Geschichte der Juden in RumÀnien

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Geschichte der Juden in RumÀnien
Synagoge in Brașov

Die Geschichte der Juden in RumĂ€nien beginnt gemĂ€ĂŸ schriftlichen Überlieferungen im frĂŒhen Mittelalter, wobei archĂ€ologische Funde auf die Anwesenheit einiger Juden in der Region bereits zur Zeit des Römischen Reiches hinweisen.

Bestrebungen im vereinigten RumĂ€nien Ende des 19. Jahrhunderts, die verfassungsmĂ€ĂŸige Gleichberechtigung der Juden durchzusetzen, stießen zunĂ€chst inner- und außerparlamentarisch auf massiven Widerstand. Diese Rechte erhielten die Juden formal nach Intervention des Berliner Kongresses, waren aber praktisch wertlos, da den meisten Juden die rumĂ€nische StaatsbĂŒrgerschaft verweigert wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg besserte sich die rechtliche Stellung der Juden; sie konnten mit einigen EinschrĂ€nkungen am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben teilnehmen. Mit dem Regierungswechsel im Jahr 1937 wurde der Antisemitismus offen zur Staatspolitik erklĂ€rt.

Im Zweiten Weltkrieg wurden unter rumÀnischer Verantwortung knapp 300.000 Juden getötet. Die systematischen Judenverfolgungen endeten mit dem Sturz von Ion Antonescu am 23. August 1944. In der Nachkriegszeit und wÀhrend der Herrschaft der Kommunistischen Partei wanderten die meisten Juden nach Israel und in die USA aus. In den 1990er Jahren begann zögernd eine kontroverse öffentliche Aufarbeitung der rumÀnischen Beteiligung am Holocaust.

Inhaltsverzeichnis

AnfÀnge

Über eine frĂŒhe jĂŒdische Besiedlung des heutigen RumĂ€nien nach der Zeitenwende gibt es nur wenig Erkenntnisse. Möglicherweise bestanden noch zur Zeit des Römischen Reiches vom 2. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. jĂŒdische Siedlungen an der SchwarzmeerkĂŒste der Dobrudscha,[1] d. h. in der römischen Provinz Moesia inferior. Anfang des 2. Jahrhunderts kamen Juden zunĂ€chst als römische LegionĂ€re, spĂ€ter auch als HĂ€ndler in die Provinz Dakien. Hiervon zeugen Grabinschriften und MĂŒnzfunde, darunter eine PrĂ€gung aus der Zeit von Bar-Kochba (133 n. Chr.).[2][3] Über eine mögliche KontinuitĂ€t jĂŒdischen Lebens zwischen der Antike und dem Mittelalter in der Region ist nichts bekannt.[4] Vermutlich ging die jĂŒdische Kultur Dakiens in der Zeit der Völkerwanderung unter.[3]

In den DonaufĂŒrstentĂŒmern

Der Begriff „DonaufĂŒrstentĂŒmer“ umfasst die Walachei und die Moldau, die die VorlĂ€ufer des sich 1859/62 konstituierenden rumĂ€nischen Staates waren. Insgesamt waren die Juden in der Moldau deutlich zahlreicher vertreten, ihre Lebensbedingungen besser als in der Walachei.[5] FĂŒr 1848 wurden in der Moldau ca. 60.000 Juden angenommen, gegenĂŒber ca. 6.000 in der Walachei.[6]

FĂŒrstentum Walachei

Neologe Synagoge in Cluj-Napoca

Bereits wĂ€hrend der AnfĂ€nge des FĂŒrstentums Walachei, besonders unter dem FĂŒrsten Vladislav I., wanderten dort Juden ein, die wĂ€hrend der Herrschaft von Ludwig I. (1342–1382) aus dem Königreich Ungarn fliehen mussten. Aus der Zeit von Vlad III. Drăculea (1456–1462) werden Judenverfolgungen berichtet. FĂŒrst Mihai Viteazul ordnete 1594 eine Massenhinrichtung an, der auch viele Juden zum Opfer fielen. Diese Maßnahme war wohl allerdings nicht explizit gegen Juden, sondern gegen alle fremden Kreditgeber gerichtet.[7] In der Folge wechselten Phasen weitgehender Duldung mit Abschnitten von eher minder ausgeprĂ€gten Verfolgungen. FĂŒrst Matei Basarab versuchte 1633, die Juden der Walachei zum Christentum zu bekehren, indem er Konvertiten wichtige Ämter ĂŒbertrug. Constantin BrĂąncoveanu gewĂ€hrte den Juden einige Privilegien.[8] Sein Nachfolger Ștefan Cantacuzino ließ die Bukarester Synagoge zerstören.[9] Im 18. Jahrhundert entstand eine zunĂ€chst religiös begrĂŒndete antisemitische Literatur. Darin wurden immer wieder die Juden des rituellen Kindesmordes beschuldigt, so dass sich 1804 der FĂŒrst Constantin Ipsilanti veranlasst sah, die orthodoxe Geistlichkeit zur Ordnung zu rufen. 1812 – wĂ€hrend des Russisch-TĂŒrkischen Krieges – plĂŒnderten kalmĂŒckische Truppen die Hauptstadt Bukarest, zerstörten dabei vor allem das jĂŒdische Viertel und töteten zahlreiche jĂŒdische Einwohner.[10] Zwei Jahre spĂ€ter kam es in der Stadt zu einem Pogrom, dem 128 jĂŒdische Einwohner zum Opfer fielen.[11]

FĂŒrstentum Moldau

Noch vor GrĂŒndung des FĂŒrstentums Moldau ließen sich Juden in den StĂ€dten BĂąrlad und Galați nieder.[12] SpĂ€ter erhielten die bereits ansĂ€ssigen und die neu eingewanderten Juden von den Herrschern Petru Musat (1391–1394) und Alexandru cel Bun (1400–1432) umfangreiche ZugestĂ€ndnisse. Ștefan cel Mare (1457–1504) brachte von seinen erfolgreich gefĂŒhrten FeldzĂŒgen gegen Polen jĂŒdische Gefangene mit, die sich ebenso wie eine grĂ¶ĂŸere Zahl freiwilliger jĂŒdischer, aus Polen stammender Ansiedler in der Moldau niederließen. Auch im 16. und 17. Jahrhundert wanderten weitere – erneut ĂŒberwiegend aus Polen stammende – Juden in die Moldau ein, besonders wĂ€hrend der judenfeindlich geprĂ€gten AufstĂ€nde unter Bohdan Chmelnyzkyj (1648–1657). Zu Beginn des 18. Jahrhunderts waren bereits zahlreiche StĂ€dte der Moldau von Juden bewohnt. Lokale Adlige riefen weitere Juden ins Land, um durch Kriege und Krankheiten verheerte Regionen wieder zu besiedeln und auch StĂ€dte neu zu grĂŒnden. Die meisten Juden arbeiteten als Handwerker, HĂ€ndler und Schankwirte. Bei einer VolkszĂ€hlung im Jahr 1793 wurden in der Moldau 4.000 jĂŒdische Steuerzahler registriert, was etwa 25.000 Einwohnern entsprechen dĂŒrfte.[13] Ab dem Ende des 18. Jahrhunderts kamen viele Juden aus dem benachbarten, unter österreichischer Herrschaft stehenden Galizien, um dem MilitĂ€rdienst zu entgehen, sowie aus Russland. Auch waren die wirtschaftlichen VerhĂ€ltnisse zu jener Zeit in der Moldau wohl besser als in Galizien und in Russland.[14] 1859 kam es in Galați zu einer Anklage wegen eines angeblichen Ritualmordes; die Beschuldigten wurden jedoch freigesprochen.

Im vereinigten RumÀnien

Nicolae Grigorescu: Jude mit Gans (ca. 1880)

Die Frage, wie mit der jĂŒdischen Minderheit umgegangen werden sollte, beschĂ€ftigte die ReprĂ€sentanten des rumĂ€nischen Staatsvolkes seit Beginn des Einigungsprozesses. WĂ€hrend der revolutionĂ€ren Ereignisse von 1848 forderten die nationalen und liberalen rumĂ€nischen KrĂ€fte die Gleichberechtigung der Juden; ihre spĂ€ter in Regierungsverantwortung gekommenen Vertreter verfolgten jedoch meist eine repressive Politik. Den Juden wurde vorgeworfen, sie wĂŒrden sich nicht assimilieren, den Handel monopolartig beherrschen und als Schankwirte die rumĂ€nischen Bauern durch Alkoholabgabe schĂ€digen.

MinisterprĂ€sident Ion C. Brătianu versuchte 1867 zunĂ€chst, die verfassungsmĂ€ĂŸige Gleichberechtigung der Juden durchzusetzen, stieß damit jedoch inner- und außerparlamentarisch auf massiven Widerstand. In Bukarest wurde eine Synagoge zerstört, in Iași und in zahlreichen anderen StĂ€dten der Moldau kam es zu Unruhen. In Galați warfen Soldaten 18 Juden in die Donau, von denen zwei ertranken. Um seinen politischen RĂŒckhalt nicht zu verlieren, gab Brătianu das Vorhaben der Gleichberechtigung der Juden auf und erließ mehrere Bestimmungen, in denen Juden untersagt wurde, in lĂ€ndlichen Gemeinden zu wohnen, Land zu pachten, Gasthofsbesitzer oder Schankwirt zu werden. Die pogromartigen Ausschreitungen und die repressive Gesetzgebung veranlassten europĂ€ische GroßmĂ€chte zu diplomatischen Interventionen, was kurzzeitig zu einem Ende der Unruhen fĂŒhrte. Aber schon im April 1868 wurden in Bacău der jĂŒdische Friedhof geschĂ€ndet und 500 Familien vertrieben, nachdem man ihre HĂ€user in Brand gesteckt hatte. Nach erneutem internationalem Aufsehen kam es zu einer Phase relativer Ruhe – abgesehen von lokal begrenzten Ausschreitungen von 1870 bis 1872 – , die gesetzlich festgelegten Rechtsbeschneidungen der Juden blieben jedoch in Kraft. Das Osmanische Reich, formal noch SuzerĂ€n des rumĂ€nischen FĂŒrstentums, forderte das rumĂ€nische Kabinett vergeblich auf, die Rechte der Juden zu wahren.[15] Der FĂŒrst und spĂ€tere König Carol I. schritt nur halbherzig gegen die legislativen und sonstigen MissstĂ€nde ein. Auf der anderen Seite verhinderte Brătianu weiterfĂŒhrende antisemitische Gesetzesvorlagen, die von rumĂ€nischen Nationalisten in der Moldau eingebracht wurden.[16]

Die grundlegend verĂ€nderte Situation fĂŒhrte dazu, dass die bis etwa 1860 recht rege Einwanderung praktisch vollstĂ€ndig zum Erliegen kam.

Der Berliner Kongress 1878 verlangte, den Juden verfassungsmĂ€ĂŸig normale staatsbĂŒrgerliche Rechte einzurĂ€umen; nach einigen WiderstĂ€nden wurde dies vom rumĂ€nischen Parlament umgesetzt. Die Gesetzgebung schloss Juden nicht mehr von bestimmten Rechten aus. In der Praxis sahen sich die Juden allerdings weiterhin erheblich benachteiligt: Juden wurden zum MilitĂ€rdienst herangezogen, durften aber nicht in OffiziersrĂ€nge aufsteigen; jĂŒdische Kinder wurden teilweise am Schulbesuch gehindert, ihr Zugang zu weiterfĂŒhrenden Schulen zunehmend erschwert. Mehrere akademische Berufe (Arzt, Richter) durften von Juden in der Regel nicht ausgeĂŒbt werden. Der Status vieler Juden als „AuslĂ€nder“ diente dabei als rechtliche Grundlage; die „Naturalisierung“ - d. h. die Verleihung der staatsbĂŒrgerlichen Rechte – wurde sehr schleppend und restriktiv gehandhabt. Dies ermöglichte auch die Ausweisung kritischer jĂŒdischer Journalisten aus dem Land.[17] Bis 1916 wurden nur 883 jĂŒdische Soldaten, die im UnabhĂ€ngigkeitskrieg 1877/78 gekĂ€mpft hatten, sowie einige hundert andere Juden eingebĂŒrgert.[18] Neben den gesetzlichen, eher indirekt gegen Juden gerichteten Maßnahmen verfĂŒgten einige Gemeinden ungesetzliche Repressalien gegen Juden (meist willkĂŒrliche Erhebung von Steuern), die von den ĂŒbergeordneten Behörden geduldet wurden. Immer wieder aufflammende Ausschreitungen gegen Juden blieben in der Regel fĂŒr die TĂ€ter ohne juristische Folgen.

Bei einer VolkszÀhlung 1889 bezeichneten sich 266.652 Einwohner RumÀniens als Juden; damit betrug der Anteil an der Gesamtbevölkerung 4,5 Prozent.[19]

1895 wurde in Bukarest eine „Antisemitische Allianz“ (rumĂ€nisch Alianța Antisemită) gegrĂŒndet, der mehrere Politiker nahestanden und die sich fĂŒr eine weitere VerschĂ€rfung der gegen Juden gerichteten Maßnahmen einsetzte.

Im Jahr 1900 kam es zu einer großen Auswanderungswelle von Juden aus RumĂ€nien; die meisten von ihnen gingen in die USA. Die rumĂ€nischen Behörden registrierten bald, dass sich dadurch schwere wirtschaftliche Nachteile besonders in der Moldau ergaben; die ursprĂŒnglich willkommene Auswanderung wurde untersagt.[20] Von der GrĂŒndung RumĂ€niens bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges verließen trotzdem insgesamt ĂŒber 70.000 Juden das Land.[21]

Im Februar und MĂ€rz 1907 kam es vor allem in der Moldau zu einem großen Bauernaufstand, der in der großen Not der rumĂ€nischen Bauern begrĂŒndet war, aber auch antisemitische ZĂŒge hatte. Die meisten Juden durften als „AuslĂ€nder“ kein Land besitzen, fungierten fĂŒr die Großgrundbesitzer – die Bojaren – jedoch als ZwischenpĂ€chter, die im Auftrag der Bojaren das Land an arme Bauern fĂŒr Wucherzinsen weiterverpachteten und dabei teilweise selbst zu betrĂ€chtlichem Reichtum gelangten. Diese Juden waren bei den Bauern besonders verhasst.[22] Die Ausschreitungen gegen Juden wurden von den rumĂ€nischen Behörden zunĂ€chst toleriert;[23] da der Aufstand sich jedoch rasch auch gegen die Regierung richtete und die StabilitĂ€t des Staates bedrohte, wurde er von der Armee brutal niedergeschlagen.

Im Ersten Weltkrieg kĂ€mpften etwa 30.000 Juden in der rumĂ€nischen Armee, obwohl die allermeisten von ihnen nach wie vor nicht die StaatsbĂŒrgerschaft besaßen.[24]

GroßrumĂ€nien

Historische Regionen RumÀniens
Juden in GroßrumĂ€nien (1930)

Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt RumĂ€nien – unter anderem im Vertrag von Trianon – große Gebiete zugesprochen, die sein Territorium und auch die Zahl der Juden mehr als verdoppelten. Die Gesamtbevölkerung erhöhte sich von 7,5 auf 16 Millionen, die Zahl der Juden auf knapp 800.000. Davon lebten etwa 230.000 im ursprĂŒnglichen Staatsgebiet, 240.000 in Bessarabien, 130.000 in der Bukowina und 200.000 in den ehemals ungarischen Gebieten (SiebenbĂŒrgen, Banat, Kreischgebiet, Sathmar, Maramuresch). Die GebietszuwĂ€chse erfolgten unter der Bedingung, dass den Juden und den anderen nationalen Minderheiten die vollen staatsbĂŒrgerlichen Rechte zugesprochen wĂŒrden.[25] Die Umsetzung dieser Auflage war in den politisch maßgeblichen Kreisen des Landes nicht unumstritten; MinisterprĂ€sident Ion I. C. Brătianu trat 1919 auch deshalb zurĂŒck, weil er eine kollektive Gleichstellung der Juden nicht mittragen wollte.[26]

1923 wurde eine neue Verfassung und in der Folge mehrere Gesetze verabschiedet, die den Juden RumĂ€niens das Erlangen der StaatsbĂŒrgerschaft ermöglichte. Die Juden konnten nun am gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Leben des Landes teilhaben. So gelang es einer jĂŒdischen Partei 1932, fĂŒnf Abgeordnete ins rumĂ€nische Parlament entsenden. Der Zugang zu staatlichen Schulen war weitgehend ungehindert; zudem bestanden zahlreiche jĂŒdische Schulen, in denen auf Jiddisch oder HebrĂ€isch unterrichtet werden konnte. Höhere Posten in der staatlichen Verwaltung, höhere militĂ€rische RĂ€nge und UniversitĂ€tsprofessuren blieben den Juden jedoch verwehrt.

Ende der 1920er Jahre gewann die Eiserne Garde, eine rechtsextreme Organisation, zunehmend Einfluss auf das politische Leben und wurde eine Massenbewegung. Ihr FĂŒhrer Corneliu Zelea Codreanu vermochte es, vor allem mit antisemitischen Thesen einen bedeutenden Teil besonders der Landbevölkerung, aber auch mittlere Gesellschaftsschichten und Studenten, hinter sich zu bringen. Auch die zunehmende politische InstabilitĂ€t verschlechterte die Situation der Juden.

Ende 1937 bildete Octavian Goga eine Regierung, an der sich auch Alexandru C. Cuza von der National-christlichen Verteidigungsliga (Liga Apărării Național Creștine) beteiligte. Der Antisemitismus wurde offen zur Staatspolitik erklĂ€rt. Am 22. Januar 1938 erging ein Gesetz, auf dessen Grundlage 36 Prozent der Juden die bereits verliehene StaatsbĂŒrgerschaft wieder entzogen wurde. Ähnlich wie im nationalsozialistischen Deutschland entfernten zahlreiche akademische BerufsstĂ€nde Juden aus ihren Standesvertretungen.

Im Februar 1938 begann unter Carol II. eine Königsdiktatur. Juden durften nicht mehr in der Armee dienen, mussten dafĂŒr aber eine hohe Ablösesumme entrichten. Eheschließungen zwischen Christen und Juden wurden verboten. RumĂ€nien kam zunehmend in wirtschaftliche und politische AbhĂ€ngigkeit vom Dritten Reich. 1940 musste RumĂ€nien im Ergebnis des Hitler-Stalin-Paktes Bessarabien und den Norden der Bukowina an die Sowjetunion abtreten. Auf ihrem RĂŒckzug aus diesen Gebieten ermordeten rumĂ€nische Soldaten zahlreiche Juden.

Nach dem Zweiten Wiener Schiedsspruch 1940 zwang General Ion Antonescu Carol II. zum RĂŒcktritt und regierte nun seinerseits mit diktatorischen Vollmachten. ZunĂ€chst beteiligten sich auch Angehörige der Eisernen Garde unter ihrem nunmehrigen FĂŒhrer Horia Sima an der Regierung; es kam zu zahlreichen gewalttĂ€tigen Ausschreitungen gegen Juden. Vom 21. bis zum 23. Januar 1941 inszenierte die Eiserne Garde einen Putschversuch, mit dem sie die vollstĂ€ndige Kontrolle ĂŒber die Regierung erlangen wollte. Im Zuge dieser Ereignisse kam es in Bukarest zu einem Pogrom, das 120 Todesopfer forderte. Zudem wurden 25 Synagogen zerstört, 600 jĂŒdische GeschĂ€fte und die gleiche Zahl jĂŒdischer Wohnungen geplĂŒndert. Im Machtkampf setzte sich Antonescu gegen die Eiserne Garde durch, was jedoch am zunehmend antijĂŒdischen Regierungsstil nichts Ă€nderte. JĂŒdischer Land- und Immobilienbesitz wurde enteignet, Juden der Besuch staatlicher Schulen untersagt, alle jĂŒdischen Staatsangestellten entlassen.[27][28]

RumÀnien und der Holocaust

Deportation jĂŒdischer Frauen, ĂŒberwacht von einem rumĂ€nischen Soldaten, 17. Juli 1941
Festnahme von Juden in RumÀnien am 22. Dezember 1941, Aufnahme aus dem Bundesarchiv

Am 21. Juni 1941, also noch einen Tag vor dem Überfall auf die Sowjetunion und dem damit verbundenen Kriegseintritt RumĂ€niens auf deutscher Seite, verfĂŒgte Marschall Antonescu, dass alle Juden aus lĂ€ndlichen Regionen in StĂ€dte zu deportieren seien. Fast alle erwachsenen jĂŒdischen MĂ€nner wurden zur Pflichtarbeit herangezogen. Ein großer Teil der in privatem jĂŒdischem Besitz befindlichen Immobilien wurde enteignet; gleiches galt fĂŒr die Liegenschaften der jĂŒdischen Gemeinden. Alle jĂŒdischen Staatsangestellten wurden entlassen, ebenso viele private Arbeitnehmer. Zahlreiche jĂŒdische Kaufleute wurden durch eigens erlassene Gesetze und Vorschriften in den Ruin getrieben.

Wenige Tage nach Kriegsausbruch verĂŒbten rumĂ€nische MilitĂ€r- und Polizeieinheiten, Geheimdienstmitarbeiter, aber auch Angehörige der Zivilbevölkerung gemeinsam mit Soldaten der deutschen Wehrmacht am 29. Juni 1941 in der Stadt Iași ein Pogrom, dem etwa 13.000 Juden zum Opfer fielen.

Innerhalb weniger Wochen eroberten rumĂ€nische Truppen die ein Jahr zuvor an die Sowjetunion verlorenen Gebiete Nordbukowina und Bessarabien zurĂŒck, wodurch zahlreiche weitere Juden erneut in den Machtbereich Antonescus gerieten. Die zurĂŒckgewonnenen Gebiete wurden einem Sonderregime unterstellt, das die ungestörte DurchfĂŒhrung der ethnischen SĂ€uberungen ermöglichen sollte.[29]

Das Ausmaß der physischen Verfolgung war in RumĂ€nien regional sehr verschieden. Den Juden Bessarabiens und der Nordbukowina wurde von der rumĂ€nischen FĂŒhrung pauschal unterstellt, sie hĂ€tten mit der Sowjetunion sympathisiert. Fast alle Juden aus diesen Gebieten wurden noch 1941 in dafĂŒr eingerichtete Lager in Transnistria deportiert. Diese Maßnahme wurde kurze Zeit spĂ€ter auch auf viele Juden der SĂŒdbukowina ausgedehnt. Die Juden in den ĂŒbrigen Landesteilen (Moldau, Walachei, Dobrudscha, Banat, SĂŒdsiebenbĂŒrgen, sĂŒdliches Kreischgebiet) wurden in der Regel nicht deportiert; Ausnahmen waren Juden, die sich „kommunistisch” betĂ€tigten, die der Pflichtarbeit fernblieben und „Spekulanten”.

In den Lagern Transnistriens starben viele der Deportierten an Krankheiten und Hunger; darĂŒber hinaus fanden immer wieder Massenerschießungen statt. Von den 190.000 Insassen lebten bei Ankunft der Roten Armee noch etwa 50.000.[30]

Im Gegensatz zu Deutschland und dessen Machtbereich, wo Hitler mit der ungĂŒnstiger werdenden militĂ€rischen Lage die Vernichtung der Juden immer weiter forcierte, ließen die Verfolgungen in RumĂ€nien ab 1942 nach. Die geplante Deportation der in den rumĂ€nischen StĂ€dten konzentrierten Juden nach Transnistrien unterblieb weitgehend.[31] Auch die von den Deutschen erhoffte und von Ion Antonescu bereits prinzipiell gegebene Zusage, die Juden RumĂ€niens an Deutschland auszuliefern, wurde nicht umgesetzt. Noch im Juli 1942 ging Adolf Eichmann davon aus, dass um den 10. September 1942 mit der Auslieferung begonnen werde.[32] Der SS-SturmbannfĂŒhrer Gustav Richter sollte diese Maßnahmen organisieren.[33] Antonescu verschob die Deportationen immer wieder und sagte sie schließlich ganz ab. Als GrĂŒnde werden von Historikern Interventionen aus neutralen Drittstaaten angenommen. Auch soll die Familie Antonescus von reichen Juden bestochen worden sein.[32] Zudem befĂŒrchtete Antonescu im Falle einer militĂ€rischen Niederlage RumĂ€niens Strafmaßnahmen der Alliierten.

Die Wiesel-Kommission kam 2004 zu dem Ergebnis, dass unter der Verantwortung und als Ergebnis der vorsÀtzlichen Politik der rumÀnischen MilitÀr- und Zivilbehörden 280.000 bis 300.000 Juden ermordet wurden oder zu Tode gekommen sind. Hierzu zÀhlen jedoch auch zahlreiche ukrainische Juden, die wÀhrend des Krieges von den rumÀnischen Besatzungssoldaten getötet wurden. So wurden in Transnistrien neben den Deportierten auch 105.000 bis 180.000 dort lebende Juden umgebracht, vor allem in Odessa.[34]

Einen Sonderfall stellen NordsiebenbĂŒrgen, die Maramuresch, die Region Sathmar und das nördliche Kreischgebiet dar. Diese Gebiete gehörten wĂ€hrend des Krieges nicht zu RumĂ€nien, sondern infolge des Zweiten Wiener Schiedsspruches zu Ungarn. Die dort ansĂ€ssigen Juden wurden 1944 in das KZ Auschwitz-Birkenau und in die anderen Vernichtungslager des Generalgouvernements gebracht und ermordet. Von den ursprĂŒnglich 130.000 Juden dieser Gebiete ĂŒberlebten nur ca. 10.000.[35]

Letztlich ist die Angabe genauerer Opferzahlen praktisch unmöglich. Vor allem die Anzahl der in Transnistrien von rumĂ€nischen Erschießungskommandos Getöteten ist unklar. Auch erschwerten die Nachkriegswirren im gesamten Europa die Erfassung der Überlebenden.[36]

Die systematischen Judenverfolgungen in RumÀnien endeten mit dem Sturz von Ion Antonescu am 23. August 1944 durch König Mihai I. und mit der Besetzung des Landes durch die Rote Armee.[37]

Die Nachkriegszeit und die Herrschaft der Kommunistischen Partei bis 1989

Ausreisedokument fĂŒr einen rumĂ€nischen Juden (1962)

Nach dem Sturz Ion Antonescus lebten auf dem Gebiet RumĂ€niens – zu dem die Nordbukowina und Bessarabien erneut nicht mehr gehörten – etwa 285.000 Juden. Deren Zahl stieg bis 1946 durch die RĂŒckkehr der ĂŒberlebenden Deportierten und durch Einwanderung aus anderen osteuropĂ€ischen LĂ€ndern auf etwa 390.000.[38]

Unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges standen die meisten Juden unter dem Eindruck der traumatischen Erlebnisse der Entrechtung und der physischen Verfolgung. Zudem lebte ein großer Teil von ihnen durch die vorangegangenen Enteignungen und durch die hohe Arbeitslosigkeit in großer Armut. Viele waren auf die UnterstĂŒtzung auslĂ€ndischer jĂŒdischer Organisationen angewiesen. Daher bestand bei den meisten Juden RumĂ€niens der Wunsch, das Land zu verlassen. Sie strebten ĂŒberwiegend eine Ausreise nach PalĂ€stina an. Es entstand eine vielschichtige zionistische Bewegung mit zahlreichen Gruppierungen.

Diese Phase ging einher mit einer sich stĂ€ndig Ă€ndernden politischen Konstellation. Nach dem Sturz Antonescus ĂŒbernahm zunĂ€chst eine bĂŒrgerlich geprĂ€gte Allparteienregierung unter Einschluss der Kommunisten die Macht. Letzteren gelang es mit UnterstĂŒtzung der Sowjetunion, ihren Einfluss immer weiter auszubauen und in den Jahren 1947/48 die vollstĂ€ndige Kontrolle ĂŒber die Politik des Landes zu erhalten.

Die antijĂŒdischen Gesetze wurden in den ersten Nachkriegsmonaten aufgehoben.[39] Es konnten zahlreiche Schulen und Gymnasien eröffnen, in denen auf Jiddisch gelehrt wurde.[40] Die RĂŒckgabe des enteigneten Besitzes geschah jedoch nur unvollstĂ€ndig und zögerlich. Auch wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage in RumĂ€nien, das große Teile seines Staatsbudgets als Reparationsleistung an die Sowjetunion abfĂŒhren musste, gestaltete sich die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben schwierig. Eine finanzielle Wiedergutmachung erfolgte allenfalls ansatzweise.[41] Aber auch der weiterschwelende Antisemitismus weiter Teile der rumĂ€nischen Bevölkerung hielt die rumĂ€nische Regierung von einer UnterstĂŒtzung der jĂŒdischen Minderheit ab.[42]

Der FĂŒhrer der rumĂ€nischen Juden in der Zwischenkriegszeit, Wilhelm Filderman, wurde 1945 verhaftet und konnte 1948 aus dem Land fliehen.[43] Der GeneralsekretĂ€r der RumĂ€nischen Kommunistischen Partei (PCR) forderte wĂ€hrend seiner Teilnahme an einer Versammlung von jĂŒdischen Organisationen in RumĂ€nien am 22. April 1946 die Bildung eines neuen Verbandes, des sogenannten JĂŒdisch-Demokratischen Komitees, als Untergruppe der PCR.[44] Dieser Versuch der Gleichschaltung der jĂŒdischen Minderheit hatte jedoch kaum Erfolg.[45]

Die Auswanderung der Juden wurde in den ersten Nachkriegsjahren von der rumĂ€nischen Regierung zunĂ€chst geduldet (teilweise sogar gefördert) und war eher durch die BeschrĂ€nkung der Einwanderung seitens der britischen Besatzungsmacht in PalĂ€stina begrenzt.[46] Die von der Sowjetunion stark abhĂ€ngige kommunistische StaatsfĂŒhrung versuchte ab 1948 – als sich die Beziehungen zwischen der Sowjetunion und dem neugegrĂŒndeten Israel drastisch verschlechterten – die Auswanderung zu bremsen.[47]

Zu einer ersten grĂ¶ĂŸeren Auswanderungswelle kam es in den Jahren 1950/51, als sich RumĂ€nien bereit erklĂ€rte, eine grĂ¶ĂŸere Zahl an Juden gegen wirtschaftliche VergĂŒnstigungen freizugeben. So wurden von Israel Ölförderanlagen nach RumĂ€nien geliefert. Im Gegenzug konnten 85.000 Juden das Land verlassen.[48] Auch vereinbarten beide LĂ€nder, die Auswanderung von 5000 Juden monatlich zu ermöglichen. Die an RumĂ€nien zu zahlenden Kosten von 8000 Lei pro Kopf ĂŒbernahm das Joint Distribution Committee. Insgesamt verließen 118.000 Juden zwischen Mai 1948 und Ende 1951 das Land Richtung Israel.[49] Als weitere Kompensation wurden GeflĂŒgelfarmen und andere agrarwirtschaftliche Betriebe von Israel geliefert.[50]

Die antizionistische Propaganda der rumĂ€nischen Regierung ging jedoch weiter; den noch im Land befindlichen Juden wurde versprochen, dass sie im sozialistischen RumĂ€nien ein besseres Leben erwarte als im kapitalistischen Israel. Diese Agitation war wenig erfolgreich; nach einer vorĂŒbergehenden Repression der Auswanderung erlaubte die Regierung zwischen 1956 und 1964 den meisten rumĂ€nischen Juden, die dies wĂŒnschten, die Ausreise.[51] Außer nach Israel gingen viele Juden in die USA.

WĂ€hrend der Herrschaft der Kommunistischen Partei verließen insgesamt zwischen 300.000 und 350.000 jĂŒdische Menschen das Land.[52] Bei der letzten VolkszĂ€hlung vor der Revolution 1989 bezeichneten sich noch 24.667 BĂŒrger RumĂ€niens als Juden.[53]

Unter der Herrschaft von Nicolae Ceaușescu wurde der Antisemitismus in gewissem Umfang Teil der nationalkommunistischen Ideologie. In den 1980er Jahren wurden auch entsprechende Zeitungsartikel toleriert.[54] Auf der anderen Seite unterhielt RumĂ€nien als einziges Land Osteuropas auch nach dem Sechstagekrieg 1967 noch diplomatische Beziehungen zu Israel.[55]

Nach der RumÀnischen Revolution

Elie Wiesel
Die Verbreitung der Juden in RumÀnien (VolkszÀhlung 2002)

Nach dem Sturz Ceaușescus im Dezember 1989 verließen von den wenigen ZurĂŒckgebliebenen weitere Juden das Land; 2002 bekannten sich in RumĂ€nien noch 5.870 Personen zur jĂŒdischen NationalitĂ€t, 6.179 zum jĂŒdischen Glauben.[56] Die Zahl der Glaubensgemeinden ging von 67 im Jahr 1990 auf 33 im Jahr 2002 zurĂŒck.[57]

Seit Beginn der 1990er Jahre begannen zögernd eine öffentliche Diskussion und eine Aufarbeitung der rumĂ€nischen Beteiligung am Holocaust. Dies verlief recht widersprĂŒchlich. Bis nach 2000 wurde in den Medien ein ĂŒberwiegend positives Bild von Ion Antonescu gezeichnet. 1991 gedachte das rumĂ€nische Parlament an ihn mit einer Schweigeminute, zahlreiche Straßen wurden nach ihm benannt. Vielfach wurde (wie schon kurz nach dem Krieg) behauptet, Antonescu habe die Juden nicht verfolgt, sondern gerettet, indem er ihre Auslieferung an Hitlerdeutschland verhindert habe. Auch wurden Juden von einigen RumĂ€nen fĂŒr die Etablierung der Herrschaft der Kommunistischen Partei verantwortlich gemacht; eine BestĂ€tigung fĂŒr diese These wurde in der Tatsache gesehen, dass vor und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg Juden innerhalb der (zahlenmĂ€ĂŸig sehr kleinen) Kommunistischen Partei, aber auch im Geheimdienst Securitate im Vergleich zum Anteil an der Gesamtbevölkerung deutlich ĂŒberreprĂ€sentiert waren.[58][Anmerkung 1]

Seine hauptsĂ€chliche politische Ausdrucksform fand der Antisemitismus im postkommunistischen RumĂ€nien durch das Auftreten und den Erfolg der GroßrumĂ€nienpartei von Corneliu Vadim Tudor. Der bekennende Antonescu- und Ceaușescu-AnhĂ€nger machte besonders die Juden, aber auch Ungarn und Roma fĂŒr alle negativen Aspekte in der jĂŒngeren rumĂ€nischen Geschichte verantwortlich. Bei den PrĂ€sidentschaftswahlen in RumĂ€nien 2000 erreichte Tudor im zweiten Wahlgang 33 % der Stimmen. 2004 verkĂŒndete er seinen Wandel vom Anti- zum Philosemiten, die er mit einer religiösen Erfahrung erklĂ€rte.[59]

Noch im Juli 2003 bagatellisierten der rumĂ€nische PrĂ€sident Ion Iliescu und der damalige rumĂ€nische Kulturminister in ihren ErklĂ€rungen den Holocaust und nĂ€hrten damit den Glauben, dass der Holocaust in RumĂ€nien nicht stattgefunden habe. Nach einem internationalen Aufschrei ĂŒber diese Äußerungen[60] berief Iliescu im Oktober 2003 die von dem FriedensnobelpreistrĂ€ger Elie Wiesel geleitete Wiesel-Kommission ein, um den Holocaust in RumĂ€nien auf der Grundlage neuester historischer Erkenntnisse zu erforschen. Die Kommission legte ihren Abschlussbericht Ende 2004 vor. Die rumĂ€nische Regierung erkannte die Ergebnisse des Abschlussberichtes an und rĂ€umte ein, dass sich RumĂ€nien unter dem Regime von Ion Antonescu vorsĂ€tzlich am Holocaust wĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges beteiligt hat. Der Bericht der Wiesel-Kommission dokumentiert unter anderem auch den weitverbreiteten Antisemitismus in RumĂ€nien vor dem Zweiten Weltkrieg.

JĂŒdisches Theater in Bukarest

RumĂ€nien beging am 9. Oktober 2004 erstmalig den Tag des Holocaustes (rumĂ€nisch Ziua Holocaustului). Zu diesem Anlass drĂŒckte PrĂ€sident Ion Iliescu die allgemeine Trauer ĂŒber „250.000 Juden aus, die in Territorien unter rumĂ€nischer Administration getötet wurden“.[61] Am 9. Oktober 2006 erfolgte die Grundsteinlegung fĂŒr eine GedenkstĂ€tte durch StaatsprĂ€sident Traian Băsescu, die vom siebenbĂŒrgisch-sĂ€chsischen Bildhauer Peter Jacobi gestaltet und im Oktober 2009 von Băsescu eingeweiht wurde.[62]

Die jĂŒdische Kultur spielt wegen der geringen Zahl an Juden in RumĂ€nien keine große Rolle mehr. In zahlreichen StĂ€dten existieren noch Synagogen, die teilweise unter Denkmalschutz stehen.

In Bukarest gibt es ein JĂŒdisches Theater. Der Verlag Hasefer publiziert in mehreren Sprachen BĂŒcher ĂŒber das Judentum. In mehrwöchigen AbstĂ€nden erscheint die Zeitschrift "Realitatea Evreiască" (Die jĂŒdische RealitĂ€t) in hebrĂ€ischer Sprache.[63]

Die 1997 gegrĂŒndete Partei Federația Comunităților Evreiești din RomĂąnia (Föderation der jĂŒdischen Gemeinschaften RumĂ€niens) erhielt bei den Parlamentswahlen 2008 22.393 Stimmen und damit deutlich mehr, als sich im Land zum Judentum bekennen.[64] Damit ist ein Mitglied dieser Partei in der rumĂ€nischen Abgeordnetenkammer vertreten.

Bekannte RumĂ€nen mit jĂŒdischen Wurzeln

RumĂ€nien war das Geburtsland zahlreicher bekannter Persönlichkeiten mit jĂŒdischen Wurzeln. Dazu gehören der Autor Felix Aderca, die Nachrichtendienstoffizierin Vera Atkins, die WiderstandskĂ€mpferin Olga Bancic, die Maler Victor Brauner und Reuven Rubin, der Chemiker Lazăr Edeleanu, der Dichter Benjamin Fondane, der SĂ€nger Art Garfunkel, der Rechtsanwalt und Historiker Serge Klarsfeld, der Arzt und Psychiater Jacob Levy Moreno, der Rabbiner und Vater des konservativen Judentums Solomon Schechter, der Psychologe Serge Moscovici, die Politikerin Ana Pauker, der Schauspieler Edward G. Robinson, der Schriftsteller Tristan Tzara, der Schauspieler Mircea Krishan, der Psychologe David Wechsler sowie der Schriftsteller Elie Wiesel.

Siehe auch

Literatur

  • Bernard Lazare: Die Juden in RumĂ€nien. Verlag H. S. Hermann, Berlin 1902.
  • Ladislau GyĂ©mĂĄnt: Die Juden in SiebenbĂŒrgen bis zum 18. Jahrhundert. In: Volker Leppin, Ulrich A. Wien (Hrsg.): Konfessionsbildung und Konfessionskultur in SiebenbĂŒrgen in der FrĂŒhen Neuzeit. Franz Steiner Verlag, Wiesbaden 2005.
  • H. Malten: Die Juden in der Moldau und Wallachei. In: Neueste Weltkunde. Band 1. Frankfurt a.M. 1848.
  • Daniela Oancea: Mythen und Vergangenheit. RumĂ€nien nach der Wende. Inaugural-Dissertation der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t, MĂŒnchen 2005.
  • Lothar Maier: RumĂ€nien auf dem Weg zur UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung 1866–1877. Oldenbourg-Verlag, MĂŒnchen 1989.
  • Edgar Hösch et al., SĂŒdost-Institut MĂŒnchen: Lexikon zur Geschichte SĂŒdosteuropas Verlag UTB, MĂŒnchen 2004. S. 47.
  • Mariana Hausleitner: Die RumĂ€nisierung der Bukowina Oldenbourg-Verlag, MĂŒnchen 2001. S. 116.
  • Hildrun Glass: Minderheit zwischen zwei Diktaturen: zur Geschichte der Juden in RumĂ€nien 1944–1949. Oldenbourg-Verlag, MĂŒnchen 2002.
  • Saul FriedlĂ€nder, Martin Pfeiffer: Das Dritte Reich und die Juden: Die Jahre der Vernichtung, 1939–1945. Verlag C. H. Beck, MĂŒnchen 2006.
  • Andrei Oisteanu: Konstruktionen des Judenbildes. RumĂ€nische und ostmitteleuropĂ€ische Stereotypen des Antisemitismus. Frank und Timme Verlag, Berlin 2010, Reihe: Forum RumĂ€nien, Band 6, ISBN 978-3-86596-273-7.
  • Heinz Fassmann, Rainer MĂŒnz: Migration in Europa. Campus-Verlag, Frankfurt a. M./New York 1996.
  • Friedrich Battenberg: Das EuropĂ€ische Zeitalter der Juden, Bd. II, Darmstadt 1990.
  • Hildrun Glass: Das Verschwinden einer Minderheit. Die Auswanderung der Juden aus RumĂ€nien nach 1944. In: SĂŒdosteuropa. Festschrift fĂŒr Edgar Hösch. Oldenbourg Verlag, MĂŒnchen 2005.
  • Teodor Wexler: Dr. Wilhelm Filderman - un avocat pentru cauza naĆŁională a RomĂąniei. Magazin Istoric, 1996, S. 81-83.
  • Ion Mihai Pacepa: Red Horizons: The True Story of Nicolae and Elena Ceausescus’ Crimes, Lifestyle, and Corruption. Regnery Publishing, Inc., 1990.
  • Thomas Kunze: Nicolae Ceausescu: Eine Biographie. Christoph-Links-Verlag, Berlin 2009.
  • Armin Heinen: RumĂ€nien, der Holocaust und die Logik der Gewalt, MĂŒnchen 2007. ISBN 3-486-58348-4.
  • Institutul Național pentru Studierea Holocaustului din RomĂąnia „Elie Wiesel“ (Hg.): Pogromul de la Iași (28–30 iunie 1941). Prologul Holocaustului din RomĂąnia, Iași 2006 (PDF).
  • International Commission on the Holocaust in Romania (Hg.): Final Report of the International Commission on the Holocaust in Romania, Bukarest 2004 (online).

Einzelnachweise

  1. ↑ Bernard Lazare: Die Juden in RumĂ€nien. Verlag H. S. Hermann, Berlin 1902. S. 6
  2. ↑ juden-in-europa.de, abgerufen am 24. September 2010
  3. ↑ a b Ladislau GyĂ©mĂĄnt: Die Juden in SiebenbĂŒrgen bis zum 18. Jahrhundert. In: Volker Leppin, Ulrich A. Wien (Hrsg.): Konfessionsbildung und Konfessionskultur in SiebenbĂŒrgen in der FrĂŒhen Neuzeit. Franz Steiner Verlag, Wiesbaden 2005. S. 191
  4. ↑ Bernard Lazare: Die Juden in RumĂ€nien. Verlag H. S. Hermann, Berlin 1902. S. 6
  5. ↑ Bernard Lazare: Die Juden in RumĂ€nien. Verlag H. S. Hermann, Berlin 1902. S. 7
  6. ↑ H. Malten: Die Juden in der Moldau und Wallachei. In: Neueste Weltkunde. Band 1. Frankfurt a.M. 1848. S. 252/253
  7. ↑ Daniela Oancea: Mythen und Vergangenheit. RumĂ€nien nach der Wende. Inaugural-Dissertation der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t, MĂŒnchen 2005. S. 93
  8. ↑ Bernard Lazare: Die Juden in RumĂ€nien. Verlag H. S. Hermann, Berlin 1902. S. 7
  9. ↑ H. Malten: Die Juden in der Moldau und Wallachei. In: Neueste Weltkunde. Band 1. Frankfurt a.M. 1848. S. 261
  10. ↑ Bernard Lazare: Die Juden in RumĂ€nien. Verlag H. S. Hermann, Berlin 1902. S. 8
  11. ↑ H. Malten: Die Juden in der Moldau und Wallachei. In: Neueste Weltkunde. Band 1. Frankfurt a.M. 1848. S. 261/262
  12. ↑ Bernard Lazare: Die Juden in RumĂ€nien. Verlag H. S. Hermann, Berlin 1902. S. 6
  13. ↑ Bernard Lazare: Die Juden in RumĂ€nien. Verlag H. S. Hermann, Berlin 1902. S. 16
  14. ↑ H. Malten: Die Juden in der Moldau und Wallachei. In: Neueste Weltkunde. Band 1. Frankfurt a.M. 1848. S. 251
  15. ↑ Bernard Lazare: Die Juden in RumĂ€nien. Verlag H. S. Hermann, Berlin 1902. S. 23
  16. ↑ Lothar Maier: RumĂ€nien auf dem Weg zur UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung 1866–1877. Oldenbourg-Verlag, MĂŒnchen 1989. S. 339
  17. ↑ Bernard Lazare: Die Juden in RumĂ€nien. Verlag H. S. Hermann, Berlin 1902. S. 56
  18. ↑ Daniela Oancea: Mythen und Vergangenheit. RumĂ€nien nach der Wende. Inaugural-Dissertation der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t, MĂŒnchen 2005. S. 95
  19. ↑ Daniela Oancea: Mythen und Vergangenheit. RumĂ€nien nach der Wende. Inaugural-Dissertation der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t, MĂŒnchen 2005. S. 94
  20. ↑ Bernard Lazare: Die Juden in RumĂ€nien. Verlag H. S. Hermann, Berlin 1902. S. 73
  21. ↑ Daniela Oancea: Mythen und Vergangenheit. RumĂ€nien nach der Wende. Inaugural-Dissertation der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t, MĂŒnchen 2005. S. 94
  22. ↑ Edgar Hösch et al., SĂŒdost-Institut MĂŒnchen: Lexikon zur Geschichte SĂŒdosteuropas Verlag UTB, MĂŒnchen 2004. S. 47. ISBN 3-8252-8270-8
  23. ↑ Mariana Hausleitner: Die RumĂ€nisierung der Bukowina Oldenbourg-Verlag, MĂŒnchen 2001. S. 116. ISBN 3-486-56585-0
  24. ↑ Daniela Oancea: Mythen und Vergangenheit. RumĂ€nien nach der Wende. Inaugural-Dissertation der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t, MĂŒnchen 2005. S. 95
  25. ↑ Daniela Oancea: Mythen und Vergangenheit. RumĂ€nien nach der Wende. Inaugural-Dissertation der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t, MĂŒnchen 2005. S. 95
  26. ↑ Armin Heinen: RumĂ€nien, der Holocaust und die Logik der Gewalt. Oldenbourg-Verlag, MĂŒnchen 2002. S. 50
  27. ↑ Daniela Oancea: Mythen und Vergangenheit. RumĂ€nien nach der Wende. Inaugural-Dissertation der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t, MĂŒnchen 2005. S. 97
  28. ↑ Hildrun Glass: Minderheit zwischen zwei Diktaturen: zur Geschichte der Juden in RumĂ€nien 1944–1949. Oldenbourg-Verlag, MĂŒnchen 2002. S. 18
  29. ↑ Hildrun Glass: Minderheit zwischen zwei Diktaturen: zur Geschichte der Juden in RumĂ€nien 1944–1949. Oldenbourg-Verlag, MĂŒnchen 2002. S. 19/20
  30. ↑ Hildrun Glass: Minderheit zwischen zwei Diktaturen: zur Geschichte der Juden in RumĂ€nien 1944–1949. Oldenbourg-Verlag, MĂŒnchen 2002. S. 58
  31. ↑ Hildrun Glass: Minderheit zwischen zwei Diktaturen: zur Geschichte der Juden in RumĂ€nien 1944–1949. Oldenbourg-Verlag, MĂŒnchen 2002. S. 68
  32. ↑ a b Saul FriedlĂ€nder, Martin Pfeiffer: Das Dritte Reich und die Juden: Die Jahre der Vernichtung, 1939–1945. Verlag C. H. Beck, MĂŒnchen 2006. S. 478
  33. ↑ Daniela Oancea: Mythen und Vergangenheit. RumĂ€nien nach der Wende. Inaugural-Dissertation der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t, MĂŒnchen 2005. S. 98
  34. ↑ Bericht der Wiesel-Kommission, abgerufen am 23. September 2010
  35. ↑ Daniela Oancea: Mythen und Vergangenheit. RumĂ€nien nach der Wende. Inaugural-Dissertation der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t, MĂŒnchen 2005. S. 98
  36. ↑ Heinz Fassmann, Rainer MĂŒnz: Migration in Europa. Campus-Verlag, Frankfurt a. M./New York 1996. S. 290
  37. ↑ Friedrich Battenberg: Das EuropĂ€ische Zeitalter der Juden, Bd. II, Darmstadt 1990, ISBN 3-534-11382-9, S. 307.
  38. ↑ Hildrun Glass: Das Verschwinden einer Minderheit. Die Auswanderung der Juden aus RumĂ€nien nach 1944. In: SĂŒdosteuropa. Festschrift fĂŒr Edgar Hösch. Oldenbourg Verlag, MĂŒnchen 2005. S. 391
  39. ↑ Hildrun Glass: Minderheit zwischen zwei Diktaturen: zur Geschichte der Juden in RumĂ€nien 1944–1949. Oldenbourg-Verlag, MĂŒnchen 2002. S. 81–93
  40. ↑ Daniela Oancea: Mythen und Vergangenheit. RumĂ€nien nach der Wende. Inaugural-Dissertation der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t, MĂŒnchen 2005. S. 99
  41. ↑ Hildrun Glass: Minderheit zwischen zwei Diktaturen: zur Geschichte der Juden in RumĂ€nien 1944–1949. Oldenbourg-Verlag, MĂŒnchen 2002. S. 81–93
  42. ↑ Hildrun Glass: Das Verschwinden einer Minderheit. Die Auswanderung der Juden aus RumĂ€nien nach 1944. In: SĂŒdosteuropa. Festschrift fĂŒr Edgar Hösch. Oldenbourg Verlag, MĂŒnchen 2005. S. 391
  43. ↑ revista.memoria.ro, Teodor Wexler: Procesul sioniștilor, 7.-9. Juli 2000
  44. ↑ Teodor Wexler: Dr. Wilhelm Filderman - un avocat pentru cauza naĆŁională a RomĂąniei. Magazin Istoric, 1996, S. 81-83 (rumĂ€n.).
  45. ↑ Hildrun Glass: Minderheit zwischen zwei Diktaturen: zur Geschichte der Juden in RumĂ€nien 1944–1949. Oldenbourg-Verlag, MĂŒnchen 2002. S. 185 ff.
  46. ↑ Hildrun Glass: Minderheit zwischen zwei Diktaturen: zur Geschichte der Juden in RumĂ€nien 1944–1949. Oldenbourg-Verlag, MĂŒnchen 2002. S. 109
  47. ↑ Hildrun Glass: Das Verschwinden einer Minderheit. Die Auswanderung der Juden aus RumĂ€nien nach 1944. In: SĂŒdosteuropa. Festschrift fĂŒr Edgar Hösch. Oldenbourg Verlag, MĂŒnchen 2005. S. 393/394
  48. ↑ Hildrun Glass: Das Verschwinden einer Minderheit. Die Auswanderung der Juden aus RumĂ€nien nach 1944. In: SĂŒdosteuropa. Festschrift fĂŒr Edgar Hösch. Oldenbourg Verlag, MĂŒnchen 2005. S. 399
  49. ↑ Hildrun Glass: Minderheit zwischen zwei Diktaturen: zur Geschichte der Juden in RumĂ€nien 1944–1949, Ausgabe 112 der SĂŒdosteuropĂ€ischen Arbeiten. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2002, ISBN 3-48656-665-2, S. 114/115.
  50. ↑ Ion Mihai Pacepa: Red Horizons: The True Story of Nicolae and Elena Ceausescus’ Crimes, Lifestyle, and Corruption. Regnery Publishing, Inc., 1990, ISBN 0-8952-6746-2, S. 456 (engl.).
  51. ↑ Hildrun Glass: Das Verschwinden einer Minderheit. Die Auswanderung der Juden aus RumĂ€nien nach 1944. In: SĂŒdosteuropa. Festschrift fĂŒr Edgar Hösch. Oldenbourg Verlag, MĂŒnchen 2005. S. 383–408
  52. ↑ focus-migration.de, RumĂ€nien
  53. ↑ Hildrun Glass: Das Verschwinden einer Minderheit. Die Auswanderung der Juden aus RumĂ€nien nach 1944. In: SĂŒdosteuropa. Festschrift fĂŒr Edgar Hösch. Oldenbourg Verlag, MĂŒnchen 2005. S. 384
  54. ↑ Daniela Oancea: Mythen und Vergangenheit. RumĂ€nien nach der Wende. Inaugural-Dissertation der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t, MĂŒnchen 2005. S. 99
  55. ↑ Thomas Kunze: Nicolae Ceausescu: Eine Biographie. Christoph-Links-Verlag, Berlin 2009. S. 174
  56. ↑ Hildrun Glass: Das Verschwinden einer Minderheit. Die Auswanderung der Juden aus RumĂ€nien nach 1944. In: SĂŒdosteuropa. Festschrift fĂŒr Edgar Hösch. Oldenbourg Verlag, MĂŒnchen 2005. S. 383
  57. ↑ juden-in-europa.de, Claus Stephani: Unser Weg ist noch nicht zu Ende, In: David, Heft Nr. 52, MĂ€rz 2002
  58. ↑ Daniela Oancea: Mythen und Vergangenheit. RumĂ€nien nach der Wende. Inaugural-Dissertation der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t, MĂŒnchen 2005. S. 100
  59. ↑ Daniela Oancea: Mythen und Vergangenheit. RumĂ€nien nach der Wende. Inaugural-Dissertation der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t, MĂŒnchen 2005. S. 113/114
  60. ↑ BBC News: Romania holds first Holocaust Day, 12. Oktober 2004 (engl.).
  61. ↑ zukunft-braucht-erinnerung.de, Wolf Oschlies: RumĂ€nischer und deutscher Antisemitismus gegen die Juden in RumĂ€nien
  62. ↑ siebenbĂŒrger.de vom 23. Oktober 2009, abgerufen am 23. September 2010
  63. ↑ Daniela Oancea: Mythen und Vergangenheit. RumĂ€nien nach der Wende. Inaugural-Dissertation der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t, MĂŒnchen 2005. S. 107/108
  64. ↑ Website des Zentralen WahlbĂŒros RumĂ€inens, abgerufen am 23. September 2010

Anmerkungen

  1. ↑ In der sozialen Struktur der Securitate-Mitarbeiter aller Kader in RumĂ€nen lagen im Februar 1949 die Juden bei einem Anteil von 10 Prozent, und von 60 Offizieren waren 25 Prozent Juden, verglichen mit ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 2 - 2,5 Prozent. Quelle: Gabriel Catalan; Mircea Stănescu: Scurtă istorie a Securității (deutsch Kurze Geschichte der Securitate). In: Sfera, Politicii, Nr. 109, 2004, S. 42, in rumĂ€nischer Sprache.

Weblinks

 Commons: Judentum in RumĂ€nien â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • romanianjewish.org Romanian Jewish Community, in englischer Sprache
  • isurvived.org, The Holocaust in Romania, Sammlung von Weblinks zum Thema, in englischer Sprache
  • jen.ro, Jewish Education Network, in rumĂ€nischer Sprache
  • new.jcc.ro, Jewisch Community Center București, in englischer und rumĂ€nischer Sprache

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