Königspfalz Frankfurt

Reste der Königshalle im Archäologischen Garten nebst älteren und jüngeren Siedlungsspuren, vom Domturm aus gesehen, September 2011

Die Königspfalz Frankfurt, historisch inkorrekt oft auch Kaiserpfalz Frankfurt, war ein wichtiger Stützpunkt der karolingischen und ottonischen Herrscher. Sie entstand Anfang des 9. Jahrhunderts unter Ludwig dem Frommen, dem Sohn von Karl dem Großen, und ersetzte die profanen Gebäude der Merowinger des 7. Jahrhunderts, die die Gegend um Frankfurt am Main ihrerseits von den Alamannen erobert hatten. In den folgenden zwei Jahrhunderten kam es wiederholt zu Umbauten und Erweiterungen der Anlage, dabei errichtete man auch die Vorgängerbauten des heutigen Doms.

Im 11. Jahrhundert wurde die Pfalz durch einen Brand vernichtet, und ihre Reste verschwanden für fast tausend Jahre unter der nachfolgenden bürgerlichen Bebauung des Mittelalters, die Pfalzkirche ersetzte der Dom. In der frühen Neuzeit setzte die Suche nach der Pfalz ein, die Gelehrte und Wissenschaftler mangels sichtbarer baulicher Reste über Jahrhunderte mit dem unter Konrad III. erbauten Saalhof gleichsetzte.

Erst nach der Zerstörung der Frankfurter Altstadt im Zweiten Weltkrieg konnten archäologischen Ausgrabungen die Pfalz an ihrem tatsächlichen Standort aufdecken. Ihre Reste werden seit Anfang der 1970er Jahre im Archäologischen Garten präsentiert. Im Zuge der Rekonstruktion eines kleinen Teils des ehemaligen Altstadt ist auch geplant, diesen ab 2012/13 bei Erhalt der Funde zu überbauen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie und Topographie

Frankfurt am Main liegt in der Untermainebene, einem Teil der hessischen Senke, die von der oberrheinischen Tiefebene den mitteleuropäischen Graben nach Norden fortsetzt. Im Pleistozän, also zwischen 2,5 Millionen und 10.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung, bildeten sich dort drei wesentlich zu unterscheidene Geländeebenen aus, die als Haupt-, Mittel- und Niederterrasse bezeichnet werden. Die Niederterrasse in Flussnähe ist durch Ablagerungen von Schotter und Sanden geprägt.

Verlauf der Braubach im Altstadtbereich
(Chromolithografie von Friedrich August Ravenstein von 1862 mit Überlagerung nach Karl Nahrgang)

Die Ebene der Hauptterasse bildet das Plateau des Berger Rückens, die in einer geologischen Scholle als Kalksteinbarriere bis zum Sachsenhäuser Berg reichte. Die Scholle zerschnitt der Main zwischen dem Röderberg im Norden und dem Mühlberg im Süden, was eine über lange Zeit von Überschwemmungen, Sümpfen und Flußläufen geprägte Talenge begründete, welche jedoch zugleich die beste Zugangsmöglichkeit zum Fluss eröffnete.[1]

Im Holozän setzten sich einzelne Flüsse innerhalb der Niederterrasse ab und schnitten dann allmählich in den abgelagerten Schotter, was zur Ausbildung einzelner hochwasserfreier Anhöhen führte. In der gleichen Epoche lagerte sich ausgeschwemmter Auenlehm im gesamten heutigen Stadtgebietes ab, der heute den geologischen Untergrund sämtlicher darüber befindlicher Kulturschichten darstellt.[2]

Der Domhügel, auf dem Königspfalz und der namensgebende Dom später errichtet wurden, war eine solche hochwasserfreie Anhöhe der Niederterrasse von etwa 325 Metern Länge und 125 Metern Breite. Im Norden schützte das Gelände ein vermoorter Altarm des Main, die Braubach, im ungefähren Zuge der heutigen Straße; im Osten, jenseits der heutigen Fahrgasse, das sumpfige Fischerfeld. Südlich begrenzte der etwa 100 Meter nördlich des heutigen Ufers verlaufende Main, und im Westen begann ungefähr am heutigen Römerberg abermals eine moorige Senke.

Nur auf Höhe des Römerberges führte ein schmaler Landsteg vom etwas weiter westlich gelegenen, ebenfalls hochwasserfreien Karmeliterhügel an der Stelle des jetzigen Klosters gefahrlos in das daher auch als Dominsel bezeichnete Gebiet.[3] Südwestlich des Landstegs lag die von Kalkfelsen gebildete Furt etwa am heutigen Fahrtor, der Frankfurt nicht nur den Namen, sondern überhaupt seine Existenz verdankt. Sie verschwand erst im 19. Jahrhundert bei der Ausbaggerung des Mains zugunsten des zunehmenden Schiffsverkehrs.[4]

Geschichte

Vorgeschichte und Vorgängerbauten

Bodenfunde zeigen eine regelmäßige Besiedelung des Domhügels seit der Jungsteinzeit,[5] eine Siedlungskontinuität bestand spätestens seit der Spätantike.[6] Nach der weitgehenden Zerstörung der römischen Niederlassung auf dem Domhügel im Zuge des Limesfalls ließen sich dort Anfang des 3. Jahrhunderts Alamannen nieder. Kurz nach 531 wurden diese von Franken, geführt vom Herrschergeschlecht der Merowinger, vertrieben.[7]

Die Könige des nun anbrechenden Mittelalters hatten keinen festen Herrschaftssitz, sondern reisten mit ihrem großen Gefolge durch das Reichsgebiet, in dem sie eine größere Zahl von Landgütern besaßen. Dies war Folge eines Mangels an Verwaltungseinrichtungen, einer mündlichen Regierungsweise sowie der Tatsache, dass die Bewirtschaftung des gesamten Hofstabes einer Region immer nur für eine bestimmte Zeit zuzumuten war. Nur wirtschaftlich besonders leistungsfähige und zu Land und Wasser gut erschlossene Landgüter wurden durch Baulichkeiten in die Lage versetzt, auch über längere Zeiträume den königlichen Hof aufzunehmen.[8]

Projektion der Befunde / Teilrekonstruktion des Zustandes im 7./8. Jahrhundert auf den Stadtplan des 19. Jahrhunderts, am oberen Tuchgaden die nicht rekonstruierbaren geringen Reste profaner merowingischer Bauten
(Chromolithografie von Friedrich August Ravenstein von 1862 mit Überlagerung nach Magnus Wintergerst)

Eine Frankfurter Anlage aus merowingischer Zeit respektive dem 7. Jahrhundert wird als Haupthof eines solchen Reichsgutes angesehen. Schriftliche Nachweise über die Existenz finden sich zwar erst im frühen 9. Jahrhundert, die Anfänge dürften aber mindestens im 8. Jahrhundert anzusiedeln sein. Der Frankfurter Reichsgutbezirk erstreckte sich über ein grob fassbares Gebiet von etwa 20 x 22 km zwischen Kelsterbach und Bürgel mit Teilen des Reichsforstes Dreieich; der Kernbezirk war zwischen Main und Nidda, Nied bis Bischofsheim mit einer nördlichen Ausdehnung bis etwa Hausen und Seckbach abzugrenzen. Nebenhöfe lagen in Griesheim, Vilbel, Seckbach und Kelsterbach.[9]

Nach archäologischer Kenntnis handelte es sich bei den Gebäuden des Hofes auf dem Domhügel um eine rund 11,5 Meter lange und cira 7 Meter breite Marienkirche im südlichen Bereich des heutigen Domturmes, in der Forschung auch als Apsidenbau bezeichnet.[10] Nordöstlich davon stand ein etwa 10 Meter langes und rund 4,5 Meter breites, mit nachrömischer Fußbodenheizung ausgestattetes Gebäude, der sogenannte Bau I.

Andrea Hampel sah in letzterem den ersten Kirchenbau an der Stelle des heutigen Domes – daher auch die Bezeichnung als Bau I – was jedoch schon sehr bald in der Forschung auf Kritik stieß.[11][12] Im Inneren des Baues fand sich kein Altarfundament, keine Rest von Chorschranken oder sonstige Ausstattungsteile eines Sakralraums, einzig der darum befindliche Friedhof könnte als Hinweis gewertet werden. Wichtigstes Argument gegen eine Kirchennutzung ist jedoch die Hypokaustheizung, für die es in keiner anderen frühmittelalterlichen Kirche ein Beispiel gibt.

Somit sollte das Gebäude nach jüngster Forschungsauffassung, vertreten durch Magnus Wintergerst, nur als funktional in Zusammenhang mit der nahen Kirche stehend betrachtet werden, nicht jedoch als selbstständige Kirche.[13] Der zwar schon länger archäologisch dokumentierte, jedoch nicht publizierte und damit Hampel wohl unbekannte Apsidenbau hatte den Stellenwert, den Hampel für Bau I postulierte: die merowingische Marienkirche des 7. Jahrhunderts im Bereich des Domturmes war der erste nachweisbare Vorgängerbau des Doms.

In dem nach Befund schon bald wieder verfallenden Bau I wurde Ende des 7. Jahrhunderts ein hochadeliges Mädchen mit reichen Grabbeigaben bestattet, dessen ungestörtes Grab man erst 1992 wieder entdeckte.[14] Ältere Vermutungen, Bau I wäre vor oder zeitgleich mit dem Grab errichtet worden, konnte die jüngste Forschung widerlegen.[15] Das Mädchen stammte wahrscheinlich aus einem Seitenzweig der Agilolfinger respektive der Familie des 823 in Frankfurt urkundlich genannten Fiskusverwalters Nantcharius, die in der Region schon seit dem frühen 7. Jahrhundert bezeugt ist.[16]

Von einem westlich der sakralen Gebäude gelegenen, profanen Hof des Königs oder eines Statthalters sind dagegen nur sehr wenige Spuren erhalten. Auch deswegen kann er nur grob in das 7. oder 8. Jahrhundert datiert werden. Die jüngere Forschung geht dennoch von einer Gesamtanlage in merowingischer Zeit aus, die sich insgesamt über fast 100 Meter Breite auf dem Domhügel erstreckte.[17]

Die Synode von 794 und der Bau der Pfalz

Es liegt nahe, die Königspfalz Frankfurt mit dem legendären Gründer der Stadt, Karl dem Großen, in Zusammenhang zu bringen, anlässlich dessen Reise von Würzburg nach der „villa Franconovurd, in qua et hiemavit“[Übersetzung 1] die Stadt in den letzten Tagen des Jahres 793 zum ersten Mal namentlich erwähnt wurde. Wichtigste Ereignisse während seines anschließenden neunmonatigen Aufenthalts waren die Feier des Osterfestes, die im Juni abgehaltene Synode von Frankfurt, und der Tod seiner Frau Fastrada am 10. August 794.[18]

Ob der Bau der Königspfalz bereits in dieser Zeit erfolgt war bzw. erfolgte, oder erst unter seinem Sohn, Ludwig dem Frommen, ist nicht restlos zu klären;[19] seit 1955 ist mit Marianne Schalles-Fischer allerdings nur noch eine nennenswerte Publikation für eine Erbauung unter Karl dem Großen eingetreten.[20] Anlässlich der Synode überwiegt in den Schriftquellen die Bezeichnung als „villa“, was auf den noch vorhandenen merowingischen Königshof hindeutet.[21] Zwei ebenfalls 794 in Frankfurt mit dem Zusatz „palatio“ ausgefertigte Urkunden – von Schalles-Fischer als Argumentationsansatz benutzt – sind nicht mehr im Original, sondern nur in drei späteren, untereinander abweichenden Abschriften (eine sogar ohne „palatio“) überliefert, was ihre Beweiskraft erheblich schmälert.[22]

Eine dritte Erwähnung, ebenfalls von Schalles-Fischer angeführte Nennung der Gebäude während der Synode mit „in palatio retinendum“ ist kontextbezogen weniger mit „an der Pfalz Frankfurt zurückbehalten“ als eher mit „am Hof“ zu übersetzen. Einzige im lokalen Sinn gebrauchte zeitgenöossische Erwähnung bleibt somit ein Bericht italienischer Bischöfe, die Synode habe „in aula sacri palatii“ stattgefunden. Auch hier ist jedoch zu berücksichtigen, dass bereits die Anwesenheit des Königs eine solche Bezeichnung rechtfertigte, die Versammlung kann also auch in der so bezeichneten aula der domus regalis des Wirtschaftshofes oder in der Kirche zusammengetreten sein.[23][22]

Abstrakt spricht gegen eine Bautätigkeit Karls des Großen auch, dass eine solche im Gegensatz zu Aachen, Ingelheim, Paderborn, Nimwegen, dem Main-Donau-Kanal oder der Errichtung der Rheinbrücke bei Mainz nicht explizit festgehalten wurde, obwohl die Überlieferung zu den genannten Projekten zeigt, dass das Interesse daran bestand, diese zu dokumentieren.[21] Dies wird noch dadurch unterstrichen, dass, soweit überliefert, sein Aufenthalt in Frankfurt der einzige seines Lebens geblieben ist. Die Synode 794 wird daher in den archäologisch wie schriftlich nur sehr undeutlichen Gebäuden der merowingischen Epoche stattgefunden haben.[24]

Offen bleibt, wieso Karl der Große die Stadt aufsuchte, die damals zum ersten Mal namentlich aus dem Dunkel der Geschichte trat, sie zum Ort einer bedeutenden Synode machte, und sich dort ingesamt acht Monate aufhielt. Spekuliert wird über eine kurzfristige Entscheidung vor dem Hintergrund der für das Jahr 793 überlieferten Missernten, die demnach vor allem den Westen und Süden des Reiches schwer getroffen hatten. Somit empfahl sich vielleicht der bis dato unbekannte Königshof im Osten des Reiches, der von den Missernten weniger betroffen war, als Ort für die Unterbringung und Verpflegung nicht nur des Hofstabes, sondern auch der anschließenden Synode.[25]

Ein Jahr nach dem Tod des bekanntesten Karolingers, 815, besuchte sein Sohn, Ludwig der Fromme, die Stadt das erste Mal.[26] Als er 822 zurückkehrte, konnte er sich in „eodem loco constructis ad hoc opere novo aedificiis, sicut dispositum habuerat“ aufhalten.[27] Noch deutlicher werden die Quellen 823, als sein Sohn, Karl der Kahle, „in palatio novo“ geboren wurde.[27] Diese Nachrichten werden in der Forschung – wenn auch im Licht der genannten Vorbehalte – überwiegend dahingehend interpretiert, dass die Frankfurter Pfalz wohl 815 von Ludwig dem Frommen in Auftrag gegeben wurde und spätestens 822 fertig gestellt war.

Der Großteil der Mauern im heutigen archäologischen Garten sind die Reste dieser Pfalz. Für die Ansprüche bei der Ausführung spricht nicht nur die Tatsache, dass man dabei große Teile der merowingischen Vorgängerbauten selbst im Erdreich beseitigte, sondern auch, dass fast die kompletten Umfassungsmauern trotz der massiven Eingriffe der späteren mittelalterlichen Bebauung, bis heute überdauert haben. Der verwendete Kalkmörtel weist eine betonähnliche Härte auf, die Werksteine sind gegegenüber dem Mauerwerk anderer Zeitschichten von herausragender handwerklicher Qualität. Ebenso ist ein einphasiger Bau nachvollziehbar, es wurde nirgendwo bewusst auf bereits vorhandener Substanz aufgebaut, allerdings an statisch bedeutsamen Punkten römische Spolien verwendet.

Den Hauptbau, die aula regia, also Königshalle, stellte ein 26,5 Meter langer und 12,6 Meter breites, aufgrund der Mächtigkeit der Mauern und der Tatsache eines erhaltenen Innenpfeilers sicher zweistöckiges Gebäude dar. Der Sitz des Herrschers war im Obergeschoss anzunehmen. An der Westseite des Gebäudes schlossen gleichartige, quadratische Anbauten im Norden und Süden an. An der Westwand war ein weiterer, archäologisch nur schwach belegeter Baukörper angebaut, der wohl als Vorhalle und Treppenhaus zu den Obergeschossen diente.

Etwa drei Meter östlich der Königshalle war eine Torhalle errichtet worden, deren zeitgenössische Funktion von der Forschung nicht eindeutig geklärt ist. Auffällig ist ihr leichter Versatz nach Norden gegenüber dem Pfalzgebäude, wodurch die Bauflucht der Merowingerkapelle bewusst respektiert wird. Wahrscheinlich handelte es sich um den Auftakt zu einer Kirchenanlage mit Atrium, die in der Regierungszeit Ludwigs des Frommen, vielleicht wegen der Streitigkeiten mit seinen Söhnen, nicht mehr realisiert werden konnte.

Erweiterungen, Umbauten und Verfall

Die Pfalz wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erneuert und vergrößert. Den Wunsch seines Vaters, Frankfurt am Main auch mit einem angemessen Sakralbau auszustatten, erfüllte sein dritter Sohn Ludwig der Deutsche, der die Stadt neben Regensburg zu seiner Hauptpfalz ausbaute. Im Bereich des Langhauses des heutigen Kaiserdomes entstand bis 855 die dreischiffige Salvatorkirche, in der Forschung auch als Bau III bezeichnet. Die unvollendete Torhalle östlich der Königshalle wurde Teil eines Ganges, der dem Herrscher den überdachten Gang von seinem Sitz zum neuen Kirchbau ermöglichte.

Zeitgleich zum Bau der Basilika wurde ein Kanonikerstift begründet, das später zu den einflussreichsten im Heiligen Römischen Reich zählen sollte. Auffällig ist, dass die Mittellinie der neuen Basilika genau mit dem Grab des merowingischen Mädchens fluchtete, das dort vor mittlerweile fast 300 Jahren bestattet worden war. Wohl bewusst blieben sowohl das Grab als auch die Reste des ja bereits im 7. Jahrhundert wieder verfallenen domus ecclesiae unversehrt im Boden erhalten.

Spätestens um das Jahr 1000 wurde Pfalzanlage und die darum anzunehmende kleine Stadt unter den ottonischen Herrschern mit einer Mauer umgeben. Der Zentralbezug der Mauer auf die Pfalz als auch der urkundlich bezeugte regelmäßige Besuch des sächsischen Herrschergeschlechts lässt die gegenüber den Karolingern ungebrochene Bedeutung von Frankfurt erkennen. In die gleiche Zeit fallen auch größere Umbauten an der Salvatorkirche.

Die alte Apsis wurde durch ein Presbyteriumsjoch mit gestelzter, halbrunder Apsis ersetzt, im Westen erhielt das Gebäude ein Westwerk mit Empore, wobei auch das Merowingergrab unter Pfeilerfundamenten verschwand. Es leuchtet ein, dass das sächsische Adelshaus im Gegensatz zum fränkischen Adelsgeschlecht dazu keinen Bezug mehr herstellen konnte. Dem Westwerk vorgesetzt waren direkt nebeneinander stehende Zwillingstürme, die vermutlich die Empore erschlossen und auch als Glockentürme dienten.

Der Abstand zur merowingischen Marienkirche wurde damit weiter reduziert, ein Abbruch kann trotz seiner ungeklärten Bestandsdauer zumindest im Zusammenhang mit dem ottonischen Ausbau der Salvatorkirche jedoch ausgeschlossen werden. Terminus post quem kann daher nur der Bau des Domturms ab 1415 sein, dessen Fundamente auch tatsächlich direkt auf den vorgefundenen Reste der Kirche aufsetzen.

Unter der Dynastie der Salier verlor die Frankfurter Pfalz an Bedeutung, bis sie schließlich im 11. Jahrhundert völlig verfiel. Gemeinhin wird angenommen, dass sie zwischen 1017 und 1027 durch einen Brand vernichtet wurde. Das Gelände wurde rasch mit Wohnhäusern überbaut, in deren romanischen Kellern die Reste der Pfalz konserviert blieben; an der Westmauer der Königshalle sind noch die Kragsteine erhaltenen, auf denen die Balkendecken mehrgeschossiger Keller am Markt und im Tuchgaden aufbauten. Die Staufer, die Frankfurt ab Mitte des 12. Jahrhunderts wieder als kaiserliche Residenz und Ort von Reichstagen förderten, errichteten ihre Königsburg daher südwestlich des Domhügels am Main. Teile dieses Baus bestehen als Saalhof noch heute, hier befindet sich das Historische Museum Frankfurt.

Forschungsgeschichte

Die Suche nach der Pfalz

„Vater“ der Suche nach der Königspfalz: Johannes Latomus, wohl um 1560
(Kupferstich von Theodor de Bry nach Vorlage von Jean-Jacques Boissard)

Im Zuge des Humanismus erwachte zu Beginn der frühen Neuzeit auch in Frankfurt am Main allmählich ein Interesse am Ursprung der Stadt und die Suche nach der urkundlich erwähnten Pfalz, beginnend mit dem Stiftsdekan und Historiker Johannes Latomus im Jahr 1562.[28] Das seinerzeit einzige, besonders altertümlich wirkende und frei stehende Bauwerk im Zentrum der Altstadt war jedoch offenbar der Saalhof, den er folglich mit dem Bau Ludwigs des Frommen gleichsetzte.[29]

Anfang des 18. Jahrhunderts folgte der Chronist Achilles Augustus von Lersner,[30] führte aber zusätzlich eine „Zwei-Pfalzen-Theorie“ mit der Vermutung ein, eine eigenständige, von Karl dem Großen erbaute Pfalz an der Stelle der Leonhardskirche zu lokalisieren.[31] Zur Grundlage seiner Annahme machte er die Urkunde von 1219, mit der der staufische Herrscher Friedrich II. den Boden, auf dem die Kirche entstehen sollte, der Bürgerschaft schenkte.[32] In der Urkunde ist die Rede von „area seu curtis“.[Übersetzung 2] Auszuschließen ist ein Vorgängerbau bisher tatsächlich nicht, da an der ältesten stehenden Kirche der Altstadt seit 2011 zum ersten Mal überhaupt archäologische Untersuchungen durchgeführt werden.[33]

Im 19. Jahrhundert verfestigte sich die Theorie zweier Pfalzen weiter, Vertreter waren unter anderem Johann Georg Battonn, Anton Kirchner und Georg Ludwig Kriegk.[28] Anlässlich des Abrisses von Teilen des Saalhofes 1842/1843 zugunsten des noch heute erhaltenen, frühistoristischen Burnitzbaus untersuchte der Autodidakt Georg Heinrich Krieg von Hochfelden diesen ausführlich. Große Teile sah er als romanisch an, hielt aber weiter den Kern für karolingisch, und lieferte auch ansonsten ungenaue, teils spekulative Angaben.[34]

Dennoch prägten seine Zeichnungen und Vermutungen für fast ein Jahrhundert Forschung und Literatur. Selbst der dritte, 1902–14 erschienene, und mit Rudolf Jung vom damaligen Leiter des Stadtarchivs mitverfasste Band des bis heute maßgeblichen Standardwerkes Die Baudenkmäler in Frankfurt am Main übernahm sie nahezu unverändert.[35] Trotz manch in Details kritischer Arbeit kam es vor allem mangels weiterer tatsächlicher Untersuchungen der Bausubstanz bis in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg zu keiner stichhaltigen Argumentation gegen die Gleichsetzung des Gebäudes mit der Königspfalz.[36]

Erst in den 1920er Jahren kehrte man zur Grundidee von Latomus zurück, konnte sich aber noch nicht vom Saalhof lösen, 1932 vermutete Karl Nahrgang das Gebäude gar in Sachsenhausen.[28] 1936 kam Heinrich Bingemer durch das über das Frühmittelalter hinausgehende Quellenstudium zu dem Schluss, dass die Pfalz unter dem Domhügel liegen müsse. Dies folgerte er aus einem historischen Bericht, nach dem ein überdachter Gang von der Salvatorkirche, also dem Vorgängerbau des heutigen Domes, in die Pfalz geführt habe.[37]

Nicht nur im Umkehrschluss, sondern auch im Zuge einer kurzen Grabung konnte er zudem den Saalhof erstmals korrekt als rein romanisches Gebäude datieren. Da Bingemer seine Erkenntnisse nicht veröffentlichte, und diese nur in Vorträgen, mit Verweis darauf, dass der Standort der Königspfalz auf dem Domhügel durch die Archäologie bestätigt werden müsse, vertrat, wurden sie in Forschung und Literatur zunächst nicht rezipiert.[38] Handlungsspielraum für Archäologen war durch die äußerst dichte Bebauung des in Frage kommenden Areals jedoch nicht vorhanden.

Grabungen und Wiederentdeckung

Im März 1944 zerstörten alliierte Bombardements die gesamte Frankfurter Altstadt und ermöglichten damit die größte und bedeutendste Altstadtgrabung, die es in Deutschland bis heute gegeben hat.[39] 1953 stießen die in den Trümmern beschäftigten Archäologen unter Hans Jürgen Hundt und dann Otto Stamm im Keller des einstigen Hauses Goldene Waage auf die Nordostecke der Königshalle, die in den folgenden zwei Jahren fast vollständig freigelegt und dokumentiert werden konnte. Die von Stamm 1955 in der Zeitschrift Germania publizierten Ergebnisse im Kontext der historischen Quellen zur Königspfalz sind bis heute das Schlüsselwerk der modernen Pfalzforschung.[40]

Kirchentag auf dem beräumten Dom-Römer-Areal 1956, in der vorderen linken Ecke der Pavillon der dort tätigen Archäologen

Mit späteren Grabungen am Saalhof konnte Stamm auch Bingemer bestätigen und damit endgültig beweisen, dass die staufisch-romanische Königsburg am Main nicht mit dem Aufenthalt Karls des Großen oder der Königspfalz in Zusammenhang stand.[41] Bereits im Frühjahr 1955 waren unter Stamm auch die Reste einer merowingerzeitlichen Kirche – der sogenannte Apsidenbau – unter dem Domturm aufgedeckt worden, der jedoch bis 2007 in keinem veröffentlichten Plan der Altstadtgrabungen eingetragen und somit selbst der Forschung weitgehend unbekannt war.[42]

Die für die Archäologen in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg endete 1969, als der rasante Wiederaufbau der Stadt auch den Westen des Domhügels erfasste: Binnen kürzester Zeit wurden die stellenweise fast vier Meter hohen Kulturschichten für den Bau des U-Bahnhof Dom/Römer, den Neubau des Historischen Museums, einer Tiefgarage sowie schließlich des Technischen Rathauses bis auf den geologischen Untergrund abgebaggert.

Damit gingen erhebliche Teile des nicht vollständig untersuchten ältesten Frankfurter Siedlungsbodens für immer verloren. Für die Forschung stellt dies insbesondere in Anbetracht der Vernichtung großer Teile auch der schriftlichen Überlieferung bei der Zerstörung des Frankfurter Stadtarchivs einen erheblichen Lückenschlag dar.

Als Zugeständnis an die Archäologie wird das Areal der einstigen Königspfalz mit den Ausgrabungsresten seit 1973 im Archäologischen Garten präsentiert.[43] Das das umgebende Gelände durch den Bau der Tiefgarage künstlich über das tatsächlich bis 1944 vorhandene Niveau angehoben wurde, ergibt sich dabei, gerade nach Norden und Westen hin, der Eindruck einer tiefen Grube, obwohl das Niveau zwischen Pfalzboden und letzter historischer Oberfläche nur etwa zwei Meter betrug.[44] Des Weiteren liegt das Fußbodenniveau zwischen heutigem umd historischem Pfalzboden um 50 bis 80 cm tiefer, so dass nicht nur die Mauern, sondern auch die Fundamente der Köngishalle zu erkennen sind. Auch sind einige Befunde sichtbar nicht mehr in situ erhalten, sondern wurden aus Gründen der Didaktik modern aufgemauert.[45]

Entwicklung in jüngerer Zeit

Ausgrabungen im Dom in den Jahren von 1991 bis 1993 unter Leitung von Andrea Hampel erbrachten neue Erkenntnisse vor allem zu den sakralen Teilen der Pfalz respektive den Vorgängerbauten des Domes. Ihre Interpretation war jedoch, wie vor allem die, wenn auch nicht abschließende, 2007 veröffentlichte Bearbeitung durch Magnus Wintergerst gezeigt hat, in einigen Punkten fehlerhaft. Dies nivelliert die entsprechenden Teile zahlreicher, selbst jüngerer Veröffentlichungen zur Frühgeschichte der Stadt.

Einen Bau II hat es wohl nie gegeben, so die wichtigste Erkenntnis. Bau I mit dem Mädchengrab ist in seiner Nutzung als Kirchengebäude nicht mehr sicher, als der bereits von Otto Stamm aufgefundene, in der Zeit danach bisher jedoch nicht mehr beachtete Apsidenbau viel eher einem Kirchenbau seiner Zeit entspricht. Weiterhin sind die von Hampel noch als Bau IIIa und Bau IVa bezeichneten Umbauten der Salvatorkirche wohl nicht dem 13. Jahrhundert, sondern vielmehr der Zeit um 1000 zuzuschreiben.

Im November 2006 stellten die Technische Universität Darmstadt und die Architectura Virtualis GmbH eine dreidimensionale Computer-Rekonstruktion der Frankfurter Königspfalz vor, die auf den Daten Wintergersts basierte. Die rekonstruierten Baustufen vom 7. bis zum 11. Jahrhundert erlauben ein besseres Verständnis der im Archäologischen Garten präsentierten Ruinen, als es durch das dort vorhandene Informationsmaterial möglich ist. Dieses ist in Teilen veraltet, da es noch auf den Forschungsstand von 1994 zurückgeht.

In den kommenden Jahren soll das Dom-Römer-Areal nach Abbruch des Technischen Rathauses in Anlehnung an den Zustand der direkten Vorkriegszeit neu bebaut werden. Aufgrund des geplanten Wiederaufbaus auch der Südseite der ehemaligen Altstadtgasse Markt, deren Keller einst teilweise die Substanz der Pfalz mit einbezogen, ist daher geplant, ungefähr an der Stelle der ehemaligen Königshalle einen Neubau von ihren ungefähren historischen Dimensionen zu errichten. Die Architektur des als Stadthaus bezeichneten Neubaus ist dabei ebenso noch umstritten wie die Nutzung und die Art und Weise, auf die die von ihr überbauten Reste der Königspfalz künftig präsentiert werden könnten.

Literatur

Hauptwerke

  • Elsbet Ort, Michael Gockel, Fred Schwind: Frankfurt. In: Max-Planck-Institut für Geschichte (Hrsg.), Lutz Fenske, Thomas Zotz: Die Deutschen Königspfalzen. Repertorium der Pfalzen, Königshöfe und übrigen Aufenthaltsorte der Könige im deutschen Reich des Mittelalters. Band 1. Hessen. Lieferung 2–4, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1985–96, ISBN 3-525-36503-9 / ISBN 3-525-36504-7 / ISBN 3-525-36509-8, S. 131–456.
  • Andrea Hampel: Der Kaiserdom zu Frankfurt am Main. Ausgrabungen 1991–93. Rolf Angerer Verlag, Nußloch 1994 (Beiträge zum Denkmalschutz in Frankfurt am Main 8).
  • Tobias Picard: Königspfalzen im Rhein-Main-Gebiet. In: Heribert Müller (Hrsg.): „…Ihrer Bürger Freiheit“ – Frankfurt am Main im Mittelalter. Beiträge zur Erinnerung an die Frankfurter Mediaevistin Elsbet Orth. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-7829-0544-X, S. 37–52.
  • Marianne Schalles-Fischer: Pfalz und Fiskus Frankfurt. Eine Untersuchung zur Verfassungsgeschichte des fränkisch-deutschen Königstums. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1969 (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 20).
  • Otto Stamm: Zur karolingischen Königspfalz in Frankfurt am Main. In: Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts (Hrsg.): Germania. Anzeiger der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts. Jahrgang 33, Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin 1955, S. 391–401.
  • Egon Wamers, Archäologisches Museum Frankfurt, Architectura Virtualis GmbH: Franconofurd. Die karolingisch-ottonische Kaiserpfalz Frankfurt am Main. Deutsch / Englisch. 3D Computer-Rekonstruktion. DVD-Video. Architectura Virtualis GmbH, Darmstadt 2008.
  • Magnus Wintergerst: Franconofurd. Band I. Die Befunde der karolingisch-ottonischen Pfalz aus den Frankfurter Altstadtgrabungen 1953–1993. Archäologisches Museum Frankfurt, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3-8827-0501-9 (Schriften des Archäologischen Museums Frankfurt 22/1).

Verwendete, weiterführende Literatur

  • Johann Friedrich Boehmer, Friedrich Lau: Urkundenbuch der Reichsstadt Frankfurt. Erster Band 794–1314. J. Baer & Co, Frankfurt am Main 1901.
  • Ulrich Fischer: Altstadtgrabung Frankfurt am Main. Hundert Jahre Stadtarchäologie, Vorgeschichte bis Hochmittelalter. In: Römisch-Germanisches Zentralmuseum – Forschungsinstitut für Vor- und Frühgeschichte (Hrsg.): Ausgrabungen in Deutschland. Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 1950–1975. Teil 2. Römische Kaiserzeit im freien Germanien. Frühmittelalter I. Verlag des Römisch Germanischen Zentralmuseum in Kommission bei Rudolf Habelt Verlag, Bonn 1975 (Monographien des Römisch-Germanischen Zentralmuseums 1/2), S. 426–436.
  • Richard Froning: Frankfurter Chroniken und annalistische Aufzeichnungen des Mittelalters. Verlag Carl Jügel, Frankfurt am Main 1884.
  • Andrea Hampel (Hrsg.), Egon Wamers (Hrsg.): Fundgeschichten. Archäologie in Frankfurt 2010/2011. Archäologisches Museum Frankfurt / Denkmalamt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main 2011, ISSN 2192-4244.
  • Rudolf Jung, Julius Hülsen: Die Baudenkmäler in Frankfurt am Main – Band 3, Privatbauten. Selbstverlag/Keller, Frankfurt am Main 1902–14.
  • Georg Heinrich Krieg von Hochfelden: Die ältesten Bauwerke im Saalhof zu Frankfurt a. M.; seine Befestigung und seine Kapelle. In: Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst. Drittes Heft, Verlag der S. Schmerber’schen Buchhandlung (Nachfolger Heinrich Keller.), Frankfurt am Main 1844, S. 1–27.
  • Friedrich Kurze: Annales regni Francorum inde ab a. 741 usque ad a. 829, qui dicuntur Annales Laurissenses maiores et Einhardi. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1895 (Monumenta Germaniae Historica. Scriptores. Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum separatim editi. 6) (online).
  • Achilles August von Lersner, Florian Gebhard: Der weit-berühmten Freyen Reichs-, Wahl- und Handels-Stadt Franckfurt am Mayn Chronica [...]. Selbstverlag, Franckfurt am Mayn 1706 (online).
  • Ernst Mack: Von der Steinzeit zur Stauferstadt. Die frühe Geschichte von Frankfurt am Main. Verlag Josef Knecht, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-7820-0685-2.
  • Karl Nahrgang: Die Frankfurter Altstadt. Eine historisch-geographische Studie. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1949.
  • Elsbet Orth: Frankfurt am Main im Früh- und Hochmittelalter. In: Frankfurter Historische Kommission (Hrsg.): Frankfurt am Main – Die Geschichte der Stadt in neun Beiträgen. Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-4158-6 (Veröffentlichungen der Frankfurter Historischen Kommission 17).
  • Georg Heinrich Pertz: Scriptores rerum Sangallensium. Annales, chronica et historiae aevi Carolini. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1829 (Monumenta Germaniae Historica. Scriptores. Scriptores (in Folio). 2) (online).
  • Otto Stamm: Der königliche Saalhof zu Frankfurt am Main. Mit einem Vorbericht über die Ausgrabungen des Museums für Vor- und Frühgeschichte 1958–1961. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1962 (Sonderdruck aus den Schriften des Historischen Museums Frankfurt am Main 12).
  • Otto Stamm: Spätrömische und frühmittelalterliche Keramik der Altstadt Frankfurt am Main. Nachdruck der Originalausgabe von 1962. Archäologisches Museum Frankfurt, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-88270-346-6 (Schriften des Frankfurter Museums für Früh- und Vorgeschichte 1).
  • Egon Wamers: Zur Archäologie der Frankfurter Altstadt – Der archäologische Garten. In: Frankfurt am Main und Umgebung. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1989, ISBN 3-8062-0585-X (Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland 19), S. 154–159.
  • Albert Werminghoff: Concilia Aevi Karolini. Tomus I. Pars I. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1906 (Monumenta Germaniae Historica. Leges. Concilia. 2/1) (online).
  • Magnus Wintergerst, Herbert Hagen: Hoch- und spätmittelalterliche Keramik aus der Altstadt Frankfurt am Main. Text und Tafeln. Archäologisches Museum Frankfurt, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-88270-343-1 (Schriften des Archäologischen Museums Frankfurt 18/1).

Weblinks

 Commons: Königspfalz Frankfurt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Ort, Gockel, Schwind 1985–96, S. 134.
  2. Stamm 2002, S. 63.
  3. Ort, Gockel, Schwind 1985–96, S. 144.
  4. Orth 1994, S. 11.
  5. Orth 1994, S. 9
  6. Wintergerst 2007, S. 92.
  7. Orth 1994, S. 10.
  8. Picard 2004, S. 19 u. 20.
  9. Picard 2004, S. 38 u. 39.
  10. Wintergerst 2007, S. 27 u. 28.
  11. Hampel 1994, S. 172–178.
  12. Ort, Gockel, Schwind 1985–96, S. 371 u. 372.
  13. Wintergerst 2007, S. 33–37.
  14. Hampel 1994, S. 112–152.
  15. Wintergerst 2007, S. 28–30.
  16. Wintergerst 2007, S. 30–39.
  17. Wintergerst 2007, S. 20.
  18. Ort, Gockel, Schwind 1985–96, S. 178–182.
  19. Picard 2004, S. 40.
  20. Schalles-Fischer 1969, S. 200 u. 202.
  21. a b Ort, Gockel, Schwind 1985–96, S. 160.
  22. a b Ort, Gockel, Schwind 1985–96, S. 156 u. 157.
  23. Schalles-Fischer 1969, S. 201 u. 225.
  24. Wintergerst 2007, S. 110.
  25. Ort, Gockel, Schwind 1985–96, S. 161.
  26. Ort, Gockel, Schwind 1985–96, S. 183; Zitat: „(imperator) cum ad Franconofurd paltium venisset, [...]“.
  27. a b Ort, Gockel, Schwind 1985–96, S. 183–185.
  28. a b c Stamm 1955, S. 395.
  29. Froning 1884, S. 69, 71 u. 72; Zitat: „Anno 822 a Ludovico pio extruitur palacium vulgo der Saalhoeff, unde aliquando vocari legimus curtem imperialem.“
  30. Lersner 1706, Das Erste Buch, S. 17.
  31. Lersner 1706, Das Zweyte Buch, S. 112.
  32. Boehmer, Lau 1901, S. 23 u. 24, Urkunde Nr. 47, 15. August 1219.
  33. Hampel, Wamers 2011, S. 8.
  34. Krieg von Hochfelden 1844, S. 1–27.
  35. Jung, Hülsen 1902–14, S. 1; Zitat: „Es mag zweifelhaft erscheinen, an welcher Stelle des Karolingischen Frankfurt der Palast Karls des Grossen gestanden hat, [...], dass aber der von Ludwig dem Frommen im Jahre 822 erbaute neue Königspalast die Stätte des heutigen Saalhofes einnahm, darf als sicher gelten.“
  36. Stamm 1966, S. 12 u. 13.
  37. Orth 1994, S. 17 u. 18.
  38. Stamm 1966, S. 13, Fußnote 95 auf S. 59; Zitat: „Bereits im Februar 1936 hat Bingemer vor dem Verein für das Historische Museum die Frage nach der Frankfurter Kaiserpfalz aufgegriffen. Die Auslegungen Frankfurter Geschichtsforscher seien meist Vermutungen, denen einwandfreie Beweise fehlen. Die Saalhofkapelle, die immer als Rest einer Pfalz Ludwigs des Frommen angesehen wurde, zeige keinerlei karolingische Merkmale. Die Pfalz Karls des Großen läge an der Stelle des heutigen Domes. Nur Ausgrabungen könnten endgültige Beweise erbringen.“.
  39. Wintergerst 2002, S. 22.
  40. Stamm 1955.
  41. Stamm 1962.
  42. Wintergerst 2007, S. 24.
  43. Fischer 1975, S. 430 u. 431.
  44. Stamm 2002, Tafel 30.
  45. Wamers 1989, S. 158.

Übersetzungen

  1. „Villa Frankfurt, in der er den Winter verbrachte“
  2. „Boden und Hof“, „curtis“ kann im Mittellatein allerdings auch mit „königliche Hofhaltung“ oder gar „Pfalz“ übersetzt werden.
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