Simon de Montfort, 6. Earl of Leicester

ÔĽŅ
Simon de Montfort, 6. Earl of Leicester
Das Relief Simons de Montfort im US-Repräsentantenhaus

Simon V. von Montfort (* 1208; ‚Ć 4. August 1265), 6. Earl of Leicester, war ein englischer Adeliger franz√∂sischer Abstammung aus dem Adelsgeschlecht Montfort-l‚ÄôAmaury und Schwager des K√∂nigs Heinrich III. von England. Montfort war der Anf√ľhrer der ersten Revolution auf englischem Boden, de facto Regent Englands und starb im Kampf gegen die Truppen seines Schwagers.

Inhaltsverzeichnis

Jugend

Montfort war der j√ľngste Sohn von Simon IV. von Montfort und der Alice de Montmorency. Er wurde wohl kurz vor Beginn des Albigenserkreuzzugs geboren, den sein Vater bis zu dessen Tod 1218 angef√ľhrt hatte. Als j√ľngerer Sohn wuchs Montfort fast mittellos in Frankreich auf, beteiligte sich aber ab 1226 an der Revolte gegen die Regentin Blanka von Kastilien, worauf er das Land verlassen musste. Im April 1230 wird er erstmals am Hof K√∂nig Heinrichs III. in England genannt.

Montfort war √ľber seine Gro√ümutter v√§terlicherseits selbst von anglo-normannischer Abkunft und verf√ľgte somit √ľber Erbrechte in England. Dieses Erbe bestand haupts√§chlich aus dem Earldom Leicester, da sich aber sein Vater einst als Angeh√∂riger der franz√∂sischen Nobilit√§t loyal zum franz√∂sischen K√∂nig erkl√§rt hatte, wurden die englische Montfort-L√§ndereien von K√∂nig Heinrich III. eingezogen und sp√§ter anderweitig vergeben. Simon de Montfort wie auch sein √§lterer Bruder, Amalrich, setzten sich nun f√ľr eine Restitution des umstrittenen Besitzes ein. Die Br√ľder vereinbarten dazu im Winter 1230 einen gegenseitigen und von den Monarchen Englands und Frankreichs geforderten Erbverzicht, womit eine √úberschneidung von Familieninteressen in beiden K√∂nigreichen unterbunden werden sollte. W√§hrend der √§ltere Bruder, Amalrich, die Stammbesitzungen in Frankreich behielt, sollte Simon das englische Erbe √ľbernehmen. Dazu leistete er am 13. August 1231 gegen√ľber K√∂nig Heinrich III. den Lehnseid f√ľr sein gro√üm√ľtterliches Erbe und als im Oktober des Jahres Ranulph de Blondeville, 4. Earl of Chester, erbenlos gestorben war konnte er davon auch den gr√∂√üten Teil tats√§chlich in Besitz nehmen, denn dem Earl of Chester wurde in den vorangegangenen Jahren das Montfort-Erbe √ľbertragen.

Damit war Simon de Montfort in die englische Nobilit√§t naturalisiert und zu einem engen Vertrauensmann K√∂nig Heinrichs III. aufgestiegen. Doch trotz seiner famili√§ren Abstammung wurde er von der etablierten anglo-normannischen Feudalgesellschaft mit Misstrauen betrachtet. Von den englischen Baronen wurde er dem Kreis jener vom Festland stammenden Adligen (Poitevins genannt) zugerechnet, welche am Hof √ľber eine starke Position und √ľber einen gro√üen Vertrauenseinfluss auf den K√∂nig verf√ľgten.

Heirat und Aufstieg

Das Wappen Simons de Montfort, 6. Earl of Leicester.

Am 7. Januar 1238 heiratete Montfort mit der Zustimmung des K√∂nigs in der k√∂niglichen Kapelle von Westminster (St. Stephen) die Schwester des K√∂nigs, Eleanor. Als die Ehe publik wurde, rief sie umgehend den Protest der f√ľhrenden Adelsvertreter hervor, an deren Spitze der K√∂nigsbruder Richard of Cornwall stand, die sich in dieser Frage √ľbergangen f√ľhlten. Um den Baronen entgegenzukommen, wurde Montfort aus dem k√∂niglichen Rat ausgeschlossen. Die Ehe stie√ü aber auch im englischen Klerus auf Kritik, da sich Eleanor nach dem Tod ihres ersten Mannes, William Marshal, 1231 bereit erkl√§rt hatte, den Schleier zu nehmen. Obwohl sie dies nicht unter Eid geschworen hatte, wurde Montfort aufgetragen pers√∂nlich nach Rom zu reisen um sich dort die Ehe vom Papst genehmigen zu lassen. Auf seiner Reise machte er unter anderem die Bekanntschaft mit Kaiser Friedrich II., den er nach dessen Sieg bei Cortenuova traf und von dem er eine pers√∂nliche Empfehlung f√ľr den Papst erhielt. Am 10. Mai 1238 erhielt Monfort von Papst Gregor IX. schlie√ülich die legitimierende Dispens f√ľr seine Ehe. Am 14. Oktober 1238 war Montfort wieder in England, wo kurz darauf seine Frau in Kenilworth den Sohn Henry, benannt nach dem K√∂nig, gebar. Am 2. Februar 1239 wurde er endlich in aller Form zum Earl of Leicester ernannt und im Juni 1239 wurde er der Taufpate seines Neffen und sp√§teren K√∂nigs Eduard Plantagenet.

Am 9. August 1239 kam es aber bei einem gemeinsamen Kirchgang √ľberraschend zu einem pers√∂nlichen Bruch zwischen Montfort und dem K√∂nig. Der Chronist Matth√§us Paris berichtete, dass der K√∂nig seinem Schwager unvermittelt schwere Vorhaltungen ob der Ehe mit seiner Schwester machte, die kirchenrechtlich unrechtm√§√üig sei. Die vorangegangene p√§pstliche Dispens, durch welche die Ehe letztlich legitimiert wurde, schien der K√∂nig dabei zu ignorieren. Mitsamt seiner Familie verlie√ü Monfort noch am selben Tag London und begab sich anschlie√üend nach Frankreich ins Exil.

Hinter der Kritik des K√∂nigs an der Ehe Montforts wird in der j√ľngeren Geschichtsforschung vor allem ein politisches Motiv vermutet. Denn nur wenige Monate zuvor wurde Kaiser Friedrich II. von Papst Gregor IX. gebannt, womit ein gro√üer Konflikt zwischen den beiden h√∂chsten weltlichen Gewalten der christlichen Welt seinen Anfang nahm. Offenbar beabsichtigte K√∂nig Heinrich III. von England sich von seinem kaiserlichen Schwager zu distanzieren um die p√§pstliche Gunst nicht zu verlieren, zumal er sein eigenes K√∂nigtum einst gegen die Bedrohung Frankreichs unter p√§pstlichen Schutz gestellt hatte. Die Entfernung Montforts vom k√∂niglichen Hof, der sich bei seiner Romreise mit dem Kaiser angefreundet hatte, d√ľrfte damit ein weiteres Bekenntnis des K√∂nigs zur p√§pstlichen Sache dargestellt haben.

In königlichen Diensten

In der Zeit seines Exils korrespondierte Montfort mit einigen einflussreichen englischen Klerikern seiner Zeit: Robert Grosseteste, Bischof von Lincoln, Walter de Cantilupe, Bischof von Worcester, und dem Franziskaner Adam Marsh. Besonders der F√ľrsprache des ersteren verdankte er im April 1240 seine Wiederaufnahme in der k√∂niglichen Gunst, verbunden mit der R√ľckkehr an den englischen K√∂nigshof. Zusammen mit seinem Schwager, Richard of Cornwall, nahm er das Kreuz und beteiligte sich am englischen Zug des Kreuzzuges franz√∂sischer Barone (Kreuzzug der Barone), der von K√∂nig Theobald I. von Navarra bereits 1239 initiiert wurde. W√§hrend sein Schwager direkt von Marseille nach Akkon segelte machte Simon in Begleitung seiner Frau einen Zwischenhalt im italienischen Brindisi um sich erneut mit Kaiser Friedrich II. zu treffen. W√§hrend seine Frau danach allein nach England zur√ľckreiste, zog er dem Kreuzzug nach Pal√§stina hinterher. Im heiligen Land genoss Montfort bei den einheimischen Baronen einen so herausragenden Ruf, dass sie bei ihren kaiserlichen Regenten darum baten, ihn zu ihrem Regenten zu ernennen.[1] Nachdem der Kaiser diese Bitte zur√ľckgewiesen hatte reiste Montfort im Sommer 1241 nach Europa zur√ľck.

Möglicherweise traf er auf der Reise in Apulien erneut den Kaiser, jedenfalls aber starb dort sein Bruder Amalrich, der ebenfalls am Kreuzzug teilgenommen hatte.

In Frankreich angekommen schloss sich Montfort sofort dem Heer K√∂nig Heinrichs III. an, der gerade einen Feldzug gegen K√∂nig Ludwig IX. von Frankreich f√ľhrte. In der Schlacht bei Taillebourg (Juli 1242) mussten die englischen Truppen allerdings eine Niederlage gegen die Franzosen hinnehmen. Zur√ľck in England stand Montfort nun wieder voll in der Gunst Heinrichs III., von dem er nun die Burg Kenilworth geschenkt bekam. Im Oktober 1247 handelte er in Paris als englischer Bevollm√§chtigter eine Verl√§ngerung des Waffenstillstandes mit Frankreich von 1242 auf weitere f√ľnf Jahre aus. Im Folgejahr nahm er erneut das Kreuz um sich dem Kreuzzug Ludwigs IX. nach √Ągypten (Sechster Kreuzzug) anzuschlie√üen, verzichtete dann aber doch an einer Teilnahme nachdem er von Heinrich III. zum Seneschall der Gascogne, dem letzten franz√∂sischen Besitz der Plantagenets, ernannt wurden war. In der Gascogne hatte Montfort gegen die Bedrohung seitens Kastiliens und eines anhaltenden Widerstands lokaler Vasallen, besonders des Vizegrafen Gaston VII. von B√©arn, anzuk√§mpfen, was ihm durch mangelnde finanzielle und materielle Unterst√ľtzung aus England zus√§tzlich erschwert wurde. Letztlich musste er private Mittel verwenden, um die englische Herrschaft in der Gascogne zu wahren. Trotz dieses Einsatzes geriet er durch die Beschwerden der gascognischen Adligen bei Heinrich III. erneut in Ungnade, weshalb er sich 1251 in einem regelrechten Gerichtsverfahren der Anklage wegen Hochverrats durch √úberschreiten seiner Kompetenzen stellen musste. In der Verhandlung trat Montfort auf, als sei er dem K√∂nig ebenb√ľrtig, nicht untertan, und √§u√üerte √ľber den Vorwurf des Verrats: ‚ÄěThat word is a lie and were you not my souvereign it would be an ill hour for you when you dared utter it.‚Äú[2] (‚ÄěDieses Wort ist eine L√ľge, und w√§rt Ihr nicht mein Herrscher, w√§re die Stunde dieser √Ąu√üerung eine dunkle f√ľr Euch.‚Äú)

Indem er dem K√∂nig die Stirn geboten hatte, konnte Montfort die Sympathien seiner englischen Standesgenossen f√ľr sich gewinnen, denen er letztlich den Freispruch von allen Anklagen verdankte. Dennoch kehrte er 1252 noch einmal in die Gascogne zur√ľck und zog es anschlie√üend vor, sich in Frankreich niederzulassen. Vor allem finanzielle Fragen belasteten weiter sein Verh√§ltnis zu seinem Schwager. So z√∂gerte Heinrich III. die Auszahlung des Wittums aus Eleonores erster Ehe hinaus und verweigerte weiterhin eine Entsch√§digung f√ľr Montforts privates Engagement in der Gascogne. Als in Frankreich 1252 die regierende K√∂nigin Blanka von Kastilien gestorben war, wurde Montfort von seiten des franz√∂sischen Hofs die Regentschaft √ľber das Land f√ľr die Zeit der Abwesenheit Ludwigs IX. angeboten, die er aber ablehnte. Unter Vermittlung des im September 1254 heimgekehrten Ludwig IX. wurde ihm zumindest ein kleiner Teil seines Kredits vom englischen K√∂nig zur√ľckerstattet.

Gegner des Königs - die Provisions von Oxford

Auf dem am 18. Juli 1965 vom Erzbischof von Canterbury im Namen des Speakers des House of Commons geweihten Gedenksteins vor der ehemaligen Abtei von Evesham wird Simon de Montfort als ‚ÄěPionier eines repr√§sentativen Regierungssystems‚Äú gew√ľrdigt.

W√§hrend Montfort seine Jahre zur√ľckgezogen in Frankreich verbrachte, man√∂vrierte sich K√∂nig Heinrich III. zunehmend in einen tiefen Konflikt mit den englischen Baronen. Ausschlaggebend war dabei dessen starkes Engagement zur Gewinnung des K√∂nigreichs Sizilien f√ľr seinen j√ľngeren Sohn, Prinz Edmund Crouchback. Hofiert wurde dieser Thron vonseiten Papst Alexanders IV., welcher sich dadurch die Vernichtung der Staufer unter K√∂nig Manfred erhoffte. K√∂nig Heinrich III. hatte dieses Angebot ohne vorherige Konsultation der Barone angenommen und eine Kreuzzugsteuer zur Finanzierung des Unternehmens erhoben. Gerade dies aber f√ľhrte zu einer tiefgreifenden Verbitterung unter den Baronen, auf deren Schultern in erster Linie die finanzielle und milit√§rische Last gelegt werden sollte. Damit √ľberspannte der K√∂nig aber seinen Stand unter den Baronen, bei denen er aufgrund eines leeren Kronschatzes √ľberhaupt schon hoch verschuldet war. Auch gegen√ľber Montfort war Heinrich III. aufgrund des Ankaufs der Grafschaft Bigorre zum Schuldner geworden, indem Monfort f√ľr den Gro√üteil der Kaufsumme aufgekommen war. Zum Ausgleich wurden ihm allerdings Nutzungsrechte im Bigorre einger√§umt.

Am 10. Mai 1255 handelte Montfort gemeinsam mit Peter von Savoyen einen weiteren, auf drei Jahre laufenden Waffenstillstand mit Frankreich aus. Anschlie√üend kehrte er nach England zur√ľck, wo er nach der Wahl Richards of Cornwall zum r√∂misch-deutschen K√∂nig 1257 die F√ľhrung der Barone √ľbernahm. Im selben Jahr kam es zu gro√üen Wetter bedingten Ernteausf√§llen im Land, die Preise f√ľr Getreide stiegen und eine Hungersnot brach aus. Die Unf√§higkeit des K√∂nigs, diesen Missst√§nden entgegenzuwirken f√ľhrte zur offenen Fronde einflussreicher Adeliger, darunter Montfort, Richard de Clare, 2. Earl of Gloucester, und Roger Bigod, 4. Earl of Norfolk, auf dem Parliament von Westminster zu Ostern 1258. Ebenso wie einst eine Generation vor ihnen, glaubten die Barone, dass der K√∂nig wie sein Vater Johann Ohneland eine Gefahr f√ľr England darstellte und dessen Herrschaft unter eine kontrollierte Aufsicht gebracht werden musste, so wie es einst in der Magna Charta auch vorgesehen war. Unter Montforts Wortf√ľhrung verweigerten die Barone ihre Unterst√ľtzung f√ľr die Sizilien-Pl√§ne des K√∂nigs und prangerten offen den politischen Einfluss ausl√§ndischer Favoriten (Poitevins), vor allem des k√∂niglichen Halbbruders William de Valence, 1. Earl of Pembroke, an. K√∂nig Heinrich III. blieb nichts anderes √ľbrig als einer Reform der Staatsverwaltung zuzustimmen, die in einer anschlie√üenden Versammlung von je zw√∂lf k√∂niglichen und baroniallen Vertretern in Oxford zu Pfingsten 1258 stattfinden sollte.

Montfort war eines der einflussreichsten Mitglieder dieses Gremiums, das von seinen Gegnern sp√∂ttisch auch ‚ÄěMad Parliament‚Äú genannt wurde. Am 11. Juni 1258 beschloss es ein Dokument, das als erste schriftliche Verfassung Englands gilt, die Provisions of Oxford. Darin konnte die baronialle Partei nahezu all ihre Positionen gegen√ľber den k√∂niglichen Vertretern durchsetzen und festlegen, dass k√ľnftig ein Gremium aus f√ľnfzehn Personen, von denen nur mehr drei vom K√∂nig bestimmt wurden, die Aufgabe haben w√ľrde, sich mit ‚Äěstaatlichen und k√∂niglichen Aufgaben‚Äú zu besch√§ftigen (‚Äěwith the common business of the realm and of the king‚Äú)[3] - die Staatsgewalt ging de facto auf dieses Gremium √ľber. Darin wurde auch eine regelm√§√üige Berufung des Parliaments und Ausweisung aller Poitevins samt deren Enteignung bestimmt. Mit dem Bruder des Earl of Norfolk, Hugh Bigod, wurde weiterhin ein Gro√üjustiziar aus den Reihen der Barone ernannt, welcher fortan die Rechtsprechung innehaben sollte. W√§hrend K√∂nig Heinrich III. die G√ľltigkeit der Provisions sofort eidlich anerkannte, widersetzten sich darin die Poitevins um William de Valence, welche zudem die Unterst√ľtzung der Prinzen Edward Plantagenet und Henry of Almain genossen. Erst nachdem die Poitevins durch ihren Mord an einem Bruder des Earls of Gloucester ihre restlichen Sympathien verspielt hatten, wurde deren Front zerschlagen. De Valence und seinesgleichen mussten bis Ende 1258 England verlassen, ihre Burgen wurden der Staatsverwaltung √ľberantwortet. Die Prinzen Edward und Henry beeideten nun ebenfalls die Provisions.

Zweiter Krieg der Barone

Im Jahr 1259 weilte Montfort gemeinsam mit seiner Frau und dem K√∂nig erneut in Frankreich, wo er am 4. Dezember als Vertreter des Parliaments einer der Unterzeichner des Vertrags von Paris war, welcher den generationenlangen Konflikt zwischen dem englischen K√∂nigshaus der Plantagenet und der franz√∂sischen Krone beendete. W√§hrend er unmittelbar darauf nach England zur√ľckkehrte, verl√§ngerte Heinrich III. seinen Aufenthalt in Frankreich. Durch ein zunehmend selbstherrliches Auftreten, das mitunter diktatorische Z√ľge annahm, zog sich Montfort den Unmut seiner Anh√§nger zu. Im April 1260 kehrte der K√∂nig nach England zur√ľck, der sich sofort im Tower von London barrikadierte. W√§hrend seiner Zeit in Frankreich hatte er seine Beziehungen zum Papst gefestigt, welcher nach wie vor auf den englischen K√∂nig als Verb√ľndeten gegen die Staufer rechnete und deshalb die k√∂nigliche Position unterst√ľtzte.

Auf einem vom K√∂nig einberufenen Parliament im Tower, gelang es dem K√∂nig das Ernennungsrecht der Sheriffs in seine Hand zu ziehen, was den Bestimmungen der Provisions of Oxford zuwider lief. Darauf trat Hugh Bigod von seinem Amt als Gro√üjustizar zur√ľck, worauf zwar die Barone mit Hugh le Despenser einen neuen w√§hlten, damit dem Autorit√§tsverlust dieses Amtes aber nicht entgegenwirken konnten. Im Fr√ľhjahr 1261 gelang es dem K√∂nig mit Hilfe angeworbener S√∂ldner die Kontrolle √ľber London zu gewinnen, worauf William de Valence und andere Poitevins nach England zur√ľckkehrten. Am 14. Juni 1261 berief er in Winchester ein erneutes Parliament ein, welches allerdings nicht mehr in der Form von 1258 zusammengesetzt war. Sich auf eine p√§pstliche Bulle berufend, erkl√§rte sich K√∂nig Heinrich III. hier von all seinen Verpflichtungen, die er gegen√ľber den Baronen eingegangen war, f√ľr befreit und damit die Provisions of Oxford f√ľr ung√ľltig. Darauf gingen der Earl of Gloucester und andere hohe Barone auf die k√∂nigliche Seite √ľber und auch der Earl of Cornwall bekannte sich zu Ostern 1262 gegen die G√ľltigkeit der Provisions. Die baronialle Opposition war damit allerdings noch nicht beendet, denn noch stand die Mehrheit der Ritterschaft wie auch die st√§dtische B√ľrgerschaft auf seiner Seite. Und als kurz darauf der Earl of Gloucester starb bekannte sich dessen Sohn, Gilbert der Rote, umgehend zur Sache der Barone.

In den folgenden Jahren wurde das Land zwischen den widerstreitenden Fraktionen gel√§hmt, die sich mit S√∂ldnern zunehmend auch milit√§risch zu bek√§mpfen begannen. Anfang 1263 versammelte Montfort bei Dover ein gro√ües Heer der Barone, von etwa 160 Rittern - mehr als die Streitmacht des K√∂nigs und die seines Sohnes Edward - mit dem es ihm gelang mehrere k√∂nigstreue Burgen im S√ľden Englands einzunehmen. Au√üerdem lie√ü er den walisischen F√ľrsten Llywelyn ap Gruffydd ungehindert in den Grenzmarken gew√§hren, womit besonders die Kr√§fte des Prinzen Edward in Schach gehalten werden konnte. Die K√∂nigin hatte die Kronjuwelen bei den Templern versetzt, um die Finanzierung der k√∂niglichen S√∂ldnertruppen zu gew√§hrleisten. Der K√∂nig war erneut gezwungen sich mit seiner Familie im Tower von London verbarrikadiert, von wo aus Edward einen Raubzug in den New Temple unternahm. Unter dem Vorwand, die Juwelen begutachten oder ausl√∂sen zu wollen, raubte er nicht nur selbige, sondern auch das Gold und Silber der Templer. Dieser Vorfall lie√ü die Bev√∂lkerung und B√ľrgerschaft Londons wieder zur Seite Montforts √ľberlaufen, die K√∂nigin versuchte zu den Truppen ihres Sohnes nach Windsor zu fliehen, wurde aber von der aufgebrachten Bev√∂lkerung erkannt und musste in Saint Paul‚Äôs Cathedral Zuflucht suchen. Am 15. Juli 1263 zog Monfort unter dem Jubel des Volkes in London ein. Der K√∂nig wie auch der Kronprinz mussten auf einem neuen Parlament am 9. September in Saint Paul's erneut die Provisions eidlich legitimieren.

Trotz dieses Erfolges konnte sich die Partei der Barone ihres Sieges noch nicht sicher sein, denn vor allem der Adel des Nordens hielt noch zur Sache des K√∂nigs. Damit hielt sich das Kr√§fteverh√§ltnis der Konfliktparteien gegenseitig in Waage, ohne dass eine von beiden eine Entscheidung erzwingen konnte. Am 28. Juli 1263 befreite Papst Urban IV. den englischen K√∂nig erneut von jeder Verpflichtung und lie√ü den Kreuzzug gegen die oppositionellen Barone predigen. Da erkl√§rte sich in dieser Situation Frankreichs K√∂nig Ludwig IX. bereit, sich als Schiedsrichter in die Angelegenheit einzuschalten. Von beiden Seiten wurde Ludwig IX. schon zuvor mehrmals um einen Schiedsspruch befragt, was dieser aber bis dahin stets abgelehnt hatte. Monfort und die Barone erkl√§rten sich nun im Dezember 1263 aber sofort bereit jedes Urteil √ľber die Provisions seitens des franz√∂sischen K√∂nigs anzuerkennen, die K√∂niglichen zogen nur wenige Tage darauf mit einer √§hnlichen Erkl√§rung nach. Am 23. Januar 1264 erkl√§rte Ludwig IX. von Frankreich in der Mise of Amiens, wo Montfort nicht pers√∂nlich zugegen war, die Provisions of Oxford im Sinn einer monarchischen Allgewalt f√ľr ung√ľltig.

Herrscher von England und Ende

Entgegen ihrem Wort gedachten die Barone um Montfort nicht, den Schiedsspruch von Amiens anzuerkennen und r√ľsteten erneut zum Kampf. Am 15. Januar 1264 kehrte K√∂nig Heinrich III. aus Frankreich zur√ľck, in seinem Gefolge ein p√§pstlicher Legat, der das Urteil im M√§rz erneut best√§tigte. Montfort verb√ľndete sich nun offen mit Llywelyn ap Gruffydd und befestigte seine Burgen in den Grenzmarken. Einen Angriff des Kronprinzen auf Gloucester konnte er am 13. M√§rz erfolgreich abwehren, am 5. April erlitt er gegen ihn in Northampton eine Niederlage, in der sein Sohn, Simon der J√ľngere, in die Gefangenschaft der K√∂niglichen fiel. Am 6. Mai richtete Montfort ein letztes Mal ein Friedensgesuch an den K√∂nig, mit der Bedingung auf Anerkennung der Provisions, was aber sofort abgelehnt wurde. Nur wenige Tage sp√§ter, am 14. Mai, siegte er in der Schlacht von Lewes √ľber das vereinte k√∂nigliche Heer, der K√∂nig, der Kronprinz wie auch mehrere ihrer Anh√§nger konnten gefangen genommen werden. Zur Beruhigung des Landes entsandte Montfort Friedensw√§chter in alle Countys. Am 23. Juni 1264 aber berief er ein neues Parlament nach London, indem nicht nur Barone und Kirchenf√ľrsten, sondern auch je vier Ritter aus jeder Grafschaft, sowie Abordnungen aus allen Kommunen des Landes vertreten sein sollten. Um den Frieden zwischen Krone und Volk wiederherzustellen, sollte k√ľnftig aus dem Parliament ein dreik√∂pfiger Rat gew√§hlt werden, welcher wiederum ein neunk√∂pfiges Aufsichtsgremium bestimmen sollte, nach dessen Rat der K√∂nig Verf√ľgungen erlassen durfte. Personelle Ver√§nderungen dieser R√§te konnte nur das Parlament vornehmen. K√∂nig Heinrich III. blieb in seiner Gefangenschaft nichts anderes √ľbrig als diese Vorg√§nge anzuerkennen. Neben Montfort selbst wurden in den ersten Dreierrat der Bischof von Chichester und der Earl of Gloucester gew√§hlt, wobei Montfort als der dominierenden Kraft die faktische Herrschaft √ľber England zufiel.

Kaum war damit das erste parlamentarische Herrschaftssystem der englischen wie auch europ√§ischen Geschichte etabliert, regte sich schwere Kritik an der Herrschaftsf√ľhrung Montforts. Kritiker erkannten in ihm einen Usurpator, der in erster Linie die Interessen seiner Familie verfolge. Auch die weitere Gefangenschaft des K√∂nigs und der k√∂niglichen Familie erregte die Gem√ľter. An der fl√§mischen K√ľste sammelten sich die bei Lewes entkommenen K√∂niglichen, worauf Montfort ein Heer bei Canterbury zusammenzog. Diplomatische Unterhandlungen mit Frankreich in Boulogne, die eine Anerkennung der neuen Regierung Englands zum Ziel hatte, verliefen erfolglos. Auch von seiten Roms war kein Entgegenkommen zu erwarten, solange sich Heinrich III. in Gefangenschaft befand. Am 20. Oktober 1264 erfolgte die Exkommunikation der Earls of Leicester, Gloucester und Norfolk. Im Winter 1264 versuchten einige Ritter aus den walisischen Marken den Kronprinzen aus dessen Gef√§ngnis in Wallingford zu befreien, worauf dieser nach Kenilworth verlegt wurde, wo ihm eine gl√§nzende Hofhaltung erlaubt wurde, unter Anwesenheit von Montforts Ehefrau und Tante des Prinzen.

Um die gleiche Zeit musste K√∂nig Heinrich III. der Einberufung eines neuen Parlaments in Westminster Hall zustimmen. Dies sollte haupts√§chlich aus geistlichen Pr√§laten bestehen, aber auch aus f√ľnf Grafen und je zwei Ritter s√§mtlicher Grafschaften und der St√§dte York und Lincoln, sowie aus je zwei B√ľrgern aller anderen ‚ÄěFlecken‚Äú (Boroughs) und je vier M√§nner aus den ‚ÄěCinque Ports‚Äú. Zum ersten Mal √ľberhaupt trat das Parlament in einer solchen Form zusammen. Besonders die gro√üe Anzahl kommunaler Vertreter gegen√ľber den adligen Mitgliedern ragt dabei heraus und verdeutlicht die wachsende Bedeutung des gemeinen Standes auf politischen und wirtschaftlichen Gebiet im England des 13. Jahrhunderts. Mit De Montfort's-Parliament wird damit in der Geschichtsschreibung die Begr√ľndung des ‚ÄěHauses der Gemeinen‚Äú (House of Commons) gleichgesetzt. Es trat am 20. Januar 1265 zusammen und sollte sich vorrangig mit der Ausl√∂sung des Kronprinzen aus der Gefangenschaft befassen. Am 15. Februar ging es wieder auseinander. Am 31. M√§rz verpflichtete sich Kronprinz Edward einer allgemeinen Amnestie zuzustimmen und von einer zuk√ľnftigen Verfolgung Montforts, Gloucesters und der B√ľrger Londons zu verzichten. Weiterhin sollte er keine ausw√§rtigen M√§nner mehr als Ratgeber dulden noch sollte je der Papst zur Intervention in englische Angelegenheiten angerufen werden d√ľrfen. K√∂nig Heinrich III., die Prinzen Edward und Henry of Almain, sowie zehn Bisch√∂fe beschworen diese √úbereinkunft, die in allen Teilen der Plantagenetherrschaft, also auch in Irland, der Gascogne und auch in Schottland g√ľltig sein sollte. Am 19. M√§rz traf Monfort mit seiner Frau und seinen k√∂niglichen Neffen in Odiham zusammen.

Simon de Montfort und sein Sohn Henry werden in der Schlacht von Evesham getötet. (Darstellung aus dem 13. Jahrhundert)

Trotz alledem befand sich Montforts Macht nach den Tagen seines Parlaments im Niedergang. Im April 1265 setzte sich sein einstiger Hauptverb√ľndeter, der Earl of Gloucester, von ihm in die walisischen Marken ab, wo sich eine Erhebung abzeichnete. Unmittelbar darauf landeten die k√∂nigtreuen Earls von Warenne und Pembroke mit einem Heer an der K√ľste des Pembrokeshire. Am 28. Mai nutzte Kronprinz Edward die nur lockere Aufsicht auf seine Person aus, um zu fliehen. Er verb√ľndete sich sofort mit Warenne, Valence und auch Gloucester, die gelobten, die alten Institutionen des K√∂nigreichs wiederherstellen zu wollen. Monfort verb√ľndete sich eilends erneut mit Llywelyn ap Gruffydd. Sein Sohn, Simon, wurde in der Nacht des 31. Juli vom Kronprinzen bei Kenilworth √ľberfallen, wodurch der Earl of Oxford in Gefangenschaft geriet. Am 3. August wurde Monfort auf seinem Zug gegen Prinz Edward in der Abtei von Evesham empfangen. Als ihm bei der Messe am n√§chsten Morgen das Herannahen seines Sohnes vermeldet wurde, beabsichtigte er, ihm entgegenzureiten. Zu sp√§t wurde die List des Kronprinzen erkannt, der das bei Kenilworth erbeutete Banner der Montfort gef√ľhrt und so Montfort in eine taktisch nachteiligen Lage gelockt hatte. Dessen Anh√§nger hatten bereits den Fluchtweg nach Evesham abgeschnitten, weshalb sich Montfort in Unterzahl zum Kampf stellen musste. Die Schlacht von Evesham war eine der blutigsten in der mittelalterlichen Geschichte Englands. Neben Simon de Montford selbst wurden sein Sohn Henry und der Gro√üjustiziar Hugh le Despenser nebst mindestens 160 Rittern get√∂tet. Selbst K√∂nig Heinrich III., der sich im Gefolge Montforts befunden hatte, wurde beinahe von den Rittern seines Sohnes get√∂tet, da er sich nicht rechtzeitig zu erkennen gegeben hatte.

Montforts Leichnam wurde vom unkontrollierbar gewordenen Kriegsvolk des Prinzen in St√ľcke gerissen, sein Kopf soll angeblich der Lady of Wigmore √ľberreicht worden sein. Die √úberreste seines Leichnams, welche die M√∂nchen von Evesham noch auf dem Schlachtfeld fanden, wurden in deren Abtei bestattet.

W√ľrdigung

Statue Simons de Montfort am 1868 errichteten Haymarket Memorial Clock Tower in Leicester

Mit dem Tod Montforts fand die von ihm gef√ľhrte Bewegung der Barone und damit auch die von ihnen geschaffenen politischen und gesellschaftlichen Umw√§lzungen einstweilen ein Ende. K√∂nig Heinrich III. und vor allem Kronprinz Edward beseitigten umgehend die Bestimmungen der Provisions von Oxford und das aus ihnen resultierende Prinzip einer parlamentarischen Gewaltenteilung aus dem englischen Staatswesen. Vielmehr richteten sie sich wieder in der f√ľr das hohe Mittelalter so charakteristischen feudal-hierarchischen Ordnung ein, in der die monarchische Staatsgewalt von dem Willen des K√∂nigs ausging. Die privilegierte Stellung des baronialen Standes, die er sich eine Generation zuvor in der Magna Charta erk√§mpft hatte, blieb freilich unangetastet, weshalb er auch weiterhin auf eine stete Mitbestimmung in der Politik des K√∂nigreiches dr√§ngte. Dennoch sollten noch 30 Jahre vergehen, bevor erneut ein englisches Parliament einberufen wurde.

Simon de Montforts Neffe, Patensohn und Gegner bei Evesham, Edward Plantagenet, berief als K√∂nig Eduard I. im Jahr 1295 wieder ein Parliament zusammen, das sp√§ter so genannte Model Parliament. Die Zusammensetzung dieses Gremiums orientierte sich dabei ganz nach der des De Montfort's Parliament aus dem Jahr 1265 und verlieh sowohl dem Adel als auch dem B√ľrgertum Englands eine Stimme vor dem K√∂nig. Ebenso wie die rebellierenden Barone von 1215 setzte Montfort mit seinem Wirken einen wichtigen Markstein ein der Geschichte des englischen Parlamentarismus.

In England sind heute mehrere Pl√§tze, Stra√üen und √∂ffentliche Einrichtungen nach Simon de Montfort benannt, besonders in Leicester mit seiner De Montforts University und der De Montforts Hall. Eine Statue von ihm ist Teil eines Ensembles des 1868 errichteten Haymarket Memorial Clock Tower's von Leicester, neben ihm sind William Wigston, Thomas White und Gabriel Newton dargestellt. Seit 1967 ist in der St. Andrews Church von Old Headington/Oxford ein Fensterbild zu sehen, dass in Erinnerung an die Schauspielerin Vashti de Montfort-Wellborne (1869-1930) angefertigt wurde. Ein Teil des Fensters zeigt die Schauspielerin thronend in Gestalt ihrer Namenspatronin, K√∂nigin Waschti von Persien. Der andere Teil zeigt den ger√ľsteten Simon de Montfort zu Pferd mit seinem Banner in der Hand. In einer darunter angebrachten Inschrift wird er als ‚ÄěFounder of the English Parliament‚Äú gew√ľrdigt. Die Familie Wellborne beanspruchte eine famili√§re Aszendenz von den Montforts, weshalb sich Vashti Wellborne auch dessen Namen angeeignet hatte.[4]

Nachkommen

Aus seiner Ehe mit Eleanor von England gingen folgende Kinder hervor:

Literatur

  • Simon Schama: A History Of Britain 1603‚Äď1776. BBC Worldwide Ltd., London 2001, ISBN 0-563-53747-7.
  • Kenneth O. Morgan (Hrsg.): The Oxford Illustrated History of Britain. Oxford University Press, Oxford 1984, ISBN 0-19-822684-5.
  • Reinhold Pauli: Simon von Montfort, Graf von Leicester, der Sch√∂pfer des Hauses der Gemeinen (T√ľbingen, Laupp, 1867)
  • Charles Bemont: Simon de Montfort, Comte de Leicester: Sa Vie (1207‚Äď1265), Son Role Politique en France et en Angleterre (Paris, 1884)
  • J. R. Maddicott: Simon de Montfort (Cambridge University Press, 1996)
  • Mandell Creighton: Life of Simon de Montfort, Earl of Leicester (Adamant Media Corporation, 2001)
  • John Sadler: Second Baron's War: Simon de Montfort and the Battles of Lewes and Evesham (Pen and Sword, 2009)

Anmerkungen

  1. ‚ÜĎ Reinhold R√∂hricht, Regesta, S. 286 ‚Äď der Brief der Barone an den Kaiser datiert auf den 7. Mai 1241
  2. ‚ÜĎ Simon Schama: A History Of Britain 3000BC‚ÄďAD1603. BBC Worldwide Ltd., London 2000, ISBN 0-563-38497-2. S. 175
  3. ‚ÜĎ Simon Schama: A History Of Britain 3000BC‚ÄďAD1603. S. 177
  4. ‚ÜĎ The Montforts, the Wellesbournes and the Hughenden Effigies, Records of Bucks, 1896, Vol. VII


Vorgänger Amt Nachfolger
Simon IV. von Montfort Lord High Steward
1218‚Äď1265
Edmund Crouchback
Earl of Leicester
1218‚Äď1265

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen W√∂rterb√ľchern nach:

  • Simon de Montfort, 6th Earl of Leicester ‚ÄĒ (1208 ‚Äď August 4, 1265), was the principal leader of the baronial opposition to King Henry III of England. After the rebellion of 1263 1264, de Montfort became de facto ruler of England and called the first directly elected parliament in medieval ‚Ķ   Wikipedia

  • Simon de Montfort, 5th Earl of Leicester ‚ÄĒ Not to be confused with Simon de Montfort, 6th Earl of Leicester. There was also a Simon IV, Lord of Lippe. Seal of Simon IV de Montfort Simon IV de Montfort, Seigneur de Montfort l Amaury, 5th Earl of Leicester (1160 ‚Äď 25 June 1218), also known… ‚Ķ   Wikipedia

  • Simon de Montfort, 5. Earl of Leicester ‚ÄĒ Simon IV. de Montfort[1] (* um 1160; ‚Ć 25. Juni 1218 vor Toulouse), Herr von Montfort l‚ÄôAmaury und Rochefort war einer der Anf√ľhrer des Albigenserkreuzzugs. Er wurde durch Erbschaft der 5. Earl of Leicester und aufgrund seiner Eroberungen im… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Sim√≥n de Montfort, VI conde de Leicester ‚ÄĒ Sim√≥n V de Montfort VI Conde de Leicester Relieve de Simon de Montfort en la C√°mara de Representantes de los Estados Unidos ‚Ķ   Wikipedia Espa√Īol

  • Simon de Montfort ‚ÄĒ ¬†¬†¬†¬†Simon de Montfort ¬†¬†¬†¬†‚Ć Catholic Encyclopedia ‚Ėļ Simon de Montfort ¬†¬†¬†¬†An Earl of Leicester, date of birth unknown, died at Toulouse, 25 June, 1218. Simon (IV) de Montfort was descended from the lords of Montfort l Amaury in Normandy, being… ‚Ķ   Catholic encyclopedia

  • Simon de Montfort ‚ÄĒ or Simon de Montford may refer to: Simon I de Montfort (c. 1025‚Äď1087), French nobleman, an ancestor of the following Simon de Montfort, 5th Earl of Leicester (1160‚Äď1218), French nobleman, achieved prominence in the Fourth Crusade and in the… ‚Ķ   Wikipedia

  • Simon von Montfort ‚ÄĒ ist der Name folgender Personen: Simon I. von Montfort (‚Ć 1087), Herr von Montfort Simon II. von Montfort (‚Ć nach 1104), Herr von Montfort Simon III. von Montfort (‚Ć 1181), Herr von Montfort, Graf von Evreux, Graf von Rochefort Simon IV. von… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Earl of Leicester ‚ÄĒ Lord Leicester redirects here. You may be looking for Lord Leycester, the name of several things in and around Warwick, United Kingdom. The title Earl of Leicester (pronounced Lester ) was created in the 12th century in the Peerage of England… ‚Ķ   Wikipedia

  • Earl of Leicester ‚ÄĒ Der Titel eines Earls of Leicester (ausgesprochen Lester ) wurde im 12. Jahrhundert innerhalb der Peerage of England geschaffen; heute ist er ein Titel innerhalb der Peerage of the United Kingdom, der 1837 verliehen wurde. Der Stammsitz des Earls ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Simon de Montfort ‚ÄĒ Simon von Montfort war der Name folgender Personen aus der Familie der Grafen von Montfort l Amaury: Simon III. von Montfort Simon IV. von Montfort (Simon IV. de Montfort), (1160‚Äď1218) Simon V. de Montfort (Simon V. de Montfort), 6. Earl of… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link
… Do a right-click on the link above
and select ‚ÄúCopy Link‚ÄĚ

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.