Cornberger Sandstein

Grabstein für eine Pfarrersfrau auf dem Friedhof von Schlenklengsfeld aus Cornberger Sandstein

Der Cornberger Sandstein wurde bei Cornberg in der Nähe von Sontra, Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Hessen abgebaut. Es handelt sich um einen Sandstein aus der Zeit des Zechsteins, dessen Steinbruch im Jahre 2008 nicht mehr im Betrieb ist.

Inhaltsverzeichnis

Gesteinsbeschreibung und Verwendung

Dieser Sandstein ist fein- bis grobsandig und teilweise kieselig gebunden. Seine Bindung ist tonig-ferritisch und schwach karbonatisch. Die Farbe wechselt von milchig-weiß über gelblich-braun bis grau. Die Hauptmineralbestandteile sind Quarz mit 60 Prozent, Gesteinsbruchstücke mit 25 Prozent und Feldspat mit 15 Prozent[1]. Er ist mäßig verwitterungsbeständig.

Dieser Sandstein zählt zu den wenigen Sandsteinen, die polierfähig sind. Er wurde an vielen Gebäuden Cornbergs und an der Friedhofskapelle und auf dem Friedhof von Schenklengsfeld als Grabstein verwendet.

Die Steinbruchwände zeigen einen Einblick in das Ablagerungsgefüge zur Zeit seiner Entstehung im Perm. Im Steinbruch finden sich auf einer großen Fläche Abdrücke von Saurierspuren.

Nahezu 700 Jahre ist der Sandstein abgebaut worden. 1955 wurde die Gewinnung gestoppt. Das Kloster Cornberg wurde im Mittelalter mit Cornberger Sandstein erbaut. Er eignet sich als Massivstein für Mauerwerke, Bodenplatten, Gesimse, Grabmale sowie als Schleifstein. Das Vorkommen des Cornberger Sandstein hat eine Mächtigkeit von 0 bis 20 Meter.

Siehe auch

Liste der Sandsteine

Weblinks

Literatur

  • Wolf-Dieter Grimm: Bildatlas wichtiger Denkmalgesteine der Bundesrepublik Deutschland. Hrsg. vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Lipp-Verlag, München 1990, ISBN 3-87490-535-7.

Einzelnachweis

  1. Grimm: Denkmalatlas wichtiger Denkmalgesteine. Gestein Nr. 65 (siehe Literatur)

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