Tonto

Die Tonto Apache oder Dilzhę́’é (auch Dilzhe'e, Dilzhe'e Apache - ‘People with high-pitched voices’) bilden neben den San Carlos Apache (Tsékʼáádn, Tsandee Dotʼán - ‘It is Placed Alone beside the Fire People’), White Mountain Apache (Dzil Łigai Si'án Ndee - ‘Volk der White Mountains’) und Cibecue Apache (Dishchíí Bikoh - ‘Volk des roten Canyon’) eine Gruppe der Westlichen Apache.

Die Tonto Apache wurden von den südlich lebenden verwandten Westlichen Apache als Dilzhę́’é (wörtlich: ‘Volk mit hohen, hellen Stimmen’) bezeichnet, vermutlich da sie die größte sprachliche Abweichung aufwiesen - denn sie hatten einen starken Yavapai-Akzent. Die Tonto Apache und die oft mit ihnen verwandten Kwevkepaya und Wipukepa-Yavapai waren bilingual und sprachen den Tonto-Dialekt von Ndee biyati (Nnee biyati, der Sprache der Westlichen Apache) und Yavapai, jedoch jeweils mit einem starken hörbaren Akzent. Vermutlich nannten die Chiricahua Apache sie deshalb auch Ben-et-dine oder binii?e'dine (‘Volk ohne Verstand’, d.h. ‘wild’, ‘verrückt’ oder ‘Jene, die man nicht versteht’.[1] Da die Tonto Apache im Vergleich zu den halbnomadisch lebenden Westlichen Apache wenig bis gar keinen Ackerbau betrieben, sondern meist als Jäger und Sammler in unzugänglichen und von den meisten Handelsrouten abgelegenen Gebieten lebten, wurden sie von diesen auch als Koun'Nde - ‘wildes, raubeiniges Volk’ genannt. Die Spanier übernahmen wahrscheinlich diese Bezeichnung und nannten die Dilzhę́’é Apache daher Tonto - ‘dumm, wild’.

Inhaltsverzeichnis

Stammesgebiet

Die Dilzhę́’é Apache (Tonto Apache) lebten meist östlich des Verde River (Tu Cho n’lin - ‘big water running’ - ‘großer fließender Fluß’),[2] vom Salt River und den Mazatzal Mountains im Südwesten und dem Tonto Basin im Südosten, nordwärts entlang des East Verde River und Oak Creek bis in die San Francisco Peaks nördlich des heutigen Flagstaff und erstreckte sich ostwärts bis zum Little Colorado River. Die Gebiete westlich des Verde River wurden größtenteils von Gruppen der Yavapai bewohnt, jedoch überlappten sich die Stammesgebiete der Dilzhę́’é Apache und die der Yavapai am Oberen Verde River und östlich des Verde River oftmals und wurden gemeinsam genutzt.

Sozio-Politische Organisation

Wie die anderen Westlichen Apachen waren die Tonto nicht zentralistisch organisiert. Die kleinste organisatorische Einheit war die ein Wickiup (kowa, gowa) bewohnende matrilokale und matrilineare Familie, die sich zu einer Großfamilie (sog. gotah) aus mehreren kowa in einer rancheria zusammfand. Mehrere gotah (Großfamilien) bildeten wiederum Lokalgruppen, die gemeinsam Jagd- und Sammelgebiete beanspruchten. Die höchste organisatorische Einheit war zuletzt die Gruppe (engl. Band), die sich in der Regel aus mehreren kleineren Lokalgruppen (engl. local bands) zusammensetzte und meist für Kriegszwecke und zur Verteidigung organisiert wurde. Die Tonto-Apache unterteilten sich in folgende Gruppen (engl. Bands):

Nördliche Tonto

  • Bald Mountain-Gruppe (Dasziné Dasdaayé Indee - ‘Porcupine Sitting Above People’)
  • Fossil Creek-Gruppe (Tú Dotłʼizh Indee - ‘Blue Water People’, bildeten mit der Matkitwawipa-Gruppe der Wipukepa-Yavapai eine zweisprachige Gruppe)
  • Mormon Lake-Gruppe (Dotłʼizhi HaʼitʼIndee - ‘Turqoise Road Coming Up People’)
  • Oak Creek-Gruppe (Tsé Hichii Indee - ‘Horizontal Red Rock People’, bildeten mit der Wipukepa-Gruppe der Wipukepa-Yavapai eine zweisprachige Gruppe)

Südliche Tonto

  • Mazatzal-Gruppe (Tsé Nołtłʼizhn - ‘Rocks in a Line of Greenness People’, bildeten mit den Hakayopa und Hichapulvapa der Wikedjasapa, einer Gruppe der Kwevkepaya-Yavapai zweisprachige Gruppen)
  • Dilzhę́’é Klein-Gruppe (Dil Zhe`é, bedeutendste Klein-Gruppe, alle übrigen fünf Klein-Gruppen wurden allgemein als Dilzhę́’é bezeichnet)
  • zweite Klein-Gruppe
  • dritte Klein-Gruppe
  • vierte Klein-Gruppe
  • fünfte Klein-Gruppe
  • sechste Klein-Gruppe

Geschichte

Verhältnis zu den Yavapai

Zwei Gruppen der Yavapai in Zentral-Arizona, die Wipukepa (‘People from the Foot of the Red Rock’) oder Nordöstliche Yavapai sowie die Kwevkepaya oder Südöstliche Yavapai lebten in direkter Nachbarschaft zu den Tonto Apache und der Pinaleno-Gruppe der San Carlos Apache. Die Wipukepa teilten sich in den San Francisco Peaks, entlang des Oberen Verde River, Oak Creek Canyon und des Fossil Creek im Süden jeweils mit Nördlichen Tonto Apache Stammes- und Jagdgebiete. Ebenso teilten sich die Kwevkepaya die Stammesgebiete östlich des Rio Verde, entlang des Fossil Creek, East Verde River, Salt River sowie in den Superstition Mountains, der Sierra Ancha und Pinaleno Mountains im Süden mit den Südlichen Tonto als auch mit der Pinaleno-Gruppe (T’iisibaan) der San Carlos Apache. Beide Gruppen bildeten mit den Apache jeweils zweisprachige, gemeinsam in rancherias lebende Gruppen, die oft gemeinsam mit ihren Apache-Verwandten ihre gemeinsamen indianischen Feinde, besonders die Obere Pima, Opata, Tarahumara, Untere Pima sowie Spanier, Mexikaner und später Amerikaner überfielen, beraubten und bekriegten. Da die Tonto Apache matrilokal und matrilinear organisiert waren (der Mann zog zur Familie seiner Frau, die Familie leitete ihre Abstammung seitens der Linie der Frau her), entschied die ‘Muttersprache’, welche Stammeszugehörigkeit die Person hatte. Da die Wipukepa und Kwevkepaya außer den Raub- und Kriegszügen, auch andere kulturelle Züge der Apachen übernommen hatten (teilweise matrilokale Clans, deren Kleidungsstil sowie die athapaskische Apache-Sprache), wurden sie fälschlicherweise wegen ihrer verwandtschaftlichen und kulturellen Nähe zu den Tonto Apache oft als Apache Mohave (Apache Mojave) oder Yavapai Apache bezeichnet, da es für Außenstehende oft nicht möglich war, diese von den echten Tonto Apache zu unterscheiden. Als Yuma-Apachen bezeichnete man zudem auch die Tolkepaya, die südwestliche Gruppe der Yavapai, als auch die ebenfalls zu den Hochland-Yuma zählenden Hualapai (auch Walapai).

Verhältnis zu benachbarten Stämmen

Zu den anderen Westlichen Apachen und benachbarten Tonto Apache-Banden sowie besonders zu den südlich wohnenden Chiricahua-Apachen unterhielten die verschiedenen Banden meistens Frieden, obwohl es auch gelegentlich zu gegenseitigen Raubzügen kam. Wahrscheinlich durch ihre enge Verbindung mit den Yavapai hatten sie auch die größte sprachliche Abweichung von den übrigen Dialekten der Westlichen Apachen. Zu den Diné (Navajo) (von den Apache Yúdahá - ‘Live Far Up’ - ‘Jene, die hoch im Norden leben’ genannt) und den Enemy Navajo (Nda Yutahá - ‘White Man Navajo’ - ‘Navajo der Weißen Männer’ oder ‘Navajo, die wie Weiße Männer leben’) hatten sie ein sehr gespanntes Verhältnis, das oft in offene Feindschaft umschlug, da die Navajo viele Güter besaßen, wie Decken und verschiedene Stoffe, die die Tonto entbehrten und die Enemy Navajo den Europäern und feindlichen Stämmen oft als Scouts dienten. Manchmal tauschten die Apache auch gestohlenes Vieh und Pferde gegen die begehrten Navajo-Decken, und es herrschte währenddessen Frieden.

Die Tonto Apache lebten als Jäger (Antilopen, Wild, Vögel, Buschratten, etc.) und Sammler (Mescal, Beeren, Wildpflanzen, Samen) ergänzt durch Ackerbau (Wassermelonen, Kürbisse, Mais, etc). Waren in der rancheria die Vorräte zur Neige gegangen und die Nahrungsmittel, die vorher in Vorratskammern gesammelt worden waren, aufgebraucht, wurde das Lager durch eine angesehene Frau (sog. ‘woman chief’) auf die Notlage öffentlich aufmerksam gemacht. Diese Frau forderte den Anführer der rancheria auf, in den nächsten Tagen eine Gruppe von Kriegern zusammen zu stellen, um die fehlenden Güter auf Raubzügen gegen ihre indianischen Nachbarn und den Weißen zu erbeuten. Die Raubzüge der Westlichen Apache (der Tonto eingeschlossen) erstreckten sich über ein Gebiet vom Colorado River im Westen Arizonas, zu den Zuñi (Nashtizhé - ‘Schwarzgefärbte Augenbrauen’) und Hopi (Tséká`kiné - ‘Volk, das in Steinhäusern wohnt’) im Norden bis weit in den Süden der spanischen und dann mexikanischen Bundesstaaten (Sonora, Chihuahua, Sinaloa, Durango).

Zur Umsiedelungsaktion der Tonto Apache im Jahr 1875 siehe auch den Artikel zu Al Sieber.

Heutige Situation

Heutige Siedlungen der Tonto

Tonto Apache Tribe

Die Tonto Apache Reservation wurde 1972 mit gerade ca. 344.000 m² (85 acres) inmitten des Tonto National Forest eingerichtet, die 2010 nochmals um weitere 1.181.683 m² (292 acres) erweitert wurde,[3] so dass sie heute ca. 1,5 km² umfasst. Die Reservation wird von 100 der ca. 140 Stammesmitglieder bewohnt und grenzt südlich an die Stadt Payson (in Apache: Te-go-suk - ‘Platz des gelben Wassers’) im Nordwesten des Gila County, ca. 153 km nordöstlich von Phoenix und 160 km südöstlich von Flagstaff.

Die Reservation ist von vielen großen Gebirgsketten umgeben, den Mazatzal Mountains (sprich: MAH-zaht-ZAL, lokal: Ma-ta-ZEL) im Westen, den Sierra Ancha Mountains (spanisch: ‘breites Gebirge’) im Süden sowie dem Mogollon Rim im Norden, mit Höhenlagen von 1.200 m bis ca. 2.100 m.

Die Tonto Apache betreiben heute das Mazatzal Hotel & Casino[4], südlich von Payson, am Highway 87 gelegen, mit Blick auf die Mazatzal Mountains und dem Mogollon Rim (engl. Aussprache: MUG-ee'ahn).

Die Tonto Apache sind direkte Nachkommen der einst in der Umgebung von Payson lebenden Dilzhe'e Apache. Während der ersten Reservationszeit wurden sie in die große Rio Verde Reservation, nahe Fort Verde, welche 1871 für die Tonto und Wipukepa oder Nordöstlichen Yavapai eingerichtet worden war - jedoch wurde es 1875 aufgelöst und die Stämme wurden gezwungen, in die San Carlos Reservation um zu siedeln. Einige Tonto Apache kehrten nach 20 Jahren Exil allmählich wieder nach Payson zurück, jedoch hatten bereits weiße Siedler viel Stammesland besetzt. Die Mehrheit der Tonto Apache hatte jedoch beschlossen, zusammen mit ihren Verwandten und Verbündeten, den Yavapai, in die Camp Verde Reservation zurück zu kehren und bilden heute die Yavapai-Apache Nation.

Yavapai-Apache Nation

Nachdem 1871 die Yavapai und Dilzhe’e Apache (Tonto Apache) gezwungen wurden, in die ca. 900 km² umfassende Camp Verde Reservation entlang des Verde River nahe Camp Verde zu ziehen, starben während der ersten drei Jahre (1871 - 1873) viele Kinder und Alte auf Grund von schlechtem Wasser und mangelhafter Versorgung mit gesundem und ausreichendem Essen. Als die Yavapai und Dilzhe’e Apache Bewässerungssysteme (einschließlich eines ca. 8 km langen Grabens) errichteten, funktionierte dies so gut, dass es nun möglich war, eine ausreichende Ernte einzufahren, um relativ autark zu sein. Aber beauftragte Unternehmer, die mit der Regierung zusammen arbeiteten, um die Versorgung der Reservationen sicherzustellen, sahen sich hierdurch in ihrer Existenz bedroht, und verlangten, die Reservation aufzulösen. Daraufhin wurden am 27. Februar 1875 1.476 Indianer gezwungen, über schneebedeckte Berge und zugefrorene Flüsse ca. 290 km nach Süden in die San Carlos Apache Indian Reservation zu ziehen, wobei viele Ältere, Frauen und Kinder in Schnee und Kälte umkamen. Während des Marsches kam es auf Grund des Hungers und der Strapazen zu gewaltsamen Spannungen zwischen Tolkepaya, Yavapé und Wipukepa auf der einen Seite und den Dilzhe’e Apache und deren Kwevkepaya und Wipukepa-Verbündeten andererseits. In San Carlos kamen nach zwei Wochen 1.361 Yavapai-Tonto an, da unterwegs 25 Babies geboren wurden, waren ca. 140 umgekommen.[5]

In den frühen 1900er kehrten die Yavapai und Dilzhe’e Apache in ihre alte Heimat zurück, und 1910 wurde die ca. 40 acres (ca. 0,16 km²) große Camp Verde Indian Reservation eröffnet, zudem im folgenden Jahrzehnt die separate ca. 248 acres (ca. 1,00 km²) große Middle Verde Indian Reservation. Diese zwei wurden 1937 zur heutigen, ca. 665 acres (ca. 2,70 km²) umfassenden, Yavapai-Apache Nation Indian Reservation zusammengelegt, und besteht aus vier nicht zusammenhängenden Siedlungen im Verde Valley im östlichen Yavapai County - Clarkdale, Middle Verde, Rimrock sowie Camp Verde, den Verwaltungssitz und Hauptort, der mit 576 acres (ca. 2,33 km²) fast 90% des Reservats umfasst. Der Census des Jahres 2000 ergab eine Reservatsbevölkerung von 743 Personen, von denen 512 in Camp Verde, 218 in Clarkdale und nur 13 in der nicht inkorporierten Siedlung Lake Montezuma lebten.[6]

Die Basis der Einkünfte der Yavapai-Apache Nation bildet das Cliff Castle Casino[7] sowie der Tourismus, dank vieler erhaltener historischer Stätten, wie Slide Rock State Park, Sedona Red Rock Country, Tuzigoot National Monument und Montezuma Castle National Monument. Die Yavapai-Apache Nation ist ein Zusammenschluß von zwei historisch unterschiedlichen Stämmen, welche beide am Oberen Verde River lebten. Die Dilzhe'e Apache, nutzten das Land im Nordosten, Osten und Süden, während die Wipukepa oder Nordöstliche Yavapai[8] und Yavapé´oder Nordwestliche Yavapai im Nordwesten, Westen und Süden wohnten. Ihre Gebiete überlappten entlang des Oberen Verde River, wo sie oft in bilingualen Gruppen zusammen lebten. Die Yavapai-Apache Nation bildet sowohl einen der fünf Apache-Stämme Arizonas als auch einen der drei federally recognized Yavapai-Stämme. Heute überwiegt die Apache-Kultur.[9]

Fort McDowell Yavapai Nation

Das Reservat der Fort McDowell Yavapai Nation, ca. 56 km nordöstlich von Phoenix im Maricopa County, wurde durch Theodore Roosevelt 1903 errichtet und umfasste ursprünglich 40 qm (ca. 103 km²), jedoch versuchte das Office of Indian Affairs 1910 die Bewohner umzusiedeln, um das Gebiet und die Wasserrechte für Außenstehende zu öffnen - jedoch vergebens. Die Reservation umfasst zurzeit 24.680 acres (ca. 100 km²), und wird von ca. 600 der insgesamt 950 Stammesmitglieder bewohnt.

Die Fort McDowell Yavapai Nation hat mehrere touristische Unternehmen, einschließlich des Fort McDowell Casino, Fort McDowell Adventures (a Western-themed outdoor venue), Eagle’s Nest RV Park, WeKoPa Golf Club, Fort McDowell Farms, Yavapai Materials, Radisson Poco Diablo Resort in Sedona sowie des Radisson Fort McDowell Resort and Conference Center.[10]

Fort McDowell ist zudem der Geburtsort von einem der ersten Vorkämpfer für die indigenen Menschenrechte, Dr. Carlos Montezuma (Wassaja) (1866–1923). Als Kind wurde Wassaja von Akimel O'Odham geraubt und an einen italienischen Fotografen verkauft, der ihn in Chicago in Medizin unterrichtete, und schließlich schloß er das Medizinstudium als Doktor ab. Später kämpfte Wassaja, besser bekannt als Dr. Carlos Montezuma, für die Rechte der Native Americans, für das Recht, Bürger der Vereinigten Staaten zu werden. Er wurde auch eine der führenden Persönlichkeiten, die die Yavapai unterstützten, ihre Stammesgebiete wieder zu erlangen, und starb auf der Reservation an Tuberkulose.[11]

Die Kwevikopaya (auch Kwevkepaya) oder Südöstlichen Yavapai der Fort McDowell Reservation nennen sich Abaja - ‘Das Volk’, daher vermuten einige Anthropologen und Linguisten, dass der Name Apache für die verschiedenen athapaskisch-sprachigen Apachen sich von der Eigenbezeichnung der Kwevkepaya herleitet. Die Fort McDowell Yavapai Nation besteht aus zwei verschiedenen Stämmen, den Kwevikopaya Yavapai und den Dilzhe'e Apache oder Tonto Apache, welche oftmals untereinander heirateten, bilinguale Gruppen bildeten und Verbündete gegen feindliche Stämme und Siedler waren. Die Fort McDowell Yavapai Nation bildet genauso wie die Yavapai-Apache Nation sowohl einen der fünf Apache-Stämme Arizonas als auch einen der drei federally recognized Yavapai-Stämme.[12]

Reservationen der Westlichen Apachen

Wegen ihrer Zwangsumsiedlung im Jahr 1875, leben heute einige Tonto Apache in zwei Reservaten, der San Carlos Apache Indian Reservation sowie der Fort Apache Indian Reservation.

Anführer der Tonto Apache

  • Delshay (Delshe, Delchea, Delacha - ‘Big Rump’ - ‘Großes Hinterteil’, ‘Großer Allerwertester’, Kwevkepaya-Tonto-Apache-Führer, ca. 200 Bandenmitglieder, nicht mit Wah-poo-eta zu verwechseln, ca. * 1835; getötet † 29. Juli 1874)
  • Wah-poo-eta (Wapotehe - ‘Big Rump’ - ‘Großes Hinterteil’, ‘Großer Allerwertester’, in Apache Delacha oder Delshe genannt, Kwevkepaya-Tonto-Apache-Führer, ca. 750 Bandnemitglieder größtenteils Kwevkepaya sowie Mazatzal-Gruppe der Südlichen Tonto Apache, lebte meist in den südlichen Mazatzal Mountains, nicht mit Delshay zu verwechseln, *?; getötet † 15. August 1869)
  • Chuntz (Chunz, Tonto Apache-Führer, getötet † 25. Juli 1874)
  • Chan-deisi (‘Gebrochene Nase’, von der US-Armee John Daisy genannt, Tonto Apache-Führer)
  • Cochinay (‘Gelber Donner’, Tonto Apache-Führer, getötet † 26. Mai 1874)
  • Eschetlepan (Chalipun, Cha-Thle-Pah, Choltepun, von der US-Armee Charlie Pan genannt, Kwevkepaya-Tonto-Apache-Führer, gehörte selbst der Mazatzal-Gruppe der Südlichen Tonto an, seine Apache-Anhänger gehörten dieser sowie vier der sechs Klein-Gruppen der Südlichen Tonto Apache an, seine Bande bestand jedoch größtenteils aus Wikedjasapa-Kwevkepaya)
  • Ashcavotil (Ascavotil, in Apache Escavotil, Kwevkepaya-Pinaleno-Apache-Führer, lebte in den Pinaleno Mountains)
  • Oshkolte (Hascalté, Has-Kay-Ah-Yol-Tel, Tonto Apache-Kwevkepaya-Führer, seine Bande bestand aus ca. 70 Kriegern, 20 Frauen und 20 Kindern, größtenteils Südliche Tonto Apache und einige Kwevkepaya, enger Verbündeter von Ashcavotil und Wah-poo-eta, lebte östlich der Four Peaks in den Mazatzal Mountains bis zum Salt River, † getötet März 1873)
  • Nanni-Chaddi (Tonto Apache-Kwevkepaya-Führer, wurde im Skeleton Cave Massacre (auch Battle of Salt River Cave genannt) zusammen mit 75 Männern, Frauen und Kindern von der US-Armee und deren indianischen Scouts getötet, 15 weitere Tonto lagen im Sterben, nur 18 Frauen und 6 Kinder überlebten als Gefangene, † getötet 28. Dezember 1872)
  • Skiitlanoyah (auch Skitianoyah, in Yavapai Skitlavisyah, Kwevkepaya-Tonto-Apache-Führer)
  • Piyahgonte (Tonto Apache-Führer der 1860er- und 1870er)
  • Natatotel (auch Natokel, Tonto Apache-Führer, † getötet Juni 1873)
  • Naqui-Naquis (Tonto Apache-Führer, † getötet Juni 1873)
  • Ba-coon (Bacon, auch Eskimo-tzin, Esqinosquin, Tonto Apache-Führer)

Literatur

  • Goodwin, Grenville. (1971). Western Apache raiding and warfare. Basso, Keith H. (Ed.). New York: Holt, Rinehart and Winston. ISBN 0-8165-0297-8 (engl.)
  • Donald E. Worcester: The Apaches - Eagles of the Southwest, University of Oklahoma Press, 1992, ISBN 0-8061-1495-9 (engl.)
  • Nikolaus Baumhauer: Die Apachen: - Entstehung der Rivalität, Verlag für Amerikanistik, 1993, ISBN 3-924696-88-8
  • James L. Haley (1981): Apaches: A History and Culture Portrait, University of Oklahoma Press, Norman, ISBN 0-8061-2978-6
  • Ian. W. Record (1971): Big Sycamore Stands Alone: The Western Apaches, Aravaipa, and the Struggle for Place, University of Oklahoma Press, Norman, ISBN 978-0-8061-3972-2 (engl.)
  • Timothy Braatz: Surviving Conquest: A History of the Yavapai Peoples, 2003, University of Nebraska Press, ISBN 978-0-8032-2242-7 (engl.)

Einzelnachweise

  1. Etymology
  2. The Verde River: Jewel of the Southwest
  3. Tonto Apache Tribe celebrates victory
  4. Mazatzal Hotel & Casino
  5. Timothy Braatz: Surviving Conquest: A History of the Yavapai Peoples, University of Nebraska Press, 2007, ISBN 978-0803222427, Seiten 175-176
  6. United States Census Bureau - Yavapai-Apache Nation
  7. Cliff Castle Casino
  8. ITCA - Yavapai-Apache Nation
  9. Yavapai-Apache Nation - Yavapai & Apache Culture
  10. Fort McDowell Resort Destination
  11. ITCA Fort McDowell Yavapai Nation
  12. Fort McDowell Yavapai Nation - About Us

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