Der Vagabund und das Kind

Filmdaten
Deutscher Titel: The Kid/Der Vagabund und das Kind
Originaltitel: The Kid
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1921
Länge: 50 Minuten
Originalsprache: Englisch
Stab
Regie: Charles Chaplin
Drehbuch: Charles Chaplin
Produktion: Charles Chaplin
Musik: Charles Chaplin
Kamera: Roland Totheroh
Schnitt: Charles Chaplin
Besetzung

The Kid (dt. Alternativtitel: Der Vagabund und das Kind) ist eine US-amerikanische Stummfilm-Tragikomödie von Charles Chaplin aus dem Jahr 1921. In den Hauptrollen sind Chaplin in der Rolle des Tramp und Jackie Coogan als dessen adoptiertes Kind zu sehen.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Als sie das Krankenhaus verlässt, legt eine Mutter ihr Neugeborenes mit einem Abschiedsbrief in eine Limousine und verschwindet, um Selbstmord zu begehen. Als Diebe die Limousine stehlen, entsorgen sie das Baby neben einem Mülleimer. Charlie – der in Armut lebt, aber entgegen des deutschen Titels kein „Vagabund“ ist, da er einen festen Wohnsitz hat – findet es und kümmert sich fortan wie ein Vater um den Kleinen.

Fünf Jahre später ist aus der Mutter, die den Selbstmordversuch überlebt hat, ein Opernstar geworden. Sie leistet Wohltätigkeitsarbeit, bei der sie, ohne es zu wissen, auch ihrem mittlerweile zu einem aufgeweckten Kleinkind herangewachsenen Sohn begegnet.

Als der Junge eines Tages krank wird, meldet der behandelnde Arzt das Kind den Behörden, die kommen, um ihn Charlie wegzunehmen. Bevor der Junge im Waisenhaus ankommt, entwendet Charlie ihn wieder und nimmt ihn mit zu einer Absteige. Deren Wirt liest von einer Belohnung für den Jungen und gibt ihn der Mutter zurück. Später wird Charlie von einem freundlichen Polizisten geweckt, der ihn mit dem Jungen in der Villa der Mutter wieder vereint.

Kritiken

„Chaplin reflektiert in seinem ersten abendfüllenden Spielfilm die eigene Kindheit. Eine sentimentale, bittere, sozialkritische Tragikomödie, in der sich Realismus, Romantik und Phantasmagorie dank Chaplins und des kleinen Jackie Coogans unwiderstehlicher Darstellung mit Gags und Slapsticks zu einem großen Kinovergnügen verbinden.“

Lexikon des internationalen Films[1]

„Wie im Großteil seiner restlichen Produktionen wurde die Filmmusik eigens für ‚Der Vagabund und das Kind‘ komponiert und schafft es in bemerkenswerter Weise die Stimmung auf der Leinwand zu jedem Zeitpunkt in die Ohren des Zuschauers zu transportieren. Doch die Tragikomödie ist nicht gänzlich ohne Schwächen. Vor allem in der abschließenden Traumszene hat es Chaplin mit der Schwarz-Weiß-Malerei ein wenig übertrieben. Nachdem sich das Böse, in Person von Teufeln, Zutritt in die paradiesische Welt verschafft, herrscht heilloses Durcheinander. Der Tramp am Boden – das Kind entrissen. Im Kontext zum hervorragenden Gesamteindruck aber sicherlich zu vernachlässigen. So gelang Charlie Chaplin mit ‚Der Vagabund und das Kind‘ ein faszinierendes Werk mit viel Lachen und vielleicht einer Träne.“

Matthias Ball auf Filmstarts.de[2]

„Wie in vielen seiner Filme betreibt Chaplin auch in ‚The Kid‘ ein Stück weit Sozialkritik. Einem Mann wird ein Kind weggenommen, nur weil er arm ist. Nur deswegen traut man ihm nicht zu, ein Kind zu erziehen, während man das Kleine ohne zu zögern einer reichen Frau geben würde. (...) ist ‚The Kid‘ ein wunderschöner Film, der über fast die gesamten 55 Minuten Spieldauer prächtig unterhält und wie es der Vorspann versprach, nur für eine Träne sorgte.“

Filmbesprechungen.de[3]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.filmevona-z.de/filmsuche.cfm?wert=40956&sucheNach=titel
  2. http://www.filmstarts.de/kritiken/38952,Der%20Vagabund%20und%20das%20Kind.html
  3. http://www.filmbesprechungen.de/show.php?FilmID=1255

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