Christoph Willibald Gluck

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Christoph Willibald Gluck
Christoph Willibald Ritter von Gluck, 1775

Christoph Willibald Ritter von Gluck (* 2. Juli 1714 in Erasbach bei Berching (Oberpfalz); † 15. November 1787 in Wien) war ein deutscher Komponist der Vorklassik. Er gilt als einer der bedeutendsten Opernkomponisten der zweiten HĂ€lfte des 18. Jahrhunderts.

Inhaltsverzeichnis

Leben

C. W. Gluck, lithographiert von F. E. Feller nach einer Physionotrace von EdmĂ© Quenedey, die wiederum posthum nach einer BĂŒste aus dem Jahr 1776 des Bildhauers Jean-Antoine Houdon radiert wurde

Kindheit und Jugend

Gluck wurde als erstes von neun Kindern geboren. Sein Vater und die VorvĂ€ter waren Förster, von Glucks Mutter ist nichts bekannt, weder ihre Herkunft noch ihr Familienname. 1717 zog die Familie nach Böhmen: zuerst nach Reichenberg, 1722 nach Kreibitz und 1727 nach Eisenberg, wo der Vater als Forstmeister im Dienst des FĂŒrsten Philipp Hyazinth von Lobkowitz stand. Über die Schul- und Jugendzeit von Christoph Willibald Gluck ist sehr wenig ĂŒberliefert, vieles kann nur vermutet werden. In ErzĂ€hlungen berichtet Gluck: „Mein Vater war Förstermeister in einem böhmischen Ort und hatte mich zu seinem Nachfolger bestimmt. Aber in meiner Heimat treibt alles Musik [
] Leidenschaftlich fĂŒr diese Kunst entflammt, kam ich erstaunlich schnell vorwĂ€rts, spielte mehrere Instrumente. Mein ganzes Sinnen und Trachten galt schließlich nun mehr der Musik und nicht dem Förster-Dasein.“ Glaubt man Glucks Berichten, so folgt eine heimliche Flucht aus dem Elternhaus: „Eines schönen Tages, mit wenig Groschen in der Tasche, verließ ich heimlich das elterliche Haus und wanderte [
] auf Umwegen in Richtung Wien. Meine UnterkĂŒnfte und Nahrung verschaffte ich mir durch meinen Gesang. An Sonn- und Festtagen spielte ich in Dorfkirchen.“ Auf dem Weg nach Wien besuchte Gluck zunĂ€chst Prag, wo er ab 1731 Logik und Mathematik studierte. Von einem Abschluss ist jedoch nichts bekannt.

Italien

Hier kam er seiner wahren Berufung schnell nĂ€her, nachdem er eine Stelle in einem MailĂ€nder Orchester antrat und dort Betrieb und Wesen der Oper kennenlernte. Er wurde von Giovanni Battista Sammartini zum Komponisten ausgebildet, und feierte mit der italienischen Oper bald Erfolge auf den BĂŒhnen. Bei seinem ersten nachgewiesenen Auftritt als Komponist war er bereits 27 Jahre alt: am 26. Dezember 1741 wurde in Mailand seine Oper Artaserse uraufgefĂŒhrt.

In den folgenden Jahren schrieb er sehr produktiv fĂŒr die BĂŒhne: Demetrio (Venedig, 2. Mai 1742), Demofoonte (Mailand, 6. Januar 1743), Il Tigrane (Crema, 9. September 1743), La Sofonisba (Mailand, 18. Januar 1744), Ipermestra (Venedig, 21. November 1744), Poro (Venedig, 26. Dezember 1744), Ippolito (Mailand, 31. Januar 1745). Bei allen handelt es sich um recht konventionelle opere serie, und bis auf Tigrane und Ippolito benutzten alle Libretti von Pietro Metastasio.

Reisen

Gluck begann nun weite Reisen durch Europa. Zusammen mit Georg Christian von Lobkowitz war er in London. Da wurde am 7. Januar 1746 Caduta de' giganti, am 4. MĂ€rz Artamene aufgefĂŒhrt, die jedoch beide wenig Erfolg hatten. Im gleichen Jahr wurden in London sechs Triosonaten von Gluck gedruckt, die er wahrscheinlich schon in Italien geschrieben hatte. Danach scheint er sich erst der Wandertruppe von Pietro Mingotti, dann der von Giovanni Locatelli angeschlossen zu haben. Seine Wanderjahre beginnen. Solche mobile Opern traten in den StĂ€dten auf, die nicht ĂŒber ein festes Opernhaus verfĂŒgten.

Bekannt ist erst wieder ein Auftritt am 29. Juni 1747 zum Anlass einer Doppelhochzeit im sĂ€chsischen Herrenhaus in Dresden. FĂŒr den Geburtstag von Maria Theresia wurde La Semiramide riconosciuta (14. Mai 1748) inszeniert. FĂŒr das nĂ€chste Jahr ist La contesa de' numi (9. April 1749) dokumentiert, eine Oper fĂŒr den Königshof in Kopenhagen. Am 15. September 1750 heiratete Gluck in St. Ulrich in Wien die achtzehnjĂ€hrige Maria Anna Bergin, Tochter des verstorbenen Handelsmannes Joseph Bergin und der Maria Theresa, geborene Chini. Gluck ist bei seiner Hochzeit 36 Jahre alt und damit doppelt so alt wie seine Braut. Sie war eine wohlhabende Wiener BĂŒrgerstochter und brachte großes Vermögen mit in die Ehe, wodurch Gluck wirtschaftlich unabhĂ€ngig wurde.

Offenbar ließ sich Gluck aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Wien nieder.

Wien

Glucks Denkmal neben der Karlskirche in Wien

Schließlich wurde Gluck in Wien ansĂ€ssig und wurde spĂ€ter Kapellmeister. FĂŒr ein mehrtĂ€giges Fest schrieb er Le Cinesi (24. September 1754) und fĂŒr den Geburtstag des Erzherzogs Leopold La danza (5. Mai 1755). Nach der AuffĂŒhrung seines Antigono (9. Februar 1756) in Rom wurde Gluck von Papst Benedikt XIV. zum Ritter des Goldenen Sporns erhoben. Seit dieser Zeit verwendete Gluck den Titel „Ritter von Gluck“ oder „Chevalier de Gluck“.

In den folgenden Jahren wandte sich Gluck völlig von der italienischen opera seria ab und bearbeitete stattdessen französische opĂ©ra comique. Das erste dieser Werke war anscheinend Tircis et DoristĂ©e (1756), an dem sein Anteil sehr gering ist. 1761 fand die vielbeachtete AuffĂŒhrung des Balletts Don Juan, zu dem der TĂ€nzer und Choreograf Gasparo Angiolini die Choreographie schuf, statt. Wolfgang Amadeus Mozart sollte in seiner Opera buffa Le Nozze di Figaro (1784) auf den Fandango, wie er ihn bei Gluck in diesem Ballett gehört hatte, zurĂŒckgreifen. Den Gipfel von Glucks komischem Opernschaffen bildet La rencontre imprĂ©vue (7. Januar 1764, deutsch: Die unvermutete Begegnung), das zeitlich schon in die Zeit seiner Reformopern fĂ€llt. Die Oper ist bekannter unter dem Namen Les pĂšlerins de la Mecque (deutsch Die Pilger von Mekka).

Opernreform

Mit der Zeit kamen Gluck grundsĂ€tzliche Bedenken ĂŒber Inhalt und Form der Oper. Beide fĂŒhrende Opernformen schienen sich ihm zu weit von dem entfremdet zu haben, was die Oper wirklich sein sollte. Sie schienen unnatĂŒrlich, die GesĂ€nge der Opera seria auf vordergrĂŒndige Effekte gerichtet, ihr Inhalt uninteressant und versteinert. Der Opera buffa mangelte es seit geraumer Zeit an ursprĂŒnglicher Frische, sie hatte ihre Scherze verbraucht, man bekam stets die gleichen Personen als Karikaturen zu sehen. Auch in der Opera seria galten die SĂ€nger als unumschrĂ€nkte Herrscher der BĂŒhne und der Musik, die sie mit höchster Kehlfertigkeit auszierten und teilweise so stark verĂ€nderten, dass der Zuhörer die ursprĂŒngliche Melodie nicht einmal mehr erahnen konnte. Gluck wollte die Oper wieder zu ihrem Ursprung bringen, eine Oper, in der menschliche Dramen, Leidenschaft, SchicksalsschlĂ€ge und urmenschliche GefĂŒhle im Vordergrund stehen, und wo Musik und Wort gleichwertig waren, wenn nicht gar die Musik die dramatische Situation stĂŒtzen oder untermalen sollte: „prima le parole, poi la musica“.

Die Kennzeichen der folgenden Werke Glucks, der französischen komischen Oper, sind die kurzen, liedhaften GesĂ€nge von einfachster Konstruktion. Gluck begann hier einen Auflösungsprozess. Er bescherte – bei festzustellender DurchgĂ€ngigkeit des Basses – nun den Oberstimmen mehr Freiheiten. Das bedeutete die Lösung vom alten Fundament und eine innere Belebung eines Ă€ußeren Schemas.

Gluck hatte die ungekĂŒrzte Sprache wie die schnellen Stimmungs- und Szenenwechsel gereizt, die von ihm eine Anpassung der Musik erforderten. Die besondere Stellung, die Glucks Opern gegenĂŒber seinem dramatischen Gesamtwerk einnehmen, bleibt bestehen. Nach dem Urteil des großen Musikkritikers Eduard Hanslick war Gluck der „feierliche Hohepriester“ der musikalischen Tragödie. Er war 44 Jahre alt und in Europa ein berĂŒhmter Komponist, als er nach zweijĂ€hrigem kĂŒnstlerischem Schweigen die erste komische Oper veröffentlichte.

Gasparo Angiolini, ein Choreograf, hatte eine belebte Tanzdarstellung vor Augen. Damit setzte er sich gegen die vorgegebene höfische Ballett-Tradition ab, mit ihren Masken und der daraus resultierenden Typik und Starrheit; sein Wunsch war es, das typische reprĂ€sentative Ballett durch ein Handlungsballett zu ersetzen, das einem sinnvoll dramaturgischen Ablauf folgen sollte. Er Ă€ußert ĂŒber Gluck: „Gluck hat die Musik gesetzt. Er hat das StĂŒck vollkommen erfasst und versucht, die Leidenschaften, die vorgestellt werden und das Grausen, das die Katastrophe beherrscht, auszudrĂŒcken! Die Musik ist bei der Pantomime die Hauptsache: sie ist es, die spricht, wir machen nur die Bewegungen [
] Es wĂ€re uns fast unmöglich uns ohne Musik verstĂ€ndlich zu machen und je mehr sie an das angepasst ist, was wir ausdrĂŒcken wollen, desto besser werden wir verstanden.“

Angiolini legte besonderen Wert auf die Feststellung, dass die Musik eigens fĂŒr das Ballett komponiert werde – also nicht als Choreografie zu Ă€lteren StĂŒcken geschaffen. Auch das neue Ballett ist ohne Anregung aus Paris nicht zu denken.

Am 17. Oktober 1761 prĂ€sentierte Gluck in Wien das Ballett Don Juan. Diesem durchaus ernsten Werk folgte dann am 5. Oktober 1762 Orfeo ed Euridice. Dieses Werk, das Gluck in der literarischen Rezeption jener Tage zum Schöpfer einer neuen Musik werden ließ, wurde als Ă€hnlich schwer und dĂŒster wie der Don Juan empfunden. Die Idee des Handlungsballettes war ein wichtiger Schritt zur „EntrĂŒmpelung“ der italienischen Oper gewesen, deren mittlerweile zu statischem „Virtuosenfutter“ gewordene Arien einem flĂŒssigen dramaturgischen Ablauf im Weg standen.

Paris

Nun machte sich Gluck auf, seine Ideen auch in Frankreich zu verbreiten. Unter der Protektion seiner ehemaligen GesangsschĂŒlerin Marie Antoinette, die 1770 den französischen Dauphin Ludwig XVI. heiratete, schloss er mit der Pariser Operndirektion einen Vertrag ĂŒber sechs Opern ab. Den Anfang machte IphigĂ©nie en Aulide (19. April 1774). Mit der ErstauffĂŒhrung entflammte ungeahnt ein Streit, fast ein Krieg, der an den Pariser Buffonistenstreit zwanzig Jahre zuvor erinnerte. Glucks Gegner holten den italienischen Opernmaestro NiccolĂČ Piccinni nach Paris, um die Überlegenheit der neapolitanischen Oper zu beweisen, und „ganz Paris“ engagierte sich im Streit zwischen den GluckanhĂ€ngern und den PiccinianhĂ€ngern. Die Komponisten selbst beteiligten sich nicht an den Polemiken, aber als Piccini gebeten wurde, das Libretto zu Roland zu vertonen, an dem Gluck bekanntermaßen arbeitete, zerstörte Gluck, was er bis dahin geschrieben hatte. Mit IphigĂ©nie en Aulide gelang Gluck der Durchbruch, daraufhin bearbeitete er seine Wiener Reformopern, um sie ins Französische zu ĂŒbertragen. Hierzu schrieb er die Hauptstimme – ursprĂŒnglich fĂŒr Altstimme komponiert – fĂŒr Tenorstimme um, was das Transponieren anderer Stimmen mit sich brachte.

Am 2. August 1774 wurde seine französische Version OrphĂ©e et Euridice uraufgefĂŒhrt – diese war vom Pariser Publikum schon besser angenommen. Im gleichen Jahr kehrte er nach Wien zurĂŒck, wo er zum kaiserlich-königlichen Hofkomponisten ernannt wurde. In den folgenden Jahren reiste der nun in ganz Europa berĂŒhmte Komponist zwischen Wien und Paris hin und her, am 23. April 1776 wurde in Paris die ins Französische ĂŒbertragene Alceste aufgefĂŒhrt.

FĂŒr Paris schrieb er noch Armide (23. September 1777), IphigĂ©nie en Tauride (18. Mai 1779) und zuletzt Écho et Narcisse (24. September 1779). WĂ€hrend der Proben zu Écho et Narcisse erlitt Gluck am 30. Juli 1779 einen ersten Schlaganfall. Nach dieser Oper kehrte er nach Wien zurĂŒck.

Sein Erbe in Paris trat der italienisch-österreichische Komponist Antonio Salieri an, dem Gluck seit dessen Ankunft in Wien 1767 freundschaftlich gewogen war. Gluck fĂŒhrte Salieri in Paris ein und ĂŒberließ ihm 1783 das Textbuch zur TragĂ©die lyrique Les DanaĂŻdes. Das Werk wurde in Paris zunĂ€chst als gemeinschaftliches Projekt der beiden Komponisten angekĂŒndigt; nach dem ĂŒberwĂ€ltigenden Erfolg der Premiere am 26. April 1784 ließ Gluck jedoch im renommierten Journal de Paris bekanntgeben, dass Salieri der alleinige Verfasser des Werkes sei.

Die letzten Jahre

In Wien schrieb Gluck noch einige kleinere Werke, lebte jedoch im Wesentlichen zurĂŒckgezogen. Im Jahre 1781 produzierte er die deutsche Fassung Iphigenie auf Tauris. Auch andere seiner Opern genossen in Wien große PopularitĂ€t.

Am 15. November 1787 erlitt Gluck einen weiteren Schlaganfall und starb wenige Stunden spĂ€ter. Zum feierlichen Requiem am 8. April 1788 fĂŒhrte Salieri Glucks De profundis und ein Requiem des italienischen Komponisten NiccolĂČ Jommelli auf. Wie viele andere prominente Musiker und Maler wurde Gluck auf dem Matzleinsdorfer katholischen Friedhof begraben. Dieser Friedhof wurde 1923 in den WaldmĂŒllerpark umgewandelt. Der Leichnam Glucks wurde in ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 32 A, Nummer 49) umgebettet.

Christoph Willibald Gluck gilt als der erste international anerkannte Starkomponist, vergangene Epochen haben ihn als Richard Wagner des 18. Jahrhunderts bezeichnet, und Wagner selbst, wie auch Richard Strauss, Mozart und Beethoven sahen in seiner Musik und Theorie den Beginn der modernen BĂŒhnenmusik.

Werke

Christoph Willibald von Gluck hinterließ rund 50 Opern sowie mehrere Ballette und Instrumentalwerke. Glucks Reform der Oper trug ihre FrĂŒchte auch in der deutschen Oper (obwohl er nichts zu deutschen Libretti komponiert hatte), besonders bei Vogel, Weber, Marschner und Wagner. Eine von Wagner 1846/47 verfasste Bearbeitung der Iphigenie en Aulide war jahrzehntelang die gĂ€ngige Fassung der Oper und wurde an zahlreichen OpernhĂ€usern in ganz Europa gespielt.

Opern

  1. Artaserse, Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: Mailand, 26. Dezember 1741 (2 Arien erhalten)
  2. Cleonice (Demetrio), Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: Venedig, 2. Mai 1742 (8 Arien erhalten)
  3. Demofoonte, Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: Mailand, 6. Januar 1743 (Sinfonia, Rezitative und eine Arie verschollen)
  4. Il Tigrane, Libretto: Goldoni nach Francesco Silvani (La virtĂč trionfante dell’amore), UrauffĂŒhrung: Crema, 26. September 1743 (11 Arien und ein Duett erhalten)
  5. La Sofonisba (oder Siface), Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: Mailand, 18. Januar 1744 (11 Arien und ein Duett erhalten)
  6. Ipermestra, Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: Venedig, 21. November 1744
  7. Poro (Alessandro nell’India), Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: Turin, 26. Dezember 1744 (Sinfonia, vier Arien und ein Duett erhalten)
  8. Ippolito, Libretto: G.G. Corio, UrauffĂŒhrung: Mailand, 31. Januar 1745 (8 Arien und ein Duett erhalten);
  9. La caduta de' Giganti, Libretto: Francesco Vanneschi, UrauffĂŒhrung: Haymarket Theatre, London, 7. Januar 1746 (5 Arien und ein Duett erhalten)
  10. Artamene, Libretto: Francesco Vanneschi, UrauffĂŒhrung: Haymarket Theatre, London, 4. MĂ€rz 1746 (6 Arien erhalten)
  11. Le nozze d'Ercole e d'Ebe, Libretto: ?, UrauffĂŒhrung: Pillnitz, 29. Juni 1747
  12. La Semiramide riconosciuta, Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: Wien, 14. Mai 1748
  13. La contesa de' Numi, Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: Charlottenborg bei Kopenhagen, 9. April 1749
  14. Ezio (I), Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: Prag Karneval, 1750
  15. Issipile, Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: Prag Karneval, 1752 (4 Arien erhalten)
  16. La clemenza di Tito, Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: Neapel, 4. November 1752
  17. Le Cinesi, Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: Schloßhof bei Wien, 24. September 1754
  18. La danza, Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: Laxenburg, 5. Mai 1755
  19. L’innocenza giustificata, Libretto: Giacano Durazzo nach Metastasio, UrauffĂŒhrung: Wien, 8. Dezember 1755
  20. Antigono, Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: Rom, 9. Februar 1756
  21. Il re pastore, Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: Wien, 8. Dezember 1756
  22. La fausse esclave, Libretto: nach Louis Anseaume und Pierre Augustin LefĂšvre de Marcouville, UrauffĂŒhrung: Wien, 8. Januar 1758 (51 Vaudevilles, 13 Airs nouveaux erhalten)
  23. L’üle de Merlin, ou Le monde renversĂ©, Libretto: Louis Anseaume nach Alain RenĂ© Lesage und D’Orneval (Le Monde renversĂ©), UrauffĂŒhrung: Schönbrunn, 3. Oktober 1758
  24. La CythĂšre assiĂ©gĂ©e (I), Libretto: Charles Simon Favart nach Favart und BarthĂ©lemy-Christophe Fagou (Le puvoir de l’Amour ou Le siegĂš de CythĂšre), UrauffĂŒhrung: Wien, FrĂŒhjahr 1759 (OuvertĂŒre und 26 Airs nouveaux erhalten)
  25. Le diable Ă  quatre, ou La double mĂ©tamorphose, Libretto: Michel Jean Sedaine und Pierre Baurans nach Charles Couffrey (The Devil to pay), UrauffĂŒhrung: Laxenburg, 28. Mai 1759
  26. L’arbre enchantĂ©, ou Le tuteur dupĂ© (I), Libretto: Pierre Louis Moline nach Jean-Joseph VadĂ© (Le poirier), UrauffĂŒhrung: Wien,1759 (OuvertĂŒre verschollen, 15 Airs nouveaux erhalten)
  27. Tetide, Libretto: Giovanni Ambrogio Miglavacca, UrauffĂŒhrung: Wien, 10. Oktober 1760
  28. L’ivrogne corrigĂ©, Libretto: L. Anseaume und Jean-Baptiste Lourdet de Santerre, UrauffĂŒhrung: Wien, Ende 1760
  29. Le cadi dupĂ©, Libretto: nach Jean-Baptiste Lourdier, UrauffĂŒhrung: Wien, 8. Dezember 1761
  30. Orfeo ed Euridice, Libretto: Calzabigi, UrauffĂŒhrung: Wien, 5. Oktober 1762
  31. Il trionfo di Clelia, Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: Bologna, 14. Mai 1763
  32. Ezio (II), Wien, Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: 26. Dezember 1763
  33. La rencontre imprĂ©vue, Libretto: Louis Hurtaut Dancourt nach Alain RenĂ© Lesage und D’Orneval (Les pĂšlerins de la Mecque), UrauffĂŒhrung: Wien, 7. Januar 1764
  34. Il Parnaso confuso, Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: Schönbrunn, 24. Januar 1765
  35. Telemaco ossia L’isola di Circe, Libretto: Marco Coltellini nach Carlo Sigismondo Capece, UrauffĂŒhrung: Wien, 30. Januar 1765
  36. La corona, Libretto: Metastasio, UrauffĂŒhrung: geplant fĂŒr den 4. Oktober 1765, uraufgefĂŒhrt am 13. November 1987 in Schönbrunn
  37. Il Prologo, Libretto: Lorenzo Ottavio del Rosso, UrauffĂŒhrung: Florenz, 22. Februar 1767
  38. Alceste (ital.), Libretto: Calzabigi nach Euripides, UrauffĂŒhrung: Wien, 26. Dezember 1767 / Alceste : lyrische Tragödie in 3 Akten. Stahl, DĂŒsseldorf 1844 (Digitalisierte Ausgabe der UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek DĂŒsseldorf)
  39. La Vestale (2. Fassung von L’innocenza giustificata), Wien, Sommer 1768 (Bearbeitung nicht erhalten)
  40. Le Feste d'Apollo (umfasst Prologo, Libretto: Gastone Rezzonico:, Atto di Baucis e Filemone, Libretto: Giuseppe Maria Pagnini, Atto d’Aristo, Libretto: Giuseppe Pezzana, Atto d’Orfeo, Libretto: Calzabigi), Parma, 24. August 1769
  41. Paride ed Elena, Libretto: Calzabigi, UrauffĂŒhrung: Wien, 3. November 1770
  42. IphigĂ©nie en Aulide, Libretto: François-Louis Gand Le Bland Du Roullet nach Jean Racine, UrauffĂŒhrung: Paris, 19. April 1774
  43. OrphĂ©e et Euridice (franz.), Libretto: Pierre Louis Moline nach Ranieri de’ Calzabigi, UrauffĂŒhrung: Paris, 2. August 1774
  44. L’arbre enchantĂ©, ou Le tuteur dupĂ© (II), Libretto: Pierre Louis Moline nach Jean-Joseph VadĂ©, UrauffĂŒhrung: Paris, 20. Februar 1775
  45. CythĂšre assiĂ©gĂ©e (II), Libretto: Charles Simon Favart, UrauffĂŒhrung: Paris, 1. August 1775;
  46. Alceste (franz.), Libretto: François-Louis Gand Le Bland Du Roullet nach Ranieri de’ Calzabigi, UrauffĂŒhrung: Paris, 23. April 1776
  47. Armide, Libretto: Philippe Quinault nach Torquato Tasso (La Gerusalemme liberata), UrauffĂŒhrung: Paris, 23. September 1777
  48. IphigĂ©nie en Tauride, Libretto: Nicolas François Guillard und François-Louis Gand Le Bland Du Roullet nach Claude Guimond de La Touche, UrauffĂŒhrung: Paris, 18. Mai 1779
  49. Echo et Narcisse, Libretto: Louis ThĂ©dore Baron de Tschudi nach Ovid (Metamorphosen), UrauffĂŒhrung der 1. Fassung: Paris, 24. September 1779, UrauffĂŒhrung der 2. Fassung: Paris, 8. August 1780
  50. Iphigenie auf Tauris (deutsch), Libretto: Johann Baptist von Alxinger und Gluck nach Nicolas François Guillard, UrauffĂŒhrung: Wien, 23. Oktober 1781

Pasticci

  1. La finta schiava, Libretto: Francesco Silvani, UrauffĂŒhrung: Venedig, 13. Mai 1744 (Musik von Lampugnani, Leonardo Vinci, zwei Arien von Gluck)
  2. Tircis et DoristĂ©e, Libretto: Charles Simon Favart, UrauffĂŒhrung: Laxenburg, 10. Oktober 1756 (eine Arie aus L’innocenza giustificata parodiert, vermutlich zwei weitere Arien von Gluck)
  3. Le caprice amoureux ou Ninette Ă  la cour, Libretto: Charles Simon Favart, UrauffĂŒhrung: Wien, 1760 (vermutlich zwei Arien von Gluck)
  4. Arianna, Libretto: Giovanni Ambrogio Miglivacca, UrauffĂŒhrung: Laxenburg, 27. Mai 1762 (Musik verschollen)
  5. Isabelle et Gertrude, Libretto: Charles Simon Favart, UrauffĂŒhrung: Paris, 14. August 1765 (von Gluck zwei parodierte Arien aus La rencontre imprĂ©vue, vermutlich eine weitere Arie von Gluck)

Ballette

  1. Les amours de Flore et Zéphire, Schönbrunn, 13. August 1759
  2. Le naufrage, Wien 1759(?)
  3. La halte des Calmouckes, Wien 23. MĂ€rz 1761
  4. Don Juan, ou Le festin de Pierre, Wien, 17. Oktober 1761 (Vorwort im Druck von Calzabigi)
  5. Citera assediata, Wien, 15. September 1762 (Musik verschollen)
  6. Alessandro (Les amours d’Alexandre et de Roxane), Wien, 4. Oktober 1764
  7. SĂ©miramis, Wien, 31. Januar 1765 (Vorwort im Druck von Calzabigi)
  8. Iphigénie, Laxenburg, 19. Mai 1765 (Musik verschollen)
  9. Achille (in Sciro), Innsbruck, August, 1765 (nicht aufgefĂŒhrt, Musik verschollen)

Instrumentalwerke

  1. 9 Sinfonien (vermutlich OuvertĂŒren, die keinen bestimmten Opern zugeordnet werden können)
  2. 6–12 Menuette, Wien 1763 (?) (verschollen)
  3. 6 Triosonaten (C-Dur, g-moll, A-Dur, B-Dur, Es-Dur, F-Dur) London, 1746
  4. 2 Triosonaten E-Dur, F-Dur (handschriftlich ĂŒberliefert)

Geistliche Musik

  1. Der 50. Psalm (Miserere mei) fĂŒr 8-stimmigen Chor (?), Turin, 1744–1745, Musik verschollen
  2. Der 8. Psalm (Domine Dominus noster), 1753–1757 (Musik verschollen)
  3. Alma sedes Motette fĂŒr eine Singstimme und Orchester, vor 1779
  4. Der 130. Psalm (De profundis), 1785–1787, aufgefĂŒhrt bei Glucks BegrĂ€bnis am 17. November 1787

Kantaten

  1. 2 Cori da cantarsia a Schlosshof, Schloßhof bei Wien, 1754 (Musik verschollen)

Lieder und Arien

  1. Geistliche Lieder auf Texte von Gellert, Musik verschollen;
  2. Die todte Clarissa, Text: Friedrich Gottlieb Klopstock (Musik verschollen)
  3. Le triomphe de la beauté, Ariette, um 1780
  4. Klopstocks Oden und Lieder beym Clavier zu singen, Wien 1785 oder 1786 (1. Vaterlandsliebe, 2. Wir und Sie, 3. Schlachtgesang, 4. Der JĂŒngling, 5. Die Sommernacht, 6. Die frĂŒhen GrĂ€ber, 7. Die Neigung)
  5. An den Tod, von Johann Friedrich Reichardt aus dem GedÀchtnis aufgezeichnet
  6. Minona lieblich und hold, Duett
  7. Ah, negli occhi un tal’ incanto, Arie

Briefe und Dokumente

  1. Briefe, ausgewĂ€hlt und ĂŒbersetzt von W. M. Treichlinger, ZĂŒrich 1951
  2. The Collected Correspondence and Papers of Christoph Willibald Gluck, ed. by Hedwig and E. H. Mueller von Asow, London 1962
  3. Patricia Howard: Gluck. An Eighteenth-Century Portrait in Letters and Documents, Oxford 1995

Literatur

  • Gerhard Croll / Renate Croll: Gluck. Sein Leben Seine Musik, BĂ€renreiter, Kassel u.a. 2010, ISBN 3-7618-2166-2
  • Irene Brandenburg (Hrsg.): Christoph Willibald Gluck und seine Zeit, Laaber : Laaber-Verl., 2010, ISBN 978-3-89007-252-4
  • Martin R. Handschuh: Christoph Willibald Gluck. Von Erasbach hinaus in alle Welt, Berching 2010
  • Irene Brandenburg und Elisabeth Richter (Hrsg.), Gerhard Croll: Gluck-Schriften. AusgewĂ€hlte AufsĂ€tze und VortrĂ€ge 1967–2002. Gluck-Studien, Band 4. BĂ€renreiter, Kassel u.a. 2003, ISBN 3-7618-1606-5.
  • Alfred Einstein: Gluck. Sein Leben seine Werke. Neuausgabe. BĂ€renreiter, Kassel u.a. 1987, ISBN 3-7618-0810-0.
  • Klaus Hortschansky (Hrsg.): Christoph Willibald Gluck und die Opernreform, Darmstadt 1989, ISBN 3-534-08666-X
  • Bruce Alan Brown: Gluck and the French Theatre in Vienna. Clarendon, Oxford 1991, ISBN 0-19-316415-9.
  • Klaus Hortschansky: Parodie und Entlehnung im Schaffen Christoph Willibald Glucks, Köln 1973, ISBN 3-87252-058-X
  • Felix Bamberg: Gluck, Christoph Willibald. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 9, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 244–253.
  • Daniela Philippi: Zur Quellenlage von Glucks OpĂ©ras-comiques. Ein Arbeits- und Forschungsbericht. In: Gabriele Buschmeier und Klaus Hortschansky (Hrsg.): Tanzdramen, OpĂ©ra comique. Kolloquiumsbericht der Gluck-Gesamtausgabe. Gluck-Studien, Band 2. BĂ€renreiter, Kassel u.a. 2000, ISBN 3-7618-1038-5, S. 101–113.
  • Daniela Philippi: Konnte es eine konzertante Gluck-Pflege geben? – Ergebnisse der Quellenforschung. In: Kristina Pfarr (Hrsg.): Kammermusik an Rhein und Main. BeitrĂ€ge zur Geschichte des Streichquartetts. Colloquia zur Kammermusik IV. Villa Musica Rheinland-Pfalz, Mainz 2007, ISBN 978-3-9802665-7-4, S. 75–86.
  • Hans Regensburger: Marguerites Liebe - Schicksalhafte Begegnungen mit Chevalier Christoph Willibald Gluck, Treuchtlingen - Berlin: wek-Verlag, 2010, ISBN 978-3-934145-76-4

Weblinks

 Commons: Christoph Willibald Gluck â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Werkverzeichnis als pdf â€“ Quellen und Volltexte

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