaus dem Verlauf der B¬†1, durch Haaren, W√ľrselen-Broichweiden, die Alsdorfer Stadtteile Mariadorf und Hoengen sowie durch Aldenhoven-Schleiden vorbei an Aldenhoven, erreicht als Aachener Stra√üe J√ľlich und f√ľhrt von dort aus als Neusser Stra√üe durch Mersch und Titz vorbei an Jackerath, wo sie anschlie√üend auf den Tagebau Garzweiler¬†2 trifft und dort an einem Aussichtspunkt endet.

Jenseits des Tagebaus f√ľhrt ein St√ľck der A¬†46 auf dem ehemaligen Streckenverlauf der B¬†1 und ist an der Anschlussstelle Neuss-West zum Autobahnkreuz ausgebaut. Von der heutigen Verkehrsf√ľhrung √ľber die A¬†57 zweigt hier der ehemalige Verlauf der B¬†1 ab, die fr√ľher √ľber die heutige J√ľlicher Landstra√üe durch die Innenstadt von Neuss verlief.

D√ľsseldorf

Vorlage:Großes Bild/Wartung/Breite mit Einheit

Die Skyline der B¬†1 ist seit Stadtgr√ľndung das Wahrzeichen D√ľsseldorfs (Ansicht von der Rheinkniebr√ľcke)
Die Skyline der B¬†1 ist seit Stadtgr√ľndung das Wahrzeichen D√ľsseldorfs (Ansicht von der Rheinkniebr√ľcke)
Kupferstich von 1647, in dem der historische Vorläufer der Bundesstraße 1 erkennbar ist
Die B¬†1 in D√ľsseldorf als Rheinuferstra√üe bei Nacht, das Vodafone-Hochhaus mit Weihnachtsbeleuchtung
Das Gebäude des NRW-Landtags vom Rheinturm gesehen
Der Rheinturm, links davon hinter dem NRW-Landtag das Stadttor, rechts die Gehry-Bauten im Medienhafen
ARAG Europazentrale von der B 1 gesehen

Der Stra√üenverlauf der Bundesstra√üe¬†1 ist in D√ľsseldorf komplett mindestens vierspurig und hat teilweise autobahn√§hnlichen Charakter. Als sogenanntes ‚ÄěJahrhundertprojekt‚Äú wurde die B¬†1 als Rheinuferstra√üe seit Mitte der 1980er-Jahre baulich stark ver√§ndert. Sie und ihre Skyline sind ein identifikationsgebendes Postkarten- und Vorzeigeobjekt geworden, das der weltbekannten K√∂nigsallee fast den Rang abgelaufen hat.

Historisch gesehen wurde D√ľsseldorf am Verlauf der heutigen Bundesstra√üe¬†1 gegr√ľndet. So f√ľhrt auch heute noch die √§lteste Stra√üe der Stadt auf der ‚Äď seit Gr√ľndungszeiten niemals ver√§nderten ‚Äď Trasse √ľber das Gel√§nde des ehemaligen D√ľsseldorfer Schlosses, von dem heute nur noch der Schlossturm steht.

Die B¬†1 verl√§sst noch auf Neusser Stadtgebiet an der Anschlussstelle Neuss-Hafen die A¬†57, wendet sich nach rechts auf die Josef-Kardinal-Frings-Br√ľcke, im √∂rtlichen Sprachgebrauch auch ‚ÄěS√ľdbr√ľcke‚Äú genannt, und √ľberquert den Rhein. Sie l√§sst dabei die Hammer Eisenbahnbr√ľcke links flussabw√§rts liegen und f√ľhrt so in die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens D√ľsseldorf mit ihrem Stadtteil Hamm. Sie folgt zun√§chst auf etwa einem Kilometer dem S√ľdring und dann links der V√∂lklinger Stra√üe, die ihren namensgleichen Bahnhof der S-Bahn-Linien S8, S11 und S28 im Tunnel Gladbacher Stra√üe unterquert, womit sie sich nun im Ortsteil Unterbilk befindet.

Aus diesem Tunnel kommend n√§hert sich die Stra√üe dem Rheinufer und passiert die rechte Flanke des D√ľsseldorfer Medienhafens mit den als ‚Äětanzende B√ľrot√ľrme‚Äú bezeichneten Hochh√§usern des Architekten Frank Gehry. Die Einfahrt der B¬†1 in den Innenstadtbereich markiert ein Hochhaus in Form eines Tores ‚Äď das D√ľsseldorfer Stadttor. Darunter beginnt der zwei Kilometer lange Rheinufertunnel, der hier gleichzeitig als Besonderheit das Fundament des Stadttores darstellt. Da nun 55.000¬†Fahrzeuge pro Tag unterirdisch verkehren, konnte der oberirdische Teil der Stra√üe stark verkehrsberuhigt werden. Hier auf der sogenannten ‚ÄěRheinuferpromenade‚Äú wird die Stra√üe zun√§chst links von dem 240¬†Meter hohen Rheinturm sowie dem NRW-Landtag flankiert, bevor sie die Rampe der Rheinkniebr√ľcke unterquert.

Im Ortsteil Carlstadt hei√üt die Stra√üe nun Mannesmannufer. Dieser Name geht wegen der seinerzeitigen feindlichen √úbernahme nicht mehr mit dem zum ‚ÄěVodafone-Hochhaus‚Äú mutierten ‚ÄěMannesmannhochhaus‚Äú einher, das sich zur Rechten erhebt und anschlie√üend vom Mannesmann-Haus gefolgt wird. Der Stra√üenname wechselt weiter zum Rathausufer. Hinter der historischen Pegeluhr auf der linken Seite folgen gegen√ľber das Rathaus sowie der Burgplatz. Inzwischen befindet sich die Stra√üe im Ortsteil D√ľsseldorf-Altstadt mit vielen historischen Geb√§uden und passiert ‚Äědie l√§ngste Theke der Welt‚Äú. Zum Stra√üennamen Schlo√üufer gesellt sich rechts der Schlossturm sowie die Basilika St.¬†Lambertus, das mit nahezu 1000¬†Jahren √§lteste Bauwerk D√ľsseldorfs. Kurz vor der Oberkasseler Br√ľcke, deren sogenannte Hofgarten-Rampe nun unterquert wird, endet der Rheinufertunnel. K√ľnstlerische Z√ľge nimmt die Bundesstra√üe¬†1 mit den Namen Joseph-Beuys-Ufer und der Passage der kuppelf√∂rmigen Tonhalle und des Kunstpalastes an, bevor der mond√§ne zylindrische ‚ÄěVictoriaturm‚Äú das Ende der Altstadt einl√§utet.

Im Ortsteil Pempelfort markiert die B¬†1 nun als Cecilienallee einen ruhigen und leicht bewaldeten Bereich der Rheinuferpromende und entfernt sich von dieser als Homberger Stra√üe und Kennedydamm in den Ortsteil Golzheim. Sie biegt jetzt rechts ab, trifft sich so mit der von der Theodor-Heuss-Br√ľcke kommenden B¬†7 sowie der B¬†8 und nimmt mit Ihnen zusammen die Namen Johannstra√üe, Heinrich-Erhardt-Stra√üe und Grashofstra√üe an. Dabei √ľberquert sie als Heinrich-Erhardt-Br√ľcke am Bahnhof Derendorf die Hauptstrecke KBS¬†415 der Deutschen Bahn zwischen Hauptbahnhof und dem Fernbahnhof Flughafen, als auch die S-Bahn-Linien S1, S6 und S7. Die B¬†1 entledigt sich der Gesellschaft der beiden Bundesstra√üen durch Abbiegen nach links auf den N√∂rdlichen Zubringer. Rechts von der Kurve steht mit dem ARAG-Tower das h√∂chste Hochhaus D√ľsseldorfs.

Nordostw√§rts verl√§sst die Stra√üe nun die Stadt √ľber die A¬†52. Sie l√§sst den Flughafen D√ľsseldorf International links liegen und passiert nun im Kreis Mettmann die Stadt Ratingen und das ungew√∂hnlich m√ľhlenf√∂rmige Kreuz Breitscheid. An dessen Anschlussstelle Breitscheid verl√§sst sie die Autobahn und √ľberschreitet als K√∂lner Stra√üe die Grenze zu M√ľlheim an der Ruhr.

M√ľlheim an der Ruhr

B 1 (Kölner Straße) mit Kloster Saarn
Der Verlauf der B¬†1 in M√ľlheim an der Ruhr
Die alte Stadtg√§rtnerei in M√ľlheim an der Ruhr an der unteren Saarlandstra√üe (B¬†1)
Mendener Br√ľcke (Ruhr-Br√ľcke der B¬†1)
Im Stadtpark Witthausbusch

Die B¬†1 verl√§uft in M√ľlheim erst l√§ndlich. Sie f√ľhrt zun√§chst durch Gr√ľnland, um dann in eine echte Sehensw√ľrdigkeit √ľberzugehen: Europas gr√∂√üte und eindrucksvollste Stra√üe zu Caravanen. Mehr als 25¬†H√§ndler offerieren rechts und links der B¬†1 Wohnmobile, Mobilheime, Gartenh√§user, Caravane und Artverwandtes zur Freizeitgestaltung. Hier an der K√∂lner Stra√üe in M√ľlheim findet der Camper alles zum seinem Hobby.

An den Hängen herunter zum Ruhrtal mehren sich die Autohändler, auch zu diesem Thema gibt es einige Besonderheiten: Unter anderem Händler, die sich in Saarn (ein wenig linksab) auf Oldtimer-Fahrzeuge spezialisiert haben.

Bevor die Bundesstra√üe das Ruhrtal erreicht, ist das unmittelbar rechts neben der Stra√üe liegende Kloster Saarn zu sehen, ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster, dessen Gr√ľndung im Jahre 1200 erfolgte. Die Besichtigung lohnt sich.

Vor der Ruhrbr√ľcke ist ein empfehlenswerter Abstecher nach S√ľden Richtung Kettwig. In M√ľlheim-Mintard wird die bekannte Ruhrtalbr√ľcke M√ľlheim der A¬†52 unterquert, Deutschlands erste Autobahnbr√ľcke, die im Grundriss im Bogen errichtet wurde (ein Punkt, der manchen Menschen ein besonderes Problem beschert: Sie k√∂nnen ohne Probleme √ľber eine gerade Br√ľcke fahren, aber sobald sie in einer Kurve unter eine Br√ľcke schauen k√∂nnen, bekommen sie Beklemmungen).

Rechts der Ruhr, direkt nach der Br√ľcke kreuzt die B¬†1 eine weiter Verbindung zwischen Kettwig und der M√ľlheimer Innenstadt. Rechts liegt die alte Stadtg√§rtnerei, in der sich heute eine Uhrenwerkstatt und ein Weindepot befindet. Es folgt eine langgeschwungene Serpentine an M√ľlheims begehrtestem Wohnviertel und dem Stadtpark Witthausbusch s√ľdlich der Stadtmitte vorbei auf eine Anh√∂he, dort √ľber eine Kreuzung mit einer rechts nach S√ľden zum Flughafen Essen-M√ľlheim und weiter nach Essen-Werden f√ľhrenden Stra√üe. Am Flughafen, waren √ľber die siebziger und achtziger Jahre hinweg Deutschlands einzige Luftschiffe beheimatet. Einer der gr√∂√üten Verkehrs√ľbungspl√§tze der Republik findet sich dort, nahe der Abfahrt zur A¬†52.

Die B¬†1 f√ľhrt noch einmal durch ein Waldgebiet bergab, quert den Rumbach, einen kleinen Nebenfluss der Ruhr, √ľber eine alte Br√ľcke aus Ruhrsandstein und windet sich dann wieder √ľber Serpentinen bergauf, bis sie sich in M√ľlheim Hei√üen mit der A¬†40, dem ber√ľchtigten ‚ÄěRuhrschleichweg‚Äú verbindet. Kurz vor der der Stadtgrenze zu Essen kann sich der Sta√üenbenutzer den Schildern entlang zum ‚ÄěRheinRuhrZentrum‚Äú orientieren, Deutschlands erstem voll√ľberdachten Einkaufszentrum auf gr√ľner Wiese, einem ehemaligen Zechengel√§nde. Dieses Einkaufszentrum ist dann auch unmittelbar vor der Essener Stadtgrenze rechter Hand zu sehen (√∂stliche Ruhrh√∂he an der Auffahrt auf den Ruhrschnellweg A¬†40).

  • Stra√üennamen: K√∂lner Stra√üe, Untere Saarlandstra√üe, Obere Saarlandstra√üe, Essener Stra√üe, Ruhrschnellweg.

Essen

Essener Hauptbahnhof An der Freiheit

Der Stra√üenverlauf der B¬†1 (und A¬†40) in Essen ist heutzutage im westlichen Teil eine tiefe Autobahnschlucht mit einigen Abfahrten. Hinter dem ‚ÄěRheinRuhrZentrum‚Äú findet sich an der n√§chsten Abfahrt Essen-Frohnhausen, ehemals Wickenburg die Zentrale eines der gr√∂√üten VW-Audi-Autoh√§user Deutschlands, der Gottfried Schultz-Gruppe. Diese betreibt im westlichen Ruhrgebiet an mehr als 15¬†Standorten Autoh√§user und Reparaturwerkst√§tten. Die gr√∂√üte und beeindruckendste Filiale (meist mit einigen Oldtimern) ist der Hauptsitz unmittelbar an der B¬†1/A¬†40. Die n√§chste Abfahrt Holsterhausen liegt unmittelbar an der Widia-Fabrik von Kennametal, zweitgr√∂√üter Werkzeughersteller der Welt. Widia geh√∂rte zuvor √ľber mehr als sechs Jahrzehnte zum Krupp-Konzern. In ihr (und in einer anderen kleinen Essener Konkurrenz-Firma, in Huttrop nahe der B¬†1) wurde 1926 das Hartmetall entwickelt, ein unverzichtbarer Werkstoff f√ľr den modernen Maschinenbau. Rechter Hand gelangt der Stra√üenbenutzer auf derselben Abfahrt zu den Universit√§tskliniken und weiter zur ber√ľhmten Margarethenh√∂he, urspr√ľnglich einer Wohnsiedlung f√ľr die Mitarbeiter der Firma Krupp.

Vor der n√§chsten Abfahrt Essen-Zentrum, ehemals Sachsenstra√üe ‚Äď linker Hand neben der Tiefstra√üe ‚Äď befindet sich das Essener Technologiezentrum, eines der allerersten in Deutschland. In der Sachsenstra√üe ist der Sitz des weit √ľber die Grenzen des Ruhrgebietes hinaus bekannten WAZ-Konzerns, eines der m√§chtigsten und am wenigsten bekannten Print-Imperien Deutschlands.

Die Ausfahrt f√ľhrt geradeaus zur Innenstadt, oder scharf rechtsab nach Holsterhausen, oder rechtsab zum Saalbau und zum Aalto-Theater ‚Äď dem Essener Opernhaus ‚Äď sowie zu den s√ľdlichen Wohnvierteln nach R√ľttenscheid und Bredeney.

Weiter geradeaus folgt (√ľber dem Tunnel der B¬†1) die alte Kruppstra√üe: An der n√§chster Kreuzung rechter Hand hatte die Deutsche Bahn AG-Direktion Essen ihren Sitz, schr√§g gegen√ľber die Technologie-Sparte des ThyssenKrupp-Konzerns. Weiter √∂stlich wird auf der Kruppstra√üe der Blick frei auf das links liegende Hochhaus der ehemaligen Postbank Essen neben dem S√ľdausgang des Hauptbahnhofes auf der Freiheit, sowie rechts auf die Hochh√§user der RWE AG. Wenn der Stra√üenbenutzer touristisches und technik-geschichtliches Interesse mitbringt, lohnt es, die Querung von Essen in der Tiefstra√üe der B¬†1 in der Innenstadt zu unterbrechen und nicht den Tunnel des Ruhrschnellweges zu nutzen.

Der Ruhrschnellweg-Tunnel unterquert die komplette s√ľdliche Essener Innenstadt. An der √∂stlichen Tunnelausfahrt unmittelbar s√ľdlich liegt der Hauptbahnhof, direkt √ľber der Tunnelausfahrt findet sich eine Gro√üplastik zur Bergbau-Vergangenheit von Essen, die ‚ÄěSteile Lagerung‚Äú. Direkt s√ľdlich der Tunnelausfahrt die Hauptverwaltungen der Evonik Industries AG (ehemals RAG Aktiengesellschaft, davor Ruhrkohle AG) auf dem Gel√§nde der fr√ľheren Stern-Brauerei an der Rellinghauser Stra√üe.

An der Ausfahrt am Tunnelausgang geht es zur Innenstadt und zu den besseren, innenstadtnahen s√ľdlichen Wohnvierteln nach Huttrop, Bergerhausen, Bredeney und R√ľttenscheid.

Die Abfahrt nach Huttrop und Steele f√ľhrt unmittelbar an den alten Wasserturm rechts oberhalb der B¬†1 an der Steeler Stra√üe. Ab der Steeler Stra√üe begleiten einen auf dem Mittelstreifen der Autobahn die Spurbusse, die auf der fr√ľheren Trasse der Stra√üenbahn nach Kray fahren. Der Stra√üenbahnverkehr wurde Anfang der 1990er-Jahre auf spurgef√ľhrte Omnibusse umgestellt. Die Busfahrer brauchen in der Betontrogspur wie bei der Stra√üenbahn lediglich zu bremsen und zu beschleunigen; die Spurf√ľhrung des Busses √ľbernehmen Leitplanken und die vorderen Lenkrollen.

Die n√§chste Einm√ľndung ist das Autobahndreieck Essen-Ost, an der die Autobahn A¬†52 von D√ľsseldorf einm√ľndet. Hier werden oft in beiden Richtungen Staus ausgel√∂st. Zuvor zweispurig, ist ab hier der Verlauf der B¬†1 dreispurig pro Richtung bis zur Stadtgrenze Essen. Die Abfahrt unmittelbar hinter der Einm√ľndung der A¬†52 ist die Frillendorfer Stra√üe, die zu Industriegebieten und zur fr√ľheren Bundeswehr-Kaserne f√ľhrt. Nach einer langen, abw√§rts geneigten Rechtskurve (Radark√§sten in der ‚ÄěBuderus-Kurve‚Äú) ist die letzte Abfahrt der B¬†1 auf Essener Gebiet Essen-Kray/Steele. Hier fahren auch die Spurbusse wieder die Rampe hinauf, und die Busfahrer m√ľssen wegen des Endes der Spurf√ľhrung an der oberen Rampenkante wieder selbst lenken.

Der Essener Abschnitt der B¬†1 geh√∂rt zu den am st√§rksten belasteten Stra√üen Deutschlands. Hier entz√ľndeten sich aufgrund des Verkehrsl√§rms bereits in den fr√ľhen 1960er-Jahren Diskussionen √ľber die Wertigkeiten des Verkehrs und der Anwohnerrechte. An den schlimmsten L√§rm-Passagen am heutigen Autobahndreieck Essen-Ost und der Abfahrt Frillendorf sind Ende der 1960er Jahre mit die ersten L√§rmschutzw√§nde in Deutschland errichtet wurden. Mittlerweile findet sich dort die zweite Generation von L√§rmschutzw√§nden, jedoch ist aufgrund der vielen Durchbrechungen der W√§nde an Auf- und Abfahrten sowie des stetig gestiegenen Verkehrsaufkommens der Schallpegel weiterhin sehr hoch.

  • Stra√üennamen: Ruhrschnellweg ‚Äď A¬†40 (Autobahn-Tiefstra√üe), fr√ľher: Kruppstra√üe.

Bochum

Das Opelwerk in Bochum

Der Eintritt der B¬†1 nach Bochum (genauer: Wattenscheid) ist zugleich der Wechsel der Regierungsbezirke: Aus D√ľsseldorfer und rheinl√§ndischer F√ľrsorge geht man hin√ľber zu Arnsberger und westf√§lischer F√ľrsorge. In der Rechtskurve auf der Kuppe hinter Frillendorf liegt die Abfahrt zur B¬†227 nach Gelsenkirchen, die in einer Schleife nur nach Norden f√ľhrt; es gibt hier keine M√∂glichkeit, ‚Äěrechtsab‚Äú s√ľdlich nach Wattenscheid-H√∂ntrop zu gelangen. Dies ist erst an der n√§chsten Abfahrt Wattenscheid-West m√∂glich, an der es links zur Mitte von Wattenscheid geht. Rechts f√ľhrt die Abfahrt erst in eine Industriegebiet, in dem sich die Hauptniederlassung des gr√∂√üten Werksh√§ndlers f√ľr Daimler-Fahrzeuge in Deutschland befindet, die Fahrzeug-Werke LUEG AG. Der Weg rechtsab f√ľhrt weiter dann auf die Anh√∂he von H√∂ntrop, auf der die alte Hellweg-Verbindung von Essen-Steele nach Bochum zieht.

N√§chste Abfahrt ist der Bahnhof von Wattenscheid. Hinter dieser Abfahrt steht einer der ersten (und auch h√∂chsten) Werbemaste der Hamburger-Kette McDonald‚Äôs in Deutschland. Direkt hinter der Burgerbraterei steht als Blickfang auf st√§hlernen St√ľtzen ein amerikanischer North American F-86 D√ľsenj√§ger, der den Vorplatz des Hauptsitzes der Autozubeh√∂r-Firma D&W schm√ľckt.

Vor der n√§chsten Abfahrt Bochum-Stahlhausen liegen rechts die riesigen Werksareale der Thyssen-Krupp-Stahl¬†AG, die hier am Standort Bochum insbesondere auf die Zulieferung mit Karosserieblech und Coils f√ľr die Automobilindustrie eingerichtet ist. Neben Duisburg sind hier die letzten echten Montan-Arbeitspl√§tze entlang des Ruhrschnellwegs bzw. der B¬†1 zu verzeichnen.

Die Abfahrt Stahlhausen f√ľhrt zur s√ľdlichen Bochumer Stadtumfahrung. Allerdings existiert kein direkter Autobahnanschluss, da es wenige Meter durch Stahlhausen und unter einer Eisenbahnunterf√ľhrung rechtsab geht, bevor man in eine neue Tiefstra√üe zum s√ľdlichen Bochumer Stadtring gelangt. Oben geradeaus ‚Äď rechts an der Abfahrt der B¬†1 gelangt man zur Jahrhunderthalle und nach Stahlhausen herein, wo an der Alleestra√üe nicht nur die fr√ľheren Krupp-Betriebe, sondern auch die VSG ihre Betriebe unterh√§lt. Stahlhausen ist auch Einfallstor f√ľr die √∂stliche und s√ľdliche Innenstadt und die bekannte Kneipenmeile des so genannten Bermudadreiecks.

Der Verlauf der B¬†1 macht eine langgezogene Linkskurve, in der bis in die 1970er Jahre ein stechender Geruch aufgrund der nahen Kokerei und einer direkt √ľber die B¬†1 f√ľhrenden Koks-Loren-Seilbahn markant war. Der Stra√üenverlauf senkt sich in einer Rechtskurve in eine Tiefstra√üe, vor der man an der n√§chsten Abfahrt zur B¬†226 nach Herne-Wanne und zur Bochumer Innenstadt gelangt, die von der B¬†1 in einem Drittelbogen n√∂rdlich umfahren wird. N√§chste Abfahrt hinter der Tiefstra√üe ist dann die B¬†51, die durch den Bochumer Norden des Stadtteils Riemke eine Kurzverbindung zur A¬†43 nach Herne, Recklinghausen und M√ľnster anbietet.

Die n√§chste Abfahrt Stadion f√ľhrt zur Arena des Fu√üballvereins VfL Bochum. Fr√ľher hie√üen Stadion und Ausfahrt Ruhrstadion, das Stadion wurde 2006 in rewirpowerSTADION umbenannt, der Name der Ausfahrt wurde 2007 ge√§ndert. Die Ausf√§hrt f√ľhrt ebenfalls zur Musical-Halle des ‚ÄěStarlight Express‚Äú, eines der erfolgreichsten und am l√§ngsten gespielten Musicals aller Zeiten, sowie zum Bochumer Stadtpark mit seiner sch√∂nen Parkanlage und einer Gastronomie, Spielort des Klavierfestivals Ruhr, sowie zum Planetarium Bochum und zum Bergbaumuseum Bochum.

An der n√§chsten Abfahrt Castroper Stra√üe m√ľndet wiederum von S√ľden und von den Opel-Werken kommend der Bochumer Stadtring auf die B¬†1. N√∂rdlich gelangt man nach Harpen und Kornharpen. Hinter dem unmittelbar darauf folgenden Autobahnkreuz mit der A¬†43 folgt die Abfahrt zum Ruhrpark-Einkaufszentrum, seit √ľber zwanzig Jahren nun unangefochten das gr√∂√üte Einkaufszentrum Deutschlands, gebaut auf nicht mehr ben√∂tigtem Bergbau-Areal, Fl√§chen, von denen es auf der Schiene der B¬†1 und umliegend viele Quadratkilometer neugenutzter Fl√§chen im Wege des gro√üen Strukturwandels des Ruhrgebiets gibt.

Nach einer langen Senke n√§hert man sich wieder ansteigend der Dortmunder Stadtgrenze, die aufgrund einer interessanten, lustig-witzig kommentierten Verschachtelung der Stadtfl√§chen (‚ÄěL√ľtgenb√∂mmel‚Äú) einen vierfachen, unbemerkten Grenzwechsel bietet: Man verl√§sst Bochum, f√§hrt kurz √ľber Dortmund-L√ľtgendortmunder Terrain, um nochmals in der Rechtskurve hinter der B¬†235 (Provinzialstra√üe) an einem kleinen Autobahn-Parkplatz kurzzeitig √ľber Bochumer Gebiet zu fahren, bevor man sich dann endg√ľltig im Verlauf der B¬†1 auf mehr als 25¬†Kilometern auf Dortmunder Stadtgebiet befindet. Die Abfahrt Dortmund-L√ľtgendortmund f√ľhrt auch zu den Bochumer Stadtteilen Langendreer und Werne. An der Stadtgrenze wird die blau beschilderte Autobahn¬†40 wieder zur gelb beschilderten Bundesstra√üe¬†1. Zwischen dem M√ľlheimer Rhein-Ruhr-Zentrum und der Dortmunder Ausfahrt L√ľtgendortmund ist die B¬†1 nicht als Bundesstra√üe ausgeschildert.

Der Wechsel der Stra√üenart von Bundesstra√üe zur Autobahn, zur√ľck zur Bundesstra√üe und hinter Dortmunder Stadtgebiet wieder zur Autobahn¬†44 mit paralleler ‚Äěalter‚Äú B¬†1 hat verwinkelte rechtliche und finanzielle Bewandtnisse, deren Details sich auch interessierteren Einwohnern des Ruhrgebietes hartn√§ckig entziehen. Tatsache ist, dass der Ruhrschnellweg zwischen Essen und Dortmund zu Recht einen b√∂sen Spitznamen als ‚ÄěRuhrschleichweg‚Äú hat, da die vier- bis sechsspurige autobahn√§hnliche Stra√üenf√ľhrung zu Berufsverkehrszeiten notorisch verstopft ist.

  • Stra√üennamen: Ruhrschnellweg ‚Äď A¬†40.

Dortmund

Der Verlauf der B 1 in Dortmund
Die Schnettkerbr√ľcke vor der Erneuerung
Die Dortmunder Westfalenhalle
Loveparade 2008 auf der B 1

Westlich beginnt der Verlauf der B¬†1 durch Dortmund an der Abfahrt der B¬†235, der Provinzialstra√üe. Nahe dieser Abfahrt liegt s√ľdlich das Areal der stillgelegten ‚ÄěBrauerei Brinkhoff‚Äú, die noch bis Juli 2002 unter ihrem historischen Namen ‚ÄěRitter-Brauerei‚Äú firmierte. Gegen√ľber der Brauerei, direkt von der B¬†1 aus einsehbar, befindet sich das Werksgel√§nde der fr√ľheren Werkzeugmaschinenfabrik T√∂nshoff, hinter der nochmal auf wenigen Metern Bochumer Stadtgebiet durchquert wird.

Die n√§chste Abfahrt Dortmund-Kley f√ľhrt zu einem gro√üen Gewerbegebiet, dem Indupark mit gro√üfl√§chigem Einzelhandel.

Es folgt das Autobahnkreuz Dortmund-West, das die B¬†1 mit der A¬†45, der ‚ÄěSauerlandlinie‚Äú, verbindet.

N√§chste Abfahrt ist Dortmund-Dorstfeld/Universit√§t, an der sich am westlichen Hangkamm des Emschertales neben der Universit√§t ein sehr gro√ües Technologie-Zentrum etabliert hat. Auf der n√∂rdlichen Seite der B¬†1 sieht man die Deutsche Arbeitsschutzausstellung, eines der gr√∂√üten technischen Museen Deutschlands, und den Dorstfelder Hannibal. Hinter dem langgezogenen Hang kommt die bis voraussichtlich 2010 im Neubau befindliche Schnettkerbr√ľcke √ľber die Emscher. Zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund-West und dem Abzweig nach Hombruch hinter der Schnettkerbr√ľcke wird die B¬†1 zurzeit auf sechs Spuren ausgebaut.

Hiernach wird die B¬†1 sechsspurig (weitere Einzelheiten werden unter den Stichworten Rheinlanddamm und Westfalendamm erl√§utert). Hier finden sich weitere Sehensw√ľrdigkeiten wie der Signal Iduna Park, die Westfalenhallen, der Florianturm und der Westfalenpark sowie das Telekom-Hochhaus. Die Bundesstra√üe¬†1 hat hier ein t√§gliches Verkehrsaufkommen von mehr als 140.000¬†Fahrzeugen und es bestehen seit langem Planungen, die Strecke durch die dicht besiedelte Dortmunder Gartenstadt in einem Tunnel zu f√ľhren. Die auf f√ľnf Jahre angesetzten Bauarbeiten f√ľr die 2,2¬†Kilometer lange Tunnelstrecke zwischen M√§rkischer Stra√üe und Bundesstra√üe¬†236 sollen nach dem Planfeststellungsverfahren im Jahre 2009 beginnen.[1]

Hinter dem Westfalendamm und dem autobahn√§hnlichen Kreuz mit der B¬†236 liegen auf der n√∂rdlichen Seite die beiden Hochh√§user des Finanzamtes Dortmund-Ost/Dortmund-Unna und die Galopprennbahn. Auf der s√ľdlichen Seite schlie√üt sich im Sch√ľrener Feld auf dem ehemaligen Kasernengel√§nde der britischen Rheinarmee ein neu errichtetes Technologie- und Wohngebiet (Stadtkrone Ost) an, dessen markantestes Geb√§ude die Niederlassung des ADAC darstellt. Auf der n√∂rdlichen Seite folgen die Baustellen mehrerer Autoh√§user: dem ‚ÄěAutozentrum Wambel‚Äú. Hinter der Anschlussstelle Stadtkrone Ost schlie√üt sich das langgestreckte Areal des Hauptfriedhofs Dortmund an, w√§hrend im S√ľden unmittelbar nach der Ausfahrt Marsbruchstra√üe die LWL-Klinik Dortmund zu sehen ist. Hier kreuzt die Stadtbahnlinie U47, die ab der Unterf√ľhrung Westfalendamm/M√§rkische Stra√üe parallel zur B¬†1 zwischen den Richtungsfahrspuren entlangf√ľhrt, die Fahrbahn in s√ľdlicher Richtung nach Aplerbeck. In den n√§chsten Jahren wird die Stadtbahnlinie U47 hinter der neu gestalteten Haltestelle Hauptfriedhof entlang der B¬†1 abgesenkt und dann nach S√ľden unter der Fahrbahn hindurchgef√ľhrt. Dann muss der Verkehr nicht mehr durch die heute vorhandene Ampelanlage gestoppt werden, wenn die Bahn aus der Mitte der B¬†1 nach Aplerbeck abbiegt.

Danach folgt ein bereits 1963 autobahn√§hnlich ausgebautes Teilst√ľck, das √ľber den Dortmunder R√ľcken ‚Äď einen H√∂henzug im l√§ndlichen Dortmunder Osten ‚Äď aus dem Dortmunder Stadtgebiet herausf√ľhrt, mit der Abfahrt nach Aplerbeck und Brackel, √ľber eine 60¬†Meter lange Br√ľcke, die den kleinen Ortsteil Neuasseln √ľberspannt, und mit den Abfahrten nach S√∂lde bzw. Asseln sowie nach Holzwickede, einer Gemeinde im Kreis Unna, und zum Flughafen Dortmund in Dortmund-Wickede. Am n√∂rdlichen Hang unterhalb des Flughafens sieht man kurz vor der Ausfahrt ein architektonisch interessantes Nurdach-Haus eines Autoherstellers.

An der Ausfahrt Holzwickede √§ndert sich die Beschilderung, die B¬†1 l√§uft nun als Autobahn weiter bis zum Kreuz Dortmund/Unna, hier trennt sich der Verlauf der B¬†1 wieder von der Autobahn, die unter dem Namen A¬†44 √ľber Unna, Werl und Soest nach Kassel f√ľhrt. Die B¬†1 wird ‚Äď versetzt um einige hundert Meter nordw√§rts ‚Äď fortgef√ľhrt, wobei sie die Stadtmitte von Unna s√ľdlich umrundet, und anschlie√üend √ľber Werl und Soest in Richtung Paderborn f√ľhrt.

Am 19. Juli 2008 fand auf der Bundesstra√üe¬†1 im Stadtgebiet von Dortmund unter dem Motto ‚ÄěHighway to Love‚Äú die zweite Loveparade im Ruhrgebiet statt. Es war das erste Mal in der Geschichte der B¬†1, dass sie f√ľr ein derartiges Gro√üereignis im Stadtgebiet f√ľr den Stra√üenverkehr gesperrt wurde. An der Veranstaltung auf einem zwei Kilometer langen Teilst√ľck des Rheinlanddamms nahmen laut Angaben der Veranstalter und der Polizei 1,6¬†Mio.¬†Menschen teil.[2]

Unna

Die vierstreifige Umfahrungsstra√üe und die folgende Alleestra√üe der ‚Äěalten B¬†1‚Äú im Osten von Unna war vor dem Bau der Autobahn A¬†44 nach Kassel stark verkehrsbelastet. Der Autobahnbau √§nderte die Lage; heutzutage ist das ‚ÄěAutowandern‚Äú und auch das Radfahren entlang der alten B¬†1 eine entspannte Angelegenheit.

Lohnend ist ein kleiner Ausflug √ľber die Bundesstra√üe¬†233 s√ľdw√§rts hinauf auf den H√∂henzug des Haarstrangs. Von der H√∂he, ca.¬†3¬†Kilometer s√ľdlich der B¬†1, hat man einen phantastischen Ausblick √ľber Unna und das √∂stliche Ruhrgebiet.

Markant sind in den d√∂rflichen Orten √∂stlich von Unna die Vielzahl b√§uerlicher Stra√üenanbieter von Lebensmitteln: die hier beginnenden Hellwegb√∂rden z√§hlen zu den fruchtbarsten Ackerbaulandschaften Deutschlands. Die B¬†1 f√ľhrt an den zu Unna geh√∂rigen D√∂rfern M√ľhlhausen (Sehensw√ľrdigkeit: M√ľhlenturm an der √∂stlichen Ausfallstra√üe) und L√ľnern s√ľdlich vorbei und quert den s√ľdlichen Teil von Hemmerde. Ab M√ľhlhausen kann man die alte Technik der Landvermesser erkennen: Die Stra√üe f√ľhrt schnurstracks von Kirchturmspitze zu Kirchturmspitze, um heute jeweils vor den Orten sanft seitw√§rts zu verschwenken und so die Dorfkerne zu meiden, eine Entwicklung, die bereits in den 1950er- und 1960er-Jahren einsetzte. Die Allee f√ľhrt s√ľdlich an einem kleinen Bauernweiler ‚ÄěSteinen‚Äú vorbei, in dem auf einer Kuppe einer der Zufl√ľsse der Lippe, die Seseke, entspringt.

  • Stra√üennamen: Bundesstra√üe¬†1, Werler Stra√üe.

Werl

Die Bundesstra√üe f√ľhrt in den Kreis Soest nach Werl. Rechts und links der Stra√üe findet man etliche Bauernh√∂fe, die einen ‚ÄěAb-Hof-Verkauf‚Äú von Kartoffeln, Gem√ľse und Obst betreiben. Die B¬†1 durchquert Holtum, dann B√ľderich, beide heute westliche Stadtteile von Werl. Im n√∂rdlichen B√ľderich hat sich im dortigen Industriegebiet neben M√∂belindustriebetrieben, Betonwerk und Bauzulieferern ein gro√ües M√∂belhaus angesiedelt, das in der Aufz√§hlung der M√∂belh√§user in Deutschland unter den ersten 15 zu finden ist.

Hinter B√ľderich ist die Autobahnabfahrt zur A¬†445, die in ihrem Verlauf westlich um Werl f√ľhrt und an der B¬†63 nach Hamm endet, und im s√ľdlichen Verlauf Richtung Arnsberg ins Sauerland f√ľhrt. Hinter der Autobahnunterquerung tangiert die B¬†1 in einer langgezogenen Kurve die westlichen Wohnviertel von Werl.

Der neue Teil der Umfahrung von Werl (er wurde im Dezember 2003 f√ľr den Verkehr freigegeben) f√ľhrt im Halbkreis s√ľdlich um Werl herum. S√ľd√∂stlich passiert die neue Umfahrung eine markante Windm√ľhle aus dem 15.¬†Jahrhundert. An dieser Kreuzung trifft die B¬†1 auf die nach S√ľdosten auf die H√∂he der Haar herauff√ľhrende B¬†516, die sich auf dem Scheitelpunkt der Haar weiter bis Brilon fortsetzt.

Der weitere Verlauf der B¬†1 durch das B√∂rdeland f√ľhrt durch den Werler Vorort West√∂nnen, der durch das dort in mehreren Fabriken hergestellte Sauerkraut bekannt ist. Nach einigen Kilometern Landstra√üe vorbei an dem Werler Vorort Mawicke n√§hern wir uns den westlichen Vororten von Soest. Auf dieser Strecke bewegt sich allj√§hrlich der gr√∂√üte Silvesterlauf Deutschlands auf einer Strecke von 15¬†km L√§nge von der Werler Stadthalle bis zum Soester Marktplatz ‚Äď der √ľberwiegende Teil der Laufstrecke befindet sich auf der B¬†1.

Im gesamten Bereich von Unna, Werl und Soest machte sich nach Einf√ľhrung der Autobahn-Maut f√ľr LKW aufgrund der bequemen Parallel-Lage der B¬†1 zur A¬†44 ein ‚ÄěMaut-Vermeidungsverkehr‚Äú sehr unangenehm bemerkbar. Durch einige stark einschr√§nkende Bauma√ünahmen (beispielsweise in Werl-B√ľderich enge Verschwenkungen und Parkbuchten) wurde den LKWs das Befahren der B¬†1 erschwert.

  • Stra√üennamen: Holtumer Bundesstra√üe, B√ľdericher Bundesstra√üe, Soester Stra√üe, West√∂nner Bundesstra√üe, Mawicker Bundesstra√üe.

Soest

Die B¬†1 nach Soest durchquert im Verlauf die Bauernd√∂rfer Ost√∂nnen und Ampen, bevor sie die westlichen Gewerbegebiete der Stadt Soest erreicht. Vor einem der √§ltesten Opel-Gro√üh√§ndler Deutschlands, ‚ÄěRosenthal und Rustemeier‚Äú, steht eine alte Stra√üenwalze Fabrikat B. Ruthemeyer, die bis in die 1960er-Jahre in Soest gebaut wurden. Die B¬†1 biegt auf dem √§u√üeren Stadtring von Soest s√ľdw√§rts ab, um Soest in einem Halbkreis zu umfahren. √Ąu√üerst lohnend ist jedoch, die B¬†1 f√ľr die Stadtumfahrung zu verlassen und statt der √§u√üeren Ringstra√üe die Altstadt von Soest am inneren Wallring zu passieren, sowie sich die Soester Altstadt mit Spazierg√§ngen zu erschlie√üen.

Auf der Ringstra√üe finden sich die Innenstadt-Stra√üen sowie die Ausfallstra√üen nach S√ľden: die B¬†229 √ľber die Autobahnabfahrt Soest nach Delecke am M√∂hnesee, Breitenbruch und nach Arnsberg, sowie s√ľd√∂stlich die Niederbergheimer Stra√üe Richtung V√∂llinghausen und Wamel im M√∂hnetal, nach Niederbergheim an der M√∂hne sowie Hirschberg im Naturpark Arnsberger Wald und Warstein.

Im Osten der B 1 biegt der Straßenverlauf wieder rechtsab von der Ringstraße, um in einigem Abstand den eigenständigen Kurort Bad Sassendorf zu passieren; nebenbei ein interessantes Nahausflugsziel vor allem an Sonntagen, da die Geschäfte in der Gemeinde Bad Sassendorf aufgrund des Status als Kurort auch sonntags geöffnet sind.

Wiederum auf schnurgerade verbindender Landstra√üe durchquert die B¬†1 die St√§dte Erwitte und Geseke. In Erwitte schneidet die Bundesstra√üe¬†1 die Bundesstra√üe¬†55, sodass in der Stadtmitte eine m√§chtige Bundesstra√üenkreuzung existiert, die Erwitte in vier Stadtviertel zerlegt. Sehenswert ist das Stadtviertel zwischen der B¬†1 Richtung Geseke/Paderborn und B¬†55 Richtung Lippstadt. Hier steht das Erwitter Schloss und dort befindet sich der Marktplatz. Mit einem Schloss im Stadtkern kann Geseke nicht aufwarten, jedoch hat man sich dort in den Sechziger Jahren entschlossen die Bundesstra√üe¬†1 in einem weiten Bogen um den mittelalterlichen Stadtkern herumzuf√ľhren. So wurde der gewachsene mittelalterliche Stadtkern (Stadtrechte 1216) vor dem Erwitter Schicksal bewahrt; √Ąhnlich wie in Soest existieren in Geseke eine Vielzahl sehenswerter und denkmalgesch√ľtzter Fachwerkbauten sowie zwei m√§chtige tausendj√§hrige Kirchen.

Im gesamten Hellweg-Bereich der B¬†1 verl√§uft die Stra√üe so, dass man von Kirchturm zu Kirchturm f√§hrt: im R√ľckspiegel sieht man mittig √ľber der Stra√üe den Kirchturm der Stadt die man verlassen hat, w√§hrend mittig √ľber der Stra√üe vor einem der Kirchturm der n√§chsten Stadt auftaucht. Hierdurch wird deutlich, dass der Stra√üenverlauf viel √§lter ist als die Bundesstra√üe selbst. Im Mittelalter orientierten sich die Menschen an Landmarken wie z.¬†B. Kircht√ľrmen.

  • Stra√üennamen in Soest: Werler Landstra√üe, Wisbyring, L√ľbecker Ring, Riga Ring, Paderborner Landstra√üe,
  • Stra√üennamen in Bad Sassendorf: Bundesstra√üe,
  • Stra√üennamen in Erwitte: Soester Stra√üe, Hellweg, Geseker Stra√üe
  • Stra√üennamen in Geseke: Erwitter Stra√üe, S√ľdring, Salzkottener Stra√üe.

Kreise Paderborn und Lippe

Meilenstein an der B 1 bei Paderborn

Im Kreis Paderborn f√ľhrt die B¬†1 in nordwestlicher Richtung zun√§chst als Geseker Stra√üe und als Lange Stra√üe durch das Stadtzentrum von Salzkotten. Dort nimmt sie den Namen Paderborner Stra√üe an und f√ľhrt im weiteren Verlauf als Salzkottener Stra√üe an Wewer vorbei in Richtung Paderborner Innenstadt, durch die sie jedoch nicht hindurch f√ľhrt. Von der Autobahn-Anschlussstelle Paderborn-Zentrum bis zur n√§chsten Anschlussstelle Paderborn-Elsen verl√§uft sie nach Norden √ľber die A¬†33. Von dem Punkt, an dem die B¬†1 die Autobahn verl√§sst, f√ľhrt sie im 2-zu-1-System wieder in nordwestlicher Richtung an Schlo√ü Neuhaus, am Padersee, den Fischteichen und dem Tallesee nach Marienloh aus dem Paderborner Stadtgebiet heraus, verl√§uft dann an Bad Lippspringe vorbei durch die Senne und verl√§sst das Kreisgebiet Richtung Schlangen, Horn-Bad Meinberg und Blomberg. Der weitere Weg nach Hameln f√ľhrt steil durch das Eggegebirge zwischen der Formation Externsteine und seinem h√∂chsten Berg, der Velmerstot.

Niedersachsen

Aus Nordrhein-Westfalen kommend verläuft die B 1 in West-Ost-Richtung weiter durch das Bundesland Niedersachsen.

Landkreis Hameln-Pyrmont

Der Ort Aerzen wird von der Straße geteilt.

Bei Hameln √ľberquert die Bundesstra√üe¬†1 die Weser und uml√§uft heute als Teil des Stadtringes entlang der ehemaligen Stadtbefestigungen die Altstadt mit dem Denkmal Rattenf√§ngerhaus. Im Mittelalter f√ľhrte der ‚ÄěHellweg‚Äú √ľber die Br√ľcke direkt in den M√ľnsterkirchhof und in die Alte Marktstra√üe durch die Mitte von Hameln als erste Stra√üe. Der Rattenf√§nger soll an dem Hellweg gen Osten mit den Kindern gegangen sein. Am ‚ÄěGr√ľnen Reiter‚Äú folgt die Bundesstra√üe¬†1 dann der Deisterallee stadtausw√§rts. Am Berliner Platz befindet sich ein Meilenstein mit dem Hinweis, dass es von hier aus 350¬†km bis nach Berlin sind sowie einer Inschrift √ľber den Hellweg von Aachen bis nach K√∂nigsberg.

  • Stra√üennamen: Wangelister Stra√üe, Fort Luise, Pyrmonter Stra√üe, M√ľnsterbr√ľcke, M√ľnsterwall, Ostertorwall, Deisterallee, Deisterstra√üe, Berliner Platz, Tunnelstra√üe, Hastenbecker Weg.
Blick vom Ith auf Salzhemmendorf und den Kanstein

Am Ende des Hastenbecker Weg beginnt der zu Hameln gehörende Ortsteil Afferde.

Bei Coppenbr√ľgge passiert die B¬†1 die Pforte, die den Mittelgebirgszug Ith und den Osterwald voneinander trennt.

Anschlie√üend folgt sie dem landschaftlich reizvollen Saale-Tal √ľber Hemmendorf, Oldendorf in den Landkreis Hildesheim.

Landkreise Hildesheim und Peine

Hildesheim: Paulstor der Domburg aus Richtung Westen
Zwischen Hoheneggelsen und Groß Lafferde verläuft die B 1 parallel zur Bundesstraße 444

Hier erreicht die B¬†1 im Elzer Stadtgebiet als ersten Ort Mehle. Anschlie√üend kreuzte sie urspr√ľnglich in Elze die B¬†3, nunmehr kreuzen sich die Trassen westlich von Elze. Unterhalb der Poppenburg im Nordstemmer Ortsteil Burgstemmen √ľberquert sie die Leine, f√ľhrt dann weiter durch Mahlerten an Heyersum, Klein Escherde, Gro√ü Escherde ‚Äď hier befindet sich seit 1451 der Gasthof Nobiskrug direkt an Stra√üe ‚Äď und am Giesener Ortsteil Emmerke vorbei nach Hildesheim.

Im Stadtgebiet von Hildesheim unterscheidet sich der heutige Verlauf der B¬†1 zu dem der Handelsstra√üen zu Zeiten des Hellwegs. Vermutlich schon zu vorfr√§nkischer Zeit ‚Äď sicher aber um das Jahr 815 ‚Äď verlief die Stra√üe √ľber das Dammtor, an dem damals f√ľr Reisende eine sichere Furt durch die Innerste bestand, und weiter √ľber den Steinweg ‚Äď an den noch der Stra√üenname Am Steine erinnert und der ungef√§hr dem Fu√üweg vor dem Roemer- und Pelizaeus-Museum entspricht ‚Äď durch das noch bestehende Paulstor in die Domburg, dem Zentrum des alten Hildesheim. Direkt an der Nordseite des Doms vorbei f√ľhrte der Weg weiter durch das (nicht mehr vorhandene) Peterstor nach Osten. Es wird vermutet, dass der Stra√üenverlauf anschlie√üend direkt √ľber die Stelle f√ľhrte, an der heute die Kreuzkirche steht.

Innerhalb der Stadtgrenzen von Hildesheim ist die B¬†1 durchgehend vierspurig ausgebaut. Zuerst st√∂√üt die B¬†243 aus s√ľdlicher Richtung im Bereich Sch√ľtzenwiese hinzu, etwa zwei Kilometer weiter stadteinw√§rts bildet der Kennedydamm die Verbindung zur B¬†494 Richtung Peine. Im Osten Hildesheims kreuzt die B¬†1 zun√§chst am Berliner Kreisel mit der B¬†6, dann rund einen Kilometer weiter √∂stlich mit der A¬†7, einer der wichtigsten deutschen Nord-S√ľd-Verbindungen.

  • Stra√üennamen: B√ľckebergstra√üe, Sch√ľtzenallee, Kaiserstra√üe, Bismarckstra√üe, Bismarckplatz, Berliner Stra√üe, Alte Heerstra√üe.

Nachdem die B¬†1 Hildesheim verlassen hat, verl√§uft sie durch die Orte Einum, Bettmar, Kemme, Schellerten, Garmissen-Garbolzum, Feldbergen, Hoheneggelsen, wo die Bundesstra√üe¬†444 dazust√∂√üt. Bei Steinbr√ľck verl√§sst sie den Landkreis Hildesheim, in Gro√ü Lafferde zweigt die B¬†444 nach Peine ab. Die B¬†1 verl√§uft weiter in Bettmar und Vechelde ‚Äď wo sie die von Osnabr√ľck √ľber Hannover ‚Äď Peine ‚Äď Sier√üe kommende Bundesstra√üe¬†65 aufnimmt ‚Äď den Landkreis Peine, der hinter Denstorf an die Stadt Braunschweig grenzt.

Braunschweig

Verlauf der B 1 durch Braunschweig

Die B¬†1 f√ľhrt quer durch Braunschweig und passiert dabei das Naturhistorische Museum und die Technische Universit√§t Braunschweig. Vom Hagenring bis Altewiekring verl√§uft sie parallel zur B¬†248. Im weiteren Verlauf ber√ľhrt die B¬†1 die Stadthalle Braunschweig und unterquert die Eisenbahnstrecke Hannover ‚ÜĒ Magdeburg ‚Äď Berlin, bis sie schlie√ülich bei Rautheim die Neubaustrecke der A¬†39 ber√ľhrt und am Sch√∂ppenstedter Turm das Stadtgebiet verl√§sst.

  • Stra√üennamen: Hannoversche Stra√üe (Braunschweig-Alt-Lehndorf), Hildesheimer Stra√üe, Neustadtring, Wendenring, Rebenring, Hagenring, Altewiekring, Leonhardtstra√üe, Helmstedter Stra√üe.

Landkreis Wolfenb√ľttel

Im Landkreis Wolfenb√ľttel durchquert die B¬†1 lediglich die Gemeinde Cremlingen. Beginnend am Sch√∂ppenstedter Turm verl√§uft durch die Ortsteile Klein-Sch√∂ppenstedt und Cremlingen, wo sie von der Ortsdurchfahrt auf eine Umgehungsroute verlegt wurde. Zuletzt passiert sie den Ortsteil Abbenrode, wo die alte aber sehr sch√∂n renovierte Bockwindm√ľhle auff√§llt.

Landkreis Helmstedt

Auf dem Streckenabschnitt von Abbenrode √ľber Bornum am Elm, einem Ortsteil von K√∂nigslutter, und teilweise bis nach K√∂nigslutter durchf√§hrt man den Landkreis Helmstedt und hat einen guten Ausblick in Richtung Wolfsburg zur linken und zum Elm zur rechten Seite hin. Bereits vor K√∂nigslutter f√§llt dem Nutzer der B¬†1 der Kaiserdom ins Auge. Im Stadtkern f√ľhrt die B¬†1 an den Resten der alten Stadtmauer entlang und schlie√ülich durch den Ortsteil Sunstedt am Klostergut Hagenhof vorbei nach S√ľpplingen und Helmstedt.

Helmstedt

Urspr√ľnglich verlief die B¬†1 durch das von einer mittelalterlichen Stadtbefestigung und W√§llen umgebene Zentrum von Helmstedt: Sie f√ľhrte unter dem ehemaligen Stadttor, dem sogenannten ‚ÄěHausmannsturm‚Äú, hindurch und bildete dann die historische Hauptstra√üe des Ortes, die Neum√§rker Stra√üe. Als diese Stra√üe zur Fu√üg√§ngerzone erkl√§rt wurde, musste auch die B¬†1 verlegt werden: Sie tangierte weiterhin das Stadtzentrum und bildete eine wichtige Verkehrsader der Stadt, jedoch verlief sie nun jenseits der historischen Wall-Anlagen.

Seit im Jahr 2005 eine S√ľd-Umgehung fertiggestellt und freigegeben wurde, verl√§uft die B¬†1 von Westen kommend √ľber diese Neubaustrecke s√ľdlich der Stadt in Richtung Magdeburg und kreuzt hierbei die B¬†244; das Stadtgebiet wird nicht mehr ber√ľhrt. Unmittelbar vor Helmstedt liegen auf der linken Seite sehenswerte H√ľnengr√§ber (die L√ľbbensteine). Im weiteren Verlauf der Umgehung sind interessante Blicke in den angrenzenden (ehemaligen) Tagebau m√∂glich bevor der Lappwald durchquert wird. Entlang der B¬†1 ist von der ehemaligen innerdeutschen Grenze nichts mehr zu sehen. Wer sich aber einen Einblick verschaffen will, biegt von der B¬†1 der Ausschilderung folgend auf die BAB-Auffahrt Helmstedt/Ost ab und gelangt so nach etwa 500¬†Metern zum ehemaligen Grenz√ľbergang Helmstedt-Marienborn. Die B¬†1 endete w√§hrend der deutschen Teilung unmittelbar hinter Helmstedt an den Sperranlagen, ein Grenz√ľbertritt war nur auf der A¬†2 m√∂glich.

  • Stra√üennamen (urspr√ľnglicher Verlauf der B¬†1): Braunschweiger Tor, Harsleber Torstra√üe, Neum√§rker Stra√üe, Papenberg, Magdeburger Stra√üe, Magdeburger Tor.
  • Stra√üennamen (Verlauf der B¬†1 bis 2005): Braunschweiger Tor, Henkestra√üe, Wilhelmstra√üe, Poststra√üe, Magdeburger Tor.

Sachsen-Anhalt

An der ehemaligen Grenze zur DDR wechselt die B 1 von Niedersachsen in das Bundesland Sachsen-Anhalt. Noch kurz vor der Landesgrenze kreuzt die B 1 die A 2 und verläuft nun in geringem Abstand nördlich der Autobahn.

Landkreis Börde

Die Gemeinde Morsleben mit ihren knapp 350 Einwohnern ist die erste Ortschaft in Sachsen-Anhalt und im Landkreis B√∂rde direkt an den √∂stlichen Ausl√§ufern des Lappwaldes liegend. Von Westen kommend f√ľhrt die B¬†1 direkt am Endlager f√ľr radioaktive Abf√§lle entlang, das vor dem Ortskern von Morsleben n√∂rdlich der B¬†1 liegt.

  • Stra√üennamen: Stra√üe der Jugend, Magdeburger Stra√üe.

S√ľdlich von Morsleben liegen in dieser Reihenfolge:

Hinter Morsleben verl√§uft die B¬†1 durch die Magdeburger B√∂rde, das seit den 1920er-Jahren anerkannt fruchtbarste Ackerland Deutschlands. Hier durchquert die B¬†1 die Gemeinden Alleringersleben, Eimersleben, Erxleben, Bornstedt, Eichenbarleben, Irxleben und weiter nach Magdeburg, wobei sie zweimal die parallel verlaufende A¬†2 kreuzt. Hier scheint vielerorten die Zeit stehengeblieben zu sein. An einigen Kreuzungen sieht man noch die alten gelben Schilder der B¬†1 in der urspr√ľnglichen Typografie, wie sie im Westen Deutschlands bis in die 1960er-Jahre vorhanden waren.

Magdeburg

Die Magdeburg mit knapp 12¬Ĺ¬†km durchquerende B¬†1 hat eine gro√üe Bedeutung f√ľr den innerst√§dtischen Verkehr, denn sie ist die wichtigste Ost-West-Verbindung der Stadt. Ein Gro√üteil der Bundesstra√üe ist in Magdeburg bereits vierspurig ausgebaut, der Rest befindet sich in Ausbauplanung, nur die Albert-Vater-Stra√üe wird aufgrund r√§umlicher Enge auf absehbare Zeit zweispurig bleiben.

Die B¬†1 trifft aus Westen kommend ab der A¬†14 (Abfahrt Magdeburg-Stadtfeld) s√ľdlich des Stadtteils Olvenstedt auf Magdeburger Stadtgebiet. √úber den erst in den letzten 20¬†Jahren entstandenen Neuen Renneweg f√ľhrt die Stra√üe weiter auf die Olvenstedter Chaussee. In diesem Bereich existiert auch eine Stra√üenbahnstrecke auf einer seitlichen Trasse. An der Kreuzung Europaring vorbei, wird die Olvenstedter Chaussee verlassen und die B¬†1 wird nun als Albert-Vater-Stra√üe weitergef√ľhrt. Es wird der Norden von Stadtfeld durchquert, bevor die Stra√üe am Magdeburger Ring (B¬†71, B¬†81, B¬†189) auf das n√∂rdliche Magdeburger Stadtzentrum trifft.

Am Universit√§tsplatz trifft die B¬†1 als Walter-Rathenau-Stra√üe auf eine wichtige Nord-S√ľd-Verbindung mit Stra√üenbahnverkehr. Zur Verbesserung des Verkehrsflusses wurde 2005 hier ein Tunnel f√ľr den Ost-West-Verkehr geschaffen, sodass der Verkehr auf der Bundesstra√üe diesen Bereich kreuzungsfrei passieren kann.

Die B 1 in Magdeburg im Bereich Jerichower Straße

F√ľr knapp 300¬†Meter verl√§uft auch eine Stra√üenbahnlinie direkt im Stra√üenraum (Gustav-Adolf-Stra√üe/Askanischer Platz). Hinter dem Platz trifft die B¬†1 dann als Markgrafenstra√üe auf die Elbe. Der Hauptarm des Flusses, die Stromelbe, wird durch die Jerusalembr√ľcken (je eine Br√ľcke pro Fahrtrichtung) √ľberspannt. Die B¬†1 durchquert anschlie√üend den zwischen den Elbarmen gelegenen Stadtteil Werder und danach die Alte Elbe √ľber die Friedensbr√ľcken (auch hier je eine Br√ľcke pro Fahrtrichtung). Im Bereich des Werders liegen die Fahrspuren f√ľr die beiden Fahrtrichtungen bis zu 90¬†Meter auseinander.

In Magdeburgs Osten durchquert die B¬†1 dann als Jerichower Stra√üe den Stadtteil Br√ľckfeld. Hier liegt der Elbauenpark, die B√∂rdelandhalle und das Stadion Magdeburg. Die Bundesstra√üe¬†1 √ľbernimmt f√ľr diese Veranstaltungsorte eine wichtige Zubringer-Funktion als leistungsf√§hige Verbindung in Richtung Westen, denn der gr√∂√üte Teil Magdeburgs liegt auf der westlichen Elbseite.

Die B¬†1 verschwenkt dann auf die Berliner Chaussee, durchquert den gleichnamigen Stadtteil und f√ľhrt drei Kilometer schnurgerade in Richtung Ortsausgang, der einzige Bereich, auf dem wegen der d√ľnnen Besiedelung eine h√∂here Geschwindigkeit innerorts zugelassen ist. Am Ortsausgang wird noch der Umflutkanal auf einer Br√ľcke √ľberquert, bevor die B¬†1 auf den zu Biederitz geh√∂renden Ortsteil Heyrothsberge trifft. Die Br√ľcke √ľber den Umflutkanal wird gegenw√§rtig durch den Neubau eines h√∂hergelegenen Br√ľckenpaares ersetzt, um so auch besser k√ľnftigen Hochwasserereignissen der Elbe widerstehen zu k√∂nnen.

Die Stra√üenf√ľhrung der B¬†1 durch Magdeburg hat sich im Laufe der Zeit mehrmals ge√§ndert, zuletzt in den 1990er-Jahren.

Landkreis Jerichower Land

Burg: Ehemaliger Verlauf der B¬†1 in der Stadt der T√ľrme

Entlang der Orte Biederitz, Gerwisch, M√∂ser und Schermen, wo sie Anschluss an die A¬†2 hat, f√ľhrt die B¬†1 im Landkreis Jerichower Land zur Kreisstadt Burg, die heute s√ľdwestlich umgangen wird. Wenn man √ľber Ihre historische Route in die Stadt einf√§hrt, erkennt man gut, warum Burg auch den Beinamen ‚ÄěStadt der T√ľrme‚Äú tr√§gt. Ansonsten ist f√ľr die B¬†1 in Burg charakteristisch, dass es hier wenig Wohnbebauung direkt an der Stra√üe gibt.

  • Stra√üennamen: Magdeburger Chaussee, Conrad-Tack-Ring, Wasserstra√üe, Berliner Chaussee.

Weiter √ľber Reesen, Hohenseeden und Parchen gelangt man aus S√ľdwesten kommend gemeinsam mit der B¬†107 kurz nach Tangieren des Genthiner Stadtgebietes in Richtung Norden aus dem Bebauungsgebiet heraus. Die Stra√üe ist hier vierspurig als Ortsentlastung angelegt und √ľberquert die Eisenbahnstrecke Magdeburg ‚ÜĒ Berlin mit einer Br√ľcke. Kurz vor dem Elbe-Havel-Kanal zweigt die B¬†1 nach Osten ab, w√§hrend die B¬†107 weiter nach Norden √ľber den Kanal f√ľhrt. Hier endet auch der Ausbauzustand der B¬†1 im Stadtgebiet. Kurz vor dem Ortsausgang, der auch die Grenze zu Brandenburg darstellt, wird auch der Elbe-Havel-Kanal √ľberquert.

  • Stra√üennamen: Magdeburger Stra√üe, Geschwister-Scholl-Stra√üe, Berliner Chaussee.

Brandenburg/Berlin

Das Bundesland Brandenburg wird von der B¬†1 aus Sachsen-Anhalt kommend n√∂rdlich der ehemaligen Kader Schleuse am Elbe-Havel-Kanal erreicht. Sie f√ľhrt weiter in √∂stlicher Richtung nur etwa 6¬†km durch den Landkreis Potsdam-Mittelmark, um dann die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel zu erreichen. Sie durchquert die Stadt an der Havel und f√ľhrt ab dem Dorf Gollwitz wieder durch Potsdam-Mittelmark bis zur Stadtgrenze von Berlin. Von dort durchquert sie die Stadt und das Bundesland Berlin weiter in Richtung polnischer Grenze.

Brandenburg an der Havel

Viertelmeilenstein an der B 1 gelegen bei Brandenburg an der Havel

Die B¬†1 erreicht die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel von Westen her im Ortsteil Plaue. Die Stra√üe wurde Anfang der 2000er-Jahre als Ortsumgehung n√∂rdlich des Ortes, einschlie√ülich einer Havelbr√ľcke, neu gebaut. Bis dahin verlief sie durch den gesamten Ortsteil. Hinter Plaue ist sie im wesentlichen eine Allee und f√ľhrt vorbei an der JVA Brandenburg, dem ehemaligen Zuchthaus Brandenburg. Kurz hinter dem Ortseingang wird sie vierspurig und f√ľhrt am Industriegel√§nde des ehemaligen Stahl- und Walzwerkes Brandenburg vorbei. Das nach der Wende abgewickelte √§ltere Stahl- und Walzwerk n√∂rdlich der B¬†1 beherbergt in einem Teil der gro√üen Halle heute das Industriemuseum Brandenburg an der Havel, in dem der letzte erhaltene Siemens-Martin-Ofen Westeuropas und die beeindruckende Gro√ütechnik der Stahlproduktion besichtigt werden kann. Etwas weiter s√ľdlich von der B¬†1 existiert in gleicher H√∂he ein moderneres produzierendes Stahl- und Walzwerk, das zum italienischen Riva-Konzern geh√∂rt.

Am Altstadt-Bahnhof verbindet sich der Streckenverlauf der B¬†1 mit der B¬†102. Beide Stra√üen verlaufen vierspurig als Ortsumgehung s√ľdlich des Stadtkernes an der Fachhochschule Brandenburg und dem Hauptbahnhof bis zum Ortsteil Neu-Schmerzke vorbei. Dort zweigt die B¬†1 in Richtung Osten ab und verl√§sst die Stadt vorbei am Ortsteil Wust.

Die alte Trasse der B¬†1 f√ľhrte vom Altstadtbahnhof weiter auf der Magdeburger Stra√üe zum Nicolaiplatz. Von dort f√ľhrte sie √ľber die Plauer Stra√üe, die Ritterstra√üe und die Hauptstra√üe √ľber die noch als typisches Beispiel der Jugendstilphase erhaltene ‚ÄěJahrtausendbr√ľcke‚Äú in das Stadtzentrum. Sie folgte weiter der inzwischen als Fu√üg√§ngerzone umgestalteten Hauptstra√üe und erreicht den Molkenmarkt. Von hier ist es nicht weit zum Brandenburger Dom und anderen bedeutenden Kulturdenkm√§lern. Hinter dem Molkenmarkt f√ľhrte die alte Trasse der B¬†1 √ľber die St.-Annenstra√üe, √ľberquerte den Stadtkanal und verlief entlang der Potsdamer Stra√üe, bis kurz vor der Bahnstrecke Berlin ‚ÜĒ Magdeburg. Der alte Verlauf der Potsdamer Landstra√üe mit der Kreuzung der Bahnstrecke wurde in den 1970er-Jahren zugunsten einer neuen √úberf√ľhrung und der gro√üz√ľgiger gestalteten Ortseinfahrt aufgegeben.

  • Stra√üennamen: Plauer Landstra√üe, Magdeburger Landstra√üe, Zanderstra√üe, Otto-Sidow-Stra√üe, Am Hauptbahnhof, Am G√ľterbahnhof, Potsdamer Stra√üe, Berliner Stra√üe.

Landkreis Potsdam-Mittelmark

Die Strengbr√ľcke von der Havelseite April 2007
Die neue Baumgartenbr√ľcke bei Geltow, erbaut 1989

Von Brandenburg kommend l√§uft die B¬†1 s√ľdlich an Gollwitz vorbei und √ľberquert den Emster Kanal. Weiter geht die B¬†1 durch die kleineren Orte Jeserig, Gro√ü-Kreutz und Derwitz (Ortsteil von Werder/Havel). In Derwitz an der ehemaligen Posthalterei Zum fliegenden Ro√ü zweigt der Wanderweg zum Lilienthaldenkmal ab. Es erinnert an die Flugversuche des Pioniers Otto Lilienthals am dortigen Spitzberg. Sie erreicht damit die Obstanbaugebiete in der N√§he von Werder. Zwischen Derwitz und Neu Pl√∂tzin wird der Berliner Ring an der Anschlussstelle¬†22 Gro√ü Kreutz ‚Äď Werder/Havel unterquert.

Die B¬†1 l√§uft gradlinig auf Werder zu und passiert zun√§chst das Plessower Eck, wo sie auf eine wichtige Stra√üenverbindung aus Richtung Belzig und Lehnin trifft. Kurz darauf wird der Werderaner Ortsteil Glindow ‚Äď besonders bekannt durch sein Ziegeleimuseum ‚Äď an seinem Nordrand passiert. Nach einer schmalen Landbr√ľcke zwischen dem Gro√üen Plessower See und dem Glindowsee zweigt die Strecke nach S√ľdosten ab. W√§hrend sie s√ľdlich an Werder vorbeif√ľhrt, ist der Werderaner Wachtelberg, ein Weinberg, zu erkennen. Er liegt auf dem 52.¬†Breitengrad der Nordhalbkugel und ist als n√∂rdlichstes Weinanbaugebiet Europas registriert. Kurz vor dem Passieren der Strengbr√ľcke √ľber den Strenggraben wird das gr√∂√üte Einkaufszentrum Werders im Gewerbegebiet Werder-Park tangiert.

Vor Geltow √ľberquert die Bundesstra√üe¬†1 auf der Baumgartenbr√ľcke die Havel und schwenkt nach Nordosten ab, um den Ort sowie das Waldst√ľck Pirschheide zu passieren. Anschlie√üend wird der bekannte Wildpark, ein ehemaliges k√∂nigliches Jagdrevier, in Richtung Potsdam durchfahren.

  • Stra√üennamen: Chausseestra√üe, Potsdamer Landstra√üe, Brandenburger Stra√üe, Potsdamer Stra√üe, Brandenburger Chaussee, Glindower Chaussee, Berliner Stra√üe, Berliner Chaussee, Hauffstra√üe, Chausseestra√üe

Potsdam

Das Neue Palais im Park Sanssouci
Das ehemalige Militärwaisenhaus ist heute Sitz zahlreicher Gewerkschafsinstitutionen und der Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam
Ein rekonstruirtes Teilst√ľck des Potsdamer Stadtkanals

Die Bundesstra√üe¬†1 f√ľhrt in Potsdam mitten durch die brandenburgische Landeshauptstadt und verl√§sst die Stadt √ľber die Glienicker Br√ľcke nach Berlin.

Von Richtung Westen aus verl√§uft sie als vierspurige Zeppelinstra√üe in Richtung der historischen Innenstadt. Die Zeppelinstra√üe erhielt ihren Namen nach den ‚ÄěZeppelinwerken‚Äú, die hier w√§hrend des Ersten Weltkriegs entstanden. Heute befinden sich auf deren Gel√§nde an der nahe gelegenen Havel der Olympiast√ľtzpunkt und der Luftschiffhafen. Die UNESCO- Weltkulturerbest√§tten des Parks Sanssouci mit den Schl√∂ssern Sanssouci, Neues Palais, den Neuen Kammern und dem Schloss Charlottenhof befinden sich wenige hundert Meter n√∂rdlich der Bundesstra√üe¬†1.

Danach verl√§uft die Bundesstra√üe¬†1 in √∂stlicher Richtung als Breite Stra√üe, ebenfalls vierspurig, in das historische Zentrum der Stadt. Die Breite Stra√üe war eine beliebte Paradestra√üe im kaiserlichen Deutschland. Bemerkenswert sind hier das moscheenartige Dampfmaschinenhaus an der Neust√§dter Havelbucht und das ehemalige Gro√üe Milit√§rwaisenhaus mit seinem Monopteros auf dem Dach. Im Zuge der ‚ÄěUmgestaltung der Potsdamer Mitte‚Äú wird sich der nun fortfahrende Stra√üenverlauf in den n√§chsten Jahren noch mehrfach √§ndern. Vorl√§ufig zweigt die B¬†1 an der Kreuzung Breite/Dortustra√üe nach Norden ab und f√ľhrt an der Plantage vorbei, die zur Garnisonkirche geh√∂rt. Sie wurde w√§hrend des Zweiten Weltkriegs stark besch√§digt und ihre Ruine 1968 auf Anweisung Walter Ulbrichts gesprengt. Seit einigen Jahren bestehen Wiederaufbaubem√ľhungen die bis 2017 abgeschlossen sein sollen.

An der Kreuzung Dortu-/Yorckstra√üe zweigt die Bundesstra√üe¬†1 wiederum nach Osten ab und verl√§uft an einem rekonstruirten Teilst√ľck des Potsdamer Stadtkanals vorbei bis sie die Kreuzung Friedrich-Ebert-Stra√üe/Am Kanal sowie den Platz der Einheit (ehemaliger Wilhelmplatz) erreicht. Nur wenige hundert Meter weiter, in s√ľdlicher Richtung, befindet sich der Alte Markt, das historische Zentrum der Stadt. Dieser Platz wurde im Zweiten Weltkrieg bombardiert, sodass heute nur noch das Alte Rathaus und die von Karl Friedrich Schinkel entworfene Nikolaikirche erhalten sind. Die 1960 abgetragene Ruine des Stadtschlosses soll bis 2011 in Form eines historisierenden, aber modernen Geb√§udes f√ľr den Brandenburger Landtag wieder errichtet werden und das Zentrum der neuen Potsdamer Mitte bilden.

Der Neubau des Hans-Otto-Theaters wurde 2006 eingeweiht

Ab dem Platz der Einheit verl√§uft die Bundesstra√üe¬†1 dann durch die Berliner Vorstadt von Potsdam als Berliner Stra√üe. N√∂rdlich der Berliner Vorstadt liegt der Neue Garten als Teil des Weltkulturerbes mit den bekannten Schl√∂ssern Cecilienhof (Ort der Potsdamer Konferenz¬†1945) dem Marmorpalais am Heiligen See und der Alten Meierei am Jungfernsee. Sie f√ľhrt vorbei an der Schiffbauergasse, dem neuen Kultur- und Wissenschaftsstandort in der Landeshauptstadt mit dem neuen Hans-Otto-Theater, dem Sitz des Softwareherstellers Oracle in Potsdam und dem VW-Design-Center.

Die Berliner Stra√üe endet an der Glienicker Br√ľcke und die Bundesstra√üe¬†1 erreicht hier genau in der Mitte der Br√ľcke Berlin. Auf der Glienicker Br√ľcke verlief von 1961 bis 1989 die Grenze zwischen der DDR und West-Berlin. Die Br√ľcke wurde w√§hrend der Zeit der Deutschen Teilung international bekannt durch den gegenseitigen Austausch von Agenten und Dissidenten.

  • Stra√üennamen: Zeppelinstra√üe, Breite Stra√üe, Dortustra√üe, Yorckstra√üe, Am Kanal, Berliner Stra√üe

Berlin

Glienicker Br√ľcke: Verbindung der B¬†1 zwischen Potsdam und Berlin

Von Potsdam kommend √ľberquert die B¬†1 auf der Glienicker Br√ľcke die Havel und damit die Stadtgrenze zum Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Als K√∂nigstra√üe passiert sie den Volkspark Glienicke mit dem Schloss Glienicke, f√ľhrt anschlie√üend vierspurig durch den Berliner Forst mit dem Sch√§ferberg und gelangt nach Wannsee. Dort f√ľhrt sie √ľber die Wannseebr√ľcke und unterquert kurz darauf die Bahnbr√ľcke am Bahnhof Berlin-Wannsee. Sie f√ľhrt nun √ľber die Potsdamer Chaussee, hat am ‚ÄěZehlendorfer Kreuz‚Äú Anschluss zur A¬†115 und gelangt vorbei am Waldfriedhof Zehlendorf, auf dem u.¬†a. der ehemalige Regierende B√ľrgermeister von Berlin und Bundeskanzler Willy Brandt seine letzte Ruhe gefunden hat, zum Ortskern von Zehlendorf.

In Zehlendorf verl√§uft sie erst √ľber die Potsdamer Stra√üe und von der Kreuzung mit der Clay-Allee/Teltower Stra√üe (‚ÄěZehlendorf Eiche‚Äú) bis zur Kreuzung Thielallee/Dahlemer Weg √ľber die Berliner Stra√üe. Anschlie√üend folgt sie der Stra√üe Unter den Eichen und f√ľhrt an der Villenkolonie Lichterfelde-West sowie am Botanischen Garten vorbei nach Steglitz. An der Kreuzung mit der Drakestra√üe wurde eine vierstreifige Stra√üenunterf√ľhrung realisiert. Weitere geplante Stra√üentunnel, wie z.¬†B. im Ortskern Zehlendorf, wurden nicht gebaut, da insbesondere die Tunnelrampen zu stark in die gewachsenen Strukturen eingegriffen h√§tten.

Urspr√ľnglich verlief die Bundesstra√üe¬†1 hier weiter in nord√∂stlicher Richtung quer durch die Ortsteile Steglitz und Friedenau: vom Steglitzer Kreisel bis zum Walther-Schreiber-Platz √ľber die Schlo√üstra√üe, von dort bis zum Breslauer Platz √ľber die Rheinstra√üe und anschlie√üend bis zur Dominicusstra√üe √ľber die Hauptstra√üe. Die B¬†1 ist seit den 1970er-Jahren auf die parallel verlaufende Stadtautobahn A¬†103 (Westtangente) verschwenkt worden, um die Ortsteile Friedenau und Steglitz vom Durchgangsverkehr zu entlasten.

Vom Ende der A¬†103 verl√§uft sie jeweils ein kurzes St√ľck √ľber Sachsendamm und Dominicusstra√üe und anschlie√üend nordw√§rts √ľber die Hauptstra√üe. Ab dem Kleistpark folgt sie der Potsdamer Stra√üe und f√ľhrt nun durch das n√∂rdliche Sch√∂neberg und den Ortsteil Tiergarten bis zum Potsdamer Platz. Dabei passiert sie den Landwehrkanal, das Kulturforum, das Quartier Daimler sowie das Sony Center. Im Quartier Daimler liegt die Alte Potsdamer Stra√üe, auf der die B¬†1 fr√ľher verlief. Der Verkehr wird heute √ľber einen breiteren Stra√üenabschnitt zwischen dem Sony Center und dem Quartier Daimler zum Potsdamer Platz gef√ľhrt. Vor der Kreuzung Stresemann-/Ebertstra√üe passiert sie den ehemaligen Mauerstreifen und geht in Berlin-Mitte in den Leipziger Platz √ľber. Ab hier folgt sie der Leipziger Stra√üe, an der u.¬†a. der Bundesrat im Preu√üischen Herrenhaus tagt.

Potsdamer Platz, die B 1 in der Bildmitte

Der Potsdamer Platz galt vor dem Zweiten Weltkrieg als verkehrsreichster Platz Europas. Hier trafen mehrere wichtige Stra√üen mit einer Vielzahl von Stra√üenbahnlinien zusammen. S√ľdlich des Platzes lag seit 1838 der Potsdamer Bahnhof mit seinen beiden sp√§ter erg√§nzten Vorortbahnh√∂fen, seit 1902 gab es hier einen U-Bahnhof. Der zunehmende Stra√üenverkehr war der Anlass, hier 1924 den Verkehrsturm, einen Vorl√§ufer der sp√§teren Ampeln (oder fachdeutsch Lichtsignalanlagen) aufzustellen. Ein Nachbau steht inzwischen wieder hier im Platzbereich. Zahlreiche Hotels, Gastst√§tten und insbesondere das Haus Vaterland pr√§gten den Ruf dieses Bereichs als Am√ľsierviertel. Zudem lagen viele B√ľros und Banken sowie Regierungseinrichtungen (einschlie√ülich der Alten und der Neuen Reichskanzlei) in unmittelbarer N√§he.

Nach dem Zweitem Weltkrieg war der Potsdamer Platz mehrfach einer der wichtigen Berliner Schaupl√§tze des Ost-West-Konfliktes. So kam es hier im Umfeld des Volksaufstandes in der DDR am 17.¬†Juni 1953 zu schweren Zusammenst√∂√üen. Am 13.¬†August 1961 wurde mit der Schlie√üung der Grenze zwischen dem Ostsektor zu den westlichen Sektoren Berlins auch am Potsdamer Platz der Verkehr unterbrochen. Seitdem befand sich dieser Platz in einer innerst√§dtischen Randlage ‚Äď und wurde damit im Gegensatz zur Vorkriegszeit zu einem der verkehrs√§rmsten Pl√§tze Berlins. F√ľr Besucher und Touristen wurde auf der Westseite eine gro√üe Aussichtsplattform vor der Berliner Mauer aufgebaut. Der Potsdamer Platz war oftmals Ziel von Staatsbesuchen.

Rotes Rathaus, die B¬†1 verl√§uft auf der R√ľckseite
Die B 1 in Friedrichsfelde, Blick nach Westen

Ab dem Spittelmarkt hei√üt die B¬†1 f√ľr eine kurze Strecke Gertraudenstra√üe und f√ľhrt anschlie√üend √ľber den M√ľhlendamm zum Molkenmarkt in die Grunerstra√üe. Als Sehensw√ľrdigkeiten sind hier das Alte Stadthaus, das Rote Rathaus sowie die Ruine der Franziskaner-Klosterkirche zu nennen. Zwischen dem ca.¬†30¬†Meter entfernten Alexanderplatz und dem Haus des Lehrers tr√§gt die Stra√üe f√ľr ein kurzes St√ľck den Namen Alexanderstra√üe, bevor sie nach Osten abknickt und nun als Karl-Marx-Allee (fr√ľher Stalinallee genannt) nach Osten verl√§uft. Hier vereinigt sie sich mit der Bundesstra√üe¬†5. Im Abschnitt zwischen Strausberger Platz und Frankfurter Tor ist die Stra√üe ges√§umt von den sozialistischen Wohn- und Prachtbauten aus der ersten H√§lfte der 1950er-Jahre (‚ÄěZuckerb√§cker-Architektur‚Äú, auch ‚ÄěSozialistischer Klassizismus‚Äú genannt), die im Wettbewerb zu den modernen Bauten im Westteil Berlins entstanden und den Hauptstadtanspruch des Ostteils Berlins untermauern sollten. Die Baustellen in der damaligen Stalinallee waren Ausgangspunkt f√ľr den Volksaufstand in der DDR vom 17.¬†Juni 1953. Die Stra√üe gelangt nach Friedrichshain, umrundet den Strausberger Platz und durchquert das Frankfurter Tor. Nun als Frankfurter Allee f√ľhrt sie ab dem S- und U-Bahnhof Frankfurter Allee durch Lichtenberg, √ľberquert dort die Lichtenberger Br√ľcke und wird anschlie√üend ab Friedrichsfelde Alt-Friedrichsfelde genannt. Die Kreuzung mit der Rhinstra√üe/Am Tierpark passiert sie hier unterirdisch in einem Stra√üentunnel.

Ab der M√§rkischen Allee im Bezirk Marzahn-Hellersdorf wird sie Alt-Biesdorf genannt, teilt sich dabei am Dorfanger und f√ľhrt am Schloss Biesdorf sowie an der Biesdorfer H√∂he mit dem Landschaftspark Wuhletal vorbei. Ab der Br√ľcke √ľber die Wuhle, dem Grenzfluss zwischen Biesdorf und Kaulsdorf, hei√üt sie Alt-Kaulsdorf. Der Weg f√ľhrt nun den Barnim hinauf und ab Mahlsdorf hei√üt sie bis zur Stadtgrenze Alt-Mahlsdorf. An der Grenze zwischen Kaulsdorf und Mahlsdorf bietet sich auf der Anh√∂he des ‚ÄěBerliner Balkons‚Äú eine Aussicht nach S√ľden bis zu den M√ľggelbergen.

√úbersicht der Stra√üennamen (fett), der besonderen Sehensw√ľrdigkeiten in Kurzform (einger√ľckt) und der Berliner Ortsteile (in Klammern):

Landkreis Märkisch-Oderland

Die B 1 im Oderbruch bei Seelow

Nachdem die B¬†1 Berliner Gebiet verlassen hat, verl√§uft sie wieder im Bundesland Brandenburg ausschlie√ülich im Landkreis M√§rkisch-Oderland √ľber Orte wie M√ľncheberg, Seelow und K√ľstrin-Kietz zur polnischen Grenze. Dieser Teil der B¬†1 ist auch heute noch auf gro√üen Abschnitten als Allee mit m√§chtigen B√§umen erhalten.

Gleichzeitig ist dieser Teil der damaligen Reichsstra√üe¬†1 aber auch eng mit den dramatischen Ereignissen in der Endphase des Zweiten Weltkrieges verbunden, als die Rote Armee ab dem 16.¬†April 1945 die Oder √ľberquerte und insbesondere √ľber diese Stra√üe nach Berlin vorr√ľckte. Bereits am 20.¬†April war die Berliner Stadtgrenze erreicht. Es kam hier zu zahlreichen schweren Gefechten mit sehr hohen Verlusten auf beiden Seiten. Herausragend sind die Ereignisse w√§hrend der Schlacht um die Seelower H√∂hen. Die gleichnamige Gedenkst√§tte Seelower H√∂hen erinnert mahnend an diese Zeit.

Ab der Berliner Stadtgrenze verl√§uft die Stra√üe als Autobahnzubringer (weiterhin vierspurig) durch die Gemeinde Dahlwitz-Hoppegarten mit einer Ortskernumfahrung, streift Neuenhagen bei Berlin und durchquert den s√ľdlichen Teil von Fredersdorf-Vogelsdorf, wo die Anschlussstelle zur A¬†10 Berlin-Hellersdorf gekreuzt wird.

Die bisher vierspurig gef√ľhrte Stra√üe geht vor der Ortslage Tasdorf (Ortsteil von R√ľdersdorf bei Berlin) in einen zweispurigen Querschnitt √ľber. Bis Herzfelde (ebenfalls Ortsteil von R√ľdersdorf bei Berlin) f√ľhrt die Strecke an den kalkverarbeitenden R√ľdersdorfer Betrieben vorbei. Die weiterf√ľhrende Stra√üe streift die Ortslagen Lichtenow und Hoppegarten (zu M√ľncheberg), bis M√ľncheberg erreicht wird. Dabei werden weite Strecken durch den dichten M√ľncheberger Stadtforst zur√ľckgelegt. Die Streckenf√ľhrung durch M√ľncheberg, wo auch die Bundesstra√üe¬†168 gekreuzt wird, ist im Jahre 2004 durch eine s√ľdliche, weit geschwungene Ortsumfahrung abgel√∂st worden. Kurz vor der R√ľckf√ľhrung auf die alte Trasse der B¬†1 zweigt die ab Berlin-Mitte mit der B¬†1 vereinte Bundesstra√üe¬†5 nach S√ľdosten mit Ziel Frankfurt (Oder) ab.

Auch im Bereich Seelow wird die B¬†1 per Ortsumgehungsstra√üe nun nicht mehr durch die Stadt gef√ľhrt. Vor und hinter Seelow zweigt die B¬†1 von der alten Strecke ab und verl√§uft hier im langgestreckten Bogen n√∂rdlich des Ortes von den Seelower H√∂hen hinab ins Oderbruch, die Bundesstra√üe¬†167 n√∂rdlich der ehemaligen Stra√üenf√ľhrung kreuzend. Am √∂stlichen Ortsende von Seelow, noch an der alten Trasse der B¬†1, befindet sich die Gedenkst√§tte Seelower H√∂hen.

Sobald der alte Stra√üenverlauf erreicht wird, f√ľhrt die Strecke in einer langen Geraden, fast unmerklich ansteigend, durch das Oderbruch. Bei Manschnow zweigt s√ľdlich die Bundesstra√üe¬†112 ab; unmittelbar n√∂rdlich von Manschnow befindet sich das preu√üische Fort Gorgast, ein Au√üenfort der Festung K√ľstrin, das im Zweiten Weltkrieg ebenfalls stark umk√§mpft war. Schlie√ülich wird die Grenzstadt K√ľstrin erreicht.

K√ľstrin

Bundesstra√üe¬†1 in K√ľstrin
Auf der Oderbr√ľcke in K√ľstrin endet die Bundesstra√üe¬†1. Die polnische DK22 beginnt hier
Blick aus der K√ľstriner Altstadt auf das Berliner Tor

Das ehemalige K√ľstrin erstreckt sich beiderseits der Grenze zwischen Deutschland und Polen. Zun√§chst wird der heute eigenst√§ndige Ort K√ľstrin-Kietz, nach der Oder√ľberquerung die heutige polnische Grenzstadt Kostrzyn nad OdrńÖ, das alte deutsche K√ľstrin, erreicht. Eine erste Br√ľcke f√ľhrt √ľber die Oder-Vorflut auf eine Insel. Hier befanden sich eine Artillerie-Kaserne und der Bahnhof K√ľstrin-Altstadt (nicht mehr in Betrieb). Diese Insel war von 1945 bis 1991 Sperrgebiet. Eine zweite gr√∂√üere Br√ľcke f√ľhrt √ľber die eigentliche Oder (in der Strommitte befindet sich die deutsch-polnische Grenze) zur ehemaligen Festung/Altstadt K√ľstrin und f√ľhrt weiter nach K√ľstrin Neustadt, das heutige polnische Kostrzyn. Hinter Manschnow verl√§sst die B¬†1 die alte Streckenf√ľhrung. Nach ihrer Fertigstellung wurde die gesamten Ortsumfahrung K√ľstrin-Kietz am 9. Dezember 2008 f√ľr den Verkehr freigegeben. Es wurde eine neue Br√ľcke √ľber einen Oderarm gebaut. Die Ortsumfahrung endet an der alten Oderbr√ľcke, auf deren Mitte die B¬†1 endet. Ein Br√ľckenneubau ist zwischen Polen und Deutschland umstritten, da Polen seinerseits den Bau einer Ortsumfahrung im Norden von Kostrzyn plant. Die B¬†1 geht in der Mitte der Oderbr√ľcke nahtlos in die polnische DK¬†22 √ľber, die aber nur wenige hundert Meter auf der Route der ehemaligen Reichsstra√üe¬†1 (R¬†1) verl√§uft, da diese ihren Weg √ľber Witnica (Vietz) nach Gorz√≥w Wielkopolski (Landsberg (Warthe)) nimmt und dort die heutige DK¬†22 wiedertrifft.

Die K√ľstriner Altstadt war eine alte preu√üische Festungsstadt, die mit Bastionen, massiven Mauern, W√§llen und Toren befestigt war. Die ehemalige Reichsstra√üe¬†1 f√ľhrte direkt durch diese Festung hindurch. Die Altstadt war im Zweiten Weltkrieg schwer umk√§mpft, erhielt schwere Sch√§den und wurde nach dem Krieg dem Erdboden gleich gemacht. Dieses Gebiet wird seit den 1990er-Jahren systematisch untersucht. Dabei werden die versch√ľtteten Stra√üenverl√§ufe wieder freigelegt, die Fundamente der Bauwerke werden gesichert und vorhandene Festungsanlagen (vor allem die noch erhaltenen Bastionen, Tore und W√§lle) baulich gesichert und restauriert (z.¬†B. Bastion Philipp). So ist der Verlauf der ehemaligen Reichsstra√üe¬†1 mit dem alten Kopfsteinpflaster und den Stra√üenbahnschienen wieder sichtbar. Es gibt Vorstellungen, die Altstadt wieder aufzubauen.

Nach dem Umfahren des Gebiets der ehemaligen Altstadt wird eine dritte Br√ľcke √ľber die Warthe passiert, um den ehemaligen Ortsteil K√ľstrin-Neustadt zu erreichen. Hier liegt heute das Zentrum von Kostrzyn nad OdrńÖ.

Bundesstraße 1a

Die Bundesstra√üe 1a ist eine Alternativroute zur B¬†1 in der Aachener Innenstadt. F√ľr die n√§here Beschreibung ‚Üí siehe oben.

Au√üerdem wurde w√§hrend der deutschen Teilung die Verbindung der an der innerdeutschen Grenze bei Helmstedt unterbrochenen B¬†1 zur A¬†2 als B¬†1a bezeichnet. √úber diese Verbindungsstrecke konnte man zum Grenz√ľbergang Helmstedt-Marienborn gelangen.

Bilder

Siehe auch

Literatur

  • Seibt, Ferdinand (Hrsg.): Transit Br√ľgge-Novgorod: Eine Stra√üe durch die europ√§ische Geschichte. Ausstellungskatalog, Bottrop, Essen 1997, ISBN 3-89355-148-4.
  • Paatricia Clough: Aachen ‚Äď Berlin ‚Äď K√∂nigsberg. Eine Zeitreise entlang der alten Reichsstra√üe¬†1. M√ľnchen 2007, ISBN 978-3-421-04210-1.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Ruhr-Nachrichten 7. Januar 2008
  2. ‚ÜĎ http://www.focus.de/panorama/diverses/loveparade-techno-parade-verlaeuft-friedlich-und-froehlich_aid_319008.html



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