Absolutismus

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Absolutismus
Inszenierung des absoluten Herrschers im Staatsportr√§t Ludwigs XIV. von Hyacinthe Rigaud (um 1700). Die selbstbewusste Pose des mit allen Insignien seiner Macht dargestellten franz√∂sischen K√∂nigs versinnbildlicht seinen durch g√∂ttlichen Auftrag legitimierten Herrschaftsanspruch. Das √Ėlgem√§lde wurde zum Vorbild f√ľr die Portr√§ts absolutistischer Herrscher in ganz Europa.

Unter ‚ÄěAbsolutismus‚Äú versteht man vielfach eine fr√ľhneuzeitliche Regierungsform, die ‚Äď nach einer seit dem 19. Jahrhundert lange vorherrschenden Auffassung in der Geschichtswissenschaft ‚Äď von der Regierung eines aus eigener Machtvollkommenheit handelnden Herrschers ohne politische Mitwirkung st√§ndischer Institutionen bestimmt war. Zugleich wird der Begriff als Bezeichnung f√ľr die von dieser Regierungsart gepr√§gte Epoche europ√§ischer Geschichte zwischen den Religionskriegen des 16. und fr√ľhen 17. Jahrhunderts und den Revolutionen des sp√§ten 18. Jahrhunderts verwendet. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts wird der Begriff als Beschreibung eines Zeitalters in Frage gestellt und von der neutraleren Bezeichnung ‚ÄěZeitalter des Barock‚Äú abgel√∂st.

Inhaltsverzeichnis

Kennzeichen des Absolutismus und Typisierungversuche

Kennzeichen des ‚ÄěAbsolutismus‚Äú war ein Verstaatlichungsprozess, der sich unter anderem in der Aufstellung stehender Heere, dem Aufbau eines allein vom Herrscher abh√§ngigen Beamtenapparats, der Einbindung der Kirche in das Staatswesen und einem merkantilistischen Wirtschaftssystem manifestierte. Dar√ľber hinaus f√ľhrte ein Wandel im Selbstverst√§ndnis des barocken F√ľrsten zu einer Intensivierung des h√∂fischen Lebens, das seine Hochbl√ľte am Versailler Hof Ludwigs XIV. fand.

In der zumeist als aufgekl√§rter Absolutismus bezeichneten Sp√§tphase absolutistischer Herrschaft verstand sich der F√ľrst als ‚Äěerster Diener des Staates‚Äú und verfolgte eine am Gemeinwohl orientierte Reformpolitik, die sich unter anderem in religi√∂ser Toleranz, Reformen des Erziehungs- und Schulwesens und Ma√ünahmen zur Verbesserung der Rechtspflege widerspiegelte.

Landl√§ufig wird der "Absolutismus" als weit verbreitete Herrschaftsform in Europa beschrieben, die im Zeitalter des Barocks zur h√∂chsten Bl√ľte gelangte. Vor allem der Historiker Wilhelm Roscher unternahm im 19. Jahrhundert erstmals den Versuch, das absolutistische Zeitalter zu periodisieren und der aufgekl√§rten Epoche eine gesonderte historische Stellung zuzuweisen. Er stellte die These einer Stufenfolge die mit einem ‚Äěkonfessionellem Absolutismus‚Äú beginnt, in einen ‚Äěh√∂fischen Absolutismus‚Äú √ľbergeht und schlie√ülich im ‚Äěaufgekl√§rten Absolutismus‚Äú m√ľndet.[1] Das Musterbeispiel f√ľr den "h√∂fischen Absolutismus" ist die Herrschaft des franz√∂sischen K√∂nigs Ludwig XIV. Sp√§ter habe sich aus dem reinen "Absolutismus" der so genannte "aufgekl√§rte Absolutismus" entwickelt, in dem das allgemeine Wohlergehen zum Prim√§rziel des ansonsten absolut regierenden Monarchen wurde.[2]

Neben dieser traditionellen Epocheneinteilung wurde seit dem 19. Jahrhundert das Roschersche Modell zunehmend auf Teilgebiete der Geschichte der Fr√ľhen Neuzeit bezogen. So sprach mach vom praktischen, b√ľrokratischen, germanischen und den romanischen "Absolutismus", ohne den Begriff zu hinterfragen bzw. die komplexen Unterschiede aufzuzeigen.[3]

W√§hrend der Begriff ‚ÄěZeitalter des Absolutismus‚Äú als Epochenbezeichnung f√ľr die Phase europ√§ischer Geschichte vom Westf√§lischen Frieden (1648) bis zum Ausbruch der Franz√∂sischen Revolution (1789) lange Zeit unumstritten war, hat man am Ende des 20. Jahrhunderts die Vorstellung von einer unumschr√§nkten Machtaus√ľbung des absoluten Herrschers unter Ausschaltung aller der Zentralisierung entgegenstehenden Kr√§fte vielfach relativiert und zunehmend nach dem ‚ÄěNichtabsolutistischen im Absolutismus‚Äú (Gerhard Oestreich) gefragt.[4] Als Gegenstr√∂mung zum 'Zeitalter des Absolutismus' gilt die Epoche der Aufkl√§rung.

Inzwischen wird sogar vom Mythos "Absolutismus" gesprochen.[5] Hauptthese ist, dass auch im Frankreich eines Ludwigs XIV. ohne Klientelwirtschaft und traditionelle Eliten und ohne dezentrale regionale und lokale Strukturen politische Macht niemals durchsetzbar gewesen wäre. Gleichzeitig wird der "Sonderweg" Englands - in Abgrenzung zum sonstigen "absolutistischen" Europa - in Frage gestellt.[6]

Demgegen√ľber monieren einige Wissenschaftler einen Revisionismus, mit einer verbreiten ‚ÄěNeigung zur fast vollst√§ndigen Demontage des fr√ľheren Absolutismus-Bildes‚Äú[7]

Insgesamt scheint sich aber eine Abkehr vom Begriff des ‚ÄěAbsolutismus‚Äú in der Geschichtswissenschaft durchzusetzen. So wurde Band 11 Das Zeitalter des Absolutismus des Standardwerks Oldenbourg Grundriss der Geschichte in seiner 4. Auflage in Barock und Aufkl√§rung umbenannt.[8]

Höfischer Absolutismus

Im Begriff des ‚Äěh√∂fischen Absolutismus‚Äú wird dem K√∂nig eine absolute Herrschaft √ľber seinen Staat durch Gottes Gnade zugesprochen. Danach lebt er an einem prunkvollen Hof und bestimmt die Religion seiner Untertanen. Er bem√ľht sich, die Adligen seines Landes an seinen Hof zu ziehen und sie dadurch nicht nur unter seine Kontrolle zu bringen, sondern auch durch das kostspielige Hofleben, das sich die meisten nur durch gro√üz√ľgige Schenkungen des Monarchen leisten konnten, in eine Abh√§ngigkeit von ihm zu treiben. Das Strafsystem sieht strenge Strafen ‚Äď inklusive Tortur ‚Äď vor. Es gibt die Leibeigenschaft und Fronarbeit (Robot). Adel und Kirche genie√üen Privilegien wie zum Beispiel Steuerfreiheit, der Besitz des Staates besteht aus Geld und Edelmetallen (Merkantilismus).

Als gr√∂√üte Auspr√§gungsform des h√∂fischen ‚ÄěAbsolutismus‚Äú wird der Hof Ludwigs XIV. in Versailles angesehen. Der Adel wurde durch ein prunkvolles Hofleben abh√§ngig vom K√∂nig, da dieser die Kosten f√ľr die Feste √ľbernahm und dem Adel Geld lieh. Dadurch konnte der K√∂nig losgel√∂st vom Adel regieren. Den Klerus beeinflusste er durch zahlreiche Unterst√ľtzungen der Kirche. Zudem berief er sich darauf ein ‚ÄěHerrscher von Gottes Gnaden‚Äú zu sein. Den dritten Stand kontrollierte Ludwig durch die F√ľrsten und durch die Gunst der h√∂heren B√ľrgerschaft, wodurch er die Macht √ľber die untere Arbeiterschaft gewann. Zudem wurde jedweder Zweifel an der Autorit√§t des Monarchen mit √§u√üerster H√§rte bestraft.

Diesem Bild des Hofes als ein ‚ÄěDisziplinierungs- und Sakralisierungselement‚Äú wird aber selbst f√ľr Frankreich in Frage gestellt. So sprechen einige Historiker davon, dass selbst Ludwig XIV. eine absolute Macht nur als Lichtgestalt in der Repr√§sentation erreicht habe.[9] Die Abh√§ngigkeit und Vernetzung der ‚Äěabsolutistischen‚Äú F√ľrsten von St√§nden, Kreditgebern, K√ľnstlern und Kirchen lie√üen aber vor allem au√üerhalb Frankreichs kein geschlossenes System entstehen. Insbesondere in kleineren F√ľrstent√ľmern und vor allem in geistlichen Staaten kann keineswegs von einer ‚Äěabsolutistischen‚Äú Herrschaft gesprochen werden.[10]

Aufgeklärter Absolutismus

Im ‚Äěaufgekl√§rten Absolutismus‚Äú sieht sich der K√∂nig als der ‚Äěerste Diener des Staates‚Äú an (Zitat Friedrichs II. von Preu√üen). Sein Hof wird einfach und n√ľchtern gehalten, um die Effizienz des Staatsapparates zu erh√∂hen. Der Einfluss von Adel und Kirche ist geringer, das Volk hat eine freie Religionswahl. Die Leibeigenschaft wird verboten, die Fronarbeit gemildert und das Strafsystem sieht weniger strenge Strafen vor. Der Reichtum des Staates ist sein Grund und Boden (Physiokratismus). Praktisch umgesetzt wurde dies vor allem in √Ėsterreich durch Maria Theresia sowie deren Sohn Josef II., und in Preu√üen durch Friedrich II..

Machtsäulen

Der Herrscher st√ľtzt sich auf f√ľnf Machts√§ulen: auf sein stehendes Heer, Justiz und Polizei, Verwaltung mit dem K√∂nig an der Spitze, auf den Adel am Hof, die Staatskirche (Klerus) und den Merkantilismus, eine eigene Wirtschaftspolitik und -theorie des Absolutismus, deren Ziel das Wohl der Staatsfinanzen ist. Dabei waren fast alle Mittel recht.

Die Armee

Das stehende Heer sollte die Macht des Monarchen im Inland und zusammen mit der Kriegsflotte dessen Einfluss im Ausland sichern. Frankreich hatte 1664 ~45.000, bis 1703 schon fast ~400.000 Mann unter Waffen und war damit die st√§rkste Milit√§rmacht Europas geworden. Um Aufst√§nde von Untertanen oder sich auflehnende Adelige sofort im Keime zu ersticken und so dauerhaft die Macht zu sichern, brauchte Ludwig XIV. von Frankreich ein schlagkr√§ftiges, st√§ndig verf√ľgbares Heer nicht nur in Kriegszeiten, sondern auch im Frieden. Dessen oberste Befehlsgewalt lag beim K√∂nig. Vor allem wollte Ludwig XIV. Frankreich zur Hegemonialmacht in Europa machen. Die Armee wurde mit modernen Waffen und, als Novum in der damaligen Zeit, mit einheitlichen Uniformen ausger√ľstet sowie einem harten, streng geregelten Drill unterzogen. Die Kosten des umfangreichen Milit√§rapparates und die vom K√∂nig h√§ufig gef√ľhrten Kriege bedeuteten eine gro√üe Belastung f√ľr den Staatshaushalt, was zum sp√§teren Staatsbankrott f√ľhrte.

Gesetzgebung, Justiz, Verwaltung, Rechtsprechung

Der K√∂nig konzentriert alle Macht in seiner Person. Er f√ľhrt die Regierungsgesch√§fte, erl√§sst die Gesetze und ist zugleich oberster Richter. Allerdings hatte er in seiner ganzen Amtszeit ca. 17 vertraute Minister zur Hand, die sp√§ter meist aus b√ľrgerlichen Familien abstammten, da Ludwig XIV. der Meinung war, dass diese flei√üiger und sachkundiger waren. Zudem gab es neben den Ministern noch ca. 4.000 Beamte, die die Verwaltung des ganzen Landes sicherten. In der Bev√∂lkerung am meisten gef√ľrchtet waren die Intendanten, die f√ľr Ludwig XIV. die Steuern eintrieben und die Polizei anleiteten. Der Lohn der Intendanten stieg mit der H√∂he der an Ludwig XIV. abgef√ľhrten Steuern. Diese Tatsache brachte ihnen den Ruf ein, die ‚ÄěBluthunde des K√∂nigs‚Äú zu sein. Als Gesetzgeber steht er √ľber dem Gesetz (legibus absolutus), als Richter kann er in die Entscheidungen niedrigerer Instanzen eingreifen. Die Regierung kann er einem Premierminister wie etwa Richelieu und Mazarin √ľberlassen oder auch selbst mit √ľbernehmen, wie Ludwig XIV. nach dem Tod Mazarins (1661). Ein ber√ľhmter Satz von ihm: "Maiestas est summa in cives ac subditos Legibusque absoluta potestas!" (Die Staatshoheit ist die gegen√ľber den B√ľrgern und Untertanen h√∂chste und von den Gesetzen gel√∂ste Gewalt.)

Die höfische Kultur

Der Monarch und sein Hof sind Zentrum und somit Leitfigur des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens. Der Hofadel wird durch die Pflichten des höfischen Lebens, wie Teilnahme an und Ausrichtung von kostspieligen Festen, Jagden und Inszenierungen, dem Tragen der neuesten Mode sowie Errichtung prunkvoller Schloss- und Parkensembles, an den Rand des Ruins getrieben. Ziel war die politische Entmachtung. Durch die erforderlichen finanziellen Zuwendungen durch den Monarchen verliert der Adel seine Unabhängigkeit. Intellektuelle und Kulturschaffende werden durch Alimentation und Mäzenatentum an die Höfe gebunden und ruhiggestellt. Es wurde keine Mitbestimmung der Untertanen im Staat geduldet.

Die katholische Staatskirche

Machtzentrum Rom, Vatikan

Oft wird behauptet Ludwig XIV. war in der Zeit des Absolutismus auch Oberhaupt der Kirche. Dies ist allerdings nicht korrekt, da nicht der K√∂nig das Oberhaupt der Kirche war, sondern der Papst mit Sitz in Rom. Sehr wohl versuchte Ludwig aber durch die gallikanischen Artikel den Einfluss des Papstes auf die franz√∂sische Staatskirche stark einzuschr√§nken. Die Kirche dankte dem K√∂nig seine Treue vor allem dadurch, dass sie im ganzen Land von der Kanzel verk√ľndete, dass der absolutistische Herrscher, seine Macht von Gottes Gnaden aus√ľben k√∂nne. Somit wurde von der einfachen Bev√∂lkerung ggf. jedes vom irdischen Herrscher aufgelegte √úbel (zun√§chst) als zu tragende irdische Herausforderung angesehen, die letztlich Gott den Menschen aufgetragen hat.

Untertanen waren auch Protestanten (z. B. Hugenotten), doch diese Konfessionen duldete der absolutistische Herrscher nicht, da nur der Katholizismus die "richtige" Religion war. Daher wurde ganz Frankreich zwangskatholisiert. Dennoch soll das nicht heißen, dass ein absolutistischer Staat automatisch katholisch war. Es gab auch den Fall absolutistischer Staaten mit protestantischen Untertanen, zum Beispiel die skandinavischen Länder: In Dänemark ist die Lutherische Konfession Staatsreligion.

Die staatlich gelenkte Wirtschaftspolitik (Merkantilismus)

Der Merkantilismus zeichnete sich durch eine zentrale, systematische, staatlich gelenkte, einheitliche Wirtschaftspolitik aus. Die so erzielten Staatseinnahmen sind erforderlich zur Finanzierung des Staates (des stehenden Heeres, zum Ausbau der Verwaltung, zur Alimentation des Adels (z. B. f√ľrstliche Bauten, M√§zenatentum, Schl√∂sser, G√§rten) und f√ľr die Expansionspolitik). Sie orientiert sich an den Interessen des Heeres und des Hofes.

Von der Außenpolitik flankiert wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Steigerung des Exports, Vermeidung von Importen (Zollpolitik, Bau von Manufakturen), Forcierung der wirtschaftlichen Unabh√§ngigkeit von anderen Staaten.
  • Ausbau von Wirtschafts- und Kriegsflotten zur Sicherung und F√∂rderung von Rohstoffimport und Handel
  • Ausbau des Verkehrsnetzes: Stra√üen-, Br√ľcken- und Kanalbau
  • Qualit√§tskontrollen
  • Gr√ľndung von Kolonien unter Einbeziehung von Handelsgesellschaften (Abgabe von Verantwortung, automatischer Wettbewerb unter den Gesellschaften), wobei die Kolonien in v√∂lliger wirtschaftlicher Abh√§ngigkeit vom Mutterland verbleiben sollten.

Entstehung und Entwicklung

Zeitlich gesehen entstand der Absolutismus im √úbergang vom sp√§ten Mittelalter zur fr√ľhen Neuzeit. Die mittelalterliche und fr√ľhneuzeitliche Gesellschaft Europas gliederte sich in mehrere St√§nde. Die privilegierten St√§nde in den bis dahin bestehenden St√§ndeordnungen hatten politische Mitspracherechte und Befugnisse. Ausgehend von √§hnlichen Ausgangssituationen (die institutionell allerdings sehr unterschiedlich waren) entwickelten sich Europa sehr verschiedene Auspr√§gungen des Absolutismus. Den europ√§ischen Staaten gemeinsam war zun√§chst, dass alle Herrschaftsgewalt als vom obersten Herrscher abgeleitet galt. In den feudalen und st√§ndischen Systemen des Mittelalters waren die Hoheitsfunktionen noch auf die verschieden bevorrechtigten Tr√§ger (Adel, Klerus und St√§dte) verteilt, welche diese von ihrem Herrscher verliehen bekommen hatten. Im absolutistischen Staat liefen die Hoheitsfunktionen (z. B. die Verwaltung) zunehmend beim jeweiligen Territorialherrscher, den F√ľrsten und K√∂nigen zusammen. Vor allem im westlichen, mittleren und n√∂rdlichen Europa (z. B. in Spanien, Frankreich, Schweden und Brandenburg-Preu√üen) war der Absolutismus eine wesentliche Triebkraft f√ľr die Herausbildung der modernen Europ√§ischen Staatssysteme zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert. Vor allem in Frankreich traten die Strukturen des Absolutismus besonders deutlich hervor. Der Absolutismus in Frankreich unterschied sich zum Teil jedoch sehr vom Absolutismus in anderen Staaten.

England

König Karl I. von England (1633)

Im Unterschied zu Frankreich und Spanien konnte sich der Absolutismus in England nie vollst√§ndig durchsetzen. In jahrhundertelangen und oft gewaltsamen K√§mpfen hatten die Untertanen ihrer Rechte gegen√ľber dem K√∂nig gefestigt. Bereits mit der Magna Charta setzten 1215 Adel und Klerus ihre Interessen gegen√ľber dem englischen K√∂nig durch. In der Curia Regis traten seit dem 12. Jahrhundert mehrmals im Jahr die Adligen und Ritter zu einem Rat zusammen. Aus diesem K√∂niglichen Rat entwickelte sich langsam ein Parlament. Im 14. Jahrhundert trennte sich das Englische Parlament in das House of Commons und das House of Lords. Im House of Lords sa√üen der hohe Adel und die hohe Geistlichkeit. Das House of Commons setzte sich aus den Adligen der Grafschaften und den Vertretern der St√§dte zusammen.

Vor allem unter den K√∂nigen Jakob I. und seinem Nachfolger Karl I. traten absolutistische Tendenzen in England hervor. Sie versuchten die Rechte des Parlaments weitgehend zu beschneiden. Jakob I. st√ľtzte sich als K√∂nig Englands auf die anglikanische Staatskirche, deren Bisch√∂fe mehrheitlich ebenfalls vom Gottesgnadentum der K√∂nige √ľberzeugt waren. Zugleich lehnte sie die puritanische Lehre ab, die dem K√∂nig das Recht absprach, seine Untertanen in Gewissensfragen einem Zwang auszusetzen. Karl I. pochte noch mehr als sein Vater auf die Existenz g√∂ttlicher K√∂nigsrechte und strebte eine Auss√∂hnung mit der katholischen Kirche an. Er setzte sich mehrfach im Zuge seiner Restaurationspolitik √ľber das Parlament hinweg, indem er ohne dessen Zustimmung Steuern erhob. Karls absolutistische Herrschaftsaus√ľbung provozierte den energischen Widerstand des Parlaments, in dem zahlreiche Puritaner vertreten waren. Als entscheidend sollte sich die 1628 erfolgte Wahl Oliver Cromwells in das Unterhaus des Parlaments herausstellen. Dieser geh√∂rte der Gentry an und war ein Puritaner, welcher der radikalen Str√∂mung der Independents angeh√∂rte. Im selben Jahr legte das Parlament dem K√∂nig die Petition of Right vor, welche er unter finanziellem Druck akzeptierte. Die Petition of Right forderte unter anderem den Verzicht des K√∂nigs auf Steuererhebungen und den Schutz vor willk√ľrlichen Verhaftungen. Im darauf folgenden Jahr ordnete Karl I. jedoch die Aufl√∂sung des Parlaments an und regierte insgesamt 11 Jahre bis 1640 de facto als absolutistischer Herrscher, wobei er sich auf Berater wie den Earl of Strafford und Erzbischof William Laud st√ľtzte.

Als Karl I. f√ľhrende oppositioneller Parlamentarier aus dem Unterhaus, dem House of Commons verhaften lassen wollte, kam es 1642 zum Englischen B√ľrgerkrieg. Darin entluden sich nicht nur die Spannungen zwischen dem absolutistisch gesinnten K√∂nig und dem Unterhaus, sondern auch die Gegens√§tze zwischen Anglikanern, Puritanern, Presbyterianern und Katholiken. Auf der Seite des Parlaments k√§mpften vor allem die b√ľrgerliche Kr√§fte und die protestantischen Puritaner unter der F√ľhrung von Oliver Cromwell. Gro√üe Teile des Adels, die Katholiken und die Anh√§nger der angelikanischen Staatskirche unterst√ľtzten den K√∂nig.

Das schlagkr√§ftige Heer Cromwells siegte schlie√ülich √ľber die Armee des K√∂nigs. Durch seine milit√§rischen Erfolge und Unterst√ľtzung durch das finanziell gut ausgestattete B√ľrgertum war Cromwells Einfluss inzwischen stark gewachsen. Er beauftragte die Armee mit der Festnahme diverser presbyterianischer und k√∂nigstreuer Abgeordneter. Zudem wurde vielen Abgeordneten der Zutritt zum Parlament verweigert (das sog. ‚ÄěPride's Purge‚Äú). Das so entstandene ‚ÄěRumpfparlament‚Äú ordnete auf Betreiben Cromwells einen Prozess gegen Karl I. an. Auf Beschluss des Unterhauses, in dem nur noch Anh√§nger Cromwells sa√üen, wurde Karl I. angeklagt, verurteilt und 1649 √∂ffentlich hingerichtet. Damit war der Absolutismus in England beendet.

Frankreich

Der Absolutismus entstand in Frankreich in seiner vollen Auspr√§gung in der ersten H√§lfte des 17. Jahrhunderts, wobei es schon unter den K√∂nigen Franz I. (reg. 1515‚Äď1547) und Heinrich II. (reg. 1547‚Äď1559) im 16. Jahrhundert Bestrebungen gab, die Staatslenkung zu zentralisieren und in ihren H√§nden zu konzentrieren. Doch der Ausbruch der Religionskriege (in Frankreich Hugenottenkrieg) unterbrach diese ersten Tendenzen. Erst mit Heinrich IV. (reg. 1589‚Äď1610), der die Religionskriege beendete, begann der Aufbau des Absolutismus, hier verstanden als die Konzentration aller staatlichen Gewalt (Legislative, Exekutive und Judikative) in der Hand des K√∂nigs. Ein entscheidender Mitarbeiter des K√∂nigs bei seiner Politik war der Politiker Sully als sein Oberintendant der Finanzen, der mit den Mitteln der Reorganisation des Finanzwesens und mit Wirtschaftshilfen die Verw√ľstungen der Religionskriege beseitigte und dem Land zu neuen Wohlstand verhalf.

Nach der Ermordung von K√∂nig Heinrich IV. 1610 und einer kurzzeitigen Wende in der Politik unter dessen Witwe Maria von Medici, betrat eine Person die weltgeschichtliche B√ľhne, die entscheidend auf die Ausformung des Absolutismus einwirkte; Kardinal Richelieu. Als Vertrauter des neuen K√∂nigs Ludwig XIII. hatte Richelieu die volle k√∂nigliche Autorit√§t hinter sich und begann konsequent damit, den Hochadel, besonders im Umfeld der k√∂niglichen Familie, aus den hohen Gremien und R√§ten des K√∂nigreiches hinauszudr√§ngen. Sein Ziel war es, die Staatspolitik von den partikularen Interessen des Adels zu trennen. Auch war er es, der die Praktik intensivierte, Intendanten (k√∂nigliche Kommiss√§re) in die einzelnen Provinzen zu entsenden, um zun√§chst Teilbereiche (z. B. die Steuern) der Arbeit der adligen Gouverneure zu √ľbernehmen; eine Entwicklung, die von Ludwig XIV. weitergef√ľhrt und perfektioniert wurde (siehe unten).

Das Schloss von Versailles als Symbol des französischen Absolutismus

Nach dem Tod des Kardinals kam es trotz der Unbeliebtheit der Politik von Richelieu zu seiner Fortf√ľhrung durch seinen Nachfolger im Amt des Prinzipalministers Jules Mazarin. Dieser, ein aufmerksamer Sch√ľler Richelieus, verfolgte die antiaristokratische Politik weiter, wobei der Frondeaufstand (1648-1652) einen kritischen H√∂hepunkt im Widerstand des Hochadels gegen diese Politik darstellte. Nach dem Tod Mazarins 1661 √ľbernahm Ludwig XIV. pers√∂nlich die Regierung und vollendete das System des franz√∂sischen Absolutismus. Er schuf in dem ab 1661 zu seiner Hauptresidenz aus- und umgebauten Schloss Versailles ein prunkvolles Hofleben, das den (Hoch-)Adel anlockte und ihn an die Person des K√∂nigs band, da das Leben am Hof √§u√üerst kostspielig war und der Adel sich verschuldete, um standesgem√§√ü leben zu k√∂nnen. Diese finanziellen Schwierigkeiten nutzte der K√∂nig aus, indem er nur denjenigen Zuwendungen zukommen lie√ü, die sich in seiner N√§he aufhielten.

Sp√§ter erlie√ü er sogar einen Anwesenheitszwang f√ľr alle Gouverneure seiner Provinzen; deren Aufgaben √ľbernahmen jetzt konsequent die Intendanten, die vollst√§ndig vom K√∂nig abh√§ngig waren. Ein weiterer Erfolg seiner Politik war die Entmachtung der Parlamente, eigentlich Gerichte, die aber auch Mitbestimmung bei der Gesetzgebung forderten.

Man kann somit die Entstehungszeit des Absolutismus in Frankreich präzise an den drei Hauptfiguren, Richelieu, Mazarin und Ludwig XIV., festmachen.

In fast allen Staaten geht der Absolutismus mit Reformen der Wirtschaft, Verwaltung, des Rechtswesens und des Steuerwesens einher ‚Äď die Grenzen zum aufgekl√§rten Absolutismus sind dabei flie√üend. Ziel der Reformen war die Steigerung der Effizienz des Staates (Staatsr√§son). Dazu begr√ľndete Jean-Baptiste Colbert, Finanzminister und einer der engsten Berater des franz√∂sischen Herrschers Ludwig XIV., die Wirtschaftsform des Merkantilismus.

Die drei Stände

In Ludwigs Augen waren alle Menschen Untertanen. Den Adligen blieben jedoch soziale Vorrechte, die sogenannten Privilegien. Sie mussten keine Steuern zahlen, hohe Posten in der Armee und der Kirche waren nur ihnen zug√§nglich; sie wurden vor Gericht bevorzugt gegen√ľber nicht-adeligen. In dieser sogenannten St√§ndegesellschaft bestanden kaum Aufstiegsm√∂glichkeiten, man wurde in seinen Stand "hinein geboren". Es gab in Frankreich in der Zeit des Absolutismus also bis zur Revolution im Jahre 1789 insgesamt drei St√§nde:

  • erster Stand: Klerus (ungef√§hr 0,5 % der Bev√∂lkerung)
  • zweiter Stand: Adel (ungef√§hr 1,5 % der Bev√∂lkerung)
  • dritter Stand: B√ľrgerfamilien, reiche Kaufleute, niedrige Beamte, Rechtsanw√§lte, √Ąrzte, Handwerker, Soldaten, Dienstboten und Bauernfamilien
  • au√üerhalb der St√§nde: Tagel√∂hner, M√§gde, Behinderte usw.

Heiliges Römisches Reich

Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation hat es auf der Reichsebene im Gegensatz zu einzelnen Gliedstaaten niemals einen wirklichen Absolutismus gegeben, weil die deutschen Herrscher bis zum Ende des Reiches an die Mitwirkung der Reichsstände gebunden waren.

Philosophische Begr√ľndung des Absolutismus

Das Titelblatt von Hobbes‚Äô Leviathan zeigt den Souver√§n, der √ľber Land, St√§dte und deren Bewohner herrscht. Sein K√∂rper besteht aus den Menschen, die in den Gesellschaftsvertrag eingewilligt haben. Schwert und Hirtenstab in seinen H√§nden symbolisieren die Vereinigung weltlicher und geistlicher Macht. √úberschrieben ist die Abbildung durch ein Zitat aus dem Buch Hiob: ‚Äěkeine Macht auf Erden ist mit der seinen vergleichbar‚Äú.[11]

W√§hrend sich die Herrscher darauf beriefen, ihre Macht von Gottes Gnaden erhalten zu haben, wurde der urspr√ľngliche Absolutismus bereits von dem franz√∂sischen Staatsdenker Jean Bodin (1529 - 1569) als Antwort auf die Schriften der Monarchomachen theoretisch begr√ľndet. Bodin formulierte zun√§chst die These der Herrschaftssouver√§nit√§t, wonach der Staat ‚Äď repr√§sentiert durch den Monarchen ‚Äď die Aufgabe habe, die gemeinsamen Belange mehrerer Haushalte in rechte Bahnen zu lenken und somit deren souver√§ne Gewalt auszu√ľben, d.h. der Staat stellt eine absolute, unteilbare und immer w√§hrende Macht dar. Weiterhin f√ľhrte er in seiner Schrift Sechs B√ľcher √ľber den Staat den Allmachtsanspruch des Souver√§ns aus, auf deren Grundlage die sp√§teren absolutistischen Herrschaftssysteme aufgebaut waren. Bodin sprach den absolutistischen Herrschern jedoch nicht ein Recht auf f√ľrstliche Willk√ľr zu, sondern forderte in seinen Werken vielmehr Achtung der Naturrechte, der g√∂ttlichen Gebote sowie dem Schutze von Familie und Eigentum.

Eine Weiterentwicklung der Begr√ľndung des Absolutismus entwickelte der Staatstheoretiker Thomas Hobbes in seinem Werk Leviathan von 1651. Der Mensch verl√§sst nach seiner Theorie den Naturzustand (gepr√§gt durch v√∂llige Freiheit des Einzelnen und Kriege der Menschen untereinander), um sich in eine Gemeinschaft zu begeben, die von einem Souver√§n regiert wird. Dieser Souver√§n und die Menschen gehen einen Gesellschaftsvertrag ein, bei dem der Mensch zum Untertan wird und seine individuell-freiheitlichen Rechte an den Souver√§n abtritt (Gedankenkonstrukt). Dies tut der Mensch aus Eigennutz, da der Souver√§n ihm im Gegenzug Schutz im Inneren sowie im √Ąu√üeren bietet. Dieser Souver√§n steht au√üerhalb des Rechts, um frei entscheiden zu k√∂nnen. Der Souver√§n kann auch ein Monarch sein, Hobbes wurde mit seinem ‚ÄěLeviathan‚Äú zum geistigen Begr√ľnder der neuzeitlichen Staatsphilosophie. Die politischen Begr√ľndungen f√ľr den praktischen Absolutismus in Frankreich st√ľtzten sich allerdings nicht auf ihn, sondern auf g√∂ttliches Recht, das der Idee k√∂niglicher Souver√§nit√§t die letzte √úberh√∂hung verlieh.

In Deutschland entwickelte die Naturrechtslehre Pufendorfs und auch Christian Wolffs einen anderen Weg zur Herrschaftslegitimation. Sie gingen von einem doppelten Herrschaftsvertrag aus: Der erste war ein Gesellschaftsvertrag, der den Staat als solchen entstehen lie√ü. Der zweite war dann der Herrschafts√ľbertragungsvertrag mit dem k√ľnftigen Herrscher. Dies erm√∂glichte sowohl die √úbertragung absoluter Machtf√ľlle als auch die Vereinbarung von Grundgesetzen, die die Macht beschr√§nkten oder von der Zustimmung anderer Institutionen abh√§ngig machten. Damit konnte der Herrscher auf die Erf√ľllung vorrangiger Staatsziele der inneren und √§u√üeren Sicherheit und der gesellschaftlichen Wohlfahrt verpflichtet werden. Bei v√∂lliger Perversion der Staatszwecke oder schwerer Verletzung dieser Grundgesetze war so auch ein Widerstandsrecht gegen den Herrscher erm√∂glicht.

Absolutismus in der Gegenwart

In einigen arabischen Ländern und im Staat Vatikanstadt bestehen noch heute absolute Monarchien. Heute können noch Sultan Hassanal Bolkiah (Brunei), Papst Benedikt XVI. (Vatikanstadt), König Abdullah ibn Abd al-Aziz al Saud (Saudi-Arabien), Sultan Qabus Bin Said (Oman), Scheich Hamad ibn Chalifa Al Thani (Katar) und König Mswati III. (Swasiland) als absolutistische Monarchen bezeichnet werden, der Papst jedoch nur politisch, da er im geistlichen Amt an die Lehre der Kirche und ihre Rechtsordnung gebunden ist.

Literatur

  • Perry Anderson: Die Entstehung des absolutistischen Staates. Suhrkamp, Frankfurt/M. 1984, ISBN 3-518-10950-2.
  • G√ľnter Barudio: Absolutismus - Zerst√∂rung der ‚Äölibert√§ren Verfassung‚Äė. Frankfurter Historische Abhandlungen Bd. 13. Steiner Verlag. Wiesbaden 1976.
  • Richard Bonney: L'absolutisme (Que sais-je?; Bd. 2486). PUF, Paris 1989, ISBN 2-13-042616-6
  • Fanny Cosandey, Robert Descimon: L'absolutisme en France. Histoire et historiographie (Points Seuil; Bd. 313). Edition du Seuil, Paris 2002, ISBN 2-02-048193-6
  • Heinz Duchhardt: Barock und Aufkl√§rung. In: Lothar Gall u.a. (Hrsg.): Oldenbourg Grundriss der Geschichte. 4. Auflage. Band 11, R. Oldenbourg, M√ľnchen 2007, ISBN 9783486497441 (neu bearbeitete und erweiterte Auflage des Bandes Das Zeitalter des Absolutismus).
  • Nicholas Henshall: Early modern Absolutism 1550-1700. Political reality or propaganda. In: Ronald Asch (Hrsg.): Absolutismus, ein Mythos. B√∂hlau, K√∂ln 1996, ISBN 3-412-06096-8
  • Ernst Hinrichs: F√ľrsten und M√§chte. Zum Problem des europ√§ischen Absolutismus. Vandenhoeck & Ruprecht, G√∂ttingen 2000, ISBN 3-525-36245-5
  • Johannes Kunisch: Absolutismus. Europ√§ische Geschichte vom Westf√§lischen Frieden bis zur Krise des Ancien R√©gime (UTB; Bd. 1426). Vandenhoeck & Ruprecht. G√∂ttingen 1999, ISBN 3-8252-1426-5
  • Georg Seiderer: ‚Äě√úber die Rechtm√§√üigkeit politischer Herrschaft: Die Staatslehre des Absolutismus.‚Äú In: Welt und Kulturgeschichte (20. B√§nde) Bd. 9: Zeitalter des Absolutismus. Zeitverlag 2006. ISBN 3-411-17599-0. S. 162-172.
  • Rudolf Vierhaus: Staaten und St√§nde. Vom Westf√§lischen bis zum Hubertusburger Frieden 1648 bis 1763. Propyl√§en Verlag, Frankfurt/M. 1990, ISBN 3-548-33143-2
  • Fritz Wagner: Europa im Zeitalter des Absolutismus und der Aufkl√§rung. (Handbuch der europ√§ischen Geschichte, hrsg. von Theodor Schieder, Band 4) Union Verlag Stuttgart 1968, 3. Auflage: Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 1996. ISBN 978-3-12-907560-9
  • Walther Hubatsch: Das Zeitalter des Absolutismus 1600-1789. 4. erg√§nzte Auflage. Georg Westermann, Braunschweig 1975, ISBN 3-14-160357-X.

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Absolutismus ‚Äď Bedeutungserkl√§rungen, Wortherkunft, Synonyme, √úbersetzungen

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Wilhelm Roscher: Geschichte der National-Oekonomik in Deutschland. R. Oldenbourg, 1874, S. 380 f.
  2. ‚ÜĎ Der K√∂nig habe sich selbst als der erste Diener seines Staates (Selbstbeschreibung Friedrich II. von Preu√üen) verstanden.
  3. ‚ÜĎ Heinz Duchhardt: Barock und Aufkl√§rung. 16.‚Äď18. Jahrhundert. 4. Auflage. R. Oldenbourg Verlag, M√ľnchen 2007, ISBN 9783486497441, S. 169f.
  4. ‚ÜĎ Vgl. dazu den Forschungs√ľberblick bei Kunisch, Absolutismus, S. 179‚ąí206.
  5. ‚ÜĎ Nicholas Henshall: The Myth of Absolutism. Change and Continuity in Early Modern European Monarchy, London 1993 [erstmals 1992]. Rezension von Heinz Durchhard: Absolutismus ‚Äď Abschied von einem Epochenbegriff?, in: HZ 258 (1994), S. 113-122.
  6. ‚ÜĎ Jonathan Clark: English Society 1688-1832. Ideology, Social Structure and Political Practice During the Ancien Regime. 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 1985, ISBN 0-521-30922-0 (Rezension: http://www.history.ac.uk/reviews/review/41b).
  7. ‚ÜĎ So Ulrich Muhlack: Absoluter F√ľrstenstaat und Heeresorganisation in Frankreich im Zeitalter Ludwigs XIV.. In: Johannes Kunisch (Hrsg.): Staatsverfassung und Heeresverfassung in der europ√§ischen Geschichte der fr√ľhen Neuzeit. Duncker & Humblot, Berlin 1986, ISBN 3-428-05964-6, S. 249-278.
  8. ‚ÜĎ Heinz Duchhardt: Barock und Aufkl√§rung. 16.‚Äď18. Jahrhundert. 4. Auflage. R. Oldenbourg, M√ľnchen 2007, ISBN 9783486497441, S. 169f.
  9. ‚ÜĎ So Louis Marin: Das Portrait des K√∂nigs. diaphanes, Z√ľrich 2005 (Originaltitel: Le Portrait du roi, √ľbersetzt von Heinz Jatho), ISBN 978-3935300629.
  10. ‚ÜĎ Heinz Duchhardt: Barock und Aufkl√§rung. 4. Auflage. R. Oldenbourg, M√ľnchen 2007, ISBN 9783486497441, S. 172f.
  11. ‚ÜĎ Tobias Bevc: Politische Theorie. UVK, Konstanz 2007, S. 62. ISBN 978-3-8252-2908-5

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