Bundesstra├če 30

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Bundesstra├če 30

Vorlage:Infobox hochrangige Stra├če/Wartung/DE-B

Bundesstra├če 30 in Deutschland
Bundesstra├če 30
Karte
Verlauf der B 30
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Gesamtl├Ąnge: 102 km

Bundesland:

Bundesstra├če 30 in Meckenbeuren
Bundesstra├če 30 in Meckenbeuren

Die Bundesstra├če 30 ist eine stark befahrene Bundesstra├če in Nord-S├╝d-Richtung in Oberschwaben (s├╝dliches Baden-W├╝rttemberg). Sie verbindet den Gro├čraum Ulm mit dem Bodensee und f├╝hrt an den St├Ądten Laupheim, Biberach an der Ri├č, Bad Waldsee, Weingarten und Ravensburg vorbei bis nach Friedrichshafen.

Zwischen Baindt und Ravensburg verl├Ąuft die Bundesstra├če 30 auf einer neuen Strecke westlich der Innenstadt. Die alte Bundesstra├če wurde zwischen Baindt und Ravensburg zur Landesstra├če L 313 herabgestuft.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Vierspurige B30 bei Achstetten
Ortsdurchfahrt Gaisbeuren in Richtung Ravensburg kurz vor dem Ortsausgang
Die B 30 f├╝hrt in Gaisbeuren nur knapp an manchen Geb├Ąuden vorbei

Die Bundesstra├če 30 beginnt im S├╝dosten von Neu-Ulm am Autobahndreieck Neu-Ulm. Die ersten 40 km von Neu-Ulm bis Biberach sind autobahn├Ąhnlich ausgebaut. Urspr├╝nglich war geplant, die Schnellstra├če bis G├╝nzburg weiterzubauen. Das Autobahnkreuz Wiblingen wurde hierzu bereits als Autobahndreieck Neu-Ulm teilweise fertiggestellt. Ab Biberach-Jordanbad steht bis zum Beginn der Ausbaustrecke n├Ârdlich von Baindt sowie nach dem Ausbauende bei Ravensburg-S├╝d bis Friedrichshafen ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung zur Verf├╝gung. Der Abschnitt zwischen Biberach-Jordanbad und Oberessendorf wird noch bis 2016 um einen dritten Fahrstreifen erweitert (2+1 Ausbau.)

Bedeutung

Die B 30 ist bedingt durch die geografische Lage eine Hauptlinie f├╝r den Durchgangsverkehr im s├╝d├Âstlichen Landesteil von Baden-W├╝rttemberg. Sie geh├Ârt zu den am h├Âchsten belasteten Bundesstra├čen im Bundesgebiet und erreicht mit Stand 2005 durchschnittliche t├Ągliche Verkehrsbelastungen von bis zu 40.500 Kraftfahrzeugen. Das durchschnittliche t├Ągliche Verkehrsaufkommen betr├Ągt, ├╝ber die oberzentrale Achse Ulm/Neu-Ulm - Friedrichshafen/Ravensburg/Weingarten, rund 20.300 Kfz/24 h bei einem Schwerverkehr von 1940 Kfz/24 h.

Die B 30 ist die Nord-S├╝d-Hauptverbindung zum Flughafen Friedrichshafen, einem der gr├Â├čten Flugh├Ąfen in Baden-W├╝rttemberg. Des Weiteren ist sie der Nord-S├╝d-Hauptzubringer zur Messe Friedrichshafen, dem zurzeit zweitgr├Â├čten Messestandort in Baden-W├╝rttemberg. Sie ist die Nord-S├╝d-Hauptanbindung zum G├╝terverkehrszentrum Ulm, eines der derzeit gr├Â├čten G├╝terumschlagzentren in Baden-W├╝rttemberg, das nach dem Vollausbau j├Ąhrlich 120.000 Umschl├Ąge abwickeln kann. Das Industriegebiet Ulm-Donautal, eines der gr├Â├čten Industriegebiete in Baden-W├╝rttemberg, liegt ebenfalls an der B 30. Die B 30 ist Nord-S├╝d-Hauptzubringer zu den touristischen Zentren am mittleren Bodensee sowie in Oberschwaben und die Hautverbindung des Oberzentrums Friedrichshafen/Ravensburg/Weingarten mit dem Doppelzentrum Ulm/Neu-Ulm. Dabei schlie├čt sie zus├Ątzlich die drei Mittelzentren Laupheim, Biberach an der Ri├č und Bad Waldsee an. Dar├╝ber hinaus verlaufen ├╝ber die B 30 mehrere oberzentrale Doppelrelationen. Der Einzugsbereich der rund 102 km langen Bundesstra├če umfasst mit Stand 2008 rund 848.050 Einwohner.

Die B 30 nimmt den kompletten Verkehr der aufgegebenen A 89 (Ulm - Friedrichshafen) auf. Zudem nimmt sie einen gro├čen Teil des Verkehrs der ebenfalls aufgegebenen A 85 (Ravensburg - Stuttgart) auf und bildet zusammen mit der A 8 die Hauptachse zwischen den Landkreisen Ravensburg und Biberach mit der Metropolregion Stuttgart.

Seit der Einf├╝hrung der Lkw-Maut dient die B 30 als eine der am st├Ąrksten betroffenen Mautausweichstrecken in Baden-W├╝rttemberg mit st├Ąndig steigenden Belastungen. Die Untersuchungen des Bundes zum Mautausweichverkehr weisen die Funktion als Ausweichstrecke nach. Die B 30 dient auch als Ausweichstrecke bei Staus auf der A 7 und A 96. So wird bei Ulm auf der A 7 auf die B 30 als Ausweichstrecke mit entsprechender Beschilderung verwiesen.

Defizite

Die B 30 gen├╝gt schon lange nicht mehr den Anforderungen an ein modernes, sicheres und leistungsf├Ąhiges Stra├čennetz. Zu gro├čen Teilen stammen die Ausbaustandards aus den 60er und 70er Jahren des vorherigen Jahrhunderts mit entsprechend uneinheitlicher Streckencharakteristik. Nach den Richtlinien f├╝r die integrierte Netzgestaltung (RIN) ist sie aufgrund der zahlreichen Ortsdurchfahrten "nicht vertretbar." Sowohl nach dem Highway Capacity Manual 2000 (HCM 2000), als auch dem Handbuch f├╝r die Bemessung von Stra├čenverkehrsanlagen (HBS) ist sie abschnittsweise ├╝berlastet. Dies betrifft insbesondere Ortsdurchfahrten.

Die B 30 ist derzeit sowohl von Ravensburg bis Friedrichshafen, aber auch von Baindt bis Biberach einerseits nicht in der Lage das Verkehrsaufkommen effizient zu bew├Ąltigen, andererseits wird die Bev├Âlkerung in den Ortsdurchfahrten unn├Âtig mit den negativen Folgen des hohen, sehr hohen bis herausragenden Verkehrsaufkommens belastet. Dies betrifft auf dem Abschnitt Baindt - Biberach insbesondere den Schwerverkehr, w├Ąhrend sich auf dem Abschnitt Ravensburg - Friedrichshafen ab Meckenbeuren eine Ortsdurchfahrt an die N├Ąchste anschlie├čt.

Die Ortsdurchfahrten Enzisreute und Gaisbeuren sind mit Stand 2005 mit 20.000 Kfz/24 h, wie auch die Ortsdurchfahrt Ravensburg mit 25.500 Kfz/24 h eine der am h├Âchsten belasteten Ortsdurchfahrten im Bundesstra├čennetz im Bundesgebiet. Hinzu kommt das f├╝r Bundesstra├čen sehr hohe Schwerverkehrsaufkommen von durchschnittlich 1500 schweren Kfz/24 h.

Die B 30 ist eine Bundesstra├če mit einer Spezialisierung auf schwerwiegende Unf├Ąlle. Alleine von 2005-2008 ereigneten sich 663 Unf├Ąlle mit 485 Verletzten und 22 Toten.

Geschichte

Bereits die R├Âmer bauten eine Stra├če, die ├╝ber Lindau, Ravensburg, Weingarten, Baienfurt und Bad Waldsee zum Donaukastell Ri├čtissen f├╝hrte. Die Stra├če f├╝hrte durch Moor- und Sumpfgebiete und war zwischen sechs und zehn Meter breit. Sie war die einzige befestigte Stra├če in weitem Umkreis. Nach dem R├╝ckzug der R├Âmer verfiel die Stra├če und wurde in sp├Ąteren Jahren durch neue Trassen ├╝berbaut.

Aufgrund der historischen Verkehrsbeziehungen war die sp├Ątere w├╝rttembergische Staatsstra├če 49 bereits im 18. Jahrhundert eine stark befahrene Stra├če. Sie war zugleich Staats- und Poststra├če, auf der neben der Obrigkeit auch Eilwagen verkehrten und war die Nord-S├╝d-Verbindung in die Schweiz und nach Italien. Schon fr├╝h wurden gr├Â├čere Ausbesserungen notwendig. Die erste geht auf 1893-1908 zur├╝ck und betraf die Markungen Gaisbeuren, Oberessendorf, Mattenhaus, Schellenberg, Steinach und Waldsee. 1926 wurde sie in den Vorentwurf f├╝r das geplante deutsche Kraftwagenstra├čennetz in die erste Kategorie aufgenommen. Es wurde durchweg viel investiert.

Sp├Ąter wurde die Staatsstra├če 49 bei der 1932 eingef├╝hrten Nummerierung des Stra├čensystems als Fernverkehrsstra├če 30 (FVS 30) bezeichnet und 1934 in Reichsstra├če 30 (R 30) umbenannt sowie von der Reichsstra├čenverwaltung ├╝bernommen.

Schon 1936 wurde eine Umgehungsstra├če f├╝r Ravensburg geplant, wegen des Zweiten Weltkrieges jedoch nicht gebaut. Die Planungen der Ortsumgehung Bad Waldsee und Unteressendorf gehen bereits auf 1930 zur├╝ck.

1957 wurden nach dem Krieg die Planungen wieder aufgenommen und die nun als Bundesstra├če 30 gef├╝hrte Stra├če in den Ausbauplan der Bundesfernstra├čen aufgenommen. Als einer der ersten Antr├Ąge wurde 1958 von der Gemeinde Gaisbeuren im Rahmen der Flurbereinigung die Feststellung einer Trasse f├╝r eine Umgehung f├╝r die Orte Gaisbeuren und Enzisreute beantragt, welcher allerdings von den Beh├Ârden abgelehnt wurde. 1961 wurde die zweistreifige Ortsumgehung von Bad Waldsee als erste Neubaustrecke fertiggestellt. 1965 folgte der zweistreifige Neubau zwischen Unteressendorf und Biberach als Ortsumgehungen der Orte Hochdorf, Schweinhausen und Appendorf.

Ab 1964 war geplant, die Bundesstra├če 30 durch eine Autobahn zu ersetzen, die bis 1973 ohne Nummer blieb. Mit der Neunummerierung im Autobahnnetz erhielt die geplante Autobahn 1974 die Nummer 89. Auf Abschnitten, f├╝r die der Bau der A 89 in absehbarer Zeit nicht oder nur einbahnig vorgesehen war, wurde der zweistreifige Aus- und teilweise Neubau geplant und in Angriff genommen.

1976 wurde mit dem Bau der Bundesautobahn 89 bei Ulm begonnen. 1978 wurde der erste 2,7 km lange Abschnitt zwischen ├äpfingen-Nord und Biberach-Nord f├╝r den Verkehr freigegeben. 1979 war die A 89 von Ulm bis Achstetten und Biberach-Nord bis Biberach-Jordanbad in Bau. Allerdings wurden die Pl├Ąne durch den Bundesverkehrswegeplan 1980 wieder zunichte gemacht. Die Bundesautobahn 89 wurde gestrichen und die Planung wird seitdem als autobahn├Ąhnlicher Neu- und Ausbau der Bundesstra├če 30 weitergef├╝hrt. 1980 erfolgte die Verkehrsfreigabe des 11,5 km langen autobahn├Ąhnlichen Abschnitts Wiblingen bis Achstetten. Ebenfalls 1980 wurde der Abschnitt Wiblingen bis Autobahndreieck Neu-Ulm fertiggestellt, war allerdings erst 1981 mit der Fertigstellung des Autobahndreiecks Neu-Ulm befahrbar. Ebenfalls 1981 wurde der 7,9 km lange autobahn├Ąhnliche Neubau der Bundesstra├če 30 zwischen Biberach-Nord und Biberach-Jordanbad abgeschlossen und mit dem Bau der Ortsumgehung Ravensburg begonnen.

Da die Planung und der Bau der Bundesautobahn 89 ab 1979 als Bundesstra├če 30 fortgef├╝hrt wird, gehen die Planungen seit dem schleppend voran. Alleine der Bau der etwa zehn Kilometer langen zweiten Fahrbahn zwischen Biberach-Nord und Achstetten dauerte bis 1990. Durch die Wiedervereinigung Deutschlands wurden noch einmal erhebliche Einsparungen vorgenommen. So musste 1998 der Bauabschnitt IV der Ortsumgehung von Ravensburg privat vorfinanziert werden, der am 3. September 2001 f├╝r den Verkehr freigegeben wurde. Die Ortsumgehung Ravensburg ist heute bis auf einen letzten Bauabschnitt im S├╝den der Stadt fertiggestellt, der seit 2006 planfestgestellt ist.

Besonderheiten

Die Bundesstra├če 30 ersetzt die aufgegebene Bundesautobahn 89 und setzt sich auf den autobahn├Ąhnlichen Abschnitten aus dieser zusammen. Ein direkter Beweis hierf├╝r ist noch heute zwischen Wiblingen und dem Autobahndreieck Neu-Ulm vorhanden, wo die B 30 als Autobahn beschildert ist und an einem Autobahndreieck endet.

Dass die Bundesstra├če 30 urspr├╝nglich als Bundesautobahn 89 geplant war, zeigt sich auch im S├╝den von Biberach. Da hier eine Fahrbahn fehlt, wurde der Knotenpunkt Biberach-Jordanbad so angepasst, dass die Auffahrt in Richtung Ravensburg mit einer im 90-Grad-Winkel abknickende Linkskurve ausgef├╝hrt ist. Das St├╝ck nach der Kurve und vor der Einm├╝ndung in die Bundesstra├če entspricht dabei genau der Breite einer Richtungsfahrbahn von Autobahnen.

Ausbaupl├Ąne

Die Stra├čenbauverwaltung strebt seit 1957 als langfristiges Ziel den autobahn├Ąhnlichen Ausbau der Bundesstra├če 30 von Ulm bis Friedrichshafen an. Von 1976 bis heute wurden 54,5 von 102 km autobahn├Ąhnlich ausgebaut. Die Fertigstellung des n├Ąchsten Bauabschnittes wird nicht vor 2011 erwartet, soll allerdings noch bis 2015 fertiggestellt werden.

In wie ferner Zukunft der Komplettausbau noch liegt zeigt, dass zurzeit nur der Abschnitt Ravensburg-S├╝dÔÇôFriedrichshafen sich im ÔÇ×Vordringlichen BedarfÔÇť des Bundesverkehrswegeplans befindet, w├Ąhrend der Abschnitt BaindtÔÇôBiberach-Jordanbad sich im ÔÇ×Weiteren BedarfÔÇť befindet und nicht in der Priorit├Ątenliste des Landes Baden-W├╝rttemberg aufgenommen wurde.

Ausbau: Ravensburg-Untereschach (B30-S├╝d)

Seit dem 23. Februar 2006 ist der Abschnitt Ravensburg-S├╝dÔÇôUntereschach rechtskr├Ąftig planfestgestellt und der Baubeginn bis heute ungewiss. Ausgegangen wird inzwischen von 2011. Damit haben sich die Bef├╝rchtungen best├Ątigt, dass, sobald der Planfeststellungsbeschluss Rechtskraft erlangen, keine zeitnahen Mittel zur Verf├╝gung stehen. Anfang 2007 wurde s├╝dlich von Ravensburg mit der Zur├╝ckverlegung der Schussen, fast in ihr altes Flussbett, begonnen und bereits im April 2007 abgeschlossen. Dies wurde notwendig, um beim Weiterbau in Richtung S├╝den teure und weit spannende Br├╝cken zu vermeiden. Zudem wurde eine Ferngasleitung verlegt und 2010 mit ersten Dammaufsch├╝ttungen im Zusammenhang mit dem R├╝ckbau der alten B 30 bei Baindt begonnen. Eine endg├╝ltige Aussage ├╝ber den Weiterbau ist damit offiziell aber nicht zwingend gekoppelt.

Ausbau: Untereschach-Friedrichshafen

Der Baubeginn des Abschnitts UntereschachÔÇôFriedrichshafen ist nach 2015 bis 2025 vorgesehen. Dies liegt daran, dass die Planfeststellung nicht vor 2014 erwartet wird und dem Land bis dahin keine Gelder f├╝r den Bau zur Verf├╝gung stehen. Es wird angestrebt den Abschnitt bis etwa 2025 bis 2030 zu vollenden. Zurzeit gibt es bei der Planung der neuen Trasse im Bereich von Meckenbeuren Probleme, da der Brochenzeller Wald als nahes Erholungsgebiet durchschnitten wird und die neue Trasse nahe an bebautem Gebiet vorbeif├╝hren soll. Deshalb wurde die Planung in drei Bauabschnitte aufgeteilt, von denen f├╝r den Mittelteil bei Meckenbeuren Alternativtrassen erarbeitet werden.

Ausbau: Baindt-Bad Waldsee

Auf dem Abschnitt Baindt ÔÇô Bad Waldsee befinden sich die letzten ÔÇ×echtenÔÇť Ortsdurchfahrten zwischen Ravensburg und Ulm. Trotz einer Verkehrsbelastung von 20.000 Kfz pro Tag befinden sich die Umgehungen f├╝r Enzisreute und Gaisbeuren im ÔÇ×Weiteren BedarfÔÇť. Obwohl bereits 1958 ein Antrag gestellt wurde, ist die Planung nie aufgenommen worden. F├╝r die Ortsumgehung Enzisreute liegt eine grobe Absichtserkl├Ąrung vor, f├╝r die Ortsumgehung Gaisbeuren wurden mehrere Trassenvarianten im Rahmen einer Diplomarbeit erarbeitet. Da der Abschnitt nicht in der Priorit├Ątenliste des Landes Baden-W├╝rttemberg enthalten ist, ist eine Realisierung vor 2030 unwahrscheinlich.

Ausbau: Bad Waldsee-S├╝d ÔÇô Bad Waldsee-Nord

Der Bau der zweiten Fahrbahn der Ortsumgehung von Bad Waldsee wurde trotz des am 12. Juli 1999 genehmigten Vorentwurfs in den ÔÇ×Weiteren BedarfÔÇť abgestuft. Die bereits vollst├Ąndig ausgearbeitete Planung ist inzwischen verj├Ąhrt. Zur Zeit plant das Land Baden-W├╝rttemberg eine neue Anschlussstelle der L 300 mit der B 30. Da gegen diese Planung von einem Naturschutzverband Einw├Ąnde erhoben wurde, ist die angestrebte Planfeststellung bis heute ungewiss. Da der Abschnitt nicht in der Priorit├Ątenliste des Landes Baden-W├╝rttemberg enthalten ist, ist eine Realisierung vor 2030 unwahrscheinlich.

Ausbau: Bad Waldsee-Nord ÔÇô Biberach-Jordanbad

Noch nicht absehbar ist der autobahn├Ąhnliche Ausbau des Abschnitts Bad Waldsee-Nord bis Biberach-Jordanbad. Auch hier wird der Ausbau mit der Beseitigung der Durchfahrten von Mattenhaus, Schellenberg, Englerts, Hebershaus und Oberessendorf noch Jahrzehnte auf sich warten lassen, da auch dieser Abschnitt sich im ÔÇ×Weiteren BedarfÔÇť befindet. Da der Abschnitt nicht in der Priorit├Ątenliste des Landes Baden-W├╝rttemberg enthalten ist, ist eine Realisierung vor 2030 unwahrscheinlich.

Zurzeit wird auf diesem Abschnitt der Teilabschnitt Oberessendorf ÔÇô Biberach-Jordanbad als Zwischenl├Âsung dreistreifig ausgebaut.

Aktuelle Entwicklung

Bedingt durch den Ausbau des Stra├čennetzes in den neuen Bundesl├Ąndern wurden die Mittel f├╝r Verkehrsprojekte in BadenÔÇôW├╝rttemberg ab 1990 stark gek├╝rzt, so dass sich ├╝ber die Jahre ein erheblicher Nachholbedarf aufgebaut hat. Zeitweise reichten die Mittel nicht mehr f├╝r Instandhaltungsarbeiten aus, sodass sich auch hier ein erheblicher Nachholbedarf gebildet hat. Inzwischen wird dem Land wieder deutlich mehr Geld zur Verf├╝gung gestellt. Der aufgebaute Investitionsstau l├Ąsst sich aber nur langsam abarbeiten, sodass ein "Hauen und Stechen" nach Verkehrsprojekten eingesetzt hat.

Initiativen aus der Bev├Âlkerung kritisieren die Verkehrspolitik der Bundes- und Landesregierung sowie der Kommunalpolitik, da der Ausbau der ├╝berlasteten Bundesstra├če 30 vom Bund als nachrangiges Projekt behandelt wird, was aber auch daran liegt, dass die Landesregierung in ihrer Meldung f├╝r den Bundesverkehrswegeplan keinerlei Gewichtung der Bauvorhaben angab und vorschlug die B 30 von Baindt bis Biberach in den "Weiteren Bedarf" des Bundesverkehrswegeplans einzustufen. Auch wurde der Abschnitt Baindt bis Biberach-Jordanbad im Jahr 2007 nicht in die Priorit├Ątenliste des Landes Baden-W├╝rttemberg aufgenommen. Daneben tauschten die Regionalpolitiker bei der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans 2003 den zweibahnigen Ausbau der B 30 zwischen Oberessendorf und Biberach mit den Ortsumgehungen Ochsenhausen und Edenbachen im Zuge der B 312, obwohl diese Stra├če ein niedrigeres Verkehrsaufkommen aufweist.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Bundesstra├če 30 ÔÇô Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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