CDU

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CDU
Christlich Demokratische Union Deutschlands
Logo der CDU
Partei­vor­sit­zende Angela Merkel
Gene­ral­sekre­tär Ronald Pofalla
Stell­ver­tretende Vorsit­zende Annette Schavan
Roland Koch
Christian Wulff
J√ľrgen R√ľttgers
Bundes¬≠gesch√§fts¬≠f√ľhrer Klaus Sch√ľler
Bundes­schatz­meister Eckart von Klaeden
Ehren­vor­sit­zende † Jakob Kaiser
† Ludwig Erhard
† Kurt G. Kiesinger
Helmut Kohl
(Niederlegung am 17. Januar 2000)
Gr√ľndung 26.¬†Juni 1945 bzw.
20. bis 22. Oktober 1950
(1. Bundesparteitag)
Gr√ľndungs¬≠ort Berlin und Rheinland bzw. Goslar
Haupt­sitz Konrad-Adenauer-Haus
Klingelhöferstraße 8
10785 Berlin
Bundestagsmandate CDU/CSU 223 (36,4 %)[2]
Staatliche Zusch√ľsse 44.790.190,59 Euro (2007)[3]
Mitglie­derzahl 530.194
(Stand: November 2008)[1]
Mindest­alter 16 Jahre
Durch­schnitts­alter 56 Jahre
Frauen­an­teil 25,4 Prozent
Farben schwarz, orange
Website www.cdu.de

Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) ist eine christdemokratische und konservative Volkspartei in Deutschland.

Sie stellt mit ihrer Bundesvorsitzenden Angela Merkel die amtierende Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Auf europäischer Ebene ist die CDU Mitglied der Europäischen Volkspartei (EVP). Die CDU ist die mitgliederstärkste Partei in Deutschland.[4]

Inhaltsverzeichnis

Inhaltliches Profil

Die CDU hat im Laufe ihrer Geschichte mehrere Programme vorgelegt. Das Ahlener Programm, das 1947 vom nordrhein-westf√§lischen Landesverband beschlossen wurde, propagierte einen so genannten ‚Äěchristlichen Sozialismus‚Äú. Zwei Jahre sp√§ter wurden anl√§sslich der Bundestagswahl 1949 die D√ľsseldorfer Leits√§tze verabschiedet, die eine soziale Marktwirtschaft propagierten. Wesentlich f√ľr die programmatische Entwicklung der Partei war das 1978 in Ludwigshafen verabschiedete und zugleich erste Grundsatzprogramm. Die damalige Grundsatzprogrammkommission wurde von Richard von Weizs√§cker, dem sp√§teren Bundespr√§sidenten, geleitet. Das aktuelle Grundsatzprogramm wurde am 23.¬†Februar 1994 auf dem Parteitag in Hamburg verabschiedet und tr√§gt den Titel ‚ÄěFreiheit in Verantwortung‚Äú.

In ihrem Grundsatzprogramm spricht die CDU vom ‚Äěchristlichen Verst√§ndnis vom Menschen und seiner Verantwortung vor Gott‚Äú. Ein Ziel der CDU ist es, im Gegensatz zu ihrer katholischen Vorl√§uferpartei ZENTRUM, sich als politische Partei geb√ľndelt haupts√§chlich an alle christlichen Konfessionen zu wenden. Die Partei ist aber auch offen f√ľr Angeh√∂rige anderer Konfessionen oder Konfessionslose. Die CDU setzt sich f√ľr die Soziale Marktwirtschaft im f√∂deralen Rechtsstaat ein. Au√üenpolitisch strebt sie vor allem eine Vertiefung der Europ√§ischen Einigung und eine Vertiefung der nordatlantischen Beziehungen zu den USA an. In der j√ľngeren Vergangenheit setzte die CDU ihre Schwerpunkte vor allem auf die Themen Wirtschafts-, Steuer-, Arbeitsmarkt-, Bildungs-, Au√üen- und Sicherheitspolitik. So hei√üt auch der Titel des Wahlprogramms f√ľr die Legislaturperiode von 2005‚Äď2009: ‚ÄěWachstum. Arbeit. Sicherheit.‚Äú Siehe auch: Bundestagswahl 2005. Au√üerdem setzte sich die CDU f√ľr B√ľrokratieabbau ein und regte eine Patriotismusdebatte an.

Unter dem Motto ‚ÄěNeue Gerechtigkeit durch mehr Freiheit‚Äú hat die CDU im Jahr 2006 eine Debatte √ľber ein neues Grundsatzprogramm angesto√üen. In der 69-k√∂pfigen Grundsatzprogrammkommission, die unter dem Vorsitz des CDU-Generalsekret√§r Ronald Pofalla, am 25.¬†April 2006 erstmals zusammentrat, sind alle Landesverb√§nde und Vereinigungen der CDU vertreten. Der dabei erarbeitete Entwurf wurde Anfang Juli 2007 vom CDU-Bundesvorstand beschlossen und am 3. Dezember 2007 auf dem Bundesparteitag in Hannover endg√ľltig verabschiedet.[5]

Wirtschafts- und Sozialpolitik

Gedenkm√ľnze: Ludwig Erhard Die Soziale Marktwirtschaft

In der Wirtschaftspolitik verfolgt sie das Modell der reformierten sogenannten ‚ÄěNeuen sozialen Marktwirtschaft‚Äú. In diesem Zusammenhang steht auch ihr Grundsatz: ‚ÄěSozial ist, was Arbeit schafft!‚Äú So kritisiert sie, dass die von der Union teilweise im Bundesrat mitgetragenen Sozial- und Arbeitsmarktreformen (Hartz-Konzept) der rot-gr√ľnen Bundesregierung bisher keine positiven besch√§ftigungspolitischen Effekte h√§tten. Es gibt parteiinterne Diskussionen, ob die CDU sich st√§rker sozial ausrichten solle.[6]

Im aktuellen Wahlprogramm, vorgestellt im Juli 2005, pl√§diert die CDU f√ľr eine Erh√∂hung der Mehrwertsteuer von 16 auf 18 Prozent, der erm√§√üigte Satz f√ľr die Mehrwertsteuer von 7¬†% soll beibehalten werden. Auf Koalitionsbeschluss wurde im Januar 2007 die Mehrwertsteuer auf 19 Prozent angehoben, der erm√§√üigte Satz f√ľr die Mehrwertsteuer wurde beibehalten. Die Mehreinnahmen sollen zu einem Viertel an die Bundesl√§nder flie√üen, zu drei Vierteln sollen sie zu einer Senkung der Lohnnebenkosten verwendet werden. Au√üerdem will sie das linear-progressive Einkommensteuersystem beibehalten. Dabei soll der Eingangssteuersatz von 15 auf 12 Prozent gesenkt werden, und der Spitzensteuersatz von 42 auf 39 Prozent. Die Steuerfreiheit von Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschl√§gen soll mit einer sechsj√§hrigen √úbergangsfrist wegfallen. Insgesamt sollen durch Streichungen von Steuerverg√ľnstigungen Einnahmen in H√∂he von rund 4 Milliarden Euro entstehen. Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung soll als Gegenfinanzierung f√ľr die Erh√∂hung der Mehrwertsteuer von 6,5 auf 4,5 Prozent gesenkt werden. Dadurch sollen die Produktionskosten im Inland gesenkt werden. Einzelne Sozialleistungen (etwa Arbeitslosengeld¬†II) sollen daran gemessen werden, wie lange jemand in die Staatskasse eingezahlt hat.

Nach Willen der CDU soll nur derjenige Unterst√ľtzung vom Staat bekommen, bei dem Eltern oder Kinder f√ľr deren Unterhalt nicht aufkommen k√∂nnen (der sogenannte ‚ÄěUnterhaltsr√ľckgriff‚Äú). Die Pendlerpauschale dagegen soll reduziert werden: Die t√§glichen Fahrten zum Arbeitsplatz sollen nur noch mit 25 statt bisher 30 Cent pro Kilometer steuerlich abgesetzt werden k√∂nnen und dies auch nur f√ľr eine Strecke von maximal 50 Kilometern. Au√üerdem sollen zukunftsorientierte Branchen wie die Genforschung wieder st√§rker gef√∂rdert werden.

In der Frage der Kernenergie ist eine Verl√§ngerung der Restlaufzeiten geplant. Der Neubau von Atomkraftwerken wird abgelehnt. Durch eine engere Zusammenarbeit der √Ąmter, Beh√∂rden und Stellen soll das sogenannte ‚ÄěLohndumping‚Äú bek√§mpft werden. Die Infrastruktur soll erheblich ausgebaut werden, besonders in den "neuen" Bundesl√§ndern. Dazu sollen ‚Äěviele‚Äú von Rot-Gr√ľn gestoppte Verkehrprojekte wieder aufgenommen werden. Nach Willen der CDU sollen betriebliche B√ľndnisse f√ľr Arbeit Abweichungen von Fl√§chentarifvertr√§gen erlauben, wenn eine gro√üe Mehrheit der Belegschaft dem in geheimer Wahl zustimmt. Der K√ľndigungsschutz soll bei Neueinstellungen in den ersten drei Jahren aufgehoben werden. Bei Betrieben mit weniger als 20 Besch√§ftigten soll er f√ľr zuk√ľnftig Eingestellte entfallen. Existenzgr√ľnder sollen von der Statistikpflicht freigestellt werden. Vollstatistiken sollen zudem ‚Äěweitestgehend‚Äú abgeschafft werden und durch repr√§sentative Stichproben ersetzt werden. ‚ÄěKleine‚Äú Unternehmen sollen der Buchf√ľhrungspflicht entledigt werden. Au√üerdem soll die Nachweis- und Dokumentationspflicht zur√ľckgef√ľhrt werden.

Das Verbandsklagerecht bei Planungsverfahren soll abgeschafft werden, sofern es nicht durch die EU vorgeschrieben wird. Die EU-Agrarsubventionen sollen stark gek√ľrzt werden. Den neuen Bundesl√§ndern sollen f√ľr die Zeit von 2006 bis 2019 wie bisher vereinbart Solidarpaktmittel in H√∂he von 156 Milliarden Euro zugesichert werden. Au√üerdem will die CDU Druck auf die EU aus√ľben, dass die F√∂rderung der wirtschaftlich benachteiligten Regionen auch in der F√∂rderperiode von 2007‚Äď2013 fortgef√ľhrt wird.

Bildungspolitik

Das dreigliedrige Schulsystem soll beibehalten werden, es sollen demnach im Gegensatz zur SPD keine zus√§tzlichen Gesamtschulen eingef√ľhrt werden. Sozialvertr√§gliche Studiengeb√ľhren werden bef√ľrwortet. Die Studienbeitr√§ge d√ľrften die finanziellen M√∂glichkeiten der Eltern nicht √ľbersteigen und d√ľrften die Aufnahme eines Hochschulstudiums nicht verhindern. Die CDU bef√ľrwortet eine Kombination von BAf√∂G, Bildungssparen, Bildungsdarlehen und Entgelten bei einkommensabh√§ngiger Darlehensr√ľckzahlung sowie Freipl√§tze f√ľr Begabte und Bed√ľrftige. Die Studienbeitr√§ge sollen die finanzielle Situation an den Hochschulen verbessern. Durch die besseren Studienbedingungen soll sich das Studium verk√ľrzen.

Innenpolitik

Verbrechen sollen h√§rter bestraft werden, dadurch soll die Sicherheit erh√∂ht werden. Die Bundeswehr soll im Innern Deutschlands insbesondere bei Katastrophen und Anti-Terror-Eins√§tzen beteiligt werden. Die CDU bef√ľrwortet im Blick auf Ausl√§nderpolitik st√§rkere Anstrengungen f√ľr mehr Integration, insbesondere f√ľr Sprachf√∂rderung und setzt sich f√ľr eine kontrollierte Einwanderungspolitik ein. Doppelte Staatsb√ľrgerschaft wird nur in Ausnahmef√§llen bef√ľrwortet.

Außenpolitik

Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama beim Staatsempfang in Baden-Baden, 3. April 2009

Au√üenpolitisch strebt sie vor allem ein intaktes Verh√§ltnis zu den USA an. So warf sie im zeitlichen Umfeld des Irak-Krieg der Bundesregierung h√§ufig Anti-Amerikanismus vor. Eine ‚Äěomin√∂se Achse‚Äú Paris-Berlin-Moskau-Peking k√∂nne nach Aussage von Edmund Stoiber (CSU) niemals die Einbindung in das westliche B√ľndnis ersetzen. Deutschland brauche vielmehr die USA als Garanten von Frieden und Freiheit in der Welt. Eine EU-Vollmitgliedschaft der T√ľrkei h√§lt sie zurzeit f√ľr falsch. Stattdessen tritt die Partei f√ľr eine privilegierte Partnerschaft ein. Sie argumentiert vor allem, die T√ľrkei versto√üe h√§ufig gegen Menschenrechte und die t√ľrkische Regierung leugne den V√∂lkermord an den Armeniern 1915 noch heute. Des Weiteren m√ľsse die T√ľrkei Zypern als souver√§nen Staat anerkennen, da es Grundvoraussetzung sei, dass sich die Mitglieder der EU untereinander anerkennen. Die CDU beklagt, es k√∂nne bei der Frage, ob die T√ľrkei in die EU eintrete, ein Automatismus entstehen, wenn der T√ľrkei zum jetzigen Zeitpunkt EU-Beitrittsverhandlungen angeboten w√ľrden.

Parteipolitik

Bevorzugter Koalitionspartner ist im Regelfall die FDP, da die CDU mit ihr vor allem in der Wirtschafts- und Steuerpolitik am meisten Gemeinsamkeiten sieht, unterschiedliche Ansichten gibt es vor allem in der Frage der B√ľrgerrechte; insbesondere ist in diesem Zusammenhang die von der CDU bef√ľrwortete, von der FDP jedoch vehement abgelehnte Ausweitung der Video√ľberwachung sowie die langfristigere Speicherung von Verbindungsdaten etc. zu nennen. Teilweise koaliert sie auf Landesebene, sowie momentan auf Bundesebene auch mit der SPD. Sogenannte schwarz-gr√ľne Koalitionen mit B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen gab und gibt es auf kommunaler Ebene, unter anderem auch in gro√üen St√§dten wie K√∂ln, Frankfurt am Main, Kiel oder Saarbr√ľcken. Auf Landesebene gibt es eine schwarz-gr√ľne Koalition erstmals seit Mai 2008 in Hamburg. Mit der Linken lehnt die CDU ebenso Koalitionen ab wie mit rechtsextremen Parteien.

Verhältnis zu den Kirchen

Seit ihrer Gr√ľndung steht die CDU Menschen aller christlichen Konfessionen und auch Nichtchristen offen. Dass sich die CDU ausdr√ľcklich als christlich bezeichnet, beruht auf dem Entschluss der Partei, sich dem christlichen Menschenbild ausdr√ľcklich verpflichtet zu erkl√§ren. Bei der Parteigr√ľndung im Jahre 1945 war zudem die √úberwindung des politischen Gegensatzes zwischen Katholiken und Protestanten ein Hauptmotiv f√ľr die Aufnahme des Adjektivs ‚Äěchristlich‚Äú in den Parteinamen. Oft wird die CDU als eine Nachfolgerin der katholisch orientierten Zentrumspartei genannt.

Laut einer Studie der Freien Universit√§t Berlin von 2005 bekennen sich gegenw√§rtig 51 Prozent der CDU-Mitglieder zur katholischen Konfession, 33,3 Prozent geben ein evangelisches Bekenntnis an und 15,7 Prozent f√ľhlen sich keiner Kirche zugeh√∂rig.

Thematisch gibt es im Verh√§ltnis zu den politischen √Ąu√üerungen f√ľhrender Kirchenvertreter regelm√§√üig Gemeinsamkeiten aber auch unterschiedliche Ans√§tze und Widerspr√ľche zu den Kirchen, etwa in der Sozialpolitik (vgl. Christliche Soziallehre) oder bei der F√∂rderung der Biotechnologie, insbesondere der Genomforschung.

Innere Struktur

Die CDU hat in allen deutschen L√§ndern au√üer Bayern (dort gibt es die Schwesterpartei CSU) Landesverb√§nde gebildet und ist in allen entsprechenden Landtagen in Fraktionsst√§rke vertreten. In Niedersachsen ist die CDU aus geschichtlichen Gr√ľnden durch drei Landesverb√§nde, Hannover (bestehend aus sechs Bezirksverb√§nden, auf Bundesebene vertreten durch die gesamtnieders√§chsische CDU), Braunschweig und Oldenburg, vertreten. Die CDU des gesamten Landes f√ľhrt dort deshalb den Namen CDU in Niedersachsen.

Organe

Bundesparteitag

Der Bundesparteitag ist das h√∂chste Organ der CDU. Er tritt mindestens alle zwei Jahre zusammen, bestimmt die Grundlinien der CDU-Politik, verabschiedet das Parteiprogramm und beschlie√üt √ľber das Statut, die Satzung der CDU.

Bundesausschuss

Der Bundesausschuss ist das zweith√∂chste Gremium und besch√§ftigt sich mit allen politischen Themen und organisatorischen Angelegenheiten, die nicht ausdr√ľcklich dem Bundesparteitag vorbehalten sind. Aus diesem Grund wird er oftmals auch kleiner Parteitag genannt.

Bundesvorstand

Der Bundesvorstand leitet die Bundespartei. Er f√ľhrt die Beschl√ľsse des Bundesparteitages und des Bundesausschusses durch und beruft den Bundesparteitag ein.

Präsidium

Das Pr√§sidium ist das oberste F√ľhrungsgremium, aber laut Statut kein Organ der CDU Deutschlands. Das Pr√§sidium f√ľhrt die Beschl√ľsse des Bundesvorstandes aus. Es erledigt insbesondere die laufenden und dringlichen Gesch√§fte des Bundesvorstandes und nimmt damit die Aufgaben eines gesch√§ftsf√ľhrenden Vorstandes wahr.

Mitglieder

Mitgliederentwicklung. Vor 1966 wurde die Anzahl der Mitglieder von der CDU-Bundesgeschäftsstelle lediglich geschätzt. Die Zahlen ab 1966 beziehen sich auf den 31. Dezember des jeweiligen Jahres

Ende November 2008 geh√∂rten der CDU 530.194 Mitglieder an (Vergleich SPD: 522.668)[7]. Das notwendige Mindestalter f√ľr eine Mitgliedschaft ist mit der Vollendung des 16. Lebensjahres erf√ľllt. Das Durchschnittsalter der CDU-Mitglieder betr√§gt 56¬†Jahre. 25,4¬†Prozent der Mitglieder sind weiblich und 74,6¬†Prozent m√§nnlich.[8] Dabei ist der Frauenanteil in den neuen Bundesl√§ndern (Gebiet der damaligen DDR) mit 28,7¬†Prozent h√∂her als in den alten L√§ndern (Gebiet der Bundesrepublik vor Beitritt der DDR) mit 25¬†Prozent.[9]

Am 25. Juli 2008 wurde bekannt, dass die CDU erstmals in der Geschichte mehr Mitglieder als die SPD habe und damit mitgliederstärkste deutsche Partei sei.[10]

Der Mindestbeitrag f√ľr eine CDU-Mitgliedschaft ist nach dem Bruttoeinkommen gestaffelt und beginnt in den unteren Einkommensgruppen bei f√ľnf Euro monatlich.[11] Parteiinterne Rechnungen gehen davon aus, dass sich die Mitgliederzahl im Osten zum Jahr 2019, diejenige im Westen bis 2024 halbieren wird.[12]

Daten der Landesverbände

Landesverband Vorsitzender Mitglieder[9]
(Stand: 30. September 2007)
Mitglieder
im Verhältnis zur Einwohnerzahl
Baden-W√ľrttemberg Baden-W√ľrttemberg G√ľnther Oettinger 75.726 0,71%
Berlin Berlin Frank Henkel 12.618 0,37%
Brandenburg Brandenburg Ulrich Junghanns 6.681 0,26%
Christlich Demokratische Union Deutschlands (Deutschland)
DEC
Braunschweig Jochen-Konrad Fromme 6.878 ‚ÄĒ (kein Land der Bundesrepublik)
Bremen Bremen Thomas Röwekamp 3.340 0,50%
Hamburg Hamburg Michael Freytag 9.920 0,56%
Hessen Hessen Roland Koch 48.958 0,87%
Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern J√ľrgen Seidel 6.267 0,08%
Niedersachsen Niedersachsen David McAllister 55.742 0,92%
Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen J√ľrgen R√ľttgers 167.974 0,93%
Christlich Demokratische Union Deutschlands (Deutschland)
DEC
Oldenburg Franz-Josef Holzenkamp 13.600 ‚ÄĒ (kein Land der Bundesrepublik)
Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz Christian Baldauf 51.187 1,26%
Saarland Saarland Peter M√ľller 20.955 2,00%
Sachsen Sachsen Stanislaw Tillich 13.546 0,32%
Berlin Sachsen-Anhalt Thomas Webel 8.599 0,35%
Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein Peter Harry Carstensen 27.074 0,96%
Th√ľringen Th√ľringen Dieter Althaus 12.078 0,52%
Auslandsverband Auslandsverband ‚ÄĒ 146 ‚ÄĒ

Hochburgen

Die Hochburgen der Partei konzentrieren sich vor allem auf l√§ndliche und/oder katholische Regionen wie die Eifel, das Sauerland, den Kreis Paderborn, das M√ľnsterland, das Oldenburger M√ľnsterland (Cloppenburg-Vechta), das Emsland, das th√ľringische Eichsfeld, Landkreis und Stadt Fulda, die oberschw√§bischen Landkreise Biberach, Ravensburg und Sigmaringen, verschiedene s√ľdbadische Landkreise, sowie Gebiete in Sachsen. Auch Teile Hessens sind CDU-dominiert. Nur geringen Zulauf hat die Partei in den St√§dten des Ruhrgebietes, in Bremen, in Ostfriesland, Brandenburg und in den √∂stlichen Bezirken Berlins.

In den letzten Jahren wurde allerdings in zunehmendem Ma√üe ein ‚ÄěAbschmelzen‚Äú der Hochburgen beobachtet. Zum Beispiel erreichte die CDU (ohne CSU) bei der Bundestagswahl 1983 in 27 Wahlkreisen ein Erststimmenergebnis von √ľber 60 Prozent; Spitzenreiter war Biberach mit 75,1 Prozent. Bei der letzten Wahl 2005 jedoch bekam die CDU nur noch in einem einzigen Wahlkreis √ľber 60 Prozent der Erststimmen: in Cloppenburg-Vechta mit 64,4 Prozent.

Verhältnis zur CSU

Angela Merkel und Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg, 3. Dezember 2007

CDU und CSU sind als Sammlungsbewegungen nach den Wirren des 2.¬†Weltkrieges entstanden und hatten als Leitbild k√ľnftiger Politik das christliche Menschenbild im Mittelpunkt. Als Sammlungsbewegung ist hierbei zu verstehen, dass sich dezentral Gruppen zusammenschlossen¬†‚Äď Schwerpunkte in K√∂ln, Berlin, M√ľnchen. Daher auch der Begriff ‚ÄěUnion‚Äú und nicht Partei. Im Falle der CDU fand man sich erst im Jahre 1950 zum 1. Bundesparteitag, also nach der Wahl des ersten Bundeskanzlers, Konrad Adenauer (CDU) zusammen. Die Union in Bayern belie√ü es bei ihrem Engagement auf Landesebene, stellt aber fr√ľhzeitig klar, dass die CSU-Partei mit bundespolitischem Bezug sein und auf Bundesebene gemeinsam mit der CDU eine Einheit darstellen wollte. Zusammen mit der CSU bildet sie eine gemeinsame Bundestagsfraktion der beiden Unionsparteien, die programmatisch gemeinsam agiert. Dieses Verh√§ltnis war aber nicht immer unproblematisch und es gab teilweise heftige Auseinandersetzungen, die ihren H√∂hepunkt beim Kreuther Trennungsbeschluss fanden.

Vereinigungen und Sonderorganisationen der CDU

Neben den Landesverb√§nden spielen die Vorfeldorganisationen in der CDU eine wichtige innerparteiliche Rolle. Die Vereinigungen sind im Statut der CDU satzungsrechtlich verankert. Dabei kommen ihnen zwei Hauptaufgaben zu. Sie sollen einerseits die Politik der Partei innerhalb ihrer jeweiligen Wirkungskreise verbreiten. Andererseits sollen sie aber auch die Anliegen der von ihnen vertretenen Gruppen in die Politik der CDU einflie√üen lassen. Die Vereinigungen genie√üen im Verh√§ltnis zu anderen Parteien eine weitgehende Unabh√§ngigkeit von der Gesamtpartei. Neben dem Recht, sich eine eigene Satzung zu geben, dr√ľckt sich dies vor allem darin aus, dass ihre Mitglieder nicht zwangsl√§ufig Mitglied der Gesamtpartei seien m√ľssen. Zudem haben sie ausdr√ľcklich das Recht auf eigene politische Verlautbarungen, wenn diese nicht den Grunds√§tzen der Partei widersprechen. Neben den satzungsm√§√üig verankerten Vereinigungen gibt es in der CDU noch weitere Vorfeldorganisationen mit unterschiedlichem Status. In der Literatur werden sie teilweise auf eine Stufe mit den Vereinigungen gestellt.

Vereinigungen

Zurzeit verf√ľgt die CDU √ľber sieben Vereinigungen.[13] Ihr Entstehen geht zum gr√∂√üten Teil auf die Anfangszeit der Partei in den 1950er Jahren zur√ľck. Ihr innerparteiliches Gewicht ist unterschiedlich gro√ü. Neben der Jungen Union wird allgemein die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung als besonders einflussreich angesehen. Die Bedeutung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA oder auch Sozialaussch√ľsse), die noch bis in die 1970er Jahre hinein ein wichtiger innerparteilicher Machtfaktor war, hat seither stark abgenommen. Die erst 1988 gegr√ľndete Senioren-Union wird vermutlich schon wegen der demografischen Entwicklung zunehmend an Einfluss gewinnen. Des Weiteren gibt es die Frauen-Union, die Ost- und Mitteldeutsche Vereinigung und die Kommunalpolitische Vereinigung der CDU.

Sonderorganisationen und Sonstige Gruppen

Akademie der Konrad- Adenauer-Stiftung in Berlin

Unter die Sonderorganisationen fallen Zusammenschl√ľsse von CDU-Mitgliedern oder CDU-Sympathisanten, die nicht den formalen Status einer Vereinigung haben. Von besonders hervorgehobener Bedeutung ist unter ihnen der Wirtschaftsrat der CDU, der 1963 als Zusammenschluss einiger CDU-naher Unternehmer entstand. Er hat gro√üen Einfluss bei der Formulierung der Wirtschaftspolitik der Partei. Auch der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und der Evangelische Arbeitskreis sind keine Parteivereinigungen, stehen der CDU aber nahe. Eine weitere der CDU nahestehende Organisation ist die Konrad-Adenauer-Stiftung. Eine andere von der CDU anerkannte Vereinigung ist die LSU, deren Abk√ľrzung f√ľr Lesben und Schwule in der Union steht und die eng mit dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) zusammenarbeitet.

Zudem existieren noch folgende Sonstige Gruppen der CDU:

Parteifinanzen

Die Gesamteinnahmen der CDU betrugen 2006 mehr als 146 Millionen Euro. Zu den wichtigsten Einnahmequellen der CDU z√§hlen staatlichen Mittel und Mitgliedsbeitr√§ge. Folgende Liste gibt einen √úberblick √ľber den Stellenwert der verschiedenen Einnahmen. [14]

  1. Staatliche Mittel (2006: 30%)
  2. Mitgliedsbeiträge (2006: 29% Tendenz abnehmend, seit 2003 stabil)
  3. Sonstige regelmäßige Einnahmen (2006: 18%)
  4. Veranstaltungen, Vertrieb und sonstigen Tätigkeiten (2006: 12% Tendenz zunehmend)
  5. Spenden von Nat√ľrlichen Personen (2006: 11% Tendenz abnehmend)
  6. Spenden von Juristischen Personen (2006: 5% In Wahljahren 8%)
  7. Sonstiges Vermögen (2006: 3%)
  8. Sonstige Einnahmen (2006: 1%)
  9. Unternehmenstätigkeiten und Beteiligungen (2006: 0%)

Zwischen 25 und 40 Prozent der Spendeneinahmen von Juristischen Personen setzen sich aus Gro√üspenden von mehr als 20.000 ‚ā¨ je Spende zusammen. Zu den gr√∂√üten Spendern (Juristische Personen, aufsummierte Spendensummen von 2000-2008, ab 2007 nur Spenden ab 50.000 Euro [15]) z√§hlen folgende Unternehmen und Verb√§nde:

  1. 2.244.096 ‚ā¨ Deutsche Bank AG
  2. 1.639.034 ‚ā¨ S√ľdwestmetall
  3. 1.461.652 ‚ā¨ Daimler Chrysler AG
  4. 1.452.678 ‚ā¨ Altana AG
  5. 1.036.816 ‚ā¨ Verband der Chemischen Industrie e. V.
  6. 740.000 ‚ā¨ Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie
  7. 665.031 ‚ā¨ BMW AG
  8. 663.957 ‚ā¨ Allianz AG
  9. 625.516 ‚ā¨ Verband der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen e. V.
  10. 456.150 ‚ā¨ Deutsche Verm√∂gensberatung AG DVAG

Parteihymne

Eine einheitliche Parteihymne hat die CDU nicht. Kreis-, Landes- und Bundesparteitage enden meistens mit der Nationalhymne. Im Jahr 2005 wurde im Wahlkampf das Lied The Final Countdown von der Band Europe verwendet.

Geschichte

Gr√ľndung

Entwicklungsgeschichte der CDU-Wortmarke

Im Chaos des Zusammenbruchs der nationalsozialistischen Diktatur kam es unmittelbar nach Kriegsende 1945 √ľberall in Deutschland¬†‚Äď unter anderem in Berlin, K√∂ln, Frankfurt, Hannover, Stuttgart, W√ľrzburg, M√ľnchen¬†‚Äď zu fast gleichzeitigen, spontanen, voneinander unabh√§ngigen Gr√ľndungen der Christlich-Demokratischen sowie der Christlich-Sozialen Union. Ihre Idee war in den Widerstandskreisen und Gestapogef√§ngnissen im Bewusstsein gemeinsamer Schicksale, politischer √úberzeugungen und Leitbilder unabh√§ngig von der Konfession entstanden.

Unmittelbar nach dem Einmarsch amerikanischer Truppen am 6.¬†M√§rz 1945 setzten in K√∂ln konkrete Planungen f√ľr eine neue ‚Äěchristlich-demokratische Partei‚Äú ein. Die nach dem 17. Juni 1945 erarbeiteten ‚ÄěK√∂lner Leits√§tze‚Äú[16] bildeten die Grundlage f√ľr die Programme der neuen Partei in Rheinland und Westfalen vom September 1945. Fast zeitgleich trat in Berlin am 26. Juni 1945 die Christlich-Demokratische Union mit ihrem Gr√ľndungsaufruf ‚ÄěDeutsches Volk!‚Äú an die √Ėffentlichkeit.

Die Gr√ľndungsaufrufe waren in der Mehrzahl von NS-Verfolgten, KZ-H√§ftlingen oder Emigrierten unterschrieben. Der erste Vorsitzende der CDU, Andreas Hermes, war wegen Beteiligung am Attentat des 20.¬†Juli 1944 zum Tode verurteilt worden und erwartete in der Todeszelle von Pl√∂tzensee seine Hinrichtung bevor er im April 1945 befreit wurde. Die neue christliche, interkonfessionelle Partei sollte nach seiner Ansicht die Defizite der katholisch dominierten Zentrumspartei in der Weimarer Republik im k√ľnftigen deutschen Staat ausgleichen.

2. CDU-Parteitag in der Berliner Staatsoper, 8. September 1947

Die CDU organisierte sich 1945 bis 1949 in den deutschen Ländern und Besatzungszonen unterschiedlich schnell. In der französischen und amerikanischen Besatzungszone wurde ein Zusammenschluss untersagt. 1947 bildete die CDU deswegen eine Arbeitsgemeinschaft, um die innere Geschlossenheit der Partei trotz der unterschiedlichen Fortschritte zu wahren. Die Kooperation mit der CDU in den von der Sowjetunion besetzten Zonen schwand aufgrund der oktroyierten politischen Ausrichtung. Am 11. Mai schloss sich bei einer Konferenz der Landesvorsitzenden in Königswinter die CDU auf Bundesebene zusammen. Am 21. Oktober 1950 wurde dies auf dem 1. Bundesparteitag in Goslar bestätigt.

Ein wesentlicher Teil ihrer Mitgliederschaft (unter anderem Konrad Adenauer) entstammt der vor dem Zweiten Weltkrieg existierenden katholisch und s√ľd-/westdeutsch gepr√§gten Zentrumspartei. Auch f√ľhrende Mitglieder der Deutschnationalen Volkspartei, der rechtsliberalen Deutschen Volkspartei und der liberalen DDP traten der CDU bei, insbesondere in Norddeutschland. Ehemalige NSDAP-Mitglieder wie zum Beispiel Kurt Georg Kiesinger und Hans Filbinger wurden ebenfalls eingebunden. Die Gr√ľndung der Union als weltliche und interkonfessionelle Partei erm√∂glichte es im Gegensatz zur ehemaligen Zentrumspartei, weit √ľber das katholische Milieu hinaus auch in protestantischen Kreisen Fu√ü zu fassen.

Ein erstes stark antimaterialistisch gepr√§gtes Neheim-H√ľstener Programm von 1946 f√ľr die britische Zone wurde in weiten Teilen von Adenauer formuliert. Das Ahlener Programm aus dem Jahr 1947 wurde ma√ügeblich von der CDU in den britischen Besatzungszonen gepr√§gt und sah im Sinne eines ‚Äěchristlichen Sozialismus‚Äú vor, sich von einer kapitalistischen Sozial- und Wirtschaftsordnung abzuwenden. Die ‚ÄěD√ľsseldorfer Leits√§tze‚Äú von 1949 bef√ľrworteten im Gegensatz dazu die kapitalistische Wirtschaftsordnung im Sinne einer sozialen Marktwirtschaft, die vom ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer sowie Ludwig Erhard als Bundesminister f√ľr Wirtschaft in die Praxis umgesetzt wurde. 1953 manifestierte die Partei diese Ausrichtung im ‚ÄěHamburger Programm‚Äú.

1949‚Äď1963: Die √Ąra Adenauer

Porträt von Konrad Adenauer, 23. Juni 1952

Bei der Bundestagswahl 1949 wurden die Unionsparteien mit 31,0 Prozent knapp vor der SPD (29,2 Prozent) die st√§rkste Fraktion im Bundestag und bildeten zusammen mit FDP (11,9 Prozent) und Deutscher Partei (DP; 4,0 Prozent) eine Koalition. Der fr√ľhere Oberb√ľrgermeister von K√∂ln und langj√§hrige Zentrumspolitiker, Konrad Adenauer, wurde am 15.¬†September 1949 mit einer Stimme Mehrheit zum ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gew√§hlt. 1950 wurde Adenauer auch zum ersten Bundesvorsitzenden der CDU gew√§hlt, als die CDU sich auf Bundesebene formierte.

Die f√ľnfziger Jahre waren gepr√§gt vom Wirtschaftswunder und der Debatte um die Westbindung der BRD (unter anderem Beitritt zur NATO 1955). Adenauers rheinischer Katholizismus und seine Verankerung in der katholischen Soziallehre pr√§gte die deutsche Gesellschaft der 1950er Jahre nachhaltig. Insbesondere durch die erfolgreiche Politik von Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard, die zu einem wirtschaftlichen Aufschwung f√ľhrte, erlebte die Union bei den Bundestagswahlen 1953 und 1957 zwei gl√§nzende Wahlsiege, wobei der Wahlsieg 1957 ihr und der CSU sogar die absolute Mehrheit einbrachte. Trotzdem bildete sie weiterhin eine Koalition mit der rechtskonservativen und vor allem in Norddeutschland sehr pr√§senten DP. Bei den ersten drei Bundestagswahlen hatte die CDU der DP dar√ľber hinaus geholfen, √ľber die Grundmandatsklausel die F√ľnf-Prozent-H√ľrde au√üer Kraft zu setzen, indem sie in einigen ausgepr√§gten norddeutschen DP-Hochburgen darauf verzichtet hatte, Direktkandidaten aufzustellen. Da sie sich zur Bundestagswahl 1961 weigerte, der DP derart erneut ‚Äěunter die Arme zu greifen‚Äú, wechselten 1960 die H√§lfte der 17 DP-Bundestagsabgeordneten zur CDU, darunter auch die DP-Bundesminister Seebohm und von Merkatz. Ein Jahr lang f√ľhrten CDU und CSU somit eine Alleinregierung, da die restlichen DP-Abgeordneten nicht mehr an der Regierung beteiligt waren. Die W√§hlerschaft der DP wechselte ab Anfang der sechziger Jahre gr√∂√ütenteils ebenfalls zur CDU, sodass die DP heute nur noch eine Splitterpartei ist.

W√§hrend √Ėsterreich nach sowjetischem Vorschlag als neutrales Land wiedervereinigt wurde, schlug Adenauer das sowjetische Angebot nach einem vereinten, neutralen Deutschland aus und lehnte sich an die USA an. Hierf√ľr erfand er die Sogtheorie. Nach dieser Theorie bestand f√ľr ein neutrales Deutschland die Gefahr, in den Sog der Sowjetunion zu geraten.

Die CDU erlitt bei der Bundestagswahl 1961 empfindliche Verluste (CDU 35,8 Prozent, CSU 9,6 Prozent, SPD 36,2 Prozent, FDP 12,8 Prozent). Unter anderem wurden diese Verluste mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 und der angeblich zu z√∂gerlichen Reaktion Adenauers hierauf begr√ľndet.

1963‚Äď1969: Regierungen Erhard und Kiesinger

Ludwig Erhard (li.) und Kurt Georg Kiesinger (re.), 25. November 1966

1963 trat Adenauer zugunsten Ludwig Erhards zur√ľck, der bei den Bundestagswahlen 1965 die Regierungsverantwortung f√ľr die CDU sichern konnte. Aber bereits ein Jahr sp√§ter kam es wegen Querelen um wirtschafts- und finanzpolitische Fragen und der ersten deutschen Wirtschaftskrise zum Bruch mit dem Koalitionspartner FDP. Der bisherige Baden-W√ľrttembergische Ministerpr√§sident Kurt Georg Kiesinger bildete darauf hin mit der SPD die erste Gro√üe Koalition auf Bundesebene.

1969‚Äď1982: Die CDU in der Opposition

Die Bundestagswahl 1969 brachte einen tiefen Einschnitt in der Geschichte der Bundesrepublik und auch der Geschichte der CDU mit sich: Erstmals musste die CDU in die parlamentarische Opposition gehen, da SPD und FDP eine Koalition unter Bundeskanzler Willy Brandt bildeten.

Auch der Versuch Rainer Barzels im Fr√ľhjahr 1972, Brandt durch ein konstruktives Misstrauensvotum abzul√∂sen, scheiterte, obwohl vor der Abstimmung eine rechnerische Mehrheit der Opposition vorzuliegen schien. Die genauen Umst√§nde dieser Abstimmung sind bis heute nicht restlos gekl√§rt, sicher ist inzwischen nur, dass mindestens eine Stimme aus den Reihen der Unionsabgeordneten von der Stasi gekauft war (siehe Steiner-Wienand-Aff√§re). Bei den Bundestagswahlen 1972 erfolgte eine deutliche Niederlage: Erstmals stellten CDU und CSU nicht mehr die st√§rkste Bundestagsfraktion. Barzel, CDU-Vorsitzender seit 1971, verzichtete 1973 auf eine zweite Wahlperiode und √ľbernahm die Verantwortung f√ľr die Wahlniederlage, die parteiintern als Debakel angesehen wurde.

Nachfolger wurde der rheinland-pf√§lzische Ministerpr√§sident Helmut Kohl, der die Partei bis 1998 f√ľhren sollte. Seine erste Kanzlerkandidatur gegen Bundeskanzler Helmut Schmidt bei den Bundestagswahlen 1976 scheiterte jedoch, obwohl CDU und CSU deutliche Gewinne verbuchen konnten, dadurch wieder st√§rkste Partei geworden waren und nur knapp die absolute Mehrheit verpassten. 1976 verk√ľndete die CSU den ‚ÄěKreuther Trennungsbeschluss‚Äú, indem sie die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU im Bundestag k√ľndigte und eine Ausdehnung auf das gesamte Bundesgebiet anstrebte. Einen R√ľckzieher machte sie erst, nachdem die CDU ihrerseits angedroht hatte, dann k√ľnftig auch in Bayern aktiv zu werden. Bei der Bundestagswahl 1980 unterlag der CSU-Vorsitzende Franz-Josef Strau√ü als gemeinsamer Kanzlerkandidat der beiden Unionsparteien dem amtierenden Bundeskanzler Helmut Schmidt.

1982‚Äď1998: Die Regierung Kohl

Helmut Kohl, 11. September 1989
Helmut Kohl bei der Grenzöffnung am Brandenburger Tor, 22. Dezember 1989

1982 zerbrach die sozialliberale Koalition. Helmut Kohl wurde am 1. Oktober 1982 per konstruktivem Misstrauensvotum zum Nachfolger Helmut Schmidts gewählt. Bei der daraufhin stattfindenden Bundestagswahl 1983 konnte sich Kohl gegen Hans-Jochen Vogel durchsetzen. Das Zustandekommen der Bundestagswahl durch eine verlorene Vertrauensfrage blieb dabei verfassungsrechtlich umstritten. Die Bundestagswahl 1987 gewann Kohl gegen seinen Herausforderer Johannes Rau.

Am 9.¬†November 1989 wurden die Grenzen zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland ge√∂ffnet. Kohl weilte zu diesem Zeitpunkt in Warschau und wurde wie die meisten Beobachter von den Ereignissen v√∂llig √ľberrascht. Er brach unverz√ľglich seinen Aufenthalt ab, um sich nach Bonn und anschlie√üend West-Berlin zu begeben. Nach anf√§nglichem Z√∂gern und Planungen f√ľr einen langfristig angelegten Vereinigungsprozess (Zehn-Punkte-Plan) wurde dann im Fr√ľhjahr 1990 auf Grund des Drucks in der Bev√∂lkerung klar, dass eine schnelle Wiedervereinigung erreicht werden musste. Kohl schaffte es durch intensive pers√∂nliche Gespr√§che und Verhandlungen, die Zustimmung der Alliierten und die Unterst√ľtzung der Nachbarn zu erhalten. Der zuvor schon in den Meinungsumfragen deutlich zur√ľckgefallene Bundeskanzler konnte so¬†‚Äď als ‚ÄěKanzler der Einheit‚Äú gefeiert¬†‚Äď bei den ersten gesamtdeutschen Bundestagswahlen 1990 einen deutlichen Wahlsieg erringen.

Im Zuge der Wiedervereinigung ging die CDU (Ost), die sich als Blockpartei noch kurz zuvor als eine ‚ÄěPartei des Sozialismus‚Äú verstanden hatte, in der CDU auf. Abgesehen von wenigen F√ľhrungspersonen wurde die CDU (Ost) ohne gr√∂√üere R√ľcksichtnahme auf die bisherigen Bekenntnisse der Mitglieder v√∂llig in die CDU der Bundesrepublik integriert. Auch die DBD schloss sich nach der Wiedervereinigung der CDU an. Ein externer Artikel gibt einen √úberblick √ľber den Verbleib des Verm√∂gens der Ost-CDU und der Bauernpartei nach der Fusion.

Nachdem die CDU sich 1994 unter Helmut Kohl noch einmal knapp behaupten konnte, verlor sie bei der Bundestagswahl 1998 zusammen mit der CSU die Regierungsmehrheit und zum zweiten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik ihre Stellung als stärkste Bundestagsfraktion. Mit 35,1 Prozent erreichte sie nach 1949 das zweitschlechteste Ergebnis bei Bundestagswahlen in ihrer Geschichte. Nachfolger Kohls als Bundeskanzler wurde der bisherige niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Schröder (SPD).

Hauptursachen der desastr√∂sen Niederlage waren die schleppende wirtschaftliche Entwicklung mit steigender Arbeitslosigkeit. Hinzu kam der Umstand, dass die Deutschen nach 16 Jahren Helmut Kohls √ľberdr√ľssig wurden. Auch auf Landesebene befand sich die CDU in einer tiefen Krise. So stellte sie im November 1998 lediglich in Baden-W√ľrttemberg, Berlin, Sachsen und Th√ľringen den Regierungschef, wobei sie in Berlin und Th√ľringen eine gro√üe Koalition mit der SPD bildete. Daneben war sie in Bremen in einer weiteren gro√üen Koalition Juniorpartner der SPD.

1998‚Äď2005: Die CDU in der Opposition

Edmund Stoiber (CSU) und Friedrich Merz

Neuer Parteivorsitzender wurde Wolfgang Sch√§uble. 1998/1999 initiierte die CDU/CSU eine Unterschriftenaktion gegen die Reform des deutschen Staatsb√ľrgerschaftsrechts, in der das Abstammungsrecht durch Elemente des ius soli erg√§nzt werden sollte. Dies verhalf Roland Koch zum Amt des Ministerpr√§sidenten in Hessen.

Ende des Jahres 1999 wurde die CDU vom Parteispendenskandal Helmut Kohls eingeholt. Kernpunkt der Aff√§re waren Geldspenden in Millionenh√∂he, deren Spender zu nennen sich Helmut Kohl weigerte. Ebenso wurden einige schwarze Konten unter Umgehung des Fiskus gef√ľhrt. Im Zusammenhang mit diesem Skandal st√ľrzte Anfang 2000 auch Wolfgang Sch√§uble. Nachfolgerin wurde Angela Merkel, die damit als erste Frau an der Spitze einer der Volksparteien stand.

Bei der Bundestagswahl 2002 war der bayrische Ministerpr√§sident Edmund Stoiber der Kanzlerkandidat. Trotz erheblicher Zuw√§chse in S√ľd- und S√ľdwestdeutschland blieb die CDU/CSU lediglich zweitst√§rkste Bundestagsfraktion. Hauptursache war nach Meinung von Analysten, dass der Bayer Stoiber insbesondere im Norden (wie schon Strau√ü 1980) und Osten Deutschlands die W√§hler nicht ausreichend ansprechen konnte.

Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein konnte die CDU die Regierung von Heide Simonis (SPD) abl√∂sen und eine gro√üe Koalition bilden. Am 22.¬†Mai 2005 siegte die CDU in Nordrhein-Westfalen und l√∂ste damit die zu diesem Zeitpunkt letzte rot-gr√ľne Landesregierung in Deutschland ab.

Gegenwart

Die Regierung Merkel

Angela Merkel

Nach der vorgezogenen Bundestagswahl am 18.¬†September 2005 wurde die Fraktionsgemeinschaft aus CDU und CSU unter Angela Merkel zum ersten Mal seit 1998 wieder st√§rkste Fraktion, erhielt jedoch weniger Stimmen als in der vorhergegangenen Wahl und als in Meinungsumfragen vorhergesagt. Die Union erhielt das drittschlechteste Ergebnis ihrer Parteigeschichte. Das erkl√§rte Wahlziel, eine Bundestagsmehrheit f√ľr eine Koalition mit der FDP, konnte nicht erreicht werden. Obwohl die CDU/CSU die st√§rkste Fraktion bildete, beanspruchte zun√§chst die SPD das Amt des Bundeskanzlers f√ľr sich; da jene jedoch gleichzeitig eine Koalition aus SPD, den Gr√ľnen und Linkspartei ausschloss und die FDP nicht zu einer Ampelkoalition bereit war, war eine Regierungsbildung ohne die CDU nicht m√∂glich. Am 11.¬†November 2005 einigten sich CDU, CSU und SPD auf einen Koalitionsvertrag f√ľr eine Gro√üe Koalition unter Angela Merkel als Bundeskanzlerin. So wurde nach der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags Angela Merkel am 22.¬†November 2005 mit 397 von 614 Stimmen der Abgeordneten des Deutschen Bundestages zur ersten Frau gew√§hlt, die die Position des Bundeskanzlers aus√ľbt. Angela Merkel hat von den Abgeordneten des Bundestages mehr Stimmen erhalten als jeder der vorherigen Bundeskanzler, prozentual lag ihr Wahlergebnis mit 64,9 Prozent der Stimmen im Bundestag jedoch schlechter als das von Kurt Georg Kiesinger, jedoch stellte die Gro√üe Koalition 1966 √ľber 90,1 Prozent der Sitze, die heutige Gro√üe Koalition unter Merkel stellt nur knapp 73 Prozent der Sitze im 16. deutschen Bundestag. Dies liegt vor allem an den deutlich erstarkten drei kleinen Parteien.

Bundeskabinettsmitglieder der CDU

Name Amt Beginn der Amtszeit Parl. Staatssekretär

bzw. Staatsminister

Angela Merkel Angela Merkel Bundeskanzlerin 22. November 2005 Maria Böhmer
Hermann Gröhe
Bernd Neumann
Wolfgang Schäuble Wolfgang Schäuble Bundesminister des Innern 22. November 2005 Peter Altmaier
Christoph Bergner
Ursula von der Leyen Ursula von der Leyen Bundesministerin f√ľr Familie, Senioren, Frauen und Jugend 22. November 2005 Gerd Hoofe
Hermann Kues
Annette Schavan Annette Schavan Bundesministerin f√ľr Bildung und Forschung 22. November 2005 Thomas Rachel
Andreas Storm
Franz Josef Jung Franz Josef Jung Bundesminister der Verteidigung 22. November 2005 Thomas Kossendey
Thomas de Maizi√®re Thomas de Maizi√®re Bundesminister f√ľr besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes 22. November 2005

Ministerpräsidenten der CDU

Die CDU stellt derzeit zehn Ministerpräsidenten.

Name Bundesland Beginn der Amtszeit Kabinett bzw. Senat
G√ľnther Oettinger G√ľnther Oettinger Baden-W√ľrttemberg Baden-W√ľrttemberg 21. April 2005 Kabinett Oettinger II
Ole von Beust Ole von Beust Hamburg Hamburg 31. Oktober 2001 Senat von Beust III
Roland Koch Roland Koch Hessen Hessen 7. April 1999 Kabinett Koch III
Christian Wulff Christian Wulff Niedersachsen Niedersachsen 4. März 2003 Kabinett Wulff II
J√ľrgen R√ľttgers J√ľrgen R√ľttgers Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen 22. Juni 2005 Kabinett R√ľttgers
Peter M√ľller Peter M√ľller Saarland Saarland 29. September 1999 Kabinett M√ľller II
Stanislaw Tillich Stanislaw Tillich Sachsen Sachsen 28. Mai 2008 Kabinett Tillich
Wolfgang Böhmer Wolfgang Böhmer Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt 16. Mai 2002 Kabinett Böhmer II
Peter Harry Carstensen Peter Harry Carstensen Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein 27. April 2005 Kabinett Carstensen
Dieter Althaus Dieter Althaus Th√ľringen Th√ľringen 5. Juni 2003 Kabinett Althaus II

In den Bundesländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern regiert die CDU als Koalitionspartner der SPD mit. In Bayern stellt die Schwesterpartei CSU den Ministerpräsidenten.

Parteivorsitzende der CDU

Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
Konrad Adenauer Konrad Adenauer 21. Oktober 1950 23. März 1966
Ludwig Erhard Ludwig Erhard 23. März 1966 23. Mai 1967
Kurt Georg Kiesinger Kurt Georg Kiesinger 23. Mai 1967 5. Oktober 1971
Rainer Barzel Rainer Barzel 5. Oktober 1971 12. Juni 1973
Helmut Kohl Helmut Kohl 12. Juni 1973 7. November 1998
Wolfgang Schäuble Wolfgang Schäuble 7. November 1998 16. Februar 2000
Angela Merkel Angela Merkel 10. April 2000 amtierend

Ehrenvorsitzende der CDU

Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Prominente Repräsentanten der CDU in Vergangenheit und Gegenwart

  • Konrad Adenauer (1876‚Äď1967), ehemaliger Pr√§sident Parlamentarischer Rat (1948/1949), Bundeskanzler (1949‚Äď1963) und CDU-Bundesvorsitzender
  • Ernst Albrecht (*¬†1930), ehemaliger Ministerpr√§sident Niedersachsen
  • Dieter Althaus (*¬†1958), Ministerpr√§sident Th√ľringen
  • Peter Altmeier (1899‚Äď1977), ehemaliger Ministerpr√§sident Rheinland-Pfalz
  • Karl Arnold (1901‚Äď1958), ehemaliger Ministerpr√§sident Nordrhein-Westfalen, stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender
  • Rainer Barzel (1924‚Äď2006), ehemaliger Bundesminister f√ľr gesamtdeutsche Fragen, Fraktionsvorsitzender CDU/CSU, CDU-Bundesvorsitzender, Kanzlerkandidat und Bundestagspr√§sident
  • Ernst Benda (1925‚ąí2009), ehemaliger Bundesinnenminister und Pr√§sident des Bundesverfassungsgerichtes
  • Ole von Beust (*¬†1955), Erster B√ľrgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Kurt Biedenkopf (*¬†1930), ehemaliger CDU-Generalsekret√§r und Ministerpr√§sident Sachsen
  • Norbert Bl√ľm (*¬†1935), ehemaliger Vorsitzender CDU-Sozialaussch√ľsse, Bundesarbeitsminister und stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender
  • Maria B√∂hmer (*¬†1950), Vorsitzende der Frauen-Union und Staatsministerin im Bundeskanzleramt
  • Wolfgang B√∂hmer (*¬†1936), Ministerpr√§sident Sachsen-Anhalt
  • Christoph B√∂hr (*¬†1954), ehemaliger stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender
  • Aenne Brauksiepe (1912‚Äď1997), ehemalige Bundesfamilienministerin, Vorsitzende Frauen-Union und stellv. CDU-Bundesvorsitzende
  • Heinrich von Brentano (1904‚Äď1964), ehemaliger Fraktionsvorsitzender CDU/CSU und Bundesau√üenminister
  • Peter Harry Carstensen (*¬†1947), Ministerpr√§sident Schleswig-Holstein
  • Karl Carstens (1914‚Äď1992), ehemaliger Fraktionsvorsitzender CDU/CSU, Bundestagspr√§sident und Bundespr√§sident (1979‚Äď1984)
  • Eberhard Diepgen (*¬†1941), ehemaliger Regierender B√ľrgermeister Berlin
  • Alfred Dregger (1920‚Äď2002), ehemaliger Fraktionsvorsitzender CDU/CSU
  • Josef Hermann Dufhues (1908‚Äď1971), ehemaliger Gesch√§ftsf√ľhrender Bundesvorsitzender der CDU
  • Hermann Ehlers (1904‚Äď1954), ehemaliger Bundestagspr√§sident und stellv. Bundesvorsitzender der CDU
  • Ludwig Erhard (1897‚Äď1977), ehemaliger Bundeswirtschaftsminister, Bundeskanzler (1963‚Äď1966) und CDU-Bundesvorsitzender
  • Hans Filbinger (1913-2007), ehemaliger Ministerpr√§sident Baden-W√ľrttemberg, stellv. CDU-Bundesvorsitzender
  • Heiner Gei√üler (*¬†1930), ehemaliger Landesminister, Bundesfamilienminister und CDU-Generalsekret√§r
  • Eugen Gerstenmaier (1906‚Äď1986), ehemaliger Bundestagspr√§sident und stellv. CDU-Bundesvorsitzender
  • Johann Baptist Gradl (1904‚Äď1988) ehemaliger Vorsitzender der Exil-CDU
  • Herbert Gruhl (1921‚Äď1993), ehemaliger umweltpolitischer Sprecher der CDU und ihrer Bundestagsfraktion, zentrale Figur der Umweltbewegung
  • Kai-Uwe von Hassel (1913‚Äď1997), ehemaliger Ministerpr√§sident Schleswig-Holstein, Bundesverteidigungsminister, Bundestagspr√§sident und stellv. CDU-Bundesvorsitzender
  • Wilfried Hasselmann (1924‚Äď2003), ehemaliger Vorsitzender der CDU Niedersachsen
  • Bruno Heck (1917‚Äď1989), ehem. Bundesfamilienminister, CDU-Generalsekret√§r und Vorsitzender Konrad-Adenauer-Stiftung
  • Andreas Hermes (1878‚Äď1964), Mitbegr√ľnder und Vorsitzender der CDU in Berlin
  • Roman Herzog (*¬†1934), ehemaliger Landesminister, Pr√§sident Bundesverfassungsgericht, Bundespr√§sident (1994‚Äď1999)
  • Peter Hintze (*¬†1950), ehemaliger CDU-Generalsekret√§r
  • Philipp Jenninger (*¬†1932), ehemaliger Staatsminister Bundeskanzleramt und Bundestagspr√§sident
  • Franz Josef Jung (*¬†1948), Bundesverteidigungsminister
  • Jakob Kaiser (1888‚Äď1961), Mitbegr√ľnder der CDU in Berlin, ehemaliger Vorsitzender Ost-CDU und Bundesminister f√ľr gesamtdeutsche Fragen, stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender
  • Manfred Kanther (*¬†1939), ehemaliger Bundesinnenminister
  • Hans Katzer (1919‚Äď1996), ehem. Vorsitzender CDU-Sozialaussch√ľsse, Bundesarbeitsminister und stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender
  • Volker Kauder (*¬†1949), ehemaliger CDU-Generalsekret√§r, jetzt Fraktionsvorsitzender CDU/CSU
  • Walther Leisler Kiep (*¬†1926), ehemaliger Schatzmeister der Bundes-CDU
  • Kurt Georg Kiesinger (1904‚Äď1988), ehemaliger Ministerpr√§sident Baden-W√ľrttemberg, Bundeskanzler (1966‚Äď1969) und CDU-Bundesvorsitzender
  • Roland Koch (*¬†1958), Ministerpr√§sident Hessen und stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender
  • Heinrich K√∂ppler (1925‚Äď1980), ehemaliger Vorsitzender CDU Nordrhein-Westfalen, stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU
  • Helmut Kohl (*¬†1930), ehemaliger Ministerpr√§sident Rheinland-Pfalz, CDU-Bundesvorsitzender, Fraktionsvorsitzender CDU/CSU und Bundeskanzler (1982‚Äď1998)
  • Heinrich Krone (1895‚Äď1989), ehemaliger Fraktionsvorsitzender CDU/CSU und Bundesminister, Vertrauter Adenauers
  • Norbert Lammert (*¬†1948), Bundestagspr√§sident
  • Ernst Lemmer (1898‚Äď1970), ehemaliger Vorsitzender der Ost-CDU und Bundespostminister
  • Ursula von der Leyen (*¬†1958), ehemalige Landesministerin, jetzt Bundesfamilienministerin
  • Heinrich L√ľbke (1874‚Äď1972), ehemaliger Bundesern√§hrungsminister und Bundespr√§sident (1959‚Äď1969)
  • Paul L√ľcke (1914‚Äď1976), ehemaliger Bundesinnenminister und stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender
  • Lothar de Maizi√®re (*¬†1940), erster und einziger frei gew√§hlter DDR-Ministerpr√§sident, ehem. Bundesminister und stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender
  • Angela Merkel (*¬†1954), ehemalige Bundesfrauenministerin, Bundesumweltministerin und Fraktionsvorsitzende CDU/CSU, jetzt Bundeskanzlerin (seit 2005) und CDU-Bundesvorsitzende
  • Friedrich Merz (*¬†1955), ehemaliger Fraktionsvorsitzender CDU/CSU
  • Laurenz Meyer (*¬†1948), ehemaliger CDU-Generalsekret√§r
  • Franz Meyers (1908‚Äď2002) ehemaliger Ministerpr√§sident Nordrhein-Westfalen
  • Gebhard M√ľller (1900‚Äď1990), ehemaliger Staatspr√§sident W√ľrttemberg-Hohenzollern, Ministerpr√§sident Baden-W√ľrttemberg und Pr√§sident Bundesverfassungsgericht
  • Peter M√ľller (*¬†1955), Ministerpr√§sident des Saarlandes
  • Bernd Neumann (*¬†1942), Staatsminister f√ľr Kultur im Bundeskanzleramt
  • G√ľnther Oettinger (*¬†1953), Ministerpr√§sident Baden-W√ľrttemberg
  • Ronald Pofalla (*¬†1959), CDU-Generalsekret√§r
  • Manfred Rommel (*¬†1928), ehemaliger Oberb√ľrgermeister Stuttgart und Pr√§sident Deutscher St√§dtetag
  • Petra Roth (*¬†1944), Oberb√ľrgermeisterin Frankfurt, Pr√§sidentin Deutscher St√§dtetag
  • Volker R√ľhe (*¬†1942), ehemaliger CDU-Generalsekret√§r und Bundesverteidigungsminister
  • J√ľrgen R√ľttgers (*¬†1951), Ministerpr√§sident Nordrhein-Westfalen und stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender
  • Wolfgang Sch√§uble (*¬†1942), ehemaliger Kanzleramtsminister, Bundesinnenminister, Fraktionsvorsitzender CDU/CSU, CDU-Bundesvorsitzender, jetzt wieder Bundesinnenminister
  • Annette Schavan (*¬†1955), ehemalige Landesministerin, jetzt Bundesbildungsministerin und stellvertretender CDU-Bundesvorsitzende
  • Gerhard Schr√∂der (1910‚Äď1989), ehemaliger Bundesinnenminister, Bundesau√üenminister, Bundesverteidigungsminister und stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender
  • Rudolf Seiters (*¬†1937), ehemaliger Kanzleramtsminister, Bundesinnenminister und Bundestagsvizepr√§sident
  • Lothar Sp√§th (*¬†1937), ehemaliger Ministerpr√§sident Baden-W√ľrttemberg und stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender
  • Gerhard Stoltenberg (1928‚Äď2001), ehemaliger Bundesforschungsminister, Ministerpr√§sident Schleswig-Holstein, Bundesfinanzminister, Bundesverteidigungsminister und stellv. CDU-Bundesvorsitzender
  • Rita S√ľ√ümuth (*¬†1937), ehemalige Bundesfamilien- und Gesundheitsministerin, Bundestagspr√§sidentin und Vorsitzende CDU-Frauenunion
  • Erwin Teufel (*¬†1939), ehemaliger Ministerpr√§sident Baden-W√ľrttemberg und stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender
  • Klaus T√∂pfer (*¬†1938), ehemaliger Bundesumweltminister
  • Bernhard Vogel (*¬†1932), ehemaliger Ministerpr√§sident Rheinland-Pfalz und Th√ľringen, jetzt Vorsitzender Konrad-Adenauer-Stiftung
  • Walter Wallmann (*¬†1932), ehemaliger Oberb√ľrgermeister Frankfurt, Ministerpr√§sident Hessen und stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender
  • Richard von Weizs√§cker (*¬†1920), ehemaliger Bundestagsvizepr√§sident, Regierender B√ľrgermeister Berlin und Bundespr√§sident (1984‚Äď1994)
  • Helene Weber (1881‚Äď1962), ehemaliges Mitglied des Parlamentarischen Rates und des Bundestages
  • Helga Wex (1924‚Äď1986), ehemalige Vorsitzende CDU-Frauenunion und stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende
  • Matthias Wissmann (*¬†1949), ehemaliger Bundesverkehrsminister
  • Manfred W√∂rner (1934‚Äď1994), ehemaliger Bundesverteidigungsminister und Nato-Generalsekret√§r
  • Christian Wulff (*¬†1959), Ministerpr√§sident Niedersachsen und stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender

Literatur

  • Lexikon der Christlichen Demokratie in Deutschland, Paderborn 2002
  • Hans-Otto Kleinmann: Geschichte der CDU: 1945‚Äď1982. herausgegeben von G√ľnter Buchstab, DVA, Stuttgart 1993, ISBN 3-421-06541-1
  • Ehrhart Neubert: Ein politischer Zweikampf in Deutschland¬†‚Äď Die CDU im Visier der Stasi. Herder, Freiburg 2002, ISBN 3-451-28016-7
  • Frank B√∂sch: Macht und Machtverlust. Die Geschichte der CDU. DVA, Stuttgart u.¬†a. 2002, ISBN 3-421-05601-3
  • Christian von Ditfurth: Blockfl√∂ten¬†‚Äď Wie die CDU ihre realsozialistische Vergangenheit verdr√§ngt. Kiepenheuer & Witsch, K√∂ln 1991, ISBN 3-462-02179-6
  • Matthias Dei√ü: Die F√ľhrungsfrage¬†‚Äď CDU und CSU im zwischenparteilichen Machtkampf. [1] Forschungsgruppe Deutschland, M√ľnchen 2003, ISBN 3-933456-27-4
  • Josef Schmid: Die CDU. Organisationsstrukturen, Politiken und Funktionsweisen einer Partei im F√∂deralismus. Leske&Budrich, Opladen 1990, ISBN 3-8100-0829-X
  • Reimar Oltmanns: ‚ÄěDer Intrigant oder die Machtgier der christlichen Regenten (Die Bonner Operetten-Republik)‚Äú, Eichborn Verlag, Frankfurt a/M, 1986, ISBN 3-8218-1121-8

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ ZEIT online: Politisches Engagement: Mitgliederschwund bei den gro√üen Parteien, 29.12.2008
  2. ‚ÜĎ bundestag.de: Sitzverteilung im 16. Deutschen Bundestag
  3. ‚ÜĎ bundestag.de: Festsetzung der staatlichen Teilfinanzierung f√ľr das Jahr 2007 gem√§√ü ¬ß¬ß 18 ff. PartG
  4. ‚ÜĎ Stern.de
  5. ‚ÜĎ Grundsatzprogramm
  6. ‚ÜĎ Spiegel-Online: CDU-Regierungschefs nehmen R√ľttgers unter Feuer, 26.¬†August 2006
  7. ‚ÜĎ SZ 28. Juli 2008
  8. ‚ÜĎ Die Mitglieder der CDU: Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung
  9. ‚ÜĎ a b CDU-Bundesgesch√§ftsstelle: Gesch√§ftsbericht zum 21. Parteitag der CDU Deutschlands
  10. ‚ÜĎ Tagesschau.de: CDU l√§uft der SPD offenbar den Rang ab
  11. ‚ÜĎ √úberschrift Seite 3
  12. ‚ÜĎ http://www.wiwo.de/politik/cdu-erwartet-halbierung-der-mitgliederzahl-im-osten-bis-2019-227495/
  13. ‚ÜĎ Vereinigungen und Sonderorganisationen auf der Homepage der CDU
  14. ‚ÜĎ Politische Datenbank
  15. ‚ÜĎ Politische Datenbank
  16. ‚ÜĎ Originaldokument (ab S. 16 der PDF-Datei)

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Synonyme:

Schlagen Sie auch in anderen W√∂rterb√ľchern nach:

  • CDU ‚ÄĒ Saltar a navegaci√≥n, b√ļsqueda CDU es una sigla que puede referirse a: Clasificaci√≥n Decimal Universal bibliotecaria; Uni√≥n Dem√≥crata Cristiana de Alemania (Christlich Demokratische Union Deutschlands); La Coalici√≥n Democr√°tica Unitaria de… ‚Ķ   Wikipedia Espa√Īol

  • CDU ‚ÄĒ as a three letter abbreviation can refer to:*Cameroon Democratic Union, a political party in Cameroon *Cebu Doctors University, a medical university in the Philippines *Charles Darwin University, a university in Darwin, Australia *Charles Drew… ‚Ķ   Wikipedia

  • CDU ‚ÄĒ son las iniciales de: ‚óŹ Clasificaci√≥n Decimal Universal ‚óŹ Uni√≥n Dem√≥crata Cristiana de Alemania (Christlich Demokratische Union Deutschlands) * * * ‚Ėļ Siglas de Clasificaci√≥n Decimal Universal ‚Ķ   Enciclopedia Universal

  • CDU ‚ÄĒ CDU, Christlich Demokratische Union, er et konservativt politisk parti i Tyskland. Formand er Edmund Stoiber, statsminister i Bayern ‚Ķ   Danske encyklop√¶di

  • CDU ‚ÄĒ sigla 1. Cristiano Democratici Uniti 2. Classificazione Decimale Universale Sinonimi: UDC. 3. ES ted. Christlich Demokratische Union, unione cristiano democratica, nome di un partito tedesco ‚Ķ   Dizionario italiano

  • CDU ‚ÄĒ [tseňźdeňź |uňź] die; ; nur Sg; (Abk f√ľr Christlich Demokratische Union) eine politische Partei in Deutschland ‚Ķ   Langenscheidt Gro√üw√∂rterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Cdu ‚ÄĒ (In German Christlich Demokratische Union) n. Christian Democratic Union, German political party ‚Ķ   English contemporary dictionary

  • CDU ‚ÄĒ CDU, die; = Christlich Demokratische Union [Deutschlands]; (fr√ľher mit Bindestrichschreibung: Christlich Demokratische Union) ‚Ķ   Die deutsche Rechtschreibung

  • Cdu ‚ÄĒ Christlich Demokratische Union Deutschlands Partei¬≠vor¬≠sit¬≠zende ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • CDU ‚ÄĒ die Schwarzen (umgangssprachlich); Konservative (umgangssprachlich); Union; Christlich Demokratische Union * * * CDU ‚Ć©Abk. f√ľr‚Ć™ Christlich Demokratische Union (Deutschlands) * * * CDU [tŐģse:de: |u:], die; : Christlich ‚Ķ   Universal-Lexikon


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