Cro-Magnon-Mensch

Cro-Magnon-Mensch
Schädel eines Cro-Magnon-Menschen

Schädel eines Cro-Magnon-Menschen

Systematik
Überfamilie: Menschenartige (Hominoidea)
Familie: Menschenaffen (Hominidae)
Tribus: Hominini
Gattung: Homo
Art: Mensch (Homo sapiens)
Cro-Magnon-Mensch
Wissenschaftlicher Name
Homo sapiens

Cro-Magnon-Mensch (,kro:maˈɲɔ̃) ist eine – in der europäischen Forschungstradition begründete – Bezeichnung für die anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens) der letzten Eiszeit (Weichseleiszeit / Würmeiszeit). Als Epoche der Cro-Magnon-Menschen gilt die Zeitspanne vom ersten Nachweis von Homo sapiens in Europa vor etwa 40.000 Jahren bis zum Übergang vom Pleistozän zum Holozän vor etwa 12.000 Jahren.[1]

Inhaltsverzeichnis

Typusexemplar Cro-Magnon 1

Der Holotyp Cro-Magnon 1 war der erste von fünf Schädeln und postcranialen Skelettresten, die 1868 durch Louis Lartet, den Sohn von Édouard Lartet, im Abri de Cro-Magnon (Dordogne) bei Ausgrabungen entdeckt wurden.[2][3] Jean Louis Armand de Quatrefages und Ernest Hamy definierten auf Basis dieser Funde im Jahre 1877 den Cro-Magnon-Menschen.[4]

Versuche im späten 20. Jahrhundert, die Menschenreste mittels 14C-Methode direkt zu datieren, scheiterten entweder am zu geringen Kollagengehalt oder an der Tatsache, dass die postcranialen Skelettteile in den Sammlungsbeständen des Musée de l’Homme nicht mehr eindeutig den Schädeln zuzuordnen sind. So wurden die Gräber bislang nur indirekt durch die Beigaben datiert: Eine durchbohrte Meeresschnecke (Littorina littorea), die als Teil einer Halskette einem der Gräber von Cro-Magnon zuzuordnen ist, wurde mit der AMS-Methode auf 27.680 ± 270 BP (Beta 157439) datiert.[5][6] Damit stammen auch die Menschenreste wahrscheinlich aus dem Gravettien, sofern – zum derzeitigen Publikationsstand – keine Störungen des Befundzusammenhangs in Betracht gezogen werden. Da das Gravettien als Kulturstufe erst um die Mitte des 20. Jahrhunderts etabliert wurde, entspricht es der alten Klassifikation des Oberen Aurignacien und nicht – wie ursprünglich für die Menschenreste von Cro-Magnon angenommen wurde – dem älteren Aurignacien typique.

1899 wurde das Fossil Cro-Magnon 1 von Georges Vacher de Lapouge als Typusexemplar für die von ihm vorgeschlagene Art Homo spelaeus („Höhlenmensch“) benannt.

Fossilreport

Rot markiert: die Position des Cro-Magnon-Menschen im Stammbaum der Gattung Homo

Die beiden ältesten gefundenen Fossilien des Cro-Magnon-Menschen (im Sinne des europäischen Homo sapiens) stammen aus der Grotta del Cavallo (Apulien)[7] und der Kents Cavern (England).[8] Aus dem selben Zeithorizönt wurden auch in der Peștera cu Oase (Rumänien) zwei Schädel gefunden, allerdings ohne Werkzeuge oder Jagdreste des Menschen.[9] Der Unterkiefer Oase 1 ergab ein radiometrisches Alter von zirka 36 000 – 34 000 BP (kalibriert etwa 40 500 Kalenderjahre),[10][11] der Schädel Oase 2+3 ebenfalls ein Alter von etwa 35 000 BP.[12]

Weitere Menschenreste, die älter als 30 000 BP datieren, stammen von Mladeč in Mähren (zirka 31.000 BP)[13][14] und Kostenki am Don.[15][16] Zwei morphologische Varianten der Menschen des Jungpaläolithikums – eine hochwüchsige und eine grazile – lassen sich deutlich unterscheiden. Die Menschen der Grotte des Enfants 4, Barma Grande 5, Předmosti 3, Pavlov und Sungir 1 gehörten dem sehr hochwüchsigen Typus an, diejenigen von Arene Candide 2, 3, 5 und Riparo Continenza dem ausgesprochen grazilen.[17][18] Eine Mittelstellung nehmen der Cro-Magnon 2, Předmosti 9, Předmosti 14, Paviland, Ohalo 2, und Wadi Kubbaniya ein und, etwas kleiner, die Menschen von Předmosti 5, Arene Candide 12, Riparo Continenza und das weit jüngere Skelett aus der bayerischen Klausenhöhle (zirka 18 000 BP). Von einigen Bearbeitern wird daher der Cro-Magnon-Typ dem Brünn-Typ (früher: „Brünn-Rasse“) gegenübergestellt.[19][20]

Am Skelett Paglicci 23 aus der Paglicci-Höhle (Italien) wurde die Cambridge reference sequence der mtDNA eines Cro-Magnon-Menschen erstellt.[21] Eine weitere mtDNA-Sequenz liegt vom Grab aus Kostenki 14 vor, das der Haplogruppe U2 angehört.[22]

Lange Zeit galt die Zuordnung des 1909 entdeckten Grabes von Combe Capelle[23] zum Châtelperronien als gesichert, da Artefakte in der Umgebung des Skeletts als Grabbeigaben interpretiert wurden.[24] Im Jahre 2011 wurden neue AMS-Daten bekannt, die die Bestattung wesentlich jünger ins Mesolithikum datieren.[25]

Beschreibung

Schädel eines Cro-Magnon-Menschen

Homo sapiens ist als Taxon vor zirka 200.000 – 150.000 Jahren in Afrika entstanden (siehe archaischer Homo sapiens). Die Verwendung des Begriffs Cro-Magnon-Mensch im Sinne einer Chronospezies ist weder mit anatomischen Merkmalen noch aufgrund der Untersuchung alter DNA haltbar. Trotz eines so genannten genetischen Flaschenhalses der Homo sapiens-Populationen während der letzten Eiszeit konnte in einer 2011 publizierten Studie am menschlichen Genom nachgewiesen werden, dass ein genetischer Austausch der Populationen in Europa, Asien und Afrika bis vor etwa 40-20 Tausend Jahren stattfand.[26]

Cro-Magnon-Menschen waren Jäger und Sammler und lebten überwiegend nomadisch. Viele Fundstellen zeigen lediglich kurzfristige oder über einen längeren Zeitraum jeweils saisonal genutzte Lagerplätze des Menschen an. Länger als ein Jahr wahrscheinlich permanent besiedelte Lagerplätze sind frühestens seit dem Gravettien bekannt, zum Beispiel in Dolní Věstonice und Pavlov (beide Mähren).

Replacement-Theorien

Das Ob und Wie seines Zusammentreffens mit dem Neandertaler in Europa und dem Vorderen Orient ist Gegenstand zahlreicher Theorien. Obwohl im Genom anatomisch moderner Menschen Eurasiens ein Anteil von bis zu 4 % Neandertaler-spezifischer Gene festgestellt wurde,[27] ist eine Speziation des Cro-Magnon-Menschen auf der Basis von Hybriden anatomisch nicht nachweisbar. Selbst wenn es Hybriden gegeben hat (vgl. diesbezüglich umstrittene Belege aus der Peștera cu Oase), gibt es keine hinreichende Datenbasis einer allgemeinen Vermischung, die den Cro-Magnon-Menschen als Art aufgrund von Hybriden begründen ließe. Darüber hinaus ist ein biologisches Artkonzept auf der Basis genetischer Befunde bislang nicht eingeführt worden.

Der europäische Cro-Magnon-Mensch tritt in seiner materiellen Kultur als Träger des Jungpaläolithikums mit der Klingenkultur des Aurignaciens in Erscheinung. Diese ist im Vorderen Orient bereits 5000 Jahre früher als in Mitteleuropa nachgewiesen. Wahrscheinlich drangen moderne Menschen erstmals vor etwa 36.000 Jahren BP (kalibriert 40.000 – 42.000 v. Chr.) nach Europa vor. Einen starken Bevölkerungsrückgang gab es während des Kältemaximums der Weichseleiszeit (bzw. Würmeiszeit im alpinen Raum) vor etwa 22.000 – 18.000 Jahren.[28]

Die naheliegende Überlegung, dass die Cro-Magnon-Menschen, von Südosten kommend, die kältegewohnten Neandertaler in der Zeit vor diesem Temperaturminimum in nördliche Refugien abgedrängt hätten, scheint jedoch irrig. Kurz vor ihrem Aussterben sind Neandertaler stattdessen nur noch in Südeuropa nachgewiesen, während Siedlungsplätze der Cro-Magnon-Menschen vielfach nördlich der Alpen belegt sind.

Auch in Westeuropa befand sich ein bevorzugter Siedlungsraum der Cro-Magnon-Menschen im Süden Frankreichs und im nördlichen Teil der Iberischen Halbinsel („Franko-Kantabrien“), während die Neandertaler den Süden der Iberischen Halbinsel bis nach Gibraltar besiedelten. Von hier, aus der Vindija-Höhle (Kroatien) und dem Kaukasus stammen die jüngsten 14C-Daten von Neandertalerskeletten (jünger als 40.000 BP). Andere Bearbeiter bestreiten die Relevanz von Neandertalern-Datierungen, die deutlich jünger als 40.000 BP ausfallen, da diese ohne Probenaufbereitung mit Ultrafiltration jeweils nur als Minimalalter anzusehen seien.[29][30] Demnach markieren die Fossilien aus der kaukasischen Mesmaiskaja-Höhle (39.700 ± 1.100 BP) die jüngsten Neandertalerfunde mit gesicherter 14C-Datierung.[30]

In Osteuropa ergibt sich ein ähnliches Bild mit dem relativ nördlich gelegenen Fundort früher moderner Menschen bei Kostenki am Don und in Sungir am Stadtrand von Wladimir. Zu dieser Zeit lagen die bisher erkennbaren hauptsächlichen Siedlungsgebiete der Cro-Magnon-Menschen in Europa daher im Grenzgebiet zwischen Tundren-, Kaltsteppen- und Nadelbaumvegetation, während die Neandertaler im klimatisch günstigeren Grenzgebiet zwischen Nadelbaum- und Laubbaumvegetation siedelten.

Die Ablösung der wildbeuterisch lebenden Bevölkerung und damit der Cro-Magnon-Menschen durch eingewanderte Neolithiker wird anhand der DNA-Forschung zunehmend wahrscheinlicher.[31] Untersuchungen der mtDNA zufolge entstammen die spätglazialen und holozänen europäischen Wildbeuter des Mesolithikums überwiegend der Haplogruppe U (mtDNA), während bei frühneolithischen wie auch heutigen europäischen Menschen die Haplogruppe H dominiert.[32] Beim geographisch unscharf definierten Begriff des Cro-Magnon-Menschen als eiszeitlichem, europäischem Typen lässt sich daraus zwar ableiten, dass es in Mitteleuropa einen Bevölkerungswandel gab. Dieser bezieht sich jedoch nur auf Populationen des modernen Menschen, deren Haplogruppen aus Skelettmaterial der letzten 20.000 Jahre rekonstruiert wurden.

Subsistenz

Die Subsistenz der größtenteils nomadisch lebenden Gruppen beruhte auf Jagd und Sammelwirtschaft. Untersuchungen stabiler Isotope (13C- und 15N-Gehalt) im Kollagen der Knochen von Cro-Magnon-Menschen konnten zeigen, dass sich das Nahrungsangebot im Vergleich zu den Neandertalern vervielfältigt hat. Während Neandertaler überwiegend Fleisch großer Herbivoren verzehrten,[33] ist bei Cro-Magnon-Menschen des mittleren Jungpaläolithikums (Gravettien) ein erhöhter Anteil von Eiweiß aquatischer Ressourcen (Fisch, Muscheln) gemessen worden.[34][35][36] Einen prominenten Fall stellt die Analyse am „Prinzen“ aus der Höhle Arene Candide (bei Finale Ligure) dar. Bei diesem Jugendlichen (Datierung 23.440 + 190 BP) konnte Ernährung mit Fischarten aus dem Mittelmeer nachgewiesen werden, die heute nur noch im Atlantik vorkommen.[37] Der Anteil von Fisch an der Gesamtdiät wird mit 20 bis 25 % beziffert. Ernährung mit einem hohen Anteil von Großwild und Fisch (Lachse) wurde auch bei der Magdalénien-Bestattung einer Frau von Saint-Germain-de-la-Rivière festgestellt.[38]

Bei den britischen Fundplätzen Gough’s Cave und Sun Hole Cave wurde hingegen noch im Spätpaläolithikum (Creswellien) eine stark von der Großwildjagd geprägte Diät festgestellt, die auf Wildrind und Rothirsch basierte.[39] Dasselbe gilt für den spanischen Fundplatz Balma Guilanyà im südöstlichen Vorland der Pyrenäen.[40]

Archäologische Kulturen

Kratzer, Abri Cro-Magnon (Sammlung Louis Lartet, Museum Toulouse).

Hauptartikel: Jungpaläolithikum, Aurignacien, Gravettien, Solutréen, Magdalénien

Mit dem Auftreten des „modernen Menschen“ beginnt zugleich die Periode des Jungpaläolithikums. Während die Koexistenz mit dem Neandertaler meist auf zirka 10.000 Jahre zwischen 40.000 und 30.000 Jahre beziffert wird,[41] deuten 14C-Daten unter Einbeziehung von Kalibrationsmodellen nur eine recht kurze Koexistenz von Werkzeugkulturen später Neandertaler und des frühen Jungpaläolithikums in einem Zeitfenster von zwei- bis dreitausend Jahren an.[42][43]

Die Werkzeuge und Waffen der Cro-Magnon-Menschen des Aurignacien waren denjenigen der letzten Neandertaler (Szeletien, Châtelperronien bis etwa 35.000 BP) nicht signifikant überlegen, weisen jedoch spezifisch neue Merkmale auf. Eine wechselseitige Beeinflussung der materiellen Kultur (Steinwerkzeuge, Schmuck) wird diskutiert, kann jedoch nur im Fall der Typuslokalität Châtelperron (Département de l'Allier) durch Interstratifikation der Schichten belegt werden.[44][45]

Mit dem Gravettien ist eine erhebliche technische Verfeinerung der Artefakte des Cro-Magnon-Menschen zu verzeichnen, wie das Einkleben von Rückenmessern in Speere, die spätestens seit dem Solutréen mit Speerschleudern abgeworfen wurden. Die Speerschleuder war im Magdalénien Südwesteuropas massenhaft verbreitet und zu dieser Zeit die wichtigste Jagdwaffe. Am Ende des Jungpaläolithikums ist mit zunehmender Bewaldung erstmals der Bogen als Waffe nachgewiesen.

Kunst

Hauptartikel: Felsbilder, Höhlenmalerei, Petroglyphen, Jungpaläolithische Kleinkunst, Venusfigurinen

Von Cro-Magnon-Menschen des Aurignacien sind die ältesten Höhlenmalereien bekannt (Chauvet-Höhle), wobei als gemaltes Motiv Tierdarstellungen bei weitem überwiegen. Zur selben Zeit treten Petroglyphen (Felsritzungen) auf (La Ferrassie, Höhle von Pair-non-Pair), die es bis in die Gegenwart gibt. Der quantitative Höhepunkt der Felsbildkunst wird im Magdalénien erreicht (zum Beispiel Höhle von Lascaux, Höhle von Altamira).

Neben den Felsbildern (Art parietal) ist seit dem Aurignacien eine Vielzahl jungpaläolithischer Kleinkunst (Art mobilier) überliefert, wie Elfenbeinschnitzereien, Stein- und Knochenskulpturen.[46] Kunstwerke aus anderen organischen Materialien (zum Beispiel Holz) waren wahrscheinlich ebenfalls in Gebrauch, sind archäologisch aber nicht nachweisbar. Auf Tätowierung und/ oder Körperbemalung kann aus den oberflächigen Verzierungen einiger figürlicher Darstellungen geschlossen werden. Als mögliche Beispiele können Kerbmuster auf dem Oberarm des Löwenmenschen vom Hohlenstein-Stadel oder der Venus vom Hohlen Fels angeführt werden. Die Interpretation ist hier insofern unsicher, als auch gleich alte Tierfiguren aus der Vogelherdhöhle und dem Geißenklösterle solche Ornamente aufweisen. Sofern es sich um Totem-Darstellungen handelt, wäre die Übertragung menschlicher Merkmale jedoch plausibel.[47][48]

Siehe auch

Einzelnachweise

Rekonstruktion einer Cro-Magnon-Frau im Neanderthal-Museum
  1. www.talkorigins.org
  2. Louis Lartet: Une sépultre des Troglodytes du Périgord (crânes des Eyzies). Bulletins de la Société d'Anthropologie de Paris, Band 3, 1868, S. 335–49
  3. Louis Lartet: Mémoire sur une sépulture des anciens troglodytes de Périgord. In: Annales des sciences naturelles II Zoologie, 5ème Série, X, 1868, 141 S., 6 Tafeln
  4. Jean Louis Armand de Quatrefages, Ernest Hamy: L'Espèce humaine. 1877
  5. D. Henry-Gambier, R. W. White: New chrono-cultural data on the Cro-Magnon and Combe-Capelle human remains (Dordogne, France): consequences for the biocultural origins of modern humans in Europe. In: Annual Meetings of the Paleoanthropology Society, Tempe, Arizona 2003.
  6. D. Henry-Gambier: Les fossiles de Cro-Magnon (Les Eyzies-de-Tayac, Dordogne): Nouvelles donnees sur leur Position chronologique et leur attribution culturelle. In: Bull. et Mém. de la Société d’Anthropologie de Paris, Band 14, 2002, S. 89-112.
  7. Stefano Benazzi et al.: Early dispersal of modern humans in Europe and implications for Neanderthal behaviour. In: Nature, Published online 02 November 2011 doi:10.1038/nature10617
  8. Tom Higham et al.: The earliest evidence for anatomically modern humans in northwestern Europe. Nature, Published online 02 November 2011 doi:10.1038/nature10484
  9. Trinkaus, E.: European early modern humans and the fate of the Neandertals. In: PNAS. Bd. 104, 2007, S. 7367–7372 doi:10.1073/pnas.0702214104
  10. E. Trinkaus u. a.: Early modern human cranial remains from the Peștera cu Oase, Romania. In: Journal of Human Evolution. Band 45, 2003, S. 255–259 doi:10.1016/j.jhevol.2003.08.003
  11. E. Trinkaus et al.: An early modern human from Peștera cu Oase, Romania. In: PNAS; Band 100, Nr. 20, 2003, S.11231–11236 doi:10.1073/pnas.2035108100
  12. Hélène Rougier u. a.: Peștera cu Oase 2 and the cranial morphology of early modern Europeans. In: PNAS, Band 104, Nr. 4, 2007, S. 1165–1170 doi:10.1073/pnas.0610538104
  13. E. M. Wild, M. Teschler-Nicola, W. Kutschera, P. Steier, E. Trinkaus, W. Wanek: Direct dating of Early Upper Palaeolithic human remains from Mladeč. In: Nature, Band 435, 2005, S. 332-335 doi:10.1038/nature03585
  14. Zur Datierung von Mladeč
  15. Sinitsyn, A.A., Allsworth-Jones, P., Housley, R.A.: Kostenki 14 (markina gora): New AMS dates and their significance within the context of the site as a whole. Prehistoire Europeene, 1996, S. 269-271
  16. Sinitsyn, A.A.: Kostenki 14 (markina gora): Data, problems, and perspectives. Prehistoire Europeene, 1996, S. 273-313
  17. P. B. Pettitt, M. Richards, R. Maggi and V. Formicola: The Gravettian burial known as the Prince („Il Principe“): new evidence for his age and diet. In: Antiquity, Band 77/295, 2003, S. 15–19
  18. K. Absolon, B. Klíma: Předmosti. Ein Mammutjägerplatz in Mähren. In: Fonte Archaeologiae Moraviae VIII (Praha), 1977.
  19. E. Vlček: Relations morphologiques des types humains fossiles de Brno et Cro-Magnon au Pleistocene Supérieur d'Europe. In: Camps, G., Olivier, G. (Eds.), L’Homme de Cro-Magnon. Arts et Me´tiers Graphiques, Paris, 1970, S. 59-72
  20. Martin Oliva: The Brno II Upper Palaeolithic burial. In: Roebroeks, W.; Mussi, M.; Svoboda, J. & Fennema, K. (Hrsg.): Hunters of the Golden Age. Kolloquium Pavlov. Annalecta Praehistorica Leidensia 31. Leiden. 2000, S. 143-154
  21. David Caramelli et al.: A 28,000 years old Cro-Magnon mtDNA sequence differs from all potentially contaminating modern sequences. In: PLoS One. 3, e2700 (2008), doi:10.1371/journal.pone.0002700
  22. J. Krause, et al.: A complete mtDNA genome of an early modern human from Kostenki, Russia. Curr. Biol. 20, 2010, S. 231–236
  23. H. Klaatsch, O. Hauser: Homo Aurignaciensis Hauseri – Ein paläolithischer Skelettfund aus dem unteren Aurignacien der Station Combe Capelle bei Montferrand (Périgord). In: Prähistorische Zeitschrift I, Band 3/4, 1910, S. 273-338
  24. Almut Hoffmann, Dietrich Wegner: Homo Aurignaciensis Hauseri – Ein paläolithischer Skelettfund aus dem unteren Aurignacien der Station Combe Capelle bei Montferrand/Périgord. In: Acta Praehistorica et Archaeologica Acta Praehistorica et Archaeologica Bd. 35, 2003, S. 113-137 ISSN 0341-1184
  25. Almut Hoffmann et al.: The Homo aurignaciensis hauseri from Combe-Capelle - A Mesolithic burial. Journal of Human Evolution 61(2), 2011, S. 211-214 doi:10.1016/j.jhevol.2011.03.001
  26. Heng Li, Richard Durbin: Inference of human population history from individual whole-genome sequences. Nature, 2011; Published online 13 July 2011 doi:10.1038/nature10231
  27. Richard E. Green u. a.: A Complete Neandertal Mitochondrial Genome Sequence Determined by High-Throughput Sequencing. In: Cell, Band 134, Nr. 3, 2008, S. 416–426, doi:10.1016/j.cell.2008.06.021
  28. Wighard von Koenigswald: Lebendige Eiszeit. Wissenschaftsliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2002, S. 167
  29. Olaf Jöris, Martin Street: At the end of the 14C time scale – the Middle to Upper Paleolithic record of Western Eurasia. In: Adler, D.S., Jöris, O. (Eds.): Setting the Record Straight: Toward a Systematic Chronological Understanding of the Middle to Upper Paleolithic Boundary in Eurasia. Journal of Human Evolution 55, 2008, S. 782–802 doi:10.1016/j.jhevol.2008.04.002
  30. a b Ron Pinhasi et al.: Revised age of late Neanderthal occupation and the end of the Middle Paleolithic in the northern Caucasus. PNAS May 9, 2011 doi:10.1073/pnas.1018938108
  31. Caramelli D., Milani L., Vai S., Modi A., Pecchioli E. u. a.: A 28,000 Years Old Cro-Magnon mtDNA Sequence Differs from All Potentially Contaminating Modern Sequences. In: PLoS ONE 3(7), 2008: e2700. doi:10.1371/journal.pone.0002700
  32. B. Bramanti u.a. 2009: Genetic Discontinuity Between Local Hunter-Gatherers and Central Europe’s First Farmers. Science Vol. 326, No 5949, S. 137-140 doi:10.1126/science.1176869
  33. Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Daniel Billioud, Marylène Patou-Mathise, and Bernard Vandermeersch: Isotopic evidence for diet and subsistence pattern of the Saint-Césaire I Neanderthal: review and use of a multi-source mixing model. In: Journal of Human Evolution, Band 49, Nr. 1, 2005, S. 71-87 doi:10.1016/j.jhevol.2005.03.003
  34. Michael P. Richards, Paul B. Pettitt, Mary C. Stiner, Erik Trinkaus: Stable isotope evidence for increasing dietary breadth in the European mid-Upper Paleolithic. In: PNAS, Band 98, Nr. 11, 2001, S. 6528–6532 doi:10.1073/pnas.111155298
  35. D. Drucker, H. Bocherens: Carbon and nitrogen stable isotopes as tracers of change in diet breadth during Middle and Upper Palaeolithic in Europe. In: International Journal of Osteoarchaeology, Band 14, Nr. 3-4, S. 162-177 doi:10.1002/oa.753
  36. M.P. Richards, R. Jacobi, C. Stringer, P.B. Pettitt, J. Cook: Isotope evidence for the intensive use of marine foods by Late Upper Palaeolithic humans. In: Journal of Human Evolution, Band 49, Nr. 3, 2005, S. 390-394 doi:10.1016/j.jhevol.2005.05.002
  37. P. B. Pettitt, M. Richards, R. Maggi and V. Formicola: The Gravettian burial known as the Prince („Il Principe“): new evidence for his age and diet. In: Antiquity 77/295, 2003, S. 15–19
  38. Drucker, D. G., Henry-Gambier, D.: Determination of the dietary habits of a Magdalenian woman from St Germain-la-Rivière in southwestern France using stable isotopes. In: Journal of Human Evolution, Band 49, 2005, S. 19–35 doi:10.1016/j.jhevol.2005.02.007
  39. M. P. Richards, R. E. M. Hedges, R. Jacobi, A. Current, C. Stringer: FOCUS: Gough's Cave and Sun Hole Cave Human Stable Isotope Values Indicate a High Animal Protein Diet in the British Upper Palaeolithic. In: Journal of Archaeological Science, Band 27, Nr. 1, S. 1-3 doi:10.1006/jasc.1999.0520
  40. E. Garcia-Guixé, J. Martínez-Moreno, R. Mora, M. Núñez, M.P. Richards: Stable isotope analysis of human and animal remains from the Late Upper Palaeolithic site of Balma Guilanyà, southeastern Pre-Pyrenees, Spain. In: Journal of Archaeological Science, Band 36, Nr. 4, 2009, S. 1018–1026 doi:10.1016/j.jas.2008.12.001
  41. Wil Roebroeks: Time for the Middle to Upper Paleolithic transition in Europe. Journal of Human Evolution, Volume 55/5, 2008, S. 918-926 doi:10.1016/j.jhevol.2008.08.008
  42. Olaf Jöris, Martin Street: At the end of the 14C time scale – the Middle to Upper Paleolithic record of Western Eurasia. In: Adler, D.S., Jöris, O. (Eds.): Setting the Record Straight: Toward a Systematic Chronological Understanding of the Middle to Upper Paleolithic Boundary in Eurasia. Journal of Human Evolution 55, 2008, S. 782–802 doi:10.1016/j.jhevol.2008.04.002
  43. Thomas Higham u. a.: Problems with radiocarbon dating the Middle to Upper Palaeolithic transition in Italy. Quaternary Science Reviews 28/13-14, June 2009, S. 1257–1267 doi:10.1016/j.quascirev.2008.12.018
  44. Zilhão, J., D'Errico, F., Bordes, J., Lenoble, A., Texier, J., Rigaud, J.: Analysis of Aurignacian interstratification at the Chatelperronian-type site and implications for the behavioral modernity of Neandertals. In: PNAS, Band 103, Nr. 33, 2006, S. 12643–12648 doi:10.1073/pnas.0605128103
  45. Paul Mellars, Brad Gravina, Christopher Bronk Ramsey: Confirmation of Neanderthal/modern human interstratification at the Chatelperronian type-site. In: PNAS, Band 104, Nr. 9, 2007, S. 3657–3662
  46. J. Hahn: Kraft und Aggression. Die Botschaft der Eiszeitkunst im Aurignacien Süddeutschlands? In: Archaeologica Venatoria, Band 7, Tübingen 1986
  47. Martin Porr: Reflections of human beings: The Aurignacian art of central Europe. Unpublished PhD Thesis, University of Southampton, 2002
  48. H. R. Bell, M. Porr: ‘Rock-art’, ‘animism’ and two-way thinking. Towards a complementary epistemology in the understanding of material culture and ‘rock-art’ of hunting and gathering people. Journal of Archaeological Method and Theory. doi:10.1007/s10816-011-9105-4

Literatur

  • Friedemann Schrenk: Die Frühzeit des Menschen. Der Weg zum Homo sapiens. CH Beck, 1997, S. 114, ISBN 3-406-41059-6
  • H. V. Vallois: La Découverte des hommes de Cro-Magnon, son importance anthropologique. In: Gabriel Camps, Georges Olivier (Hrsg.): L'homme de Cro-Magnon. Anthropologie et archaéologie 1868–1968. Paris 1970.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Cro Magnon Mensch — Schädel eines Cro Magnon Menschen Zeitraum Jungpleistozän (Aurignacien) 35.000 bis 10.000 Jahre Fossilfundorte Cro Magnon und ganz Europa …   Deutsch Wikipedia

  • Cro-Magnon — Cro Magnon …   Deutsch Wikipedia

  • Crô-Magnon — Crô Ma|gnon auch: Crô Mag|non 〈[kromanjɔ̃:] f. 19; unz.〉 = Cromagnon * * * Cro Magnon   [kroma ɲɔ̃], Abri (Halbhöhle) im Vézèretal bei Les Eyzies de Tayac im Département Dordogne, Frankreich. Im Abri Cro Magnon wurden 1868 altpaläolitische… …   Universal-Lexikon

  • Mensch: Wo entstand der moderne Mensch? —   Die Geschichte der paläoanthropologischen Forschung nach dem Ursprung des modernen Menschen ist eine Geschichte der Kontroversen. Führt die Frage nach Ort und Zeitraum ihrer Entwicklung bereits im Fall der frühen Hominiden zu… …   Universal-Lexikon

  • Mensch — Darstellung des Menschen von Leonardo da Vinci Systematik Teilordnung: Altweltaffen (Catarrhini) …   Deutsch Wikipedia

  • Mensch: Sein Lebensraum —   Der Mensch teilt sich den Lebensraum Erde mit zahllosen anderen Organismenarten. Namentlich bekannt sind etwa 1,8 Millionen, dazu kommen noch mehrere Millionen bislang unbekannter Arten. Der Mensch stellt zwar rein biologisch betrachtet nur… …   Universal-Lexikon

  • Mensch: Entwicklungslinien in Afrika —   Während die Entwicklung in Europa von den Anteneandertalern zu den immer massiger gebauten späten Neandertalern führte, zeichnet sich für den afrikanischen Kontinent eine völlig andere Entwicklungslinie ab. Hier lassen die Funde der letzten 600 …   Universal-Lexikon

  • Oberkasseler Mensch — Das Doppelgrab von Oberkassel ist ein archäologischer Fund im Bonner Stadtteil Oberkassel. Im Februar 1914 entdeckten Steinbrucharbeiter das Grab. Unter flachen Basaltblöcken und eingehüllt von einer spärlichen Lage durch Rötel rotgefärbten Lehms …   Deutsch Wikipedia

  • Moderner Mensch — Mensch Darstellung des Menschen von Leonardo da Vinci Systematik Teilordnung …   Deutsch Wikipedia

  • Es war einmal… der Mensch — Seriendaten Deutscher Titel Es war einmal… der Mensch Originaltitel Il était une fois… l’homme …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.