Castel Pergine

Castel Pergine

Castel Pergine ist eine Burg, die sich im Osten über der Stadt Pergine Valsugana befindet. Möglicher weise befand sich an seiner Stelle schon eine Anlage aus der Römerzeit. Wegen seiner strategisch günstigen Position, wurde der Platz auch im Mittelalter benutzt.

Die heutige Burg wurde im spätgotischen Stil errichtet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Castel Pergine

Erste Zeugnisse von einer Burg an dieser Stelle stammen aus dem Jahr 845. Im 12. Jahrhundert gehörte die Burg den Herrn von Pergine, wechselte mehrmals den Besitzer, und ging unter Margarete von Tirol auf die Habsburger über. 1531 schenkten diese die Burg dem Bischof von Trient Bernhard von Cles. die Burg gehörte bis 1905 der Diözese Trient, die es ihren Statthaltern zur Verwendung überließ (Firmian, Madruzzo, Wolkenstein, letzter Statthalter war Antonio Giuseppe Girardi). Ab 1805 wurde es bis 1905 an Bauernfamilien verpachtet. In dieser Zeit verfiel die Burg mehr und mehr. Danach wurde es von einer deutschen Gesellschaft erworben, die begann es zu restaurieren und in der Burg ein Hotel und ein Restaurant einrichtete. Die Arbeiten mussten 1913 unterbrochen werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg erwarb es die Gemeinde Pergine, die es wieder verkaufte. Die neuen Besitzer ist eine aus Pergine stammende Schweizer Familie.[1]

Beschreibung

Einer der Wachtürme an der Mauer

Die Burg ist von einer Mauer umgeben die einen Durchlass Richtung Pergine hat. An der vollständig erhaltenen Mauer befinden sich verschiedene Wachtürme.

Im Erdgeschoss der Burg selbst befinden sich die Eingangshalle, die Küche, der Keller und der Zugang zum Garten.

Im erster Stock liegt der ehemalige Thronsaal (heute Rezeption), die Kapelle und das Restaurant.

Im zweiten Stock befinden sich fünf Säle: Sala del Balconcino (Balkonsaal), Sala del Vescovo (Bischofssaal), Sala della Stufa Verde (Saal des Grünen Ofens), Sala del Principe (Saal des Fürsten) und der Sala della Dama Bianca (Saal der Weißen Frau), in diesen befinden sich verschiedene Ausstellungen.

Verschiedenes

Panorama des Tales von der Burg aus gesehen
  • Die Weiße Dame (La dama bianca) ist angeblich der Geist einer Frau, die in der Burg ermordet worden ist und noch heute die Burg heimsucht.
  • Im Gefängnis der Tropfen (Prigione della goccia), einer ehemaligen Arrestzelle sollen die Insassen einer Folter durch einen stetig fallenden Wassertropfen ausgesetzt gewesen sein.

Zugänge

Das Erdgeschoss und der erste Stock sind immer zugänglich. Auch der zweite Stock kann besichtigt werden. Von April bis November werden Führungen durch die Burg angeboten.

Einzelnachweise

  1. Die mittelalterliche Burg. Castel Pergine, abgerufen am 29. März 2011.

Weblinks

 Commons: Castel Pergine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
46.059111.2496

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