Burganlage

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Burganlage
Datei:Nuernberg Burg Panorama PtGUI.jpg
Burg Eltz, Ganerbenburg
Cadolzburg
Schulbild einer Ritterburg Ad. Lehmann's kulturhistorische Bilder. Leipziger Schulbildverlag

Der Begriff Burg bezeichnet in seiner epochen√ľbergreifenden Bedeutung einen in sich geschlossenen, bewohnbaren Wehrbau in Fr√ľhgeschichte, Antike und Mittelalter. Eine herausragende Rolle spielte die Burg im Mittelalter, in dessen Verlauf in Europa eine bis dahin unerreichte Vielzahl von Burganlagen entstand und die Burg als Institution eng mit der Organisationsform der Grundherrschaft verbunden war. Im engeren Sinne des Wortes bezeichnet Burg demnach vor allem einen mittelalterlichen Wohn- und Wehrbau.

Hinsichtlich ihrer Erbauer und deren wohn- und wehrtechnischen Zielsetzungen lassen sich mittelalterliche Burganlagen unterscheiden in:

  • Reichsburgen und Landesburgen, die in das territoriale Herrschaftssystem eines K√∂nigs oder Landesherrn eingebunden sind
  • Adelsburgen, die Adligen und ihrem unmittelbaren Gefolge als standesgem√§√üer, wehrhafter Wohnsitz dienen
  • Kloster- und Ordensburgen, die einer klerikalen Gemeinschaft Schutz bieten bzw. Einfluss sichern
  • Stadtburgen bzw. burgartig befestigte St√§dte
  • Fliehburgen oder Volksburgen, die einer vollst√§ndigen lokalen Bev√∂lkerung vor√ľbergehend als R√ľckzugsorte in Zeiten der Gefahr dienen. Hierzu z√§hlen auch Kirchenburgen und Wehrkirchen, die in ihrer Funktion als Fliehburg ebenfalls nur tempor√§r genutzt wurden.

In der heutigen architekturgeschichtlichen Verwendung des Wortes wird die mittelalterliche Burg als bewohnter Wehrbau vom neuzeitlichen Schloss als unbefestigtem adligen Wohn- und Repräsentativbau einerseits und von der rein militärisch genutzten Festung andererseits unterschieden.

Im Sprachgebrauch des Mittelalters √§nderten sich die Bezeichnungen f√ľr das, was heute als Burg bezeichnet wird, im Verlauf der Zeit immer wieder. Das althochdeutsche Wort burg bezeichnete meistens gr√∂√üere befestigte Siedlungen und Fliehburgen, wurde jedoch auch allgemein f√ľr die Stadt angewendet. Im 13. Jahrhundert wurden Burgen √ľberwiegend hus ("Haus") und stein genannt. Dann verbreitete sich im 14. Jahrhundert die Bezeichnung veste (oder vestunge, "Festung"), bis im 16. Jahrhundert Burgen schlie√ülich allgemein als schlos ("Schloss") bezeichnet wurden.[1] Bei einigen Burgen haben sich diese √§lteren Bezeichnungen noch erhalten, so beispielsweise bei der Veste Coburg oder dem Schloss Chillon.

Inhaltsverzeichnis

Geschichtliche Entwicklung

Fr√ľhgeschichtliche und antike Befestigungsanlagen

Viele fr√ľhgeschichtliche Befestigungen und Siedlungen wurden √ľber sehr lange Zeitr√§ume bewohnt und immer wieder ausgebaut oder erneuert. Bei diesen Denkm√§lern fehlen oft historische √úberlieferungen, so dass sie nur mit arch√§ologische Methoden erforscht werden k√∂nnen. Im R√∂mischen Reich waren Kastelle, oder Burgi (sp√§tr√∂misch) als befestigte Truppenstandorte gebr√§uchlich. Die Au√üengrenzen des Reiches wurden teilweise mit Grenzbefestigungen gesichert (Limes). Im Byzantinischen Reich wurden Festungsst√§dte kastron genannt.

Burgen im fr√ľhen Mittelalter

Der Geschichtsschreiber Paulus Diaconus erw√§hnt im 8. Jahrhundert in seiner Langobardengeschichte, auf der Historiola des Abtes Secundus von Trient fu√üend, f√ľr das Jahr 590 zahlreiche castra im mittleren Alpenraum. Ein solches castrum wird heute meist als befestigte H√∂hensiedlung aus ostgotischer, byzantinischer oder langobardischer Zeit angesehen. Als Beispiele daf√ľr k√∂nnen Loppio im Trentino, der Vigiliusb√ľhl bei Perdonig oder Castelfeder bei Auer, beide im Etschtal gelegen, angef√ľhrt werden.

Im Fr√§nkischen Reich setzte der Burgenbau sp√§testens in der Karolingerzeit ‚Äď besonders seit K√∂nig Heinrich I. ‚Äď wieder ein, um die Ostgrenze des Reiches zu sichern[2]. Gro√üe Gaugrafenburgen entstanden, teilweise durch den Ausbau vorgeschichtlicher Wallanlagen. Zur selben Zeit, das hei√üt im sp√§ten 8. Jahrhundert und im 9. Jahrhundert, begannen auch die Slawen mit dem Bau von Burgen. Im 10. Jahrhundert wurden in S√ľdwestdeutschland riesige Ungarnw√§lle aufgeworfen. Im Vorfeld wurden ausgekl√ľgelte Reiterann√§herungshindernisse angelegt, um das Reitervolk zum Fu√ükampf zu zwingen. Nach der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg (955) wurde der Ausbau mancher dieser Wallanlagen abrupt abgebrochen, da die Gefahr durch die Niederlage der Ungarn beseitigt war.

Fr√ľhmittelalterliche Burgenanlagen in Mitteleuropa waren zum gr√∂√üten Teil mit Erdw√§llen befestigt, die in der Regel mit h√∂lzernen Aufbauten versehen waren.

Viele hochmittelalterliche Burgen stehen innerhalb √§lterer, wesentlich gro√üfl√§chigerer Wallanlagen, deren Zeitstellung nicht immer zweifelsfrei zu kl√§ren ist. Festungstechnisch g√ľnstige Pl√§tze wurden oft √ľber Jahrtausende hinweg benutzt. Bedingt durch klimatische Verbesserungen kam es am Ende des fr√ľhen Mittelalters im deutschen Sprachraum zu einem raschen Bev√∂lkerungswachstum, das die Entstehung einer neuen Gesellschaftsschicht erm√∂glichte, der Ministerialen. Diese anfangs noch unfreien Dienstleute dokumentierten ihren neuen Status oft durch die Errichtung einer h√∂lzernen Turmh√ľgelburg, der Motte. Dieser Bautypus war urspr√ľnglich in Westeuropa beheimatet.

Hoch- und Spätmittelalter

Die Bl√ľtezeit des Burgenbaus war das Hoch- und Sp√§tmittelalter. Aus dieser Zeit stammt der gr√∂√üte Teil der heute erhaltenen Burgen und Ruinen. Der Burgenbau geh√∂rte aufgrund der schwachen Infrastruktur des mittelalterlichen Europas zu den wichtigsten Mitteln der Machtaus√ľbung, weshalb er zu den K√∂nigsrechten (Regalien) z√§hlte. Manche Herrscher lie√üen Zwingburgen in aufr√ľhrerischen Gebieten oder auch St√§dten errichten. Die Pfalzen des Hochadels und der Kaiser waren allerdings urspr√ľnglich nur schwach befestigt.

Waren die K√∂nige der meisten europ√§ischen L√§nder stark auf den Erhalt ihres Vorrechts zum Burgenbau bedacht, ging dieses Recht im Heiligen R√∂mischen Reich w√§hrend des Sp√§tmittelalters auf die Territorialf√ľrsten √ľber.

Alcazaba von Antequera in Andalusien

√úber den Einfluss arabischer und muslimischer Wehrarchitektur auf die Entwicklung der europ√§ischen Burganlagen ist viel gestritten worden. Sicherlich ist jedoch die eine oder andere Anregung w√§hrend der Kreuzz√ľge zu uns gelangt. Bei vielen spanischen Burgen ist dieser Einfluss, bedingt durch die Geschichte des Landes, offensichtlich. Aus diesem Grunde ist es im spanischen Burgenbau oft zu eigenst√§ndigen Ergebnissen gekommen. Bauten wie etwa die Burg Coca suchen im Rest Europas ihresgleichen.

Die Rheinstrecke von Mainz bis Bonn ist wohl das bekannteste Beispiel einer deutschen Burgenlandschaft. Klassische ‚ÄěBurgennester‚Äú sind weiterhin der Pf√§lzerwald, die Schw√§bische und die Fr√§nkische Alb, die fr√§nkischen Hassberge u.a. Im deutschsprachigen Teil des ehemaligen √Ėsterreich ist hier vor allem S√ľdtirol zu nennen.

T√ľrme der inneren Burganlage auf der Festung Rosenberg

In dem Umland einer Burg galt der so genannte Burgfrieden, der Fehden streng untersagte. Durch den Burgbann war die im Einzugsbereich einer Burg lebende Bev√∂lkerung dazu verpflichtet, zu baulichen T√§tigkeiten und der Verteidigung der Burg beizutragen. Daf√ľr durfte die Bev√∂lkerung bei fremder Bedrohung in der Burg Schutz suchen.

Die meisten Burgen wurden von Bauspezialisten und Handwerkern errichtet, selten durch die harte Fronarbeit der untert√§nigen Bev√∂lkerung. Viele Bauherren mussten sich extrem verschulden, um sich eine Burg leisten zu k√∂nnen, die ihrem tats√§chlichen oder eingebildeten Status entsprach. Die Bauzeiten bewegten sich zwischen wenigen Wochen f√ľr eine kleine Holz- und vielen Jahrzehnten f√ľr eine gro√üe Feudalburg. Eine kleinere Steinburg d√ľrfte in drei bis f√ľnf Jahren bezugsfertig gewesen sein und wurde sp√§ter meist noch ausgebaut. Die Bautrupps zogen von einer Baustelle zur anderen. So erkl√§ren sich identische Baudetails und Steinmetzzeichen an oft weit voneinander entfernten Burgen.

Im Idealfall verwendete man das am Ort anstehende Baumaterial. Die Werksteine wurden teilweise bereits beim Grabenaushub gewonnen, oft haben sich auch die alten Steinbr√ľche in unmittelbarer N√§he der Burg erhalten. Manchmal wurde das Baumaterial allerdings auch √ľber weite Strecken zur Baustelle transportiert. In steinarmen Gebieten (etwa Norddeutschland) verwendete man meist Backsteine oder Lesesteine. Die Baukosten und die Bauzeit hingen vom verwendeten Steinmaterial ab. In den Mauern finden sich oft in regelm√§√üigen Abst√§nden kleine ‚ÄěR√ľstl√∂cher‚Äú. Beim Hochmauern wurden h√∂lzerne Stangen vermauert. Auf diese Stangen wurden dann Bretter gelegt. Von dieser Ger√ľstebene konnte dann in Mannsh√∂he nach oben gemauert werden. Dieses Prinzip wurde so lange fortgef√ľhrt, bis die endg√ľltige Mauerh√∂he erreicht war. Die oft in den R√ľstl√∂chern verbliebenen Holzreste geben oft mittels der Dendrochronologie Aufschluss √ľber das Alter des Bauabschnittes. Selbstverst√§ndlich kamen auch kleinere Standger√ľste vor, besonders in Innenr√§umen. Die Au√üenmauern vieler Burgen waren - im Gegensatz zu ihrem heutigen Erscheinungsbild - meistens verputzt.

Es gab im Mittelalter wesentlich mehr Burgen, als heute gemeinhin angenommen. Auch heute auf den ersten Blick burgenarme Gebiete waren im Hochmittelalter √ľbers√§t mit mehr oder weniger befestigten Anlagen. Besonders in den ersten Jahrzehnten des Territorialausbaues fand sich in oder bei nahezu jedem gr√∂√üeren Dorf eine kleine Burg oder zumindest eine befestigte Hofanlage. Diese Anlagen dienten als Wohnst√§tten und vor allem als Statussymbole der zahlreichen Ministerialen, des neu entstandenen Dienstadels. Viele dieser manchmal winzigen Burgen sind in Meierh√∂fen oder Schl√∂ssern aufgegangen. Die Herren dieser Burgen waren oft wirtschaftlich nicht stark genug, um sich dauerhaft im Niederadel zu etablieren. Oft gab es auch mehrere Burgen in einer Gemeinde.

Besonders im Grenzbereich zwischen den Gebieten m√§chtiger Territorialherren wurden zahlreiche Burgen zur Sicherung des eigenen Einflusses errichtet. Ein gutes Beispiel ist die auffallende Burgendichte in den fr√§nkischen Hassbergen, wo sich die beiden Hochstifte Bamberg und W√ľrzburg rivalisierend gegen√ľberstanden.

Wegen der unterschiedlichen Entwicklung des Lehnswesens und anderer geographischer und politischer Faktoren unterscheiden sich die Burgen der verschiedenen Kulturkreise deutlich. In Deutschland werden die oft gigantischen Ausma√üe der englischen und franz√∂sischen Wehrbauten meist bei weitem nicht erreicht, die Anlagen fallen √ľberwiegend vergleichsweise bescheiden aus. Auch hier best√§tigt die Ausnahme die Regel: Europas l√§ngste Burg ist in Bayern zu finden (Burg zu Burghausen). Die Anlage ist √ľber 1200 m lang. Auch die gigantischen ‚ÄěRitterkasernen‚Äú des Deutschen Ordens sind als Eroberungsburgen im feindlichen Umland nicht f√ľr die deutsche Burg repr√§sentativ.

Im (ehemaligen) deutschen Sprachraum d√ľrften insgesamt etwa 20.000 mittelalterliche Burgen angelegt worden sein. Die meisten dieser Wehranlagen sind im Laufe ihrer langen Geschichte verschwunden oder nur noch als Burgst√§lle erhalten. Diese Anzahl l√§sst sich durch die Sonderentwicklung des Lehnswesens im ‚Äědeutschen‚Äú Reichsgebiet erkl√§ren, die Entwicklung des ‚ÄěDienstadels‚Äú, der den Gro√üteil der Ritter und Edelknechte stellte. Hinzu kommt die territoriale Zersplitterung in kleine und kleinste Herrschaften. Das Land mit der im Verh√§ltnis zu seiner Fl√§che gr√∂√üten Burgendichte ist B√∂hmen.

Die Evolution der Adelsburg verlief gr√∂√ütenteils parallel zu der Entwicklung der Stadtbefestigungen in Europa. Die zahlreichen Wechselwirkungen zwischen beiden Bautypen werden von der Forschung noch zu wenig beachtet. Eigentlich sind die St√§dte des Mittelalters nichts anderes als riesige Burgen, die Einwohner nannte man folgerichtig auch B√ľrger. Typische Elemente der Burgenarchitektur finden sich in den St√§dten wieder, sogar die Bergfriede oder Donjons finden ihre st√§dtische Entsprechung in den Wohn- und Geschlechtert√ľrmen europ√§ischer St√§dte. Viele Burgen wurden in einem Zuge mit den st√§dtischen Befestigungen gebaut oder erweitert. Einige liegen inmitten der St√§dte oder an ihrem Rand, viele sind durch Schenkelmauern mit der Stadtbefestigung verbunden. Tore, Gr√§ben, Wehrt√ľrme und -g√§nge, Kurtinen und Vorwerke, alles bedingt sich gegenseitig und sollte auch als Einheit verstanden werden.

Das Ende des Burgenbaus

Idealisierte Darstellung einer mittelalterlichen Burgbelagerung nach Viollet-le-Duc, 19. Jh.

Die mittelalterliche Burg verlor ihren Zweck mit dem Aufkommen neuer Schusswaffen und geänderten Wohnanforderungen.

Als Reaktion auf neue Kriegstechniken verst√§rkte man seit dem 14. Jahrhundert die Burgmauern oftmals mit einer Erdaufsch√ľttung und versah die Burg mit relativ niedrigen, massiven Artilleriebauwerken - den sog. Rondellen. Diese Ma√ünahmen stellten keine ausreichende Antwort auf die Bedrohung durch Gesch√ľtze dar. Den √úbergang in die Neuzeit mit ihren von Feuerwaffen getragenen Kriegen machten die Burgen nur in Ausnahmef√§llen mit. Sie mussten daf√ľr komplett umgebaut und bastioniert werden, damit sie den mauerbrechenden Kanonen standhalten konnten.

Beispiele f√ľr eine derartige Modifikation sind die Bielefelder Sparrenburg, das Marburger Schloss oder der Munot in Schaffhausen.

In den meisten F√§llen wurde auf die Umwandlung von Burgen zu Artilleriefestungen verzichtet, zumal viele Burgen mit ihren hohen Geb√§uden ein leichtes Ziel f√ľr M√∂rser darstellten. In einigen F√§llen blieben sie aber als Residenz adeliger Familien erhalten oder gelangten in fremden Besitz.

Die Wohnfunktion der Burgen wurde dann von den Schl√∂ssern und beim niedrigen Adel teilweise von Ansitzen √ľbernommen. Zahlreiche Burgen, die nicht zu Schl√∂ssern umgebaut oder anderweitig, beispielsweise als Dom√§ne, genutzt wurden, verfielen zur Ruinen.

Viele Burgen wurden sp√§ter absichtlich abgerissen. In manchen Gegenden bema√ü sich die Grundsteuer nach der Dachfl√§che des Anwesens. Um diese Dachsteuer zu umgehen, deckte man die D√§cher von leerstehenden Geb√§udeteilen einfach ab. Unbewohnte Burgen wurden aus romantischen Motiven dem Verfall √ľberlassen, um die Anlagen zu pittoresken Landschaftsstaffagen zu machen. In zahlreichen Schloss- und Landschaftsg√§rten errichtete man im 19. Jahrhundert k√ľnstliche Burgruinen, deren Architekturteile gelegentlich alten Burgen entnommen wurden.

Burg Cs√≥kakŇĎ, Ungarn

Nachfolger

Auch die neuzeitlichen Festungen hatten zun√§chst eine gewisse √Ąhnlichkeit mit einer Burg. Der Schaffhauser Munot in der Schweiz ist daf√ľr ein gutes Beispiel.

Im 19. Jahrhundert kommt es infolge der Romantik zu einer starken Hinwendung zur Sagen- und Mythenwelt des Mittelalters. In der Burgenarchitektur widerspiegelt sich dies im Historismus. Beispiele hierf√ľr sind das Schloss Neuschwanstein oder die Burg Hohenzollern. Diese Bauten haben allerdings mit den mittelalterlichen Vorbildern wenig gemein. Es handelt sich um Phantasiearchitekturen, die einzelne Elemente der Burgenarchitektur ins Groteske √ľbersteigern. Neuschwanstein wurde gar von einem B√ľhnenbildner entworfen. Aber auch etablierte Forscher wie Bodo Ebhardt beteiligten sich mit Restaurierungen, wie etwa der Hohk√∂nigsburg im Elsass, an der Romantisierung des Bildes der mittelalterlichen Burg. In all diesen F√§llen wurden bedeutende Reste originaler Wehranlagen beseitigt, das nachgemachte Mittelalter wurde dem echten vorgezogen. Diese Bauten pr√§gen bis heute die Vorstellung vieler Menschen von einer mittelalterlichen Burg.

Auch im Nationalsozialismus wurde mit dem Bau von sogenannten Ordensburgen wie Sonthofen oder Vogelsang, beziehungsweise dem Umbau von bestehenden Anlagen wie der Wewelsburg oder der Burg Trifels auf den Mythos der mittelalterlichen Burg Bezug genommen.

In den letzten Jahrzehnten hat die Burgenforschung in Europa große Fortschritte gemacht. Bedingt durch den Einzug der Mittelalterforschung wurden zahlreiche Burgen untersucht und als Denkmäler gesichert oder restauriert.

Rekonstruktion einer Turmburg in Kanzach

Im Rahmen der experimentellen Arch√§ologie werden seit einigen Jahren auch mittelalterliche Burgen mit alten Bautechniken und Werkzeugen nachgebaut. In Deutschland wurde in L√ľtjenburg eine einfache Turmh√ľgelburg rekonstruiert und in Kanzach eine aufw√§ndigere h√∂lzerne Niederadelsburg. Bedeutend ist der vor einigen Jahren begonnene Nachbau einer Steinburg im franz√∂sischen Gu√©delon.

Auf der japanischen Insel Miyako-jima wurde im deutschen Themenpark die rheinische Marksburg in Originalgröße nachgebaut.

Lage

Die Marienburg an der Mosel liegt strategisch auf einer Anh√∂he √ľber einer Moselschleife

Kennzeichnend f√ľr eine Burg war ihre √úberh√∂hung √ľber das umgebende Gel√§nde sowie der kontrollierte Zugang zur Burg. Im Gebirgsraum errichtete man H√∂henburgen auf Bergspornen, an H√§ngen und h√§ufig auf schwer zug√§nglichen Bergh√∂hen. Im Flachland wurden dagegen auf k√ľnstlichen Erdanh√§ufungen mit umlaufender Mauer und umgebendem Wassergraben, sogenannte Motten, angelegt. Im Mittelgebirgsraum kommen sowohl H√∂hen- und Wasserburgen vor, wobei letztere in erster Linie von Angeh√∂rigen des niederen Adels (sog. kleinen Herrschaftstr√§gern) angelegt worden sind.

Die Lage hatte zwangsl√§ufig einen einschneidenden Einfluss auf die Gr√∂√üe und Ausstattung einer Burganlage. Kennzeichen der typischen deutschen Burg ist die manchmal spektakul√§re Lage auf hohen Bergkuppen und Felskl√∂tzen. W√§hrend die gro√üen Burgen Englands und Nordfrankreichs in der Regel auf eher niedrigen H√ľgeln - oder im Flachland - liegen und die Grundrisse hier wesentlich regelm√§√üiger sind, folgen ‚Äědeutsche‚Äú Burgen meist den vom Gel√§nde vorgegebenen Bedingungen.

Wenn Schutz durch Steilh√§nge oder Felsbarrieren vorhanden war, konnte auf aufwendige Hochbauten meist verzichtet werden. Die Baumassen unserer Burgen fallen deshalb meist vergleichsweise bescheiden aus. √Ąhnliche geographische Bedingungen f√ľhrten oft zu sehr √§hnlichen Ergebnissen in weit entfernten Gebieten. So wirken zahlreiche Burgen etwa S√ľdfrankreichs oder Osteuropas sehr vertraut auf den mitteleurop√§ischen Betrachter. Die √§ltere Forschung hat hier oft f√§lschlicherweise einen direkten ‚Äědeutschen‚Äú Einfluss unterstellt. Nationalistische Burgenkundler sahen gar in allen gro√üen Burgsch√∂pfungen Europas germanischen Formwillen. Besonders unr√ľhmlich hat sich hier Bodo Ebhardt hervorgetan.

Unterscheidung der Burgen nach ihrer topografischen Situation

Die topografische Burgtypologie unterscheidet begrifflich Burgen nach ihrer topografischen Situation. Man unterscheidet zunächst grundsätzlich Niederungsburgen und Höhenburgen.

Burgen

Höhenburg


Niederungsburg

Wichtige bauliche Elemente

Die Albrechtsburg in Meißen

Der bis heute augenf√§lligste Bestandteil einer mittelalterlichen Burg ist der Turm, der entweder als Wohnturm, im angels√§chsischen Raum Keep und in Frankreich Donjon genannt, oder als Bergfried ausgepr√§gt war. Als Bergfried wird in der deutschsprachigen Burgenliteratur der Hauptturm einer Burganlage bezeichnet, der nicht f√ľr eine dauerhafte Wohnnutzung vorgesehen war, sondern in erster Linie Wehr- und Statusfunktionen √ľbernahm. Wohnt√ľrme vereinigten in der Regel beide Funktionen. H√§ufig wurde die Burganlage durch weitere T√ľrme insbesondere an den Toren sowie Mauer- und Flankierungst√ľrme erg√§nzt. Die Burg war von einer Mauer und weiteren Befestigungen wie Burggraben, Wall und anderen Ann√§herungshindernissen (Geb√ľck, Hecke, Verhau) umgeben. Bei den Mauern wird je nach H√∂he und Auspr√§gung zwischen Ringmauer, Mantelmauer und Schildmauer unterschieden. Von einzelnen Vorl√§ufern abgesehen wurde ab dem 13. und 14. Jahrhundert der Umfassungsmauer h√§ufig eine Zwingermauer vorgelegt.

Das Gel√§nde innerhalb der Burg wurde durch zahlreiche Geb√§ude genutzt und gegliedert, wobei sich weitere verteidigungsf√§hige Abschnitte ergeben konnten. Eine zentrale Rolle, die von der √§lteren Forschung jedoch h√§ufig untersch√§tzt wurde, kommt der Wohnarchitektur zu. Das Hauptgeb√§ude fr√ľher hochmittelalterlicher Burgen war ein saalbauartiges Wohngeb√§ude - der Palas. Er beinhaltete einen gro√üen Saal, der wegen der schlechten Beheizbarkeit √ľberwiegend im Sommer genutzt wurde, w√§hrend im Winter die Kemenate der bevorzugte Wohnraum war. Sp√§ter verf√ľgten Burgen √ľber verschiedene Arten von Wohnbauten oder Wohnt√ľrmen.

Neben den zumeist sehr repr√§sentativen Wohnbauten gab es insbesondere in den Vorburgen noch weitere Wohn- und Wirtschaftsgeb√§ude wie Werkst√§tten, Backh√§user, St√§lle oder Lagerr√§ume. Eine besondere Herausforderung stellte bei den H√∂henburgen die Wasserversorgung dar. Sie wurde einesteils √ľber Zisternen gesichert, in die das von den D√§chern der Geb√§ude herabgeleitete Regenwasser gespeichert wurde. Oft wurde auch mit Hilfe von Eseln als Transporttiere, √ľber extra hierf√ľr angelegte Eselswege, die Wasserversorgung sichergestellt. Zumeist erst im sp√§ten Mittelalter wurden Brunnen angelegt, die auch betr√§chtliche Tiefen erreichen konnten (Beispiel: der 176 m tief in den Fels getriebene Brunnen der Reichsburg Kyffhausen).

Den meisten Burgen war ein Wirtschaftshof zugeordnet, der die Versorgung der Burginsassen mit den notwendigen G√ľtern sicherstellte. Bei gr√∂√üeren Burgen war der Wirtschaftshof manchmal in der Vorburg untergebracht. Bei H√∂henburgen stand er meist im Tal unterhalb der Burg. Bei einigen Burgen haben sich diese H√∂fe bis heute erhalten und werden noch bewirtschaftet.

Funktion und Alltag

Stift Melk wurde als Burg gegr√ľndet

In der Burgenforschung streitet man sich in den letzten Jahren √ľber die Zweckbestimmung der mittelalterlichen Burg. W√§hrend die eine Fraktion den Wehr- und Trutzcharakter der Anlagen in den Vordergrund stellt, sieht die andere Gruppe die Burg vorrangig als Machtsymbol (z. B. Joachim Zeune).

Mittelalterliche Architektur hatte immer auch einen hohen Symbolgehalt: Burgen waren Statussymbole und Machtzeichen. Sie boten aber auch realen und psychologischen Schutz, zumindest vor kleineren marodierenden Banden oder wilden Tieren. Nicht zuletzt wollte man sich auch von der abhängigen Bevölkerung distanzieren und konnte notfalls das Tor hinter sich zusperren.

Gr√∂√üeren Belagerungen konnten die meisten deutschen Burgen nicht auf l√§ngere Zeit widerstehen, einige Monate oder Jahre Widerstand sind jedoch belegt. Hier muss man ber√ľcksichtigen, dass eine solche Belagerung f√ľr den Angreifer √§u√üerst kostspielig werden konnte. Wenn der Feind aus finanziellen Gr√ľnden von einer Belagerung oder einem Angriff absah, hatte der Burgbau seinen Zweck erf√ľllt. Aus diesem Grunde ist auf zahllose Burgen nie ein einziger Schuss abgefeuert worden. Manchmal war es preiswerter, eine kleine Trutzburg als Belagerungsburg in der N√§he zu errichten und die Burg von dort zu belagern (z. B. Burg Trutzeltz gegen die Burg Eltz). Im Falle einer Fehde wurde die Burg meist einfach umgangen, man pl√ľnderte lieber die D√∂rfer und H√∂fe des Gegners aus, um ihm seine wirtschaftliche Grundlage zu entziehen. Auch aus diesem Grunde waren viele D√∂rfer mit einer leichten Befestigung versehen. Wall und Graben oder eine dichte Dornenhecke sind h√§ufig nachweisbar, die Eing√§nge waren durch Torh√§user bewehrt. Bedeutendere M√§rkte hatten oft eine massive Steinmauer mit Wehrt√ľrmen und Toren, waren also stadt√§hnlich ausgebaut. Die vor- und fr√ľhmittelalterlichen Wallanlagen wurden oft noch bis in die Neuzeit hinein als Verstecke und Viehbergen benutzt (Schwedenschanzen). Gelegentlich fand die gebeutelte Bev√∂lkerung auch kurzfristig in der Burg ihres Herren Unterschlupf. Bei einzelstehenden H√∂fen wurden oft die Speicher bewehrt (Wehrspeicher).

Die Zahl der waffenfähigen Männer auf einer Burg war nicht selten äußerst gering, manchmal war nur der Burgherr mit seinen Söhnen und einigen Knechten zur Verteidigung bereit. Okkupationsburgen konnten hingegen hunderte oder gar tausende von Kriegern aufnehmen (Krak des Chevaliers, Marienburg).

Der Alltag auf einer kleinen mitteleurop√§ischen Adelsburg unterschied sich doch sehr von dem auf einer der gro√üen Hofburgen des Hochadels. Zwar versuchten auch die kleinen Ministerialen, der h√∂fischen Kultur nachzueifern und lieferten oft bedeutende Beitr√§ge zu dieser, ihr t√§gliches Leben verlief meist jedoch vergleichsweise bescheiden. Oft sicherten nur wenige H√∂fe und Leibeigene des Auskommen der Burgleute, die h√§ufig selbst hinter dem Pflug gehen mussten. Die Lebensverh√§ltnisse auf den kleinen Burganlagen waren eher b√§uerlich gepr√§gt. Es herrschte meist r√§umliche Enge auf der Burg, die auch Platz f√ľr die Tierhaltung bieten musste. Im Winter war die Kemenate oft der einzige gut beheizbare Raum, daneben konnten tragbare Kohlebecken f√ľr W√§rme sorgen. Das t√§gliche Leben spielte sich √ľberwiegend drau√üen ab, die M√§nner gingen zur Jagd oder auf das Feld, die Frauen waren mit den t√§glichen Haushaltsarbeiten besch√§ftigt und mussten die Dienstboten beaufsichtigen. Diese Alltagspflichten lie√üen nur wenig Gelegenheit zum M√ľ√üiggang. Beliebte Zeitvertreibe waren hier bei den Damen die Handarbeit und auch Brettspiele. So wurde etwa auf dem ‚ÄěTeufelsstein‚Äú in den Hassbergen ein M√ľhlebrett in den Felsboden geritzt. H√∂hepunkte im Burgalltag waren die seltenen Besuche der fahrenden S√§nger und Geschichtenerz√§hler (Minnes√§nger), die von Burg zu Burg zogen. Als Kinderspielzeuge wurden geschnitzte Ritterfiguren und Puppen gefunden. Diese wertvollen Zeugnisse des Alltagslebens findet man heute bevorzugt in den alten Abfallgruben und unter den Aborterkern. Diese Aborterker, die von Unkundigen h√§ufig f√ľr Wehrerker gehalten werden, haben sich in zahllosen Beispielen an den Au√üenmauern erhalten. Oft f√ľhrte von diesen Abtritten ein langer h√∂lzerner Schacht senkrecht in den Burggraben, die F√§kalien fielen also nicht offen zu Boden.

Viele Burgen entwickelten sich im Laufe ihrer Geschichte zu regelrechten Mehrfamilienburgen. Durch Erbteilungen und Verk√§ufe wurden den bestehenden Geb√§uden in mehrere eigenst√§ndige Wohneinheiten aufgeteilt. Diese f√ľr Deutschland typische Burgform nennt man Ganerbenburg.

Turniere gab es auf den Burgen nur selten. Diese mittelalterlichen Volks- und Sportfeste wurden meist in der Nähe größerer Städte abgehalten. Die Turnierwiesen, die sich innerhalb oder bei zahlreichen Burgen finden, wurden in der Regel erst später so benannt.

So beengt die Raumverh√§ltnisse oft auch gewesen sein m√∂gen, Platz f√ľr eine St√§tte religi√∂ser Andacht fand sich auf praktisch allen Burgen. Gr√∂√üere Anlagen hatten eine, manchmal reich ausgestattete, Burgkapelle, kleinere begn√ľgten sich mit einer Altarnische oder einem Kapellenerker. Oft finden sich Torkapellen √ľber den Burgeing√§ngen, das Tor als Schwachstelle der Burg wurde also unter besonderen "g√∂ttlichen" Schutz gestellt. Die Kapellen dienten h√§ufig auch als Grablegen der Burgherren.

Burgen nach ihrer Funktion

Motte von Dinan auf dem Teppich von Bayeux, 11. Jh.
  • Die Hofburg ist eine gro√üe Burg, die eingerichtet wurde, um ‚ÄěHof zu halten‚Äú, meist eine palast√§hnliche Anlage (z. B. Hofburg in Wien, Hofburg in Innsbruck).
  • Eine Pfalz ist ein im Fr√ľh- und Hochmittelalter entstandener burg√§hnlicher St√ľtzpunkt (Hofburg) f√ľr den reisenden K√∂nig.
  • Fliehburg
  • Landesburg
  • Raubburg
  • Trutzburg
  • Wohnburg
  • Zollburg
  • Zwingburg

Liste Burgenarten

  • Abschnittsburg
  • Der Burgstall hat zwei Bedeutungen. Meistens wird damit ein Platz ohne Mauerreste bezeichnet, bei dem nur noch anhand der Gel√§ndegegebenheiten das ehemalige Vorhandensein einer Burg abgelesen werden kann. Au√üerdem wird oft auch eine kleine Burg als Burgstall bezeichnet.
  • Deutschordensburg
  • Felsenburg (auch ausgehauene Burg)
  • Feudalburg ist ein anderer Ausdruck f√ľr eine Lehensburg
  • Eine Fronburg ist eine Zwingburg einer Fremdherrschaft.
  • Fliehburg (auch Bauernburg oder Volksburg)
  • In einer Gadenburg hatten die Bauern eines Dorfes ihre Vorratsgeb√§ude die sie gemeinsam verteidigen konnten. Kirchenburgen sind meistens auch Gadenburgen.
  • Ganerbenburg
  • Hausrandburgen, auch Randhausburg, sind Burgen deren Befestigungsmauern aus den W√§nden der sich darin befindlichen H√§usern bestehen.
  • H√∂hlenburg
  • Kastellburg
  • Kirchenburg
  • Kreuzfahrerburg
  • Eine Motte (auch Turmh√ľgelburg genannt) ist ein im 10. Jahrhundert entstandener Burgtyp, dessen Hauptmerkmal ein k√ľnstlicher Erdh√ľgel mit einem darauf errichteten Turm oder Haus ist.
  • Die pr√§historischen Steint√ľrme der Nuraghenkultur auf Sardinien, die Nuraghe oder Nurage genannt werden, dienten genau so wie die schottischen Brochs und √§hnliche Anlagen in Irland, die als Dun (Dun Aenghus) bezeichnet werden, weder als Fluchtburgen noch als Wohnst√§tten, sondern waren Kultbauten.
  • Eine Pfortenburg oder auch Portenburg ist Zollburg an der Landesgrenze
  • Ringburg
  • Schildmauerburgen sind Burgen deren Hauptangriffsseite durch eine besonders stark befestigte Mauer, die Schildmauer gesch√ľtzt ist.
  • Trutzburg
  • Turmburg (siehe auch Donjon)
  • Veste
  • Bei einer Wale (Burg) handelt es sich um eine kleine Turmburg oder um einen Burgstall.
  • Eine Wallburg ist eine fr√ľhgeschichtliche oder fr√ľhmittelalterliche Burganlage, die im Wesentlichen aus einem Wall als Befestigung besteht. Wobei es sich nicht immer nur um Erdw√§lle handelte.
  • Wasserburg

Siehe auch

Literatur

Die internationale Burgenliteratur umfasst mittlerweile mehrere tausend Werke. Hier kann nur eine (subjektive) Auswahl wichtiger Arbeiten geboten werden. Die meisten der angef√ľhrten B√ľcher enthalten umfangreiche, weiterf√ľhrende Literaturangaben.

  • Thomas Biller, Georg Ulrich Gro√ümann: Burg und Schloss. Der Adelssitz im deutschsprachigen Raum. Regensburg 2002, ISBN 3795413257.Kritische Rezension von Heiko La√ü in: sehepunkte 3 (2003), Nr. 4 (15. April 2003)
  • Thomas Biller: Die Adelsburg in Deutschland. Entstehung, Gestalt, Bedeutung. Deutscher Kunstverlag, M√ľnchen 1998, ISBN 3-422-06093-6.
  • Horst Wolfgang B√∂hme, Reinhard Friedrich, Barbara Schock-Werner (Hrsg.): W√∂rterbuch der Burgen, Schl√∂sser und Festungen. Reclam, Stuttgart 2004, ISBN 3-15-010547-1. Rezension (pdf-Datei): [1]
  • Horst Wolfgang B√∂hme, Busso von der Dollen, Dieter Kerber (Hrsg.): Burgen in Mitteleuropa. Ein Handbuch. Band 1: Bauformen und Entwicklung. Band 2: Geschichte und Burgenlandschaften. Theiss, Stuttgart 1999, ISBN 3-8062-1355-0.
  • Hansj√ľrgen Brachmann (Hrsg.): Burg, Burgstadt, Stadt. Zur Genese mittelalterlicher nichtagrarischer Zentren in Ostmitteleuropa. (= FGK√∂M 86), Akademie-Verlag, Berlin 1994.
  • Hansj√ľrgen Brachmann: Die Burg. Ein kulturgeschichtliches Ph√§nomen. (= VBurgVer B 2), 1994.
  • Hansj√ľrgen Brachmann: Der fr√ľhmittelalterliche Befestigungsbau in Mitteleuropa. Untersuchungen zu seiner Entwicklung und Funktion im germanisch-deutschen Raum, (Schriften zur Ur- und Fr√ľhgeschichte Band 45), Berlin 1993. ISBN 978-3050019956
  • Reginald Allen Brown: Castles from the air. Cambridge 1989, ISBN 0-521-32932-9.
  • Wilhelm G. Busse (Hrsg.): Burg und Schloss als Lebensorte in Mittelalter und Renaissance. (= StHum 26), Droste, D√ľsseldorf 1994.
  • Tom√°Ň° Durd√≠k: Kastellburgen des 13. Jahrhunderts in Mitteleuropa. B√∂hlau, Wien 1994.
  • Bodo Ebhardt: Der Wehrbau Europas im Mittelalter. 3 B√§nde, Neudruck. W√ľrzburg 1998.
  • H.-H. H√§ffner (Red.): Neue Forschungen zum fr√ľhen Burgenbau. Deutscher Kunstverlag, M√ľnchen 2006, ISBN 3-422-06569-5.
  • Hermann Hinz: Motte und Donjon. Zur Fr√ľhgeschichte der mittelalterlichen Adelsburg. (= Zeitschrift f√ľr Arch√§ologie des Mittelalters, Beih. 1). Rheinland-Verlag, K√∂ln 1981.
  • Jochen Kommerell: Bayerns Burgen f√ľr Kinder. Langemann & Langemann, M√ľnchen 2005, ISBN 3-933602-13-0.
  • Friedrich-Wilhelm Krahe: Burgen des deutschen Mittelalters. Grundriss-Lexikon. Weidlich, W√ľrzburg 1996, ISBN 3-8035-1372-3.
  • Thomas Edward Lawrence: Crusader Castles. Oxford 1988 (Neudruck), ISBN 0-19-822964-X.
  • Heribert J. Leonardy (u.a): Burgen in Spanien. Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1654-1.
  • Clemente Manenti (u.a): Burgen in Italien. K√∂ln 2000, ISBN 3-8290-1577-1.
  • Jean Mesqui: Chateaux forts et fortifications en France. Paris 1997, ISBN 2-08-012271-1.
  • Werner Meyer: Deutsche Ritter, Deutsche Burgen. M√ľnchen 1990 (Neuauflage), ISBN 3-572-07715-X.
  • Luis Monreal y Tejada (u.a): Castillos medievales en Espana. Barcelona 1999, ISBN 84-7782-597-1.
  • Uwe A. Oster: Burgen in Deutschland; Darmstadt 2006, ISBN 3-89678-561-3.
  • Otto Piper: Burgenkunde. Bauwesen und Geschichte der Burg; 3.Aufl. 1912, Neudr. 1996, ISBN 3-88189-388-1.
  • Charles-Laurent Salch: L'atlas des chateaux forts en France. Strasbourg 1979.
  • Plantagenet Somerset Fry: Castles of Britain and Ireland. New York 1997; ISBN 0-7892-0278-6.
  • Joachim Zeune: Burgen in Bayern - 7000 Jahre Burgengeschichte im Luftbild. Stuttgart 1999, ISBN 3-8062-1364-X.
  • Joachim Zeune: Burgen ‚Äď Symbole der Macht. Ein neues Bild der mittelalterlichen Burg. 2. Aufl. Pustet, Regensburg,ISBN 3-7917-1501-1.
  • Johann Nepomuk Cori: Bau und Einrichtung der Deutschen Burgen im Mittelalter. Nachdruck der Ausgabe von 1895, Augsburg 1997, ISBN 3-86047-654-8.

Zeitschriften:

  • Burgen und Schl√∂sser. Zeitschrift f√ľr Burgenforschung und Denkmalpflege; hg. v. Europ√§ischen Burgeninstitut, Einrichtung der Deutschen Burgenvereinigung seit 1960 (Vorg√§nger: Der Burgwart) ISSN 0007-6201

Schriftenreihen:

  • Burgen, Schl√∂sser und Wehrbauten in Mitteleuropa; hg. v. d. Wartburg-Gesellschaft zur Erforschung von Burgen und Schl√∂ssern; Regensburg, 1999 ff. ISBN 3-795412161 ff. (popul√§rwissenschaftliche F√ľhrer zu einzelnen Burgen)
  • Forschungen zu Burgen und Schl√∂ssern; hg. v. d. Wartburg-Gesellschaft zur Erforschung von Burgen und Schl√∂ssern; M√ľnchen u. Berlin 1994 ff, ISSN 0947-9708 (Wissenschaftliche Aufsatzb√§nde zu den Jahrestagungen der Gesellschaft)
  • Ver√∂ffentlichungen der Deutschen Burgenvereinigung e.V. mit mehreren Unterreihen. Hier vor allem zu nennen: Barbara Schock-Werner / Hartmut Hofrichter (Hrsg.), Zentrale Funktionen der Burg (Braubach 2001), ISBN 3927558079; Hartmut Hofrichter (Hrsg.), Die Burg ‚Äď ein kulturgeschichtliches Ph√§nomen (Stuttgart 1994), ISBN 3806211345.

Filmographie

  • ¬ĽAbenteuer Mittelalter¬ę, Doku-Drama, vierteilige Sendereihe des MDR, Erstausstrahlung: 12. Dezember 2005, dokumentiert den typischen Arbeitsalltag im Jahr 1419 auf Schloss Burgk unter m√∂glichst authentischen Bedingungen (archiviert)

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Lexikon des Mittelalters. Bd. 2. M√ľnchen, Z√ľrich 1983, S. 962-964.
  2. ‚ÜĎ Burgen und Schl√∂sser im Hildesheimer Land, Margret Zimmermann/Hans Kensche: Burgen und Schl√∂sser im Hildesheimer Land, 1. Auflage Hildesheim: Lax, 1998, S. VIII ISBN 3-8269-6280-X

Weblinks


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