Bundesstra├če 31

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Bundesstra├če 31

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Bundesstra├če 31 in Deutschland
Bundesstra├če 31
Bundesstra├če 31
Karte
Verlauf der B 31
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Gesamtl├Ąnge: ca. 200 km

Bundesland:

Bundesstra├če 31 bei Freiburg
Bundesstra├če 31 bei Freiburg

Die Bundesstra├če 31 (Abk├╝rzung B 31) ist eine Bundesstra├če im S├╝den Deutschlands. Sie verl├Ąuft von Breisach an der Grenze zu Frankreich bis zur Anschlussstelle Sigmarszell an der Bundesautobahn 96 (A 96) bei Lindau. Die Bundesstra├če 31 ist zwischen dem ├ťbergang der Bundesautobahn 98 (A 98) in die B 31 bei der Anschlussstelle Stockach-Ost und der Anschlussstelle Sigmarszell an der A 96 ein Teilst├╝ck der E 54 ParisÔÇôM├╝nchen.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Wichtige Orte an der B 31 und Anschl├╝sse an andere Fernstra├čen:

Geschichte

Fr├╝here Strecken und Bezeichnungen

Die Stra├če durch das H├Âllental um 1886

Ihre Urspr├╝nge hat die Bundesstra├če 31 in alten R├Âmerstra├čen zur Verbindung von Festungen am Rhein (Breisach) mit der r├Âmischen Heerstrasse ├Âstlich des Schwarzwalds. Sie ging 1949 aus der Reichsstra├če 31 (entstanden 1934) hervor.

Nach dem Anschluss ├ľsterreichs an das Dritte Reich (1938) wurde die Strecke ab Lindau nach ├ľsterreich verl├Ąngert. Zuerst verlief sie s├╝dlich von Bregenz bis nach Feldkirch. Hier zweigte die R 31a zur liechtensteinischen Grenze bei Tisis ab.

Weiter f├╝hrte die Stra├če ├╝ber Alpe Rauz am Arlberg (R 17), Landeck (Tirol) (R 24), Imst (R 24), Telfs (R 309) und Zirl (R 2) nach Innsbruck (R 2). Von hier ging es weiter ├╝ber Jenbach (R 318), W├Ârgl (R 15), Ellmau (R 15a) und Lofer (R 21) zur├╝ck an die bayerische Grenze. ├ťber Schneizlreuth (R 305) und Bad Reichenhall (R 20) erreichte die Strecke wieder die ├Âsterreichische Grenze. Der letzte Abschnitt verlief ├╝ber Salzburg, V├Âcklabruck, Lambach (R 339/340) und Wels (R 332) nach Linz.

W├Ąhrend des Zweiten Weltkrieges wurde der westliche Teil ins besetzte und dem Deutschen Reich angegliederte Elsass verl├Ąngert. Die Strecke verlief ├╝ber Neu Breisach (R 9) und Colmar (R 38) bis zum Col de la Schlucht. Im weiteren Kriegsverlauf wurde die Strecke bis G├ęrardmer verl├Ąngert. Der Abschnitt bis Colmar ist Teil der N415 (heute D415) und Colmar-Geradmer ein Teilabschnitt der N417 (heute D417).[1]

Ersetzungen und Sanierungsma├čnahmen

Urspr├╝nglich verlief die R 31 bzw. B 31 in folgenden Abschnitten anders:

  • westlich von Freiburg: durch die Orte Oberrimsingen, Munzingen und Tiengen; jetzt F├╝hrung zur Anschlussstelle Bad Krozingen (ehemaliges Teilst├╝ck der Landesstra├če 120) und L├╝cke bis zur Anschlussstelle Freiburg S├╝d der (A 5) Bundesautobahn 5 (urspr├╝ngliche Strecke herabklassifiziert als Kreisstra├čen 4999 und 9864)
  • s├╝d├Âstlich von Donaueschingen: zwischen den Orten Geisingen und Engen; jetzt F├╝hrung zur Anschlussstelle Geisingen (dort ├ťbergang in die B 311) und L├╝cke bis zur Anschlussstelle Engen der (A 81) Bundesautobahn 81 (urspr├╝ngliche Strecke herabklassifiziert als Teilst├╝ck der Landesstra├če 191)
  • im Raum ├ťberlingen: durch ├ťberlingen, Nu├čdorf, Unteruhldingen, Meersburg
  • im Raum Lindau: durch Kressbronn, Lindau (R 12) und Lindau-Zech an die deutsch-├Âsterreichische Grenze; jetzt F├╝hrung n├Ârdlich von Lindau zur Anschlussstelle Sigmarszell der A 96 (dort ├ťbergang in die B 308).
Luftbild vom Neubau der B 31 West bei Umkirch mit Autobahnanschluss A 5 Freiburg-Mitte

Westlich der Freiburger Innenstadt wurde zus├Ątzlich der Autobahnzubringer Mitte als B 31a entlang der Dreisam zur kreuzungsfreien Autobahnanschlussstelle Freiburg Mitte der A 5 gebaut, au├čerdem jenseits der Autobahn die Ortsumfahrung Umkirch als erstes Teilst├╝ck einer v├Âllig neuen Streckenf├╝hrung (der sogenannten B 31 West) in Richtung Breisach. Die kompletten Arbeiten im Abschnitt Umkirch bis Gottenheim sollen bis zum Fr├╝hjahr 2012 abgeschlossen sein.[2]

Zwischen Stockach und ├ťberlingen entstand erg├Ąnzend zur alten Streckenf├╝hrung, die nah am Bodensee entlangf├╝hrt, die B 31n, welche die Verl├Ąngerung der A 98 bildet. Derzeit gibt es auf der B 31n keine Abfahrten zwischen Stockach Ost und ├ťberlingen. Die alte Stra├če ist auch weiterhin noch als B 31 klassifiziert, ebenso der Abschnitt zwischen Engen und Stockach.

Ferner wurde die B 31 in den letzten Jahren in vielen Bereichen durch Ortsumgehungen ausgebaut, so wurde zur Jahrtausendwende der Verkehr im Freiburger Osten aus Littenweiler, Ebnet und Zarten auf eine neu gebaute, vierspurige Kraftfahrstra├če verlagert. Dazu wurden der Kappler Tunnel und der Sch├╝tzenalleetunnel gebaut. Zur selben Zeit wurde in D├Âggingen die Kombination aus Gauchachtalbr├╝cke D├Âggingen ├╝ber das sogenannte D├Âgginger Loch und Tunnel D├Âggingen gebaut. Au├čerdem wurden Bereiche bei L├Âffingen bzw. R├Âtenbach dreispurig (2+1) ausgebaut. Ein derartiger Ausbau fand auch zwischen dem Anschluss der B 317 am Titisee und Neustadt Ost statt, so dass der besagte Bereich von Titisee-Neustadt nun ebenfalls als Kraftfahrstra├če eingestuft ist. Auch in Friedrichshafen wurde eine kreuzungsfreie Streckenf├╝hrung au├čerhalb der Innenstadt projektiert und teilweise inzwischen realisiert.

Die Fortf├╝hrung auf els├Ąssischer Seite wurde in den letzten Jahren bis zur dortigen Rheintalautobahn A 35 ebenfalls ausgebaut, allerdings dabei von einer franz├Âsischen Nationalstra├če unter Beibehaltung der Nummer zur Departementsstra├če 415 herabgestuft. Diese Umwidmung erfolgte im Jahr 2006. All diese Ausbauma├čnahmen (auch als Ersatz einer urspr├╝nglich mit dem Projektnamen A 86 geplanten S├╝d-Schwarzwaldautobahn) f├╝hrten zu einem starken Anstieg des Transitverkehrs, so dass vor allem in Freiburg und im Ort Falkensteig von der Bev├Âlkerung eine Untertunnelung der jeweiligen Orte gefordert wird, da eine Umgehungsstra├če aufgrund der Topografie schwierig und teuer ist.[3][4] Zudem werden die R├Âhren des D├Âgginger Tunnels (beide zweispurig) momentan nur ├╝ber eine Br├╝cke angefahren, geplant waren zwei zweispurige Br├╝cken, allerdings fehlt hier momentan noch das Geld. So ist die Tunnelr├Âhre Donaueschingen ÔÇô L├Âffingen nur einspurig befahrbar, da ein Zusammenschluss beider Spuren im Tunnel zu gef├Ąhrlich ist.

Nachdem es 2009 zu einem Felssturz im H├Âllental (zwischen Freiburg und Hinterzarten) kam, wurden Ende September/Anfang Oktober 2010 in diesem Bereich Felssicherungsma├čnahmen durchgef├╝hrt. Die B 31 wurde komplett f├╝r den Verkehr gesperrt und gro├čr├Ąumig ├╝ber das Glottertal und den Thurner umgeleitet. Eine Spezialfirma entfernte mehrere Kubikmeter Gestein sowie B├Ąume und Str├Ąucher. Die Kosten f├╝r die Arbeiten belaufen sich auf zirka 600 000 ÔéČ.[5][6]

Tourismus

Durch den Verlauf der Bundesstra├če 31 im Hochschwarzwald erschlie├čt sie klassische Urlaubsgebiete rund um Hinterzarten, Titisee und Neustadt. Sie stellt au├čerdem den Zugang zum Feldberggebiet dar. Des Weiteren verkn├╝pft sie die Urlaubsregion Hochschwarzwald mit dem Bodensee. Die Durchfahrt durch das H├Âllental mit dessen Hirschdenkmal ist eine typische Urlaubsroute, unterstrichen wird dies durch die Benennung von Rastpl├Ątzen mit alemannischen Bezeichnungen, um so dem Gast ein wenig der sprachlichen Besonderheit der Region nahe zu bringen.[7]

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Bundesstra├če 31 ÔÇô Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ÔćĹ Carsten Wasow: Die Bundes- und ehemaligen Reichsstra├čen in Deutschland. Abgerufen am 19. Oktober 2010 (Private Homepage).
  2. ÔćĹ Manfred Frietsch: Gottenheim: Neue Wege f├╝r Fu├čg├Ąnger, Radler und Traktoren, Badische Zeitung vom 22. Januar 2011, Zugriff am 23. Januar 2011
  3. ÔćĹ Der Tunnel D├Âggingen erforderte 40,3 Millionen Euro Baukosten, die Gauchachtalbr├╝cke D├Âggingen kostete 16,8 Millionen Euro.
  4. ÔćĹ [1]
  5. ÔćĹ Karl-Heinz und Mirko Zurbonsen: Hirschsprung ohne Hirsch. S├╝dkurier, 9. August 2010, abgerufen am 19. Oktober 2010.
  6. ÔćĹ Karl-Heinz Zurbonsen: Alpinisten putzen das H├Âllental. S├╝dkurier, 29. September 2010, abgerufen am 19. Oktober 2010.
  7. ÔćĹ Die alemannischen Bezeichnungen der Rastpl├Ątze sowie deren Bedeutung und die genaue Lage an der B 31 sind auf der Internetseite des Regierungspr├Ąsidiums Freiburg einsehbar http://www.rp-freiburg.de/servlet/PB/menu/1147523/index.html

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