Mara und der Feuerbringer

Mara und der Feuerbringer ist ein mehrteiliger Roman von Tommy Krappweis, der im Franz Schneider Verlag veröffentlicht wurde. Bisher sind zwei Bände erschienen: „Mara und der Feuerbringer“ sowie „Mara und der Feuerbringer - Das Todesmal“.

Inhaltsverzeichnis

Band 1: Mara und der Feuerbringer

Das Buch erschien 2009 im Franz Schneider Verlag und ist eine Mischung aus germanischer Mythologie, klassischer Zauberliteratur und den Erzählungen einer 14-Jährigen. Die Handlung beschreibt die Schülerin Mara, die mit ihrere Mutter in einer Wohnung zusammen lebt. Mara wird wegen ihrer Tagträume von ihren Mitschülern gehänselt und versucht möglichst nicht aufzufallen. Dies gestaltet sich jedoch als zunehmend schwierig, denn Mara ist die letzte Spákona, eine Seherin. Mit Hilfe eines Professors für germanische Mythologie, Herrn Weissinger, versucht sie Ragnarök, die Götterdämmerung zu verhindern.

Schauplatz

Der Hauptschauplatz ist die bayrische Landeshauptstadt München. Das U-Bahn-Netz der Stadt wird mit mehreren Haltestellen, wie z.B. der Haltestelle Kolumbusplatz, erwähnt. Weitere real existierende Schauplätze sind unter anderem die Münchner Ludwigsbrücke, der Geschwister-Scholl-Platz oder die Ludwig-Maximilian-Universität. Außerdem gelangt die Titelheldin Mara immer wieder an mehrere bedeutsame Schauplätze der germanischen Mythologie, z.B. die Nibelungensage, Thors Fischzug oder Lokis Gefängnis.

Hauptpersonen

Mara Lorbeer: Das 14-jährige Mädchen ist die Titelheldin des Buches. Sie ist auserkoren, Ragnarök, den Weltuntergang, zu verhindern. Dabei sollen ihr ihre magischen Fähigkeiten helfen, denn sie ist die letzte Spàkona, auch Litilvölva genannt, eine Seherin. Ihre Eltern sind geschieden, sie lebt bei ihrer Mutter und wird von ihren Mitschülern gehänselt. Im Verlauf der Geschichte wird sie mit Professor Weissinger, der Polizei und wütenden Halbgöttern in Kontakt treten. In diesen Situationen beweist sie ihren Mut, ihre Stärke und ihre Intelligenz, sowie einen von dem Autor verliehenen Humor.

Professor Weissinger: Er ist Professor für germanische Mythologie an der Ludwig-Maximilian-Universität, dies ist auch der Ort an dem er Mara zum ersten Mal trifft. Sein Büro ist äußerst unaufgeräumt, jedoch herrscht im Kopf des Professors Ordnung. Er ist immer da um Mara einen Rat zu geben, ihr die germanische Mythologie zu erklären oder um sie mit seinem oftmals sarkastischen Humor zum Grinsen zu bringen. Der Professor ist ein älterer, weißhaariger Mann mit Schnauzbart, einem intensiven Blick und Lachfältchen um den Augen. Sein Vorname wird in dem Buch nicht erwähnt.

Loki: Mara begegnet in ihren Visionen oft dem Halbgott Loki, dieser wird in der germanischen Mythologie als Feind und Freund der Götter benannt. Denn Loki ist ein Intrigant und Mara selbst erlebt mit wie er von den Göttern gefangen und an einen scharfen Stein gefesselt wird. Über ihm hängt eine Schlange an der Decke, die ihm mit ihrem ätzenden Speichel das Gesicht verätzt. Mara erhält ursprünglich den Auftrag den Feuerbringer wieder an diesen Fels zu fesseln, da er im Begriff ist seine Ketten zu lösen, doch im Verlaufe des Buches lernt sie Loki, der in etwa den selben Humor hat wie der Professor, als netten Halbgott kennen.

Loge, der Feuerbringer: Loge ist die Erfindung Richard Wagners und eine andere Form des Feuerriesen Logi, der in der germanischen Mythologie erwähnt wird. Er ist eine Figur die aus Feuer besteht und der Widersacher Maras. Er lebt in einem Vulkan und benutzt beim Sprechen die typischen Stabreime Richard Wagners. Seine Macht wächst mit einem bestimmten Stabriem und er entführt Loki's Frau Sigyn. Auch er ist ein Titelheld und durch und durch böse.

Sigyn: Sie ist die Frau des germanischen Halbgottes Loki und wacht an seiner Seite um mit einer magischen Holzschale den ätzenden Speichel der Schlange aufzufangen. Loge, der Feuerriese entführt sie und fesselt sie. Sigyn beweist viel Tapferkeit und Mut, als sie Mara ihre schützende Holzschale übergibt und vollkommen schutzlos bei Loge zurückbleibt. Sie liebt Loki über alles und sehnt sich danach zu ihm zurück zu kehren. Jedoch verfällt sie kurzzeitig der Attraktivität Siegfrieds.

Siegfried: Besser bekannt als Siegfried der Drachentöter, ist die Verkörperung eines Adonis: er hat schönes, blondes haar; blitzende, blaue Augen; ist durchtrainiert; stürzt sich für eine Frau in den Tod; ist auch ansonsten mutig und er ist der wohl bekannteste Held aus der Nibelungensage. Siegfried spricht nur altgermanisch und wird von Mara dazu auserkoren ihr im Kampf gegen Loge zu helfen. Er nutzt seinen Charme gezielt und küsst fasst Sigyn, welche jedoch die Frau von Loki ist.

Frau Lorbeer: Sie ist Mara's Mutter und seit dem sich ihr Mann von ihr getrennt hat allein erziehend. Sie ist Mitglied der sog. "Wiccas von der Au", diese sind eine feiministisch geordnete Gruppe, die einen Pfad zur Natur sucht. Mara wird von ihrer Mutter oft widerwillen mit zu Seminaren der "Wiccas" genommen, dort muss sie z.B. mit einem Baum kommunizieren oder sich eine heilende Hand auflegen lassen.

Handlung

Mara sitzt mit ihrer Mutter und anderen Frauen aus der Gruppe "Die Wiccas von der Au" vor Bäumen. Für sie ist das alles äußerst peinlich, denn im Gegensatz zu den anderen Seminarteilnehmerinnen sieht sie keinen Sinn darin zu versuchen mit Bäumen zu sprechen. Nach dem Ende des Seminars gehen Mara und ihre Mutter nach Hause und Mara ist peinlich berührt darüber, dass ihre Mutter einen Zweig in den Haaren hat. Das Mädchen läuft in gebührendem Abstand zu ihrer Mutter und ist sehr überrascht, als der Zweig auf einmal mit ihr redet. Mara kann diese realistisch unmögliche Tatsache gar nicht fassen und transportiert den Zweig erst einmal in ihr Zimmer, um sich das Ganze noch einmal genauer anzusehen. Dort stellt sich heraus das der Zweig nicht nur reden kann, sondern auch eine Botschaft an Mara hat. Diese Botschaft sagt aus, das sie die letzt Spákona ist und den Halbgott Loki wieder binden soll. Angeblich soll sie die Ganze Welt vor Ragnarök, der Götterdämmerung, retten. Doch Mara bekommt außer einer Vision, von dem Zweig keine weiteren Informationen bezüglich dieser höchst suspekten Sache. Denn der Zweig stirbt, da er von seinem Baum getrennt wurde.

Mara bleibt also ziemlich ratlos zurück und die Vision macht sie noch ratloser, denn die Bilder die ihr der Zweig geschickt hatte zeigten einen Mann mit rabenschwarzen Augen, der an einen spitzen Stein gefesselt wurde. Außerdem sah sie die Schlange über seinem Kopf und eine Frau mit einer Holzschale. Als ein 14-jähriges Mädchen konnte Mara sich gar keinen Reim darauf machen was alles passiert war und so suchte sie im Internet nach Informationen. Bei ihren Recherchen stellte Mara fest, dass Spákona ein anderes Wort für Seherin ist und das ihre Vision und der Name Loge, vor dem der Zweig sie gewarnt hatte, irgendetwas mit germanischer Mythologie zu tun haben. Deshalb sucht Mara Professor Weissinger auf, welcher an einer Münchner Universität Professor für eben jene Mythologie ist.

Als Mara den Professor besuchen will, fällt sie in Ohnmacht und hat eine Vision, da sie von einem seltsamen Raben auf ein in den Boden eingelassenes Kunstwerk tritt. Sie kommt wieder zu sich und Professor Weissinger, der sie gefunden hat, bringt sie in sein Büro. Dort erzählt Mara ihm die ganze Geschichte und der Professor will ihr nicht glauben. Mara verlässt weinend das unordentliche Zimmer von Herrn Weissinger und macht sich auf den Weg nach Hause. Sie ist mit der Spákona-Sache überfordert und staunt nicht schlecht als der Professor wieder bei ihr Auftaucht. Zusammen machen sie sich an das lösen von vielen Rätseln und tauchen in die germanische Mythologie ein.

Literatur

Weblinks


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