Abidjan

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Abidjan
Abidjan
Abidjan (Elfenbeink√ľste)
Abidjan
Abidjan
Lage
Symbole
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Basisdaten
Staat Elfenbeink√ľste
Region Lagunes
Bezirk Abidjankein Link
Fl√§che 2.119 km¬≤
Einwohner 3.660.682 (2003)
Dichte 1.727,6 Ew./km¬≤
ISO 3166-2 CI-01
Webauftritt www.abidjan-da.ci
Politik
Gouverneur Pierre Djédji Amondji (seit 2002)
Partei Ivorische Volksfront
Die 10 Gemeinden im Bezirk Abidjan
Die 10 Gemeinden im Bezirk Abidjan
5.3333333333333-4.0333333333333
Blick √ľber die Stadt
Plateau und die √Čbri√©-Lagune des Nachts von der Pyramide aus
Gesundheitsprävention in den Straßen Abidjans
Plateau und die √Čbri√©-Lagune
Klimadiagramm von Abidjan

Abidjan ist ein Bezirk in der Lagunen-Region der Elfenbeink√ľste. Abidjan ‚Äď die gr√∂√üte Stadt des Landes ‚Äď war zwischen 1933 und 1983 die Hauptstadt der Elfenbeink√ľste. Im Jahre 2002 wurden die 10 Stadtkreise zu selbst√§ndigen Gemeinden aufgewertet und das Oberb√ľrgermeisteramt abgeschafft. Seither besteht Abidjan aus zehn St√§dten und drei Unterpr√§fekturen. Abidjan liegt am Golf von Guinea. Die ehemalige Stadt wuchs rapide von 65.000 Einwohnern im Jahre 1950 zu einer Metropolregion mit 3.692.570 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Wachstum der 1886 gegr√ľndeten Stadt Abidjan begann nach der Er√∂ffnung der Landungsbr√ľcke im Jahre 1931. 1933 wurde Abidjan zur Hauptstadt der franz√∂sischen Kolonie Elfenbeink√ľste. Nach der Er√∂ffnung des Vridi-Kanals wurde der Hafen zu einem bedeutenden Freihafen. Obwohl 1983 Yamoussoukro vom damaligen Staatspr√§sidenten F√©lix Houphou√ęt-Boigny zur neuen Hauptstadt bestimmt wurde, befinden sich noch immer zahlreiche Regierungsb√ľros und Botschaften, ebenso wie die Nationalbibliothek und das Nationalmuseum in Abidjan. Am 9. August 2001 wurde beschlossen, die Stadt per 2002 in ihre zehn Kreise aufzuteilen und diese zu unabh√§ngigen Gemeinwesen aufzuwerten. Seither ist Abidjan offiziell ein Bezirk mit einem Gouverneur und vereinigt diese zehn St√§dte mit drei weiteren.

Politische Gliederung

Abidjan ist in folgende 10 Gemeinden oder St√§dte aufgeteilt, die jeweils √ľber einen eigenen Stadtrat und B√ľrgermeister verf√ľgen:[1]

  • Abobo: vor allem durch Zuwanderer vom Land bev√∂lkerte schnell wachsende Stadt mit ungen√ľgender Infrastruktur und eher √§rmlichen Verh√§ltnissen.
  • Adjam√©: klein in der Fl√§che, aber gro√ü in der wirtschaftlichen Bedeutung durch breite kommerzielle T√§tigkeiten, welche hier abgewickelt werden. Dies f√ľhrt zu gro√üen gesundheitlichen Beeintr√§chtigungen der Bev√∂lkerung in den Elendsvierteln Adjam√©s.
  • Att√©coub√©: Auf dem Territorium dieser Gemeinde befindet sich der Nationalpark des Banco-Waldes.
  • Cocody: Diese Stadt ist bekannt f√ľr ihre feinen Wohnquartiere wie zum Beispiel Deux-Plateaux oder Riviera. Hier wohnen neben Diplomaten und Regierungsmitgliedern vor allem Ber√ľhmtheiten und Reiche. Au√üerdem befinden sich auch die staatliche Universit√§t gleichen Namens sowie einige private Hochschulen und neben dem staatlichen Fernsehen RTI auch die Residenz des Pr√§sidenten in Cocody.
  • Koumassi: Gemischtes Wohn- und Industriegebiet
  • Marcory: Teilweise einfache Wohngebiete, im Zentrum mit Bietry und Zone 4 ein fr√ľher bevorzugt von Europ√§ern bewohntes Viertel der Oberschicht
  • Plateau: Diese Gemeinde bildet das wirtschaftliche und weitgehend auch politische Zentrum, auch wenn seit 1983 Yamoussoukro offizielle administrative Hauptstadt der Elfenbeink√ľste ist. Der Pr√§sidentenpalast und die Nationalversammlung befinden sich bis auf den heutigen Tag in Plateau. Die f√ľr Afrika un√ľblichen Wolkenkratzer geben Abidjan ein sehr modernes Aussehen.
  • Port-Bou√ęt: In dieser Gemeinde befinden sich die Raffinerien der Societe Ivoirienne de Raffinage (SIR), der internationale Flughafen ¬ęF√©lix Houphou√ęt-Boigny¬Ľ, aber auch das Quartier Adjouffou.
  • Treichville: das eigentliche Herz Abidjans. Neben dem Freihafen befindet sich hier auch der Bahnhof der ¬ęAbidjan-Niger-Bahn¬Ľ nach dem Norden des Landes und Burkina Faso bis Ouagadougou. Neben dem Hafen und der darum angesiedelten Industrie ist Treicheville Handelszentrum f√ľr die Bewohner der Metropole. Ein immenses Angebot von L√§den und Handlungen bietet eine enorme Vielfalt an Produkten. Daneben befinden sich hier auch viele Restaurants, Caf√©s und ‚Äď des Nachts ‚Äď ein vielseitiges Nachtleben mit all seinen Reizen und Gefahren. All das kann aber nicht dar√ľber hinwegt√§uschen, dass Treichville heute nur noch ein Abglanz seiner selbst und eine arme afrikanische Stadt ist.
  • Yopougon: Die bev√∂lkerungsreichste Stadt der Agglomeration von Abidjan teilt sich in Wohn- und Industrieviertel.

Au√üerdem geh√∂ren die drei Unterpr√§fekturen Anyama, Songon und die fr√ľhere Hauptstadt Bingerville (bis 1933) zum Bezirk Abidjan.

Verkehr

Die St√§dte Abobo, Adjam√©, Att√©coub√©, Cocody, Plateau und Yopougon liegen auf dem Festland n√∂rdlich der √Čbri√©-Lagune. Daher kommt auch die Bezeichnung ¬ęAbidjan Nord¬Ľ. Treichville, Koumassi, Marcory und Port-Bou√ęt sind Teil von Abidjan S√ľd. Die beiden Teile der Metropole werden zwischen Treichville und Plateau durch zwei Br√ľcken, den Pont Houphou√ęt-Boigny (Eisenbahn und Stra√üe) und den Pont Charles de Gaulle (nur Stra√üe) verbunden. In den Sto√üzeiten bricht der Verkehr auf den Stra√üen √ľber die beiden Br√ľcken t√§glich mehrmals zusammen. Aus diesem Grund gab die Regierung seinerzeit f√ľr eine dritte Br√ľcke zwischen Marcory und Cocody Studien in Auftrag. Im Angesicht der politischen Entwicklung in der Elfenbeink√ľste seit 1999 ruhen seither die entsprechenden Planungsarbeiten. Zu einigen Stadtteilen und zu entfernteren Orten an der √Čbri√©-Lagune bestehen F√§hr- und Bootsverbindungen. Abidjan besitzt einen internationalen Flughafen.

Wirtschaft und Bildung

Abidjan verf√ľgt √ľber eine Universit√§t und mehrere technische Hochschulen.

Bedeutende Industriezweige sind die Automobilfertigung, sowie die Holz-, Chemie- und Textilindustrie. Über den Hafen von Abidjan werden Kaffee, Kakao, Holz und Ananas verschifft. In der französisch geprägten Metropole sind auch heute noch viele Franzosen an wichtigen Stellen der Wirtschaft zu finden, insbesondere aber auch sehr viele Libanesen als Besitzer kleinerer Fabriken und vor allem im Handel.

Die Stadt ist Sitz der Bourse Régionale des Valeurs Mobilières, der Regionalbörse der Union Monétaire Ouest Africaine (UMOA).

Persönlichkeiten

Städtepartnerschaften

Abidjan unterhält folgende Städtepartnerschaft(en):

Weblinks

 Commons: Abidjan ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews Wikinews: Abidjan ‚Äď in den Nachrichten

Referenzen

  1. ‚ÜĎ Gesetz n¬į2001-478 vom 9. August 2001 und n¬į2002-44 vom 21. Januar 2002.

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