Giovanni Battista Piamarta


Giovanni Battista Piamarta

Giovanni Battista Piamarta FN (* 26. November 1841 in Brescia, Italien; † 25. April 1913 in Remedello) war ein italienischer Priester der römisch-katholischen Kirche, Erzieher und Gründer der Kongregation der Heiligen Familie von Nazareth. Er wurde 1997 selig gesprochen.

Leben

Giovanni Battista war der Sohn von Giovanni Piamara und Regina Ferrari und wuchs in einer armen Familie auf. Hier erhielt er eine christliche Erziehung. Seine Jugend war nicht immer leicht; 1860 begann er im bischöflichen Priesterseminar seine theologische Ausbildung. Trotz einiger Schwierigkeiten im Verlauf des Studiums wurde er, im Alter von 24 Jahren, am 24. Dezember 1855 zum Priester geweiht.

Seine erste Pfarrstelle übernahm er in Carzag Reviera, dann wechselte er nach Bedizzole und wurde danach Pfarrer in der Pfarrei Sain’Alessandro in Brescia. Hier begann seine Fürsorge für die Jugend, er bot ihnen ein Jugendfreizeitheim an und förderte die christliche Erziehung. In 13 Jahren leistete er fruchtbare Arbeit und erlangte ein hohes Ansehen bei den Jugendlichen. 1883 übernahm er die Pfarrei in Pavone del Mella. 1887 kehrte er nach Brescia zurück und wurde Kaplan in Sain’Alessandro. Hier traf er auf den Priester Pietro Capretti, mit dem er am 3. Dezember 1886 das „Instituto Artigianelli“ eröffnete. Bischof Corna Maria Pellegrini [1] von Brescia übertrug ihm die Direktorenstelle.

Hier begegnete er Pater Giovanni Bonsignori, mit dem er 1895 eine Landwirtschaftsschule in Remedello gründete. In diesem landwirtschaftlichen Institut wurden junge Italiener, die in die USA auswandern wollten, in der Landwirtschaft ausgebildet.

Um die Kontinuität seiner Arbeit zu festigen und zu fördern, gründete er 1900 die „Kongregation der Heiligen Familie von Nazareth“. Er verfasste deren erste Ordensregeln und erhielt am 25. Mai 1902 die bischöfliche Genehmigung. Zusammen mit Elisa Baldo legte er das Fundament zur Gründung der „Kongregation der demütigen Mägde des Herrn“ (it.: Umili Serve del Signore [2]).

Mit der 1910 beginnenden Erkrankung begann Giovanni seine Nachfolge zu regeln und gab entsprechende testamentarische Anweisungen. Im Alter von 71 Jahren verstarb er am 25. April 1913 in den Armen von Pater Bonsignoris und in Gegenwart seiner Mitbrüder. Er wurde auf dem Friedhof Vantiniano in Brescia beigesetzt. Am 12. Oktober 1997 wurde er durch Papst Johannes Paul II. selig gesprochen, seine liturgischer Gedenktag wurde auf den 25. April, seinen Todestag, festgelegt.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Giovanni Tebaldini — Giovanni Tebaldini. Giovanni Tebaldini (* 7. September 1864 in Brescia; † 11. Mai 1952 in San Benedetto del Tronto) war ein italienischer Komponist, Organist und Musikwissenschaftler. Leben Giovanni Tebaldini wurde durch seinen Cousin, den später …   Deutsch Wikipedia

  • Kongregation der Heiligen Familie von Nazareth — Die Kongregation der Heiligen Familie von Nazareth ( lat.: Congregatio Sacrae Familiae a Nazareth, Ordenskürzel: FN) ist ein Männerorden in der römisch katholischen Kirche. Er wurde 1900 vom Seligen Giovanni Battista Piamarta (1841 1913) in… …   Deutsch Wikipedia

  • Congregation of the Holy Family of Nazareth — The Congregation of the Holy Family of Nazareth (Latin: Congregatio Sacrae Familiae a Nazareth; Italian: Congregazione della Sacra Famiglia di Nazareth) is a Catholic male religious order. Members of this clerical congregation, known popularly as …   Wikipedia

  • List of people beatified by Pope John Paul II — According to the Wikipedia page on Pope John Paul II he beatified 1,340 people, more than any previous pope. The names listed below are from the Vatican website (www.vatican.va) and are listed by year, then date. The locations given are the… …   Wikipedia

  • 25. April — Der 25. April ist der 115. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 116. in Schaltjahren), somit verbleiben noch 250 Tage bis zum Jahresende. Historische Jahrestage März · April · Mai 1 2 …   Deutsch Wikipedia

  • 26. November — Der 26. November ist der 330. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 331. in Schaltjahren), somit bleiben 35 Tage bis zum Jahresende. Historische Jahrestage Oktober · November · Dezember 1 2 …   Deutsch Wikipedia

  • 1841 — Portal Geschichte | Portal Biografien | Aktuelle Ereignisse | Jahreskalender ◄ | 18. Jahrhundert | 19. Jahrhundert | 20. Jahrhundert | ► ◄ | 1810er | 1820er | 1830er | 1840er | 1850er | 1860er | 1870er | ► ◄◄ | ◄ | 1837 | 1838 | 1839 | 18 …   Deutsch Wikipedia

  • 1913 — Portal Geschichte | Portal Biografien | Aktuelle Ereignisse | Jahreskalender ◄ | 19. Jahrhundert | 20. Jahrhundert | 21. Jahrhundert   ◄ | 1880er | 1890er | 1900er | 1910er | 1920er | 1930er | 1940er | ► ◄◄ | ◄ | 1909 | 1910 | 1911 | 1912 |… …   Deutsch Wikipedia

  • Chronological list of saints and blesseds in the 20th century — A list of 20th century saints: Name Birth Birthplace Death Place of death Notes Josep Manyanet y Vives 1833 Tremp, Spain 1901 Barcelona, Spain Priest Blessed Louis Zephyrinus Moreau 1824 Bécancour, Canada 1901   Bishop of Saint Hy …   Wikipedia

  • 25 de abril — << Abril >> Do Lu Ma Mi Ju Vi Sa 1 …   Wikipedia Español


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.