Schaumlöffel (Wuppertal)

Schaumlöffel
Stadt Wuppertal
Koordinaten: 51° 18′ N, 7° 12′ O51.2959305555567.2023777777778295Koordinaten: 51° 17′ 45″ N, 7° 12′ 9″ O
Höhe: 295 m ü. NN
Vorwahl: 0202
Schaumlöffel (Wuppertal)
Schaumlöffel

Lage von Schaumlöffel in Wuppertal

Schaumlöffel ist eine Ortslage im Norden der bergischen Großstadt Wuppertal.

Lage und Beschreibung

Die Ortslage liegt auf einer Höhe von 295 Metern über Normalnull auf der Wasserscheide der Flusssysteme der Wupper und der Ruhr an der Kreuzung der Straßen Märkische Straße, Huxel, Einern und Hatzfelder Straße - letztere sind als Landesstraße L432 gewidmet. Die Kreisstraße K14 (Ennepe-Ruhr-Kreis) zweigt in Schaumlöfel von der L432 ab.

Die Ortslage befindet sich am Rande des Wohnquartiers Nächstebreck-West (Stadtbezirk Oberbarmen) an der Grenze zum Wohnquartier Hatzfeld (Stadtbezirk Barmen) und dem Sprockhöveler Ortsteil Gennebreck.

Schaumlöffel ist keine einzelstehende Siedlung, sondern befindet sich am Rande größerer Wohn- und Gewerbegebiete Hatzfelds und Nächstebrecks, die es von drei Seiten umgeben. Nördlich der Ortslage fällt auf Sprockhöveler Gebiet ein überwiegend agrarisch genutztes Areal zum Deilbach ab.

Geschichte und Etymologie

Schaumlöffel entstand unter dem Namen Einernstraße erst Mitte des 18. Jahrhunderts, die heute bestehende Siedlungsbezeichnung Schaumlöffel für den Ort ist nur unwesentlich jünger. Schaumlöffel lag an einer bedeutenden Kohlenstraße von Witten nach Elberfeld, auf der den Fabriken im Wupperraum durch selbstständige Kohlentreiber der Brennstoff geliefert wurden.

Um 1800 besteht Schaumlöffel aus einem königlichen Zollkontor an der Grenze der Bauernschaften Gennebreck und Nächstebreck sowie mehreren kleineren Erbpachtkotten, die im Rodungsgebiet der Einerner Mark um 1750 erbaut wurden. 1785 arbeite dort der Goldwaagenfertiger Peter Caspar Hahne, der 1778 dort einen der Kotten erwarb.

Im 19. Jahrhundert befanden sich in Schaumlöffel eine Schule und eine Gastwirtschaft, die sich bis in jüngste Zeit erhalten haben.

Der Name Schaumlöffel geht indirekt auf diese Gaststätte zurück: Die Kohlentreiber – ein eher rauer Menschenschlag, der auch selten um einen gehässigen Spottnamen für die Höfe und Orte an Kohlenwegen verlegen war und so zahlreiche Ortsbezeichnungen der Umgebung prägte – kehrten gerne in den Gastwirtschaften am Weg ein. Die ausgeschenkte Branntweinmenge schien ihnen am Gasthaus Einernstraße aber regelmäßig zu niedrig. Nach ihrer Lesart wurde dort der Branntwein aus dem Fass nur mit einem Schaumlöffel geschöpft, aus dem die meiste Flüssigkeit scheinbar wieder herauslief. So ging die Bezeichnung dieses Küchengerätes auf den Ort über.[1]

Einzelnachweise

  1. Gerd Helbeck: „Nächstebreck - Geschichte eines ländlichen Raumes an der bergisch-märkischen Grenze im Wirkungsbereich der Städte Schwelm und Barmen“, Band 30 der Reihe „Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde des Wuppertals“, Born-Verlag, Wuppertal, 1984

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