DVB-T

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DVB-T
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DVB-T (Abk√ľrzung f√ľr engl. ‚ÄěDigital Video Broadcasting ‚Äď Terrestrial‚Äú; also dt. ‚ÄěDigitales Antennenfernsehen‚Äú) bezeichnet die terrestrische (erdgebundene, per Antenne) Verbreitung digitaler Radio-, Fernseh- und Datensignale in der Erdatmosph√§re. DVB-T ist eine Variante des Digital Video Broadcasting (DVB), die vor allem in verschiedenen europ√§ischen, asiatischen und afrikanischen Staaten sowie in Australien als Standard f√ľr die √úbertragung von digitalem Fernsehen und H√∂rfunk per Antenne verwendet wird. Das nordamerikanische Pendant zu DVB hei√üt ATSC, das japanische ISDB und das der Volksrepublik China DTMB (fr√ľher DMB-T/H). DVB-T ist in den verschiedenen L√§ndern oft unter einer anderen Abk√ľrzung bekannt, im Vereinigten K√∂nigreich und Irland wird beispielsweise die Bezeichnung ‚ÄěDigital Terrestrial Television (DTT)‚Äú und auch, soweit nicht kostenpflichtig (‚ÄěPay-TV‚Äú), ‚ÄěFreeview‚Äú, in Spanien ‚ÄěTelevisi√≥n Digital Terrestre (TDT)‚Äú oder in Frankreich ‚ÄěT√©l√©vision num√©rique terrestre (TNT)‚Äú verwendet.

Weltweite Standards f√ľr digitalen Video-Rundfunk

Inhaltsverzeichnis

Technik

Nettobitraten in Mbit/s f√ľr ein DVB-T-System ‚Äď 8-MHz-Kanal
Modu-
lation
Code-
rate
Guard interval (Schutzintervall)
1/4 1/8 1/16 1/32
QPSK 1/2 4,976 5,529 5,855 6,032
2/3 6,635 7,373 7,806 8,043
3/4 7,465 8,294 8,782 9,048
5/6 8,294 9,216 9,758 10,053
7/8 8,709 9,676 10,246 10,556
16-QAM 1/2 9,953 11,059 11,709 12,064
2/3 13,271 14,745 15,612 16,086
3/4 14,929 16,588 17,564 18,096
5/6 16,588 18,431 19,516 20,107
7/8 17,418 19,353 20,491 21,112
64-QAM 1/2 14,929 16,588 17,564 18,096
2/3 19,906 22,118 23,419 24,128
3/4 22,394 24,882 26,346 27,144
5/6 24,882 27,647 29,273 30,160
7/8 26,126 29,029 30,737 31,668

Die f√ľr DVB-T genutzten √úbertragungsfrequenzen entsprechen den schon vom analogen Rundfunk bekannten UHF- und VHF-Kan√§len, von denen in Westeuropa im VHF-Bereich jeder 7 MHz und im UHF-Bereich jeder 8 MHz umfasst.[1]

  • VHF Band III
    • Kanal 5 bis Kanal 12
      Frequenz = Kanalnummer · 7 MHz + 142,5 MHz
      Frequenzband 177.5 MHz - 226.5 MHz
  • UHF Band IV und V
    • Kanal 21 bis Kanal 69
      Frequenz = Kanalnummer · 8 MHz + 306 MHz
      Frequenzband 474 MHz - 858 MHz

Bei der digitalen Ausstrahlung lassen sich diese Kan√§le effizienter ausnutzen als bei analoger Technik, da mehrere Sender pro Kanal √ľbertragen werden k√∂nnen. Es wird COFDM (Coded Orthogonal Frequency Division Multiplex) als Modulationsverfahren verwendet. Innerhalb der zur Verf√ľgung stehenden Bandbreite ‚Äď 7 MHz bei VHF und 8 MHz bei UHF ‚Äď werden mehrere tausend Einzeltr√§ger gesendet. Jeder dieser Einzeltr√§ger wird dann wiederum mit einem der drei f√ľr DVB-T festgelegten Modulationsverfahren QPSK, 16-QAM oder 64-QAM moduliert.

Spektrum eines DVB-T Signals (8k Mode)

Als Modulationsart wurde COFDM gew√§hlt, da sich die bei DVB-S und DVB-C verwendeten Verfahren QPSK bzw. QAM f√ľr die Ausbreitungscharakteristik terrestrischer Wellen im VHF/UHF-Bereich als ung√ľnstig erwiesen haben. Hinzu kommt, dass Kabel- und Satellitenempf√§nger weder daf√ľr ausgelegt zu sein brauchen, dass sich die Empf√§nger bewegen, noch daf√ľr, dass mehrere Sender im Empfangsbereich aktiv sind. Da bei DVB-T h√§ufig mehrere Senderstandorte dasselbe Programm auf derselben Frequenz abstrahlen (sogenannter Gleichwellenfunk), unterscheiden sich regional einzelne Codierparameter der Ausstrahlung, wie zum Beispiel die L√§nge des Schutzintervalles. Diese Einstellungen wirken sich direkt auf die Nutzdatenrate der Aussendung aus.

Die praktisch erreichte Datenrate pro Kanal liegt je nach eingestellten Parametern zwischen circa 12 Mbit/s und 20 Mbit/s. Z.B. stellt Nordrhein-Westfalen aufgrund der niedrigeren Senderdichte und des damit einhergehenden l√§ngeren Schutzintervalles nur 12,75 Mbit/s bereit, wogegen in Berlin 14,75 Mbit/s erzielt werden. Nach Angaben von DVB-T-Mitteldeutschland erreicht man dort bei 64-QAM bis zu 20 Mbit/s. Die Datenrate eines Kanals (nicht zu verwechseln mit einem Multiplex[2]) wird auf mehrere (meistens vier) Programme aufgeteilt. Jedes einzelne Programm bekommt somit eine mittlere Bitrate von circa 3 bis 3,5 Mbit/s. Zum Vergleich: F√ľr eine dem heutigen analogen PAL-Fernsehsignal gleichwertige Bildqualit√§t werden bei digitaler √úbertragung circa 3 bis 5 Mbit/s ben√∂tigt, auf DVDs werden maximal Datenraten bis zu 9,8 Mbit/s verwendet.

Bei der √úbertragung von Bildern mit hohem Bewegungsanteil (z.B. Action- oder Sportszenen) mit nur 3,5 Mbit/s kann es zur Bildung von sogenannten Blockartefakten (Kl√∂tzchenbildung) kommen. Die Sendezentrale (Playoutcenter) hat jedoch die M√∂glichkeit, die Datenrate jedes Programms innerhalb des Multiplexes dynamisch zuzuweisen. Rein statistisch betrachtet wird nicht auf allen Programmen gleichzeitig die volle Bandbreite ben√∂tigt. In der Praxis sind jedoch nur wenige Sender in der Lage, diese M√∂glichkeit auszusch√∂pfen, stattdessen reduzieren sie lieber die Bildaufl√∂sung und liefern so ein unscharfes Bild, das jedoch weniger Artefakte enth√§lt. Da Artefakte wesentlich auff√§lliger sind als unscharfe Bilder, haben die meisten Zuschauer kein Problem mit diesem ‚ÄěKunstgriff‚Äú.

Wie bei den anderen DVB-Varianten auch wird bei DVB-T der sogenannte ‚ÄěMultiplex‚Äú (die gesamten Daten, die auf einem Kanal √ľbertragen werden, enthalten in der Regel mehrere Programme) als MPEG-2-Transportstrom √ľbertragen. Das darf nicht verwechselt werden mit der Codierung der einzelnen Video-Datenstr√∂me (engl. ‚Äěvideo streams‚Äú) der enthaltenen Programme, diese k√∂nnen unabh√§ngig davon mit einem beliebigen Video-Encoder komprimiert werden; daf√ľr wird bisher haupts√§chlich MPEG-2-Video verwendet. Es ist aber technisch auch problemlos m√∂glich, mit MPEG-4-AVC (H.264) codierte Video-Datenstr√∂me zu versenden, wie es beispielsweise in Slowenien praktiziert wird.

Der Nachfolger: DVB-T2

‚Üí Hauptartikel: DVB-T2

Seit Anfang 2006 arbeitet eine Projektgruppe des Industriekonsortiums DVB Project mit Sitz in Le Grand-Saconnex in der N√§he von Genf an einem neuen DVB-T-Standard, DVB-T2 genannt, der signifikante technische Verbesserungen beinhalten soll. Alte Ger√§te werden DVB-T2 nicht empfangen k√∂nnen. Sehr wahrscheinlich werden f√ľr die Decodierung von DVB-T2 geeignete Ger√§te auch den bisherigen Standard DVB-T entschl√ľsseln k√∂nnen.

MPEG-4/AVC anstatt MPEG-2

Insbesondere in einigen L√§ndern Osteuropas, in denen sich DVB-T zurzeit erst in der Planung bzw. Testphase befindet, ist das Interesse an MPEG-4-AVC-codiertem DVB-T2 deutlich gr√∂√üer als an der in Westeuropa √ľblichen √§lteren MPEG-2-Codierung. Teilweise wird MPEG-4 bereits bei DVB-T verwendet. Somit d√ľrfte sich mittelfristig ein ‚ÄěBruch‚Äú zwischen Ost- und Westeuropa ergeben, was die grenz√ľberschreitende Nutzung entsprechender Set-Top-Boxen angeht. In D√§nemark soll die Umstellung f√ľr das erste Programmpaket voraussichtlich 2012 erfolgen, neue Programme k√∂nnten bereits von Anfang an DVB-T2 verwenden.[3] Derzeit wird die MPEG-4-Unterst√ľtzung von DVB-T-Receivern in der Regel durch Conditional-Access-Module nachger√ľstet.[4] Wo das nicht m√∂glich ist, ist ein neues Empfangsger√§t mit MPEG-4 (H.264) notwendig.

In Stuttgart werden ab 15. Oktober 2009 erstmals regul√§r TV-Programme via DVB-T mit MPEG4-Kompression ausgestrahlt, im Raum Halle/Leipzig ab Dezember 2009.[5] Das empfangbare Angebot umfasst die Sender RTL Television, RTL II, Super RTL und Vox. Dar√ľber hinaus sollen mit den Sendern ‚ÄěRTL Crime‚Äú und ‚ÄěRTL Passion‚Äú noch zwei Pay-TV-Programme vermarktet werden. Diese werden f√ľr ein Jahr ab Ger√§tekauf kostenfrei angeboten.[6] Durch die Grundverschl√ľsselung der privaten Sender einschlie√ülich der kostenlosen Programme, f√ľr die ein Conax-kompatibles Ger√§t mit Smartcard n√∂tig ist, sind die Verkaufszahlen entsprechender Endger√§te jedoch bisher niedrig.[7] Verbrauchersch√ľtzer sehen die Grundverschl√ľsselung kritisch. Die Folge sei Ungleichbehandlung der Zuschauer und mangelnde Interoperabilit√§t.[8]

Das ZDF stellt bereits f√ľr die Zukunft in Aussicht, hochaufl√∂sendes Fernsehen auch terrestrisch verbreiten zu wollen, derzeit sei die Kapazit√§t allerdings noch nicht ausreichend. ‚ÄěIn einigen Jahren‚Äú k√∂nne das jedoch mit der Einf√ľhrung verbesserter √úbertragungs- und Codierungstechnologien m√∂glich sein[9] ‚ÄĒ m√∂glicherweise ein indirekter Hinweis darauf, dass man die Entwicklung von DVB-T2 in Verbindung mit dem MPEG-4-Kodierungsverfahren abwarten will.

Vorteile von DVB-T gegen√ľber analogem Fernsehen

Gegen√ľber dem analogen PAL-System bietet DVB-T einige Vorteile:

Programmvielfalt und HDTV via DVB-T

Aufgrund digitaler Modulationsverfahren kombiniert mit Datenreduktion (in Deutschland derzeitig MPEG-2) k√∂nnen auf der Bandbreite eines herk√∂mmlichen analogen Kanals drei bis sechs Fernsehprogramme in Standardaufl√∂sung ausgestrahlt werden. Bei HDTV w√ľrde sich die Anzahl auf ein (1080p25 bzw. 1080i50) oder zwei (720p25) Fernsehprogramme reduzieren. Zuerst wurde HDTV via DVB-T in Australien regul√§r gesendet, es gibt aber auch in anderen L√§ndern inzwischen derartige Aussendungen, allerdings unter Nutzung des wesentlich effizienteren MPEG-4 AVC-Codecs (H.264), der bei gleicher Qualit√§t etwa 2,5 mal so viele Fernsehprogramme erlaubt (SDTV: 7 bis 14 Programme, HDTV 720p: 3 bis 6 Programme, HDTV 1080p: 1 bis 3 Programme). So laufen derzeit in Frankreich und Gro√übritannien Regelaussendungen von HDTV-Programmen √ľber DVB-T bzw. DVB-T2, die in MPEG-4 AVC codiert sind, au√üerdem in einigen skandinavischen L√§ndern sowie in S√ľdost-Europa und neuerdings in Italien. In Deutschland wird vorerst kein hochaufl√∂sendes Fernsehen √ľber DVB-T ausgestrahlt. Es gibt im Handel allerdings bereits Fernsehger√§te mit DVB-T HD Tuner.

Praktisch empfangbar sind in Deutschland je nach Region 8 bis 32 verschiedene Fernseh-Programme, in Grenzregionen auch mehr. Damit √ľbertr√§gt DVB-T weniger Sender, als im analogen Kabel zu empfangen sind, aber mehr als √ľber das bisherige analoge Antennenfernsehen. In einigen Regionen, wie in Baden-W√ľrttemberg, Rheinland-Pfalz oder Mitteldeutschland, werden ausschlie√ülich √∂ffentlich-rechtliche Sender √ľber DVB-T √ľbertragen, die privaten Sender verzichten dort aus Kostengr√ľnden auf eine Verbreitung via DVB-T.

DVB-T erreicht nicht die Programmanzahl von DVB-S (Satellit) und DVB-C (Kabel), die eine Übertragung von mehreren hundert Programmen ermöglichen. Die Bildqualität ist bei den in Deutschland verwendeten Datenraten mit vier Sendern pro Senderbouquet bei viel Bewegung im Bild erkennbar schlechter als bei DVB-S und DVB-C (siehe Bildqualität).

Zusatznutzen durch Verbreitung von Hörfunk

Technisch vorgesehen, aber bisher nur teilweise realisiert wurde die zus√§tzliche Verbreitungsm√∂glichkeit von H√∂rfunkprogrammen. In Deutschland gibt es derzeit nur in Berlin und Leipzig H√∂rfunk via DVB-T. Im Dezember 2009 wurden weiterhin 16 H√∂rfunksendepl√§tze in Hamburg ausgeschrieben, aufgrund geringer Resonanz von Anbieterseite wird dieser Sendeplatz jedoch f√ľr Fernseh- oder Telemediendienste zur Verf√ľgung gestellt.[10] In Berlin steht privaten Radiosendern ein halbes DVB-T-Bouquet zur Verf√ľgung. Dar√ľber werden 14 Programme √ľbertragen. In Leipzig k√∂nnen nur drei Programme ‚Äď Radio Leipzig und Radio Horeb[11] ‚Äď empfangen werden. Am 15. Juli 2009 fasste die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) den Beschluss, die beantragten Mittel f√ľr die DAB-Programme der ARD und des Deutschlandradio nicht freizugeben (siehe dazu DAB), da die Wirtschaftlichkeit der Projekte nicht nachgewiesen werden konnte. Seitdem ist auch DVB-T als Ausweg aus der DAB-Krise im Gespr√§ch. Einige ARD-Anstalten zeigen sich einer m√∂glichen Pr√ľfung, Radio √ľber diesen Verbreitungsweg zu √ľbertragen, grunds√§tzlich aufgeschlossen. Siehe dazu auch: Digitalradio, Abschnitt Digitales Antennenfernsehen (DVB-T).

Sendeleistung

Der Systemgewinn von DVB-T gegen√ľber analogem Fernsehen h√§ngt stark von der konkreten Modulation (QPSK, 16-QAM oder 64-QAM), der eingesetzten Fehlerkorrektur (es k√∂nnen zwischen 12 % und 50 % der Bruttodatenrate f√ľr die Fehlerkorrektur verwendet werden) wie auch dem ab, was man als st√∂rungsfreien Analogempfang als Referenz (√ľblich sind Werte zwischen 40 dB und 52 dB SNR) einstuft. Der in den Medien angegebene Wert von 10 dB ist daher mit allergr√∂√üter Vorsicht zu genie√üen, je nach Rahmenbedingungen kann der Systemgewinn zwischen 0 dB und 35 dB liegen.

Der Umgang mit dem Systemgewinn ist unterschiedlich:

  • In Gro√übritannien wurde er zur Erh√∂hung der Reichweite und zum Zwecke eines m√∂glichst einfachen Empfangs genutzt. Es wird weiterhin mit den zu Analog-Zeiten √ľblichen 100 kW gesendet. Indoor-Empfang ist dadurch auch au√üerhalb von Ballungszentren oder in Fahrzeugen selten ein Problem.
  • In Deutschland wurde die Sendeleistung (meist auf 10 % der √ľblichen 100 kW) gesenkt. Mittlerweile ist aber an vielen Standorten vor allem die Sendeleistung im UHF-Bereich wieder angehoben worden (50 kW, aber auch 100 kW sind an vielen Standorten wieder √ľblich).

Durch fortschreitende Digitalisierung anderer Bundesländer wie auch der Nachbarstaaten sinkt die Interferenzgefahr mit alten analogen Fernsehsendern.

Sendeantennen

Die Bandbreite der Sendefrequenzen des DVB-T-Bouquets ist identisch mit der analoger Fernsehkan√§le, so dass grunds√§tzlich die Sendeantennen weiter genutzt werden k√∂nnen. Dennoch mussten an vielen Standorten die Sendeantennen ausgetauscht werden, da f√ľr den DVB-T-Betrieb h√§ufig andere Kan√§le genutzt werden als f√ľr das Analogfernsehen, so dass die alte Antenne diese Frequenzen nicht optimal ausstrahlen konnte. Auch wurde manchmal die Polarisation mit der Umstellung auf DVB-T in vertikale Polarisation ge√§ndert, um den Mobilempfang zu verbessern.

Empfangsqualität

Eine Eigenschaft des eingesetzten COFDM ist die F√§higkeit, dass sich Hochfrequenzreflexionen (Mehrwegempfang) nicht mehr im Bild bemerkbar machen k√∂nnen. Bei g√ľnstiger Konstellation kann die Empfangsqualit√§t sogar vom Mehrwegeempfang profitieren. Beim Empfang analoger Fernsehsignale machen sich unerw√ľnschte Reflexionen des Empfangssignals als sogenanntes Geisterbild bemerkbar, das hei√üt, √ľber dem normalen Bild erscheint das gleiche Bild nochmals, leicht seitlich versetzt und deutlich schw√§cher. Bei COFDM hingegen werden teilweise auch die aus den reflektierten Signalen empfangenen Echos, die innerhalb einer bestimmten Zeitspanne eintreffen, noch decodiert und zur Wiederherstellung des gesendeten Bildes genutzt.

Die Empfangsqualität hängt ab von:

  • der Senderdichte (abh√§ngig von der L√§nge des Guard-Intervalls und nat√ľrlich der Senderleistung)
  • den Fahrzeuggeschwindigkeiten und Bewegungsrichtungen (Dopplereffekte bei mehr als einem DVB-T-Sender)
  • allgemeinen Empfangsbeeintr√§chtigungen durch
    • dynamischen Mehrwegeempfang im Fahrbetrieb z.B. durch bebaute Gebiete
    • Pegeleinbr√ľche aufgrund Abschattungen durch Fahrzeuge, Unterf√ľhrungen, etc.
    • Schwachsignalbereiche d. h. Unterschreitung des Mindestpegels
    • Richtwirkungen und allgemeiner Verst√§rkungswirkung von integrierten Fahrzeugantennen
    • sowie allen m√∂glichen Kombinationen dieser Effekte
Selbstgebaute "Schmetterlings"-Zimmerantenne f√ľr den DVB-T-Empfang

Durch aufwendigen Diversityempfang mittels geeigneter Diversity-Konzepte, d.h. mehrerer DVB-T-Empfangsz√ľge an mehreren Antennensystemen und einer geschickten Kombination der Datenstr√∂me und/oder optimierten Kanalsch√§tzungsverfahren (MRC-Diversity) kann eine deutliche Steigerung der Empfangsqualit√§t im 2k- (gro√üer Abstand der Einzeltr√§ger) und 8k-Mode (kleiner Abstand, √ľblicherweise verwendet) f√ľr den mobilen Betrieb auch im oberen Geschwindigkeitsbereich erreicht werden.

Beim Empfang von terrestrischen Signalen, egal ob analog oder digital, kommt es relativ oft zu St√∂rungen und Signalaussetzern. Daf√ľr gibt es mehrere Gr√ľnde:

  • Viele Zimmerantennen sind nur f√ľr den UHF-Bereich optimiert und liefern im VHF-Bereich III (Kanal 5 bis 12) schlechten Empfang. Abhilfe erm√∂glicht oft ein etwa 90 cm langer an der Antennenspitze angebrachter Draht, wodurch sich dann allerdings wiederum der UHF Empfang verschlechtern kann.
  • Viele vor allem neuere Geb√§ude schirmen die hochfrequenten Signale stark ab, da sie oftmals dicke Betonw√§nde enthalten. Die Antenne sollte daher m√∂glichst in der N√§he eines Fensters aufgestellt werden.
  • Innerhalb einer Wohnung ist oftmals ein durch zahlreiche elektrische Ger√§te (z.B. Energiesparlampen, Computer, Mobiltelefon, DECT) verursachter hoher St√∂rpegel vorhanden. F√ľr einen ausreichenden Empfang muss das DVB-T-Signal st√§rker sein als der St√∂rpegel am Aufstellungsort der Antenne. Der VHF-Bereich (Kan√§le 5 bis 12) ist im Allgemeinen vom St√∂rpegel st√§rker betroffen als der UHF-Bereich (Kan√§le 21 bis 69). Qualitativ hochwertige, speziell f√ľr DVB-T konzipierte Zimmerantennen mit aktiver Signalverst√§rkung filtern viele dieser St√∂reinfl√ľsse aus, etwa mittels integrierter GSM/DECT-Frequenzfilterschaltungen bzw. verst√§rken dadurch ausschlie√ülich die Signale im DVB-T-Frequenzbereich.
  • Innerhalb der Wohnung kann es viel h√§ufiger zu Signalreflexionen kommen als auf dem Dach.
  • Durch Bebauung kann das Signal abgeschw√§cht und durch vorbeifahrende Autos kurzzeitig ausgel√∂scht werden. Je niedriger eine Wohnung gelegen ist, desto niedriger sind in der Regel die Empfangspegel.
  • Ein schwaches DVB-T-Signal, welches bei guter Witterung gerade noch f√ľr einen fehlerfreien Empfang ausreicht, kann sich durch Schnee oder Regen evtl. soweit verschlechtern, dass Empfangsaussetzer auftreten.
klassische Hausantennen-Anlage mit UHF-, VHF III-, UKW- und Satellitenantenne

Bei g√ľnstiger Empfangslage (meistens in Ballungszentren) gen√ľgt f√ľr den Empfang h√§ufig eine einfache Zimmerantenne, die auch leicht selbst hergestellt werden kann. Ansonsten ist meist die vielerorts noch vorhandene Hausantennenanlage die optimale L√∂sung. Portable Fernsehger√§te k√∂nnen so bei entsprechender Senderabdeckung, Signalst√§rke und dadurch bedingter guter Signalqualit√§t √ľberall betrieben werden, unabh√§ngig von Kabel- oder Satellitenempfang; daher der in Deutschland zur Vermarktung verwendete Begriff ‚ÄěDas √úberallFernsehen‚Äú.

Nach dem Motto ‚ÄěDer beste Verst√§rker ist eine gute Antenne‚Äú kann die Empfangsqualit√§t durch entsprechende Richtantennen deutlich verbessert werden. Grunds√§tzlich ist es f√ľr eine Antenne, ob passiv oder aktiv, d.h. ohne oder mit integriertem Verst√§rker, unerheblich, ob DVB-T-Signale oder analoge Signale empfangen werden sollen. Die Polarisation der abgestrahlten Signale h√§ngt von den jeweiligen Sendeanlagen ab. Die Signale k√∂nnen entweder vertikal oder horizontal polarisiert sein. Dementsprechend m√ľssen auch die Elemente der Empfangsantenne entweder senkrecht oder waagerecht angeordnet montiert werden.

Sobald ein gewisser Mindestempfangspegel (inkl. Reserve) und somit Mindest-BER (Bit-Fehlerrate) erreicht ist, ist der Einsatz eines zus√§tzlichen Verst√§rkers grunds√§tzlich nicht mehr sinnvoll, da durch die entsprechenden Fehlerkorrekturen im Empf√§nger keine fehlerhaften Datensignale mehr vorliegen, d. h. es ist f√ľr die Stabilit√§t oder Empfangsqualit√§t unerheblich, ob man 10 dB oder 20 dB √ľber dem Mindestpegel liegt.

Abhilfe k√∂nnen hier eventuell aktive DVB-T-Antennen schaffen. Diese haben den Vorteil des integrierten Verst√§rkers, der Signalverluste aufgrund eines zu langen bzw. schlechten Antennenkabels kompensieren kann. Ein Antennenverst√§rker kann jedoch bei zu geringen Feldst√§rken ein Signal nicht verbessern, da zusammen mit dem Nutzsignal auch St√∂rrauschen und andere St√∂rungen in gleichem Ma√ü mitverst√§rkt werden. Der Nutzsignal / Rauschabstand (C/N) bleibt durch die Verst√§rkung gleich. Er kann sich durch einen Verst√§rker mit schlechter Rauschzahl sogar verschlechtern. Im anderen Extremfall, bei zu hohen Feldst√§rken, z. B. in direkter N√§he des Senders oder bei Anwesenheit eines starken St√∂rers wie DECT-Telefon, Schaltnetzteil etc., sind Antennenverst√§rker ebenfalls meist ungeeignet, da der hohe Signalpegel sowohl zur √úbersteuerung des Antennenverst√§rkers als auch des angeschlossenen DVB-T-Empf√§ngers f√ľhren kann. Durch √úbersteuerung werden neben Signalverzerrungen auch St√∂rfrequenzen (durch Intermodulation und Kreuzmodulation) erzeugt, die dann in anderen Frequenzbereichen auftreten. F√ľr aktive Antennen wird in der Regel ein Netzteil zur Stromversorgung ben√∂tigt, einige Receiver k√∂nnen den eingebauten Verst√§rker aber auch √ľber das Antennenkabel fernspeisen.[12]

Neben der Antenne spielt auch das Empfangsteil des Receivers selbst eine wichtige Rolle, hier gibt es große Unterschiede zwischen den Herstellern. So kann es sein, dass mit derselben Antenne in derselben Position das Gerät eines Herstellers Empfangsstörungen hat, während das eines anderen Herstellers problemlos funktioniert.

Wie beim analogen terrestrischen Fernsehen ist auch bei DVB-T √úberreichweitenempfang bei Inversionswetterlage, die in Mitteleuropa in den Monaten September bis November h√§ufig auftreten, m√∂glich. Sofern sich die Signale nicht gegenseitig st√∂ren, macht sich das atmosph√§risch bedingt schwankende √úberreichweitensignal durch eine schwankende Bildqualit√§t mit zeitweiligen Aussetzern (schwarzes oder ‚Äěeinfrierendes‚Äú Bild und Abriss der Ton√ľbertragung) oder Kl√∂tzchenbildung bemerkbar. In Gro√übritannien gibt es deshalb Fernsehen nur noch im UHF-Bereich. Das f√ľr diese St√∂rungen besonders anf√§llige VHF-Band I wird in Deutschland nicht f√ľr DVB-T genutzt.

Umsetzer

Da, wie im vorherigen Kapitel beschrieben, Mehrwegempfang bei DVB-T die Empfangsqualit√§t sogar verbessern kann, sind Umsetzer in den meisten F√§llen entbehrlich. Allerdings kann ihr Einsatz f√ľr die Versorgung von Gebieten, die in tief eingeschnittenen T√§lern oder Abschattungszonen liegen, dennoch unter Umst√§nden sinnvoll sein. Eine realisierte Anlage befindet sich in Wildemann im Harz.

Neue Standorte

An einigen Orten (Magdeburg, Halle, Leipzig und Wolfsburg) wurden f√ľr die Verbreitung von DVB-T-Programmen g√§nzlich neue Senderstandorte in Betrieb genommen. In Siegen wurde ein ehemaliger TV-Umsetzer (ehemals f√ľr ARD im VHF-III) und UKW/DAB-F√ľllsender zum DVB-T Sender ausgebaut.

Versorgung

DVB-T erm√∂glicht die l√ľckenlose Versorgung eines gro√üen Gebietes mit Fernsehprogrammen durch Verschaltung mehrerer √∂rtlich voneinander getrennter Fernsehsender zu einem sogenannten Gleichwellennetz (Single Frequency Network abgek. SFN). Alle Sender arbeiten dazu phasenstarr auf der gleichen Sendefrequenz. Somit wird f√ľr ein Programm auch auf gro√üer Fl√§che nur eine Frequenz ben√∂tigt.

Das analoge Fernsehen w√ľrde daf√ľr mehrere verschiedene Kan√§le ben√∂tigen, da die unvermeidlichen Laufzeitunterschiede der von verschiedenen Sendern empfangenen Signale zu starken Geisterbildern f√ľhren, im Extremfall sogar die Bildsynchronisation verhindern w√ľrden. Auch die f√ľr den Ton verwendete Frequenzmodulation ist nicht f√ľr Gleichwellenfunk geeignet. Bei einem gut geplanten Gleichwellennetz gibt es keine H√§user mehr, die im Funkschatten eines Berges durch einen Sender stehen und somit nur schlechten Fernsehempfang bekommen; das im analogen Betrieb √ľbliche hochkomplexe Arrangement von diversen F√ľllsendern auf verschiedensten Kan√§len entf√§llt.

Die Vorteile eines SFN erm√∂glichen bei den bisherigen DVB-T-Startinseln in Deutschland in Ballungsr√§umen auch einen Empfang ohne Au√üenantenne. Da die Funkwellen in ihrer Ausbreitung von den Mauern stark ged√§mpft werden, ist f√ľr einen stabilen Empfang ein relativ hoher Signalpegel notwendig. Daf√ľr w√§re bei nur einem einzigen Senderstandort in einem Ballungsgebiet eine weitaus h√∂here Sendeleistung notwendig, als sie bislang beim analogen Fernsehen eingesetzt wurde, denn der DVB-T-Systemgewinn liegt weit unter dem Wert, den das Signal durch die D√§mpfung an H√§usern innerhalb von Gro√üst√§dten verliert. Durch die Nutzung mehrerer Senderstandorte auf der gleichen Frequenz wird diesem Problem abgeholfen, da nun die Signale eine geringere Entfernung zu den Empf√§ngern zur√ľcklegen m√ľssen und die Signalst√§rke im Durchschnitt gleichm√§√üiger verteilt ist.

Aufzeichnung

Das digitale Format erm√∂glicht prinzipiell die verlustfreie Aufzeichnung und Vervielf√§ltigung ohne Neucodierung, etwa mit einer der diversen, bereits im Handel verf√ľgbaren Set-Top-Boxen mit eingebauter Festplatte. Die meisten Festplatten- und DVD-Rekorder leisten das bisher aber nicht. F√ľr PCs und Laptops gibt es DVB-T-PCI-Karten und externe, √ľber USB anzuschlie√üende DVB-T-Sticks, sowie PCMCIA-Karten. Die mitgelieferte Software dieser Ger√§te erlaubt es h√§ufig, das empfangene Programm ohne Qualit√§tseinbu√üen zu speichern. Bei Windows 7 (au√üer bei Windows 7 Starter und Home Basic), Windows Vista (au√üer Vista Home Basic und Business) sowie Windows XP Media Center Edition 2005 ist die Software f√ľr den Empfang und die Aufzeichnung auf die Festplatte bereits im Mediacenter integriert. Seit September 2008 ist es √ľber Play TV auch mit PlayStation 3 m√∂glich, DVB-T √ľber die in die Konsole integrierte Festplatte aufzuzeichnen. Unter Linux unterst√ľtzt praktisch jede zum DVB-Empfang geeignete Software das verlustfreie Aufzeichnen des Programmstroms als MPEG-Datei.

Kosten

F√ľr den terrestrischen Empfang fallen im Gegensatz zum Empfang via Kabel keine laufenden Geb√ľhren an den Kabelbetreiber an, lediglich die Rundfunkgeb√ľhren (erhoben durch die GEZ in Deutschland, die GIS in √Ėsterreich bzw. die Billag in der Schweiz) werden weiterhin f√§llig. Die Anschaffungskosten f√ľr Empfangsger√§te sind in der letzten Zeit auf das Niveau von DVB-S oder DVB-C gesunken. Allerdings ist es nicht ausgeschlossen, dass kommerzielle Programmanbieter ihre DVB-T-Streams verschl√ľsseln und somit einmalige oder wiederkehrende kostenpflichtige Freischaltungen zur Empfangsvoraussetzung machen, womit f√ľr die Zuschauer dann noch zus√§tzliche Kosten f√ľr die Anschaffung von Receivern verbunden w√§ren, die den Einschub einer Smartcard erlauben, sowie f√ľr die Smartcard selbst. Die √∂ffentlich-rechtlichen Programmanbieter hingegen haben erkl√§rt, dass eine Verschl√ľsselung bei DVB-T (sowie DVB-S und DVB-C in Deutschland) f√ľr sie nicht in Frage kommt.

In Italien gibt es neben den freien Programmen von RAI, der Mediaset und lokalen Anbietern auch die verschl√ľsselten Programme von Mediaset Premium.

Nachteile von DVB-T gegen√ľber analogem Fernsehen

Allgemeine Störanfälligkeit

Beim Empfang von terrestrischen Signalen, egal ob analog oder digital, kommt es relativ oft zu St√∂rungen und Signalaussetzern (siehe oben, Kapitel Empfangsqualit√§t). W√§hrend beim analogen Empfang bei nachlassender Signalqualit√§t das Bild langsam schlechter wird, geschieht das bei DVB-T pl√∂tzlich: Ton und Bild k√∂nnen verschwinden, das Bild ‚Äěfriert ein‚Äú und es treten Blockartefakte (Kl√∂tzchenbildung) auf. Ganze Programmbl√∂cke verschwinden bisweilen, und je nach Decoder kommt es zu Tonartefakten (sehr unangenehme, extrem laute Knackger√§usche).

Bei Empfangsst√∂rungen wird der Funkmessdienst der Bundesnetzagentur (BNetzA) nur t√§tig, wenn eine ordnungsgem√§√ü errichtete Empfangsanlage vorhanden ist (in der Regel eine Au√üenantenne). Zimmerantennen sind Behelfsantennen und z√§hlen nicht als ordnungsgem√§√ü errichtete Empfangsanlage. Auch wenn vielerorts der Empfang mit Zimmerantennen problemlos m√∂glich ist, m√ľssen ggf. auftretende St√∂rungen hingenommen werden.

Die oben genannten Empfangsprobleme treten tendenziell eher im Randbereich der Ausstrahlungsgebiete auf, im Kernbereich (d. h. in relativ geringer Entfernung zum Sender) ist die Feldst√§rke oft so gro√ü, dass auch mit einer einfachen Zimmerantenne ein relativ st√∂rungsfreier Empfang m√∂glich ist. F√ľr besseren Empfang in den sogenannten Randgebieten des DVB-T Signals ist es ratsam, eine passende Antenne oder Antennenkombination zu verwenden.

Bildqualität

Von Kritikern wird die Bildqualität bemängelt, weil sie schlechter sei als die von DVB-S und DVB-C, in vielen Fällen sogar schlechter als das analoge Kabelfernsehen. Das Bildrauschen beschränkt sich bei DVB-T systembedingt zwar auf das von der Kamera erzeugte Aufnahmerauschen und enthält kein analoges Übertragungsrauschen mehr. Aus zu geringen Bitraten, die von den meisten Programmen genutzt werden, resultieren stattdessen aber Unschärfe, Klötzchenbildung (sogenannte Makroblöcke) und weitere Kompressionsartefakte, die sich negativ auf das Bild auswirken. Bei ruhigen Bildpassagen weist das Fernsehbild unter Verwendung eines qualitativ hochwertigen DVB-T-Empfängers jedoch in der Regel eine höhere Kantenschärfe auf als beim analogen Empfang.

Artefakte treten immer dann besonders stark auf, wenn das analoge Ausgangsmaterial vom Sender bereits verrauscht ist: Bei der Digitalisierung kann nur begrenzt zwischen relevanter Bildinformation und Hintergrundrauschen unterschieden werden. Je mehr Rauschen im Bild ist, desto mehr Bits gehen zum Codieren dieses Rauschens verloren. Es bleiben weniger Bits zur Codierung der eigentlichen Bildinformationen √ľbrig. Dieser Effekt wird unter Umst√§nden noch dadurch verst√§rkt, dass das Ausgangsmaterial auf dem Sendeweg verlustbehaftet umgewandelt oder nachkomprimiert wird: Analoges Ausgangsmaterial wird evtl. zun√§chst beim Sender auf Schnitt-Servern mit hoher Datenrate digitalisiert und komprimiert, dann zur Ausstrahlung f√ľr DVB-S herunterkomprimiert und als DVB-S oder analoges Satellitensignal bis zur DVB-T-Sendeanlage √ľbertragen, dort dann erneut digitalisiert oder von DVB-S auf DVB-T herunterkomprimiert. Wird ein MPEG-Datenstrom erneut von der Datenrate reduziert/umkomprimiert, ist das Ergebnis schlechter, als wenn sofort das Ausgangsmaterial auf die niedrige Bitrate umgesetzt wird. Diese Qualit√§tsminderung wirkt auch in die analogen Kabelnetze, da die Kopfstationen in den DVB-T-Regionen, die √ľberwiegend DVB-T-Signale empfangen, auf analog umwandeln und ins Kabelnetz einspeisen. Manche Endanwender sorgen selbst f√ľr eine weitere deutliche Verschlechterung der Bildqualit√§t, indem sie einen DVD- oder Festplattenrecorder per Analog-Kabel an den DVB-T-Empf√§nger anschlie√üen. Die damit verbundene Digital-Analog-Digitalwandlung ist ebenfalls verlustbehaftet.

In Deutschland und vielen anderen L√§ndern teilen sich in den meisten F√§llen vier Programme eine Datenrate von circa 12 bis 20 Mbit/s, das hei√üt im Mittel 3 bis 5 Mbit/s pro Programm. Dabei kann jedoch ein Programm, das gerade schnelle oder detailreiche Bildfolgen zeigt ‚ÄĒ beispielsweise aus einem Actionstreifen oder einer Sportsendung ‚ÄĒ, kurzfristig auf Kosten der anderen im Multiplex eine h√∂here Datenrate zur Verf√ľgung gestellt bekommen, vorausgesetzt, diese zeigen nicht gleichzeitig ebenfalls komplexe Bildfolgen (dynamische Quellencodierung). Ohne diese Kompensation f√ľhren derartige Bitraten aufgrund des (veralteten) MPEG-2-Codecs bei manchen Bildfolgen zu sichtbaren Kompressionsartefakten. Teilweise wird zur Vermeidung solcher Artefakte die horizontale Bildaufl√∂sung von 720 bzw. 704 Pixeln (vgl. DVD) auf 544 oder 480 Pixel (vgl. SVCD) herabgesetzt und ggf. ein Weichzeichner vorgeschaltet. Das Bild hat dann weniger Kl√∂tzchenartefakte, wird daf√ľr aber unsch√§rfer. Einige Programmanbieter entscheiden sich auch daf√ľr, Material im 16:9- oder einem anderen Breitbildformat nicht anamorph, sondern im Letterbox-Verfahren zu senden, da sich dessen schwarze R√§nder besonders effizient komprimieren lassen und so mehr Bits f√ľr die verbleibenden h√∂chstens 432 statt der normalen 576 Zeilen zur Verf√ľgung stehen.

Auf DVDs wird ebenfalls MPEG-2 als Datenreduktionsverfahren eingesetzt, das aber mit gew√∂hnlich vergleichsweise hohen Datenraten von bis zu 9,8 Mbit/s. DVB-S verwendet etwa 38 Mbit/s pro Transponder (6 bis 10 Kan√§le) und kommt so auf mittlere √úbertragungsraten von 3,8 bis 6 Mbit/s mit Spitzen von rund 7 bis 8 Mbit/s (ARD/ZDF sendeten Spiele der Fu√üball-WM 2006 sogar mit Durchschnittsbitraten von 7 Mbit/s und Spitzen von 10 Mbit/s); DVB-C liegt bei √§hnlichen Werten. √úber Kabel und Satellit ist durch das breitere Frequenzspektrum auch das Programmangebot gr√∂√üer. Die geringere Bandbreite pro ausgestrahltem Programm ist ein betriebswirtschaftliches und kein technisch bedingtes Problem von DVB-T. Es lie√üen sich auch weniger Programme mit h√∂heren Datenraten pro Kanal √ľbertragen. Im √úbrigen gibt es auch bei der digitalen Ausstrahlung √ľber Kabel oder Satellit Programme (beispielsweise Shoppingsender), die aus Kostengr√ľnden niedrige Bandbreiten oder geringere Aufl√∂sungen einsetzen.

Allen aktuell eingesetzten digitalen TV-√úbertragungswegen ist gemein, dass das aus dem Jahr 1991 stammende Kompressionsverfahren MPEG-2 im Vergleich zu moderneren Verfahren wie MPEG-4 (H.264/AVC) oder VC-1 deutlich h√∂here Datenraten zur √úbertragung von Bildern einer gegebenen Qualit√§t ben√∂tigt. Zur Zeit der Einf√ľhrung von DVB-T war die technisch hochwertigere MPEG-4-Technik zwar bereits voll entwickelt, dennoch entschied man sich aus Lizenzgr√ľnden f√ľr das veraltete und wesentlich bandbreitenhungrigere MPEG-2-Verfahren. Ein Vorteil war, dass es daf√ľr relativ einfache, billige und sehr ausgereifte Decoderchips gab, wodurch die Anschaffungspreise f√ľr entsprechende Empfangsger√§te mittlerweile relativ niedrig sind. Des Weiteren sind die Hardwareanforderungen speicher- und geschwindigkeitsseitig wesentlich geringer. Schon nach kurzer Zeit fanden sich jedoch leistungsf√§hige MPEG-4-Decoder in vielen g√ľnstigen DVD-Playern der ‚ÄěSupermarktklasse‚Äú, wodurch die zahlreichen Nachteile von MPEG-2 im Auge der Kritiker im Nachhinein umso √§rgerlicher erscheinen. Im Zuge der HDTV-Einf√ľhrung, die in Europa konsequent in MPEG-4 erfolgt, werden aber auch f√ľr DVB-T mittelfristig Empfangsger√§te mit MPEG-4-Decoder auf den Markt kommen, wie es sie f√ľr DVB-S und DVB-C schon gibt.

Der DVB-T2-Standard, bei dem analog zu DVB-S2 die Datenrate durch effizientere Modulations- und Fehlerkorrekturtechniken gesteigert werden k√∂nnte, wurde im Sommer 2008 verabschiedet. Eine Einf√ľhrung dieses wesentlich verbesserten Nachfolgestandards ist f√ľr Deutschland jedoch nicht geplant.

Übertragungsverzögerung

Ein weiterer Nachteil des DVB-T-Systems gegen√ľber den herk√∂mmlichen nicht-digitalen √úbertragungswegen ist die Signalverz√∂gerung von etwa zwei bis acht Sekunden. Diese entsteht durch die Codierung (Digitalisierung) des Signals beim Sender und die Decodierung beim Empf√§nger. Vor allem bei Live-√úbertragungen von Fu√üballspielen kann das Ger√§usch aus Gastst√§tten mit nicht-digitalen Empf√§ngern √úberraschungsmomente in nebenliegenden Gastst√§tten mit √ľbertragungsverz√∂gernden DVB-T-Empf√§ngern hervorrufen.

Voraussetzungen f√ľr DVB-T-Empfang

Der Empfang setzt einen externen Digitalreceiver oder Fernseher mit integriertem DVB-T-Empfangsmodul (Tuner) voraus, das sich bei einigen Fernsehger√§ten auch nachr√ľsten l√§sst (siehe auch IDTV). Der Anschluss der externen Digitalreceiver an den Fernseher erfolgt √ľber Scart/Cinch-Anschl√ľsse oder alternativ bei Receivern mit HF-Modulator √ľber die Antennendose des Fernsehers (mit Qualit√§tseinbu√üen). Bei externen Ger√§ten dominieren Set-Top-Boxen; auf dem Markt sind jedoch auch externe kompakte Module mit integriertem Scart-Stecker f√ľr den r√ľckseitigen ‚Äěunsichtbaren‚Äú Anschluss an Fernsehger√§te verf√ľgbar.

Bei schw√§cherem Empfangssignal werden aktive Antennen verwendet, die das empfangene Signal verst√§rken, wobei die Spannungsversorgung dieser Antennen je nach Ger√§t durch den DVB-T-Empf√§nger √ľber das verbundene Antennenkabel (Fernspeisung) erfolgen kann.

F√ľr den Fernsehempfang am Computer bzw. Notebook existieren USB-L√∂sungen in Form von DVB-T-Sticks. Bei diesen Ger√§ten handelt es sich meist um reine Multiplex-Datenempf√§nger (HF-Vorstufe, ZF-Verst√§rker, QAM-Demodulator, meist auch Fehlerkorrektur), die einen Datenstrom zwischen 4,98 und 31,67 MBit/s liefern. Die Decodierung des Signals erfolgt in diesem Fall √ľber ein mitgeliefertes Programm, das einen entsprechend leistungsf√§higen Computer voraussetzt. F√ľr weniger leistungsf√§hige Computer gibt es Empf√§nger als Einsteckkarten mit integriertem MPEG-2-Decoder. Als USB-1.1-Sticks sind diese nicht implementierbar, da die entstehenden Datenraten zu gro√ü werden:

  • Datenrate eines Multiplex: je nach Modulation zwischen 5 und 32 MBit/s
  • Datenrate pro Programm: meist 3‚Ķ8 MBit/s, bis 15 Mbit/s m√∂glich (MP@ML) ‚Üí per USB 1.0 meistens √ľbertragbar
  • Datenrate dekodierter Videostrom als YUV 4:2:0: 125 MBit/s
  • Datenrate dekodierter Videostrom als YUV 4:2:2: 166 MBit/s
  • Datenrate dekodierter Audiostrom: bis 4,7 MBit/s (6-Kanal)

Meist ist der Empfang von DVB-T mit einer schon vorhandenen, f√ľr den Empfang von analogem Fernsehen genutzten Dachantennenanlage m√∂glich, diese muss aber unter Umst√§nden neu ausgerichtet oder auf eine andere Polarisation eingestellt werden. Bei √§lteren Antennenverst√§rkern ist z. T. ein Austausch notwendig, vorhandene Kanalfilter sollten entfernt werden.

F√ľr die Einspeisung von DVB-T in Gemeinschaftsantennenanlagen und in das Kabelfernsehen sind h√§ufig weitere Investitionen n√∂tig.

Zur Fu√üball-Europameisterschaft 2008 wollten T-Mobile, Vodafone und O‚āā Mobiltelefone anbieten, die DVB-T empfangen k√∂nnen (GSmart T600 und LG HB620T).

Kritik

Investitionen f√ľr Sender

Da nur eine Minderheit der deutschen Bev√∂lkerung noch den analogen, ausschlie√ülich terrestrischen Empfang nutzte, stellte sich die Frage, ob die Kosten f√ľr die Umstellung der Netze gerechtfertigt waren und ob man stattdessen nicht die terrestrische TV-Verbreitung einfach h√§tte einstellen sollen. Die laufenden Kosten bei digitaler Abstrahlung fallen je Programm jedoch wesentlich geringer aus als bei analoger: Die meisten F√ľllsender f√ľr das TV-Programm werden abgeschaltet, wodurch nicht immer die fr√ľhere nahezu vollst√§ndige analoge Abdeckung erreicht wird, gleichzeitig sinken dadurch aber die laufenden Abstrahlungskosten nochmals deutlich. Im Vergleich zur Verbreitung √ľber Satellit ist die DVB-T-Abstrahlung in Deutschland damit aber dennoch ‚Äď wie auch das Kabelfernsehen ‚Äď erheblich teurer und nicht fl√§chendeckend.

In Deutschland ist die staatliche Subventionierung des Sendernetzes, von der auch √ľberregionale Privatsender profitieren, nicht konform zu den entsprechenden EU-Vorschriften. Aufgrund einer Wettbewerbsverzerrung zugunsten von DVB-T reichten im Dezember 2002 der deutsche Verband privater Kabelnetzbetreiber Anga und der baden-w√ľrttembergische Kabelnetzbetreiber KabelBW bei der EU-Kommission in Br√ľssel Beschwerde ein. Im November 2005 kam die EU-Wettbewerbsbeh√∂rde zu dem Ergebnis, dass die im Gro√üraum Berlin-Brandenburg vom Staat an die privaten Fernsehsender gezahlten Subventionen gegen die Beihilfevorschriften des EG-Vertrags versto√üen, da sie den Wettbewerb verf√§lschen. Die Zusch√ľsse beg√ľnstigten indirekt das DVB-T-Netz zum Nachteil konkurrierender TV-Plattformen wie Kabel und Satellit, so dass insbesondere das Gebot der Technologieneutralit√§t missachtet wurde. Diese Entscheidung stie√ü auf vehemente Kritik seitens der L√§nder, die Anschubinvestitionen f√ľr den Markterfolg der neuen √úbertragungstechnik als unabdingbar ansehen und zum anderen auf die massive staatliche F√∂rderung des Kabelnetzes in der Vergangenheit verweisen. Kritiker der Beschwerde betonen auch den eher vorhandenen Erg√§nzungscharakter des terrestrischen √úberallfernsehens f√ľr Zweit- und Drittger√§te und portablen Empfang, da weder die mit Digitalkabel angebotene Programmvielfalt noch Triple-Play-Angebote dar√ľber realisierbar seien und somit DVB-T nur in wenigen F√§llen eine Gefahr f√ľr Kabelnetzbetreiber darstelle. Weiterhin entschied die Kommission, dass die Privatsender die bereits ausgezahlten Beihilfen, die nicht ordnungsgem√§√ü bei der Kommission angemeldet worden waren, zur√ľckbezahlen m√ľssen. Im April 2006 erreichte die EU-Kommission eine weitere Beschwerde. Kabel Baden-W√ľrttemberg sieht die F√∂rderung von DVB-T mit Rundfunkgeb√ľhren und damit mit √∂ffentlichen Mitteln als Widerspruch zum europ√§ischen Wettbewerbsrecht.

Der generellen Kritik an DVB-T ist allerdings das √∂ffentliche Interesse an einer weitreichenden Grundversorgung der Bev√∂lkerung mit dem √∂ffentlich-rechtlichen Programmangebot unabh√§ngig von privaten Monopolanbietern wie den Kabelgesellschaften mit ihren √∂rtlichen Netzmonopolen oder dem den deutschen Satellitenfernseh-Markt beherrschenden Anbieter SES Astra (siehe auch dessen Bestrebungen zur kostenpflichtigen Grundverschl√ľsselung via Entavio) entgegenzuhalten.

Verbreitung/Flächendeckung

In Deutschland wurde anfangs nur in sogenannten Startinseln, vor allem in den Ballungszentren, auf DVB-T umgestellt. Bis Ende 2008 war eine etwa 85-%ige Fl√§chendeckung und mindestens 90-%ige Bev√∂lkerungsversorgung vorgesehen. Der mobile Im-Haus-Empfang (portable indoor; Stabantenne) sollte dann auf etwa 20 % der Fl√§che m√∂glich sein, auf weiteren etwa 20 % ist mobiler Au√üer-Haus-Empfang (portable outdoor; Auto, Zimmerantenne) m√∂glich, und auf den restlichen etwa 45 % ist eine hochwertige station√§re Au√üenantenne n√∂tig. Durch die Nutzung moderner DVB-T-Empf√§nger mit mehreren Empfangsteilen (Diversity) ist der portable-Empfangsbereich mit Stab- und Zimmerantennen jedoch deutlich gr√∂√üer. Der Weiterbetrieb oder die Umr√ľstung der vorhandenen analogen F√ľllsender ist in Deutschland von wenigen Ausnahmen (Bad Urach, Oberb√∂hringen und Weinsberg[13]) nicht vorgesehen.

In anderen L√§ndern, z. B. Italien, Spanien, √Ėsterreich oder Gro√übritannien, wurde √ľber einen kurzen Zeitraum fast landesweit umgestellt, jedoch das PAL-Fernsehen weiterhin parallel ausgestrahlt (Simulcast), was in den deutschen Startinseln seit Mitte 2005 generell nicht mehr geschieht. Ein Parallelbetrieb war in Deutschland aufgrund der knappen Frequenzen und der Interessen der benachbarten L√§nder nicht m√∂glich.

Topografische Problemzonen

Der Slogan ‚Äě√úberallfernsehen‚Äú wird oft missverstanden. Er wird manchmal so verstanden, dass mit kleinen Antennen √ľberall Empfang herrscht, bedeutet aber tats√§chlich, dass zum Empfang auch eine Hausantenne n√∂tig sein kann, n√§her am Senderstandort reicht meist eine Zimmerantenne. Im Zuge der Umstellung auf DVB-T wurden die meisten F√ľllsender abgeschaltet und demontiert. In diesen Gebieten ist der Fernsehempfang √ľber Antenne nur teilweise mit aufwendigen Antennenanlagen, i.d.R. aber nicht mehr m√∂glich. So gilt der Begriff ‚Äě√úberallfernsehen‚Äú nicht f√ľr hochfrequenztechnisch schwierig zu versorgende Gebiete. Das sind grunds√§tzlich bergige Gegenden. Dieser Sachverhalt soll hier am Beispiel Wuppertal im topographisch schwierig zu versorgenden Bergischen Land beschrieben werden. Die bei Einf√ľhrung von DVB-T in Nordrhein-Westfalen aufgezeigten Versorgungskarten schienen Wuppertal, noch im Randbereich der ersten in Betrieb genommenen digitalen Sender gelegen, abzudecken. Aufgrund der Abschattung durch die Berge und der anderen Antennendiagramme der DVB-T-Sender war in vielen Gegenden um Wuppertal oftmals nur ein schlechter Empfang m√∂glich. Erst im Mai 2006 wurde Wuppertal mit einem eigenen Sender versorgt, der den Empfang der √∂ffentlich-rechtlichen Programme verbesserte. Eine schlechte Informationspolitik zu dieser Situation seitens des DVB-T-Projektb√ľros war der Situation in Wuppertal nicht zutr√§glich. Noch heute wird oft der schlechte Empfang vor allem der Privatsender reklamiert, was sich aber dadurch relativiert, dass diese Wuppertal nicht offiziell fl√§chendeckend versorgen.

Kanalbelegung

Auch die Aufteilung der Kanäle in Deutschland ist nicht ganz frei von Kritik, da es durch DVB-T in den meisten Regionen keine erweiterte Vielfalt durch zusätzliche private Fernsehanbieter gibt; die bislang dominierenden privaten und öffentlich-rechtlichen Anbieter finden sich auch in DVB-T wieder. Grund ist, dass sie meist auch die einzigen waren, die sich wegen der hohen Verbreitungskosten um Sendeplätze beworben hatten.

In den ab Ende 2005 umgestellten Regionen hat sich bislang keiner der bundesweit bedeutenden privaten Fernsehveranstalter f√ľr die Nutzung der Frequenzen beworben, so dass in DVB-T in diesen Regionen wie zuvor √ľber PAL nur √∂ffentlich-rechtliche Programme sowie vereinzelt (im Saarland und im Raum Leipzig) kleine, meist lokale Privatsender vertreten sind.

‚ÄěHintergrund ist, dass nach der Entscheidung der EU-Kommission gegen die Subventionierung der Privatsendergruppen RTL und ProSiebenSat.1 viele Frequenzen frei sind. Damals hatten die Kabelbetreiber Anga und Kabel BW gegen eine Subventionierung privater Sendeveranstalter √ľber DVB-T geklagt und Recht bekommen. Konsequenz war, dass die privaten Sender nun in DVB-T-Gebieten abseits der Ballungsgebiete ihr Programm nicht einspeisen lassen.‚Äú

‚Äď http://www.digitalfernsehen.de/news/news_90147.html

Schlechte Kooperation mit analogen Fernsehern und Aufnahmegeräten

Wie bei (analogen und digitalen) Satelliten-Empfängern und digitalen Kabel-Empfängern gibt es auch beim Betrieb von DVB-T-Set-Top-Boxen Einschränkungen beim Betrieb an herkömmlichen Fernsehern, Video- und DVD-Rekordern mit analogem Empfangsteil.

Allgemeine Kritik an DVB-T und der Analogabschaltung

Es gibt vielfältige Kritik an der Analogabschaltung und der Verwendung von DVB-T.

Da die digitalen Signale recht einfach verschl√ľsselt werden k√∂nnen, bef√ľrchten viele Nutzer eine nachtr√§gliche Einf√ľhrung von kostenpflichtigen Angeboten. Ebenfalls sehen Kritiker die M√∂glichkeiten des freien Zugangs und die Nutzung der Medien durch den Einsatz von digitalen Verfahren und des dabei m√∂glichen Digitalen Rechtemanagements (DRM) durch Smartcards u.√§. erheblich eingeschr√§nkt. Das ist aber ein grunds√§tzliches Problem jeder digitalen Signal√ľbertragung.

Die oft bem√§ngelte Kl√∂tzchenbildung und Aussetzer sind typisch f√ľr die digitale √úbertragung. Die √úbertragung von analogen Inhalten beruht zwar auf der Verwendung schmalerer Bandbreiten, verursacht jedoch bei Signalst√∂rungen nur das bekannte ‚ÄěKr√§useln‚Äú; das Bild bekommt keine Kl√∂tzchen oder verschwindet abrupt.

Abhilfe schafft in den meisten Fällen eine Optimierung der Antennenanlage (Antenne, Kabel, Dosen, Verstärker, Weichen).

Verlauf der Umstellung auf DVB-T

Das Logo der Task Force DVB-T Deutschland

Deutschland

Die Abschaltung des analogen Fernsehens beim √úbergang auf das digitale Fernsehen wurde geregelt. F√ľr den √∂ffentlich-rechtlichen Rundfunk erm√∂glichte der Rundfunkstaatsvertrag die schrittweise Einstellung der analogen Verbreitung, und zwar unter angemessenen Bedingungen f√ľr die Nutzer.[14]

Beginn in Berlin

Am Montag, dem 4. August 2003 um 8:00 Uhr[15] wurde im Großraum Berlin die analoge Verbreitung von Fernsehprogrammen zugunsten der digitalen Verbreitung mittels DVB-T eingestellt. Das war der Beginn der Abschaltung des analogen Antennenfernsehens in Deutschland.

Private Programme

Die beiden gro√üen Privatsenderketten (RTL und ProSiebenSat.1) strahlen nur in den zuerst erschlossenen Gebieten ihre Programme √ľber DVB-T aus. Die privaten Sender haben die Ausweitung der DVB-T-Abstrahlung in seit 2005 neu erschlossenen DVB-T-Regionen weitgehend eingestellt, nachdem eine Anschubfinanzierung der Ausstrahlungskosten durch die Landesmedienanstalten aufgrund von Klagen der Kabelnetzbetreiber nicht mehr m√∂glich ist.[16] Ende 2007 gingen erstmals seit l√§ngerer Zeit wieder neue Multiplexe mit privaten Programmen auf Sendung, je ein Multiplex im Saarland (Saar TV, Tele 5, QVC, Bibel TV) und in Leipzig (info tv leipzig, Leipzig Fernsehen, BBC World, Bibel TV, sowie die Radiosender Radio Horeb und Radio Leipzig[17]). In den Regionen Stuttgart und Leipzig/Halle sind sechs Programme der RTL-Sendergruppe im Kompressionsverfahren MPEG4 in Betrieb. Neben den bisher f√ľr DVB-T √ľblichen Sendern RTL, RTL 2, Super RTL und VOX kommen durch die verbesserte Kompressionsrate die beiden Pay-TV-Programme RTL Passion und RTL Crime hinzu, im ersten Jahr sogar kostenlos.[18] In Hamburg und Schleswig-Holstein wird k√ľnftig ein weiteres DVB-T-Bouquet mit drei privaten Fernseh- und Telemedienangeboten zur Verf√ľgung stehen, sowie bis zu 16 H√∂rfunkprogramme.[19]

√Ėffentlich-rechtliche Programme

W√§hrend es in den ersten Umstellungsgebieten oft eine mehrmonatige Simulcast-Phase (gleichzeitige Abstrahlung im analogen und digitalen Standard) gab, war diese Phase bei sp√§teren Umstellungen deutlich k√ľrzer; ab 2005 wurde in den meisten Gebiete gar ohne Zwischenl√∂sung direkt von analog auf digital umgestellt (Ausnahme: z. B. Stuttgart 2006 mit Simulcast w√§hrend der Fu√üball-WM 2006).

Heute sollen mindestens 90 % der Haushalte die √∂ffentlich-rechtlichen Sender mittels DVB-T √ľber Dachantenne empfangen k√∂nnen. Das wird √ľber eine nahezu ausschlie√üliche Abstrahlung √ľber Grundnetzsender erreicht, analoge F√ľllsender wurden im Zuge der Umstellung weitestgehend stillgelegt.[20][21]

Anders als die privaten Programmanbieter werden die √∂ffentlich-rechtlichen Programme bundesweit nahezu fl√§chendeckend in jeweils drei Programmbouquets verbreitet (Ausnahme: zwei in Mecklenburg-Vorpommern). Au√üerdem gibt es in Berlin zu den drei √∂ffentlich-rechtlichen Bouquets noch zwei gemischte Bouquets, welche u. a. die Programme WDR, SWR und Bayerisches Fernsehen ausstrahlen. Im Gegensatz zur fr√ľheren analogen Verbreitung verzichtet man aus Kostengr√ľnden jedoch auf v√∂llige Fl√§chendeckung, weswegen in einzelnen, v. a. l√§ndlichen und bergigen Regionen der DVB-T-Empfang nicht oder nur mit hohem Aufwand m√∂glich ist. Hier ist f√ľr Fernsehempfang dann Satelliten-, Kabel- oder IPTV-Empfang n√∂tig.

F√ľr die √∂ffentlich-rechtlichen Programme entstehen durch den ausbleibenden Einstieg der Privatsender h√∂here Kosten als urspr√ľnglich geplant.[22]

Akzeptanz

Laut dem Digitalisierungsbericht 2007 der Landesmedienanstalten nutzten bundesweit Mitte 2007 etwa 3,6 Millionen Haushalte DVB-T ‚Äď doppelt so viele wie ein Jahr zuvor und entsprechend zehn Prozent der Fernsehhaushalte bzw. einem Viertel der digitalisierten Fernsehhaushalte, womit DVB-T eine h√∂here Verbreitung als digitales Kabelfernsehen erreicht, wobei die Akzeptanz in Gebieten mit ausschlie√ülich √∂ffentlich-rechtlichem Programmangebot deutlich geringer ist.[23]

Zum Ende des Analogumstiegs auf digitales Antennenfernsehen ist die Zahl der Haushalte, die DVB-T empfangen, nochmals deutlich angestiegen. Inzwischen nutzen 4,2 Millionen Haushalte diesen Sendeweg, was einem Anteil von 11,3 Prozent aller Haushalte entspricht (Seite 48 des Digitalisierungsberichts 2009[24]) Demnach seien durch die steigende Digitalisierung innerhalb eines Jahres 300.000 Haushalte hinzugekommen, der Anteil bleibe aber lediglich auf Kosten wachsender Verkabelung stabil (Seite 52). Rechnet man die Mehrfachversorgung durch unterschiedliche Empfangswege ein (durch Zweitger√§te), liegt DVB-T nach einer starken Zunahme bis Ende 2007 (24,7 %) heute (Anfang 2009) bei 20,5% (Abb. 4 auf Seite 50), Basis sind hier im Gegensatz zu vorstehenden Vergleichen nur digitale Haushalte, also ohne analoge Kabelnutzung.

Die Akzeptanz des digitalen Antennenempfangs w√§chst mit der Anzahl der empfangbaren Programme. W√§hrend sie in Mecklenburg-Vorpommern, wo sich ARD- und Dritte Programme ein DVB-T-Bouquet teilen, mit 3,1 Prozent aller Haushalte am niedrigsten ist, liegt sie in den √ľbrigen Gebieten mit ausschlie√ülich √∂ffentlich-rechtlichen Programmangeboten etwas h√∂her (Th√ľringen bzw. Baden-W√ľrttemberg noch ohne RTL-Sender in Stuttgart 4,1 bzw. 6,2 %), bei einem hohen Verbreitungsgrad der gro√üen privaten Programme bei 12,9 bis 18,3 % (Abb. 6, Seite 53[24]). Ein Umstieg bzw. die Investition in einen DVB-T-Empf√§nger scheint sich aus Sicht eines gro√üen Teils der Zuschauer erst zu lohnen, wenn auch ein Grundangebot privater Programme vorhanden ist.[23]

Abschluss der Umstellung 2008/2009

Von 2002 bis 2008 wurden etwa 600 analoge TV-Sendeanlagen und mehr als 8700 F√ľllsender abgeschaltet und durch 488 DVB-T-Sendeanlagen ersetzt. Mehr als 90 % der Bev√∂lkerung k√∂nnen heute DVB-T √ľber Antenne empfangen.[25] (siehe auch Tabelle unten).

Mit dem Sender Bad Mergentheim stellte am 30. Juni 2009 der SWR die letzte verbliebene Sendeanlage von Analogbetrieb auf DVB-T um.

Weitere Ausbaupläne

Entgegen urspr√ľnglicher Pl√§ne werden an einigen Standorten weitere Sender kleinerer Leistung errichtet. So sind beispielsweise in Teilen Bayerns zus√§tzliche F√ľllsender in Betrieb genommen worden.

√úbersicht √ľber den Umstellungszeitplan

Umstellung in Deutschland ‚Äď In Klammern die Namen der Sender
Region Umstellungsbeginn Analogabschaltung Multiplexe
Berlin/Potsdam (Fernsehturm Alexanderplatz, Sendemast Scholzplatz, Berlin-Sch√§ferberg) 1. November 2002 4. August 2003 zun√§chst 2, dann 8, jetzt 9 (1 zur H√§lfte f√ľr H√∂rfunk genutzt)
Bremen (Schiffdorf, Fernmeldeturm Bremen, Steinkimmen)/Unterweser 24. Mai 2004 8. November 2004 erst 5, jetzt 6
Hannover (Telemax, Hemmingen)/Braunschweig erst 4, jetzt 6
Köln (Colonius)/Bonn (Venusberg) 4. April 2005 erst 5, jetzt 6
Großraum Rhein-Main (Hohe Wurzel, Großer Feldberg, Europaturm Frankfurt) 4. Oktober 2004 6. Dezember 2004 erst 2, jetzt 6
D√ľsseldorf (Rheinturm)/Ruhrgebiet 8. November 2004 4. April 2005 erst 5, jetzt 6
Hamburg/L√ľbeck M√§rz 2005 erst 6, jetzt 7
Kiel/Flensburg 5, später 6 (3)
S√ľdbayern, M√ľnchen (Olympiaturm) 30. Mai 2005 31. August 2005 6
N√ľrnberg Stadt (Fernmeldeturm N√ľrnberg) 30. Mai 2005 31. August 2005 6 bzw. 5 (seit 7. Oktober 2010[26])
S√ľdbayern (Wendelstein) 30. Mai 2005 6
N√ľrnberg/westl. Oberpfalz (Dillberg) 30. Mai 2005 3
Mitteldeutschland (Leipzig/Halle/Erfurt/Weimar) 5. und 6. Dezember 2005 3
Mecklenburg-Vorpommern (Schwerin, Rostock, Marlow, Garz (R√ľgen), Wolgast, Korswandt (Heringsdorf), Helpterberg) (ARD-Multiplex nur Das Erste und Regionalprogramme) 2
Osnabr√ľck/Lingen 14. Dezember 2005 3
Nordbaden/Rhein-Neckar (Heidelberg, Weinbiet) 17. Mai 2006 3
Ostfriesland (Aurich) 22. Mai 2006 3
Kaiserslautern (Dansenberg) 3
Stuttgart (Frauenkopf) 4 (Sendergruppe RTL 6 Programme in MPEG4, davon zwei k√ľnftig als Bezahlfernsehen)
Hessen (Habichtswald, Hoher Mei√üner, Rimberg, Heidelstein, Angelburg, W√ľrzberg) 29. Mai 2006 3
Göttingen/Weserbergland 3
Ostwestfalen-Lippe (Teutoburger Wald, Bielefeld-H√ľnenburg) 3
Wuppertal (K√ľllenhahn) 3
Nordwestbayern (Kreuzberg, Frankenwarte) 3
Nordfriesland/Schleswig-Holstein West 24. Oktober 2006 3
Ostbayern (Hohe Linie, Hoher Bogen, Brotjacklriegel, Pfarrkirchen) 6. Dezember 2006 3
Brandenburg S√ľd (Frankfurt/Oder, Cottbus) 12. Dezember 2006 3
L√ľneburger Heide/Wendland 13. M√§rz 2007 3
M√ľnsterland (Nottuln, M√ľnster) 12. Juni 2007 3
Hochrhein/s√ľdlicher und mittlerer Schwarzwald (Brandenkopf, Kaiserstuhl, Hochrhein) 10. Juli 2007 3
Weitere Teile Mitteldeutschlands (Leipzig, Oberlausitz, Dresden, Chemnitz, Chemnitz, Schöneck) 23. Juli 2007 3
Sachsen-Anhalt (Brocken, Magdeburg, Wittenberg, Halle) 9. Oktober 2007 3
S√ľdwestfalen (Nordhelle, Siegen, Hochsauerland) 13. November 2007 3
Aachen (Aachen-Stolberg, Mulleklenkes) 20. November 2007 3
Augsburg, Bay. Schwaben (Augsburg), Allg√§u (Gr√ľnten, Hoher Pei√üenberg), Altbayern (Pfaffenhofen, Landshut), Region Oberschwaben-Bodensee (H√∂chsten), Alb-Donau-Gebiet (Ulm-Ermingen), Schwarzwald-Baar-Region (Donaueschingen), westliche Schw√§bische Alb (Raichberg) 27. November 2007 3
Rheinland-Pfalz S√ľd (Donnersberg, Kettrichhof)/N√∂rdlicher Schwarzwald und mittlerer Oberrhein (Fremersberg) 4. Dezember 2007 3
Saarland (G√∂ttelborner H√∂he, Saarbr√ľcken-Schocksberg, Spiesen) 13. Dezember 2007 4
Berchtesgadener Land (Sender Untersberg) 29. April 2008 3
S√ľdth√ľringen (Inselsberg, Sonneberg, Saalfeld, Kernberg (Jena)), Norden Sachsen-Anhalts (Dequede) 1. Juli 2008 3
Rheinland-Pfalz Nord (Koblenz, Ahrweiler, Bad Marienberg, später Linz) 26. August 2008 3
Ostw√ľrttemberg (Aalen), Hohenlohe (Waldenburg), Nordschwarzwald (Pforzheim) 5. November 2008 3
Rheinland-Pfalz Nordwest (Trier, Eifel, Saarburg, Haardtkopf) 12. November 2008 3
Unterfranken (Pfaffenberg), Mittelfranken (Hesselberg, B√ľttelberg), Oberfranken (Ochsenkopf, Geisberg bei Bamberg), n√∂rdliche Oberpfalz (Amberg), Altm√ľhltal (Gelbelsee) 25. November 2008 3
Taubertal (Bad Mergentheim) 30. Juni 2009 3
F√ľllsender Rheinland-Pfalz (Linz) 30. September 2009 3
F√ľllsender Baden-W√ľrttemberg (Oberb√∂hringen, Heilbronn) 14. Oktober 2009 3
Traunstein, Garmisch-Partenkirchen, Passau 4. November 2009 3
Lindau (Pf√§nder (A)) (ohne ZDF-Paket, 3sat √ľber ORF-Paket) 5. Oktober 2010 2

√Ėsterreich

Umstellung in √Ėsterreich: nationale Multiplexe (Mux)
Bundesland Umstellungsbeginn Analogabschaltung Programme (Mux A, Mux B, tw. auch Mux C) Sendeanlage(n)
Vorarlberg 26. Oktober 2006 5. März 2007 ORF eins, ORF 2, ORF SPORT +, 3sat, ATV, Puls 4, ServusTV,
Das Erste (BR), arte, Phoenix, EinsPlus, BR, BR-alpha, SWR (BW), EinsExtra,
SF 1, SF zwei, SF info, TSR 1, TSI 1
Pfänder
Tirol 26. Oktober 2006 7. Mai 2007 ORF eins, ORF 2, ORF Sport +, 3sat, ATV, Puls 4, Servus TV Patscherkofel
Salzburg 26. Oktober 2006 4. Juni 2007 ORF eins, ORF 2, ORF SPORT +, 3sat, ATV, Puls 4, Servus TV
Salzburg TV
Gaisberg
Oberösterreich 26. Oktober 2006 4. Juni 2007 ORF eins, ORF 2, ORF SPORT +, 3sat, ATV, Puls 4, Servus TV,
LT1 und dorf.tv (nur Lichtenberg)
Lichtenberg/Freinberg/Kohlhof
Kärnten 26. Oktober 2006 24. September 2007 ORF eins, ORF 2, ORF Sport +, 3sat, ATV, Puls 4, Servus TV Dobratsch/Viktring
Steiermark 26. Oktober 2006 24. September 2007 ORF eins, ORF 2, ORF SPORT +, 3sat, ATV, Puls 4, Servus TV
Steiermark 1, WKK TV (nur vom Privat-TV-Mast am Schöckl)
Schöckl/Griesplatz (Graz)
Niederösterreich 26. Oktober 2006 22. Oktober 2007 ORF eins, ORF 2, ORF SPORT +, 3sat, ATV, Puls 4, Servus TV Jauerling/Klangturm (St.Pölten)
Wien 26. Oktober 2006 22. Oktober 2007 ORF eins, ORF 2, ORF SPORT +, 3sat, ATV, Puls 4, Servus TV, Radio Maria Kahlenberg/Himmelhof/Arsenal
Burgenland 26. Oktober 2006 Kein Analogsender ORF eins, ORF 2, ORF Sport +, 3sat, ATV, Puls 4, Servus TV Eisenstadt

Die offizielle Einf√ľhrung von DVB-T in √Ėsterreich fand am 26. Oktober 2006 statt. Seit diesem Termin werden 70 % der Haushalte mit DVB-T versorgt.[27] Die Ausstrahlung erfolgte vorerst simultan mit den Analogsignalen (‚ÄěSimulcast‚Äú), die nach vier Monaten abgeschaltet werden sollten.[27][28] Diese Frist wurde aber verschoben.[29]

Am 5. M√§rz 2007 wurde mit der Abschaltung analoger Fernsehsignale begonnen. Der Vorarlberger Hauptsender Pf√§nder (bei Bregenz) wurde nach einer relativen kurzen Zeit des Parallelbetriebes abgeschaltet. Die fr√ľher im Ballempfang arbeitenden F√ľllsender waren jedoch noch nicht betroffen. Im Jahr 2007 wurden dann sukzessive alle Gro√üsender auf DVB-T umgestellt. Die erste Umstellungsphase war am 22. Oktober 2007 beendet.

Bis 2008 sollte die √∂sterreichweite Abdeckung 90 % betragen. F√ľr Ende 2010 war eine Fl√§chendeckung von 95 % der √∂sterreichischen Bev√∂lkerung vorgesehen.[27] Der einzige derzeit unter entsprechenden beh√∂rdlichen Auflagen befugte Betreiber von DVB-T-Infrastruktur ist die mehrheitlich dem ORF geh√∂rende √Ėsterreichische Rundfunksender GmbH (ORS), Bewerbungen anderer Unternehmen f√ľr diese Funktion blieben aus.

Im ersten Schritt nahm nur ein Multiplex, Mux A, mit den √∂sterreichischen Sendern ORF eins, ORF 2 (mit den jeweiligen Bundeslandsendungen) und ATV den Sendebetrieb auf. Allerdings werden √ľber dieses Senderbouquet je Senderstandort zwei ORF 2-Regionalprogramme (f√ľr das eigene und f√ľr ein benachbartes Bundesland) verbreitet, sodass √ľber dieses Senderbouquet vier Programme abgestrahlt werden. √Ėsterreich startete zeitgleich mit der Einf√ľhrung von DVB-T auch den Betrieb von MHP-Diensten (ORF OK, ATV OK).

Die Einf√ľhrung von DVB-T in √Ėsterreich wurde mit einer Gutscheinaktion zum Erwerb von gef√∂rderten DVB-T-Boxen gestartet, die ersten 100.000 K√§ufer von zertifizierten MHP-f√§higen Decodern h√§tten dabei 40 Euro Gutschrift auf den Bruttokaufpreis einer mit einer Pr√ľfplakette (vergeben vom √∂sterreichischen T√úV) gekennzeichneten Set-Top-Box geltend machen k√∂nnen. Die Dauer dieser Aktion war vorerst bis Ende Dezember 2006 begrenzt. Diese Aktion wurde auf alle Rundfunkgeb√ľhrenzahler ausgeweitet (Vorlage einer GIS-Nummer gen√ľgt) und bis zum 15. J√§nner 2007 verl√§ngert. Zum Ende der Gutscheinaktion wurden 35.000 Gutscheine tats√§chlich eingel√∂st.[30] Eine weitere Gutscheinaktion richtete sich im Anschluss bis 31. Dezember 2009 an Haushalte, die von der Rundfunkgeb√ľhr befreit sind und in einem Gebiet liegen, das mit DVB-T versorgt ist.[31]

Die interaktiven MHP-Zusatzdienste konnten sich auch in √Ėsterreich nicht durchsetzen, ATV stellte den ATV-MultiText zum 7. J√§nner 2009 ein.[32] Der ORF OK MultiText wurde mangels Publikumsakzeptanz im Juni 2011 eingestellt. Die gewonnene Datenrate soll zur Verbesserung der Bildqualit√§t von ORF 2 genutzt werden.[33]

Am 22. Oktober 2007 wurden in den Ballungsr√§umen auch der Mux B mit den Programmen Puls 4 (vormals PULS TV), 3sat und ORF Sport Plus in Betrieb genommen. Am 1. Oktober 2009 startete der von Dietrich Mateschitz finanzierte Spartensender Servus TV √ľber die Sender von Mux B seinen Sendebetrieb.

Bis 7. Juni 2011 wurden alle verbliebenen Sender auf DVB-T umger√ľstet. Mux A hat nun seinen Endausbau erreicht. [34]

Weiterer Ausbau

Inzwischen werden je nach Region die regionale C-Multiplexe entweder weiter ausgebaut bzw. teilweise aber auch wieder außer Betrieb genommen.

Der Mux B soll nach Informationen des Betreibers ORS in weiteren Regionen starten, die bisher technisch nicht erreicht wurden. Auch der neue ORF III sendet via Mux B.

Regionales TV √ľber Multiplex C

2007 fand eine Ausschreibung f√ľr den Mux C f√ľr urbane Gebiete statt. Zahlreiche lokale Sender sind inzwischen in Betrieb. Erstmals werden in der Region Mur-M√ľrztal (Radio Soundportal, Graz), Ost- und S√ľdsteiermark (Radio West) und in Wien (Radio Maria √Ėsterreich, Wien) auch H√∂rfunksender √ľber DVB-T verbreitet.

In folgenden Regionen können regionale TV-Sender empfangen werden:

  • Zentralraum K√§rnten: Goldeck (Spittal/Drau), Gerlitzen (Villach)
  • Nieder√∂sterreich, Region Mostviertel: Hochkogelberg (Gresten), Sonntagberg LS (Waidhofen)
  • Raum Bad Ischl (Ober√∂sterreich): Katrin Seilbahnst√ľtze (Bad Ischl)
  • Ober√∂sterreich (weite Teile): Lichtenberg (Linz)
  • Ober√∂sterreich (Teile): Am Porscheberg (Steyr)
  • Pongau und Oberes Ennstal (Bundesland Salzburg): Altenmarkt (Pg.), Gern (Schwarzach Pg.)
  • Region Mur-M√ľrztal (Bundesland Steiermark): Hans Prosl Haus und Mugel (Bruck/Mur)
  • Weststeiermark und Zentralraum Graz: Sch√∂ckl, G√∂√ünitz (K√∂flach), Arnstein (Voitsberg)
  • Region Mur-M√ľrztal 1 (Bundesland Steiermark): Feistritzer Wald (Knittelfeld)
  • Region Mur-M√ľrztal 2 (Bundesland Steiermark): Tremmelberg (Knittelfeld), B√§rnerkogel (Leoben), Schafberg (Traboch)
  • Pongau und Oberes Ennstal (Bundesland Steiermark): Planai (Schladming)
  • Oberes Ennstal (Bundesland Steiermark): Planai (Schladming)
  • Weite Teile der Region Au√üerfern (Bundesland Tirol): Zugspitze (Ehrwald), Hahnenkamm (Reutte)
  • Tiroler Oberland: Birkhahnbahn (Galt√ľr), Plattenrain (Imst), Dias (Kappl), Krahberg (Landeck)
  • Salzburg: Gaisberg
  • Leoben: (geplant)
  • Burgenland: (geplant)

In den Regionen

  • Gro√üraum Wien (Lizenz zur√ľckgegeben)
  • K√§rnten (Lizenz entzogen) [35]
  • Wiener Becken (Lizenz entzogen) [36]
  • Zentralraum Nieder√∂sterreich (Lizenz zur√ľckgegeben) [37]

konnte sich lokales TV √ľber DVB-T nicht etablieren oder ging innerhalb der beh√∂rdlich festgesetzten Frist nicht auf Sendung.

In den Bundesl√§ndern Burgenland und Vorarlberg sowie in Osttirol gibt es dzt. keine lokalen DVB-T-Programme. F√ľr Wien und Umgebung startete (allerdings im Mux B) mit Schau TV im Oktober 2011 ein neuer lokaler Anbieter [38]

Weitere geplante Multiplexe

K√ľnftige Multiplexe werden in √Ėsterreich den Nachfolgestandard DVB-T2 nutzen.

Im Februar gab die Vollversammlung der Digitalen Plattform Austria bekannt, dass der Multiplex D (fr√ľher f√ľr das gescheiterte DVB-H lizenziert) und der neue Multiplex E f√ľr eine Ausschreibung im DVB-T2-Standard bei einer Audio- und Videokomprimierung mittels MPEG-4 vorgesehen seien, womit indirekt auch hochaufl√∂sendes Fernsehen in Aussicht gestellt wird.[39] Alfred Grinschgl, Gesch√§ftsf√ľhrer der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH f√ľr den Fachbereich Medien, h√§lt in der Einf√ľhrung dieser Veranstaltung ein erweitertes Medienangebot, ‚Äěteilweise auch in HD-Qualit√§t‚Äú, f√ľr einen wichtigen Beitrag, ‚Äě√Ėsterreichs Identit√§t in sehr umfassendem Sinne bestm√∂glich zu wahren.‚Äú Fernziel ist die Ausschreibung von Mux F, einer weiteren Plattform im selben Standard. Digitaler H√∂rfunk sei laut einer Podiumsdiskussion jedoch eher im Standard DAB+ vorstellbar.

Schweiz

Umstellung in der Schweiz
Kanton/Region Umstellungsbeginn Analogabschaltung Multiplexe
Tessin 1. August 2003 24. Juli 2006 1
Engadin 1. Februar 2003 13. November 2006 1
Großer Teil des Waadtland August 2005 25. Juni 2007 1
Genfersee-Gebiet, Jura Dezember 2006 25. Juni 2007 1
Nordschweiz, Mittelland, Ostschweiz 2006 26. November 2007 1
Graub√ľnden (au√üer Engadin) August 2007 26. November 2007 1

In der Schweiz stehen seit dem Abschluss des Digitalumstiegs am 25. Februar 2008[40] in allen drei Regionen sprachregionale Multiplexe zur Verf√ľgung. In jedem Multiplex senden die zwei Programme in der regionalen Sprache sowie das erste Programm der beiden anderen Sprachregionen. In der Deutschschweiz sind das SF 1 und SF zwei sowie TSR 1 (franz√∂sisch) und RSI LA 1 (italienisch). Au√üerdem geh√∂rt als f√ľnfter Sender zus√§tzlich SFinfo in deutscher und r√§toromanischer Sprache zum regionalen Angebot.[41]

Nur acht Prozent der Haushalte empfangen Fernsehprogramme terrestrisch. Bedingt durch die hohe Verkabelungsquote von etwa 78 % der Schweizer Haushalte gab es bei den privaten Sendern zun√§chst kein Interesse, Privatfernsehen √ľber DVB-T zu verbreiten.[40] Seit M√§rz 2011 kann im Testbetrieb der Privatsender Tele 1 in der Grossregion Luzern √ľber DVB-T empfangen werden.[42]

Im Oberwallis wird von der Valaiscom AG √ľber DVB-T das Funknetz DIGITnet betrieben.[43] Dieses √ľbertr√§gt ein relativ gro√ües Angebot an √∂ffentlichen und privaten TV- und Radiosendern. Die √úbertragung ist verschl√ľsselt, der Empfang ist kostenpflichtig.[44]

Im Graub√ľnden sind via teleraetia bis zu 20 √∂ffentliche und private TV-Sender empfangbar. Die √úbertragung ist verschl√ľsselt, der Empfang ist kostenpflichtig.[45][46]

Das BAKOM hat Anfang 2010 eine Bed√ľrfnisanalyse zur zuk√ľnftigen DVB-T Verbreitung in der Schweiz erstellt. Der Evaluationsbericht zur Anh√∂rung schlie√üt mit den S√§tzen: [47]

‚ÄěEs ist darauf hinzuweisen, dass derzeit ein DVB-T-Netz mit einer Abdeckung von √ľber 99% der Schweizer Bev√∂lkerung betrieben wird. Es wurden auch bedeutende Betr√§ge in die Programmverbreitung √ľber DVB-T investiert. Der Verkauf von DVB-T-Empfangsger√§ten wurde ebenfalls gef√∂rdert; heute verf√ľgen die Schweizer Haushalte insgesamt √ľber 1,5 Millionen betriebsbereite DVB-T-Empf√§nger. Ein Grossteil dieser Ger√§te erm√∂glicht ausserdem den Empfang von HDTV-Programmen √ľber DVB-T auf der Grundlage der Norm MPEG-4. Der Markt w√§re somit bereit f√ľr den Auftritt zus√§tzlicher Veranstalter.‚Äú

Sonstige Länder

Umstellung in anderen Ländern[48]
Verbreitungsgebiet Umstellungsbeginn Analogabschaltung Multiplexe
Australien 2001, Testbetrieb seit 1998 2010 (VIC) ‚Äď 2013 (WA) nutzt DVB-T, auch f√ľr HDTV
Belgien 2003 - 2007, Testbetrieb seit 2002 Flandern: abgeschaltet am 3. November 2008; Wallonien: 1. M√§rz 2010 je nach Region 0‚Äď15 Sender und Radio
Bulgarien[49] Juni 2008 Dezember 2012 3 landesweite und 12, später 15 regionale Multiplexe
Dänemark 1. April 2006 31. Oktober 2009 5, davon 3 Pay-TV
Finnland[50] 27. August 2001 1. September 2007 4
Frankreich[51] 17. Januar 2005 November 2011 6 (18 Free-TV, davon 4 auch in HDTV, 11 Pay-TV)
Griechenland 16. Januar 2006 2012 14 landesweite und 24 regionale TV-Sender. 7 der landesweiten Sender strahlen in MPEG-4 aus, alle anderen in MPEG-2
Gro√übritannien[52] 15. November 1998 als ONDigital (Pay-TV) und 30. Oktober 2002 als ‚ÄěFreeview‚Äú (frei empfangbar) 2008 bis 2012 6, auch Radio
Italien 11. April 2004, Testbetrieb seit 2003 bis 12. Dezember 2012 18 nationale (zuk√ľnftig 21) und zahlreiche regionale Muxe, auch Radio, SD in MPEG2, HD in MPEG4 (derzeit RAI HD und Mediaset, in S√ľdtirol auch ZDF HD, ORF eins HD und ORF 2 HD), Netto-Datenraten der Muxe liegen zwischen circa 20 - 24.882 Mbit/s
Kroatien Januar 2010, Testbetrieb fr√ľher, teilweise HDTV, Abdeckung 98 % (Stand: 2010) Ende 2010 MPEG2, 2 Muxe, amtlich ‚Äěvollst√§ndige Analogabschaltung‚Äú, au√üer sehr kleiner Analoginsel in schwierigem Gel√§nde. HRT1, HRT2, HRT3 & HRT4, NovaTV und der Schwestersender DomaTV, RTL und der Schwestersender RTL2. Geplant noch ein landesweiter regionalisierter MUX, und die Planungsarbeiten f√ľr einen vierten MUX, vielleicht Bezahlfernsehen.
Luxemburg[53] 1. Juni 2006 1. September 2006 3
Niederlande[54] April 2003 bis 2006 11. Dezember 2006 5 (4 Free-TV, 19 Pay-TV, 17 Radio)
Norwegen September 2007 Dezember 2009 3, später 5 (TV und Radio)
Polen nach 1. Januar 2010, Testbetrieb seit 2006 bis 31. Juli 2013 3 (5 bis 8 TV in MPEG4)
Schweden[55] April 1999 29. Oktober 2007 1 bis 5
Serbien nach 6. April 2005 bis 2012 10 Free-TV
Spanien 2000 (Pay-TV, eingestellt)/2005 (allgemein) 2. April 2010 11 bis 13
S√ľdafrika Testbetrieb seit 11/2008 geplant November 2011 MPEG4
Tschechien Oktober 2004 September 2010 3 (TV+Radio), in Prag 4; insg.12 TV, in Prag 16 TV)
Ukraine Juni 2006, Testbetrieb seit 2002[56] 2014‚Äď2015 MPEG4[57]
Ungarn[58] 12. Oktober 2004 2011  ?, seit 1. Dezember 2008 nur noch MPEG4

In Deutschland werden meist vier TV-Programme pro Multiplex verbreitet, in anderen L√§ndern auch mehr oder weniger, zus√§tzlich Radioprogramme oder HDTV-Inhalte. In Deutschland kommen sowohl UHF-Kan√§le als auch noch VHF-Kan√§le zum Einsatz, w√§hrend sich manche anderen L√§nder auf UHF oder sogar einen Teilbereich des UHF-Bandes beschr√§nken. So werden beispielsweise in Spanien ausschlie√ülich die Kan√§le E58‚ÄďE69 f√ľr DVB-T genutzt. W√§hrend in vielen L√§ndern vollst√§ndig auf Gleichwellenfunk (SFN) gesetzt wird, so dass gleiche Multiplexe in allen Landesteilen auf der gleichen Frequenz gesendet werden, wird in Deutschland nur vereinzelt damit gearbeitet. Gleiche Multiplexe werden in der Regel nur von Sendern innerhalb einer Region, die zeitgleich ans Netz gingen, auf demselben Kanal gesendet. Um den SFN-Betrieb weiter auszubauen, kommt es h√§ufig zu Kanalwechseln, um mehrere Gleichwellen-Inseln miteinander zu verbinden.

Die vollständige Umstellung auf DVB-T, also die Abschaffung der analogen Ausstrahlung von Fernsehprogrammen, ist in Deutschland laut Beschluss der Bundesregierung vom 24. August 1998 bis spätestens zum Jahr 2010 vorgesehen. Allgemein soll die Ausstrahlung des analogen Rundfunks (Fernsehen und Hörfunk) in der EU Anfang 2012 enden (siehe dazu Analogabschaltung).

Kolumbien

Im Jahre 2006 wurde die Entscheidung f√ľr die Einf√ľhrung eines terrestrischen digitalen Fernsehstandards getroffen. Am 28. August 2008 entschied sich die zust√§ndige nationale Fernsehkomission (CNTV) f√ľr den europ√§ischen Standard f√ľr digitales terrestrisches Fernsehen DVB-T.[59]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ DVB-T Kan√§le
  2. ‚ÜĎ Technik Handbuch des DVB-T Projektb√ľros. Grenzt Multiplex, Kanal und andere Begrifflichkeiten ab
  3. ‚ÜĎ Barry Tew f√ľr das DVB-Konsortium (vom 30. November 2009)
  4. ‚ÜĎ Online-Mediendienst rtvslo.si: DVB-T lahko sprejemamo na veńć nańćinov
  5. ‚ÜĎ Pressemitteilung auf RTL.de vom 14. Oktober 2009
  6. ‚ÜĎ Programmseite von Viseo+: Programm√ľbersicht f√ľr Stuttgart: sechs Monate sind bei Inbetriebnahme kostenlos, f√ľr die zweite Jahresh√§lfte ist eine Registrierung erforderlich; nur die vier Free-TV-Programme bleiben auch im zweiten Jahr kostenlos, ben√∂tigen aber weiterhin die Smartcard zum dekodieren (gilt ebenfalls in Halle/Leipzig)
  7. ‚ÜĎ Eutelsat-DVB-T: Nur m√§√üige Verkaufszahlen (vom 26. Januar 2010)
  8. ‚ÜĎ Eutelsat-DVB-T: ‚ÄěVerbraucher werden nicht zugreifen‚Äú (vom 13. Oktober 2009)
  9. ‚ÜĎ Im Videotextangebot wird eine Art ‚ÄěRoadmap‚Äú f√ľr das hochaufl√∂sende Fernsehen vorgestellt, darunter terrestrischer Empfang auf Seite 794 (Abgerufen am 16. Oktober 2009)
  10. ‚ÜĎ MA HSH schreibt weitere DVB-T-√úbertragungskapazit√§t f√ľr Fernsehen und Telemedien aus ‚ÄĒ Kein Interesse an H√∂rfunk √ľber DVB-T vom 4. M√§rz 2010
  11. ‚ÜĎ Programmliste f√ľr DVB-T in der Region Halle/Leipzig
  12. ‚ÜĎ Testbericht f√ľr aktive DVB-T Antennen
  13. ‚ÜĎ www.senderfotos-bw.de/dvb-t.html
  14. ‚ÜĎ hr-online.de: Fragen und Antworten Rhein-Main
  15. ‚ÜĎ Berlin: Die Antenne ist tot, es lebe die Antenne!. Meldung auf heise.de am 4. August 2003
  16. ‚ÜĎ Digitalisierungsbericht 2006: S. 36: ‚ÄěF√ľr die privaten Fernsehsender ist der Umstieg auf DVB-T seit 2005 abgeschlossen.‚Äú
  17. ‚ÜĎ Radiosender √ľber den Leipziger DVB-T-Stadtkanal
  18. ‚ÜĎ Informationen auf RTL.de
  19. ‚ÜĎ Medienanstalt HSH: Ausschreibung von DVB-T-√úbertragungskapazit√§ten f√ľr die terrestrische Verbreitung von Fernsehprogrammen und Telemedien in Hamburg und MA HSH schreibt DVB-T-√úbertragungskapazit√§ten f√ľr H√∂rfunkprogramme in Hamburg und Schleswig-Holstein
  20. ‚ÜĎ Ueberallfernsehen.de: bis 2008 90 Prozent Abdeckung f√ľr ARD und ZDF
  21. ‚ÜĎ Digitalisierungsbericht 2006: Seite 37: ‚ÄěAu√üerdem haben sie die Anspr√ľche an eine Vollversorgung √ľber terrestrische Frequenzen reduziert und konzentrieren sich nun auf die Hauptsenderstandorte mit dem Ziel, 90 bis 95 Prozent der Bev√∂lkerung √ľber Antenne zu erreichen.‚Äú
  22. ‚ÜĎ Digitalisierungsbericht 2006: Seite 37: ‚ÄěUnter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet muss man konstatieren: F√ľr die Versorgung eines kleinen Teils der Fernsehhaushalte auf terrestrischem Weg entstehen den √∂ffentlich-rechtlichen Anstalten relativ hohe Kosten pro Nutzer. Im Vergleich zur Versorgung von IP-TV-Haushalten, f√ľr die √∂ffentlich-rechtliche Anstalten nichts aufwenden m√ľssen, oder den relativ geringen Kosten f√ľr die Kabel- und Satellitenverbreitung stellt sich die Frage, wie es zu rechtfertigen ist, dass die Gesamtheit der Geb√ľhrenzahler die wenigen terrestrischen Haushalte subventioniert.‚Äú
  23. ‚ÜĎ a b Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten in der BR Deutschland (ALM): Digitalisierungsbericht 2007, Seite 56: ‚ÄěDie positivste Entwicklung hat nach der vorliegenden Erhebung die digitale Terrestrik (DVB-T) genommen. 3,6 Millionen Haushalte nutzen DVB-T und damit nahezu doppelt so viele wie im Vorjahr ‚Ķ Im Vergleich der verschiedenen √úbertragungswege hat DVB-T das digitale Kabel √ľberholt.‚Äú
  24. ‚ÜĎ a b Ebenfalls ALM: Digitalisierungsbericht 2009 ‚ÄĒ Auf dem Weg in die digitale Welt, Seite 48: ‚ÄěDie Terrestrik schlie√ülich, die man heute synonym mit DVB-T setzen kann, nutzen 2009 rund 4,2 Millionen TV-Haushalte bzw. 11,3 %‚Äú
  25. ‚ÜĎ heise.de: Antennenfernsehen in Deutschland digitalisiert
  26. ‚ÜĎ Abschaltung RTL-Bouquet: Kanalwechsel in M√ľnchen/S√ľdbayern und RTL-Abschaltung in N√ľrnberg
  27. ‚ÜĎ a b c heise.de: DVB-T in √Ėsterreich gestartet
  28. ‚ÜĎ TVmatrix: Digital-TV √ľber Antenne startet in √Ėsterreich, 5. Oktober 2006
  29. ‚ÜĎ derstandard.at Digital-TV: Mehr Zeit f√ľr Umstieg, 25. J√§nner
  30. ‚ÜĎ derstandard.at Digital-TV: Einf√ľhrung mit zwiesp√§ltiger Bilanz, 16. Januar 2007
  31. ‚ÜĎ Aktuelle Gutscheinaktion auf der Webseite von www.dvb-t.at
  32. ‚ÜĎ Vorank√ľndigung im MHP-Angebot ATV-MultiText: ‚ÄěLiebe ATV OK-Nutzer! Am 07. J√§nner 2009 stellt der ATV-MultiText seinen Betrieb ein. Wir bedanken uns f√ľr Ihr Interesse! Das ATV OK Team ‚Äú (vgl. digitalfernsehen.de und weitere dort verlinkte Quelle)
  33. ‚ÜĎ APA: Digitale Teletext - Aus f√ľr "ORF OK": RTR kritisiert Zeitpunkt und Informationspolitik, derstandard.at/etat, 27. Mai 2011
  34. ‚ÜĎ http://blog.ors.at/stories/letzte-dvb-t-umstellungen/ Letzte DVB-T Umstellungen
  35. ‚ÜĎ http://www.rtr.at/de/m/KOA421911009 Entzug der Zulassung f√ľr das Versorgungsgebiet MUX C K√§rnten
  36. ‚ÜĎ http://www.rtr.at/de/m/KOA421211006 Entzug der Zulassung f√ľr f√ľr das Versorgungsgebiet MUX C - Wiener Becken
  37. ‚ÜĎ http://www.p3tv.at/webtv/3402-p3tv-setzt-verstaerkt-auf-das-netz-der-kabelsignal-und-satellit P3tv setzt verst√§rkt auf das Netz der Kabelsignal und Satellit
  38. ‚ÜĎ diepresse: http://diepresse.com/home/kultur/medien/629280/SchauTV_Neuer-Sender-fuer-Wien-via-Antenne- "Schau-TV: Neuer Sender f√ľr Wien via Antenne"
  39. ‚ÜĎ RTR-Presseaussendung: Vollversammlung der Digitalen Plattform Austria: Mehr Vielfalt im terrestrischen Fernsehen vom 15. Februar 2011
  40. ‚ÜĎ a b Peter Kaufmann (Schweizer Fernsehen) in Infosat: Interview: DVB-T-Umstieg in der Schweiz abgeschlossen vom 25. Februar 2008
  41. ‚ÜĎ Einstelldaten und Programme, DVB-T-Programmangebot des Schweizer Fernsehens SRG SSR
  42. ‚ÜĎ Sendeempfang, DVB-T auf der Website von Tele 1
  43. ‚ÜĎ Technik im Oberwallis, Abschnitt Technik Digitnet Information auf der Website der Valaiscom AG, abgerufen am 31. M√§rz 2011
  44. ‚ÜĎ DIGITnet auf der Website der Valaiscom AG, abgerufen am 31. M√§rz 2011
  45. ‚ÜĎ Empfangsgebiet TeleR√§tia AG, abgerufen am 7. Juni 2011
  46. ‚ÜĎ Bed√ľrfnisanalyse DVB-T (pdf), 2.2 Status Quo in der Schweiz, abgerufen am 7. Juni 2011
  47. ‚ÜĎ Evaluationsbericht zur √∂ffentlichen Anh√∂rung betreffend Drahtlos terrestrische Verbreitung von Programmen √ľber DVB-T (pdf), abgerufen am 7. Juni 2011
  48. ‚ÜĎ DTV-Weltkarte
  49. ‚ÜĎ [1]
  50. ‚ÜĎ Digitv.fi
  51. ‚ÜĎ T√©l√©vision num√©rique terrestre (TNT)
  52. ‚ÜĎ Freeview, in der englischsprachigen Wikipedia, Radioempfang: Wie steht es mit Radio-Empfang √ľber DVB-T?
  53. ‚ÜĎ RTL
  54. ‚ÜĎ kpn digitenne
  55. ‚ÜĎ Marks√§nd digital-tv i Sverige
  56. ‚ÜĎ http://www.dtvstatus.net/#Europa
  57. ‚ÜĎ http://www.president.gov.ua/documents/7773.html
  58. ‚ÜĎ Halva sz√ľletik a MinDig. Abgerufen am 8. Juli 2009.
  59. ‚ÜĎ CNTV::.

Literatur

  • Thorsten Mann-Raudies/Dr. Timan Lang: Renaissance der Antenne Abschlussbericht des Projektes DVB-T Norddeutschland. Vistas Verlag (2005), ISBN 3-89158-415-6.
  • Ulrich Reimers: DVB (Digital Video Broadcasting). Springer Verlag, Berlin; 2. Auflage (September 2004), ISBN 3-540-43545-X.
  • Thomas Riegler: DVB-T. Vth Mai 2004, ISBN 3-88180-802-7.
  • Peter Dehn: Fernsehen √ľberall ganz einfach, Der Praxis-Ratgeber zum Digitalfernsehen per Antenne. Books on Demand GmbH, Norderstedt, 2004, ISBN 3-8334-1163-5.
  • Manfred Braun u. a.: Netzplanung und Kosten von DVB-T. Vitas 1999, ISBN 3-89158-244-7.
  • Eric Karstens: Fernsehen digital. Eine Einf√ľhrung. Wiesbaden: VS-Verlag, 2006. ISBN 3-531-14864-8.
  • J.-C. Bisenius, F. K. Rothe, R. Sch√§fer: Einf√ľhrungsm√∂glichkeiten von terrestrischem digitalen Fernsehen DVB-T. Schriftenreihe der LfK -Band 5-, 1996, ISBN 3-7883-0357-3.

Weblinks


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