Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Mitte

Stadtviertel in Berlin-Mitte: Altkölln (Spreeinsel) [1] (mit Museumsinsel [1a], Fischerinsel [1b]), Alt-Berlin [2] (mit Nikolaiviertel [2a]), Friedrichswerder [3], Neukölln am Wasser [4], Dorotheenstadt [5], Friedrichstadt [6], Luisenstadt [7], Stralauer Vorstadt (mit Königsstadt) [8], Gebiet Alexanderplatz (Königsstadt und Altberlin) [9], Spandauer Vorstadt [10] (mit Scheunenviertel [10a]), Friedrich-Wilhelm-Stadt [11], Oranienburger Vorstadt [12], Rosenthaler Vorstadt [13]

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Mitte beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Mitte mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Liste ein Teil des Gesamtprojektes Berliner Straßen und Plätze. Die Geschichte des Ortsteils Mitte wird hier nicht gesondert behandelt.

Mitte umfasst die Postleitzahlenbereiche 10115, 10117, 10119, 10178 und 10179.

Inhaltsverzeichnis

Legende

Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die vorhandenen Straßen und Plätze im Ortsteil sowie einige zugehörige Informationen. Im Einzelnen sind dies:

  • Name/Lage: aktuelle Bezeichnung der Straße oder des Platzes. Die Lage (Geoposition) gibt etwa die Mitte der Straße oder des Platzes an
  • Nicht mehr gültige Straßennamen sind kursiv gesetzt
  • Länge/Maße: gerundete Länge der Straße beziehungsweise Ausmaße des Platzes in Metern. Letztere werden in der Form a × b bei rechteckigen Anlagen oder a × b × c bei dreiecksförmigen Anlagen mit a als längster Kante angegeben. Der Zusatz ‚im Ortsteil‘ gibt an, welche Länge die Straße innerhalb des Ortsteils zurücklegt, sofern sie durch mehrere Ortsteile verläuft
  • Namensherkunft: Ursprung des Namens
  • Benennung: Zeitpunkt der Benennung
  • Anmerkungen: weitere Informationen bezüglich ansässiger Institutionen, der Geschichte der Straße oder historischer Bezeichnungen
  • Bild: Bild der Straße oder eines anliegenden Objektes

Übersicht der Straßen und Plätze

Inhaltsverzeichnis A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Name/Lage
Länge/Maße
(in Metern)
Namensherkunft
 Benennung 

Anmerkungen

Bild
Ackerstraße 0300
(im Ortsteil)
nach den Äckern der Berliner Feldmark, durch die die Straße verlief 18. Feb. 1801 Ein Teil der Straße verläuft in Gesundbrunnen. Die vorherigen Namen waren um 1752 bis 1801 Zweite Reihe im Neuen Voigtland und Dritte Reihe im Neuen Voigtland. Ackerstraße
Adalbertstraße 0360
(im Ortsteil)
Heinrich Wilhelm Adalbert Prinz von Preußen (1811–1873), Militär und Generalinspekteur der preußischen Marine 21. Jan. 1847 Ein Teil der Straße verläuft in Kreuzberg. Bei der Aufteilung des Köpenicker Feldes in den Jahren 1841–1846 wurde die Straße neu angelegt. 1847 erhielt sie ihren heutigen Namen. Mit Wirkung vom 1. Oktober 1975 wurde ein vor der Adalbertstraße gelegener Teil der Dresdener Straße in Adalbertstraße umbenannt. Adalbertstraße
Adele-Schreiber-Krieger-Straße

(Lage)

0150 Adele Schreiber-Krieger (1872–1957), Publizistin, Sozialpolitikerin und Opfer des Nationalsozialismus 12. März 2005 Verläuft in gerader Ost-West-Richtung zwischen Kapelle-Ufer und Luisenstraße. Das infolge des Zweiten Weltkrieges weitgehend zerstörte Regierungsviertel um das Reichstagsgebäude wurde bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990 kaum neu bebaut. Erst im Zusammenhang mit dem Regierungsumzug nach Berlin und der regen Bautätigkeit entstanden auch neue Verkehrswege auf diesem Areal. Die Vergabe dieses Straßennamens geht auf die vermehrte Ehrung von Frauen im Berliner Stadtbild zurück, die der Senat um das Jahr 2000 beschlossen hatte. Adele-Schreiber-Krieger-Straße
Albrechtstraße 0350 Friedrich Heinrich Albrecht Prinz von Preußen (1809–1872), Militär 16. Apr. 1827 Die Straße wurde 1827 angelegt und erhielt im gleichen Jahr ihren Namen. Albrechtstraße
Alexanderplatz

(Lage)

0210 × 200
(unregelmäßige Form)
Alexander I. (1777–1825), russischer Zar 2. Nov. 1805 Die vorherigen Namen waren im 18. Jahrhundert Paradeplatz und um 1740 bis 1805 Königsplatz. Der Platz entwickelte sich aus einem noch bis ins 19. Jahrhundert bestehenden Viehmarkt (Ochsenplatz). Alexanderplatz
Alexanderstraße 0650 Alexander I. (1777–1825), russischer Zar 22. Mai 1819 Am 25. November 1932 erhielt die Straße An der Jannowitzbrücke, die zum Alexanderplatz führte, ebenfalls den Namen Alexanderstraße. 1933 wurde ein Teil der Straße dem Alexanderplatz zugeschlagen und ein Teilstück der Alexanderstraße in Memhardtstraße umbenannt. Am 1. Februar 2006 wurde der Straßenabschnitt zwischen Grunerstraße und Karl-Liebknecht-Straße, vorher Bereich des Alexanderplatzes, ebenfalls in Alexanderstraße benannt.[1]
Baustelle des Alexa in der Alexanderstraße, 2005
Alexanderufer 0480 Alexander von Humboldt (1769–1859), Wissenschaftler 12. Jan. 1856 Das Ufer entstand 1850 mit dem Bau des Humboldthafens. Hier lag um 1786 das Wirtshaus Sandkrug an einer Steinbrücke. Alexanderufer
Alexandrinenstraße

(Lage)

0140
(im Ortsteil)
Friederike Wilhelmine Alexandrine Marie Helene, Prinzessin von Preußen (1803–1892), Großherzogin von Mecklenburg-Schwerin 29. Juni 1843 Der größere Teil der Straße verläuft in Kreuzberg. Die vorherigen Namen waren im 17. und 18. Jahrhundert Die Demmerung und vom 18. Jahrhundert bis 1847 Feldstraße. Alexandrinenstraße
Alex-Wedding-Straße

(Lage)

0135 Alex Wedding war der Künstlername der Kinderbuchautorin Grete Weiskopf (1905–1966) um 2009[2] Die neu angelegte Straße geht östlich als Fortsetzung der Hirtenstraße von der Karl-Liebknecht-Straße ab. Nach rund 50 Metern knickt sie nach Norden ab und endet an der Wadzeckstraße. Der Verkehrsweg entstand nach dem Abriss eines Bürohauses aus DDR-Zeiten. Alex-Wedding-Straße
Almstadtstraße 0400 Bernhard Almstadt (1897–1944), Redakteur, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus 31. Mai 1951 Die vorherigen Namen waren um 1700 bis 1817 Verlorene Straße und 1817–1951 Grenadierstraße. Der südlich der Münzstraße vorhandene Straßenabschnitt erhielt 1951 den hier dargestellten Straßennamen (der frühere nördliche Straßenabschnitt der Grenadierstraße wurde in Max-Beer-Straße umbenannt). Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in dem auch Spandauer Vorstadt genannten Gebiet stehen in der Berliner Denkmalliste.[3] Münzstraße /Almstadtstraße
Alte Jakobstraße 0390
(im Ortsteil)
nach einem Jacob benannt, der vermutlich ein Grundstück an dieser Straße besaß um 1778 Ein Teil der Straße verläuft in Kreuzberg. Die vorherigen Namen waren um 1680 bis um 1778 Cöpnicksche Vorstraße, um 1699 bis vor 1723 Gegen der Kirche, um 1699 bis vor 1723 Am Kirchhofe und vor 1716 bis um 1778 Jacobs Straße. Alte Jakobstraße
Alte Leipziger Straße 0100 nach der Richtung der Straße, die am Leipziger Tor begann 14. Feb. 2005 Die Straße existierte unter diesem Namen von etwa 1683 bis 1969. Bei der völligen Neubebauung der Leipziger Straße und der Umgestaltung der anschließenden Verekehrswege wurde sie beseitigt. Als ab dem Jahr 2000 die früheren Dorotheenstadt und Friedrichstadt wiederum neu gestaltet und kleinteilig bebaut wurden, vergab der Senat von Berlin den historischen Namen neu. Alte Leipziger Straße in Höhe Kurstraße, 19. Jahrhundert

Alte Leipziger Straße
Alte Schönhauser Straße 0400 Schönhausen (heute Niederschönhausen), seit 2001 Ortsteil des Berliner Bezirks Pankow 1750 Die vorherigen Namen waren Steinweg nach Schönhausen (Mitte des 17. Jahrhunderts bis 1699) und Pankower Straße (1699–1750). An der Ecke mit der Weinmeisterstraße befand sich im 19. Jahrhundert die damals bekannte Konditorei von Anthieny. Dort trafen sich lesehungrige Bewohner, auch Theodor Fontane gehörte während seines Erstaufenthaltes zu den Besuchern.[4] Alte Schönhauser Straße
Am Festungsgraben 0080 + 70 Festungsgraben, Teil der zwischen 1658 und 1683 gebauten Befestigungsanlage um 1670 Die Straße verläuft T-förmig. Sie wurde zeitweilig auch Grüner Graben genannt. Der südlich der Prachtstraße Unter den Linden befindliche Teil wurde 1936 in den damaligen Kaiser-Franz-Joseph-Platz einbezogen und gehört damit seit 1947 zum Bebelplatz. Hier befand sich auch der Lindentunnel für die Straßenbahn zur Unterquerung der Linden. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Maxim Gorki-Theater am Festungsgraben
Am Köllnischen Park

(Lage)

0300 nach einem 1886 auf dem Areal der Festungsbastion VII entstandenen Park 12. Mai 1893 An diesem Park führt die zwischen der damaligen Waisenbrücke und der Köpenicker Straße neu angelegte Straße entlang. Blick in den Park. Im Hintergrund das Märkische Museum
Am Krögel

(Lage)

0050 ‚Krögel' oder ‚Krewel', Spreebucht zur Entladung von Warenkähnen 25. Aug. 2000 Der Name der Privatstraße wurde von einer Gasse übernommen, die im 16. Jahrhundert in diesem Gebiet angelegt worden war und bis um 1937 existiert hat.
Der Krögel um 1900

Am Krögel
Am Kupfergraben

(Lage)

0450 Kupfergraben, westlicher Spreearm. Der Name leitet sich vermutlich von dem Gießhaus ab, das sich ab dem 16. Jahrhundert hier befand und in dem u. a. Kupfer gegossen wurde. um 1700 Der vorherige Name im 16. Jahrhundert bis um 1700 war Am Ludwigsgraben. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in dieser Straße ihre Privatwohnung. Trödelmarkt am Kupfergraben
Am Lustgarten

(Lage)

0350 nach dem hier angrenzenden Lustgarten vor 1925 Der Name des westlich des Berliner Doms verlaufenden Weges wurde vermutlich amtlich nie außer Kraft gesetzt, war nach 1952 auf Karten allerdings nicht mehr zu finden. 1995 wurde die Straße nochmals benannt. Berliner Dom
Am Nordbahnhof

(Lage)

0110 nach dem hier ehemals gelegenen Nordbahnhof, früher Stettiner Bahnhof 24. Mai 1951 Der erste Name war Am Stettiner Bahnhof (1936–1951); nachdem dieser neu bezeichnet wurde, erhielt auch die anliegende Straße einen neuen Namen. Postamt N4 Am Nordbahnhof
Am Nußbaum

(Lage)

0080 nach der hier gelegenen Gaststätte Zum Nußbaum 13. Sep. 1984 Im Zuge des Wiederaufbaus des Nikolaiviertels in den 1980er Jahren wurden mehrere Straßen neu trassiert und bezeichnet. Diese von der Scharrenstraße abgehende Straße erhielt ihren Namen nach der (neuen) Gaststätte. An Stelle der Straße Am Nußbaum befand sich vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg der südliche Bereich der Brüderstraße.
Gaststätte zum Nußbaum
Am Pankepark

(Lage)

Pankepark, eine mit dem Neubau des BND-Gebäudes schrittweise entstehende Grünanlage. 6. Feb. 2007 Die Straße verläuft U-förmig von der Scharnhorststraße aus. Sie liegt am 3,1 Hektar großen Pankepark und erschließt die dort im Bau befindlichen 52 Stadthäuser (Townhouses), die nach Plänen der Berliner Architekten Nottmeyer Harm Reccius entstehen. Für den Park wird nach Abriss des Stadions der Weltjugend die Südpanke auf dieser Fläche wieder ans Tageslicht geholt (im November 2010 noch nicht erfolgt). Der südliche Ast dieser Straße grenzt an das Heizkraftwerk Scharnhorststraße, das einen freundlichen Anstrich erhielt.[6] Am Pankepark mit ersten Wohnhäusern und dem Hkw
Am Weidendamm

(Lage)

0250 nach der Bepflanzung mit Weiden 5. Jan. 1839 Bis 1839 hieß die gesamte Uferstraße von der Friedrichsbrücke über die Mehlbrücke (heute Monbijoubrücke) bis zur Weidendammer Brücke (Friedrichstraße) Weidendamm. Laut Bekanntmachung des Polizeipräsidiums vom 5. Januar 1839 wurde ein Teil als Cantianstraße benannt, und der Teil von der Mehlbrücke bis zur Friedrichstraße erhielt offiziell den Namen Am Weidendamm.[7] Weidendammer Brücke
Am Zeughaus 0170 nach dem hier gelegenen Zeughaus nach 1700 Die Straße führt am Spreeufer entlang von den Linden bis zur Bodebrücke. Hier findet regelmäßig ein Trödelmarkt statt. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] ehemalige Preußische Central-Genossenschafts-Casse
Am Zirkus 0230 nach dem 1873 eröffneten Zirkus des Albert Salamonski (1839–1913) 17. März 1891 Der vorherige Name war Markthallenstraße (1865–1891). Hier befand sich seit 1865 die erste Berliner Markthalle, die 1873 zum Zirkus Salamonski umgebaut wurde. Ab 1879 befand sich hier der Circus Renz. Von 1899–1918 der Zirkus Schumann. 1919 erfolgte der Umbau zum Großen Schauspielhaus durch Hans Poelzig (von den Berlinern „Tropfsteinhöhle“ genannt). Ab 1945 dann der alte Friedrichstadtpalast, der 1985 abgerissen wurde. Baustelle Am Zirkus
Am Zwirngraben

(Lage)

0080 Zwirngraben, Neben-Wasserlauf des Königsgrabens, der eine Zwirnmühle antrieb 23. Juli 1840 Die Straße wurde um 1750 angelegt, erhielt aber erst 1840 ihren Namen, zunächst nur Zwirngraben[8]. In ihr stand das schmalste Haus des alten Berlin; es war zwei Meter breit und hatte in jedem Stockwerk ein Fenster. Der namensgebende Graben wurde im 19. Jahrhundert beim Bau der Ringbahn zugeschüttet. Am Zwirngraben
An der Kolonnade

(Lage)

0130 nach der früher hier vorhandenen Festungsgrabenbrücke, die mit Kolonnaden geschmückt war. 29. März 1989 Anwohnerstraße in West-Ost-Richtung zwischen Gertrud-Kolmar- und Wilhelmstraße. Vor 1989 namenlos. An der Kolonnade
An der Kommandantur

(Lage)

0050 Alte Kommandantur 24. Jan. 2007 Das namensgebende Gebäude wurde in den 1970er Jahren als Kriegsruine abgerissen, an seiner Stelle errichtete die DDR das Außenministerium. Nach der Wende ließ der Senat von Berlin das Haus abreißen und der Investor Bertelsmann AG erwarb die Fläche. In den Formen des früheren Baus entstand hier der Firmensitz von Bertelsmann. Die Straße hinter dem Gebäude erhielt eine an den historischen Namen (Alte Kommandantenstraße)[9] angepasste Bezeichnung. An der Kommandantur
An der Spandauer Brücke

(Lage)

0325 ehemalige Spandauer Brücke 23. Juli 1840 Die Straße führt nordostwärts von der Anna-Louisa-Karsch-/Rochstraße bis zum Hackeschen Markt. Dabei unterführt sie die Bahnanlagen östlich des S-Bahnhofs Hackescher Markt.[10] An der Spandauer Brücke
Anklamer Straße 0590 Anklam, Stadt im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern 5. Feb. 1863 Die ehemalige Straße 66 und die Straße 78, Abt. XI des Bebauungsplans, wurden im Jahre 1862 neu angelegt. Der erste Erbauer war der Rentier Thias, der in einer Eingabe vom 11. August 1862 wünschte, dass die Straße nach ihm benannt werde. Es wurde allerdings entschieden, dass sie den Namen der Stadt Anklam erhielt.[11] Anklamer Straße
Anna-Louisa-Karsch-Straße

(Lage)

0100 Anna Louisa Karsch, (genannt ‚die Karschin', 1722–1791), Schriftstellerin 15. Jan. 2001 Der vorherige Name war Neue Friedrichstraße (vor 1778 bis 1951). Zwischen 1951 und 2001 war sie ein Teil der Burgstraße (Haus-Nrn. 19–25). Anna-Louisa-Karsch-Straße
Annenstraße 0580 Anna Marie Friederike, Landgräfin von Hessen-Kassel, geb. Prinzessin von Preußen (1836–1918) 24. März 1849 Die Straße wurde aus den vorherigen Schäfergasse (16. Jh. bis 1849)[12] und Neue Trift (16. Jh. bis 1849) zusammengelegt und neu benannt. Bemerkenswert ist hier das Baudenkmal der St.-Annenkirche (siehe Foto).[13] Annenkirche

Blick in die Annenstraße an der Kreuzung Heinrich-Heine-Str.
Arkonaplatz 0190 × 80 Kap Arkona, das nördlichste Vorgebirge der Insel Rügen 9. Dez. 1875 Der vorherige Name war Platz C, Abt. XI des Bebauungsplans. Es handelt sich um einen Schmuck- und Spielplatz, der seit seiner Entstehung mehrfach umgestaltet wurde. Arkonaplatz
Auguststraße 0920 August Prinz von Preußen (1779–1843), preußischer General 1. Juli 1833 Die vorherige Namen waren Armesünder Gasse (1708–1723), Armen Gasse (1723–1739) und Hospitalstraße (1739–1833). Hier siedelten sich ab den 1990er Jahren zahlreiche Kunstgalerien an, die weit über den Kiez hinaus bekannt geworden sind.[14] Auguststraße
Axel-Springer-Straße 0300
(im Ortsteil)
Axel Springer (1912–1985), Verleger 10. Apr. 1996 Die Straße entstand aus dem Teil der Lindenstraße zwischen Rudi-Dutschke-Straße und Spittelmarkt. Ein Teil der Straße verläuft in Kreuzberg. Axel-Springer-Straße Ecke Rudi-Dutschke-Straße
Bartelstraße

(Lage)

0100 Friedrich Wilhelm Bartel, (1792–1859), Gutsbesitzer, Kommunalpolitiker 31. Okt. 1864 Die vorherige Namen waren Kurze Scheunen-Gasse (um 1700 bis 1857) und Bülowstraße (1857–1864). Dieser Verkehrsweg ist eine Wohngebiets-Erschließungsstraße zwischen Weydinger- und Karl-Liebkencht-Straße gelegen. Bartelstraße
Bauhofstraße

(Lage)

0140 Bauhof, ein Material- und Techniklagerplatz für kommunale Bauaufgaben 28. März 1863 Die ersten Namen einzelner Straßenabschnitte waren Bauhofsgasse, Am Bauhof oder Auf dem Bauhof[15] (nach 1710 bis 1863) und bezogen sich auf einen früheren Schiffbauplatz, der später als Material- und Umschlagplatz für das Berliner Stadtschloss genutzt wurde. Die Straße verläuft abgeknickt zwischen Am Kupfergraben und Dorotheenstraße. Die 1865 errichteten ,Hofbeamtenhäuser' stehen unter Denkmalschutz[16] Hier gibt es Gedenktafeln für Gottfried Keller und Christoph Wilhelm Hufeland. Am östlichen Ende grenzt die Straße an das Magnushaus. Bauhofstraße 3-5
Bebelplatz

(Lage)

0120 × 50 August Bebel (1840–1913), Politiker 31. Juli 1947 Die vorherigen Namen waren Platz am Opernhaus oder einfach Opernplatz[8] (um 1743–1910) und Kaiser-Franz-Joseph-Platz (1910–1947). Nach 1995 wurde der Name Bebelplatz auch auf die Grünfläche zwischen dem Operncafé und der Staatsoper übertragen. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Panorama vom Bebelplatz
Behrenstraße

(Lage)

1220 Johann Heinrich Behr (auch Beer, 1648–1717), Ingenieur, der maßgeblich an der Erschließung der Friedrichstadt beteiligt war. 1706 Die Straße wurde nach 1695 beim Bau der Friedrichstadt unter Beteiligung des Ingenieurs Behr angelegt. Im Haus Nr. 12 wohnte Heinrich Heine. Der Durchbruch von der Wilhelmstraße zur Ebertstraße erhielt am 1. Dezember 1997 ebenfalls den Namen Behrenstraße. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Komplex der Russischen Botschaft in der Behrenstraße
Bergstraße

(Lage)

0650 nach ihrer Lage auf einem kleinen Berg 18. Feb. 1801 Der vorherige Name war Vierte Reihe im Neuen Voigtland (um 1752–1801), diese Erschließungsstraße in einem neuen Arbeiterwohnviertel entstand zeitgleich mit der Ackerstraße. Zwischen 1961 und 1989 war der nördliche Abschnitt dieses Verkehrsweges im Mauerstreifen und damit nur mit Sondergenehmigung zu betreten. – Die Wohnhäuser vom Ende des 19. Jahrhunderts unter den Hausnummern 18, 19, 21, 22 einschließlich früherer Brauereigebäude, 27,28 (siehe Bild) 67, 72, 81 und der Friedhof II der Sophien-Gemeinde (Nr. 29) stehen allesamt in der Berliner Bau- und Gartendenkmalliste.[17] Bergstraße Ecke Invalidenstraße
Bernhard-Weiß-Straße

(Lage)

0210 Bernhard Weiß (1880–1951), Jurist und Berliner Polizeivizepräsident in der Weimarer Republik 31. Okt. 2011 Vorherige Namen waren Rennweg, auch Rönnweg (16. bis 17. Jh.), Bernauer Straße (17.Jh. bis 1810), Bernauer Straße (17.Jh. bis 1810), Neue Königstraße (1810–1966), Hans-Beimler-Straße (1966–1995) und Otto-Braun-Straße (1995–2011). Durch den Bau eines Hotelkomplexes wurden die Grundstücke von der Otto-Braun-Straße abgeschirmt, sodass man sich entschloss, der Straße einen eigenen Namen zu geben. Sie verläuft von der Wadzekstraße zur Alexanderstraße. In der Nr. 6 befindet sich die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung.[18]
Bernauer Straße

(Lage)

1380 Bernau, Stadt in Brandenburg 29. Mai 1862 Die vorherigen Namen waren Straße 50 und Straße 80, Abt. IX des Bebauungsplans. Am 4. Juli 1904 erhielt auch die Verlängerung, die über die Berg- zur Gartenstraße führt, den Namen Bernauer Straße. Sie bildet die Grenze zwischen den Ortsteilen Mitte und Gesundbrunnen, an der früher die Berliner Mauer verlief. Bernauer Straße
Berolinastraße

(Lage)

0380 Berolina, Stadtallegorie für Berlin 9. Aug. 1963 Als Wohngebietsstraße bei der Neubebauung Anfang der 1960er-Jahre angelegt. Sie befindet sich etwa im Verlauf der früheren Elisabethstraße, die allerdings wesentlich länger war.[19] Die Namensvergabe erfolgte wohl im Zusammenhang mit dem hier errichteten Rathaus des Ost-Berliner Stadtbezirks Mitte (Rathaus Mitte), weil das Rote Rathaus Sitz des Magistrats war. Nach Abriss und Neubau ist das Bezirksamt Mitte von Berlin hier ausgezogen, das Bauwerk beherbergt heute ein Hotel. In der Berolinastraße Nummer 8 steht ein Schulgebäudekomplex (ehemalige Berolina-Oberschule), der anstelle früherer Schulbauten errichtet wurde.[20] Eine Gedenktafel am Haus Nummer 12 erinnert an den Verein der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter Berlins, der 1904 hier gegründet wurde.[21] Im Bezirk Spandau gibt es eine gleichnamige Straße.
Altstoffsammlung in der Berolinastraße 1974

Berolinastraße
Bertolt-Brecht-Platz

(Lage)

0060 × 50 Bertolt Brecht (1898–1956), Dramatiker und Lyriker 11. Jan. 1963 Der Platz vor dem Theater am Schiffbauerdamm hatte davor keinen Namen. Bertolt-Brecht-Platz mit Brecht-Denkmal
Bethlehemkirchplatz

(Lage)

0070 × 60 × 40
(Dreieckform)
nach der sich hier von 1737 bis 1943 befindenden Bethlehems- oder Böhmischen Kirche 1. Jan. 1999 Die Bethlehemskirche wurde 1943 bei einem Luftangriff zerstört und die Ruine 1954 abgetragen. Auf dem Platz befinden sich heute die gepflasterten Grundrisse der Bethlehems- oder Böhmischen Kirche. Bethlehemkirchplatz
Beuthstraße

(Lage)

0200 Christian Peter Wilhelm Beuth (1781–1853), Politiker und Gründer des Preußischen Gewerbeinstituts, einer der Vorläufer der späteren Technischen Universität Berlin 1. Dez. 1872 Die parallel zur Errichtung vieler Gebäude in Berlin gegründete Centralstraßen-Aktiengesellschaft hatte diese Straße 1872 anlegen lassen, die zunächst auch Centralstraße hieß. Bereits im gleichen Jahr vergab die Berliner Stadtverwaltung jedoch den heute noch gültigen Straßennamen. Sie verläuft von der Axel-Springer-Straße (früher vom Spittelmarkt)[22] zur Kommandantenstraße. Im Bezirk Pankow, Ortsteil Berlin-Niederschönhausen, gibt es eine seit dem 19. Jahrhundert vorhandene Straße, die den gleichen Namen aber erst 1899 erhielt. Beuthstraße
Bodestraße 0300 Wilhelm von Bode (1845–1929), Jurist und Kunsthistoriker 4. Dez. 1935 Die vorherigen Namen waren Neue Packhofstraße (1749 bis um 1835), Am Neuen Packhofe (um 1835–1886) und Museumstraße (1886–1935). Sie verbindet die Friedrichsbrücke und die Steinerne Brücke auf der Museumsinsel. Alte Nationalgalerie in der Bodestraße
Bona-Peiser-Weg

(Lage)

0150 Bona Peiser (1864–1929), Deutschlands erste Volksbibliothekarin 18. Okt. 2004 Verbindet die Köpenicker Straße nordostwärts mit dem Paula-Thiede-Ufer. Der Weg wurde auf einem früheren Gewerbegelände angelegt und verläuft hinter der neuen ver.di-Zentrale. Bona-Peiser-Weg
Borsigstraße

(Lage52.52946388888913.389802777778)

0340 August Borsig (1804–1854), Gründer der Borsigwerke 26. Feb. 1860 Die Borsigstraße ist eine zur Chausseestraße östlich parallel verlaufende Wohngebietsstraße, die auf dem Acker des früheren Invalidenhauses angelegt wurde und das Fabrikgelände der Firma August Borsig begrenzte. Die Stadtverwaltung vergab kurze Zeit darauf den Namen nach dem Lokomotivbauer Borsig, die Verkehrsfreigabe erfolgte erst einen knappen Monat nach der Namensverleihung.[23]

In der Straße befinden sich die Baudenkmale Golgathakirche[24] und das Hospiz Marienheim mit Theologischem Konvikt aus dem Jahr 1891.[25]

Theologisches Konvikt in der Borsigstraße
Boyenstraße 0400 Hermann von Boyen (1771–1848), preußischer General und Berliner Ehrenbürger 14. Juni 1866 Die Straße liegt zwischen der Chausseestraße und der Scharnhorststraße. Auf ihrer Westseite verlief zwischen 1961 und 1989 die Berliner Mauer, was durch die Gestaltung des Straßenbelages erkennbar gemacht wurde. An der Boyenstraße steht das Erika-Heß-Eisstadion mit einem Nebeneingang. Boyenstraße
Breite Straße

(Lage)

0310 sie war bei ihrer Anlage die breiteste Straße von Berlin Anfang 18. Jh. Der vorherige Name zwischen dem Mittelalter und Anfang des 18. Jahrhunderts war Große Straße. Breite Straße
Brückenstraße

(Lage)

0365 Jannowitzbrücke 8. Mai 1825 Der Nord-Süd-Straßenzug verläuft zwischen Holzmarktstraße und der Köpenicker Straße, er setzt sich als Heinrich-Heine-Straße südwärts fort. Bekannt wurde diese sehr verkehrsreiche Straße durch massive Proteste von Anwohnern gegen Lärm und Schmutz, was durch Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h verringert werden konnte.[26] Ein auffälliges Gebäude in dieser Straße ist die Chinesische Botschaft, die durch Umbau der 1988 fertig gestellten Zentralverwaltung des DDR-Gewerkschaftsbundes entstand. Ein zweites ist das zu Beginn des 21. Jahrhunderts errichtete Jannowitzcenter am nördlichen Abschnitt dieser Straße. Das Jannowitzcenter an der Brückenstraße
Brüderstraße 0120 nach den Ordensbrüdern des damaligen Dominikanerklosters auf dem Schloßplatz Ende 13. Jh. Sie zählt zu den ältesten Straßen Berlins. Bis zum Bau des Staatsratsgebäudes (1962–1964) reichte die Brüderstraße vom Schloßplatz bis zum Petriplatz mit der gleichnamigen (heute nicht mehr vorhandenen) Pfarrkirche Cöllns, der Petrikriche. Nicolaihaus
Brunnenstraße 1000
(im Ortsteil)
nach dem ehemaligen in der Badstraße 39 gelegenen Gesundbrunnen, zu dem die Straße führt 18. Feb. 1801 Die frühere Straße von Rosenthal beginnt am ehemaligen Rosenthaler Tor und geht am Bahnhof Gesundbrunnen in die Badstraße über. Sie wurde 1752 angelegt und zählt als wichtige Nord-Südverbindung durch den Stadtkern von Berlin. Ein Teil der Straße verläuft im Gesundbrunnen. Ehemaliges Kaufhaus Jandorf in der Brunnenstraße
Bunsenstraße

(Lage)

0090 Brüder Robert und Christian Bunsen, Naturwissenschaftler (Robert) und Theologe (Christian) 18. Jan. 1892 Die kurze Nord-Süd-Straße befindet sich zwischen dem Reichstagufer und der Dorotheenstraße. Ihre gesamte Ostseite wird von einem Gebäudetrakt beherrscht, der für das Chemisch-Physikalische Institut der Humboldt-Universität zu Berlin errichtet worden war. Nachdem die naturwissenschaftlichen Bereiche der Universität im Wesentlichen nach Berlin-Adlershof umgezogen sind, soll der Komplex nun für die Unterbringung der Bibliothek der Sozialen Medizin der Charité umgebaut werden. Bunsenstraße
Burgstraße

(Lage)

0250 nach der ehemals nahegelegenen, in den Jahren 1443-1451 erbauten, kurfürstlichen Burg am gegenüberliegenden – zu Cölln gehörenden – Spreeufer Ende 17. Jh. Die vorherigen Namen waren Hinter der Heiligegeiststraße (Mittelalter bis Ende 17. Jahrhundert), Hinter dem Wursthofe (17.–18. Jahrhundert) und Berliner Wursthof (19. Jh.).[9] Burgstraße mit ehemaliger Börse
Burgstraße
Caroline-Michaelis-Straße 0510 Carolina Michaëlis de Vasconcelos (1851–1925), Sprachwissenschaftlerin 15. Feb. 2005 Neu angelegte Straße auf dem früheren Gelände des Nordbahnhofs, an deren Westseite neue Verwaltungsgebäude der Deutschen Bahn errichtet wurden. Die Straße grenzt an den Mauerradweg. Um 1900 befanden sich auf dem Areal das Lazarus-Krankenhaus und in der Nachbarschaft zwei Friedhöfe.[27] Caroline-Michaelis-Straße

Ehemaliges Stellwerk

Caroline-von-Humboldt-Weg

(Lage)

0150 Caroline von Humboldt (1766–1929), Tochter des preußischen Kammerpräsidenten Freiherr Karl Friedrich von Dacheröden und Ehefrau des Wilhelm von Humboldt 14. Feb. 2005 Eine neue Straße auf dem Friedrichsberg, zwischen Kurstraße, Jägerstraße, Kleine Jägerstraße, Oberwallstraße und Niederwallstraße gelegen. Dient als Erschließungsstraße einer Wohnanlage (Projekt Townhouses).[28] Caroline-von-Humboldt-Weg
Charitéplatz 0030 × 20 nach der anliegenden Charitéstraße 7. Feb. 2005 Der Privatplatz erhielt auf Antrag des Eigentümers diesen Namen, damit das Hauptverwal­tungsgebäude der Charité schneller gefunden werden kann. Chariteplatz
Charitéstraße

(Lage)

0150 Charité, früher Lazarett und Siechenheim, heute Krankenhauskomplex nach 1726 Die Straße verlief ursprünglich im Winkel westlich weiter bis zur Spree. Dieser Teil wurde am 16. April 1827 umbenannt in Unterbaumstraße. Eine weitere Charitéstraße lag zu jener Zeit nördlich des Charitégeländes. Unter der Hausnummer 2 ist ein spätklassizistisches Gebäude aus den Jahren 1830/1840 erhalten, das bereits seit den 1980er-Jahren denkmalgeschützt ist.[29] Charitestraße
Charlottenstraße

(Lage)

1020 + 90
(im Ortsteil)
Sophie Charlotte von Hannover (1668–1705), Königin in Preußen 1706 Ein Teil der Straße verläuft in Kreuzberg. Sie wird vom Komplex Leipziger Straße unterbrochen. Der vorherige Name nach 1674 bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war Stallstraße. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Eine über Berlin hinaus bekannte Einrichtung war der Weinkeller Lutter & Wegner in der Charlottenstraße 49. Mauer an der Charlottenstraße zwischen Kreuzberg und Mitte
Charlottenstraße
Chausseestraße

(Lage)

1310
(im Ortsteil)
Chaussee, eine Kunststraße, früher übliche Bezeichnung für eine mit Asphalt-, Beton- oder Steinpflasterdeckschicht ausgebaute Landstraße um 1800 Die vorherigen Namen waren Ruppiner Heerweg (15. Jahrhundert bis um 1750), Oranienburger Landstraße (17. Jahrhundert bis um 1800) und Ruppiner Straße (um 1750 bis um 1800). Ein Teil der Straße verläuft im Gesundbrunnen. Chausseestraße nahe dem Oranienburger Tor
Choriner Straße 0450
(im Ortsteil)
Chorin, eine zum Amt Britz-Chorin-Oderberg gehörende Gemeinde im Landkreis Barnim 10. Okt. 1863 Die vorherigen Namen waren Straße 58, Abt. XI des Bebauungsplans, Hinter dem Weinberg (um 1770 bis Ende 18. Jh.) und Hohlweg vor dem Schönhauser Thor (Ende 18. Jh. bis 1863). Choriner Straße
Claire-Waldoff-Straße

(Lage)

0170 Claire Waldoff, (1884–1957), Chanson-Sängerin und Schauspielerin 19. Dez. 1986 Diese Straße wurde im Nachgang zum Bau des neuen Friedrichstadtpalastes auf der gegenüberliegenden Seite der Friedrichstraße als kurze Stichstraße neu angelegt. Sie erschließt die hier entstandene Büro- und Geschäftspassage Dreispitz. Am Ende der Straße gibt es den Zugang zur Hugenottensiedlung, einer denkmalgeschützten Wohnanlage aus dem Jahr 1925 auf dem Grundstück Friedrichstraße 129a bis h.[30][31]
Claire-Waldorf-Straße

Hugenottenviertel

Cora-Berliner-Straße

(Lage)

0080 Cora Berliner (1890–1942) Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerin, Opfer des Holocaust 12. Mai 2005 An der Straße liegt das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Cora-Berliner-Straße
Dircksenstraße

(Lage)

1320 Ernst Dircksen (1831–1899), Bauingenieur und Eisenbahnplaner 11. Juni 1902 Die vorherigen Namen waren Stadtbahn-Parallelstraße (1888–1889) und An der Stadtbahn (1889–1902). Wohnungsbaugesellschaft Mitte in der Dircksenstraße
Dorothea-Schlegel-Platz

(Lage)

Dorothea Friederike Schlegel (1764 oder 1765–1839), Schriftstellerin 21. Juni 2005 Ein kleiner bisher namenloser Platz, der bei der Neubebauung rund um den Bahnhof Berlin Friedrichstraße entstanden ist. Wird begrenzt von der Neustädtischen Kirchstraße, Georgenstraße und Reichstagufer. Dorothea-Schlegel-Platz
Dorotheenstraße

(Lage)

1090 Dorothea Sophie von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1636–1689), Kurfürstin von Brandenburg 25. Apr. 1822 Die vorherigen Namen waren Am Bauhof (um 1696–1822), Hinter Gasse (17.–18. Jh.), Hinter dem Observatorium (18. Jh. bis 1822), Letzte Straße (18. Jh.–1822), Clara-Zetkin-Straße (1951–1995). Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Rumänische Botschaft
Dresdener Straße

(Lage)

0240
(im Ortsteil)
Dresden, Hauptstadt von Sachsen 1772 Die vorherigen Namen waren Rixdorfer Damm (16. bis 17. Jh.) und Rixdorfer Straße (17. Jh. bis 1772). Als eine der ältesten Straßen Berlins bildete sie einen Teil der Heerstraße, die über Rixdorf nach Mittenwalde führte. Da sie Ende des 16. Jahrhunderts von Mittenwalde nach Dresden verlängert wurde, erhielt ein Teil der Rixdorfer Straße den heutigen Namen. Die Bebauung der Straße begann im 17. Jahrhundert. Mit dem Neuaufbau dieses Gebietes 1958–1960 wurde die Straße zwischen Neuer Jakobstraße und Heinrich-Heine-Straße teilweise aufgehoben. Am 22. Juni 1973 erfolgte die Entwidmung eines Teils der Dresdener Straße zwischen Adalbertstraße und dem Grundstück Dresdener Straße 10. Am 1. Oktober 1975 wurde ein weiterer Teil der Dresdener Straße in Kreuzberg in Skalitzer Straße umbenannt.[32] Dresdener Straße


Ebertstraße 0880 Friedrich Ebert (1871–1925), Politiker (SPD), Reichspräsident 31. Juli 1947 Um 1767 als Kasernenstraße (auch Kaserenstraße am Brandenburger Thore) angelegt, trug der Verkehrsweg ab 1831 nacheinander die Namen Schulgartenstraße (1831–1867), Brandenburgische Kommunikation (1845–1867), Königgrätzer Straße (1867–1915), Sommerstraße (1859–1925), Budapester Straße (1915–1925), Friedrich-Ebert-Straße (1925–1933) und Hermann-Göring-Straße (1933–1945). Die Straße bildet die Grenze zwischen den Ortsteilen Mitte und Tiergarten, an der früher die Berliner Mauer verlief. Der Name Hermann-Göring-Straße wurde nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 nicht mehr benutzt, die amtliche Rückbenennung erfolgte erst 1947. Ebertstraße in Richtung Brandenburger Tor

Holocaust-Denkmal

Eichendorffstraße

(Lage)

0250 Joseph von Eichendorff, Dichter 28. Apr. 1877[33] Die kurze Straße verläuft zwischen Invalidenstraße im Norden und der Tieckstraße im Süden. Dort setzt sie sich als Novalisstraße fort. An ihrem nordwestlichen Abschnitt befindet sich eine 10.000 m² große Grünanlage mit einem flachen Kinderplanschbecken. Eichendorffstraße
Eiergasse 0016 in der Straße wurden früher Hühnereier verkauft 1200 (überliefert) Die Eiergasse im Nikolaiviertel zählt zu den ältesten Straßen Berlins. Der Name geht auf den Verkauf von Eiern zurück, der hier stattfand. Mit der Zerstörung des Viertels verschwand die Straße nach 1945 zunächst, wurde aber 1984 wiederhergestellt. Die ursprüngliche Länge von rund 50 Metern wurde dabei wegen der Verbreiterung des Mühlendammes auf 16 Meter reduziert. Die Eiergasse ist damit die kürzeste Straße Berlins.[14] Eiergasse
Elisabeth-Mara-Straße

(Lage)

0150 Elisabeth Mara (1749–1833), Opernsängerin 1. März 2009 Bis zum 1. März 2009 war die Straße ein Teil der Seydelstraße (Haus-Nr. 28). Elisabeth-Mara-Straße
Elisabeth-Schwarzhaupt-Platz

(Lage)

0100 × 37 Elisabeth Schwarzhaupt (1901–1986), Politikerin 4. Nov. 2006 Dieser Platz ist nach der Stilllegung des früheren Nordbahnhofs /Stettiner Bahnhofs als namenlose Brachfläche entstanden. Sie diente in den 1970er- und 1980er-Jahren einer benachbarten Betonfabrikation als Bauhof. Mit der Neugestaltung und ersten Bebauung der Flächen nach dem Jahr 2000 wurde ein Teilareal für die Wendeschleife der Metrotram M10 abgetrennt. Den verbliebenen östlichen Teil hat die Deutsche Bahn AG als Grundeigentümer durch Garten- und Landschafts­büros im Jahr 2005 als Dünenfläche neu gestalten lassen.[34][35] Nur dieses Areal erhielt den neuen Namen. Der größere Bereich wurde neu bebaut. Der Nordabschnitt des Platzes grenzt an einen Teil der Hinterlandmauer der Berliner Mauer, die hier unter Denkmalschutz steht.[36] E.-Schwarzhaupt-Platz mit Düne
Elisabethkirchstraße 0280 Elisabethkirche (Berlin) 21. Sep. 1871 Um 1850 als Kleine Ackerstraße, wurde der Verkehrsweg 1871 nach dem nahe gelegenen Gotteshaus neu benannt.[37] Elisabethkirchstraße
Engeldamm

(Lage)

0900 entweder nach dem früheren hier befindlichen Engelbecken oder nach der nahe gelegenen ehemaligen Engelschen Wachstuchfabrik 20. Mai 1937 Die Straße verläuft auf dem Norduferbereich des früheren Engelbeckens zwischen der Straße An der Schillingbrücke und dem Michaelkirchplatz/ Legiendamm viertelkreisförmig (auf dem ehemaligen Süduferbereich läuft parallel der Bethaniendamm im Ortsteil Kreuzberg). Am Engeldamm befinden sich die denkmalgeschützten Gebäude ehemaliges Haus des Deutschen Verkehrsbundes (Nummer 70)[38] (derzeit leerstehend) und das Gewerkschaftshaus (Nummern 62–64).[39]

Bei der Erstanlage des Verkehrsweges Mitte des 19. Jh. hieß die Straße Engelufer; zwischen 1951 und 1991 trug sie den Namen Fritz-Heckert-Straße.

heutiges ver.di-Verwaltungsgebäude am Engeldamm
Erna-Berger-Straße

(Lage)

Erna Berger (1900–1990), Sängerin Sopranistin 16. März 2003 Es handelt sich um eine kleine Erschließungsstraße, die von der Stresemannstraße abgeht und südlich des Leipziger Platzes verläuft. In dieser Straße steht einer der wenigen noch erhaltenen Wachtürme (‚Rundblick­beobachtungsturm‘) der Berliner Mauer, dessen Abriss bei der Bebauung der Flächen kurzfristig zur Debatte gestanden hatte.[40] Das Bundesumweltministerium errichtet bis Ende 2011 seinen Berliner Dienstsitz an der Erna-Berger- Ecke Stresemannstraße.[41] Erna-Berger-Straße am Potsdamer Platz
Falkoniergasse[42]

(Lage)

0090 in dieser Gasse wohnten Falkner, Falkoniere genannt 24. Jan. 2007 Die Straße existierte an dieser Stelle vom 17. Jahrhundert bis 1974. Durch Beschluss des Bezirksamtes wurde der historische Straßenname bei der Neubebauung des Friedrichwerders wiederbelebt. Falkoniergasse
Fehrbelliner Straße

(Lage)

0600
(im Ortsteil)
Fehrbellin, Gemeinde im Landkreis Ostprignitz-Ruppin 23. Apr. 1863 In der Stadtplanungsphase wurde der Verkehrsweg als Straße 67, Abt. XI bezeichnet. Frühzeitig erhielt die Straße ihren heutigen Namen, andere Straßen in dem Viertel sind ebenfalls nach Ortschaften aus der Mark Brandenburg oder dem Mecklenburgischen benannt.

Der längere Abschnitt zwischen Anklamer Straße und Choriner Straße gehört zu Mitte, das Teilstück bis zur Schönhauser Allee liegt im Ortsteil Prenzlauer Berg. Die Fehrbelliner Straße tangiert den Zionskirchplatz und den Volkspark Weinbergsweg an seiner nördlichen Grenze. Einige Mietshäuser und Fabrikhallen aus den Anfängen der Bebauung im 19. Jahrhundert sind erhalten und in die Berliner Denkmalliste aufgenommen (Hausnummern 47–49).[43] In Spandau gibt es eine gleichnamige Straße.

Fehbelliner Straße
Fischerinsel

(Lage)

0290 + 260 Fischerinsel ist die Bezeichnung des südlichen Teils der Spreeinsel im Berliner Ortsteil Mitte. 2. Apr. 1969 Die Straße verläuft T-förmig zwischen dem Spreekanal und der Gertraudenstraße und erschließt die von Hochhäusern dominierte Wohngegend. Mit der Neubebauung dieses Gebiets in den Jahren von 1967 bis 1973 wurde das mittelalterliche Straßennetz beseitigt und die Straßen neu angelegt. Sie erhielten auf Magistratsbeschluss Nr. 79/69 alle den Namen Fischerinsel. Die Insel liegt zwischen Gertraudenstraße, Spree und Spreekanal. Die vorherigen Namen waren Köllnische Straße (1862–1969), Köllnische Gasse (1836–1862), Grünstraße (Mittelalter bis 1969), Fischerstraße (Mittelalter bis 1969), An der Fischerbrücke (1683–1969), Kakernacks Geßlein (17. Jh. bis 1712).
Hochhäuser auf der Fischerinsel
Französische Straße

(Lage)

0720 nach den französischen Hugenotten, die sich hier ansiedelten 1706 Die um 1696 angelegte Straße erhielt Anfang des 18. Jahrhunderts ihren heutigen Namen. Die anschließenden Straßen (Beim Französischen Kirchhof, zwischen Charlotten- und Markgrafenstraße und Nach dem Französischen Kirchhof, zwischen Markgrafen- und Oberwallstraße) wurden um 1740 in die Französische Straße integriert. Am östlichen Ende stand das Gebäude für die Erste Kammer des Preußischen Herrenhauses. Nachdem 1851 ein Teil dieses Gebäudes abgebrannt war, wurde die Französische Straße 1858 bis zur Oberwallstraße durchgelegt.[44] Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Ehemaliges Postamt
Friedrich-Ebert-Platz

(Lage)

0190 × 45 Friedrich Ebert (1871–1925), Politiker und Außenminister 21. Aug. 1999 Der aus dem nördlichen Teilstück der Ebertstraße abgetrennte Platz wird begrenzt vom Reichstagufer, der Dorotheenstraße/ Scheidemannstraße und der Ebertstraße. Er liegt genau an der Ortsteilgrenze zu Tiergarten. Vorherige Namen des Platzes gibt es nicht gesondert, sie stehen nur im Zusammenhang mit den verschiedenen Namen der Ebertstraße (ab 1859). An diesem Platz befindet sich das 1904 vollendete denkmalgeschützte Reichstagspräsidentenpalais mit Garten und Tunnel.[45] Im Bereich des Platzes stehen die Weißen Kreuze zum symbolischen Gedenken an die Maueropfer. Friedrich-Ebert-Platz 2006
Friedrichsgracht

(Lage)

0425 nach der nach Friedrich Wilhelm (1620–1688) benannten Gracht nach 1745 Die Namensgebung dieses Uferweges an der Spree orientierte sich am damaligen Herrscher und an den nach Berlin gerufenen holländischen Spezialisten für die Anlage von Stadtkanälen; er trug seither verschiedene Namen. Die Friedrichsgracht verläuft geradlinig in Nord-Süd-Richtung zwischen Sperlingsgasse und der Scharrenstraße. An ihrer östlichen Straßenseite stehen etliche in der Berliner Denkmalliste enthaltene Wohn- und Geschäftshäuser sowie das Pfarrhaus St. Petri.[46] Die Straße tangiert die Jungfernbrücke. Friedrichsgracht
Friedrichstraße

(Lage)

2160
(im Ortsteil)
Friedrich I. (1657–1713), König in Preußen um 1705 Der Verkehrsweg erhielt 1688 seine ersten Namen, die bis zur heutigen Bezeichnung häufig wechselten. Auch der Verlauf und die Länge wurden mehrfach geändert.[47] – Die Friedrichstraße führt vom früheren Belle-Alliance-Platz zum Oranienburger Tor. Die kriegsbeschädigten Häuser dieser Straße wurden erst anlässlich der Vorbereitung auf die 750-Jahr-Feier Berlins wieder aufgebaut. Die historisierenden Bauten aus Fertigteilen wurden nach der Wende teilweise wieder abgebrochen. So entstanden neue Stadtquartiere wie das Quartier 206 und 207. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Friedrichstadtpalast

Bahnhof Friedrichstraße, 1982 Galeries Lafayette

Fürstenberger Straße

(Lage)

0150 Fürstenberg/Havel, Stadt im Landkreis Oberhavel 19. Feb. 1879 Bei den Stadtplanungen 1862 als Straße 65, Abteilung XI bezeichnet.[48] Fürstenberger Straße
Garnisonkirchplatz

(Lage)

0090 × 20 Garnisonkirche, ein früher in dieser Straße vorhandenes Gotteshaus, das im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1962 endgültig enttrümmert wurde. 2. Aug. 1999 Der ehemals namenlose Platz erinnert an den Standort der hier vorhanden gewesenen Garnisonkirche, die wiederum auf Resten von Vorgängerbauten stand. Die feierliche Namensvergabe fand am 7. April 2000 statt.[49] Garnisonkirchplatz 1
Gartenstraße

(Lage)

0680 nach den ausländischen Gärtnerfamilien, die hier auf Befehl König Friedrichs II. nach 1770 angesiedelt wurden 18. Feb. 1801 Der vorherige Name war Hamburger Landwehr (Mitte 18. Jh.–1801) Humboldt-Gymnasium Gartenstraße
Gendarmenmarkt

(Lage)

0400 × 150 Gens d'armes (frz.: ‚die Bewaffneten'), Adlige, die in der Leibgarde des Königs dienten und hier ihr Quartier hatten 1799 Die vorherigen Namen waren Lindenmarkt (17. Jh.), Mittelmarkt (um 1700–1786), Friedrichstädter Markt (um 1700–1786), Neuer Markt (1786–1799), Schillerplatz (1871–1936) und Platz der Akademie (1950–1991). Panorama des Gendarmenmarktes
Georgenstraße

(Lage)

0660 Benjamin George (1739–1823) Berliner Unternehmer 1799 Der vorherige Name war Katzenstieg (um 1700–1799). Lage Georgenstraße 45
Gertraudenstraße 0410 Gertrud von Nivelles (auch Gertraude, 626-653 oder 659), Äbtissin und Heilige um 1750 Die vorherigen Namen einzelner Straßenabschnitte waren Am Teltower Thor (Mittelalter bis 17. Jh.), Hinterm Bernauer Keller (Mittelalter bis um 1750), Am Gertraudtenthor (um 17. Jh. bis um 1750) sowie Gertraudtenstraße.[9] Gertraudenstraße
Gertrud-Kolmar-Straße

(Lage)

0283 Gertrud Kolmar (1894–1943), Dichterin, Opfer des Holocaust 29. Okt. 2001 Die Straße wurde 2001 umbenannt, davor hieß sie An der Kolonnade. Sie verläuft zwischen Hannah-Arendt-Straße und Voßstraße in Nord-Süd-Richtung. Nördlich schließt sich Cora-Berliner-Straße an. Gertrud-Kolmar-Straße
Geschwister-Scholl-Straße

(Lage)

0200 Geschwister Scholl, Sophie und Hans Scholl (ermordet 1943), Widerstandskämpfer 13. Okt. 1949 Der als Prinz-Friedrich-Karl-Straße 1899 bezeichnete Verkehrsweg erhielt nach der Gründung der DDR die Bezeichnung nach den Mitgliedern der Widerstandgruppe Weiße Rose. Geschwister-Scholl-Straße
Gipsstraße

(Lage)

0350 nach einer hier ehemals liegenden Gipsbrennerei 9. Dez. 1824 Der vorherige Name der seit 1699 angelegten Straße war Gipsgasse (um 1700–1824). Gipsstraße 3
Glinkastraße

(Lage)

0610 Michail Iwanowitsch Glinka (1804–1857), russischer Komponist 31. Mai 1951 Der vorherige Name um 1700 bis 1951 war Kanonierstraße. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Preußische Lebensversicherung in der Glinkastraße
Gontardstraße

(Lage)

0250 Carl Philipp Christian von Gontard (1731–1791), deutscher Architekt 19. Nov. 1887 Die Straße verbindet die Karl-Liebknecht-Straße (im Nordwesten) mit der Rathausstraße (im Südosten). Vor den massiven Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg gab es entlang der westlichen Straßenseite etliche Wohn- und Kaufhäuser. Mit dem Bau des Berliner Fernsehturms und der Neuanlage der Freiflächen verschwand die Bebauung. Die östliche Straßenseite bildet der Bahnhof Alexanderplatz. Gontardstr Mitte 11310 AMA fec (29).JPG
Gormannstraße 0510 August Cornelius Gormann (1796–1861), Töpfermeister, Unternehmer 13. Mai 1867 Der vorherige Name war Laufgasse (um 1699–1867) Gormannstraße 19a
Granseer Straße

(Lage)

0195 Gransee, Stadt im Landkreis Oberhavel 19. Feb. 1879 Als Straße 54, Abt. XI im ersten Bebauungsplan verzeichnet. Verläuft zwischen der Ruppiner Straße und der Wolliner Straße als nord-östliche Verlängerung der Anklamer Straße im Südbereich des Arkonaplatzes und setzt sich als Fürstenberger Straße fort. Es gibt eine Gedenktafel für die hier geborene Opernsängerin Frida Leider (Hausnummer 9). Granseer Straße
Griebenowstraße

(Lage)

0190 Christian Wilhelm Griebenow (1784–1865), Oberamtmann, Grundbesitzer 13. Dez. 1833 In der ersten Stadtplanung als Straße 57, Abt. XI bezeichnet. Verbindet den Zionskirchplatz mit der Schwedter Straße, von ihr geht nordwärts die Wolliner Straße ab. Unter der Hausnummer 15 befindet sich das Baudenkmal Predigerhaus (1870) (siehe Bild) und ein Quergebäude (~1905) der Zionskirche.[50] In dieser Straße lebte auch der Lehrer und Pferdenarr Wilhelm von Osten, der mit seinem Pferd Der Kluge Hans gegen Ende des 19. Jahrhunderts weit über Berlin hinaus bekannt wurde.
Predigerhaus der Zionskirche
Große Hamburger Straße 0400 Freie und Hansestadt Hamburg 1737 Der vorherige Name war Hamburger Straße (1723–1737). – In dieser Straße stand das Jüdische Altersheim bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. In der NS-Zeit wurde es von der NSDAP als Gefängnis für die Insassen benutzt, die von hier aus häufig in die Gaskammern von Konzentrationslagern deportiert wurden. Der hintergelagerte Friedhof wurde zerstört, die Grabsteine als Splitterschutz verwendet.[51] Jüdische Oberschule
Große Präsidentenstraße

(Lage)

0120 Stadtpräsident, Vorsitzender des früheren Stadtrates um 1746 Zur Zeit der Straßenbenennung war Karl David Kircheisen (1704–1770) amtierender Stadtpräsident. Die Straße wurde nach der Abtragung eines Teils des Stadtwalls Mitte des 18. Jh. neu angelegt. Sie verläuft zwischen Oranienburger Straße/ Hackescher Markt und der Kleinen Präsidentenstraße. Unter der Hausnummer 10 an der Ecke Neue Promenade ist ein historisches Wohngebäude erhalten, dessen Treppenhaus unter Denkmalschutz steht.[52] Große Präsidentenstraße
Grunerstraße 0760 Justus Karl von Gruner (1777–1820), preußischer Politiker und Polizeipräsident von Berlin (1809–1911) 24. Apr. 1890 Der Straßenzug wurde 1968/1969 im Zusammenhang mit der Neubebauung der Leipziger Straße erheblich verbreitert. Zur kreuzungsfreien Verkehrsführung wurde ein Straßentunnel zwischen der Mollstraße und der Spandauer Straße angelegt, der als Teilstück der Grunerstraße zählt. Der oberirdische nördliche Straßenbeginn ist die Kreuzung Otto-Braun-Straße/ Alexanderstraße. Im Südbereich endet die Grunerstraße am Molkenmarkt, dann setzt sie sich geradlinig als Mühlendamm, Gertraudenstraße und Leipziger Straße fort. Tunnel Grunerstraße

Gleicher blick in den Autotunnel, anno März 2011
Gustav-Böß-Straße

(Lage)

0110 Gustav Böß (1873–1946, Oberbürgermeister von Berlin 1921–1929 16. Dez. 1991 Diese bereits im 15. Jahrhundert nachweisbare Straße verläuft auf der Rückseite des Berliner Roten Rathauses. Sie trug zuvor die Bezeichnungen nach den in dem Viertel angesiedelten Handwerkern: Große Schmiedegasse (bis zum 16. Jahrhundert), Nagelgasse (bis 1869), danach die Orientierung am Gebäude der Stadtverwaltung: Rathausstraße (1869–1951) und Hinter dem Rathaus (bis 1991).[53] G.-Boess-Str Mitte 11310 AMA fec (9).JPG
Habersaathstraße 0500 Erich Habersaath (1893–1918), erstes Opfer der Novemberrevolution 1918 31. Mai 1951 Die im 19. Jahrhundert angelegte Straße grenzte an die Garde-Füsilier-Kaserne und deren Artillerie-Übungsplatz. Sie trug den Namen Kesselstraße.[27] Habersaathstraße
Hackescher Markt

(Lage)

0140 × 60
(unregelmäßige Form)
Hans Christoph Friedrich von Hacke (1699–1754), preußischer Militär 23. Juli 1840 Erste Schreibweise Haacksche Markt.[12] Während des Zweiten Weltkrieges stark zerstört, wurden nach der Wiedervereinigung die Baulücken geschlossen und die Altbauten saniert. In der Nähe liegen die Museumsinsel sowie die Hackeschen Höfe und die Oranienburger Straße. Hackescher Markt
Hannah-Arendt-Straße

(Lage)

0320 Hannah Arendt (1906–1975), deutsch-amerikanische Publizistin und Gelehrte 12. Mai 2005 Die neu angelegte Straße verläuft zwischen Wilhelmstraße und Ebertstraße. Hier befindet sich das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Holocast-Denkmal mit Hannah-Arendt-Straße im Vordergrund
Hannoversche Straße

(Lage)

0590 Hannover, Hauptstadt des Bundeslandes Niedersachsen 17. März 1891 Die vorherigen Namen waren Charitéstraße (um 1735–1836) und Communikation am Neuen Thor (1836–1891). An der Hannoverschen Straße 28–30, Ecke Chaussseestraße, befand sich zu DDR-Zeiten die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Ost-Berlin. Das ehemalige Königliche Leichenschauhaus (später das Institut für Gerichtsmedizin der Humboldt-Universität) auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht in der Berliner Denkmalliste.[54] Seinerzeitige Ständige Vertretung der Bundesrepublik in der Hannoverschen Straße, 1974
Hausvogteiplatz

(Lage)

0100 × 50
(Trapezform)
nach dem ab 1750 hier gelegenen königlichen Hofgericht, der Hausvogtei 1789 Die vorherigen Namen waren von etwa 1740 bis 1750 Quarree und von 1750 bis 1789 Jerusalemplatz. Hausvogteiplatz
Hedwigskirchgasse

(Lage)

0070 nach der hier liegenden Sankt-Hedwigs-Kathedrale benannt um 1760 Die Straße wurde um 1799 auch Hedwigsgasse genannt. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Sankt Hedwigskathedrale, die Hedwigskirchgasse verläuft rechts neben dem Kirchengebäude
Hegelplatz

(Lage)

0038 × 28 Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770–1831), Philosoph 4. Feb. 1872 Erste Namen waren Bauhofstraße (um 1700), Bauhof (~1710–1872). Erst mit der Aufstellung eines Denkmals für Hegel erhielt der kleine Platz einen eigenen Namen. Er wird nördlich von einem Garten, östlich von der Bauhofstraße, westlich von der Rückseite des ehemaligen Mitropa-Gebäudekomplexes und südlich von der Dorotheenstraße begrenzt. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5]
Hegeldenkmal auf dem gleichnamigen Platz
Hegelplatz
Heidereutergasse

(Lage)

0370 nach der alten Bezeichnung für einen Aufseher einer Magistratsheide, der dieses Amt als Reiter (Reuter) ausführte. 15. Jan. 2001 Vom 19. Jh. bis 1972 vorhandene Gasse. Bei der Neubebauung der Spandauer Straße aufgehoben. Nach der Wende wieder vergebener Name für den Fußweg hinter der Häuserzeile, der parallel zur Spandauer Straße verläuft. Hier stand in der Berliner Frühzeit die erste jüdische Synagoge, die von den zugewanderten Juden errichtet werden durfte. Ein kleiner Denkmalkomplex an dieser Gasse erinnert an die wechselvolle Geschichte. Heidereutergasse
Heiligegeistgasse

(Lage)

0120 Heilig-Geist-Spital (Berlin) 16. Feb. 2004 Die gleichnamige Gasse gab es bereits ab dem 17. Jahrhundert bis 1968; sie wurde bei der Bebauung mit einem neuen Hotelkomplex beseitigt. Nachdem das Hotel nach 1990 abgerissen und das neue Gebäudeensemble City Quartier DomAquarée fertiggestellt war, vergab der Senat von Berlin für den wieder hergestellten Fußweg den historischen Namen neu. Er verläuft parallel zur Spandauer Straße entlang der Rückseite der namensgebenden Kapelle. Heiligegeistgasse
Heiligegeistkirchplatz

(Lage)

0026 × 24 Heilig-Geist-Kapelle 16. Feb. 2004 Im Zusammenhang mit der Neuvergabe der historischen Straßennamen im City Quartier DomAquarée neu definierter Platz vor der Heilig-Geist-Kapelle. Westlich von diesem Platz geht die St. Wolfgang-Straße ab. Heiligegeistkirchplatz
Heinrich-Heine-Platz

(Lage)

0110 × 35 Heinrich Heine (1797–1856), Dichter und Schriftsteller 12. Apr. 1951 Der vorherige Name zwischen 1849 und 1951 war Kaiser-Franz-Grenadier-Platz. Heinrich-Heine-Platz
Heinrich-Heine-Straße 0680
Heinrich Heine (1797–1856), Dichter und Schriftsteller 22. Juni 1960 Der vorherige Name ab 1843 war bis zur Dresdener Straße Neanderstraße. Der weiterführende Abschnitt hieß im 18. Jhd. Prinzenstraße. Heinrich-Heine-Straße
Helga-Hahnemann-Straße

(Lage)

0130 Helga Hahnemann (1937–1991), Entertainerin, Kabarettistin und Schauspielerin. 24. Sep. 2003[55] Es handelt sich um eine eher symbolische Straße, die von der Johannisstraße am neuen Friedrichstadtpalast abgeht und auf der freien Fläche vor dem Kunsthaus Tacheles bis zur Oranienburger Straße führt. Der Tag der feierlichen Namensvergabe orientierte sich an der Verleihung des Preises Goldene Henne in diesem Jahr.[55] Helga-Hahnemann-Straße
Henriette-Herz-Platz

(Lage)

0030 × 20
(Dreieckform)
Henriette Herz (1764–1847), Schriftstellerin und eine der führenden Berliner Salonnièren der Frühromantik 2. Aug. 1999 Eine erst ab der Neubebauung nach 1990 geschaffene und gestaltete Freifläche. Sie wird begrenzt von der Burgstraße, An der Spandauer Brücke und dem Bahndamm. Burgstraße mit Henriette-Herz-Platz am Ende der Straße
Hessische Straße

(Lage)

0630 Großherzogtum Hessen, Bundesstaat des Deutschen Kaiserreiches 17. März 1891 In diesem Viertel sind Straßen nach Ländern des am 18. Januar 1871 in Versailles proklamierten Deutschen Kaiserreiches benannt. Am östlichen Ende der Straße befindet sich das ehemalige Chemische Institut der Humboldt-Universität (siehe Bild), in dem Otto Hahn und Lise Meitner ihre Entdeckungen der Uran-Kernspaltung machten. Chemisches Institut der HU
Hinter dem Gießhaus

(Lage)

0145 Gießhaus, das sich hier im 16. Jahrhundert befand um 1752 Diese kurze Straße liegt zwischen dem Zeughaus und dem Kastanienwäldchen. An der Ecke mit Am Festungsgraben 1 steht das Baudenkmal Palais Donner von 1753.[56] Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Westseite des Zeughauses
Hinter dem Zeughaus

(Lage)

0100 nach dem Zeughaus, einem Arsenal für die ehemalige Festung um 1700 Die Straße wurde mit dem Bau des Zeughauses in den Jahren 1696–1706 angelegt. Sie verläuft in West-Ost-Richtung zwischen dem Kastanienwäldchen und dem Kupfergraben. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Eingang DHM
Hinter der Katholischen Kirche

(Lage)

0120 nach der hier liegenden katholischen Hedwigskirche 1807 Die Straße hat den längsten Straßennamen in Berlin. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Hinter der Katholischen Kirche
Hirtenstraße 0270 nach einem ehemaligen Kuhhirtenhaus des Magistrats, das sich hier befand 31. Jan. 1861 Vorher Hirtengasse (um 1700–1861). Auf Grund der Bezeichnung Gasse baten die Anwohner um Umbenennung in Liegnitzstraße oder Kleine Viktoria-Straße bzw. Theaterstraße, wegen des in der Nähe (Münzstraße) liegenden Victoria-Theaters. Ab der Neuvergabe des Namens erhielt der Verkehrsweg eine Pflasterung. Ehemalige 9./10. Communal-Armenschule in der Hirtenstraße 4, Ecke Kleine Alexanderstraße
Holzmarktstraße 0450
(im Ortsteil)
ein früherer städtischer Holzhandelsplatz um 1685 Die Holzmarktstraße wurde um 1685 bereits nachgewiesen. Sie war im Mittelalter ein Teil der vom Stralauer Tor zum Dorf Stralau führenden Straße. Ursprünglich hieß sie nur bis zur heutigen Lichtenberger Straße so, bis zur Krautstraße (früher Krautsgasse) Holzmarktplatz[9] und bis zur Koppenstraße Holzstraße bzw. Holzgartenstraße. Am 13. August 1835 erhielten die Holzstraße und der Holzmarktplatz gemeinsam mit der schon im Abschnitt zwischen Alexander- und Markusstraße bestehenden Holzmarktstraße den gemeinsamen bis heute noch gültigen Straßennamen. Die Holzmarktstraße wurde erst ab 1850 bebaut.[57] Trias-Gebäude, Hauptsitz der BVG
Ifflandstraße 0140 August Wilhelm Iffland (1759–1814), Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker 9. Jan. 1877 Die Straße wurde im Jahre 1877 als Verbindungsstraße zwischen Blumen- und Wallner-Theater-Straße angelegt. Ifflandstrasse 9, Max-Planck-Schule
In den Ministergärten

(Lage)

0230 Ministergärten 1. Juni 2000
Die Verkehrsfreigabe der Straße erfolgte erst zum 4. Oktober 2000.
Eine bereits im 18. Jh. angelegte Straße in den nicht öffentlichen Gartenanlagen preußischer Ministerien. Sie verbindet die Ebertstraße mit der Gertrud-Kolmar-Straße. Hier haben sich nach dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin die Bundesländer Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein ihre Vertretungen neu bauen lassen. Landesvertretungen in den Ministergärten
Inselstraße

(Lage)

0250 nach einer ehemaligen Spreeinsel 20. Juli 1859 Erster Namensbezug (Inselgasse bzw. Inselstraße) war eine kleine an einer Fischerbrücke vorhandene Spreeinsel, die später überbaut wurde. Die Inselstraße verläuft zwischen der Köpenicker Straße und dem Märkischen Ufer und führt über die Inselbrücke direkt auf die Fischerinsel. An der Inselstraße stehen die Baudenkmale Köllnisches Gymnasium, eh. Haus des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes und ein Mietshaus aus dem Jahr 1898 (Hausnummer 12).[58] Die Inselstraße grenzt nordöstlich an den Köllnischen Park. Ehemaliges Koellnisches Gymnasium in der Inse- Ecke Wallstraße
Invalidenstraße 1760
(im Ortsteil)
nach dem 1745–1748 erbauten Invalidenhaus um 1800 Ein Teil der Straße verläuft In Moabit. Ehemalige Militärärztliche Akademie Berlin, Blick von Alexanderufer, von der Sandkrugbrücke aus
Jacobystraße

(Lage)

0450 Johann Jacoby (1805–1877), Arzt, Vorkämpfer für die jüdische Gleichberechtigung, preußischer Politiker und führender Radikaldemokrat. 17. März 1948 Der vorherige Name war Kaiserstraße (1805–1948). Wegen der veränderten Straßenführung durch den Neuaufbau erhielt am 9. August 1963 der an der neuen Kongresshalle liegende westliche Teil ebenfalls diesen Namen. Jacobystraße 1965
Jacobystraße
Jägerstraße 0410 + 230 nach dem hier im 17. Jahrhundert wohnenden Oberjägermeister von Hertefeld um 1709 Die Straße wird durch den Gendarmenmarkt unterbrochen. In der Jägerstraße 22 wurde im Jahr 1769 Alexander von Humboldt geboren. An der Ecke mit der Friedrichstraße stand die Barrikade, auf der Ernst Zinna bei den Kämpfen der Märzrevolution 1848 ums Leben kam. Sein Geburtshaus war das Haus Nummer 4, an der eine Gedenktafel an den Schlosserlehrling erinnert. Zwischen 1958 und 1991 hieß sie Otto-Nuschke-Straße. In dieser Straße befanden sich zu DDR-Zeiten das DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme, die Urania-Gesellschaft und der Parteivorstand der DDR-CDU.[59]
In dieser Straße sind trotz Zerstörungen einige Baudenkmale erhalten oder wieder aufgebaut worden, dazu zählen der Komplex Hausnummer 1–3, ursprünglich für den Berliner Herrenklub errichtet und ab 1950 Sitz des Club der Kulturschaffenden, Johannes R. Becher; heute Sitz der Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund, Hausnummer 10/11 als Verwaltung der Deutschen Revisions- und Treuhand AG 1936 erbaut[60] sowie Wohnhäuser, Geschäftshäuser (z. B. Nr. 49/50: Deutsches Apothekerhaus), Bankgebäude, ein Telegrafenamt.[61]
Jägerstraße
Jerusalemer Straße 0200 + 170 nach der ehemals hier befindlichen Jerusalemkirche 1706 Ein Teil der Straße verläuft in Kreuzberg. Sie wird vom Komplex Leipziger Straße unterbrochen. Die Straße wurde 1701 bei der Bebauung der Friedrichstadt angelegt. Der Abschnitt in Kreuzberg zwischen Koch- und Lindenstraße wurde 1966 entwidmet. Die Schreibweise der Straße war früher Jerusalemsstraße, auch Jerusalemmer Straße. Mossehaus in der Schützenstraße/Jerusalemer Straße (links)
Joachimstraße 0250 Joachim Friedrich (1546–1608), Kurfürst von Brandenburg 6. Okt. 1862 Die vorherigen Namen waren Heidereitergasse (um 1700–1834), Waldemarstraße (1834–1849), Kleine Waldemarstraße (1849–1862). Als in der Luisenstadt eine weitere Waldemarstraße benannt wurde, taufte man die Straße um. Joachimstraße 20
Johannisstraße 0320 Johannes, männlicher Vorname oder die maskulin veränderte Form von Johanna Eleonora Fickert, einer Bewohnerin der Straße, die als Wohltäterin bekannt wurde 24. Juli 1835 Die Straße hieß zuerst Kirchhofs-Straße (ab Ende 17. Jh.). Eine Initiative von Mitbewohnern zur Umbenennung in Johanna- oder Eleonorastraße zu Ehren der Wohltäterin (1822) war nicht erfolgreich. Die Weihe der St.-Johannis-Kirche in Moabit am Johannistag (24. Juni) führte wahrscheinlich zu einem Umdenken der Stadtväter.[62] Johannisstraße
Jüdenstraße 0090 nach der historischen jüdischen Besiedlung dieser Gegend sowie dem ehemals hier gelegenen Großen Jüdenhof Ende 13. Jahrhundert Die Jüdenstraße ist eine der ältesten Straßen Berlins. Die Benennung der Straße hat sich bis heute erhalten und wurde auch in der Zeit des Nationalsozialismus nicht verändert. Von der historischen Bebauung der Jüdenstraße blieben nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und den Abrissen in der DDR-Zeit nur das Rote Rathaus sowie das Alte und das Neue Stadthaus erhalten. Jüdenstraße am Roten Rathaus
Neues Stadthaus an der Ecke Grunerstraße
Julie-Wolfthorn-Straße

(Lage)

0160 × 45 Julie Wolfthorn (1864–1944), Malerin und Grafikerin. Opfer des Nationalsozialismus 15. Feb. 2005 Nach der Namensvergabe dieser neu angelegten Straße erfolgte durch das zuständige Grünflächenamt die Gestaltung mit ‚Straßenbegleitgrün‘. Die Bäume mussten im Herbst 2010 allerdings wegen gravierender Wurzelschäden ausgetauscht werden. 60 junge Bäume, gemischt aus Feldahorn, Spitzahorn und Linden kamen in den Boden.[63] Die Straße bildet die südwestliche Fortführung der Bernauer Straße von der Bergstraße bis zur Zinnowitzer Straße. Auf der Nordseite der Straße befindet sich das historische Empfangsgebäude der Vorortbahn am Nordbahnhof, das unter Denkmalschutz steht. Außerdem tangiert sie die Hinterlandmauer der ehemaligen Berliner Mauer. Julie-Wolfthorn-Straße
Kalkscheunenstraße 0100 nach einer im 19. Jahrhundert hier vorhandenen Scheune zur Lagerung von Baukalk 1840 Die vorherigen Namen waren Kalkscheunen­quergasse (um 1700 bis um 1800) und Kalkscheunengasse (um 1800–1840). Der Name Kalkscheune wird für eine ehemalige Fabrikhalle an diesem Standort verwendet, die als Veranstaltungsort dient.[64] Kalkscheunenstraße
Kapelle-Ufer

(Lage)

0250 Heinz Kapelle (1913–1941), Widerstandskämpfer 31. Mai 1951 Der am Nordufer der Spree verlaufende Verkehrsweg trug seit seiner Einweihung 1871 den Namen Friedrich-Karl-Ufer. Nach dem Kriegsende erhielt er einen neuen Namen. Um das Jahr 2000 - im Zusammenhang mit den Regierungsbauten im Spreebogen - wurde das Kapelle-Ufer von den Landschaftsarchitekten Dörries völlig neu gestaltet.[65] Gern besucht ist der Bundespressestrand an diesem Ufer (Nummer 1), der gastronomisch betreut wird (Beach Bar, Café). Das Kapelle-Ufer verläuft als Kreissegment zwischen Humboldthafen und Konrad-Adenauer-Straße. Südlich setzt es sich als Schiffbauerdamm fort. Mauermarkierung am Kapelleufer
Karl-Liebknecht-Straße[66] Karl Liebknecht (1871–1919), sozialistischer Politiker und Antimilitarist. 3. Sep. 1969 Einzelne Abschnitte der Straßen trugen früher unterschiedliche Namen: Am Kramhause, Hinter der Badstube, Papenstraße (16. Jh. bis 1887), Heinersdorfer Straße (um 1750 bis 1788), Prenzlauer Straße (1788–1969), Kaiser-Wilhelm-Straße (1887–1947) und Liebknechtstraße (1947–1969). Entlang dieser Straße befinden sich zahlreiche interessante Gebäude wie die Volksbühne, das Hotel Park Inn am Alexanderpatz, die frühere Zentralmarkthalle Berlin, die Marienkirche, das Domaquarée. Verlagsgebäude an der Karl-Liebknecht-Straße
Karl-Marx-Allee Karl Marx (1818–1883), Philosoph, politischer Journalist, Ökonom, Protagonist der Arbeiterbewegung 13. Nov. 1961 Die vorherigen Namen waren Frankfurter Straße (um 1701 bis vor 1786), Große Frankfurter Straße (vor 1786 bis 1950) und Stalinallee (1950–1961). Kino International mit Rathaus Mitte
Karlplatz

(Lage)

0025 × 20
(Trapezform)
Friedrich Karl Alexander (1801–1883), Prinz von Preußen 16. Apr. 1827 Bei der Anlage und Bebauung der Äußeren Friedrich-Wilhelm-Stadt in der ersten Hälfte des 19. Jh. wurde dieser Stadtplatz in der heute noch erhaltenen Form angelegt. Postalisch wurde der Karlplatz erstmals 1897 erwähnt,[67] 1906 ist er auch im Berliner Stadtplan eingetragen.[68] Direkt auf dem Platz steht ein Monument für Rudolf Virchow, das vom Bildhauer Fritz Klimsch 1910 geschaffen wurde und unter Denkmalschutz steht.[69] Ein Gebäude unter der Hausnummer 7 wurde 1893 als Hotel errichtet und steht ebenfalls in der Berliner Denkmalliste.[70] Auf der Nordseite des Platzes stand ein früheres Wohnhaus aus dem Jahr 1830. Zwischen 1949 und 1964 diente es als Botschaft der Volksrepublik Polen in der DDR, bevor diese einen Neubau Unter den Linden bezog. Das Gebäude existiert heute nicht mehr. eh. polnische Botschaft am Karlplatz

Virchow-Denkmal am Karlplatz

Kastanienallee

(Lage)

0330
(im Ortsteil)
Kastanien, Erstbepflanzung entlang der Straße 1826 Diese Straße liegt zum größten Teil im Bezirk Pankow, nur ihr südwestliches Stück (Hausnummern­bereich 36–69) gehört zu Mitte. Erwähnenswert ist hier der Prater, ein weit über den Ortsteil hinaus bekanntes Vergnügungsetablissement.[71] Die Straße wurde auf Veranlassung des Grundstücksbesitzers Wilhelm Griebenow als Verlängerung des Weinbergwegs angelegt und später mit Mietswohnhäusern bebaut.

Gleichnamige Straßen gibt es in zahlreichen Berliner Ortsteilen wie Berlin-Friedrichshagen, Berlin-Hellersdorf oder Berlin-Westend.

Kastanienallee
Keibelstraße

(Lage)

0282 Carl Wilhelm Heinrich Keibel (1792–1866), Kommunalpolitiker 24. Jan. 1858 Die frühere Schießgasse verlief ursprünglich zwischen Linienstraße und Alter Schützenstraße. Keibel veranlasste zunächst eine Verlängerung des Verkehrsweges, danach eine Befestigung mit Pflastersteinen auf seine Kosten. Um 1930 wurde im südlichen Bereich ein Verwaltungsgebäude für die Karstadt AG errichtet, das mit neun Höfen ineinander verschachtelt war. Durch die Kriegszerstörungen der meisten Gebäude um den Alexanderplatz herum und der Anfang der 1960er Jahre erfolgten Neubebauung wurde die Keibelstraße auf ihren heutigen Nord-Süd-Verlauf zwischen Mollstraße und des rückwärtigen Alexanderplatzes am ehemaligen Haus der Elektrotechnik verkürzt. Das Karstadt-Gebäude wurde vereinfacht wieder aufgebaut, unter Denkmalschutz gestellt[72] und diente ab 1951 als Sitz des Ost-Berliner Volkspolizei-Präsidiums. Seit der deutschen Wiedervereinigung befindet sich hier der Polizeiabschnitt 32 der Direktion 3 in Mitte.[73] Keibelstraße
Kieler Straße

(Lage)

0505 Kiel, schleswig-holsteinische Landeshauptstadt 25. Sep. 1873 U-förmig verlaufende Straße zwischen Scharnhorststraße und Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal. An ihrem südlichen Ast befindet sich ein erhaltener Wachturm der Berliner Mauer, der unter Denkmalschutz steht.[74] Gleichnamige Straßen gibt es in Steglitz und in Mahlsdorf. Kieler Straße
Kleine Alexanderstraße

(Lage)

0290 nach der 1847 hier errichteten Kaserne der Kaiser-Alexander-Grenadiere 4. Juni 1847 Zunächst als unbefestigte Verbindungsstraße zwischen den Scheunen angelegt, hieß sie Lange Scheunengasse. Um 1800 erhielt sie den Namen Jacobsstraße nach dem Grundstücksbesitzer Jacob Stucken. Nach Fertigstellung der Kaserne erhielt sie den heute noch gebräuchlichen Namen.[75] Kleine Alexanderstraße
Kleine Auguststraße

(Lage)

0160 August von Preußen (1779–1843) 29. Mai 1862 Diese Straße verbindet die Linien- mit der Auguststraße und verläuft etwa in Nord-Süd-Richtung. Durch ihre Lage in der Spandauer Vorstadt stehen fast alle erhaltenen Häuser in der Berliner Denkmalliste. Kleine Auguststraße 2/3
Kleine Gertraudenstraße 0040 Gertrud von Nivelles (auch Gertraude, 626-653 oder 659), Äbtissin und Heilige 12. Feb. 1862 Der vorherige Name zwischen 1730 und 1862 war Neue Kirchgasse.
Kleine Gertraudenstraße 3
Kleine Hamburger Straße

(Lage)

0130 Hamburg, norddeutsche Hansestadt 1737 Sie verbindet die Torstraße mit der Auguststraße und entstand um 1708 als Teil eines Heerweges nach Hamburg. Den offiziellen Namen erhielt sie 1723 mit Große Hamburger Straße. Als kurze Zeit später ein großer Sportplatz quer über den Verkehrsweg angelegt wurde, bezeichneten die Stadtoberen die beiden Teile 1737 neu als Kleine und Große Hamburger Straße. Durch ihre Lage in der Spandauer Vorstadt stehen fast alle erhaltenen Häuser in der Berliner Denkmalliste. Kleine Hamburger Straße 25a
Kleine Jägerstraße

(Lage)

0090 Jägerhof, ein nicht mehr existentes Gebäude in der Niederwallstraße, von Kurfürst Johann Georg im 17. Jh. errichtet. 14. Feb. 2005 Die heutige Straße ist ein Teil der ursprünglichen Niederwallstraße, die in den 1970er Jahren an ihrem östlichen Ende verkürzt wurde. Mit dem Beschluss zur Neubebauung des gesamten Areals wurde diese Straße wieder neu angelegt und gesondert benannt. Sie erschließt die Grundstücke der Wohn- und Geschäftsbauten, die hier nach Entwürfen verschiedener Architekturbüros aus dem In- und Ausland entstehen. Auftraggeber ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, als Bauherr fungiert die neu gegründete Grundstücksgesellschaft Friedrichswerder Grundstücks GmbH.[76][77] Kleine Jägerstraße
Kleine Kurstraße

(Lage)

0055 nach der Kurstraße;
von der Kur, Wahlversammlung zur Bestimmung des römisch-deutschen Königs bzw. Kaisers im Heiligen Römischen Reich
30. Juni 1861 bis 1945;
Neuvergabe um 1979
Die frühere Schustergasse bezeichnete die hier im 18. Jh. angesiedelten Handwerker. Die Straße verbindet die Oberwasserstraße mit der Kurstraße und führt auf den Hausvogteiplatz. Als am Ende des Zweiten Weltkrieges die Umgegend weitestgehend zerbombt war, verschwand nach Informationen von Kauperts die Straße offiziell aus den Stadtplänen (ist aber noch 1953[78]). Erst um 1979 soll der alte Straßenname neu vergeben worden sein.[79] Der Berlin-Buchplan aus dem VEB Tourist-Verlag des Jahres 1980 enthält die Kleine Kurstraße im Planquadrat 16C4. Kleine Kurstraße
Kleine Präsidentenstraße

(Lage)

0180 Stadtpräsident, Vorsitzender des früheren Stadtrates nach 1750 Die Straße wurde nach dem Bau der Herkulesbrücke und der Gestaltung des Monbijouparks neu angelegt. Sie verbindet die Burgstraße mit der großen Präsidentenstraße. Das Miet- und Bürohaus unter der Hausnummer 3 an der Ecke Große Präsidentenstraße 4 aus dem Jahr 1881 steht in der Berliner Denkmalliste.[80] Kleine Präsidentenstraße
Kleine Rosenthaler Straße

(Lage)

0200 Rosenthal, früheres selbstständiges Angerdorf aus dem 14. Jh., heute Ortsteil vom Bezirk Pankow 23. Juli 1862 Die vormalige Todtengasse im Spandauer Revier (18. Jh.–1862) weist auf die Lage am Alten Garnisonfriedhof hin. Die Straße führte aus dem alten Stadtkern nach Rosenthal. Durch spätere Neuverlegung der Straße erhielt das übrig gebliebene Stück den Zusatz Kleine. Sie verbindet seitdem die Linienstraße mit der Steinstraße. Hier ist außer einigen Wohnhäusern als Bestandteil des Flächendenkmals Spandauer Vorstadt der o.g. Friedhof in der Denkmalliste enthalten.[81] Wärterhaus des Garnisonfriedhofs
Klosterstraße nach dem hier liegenden Grauen Kloster nach 1700 Die Klosterstraße, früher einer der vornehmsten Straße des alten Berlin, bekam häufig wechselnde Namen. 1271 wurde mit dem Bau des Franziskanerklosters begonnen, das der Straße den heutigen Namen gab. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und der Neugestaltung des Berliner Stadtzentrums blieb nur der südliche Teil zwischen Grunerstraße und Spree als Straßenzug erhalten.[82] Parochialkirche

Ruine der Klosterkirche

Köpenicker Straße 1085
(im Ortsteil)
Köpenick, frühere selbstständige Gemeinde südöstlich von Berlin nach 1589 Die heutige Straße entstand aus mehreren Straßenabschnitten, die seit der Anlage des alten Heerweges von Berlin nach Köpenick viele Namen trugen. Der Straßenabschnitt im Ortsteil Mitte umfasst die Hausnummern 30–141. Am Bethaniendamm, wo der Ortsteil Kreuzberg beginnt, trennte zwischen 1961 und 1989 die Berliner Mauer auch Ost- von West-Berlin. In dem zu Mitte gehörenden Straßenbereich liegen mehrere Baudenkmale wie die ehemaligen Norddeutschen Eiswerke (s. unteres Bild), Reste eines Postamtes vom Ende des 19. Jh. sowie Miets- und Geschäftshäuser in der Ortslage Luisenstadt. Nordwestteil der Köp. Str. von der Kreuzung H.-Heine-Str. /Brückenstraße

Ehemalige Eisfabrik in der Köpenicker Straße; vom Verfall bedroht
Kommandantenstraße 0330
(im Ortsteil)
nach dem Stadtkommandanten von Berlin benannt, der ein Haus in der Straße besaß 1846 Die vorherigen Namen waren Scheunengasse (1678 bis Anfang 18. Jh.), Jouanengasse (Anfang 18. Jh. bis 1763) und Neue Kommandantenstraße (1763–1846). In der Kommandantenstraße 15 hat die Bundesdruckerei ihren Sitz. Ein Teil der Straße verläuft in Kreuzberg. Die Bundesdruckerei in der Kommandantenstraße
Koppenplatz

(Lage)

0110 × 35 Christian Koppe († 1721), Berliner Stadthauptmann 12. Aug. 1853 Der vorherige Name zwischen 1704 und 1853 war Koppescher Armenfriedhof, der im 18. Jh. nach dem Willen von Koppe angelegt wurde. Nach dessen Auflassung wurde von Hermann Mächtig ein Stadtplatz daraus (Ende 19. Jh.), 1927 erfuhr er eine erste Umgestaltung nach Plänen von Erwin Barth. Später wiederholt verändert, zuletzt in den Jahren 2008/2009. Im Südbereich befindet sich ein Spielplatz, der nördliche Bereich bildet eine kleine Grünanlage mit zwei Denkmalen. Am Platz befinden sich Baudenkmale wie die Wilhelmine-Amalien-Stiftung oder das Grabdenkmal für Koppe. Koppenplatz
Krausenstraße

(Lage)

0860 vermutlich nach einem früheren Hauseigentümer mit dem Nachnamen Krause vor 1720 Eine in West-Ost-Richtung verlaufende Straße zwischen Mauerstraße und Axel-Springer-Straße. Sie hieß im 18. Jahrhundert zunächst Krausengasse.[83] Beherbergt in der heutigen Zeit unter den Hausnummern 8, 9/10, 17/18, 19/20, 35/36, 38/39 und 71 zahlreiche Baudenkmale aus verschiedenen Bauzeiten zwischen 1900 und 1953[84] – An der Ecke der neuen Frieda-Arnheim-Promenade wurde ein modernes Gebäude von LAI Lanz Architekten und Generalplaner GmbH entworfen und realisiert. Das Geschäfts&#xADhaus umfasst Hotel, Gewerbe- und Büroflächen sowie Praxen und Wohnungen.[85] Krausenstraße 19/20
Krausnickstraße

(Lage)

0280 Heinrich Wilhelm Krausnick (1797–1882), Kommunalpolitiker 7. Okt. 1861 Die Straße wurde zwischen 1860 und 1861 neu angelegt, nachdem ein reicher Torfstichbesitzer aus Fehrbellin hier Bauland gekauft hatte. Rasch entstanden gutbürgerliche Wohnhäuser, in die überwiegend Familien der Hofbediensteten des nahen Schlosses Monbijou einzogen. Über die Jahrhunderte und zwei Weltkriege blieben die meisten Gebäude erhalten und konnten ab 1990 umfassend saniert werden, sie sind Bestandteil des Baudenkmalkomplexes Spandauer Vorstadt. Am Haus Nummer 9 erinnert eine Gedenktafel an die erste deutsche Rabbinerin Regina Jonas, die hier wohnte und von den Nazis umgebracht wurde. Ein Haus ist inzwischen Eigentum der Eiskunstläuferin Katarina Witt, die hier auch wohnt.[86] Unter der Hausnummer 21 befindet sich die Einfahrt zum St. Hedwig-Krankenhaus.
Krausnickstraße
Kremmener Straße

(Lage)

0180 Kremmen, Stadt in Brandenburg 17. März 1891 Die kurze gerade Straße verbindet die Schwedter Straße mit der Wolliner Straße. Nach der ersten Stadtplanung hieß sie Straße 43, Abt. XI. Unter dem Hausnummernbereich 9–11 hat sich noch in den 1980er Jahren die ‚Kirche von Unten‘ etabliert, inzwischen ein christliches Sozialprojekt und Kreativhaus.
Kremmener Straße
Kreuzstraße

(Lage)

0050 vermutlich nach der Lage: sie kreuzte die Kurstraße, damalige Hauptstraße im Gebiet Friedrichswerder 9. Okt. 1861 Es handelt sich um eine kurze westwärts zeigende Stichstraße, die von der Oberwasserstraße abgeht. Sie ist bereits in frühen Stadtplänen verzeichnet und trug zunächst den Namen Mittelste Quergasse (17. Jh.), danach Kreuzgasse (18. Jh. bis nach 1840[12]). Ihre Bebauung umfasst lediglich 21 Hausnummernbereiche, davon stehen die Gebäude Nummern 1/2 (ein 1915 vollendetes Geschäftshaus des früheren Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verbandes, heutiger Nutzer ist das Auswärtige Amt mit seinem Kommunikations&#xADzentrum) und 8, 9, 10 (Mietshäuser) in der Berliner Denkmalliste.[87] Baudenkmal Kreuzstraße 1/2 Ecke Oberwasserstraße
Kronenstraße 0920 zur Erinnerung an die Krönung des Kurfürsten Friedrich III. zum König Friedrich I. in Preußen im Jahre 1701 nach 1701 Sie führt von der Glinkastraße zur Niederwallstraße.
Kronenstraße 10
Kurstraße 0490 Kur, Wahlversammlung zur Bestimmung des römisch-deutschen Königs bzw. Kaisers im Heiligen Römischen Reich nach 1660 Die vorherigen Namen waren Breite Gasse (um 1622–1734), Kurgasse (um 1734–um 1750), Kurfürstenstraße (um 1750–um 1769). Sie führt von der Gertraudenstraße zum Werderschen Markt am ehemaligen Reichsbank-Gebäude, später Sitz des ZK der SED, heute Dienstsitz des Auswärtigen Amts vorbei. Kurstraße mit Blick auf die Friedrichswerdersche Kirche
Legiendamm

(Lage)

0440 Carl Legien (1861–1920), Gewerkschaftsführer und Reichstagsmitglied 31. Juli 1947 Frühere Namen waren Luisenufer (1849–1937) und Kösterdamm (bis 1947). Die Straße ist symmetrisch zum Leuschnerdamm angelegt, sie verbindet den Heinrich-Heine-Platz/ Engeldamm mit dem Oranienplatz im Ortsteil Berlin-Kreuzberg. Beide Straßenverläufe markieren den früheren Luisenstädtischen Kanal.[88] Direkt nördlich schließt sich die Michaelkirchstraße an, südlich der Segitzdamm. Legiendamm
Leipziger Platz 0180 × 180
(Achteckform)
zur Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig 15. Sep. 1814 Der vorherige Name zwischen 1734 und 1814 war Achteck am Potsdamer Thor, auch Achteck Marckt Platz.[83] Leipziger Platz 2007
Leipziger Straße 1670 Leipzig, Stadt in Sachsen um 1700 Die Straße entstand ab 1688 in mehreren Etappen als Ersatz für die alte, nach Leipzig führende Heerstraße. Im späten 19. Jahrhundert befanden sich in der Straße verschiedene Regierungsstellen und Parlamentsgebäude wie das erhaltene Preußische Herrenhaus in Nr. 3/4 (heute Sitz des Bundesrates). Um die Wende des 20. Jahrhunderts gehörte die Leipziger Straße zu den verkehrsreichsten Geschäftsstraßen Berlins mit mehreren großen Kaufhäusern.[89] Kaufhaus Wertheim in der Leipziger Straße, 1920er Jahre

Leipziger Straße, 1981 Östlicher Teil der Leipziger Straße

Lichtenberger Straße

(Lage)

0250 Lichtenberg, eine bis 1920 selbstständige Gemeinde im Osten Berlins 16. Dez. 1874 Nur die auf der westlichen Straßenseite gelegenen Gebäude mit den Hausnummern 5–12 und 28–37 gehören zum Ortsteil Mitte. Die restlichen Straßenabschnitte liegen im Ortsteil Friedrichshain. Lichtenberger Straße
Liesenstraße nach dem ehemaligen Besitzer Carl Adolf Friedrich Liesen (1785–1854) 1833 Die Straße bildet die Grenze zwischen Mitte und Gesundbrunnen, der größte Teil liegt in Gesundbrunnen. Mauerreste an der Liesenstraße


Litfaß-Platz

(Lage)

Ernst Litfaß (1816–1874), Druckereibesitzer und Verleger, Erfinder der nach ihm benannten Litfaßsäule 2011 Durch die Bebauung des Gebietes südlich des Stadtbahnviadukts entstand bis zum Jahr 2010 das Hackesche Quartier und an dessen westlichem Ende zwischen Anna-Louisa-Karsch-Straße und Garnisonskirchplatz der Litfaß-Platz. Am Litfaß-Platz 1 hat die Berliner Werbeagentur Scholz & Friends ihren Sitz, die an der Namensgebung des Platzes nach dem Außenwerber beteiligt war. An der Nummer 2 entstand ein neues Gebäude der Gasag für den Geschäftsbereich WärmeService.[90] Litfaß-Platz mit Gasag-Gebäude und Scholz & Friends
Linienstraße

(Lage)

1960 nach der um 1705 festgelegten Circumvallationslinie zwischen Oranienburger Tor und Großen Frankfurter Straße, entlang der später die Berliner Zollmauer errichtet wurde 1821 Sie verläuft von der Oranienburger Straße über Koppenplatz, Rosenthaler Straße, Rosa-Luxemburg-Platz bis Karl-Liebknecht-Straße. Der Teil der Linienstraße zwischen Prenzlauer und Neuer Königstraße erhielt 1747 den Namen Neue Schützenstraße. Am 14. Mai 1821 bekam dieses Stück wieder den Namen Linienstraße. Der Teil der Linienstraße zwischen der Großen Frankfurter Straße und der Landsberger Straße wurde am 22. Januar 1821 in Weberstraße umbenannt. Mit dem Neuaufbau des Stadtzentrums 1967–1969 wurde die Linienstraße bis zur Karl-Liebknecht-Straße verkürzt. Linienstraße
Littenstraße

(Lage)

0420 Hans Litten (1903–1938), Rechtsanwalt und Opfer des Nationalsozialismus 10. Mai 1951 Die Littenstraße gehört zu den ältesten Straße Berlins. Die vorherigen Namen waren Am Stralauer Thor (17. Jh. bis vor 1778), Neue Friedrichstraße (vor 1778–1951). Die Littenstraße verlief ursprünglich von Rolandufer etwa parallel zur S-Bahn-Trasse bis Friedrichsbrücke. Durch den Neubau des Stadtzentrums in den Jahren 1965–1969 wurde die Littenstraße zwischen Grunerstraße und An der Spandauer Brücke aufgehoben, sodass zwei isolierte Teile bestanden. Der Teil zwischen Spandauer Straße und der Spree wurde 1978 der Burgstraße zugeordnet und erhielt am 15. Januar 2001 den Namen Anna-Louisa-Karsch-Straße. Hier befinden sich noch Teile der Berliner Stadtmauer sowie die Ruine der 1250 erbauten Klosterkirche. Berliner Stadtgericht in der Littenstraße

Reste der Stadtmauer

Luisenstraße

(Lage)

0840 Luise Auguste von Preußen, (1808–1870), Prinzessin von Preußen aus dem Hause Hohenzollern 16. Apr. 1827 Die Luisenstraße entstand bei der Anlage der Friedrich-Wilhelm-Stadt im Jahre 1827 und erhielt im gleichen Jahr ihren Namen. In der Luisenstraße 18 befindet sich das Palais Bülow, eines der wenigen in Berlin erhaltenen Wohnhäuser der ausgehenden Schinkel-Zeit. (Im 20. Jahrhundert als Künstlerteff Die Möwe bekannt geworden.) Weitere bedeutende Bauten in dieser Straße sind Einzelgebäude der Charité, der Tierarzneischule, die ehemalige Akademie der Künste der DDR (Nummer 58/60), in der im Jahr 1949 die Volkskammer der DDR den ersten deutschen Präsidenten Wilhelm Pieck wählte. Mit etlichen Gedenktafeln wurde und wird an die Geschichte dieser Straße erinnert: Albert Lortzing, Robert Koch oder auch Karl Marx lebten hier in der Straße.[91]

1971 wurde die Straße in Hermann-Matern-Straße umbenannt, erhielt 1991 aber ihren historischen Namen zurück.

Luisenstraße 19
Lustgarten

(Lage)

0140 × 100 Lustgarten, öffentlicher Park, der besonders zur Erholung dient. Hier der ursprünglich zum Berliner Stadtschloss gehörende Teil der Spreeinsel. 1646 Ursprünglich ab 1573 als Nutzgarten angelegt und nach dem Dreißigjährigen Krieg unter Kurfürst Friedrich Wilhelm nach niederländischem Vorbild neu gestaltet, war er ab 1701 der Öffentlichkeit zugänglich. Ab 1713 als Exerzierplatz verwendet, wurde 1790 aber wieder Rasen gesät. In der Folgezeit wurde er wiederholt umgestaltet. Im 20. Jahrhundert war der Platz Ort zahlreicher politischer Großkundgebungen und Aufmärsche. Hier befindet sich die Alte Nationalgalerie. Lustgarten und Altes Museum
Märkischer Platz

(Lage)

0050 × 40
(Dreieckform)
Mark Brandenburg, Markgrafschaft des Heiligen Römischen Reiches, die etwa von 1157 an bis zur Umwandlung in die Provinz Brandenburg im Jahre 1815 bestand 7. Juni 1896 Der Platz liegt gegenüber dem Märkischen Museum. Märkischer Platz
Märkisches Ufer

(Lage)

0450 + 250 Mark Brandenburg, Markgrafschaft des Heiligen Römischen Reiches, die etwa von 1157 bis zur Umwandlung in die Provinz Brandenburg im Jahre 1815 bestand 10. Apr. 1931 Die Benennung erfolgte im Zusammenhang mit dem Märkischen Museum und dem Märkischen Platz, die sich beide in der Nähe befinden. Die vorherigen Namen waren Brandenburger Ufer (1901–1931) und Neu-Kölln am Wasser (Anfang 18. Jh.–1931). Märkisches Ufer 14
Magazinstraße

(Lage)

0220 Magazin (militärisches Vorratslager) nach 1740 Als 1740 die Straße angelegt wurde, entstand hier ein Stroh- und Heumagazin. 1780 wurde es vergrößert und massiv gebaut. Es fungierte als königliches Fouragemagazin. Hier wurde das Futter, u. a. Hafer, Heu und Stroh, für die Pferde der in Berlin stationierten Kavallerie gelagert. Dicht daneben wurden die Proviantwagen für einen Teil der königlichen Armee in besonderen Magazinschuppen aufbewahrt. Nach diesen Magazinen erhielt die Straße ihren Namen. Die Verbindungsstraße zwischen Alexanderstraße und Schillingstraße ist eine der wenigen Straßen im westlichen Teil der Stralauer Vorstadt, die sich in ihrem ursprünglichen Verlauf erhalten hat.[92] Sechs Gebäude stehen hier auf der Denkmalliste, u. a. das Postgebäude in der Nummer 8.[93] Magazinstraße Postamt O27
Margarete-Steffin-Straße

(Lage)

0360 Margarete Steffin (1908–1941), Schauspielerin und Schriftstellerin, Geliebte von Bertolt Brecht. 15. Jan. 2001 Am 19. Dezember 2007 wurde der neu entstandene Straßenabschnitt zwischen Unterbaumstraße und Luisenstraße entlang der Stadtbahn für den Verkehr freigegeben.
Margarete-Steffin-Straße
Marienstraße

(Lage)

0310 Marie Luise Alexandrine von Sachsen-Weimar-Eisenach (1808–1877), preußische Prinzessin 16. Apr. 1827 Bei Benennung der Straße war Marie von Sachsen-Weimar-Eisenach noch Verlobte von Prinz Carl, einige Wochen später die Schwiegertochter von König Friedrich Wilhelm III. Marienstraße
Markgrafenstraße

(Lage)

0510 + 200
(im Ortsteil)
nach dem Palais des Markgrafen zu Brandenburg-Schwedt in der Straße Unter den Linden benannt, auf dessen Garten sie zulief um 1706 Ein Teil der Straße verläuft in Kreuzberg. Sie wird vom Komplex Leipziger Straße unterbrochen. 1968 in Mitte zwischen Behren- und Zimmerstraße in Wilhelm-Külz-Straße umbenannt, heißt sie seit 1991 wie ihr Kreuzberger Teilstück wieder Markgrafenstraße. Markgrafenstraße
Mauerstraße

(Lage)

0410 nach der von Jean de Bodt geplanten Umbauung der Friedrichstadt mit einem Festungswerk. nach 1720 Die Mauerstraße verläuft von der Glinkastraße über Leipziger Straße und mündet in der Friedrichstraße. Der Straßenname erinnert an ein Projekt des Architekten und Festungsbauers Jean de Bodt (1670-1745), die ältere Friedrichstadt mit Mauer und Festungswerk zu umbauen. Wegen der zunehmenden Bebauung der Straße ab 1720 wurde der Plan aber aufgegeben. Hier befinden sich zahlreiche erhaltene Baudenkmale, wie z. B. das Bankhaus der Deutschen Bank von 1872 oder das Reichspostmuseum an der Ecke Leipziger Straße von 1893.[94] Mauerstraße 39-42

Museum für Kommunikation

Marion-Gräfin-Dönhoff-Platz 0120 × 100 Marion Gräfin Dönhoff (1909–2002), Publizistin, Mitherausgeberin der Wochenzeitung Die Zeit. 25. März 2011 Der Platz existierte seit Abtragung der Festungswerke 1712 und hieß zunächst Esplanade, dann Großer Markt und ab 1740 bis 1975 Dönhoffplatz. Es entstand hier eine namenlose Grünfläche. Am 25. März 2011 wurde der Platz entsprechend einem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin vom 18. November 2010 in Marion-Gräfin-Dönhoff-Platz umbenannt. [95] Eine Schautafel auf der Westseite des Meilensteins informiert über die Namensgeberin. Mit der Umbenennung ist aus einem Exerzierplatz im Königreich Preußen ein ziviler Erinnerungsort des vereinigten Deutschland geworden. Spittekolonaden am Marion-Gräfin-Dönhoff-Platz
Max-Beer-Straße

(Lage)

0460 Max Beer 31. Mai 1951 Die Straße trug vor 1951 die Namen Dragonerstraße bzw. Grenadierstraße. Bei der Neuverleihung des Straßennamens erhielt der nördliche Abschnitt zwischen Torstraße und Münzstraße den eingedeutschten Namen des jüdischen Historikers Moshe (Moses) Beer.[96] Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in dem auch Spandauer Vorstadt genannten Gebiet stehen in der Berliner Denkmalliste.[3] Forsa-Gebäude in der Max-Beer-Straße
Melchiorstraße

(Lage)

0460 Melchior von Diepenbrock (1798–1853), Kardinal und Fürstbischof von Breslau 7. Apr. 1849 Die 1849 angelegte Straße wurde nach dem Theologen benannt, der im Jahr zuvor zum Kardinal geweiht wurde. – Unter der Hausnummer 20–22 befindet sich der denkmalgeschützte Verwaltungs- und Wohnbau der Rohrnetz­werkstatt der Berliner Wasserbetriebe, 1936/37 nach Plänen von Carl Theodor Brodführer errichtet.[97] Melchiorstraße
Memhardstraße

(Lage)

0150 Johann Gregor Memhardt, auch Memhard, (1607–1678), Baumeister und Politiker. 25. Nov. 1932 Ein Teil der Alexanderstraße erhielt 1932 den Namen Memhardstraße. Mit dem Neuaufbau des Zentrums in den Jahren 1969 bis 1971 wurde der Verlauf verändert und die Straße verkürzt. Heute verläuft sie zwischen Rosa-Luxemburg-Straße und Karl-Liebknecht-Straße. Memhardstraße
Michaelkirchplatz

(Lage)

0200 × 130 nach der anliegenden Michaelkirchstraße 7. Apr. 1849 Der Platz entstand bereits um 1820 und erhielt lt. Bebauungsplan des Jahres 1843 den Namen Kirchplatz, weil dort ein Kirchenbau vorgesehen war. Nachdem beschlossen war, dass ab 1850 mit dem Bau der Michaelkirche begonnen wird, erhielt der Platz seinen heutigen Namen. Der Platz wurde als städtebauliches Zentrum der Luisenstadt angelegt, ursprünglich in der Achse des von Süden heranführenden, unmittelbar vor dem Platz zum sogenannten Engelbecken (nach den überdimensionalen ehemaligen Engelfiguren) sich erweiternden Luisenstädtischen Kanals, der Landwehrkanal und Spree miteinander verband. In der Mitte des großen Rechteckplatzes dominierte dann die Michaelkirche.[98] Michael-Kirche
Michaelkirchstraße

(Lage)

0500
(im Ortsteil)
nach der Sankt-Michael-Kirche 7. Apr. 1849 Ursprünglich verlief die Straße zwischen Kirchplatz und Köpenicker Straße, der Teil zwischen Köpenicker Straße und Michaelbrücke kam 1870 hinzu. Der Teil von der Brücke bis zur Holzmarkstraße heißt An der Michaelbrücke. Vor der Brücke verläuft die Grenze zu Friedrichshain. Michaelkirchstraße
Mittelstraße

(Lage)

0470 Sie war die mittlere der ältesten Straßen in der Dorotheenstadt. nach 1674 Ihr Name erklärt sich dadurch, dass sie in der Dorotheenstadt, mit deren Bau 1674 begonnen wurde, die mittlere der drei ältesten Straßen war. Die dahinterliegende Dorotheenstraße hieß ursprünglich Letzte Straße. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Mittelstraße
Mohrenstraße 0890 Mohren, nach den afrikanischen Musikern des Preußischen Heeres, deren Kaserne hier stand um 1705 Die Straße entstand bei der Anlage der Friedrichstadt und endete im Westen ursprünglich an der Mauerstraße. Erst mit Umgestaltung und Bebauung der einstigen Stadtplätze Zietenplatz und Wilhelmplatz (später Thälmannplatz) zu DDR-Zeiten wurde auch der Straßenabschnitt, der die Verbindung zur Wilhelmstraße herstellt, zur Mohrenstraße hinzu gerechnet. Hotel Hilton in der Mohrenstraße
Molkenmarkt

(Lage)

0070 × 40
(Dreieckform)
höchstwahrscheinlich auf eine nahegelegene Molkerei zurückgehend, benachbarte Straßen hießen bspw. Bollengasse oder Eiergasse um 1750 Die vorherigen Namen waren Königsplatz (1728–1737), Olde Markt (13. Jh.–1685), Mulkenmarkt (1685–1728) und Königsmarkt (1737–um 1750). Es wird vermutet, dass hier das erste nicht erhaltene Rathaus von Alt-Berlin stand ebenso wie eine Roland-Statue als Zeichen der Gerichtsbarkeit. Molkenmarkt mit Stadthaus
Mollstraße

(Lage)

0810
(im Ortsteil)
Joseph Maximilian Moll (1813–1849), Uhrmacher und Politiker 9. Aug. 1963 Teile der Straße verlaufen in Friedrichshain und Prenzlauer Berg. ADN-Gebäude in der Mollstraße
Mollergasse

(Lage)

0065 Christian August von Moller (1734–1802), Offizier und Artilleriespezialist; wohnte in der Gasse und arbeitete als Generalinspekteur im Zeughaus[99] um 1789 Die Mollergasse verbindet die Straße Hinter dem Zeughaus mit der Straße Hinter dem Gießhaus. Es ist ein Fußgängerweg, der von Norden auf den Pei-Bau stößt. Mollergasse
Monbijouplatz

(Lage)

0230 × 165 × 130 Schloss Monbijou um 1764 Bereits im 18. Jahrhundert vorhanden, erhielt seinen Namen von dem hier gewesenen Schloss Monbijou. Die dreieckige Fläche wurde im 20. Jahrhundert weitestgehend bebaut, unter anderem entstand um die Wende zum 21. Jahrhundert ein neues Wohn- und Geschäftshaus (siehe Bild).[100] Monbijouplatz 1 Hotel Taunus
Monbijoustraße

(Lage)

0210 Schloss Monbijou 23. Aug. 1905 Die Straße zwischen der Oranienburger Straße und der Westspitze der Museumsinsel führt westlich am Monbijoupark entlang, in dem im 18. Jh. das Schloss Monbijou stand. Die Monbijoustraße setzt sich südlich zwar bis zu Am Kupfergraben fort, ist jedoch über die beiden Brückenteile der Monbijoubrücke nur für Wirtschaftsfahrzeuge freigegeben. Ida-Simon-Stiftung in der Monbijoustraße
Mühlendamm

(Lage)

0350 nach den hier vorhanden gewesenen Wassermühlen vor 1400 Es handelt sich um einen über die Jahrhunderte mehrfach umgestalteten und immer mehr verbreiterten Verkehrsweg. Er führt südlich am Nikolaiviertel entlang. Im Vordergrund dr Mühlendamm anno 1987
Mühlendamm
Münzstraße

(Lage)

0230 nach der hier 1752 errichteten königlichen Münzprägeanstalt 9. Juni 1770 Der vorherige Name war ab 1750 Contrescarpe. Münzstraße
Mulackstraße[101]

(Lage)

0320 nach Jakob Mulack (17. Jahrhundert), Maurermeister und der erste Besitzer des Eckhauses zur Schönhauser Straße 22. Jan. 1862 Der vorherige Name war zwischen 1699 und 1862 Mulackgasse (auch Mulaksgasse geschrieben). Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in dem Spandauer Vorstadt genannten Gebiet stehen in der Berliner Denkmalliste.[3] Mulackstraße 1965
| Mulackstraße
Museumstraße

(Lage)

0090 auf der Museumsinsel 4. Dez. 1935 Die heutige Museumstraße war am Ende des 19. Jh. die Kleine Museumstraße, die wiederum von der damaligen Museumstraße (heute Bodestraße) als Ast abging.[102] Museumstraße
Neue Blumenstraße

(Lage)

0420 nach Veränderung der Straßenführung mit Bezug auf ihren alten Namen benannt 9. Aug. 1963 Wegen der veränderten Straßenführung durch den Neuaufbau erhielt am 9. August 1963 der westliche Teil diesen Namen. Der in Friedrichshain liegende östliche Teil behielt den Namen. Sie erhielt ihren Namen nach den dort einst befindlichen Gärten von David Karl Bouché (1747–1819). Bouché übernahm von seinem Vater Pierre Bouché den Gärtnereibetrieb. Nicolai rühmte die „vorzüglich schönen Früchte“ aus dem „Bocherschen Obstgarten“. Bouché war Besitzer des Terrains Blumenstraße 11, auf dem er einen Garten angelegt hatte.

Der Name ist mit revolutionären Traditionen der Arbeiterbewegung verbunden und sollte deshalb, wenn auch in ihrer Straßenführung etwas verändert, erhalten bleiben.[103]

Neue Blumenstraße
Neue Grünstraße

(Lage)

0360 als Fortsetzung der bereits vorhandenen Grünstraße, die nach den an ihr gelegenen Wiesen benannt war nach 1740 Früher befand sich hier als Goltzsches Bollwerk die Bastion 5 der Befestigungsanlage. Nach dem Abbruch der Festungswälle wurde die Straße im Jahr 1740 angelegt und in den Jahren von 1740 bis 1751 bebaut. Neue Grünstraße
Neue Jakobstraße

(Lage)

0230 + 130 nach einem Jacob benannt, der vermutlich ein Grundstück an dieser Straße besaß um 1778 Der vorherige Name zwischen 1740 und um 1778 war An der Contrescarpe. Die Straße verläuft in T-Form.
Nigerianische Botschaft
Neue Jüdenstraße

(Lage)

0120 nach der historischen jüdischen Besiedlung dieser Gegend als Verlängerung der Jüdenstraße 1. Feb. 1999 Die Straße entstand im Rahmen der Neubebauung dieses Blockes als Verlängerung der Jüdenstraße. Sie verbindet die Stralauer Straße mit dem Rolandsufer. Berliner Wasserbetrieb in der neuen Jüdenstraße
Neue Promenade

(Lage)

0200 Promenade, eine Spaziermeile 19. Feb. 1840 Die vorherigen Namen waren Kommandantenstraße (nach 1658–1763) und Alte Kommandantenstraße (1763–1840). Die Straße lief entlang des früheren Wassergrabens des Berliner Festungswerks von 1658. Die ersten Wohnhäuser entstanden unter Generalleutnant von Hacke ab 1751. Ihren heutigen Namen erhielt sie vor 1834, wie in einer Chonik zu lesen ist: „Eigentümlich besteht sie nur aus einer von zehn schönen Häusern geformten Häusereihe, auf der anderen Seite befindet sich längs dem Stadtgraben ein mit Bäumen besetzter Gang, welcher schon vor vielen Jahren den Namen 'Neue Promenade' führte“. Aber erst, als 1839 neue Linden angepflanzt worden waren, erfolgte die amtliche Bezeichnung. Die Straße war eine begehrte Wohnadresse, um die sich viele Menschen bewarben, unter ihnen auch Die Karschin, die in das Haus Nr. 3 einzog. Im Haus Nr. 9/10 wohnte von 1800 bis 1806 der Philosoph Johann Gottlieb Fichte, in dessen Studierstube sich Wissenschaftler zum Disput trafen (es gab noch keine Universität in Berlin). Das Haus wurde 1878 beim Bau der Berliner Stadtbahn abgerissen. Anlässlich des 100. Geburtstages von Fichte sollte die Straße in Fichtestraße umbenannt werden, was jedoch nicht zum Tragen kam. – Als weitere namhafte Bewohner der Straße sind Karl Wilhelm Ramler und die Eltern von Felix Mendelssohn Bartholdy überliefert. Die Häuser Nr. 3, 5 und 6 stehen unter Denkmalschutz[104], wobei das Treppenhaus und die Gebälkträgerinnen im Flur des Hauses Nr. 3 als besonders sehenswert gelten.[105] Neue Promenade
Neue Roßstraße

(Lage)

0200 nach einem Aufgebot der Ritterpferde im Jahre 1626, das sich in dieser Gegend zusammenfand 1769 Der Name nimmt Bezug auf ein Aufgebot der Ritterpferde im Jahre 1626, das sich in dieser Gegend zusammenfand. Danach trug ab 1645 eine Straße auf der Fischerinsel den Namen Rosser Straße, später Roßstraße. Nach der Abtragung der Festungswerke im Jahre 1737 und der vollständigen Bebauung des Gebiets um 1758 erhielt die neue Straße als Verlängerung der Roßstraße ihren heutigen Namen. Der vorherige Name war An der Cöpnicker Brücke (17. Jh.–1769). Neue Roßstraße
Neue Schönhauser Straße

(Lage)

0200 Schönhausen (heute Niederschönhausen), seit 2001 Ortsteil des Berliner Bezirks Pankow um 1750 Die Straße entstand um 1750 als Verlängerung der Alten Schönhauser Straße nach Beseitigung der Festungswerke und gehört zur Spandauer Vorstadt. Da ihre Trassierung dem Verlauf der ehemaligen Bastion 11 folgte, bekam sie an beiden Enden einen deutlichen Knick. Die Bebauung begann zunächst auf der südlichen Seite, einige Jahrzehnte später dann auch auf der Nordseite. Aus der Erstbebauungszeit sind vor allem barocke Bürgerhäuser erhalten wie das Haus Nummer 8 mit Helm und hängenden Tüchern oder eines mit sechs Mädchenköpfen. (Im 18. Jahrhundert waren in Berlin noch keine Hausnummern in Gebrauch, weswegen die Bauherren den Häusern zur Wiedererkennung individuellen Fassadenschmuck wie Symbole, Zunftzeichen, Tierköpfe verpassten.) In diesem denkmalgeschützen Gebäude mit einer wertvollen Wendeltreppe hatte der Altberliner Verlag Lucie Groszer bis zum Jahr 2003 seinen Sitz.[4] Einige der Wohn- und Geschäftshäuser beidseits der Straße entstanden auch erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen elf Gebäude in dieser Straße stehen in der Berliner Denkmalliste.[3] Neue Schönhauser Straße 4
Neumannsgasse

(Lage)

0110 Peter Neumann (18. Jahrhundert), Grundstücksbesitzer. Neumann gehörte das ehemalige Haus Breite Straße 9 Anfang 18. Jh. Der vorherige Name war Heyses Gäßlein (16. Jh.-Anfang 18. Jh.). Neumannsgasse
Neustädtische Kirchstraße

(Lage)

0340 nach der Dorotheenstädtischen Kirche Ende 18. Jh. Die vorherigen Namen waren Modderloch (17. Jh.–Ende 18. Jh.) und Kirchstraße (nach 1678 bis Ende 18. Jh.). Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Ehemalige Amerikanische Botschaft
Neustädtischer Kirchplatz

(Lage)

nach der Dorotheenstädtischen Kirche Der wiedererstandene Neustädtische Kirchplatz
Niederkirchnerstraße

(Lage)

0420 Käthe Niederkirchner (1909–1944), kommunistische Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus 10. Mai 1951 Der vorherige Name war von 1891 bis 1951 Prinz-Albrecht-Straße. Hier befand sich die Gestapo-Zentrale, das Reichssicherheitshauptamt und die SS, heute Ausstellung Topographie des Terrors. Die Straße bildet die Grenze zwischen Mitte und Kreuzberg, hier stehen Reste der Berliner Mauer sowie das Abgeordnetenhaus von Berlin und der Martin-Gropius-Bau. Berliner Abgeordnetenhaus in der Niederkirchnerstraße

Reste der Berliner Mauer

Niederlagstraße

(Lage)

0230 Niederlag, eine alte Bezeichnung für einen Zwangslagerplatz durchziehender Kaufleute 14. Dez. 1836 Ein früherer Lagerplatz, nach seiner Nutzungsart auch Packhof genannt, gab der Straße bereits im 17. Jahrhundert ihren ersten Namen: Niederlage-Wall-Straße bzw. Niederlagswallstraße[9]. Mit dem Ausbau des alten Stadtkerns erhielt die Straße 1836 ihren heutigen Namen. Das westliche Ende bildete zeitweilig einen Teil des Schinkelplatzes, an dem Denkmale für Karl Friedrich Schinkel (1869), Christian Peter Wilhelm Beuth (1861) und Albrecht von Thaer (1859) aufgestellt wurden, die allesamt in der Berliner Denkmalliste enthalten sind.[106] Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Niederlagstraße
Niederwallstraße

(Lage)

0360 nach der ehemaligen Stadtbefestigung, hinter der die Straße verlief 1733 Die vorherigen Namen waren Schmiedegasse (17. Jh.–1733) und Wallstraße (17. Jh.–1733).
Marokkanische Botschaft
Nikolaikirchplatz

(Lage)

0110 × 60 St. Nikolai, die älteste Pfarrkirche Berlins 9. Jan. 1901 Der Stadtplatz ist zur Poststraße (westlich) und Propststraße (nordwestlich) geöffnet. Die anderen beiden Platzgrenzen werden durch die rückseitige Bebauung des Mühlendamms und der Eiergasse gebildet. Im Zentrum des Platzes steht die namensgebende Kirche, umgeben von einigen Laubbäumen. Bemerkenswert ist der Geschichtsbrunnen auf dem Platz. – Der kleine Platz war zunächst der Kirchhof von St. Nikolai. Nachdem dieser 1707 auf Weisung König Friedrichs I. geschlossen wurde, diente er als Trockenplatz für die Bewohner des Nikoliaiviertels. 1781 erhielt er den Namen Nikolaikirchhofv und erst 120 Jahre später seinen heutigen Namen. Zwischen 1945 und 1981 gab es den Platz nicht mehr, da die gesamte Bebauung des Viertels zum Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört war. Erst 1987 vergab der Magistrat von Ost-Berlin den Platznamen im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau des Nokolaiviertels neu. Und er wurde nach alten Vorbildern gestaltet.[107] Bürgerhäuser am Nikolaikirchplatz
Novalisstraße

(Lage)

0200 Novalis (1772–1801), eigentlich Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg, Schriftsteller der Frühromantik, Philosoph und Bergbauingenieur. 17. März 1891 Die Straße ist nach der Verlegung der Borsig-Maschinenfabrik 1890 angelegt worden.
Novalisstraße
Oberwallstraße

(Lage)

0450 nach dem Stadtbefestigungswall 1733 Die Straße verlief innerhalb des Stadtbefestigungwalls um Cölln, Neu-Cölln am Wasser und den Friedrichswerder. Bis 1733 hieß ein Teil Wallstraße, der nördliche Teil dagegen Auf der Contre-Escarpe[108]. Durch die Bebauung des Hausvogteiplatzes geteilt, erhielt der nördlich oberhalb des Platzes gelegene Straßenzug den Namen Oberwallstraße, der südliche den Namen Niederwallstraße. Der an den Spittelmarkt anschließende östliche Teil ist die heutige Wallstraße. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Prinzessinnenpalais unter den Linden
Oberwasserstraße

(Lage)

0200 nach der Schleuse, die 1442 zur Schiffbarmachung der Spree hier angelegt wurde 1778 Der Name weist auf die Schleuse hin, die schon 1442 zur Schiffbarmachung der Spree hier angelegt worden war.

Als 1694 der Spreegraben mit einer Steinböschung eingefasst wurde, entstand die Uferstraße. Unterhalb der Schleuse heißt sie Unterwasserstraße. Sie ist ein grachtartiger Straßenzug am westlichen Ufer des Spreegrabens, an dem sich das Technische Gebäude der Reichsbank von 1924 befindet.[109]

Oberwasserstraße 13
Ohmstraße

(Lage)

0180 Martin Ohm (1792–1872), Mathematiker 4. Apr. 1895 Die Ohmstraße ist eine schmale Gasse zwischen Rungestraße und Köpenicker Straße mit z. T. renoviertem Altbaubestand.
Ohmstraße 4
Oranienburger Straße 1000 Oranienburg, Kreisstadt im Landkreis Oberhavel in Brandenburg 24. Juni 1824 Der vorherige Name war Alter Spandauer Heerweg (13. Jahrhundert bis 1824).
Neue Synagoge
Oranienburger Tor

(Lage)

nach einem früheren Stadttor in der Berliner Zoll- und Akzisemauer, von dem die Straße nach Oranienburg führte um 1736 Es handelt sich nicht direkt um eine Straße oder einen Platz, eher um einen symbolischen Ort. Oranienburger Tor heißt noch heute die Straßenkreuzung Friedrichstraße/ Chausseestraße/ Torstraße/ Hannoversche Straße sowie der dortige U-Bahnhof. Nur eine farbige Putzgiebel-Gestaltung (allerdings mit Graffiti stark übermalt) erinnert an das historische Bauwerk.
Das eh. Tor als Giebelbild
Otto-Braun-Straße

(Lage)

0360
(im Ortsteil)
Otto Braun (1872–1955), Politiker (SPD) in der Weimarer Republik 1. Nov. 1995 Vorherige Namen waren Rennweg, auch Rönnweg (16. bis 17. Jh.), Bernauer Straße (17.Jh. bis 1810), Bernauer Straße (17.Jh. bis 1810), Neue Königstraße (1810–1966) und Hans-Beimler-Straße (1966–1995). Otto-Braun-Straße am Alexanderplatz
Panoramastraße 0080 Panorama, benannt nach dem hier in einem Rundbau untergebrachten Panorama der Schlacht bei Sedan[110] 16. Dez. 1882 Eine kleine Stichstraße hinter den Häusern an der Karl-Liebknecht-Straße, gegenüber dem südwestlichen Ausgang des Bahnhofs Alexanderplatz, zwischen Gontardstraße und dem Berliner Fernsehturm. Ursprünglich verlief die Straße von der Gontard- zur Littenstraße, die durch die Umgestaltung dieses Gebietes überbaut und 1969 in diesem Abschnitt eingezogen wurde. Panoramastr Mitte 11310 AMA fec (24).JPG
Pappelplatz 0090 × 70
(Dreieckform)
Pappeln, Pflanzengattung in der Familie der Weidengewächse 1870 Der kleine dreieckige Pappelplatz liegt nördlich der Invalidenstraße und wird an den übrigen Seiten von der Bergstraße, der Mauer des Friedhofs der Sophienkirchgemeinde und der Ackerstraße begrenzt. Neben den namensgebenden Laubbäumen befindet sich auf dem Platz der Geldzählerbrunnen vom Bildhauer Ernst Wenck, der 1912 aufgestellt wurde.[111] Pappelplatz
Pariser Platz

(Lage)

0 Paris, Hauptstadt Frankreichs 15. Sep. 1814 Im Jahr 1814 erhielt er anlässlich der Eroberung von Paris durch preußische Truppen in den Befreiungskriegen seinen heutigen Namen. Ab etwa 1850 wurde die Bebauung des Platzes in klassizistischem Stil vereinheitlicht. Im Jahr 1880 gestaltete der Gartenbaudirektor Hermann Mächtig den Platz neu.
Die vorherigen Namen waren: Quarree (1734–1814), Viereck (1734–1814). Der Pariser Platz steht in der Berliner Denkmalliste.[5]
Pariser Platz mit Brandenburger Tor


Parochialstraße

(Lage)

0130 nach der Parochialkirche in der Klosterstraße 11. März 1862 Die vorherigen Namen waren Hoffmanns-Gäßlein (beginnendes 16. Jh. bis um 1580), Der freie Fahrweg (16. Jh. bis nach 1732), Mauermanns-Gasse (um 1580–1640),Podewilsgasse, Idens-Gasse (16. bis 17. Jh.), Belingsgäßlein (1640 bis 18. Jh.), Parochial-Kirch-Gasse (1799)[112], Reezengasse (17. Jh. bis 1862) und Kronengasse (18. Jh. bis 1862). Diese Namen beziehen sich jeweils auf einzelne Straßenteile. Die Zusammenfassung zu einer einheitlich benannten Straße erfolgte durch einen Königlichen Kabinettsbeschluss im Jahr 1862. Die ersten Häuser galten als die „engsten, dunkelsten und lichtärmsten Behausungen“ in Alt-Berlin und dienten Trödlern und Handwerkern als Wohn- und Geschäftsgebäude.[113] Sie sind längst abgerissen. – In der Parochialstraße 29 befand sich von 1925 bis 1933 das von Ernst Friedrich gegründete Anti-Kriegs-Museum. Anti-Kriegs-Museum in der Parochialstraße um 1930
Parochialstraße
Paula-Thiede-Ufer

(Lage)

0100 Paula Thiede (1870–1919), Gewerkschafterin 25. Oktober 2004
Die Namensvergabe erfolgte bereits am 1. Juli 2004, das oben genannte Datum gibt die offizielle Widmung an.
Diese Straße wurde auf früheren Gewerbeflächen am Südufer der Spree zwischen Engeldamm und Bona-Peiser-Weg im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Ver.di-Zentrale hier neu angelegt. Es ist eine Sackgasse. Verdi-Gebäude am Paula-Thiede-Ufer
Petriplatz

(Lage)

0180 × 50 nach der ehemaligen Petrikirche, Stadtpfarrkirche von Cölln 1809 Der vorherige Name war Platz an der Petrikirche (18. Jh.–1809). Der Petriplatz mit der Petrikirche war der zentrale Platz in der mittelalterlichen Stadt Cölln bei Berlin. Die Petrikirche wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und bei der Verlegung der Straße abgetragen. Der Platz entstand beim Neuaufbau des Gebietes in seiner heutigen Form. Auf der Grundlage des Planwerks Innenstadt beschloss der Berliner Senat 2006 die Wiederherstellung und Bebauung des Petriplatzes in seinen ehemaligen Abmessungen und die Herrichtung als Stadtplatz an historischem Ort, was jedoch bis 2010 noch nicht begonnen wurde. Juwel-palais am Petriplatz
Pflugstraße

(Lage)

0210 Friedrich Adolf Pflug (1810–1886), Rittergutbesitzer und Unternehmer 12. März 1889 Es handelt sich um eine 1888 parallel zur Chausseestraße angelegte Verkehrstrasse. Sie verläuft von der Schwartzkopffstraße zur Wöhlertstraße. Die Pflugstraße bildet mit Schwartzkopff- und Wöhlertstraße die Wendeschleife für die MetroTram-Linien M6 und M8 der Straßenbahn. Pflugstraße 12
Philippstraße

(Lage)

0080 J. G. Phillipp, ein Zimmererpolier des 19. Jahrhunderts 2. Dez. 1838 Die Straße wurde 1838 angelegt und bis zu ihrer Benennung als Neue Straße nach dem Neuen Tor bezeichnet. Der genannte Handwerker errichtete 1838 auf dem Grundstück Nr. 21 das erste Haus; die Straße erhielt deshalb im selben Jahr den Namen Philippstraße. Philipp gehörte zu den Bauhandwerkern, die Baugrundstücke kauften, darauf Wohngebäude errichteten und diese wieder verkauften. – In der Philippstraße wurde 1851/52 die St.-Philippus-Apostel-Kirche errichtet. Der Straßenname hat wahrscheinlich, anders als sonst üblich, zur Namensgebung der Kirche beigetragen.[114] Philippstraße
Planckstraße

(Lage)

0360 Max Planck (1858–1947), Physiker und Nobelpreisträger 5. Okt. 1953 In der Nummer 13 befindet sich das Baudenkmal Gleichrichterschaltwerk Friedrichstraße[115] und in der Nr 20/22 das Beamtenwohnhaus der Königlichen Theater.[116] Die vorherigen Namen waren Prinz-Louis-Ferdinand-Straße (1893-1951) und Max-Planck-Straße (1951–1953). Beamtenwohnhaus an der Planckstraße
Platz der Märzrevolution

(Lage)

0052 × 22 Märzrevolution von 1848 18. März 1998 Die Namensvergabe an den bis dahin namenlosen Platz erfolgte anlässlich des 150. Jahrestages der Revolution von 1848. Es handelt sich um eine kleine Grünanlage zwischen dem Maxim-Gorki-Theater und dem Palais am Festungsgraben.
Heinrich Heine-Denkmal
Platz des 18. März

(Lage)

0080 × 40
(halbkreisförmig)
nach dem Beginn der Märzrevolution von 1848 und in Gedenken an die ersten freien Volkskammerwahlen in der DDR am 18. März 1990 15. Juni 2000 Der Platz bildet am Brandenburger Tor auf der westlichen Seite das Pendant zum östlich gelegenen Pariser Platz. Die vorherigen Namen waren Platz vor dem Brandenburger Tor (18. Jahrhundert bis 1934), Hindenburgplatz (1934?1958) und Platz vor dem Brandenburger Tor (1958-2000). Der Platz steht in der Berliner Denkmalliste.[5] Das Brandenburger Tor vor dem Platz des 18. März
Platz vor dem Neuen Tor

(Lage)

0090 × 100 Neues Tor, ein 1836 geschaffener zusätzlicher Durchlass auf der Berliner Seite der unter Friedrich Wilhelm I. ab 1732 erbauten Berliner Zollmauer 5. Dez. 1839 Von den zehn Toren des nördlichen Mauerrings blieb nach dem Abriss nur das Neue Tor stehen. Im Zweiten Weltkrieg wurde es jedoch zerstört und gleich nach Kriegsende abgetragen. Platz vor dem Neuen Tor
Poststraße

(Lage)

0240 nach dem ehemals hier befindlichen Posthaus 1655[117] Die Poststraße befindet sich im 1987 wiedererrichteten Nikolaiviertel. 1984 wurde die bisherige Molkenstraße in die Poststraße einbezogen. Die vorherigen Namen waren Molkenstraße (1862–1984), Am Mühlendamm (Mittelalter–1685), Neben dem Nikolai-Kirchhofe (Mittelalter–1685), Bollengasse (18. Jh.–1862), Am Fischmarkt (17. Jh.–18. Jh.). Die gesamte Poststraße ist ein denkmalgeschütztes Bauwerksensemble.[118] Poststraße
Potsdamer Platz 0 nach dem ehemals hier befindlichen Potsdamer Tor 8. Juli 1831 Der Potsdamer Platz entstand im 18. Jahrhundert als Verkehrsverteiler unmittelbar vor dem Potsdamer Tor und trug von nach 1735 bis 1831 den Namen Platz vor dem Potsdamer Thor. Durch den 1838 errichteten Potsdamer Bahnhof wurde er einer der verkehrsreichsten Plätze Berlins. – Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Platz weistesgehend zerstört und nach dem Mauerbau in Vergessenheit geraten – das änderte sich erst nach dem Mauerfall. In den 1990 Jahren entstand auf dem Areal rund um den eigentlichen Potsdamer Platz ein neues Stadtviertel, das von Hochhäusern dominiert wird und umgangssprachlich als Potsdamer Platz bezeichnet wird. Zum Ortsteil Mitte gehören die Grundstücke 8 und 9, alle anderen Grundstücke gehören zum Ortsteil Tiergarten. Der S-Bahnhof Potsdamer Platz ist ein gelistetes Baudenkmal.[119] Der Potsdamer Platz um 1903

Potsdamer Platz im November 1989
Propststraße 0200 Propst, oberster Geistlicher eines Domkapitels 3. Feb. 1845 Frühere Namen waren Kannengießergasse (vor 1723) und bis 1883 Probstgasse.[12] Durch Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg war die Straße nach 1945 nicht mehr vorhanden. Mit dem Wiederaufbau des Nikolaiviertels entstand sie 1984 neu und wurde zwischen der Poststraße und der Spree verlängert. Propststraße
Rathausstraße 0780 nach dem hier liegenden Roten Rathaus 12. Apr. 1951 Die ersten Namen waren An der langen Brücke im St. Nikolai-Viertel (Mittelalter bis 1701), Georgenstraße (Mittelalter bis 1701), Oderberger Straße (Mittelalter) und Königstraße (1701–1951). Zusammen mit den Namensveränderungen erfolgten auch immer wieder bauliche Änderungen in der Straße. Zuerst gab es Fachwerkbauten, die nach dem Abbruch der Festungsanlagen von Alt-Berlin durch Steinbauten nach Plänen von Carl von Gontard ersetzt wurden. Im beginnenden 19. Jahrhundert kamen Vergnügungsstätten und später Kaufhäuser hinzu oder ersetzten die Bürgerhäuser. Seit dem Umbau des Alexanderplatz in den 1960er Jahren dient ein Teil der Straße (280 m) als Fußgängerzone. U-Bahnbau in der Rathausstraße
Reichstagufer 0830 nach dem hier stehenden Reichstagsgebäude 16. Dez. 1882 Das Ufer führte bis zu Beginn der Bauarbeiten im Spreebogen von der Kronprinzenbrücke zur Weidendammer Brücke. Das Stück in Tiergarten zwischen Kronprinzenbrücke und Ebertstraße ist seitdem namenlos, der Name Reichstagufer wird nur noch in Mitte geführt. ARD-Hauptstadtstudio am Reichstagufer
Reinhardtstraße

(Lage)

0750 Max Reinhardt (1873–1943), österreichischer Theaterregisseur, Intendant und Theatergründer 31. Juli 1947 Der vorherige Name war Karlstraße (1827–1947). Die Straße liegt gegenüber vom Deutschen Theater, an dem er lange Jahre wirkte. Thomas-Dehler-Haus der FDP in der Reinhardtstraße
Rheinsberger Straße

(Lage)

0580 + 580 Rheinsberg, Stadt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg 29. Mai 1862 Der ursprüngliche Name bei Neuanlage war Straße 60 Abt. XI und Straße 79 Abt. IX des Bebauungsplanes. Rheinsberger Straße
Robert-Koch-Platz 0070 × 40 Robert Koch (1843–1910), Mediziner und Kommunalpolitiker 11. März 1932 Der vorherige Name zwischen 1838 und 1932 war Luisenplatz. Robert-Koch-Platz
Rochstraße

(Lage)

0400 Johann Albert Roch (1786–um 1825), Architekt 8. Mai 1825 Der ursprüngliche Verlauf war von Münzstraße bis Neue Friedrichstraße (ab 1951 Littenstraße). Der südliche Teil der Straßenführung ist durch die bauliche Umgestaltung des Gebietes 1968/69 verändert worden.
Rochstraße 1
Rolandufer

(Lage)

0430 nach dem Roland von Berlin, Sinnbild der Stadtrechte 12. Mai 1910 Die Uferpromenade mit Uferbefestigung, schmalen Grünstreifen zur Spree hin und ehemaliger Bootsanlegestelle verbindet den Mühlendamm mit der Jannowitzbrücke und ist eine reiner Fußweg. – Nachdem der historische Altberliner Roland unbekannt verschwand, wurde am gegenüberliegenden Märkischen Museum 1905 eine Kopie der Rolandstatue aus Brandenburg aufgestellt. Das gesamte Rolandufer ist ein Baudenkmal.[120] Rolandufer
Rosa-Luxemburg-Platz 0090 × 60
(Dreieckform)
nach der hier vorbeiführenden Rosa-Luxemburg-Straße 3. Sep. 1969 Dieser Platz wurde nach dem Abriss des alten Scheunenviertels und der Durchlegung der damaligen Kaiser-Wilhelm-Straße (heute Rosa-Luxemburg-Straße) auf der entstandenen dreieckigen Fläche neu geplant. In der Planungsphase hieß er Babelsberger Platz (1907–1910), dann Bülowplatz (1910–1933), Horst-Wessel-Platz (1933–1945)[75], Liebknechtplatz (1945–1947), Luxemburgplatz (1947–1969) und erhielt anschließend seinen heutigen Namen. Volksbohne am Rosa-Luxemburg-Platz
Rosa-Luxemburg-Straße

(Lage)

0540 Rosa Luxemburg (1871–1919), deutsch-polnische Vertreterin der Arbeiterbewegung und Mitgründerin der KPD 3. Sep. 1969 Die Straße wurde zwischen der Linienstraße und der Hirtenstraße nach dem Abriss und der Neutrassierung als nordwestliche Verlängerung der Kaiser-Wilhelm-Straße 1887 neu angelegt. Dieser Straßenast querte die frühere Füsiliergasse sowie die 1. - 2. - und mündete in die 3. Scheunengasse.[75] Der gerade nach Süden weiter verlaufende Straßenabschnitt hieß zuvor 3. Scheunengasse (um 1700–1860) und Amalienstraße (1860–1910). Die gesamt leicht abgeknickte Straße erhielt danach die Namen Hankestraße (1910–1969) und Liebknechtstraße (1947–1969). 1969 wurden der nördliche Abschnitt der Liebknechtstraße (zwischen S-Bahn-Unterführung und Rosa-Luxemburg-Platz) und die Hankestraße (zwischen Rosa-Luxemburg-Platz und Torstraße) in Rosa-Luxemburg-Straße umbenannt. Rosa-Luxemburg-Straße
Rosenstraße

(Lage)

0140 nach den ‚Röschen‘, einem ironisch gebrauchten Synonym für Dirnen um 1650 Der vorherige Name im 16. Jahrhundert bis um 1650 war Hurengasse. Rosenstraße
Rosenthaler Platz

(Lage)

0040 × 25 nach der hier vorbeiführenden Rosenthaler Straße 1. Juni 1910 Der vorherige Name zwischen 1735 und 1910 war Platz am Rosenthaler Tor. Rosenthaler Platz
Rosenthaler Straße

(Lage)

0510 Rosenthal, heute Ortsteil von Pankow um 1723 Der vorherige Name um 1658 bis um 1723 war Weg nach Rosenthal. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in dem auch Spandauer Vorstadt genannten Gebiet stehen in der Berliner Denkmalliste.[3] Rekonstruktion der ehemaligen Roten Apotheke in der Rosenthaler Straße
Rosmarinstraße

(Lage)

0110 Rosmarin (Rosmarinus officinalis), immergrüner Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler um 1815 Die vorherigen Namen waren Roßmariengasse (um 1795–um 1815), Rothe Mariengasse (18. Jh.), Kleine Wallgasse (Beginn 18. Jh.–um 1795), danach Kleine Wallstraße[9]. Der ursprüngliche Name Rothe Mariengasse bezog sich auf die Dirnen, die in den Bordellen in dieser Straße wohnten bzw. verkehrten. Ähnlich wie bei der Rosenstraße ist ihr Name wegen ihrer Unansehnlichkeit und dem damaligen schlechten Ruf ironisch gemeint. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Rosmarinstraße
Rückerstraße

(Lage)

0150 Stanislaus Rücker (1649–1734), preußischer Akzisedirektor und Stadtrat in Berlin 11. Dez. 1862 Das abgebildete Verwaltungsgebäude von 1913 steht unter Denkmalschutz.[121] Rückerstraße 9
Rungestraße

(Lage)

0550 Heinrich Runge (1817–1886), Heraldiker und Konservator, Kommunalpolitiker 12. Mai 1893 1893 wurde die Wassergasse aufgeteilt. Der Abschnitt von der Inselstraße bis zum Knick gegenüber vom Köllnischen Park behielt die bisherige Bezeichnung, während der übrige Teil der Straße den Namen Rungestraße erhielt. Die Rungestraße wurde gleichzeitig westlich bis Inselstraße in einer neuen Straßenführung verlängert. Der Gebäudekomplex der ehemaligen Josetti Zigarettenfabrik[122] sowie das Gebäude der AOK[123] stehen neben anderen unter Denkmalschutz. Bürogebäude AOK
Ruppiner Straße

(Lage)

0320
(im Ortsteil)
Ruppiner Land, Landschaft in Brandenburg 15. Juni 1862 Zuerst Straße 39 im Hobrecht-Plan. Ruppiner Straße
Schadowstraße

(Lage)

0170 Johann Gottfried Schadow, Bildhauer 14. Dez. 1836 Erste Namen waren Mauerstraße (Anfang bis Mitte 18. Jh.), dann Kleine Wallstraße. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Schadowstraße
Scharnhorststraße

(Lage)

0960 Gerhard von Scharnhorst (1755–1813), preußischer General und Heeresreformer 26. Okt. 1860 Die Straße führt von der Invalidenstraße zwischen Invalidenpark und Kaiser-Wilhelm-Akademie (Militärärztliche Akademie) und Resten des ehemaligen Invalidenhauses am Invalidenfriedhof, mit der Grabstätte der Familie Scharnhorst, vorbei zur Boyenstraße. Hier liegt das Bundeswehrkrankenhaus Berlin. Von 1733 bis 1860 hieß die Straße Kirschenallee. Bundesministerium für Wirtschaft in der Scharnhorststraße
Scharrenstraße

(Lage)

0200 Scharren, niederdeutsch Bezeichnung für Verkaufsbuden um 1730 Der Straßenname geht zurück auf die Scharren, hölzerne Warenträger, die früher in der Breiten Straße standen und 1667 an das Köllnische Rathaus verlegt wurden. Es handelte sich vorwiegend um Brotverkaufsstände, weshalb ein Teil der Straße früher auch Hinter den Brodscharren hieß. Frühere Schreibweise Scharrnstraße.[12] Weitere Namen waren Hinter den Brodscharren (um 1667-Anfang 18. Jh.) und Kirchgasse (Anfang 18. Jh.–um 1730) Scharrenstraße
Schendelgasse

(Lage)

0120 Schendel, Unternehmer Ende des 17. Jh. Die Straße wurde Ende des 17. Jahrhunderts angelegt und wurde auch Schönweiber-Gasse genannt, woraus im Volksmund Schönweide-Gasse wurde. Schendlergase Ecke Almstadtstraße
Schicklerstraße

(Lage)

0100 David Schickler (*2. September 1755; †3. Mai 1818), Zuckerfabrikant, Bankier und

Johann Ernst Schickler (*30. September 1761; †6. Mai 1801), Bruder von David, Kaufmann und Mitbegründer der Bankhauses Gebüder Schickler

12. März 1889 Die Straße wurde mit dem Durchbruch von der Alexanderstraße ins Stralauer Viertel 1889 neu angelegt. Der Straßenteil zwischen der Stadtbahn und der heutigen Littenstraße entstand erst 1901. Das auffälligste Gebäude ist hier das Schicklerhaus (Bild). Schicklerhaus berlin gesamt.jpg
Schiffbauerdamm[124] 1050 nach den hier in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ansässigen Schiffsbauern 1738 Die Straße verläuft von der Friedrichstraße am nördlichen Spreeufer bis zur Reinhardtstraße. Die vorherige Namen waren Treckschuyten-Damm (Ende 17. Jh. bis Anfang 18. Jh.) und Dammstraße (Anfang 18. Jh. bis 1738). Ständige Vertretung
Schillingstraße

(Lage)

0480 Philipp Andreas Schilling (um 1650–23. Juli 1714), Kaufmann, Firmeninhaber 10. März 1858 Zuerst Schillingsgasse genannt.[12] Café Moskau an der Schillingstraße
Schinkelplatz

(Lage)

0110 × 40 × 110
(Dreieckform)
Karl Friedrich Schinkel (1781–1841), preußischer Architekt und Maler 24. Jan. 2007 Der bereits von 1869 bis 1965 vorhandene Platzname soll wieder aufleben, deshalb wurde bei der Neubebauung des Friedrichswerder Nord mit Bezirksamtsbeschluss Nr. 1499 vom 11. Juni 2006 die Vergabe des historischen Straßennamens festgelegt. Er liegt zwischen der Attrappe der Berliner Bauakademie und dem Kommandantenhaus. Schinkelplatz mit Standbilder von Beuth, Schinkel und Thaer
Schlegelstraße

(Lage)

0310 August Wilhelm Schlegel (1767–1845), Literaturhistoriker, Publizist und Übersetzer und Friedrich Schlegel (1772–1829), Literaturtheoretiker, Schriftsteller und Philosoph 28. Apr. 1877 Die Straße verläuft zwischen Chausseestraße und Borsigstraße. Schlegelstraße
Schloßplatz

(Lage)

0180 × 100
(leicht trapezförmig)
nach dem ehemals hier stehenden Stadtschloss 15. Nov. 1994 Die vorherigen Name waren Dom-Platz (13./14. Jh. bis 15./16. Jh.), Gang am Wasser (17. Jh. bis um 1672), Hinter der Wasserkunst (um 1672 bis um 1678), Freiheit hinter der Wasserkunst (um 1678 bis nach 1706) und Die Freiheit zwischen der Hundebrücke und der Mühle (nach 1706 bis um 1723). Das ehemalige Schlossareal nach Abbruch des Palastes der Republik
Schmidstraße

(Lage)

0220 Johann Carl Ludwig Schmid (1780–1849), Architekt, Leiter der Oberbaudeputation, Direktor der Berliner Bauakademie 7. Apr. 1849 Die Straße wurde 1849 angelegt und erhielt im selben Jahr ihren Namen. 1981 wurde der westliche Teil in die Neue Jakobstraße einbezogen, da die Straße 1968/69 durch eine neue Wohnbebauung geteilt worden war. Schmidstraße
Schönholzer Straße 0190 Schönholz, Ortslage im Berliner Ortsteil Niederschönhausen 29. Mai 1862 Der vorherige Name war Straße 39, Abt. XI des Bebauungsplans. Schönholzer Straße
Schröderstraße

(Lage)

0200 Rudolph Freiherr von Schröder (1852–1938), ab 1896 Seniorchef von Schröder Gebrüder & Co. 13. Apr. 1904 Die Hamburg-Amerika-Gesellschaft ließ 1904 die Straße anlegen und nach Schröder benennen. Schröderstraße
Schützenstraße

(Lage)

0710 nach den hier bis ca. 1730 vorhadenen Köllnischen Schützenplätzen um 1700 Die Straße entstand um 1700 mit der Anlage der Friedrichstadt. Von 1966 bis 1991 hieß sie Reinhold-Huhn-Straße. Hier befinden sich mehrere gelistete Baudenkmäler, u. a. das Mosse-Haus von 1903.[125] Schützenstraße
Schulze-Delitzsch-Platz

(Lage)

0100 × 20 Hermann Schulze-Delitzsch (1808–1883), Begründer des deutschen Genossenschaftswesens und Politiker 1. Juni 1910 Am 4. August 1899 wurde auf dem aus der Kreuzung Insel-, Neue Jakob- und Köpenicker Straße gebildeten Platz für Schulze-Delitzsch ein Denkmal enthüllt. 1974 wurde es, ebenso wie die Straßenschilder, entfernt und kam ins Depot des Märkischen Museums. Der Platz wurde Inselplatz genannt, ohne dass eine offizielle Benennung stattgefunden hat. 1992 wurde das Denkmal ohne die Figurengruppe am Sockel wieder an seinem alten Platz aufgestellt.
Denkmal für Schulze-Delitzsch
Schumannstraße 0390 Johann Friedrich Ferdinand Schumann (1780–1835), Grundstücksspekulant 16. Apr. 1827 1820 kaufte der Grundstücksspekulant Johann Friedrich Ferdinand Schumann den Ephraim'schen Park und die angrenzenden Grundstücke auf; daraufhin erfolgte die Parzellierung des Geländes und die Anlage der Straßen. Ihren Namen erhielt die Schumannstraße nach dem Unternehmer, der als Begründer des Stadtteils geehrt werden sollte. Außerdem gehörte ihm in dieser Straßenzeile das Haus Nr. 19. Heinrich-Böll-Stiftung
Schwartzkopffstraße 0260 Louis Victor Robert Schwartzkopff (1825–1892), Unternehmer 12. März 1889 Hier befand sich die Eisengießerei und Maschinenfabrik Schwartzkopff und Nitsche. Schwartzkopffstraße
Schwarzer Weg

(Lage)

0270 nach der Farbe des ursprünglich mit Schlacke belegten Weges 1951 Die Straße verläuft in Nord-Süd-Richtung zwischen Habersaath- und Invalidenstraße. Zuvor war es ein namenloser Fußweg östlich der Gnadenkirche zwischen dem Platz vor dem Neuen Tor und der Kesselstraße bis zum Polizeisportplatz.[126] In ihrem südwestlichen Abschnitt tangiert sie den später auf dem Grundstück der Kirche angelegten Invalidenpark mit der künstlerisch gestalteten Versunkenen Mauer. Der östliche Bereich wird von der Panke begrenzt und an ihm wurden ab etwa dem Jahr 2000 Neubauten für das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung errichtet. Diese Bauten grenzen unmittelbar an den historischen Gebäudekomplex des Naturkundemuseums. Schwarzer Weg
Schwedter Straße

(Lage)

0760
(im Ortsteil)
Schwedt, Stadt im Landkreis Uckermark im Nordosten Brandenburgs 29. Mai 1862 Der vorherige Name war Verlorener Weg (18. Jh. bis 1862). In Mitte führt sie von der Bernauer Straße bis zur Choriner Straße und bildet die Grenze zwischen den Ortsteilen Mitte und Prenzlauer Berg. Schwedter Straße
Sebastianstraße

(Lage)

0985
(im Ortsteil)
nach der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Sebastiankirche, die ihren Namen dem Ratsmitglied und Kirchenvorsteher Sebastian Nethe verdankt (Ende 17. Jh.) 27. Feb. 1839 Einzelne Straßenabschnitte hießen Kirchgasse (ca. 1700–1730), Sebastiankirch-Gasse (auch Sebastians Kirchgasse geschrieben; um 1750–1839), Kirchstraße (ca. 1730–1839). Ein kleiner Teil der Straße verläuft in Kreuzberg. Der längste Abschnitt verbindet die Alte Jacobstraße mit der Dresdener Straße, im Kreuzungsbereich mit der Heinrich-Heine-Straße knickt die Sebastianstraße ab. In ihrem nordöstlichen Abschnitt geht ein Querast als Sackgasse ab. Sebastianstraße
Seydelstraße

(Lage)

0400 Karl Theodor Seydel (1812-1873), Staatsrechtler, Oberbürgermeister von Berlin 11. Juli 1874 Die Straße wurde 1874 als neue Verbindungsstraße zwischen Spittelmarkt und Alte Jakobstraße angelegt. Die Straße erhielt beim Neuaufbau dieses Gebietes im Jahr 1970 einen anderen Verlauf. Seydelstraße Ecke Neue Grünstraße
Singerstraße

(Lage)

0450
(im Ortsteil)
Paul Singer (1844–1911), Unternehmer, Mitbegründer der SPD 31. Juli 1947 Die vorherigen Namen waren Grüner Weg (vor 1748–1926), Paul-Singer-Straße (1926–1933), Brauner Weg (1933–1947). Der Braune Weg wurde nach dem Zweiten Weltkrieg inoffiziell auch Roter Weg genannt. Durch den Neuaufbau nach dem Krieg veränderte sich der einstige Straßenverlauf, deshalb wurde am 9. August 1963 ein neuer Straßenteil in nordwestlicher Richtung in die Singerstraße einbezogen. Singerstraße 1955
Max-Plank-Gymnasium in der Singerstraße 8A, Baudenkmal
Sophienstraße

(Lage)

0370 Sophie Luise von Mecklenburg-Schwerin (1685 in Grabow–1735), Königin in Preußen. 9. März 1837 Früherer Name Sophienkirchgasse (18. Jh.),[9] ab ca. 1835 Sophieenstraße.[12] Die an den Kirchhof grenzende Straße – zunächst in Sophienkirch-Gasse benannt – erhielt bei der amtlichen Erhebung von der Gasse zur Straße nur noch den Namen der Königin. Hier befindet sich die barocke Sophienkirche[127] mit dem Kirchhof.[128] Auf dem kleinen Friedhof befindet sich das Grab der „Karschin“ (Anna Louisa Karsch), eine Berliner Stegreifdichterin. – Historisch bedeutsam sind die Sophiensaele unter der Hausnummer 18, das frühere Handwerkervereinshaus. Hier fand 1874 unter starker Beteiligung die erste Vereinigung zweier Arbeiterorganisationen – der Lassalleaner und der Eisenacher – statt. Die Räumlichkeiten dienten auch später immer wieder als Versammlungsort politischer Organisationen, so sprachen hier u. a. auch Wilhelm Liebknecht, August Bebel sowie Wilhelm Pieck zu Berliner Arbeitern.[129]
Sophienstraße 32/33
Spandauer Straße

(Lage)

0640 Spandau, Berliner Bezirk 18. Jahrhundert Die Straße war bereits im 13. Jahrhundert ein Weg von Berlin nach Spandau und führte im Laufe der Zeit viele Namen, die sich auf Straßenseiten und Straßenabschnitte bezogen. Die einzelnen Straßenteile trugen zu unterschiedlichen Zeiten den Namen Spandauer Straße. Auf dem Plan von 1723 ist die Straße dann durchgehend als Spandauer Straße markiert. Spandauer Straße
Sperlingsgasse

(Lage)

0080 nach der 1856 erschienenen Chronik der Sperlingsgasse von Wilhelm Raabe 29. Aug. 1931 Die vorherigen Namen waren Neue Gasse zur Spree (16. Jh.–vermtl. 17. Jh.), Spreegasse (vermtl. 17. Jh.–1862), Spreestraße (1862–1931). Sie erhielt ihren heutigen Namen 1931 zum 100. Geburtstag des Dichters Wilhelm Raabe, der während seines Studiums an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität von 1854 bis 1858 hier in der Spreegasse im Haus Nr. 11 gelebt und seine damaligen Erlebnisse in der 1856 unter dem Pseudonym Jakob Corvinus erschienenen „Chronik der Sperlingsgasse“ festgehalten hatte. Sperlingsgasse
Spittelmarkt

(Lage)

0 niederdeutsch für Spital, das hier in der Nähe im 13. Jh. gegründete Gertraudenhospital 1750 Die vorherigen Namen waren Am Gertraudtenkirchhof (um 1405 bis 1750), An der Gertraudtenbrücke (Mittelalter bis 1750) und Spittelmarktstraße (1750–1862). Spittelmarkt
Spreeufer 0260 nach der Spree, an deren östlichen Ufer die Straße verläuft 13. Sep. 1984 Die Straße war bis Mitte des 17. Jahrhunderts ein enger Gang an der Spree und hieß bis Ende des 18. Jahrhunderts An der langen Brücke am Wasser, danach Burgstraße. 1978 wurde der Name Burgstraße zwischen der Mühlendammbrücke und der Rathausbrücke aufgehoben. Die heutige Benennung existiert seit 1984 mit dem Neubau dieser Straße. Spreeufer am Nikolaiviertel
St. Wolfgang-Straße

(Lage)

0050 Wolfgang von Regensburg (um 924–994), Missionar und Bischof zu Regensburg 16. Feb. 2004 Der Name bezieht sich auf die von 1885 bis 1969 auf dem Gelände gelegene Sankt-Wolfgang-Straße, die bei Errichtung eines Hotelkomplexes beseitigt wurde. Die Straße wurde nach dem Abriss der Hotelanlage neu angelegt und verläuft als Promenade am Rande des Domaquarees, zwischen der Spandauer Straße und dem Spreeufer. Brunnenanlage in der St. Wolfgang-Straße
Stallschreiberstraße

(Lage)

0280
(im Ortsteil)
Stallschreiber waren Bedienstete am kürfürstlichen Hof 11. Sep. 1846 Der vorherige Name war im 17. Jahrhundert bis 1846 Stallschreibergasse. Der Teil zwischen Oranienstraße und Luisenufer (heute Segitzdamm) wurde durch Kabinettsorder vom 3. Januar 1855 abgetrennt und erhielt den Namen Prinzessinnenstraße. Das Straßenland dieses Teilstückes gehört zu Mitte, während die Grundstücke zu Kreuzberg gehören. Ein Teil der Straße verläuft weiter in Kreuzberg. Zu Zeiten der Berliner Mauer verlief diese entlang des Bürgersteigs. Stallschreiberstraße
Steinstraße

(Lage)

0300 wahrscheinlich nach der Beschaffenheit des Pflasters (Steine), ähnlich der Sand- und Lehmgasse 29. Mai 1862 Früher Hohesteinweg oder Hohensteinweg.[9] Hier befinden sich mehrere denkmalgeschützte Häuser wie die Nr. 13–15 von 1881.[130] Steinstraße 13–15
Stralauer Straße

(Lage)

0650 Stralau, Landzunge zwischen Spree und Rummelsburger See in Friedrichshain 13. Jahrhundert Die Straße entstand bereits bei der Stadtgründung. Sie gehörte zu den vornehmsten Straßen des alten Berlin. Schon die erste Stadtmauer hatte im Zuge dieser Straße an der Klosterstraße ein Tor, das bei der Stadterweiterung Ende des 13. Jahrhunderts bis zur späteren Neuen Friedrichstraße verlegt wurde. Im 13. Jahrhundert findet man auch vereinzelt den Namen Stralower Gasse. Städtisches Verwaltungsgebäude in der Stralauer Straße
Strelitzer Straße

(Lage)

0450
(im Ortsteil)
Strelitz, auch Alt-Strelitz, Stadt in Mecklenburg-Vorpommern 29. Mai 1862 Die Straße hieß zwischen 1966 und 1991 Egon-Schultz-Straße. Ein Teil der Straße verläuft in Gesundbrunnen.
Strelitzer Straße
Stresemannstraße

(Lage)

0290
(im Ortsteil)
Gustav Stresemann (1878–1929), Politiker 6. Feb. 1930 Die vorherigen Namen waren Hirschelstraße (1831–1867), Potsdamer Kommunikation (1845–1867), Anhaltische Kommunikation (1845–1867), Königgrätzer Straße (1867–1930) und Saarlandstraße (1935–1947). Ein Teil der Straße verläuft in Kreuzberg. Stresemannstraße
Swinemünder Straße 0230 + 180
(im Ortsteil)
Swinemünde, Ort auf der Insel Usedom in der Woiwodschaft Westpommern, Polen 8. Okt. 1874 Die Swinemünder Straße verläuft vom Zionskirchplatz in nördlicher Richtung bis zum Ortsteil Berlin-Gesundbrunnen. Dort geht sie in die Swinemünder Brücke über. Am südlichen Ende der Straße, wo auch die Zählung der Hausnummern beginnt, steht die Zionskirche. Die Straße ist durch den Arkonaplatz und den Vinetaplatz als Verkehrsverbindung unterbrochen, führt jedoch als Fußweg über die genannten Plätze sowie als Fußgängerzone zwischen Vinetaplatz und Gleimstraße parallel zum Fahrweg. Ihre jetzige Länge ist aus der Zusammenführung der früheren Straße 33, Straße 40, Straße 41, Straße 48, Straße 49, Straße 52 und Straße 68 des der Abt. XI des Bebauungsplanes entstanden. Swinemünder Straße am ArKonaplatz
Taubenstraße

(Lage)

0390 + 230 Entweder nach einem Pflegeheim für im Militärdienst taub gewordene Soldaten benannt oder nach einem kurfürstlichen Taubenhaus, das vor der Bebauung der Friedrichstadt hier gestanden haben soll um 1770
mit Unterbrechungen
Die vorherigen Namen waren Mittelstraße (nach 1691 bis um 1770), Am Bullenwinkel (nach 1691 bis 1886) und in der DDR-Zeit Johannes-Dieckmann-Straße (1971–1991) nach dem Politiker Johannes Dieckmann. Die Straße verbindet die Mauerstraße im Westen über die Friedrichstraße mit dem Hausvogteiplatz, wird aber durch den Gendarmenmarkt unterbrochen. Sie verfügt über zahlreiche Baudenkmale und sehenswerte Gebäude. Taubenstraße

Sandsteinschmuck mit dem Schriftzug Am Bullenwinkel
Tieckstraße

(Lage)

0450 Ludwig Tieck (1773–1853), deutscher Dichter der Romantik 3. Mai 1854 Die Straße wurde im Jahre 1854 unter dem Grafen Henri von Pourtales-Gorgier neu angelegt und erhielt im selben Jahr ihren Namen. Tieckstraße 17
Torstraße 2000
(im Ortsteil)
Die Straße erhielt ihren Namen in Anlehnung an den Namen Thorstraße, den ein Straßenteil bis 1873 trug. 25. Juli 1994 Die vorherigen Namen waren Schönhauser Communication (um 1770–1832), Thorstraße (um 1801–1873), Lothringer Straße (1873–1951), Wollankstraße (1832–1873), Elsasser Straße (1873–1951), Wilhelm-Pieck-Straße (1951–1994). Torstraße 140
Tucholskystraße 0640 Kurt Tucholsky (1890–1935), Schriftsteller und Journalist 31. Mai 1951 Vorherige Namen einzelner Straßenabschnitte waren Wassergasse (um 1705–1840),[12] Bernhardsgasse (nach 1812–1827), Artilleriestraße (1827–1951). Fernsprechamt Nord
Uferpromenade Fischerinsel (*)

(Lage)

0360 Promenade, eine Spaziermeile Die Uferpromenade ist ein Fußweg am Spreekanal zwischen Roßstraßenbrücke und Gertraudenbrücke am nördlichen Ufer des Spreekanals. Die Straßenbezeichnung ist jedoch nicht amtlich, weshalb auch kein Datum zur Vergabe ermittelt werden kann. Sie wurde im Rahmen der umfangreichen Neugestaltung der Wohnanlage auf der Fischerinsel für die öffentliche Benutzung durch Fußgänger und Radfahrer um das Jahr 2000 hergerichtet. Uferpromenade entlang des Spreekanals
Universitätsstraße

(Lage)

0280 nach der Berliner Universität 19. Feb. 1815 Der vorherige Name war Stallgasse (um 1775–Ende 18. Jh.). 1827 wurde der Straßenabschnitt Georgenstraße bis Weidendamm wieder in Stallstraße zurückbenannt. Der Abschnitt von Unter den Linden bis Dorotheenstraße hieß zunächst nur Universität.[8] Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Universitättstraße Ecke Georgenstraße
Unter den Linden

(Lage)

1270 nach den Linden, die die Straße säumen 1734 Die vorherigen Namen waren Erste Straße (1673–1674), Neustädtische Allee (1674–1690), Lindenallee (1690–1723), Lindenstraße (1723–1734). Die vorherigen Teile Kaiser-Franz-Joseph-Platz und Platz am Zeughaus zwischen Universitätsstraße und Schloßbrücke wurden erst 1936 hinzugerechnet.

Die Straße entstand aus einem 1573 angelegten Reitweg, im 17. Jh. wurde daraus eine mit Linden- und Nussbäumen bepflanzte Allee nach holländischer Art. An ihr wurden schrittweise bedeutende Institutionen errichtet wie die Akademie der Künste, das Zeughaus, das Forum Fridericianum mit dem Opernhaus, der Sankt-Hedwigs-Kathedrale und viele andere. Mit der Gründung der Friedrichstadt entwickelte sich auch der westliche Teil der Straße, vor allem im 18. Jh. Es entstand der Pariser Platz mit dem Brandenburger Tor. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5]

Blick auf die Prachtstraße Unter den Linden

Humboldt-Universität
Reiterstandbild um 1900

Unterbaumstraße

(Lage)

0120 Unterbaum, Teil der Berliner Zollmauer am westlichen Ende des Schiffbauerdamms. 16. Apr. 1827 Sie verläuft von Kapelle-Ufer bis zur Charité, wo sie in die Schumannstraße übergeht. Bis 1827 war sie ein Teil der Charitéstraße. Unterbaumstraße
Unterwasserstraße

(Lage)

0460 nach der Schleuse, die 1442 zur Schiffbarmachung der Spree hier angelegt wurde 1778 Der Name weist auf die Schleuse hin, die schon 1442 zur Schiffbarmachung der Spree hier angelegt worden war.

Als 1694 der Spreegraben mit einer Steinböschung eingefasst wurde, entstand die Uferstraße. Sie ist ein grachtartiger Straßenzug am westlichen Ufer des Spreegrabens von Unter den Linden bis zur denkmalgeschützten Jungfernbrücke,[131] wo sie in die Oberwasserstraße übergeht. Von um 1757 bis 1778 hieß sie Friedrich Werder am Kanal. In der Nummer 7 wohnte Turnvater Friedrich Ludwig Jahn.[132]

Jungfernbrücke an der Unterwasserstraße
Veteranenstraße 0340 Veteran, altgedienter, erfahrener Soldat 9. Dez. 1875 Der vorherige Name war Straße 62, Abt. XI des Bebauungsplans. Die Namensgebung steht im Zusammenhang mit der anschließenden Invalidenstraße Veteranenstraße
Voltairestraße

(Lage)

0250 Voltaire (1694–1778), einer der einflussreichsten Autoren europäischer Aufklärung 1. Juni 1910 Die Straße verbindet die Littenstraße mit der Alexanderstraße am Südende des Einkaufszentrums Alexa. Sie ist Standort der Berufsfeuerwache Mitte. Voltairestraße, Sicht von der Littenstraße zur Berufsfeuerwache
Voßstraße

(Lage)

0440 August Hans Ferdinand Graf von Voß-Buch (1788–1871), Militär 2. Mai 1874 Der vorherige Name war An der Kolonnade Nr. 15. Die Straße wurde im Jahre 1872 durch das Palais und den Garten des Grafen von Voß als Verbindungsstraße zwischen Wilhelm- und Königgrätzer Straße neu angelegt und erhielt deshalb ihren Namen. Das Vossische Palais, Wilhelmstraße 78, wurde 1736 durch Gerlach erbaut und zeichnete sich durch eine große, weit in die Straße hineinragende Rampe aus. Im Kaiserreich wurde sie Teil des Regierungsviertels. International bekannt ist sie, weil hier Hitlers Reichskanzlei stand.
Voßstraße
Wadzeckstraße

(Lage)

0310 Franz Daniel Friedrich Wadzeck (1762–1823), Theologe 2. Dez. 1823 Von ca. 1695 bis 1823 hieß die Straße Mudrichs-Gasse.[133] Sie führt durch den Neubaublock zwischen Karl-Liebknecht-Straße und Otto-Braun-Straße. Wadzeckstraße
Waisenstraße

(Lage)

0250 nach dem früher hier gelegenen Großen Friedrichshospital und Waisenhaus 31. Jan. 1861 Zuerst hieß die Gasse An der Stralauer Mauer. Der heutige Verkehrsweg folgt dem Verlauf der historischen Berliner Stadtmauer, die ab dem 17. Jahrhundert beidseitig bebaut wurde. Das namensgebende Waisenhaus entstand zwischen 1697 und 1727, für seinen Bau wurde der Stralauer Tor-Turm und ein kompletter Turm aus der Paddengasse wiederverwendet. Ein Stück der mittelalterlichen Stadtmauer diente als Hinterwand für kleine Wohnhäuser der hier sich ansiedelnden Handwerker, kleinen Händler und Tagelöhner. Der Maler Otto Nagel nutzte die alten Häuser gern als Motiv und schrieb dazu: „Arme-Leute-Häuser waren es, die vor über 300 Jahren wie Schwalbennester an die alte Befestigungsanlage gebaut wurden.“[134] 1877 hatte das Waisenhaus ausgedient, weil in Rummelsburg, damals vor den Toren der Stadt, eine neue Anstalt für Waisenkinder entstanden war. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das ehemalige Waisenhaus und fast die gesamte Wohnbebauung zerstört, nur das Gebäude unter der Hausnummer 2 ist ein Original-Haus aus dieser Bauzeit. Dessen Erhalt erwies sich als sehr teuer, so dass das 4-geschossige Wohnhaus in der DDR-Zeit zum Abriss vorgesehen war. In den Jahren 1997/98 konnte es jedoch umfassend saniert und mit figürlichem Schmuck an der Fassade neu gestaltet werden.[135] Bekannt ist in dieser Straße auch die Gaststätte Zur letzten Instanz, die jedoch ein Nachbau des ursprünglichen Gebäudes ist. Das Waisenhaus befand sich auf dem heutigen Grundstück Littenstraße 109 zwischen Stralauer Straße und Spree.
Zur letzten Instanz
Wallstraße 0910 nach den zwischen 1658 und 1683 hier errichteten Befestigungsanlagen um 1786 Vorherige Namen waren Siropsgasse (nach 1749–um 1786), Straße am Walle (Mitte 18. Jh.–1799). – Hier befinden sich zahlreiche Gebäude aus dem 19. und 20. Jahrhundert im Denkmalschutz. Dazu gehören die Nummern 15/15 A, 23/24, 27 (heute sitz der Botschaft von Zypern), 42-48 (Köllnisches Gymnasium, 61−65 (Hermann-Schlimme-Haus, erster Verwaltungsbau des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes Ecke Inselstraße), 76−79, 84–88. Unter der Haunummer 12 hatte 1850 Wilhelm Spindler Berlins erste Trocken-Wäscherei (ein Benzinbad nach französischem Vorbild) eröffnet.[136] Die Wallstraße tangiert auch den Köllnischen Park.
 Commons: Wallstraße (Berlin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Australische Botschaft in der Wallstraße
Wassergasse 0080 nach dem Wasser des Festungsgrabens, an dem ein Teil der Straße lag um 1740 Die Wassergasse war ursprünglich ein schmaler, über Wiesen führender Weg. Im Jahre 1740 wurde der Weg verbreitert und als Gasse angelegt. Vor Anlegen des Festungsgrabens, 1658, war die Gegend oft überschwemmt.

Der größere Teil der Wassergasse wurde 1893 als Rungestraße abgetrennt. Nur das kurze Stück von der Inselstraße bis zum Knick gegenüber dem Köllnischen Park behielt die Bezeichnung Wassergasse. Die Gasse wurde 1836 gepflastert.[137]

Media Consulta Deutschland in der Wassergasse
Weinbergsweg 0400 nach den ehemals hier gelegenen Weinbergen 15. Aug. 1845 Diese Straße verläuft von Nordost nach Südwest als Fortsetzung der Kastanienallee und endet am Rosenthaler Platz. Hier befanden sich bis etwa 1740 mehrere der 70 Berliner Weinberge, mit denen die wohlhabenden Bürger und der Kurfürst ihre Einnahmen verbessern konnten, beispielsweise ,Wollanks Weinberg'. Die Weinbergsbesitzer erhielten eine Krugschankgerechtigkeit und hatten sich nach der 1604 verabschiedeten Weinmeisterodnung zu richten. Die Weinbergsbesitzer sorgten mit Lustschlösschen, Tanzsälen und späteren Volksgärten für Freizeitangebote der wachsenden Berliner Bevölkerung. Überliefert sind aus jener Zeit die Tabagie mit Theaterbetrieb – das „Vorstädtische Theater“ mit Restaurantbetrieb (Muttchen Gräbert) und das spätere Walhalla-Theater, das vor allem durch seinen Artisten Erich Carow weit über den Kiez hinaus bekannt wurde. Der Weinanbau in dieser Straße endete im 19. Jahrhundert, als neue Wohnhäuser entstanden und der Berliner Wein nicht mehr gefragt war. Über die Gründe gibt es verschiedene Darstellungen – der Import billiger Weine aus Südeuropa, Frost und/oder eine Rebstockkrankheit oder der Wechsel der Berliner zum Biertrinken.[138] Weinbergsweg
Weinmeisterstraße 0200 verläuft durch den ehemaligen Garten des Weinmeisters 1810 Die 1699 angelegte Straße war zunächst namenlos, dann wurde sie Weinmeister-Gasse (um 1740–1810) genannt. Damals war ein Herr Stohse Weinmeister. 1810 wurde sie zur Straße erhoben.[139] Die Grundschule Weinmeisterstraße ist ein herausragendes Zeugnis der Schularchitektur aus den ersten Jahren der DDR.[140] Weinmeisterstraße
Werdersche Rosenstraße

(Lage)

0040 als Wiederbelebung eines historischen Namens nach den ‚Röschen‘ benannt, einem ironischen Synonym für Dirnen, die dort einst verkehrten 24. Jan. 2007 Bereits von 1856 bis 1974 gab es hier eine Werdersche Rosenstraße. Bei der Neubebauung des Friedrichswerder Nord wurde die Benennung mit dem historischen Straßennamen festgelegt. Werdersche Rosenstraße
Werderscher Markt 0380 Marktplatz und Mittelpunkt des Friedrichswerder um 1735 Die Schreibweise war früher auch Werderischer Markt. Die vorherigen Namen waren Marktstraße (nach 1672 bis 1835) und Am Packhofe (1749–1835). Am 1. Februar 1999 wurde die Werderstraße als nördlicher Abschluss in den Werderschen Markt einbezogen. Hier befindet sich das Auswärtige Amt und die Friedrichswerdersche Kirche von Schinkel.[141]
Friedrichswerdersche Kirche am Werderschen Markt
Weydemeyerstraße

(Lage)

0700 Joseph Weydemeyer (1818–1866), preußischer Militär und amerikanischer Journalist, Zeitungsherausgeber, Politiker und marxistischer Revolutionär 9. Aug. 1963 Die Straße entstand im Rahmen des Neubau des Zentrums. Weydemeyerstraße
Weydingerstraße 0270 Johann Heinrich Weydinger (1774–1837), Kaufmann, Zeugmacher und Kommunalpolitiker 18. Nov. 1862 Beidseitig der Linienstraße wurden ab 1934 Wohnbauten nach Entwürfen von Hans Poelzig errichtet, die als ‚Volkswohnungen‘ geplant waren und als „gesunde und erste moderne Wohnungen in dieser miesen Gegend“ propagiert wurden. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in dem auch Spandauer Vorstadt genannten Gebiet stehen in der Berliner Denkmalliste.[3] Weydingerstraße Karl-Liebknecht-Haus
Wilhelmplatz 0 Friedrich Wilhelm I. (1688–1740), König in Preußen, auch als ‚Soldatenkönig‘ bekannt 1749 Am Wilhelmplatz lagen in der Zeit des Deutschen Kaiserreichs, der Weimarer Republik und des Dritten Reichs die Reichskanzlei, eine Reihe von Reichsministerien sowie weitere markante Gebäude.

Die Umrisse des Platzes sind heute nur noch teilweise erkennbar und das Areal ist größtenteils mit Bauwerken besetzt, die zu Zeiten der DDR errichtet worden sind. Der ehemalige Wilhelmplatz ist Bestandteil der Geschichtsmeile Wilhelmstraße, mit der anhand von Schautafeln die Geschichte des ehemaligen Regierungsviertels im Laufe der Jahrhunderte dokumentiert wird. Frühere Namen waren Wilhelms-Markt (1732–1749), Wilhelmplatz (1749–1949), Thälmannplatz (1949–1986), Otto-Grotewohl-Straße (1986–1993) und Wilhelmstraße (1993).

Wilhelmplatz um 1901

Am Wilhelmplatz

Wilhelmstraße

(Lage)

1320
(im Ortsteil)
Friedrich Wilhelm I. (1688–1740), König in Preußen auch als ‚Soldatenkönig‘ bekannt 1735 Die vorherigen Namen waren Neue Wilhelmstraße (1822–1964) und Otto-Grotewohl-Straße [nach dem ersten DDR-Ministerpräsidenten Otto Grotewohl] (1964–1993). Ein Teil der Straße verläuft in Kreuzberg. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts nahmen wichtige Ministerien Preußens ihren Sitz in der Straße. Ab 1871 folgten Regierungsbehörden des Deutschen Reiches. Ausländische Botschaften bauten in direkter Nähe. Nach 1933 richteten sich die Schaltzentralen des Nationalsozialismus an der Wilhelmstraße ein. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude wurden in der DDR-Zeit unter anderem vom Ministerium für Volksbildung, dem Sekretatiat für Hoch- und Fachschulwesen, der Ungarischen Botschaft und dem Deutschen Pädagogischen Zentralinstitut genutzt. Nach der Wende wurden sie snaiert und neuen Nutzern bzw. alten Eigentümern rückübertragen. Bekannte Einrichtungen sind die Britische Botschaft in Berlin in der Wilhelmstraße 70/71oder das Hotel Adlon an der Ecke zu Unter den Linden. Alle noch erhaltenen Bauten in der Dorotheenstadt stehen in der Berliner Denkmalliste.[5] Wilhelmstraße
Wöhlertstraße

(Lage)

0220 Johann Friedrich Ludwig Wöhlert (1797–1877 in Berlin), Unternehmer. 12. März 1889 In der Nähe, in der Chausseestraße 29, gründete Wöhlert seine eigene Maschinenbauanstalt und Eisengießerei, wo er Lokomotiven herstellte. Am Oranienburger Tor befanden sich auch die Fabriken von August Borsig und Louis Schwartzkopff. Wöhlertstraße
Wolliner Straße

(Lage)

0500
(im Ortsteil)
Wollin, Ort auf der Insel Wolin (Wollin) in der Woiwodschaft Westpommern, Polen 6. Dez. 1874 Der vorherige Name war Straße 42 und Straße 42a, Abt. XI des Bebauungsplans. Ein Teil der Straße lieg im Ortsteil Gesundbrunnen. Wolliner Straße
Zehdenicker Straße

(Lage)

0380 Zehdenick, Kleinstadt im Landkreis Oberhavel in Brandenburg 16. Okt. 1863 Der vorherige Name war Straße 59, Abt. XI des Bebauungsplanes. Zehdenicker Straße
Ziegelstraße (Lage) 0450 nach der ehemals an der Spree gelegenen Ziegelei 12. Mai 1837 Die Straße wurde im Jahre 1698 auf dem kurfürstlichen Vorwerksgarten angelegt und erhielt ihren Namen von der an der Spree gelegenen Ziegelei. Für klinische Einrichtungen der Universität wurden bald nach deren Gründung die Grundstücke Ziegelstraße 5 und 6 eingerichtet, aus denen sich die späteren umfangreichen Anlagen der königlichen Klinik entwickelten. Heute befinden sich in diesen Gebäuden Einrichtungen der Charité, der medizinischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.

Der Teil zwischen Friedrichstraße und Tucholskystraße hieß ursprünglich Gasse am Garten nach der Ziegelscheune und später Große Kalkscheunengasse. Der Teil bis zum Monbijougarten hieß bis 1837 Flatowgasse[142] (auch Flahtowsgasse geschrieben).[9]

Ziegelstraße
Zietenplatz 0080 × 40 Hans Joachim von Zieten (auch ‚Ziethen', 1699–1786), Militär 17. März 2008 Die feierliche Benennung erfolgte am 9. April 2008. Der Platz erhielt seinen Namen in Anlehnung an die Stadtgeschichte. Bereits von 1849 bis 1968 existierte hier der Zietenplatz.[143] Zietenplatz/Mohrenstraße
Zimmerstraße

(Lage)

0940 nach einem ehemaligen Zimmererplatz, der sich hier während des Baues der Friedrichstadt befand 1734 Die Straße bildet die Ortsteilgrenze zu Kreuzberg, wo sie als Niederkirchnerstraße entlang der früheren Berliner Mauer weiter führt. Sie verläuft geradlinig in West-Ost-Richtung zwischen Wilhemstraße und Axel-Springer-Straße. – Unter der Hausnummer 88/89 ist ein Geschäftshaus aus dem Jahr 1900 erhalten, das in der Berliner Denkmalliste steht.[144] Zimmerstraße 88/89
Zinnowitzer Straße 0160 Zinnowitz, Gemeinde auf der Insel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern 28. Juni 1907 Der vorherige Name war Straße A, Abt. IX des Bebauungsplanes. Der Name der Straße steht im Zusammenhang mit dem nahe liegenden Nordbahnhof (damals Stettiner Bahnhof), wo die Züge in Richtung Norden abfuhren. Zinnowitzer Straße
Zionskirchplatz

(Lage)

0140 × 120
(Fünfeckform)
nach der hier stehenden Zionskirche 13. Dez. 1866 Es war nach dem Bebauungsplan zunächst der Platz D (Abt. XI). Er wird umgeben von der Kastanienallee und der Fehrbelliner Straße; auf ihn zu laufen die Swinemünder Straße, die Zionskirchstraße (durch den Platz in zwei Richtungsfahrbahnen aufgeteilt), die Veteranen-, die Griebenow- und die Waisenstraße. Die im Zentrum des Platzes errichtete Kirche ist mit einer dichten Reihe Bäume umgeben; zu ihr führen von den fünf Ecken des Platzes sternförmig Fußwege. Auf dem Platz findet einmal wöchentlich ein Bauern- oder Ökomarkt statt. Die umgebende Bebauung wird durch mehrstöckige, inzwischen sanierte und renovierte Mietshäuser gebildet, in deren Erdgeschoss sich einige Cafés und Restaurants niedergelassen haben.
Frontalansicht der Zionskirche
Zionskirchstraße 0220 + 180
(im Ortsteil)
nach der hier stehenden Zionskirche 13. Dez. 1866 Der vorherige Name war Straße 61, Abt. XI des Bebauungsplans. Die Straße wird durch den Zionskirchplatz unterbrochen. Ein kurzer Teil verläuft in Prenzlauer Berg. Zionskirchstraße
Zolastraße

(Lage)

0040 Émile Zola (1840–1902), französischer Schriftsteller 5. Jan. 1953 Die vorherigen Namen waren Dritte Scheunengasse (um 1700 bis 1861) und Koblankstraße (1861–1953). Ab 1934 erhielten große Teile dieser Straße eine neue Wohnbebauung nach Entwürfen von Hans Poelzig. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch erhaltenen Gebäude in dem auch Spandauer Vorstadt genannten Gebiet stehen in der Berliner Denkmalliste.[3] Zola/Linienstraße

Weitere, nicht mehr vorhandene Straßennamen in Mitte

Ehemalige Königstraße (heutige Rathausstraße) mit dem alten Berliner Rathaus
Kleine Burgstraße um 1875. Hier befinden sich heute links das DomAquarée und rechts das Marx-Engels-Forum.


  • Alte Roßstraße[9]
  • Alter Packhof[9]
  • Adlerstraße: Diese Straße soll Ende des 17. Jh. angelegt worden sein und nach den Adlern benannt, die der Große Kurfürst in der nahen Jägerstraße hielt.[145]
  • Am Sellerteich[9]
  • An der Schleuse[9]
  • An der Stechbahn
  • Baumgasse[9]
  • Bischofstraße[9]
  • Börsenhaus[8]
  • Bollengasse[8]
  • Breslauer Straße[8]
  • Brauhausgasse,[9] später Brauhausstraße
  • Cöllnischer Wursthof[9]
  • Elisabethstraße
  • Enkeplatz[8]
  • Feitnerstraße[8]
  • Fliederstraße
  • Gollnows-Gasse, -straße[133]
  • Große Georgenkirchgasse[9]
  • Hasenhegergasse/ -straße[9]
  • Heilige-Geist-Straße[146]
  • Hinter dem Neuen Packhof[9]
  • Hinter der Garnisonkirche[8]
  • Junkerstraße[9]
  • Kaiserstraße
  • Kalands-Gasse[112]
  • Kirchhofstraße[9]
  • Kleine Burgstraße Die Straße lag auf dem Gelände des heutigen DomAquarée und des Marx-Engels-Forums
  • Kleine Georgenkirchgasse[12]
  • Köllnischer Fischmarkt[12]
  • Königsgraben[9]
  • Königsmauer[9]
  • Königsstraße[9]
  • Kuriestraße
  • Kurze Straße[9]
  • Landwehrstraße, spätere Judengasse
  • Letzte Straße[147]
  • Lange Gasse[9]
  • Lietzmanns-Gasse
    (spätere Gerlachstraße)[133]
  • Marienkirchhof[9]
  • Marsiliusstraße
  • Neu Cölln am Wasser[9]
  • Neue Königstor-Chaussee[9]
  • Orangenstraße[9]
  • Paddengasse[12]
  • Pankowsgasse[9]
  • Petristraße[12]
  • Pulvermühlenstraße[8]
  • Puttkammerstraße[8]
  • Raules-Hof, benannt nach Benjamin Raule; von der Alten Leipziger abgehend.[148]
  • Rittergasse[9]
  • Rosenquergasse[9]
  • Sandstraße[8]
  • Scharfenberg[8]
  • Schlachthausgasse[8]
  • Schloßfreiheit,[9] ab 1950 aufgehoben
  • Schornsteinfegergasse[9]
  • Siebergasse
  • Spittelbrücke[9]
  • Splittgerbergasse[9]
  • Spreegasse[9]
  • Stadtmauer vor dem Potsdammer Thor[9]
  • Schifferstraße[12]
  • Steingasse[8]
  • Stralauer Mauer[12]
  • Thierarzneischulplatz[8]
  • Ueberfahrtsgasse[8]
  • Verlängerte Alte Jacobsstraße[12]
  • Waßmanns-Gasse,[149] später Waßmannstraße
  • Weberstraße
  • Weinbergsgasse
  • Werdersche Mühlen[9]
  • Wollstraße[12]
  • Wüstegasse[8]

Weitere Örtlichkeiten von Mitte

Parks und sonstige Örtlichkeiten
Name
Länge/Maße
(in Metern)
Namensherkunft
 Benennung 

Anmerkungen

Bild
Charitégelände

(Lage)

630 × 520 (unregelmäßige Form) nach der 1710 gegründeten Charité ab 1710 Das Gelände erstreckt sich zu beiden Seiten der Luisenstraße, wobei westlich der Luisenstraße die medizinischen Einrichtungen liegen und östlich davon universitäre Einrichtungen der Humboldt-Universität und das zentrale Bettenhaus. Im Westen wird das Gebiet vom Alexanderufer und dem Stadtbahnviadukt begrenzt, im Norden durch die Invalidenstraße, im Osten liegen viele Gebäude zu beiden Seiten der Hessischen Straße /Hannoverschen Straße bis zu den Hinterhöfen der Gebäude an der Friedrichstraße und im Süden durch die Schumannstraße. Auf dem Westlichen Teil befinden sich folgende Privat-Straßen: Bonhoefferweg, Charitéplatz, Hufelandweg, Rahel-Hirsch-Weg, Sauerbruchweg, Virchowweg. Die heutigen historischen Gebäude entstanden von 1897 bis 1917 nach einem Gesamtentwurf von Georg Diestel unter Mitarbeit von Georg Thür und weiteren Architekten, wobei die alten Klinikgebäude des 18. und 19. Jahrhundersts weitgehend abgerissen wurden. Die Freiräume und Grünanlagen sind in der nahezu 300-jährigen Geschichte der Charité oftmals verändert worden. Das gesamte Charitégelände steht unter Denmalschutz.[150]
Eingang zum Gelände der Charité

Auf dem alten Charitégelände, Hufelandweg

Fernsehturm mit Fußumbauung und Freiflächen

(Lage)

390 × 230 Berliner Fernsehturm um 1969 Die namenlose Grünfläche zwischen Fernsehturm und Spandauer Straße ist Teil des städtebaulichen Gesamtkonzepts der „Zentralen Achse“, die das wesentliche Motiv der Hauptstadtplanung der DDR bildete und von der Karl-Marx-Allee über den Alexanderplatz, die Schlossinsel und die Straße Unter den Linden bis zum Brandenburger Tor reichte. Im Zusammenhang stehen hierzu die Rathauspassagen und die Bebauung an der Karl-Liebknecht-Straße. Neben dem Fernsehturm sind die St.-Marien-Kirche[151] aus dem 13. Jahrhundert und der Neptunbrunnen[152] die Höhepunkte dieser Anlage.[153] Neptunbrunnen mit Marienkirche
Heinrich-Zille-Park

(Lage)

95 × 65 Heinrich Zille (1858–1929), Maler, Zeichner und Fotograf um 1948 Es handelt sich um eine Grünanlage, die im offiziellen Stadtplan nicht ausgewiesen ist. Sie wird begrenzt durch die Bergstraße und rückseitige Häuserzeilen der Schröderstraße und Gartenstraße. Die Anlage soll bereits 1799 als namenlose Extrafläche erwähnt worden sein. Im 19. Jahrhundert erfolgte nach Entwürfen von Hermann Mächtig die Umgestaltung in einen Kinderspielplatz, der den Namen Gartenplatz erhielt. 1948 ließ die Berliner Stadtverwaltung auf dem Areal ein Denkmal zu Ehren von Heinrich Zille aufstellen, das aus der Werkstatt von Paul Kentsch stammte. Später wurde das Denkmal entfernt, sein Verbleib ist nicht bekannt.[154] Im Jahr 1958 veranstalteten Vertreter aus Kunst und Politik der DDR an dieser Stelle eine kleine Gedenkfeier aus Anlass des 100. Geburtstages von Zille. Die Parkfläche wurde in 1990er Jahren als Abenteuerspielplatz völlig neu gestaltet und als öffentlicher Spielplatz ausgewiesen. Die Heinrich-Zille-Gedenkfeier 1958
Der Heinrich-Zille Park im November 2010
James-Simon-Park

(Lage)

James Simon (1851–1932), Kaufmann, Kunstsammler und Mäzen. 23. Mai 2007 Die kleine Grünfläche zwischen Stadtbahn, Burgstraße und Spreeufer erhielt ihren Namen zum Andenken an James Simon, der seine Sammlungen dem heutigen Bode-Museum vermachte.[155] Ihm verdankt Berlin die Porträtplastik der Nofretete, die er dem Ägyptischen Museum übereignete. Bis 1937 befand sich hier der Rundbau des Circus' Busch, in dem 1918 Arbeiter- und Soldatenräte tagten und am 9. November 1918 zum dritten Mal die deutsche Republik ausriefen. James-Simon-Park
Krausnickpark

(Lage)

130 × 128 × 80
(Dreieckform)
Heinrich Wilhelm Krausnick (1797–1882), Kommunalpolitiker 15. Juni 2007 Es handelt sich um eine kleine Grünanlage zwischen Oranienburger Straße, Krausnickstraße und Große Hamburger Straße in der Nähe des St. Hedwig-Krankenhauses. Eine ehemalige namenlose Gartenfläche innerhalb der Wohnblöcke wurde 2005/2006 vom Bezirksamt Mitte nach eigenen Plänen und mit rund 350.000 Euro aus dem Fonds Stadtumbau Ost als öffentliche Parkanlage umgebaut. Mauern, eine Baracke und Zäune mussten abgetragen und versiegelte Flächen aufgebrochen werden. Der neu entstandene Platz kann nur über einen Privatweg erreicht werden, der nachts geschlossen wird.[156] Krausnickpark
Marx-Engels-Forum

(Lage)

210 × 200 Karl Marx und Friedrich Engels, Verfasser des Kommunistischen Manifests 4. Apr. 1986 Die in den 1980er Jahren nach Plänen von Ludwig Engelhardt entstande Denkmalanlage besteht aus einer kreisrunden gepflasterten Freifäche von 60 Meter Durchmesser, an der verschiedene Kunstobjekte stehen. Die von Engelhardt selbst gestaltete Skulptur von Karl Marx und Friedrich Engels ist die markanteste. Die fünfteiligen Marmorreliefs von Werner Stötzer soll die Bedeutung des wissenschaftlichen Kommunismus für die Überwindung von Unterdrückung und Ausbeutung versinnbildlichen. Vor den Figuren reihen sich vier Doppelstelen aus Edelstahl, auf denen Dokumentarfotos aus Geschichte und (DDR-) Gegenwart der Arbeiterbewegung von Arno Fischer und Peter Voigt aufgebracht sind. Zwei doppelseitige Bronzereliefs Die Würde und Schönheit freier Menschen von Margret Middell bilden den Vordergrund des Ensembles an der Spandauer Straße und versinnbildlichen das Ideal des befreiten Menschen.[157] Zur Verlängerung der U-Bahn-Linie U5 ist das Denkmal in die Nord-West-Ecke des Forums versetzt worden.[158] Blick auf das Marx-Engels-Forum vom Fernsehturm Juni 2009

Bebauung 1891

Monbijoupark

(Lage)

250 × 190 nach dem 1959 abgerissenen Schloss Monbijou 1962 Der 1962 auf dem Gelände des 1959 abgerissenen Schlosses Monbijou entstandene Park erstreckt sich zwischen Oranienburger Straße und Spree-Uferpromenade sowie zwischen Monbijoustraße und Monbijouplatz. Er wurde von 2006 bis 2008 nach Plänen der Berliner Gartenarchitekten Cornelia Müller und Jan Wehberg umgebaut. Die Gesamtbaukosten für den vier Hektar großen Park betragen rund 3,3 Mio. Euro. Die Mittel wurden vom Land Berlin aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln zur Verfügung gestellt. Spreestrand im Monbijoupark 2009
Museumsinsel

(Lage)

640 × 190
(unregelmäßige Trapezform)
nach den hier befindlichen Museen Ende der 1870er Jahre Als Museumsinsel wird die nördliche Hälfte der Spreeinsel bezeichnet, auf der sich heute mehrere Museumsbauten befinden. Ab 1810 wurde durch eine Kabinettsorder von König Friedrich Wilhelm III. bestimmt, eine öffentliche Kunstsammlung anzulegen. 1822 legte Karl Friedrich Schinkel Pläne für die Neuordnung der nördlichen Spreeinsel vor, woraufhin 1830 als erster Bau das heutige Alte Museum entstand. Im Jahre 1859 wurde das königlich-preußische Museum (heute Neues Museum) eröffnet. 1876 folgte die Nationalgalerie, (heute Alte Nationalgalerie), 1904 das Kaiser-Friedrich-Museum (heute Bode-Museum, an der Spitze der Insel, schließlich 1930 das erst seit 1958 insgesamt so bezeichnete Pergamonmuseum. Südlich der Bodestraße befinden sich der Lustgarten un der Berliner Dom. Zwischen Bode-Museum und Pergamon-Museum verläuft die Berliner Stadtbahn. Seit 1999 gehört die Museumsinsel als weltweit einzigartiges bauliches und kulturelles Ensemble dem Weltkulturerbe der UNESCO an. Altes Museum und Lustgarten um 1900

Alte Nationalgalerie

Nikolaiviertel

(Lage)

220 × 240 nach der hier stehenden Nikolaikirche 1987 in seiner heutigen Form Das Nikolaiviertel ist das älteste Wohngebiet Berlins. In seiner heutigen Form entstand es 1987 anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins. Es besteht aus einer Mischung aus wenigen erhaltenen Gebäuden, Neubauten in Plattenbauweise mit historisierenden Fassaden und rekonstruierten Bürgerhäusern an der Nikolaikirche und am Molkenmarkt. Zentrum ist die während des Zweiten Weltkrieges stark zerstöre Nikolaikirche, die von 1980 bis 1983 wiederaufgebaut wurde. Das 1936 abgetragene Ephraim-Palais wurde unter Verwendung von Originalteilen der Fassade um 12 Meter versetzt von seinem ursprünglichen Standort neu aufgebaut. Weiterhin entstand das Gasthaus „Zum Nußbaum“ als Kopie. Als weiteres historisches Gasthaus wurde 1986 das Gasthaus „Zur Rippe“ wiedererrichtet. Als Kopie entstand auch die „Gerichtslaube“ des alten Berliner Rathauses zur Nutzung als Restaurant. Das Nikolaiviertel ist ein gelistetes Baudenkmal.[159] Nikolaiviertel Übersicht
Park am Nordbahnhof

(Lage)

800 × 120 nach dem Gelände des Nordbahnhofs, auf dem der Park entstanden ist 13. Mai 2009 Der 5,5 Hektar große Park entstand in den Jahren 2004 bis 2009 auf dem drei Meter höher gelegenen Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs nach Plänen des Berliner Büros für Landschaftsarchitektur und Landschaftsentwicklung Fugmann & Janotta und gehörte in den Jahren 1961 bis 1989 zu den Grenzanlagen zwischen Ost- und West-Berlin. Er ist zusammen mit der nahe gelegenen Gedenkstätte Berliner Mauer Teil des Mauergedenkkonzeptes. Der Park wird auf der Westseite durch Teile der ehemaligen Hinterlandmauer und auf der Westseite durch die historische Klinkermauer begrenzt, die gleichzeitig die Grenze zum West-Berliner Bezirk Wedding bildete.

In die hier entstandene steppenartige Vegetation wurden einzelne Inseln für Spiel- und Sportangebote eingelassen, die über Stege mit den ungebenden Hauptwegen verbunden sind. Bemerkenswert sind die Steinkuben, die Lebensräume für verschiedene Kleintiere bieten sollen.[160]

Park am Nordbahnhof

Steinkubus für Kleintiere

Volkspark am Weinbergsweg

(Lage)

300/260/270/80
(unregelmäßige Trapezform)
nach den ehemaligen Weinbergen, die dort früher angelegt waren. 1936 Ein Teil des heutigen Parkgeländes befand sich nach Mitte des 19. Jahrhunderts im Besitz der Familie Wollank. Auf dem ummauerten Wirtschaftshof hatte sich der Gutsbesitzer Karl Friedrich Wollank 1875 eine Villa mit Wirtschaftsgebäuden erbauen lassen. 1936 wurde ein Teil des zur Villa gehörenden Parks an die Stadt Berlin verpachtet und der Öffentlichkeit erschlossen.[161] Volkspark am Weinberg

Literatur

  • Institut für Denkmalpflege (Hrsg.): Die Bau- und Kunstdenkmale der DDR. Hauptstadt Berlin-I. Henschelverlag, Berlin 1984, S. 19–349 (Stadtbezirk Mitte).
  • Landesdenkmalamt Berlin (Hrsg.): Denkmale in Berlin Bezirk Mitte - Ortsteil Mitte. Imhoff Verlag, Petersberg 2004, ISBN 3-935590-80-6.
  • Franziska Nentwig und Dominik Bartmann; Stiftung Stadtmuseum Berlin (Hrsg.): Berlins vergessene Mitte – Stadtkern 1840–2010. Verlag Kettler, Berlin 2010, ISBN 978-3-86806-048-1.

Weblinks

 Commons: Straßen in Berlin-Mitte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Plätze in Berlin-Mitte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Kauperts: Alexanderstraße
  2. Auf Google Earth vom Jahr 2008 ist die Alex-Wedding-Straße noch nicht erkennbar, dafür aber die Abrissarbeiten des ursprünglich dort stehenden Gebäudes.
  3. a b c d e f g Flächendenkmal Spandauer Vorstadt
  4. a b Dr. Winfried Löschburg: Blumengirlanden und reizende Mädchen. Vom Besuch in Fontanes Ostnordostgegend. In: Berliner Zeitung vom November 1980
  5. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z Ensemble Dorotheenstadt
  6. Kleiner Pankepark im Schatten des BND. In: Berliner Zeitung vom 4. Dezember 2004
  7. Kauperts: Am Weidendamm
  8. a b c d e f g h i j k l m n o p q r 1849: Komplette alphabetische Straßenliste von Berlin und Umgegend; abgerufen am 25. Januar 2011
  9. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao Berliner Adressbuch von 1825; Buchstaben A und B
  10. Straßenführung auf der amtlichen Karte von Berlin, Maßstab 1:5000
  11. Kauperts: Anklamer Straße
  12. a b c d e f g h i j k l m n o p Berliner Adressbuch (online) von 1840; Seiten 2-9
  13. Annenstraße 52/53, Evangelisch-Lutherische Kirche Berlin, 1855–1857 von Hermann Blankenstein; Predigerhaus, 1865 von Hermann Blankenstein; Lehrer- und Wohngebäude, 1889
  14. a b Die 30 erstaunlichsten Berliner Straßen, Sendung des rbb vom Mai 2010
  15. Berliner Adressbuch von 1799 mit Lage der zum Bauhof gehörenden Straßen/Gassen
  16. Baudenkmale Hofbeamtenhäuser in der Bauhofstraße 3 bis 5
  17. Bergstr. 18, Bergstr. 19, Bergstr. 21, Bergstr. 22, Bergstr. 27, Bergstr. 28, Bergstr. 67, Bergstr. 72, Bergstr. 81, Friedhof Bergstr. 29
  18. Flyer zum Adresswechsel der Senatsverwaltung in Bernhard-Weiß-Straße abgerufen am 2. November 2011
  19. Alt-Berliner Stadtplan von 1921
  20. Kurzinfo mit Aktivitäten der Berolina-Oberschule im Jahr 2002
  21. Luise-Berlin; abgerufen am 4. November 2010
  22. Alt-Berliner Stadtplan von 1893 mit Lage der Beuthstraße
  23. Geschichte Borsigstraße bei kauperts.de
  24. Baudenkmal Golgathakirche
  25. Baudenkmalsensemble Hospiz Marienheim und Theolog. Konvikt in der Borsigstraße
  26. Online-magazin des Berliner Mietervereins 2008 mit Details zu den betroffenen Straßen im Berliner stadtgebiet; abgerufen am 23. Oktober 2010
  27. a b Stadtplan Alt-Berlin von 1895; abgerufen am 20. Oktober 2010
  28. Grundsteinlegung für die ersten Townhouses auf dem Friedrichswerder. presseinformation der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung vom 29. Juni 2005; abgerufen am 19. Oktober 2010
  29. Baudenkmal Charitéstraße 2
  30. Baudenkmalkomplex Claire-Waldoff-Straße /Friedrichsstraße 129a
  31. Hugenottenviertel
  32. Kauperts: Dresdener Straße
  33. Angaben von Luise-Berlin beim Kaupert
  34. Referenzliste von Arbeiten des Gartenplaners Christian Mayer (hier: S. 2); abgerufen am 5. November 2010
  35. Referenzliste von progarten; abgerufen am 5. November 2010
  36. Baudenkmal Hinterlandmauer und Wachturm an der Julie-Wolfthorn-Straße /E.-Schwarzhaupt-Platz
  37. Kauperts:Information zur Elisabethkirchstraße (von Luise Berlin)
  38. Baudenkmal Haus des Deutschen Verkehrsbundes
  39. Baudenkmal Gewerkschaftshaus
  40. Kurzinformation über verschiedene erhaltene Teile der Berliner Mauer; abgerufen am 5. November 2010
  41. Information zum Bauvorhaben des BMU; abgerufen am 5. November 2010
  42. Neue Luxuswohnungen in Mitte werden gebaut In: Der Tagesspiegel, 16. Februar 2011.
  43. Baudenkmale Fehrbelliner Straße 47–49
  44. Kauperts: Französische Straße
  45. Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste
  46. BD Friedrichsgracht, BD Friedrichsgracht, BD Pfarrhaus der St.-Petrigemeinde
  47. Kauperts: Friedrichstraße
  48. Kauperts: Fürstenberger Straße
  49. Kauperts: Garnisonkirchplatz
  50. Baudenkmale Griebenowstraße
  51. Regina Scheer: Zusammenhänge. Kein Guter Ort für Gerda W. In: der Freitag vom 1999; abgerufen am 9. Januar 2011
  52. Baudenkmal Treppenhaus eines Gebäudes aus dem Jahr 1873
  53. Kauperts: Information zur Geschichte der G.-Böß-Straße
  54. Baudenkmal Hannoversche Straße 6, Königliches Leichenschauhaus, Institut für Gerichtsmedizin, 1884–1885, Aufstockung 1913
  55. a b Die Fans haben gesiegt. Mitte widmet Helga Hahnemann eine Straße. In: Die Welt online vom 5. August 2003
  56. Baudenkmal Palais Donner
  57. Kauperts: Holzmarktstraße
  58. Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste
  59. Otto-Nuschke-Straße; undatierter Zeitungsausschnitt, wahrscheinlich aus der Berliner Zeitung
  60. BD Jägerstraße 10/11, Deutsche Revisions- und Treuhand AG, 1936 von Hanns A. Pfeffer
  61. Jägerstraße 28, Wohn- und Geschäftshaus, 1894-95 von Albert Bohm, Jägerstraße 33, Konfektionshaus Valentin Manheimer, 1907/1908 von Salinger & Schmohl, Jägerstraße 42–44, Generaltelegraphenamt, 1864 von Wilhelm Salzenberg und Adolph Lohse; Erweiterungsbau Jägerstraße, 1877/1878 von Carl Schwatlo; Erweiterungsbau, 1902, Jägerstraße 49/50, Bankhaus Mendelssohn & Co., 1891–1893 von Schmieden & Speer, Jägerstraße 51, Wohn- und Geschäftshaus Mendelssohn, 1789, Umbau um 1870, Aufstockung um 1950, Jägerstraße 54-55, Bankhaus Ebeling, 1914/1915 von Erdmann & Spindler unter Einbeziehung eines Mietshauses, 1888
  62. Kauperts: Johannisstraße
  63. Pressemitteilung des BA Mitte zur Baumneupflanzung in der Julie-Wolfthorn-Straße; abgerufen am 6. November 2010
  64. Homepage der 'Eventlocation' Kalkscheune
  65. Homepage von Dörries Galabau mit Kurzbeschreibung des Projektes Kapelle-Ufer; abgerufen am 7. November 2010
  66. Karl-Liebknecht-Straße: Ulbrichts Traum, Hitlers Schatten In: Der Tagesspiegel, 15. Oktober 2010.
  67. Karlplatz auf kauperts.de
  68. Lage des Karlplatzes auf dem Alt-Berliner Stadtplan von 1906
  69. Denkmal Rudolf Virchow auf dem Karlplatz
  70. Baudenkmal Hotel Karlplatz
  71. Homepage des Pratergartens mit Chronik; abgerufen am 7. November 2010
  72. Baudenkmal Polizeipräsidium Keibelstraße
  73. Homepage Polizeidirektion 3
  74. BD Mauer-Wachturm Kieler Straße
  75. a b c Rundgänge durch Quartiere – 6 Berlin-Mitte vom ehemaligen Scheunenviertel zum Hackeschen Markt; herausgegeben von der Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen im Juni 1993.
  76. http://ds-architekten.de/d-s-architekten/kleine-jaegerstrasse.html http://www.berndalbers.com/ http://www.mueller-reimann.de/000/000projektuebersicht/Wohnbauten.pdf Homepages mehrerer an der Neubebauung der Kleinen Jägerstraße beteiligter Architekturbüros; abgerufen am 8. November 2010
  77. http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/stadtmodelle/de/datenbank/ausgabe.php?modus=liste&ProjektID=737&pl=_18 Homepage der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit Details zu zwei Projekten in der Kleinen Jägerstraße; abgerufen am 8. November 2010
  78. Stadtplan von Berlin von 1953 enthalten
  79. Geschichte der Kleinen Kurstraße auf kauperts.de; abgerufen am 17. November 2010
  80. Baudenkmal Miet- und Bürohaus Kleine Präsidentenstraße 3
  81. Denkmalskomplex Kleine Rosenthaler Straße 3, Alter Garnisonfriedhof, angelegt um 1706, umgestaltet 1978; mit Einfriedungsmauer, Portal und Grabstätten
  82. Kauperts: Klosterstraße
  83. a b Stadtplan von Berlin 1738 mit dem Straßensystem in der „Friedriche Vorstadt“
  84. BD Krausenstraße 9/10, Wohn- und Geschäftshaus 1909 von Salinger & Schmohl, BD Krausenstraße 17/18, Schützenstraße 65/66, Geschäftshaus H. Wolff, 1909 von Friedrich Kristeller, BD Krausenstraße 19/20, Handelshaus, 1911 von Nentwich & Simon, BD Krausenstraße 35/36, Geschäftshaus, um 1900, Fassadenüberformung nach 1937, BD Krausenstraße 38/39, Schützenstraße 40–45, 1911 von Hermann Dernburg und Albert Bohm, Aufstockung 1953 (anstelle eines Mietshauses von Georg Unger aus dem 18. Jh.), Baudenkmal Friedrichstraße 194–199, Haus Friedrichstadt, 1935 von Jürgen Bachmann Krausenstraße 71 Leipziger Straße 27/28
  85. http://www.architekten24.de/projekt/bv-krausenstrasse-berlin/uebersicht/index.html Eckgebäude Krausenstraße; Visualisierung und Informationen zum Stand; abgerufen am 18. November 2010]
  86. Thomas Leinkauf: Der Knick. Reportage in der Berliner Zeitung vom 14. Februar 2009 über die Krausnickstraße; abgerufen am 19. November 2010
  87. BD Geschäftshaus Kreuzstraße 1/2, BD Mietshäuser Kreuzstraße 8, 9, 10
  88. Karte von Berlin um 1893 mit dem Luisenufer am Luisenstädtischen Kanal
  89. Kauperts: Leipziger Straße
  90. Berlin entdeckt den Litfaß-Platz In: Der Tagesspiegel, 18. April 2011.
  91. Marianne Wilczynski: Wo Karl Marx wohnte. Berlin Geschichte und Geschichten. In: BZ am Abend vom 28. November 1983, S. 3
  92. Kauperts: Magazinstraße
  93. Post & Verwaltungsbau
  94. Reichspostamt, Reichspostmuseum
  95. Mitteilung des BA Mitte vom 23. März 2011 zur Benennung des Marion-Gräfin-Dönhoff-Platzes
  96. Kauperts: Max-Beer-Straße
  97. Baudenkmal Melchiorstraße 20-22, Verwaltungs- und Wohnbau der Rohrnetzwerkstatt der Berliner Wasserbetriebe (1936/1937)
  98. Kauperts: Michaelkirchplatz
  99. Info zur Mollergasse (nur) bei Luise-Berlin; abgerufen am 22. Januar 2011
  100. Hotel am Monbijouplatz
  101. Mulackstraße: Muskel-Adolf sein Milljöh In: Der Tagesspiegel, 22. Oktober 2010.
  102. Lage der Museumstraße und Kleine Museumstraße im Berliner Adressbuch von 1900. (Eintrag 9, S. 434)
  103. Kauperts: Neue Blumenstraße
  104. Mietshaus & Gewerbebau Neue Promenade 5
  105. Winfried Löschburg: Eine kleine Straße nahe dem Marx-Engels-Platz. Die "Neue Promenade", wo einst der Philosoph Gottlieb Fichte wohnte und wirkte. Spaziergänge durch die Berliner Geschichte. In: Berliner Zeitung vom 16. Juni 1981
  106. Bronzestandbilder von Karl Friedrich Schinkel, Peter Christian Beuth und Albrecht von Thear
  107. [ Kauperts zu Nikolaikirchplatz]
  108. Straßenverlauf und Namen im Berliner Adressbuch von 1799
  109. Technisches Gebäude der Reichsbank
  110. Berliner Stadtplan von 1893 (online) Panoramastraße und Rundbau des Panoramas südöstlich der Central-Markthalle.
  111. Bau- und Gartendenkmal Pappelplatz, 1912-13; mit Geldzählerbrunnen, 1912 von Ernst Wenck
  112. a b Berliner Adressbuch von 1799
  113. G. Flügge: Parochialstraße im Berliner ABC. BZ am Abend vom März 1980
  114. Kauperts: Philippstraße
  115. Baudenkmal Planckstraße 13, Gleichrichterschaltwerk Friedrichstraße, 1927-28 von Richard Brademann
  116. Baudenkmal Planckstraße 20 & 22, Beamtenwohnhaus der Königlichen Theater, 1914-15 Königliches Hofmarschallamt
  117. Horst Straßburg: Die Poststraße. Berlin. Geschichte und Geschichten In: BZ am Abend vom 6. Oktober 1980, S. 3
  118. Poststraße
  119. Baudenkmal S-Bahnhof Potsdamer Platz
  120. Uferpromenade mit Uferbefestigung und ehem. Bootsanlegestelle
  121. Verwaltungsgebäude Rückerstraße 9
  122. Zigaretten Josetti
  123. Allgemeine Ortskrankenkasse Berlin
  124. Ein Kneipen-ABC vom Schiffbauerdamm In: Der Tagesspiegel, 30. Juli 2010.
  125. Mosse-Haus
  126. Alt-berliner stadtplan von 1932
  127. Sophienkirche
  128. Kirchhof an der Sophienkirche, mit Eingangsbereich, Grab- und Erinnerungsstätten
  129. Inge Kiessig: Vereinigungsrausch in den sophiensälen. Tribüne-Serie: Berliner Straßengeschichten (5) vom 10. Oktober 1983
  130. Mietshaus Steinstraße 13 & 15
  131. Jungfernbrücke von 1798
  132. Bundesarchiv Unterwasserstraße
  133. a b c Die Gassen nördlich und südlich der Behrenstraße im Adressbuch von 1799
  134. Dr. Winfried Löschburg: Spaziergänge durch die Berliner Geschichte. Schmale Handtücher an der Waisenstraße. Artikel in der Berliner Zeitung vom 6. März 1984
  135. Volkmar Draeger: Wie geht’s altes Haus? Auf Schatzsuche zu Berliner Baudenkmalen. Nymphen räkeln sich in der Waisenstraße. Christian Koch verlieh dem alten Bürgerhaus Nummer 2 neuen Charme. (S. 165/66), Neues Deutschland Druckerei und Verlag GmbH, Berlin 2006, ISBN 3-9807073-7-7
  136. Karl-Heinz Audersch: ,Trockene Wäsche’ für zarte Stoffe. Vor 130 Jahren in der Wallstraße: Spindler eröffnete erste chemische Reinigung. In: Neues Deutschland vom 24./25. März 1984
  137. Kauperts: Wassergasse
  138. Ursula Reinert: Ist Ihnen bekannt? Weinbergsweg. sowie
    K. Wolterstädt: Einmal ums Karree – die Musen am Weinbergsweg. Artikel in der BZ am Abend vom 9. Juli 1979
  139. Kauperts: Weinmeisterstraße
  140. Grundschule Weinmeisterstraße (später Franz-Mette-OS)
  141. Friedrichswerdersche Kirche
  142. Kauperts: Ziegelstraße
  143. Kauperts: Zietenplatz
  144. BD Zimmerstraße 88-89, Geschäftshaus, um 1900; Vorderhaus, 1940 von Erich Schwanz
  145. Adressbuch von 1900 mit Lage und Erklärungen
  146. Heilige-Geist-Str. auf der Homepage des Vereins zur Geschichite Berlins; abgerufen am 10. März 2011
  147. Berliner Adressbuch von 1799
  148. Lage und Kurzinfo zu Rauleshof (andere Schreibweise)
  149. Waßmannsgasse im BAB 1799
  150. Gesamtanlage Charité
  151. Marienkirche
  152. Neptunbrunnen
  153. Fernsehturm mit Fußumbauung und Freiflächen
  154. Heinrich-Zille-Park in Luise-Berlin; abgerufen am 2. November 2010
  155. Pressemitteileung des Bezirks Mitte zur Benennung des James-Simon-Parks vom 16. Mai 2007
  156. Pressemitteilung des BA Mitte zum Krausnickpark; abgerufen am 18. November 2010
  157. Marx-Engels-Forum
  158. Marx-Engels-Forum bei Berlin.de
  159. Nikolaiviertel
  160. Park am Nordbahnhof
  161. Volkspark am Weinberg



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