Visual Merchandising

Beispiel des Visual Merchandising

Visual Merchandising (visual = visuell, bildlich, optisch, sichtbar. Merchandising = Absatzförderung, Verkaufsförderung, Steuerung von Vertrieb und Verkauf) ist die optische Verkaufsförderung im Sinne von visueller Steuerung des Verkaufs.

Inhaltsverzeichnis

Anwendung

Das Visual Merchandising findet seine Anwendung am PoS/PoP (Point of Sale/Point of Purchase) – also immer an den Orten, an denen sich zu verkaufende Produkte, Waren oder Dienstleistungen und potenzielle Kunden in Realität begegnen. Diese Treffpunkte des Verkaufes (Sale) bzw. der Abnahme (Purchase), sind Verkaufs- und Präsentationsflächen aller Art, wie z. B. Läden, Messen, Showrooms oder Events. Inzwischen greifen auch virtuelle Plattformen, die Gastronomie sowie die Immobilienbranche (mit Home Staging) auf das Know-how des Visual Merchandisings zu.

Man versteht das Visual Merchandising auch als verlängerten Arm des Marketings in den Verkauf. Das Visual Merchandising gewährleistet somit in letzter Instanz die stringente Durchsetzung der Vermarktungsidee und -strategie am Point of Sale in visueller Hinsicht. Das beinhaltet alle Maßnahmen, die der Verkaufsförderung dienlich sind. Dazu gehört es, dem Kunden einen guten und logischen Überblick über das Produkt, etwaiger Ergänzungsprodukte und das Sortiment zu verschaffen. Die Produkte und Warenbilder werden so platziert und über optische Anreize inszeniert, dass der Kunde zum Kauf animiert wird.

Das Visual Merchandising behält immer den Überblick über das ganzheitliche Erscheinungsbild eines Point of Sales bzw. Geschäftes und versteht dieses als ständige visuelle Kommunikation zum Kunden. Dieser Gesamtüberblick beinhaltet z. B. die Außenwirkung über Fassade und Schaufenster, Kundenstopper und Eingangsbereich, die Reinlichkeit und Beleuchtung außen und innen, Sinnigkeit und Aktualität des Warenaufbaus und der Dekoration, lokale Begebenheiten und Kundenansprüche, original getreue Umsetzung der Darstellung eines Unternehmens und Produktes nach außen.

Konzeptionelles Visual Merchandising

Basierend auf bewährten und neuesten Erkenntnissen der Wahrnehmungs- und Verhaltenspsychologie von Kunden, ist das konzeptionelle Visual Merchandising heute gewichtiges Element der modernen Ladenplanung. Konzeptionell arbeitende Visual Merchandiser stehen in engem Austausch mit Innenarchitekten, Shopdesignern, Laden- und Displaybauern und Lichtplanern. Sie unterstützen und ergänzen diese in spezialisierten, fachkompetenten Bereichen der Kundenführung und Warenpositionierung oder sind selbst federführend beim Entwurf.

Sie sind kreativer Kopf (Head of Visual Merchandising) beim Design von Schaufenster- und Instore-Themen und Konzepten und organisieren deren Umsetzung. Dabei stützen sie sich neben den oben genannten Kenntnissen und Erfahrungen auf unternehmensspezifische Vorgaben und Anforderungen – wie z. B. Unternehmensleitbild, Marketingstrategie, Zielgruppen, Zeitgeist, Trendforschung, etc.

Beratendes Visual Merchandising (consulting)

Das Consulting mit Visual Merchandising ist, wie jede Unternehmensberatung und -betreuung, sehr individuell auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten. Nach einer Analyse, Erfassung und Bewertung der Ist-Situation werden Ziele, Strategien, Konzepte und Budgetierung erarbeitet. Hierbei werden vom eigentlichen Tätigkeitsfeld des Visual Merchandising ausgehend, Verknüpfungen zu verschiedenen Unternehmensbereichen geschaffen um innerbetriebliche Prozessabläufe zu ermitteln und Synergien zu finden. Ziel ist eine nachhaltige Zeit- und Kostenersparnis und deutlich höhere Umsatzgenerierung.

Das beratende Visual Merchandising vereint alle Werkzeuge des konzeptionellen und operativen Visual Merchandisings – in individuell angepasster Gewichtung. Typische Aufgabenbereiche sind neben der Unternehmensberatung, Projekte, wie Redesigns (Modernisierungen/Umgestaltungen von Shops) oder die Betreuung und kreative Gestaltung von Verkaufsflächen und Schaufenstern, sowie Mitarbeiterschulungen und Trainings.

Literatur

  • Mirco Hens: Visual Merchandising BBE-Praxisleitfaden Problemlösungen für Handelsunternehmer, BBE Verlag, ISBN 3-939563-53-6
  • Birk, Fink, Geller, Lutz: Kundenorientiert verkaufen, Bildungsverlag EINS, ISBN 3-441-00612-7

Weblinks


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