Karl Marbach GmbH & Co. KG

Karl Marbach GmbH & Co. KG
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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1923
Sitz Heilbronn, Deutschland

Leitung

  • Peter Marbach (Geschäftsführender Gesellschafter)
  • Franz Strack
  • Hans Masche
Mitarbeiter etwa 1.100
(Stand: 1. Juni 2010)
Produkte Stanz- und Thermoformwerkzeuge
Website www.marbach.com

Die Karl Marbach GmbH & Co. KG ist ein deutscher Hersteller von Werkzeugen, Maschinen und Materialien für die Verpackungsmittelindustrie mit Hauptsitz in Heilbronn, Deutschland. Das 1923 gegründete Familienunternehmen wird in der dritten Generation von Peter Marbach geleitet. Außerdem gehören Franz Strack und Hans Masche der Geschäftsführung von Marbach an.[1][2]

Inhaltsverzeichnis

Marbach Stanzformtechnik

Im Bereich Stanzformtechnik ist Marbach Weltmarktführer.[3][4] Beliefert wird die internationale Faltschachtel-, Zigaretten-, Wellpappen-, Etiketten- und technische Industrie. Marbach bietet abgesehen von Stanzformen auch andere Werkzeuge und Hilfsmittel zum Stanzen wie Rillzurichtesysteme, Ausbrech- und Nutzentrennwerkzeuge sowie spezielle Sondertechniken an. Endprodukte, die mit Marbach-Werkzeugen hergestellt werden, sind z. B. Parfum-, Pharmazie- oder Lebensmittelverpackungen. Des Weiteren hat Marbach Eigenentwicklungen wie beispielsweise die Stanztechnologie mpower für minimale Ein- und Zurichtezeiten auf den Markt gebracht, die heute Standard in der Branche sind.[5][6] Für das Prägen von Blindenschrift auf Pharmaverpackungen brachte Marbach 2004 seine selbstentwickelten marbabraille-Lösungen für eine standardisierte Werkzeugtechnologie auf den Markt.[7] Marbach entwickelte die erste ökologisch nachhaltige Trägerplatte und brachte diese 2009 unter dem Namen greenplate auf den Markt.[8]

Marbach Werkzeugbau

Dieser Bereich der Marbach-Gruppe fertigt Thermoformwerkzeuge sowie Werkzeuge für Form-, Füll- und Verschließanlagen für die kunststoffverarbeitende Industrie. Bei komplexen Thermoformwerkzeugen für Becher, Deckel und Schalen mit bis zu 140 Kavitäten ist Marbach Werkzeugbau Technologie- und Marktführer.[9] Außerdem bietet Marbach neben der Entwicklung und Herstellung von Werkzeugen für die Spritzgießindustrie Komplettlösungen vom Labelling über die Entnahme und Stapelung bis hin zur vollautomatischen Verpackung.

Marbach-Konzern

Der Marbach Konzern verfügt weltweit über 1.100 Mitarbeiter an 19 Standorten. In Deutschland hat Marbach neben seinem Stammsitz in Heilbronn noch Niederlassungen in Bünde, Haan, Geyer und Bad Urach. Dazu kommen Tochterunternehmen in der Schweiz, Tschechien, Polen, Ungarn, Rumänien, der Slowakei, den USA und in China. Joint Ventures bestehen mit dem Unternehmen Arden Dies Ltd. in Großbritannien und mit Marbach Egypt in Ägypten. Des Weiteren verfügt die Marbach-Gruppe über Franchisepartner in Russland und Saudi-Arabien sowie weltweite Kooperationen und Vertretungen.

Chronik der Marbach-Gruppe

Gebäude am Stammsitz in Heilbronn

1923 wurde das Unternehmen Marbach von Karl H. Marbach und zwei Partnern gegründet. Es wurden Schmiedemesser für die Schuhindustrie gefertigt. 1924 wurde Karl H. Marbach Alleininhaber, 1926 wurde mit der Herstellung von Bandstahlschnitten begonnen. 1955 trat Karl G. Marbach in das Unternehmen ein. 1957 entstand der Bereich Werkzeugbau. 1960 wurde das erste Thermoformzieh- und Stanzwerkzeug gefertigt. 1968 begann man mit der Produktion von Rotationsstanzformen für die Wellpappenindustrie. 1972 wurde die erste Laserschneidanlage Europas installiert. 1984 beteiligte man sich an der Firma Arden Dies Ltd. in Stockport, Großbritannien. 1985 teilte sich die Firma in Stanzformtechnik und Werkzeugbau. Die Marbach Werkzeugbau AG in Sempach, Schweiz, wurde gegründet. 1988 trat Peter G. Marbach in das Unternehmen ein. Das Unternehmen Alfred Schimmel Bandstahlschnitte GmbH in Bünde, Deutschland, wurdw übernommen. 1989 wurde das Unternehmen Splittdorf GmbH in Haan, Deutschland, übernommen. 1990 installierte Marbach die Wasserstrahlschneidanlage marbajet. 1991 wurde das Unternehmen Calwart S.A. in Wissous, Frankreich, übernommen. 1992 übernahm man das Unternehmen Dreher GmbH in Geyer, Deutschland. 1994 wurdw der Bereich Stanzformtechnik nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Eine Niederlassung des Unternehmens Calwart S.A. wurde in Rouillac, Frankreich, eröffnet. 1995 wurde das Unternehmen Marbach Egypt als Joint Venture gegründet. 1996 wurde die mpower-Stanztechnologie auf den Markt gebracht. 1997 wurden die Unternehmen Marbach Tool & Equipment, Inc. in Elkhart, USA, und Marbach-Simet Sp.zo.o. in Tarnowskie Góry, Polen, gegründet. 1998 wurde der Bereich Werkzeugbau nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. 2000 eröffnete Marbach ein Verkaufsbüro in Peking, China. Das Unternehmen Marbach France SARL in Decines Charpieu, Frankreich, wurde gegründet. Ein Franchising-Vertrag mit der Firma OOO Raster-Technology in Moskau, Russland, wurde geschlossen. 2001 erhielt Karl G. Marbach die Auszeichnung Diemaker of the year durch die IADD (International Association of Diecutting and Diemaking). Man schloß einen Franchising-Vertrag mit dem Unternehmen Marbach Saudi in Riad, Saudi-Arabien. 2004 wurden die marbabraille-Lösungen entwickelt. Das Unternehmen Graphitid in Brno, Tschechien, inklusive aller Tochterbetriebe in Polen, Rumänien, Ungarn, der Slowakei und der Ukraine wurde übernommen. Zu Ehren von Karl H. Marbach erhielt 2005 eine Straße den Namen Karl-Marbach-Straße. Außerdem produzierte Marbach das erste 140-fach-Thermoformwerkzeug. 2007 zog sich Karl G. Marbach aus der Geschäftsführung zurück. 2008 wurde der Neubau am Stammsitz in Heilbronn fertiggestellt. Das Unternehmen SysTec Komplettsysteme GmbH in Bad Urach, Deutschland, wurde übernommen. 2009 wurde mit der Marbach greenplate die erste ökologisch nachhaltige Trägerplatte auf den Markt gebracht.[10][11] Die Niederlassungen in Frankreich bestehen inzwischen nicht mehr.

Produktfotos

Einzelnachweise

  1. Von der Werkstatt zum Weltmarktführer. In: Pro-Magazin, 4-2010
  2. Marbach bleibt in der Krise stabil. In: Heilbronner Stimme, 9. März 2010
  3. Deutschland 1.000 Weltmarktführer. In: Manager-Magazin, 23. September 2010
  4. Wir sind stolz auf unsere Weltmarktführer! , bei weltmarktfuehrer.info (abgerufen am 24. November 2010)
  5. Marbach-Gruppe entwickelt neues Nutzentrennwerkzeug. In: Wellpappenachrichten 3-2007
  6. Stanzen ohne Zurichten. In: Verpackungsrundschau 9-1996
  7. Marbach-Blindenschriftlösungen überzeugen. In: Viscom Print & Communication Nr. 4
  8. Nachhaltige Stanzform-Werkzeuge. In: Swisspack international, 5-2010
  9. Innovation heißt der Schlüssel. In: Werkzeugundformenbau, September 2006
  10. Marbach-Neubaueinweihung: Stanzformenherstellung in neuem Glanz. In: Wellpappenachrichten, 1-2009
  11. Robert Larson: The World of Diecutting. 2009, ISBN 978-0-615-29914-3

Literatur

Weblinks


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