Kulturlandschaft Dresdner Elbtal

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Kulturlandschaft Dresdner Elbtal
Elbwiesen und Flussbögen âˆ’ der Blick vom „Balkon Dresdens“ (Luisenhof) in Richtung Innenstadt vor dem Beginn der Bauarbeiten an der WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke
Schautafel zum Welterbe Dresdner Elbtal an der Sandsteinmauer der Pillnitzer Landstraße unweit der Talstation der Schwebebahn
Welterbe „geschĂ€ndet“ (Neumarkt 2010)

Als Kulturlandschaft Dresdner Elbtal werden bzw. wurden die elbnahen, fĂŒr großstĂ€dtische VerhĂ€ltnisse relativ dĂŒnn besiedelten FlĂ€chen des Elbtalkessels innerhalb der sĂ€chsischen Landeshauptstadt Dresden bezeichnet. Die Eingrenzung dieses Areals und die Erörterung seines kulturlandschaftlichen Charakters erfolgte im Rahmen des Antragsverfahrens zur Aufnahme in das UNESCO-Welterbe.[1] In ihrer BegrĂŒndung fĂŒr die Verleihung des Titels wĂŒrdige die UNESCO neben den landschaftlichen und architektonischen QualitĂ€ten des Elbtals auch „die SchĂ€tze der staatlichen Kunstsammlungen und die lebendigen Traditionen in Musik und bildender Kunst“.[2]

Die 2004 erfolgte Aufnahme in das Weltkulturerbe wurde anlĂ€sslich der Übergabe der Ernennungsurkunde im Sommer 2005 feierlich begangen und war mit großen Erwartungen verbunden.[3][4] Doch bereits ein Jahr darauf, im Juli 2006, wurde das Elbtal in die Rote Liste des gefĂ€hrdeten Welterbes eingetragen,[5] und nach weiteren drei Jahren, im Juni 2009, der Welterbetitel aberkannt, da die UNESCO die seit Ende 2007 im Bau befindliche WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke als landschaftszerstörend ansieht. Der Verkehrszug WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke ĂŒberquert die geschĂŒtzten Elbwiesen auf einer Strecke von knapp 800 m und zerteilt laut Gutachten „den zusammenhĂ€ngenden Landschaftsraum des Elbbogens an der empfindlichsten Stelle“.[6]

Inhaltsverzeichnis

Status „Weltkulturerbe“ (2004–2009)

Die Bewerbung um den Titel Weltkulturerbe fĂŒr die Elbtal-Landschaft wurde 2003 eingereicht, nachdem klar war, dass die wiederaufgebaute historische Altstadt allein nicht in die Liste aufgenommen werden könnte. Einzig die Flusslandschaft gilt als original erhalten und erfĂŒllt damit das Hauptkriterium.

Antragsgebiet

Die FlÀchen des ehemaligen Weltkulturerbes in Dresden[7]

Das Elbtal wurde als einteiliger Raum, den grĂ¶ĂŸten Teil des Flusslaufs der Elbe innerhalb der Stadtgrenzen Dresdens umfassend, durch die UNESCO fĂŒr schĂŒtzenswert befunden. FĂŒr die Ernennung zum Weltkulturerbe erfolgte die rĂ€umliche Festlegung der Kulturregion, indem zu beiden Seiten der Elbe Kern- und Pufferzone abgegrenzt wurden.

Die Kernzone hat ihre grĂ¶ĂŸte Ausdehnung in Pillnitz, gefolgt vom Ostragehege und der Gegend am Waldpark Blasewitz mit den auf der gegenĂŒberliegenden Elbseite befindlichen Elbschlössern.

Die Pufferzone beinhaltet sowohl die Innere Altstadt als auch die Innere Neustadt, also die historische Innenstadt Dresdens.

Als außerhalb beider Zonen gelegene Objekte wurden zusĂ€tzlich der Dorfkern Wilsdruffer Vorstadt und der Dorfkern Pieschen in das Welterbe aufgenommen.

Kriterien und Bedeutung

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Das Wasserwerk Saloppe â€“ das Dresdner Elbtal ist auch durch die Industrialisierung geprĂ€gt

Die UNESCO sieht zur Bewertung von Kultur- oder NaturgĂŒtern verschiedene Kriterien vor. Dass das Dresdner Elbtal davon die Kriterien ii, iii, iv und v erfĂŒllte, begrĂŒndete die UNESCO folgendermaßen:[1]

  • (ii): „Das Dresdner Elbtal ist ein Kreuzungspunkt fĂŒr Kultur, Wissenschaft und Technologie gewesen. Seine Kunstsammlungen, Architektur, GĂ€rten- und Landschaftsobjekte waren wichtige Bezugspunkte fĂŒr die Entwicklung Mitteleuropas im 18. und 19. Jahrhundert.“
  • (iii): „Das Dresdner Elbtal enthĂ€lt herausragende Zeugnisse höfischer Architektur und Festlichkeit genau wie bekannte Beispiele von bĂŒrgerlicher Architektur und ein industrielles Erbe, die die europĂ€ische Stadtentwicklung in die industrielle Ära reprĂ€sentieren.“
  • (iv): „Das Dresdner Elbtal ist eine herausragende Kulturlandschaft, ein Ensemble, das barocke Umgebungen und vorstĂ€dtische GartenstĂ€dte in eine kĂŒnstlerische Gesamtheit innerhalb des Flusstals integriert.“
  • (v): „Das Dresdner Elbtal ist ein herausragendes Beispiel der Landnutzung, die die außergewöhnliche Entwicklung einer wichtigen zentraleuropĂ€ischen Großstadt aufzeigt. Der Wert dieser Landschaft ist seit langem anerkannt, steht nun aber unter dem Druck von VerĂ€nderung.“

Aus der letzten BegrĂŒndung ergab sich die Interpretation der „sich entwickelnden Kulturlandschaft“, deren Entwicklungscharakter bis hin zur GefĂ€hrdung der gesamten Landschaft diskutiert wurde.

Kommunikationsproblem im Nominierungsverfahren

Die Dresdner Bewerbung enthielt auch Unterlagen bezĂŒglich der inmitten des Antragsgebiets vorgesehenen WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke, deren Planungsverfahren zu diesem Zeitpunkt nahezu abgeschlossen war. Jedoch wurde die Lage der BrĂŒcke nur mit der verbalen Ortsbezeichnung (WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke, BrĂŒcke am WaldschlĂ¶ĂŸchen) umschrieben. Weder im eigentlichen Antrag (Kulturlandschaft Elbtal Dresden, 125 S. deutsch und englisch eingereicht), noch in der beigefĂŒgten, stark verkleinerten (A3-)Kopie der Karte des FlĂ€chennutzungsplanes (FNP), noch in der hĂ€ufig zitierten Anlage 20 – KurzerlĂ€uterungen zum Projekt WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke wurde der beabsichtigte Bauplatz inmitten des beantragten Welterbegebiets eindeutig verortet.[8]

Das alleinige Dokument, das – in den Konferenzsprachen der UNESCO abgefasst â€“ den Delegierten zur entscheidenden Beratung vorlag, war der Evaluierungsbericht der Organisation ICOMOS. Deren Gutachter, der Finne Jukka Jokilehto, hatte darin versehentlich die falsche Lagebeschreibung „5 km down the river from the centre“ (5 km flussabwĂ€rts des Stadtzentrums; richtig wĂ€re gewesen: 2,5 km flussaufwĂ€rts) angegeben, nachdem er im September 2003 Planungsunterlagen und Örtlichkeit inspiziert hatte.[9]

Unstrittig ist, dass ICOMOS Verursacher des aus diesem Fehler resultierenden Informationsdefizits war. Offen blieb bisher, inwiefern andere (Landeshauptstadt, UNESCO-Kommission, 
) die Möglichkeit oder Pflicht zur rechtzeitigen Korrektur der falschen Standortangabe gehabt hĂ€tten.[10]

Aberkennung des Titels

Dresden-Wachwitz: Welterbe mit Trauerbeflaggung (Elbhangfest 2009)

Die seit November 2007 im Bau befindliche BrĂŒcke war schließlich die Ursache der Streichung von der Welterbeliste.

Nachdem die Stadt Dresden unter dem Druck von RegierungsprĂ€sidium und Landesregierung am 19. November 2007 mit der Errichtung der Elbquerung beginnen musste,[11] stellte die UNESCO anstelle der ursprĂŒnglich fĂŒr Juli 2008 angedrohten[12] Streichung (siehe unten) zunĂ€chst ein erneutes Ultimatum von einem Jahr (u. a. wegen mehrerer noch anhĂ€ngiger Klagen) und sprach sich fĂŒr eine Tunnellösung aus. Dem Welterbe-Komitee wurde von seinem Sekretariat (World Heritage Center Paris) der Vorschlag unterbreitet, im Juni 2009 in Sevilla das Welterbe Dresdner Elbtal endgĂŒltig aus der Liste des Welterbes zu streichen.[13] Die Dresdner OberbĂŒrgermeisterin Helma Orosz warb auf dieser Sitzung mit einem kurzen Redebeitrag vergeblich dafĂŒr, den Titel zu erhalten oder die Entscheidung bis zu Fertigstellung der BrĂŒcke aufzuschieben.[14] Das UNESCO-Komitee beschloss mit 14 zu 5 Stimmen bei zwei ungĂŒltigen Stimmen die Aberkennung des Titels.[15]

Deutschland ist damit der weltweit zweite Staat, in dem ein Welterbe gestrichen wurde (nachdem 2007 fĂŒr Oman wegen seiner Verkleinerung des Wildschutzgebiets der Arabischen Oryx die erste Streichung erfolgte), fĂŒr ein Weltkulturerbe sogar der allererste. Unterschiedlich wird beurteilt, ob fĂŒr die Streichung allein sachliche GrĂŒnde (siehe unten im Abschnitt GefĂ€hrdungen) ausschlaggebend waren, oder ob sich – wie von Dresdner BrĂŒckenbefĂŒrwortern behauptet â€“ die UNESCO von Gegnern des Bauprojekts instrumentalisieren ließ.

Akzeptanzproblem

Wenige Tage vor der UNESCO-Tagung im Juni 2009 belegte eine reprĂ€sentative Umfrage des Instituts fĂŒr Marktforschung Leipzig die Spaltung der Dresdner Bevölkerung bezĂŒglich der Welterbe-Frage. Insgesamt waren nur 41 % der Meinung, der Welterbe-Titel sei fĂŒr die Stadt unverzichtbar, 57 % hielten ihn dagegen fĂŒr verzichtbar. Die meisten AnhĂ€nger hatte das Welterbe der Stadt laut dieser Umfrage unter den 18- bis 29-jĂ€hrigen Dresdnern, von denen es nur knapp die HĂ€lfte fĂŒr entbehrlich hielten, die wenigsten hingegen untern den 30- bis 49-jĂ€hrigen, von denen 61 % fĂŒr „verzichtbar“ votierten.[16]

Siehe dazu auch:

WelterbetagDresden.gif

Gremien

Es galt der Grundsatz, dass vorhandene ZustĂ€ndigkeiten innerhalb des UNESCO-Schutzgebiets fortbestehen und auf das ĂŒbergreifende Schutzziel bezogen werden. Das Tourismus-Marketing wurde der Dresden-Werbung und Tourismus GmbH (DWT) ĂŒbertragen und fĂŒr andere Aufgaben als spezielle Gremien ein Kuratorium und ein Arbeitskreis geschaffen. Die ĂŒbergreifende Koordinierung oblag dem WelterbebĂŒro von Dr. Matthias Lerm, das zum GeschĂ€ftsbereich des OberbĂŒrgermeisters gehörte. Dr. Lerm war zudem Mitglied des Arbeitskreises, zu dem ansonsten im Wesentlichen die betroffenen stĂ€dtischen Amtsleiter und die Direktoren von Welterbe-verbundenen Institutionen gehörten.[17]

Kuratorium

Das „Kuratorium Welterbe Dresdner Elbtal“ hatte laut seiner GeschĂ€ftsordnung[17] die Aufgabe, „darauf hinzuwirken, die WelterbestĂ€tte zu bewahren und zu entwickeln“ und „dafĂŒr Sorge [zu tragen], dass die Belange der WelterbestĂ€tte [
] in der Öffentlichkeit vertreten werden.“ In das Gremium wurden durch den Stadtrat unter anderem Dieter Bartetzko, Maria Emanuel von Meißen, Erich Iltgen, Barbara Ludwig, Ingolf Roßberg sowie je ein Vertreter aller Stadtratsfraktionen berufen.[17] Vorsitzender ist satzungsgemĂ€ĂŸ der OberbĂŒrgermeister; seit Ingolf Roßbergs Suspendierung ĂŒbernahm vertretungsweise Ingo Zimmermann das Amt, bis es zum Amtsantritt 1. August 2008 auf die neue OberbĂŒrgermeisterin Helma Orosz ĂŒberging. Letzteres allerdings nur „theoretisch“, da (siehe Ende des Abschnitts) sich das Gremium zu diesem Zeitpunkt bereits in Auflösung befand.

Insgesamt hatte das Kuratorium anfangs 20 Mitglieder, wegen der Meinungsverschiedenheiten im Dresdner BrĂŒckenstreit gaben jedoch Konrad Zdarsa (damals Generalvikar in Dresden, heute Bischof in Augsburg) sowie die StadtrĂ€te von CDU, FDP und BĂŒrgerfraktion ihr Amt auf. Auch LandtagsprĂ€sident Erich Iltgen nahm nicht mehr an den Sitzungen teil.

Im Zusammenhang mit dem BrĂŒckenstreit warb das Kuratorium mehrfach fĂŒr Kompromissbereitschaft, beispielsweise in Briefen an die EntscheidungstrĂ€ger in Stadt[18], Land und Bund.[19] Als Konsequenz daraus begrĂŒndete Konrad Zdarsa seinen Austritt aus dem Gremium damit, dass er nicht mehr an einem Prozess beteiligt sein wolle, „der das demokratisch legitimierte Votum von mehr als zwei Dritteln der Dresdner WĂ€hlerinnen und WĂ€hler unterlĂ€uft“.[20] Nachdem zuletzt auf die Schreiben an den sĂ€chsischen MinisterprĂ€sidenten Stanislaw Tillich nicht einmal mehr EingangsbestĂ€tigungen erfolgt seien, beschlossen die verbliebenen Mitglieder am 30. Juni 2008 resigniert und einstimmig ihren RĂŒcktritt, indem sie den Stadtrat um Entbindung von ihrer Aufgabe[17] baten.[21]

Villa Stockhausen (Lingnerschloss), Sitz des Welterbezentrums

Welterbezentrum

Das Dresdner Welterbezentrum unter TrÀgerschaft des Entwicklungsforums Dresden e.V. arbeitete im Auftrag der Landeshauptstadt und wurde durch sie gefördert. Es war die zentrale Informations- und Koordinierungsstelle des Welterbegebiets und diente mit seinem Sitz im Lingnerschloss auch als Veranstaltungs- und Ausstellungsort.[22]

Die regelmĂ€ĂŸigen Öffnung der RĂ€umlichkeiten endete Ende August 2009, lediglich einige begonnene Projekte – beispielsweise eine Vortragsreihe ĂŒber andere WelterbestĂ€tten – wurden danach noch bis zum Jahresende fortgefĂŒhrt.

Welterbetag

Seit dem Bestehen ihres Welterbes lud die Landeshauptstadt alljĂ€hrlich am ersten Junisonntag zum Welterbetag ein, so auch 2009 zum fĂŒnften und letzten Mal.[23][24]

UnterstĂŒtzer

Partner des Welterbes waren zahlreiche Institutionen in- und außerhalb Dresdens. Die Landeshauptstadt listet deren Namen und Bedeutung auf einer separaten Internetseite[25] auf. Daneben gibt es die BĂŒrgerinitiative Welterbe Dresdner Elbtal.[26]

Durch das Entwicklungsforum Dresden wurden der Stiftungsfonds UNESCO-Welterbe[27] (unter dem Dach der BĂŒrgerstiftung Dresden) und der Fachrat Dresdner Welterbe[28] gegrĂŒndet. Letzterer engagierte sich fĂŒr eine Tunnellösung der WaldschlĂ¶ĂŸchen-Elbquerung, um die Aberkennung des Welterbetitels zu verhindern.[29]

Beschreibung der Kulturlandschaft

Die PrĂ€gung Dresdens durch die Landschaft der Elbe drĂŒckt sich bereits im Stadtnamen aus; Dresden ist dem altsorbischen DreĆŸÄany entlehnt, welches Auwaldbewohner bedeutet.

Die Ausgestaltung der Kulturlandschaft wird einerseits durch die unten folgenden Abschnitte erlÀutert, daneben existieren zahlreiche ...

Lage

Das Dresdner Elbtal ist eine großstĂ€dtische Kulturlandschaft mit naturnahen und urbanen TeilrĂ€umen (hier: FilmnĂ€chte am Elbufer)

Die Kulturlandschaft Dresdner Elbtal umfasst den etwa 20 km langen Abschnitt des Flusslaufs der Elbe auf dem Gebiet der sĂ€chsischen Landeshauptstadt zwischen der sĂŒdöstlichen Stadtgrenze bei Dresden-Söbrigen und dem Dresden-Übigauer Elbbogen nahe der westlichen Stadtgrenze.

Der Kulturraum liegt in einem engen Bereich des Elbtalkessels, der hier in MĂ€andern vom Strom durchflossen wird. Entlang seiner östlichen HĂ€lfte wird das geschĂŒtzte Tal nach Nordosten hin vom grĂ¶ĂŸtenteils bewaldeten Elbhang begrenzt. Da das Elbtal klimatisch begĂŒnstigt liegt, wird am Elbhang an mehreren Stellen Wein angebaut. Die Jahresdurchschnittstemperaturen mit 9,3 Grad in Radebeul und fast 10 Grad in Dresden-Neustadt zĂ€hlen zu den höchsten in ganz Deutschland.

Auf Grund verschiedener Aspekte, insbesondere dem des Hochwasserschutzes, durften und dĂŒrfen viele flussnahe Teile der Kulturlandschaft nicht bebaut werden. Durch diese Stadtplanung wurden die weitlĂ€ufigen GrĂŒnflĂ€chen des Dresdner Elbtals erhalten und in die Struktur der angrenzenden Stadtteile einbezogen.

Landschaft

Das Dresdner Elbtal in der östlichen Innenstadt â€“ links die Dresdner Heide und der Übergang an den ElbhĂ€ngen

Landschaftseinheiten

Elbhang zwischen Blauem Wunder und Innenstadt

Die Kulturlandschaft im Elbtal steht großrĂ€umig unter Landschaftsschutz und ist als Fauna-Flora-Habitat ausgewiesen. Dieser Schutz wird durch kleinrĂ€umige Naturschutzgebiete und (FlĂ€chen-)Naturdenkmale ergĂ€nzt. Die vom Menschen ĂŒberformte Landschaft lĂ€sst Platz fĂŒr Habitate naturnaher Vegetation, beherbergt bedrohte Arten und stellt als Flusslandschaft Zwischen- oder Winterquartiere im Vogelzug bereit.

Entlang der ElbhÀnge findet jÀhrlich am letzten Juniwochenende Dresdens beliebtestes Stadtteilfest, das Elbhangfest statt

Die ElbhĂ€nge ziehen sich ĂŒber 12,5 km von Pillnitz im SĂŒdosten bis zur Radeberger Vorstadt, die schon zur Innenstadt gezĂ€hlt werden kann. Die HĂ€nge sind sehr unterschiedlich ausgeprĂ€gt aber fast durchgĂ€ngig bewaldet. Den westlichen Beginn markieren die hĂ€ngenden GĂ€rten der Elbschlösser. In Pillnitz befinden sich Teile der HĂ€nge unter Naturschutz und erreichen Höhenunterschiede von bis zu 200 Metern. Die HĂ€nge sind die markante Grenze zwischen Elbtalkessel und Westlausitzer HĂŒgel- und Bergland. Die Weinberge an den ElbhĂ€ngen in Pillnitz, Wachwitz und Loschwitz bilden die Großlage Elbtal im Weinbaugebiet Sachsen. Die ElbhĂ€nge werden unterbrochen von engen NebentĂ€lern wie dem Mordgrund und dem Keppgrund. Der Loschwitzgrund war und ist in Vergangenheit und Gegenwart ein wichtiger Verkehrsweg, die Grundstraße ĂŒberwindet darin etwa 125 Höhenmeter auf dem Weg nach BĂŒhlau und ins Schönfelder Hochland.

Die Elbwiesen gegenĂŒber der Altstadt und auf Höhe des Waldschlösschens im Hintergrund

Die Elbwiesen erstrecken sich ĂŒber die gesamte LĂ€nge des Welterbegebiets. Der Charakter der Wiesen ist sehr unterschiedlich und die Breite dieser Uferwiese durch Bebauung (z. B. BrĂŒhlsche Terrasse) und die ElbhĂ€nge eingegrenzt. Die FlĂ€chen werden landwirtschaftlich und wasserwirtschaftlich genutzt. Die Elbwiesen verbinden viele andere Landschaftseinheiten. Die rechte Elbwiese schließt an der Inneren Neustadt an die kleinen Parks Rosengarten, Königsufer und Palaisgarten an. Als Überflutungsgebiet spielen die Elbwiesen als Hochwasserschutz Dresdens eine besondere Rolle. An einigen Stellen sind Talglatthaferwiesen als FlĂ€chennaturdenkmal ausgewiesen, um ihren reichen Pflanzenbestand zu schĂŒtzen. Sowohl die Pflanzengesellschaft als auch viele einzelne Arten in diesen VerbĂ€nden gelten in Deutschland als vom Aussterben bedroht.[30][31]

Das Ostragehege im Westen der Altstadt befindet sich auf dem Umlaufberg eines engen Elbbogens. UrsprĂŒnglich Teil der flachen Auenlandschaft und wegen der stetigen Hochwassergefahr kaum bebaut, Ă€nderte sich der Charakter des Ostrageheges durch die Flutrinne und den neuen StĂ€dtischen Vieh- und Schlachthof auf einem kĂŒnstlich erhöhten Bereich. Der Elbe zu reiht das etwa 5 Hektar große FlĂ€chennaturdenkmal Pieschener Allee vier Lindenhecken auf. Die Allee fĂŒhrt zu einer ehemaligen FĂ€hrstelle im Pieschener Winkel, wird heute aber als Sackgasse kaum noch genutzt und ist auch nicht als Straße ausgebaut.[32]

Die Elbe westlich der Innenstadt: Links hinter der MarienbrĂŒcke die Pieschener Allee, rechts im Hintergrund Pieschen

Der Waldpark in Blasewitz ist ein Rest des ursprĂŒnglich bis zur Stadtfestung reichenden Waldgebiets Blasewitzer TĂ€nnicht. Auf Grund des sehr sandigen Untergrunds bestand dieser nicht aus typischer Auenbewaldung sondern aus Kiefern und Fichten. Ähnliche hochstĂ€mmige NadelbĂ€ume der ursprĂŒnglichen Vegetation befinden sich in Kleinzschachwitz und Zschieren. Er entstand in einer Zeit, als durch die starke GrundstĂŒcksnachfrage in den Villenkolonien anderwĂ€rts fast alle ursprĂŒnglichen Waldparzellen ĂŒberbaut wurden.

Auf Höhe des Schlosses Pillnitz befindet sich die Pillnitzer Elbinsel. Außer der Pillnitzer Elbinsel und der Gauernitzer Elbinsel bei Coswig wurden alle Inseln im Elbtalkessel im Zuge des Flussausbaus abgetragen. Die Pillnitzer Elbinsel entstand aber in ihrer heutigen geschlossenen Form erst durch den Ausbau und die ZusammenfĂŒhrung mehrerer Schotter und SandbĂ€nke. Sie ist ein Naturschutzgebiet, darf nicht betreten werden und wird demnach auch nicht gepflegt. Zu ihrer naturnahen, selbstregulierenden Vegetation gehören eine Weich- und Hartholzauenzone und eine Glatthaferwiese, die durch ausbleibende Pflege wieder verwaldet.[33]

Landschaftlicher Charakter

Das Dresdner Elbtal ist keine durchgĂ€ngig arrangierte Parklandschaft, der ein gestalterisches Gesamtkonzept zu Grunde liegt. Vielmehr ist sie ĂŒber Jahrhunderte ĂŒberformt worden, wobei stellenweise planerisch eingegriffen wurde. Im Bereich der Innenstadt nimmt das Elbtal zunehmend den Charakter einer Stadtlandschaft an. Am Königsufer (gegenĂŒber der Dresdner Altstadt) gehen die Elbwiesen in kleinere Parks ĂŒber, so zum Beispiel der Palaisgarten. Auch das Ostragehege ist mit dem kĂŒnstlichen Umlaufberg und den Alleen durch Hans Erlwein mit ersten Methoden der Stadtplanung gestaltet worden. Wichtiges Element der Kulturlandschaft sind die Elbwiesen, die alle Bestandteile verbinden.

Siedlungsstruktur und Architektur

Zum Welterbe zÀhlen zahlreiche Objekte aus verschiedenen Jahrhunderten. Sie dokumentieren an verschiedenen Stellen die Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte Dresdens seit der Renaissance. Dazu zÀhlen auch verschiedenartige Sakral- und Profanbauwerke entlang der Elbe.

Stadtteile und Dorfkerne

Altpieschen

Das Dresdner Elbtal schließt verschiedene Stadtteile ein. Dazu zĂ€hlen neben der Dresdner Altstadt zahlreiche alte Dorfkerne aus der Zeit der sorbischen Besiedlung auf beiden Seiten der Elbe. ErwĂ€hnt werden die Dorfkerne von Söbrigen, Oberpoyritz, Pillnitz, Hosterwitz, Niederpoyritz, Laubegast, Wachwitz, Loschwitz und Blasewitz oberhalb der Innenstadt sowie flussabwĂ€rts die von Pieschen, Mickten und Übigau. Daneben gibt es noch weitere Dorfkerne in der Pufferzone, so Kleinzschachwitz oder Tolkewitz.

Einige Dorfkerne wie der von Blasewitz, Pieschen und Mickten sind wĂ€hrend der Industrialisierung und vor allem wĂ€hrend der GrĂŒnderzeit suburban um- und ĂŒberbaut wurden. In verkleinerter Form blieben aber auch dort die dörflichen Kerne bis heute erhalten. Eine Besonderheit ist der erhaltene Dorfkern in der Wilsdruffer Vorstadt, der im innerstĂ€dtischen VorstadtgĂŒrtel liegt.

Ein markantes Beispiel fĂŒr die Entwicklung der Stadtteile in der GrĂŒnderzeit ist der Schillerplatz am Blauen Wunder, in Nachbarschaft einiger erhalten gebliebener GebĂ€ude des ehemaligen Dorfes Blasewitz. Westlich von Blasewitz schließt sich mit der Johannstadt ein Segment des VorstadtgĂŒrtels an. Auch die anderen Teile des VorstadtgĂŒrtels, Pirnaische Vorstadt, Radeberger Vorstadt, Wilsdruffer Vorstadt und Friedrichstadt, gehören jeweils anteilig mit zum Welterbe.

Aus der Inneren Neustadt gehören beispielsweise ufernahen GebĂ€ude (Staatskanzlei) des Regierungsviertels, der NeustĂ€dter Markt mit dem Blockhaus und dem Goldenen Reiter sowie der Palaisplatz mit dem Japanischen Palais zur Kernzone des Welterbes. Die Innere Neustadt wurde nach einem Stadtbrand bis 1732 als „Neue Königliche Stadt“ nach barocken stadtplanerischen Vorstellungen in Form eines Halbkreises um den zentralen Albertplatz erbaut. Der Elbbogen vor der Dresdner Altstadt wurde dabei als Formgeber aufgenommen. Die Elbwiesen und das Königsufer sind fĂŒr diesen sektorĂ€hnlichen Stadtteil die Ă€ußere Begrenzung.

Bauwerke

Das Schloss Pillnitz

Entlang der Elbufer befinden sich zahlreiche Schlösser und Villen. Das Schloss Pillnitz und die idyllisch in den Weinbergen gelegene Weinbergkirche befinden sich ganz im SĂŒdosten des Kulturraums. In Hosterwitz liegt die Kirche Maria am Wasser. Am Elbhang befinden sich die „Elbschlösser“ Schloss Albrechtsberg, Lingnerschloss (Sitz des Welterbezentrums Dresdner Elbtal) und Schloss Eckberg. Das westliche Ende des Kulturraums bildet das Schloss Übigau.

Die Frauenkirche in Dresden mit dem Informationspunkt UNESCO-Welterbe "Dresdner Elbtal" auf dem Neumarkt

Ebenfalls Bestandteile der Kulturlandschaft sind erhaltene Technische DenkmĂ€ler wie das Blaue Wunder, das Wasserwerk Saloppe oder der Erlweinspeicher sowie die Yenidze, die in die FlĂ€che eingeschlossen sind. Die bekannten Bauwerke der Innenstadt wie Zwinger, Semperoper, Residenzschloss, BrĂŒhlsche Terrasse, Frauenkirche und Japanisches Palais sind in der Betrachtung des Welterbes eher zurĂŒckgestellt, da nur Teile von ihnen im Original erhalten sind. In der Innenstadt gehört die alte Stadtfestung, die unter der BrĂŒhlschen Terrasse erhalten ist, zu den enthaltenen DenkmĂ€lern. Durch die Überbauung mit der berĂŒhmten Terrasse wurde die Anlage vor der Schleifung bewahrt.

Der Neue Schlachthof im Ostragehege wird bei Hochwasser durch die Flutrinne eingeschlossen

Durch die Charakterisierung als „sich entwickelnder Kulturraum“ wurde der Stadt Spielraum zur weiteren – auch modernen – Bebauung der Gebiete gelassen. Schon jetzt befinden sich mit der Synagoge und dem Landtag zwei GebĂ€ude in der Kernzone des Kulturerbes, die in modernen Bauweisen errichtet sind. Neben diesen „Leitbauten“ der Moderne in der Innenstadt entstehen auch in den umliegenden Stadtteilen vor allem in Blasewitz und Striesen moderne Villen-Imitate und Zweckbauwerke, wie sie fĂŒr die Gegenwart typisch sind.

Nutzung

Historische BerĂŒhmtheit

Die malerischen Einbettung der Stadt in das Elbtal ĂŒbt seit Jahrhunderten eine anziehende und inspirierende Wirkung auf viele KĂŒnstler aus.

Heinrich von Kleist schrieb 1801:

„Dresden hat eine große, feierliche Lage, in der Mitte der umkrĂ€nzenden Elbhöhen, die in einiger Entfernung, als ob sie aus Ehrfurcht nicht nĂ€her zu treten wagten, es umlagern. Der Strom verlĂ€sst plötzlich sein rechtes Ufer und wendet sich schnell nach Dresden, seinen Liebling zu kĂŒssen. Von der Höhe des Zwingers kann man seinen Lauf fast bis nach Meißen verfolgen. Er wendet sich bald zu dem rechten, bald zu dem linken Ufer, als wĂŒrde die Wahl ihm schwer, und wankt, wie vor EntzĂŒcken, und schlĂ€ngelt sich spielend in tausen Umwegen durch das freundliche Tal, als wollte er nicht in das Meer.“

Die Deutsche UNESCO-Kommission schrieb 2004:[2]

„Seit dem 15. Jahrhundert war Dresden Residenz der sĂ€chsischen Herzöge, KurfĂŒrsten und spĂ€ter Könige. Unter KurfĂŒrst Friedrich August I., genannt ‚der Starke‘, rĂŒckte Dresden zur Hauptstadt von europĂ€ischer Bedeutung auf. [
] Es entstanden die großen Sammlungen der GemĂ€ldegalerie und des GrĂŒnen Gewölbes und die erste europĂ€ische Porzellanmanufaktur. Im 18. Jahrhundert war die Stadt ein Zentrum europĂ€ischer Politik, Kultur und Wirtschaft. Eine Vielzahl von KĂŒnstlern und Wissenschaftlern hat in den vergangenen 400 Jahren im Dresdner Elbtal ihre Spuren hinterlassen.“

Verglichen wird Dresden durch seinem seit dem 19. Jahrhundert eingebĂŒrgerten StĂ€dtebeinamen mit der toskanischen Hauptstadt Florenz (dem „italienischen Athen“), das seit 1982 UNESCO-Welterbe ist und in seinem diesbezĂŒglichem Antrag ausfĂŒhrte, das es die „weltgrĂ¶ĂŸte AnhĂ€ufung universell bekannter Kunstwerke“[34] besitze:

Hauptartikel Elbflorenz

Wohnraum

Wachwitz – Eines der vielen „Dörfer“ in der Stadt

Heute sind die in das „Dresdner Elbtal“ mit Pufferzone hineinreichenden Stadtteile Wohnort fĂŒr fast 200 000 Einwohner in verschiedenen Wohnlagen. Gerade diese Bevölkerungsdichte im Schutzgebiet und seinem unmittelbaren Umfeld unterscheidet das Dresdner Elbtal von anderen allen anderen unter UNESCO-Schutz stehenden europĂ€ischen Kulturlandschaften, wie beispielsweise dem Dessau-Wörlitzer Gartenreich, das ebenfalls im Tal der Elbe liegt.

Die Elbe in Dresden-Pieschen

Die Dorfkerne entlang der Elbe sind genau wie die vormalig suburbanen Stadtteile Zeugnisse der SiedlungsaktivitĂ€t in der Landschaft. Betrachtet man die Besiedlung, fallen vor allem die kontrastreichen ÜbergĂ€nge zwischen (Natur-)Landschaft und Wohnraum auf, die durch das Elbtal gekennzeichnet sind. So finden sich im SĂŒdosten der Stadt zahlreiche Dorfkerne, die sich an den nördlichen Elbhang anlehnen, durch Elbe und Elbwiesen getrennt von den gegenĂŒberliegenden dicht besiedelten Stadtteilen wie Laubegast, Tolkewitz und östlichem Blasewitz. Die Dresdner Heide und die ElbhĂ€nge ziehen sich fast bis in die Innenstadt.

Wirtschaft und Verkehr

Drehkran der stillgelegten Werft in Übigau

Das Elbtal wurde und wird als Wirtschaftsraum genutzt. Die Elbwiesen stellen eine landwirtschaftliche NutzflĂ€che dar, deren Bewirtschaftung zur Wahrung des Charakters der Landschaft beitrĂ€gt. Insbesondere in der Industrialisierung wurde das Dresdner Elbtal ĂŒberformt. Relikte wie die Schiffswerft in Laubegast oder die Wasserwerke sind ausdrĂŒckliche Bestandteile der schĂŒtzenswerten Landschaft. Die meisten Anlagen sind aber keine IndustriedenkmĂ€ler sondern wie zum Beispiel die Schiffswerft nach wie vor in Betrieb. Anlagen wie der Schlachthof im Ostragehege oder der Erlweinspeicher wurden umfunktioniert. Die andersartige Verwendung von GebĂ€uden, die unter Denkmalschutz stehen, wird im Sinne der Erhaltung akzeptiert.

Elbwiesen bei Kleinzschachwitz nach der Mahd

Nicht zuletzt liegt die Kulturlandschaft in einem ĂŒberregionalen Wirtschaftszentrum und wird dabei alltĂ€glich von Pendlerströmen durchquert, wie sie fĂŒr GroßstĂ€dte wie Dresden typisch sind. Wichtige Verkehrswege wie die Ferneisenbahnstrecke nach Leipzig und fĂŒnf StraßenbrĂŒcken verlaufen durch das Dresdner Elbtal. Der Konflikt zwischen Kulturlandschaft und Nutzung fĂŒr den kreuzenden Verkehr entwickelte sich schon wenige Monate nach der Ernennung zur GefĂ€hrdung des UNESCO-Status durch die geplante WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke.[35] Die im Abschnitt „WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke“ beschriebene Eskalation war jedoch keineswegs unvermeidlich, vergleiche dazu die Entwicklung anderer gefĂ€hrdeter WelterbestĂ€tten in Deutschland.[36]

Tourismus

Die Stadt Dresden, die bereits zuvor jahrelang steigende Touristenzahlen verzeichnete, will diesen Trend vermittels des Dresdner Elbtals stĂŒtzen. Zu diesem Zweck begleitet die stĂ€dtische Dresden-Werbung und Tourismus GmbH das Welterbe mit dem Ziel der Erschließung touristischer Effekte.[37] Insbesondere in Japan und zukĂŒnftig in China werden Rundreisen in Mitteleuropa verbreitet ĂŒber WelterbestĂ€tten geplant. Das Dresdner Elbtal reiht sich dabei in eine Kette von WelterbestĂ€tten ein, die von Stralsund und Wismar ĂŒber Potsdam und Berlin bis nach Prag und Wien verkehrstechnisch gut erschlossen sind. Bei deren Besuch vereint sich die Besichtigung von WelterbestĂ€tten mit dem Charakter einer StĂ€dtereise. Auch in West-Ost-Richtung liegt das Dresdner Elbtal inmitten einer Reihe von benachbarten WelterbestĂ€tten, zwischen der Wartburg und den StĂ€tten von Weimar, Quedlinburg und Dessau auf der einen, sowie den StĂ€tten FĂŒrst-PĂŒckler-Park Bad Muskau, Friedenskirche Jauer (Jawor), Friedenskirche Schweidnitz (ƚwidnica) und Krakauer Altstadt (Krakow) auf der anderen Seite.[38]

Die Auswirkungen des Tourismus auf das Gebiet sind unterschiedlich. Belastet und genutzt sind vor allem die bekannten Anziehungspunkte in Pillnitz, die Bergbahnen und Blasewitz. Andere Teile wie die vielen Dorfkerne sind dagegen fast unberĂŒhrt und werden touristisch nur beilĂ€ufig wahrgenommen. Der Elberadweg auf sĂŒdlicher Elbseite wird von Einheimischen und Touristen gleichermaßen zur Naherholung und als Verkehrsweg genutzt. FĂŒr Touristen ist er besonders reizvoll fĂŒr Radtouren in die SĂ€chsische Schweiz. Eine Überbauung der lockeren Struktur durch Hotelkomplexe blieb bisher aus und ist auch nicht geplant, so dass in den vielen Vororten kleine Gasthöfe, Pensionen und GĂ€stezimmer die Gastronomie beherrschen.

ZugÀnglichkeit

Der aufwÀndig gepflegte Schlosspark in Pillnitz ist frei zugÀnglich

Alle öffentlichen Teile der Landschaft, also auch die Parks und GrĂŒnanlagen, sind frei zugĂ€nglich. Die SĂ€chsische Staatsregierung plant jedoch, fĂŒr den Schlosspark Pillnitz eine EintrittsgebĂŒhr zu erheben. Sie soll den Erhalt der Anlage langfristig sichern, wird aber unter anderem deswegen kritisiert, weil in diesem Zusammenhang kleinere EingĂ€nge geschlossen werden sollen und somit das Gesamtwerk verĂ€ndert wĂŒrde. Kritiker befĂŒrchten weitere EinschrĂ€nkungen an anderen GrĂŒnanlagen.[39] Der kulturpolitische Sprecher der BĂŒndnis 90/GrĂŒne-Fraktion im Landtag Karl-Heinz Gerstenberg kritisiert, dass den freien Zugang „bereits Sachsens Könige ihren Untertanen zugestanden“ haben und dieses Privileg durch einen demokratischen Kulturstaat den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern nicht genommen werden dĂŒrfe.[40] Sowohl die Freie Demokratische Partei als auch Die Linke setzen sich daneben im Landtag fĂŒr eine freie ZugĂ€nglichkeit der Anlage ein.[41][42]

GefĂ€hrdungen fĂŒr die Kulturlandschaft

WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke

Standort der im Bau befindlichen WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke

An einer besonders breiten Stelle der Elbwiesen soll die Kulturlandschaft durch die seit Ende 2007 im Bau befindliche vierspurige StraßenbrĂŒcke „WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke“ gequert werden. Dieser Straßenzug löste seit seiner Planung Mitte der 1990er Jahre eine jahrelange stadt- und landespolitische Kontroverse aus.

→ Hauptartikel: Dresdner BrĂŒckenstreit

Bevor im Februar 2005 ein BĂŒrgerentscheid zugunsten der Realisierung entschied, wurde durch die Gegner nochmals stark (unter anderem) mit der Natur- und LandschaftsbeeintrĂ€chtigung argumentiert. Alle ErlĂ€uterungen zur Fragestellung des Referendums gingen jedoch davon aus, dass das Bauwerk mit dem Welterbe vereinbar sei.

Das Welterbe-Komitee der UNESCO war in der ein Jahr zuvor bewilligten Dresdner Antragstellung ĂŒber eine geplante BrĂŒcke informiert worden, zu Einzelheiten lagen jedoch offenbar falsche Angaben vor. Maßgeblich fĂŒr diese Fehler waren eine falsche Standortangabe durch die Denkmalschutzbehörde ICOMOS sowie VerĂ€nderungen am Ausmaß der BrĂŒcke nach dem Elbehochwasser 2002, als die ursprĂŒngliche flachere Lösung verworfen wurde. Im November 2005 forderte das Welterbekomitee daher von der Stadt Dresden genauere Informationen an, insbesondere ein ausfĂŒhrliches Sichtgutachten.

Anfang 2006 bezeichnete der Dresdner OberbĂŒrgermeister Ingolf Roßberg die Bedenken der UNESCO als bloßes Kommunikationsproblem. Entgegen der Empfehlung der Welterbekommission bestand er auf einen Baubeginn im MĂ€rz 2006, noch bevor die UNESCO ĂŒber dieses Thema beraten wollte. Daraufhin ließ der Direktor des Welterbezentrums Francesco Bandarin gegenĂŒber einer lokalen Zeitung verlauten, dass die BrĂŒcke in dieser Form keinesfalls akzeptabel sei. Die Deutsche UNESCO-Kommission in Bonn wertete den Standpunkt Roßbergs als „Affront“. Der stellvertretende GeneralsekretĂ€r der Organisation, Dieter OffenhĂ€ußer sagte „Das wird Folgen fĂŒr die Entscheidung der UNESCO haben und lĂ€sst Schlimmes ahnen.“ Nach deutschlandweiter Kritik und Besuch vom AuswĂ€rtigen Amt wurde der Baubeginn der BrĂŒcke vorerst ausgesetzt, um die Entscheidung der UNESCO bezĂŒglich der GefĂ€hrdung abzuwarten.

Im April 2006 wurde das von der UNESCO geforderte unabhĂ€ngige Gutachten[6] des Aachener Stadtplaners Kunibert Wachten veröffentlicht. Es bescheinigt der BrĂŒcke gravierende negative Auswirkungen auf das Elbtal, vor allem auf Sichtbeziehungen und Gesamteindruck: Die WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke zerschneide den zusammenhĂ€ngenden Landschaftsraum des Elbbogens an der empfindlichsten Stelle und teile ihn irreversibel in zwei HĂ€lften. Die visuellen Auswirkungen der projektierten WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke seien gravierend und bedeuteten eine irreversible SchĂ€digung der besonderen QualitĂ€ten des Elbtals.

Am 11. Juli 2006 entschied das Welterbekomitee der UNESCO, das Dresdner Elbtal wegen der BrĂŒcke in die Rote Liste des gefĂ€hrdeten Welterbes einzutragen. Deutschland und die Stadt Dresden wurden aufgefordert, den BrĂŒckenbau nicht durchzufĂŒhren sondern Alternativen zu suchen und vorzuschlagen. FĂŒr den Fall des BrĂŒckenbaus wurde die Aberkennung des Titels angedroht.

Am 10. August 2006 beschloss der Dresdner Stadtrat, das Bauprojekt zu stoppen. Da sich im Rat aber nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit fĂŒr einen erneuten BĂŒrgerentscheid fand, forderte das RegierungsprĂ€sidium die Stadt ultimativ auf, den BĂŒrgerentscheid zum BrĂŒckenbau umzusetzen. Trotzdem blieb der Stadtrat am 24. August 2006 mit 36 zu 30 Stimmen bei seiner Entscheidung zum Baustopp und sprach sich zugleich fĂŒr weitere Verhandlungen mit der UNESCO aus, um sowohl das Welterbe zu erhalten als auch die BrĂŒcke bauen zu können.

Das RegierungsprĂ€sidium versuchte daraufhin, den Bau durch eine Ersatzvornahme zu starten, was die Stadt zunĂ€chst mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Dresden verhinderte. Das letztinstanzlich entscheidende Oberverwaltungsgericht Bautzen hob jedoch nach erfolglosem Mediationsverfahren am 9. MĂ€rz 2007 diese Entscheidung auf und erklĂ€rte die sofortige Umsetzung des BĂŒrgerentscheids fĂŒr zwingend. In der UrteilsbegrĂŒndung wird angefĂŒhrt, dass die Welterbekonvention nicht bindend wirken könne, da sie nicht in Bundesrecht abgebildet sei, der Wille des Volkes durch den BĂŒrgerentscheid habe demgegenĂŒber Vorrang. Nachdem die Landeshauptstadt mit zwei dagegen gerichteten Verfassungsklagen scheiterte, setzen Stadtverwaltung und Stadtratsmehrheit weiterhin auf einen Kompromiss mit der UNESCO in Form einer modifizierten BrĂŒcke. Einen dafĂŒr im Auftrag der Landeshauptstadt entwickelten alternativen Entwurf lehnte jedoch das RegierungsprĂ€sidium ab, da er nicht der Planfeststellung entspreche. Auf Grund des gerichtlich bestĂ€tigten Vorranges, den die Behörde dem BĂŒrgerentscheid gegenĂŒber dem Welterbe einrĂ€umte, leitete sie die Errichtung der ursprĂŒnglichen geplanten Variante am 8. Juni 2007 ein, indem sie begann, BauauftrĂ€ge per Ersatzvornahme zu vergeben. Dem Welterbe Dresdner Elbtal drohte damit – als weltweit zweiter WelterbestĂ€tte (dem Wildschutzgebiet in der WĂŒste Omans wurde der Titel 2007 aberkannt[43]) – die Aberkennung des Titels.[44] WĂ€hrend ihrer Sitzung vom 23. Juni bis 1. Juli 2007 in Christchurch, Neuseeland erkannte die UNESCO-Kommission den Status des Welterbes zunĂ€chst nicht ab, forderte aber bis Oktober 2007 Nachbesserungen fĂŒr das umstrittene BrĂŒckenbauprojekt ein. Diese Frist verstrich ungenutzt, stattdessen begannen am 19. November 2007 die Bauarbeiten zur Realisierung des Entwurfs aus dem Jahr 1997. Auf Initiative des Frauenkirchen-Baudirektors Eberhard Burger wurden durch den BrĂŒckenarchitekten Henry Ripke noch bis Januar 2008 einige Änderungen zur „Verschlankung“ in den Entwurf eingearbeitet. Die daraufhin eingeladenen UNESCO-Vertreter, die eine Beschlussvorlage fĂŒr die Tagung im Juli 2008 in Quebec (Kanada) zu erarbeiten hatten, nahmen vor Ort den Stand der Bauarbeiten in Augenschein. Sie konnten nicht davon ĂŒberzeugt werden, die minimalen Änderungen anstelle des geforderten Alternativ-Entwurfs zu akzeptieren.[45] Statt dessen empfahlen sie, statt der BrĂŒcke einen Tunnel zu errichten.[46]

WĂ€hrend mehrere Bundesministerien Bedenken wegen einer völkerrechtlichen Vertragsverletzung anmeldeten und deshalb den Entzug der fĂŒr den Verkehrszug WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke eingeplanten 80 Mio. BMFT-Fördermittel androhten, sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel von einem „regionalen Konflikt“, der auch vor Ort entschieden werden solle. Indessen wurden und werden Unterschriften fĂŒr einen erneuten BĂŒrgerentscheid (zugunsten der Umplanung der ElbbrĂŒcke in einen Tunnel) gesammelt. Die Stadtverwaltung hingegen vertrat Anfang MĂ€rz 2008 anlĂ€sslich einer erneuten Warnung durch die UNESCO die Auffassung, sie habe auch nach der seit Ende Februar 2008 abgelaufenen BĂŒrgerentscheids-Bindefrist keinen rechtlichen Spielraum fĂŒr einen Baustopp.[47]

In einem offenen Brief stellte die Bundesregierung am 28. MĂ€rz 2008 fest:[48]

  1. „Eine Streichung des Dresdner Elbtals aus der Welterbeliste wĂŒrde das Ansehen Deutschlands und das VerhĂ€ltnis Deutschlands zur UNESCO erheblich beeintrĂ€chtigen.“
  2. „Die Verantwortung fĂŒr den Bau der WaldschlösschenbrĂŒcke [liegt] bei der Landeshauptstadt Dresden und beim Freistaat Sachsen.“
  3. „Die Welterbekonvention ist 1976 gemĂ€ĂŸ 
 der so genannten ‚Lindauer Absprache‘ ratifiziert worden, d. h. die LĂ€nder haben damals ihr EinverstĂ€ndnis 
 gegeben. Damit sind auch die LĂ€nder 
 an die Welterbekonvention gebunden.“

Am 3. Juli 2008 entschied das Welterbekomitee der UNESCO, dass dem Dresdner Elbtal vorerst nicht der Titel als WelterbestĂ€tte aberkannt werden sollte. Das Elbtal blieb aber auf der Roten Liste der gefĂ€hrdeten Objekte. Das Komitee stellte klar, dass der Titel im Jahr 2009 aberkannt werden sollte, wenn das BrĂŒckenprojekt nicht gestoppt und der bis dahin angerichtete Schaden wiedergutgemacht worden sei. Es schloss sich auch der Empfehlung der Expertenmission fĂŒr die Tunnellösung an.[49]

Auf Anregung von Horst Wadehn, Vorsitzender des UNESCO-WelterbestĂ€tten Deutschland e. V., versandten Vertreter der Dresdner Welterbebewegung im MĂ€rz 2009 einen Brief an jeden der 154 in Deutschland akkreditierten Botschafter der UNESCO-Mitgliedsstaaten mit der Bitte, „auf diplomatischer Ebene fĂŒr den Welterbe-Erhalt 
 tĂ€tig zu werden“.[50] Auf diesen in der Geschichte der UNESCO bisher einzigartigen Vorgang reagierten die Dresdner Bundestagsabgeordneten von CDU und FDP (Vaatz, LĂ€mmel und MĂŒcke) mit einem Schreiben an denselben Adressatenkreis, worin sie die Diplomaten baten, das Ansinnen der Welterbeverfechter abzulehnen.[51]

Zunehmende Überbauung

Eine GefĂ€hrdung der Kulturlandschaft sehen nicht wenige Dresdner auch in der geplanten Bebauung mehrerer am Elbhang gelegener GrundstĂŒcke (an der Saloppe[52] und in Oberloschwitz[53]) mit GebĂ€uden grĂ¶ĂŸerer Dimension.

Erhaltung von Objekten

Einzelne Objekte wie die Weinbergkirche bei Pillnitz werden durch viel Engagement erhalten

Auch in den Gebieten des Welterbes gibt es Probleme bei der Erhaltung von KulturdenkmĂ€lern. Die zahlreichen Dorfkerne und Villen wurden in den letzten 15 Jahren und teilweise auch schon vorher durch Investition der Besitzer und Bewohner sowie durch staatliche Förderung erneuert und erhalten. In einigen Stadtteilen wie Blasewitz, Loschwitz und am Weißen Hirsch begrĂŒndet der kulturelle Wert der DenkmĂ€ler den herausragenden Wert der Wohnlagen. In diesen Teilen findet ein Erhalt von DenkmĂ€lern also schon aus rein wirtschaftlichen GrĂŒnden statt.

Einzelne Objekte wie das Schloss Wachwitz oder das Schloss Übigau verfallen dagegen in den letzten Jahren wegen zunĂ€chst ungeklĂ€rter BesitzansprĂŒche oder mangelnden Interesses von Investoren. Auch die Ernennung zum Welterbe und damit die erhoffte Wertsteigerung der Objekte konnte daran nichts Ă€ndern. Die GefĂ€hrdung dieser Objekte steht außerdem im Schatten der Diskussion um die WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke.

In Aussicht stehende Fördermittel aus dem Sonderförderprogramm WelterbestĂ€tten des Bundes von bis zu 13 Millionen Euro (vor allem fĂŒr Lingnerschloss, Busmannkapelle und Schloss Übigau) wurden im Juni 2009 wegen der kurz bevorstehenden Welterbe-Titel-Aberkennung komplett gestrichen.

Literatur

Weblinks

 Commons: Dresdner Elbtal â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c ICOMOS–Gutachten: Dresden Elbe Valley (Germany), No 1156 – Evaluierungsbericht in englischer und französischer Sprache, MĂ€rz 2004
  2. ↑ a b Deutsche UNESCO-Kommission: Das Elbtal in Dresden
  3. ↑ Landeshauptstadt Dresden: Zur Beantragung des Welterbestatus
  4. ↑ SPIEGEL ONLINE: Dresdner Elbtal wird offiziell Weltkulturerbe, 24. Juni 2005
  5. ↑ Deutsche UNESCO-Kommission: Pressemitteilung zur Eintragung auf der roten Liste, 11. Juli 2006
  6. ↑ a b Kunibert Wachten, Lehrstuhl und Institut fĂŒr StĂ€dtebau und Landesplanung der RWTH Aachen: Die beiden Gutachten zu den visuellen Auswirkungen von WaldschlösschenbrĂŒcke und MittelrheinbrĂŒcke
  7. ↑ a b c d dresden.de: Antragsgebiet UNESCO Weltkulturerbe Kulturlandschaft „Elbtal Dresden“
  8. ↑ elbtunnel-dresden.de: Und die UNESCO war doch informiert!?, 8. Juli 2008
  9. ↑ welterbe-erhalten.de: Der UNESCO lag eine fehlerhafte Lagebeschreibung der BrĂŒcke vor, 8. November 2005
  10. ↑ BauBlog: Wegfall des Welterbestatus - peinlich fĂŒr wen? – ICOMOS-Gutachter Ilse Friedrich und Jukka Jokilehto beim George-BĂ€hr-Forum der TU Dresden, 14. Juni 2007.
  11. ↑ DER TAGESSPIEGEL: Prostest im Dresdner Elbtal: „Wider die Natur und Vernunft“, 23. November 2007
  12. ↑ UNESCO: UNESCO regrets decision on construction of bridge that threatens delisting of Dresden Elbe Valley from World Heritage List (Englisch), 14. November 2007.
  13. ↑ SĂ€chsische Zeitung: Unesco macht ernst: Dresden soll den Titel „Welterbe“ verlieren, 15. Mai 2009.
  14. ↑ dresden.de: Rede der OberbĂŒrgermeisterin vor dem Welterbekomitee (Deutsche Übersetzung), 25. Juni 2009.
  15. ↑ Pressemittteilung der Deutschen UNESCO-Kommission
  16. ↑ SĂ€chsische Zeitung: Mehrheit der Dresdner hĂ€lt den Welterbetitel fĂŒr verzichtbar, 20. Juni 2009.
  17. ↑ a b c d Landeshauptstadt Dresden: Struktur und Partner (u. a. mit Downloads der Kuratoriums-GeschĂ€ftsordnung und der Mitgliederlisten der Gremien)
  18. ↑ Offener Brief des Kuratoriums UNESCO-Welterbe Dresdner Elbtal an den Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden, 17. Juli 2006
  19. ↑ Kuratorium UNESCO-Welterbe Dresdner Elbtal: An die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Frau Dr. Angela Merkel, 21. MĂ€rz 2007.
  20. ↑ Katholische Nachrichtenagentur: Dresdner Generalvikar tritt aus UNESCO-Kuratorium aus, 21. Juli 2006
  21. ↑ SĂ€chsische Zeitung: Kuratorium fĂŒr das Welterbe tritt zurĂŒck, 1. Juli 2008.
  22. ↑ Homepage und Grundrisszeichnung des Welterbezentrums
  23. ↑ „Wir haben geerbt – das Elbtal zwischen Übigau und Pillnitz“ – Veranstaltungsprogramm des 5. Welterbetages am 7. Juni 2009
  24. ↑ mdr.de: Hoffen und bangen am Welterbetag, 7. Juni 2009
  25. ↑ Landeshauptstadt Dresden: Links zu Partnern & weiteren Informationen
  26. ↑ BĂŒrgerinitiative Welterbe Dresdner Elbtal
  27. ↑ Stiftungsfonds UNESCO-Welterbe Dresdner Elbtal
  28. ↑ Fachrat Dresdner Welterbe
  29. ↑ Fachrat Dresdner Welterbe: Der Elbtunnel als Alternative zur WaldschlĂ¶ĂŸchenbrĂŒcke, 11. Dezember 2007 (PDF 50 kB)
  30. ↑ Themenstadtplan: Glatthaferwiese am Elbufer Johannstadt (ND 37)
  31. ↑ Themenstadtplan: Glatthaferwiese im Ostragehege (ND 38)
  32. ↑ Themenstadtplan: Pieschener Allee (ND 39)
  33. ↑ Themenstadtplan: Pillnitzer Elbinsel (NSG 1)
  34. ↑ ICOMOS–Gutachten: The Historic Centre of Florence, 30. Dezember 1981
  35. ↑ UNESCO: World Heritage Committee threatens to remove Dresden Elbe Valley (Germany) from World Heritage List (Englisch), 12. Juli 2006
  36. ↑ Die Kulturlandschaft von morgen ist nicht die von gestern – Robert de Jong, President International Committee of Historic Gardens-Cultural Landscapes, ICOMOS/IFLA, 8. November 2002 (PDF 0,2 MB)
  37. ↑ Rede von OberbĂŒrgermeister Ingolf Roßberg zum Festakt UrkundenĂŒbergabe UNESCO-Welterbe Dresdner Elbtal
  38. ↑ In etwa an Europastraßen und Verkehrskorridoren festgemacht
  39. ↑ SĂ€chsische Zeitung: Erneut Streit um Eintritt fĂŒr Schlosspark Pillnitz
  40. ↑ karl-heinz-gerstenberg.de: „Zugang zu Schlosspark Pillnitz muss frei bleiben - Kein Eintrittsgeld ohne Landtagsbeschluss“
  41. ↑ Fraktion der FDP: Kostenfreier Zugang zum Schlosspark Pillnitz muss bleiben
  42. ↑ Fraktion der Linkspartei: Presseinformation 51 / 2007 „Kein Eintrittspreis fĂŒr Schlosspark Pillnitz“
  43. ↑ UNESCO: Oman's Arabian Oryx Sanctuary : first site ever to be deleted from UNESCO's World Heritage List (Englisch), 28. Juni 2006
  44. ↑ Deutsche UNESCO-Kommission zur Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bautzen, 13. MĂ€rz 2007
  45. ↑ meinDresden.info: Burger-BrĂŒcke ĂŒberzeugt UNESCO-Vertreter nicht, 5. Februar 2008
  46. ↑ UNESCO report recommends the construction of a tunnel instead of a bridge in Dresden World Heritage site, PresseerklĂ€rung vom 7. MĂ€rz 2008 (englisch)
  47. ↑ Landeshauptstadt Dresden: Stellungnahme zur angekĂŒndigten Aberkennung des Welterbetitels - Stadt sieht beim BrĂŒckenbau derzeit keinen rechtlichen Spielraum, 6. MĂ€rz 2008
  48. ↑ Presse und Informationsamt der Bundesregierung im Auftrag der Bundeskanzlerin: Re: Welterbekonvention in nationales Recht transformieren, 28. MĂ€rz 2008
  49. ↑ DIE WELT: Dresdner Elbtal bleibt vorerst Unesco-Welterbe, 4. Juli 2008 und World Heritage Committee keeps Dresden Elbe Valley on UNESCO World Heritage List, urging an end to building of bridge, PresseerklĂ€rung vom 4. Juli 2008 (englisch)
  50. ↑ SĂ€chsische Zeitung: BrĂŒckengegner bitten 154 Staaten um Hilfe beim Welterbe-Erhalt, 24. MĂ€rz 2009
  51. ↑ Pressemitteilung auf der Website von Jan MĂŒcke, 27. MĂ€rz 2009
  52. ↑ http://www.saloppe-bleibt.de
  53. ↑ BĂŒrgerinitiative Loschwitzhöhe
51.04979166666713.813213888889

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