Das Fülscher-Kochbuch

Das Fülscher-Kochbuch gilt als Klassiker[1] und eines der Standardwerke[2][3] der Schweizer Küche. Es umfasst über 1700 Rezepte «von internationalem Niveau»[4]. Der Gastrokritiker Harry Schraemli bezeichnete es in der Einleitung als «Escoffier der Hausfrau» (er bezieht sich dabei auf den Starkoch Auguste Escoffier).

Inhaltsverzeichnis

Ausgaben

Schweizer Rationierungsmarken

Die erste Ausgabe des Werkes wurde von Anna Widmer 1923 herausgegeben, die zweite folgte 1928. 1930 verstarb Anna Widmer, Elisabeth Fülscher, deren Namen es fortan tragen sollte, übernahm das Werk und gab weitere Ausgaben im Selbstverlag heraus, darunter eine im Kriegsjahr 1940. Diese Ausgabe enthielt dann auch spezielle Abschnitte zur Rationierung und der daraus erforderlichen besseren Ausnützung der Nahrungsmittel. Bis mindestens zur achten Auflage war Elisabeth Fülscher selber an der Herausgabe beteiligt.[5]

Inzwischen ist das Werk in mindestens 14 Auflagen und 185'000 Exemplaren gedruckt worden.

Aufbau

Das Buch ist in einzelne Abschnitte zu verschiedenen Speisearten aufgeteilt. Die einzelnen Rezepte und Hinweistexte (beispielsweise Allgemeines zur Verarbeitung von Pilzen oder zur Verwendung von Dampfkochtöpfen) sind hingegen kapitelunabhängig von vorne nach hinten durchnummeriert. Das umfassende Stichwortverzeichnis am Ende führt direkt zu den entsprechenden Nummern. Bis auf die Bildtafeln in der Buchmitte sind die Rezepte lediglich teilweise mit schwarz-weissen Zeichnungen illustriert. Die Bildtafeln enthalten, neben Bildern von Gerichten, auch Erkennungslisten für einheimische Pilze und Gemüse, Erntezeit-Tafeln und Ähnliches.

Einzelnachweise

  1. Leonardo La Rosa (Oktober 1998): Kochbuchklassiker – Das «Fülscher» oder das Geheimnis von Nr. 652. NZZ Folio. Abgerufen am 23. Oktober 2010.
  2. Das neue Fülscher Kochbuch. Abgerufen am 23. Oktober 2010.
  3. Hinterer Klappentext
  4. Gemäss Untertitel
  5. Vorwort zur siebten und achten Auflage, von Elisabeth Fülscher

Literatur/Quellen


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