Bundesstra├če 303

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Bundesstra├če 303

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Bundesstra├če 303 in Deutschland
Bundesstra├če 303
Bundesstra├če 303
Karte
Verlauf der B 303
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Gesamtl├Ąnge: 210 km

Bundesland:

Ausbauzustand: 1 / 1
Parkplatz Dietersdorf
Parkplatz Dietersdorf

Die Bundesstra├če 303 (Abk├╝rzung: B 303) verl├Ąuft von West nach Ost, beginnend an der Bundesautobahn 7 westlich von Schweinfurt und endend an der Grenze zu Tschechien ├Âstlich von Schirnding. Sie f├╝hrt durch das ├Âstliche Unterfranken sowie das gesamte Oberfranken.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der urspr├╝ngliche Verlauf der Reichsstra├če 303 f├╝hrte von Schweinfurt ├╝ber Schonungen, Hofheim in Unterfranken, Coburg, Mitwitz, Kronach, Selbitz nach Hof und weiter ├╝ber Rehau und Eger nach Mitterteich. 1941 wurde das Teilst├╝ck von Hof ├╝ber Eger nach Mitterteich durch die Reichsstra├če 15 und davon sp├Ąter das Teilst├╝ck von Hundsbach (Grenze) nach Mitterteich durch die B 299 ersetzt. Anfang der 1950er Jahre wurde die Strecke von Marktrodach ├╝ber Stadtsteinach, Bad Berneck, Marktredwitz und Arzberg nach Schirnding als Bundesstra├če 303 neu definiert. Dieser Abschnitt trug fr├╝her den Namen Maintalstra├če.[1][2]

Der mittlere Teil der B 303 zwischen Schonungen am Main und Tambach bei Coburg f├╝hrte urspr├╝nglich durch 14 Ortschaften. In den 1960er bis 1990er Jahren wurde abschnittsweise die Trasse auf einer Gesamtl├Ąnge von 49,7 km ostw├Ąrts verlegt und damit hat seitdem noch Ortsdurchfahrten in Oberelldorf und Tambach. Nahe Ebersdorf bei Coburg ├╝berquert die B 303 seit dem 19. Oktober 2007 an der Anschlussstelle 10 die neue Bundesautobahn 73 (N├╝rnberg ÔÇô Suhl).

Fichtelgebirgsautobahn

Es gab Pl├Ąne zum Neubau des Abschnittes Wirsberg- Eger zu einer vierspurigen ÔÇ×gelben AutobahnÔÇť, der sogenannten ÔÇ×FichtelgebirgsautobahnÔÇť. Dort sollte sie an die Tschechische Schnellstra├če R 6 nach Prag anschlie├čen. Jedoch werden diese Planungen aufgrund der zu erwartenden hohen Umweltbelastungen, hohen Baukosten und abnehmenden Verkehrszahlen seit Januar 2009 nicht weiter verfolgt. Im Gegenzug soll die bestehende B 303 punktuell ausgebaut werden.[3]

Angefangen werden soll damit nun zwischen der Anschlussstelle Marktredwitz-West und der tschechischen Grenze, wie im Bedarfsplan f├╝r die Bundesfernstra├čen vorgesehen, zweibahnig mit vier Fahrstreifen. Dies ist das Ergebnis eines Gespr├Ąchs zwischen Innenminister Herrmann, Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, Staatssekret├Ąr a.D. Willi M├╝ller und Landrat Dr. Karl D├Âhler am 17. Mai 2010. Schritt eins soll der weitere Ausbau der bereits dreispurigen Ortsumgehung Schirnding sein, f├╝r den bereits Baurecht besteht.[4]

Der Leiter des Bauamtes in Bayreuth hatte Anfang 2010 daf├╝r pl├Ądiert, die Verbindung von Schirnding nach Marktredwitz auf drei Fahrspuren zu reduzieren. Innenminister Herrmann stellte jedoch klar, dass der bisherige Ausbaustandard mit zwei Fahrspuren in jede Richtung beibehalten werde.[5]

Nach Angaben von Ausbaugegnern gelangte das Projekt B303 neu nur deswegen in den Bundesverkehrswegeplan, weil in den eingereichten Unterlagen falsche Zahlen f├╝r Baukosten und Unterhalt enthalten waren. Dieser Fehler besteht nach Angaben der Gegner trotz mehrmaliger Hinweise (2003, 2007), und obwohl die Verantwortlichen den Fehler zugaben und Korrektur zusagten, weiterhin[6]

Am 11. November 2010 wurde von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer die aktuellen ├änderungen im Bedarfsplan f├╝r Verkehrsprojekte bekanntgegeben. Hinsichtlich des Themas Bundesstra├čen stellte er keinerlei ├änderungen im Bedarfsplan fest.[7] Da nur ein Teil der im Bundesverkehrswegeplan enthaltenen Projekte finanziert werden kann, mu├č im Fall der B 303 der Freistaat Bayern priorisieren. Ihm obliegt die Entscheidung, ob nun die ca. 2 Kilometer bereits quasi dreispurige B 303 bei Schirnding tats├Ąchlich vierspurig ausgebaut werden sollen (Kosten ca. 12 Millionen Euro), und dann im weiteren Verlauf weitere ca. 14 Kilometer bis zur A 93 f├╝r ca. 52 Millionen Euro.

├ťblicherweise gen├╝gen bundesweit f├╝r deutlich mehr Verkehr allenfalls wechselseitig dreispurige Stra├čen (Beispiel B 169 oder B 16). Die aktuellen offiziellen Verkehrszahlen, gemessen an den beiden Dauerz├Ąhlstellen auf der B 303 bei Schirnding und Bischofsgr├╝n, weisen erneut einen Verkehrsr├╝ckgang nach: Bei Schirnding ist gegen├╝ber 2009 ein abermaliger Verkehrsr├╝ckgang auf etwa 4872 Fahrzeuge pro Tag festzustellen. In Bischofsgr├╝n-Rangen liegen die Zahlen seit drei Jahren konstant bei etwa 5500 Fahrzeugen pro Tag. Der Lkw-Verkehr ist an beiden Z├Ąhlstellen seit 2005 r├╝ckl├Ąufig; 19% in Bischofsgr├╝n und 21% in Schirnding.[8]

Fichtelgebirgsstra├če

Ist die Bezeichnung eines Teils der Bundesstra├če 303 nach dem Naturraum Fichtelgebirge in Nordostbayern. Der Abschnitt mit der Stra├čenbezeichnung Fichtelgebirgsstra├če beginnt bei der Autobahnausfahrt der A9 Bad Berneck (Landkreis Bayreuth) und geht bis zur Landesgrenze bei Schirnding (Landkreis Wunsiedel). Die Fichtelgebirgsstra├če ist zugleich Europastra├če 48 und ein Teilst├╝ck der europ├Ąischen Burgenstra├če.

Stra├čenverlauf

Sie beginnt an der Bundesautobahn A 9 bei Bad Berneck und verl├Ąuft in ├Âstlicher Richtung durch das Tal des Wei├čen Mains, am Heilklimatischen Ort Bischofsgr├╝n und Karches vorbei zum Seehausparkplatz. Dort ├╝berschreitet sie die Europ├Ąische Hauptwasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer und den h├Âchsten Punkt von 777 m ├╝.NN, f├╝hrt zum Silberhaus (Gemeinde Tr├Âstau) und geht mitten durch Tr├Âstau. Sie l├Ąuft dann am Fu├če der K├Âsseine-Luisenburg an Wunsiedel, Marktredwitz, Seu├čen, Arzberg vorbei und kommt bei Schirnding zur Staatsgrenze nach Tschechien. Die Stra├če wurde in den letzten Jahrzehnten in verschiedenen Abschnitten ortsumgehend, kreuzungsfrei oder dreispurig ausgebaut; sie ist seit der Grenz├Âffnung 1990 zu einer stark frequentierten Fernverkehrsstra├če geworden.

Geschichte

Erstmals wird 1862 eine Stra├čenverbindung zwischen Berneck und Wunsiedel angelegt, die Maintalstra├če hie├č. Der Bau der Fichtelgebirgsstra├če wurde im Dritten Reich als ÔÇ×Ostmarkstra├čeÔÇŁ begonnen, das Gesamtkonzept in der urspr├╝nglichen Form nicht vollendet. Man plante zur St├Ąrkung der ostbayerischen Region im Februar 1934 einen v├Âllig neuen Stra├čenzug von Hof durch die Bayerische Ostmark bis nach Passau. Bezweckt werden sollte in diesem strukturschwachen Landstrich die F├Ârderung des Fremdenverkehrs durch die Anbindung an die Industriegebiete von Sachsen und Th├╝ringen. Durch die Planung der Autobahn Berlin-M├╝nchen wurde die Trassenf├╝hrung dann verlegt. Beginn der Ostmarkstra├če war nun die Autobahnausfahrt westlich Bad Berneck mit F├╝hrung durch das Fichtelgebirge, s├╝dlich an Marktredwitz vorbei, ├╝ber den Steinwald nach Erbendorf, Weiden und weiter in Richtung Passau. Ab 1937 wurde mit dem Bauabschnitt Bad Berneck - Wunsiedel begonnen. 1941 mussten die Arbeiten kriegsbedingt eingestellt werden, weshalb der Abschnitt Sichersreuth-Steinwald-Erbendorf nicht mehr verwirklicht wurde und auch nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr zur Debatte stand.

Literatur

  • Dietmar Herrmann: Lexikon Fichtelgebirge, Ackermann Verlag Hof/Saale (2000)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ÔćĹ Landkreis Wunsiedel, Gemeinde Tr├Âstau, Stundensteine. In: www.bayern-fichtelgebirge.de. Fichtelgebirgsvereins e.V., abgerufen am 2. Oktober 2011: ÔÇ×Nach dem Bau der Maintalstra├če (Verbindungsstra├če von Bischofsgr├╝n ÔÇô Karches ÔÇô Tr├Âstau ÔÇô Wunsiedel) im Jahr 1862, die sp├Ąter zur B 303 ausgebaut wurde, wurden Stundensteine an die Stra├če gesetzt.ÔÇť
  2. ÔćĹ Marlesreuth - Geschichtliches aus nah und fern. In: marlesreuth.de. 28. April 2004, abgerufen am 2. Oktober 2011.
  3. ÔćĹ Aus f├╝r Fichtelgebirgsautobahn. In: merkur-online.de. 30. Januar 2009, abgerufen am 2. Oktober 2011.
  4. ÔćĹ Bayerisches Staatsministerium des Innern: Bund und Land halten am zweibahnigen Ausbau der B 303 zwischen Marktredwitz-West und Landesgrenze fest. In: Der Merkur. 17. Mai 2010, abgerufen am 2. Oktober 2011.
  5. ÔćĹ Frankenpost. In: frankenpost.de. 22. Februar 2010, abgerufen am 2. Oktober 2011: ÔÇ×Hier stellte Herrmann klar, dass der bisherige Ausbaustandard mit zwei Fahrspuren in jede Richtung beibehalten werde.ÔÇť
  6. ÔćĹ Kosten-Nutzen - Fichtelgebirgsautobahn. In: fichtelgebirgsautobahn.info. Abgerufen am 2. Oktober 2011.
  7. ÔćĹ BMVBS - Bedarfsplan├╝berpr├╝fung-Bedarfsplan├╝berpr├╝fung. In: bmvbs.de. Bundesministerium f├╝r Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, 11. November 2010, abgerufen am 2. Oktober 2011.
  8. ÔćĹ Helmut Engel: Seit 2002 nimmt der Verkehr ab. Professor Wolfgang Batrla pr├Ąsentiert der B├╝rgerinitiative gegen die Fichtelgebirgsautobahn die neuesten Verkehrszahlen: Die Autos werden weniger. In: frankenpost.de. 6. April 2001, abgerufen am 2. Oktober 2011.

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