Bundesstra├če 75

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Bundesstra├če 75

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Bundesstra├če 75 in Deutschland
Bundesstra├če 75
Karte
Verlauf der B 75
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Gesamtl├Ąnge: 207 km [1]

Bundesland:

Ausbauzustand: zweistreifig[2]
Bundesstra├če 75 in Hamburg (Neue Elbbr├╝cke)
Bundesstra├če 75 in Hamburg (Neue Elbbr├╝cke)

Die Bundesstra├če 75 (Abk├╝rzung: B 75) ist eine deutsche Bundesstra├če und f├╝hrte fr├╝her von Travem├╝nde an der L├╝becker Bucht der Ostsee quer durch Nordwestdeutschland bis zur niederl├Ąndischen Grenze in Ostfriesland. Heute ist sie auf gro├čen Teilst├╝cken durch Autobahnen ersetzt oder zur Landesstra├če herabgestuft worden und endet in Delmenhorst. Auf ihrem Weg f├╝hrt sie durch die vier Bundesl├Ąnder Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Schleswig-Holstein

Die Bundesstra├če 75 beginnt am Ortsrand von L├╝beck-Travem├╝nde unweit der Ostsee. Wenig sp├Ąter zweigt von der vierspurig ausgebauten Stra├če die B 76 (B├Ąderstra├če) zu den Ostseeb├Ądern der L├╝becker Bucht ab. Der Travem├╝nder F├Ąhrhafen Skandinavienkai f├╝r den internationalen Verkehr mit Skandinavien, Finnland und dem Baltikum wird ├╝ber eine eigene Anschlussstelle erschlossen. In L├╝beck-Siems zweigt die B 75 als Travem├╝nder Landstra├če vom eigentlichen Streckenverlauf (├ťbergang in die A 226) ab und unterquert gemeinsam mit der hier beginnenden B 104 die Trave im Herrentunnel.

Kurz hinter der Travequerung zweigt die B 104 Richtung Schwerin ab. Die Bundesstra├če 75 (Travem├╝nder Landstra├če) f├╝hrt weiter Richtung L├╝beck-Zentrum und erreicht nach insgesamt 17 km das Lauerholz. Von dort f├╝hrt sie als Travem├╝nder Allee durch die ├Âstliche L├╝becker Vorstadt St. Gertrud und umgeht, nach S├╝den abknickend, in einem Bogen ├╝ber die Wakenitzbr├╝cke und den s├╝dlichen Stadtteil St. J├╝rgen in einigem Abstand die historische Altstadt. Von Travem├╝nde bis St. Gertrud war die B 75 als Bundesautobahn 227 geplant, der Plan wurde nie realisiert.

Am Berliner Platz, einem zweispurigen Kreisverkehr, kreuzt die B 207. Nach den westlichen Stadtteilen St. Lorenz S├╝d und L├╝beck-Buntekuh verl├Ąsst die B 75 das Stadtgebiet und f├╝hrt entlang der Trave ├╝ber Reinfeld nach Bad Oldesloe, wo sie auf die B 208 und die A 21 trifft. Zw├Âlf Kilometer weiter folgen Bargteheide und nach weiteren sieben Ahrensburg. W├Ąhrend die B 75 fr├╝her zwei gro├čen Achsen des barocken Ahrensburger Stadtgrundrisses folgte, knickt sie nun neben dem Ahrensburger Schloss nach Osten ab und umgeht die Innenstadt als Umgehungsstra├če. Ein etwa f├╝nf Kilometer langer baumbestandener Landstra├čenabschnitt entlang des Stellmoorer Tunneltales, einer eiszeitlichen Gel├Ąndeformation, schlie├čt sich an.

Hamburg

B 75 in Hamburg

Nach insgesamt 70 Kilometern ist die Landesgrenze Hamburgs erreicht, das die Bundesstra├če 75 auf 34 Kilometer L├Ąnge durchquert. Im Stadtteil Hohenfelde kreuzt sie die B 5. Kurz vor den Hamburger Elbbr├╝cken trifft die B 75 auf die B 4, mit der gemeinsam sie s├╝dlich davon auf die kurzen Autobahnen 255 und 252 ├╝bergeht, die die Bundesstra├čen hier seit den 1990er Jahren als Umgehung des Stadtteils Veddel ersetzen. Beide durchqueren nun den Stadtteil Wilhelmsburg als vierspurige Kraftfahrstra├če, an die sich seit den 1990er Jahren die Autobahn 253 (Harburger Umgehung) anschlie├čt. Von deren Ende in Hamburg-Wilstorf f├╝hrt die B 75 wieder als regul├Ąre Bundesstra├če durch Harburg weiter nach S├╝dwesten, wo sie die A 7 an deren Anschlussstelle Nr. 34 Hamburg-Marmstorf tangiert und kurz danach am Anschluss Hamburg-Marmstorf-L├╝rade direkt auf die A 261 f├╝hrt. Der f├╝nf Kilometer lange Bereich zwischen A 253 und A 261 ist ab dem 1. Januar 2007 f├╝r LKW ├╝ber zw├Âlf Tonnen mautpflichtig und wird ausgiebig kontrolliert.[3]

Niedersachsen und Bremen

Ortsdurchfahrt der B 75 in Schee├čel

Nachdem der acht Kilometer lange Abschnitt ab L├╝rade entlang der Harburger Berge durch die nieders├Ąchsische Gemeinde Rosengarten (Landkreis Harburg) nach Dibbersen zur Kreisstra├če 85 herabgestuft wurde (heutige Bezeichnung: "Nebenstrecke"), beginnt die Bundesstra├če 75 erst wieder an ihrem 111ten Kilometer, bei der Ausfahrt Buchholz-Dibbersen der A 1. Nun f├╝hrt sie n├Ârdlich an der Stadt Buchholz in der Nordheide vorbei, kurz hinter der sie die B 3 kreuzt. ├ťber Tostedt und Schee├čel geht es weiter zur Kreisstadt Rotenburg (W├╝mme) (Kilometer 157). Bei Kilometer 165, an der Ausfahrt Stuckenborstel der A 1, wird sie wieder zur Landesstra├če herabgestuft; die L 168 erreicht bei Kilometer 182 die Stadtgrenze von Bremen.

Autobahndreieck Delmenhorst

Auch im Stadtgebiet Bremen wurde die B 75 herabgestuft. Erst ab der Kreuzung Neuenlander Str./Oldenburger Str. beginnt sie als vierspurige Schnellstra├če erneut, um bei Kilometer 199 wieder nach Niedersachsen zur├╝ckzukehren, wo sie nach acht Kilometern Delmenhorst erreicht und in die A 28 ├╝bergeht. Seit dem Ausbau des Autobahndreiecks Delmenhorst ist es m├Âglich, aus Richtung Bremen direkt zum Autobahndreieck Stuhr und weiter nach Osnabr├╝ck bzw. aus Richtung Osnabr├╝ck durchg├Ąngig vierspurig ├╝ber die A 28 und die B 75 ins Stadtzentrum Bremens zu fahren. Auf dem Abschnitt Bremen ÔÇô Delmenhorst sollte die B 75 urspr├╝nglich zur Bundesautobahn 282 ausgebaut werden.

Hier endet die B 75 nach einer Gesamt-Streckenl├Ąnge von 207 km. Fr├╝her f├╝hrte sie noch 120 km weiter durch das Ammerland, durch Ostfriesland ├╝ber Leer bis zur kleinen Ortschaft Bunde an der niederl├Ąndischen Grenze. Auch auf dieser Strecke ist sie heute teils durch Autobahnen ersetzt, teils zur Landesstra├če herabgestuft worden. Der Abschnitt von Bunde Richtung Oldenburg ist bis kurz hinter Leer mittlerweile Teil der B 436.

Geschichte

Ursprung

Im Mittelalter und in der fr├╝hen Neuzeit spielte die Stra├če als Verkehrsweg eine untergeordnete Rolle. Damals dienten die Fl├╝sse Alster und Trave als g├╝nstigster Verkehrsweg zwischen Hamburg und L├╝beck, lediglich zwischen Kayhude und S├╝lfeld wurden die Waren auf dem Landweg transportiert. In Oldesloe bestand bereits 1175 eine Wegezollstation. Von L├╝beck kommend nahm der sogenannte K├Ânigsweg allerdings bereits in Bargteheide einen weiter ├Âstlich liegenden Weg nach Hamburg, die sp├Ątere Bundesstra├če 434.

Der Streckenabschnitt zwischen Bremen und Hamburg wurde von 1811 bis 1813 als Teil einer schnurgeraden napoleonischen Heerstra├če von M├╝nster (siehe Bundesstra├če 51) nach Hamburg gebaut. Diese Route Imp├ęriale Nr. 3 war die erste ausgebaute Chaussee durch die nordwestdeutsche Tiefebene, sie durchquerte die einst unpassierbaren Moore und ersetzte historische Handelswege ├╝ber die Geest (z. B. die Bundesstra├če 74).

Der Streckenabschnitt von Bremen nach Oldenburg wurde 1825 als erste Stra├če im Gro├čherzogtum Oldenburg zur befestigten Landstra├če (Chaussee) ausgebaut. Der weiterf├╝hrende Streckenabschnitt von Oldenburg ├╝ber Bad Zwischenahn nach Westerstede wurde 1843 fertig gestellt.

Zwischen Altona und L├╝beck entstand erst 1840 die erste Chaussee. Diese L├╝beck-Altonaer Chaussee f├╝hrte von Schnelsen ├╝ber Ochsenzoll nach Nordosten (heutige Bundesstra├če 432) und weiter ├╝ber Bargfeld nach Elmenhorst. Auf dieser Strecke fuhr seit dem 1. Juli 1841 einmal t├Ąglich die gefederte und von vier kr├Ąftigen Pferden gezogene ÔÇ×DiligenceÔÇť (Postkutsche), die in drei Coup├ęs geteilt war und 15 Reisende fasste. Doch bereits ab dem 1. November 1842 nahmen die Diligencen den k├╝rzeren Weg ├╝ber Ahrensburg und Wandsbek, der der heutigen Bundesstra├če 75 entspricht.

Fr├╝here Strecken und Bezeichnungen

Die 1932 eingerichtete Fernverkehrsstra├če 75 (FVS 75), ab 1934 in Reichsstra├če 75 (R 75) umbenannt, umfasste urspr├╝nglich nur den kurzen Abschnitt von Rotenburg (ÔÇ×im HannoverschenÔÇť) bis kurz vor Buchholz. Von dort f├╝hrte die R 3 (die die B 75 heute an dieser Stelle als B 3 kreuzt) auf der Strecke der heutigen B 75 ├╝ber Hamburg nach Travem├╝nde.[4] Der Abschnitt von Leer ├╝ber Bremen bis Rotenburg wurde anfangs als Reichsstra├če 71 bezeichnet. Nach 1936 begann die R 75 an der holl├Ąndischen Grenze und f├╝hrte ├╝ber Leer zu ihrem bisherigen Ende bei Buchholz. Erst in den Ausgaben des Conti-Atlas nach 1938 taucht f├╝r die gesamte Strecke von Bunde bis Travem├╝nde die Bezeichnung ÔÇ×75ÔÇť auf.

Ersetzungen

Die Schnellstra├če im Bremer Stadtgebiet wurde in den Jahren 1960 bis 1962 ausgebaut. Die westliche Teilstrecke zwischen Delmenhorst und Leer wurde nach 1974 durch die Bundesautobahn 28 ersetzt. Auf dem Bremer Stadtgebiet ist die B 75 nunmehr gr├Â├čtenteils herabgestuft worden und die Kennzeichen wurden entfernt. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird dort aber immer noch auf die B 75 verwiesen.

Tourismus

Ferienstra├čen

Die Gr├╝ne K├╝stenstra├če f├╝hrt auf verschiedenen Wegen von Hamburg zur niederl├Ąndischen Grenze bei Nieuweschans. Westlich von Oldenburg folgt diese Ferienstra├če dabei der alten Bundesstra├če 75.

Sehensw├╝rdigkeiten

Vor allem die Hansest├Ądte Bremen, Hamburg und L├╝beck sind bekannte Reiseziele an dieser Bundesstra├če. Eher aus ihrer dichteren Umgebung besucht werden das Ahrensburger Schloss und das Norddeutsche Industriemuseum in Delmenhorst.

Landschaftlich reizvolle Strecken

Die Bundesstra├če 75 f├╝hrt ├╝berwiegend durch flache Moor- und leicht h├╝gelige Geestlandschaft. Landschaftlich reizvoll ist vor allem der Abschnitt durch Stormarn zwischen L├╝beck und Bad Oldesloe.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Bundesstra├če 75 ÔÇô Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ÔćĹ teilweise durch Autobahnen und Landesstra├čen ersetzt
  2. ÔćĹ im Stadtgebiet von Hamburg und L├╝beck teilweise autobahn├Ąhnlich
  3. ÔćĹ tso/AFP: Verkehrspolitik: Autobahn-Maut k├╝nftigt auch auf drei Bundesstra├čen. Zeit online, 13. Oktober 2006, abgerufen am 5. November 2011.
  4. ÔćĹ Quelle: Conti-Atlas f├╝r Kraftfahrer 1934.

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