Telefónica Germany

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Telefónica Germany
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Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
Logo der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
Rechtsform GmbH & Co. OHG
Gr√ľndung 1995
Sitz M√ľnchen, Deutschland
Leitung Ren√© Schuster, Vorsitzender der Gesch√§ftsf√ľhrung
Mitarbeiter 5288 (2010) [1]
Umsatz 4,83 Mrd. EUR (2010) [2]
Branche Telekommunikation
Website www.telefonica.de

Die Telef√≥nica Germany GmbH & Co. OHG ist ein Telekommunikationsunternehmen in Deutschland. Unter der Marke O2 wird ein Mobilfunknetz betrieben, welches sich aus 18.000 GSM- und fast 11.200 UMTS-Basisstationen zusammensetzt.[3] Au√üerdem bietet das Unternehmen DSL- und Festnetzanschl√ľsse an. Die Tochtergesellschaft der Telef√≥nica Europe hat knapp 24 Millionen Kunden, darunter 17,75 Millionen Mobilfunkunden.[2] Damit ist Telef√≥nica der nach Kundenzahlen viertgr√∂√üte Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland, mit einem Marktanteil von 16,2 Prozent [4] (Stand: 30. September 2011).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ehemaliges Logo von Viag Interkom
Logo von O2
Das Firmengeb√§ude von Telef√≥nica Germany am Georg-Brauchle-Ring in M√ľnchen

1995 wurde das Mobilfunkunternehmen Viag Interkom gegr√ľndet. Es befand sich zu 45 % im Besitz der VIAG AG (sp√§ter: E.ON), sowie der British Telecom mit ebenfalls 45 % und des norwegischen Telekommunikationsunternehmens Telenor. Die Lizenz zum Aufbau eines GSM-Netzes erhielt das Unternehmen zwei Jahre sp√§ter im Februar 1997. Am 1. Oktober 1998 startete Viag Interkom letztendlich seinen Netzbetrieb in anfangs acht Ballungszentren. 1999 folgte die Einf√ľhrung des Produkts Genion, mit dem innerhalb einer sogenannten Homezone Telefonate zu festnetz√§hnlichen Preisen gef√ľhrt werden konnten und der Teilnehmer unter einer eigenen Festnetznummer erreichbar war.

Am 17. August 2000 erhielt Viag Interkom f√ľr 16,52 Mrd. DM eine von insgesamt sechs UMTS-Lizenzen. Im selben Jahr √ľbernahm British Telecom das Unternehmen vollst√§ndig, nachdem sich E.ON aus der Telekommunikation zur√ľckzog. Im Zuge der Strategie einer Abtrennung des Mobilfunks aus dem √ľbrigen Gesch√§ft spaltete sich der neue Mutterkonzern British Telecom im Jahr 2001 in die Unternehmen BT Ignite (Festnetz) sowie mmO2 (Mobilfunk). Auch das deutsche Tochterunternehmen Viag Interkom vollzog diese Trennung und verkaufte das Festnetzgesch√§ft an British Telecom.

Daraufhin wurde im Jahr 2002 der Name an die Mutter angepasst und es entstand die Marke O2. Um Verwechslungen mit der Vodafone-Mobilfunktochter Mannesmann Mobilfunk GmbH und deren fr√ľherer Bezeichnung D2 zu vermeiden, verst√§ndigte man sich mit Vodafone darauf, in Deutschland auf die Schreibweise O2 zu verzichten und nur O2 oder o2 zu verwenden.

Im Jahr 2003 gr√ľndete O2 Germany mit mehreren anderen ausl√§ndischen Netzbetreibern die Starmap Mobile Alliance. Man erhoffte sich so Ersparnisse durch eine h√∂here Einkaufsmacht gegen√ľber Netzausr√ľstern und Endger√§teherstellen. Gleichzeitig waren netz√ľbergreifende Dienste, wie z. B. das Aufladen einer Prepaid-Karte mit einer Guthabenkarte eines Allianzmitgliedes m√∂glich.

Vier Jahre nach dem Erwerb der UMTS-Lizenz startete O2 nach dem Aufbau erster UMTS-Basisstationen am 1. Juli 2004 den Verkauf von UMTS-Handys an Privatkunden.

Am 31. Oktober 2005 gab die spanische Telefongesellschaft Telef√≥nica bekannt, den Mobilfunk-Anbieter O2 mit seinen T√∂chtern in Deutschland, Gro√übritannien und Irland f√ľr insgesamt 26 Milliarden Euro aufzukaufen.[5]

Im Oktober des folgenden Jahres startete das O2-eigene DSL- und Festnetzangebot mit Geschwindigkeiten von bis zu 16 Mbit/s. Dieses wird √ľber das DSL-Netz des damaligen Schwesterunternehmens Telef√≥nica Deutschland realisiert. Auf der IFA 2007 in Berlin stellte O2 seine eigene Discountmarke FONIC vor. Als erster Anbieter durchbrach Fonic mit einem Gespr√§chspreis von 9,9 Cent/Minute die 10 Cent-Marke. Am 1. Oktober selbigen Jahres gab der damalige O2 Germany-Chef Rudolf Gr√∂ger seinen Posten ab. Nachfolger wurde Jaime Smith Basterra.

Im Juni 2008 wird schlie√ülich aus O2 Germany die Telef√≥nica O2 Germany, womit die Zugeh√∂rigkeit zum weltweit agierenden Telef√≥nica-Konzern unterstrichen werden soll. Ein Jahr sp√§ter beendet Jaime Smith Basterra nach nur zwei Jahren seine T√§tigkeit f√ľr das Unternehmen, um sich neuen Aufgaben in Fernost zu widmen. Ihm folgt Ren√© Schuster. Am 14. August 2009 wird die Telef√≥nica Deutschland GmbH mit etwa 450 Mitarbeitern auf die Telef√≥nica O2 Germany GmbH & Co. OHG verschmolzen.

Ende Januar 2010 erh√§lt Telef√≥nica O2 Germany die Erlaubnis der Europ√§ischen Kommission, den Internetanbieter HanseNet mit seiner Marke Alice f√ľr 900 Mio. Euro von der italienischen Telecom Italia zu √ľbernehmen. Damit vergr√∂√üert das Unternehmen sein Internet- und Festnetzgesch√§ft.[6] 2011 wird Telefonica der Unternehmensname in Deutschland. O2 bleibt als Produktmarke f√ľr Privat- und Gesch√§ftskunden bestehen. Seit 1. April 2011 firmiert das Unternehmen nach abgeschlossener Integration des Festnetz-Anbieters HanseNet daher unter dem neuen Namen Telef√≥nica Germany.

Der Firmensitz von Telef√≥nica Germany befindet sich in M√ľnchen am Rande des Olympia-Parks am Georg-Brauchle-Ring, wobei der Gro√üteil der Belegschaft im Hochhaus Uptown M√ľnchen untergebracht ist. Teile der Kundenbetreuung befinden sich in N√ľrnberg, Teltow, Bremen, Brandenburg, Neubrandenburg, Schwerin, Osnabr√ľck, Dortmund, Potsdam und auch im Uptown selbst.

Produkte

Mobilfunk

Logo der O2 Genion Homezone

O2 war Vorreiter bei den Online-Vertr√§gen, bei denen die gesamte Abwicklung des Mobilfunk-Vertrags √ľber das Internet und Rufnummern abl√§uft und der Kunde keinen Anspruch auf Service in Filialen hat. Als Gegenleistung erh√§lt der Kunde einen Online-Vorteil in Form eines Rabattes oder von Frei-SMS bei Vertragsabschluss.

Mit Genion erm√∂glichte das Unternehmen dem Kunden, in einem bestimmten, definierten Bereich (der sogenannten ‚ÄěHomezone‚Äú) zu einem g√ľnstigeren Tarif zu telefonieren. Mit der Zuteilung einer Festnetznummer, unter der der Kunde innerhalb dieses Bereichs erreichbar ist, soll ein vollwertiger Ersatz zu einem herk√∂mmlichen Festnetzanschluss angeboten werden.

Von November 2004 bis April 2005 konnte bei den Active-Tarifen gegen einen Monatsaufpreis von f√ľnf Euro das sogenannte ‚ÄěAfter Work Pack‚Äú zubuchen, das die erste Mobilfunk-Teilzeitflatrate in Deutschland darstellte, indem es t√§glich von 18 bis 22 Uhr unbegrenztes Telefonieren ins deutsche Festnetz sowie innerhalb des Mobilfunknetzes von Telef√≥nica erm√∂glichte.

Als letzter Netzbetreiber f√ľhrte O2 im November 2006 eine deutschlandweite Flatrate ein. Mit diesem als ‚ÄěGenion L‚Äú bezeichneten Tarif kann der Kunde innerhalb Deutschlands Gespr√§che ins Festnetz und ins Netz des Unternehmens zum Pauschalpreis f√ľhren.

Als Reaktion auf den Markterfolg der Mobilfunk-Discounter hat O2 von November 2006 bis April 2009 mit Genion S (ohne Handy) einen Postpaid-Genion-Laufzeitvertrag ohne Grundgeb√ľhren und ohne Mindestumsatz, sowie Minutenpreisen auf Discounter-Niveau angeboten.

Im Mai 2009 hat O2 das Tarifportfolio umgestellt, es gibt seitdem nur noch drei Tarife. Kern der neuen Vermarktungsstrategie ist der Tarif O2 o, der auch als Alternative zu Discounter-Angeboten positioniert wird. Der Tarif stellt auf dem deutschen Markt ein Novum dar, erstmals wird ein monatlich k√ľndbarer Tarif ohne Grundgeb√ľhr und Mindestumsatz angeboten, der bei g√ľnstigen Minutenpreisen (15 Cent in alle Netze) eine Kostenlimitierung anbietet. F√ľr Gespr√§che und SMS innerhalb Deutschlands werden nicht mehr als 50 Euro im Monat berechnet, dann greift der ‚ÄěKosten-Airbag‚Äú (O2-Marketing-Jargon). Dem Discounter-Vergleich mit dem konzerneigenen Angebot Fonic h√§lt der Tarif O2 o allerdings f√ľr Normalnutzer nicht stand.

Mit O2 on startete im Januar 2010 ein neuer Business-Tarif f√ľr Gesch√§ftskunden. F√ľr 29 Euro netto erh√§lt man eine Sprachflatrate f√ľr alle deutschen Fest- und Mobilfunknetze sowie eine Daten-Flatrate. Diese wird ab einem monatlichen Datenvolumen von 300 Megabyte f√ľr den Rest des Monats auf GPRS-Geschwindigkeit gedrosselt. F√ľr weitere 5 Euro netto im Monat erhalten Kunden eine zweite SIM-Karte f√ľr den Laptop und k√∂nnen 5 Gigabyte im Monat mit HSDPA-Geschwindigkeit surfen. O2 on hat mit dem Grundtarif O2 o trotz der Namens√§hnlichkeit nur wenig zu tun.[7] Seit Juli 2010 hei√üt der Gesch√§ftskundentarif O2 on Business.

Seit 2004 bietet O2 Laufzeitverträge mit festen Minutenpaketen unter dem Namen O2 Active an, welche im August 2007 in Inklusiv-Pakete umbenannt wurden. Seit Mai 2009 ist nur noch die Variante mit 100 Inklusivminuten erhältlich.

Das Prepaid-Angebot von O2 wurde lange unter dem Namen O2 LOOP vermarktet, seit Mai 2009 gibt es jedoch nur noch den neu eingef√ľhrten Tarif O2 o als Prepaid-Angebot, die bisherigen LOOP-Tarife werden Neukunden nicht l√§nger angeboten.

Mobilfunkkooperationen

Discountmarke von O2: Fonic

Seit 2004 existieren Mobilfunkangebote in Kooperation mit dem Unternehmen Tchibo unter dem Namen Tchibo Mobil, welche als erste Versuche auf dem deutschen Mobilfunk-Discounter-Markt √ľberhaupt angesehen werden. Seit 2006 wurden Mobilfunk-Tarife in Kooperation unter dem Namen AOL, seit Fr√ľhjahr 2007 √ľber HanseNet, zu welcher √ľber die Konzernm√ľtter Verbindungen bestehen, unter dem Namen Alice vermarktet. Der Mobilfunkprovider Freenet AG realisiert ebenfalls seit Fr√ľhjahr 2007 die damals erste in Deutschland angebotene Mobilfunk-Flatrate in alle nationalen Netze √ľber das Netz von O2.

Seit September 2007 gibt es von O2 den ersten eigenen Discounter: Fonic.

Mobile Internet-Zugänge

O2 bot von September 2003 bis M√§rz 2008 mit dem Surf & E-Mail-Pack als erster Anbieter in Deutschland eine Flatrate f√ľr die mobile Internet-Nutzung √ľber WAP-Browser an, deren Nutzungsspektrum sich seit dem Aufkommen von leistungsf√§higeren Mobile HTML-Browsern insbesondere auf Smartphones zunehmend auf s√§mtliche Webseiten ausdehnte. Seit April 2008 k√∂nnen verschiedene Internet-Packs hinzugebucht werden. Die Internet-Packs unterliegen im Gegensatz zum Surf & E-Mail-Pack keinen Beschr√§nkungen auf bestimmte Internetdienste. Seit Februar 2008 wird es jedoch nicht mehr angeboten.

Ab dem 15. April 2005 war mit O2-Surf@home innerhalb eines Wunschbereiches ein schneller, drahtloser Internet-Zugang m√∂glich. Dazu wurde ein Surf@Home-Box genannter UMTS-Router eingesetzt, der Daten-Signale im UMTS-Netz empf√§ngt und √ľber ein Netzwerkkabel und/oder WLAN an einen oder mehrere PCs weitergibt. Dieses Vermarktungskonzept war vor allem f√ľr Kunden interessant, die sich komplett vom Festnetzanschluss l√∂sen wollten oder keinen DSL-Anschluss bekommen konnten. O2-Surf@home wurde f√ľr Neukunden im Zuge der Neustrukturierung der Tarife im Herbst 2007 eingestellt, Neukunden sollten stattdessen √ľber ein an den PC angeschlossenes Handy oder mit einer Notebook-UMTS-Datenkarte online gehen. Seit Herbst 2008 gibt es wieder ein √§hnliche Vermarktungsstrategie mit dem ‚ÄěO2 Surf Stick‚Äú. Bei diesem Angebot gibt es allerdings keine r√§umliche Begrenzung, da der Stick deutschlandweit benutzt werden kann.

Handys und Endgeräte

O2 ist seit geraumer Zeit auch im Handel mit Handys, Smartphones und Tablets aktiv. Nahezu alle angebotenen Endger√§te k√∂nnen auch ohne Laufzeitvertrag erworben werden und besitzen keinen SIM-Lock. Statt der sofortigen Bezahlung des gesamten Kaufpreises bietet O2 eine Ratenzahlung √ľber 12 oder 24 Monate an. Der Netzbetreiber geh√∂rte zu den ersten H√§ndlern, die das iPhone 4 und iPad 2 ohne Vertragsbindung ausgeliefert haben.[8] Neben Produkten fremder Unternehmen werden Surfsticks unter der eigenen Marke angeboten, die der chinesische Netzwerkausr√ľster Huawei f√ľr O2 herstellt.

Festnetz und DSL

Aktuelles Alice-DSL-Logo
Ehemaliges O2-DSL-Logo

Seit 27. Oktober 2006 gibt es festnetzbasierte Breitbandanschl√ľsse und Komplettanschlusspakete von Telef√≥nica Germany mit Geschwindigkeiten von bis zu 16 Mbit/s (ADSL2+). Genutzt werden das eigene DSL-Konzentratornetz und Backbone, somit ist das Angebot f√ľr etwa 50‚Äď60 Prozent der deutschen Haushalte verf√ľgbar. Nur die so genannte letzte Meile wird von der Telekom angemietet. Der zum DSL-Anschluss geh√∂rende Telefonanschluss wird als VoIP-Anschluss realisiert und bietet alle g√§ngigen ISDN-Merkmale.

Sofern sowohl Handyvertr√§ge als auch einen DSL-Anschluss √ľber O2 abgewickelt werden, kann kostenlos die Family-Flat gebucht werden, welche unabh√§ngig von den gew√§hlten Vertragstarifen kostenlose Telefonate zwischen den Familienhandys und dem Festnetzanschluss bietet. Alle Anschl√ľsse m√ľssen dabei auf einer Kundennummer laufen.

Alice vermarktet seine Telekommunikationsl√∂sungen bundesweit. Das Kerngesch√§ft von Alice basiert auf der vollst√§ndig entb√ľndelten Teilnehmeranschlussleitung und damit auf der M√∂glichkeit, mittels eigener Technik in den Vermittlungsstellen den Teilnehmer direkt mit dem eigenen Netz der Telef√≥nica zu verbinden. Die sogenannte letzte Meile wird dabei von der Telekom Deutschland gemietet. Seit Markteintritt sind s√§mtliche vermarkteten Tarife kurzfristig k√ľndbar, w√§hrend die meisten Wettbewerber mittlerweile die gesetzlich zul√§ssige Vertragsbindung von zwei Jahren voll aussch√∂pfen. Seit M√§rz 2010 bietet Alice seinen Kunden unter dem Namen Alice Disk und Alice SmartDisk eine Online-Festplatte an. Die Technologie f√ľr das Produkt stammt von Humyo. Alice Disk ist kostenlos erh√§ltlich und bietet 5 GB Speicherplatz, Alice SmartDisk kostet 3,90 ‚ā¨ pro Monat und bietet unbegrenzten Speicherplatz f√ľr Online-Datensicherung.

Im 1. Halbjahr 2009 wurde ein Umsatz von 568,7 Mio. Euro (‚ąí5 %) und ein Gewinn von 122,5 Mio. Euro erwirtschaftet. Alice hatte 2,289 Mio. DSL-Kunden, davon 1,87 Mio. Kunden im Alice-Komplettpaket. Im Rahmen des Stellenabbaus bei Telef√≥nica verlieren rund 250 von bisher 900 Besch√§ftigten in der ehem. HanseNet-Zentrale am √úberseering in Hamburg ihre Stelle.

Zum 30. August 2011 wurde der Onlinevertrieb von DSL unter der Marke O2 eingestellt.

Fernsehen

Alice bietet IP-TV-Anschl√ľsse an. Die Schaltung des Fernsehangebotes erfolgt nur √ľber die Telef√≥nica-eigenen Netze. Geliefert wird eine HomeBox, die an den DSL-Router angeschlossen wird und die Nutzung des TV-Signals √ľber die DSL-Leitung erm√∂glicht. Mit Alice TV kann der Kunde auf das Video-On-Demand-Angebot der Alice-Mediathek zugreifen und das laufende Programm anhalten und aufnehmen.

Seit 2011 gibt es in diesem Bereich drei Anbieter in Deutschland: Telefónica Germany, Telekom und Vodafone.

Hosting

Telef√≥nica Germany bietet seit einiger Zeit auch Hosting-Dienstleistungen f√ľr gro√üe und mittlere Unternehmen an. Im Juli 2011 wurde das Hosting-Gesch√§ft in eine eigene Tochterfirma ausgeliedert[9], die den Bereich in Deutschland weiter entwickeln soll. Neben Managed Hosting werden unter der Marke O2 auch standardisierte Hosting-L√∂sungen, z.B. f√ľr Microsoft Exchange, angeboten.[10] Zu den gro√üen Kunden im Hosting-Segment geh√∂ren Spiegel Online und ProSiebenSat.1 Media. Telef√≥nica Germany betreibt zwei Rechenzentren in Deutschland, eines davon in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann-Tochter Arvato.

Netze

GSM-Netz

Das GSM-Mobilfunknetz startete am 1. Oktober 1998 zun√§chst als reines DCS 1800-Mobilfunknetz (‚ÄěE-Netz‚Äú). Aus wirtschaftlichen Gr√ľnden wurde es anf√§nglich nicht wie die √ľbrigen drei Netze voll fl√§chendeckend ausgebaut, vielmehr konzentrierte man sich auf Ballungsr√§ume und Verkehrsachsen.

Zur Abdeckung der √ľbrigen Gebiete konnten anfangs mit einem speziellen √ľber Swisscom realisierten Roaming-Verfahren alle drei √ľbrigen deutschen Mobilfunknetze genutzt werden. Dazu enthielten die Viag Interkom-SIM-Karten technisch betrachtet zwei unterschiedliche Datens√§tze, wobei der der schweizerischen SwissCom durch Anh√§ngen einer ‚Äě1‚Äú an die eigentliche PIN beim Einschalten des Mobiltelefons aktiviert wurde. Dadurch konnte Viag Interkom die internationalen Roaming-Abkommen der SwissCom f√ľr nationales Roaming in Deutschland nutzen. Nachteilig war jedoch, dass der Kunde auch im Netz der Viag Interkom als SwissCom-Kunde registriert wurde und somit auch f√ľr Gespr√§che zu anderen Viag Interkom-Kunden der Fremdnetztarif angewandt wurde und die Homezone ebenfalls nicht galt. Der Kunde musste sich somit immer durch Aus- und Wiedereinschalten des Ger√§tes ummelden, je nachdem ob ihm gerade die Homezone und/oder netzinterne Gespr√§che oder die Netzabdeckung wichtiger war.[11]

Seit 1999 beschränkte sich das nationale Roaming auf das Netz von T-Mobile; auch dieses wurde in den folgenden Jahren sukzessive nach erfolgtem Netzausbau eingeschränkt (sogenanntes Barring).

Im Jahr 2001 f√ľhrte man als erster deutscher Mobilfunkanbieter GPRS ein. Somit konnten erstmals in Deutschland Daten mobil mit einer Geschwindigkeit von bis zu 55,6 kbit/s heruntergeladen werden.

Nachdem man 2006 von der Bundesnetzagentur reichweitenst√§rkere E-GSM-Frequenzen erhalten hatte, wurde das eigene GSM-Netz auch in l√§ndlichen Gebieten fl√§chendeckend ausgebaut. Im November 2008 verk√ľndete Telef√≥nica, nun 99 Prozent der Bev√∂lkerung mit einem eigenen GSM-Netz versorgen zu k√∂nnen.[12]

Ab 2008 wurde das eigene GSM-Netz mit EDGE ausgebaut.[13] Telefónica konzentrierte sich dabei vor allem auf noch nicht mit UMTS versorgte Gebiete. Im November 2008 waren 2600 Stationen mit EDGE ausgestattet.[14] Im März 2009 gab O2 bekannt, die EDGE-Geschwindigkeit als erster deutscher Mobilfunkanbieter von 220 kBit/s auf 384 kBit/s zu erhöhen.[15] Diese lässt sich mit neueren Endgeräten nutzen.

Anfang 2010 wurde das T-Mobile-Roaming eingestellt.[16][17] Zu diesem Zeitpunkt war das GSM-Netz mit Hilfe von 17.000 GSM-Basisstationen fast fl√§chendeckend verf√ľgbar. In der Folge wurde das Roaming √ľberfl√ľssig.[18]

UMTS-Netz

Seit dem 1. Juli 2004 k√∂nnen Kunden von O2 das eigene UMTS-Netz nutzen. In der Vergangenheit konnte mit Active-Data-Vertr√§gen zus√§tzlich auch das UMTS-Netz von T-Mobile mitgenutzt werden. Mittlerweile ist in allen Neuvertr√§gen nur noch der Zugriff auf das eigene UMTS-Netz m√∂glich. Am 1. Dezember 2006 hat O2 als dritter deutscher Mobilfunkanbieter nach T-Mobile und Vodafone den sogenannten ‚ÄěUMTS-Turbo‚Äú HSDPA in einigen Ballungszentren eingef√ľhrt. Mittlerweile ist das gesamte UMTS-Netz mit der Technik ausgebaut.

Ende 2008 wurden mit UMTS 57 % und mit der Erweiterung HSDPA 55 % der Bev√∂lkerung √ľber die eigene Netzversorgung erreicht.[19] Somit ist es m√∂glich, mit Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 MBit/s zu surfen. Ende 2008 begann der Netzbetreiber damit, seine Sendeanlagen mit HSUPA aufzur√ľsten. Diese Technik erh√∂hte den Upstream im UMTS-Netz von 384 kbit/s auf bis zu 5,76 Mbit/s.

Auf dem Mobile World Congress 2009 in Barcelona gab O2 zudem bekannt, das UMTS-Netz mittels HSPA+ auf bis zu 28 MBit/s zu beschleunigen.[20] Erste Tests fanden ab Sommer 2009 in M√ľnchen statt. Der Regelbetrieb ist bisher noch nicht gestartet.

LTE-Netz

Anfang September 2010 nahm Telef√≥nica eines der ersten st√§dtischen LTE-Pilotnetze in M√ľnchen in Betrieb, das im 2,6-Gigahertz-Bereich sendet. Das zweite st√§dtische Pilotnetz in Halle l√§uft ebenfalls. Seit November 2010 werden auch erste l√§ndliche Gemeinden versorgt: In Teutschenthal bei Halle und Ebersberg bei M√ľnchen wurden Pilotnetze mit 800-Megahertz-Frequenzen eingeschaltet, die aus der so genannten ‚ÄěDigitalen Dividende‚Äú stammen. Seit dem 1. Juli 2011 hat die LTE Vermarktung begonnen, und kann jetzt in ausgew√§hlten Orten Deutschlands angeboten werden.


Unternehmensdaten

Kundenzahl

Kundenzahlen von O2 von 1998 bis 2008
31. Dez. Kunden
(in Mio.)
Marktanteil
1998 0,021 0,2 %
1999 0,900 3,9 %
2000 3,200 6,6 %
2001 3,656 6,5 %
2002 4,563 7,7 %
2003 5,586 8,6 %
2004 7,398 10,4 %
2005 9,769 12,3 %
2006 11,025 12,9 %
2007 12,471 13,0 %
2008 14,200 13,2 %
2009 15,507 14,3 %
2010 17,049 15,7 %[21]

ARPU

Der durchschnittliche Kundenumsatz (ARPU) lag im Dezember 2010 bei 14,5 Euro im Monat.[2]

O2 World Berlin

Telefónica als Sponsor

O2 sponserte 2006 das Formel-1-Team BMW Sauber F1 Team. Weiterhin wird die Deutschlandtour der Natural Born Golfers und der Mobile Movie Award finanziell unterst√ľtzt. Zudem tritt die Firma regelm√§√üig als Sponsor der Bayerischen Staatsoper M√ľnchen in Erscheinung. Seit Mai 2004 ist O2 Hauptsponsor des deutschen Kajak-Zweiers Tim Wiesk√∂tter und Ronald Rauhe.

O2 seit Anfang 2005 offizieller Partner des Deutschen Ski-Verbands. Im November 2005 wurde bekannt, dass Telef√≥nica den Staatsempfang der bayerischen Staatsregierung zu Franz Beckenbauers 60. Geburtstag gesponsert hat. Am 10. September 2008 wurde die O2 World in Berlin mit einem Fassungsverm√∂gen von bis zu 17.000 Besuchern er√∂ffnet. Sie ist Austragungsort zahlreicher Sport-, Musik- und Entertainment-Veranstaltungen. Die O2 World entstand auf der Fl√§che des ehemaligen Berliner Ostg√ľterbahnhofs und ist eine der modernsten Multifunktionshallen der Welt.

Im Sommer 2010 wurde auch aus der Hamburger Color Line Arena die O2 World Hamburg. Die Hamburger Multifunktionshalle ist die Heimspielstätte der Hamburg Freezers und des HSV Handballs.

Corporate Responsibility

Seit 2005 ver√∂ffentlicht das Unternehmen ‚Äď ebenso wie der Mutterkonzern Telef√≥nica S.A. ‚Äď einen j√§hrlichen Corporate Responsibility-Bericht (Nachhaltigkeitsbericht) gem√§√ü den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI).[22] Der Bericht f√ľr das Gesch√§ftsjahr 2010 ist im Juni 2011 erschienen und wurde einer unabh√§ngigen pr√ľferischen Durchsicht unterzogen.[23] Kernthemen des CR-Engagement sind das Jugendmedienkompetenzprojekt ‚ÄěThink Big‚Äú [24], das gemeinsam mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) durchgef√ľhrt wird, Klima- und Umweltschutz[25] sowie barrierefreie Telekommunikation, insbesondere f√ľr Menschen mit H√∂rsch√§digung.[26] Zu diesen drei Schwerpunktthemen f√ľhrt Telef√≥nica Germany regelm√§√üige Stakeholder-Dialoge durch.[27]

Im Dow Jones Sustainability Index (DJSI) ist der Mutterkonzern Telefónica S.A seit September 2010 als nachhaltigstes Unternehmen der Telekómmunikationsbranche gelistet.[28]

Kritik

National Roaming

Im Zuge des eigenen Netzausbaus wurde das sogenannte National Roaming im T-Mobile-Netz schrittweise bis Ende 2009 abgeschaltet. In vereinzelten F√§llen wurde das Roaming bereits abgeschaltet, bevor O2 die Netzversorgung durch eigene Mobilfunkmasten sicherstellen konnte. Das f√ľhrte dazu, dass Kunden an betroffenen Standorten pl√∂tzlich √ľber schlechteren Netzempfang, abbrechende Gespr√§che, undeutliche Sprachqualit√§t oder schlimmstenfalls √ľber Funkl√∂cher klagten. O2 zeigte sich dabei teilweise unkulant und dr√§ngte auf die kundenseitige Erf√ľllung der Vertr√§ge bis zum Ende der Laufzeit, obwohl die Mobilfunknutzung am Kundenstandort nach der Roaming-Abschaltung nicht mehr befriedigend m√∂glich war. Das Amtsgericht M√ľnchen verurteilte Telef√≥nica im September 2007 dazu, einen betroffenen Kunden aus dem Vertrag zu entlassen.[29] Sp√§ter wurde bei entsprechenden Netzverlusten den Kunden oftmals eine Grundgeb√ľhrbefreiung √ľber mehrere Monate angeboten.

Preiserh√∂hung f√ľr Sonderrufnummern

Ende 2006 √§nderte O2 den Preis f√ľr Gespr√§che zu einigen Rufnummern f√ľr alle Kunden. Durch diese √Ąnderungen erh√∂hten sich zum Beispiel die Verbindungspreise zu 0180-5-Nummern von damals 25 Cent pro Minute (in der Nebenzeit) auf 69 Cent pro Minute. Das Unternehmen informierte dabei die Kunden nicht √ľber diese Preiserh√∂hungen. O2 lehnte au√üerordentliche K√ľndigungen ab, die durch einseitige Vertrags√§nderungen m√∂glich sind. Das Unternehmen begr√ľndete das unter Berufung auf die eigenen AGB, nach denen der Netzbetreiber ‚ÄěNebenleistungen‚Äú jederzeit beliebig √§ndern d√ľrfe, ohne dass es einer Mitteilung an die betroffenen Kunden bed√ľrfe. Verbraucherzentralen vertreten hingegen die Auffassung, dass es sich nicht um eine Nebenleistung handelt, da das Telefonieren zu den Hauptleistungen eines Kommunikationsanbieters geh√∂rt.[30] Die Gerichte beurteilen den Fall unterschiedlich. W√§hrend das Amtsgericht M√ľnchen mit seinem Urteil die Auffassung von O2 best√§tigte (AZ: 281 C 6003/07)[31], gab das Amtsgericht Charlottenburg dem Kunden Recht (AZ: 237 C 58/07).[32]

Limitierung von Calling-Cards und Sprach-Chats

Im M√§rz 2008 wurde bekannt, dass O2, wie E-Plus[33] und Vodafone[34] auch, die Erreichbarkeit der Rufnummern von Sprach-Chat-Lines, sowie von Calling-Card-Anbietern (nur bei O2) erheblich einschr√§nkte. Bei diesen Rufnummern handelt es sich um normale Festnetzrufnummern, die im Rahmen von Festnetz-Flatrates gratis angerufen werden k√∂nnen und damit ein hohes Gespr√§chsaufkommen f√ľr den Anbieter bedeuten. Durch die Limitierung wird den Kunden erschwert, die h√∂heren Verbindungspreise f√ľr Sonderrufnummern oder Auslandstelefonate zu umgehen.[35] Im September 2008 hob O2 die Limitierung zum Teil wieder auf.[36]

Weblinks

 Commons: Telef√≥nica Germany ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Telef√≥nica Germany ist Deutschlands bester Arbeitgeber 2010
  2. ‚ÜĎ a b c Pressemitteilung Telef√≥nica Germany vom 25. Februar 2011: O2 mit starkem Wachstum bei Umsatz und Kunden
  3. ‚ÜĎ O2: Zahlen & Fakten
  4. ‚ÜĎ Telefon-Treff: Alle Zahlen der Mobilfunker in Q3/2011: [1]
  5. ‚ÜĎ Telefonica kauft O2
  6. ‚ÜĎ EU: Telef√≥nica O2 darf HanseNet √ľbernehmen
  7. ‚ÜĎ o2 on: Sprach- und Daten-Flat f√ľr 29 Euro - Areamobile.de
  8. ‚ÜĎ O2 startet Verkauf des iPad 2
  9. ‚ÜĎ Pressemitteilung: Telef√≥nica Germany gr√ľndet Hosting-Tochter
  10. ‚ÜĎ O2: E-Mail-Kommunikation mit Hosted Exchange
  11. ‚ÜĎ R√ľckblick: O2 feiert seinen 10. Geburtstag
  12. ‚ÜĎ ‚ÄěO2-Mobilfunknetz erreicht 99 Prozent der Bev√∂lkerung‚Äú bei golem
  13. ‚ÜĎ teltarif.de, 11. Februar 2008: O2: Neben GSM auch umfangreicher UMTS-Netzausbau. Au√üerdem EDGE √ľber GSM und HSUPA im UMTS-Netz geplant
  14. ‚ÜĎ O2: Netzabdeckung
  15. ‚ÜĎ ‚ÄěEDGE im o2-Netz k√ľnftig mit bis zu 384 kBit/s‚Äú bei teltarif.de
  16. ‚ÜĎ o2 schaltet am 5. Januar National Roaming im T-Mobile-Netz abMeldung bei teltarif.de, abgerufen am 17. Dezember 2009
  17. ‚ÜĎ Meilenstein: O2 mit komplett unabh√§ngigem Netz Pressemitteilung von O2
  18. ‚ÜĎ O2 Germany Pressemappen, 27. Februar 2008: Strategie Netzausbau O2 2008/2009
  19. ‚ÜĎ Telef√≥nica: Statistik zur Netzabdeckung, unter Abschnitt Mobiles Internet (Flash vorausgesetzt)
  20. ‚ÜĎ [2]
  21. ‚ÜĎ Bundesnetzagentur: Teilnehmerentwicklung im Mobilfunk nach Netzen pro Quartal
  22. ‚ÜĎ Telef√≥nica Germany: CR-Bericht und Publikationen
  23. ‚ÜĎ Telef√≥nica Germany - Corporate Responsibility Report 2010, S. 46
  24. ‚ÜĎ Initiative Think Big
  25. ‚ÜĎ Umwelt- und Klimaschutz bei Telef√≥nica Germany
  26. ‚ÜĎ Angebote f√ľr h√∂rgesch√§digte Menschen bei O 2
  27. ‚ÜĎ UPJ-Dialogplattform "diskutiere - Gesellschaftliche Verantwortung"
  28. ‚ÜĎ Sustainable Asset Management (SAM): Telefonica S.A. - Company Despriction
  29. ‚ÜĎ teltarif.de, 21. September 2007: T-Mobile-Roaming: O2 muss Kunden aus Vertrag entlassen
  30. ‚ÜĎ Teltarif zur O2-0180-Tariferh√∂hung
  31. ‚ÜĎ Teltarif zum Urteil des Amtsgerichts M√ľnchen
  32. ‚ÜĎ Teltarif zum Urteil des Amtsgerichts Charlottenburg
  33. ‚ÜĎ ‚ÄěNach o2: Auch E-Plus sperrt Sprach-Chat-Lines‚Äú bei teltarif
  34. ‚ÜĎ ‚ÄěEinschr√§nkungen f√ľr Sprach-Chats offenbar auch bei Vodafone‚Äú bei teltarif
  35. ‚ÜĎ Nachricht teltarif.de vom 4. M√§rz 2008: O2 limitiert Chat-Hotlines und Calling-Card-Einwahlnummern
  36. ‚ÜĎ Nachricht teltarif.de vom 8. September 2008: O2 schaltet gesperrte Festnetz-Nummern teilweise frei

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