Friedrich Falk

Friedrich Falk (* 8. Juli 1840 in Berlin; † 17. Oktober 1893 in Berlin) war ein deutscher Rechtsmediziner.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Er studierte seit 1857 in Berlin, Leipzig und Würzburg, wo er 1862 promovierte. Seit 1859 war er Mitglied der Corps Guestphalia Leipzig und Nassovia Würzburg.[1] Nach der Approbation ließ er sich als Arzt in Berlin nieder, wo er 1869 als Dozent für Gerichtliche Medizin und Medizingeschichte zugelassen wurde. 1876 zum Physicus des Kreises Teltow ernannt, wurde er 1886 in eine a. o. Professur berufen, die er bis zu seinem Lebensende bekleidete.

Werke

Falk verband sein Experimentiertalent mit profunder Gelehrsamkeit, besonders auch in der Philologie und Linguistik. Mit großem Erfolg widmete er sich der Geschichte der Medizin. Außer seiner Dissertation über die äußerliche Anwendung des Iods veröffentlichte er Studien über die Hautnerven, Blutgase, Veränderungen der Blutfarbe durch abnorm hohe Temperaturen (nach dem Tode und bei Kohlenoxydvergiftung), über den Tod im Wasser, über das Verhalten von Fermenten und Infektionsstoffen im Körper, über entgiftende Vorgänge im Erdboden, über Lungenödem, Strangulationstod, Impftuberkulose, Verbrennung, Chromvergiftung, über Allgemeinerscheinungen bei gestörter Harnabscheidung, Lungenentzündung nach Kopfverletzung, Eisenbahn-Verletzungen, sanitätspolizeiliche Überwachung der Schulen und anderes mehr.

  • Studien über Irrenheilkunde der Alten. Zeitschr. f. Psychiatrie 1866, XXIII
  • Ueber die geographische Verbreitung einiger Augenkrankheiten. Schmidt’s Jahrb. Bd. 159, 1873
  • Zur historisch-geographischen Pathologie perniciöser Wundfieber. Arch. f. Chir. XV, 1873
  • Ueber die geographische Verbreitung perniciöser Wundfieber. Berliner klin. Wochenschr. X, 1873
  • Galen’s Lehre vom gesunden und kranken Nervensystem. Leipzig 1870
  • Die pathologische Anatomie und Physiologie des Morgagni (1682–1771). Berlin 1887
  • Die specielle Pathologie und Therapie der Systematiker des 18. Jahrhunderts. Zeitschr. f. klin. Medicin 1890–92
  • Die geschichtliche Entwicklung der experimentellen Medicin. Virchow’s Arch. 1893–94, z. Th. [489] postum erschienen

Einzelnachweise

  1. Kösener Korps-Listen 1910, 148, 101; 142, 221

Literatur


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