Albrecht Schweppe

Albrecht Schweppe (* 21. Mai 1783 in Nienburg/Weser; † 23. Mai 1829 in Lübeck) war ein deutscher Rechtshistoriker und Instanzrichter des frühen 19. Jahrhunderts.

Schweppe studierte ab 1800 Rechtswissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen und wurde dort mit seiner Dissertation De querela inofficiosi testamenti 1803 zum Dr. iur. promoviert. Er war zunächst als Privatdozent in Göttingen tätig und erhielt 1805 einen Ruf nach Kiel, wo er 1805 außerplanmäßiger und 1814 ordentlicher Professor wurde. 1818 erhielt er den Ruf als ordentlicher Professor nach Göttingen zurück zu kehren. In Göttingen las er abwechselnd im Winter Rechtsgeschichte und Zivilprozessrecht und im Sommer die Pandekten auf der Grundlage seines 1806 veröffentlichten eigenen Systems.

1822 wurde er Richter am Oberappellationsgericht der vier Freien Städte in Lübeck und blieb dort bis zu seinem frühen Tod.

Schriften

  • De querela inofficiosi testamenti (Dissertation), Göttingen 1803
  • Entwurf eines Systems der Pandekten, 1806; 3. Auflage 1812
  • Das System des Concurses der Gläubiger, 1812, 2. Auflage 1824
  • Römische Rechtsgeschichte und Rechtsalterthümer, 1822 und 1826
  • System des römischen Privatrechts, 1814–15; 2. u. 3. Auflage 1819 und 1822; 4. Auflage Teil 1 und 2 1828, die folgenden 3 Teile (3–5) wurden nach seinem Tod von Johann Wilhelm Mejer 1830, 1832 und 1833 veröffentlicht.

Literatur


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Schweppe — ist der Name von Albrecht Schweppe (1783–1829), deutscher Rechtshistoriker und Instanzrichter Joachim Schweppe (1926–1999), deutscher Komponist und Kirchenmusiker Johann Jacob Schweppe (1740–1821), Schweizer Uhrmacher und Silberschmied deutscher… …   Deutsch Wikipedia

  • Schweppe — Schweppe, Albrecht, geb. 1783 in Nienburg; war erst Privatdocent in Göttingen, wurde 1819 Professor in Kiel, 1818 in Göttingen u. 1821 Oberappellationsgerichtsrath Lübeck, wo er 1830 starb.[672] Er schr.: Entwurf eines Systems der Pandecten, Kiel …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Oberappellationsgericht Lübeck — Königstraße 21 in Lübeck, ehemals Sitz des Gerichts Das Oberappellationsgericht der vier Freien Städte des Deutschen Bundes befand sich in der Freien und Hansestadt Lübeck und existierte von 1820 bis 1879. Es hatte seinen Sitz zunächst ganz… …   Deutsch Wikipedia

  • Oberappellationsgericht der vier Freien Städte — Königstraße 21 in Lübeck, ehemals Sitz des Gerichts Das Oberappellationsgericht der vier Freien Städte des Deutschen Bundes befand sich in der Freien und Hansestadt Lübeck und existierte von 1820 bis 1879. Es hatte seinen Sitz zunächst ganz… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Schw–Schy — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Botschafter der Bundesrepublik Deutschland — Staaten, die Botschaften der Bundesrepublik Deutschland haben (blau) Schild der Botschaften der Bundesrepublik Deutschland Dies ist eine Liste aller …   Deutsch Wikipedia

  • Deutsche Botschafter — Staaten, die Botschaften der Bundesrepublik Deutschland haben (blau) Schild der Botschaften der Bundesrepublik Deutschland Dies ist eine Liste aller …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland — Staaten, die Botschaften der Bundesrepublik Deutschland haben (blau) Schild der Botschaften der Bundesrepublik Deutschland Dies ist eine Liste aller …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der deutschen Botschafter — Inhaltsverzeichnis 1 Ranghöchste Vertreter bei Völkerrechtssubjekten 1.1 Ständige Vertretung bei der Europaische Union Europäischen Union (früher EG), Brüssel …   Deutsch Wikipedia

  • Endometriose — Klassifikation nach ICD 10 N80 Endometriose N80.0 Endometriose des Uterus (Adenomyosis uteri) N80.1 …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.