Bundesstraße 73

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Bundesstraße 73

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Bundesstraße 73 in Deutschland
Bundesstraße 73
Karte
Verlauf der B 73
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Gesamtl√§nge: ca. 100 km

Bundesland:

Ausbauzustand: zweistreifig
Bundesstraße 73 in Hamburg-Harburg
Bundesstraße 73 in Hamburg-Harburg

Die Bundesstra√üe 73 (Abk√ľrzung: B 73) ist eine deutsche Bundesstra√üe und f√ľhrt von Cuxhaven nach Hamburg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ursprung

Die Landstra√üe zwischen Buxtehude und Stade wurde 1832 fertiggestellt. Ab 1837 f√ľhrte diese Chaussee durch die Buxtehuder Innenstadt, nachdem die ‚ÄěLange Stra√üe‚Äú in Buxtehude entsprechend verbreitert wurde. Die Landstra√üe zwischen Stade und Cuxhaven wurde 1856 fertiggestellt.

Fr√ľhere Strecken und Bezeichnungen

Ab 1932 wurde die Strecke als Fernverkehrsstraße 73 (FVS 73) und ab 1934 als Reichsstraße 73 (R 73) bezeichnet.

Ersetzungen

Als erste Umgehungsstra√üe wurde von 1955 bis 1957 die Stader Umgehungsstra√üe erbaut. Sie entlastete die Stader Innenstadt vom Durchgangsverkehr. 1962 wurde die Umgehungsstra√üe in Buxtehude erbaut. Weitere Umfahrungen wurden in Cuxhaven-Groden (zusammen mit dem Autobahnkreisel am Beginn der A 27), in Cuxhaven-Altenbruch, in Neuhaus (Oste) und in Hemmoor (nur ein Teil des Ortes) sowie bei Horneburg vorgenommen. Von 2007 bis 2009 wurde eine Umgehungsstra√üe s√ľdlich von Otterndorf gebaut.[1][2] Von dieser soll langfristig eine neue Trasse entlang der Niederelbebahn bis vor Cadenberge und dann n√∂rdlich um diesen Ort herum entstehen. Der Autobahnzubringer Altenwalde soll langfristig an die bestehende Stra√üe zwischen Altenbruch und Otterndorf (verschiedene Varianten in Planung) verl√§ngert werden.

Zwischen Stade und Horneburg ist die parallel verlaufende Bundesautobahn 26 seit 2008 fertiggestellt, weitere Abschnitte bis Hamburg sollen folgen. Diese Autobahn wird die B 73 als Fernstra√üe ersetzen; √ľber eine Abstufung bisheriger Bundesstra√üen nach Bau einer parallelen Autobahn wird meist wenige Jahre nach Fertigstellung der Autobahn entschieden.

Verlauf

Die B 73 mitten durch Otterndorf
Die B 73 (Buxtehuder Stra√üe) in Hamburg-Harburg

Die Bundesstra√üe 73 beginnt an der Autobahn-Anschlussstelle Altenwalde der A 27, f√ľhrt auf dem Streckenverlauf der ehemaligen B 6 n√∂rdlich nach Cuxhaven, dann √∂stlich √ľber Otterndorf, vorbei an Neuhaus (Oste) √ľber Cadenberge, Hemmoor (hier Kreuzung mit der B 495), Hechthausen, Himmelpforten, Stade (hier Abzweig der B 74), Horneburg, Buxtehude (im Ortsteil Ovelg√∂nne Abzweig der B 3) und Neu Wulmstorf, bis sie in Hamburg-Harburg auf die hier gemeinsam verlaufenden Bundesstra√üen 4 und 75 trifft.

Gebietskörperschaften

Überquerte Gewässer

Verkehrssicherheit

Da die B 73 als ‚ÄěTodesstrecke‚Äú oder ‚ÄěTodesstra√üe‚Äú bekannt ist, soll sie zwischen Stade und Hamburg durch die A 26 ersetzt werden. Am 23. Oktober 2008 wurde das erste Teilst√ľck der A 26 zwischen Horneburg und Stade freigegeben; f√ľr den Schwerlastverkehr ist die B 73 in diesem Bereich jetzt gesperrt.

Die etwa 100 Kilometer lange Hauptachse zwischen den beiden St√§dten Cuxhaven und Hamburg ist stark √ľberlastet. Das ist auch einer der Gr√ľnde, der die B 73 zu einer so gef√§hrlichen Strecke macht. T√§glich benutzen zwischen 30.000 und 40.000 Fahrzeuge diese Strecke.

In den Jahren 1995 bis 2000 ereigneten sich auf der B 73 j√§hrlich durchschnittlich 71 schwerste Verkehrsunf√§lle mit 82 Schwerverletzten und zw√∂lf Toten. Damit liegt die Bundesstra√üe 73 etwa 62 Prozent √ľber dem Landesdurchschnitt.

F√ľr den Bereich zwischen Hechthausen und Cuxhaven hatte man mit einer anderen Rechnung das Problem plastisch dargestellt: Legt man die Verkehrsunf√§lle von 1995 bis 2000 zu Grunde, passierte alle zw√∂lf Meter ein Verkehrsunfall, wurde alle 120 Meter ein Mensch schwer verletzt und alle 1200 Meter ein Mensch get√∂tet. Die Hauptunfallursachen sind Alkohol und Geschwindigkeits√ľbertretungen.

2001 wurde darauf das Verkehrssicherheitsprojekt B 73 gegr√ľndet. Im Rahmen dieser Aktion wurden an der B 73 f√ľr jeden Toten ein wei√ües Holzkreuz aufgestellt. Zus√§tzlich wurden verungl√ľckte Fahrzeuge an der Stra√üe ‚Äöausgestellt‚Äė, die aber nicht unbedingt aus realen Unf√§llen, oder definitiv von der B 73 stammten. Die Zahl der schweren Unf√§lle ist von durchschnittlich 71 auf 47 im Jahr 2001, im Folgejahr auf 57 und 2003 auf 39 gesunken. Die Zahl der Schwerverletzten reduzierte sich von durchschnittlich 82 auf 55 im Aktionsjahr 2001, 60 im Folgejahr und 41 im Jahr 2003. Die Zahl der Toten sank von durchschnittlich zw√∂lf auf sechs im Jahr 2001 und jeweils vier Opfer in den vergangenen zwei Jahren.

Tourismus

Regelm√§√üig zu Pfingsten findet in im Buxtehuder Stadtteil Neukloster ein Pfingstmarkt statt. Aus diesem Anlass wird die B 73 zwischen Buxtehude-S√ľd und Hedendorf f√ľr drei Tage gesperrt, die L√§nge der Umleitung betr√§gt mehr als zehn Kilometer.

Am ersten Augustwochenende findet das Altstadtfest in Otterndorf statt, dann wird hier die B 73 von Freitag- bis Sonntagmittag gesperrt und der Verkehr √ľber die Entlastungsstra√üe gef√ľhrt.

Siehe auch

Literatur

  • Peter Bussler: Historisches Stadtlexikon f√ľr Cuxhaven. Heimatbund der M√§nner vom Morgenstern, Bremerhaven 2002, ISBN 3-931771-36-9.

Weblinks

 Commons: Bundesstra√üe 73 ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Frauke Heidtmann: Gro√üer Tag f√ľr Otterndorf. Niederelbe Zeitung, 12. Dezember 2009, abgerufen am 4. November 2011 (Zeitungsartikel).
  2. ‚ÜĎ Frauke Heidtmann: Steuerzahlerbund kritisiert Ortsumgehung. Niederelbe Zeitung, 26. M√§rz 2010, abgerufen am 4. November 2011 (Zeitungsartikel).

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