Deutsch-S├╝dwestafrika

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Deutsch-S├╝dwestafrika
Deutsch-S├╝dwestafrika
(danach S├╝dwestafrika)
Lage Deutsch-S├╝dwestafrika
Flaggen in den Kolonien des Deutschen Kaiserreichs#Flaggen ab 1891
Bundeswappen Deutschlands#Deutsches Kaiserreich
(Details) (Details)
Hauptstadt: Berlin, Deutsches Reich
Verwaltungssitz: 1885ÔÇô1891: Otjimbingwe
1891ÔÇô1915: Windhuk
1915 Grootfontein
Verwaltungsorganisation: 5-12 Bezirke[1]
Oberhaupt der Kolonie: 1884-88: Kaiser Wilhelm I.
1888: Kaiser Friedrich III.
1888- Kapitulation am 9. Juli 1915 (offiz. bis 28. Juni 1919 (Versailler Vertrag)): Kaiser Wilhelm II.
Gouverneur der Kolonie: siehe hier
Einwohner: zirka 200.000 Einwohner,
davon zirka 12.500 Deutsche (1913)
W├Ąhrung: Goldmark
Besitzergreifung: 1884ÔÇô1915
Heutige Gebiete: Namibia
S├╝drand von Caprivi in Botswana

Deutsch-S├╝dwestafrika war von 1884 bis 1915 eine deutsche Kolonie auf dem Gebiet des heutigen Staates Namibia. Mit einer Fl├Ąche von 835.100 km┬▓ war Deutsch-S├╝dwestafrika ungef├Ąhr 1,5-mal so gro├č wie das Deutsche Kaiserreich. Deutsch-S├╝dwestafrika war die einzige der deutschen Kolonien, in der sich eine nennenswerte Anzahl deutscher Siedler niederlie├č. 1915 wurde das Gebiet von Truppen der S├╝dafrikanischen Union erobert, unter deren Milit├Ąrverwaltung gestellt und 1919 gem├Ą├č den Bestimmungen des Friedensvertrags von Versailles als V├Âlkerbundsmandat S├╝dwestafrika der Verwaltung S├╝dafrikas ├╝bertragen.

Inhaltsverzeichnis

Inbesitznahme

Erst sp├Ąt trat Deutsch-S├╝dwestafrika in den Bereich der europ├Ąischen Erforschung und Kenntnis. Wohl hatten die Portugiesen schon im 15. Jahrhundert (1486) auf ihren Indienfahrten Landungszeichen in Form von Kreuzen hinterlassen. Erst die Annahme, es lie├če sich im Inneren Reicht├╝mer erwerben, f├╝hrte im 18. Jahrhundert vom Kaplande aus zu einigen Expeditionen. Sie sollten erkunden, wie sich der sagenhafte Rinderreichtum der Herero in klingende M├╝nzen verwandeln lie├če, und ob es nicht Goldvorkommen im Lande g├Ąbe. Beide Absichten waren jedoch ebenso wenig von Erfolg versprechend, wie ein sp├Ąterer Versuch der Engl├Ąnder, eine Kupfermine ins Leben zu rufen.

Schon 1868 wollten deutsche Missionare der Rheinischen Missionsgesellschaft dem K├Ânig von Preu├čen f├╝r das Gebiet interessieren und baten um seinem Schutz, da sie unter den st├Ąndigen K├Ąmpfen der Eingeborenen sehr zu leiden hatten. Der Deutsch-Franz├Âsische Krieg von 1870/71 lie├č jedoch die Absichten wieder in Vergessenheit geraten. 1876 suchten die Engl├Ąnder von der Kapkolonie aus das Gebiet in Besitz zu nehmen, konnten sich aber nicht durchsetzen. Sie behielten nur die Walfischbucht in ihrer Hand, und als sich die im Lande lebenden Wei├čen, Missionare und H├Ąndler, wegen mangelndem Schutzes gegen die ├ťbergriffe der Eingeborenen beklagten, erkl├Ąrten die englischen Kolonialbeh├Ârden, dass sie mit dem Inneren des Landes nichts zu tun h├Ątten und keine Verwaltung aus├╝bten. Die Engl├Ąnder hatten also, wie sie selbst erkl├Ąrten, keinerlei Rechte und Anspr├╝che auf das Land.

Franz Adolf L├╝deritz

Es erfolgte nun im Auftrag des Bremer Kaufmanns Adolf L├╝deritz der Erwerb durch den 21-j├Ąhrigen Heinrich Vogelsang am 1. Mai 1883 von dem Nama-Kaptein Joseph Frederiks II in Bethanien, f├╝r 200 alte Gewehre und 100 englische Pfund die Bucht von Angra Pequena, die heutige L├╝deritzbucht, mit f├╝nf Meilen Hinterland. Dabei lie├č Vogelsang offen, ob es sich um die den Nama bekannten englischen Meilen oder die f├╝nfmal l├Ąngeren deutschen Meilen handeln sollte. Da L├╝deritz sp├Ąter von der deutschen Ma├čeinheit ausging, sahen sich die Nama get├Ąuscht, konnten aber trotz heftiger Proteste ihren Standpunkt nicht durchsetzen. Bismarck gew├Ąhrte dem Gebiet ÔÇ×L├╝deritzlandÔÇť am 24. April 1884, durch ein Telegramm an den deutschen Konsul in Kapstadt, den Schutz des Deutschen Reiches, um die Landerwerbungen des Bremer Kaufmanns gegen britische Gebietsanspr├╝che zu sichern. Gro├čbritannien und besonders das Kapland zeigten pl├Âtzlich starkes Interesse an diesem vor kurzem erst zur├╝ckgewiesenem Gebiet und wollten es in ihren Besitz bringen. Bismarck konnte dies jedoch verhindern. Da die von den Briten angef├╝hrten Rechtsanspr├╝che fragw├╝rdig waren, blieb ihnen nichts anderes ├╝brig als nachzugeben. Sie beanspruchten an der K├╝ste S├╝dwestafrikas nur die schon fr├╝her besetzte Walfischbucht. Im Gegenzug lie├č Deutschland den im November 1884 erhobenen Anspruch auf die s├╝dafrikanische Bucht Santa-Lucia im Mai 1885 endg├╝ltig zugunsten Gro├čbritanniens fallen.[2]

Die erste offizielle Flaggenhissung in S├╝dwestafrika fand am 7. August 1884 unter Beteiligung des Nama-Kaptein Josef Fredericks II. nebst seinen Ratsleuten, der Besatzungen zweier deutscher Kriegsschiffe, der Kreuzerfregatte Leipzig und der Korvette Elisabeth, und Vertretern der Firma L├╝deritz am Fort Vogelsang in L├╝deritzbucht statt.

Im gleichen Monat schloss Vogelsang einen zweiten Vertrag ab, in dem L├╝deritz der K├╝stenstreifen zwischen dem Oranje-Fluss und dem 26. Breitengrad und ein Gebiet von 20 Meilen landeinw├Ąrts von jedem Punkt der K├╝ste aus f├╝r weitere 500 Pfund und 60 Gewehre verkauft wurde. 1885 wurde in Otjimbingwe der erste Verwaltungssitz eingerichtet. 1890 vergr├Â├čerte sich Deutsch-S├╝dwest um den Caprivizipfel im Nordosten, von dem man sich neue Handelsrouten versprach, und der den Anschluss zum Sambesi-Fluss herstellte. Dieser Gebietsgewinn beruhte auf dem mit Gro├čbritannien abgeschlossenen Helgoland-Sansibar-Vertrag vom 1. Juli 1890. Deutsch-S├╝dwestafrika erstreckte sich danach vom Oranje-Fluss, der Grenze gegen das Kapland im S├╝den, ├╝ber mehr als 1200 km bis zum Kunene, dem Grenzfluss gegen das portugiesische Angola im Norden. Seine Breite von der K├╝ste landeinw├Ąrts schwankte, abgesehen vom "Caprivizipfel", zwischen rund 450 km im S├╝den und fast 1000 km im Norden. Am 18. Oktober des gleichen Jahres wurde auf Betreiben des Hauptmanns Curt von Fran├žois der Grundstein f├╝r die Feste ÔÇ×Gro├č WindhukÔÇť gelegt. Die Schutzgebietsverwaltung wurde bald darauf in diese Festung verlegt. Um sie herum entstand im Laufe der kommenden Jahre die sp├Ątere Landeshauptstadt Windhuk, die heute offiziell "Windhoek" hei├čt.

Geplante Symbole f├╝r Deutsch-S├╝dwestafrika

Im Jahr 1914 wurde ein Wappen sowie eine Flagge f├╝r Deutsch-S├╝dwestafrika geplant, jedoch aufgrund des Kriegsbeginns nicht mehr eingef├╝hrt.

Bev├Âlkerung

Das Land war nie dicht bev├Âlkert; denn es konnte bis auf wenige Ausnahmen nur durch die extensive Viehzucht genutzt werden. Trotzdem befand sich keine einheitliche Bev├Âlkerung in dem ehemaligen Koloniegebiet. Gerade im Gebiete der gr├Â├čten Erhebungen des Hochlandes, bei Windhut, grenzten zur Zeit der deutschen Besitznahme die beiden Hauptv├Âlker Herero und Nama, aneinander. Dazu kamen noch die hervorragend an die widrigen Lebensbedingungen angepassten San, die versklavten Damara und die ganz im Norden lebenden ackerbautreibenden Owambo.

Vor der deutschen Besiedlung lebten in S├╝dwestafrika etwa 80.000 Herero, 60.000 Owambo, 35.000 Damara und 20.000 Nama. Deutsch-S├╝dwestafrika war die einzige Kolonie Deutschlands, in der eine gezielte Ansiedlung Deutscher in gr├Â├čerem Stil erfolgte (Siedlungskolonie). Neben dem Abbau von Diamanten und Kupfer war es insbesondere die Viehzucht, die deutsche Siedler ins Land lockte. 1902 hatte die Kolonie etwa 200.000 Einwohner, darunter 2.595 Deutsche, 1.354 Buren und 452 Briten. Bis 1914 kamen weitere 9.000 deutsche Siedler hinzu.

Wirtschaft und Infrastruktur

Blick in die namibische W├╝ste zu Kolonialzeiten

Die ersten deutschen Siedler besch├Ąftigten sich haupts├Ąchlich mit der Viehwirtschaft. Im S├╝den entwickelte sich eine Wollschaf- und Ziegenzucht, denn Ziegen und Schafe waren im Lande jeher weit verbreitet und lieferten in erster Linie die Fleischnahrung der Bev├Âlkerung. Nachdem im Norden Kupfer und sp├Ąter im S├╝den Diamanten gefunden wurden, entwickelte sich auch eine industrielle Infrastruktur.

Der Bau der ersten schmalspurigen Bahnstrecke SwakopmundÔÇôWindhoek wurde 1897 begonnen und am 19. Juli 1902 er├Âffnet. Sie erhielt durch die Otawi-Minen und Eisenbahn-Gesellschaft einen Abzweig nach Otawi, Tsumeb und Grootfontein, um die ergiebigen Kupferlager zu erschlie├čen. Sp├Ąter wurde sie von einer Normalspurstrecke abgel├Âst, und bis zum Ende der deutschen Herrschaft 1915 folgten weitere Bahnverbindungen in den S├╝den und Norden des Landes; so von L├╝deritz nach Aus und Keetmanshoop (1908)und von Keetmanshoop nach Windhuk. Damit hatte Deutsch-S├╝dwestafrika das umfangreichste Streckennetz aller deutschen Kolonien. Es hatte bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges eine L├Ąnge von 2.372 Kilometern wovon 2178 km in Betrieb waren. Mit dem Aufbau dieses Bahnnetzes wurde ein entscheidender Anteil am Aufstieg des Landes erreicht. Der fr├╝he, staatlich unterst├╝tzte Versuch, mit Lkw das Land zu erschlie├čen, brachte mit zwei importierten Modellen keinen Erfolg, da diese im W├╝stensand steckenblieben. Auch das Automobil blieb in der Kolonie eine Randerscheinung. 1909 durchfuhr der deutsche Offizier Paul Graetz zum Abschluss seiner Afrikadurchquerung Deutsch-S├╝dwestafrika aus Osten kommend ├╝ber Windhoek nach Swakopmund.[3][4] Im Allgemeinen belie├č man es bis zum Ende der deutschen Kolonialherrschaft bei den ochsenbespannten Karren, die auch das Milit├Ąr einsetzte.

Eine regelm├Ą├čige Schiffsverbindung mit Deutschland erfolgte ab 1898 am 25. jedes Monats durch die Woermann-Linie. Eine Schiffsverbindung zwischen Kapstadt und Walfischbai wurde durch den K├╝stendampfer ÔÇ×LeutweinÔÇť bedient.

Post und Fernmeldewesen

Postverkehr in Deutsch-S├╝dwestafrika, Briefmarke von 1906

Bis 1913 entstanden in Deutsch-S├╝dwestafrika 102 Post- und Telegraphenanstalten. Die Telegraphenlinien hatten zu diesem Zeitpunkt eine Gesamtl├Ąnge von knapp 4.000 Kilometern. An 28 Pl├Ątzen waren bis zum Ersten Weltkrieg Ortsfernsprechnetze vorhanden. Bei der Walfischbucht war das Schutzgebiet ├╝ber ein britisches Seekabel an das Welttelegraphennetz angeschlossen.[5] Nach 1910 begannen die deutschen Pl├Ąne f├╝r ein drahtloses Telegraphensystem via Funkstellen Gestalt anzunehmen. Am 4. Februar 1912 ging die K├╝stenfunkstelle Swakopmund in Betrieb.[6] Eine ├Ąhnliche Station in L├╝deritzbucht konnte am 3. Juni 1912 fertiggestellt werden. Kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs wurde schlie├člich die Gro├čfunkstelle Windhuk aufgebaut. Die Station war mit der Funkstation Kamina in Togo vergleichbar, die als Vermittlungspunkt nach Deutschland vorgesehen war. Versuchsweise gelang auch die direkte Verbindung mit der 9.730 Kilometer entfernten Gro├čfunkstelle Nauen bei Berlin.[7]

Luftfahrt

Einer der Doppeldecker, die w├Ąhrend des Ersten Weltkriegs in Deutsch-S├╝dwestafrika zum Einsatz kamen, 1914-1915

Bereits beim Aufstand der Herero und Nama setzte die deutsche Seite Telegrafenabteilungen der Luftschiffertruppen ein. Mit kleinen Fesselballons hob das Milit├Ąr Antennen empor, um die Reichweite der Funksignale zu vergr├Â├čern. Im Mai 1912 bildete sich der Deutsch-S├╝dwestafrikanische Luftfahrerverein in Keetmanshoop. Nachfolgend entstanden zahlreiche Ortsgruppen, unter anderem in L├╝deritzbucht, Swakopmund und Windhuk. Die Zahl der Mitglieder wuchs auf mehrere Hundert an. Das Ziel des Vereins bestand in der F├Ârderung der Luftfahrt in den deutschen Kolonien, insbesondere in Deutsch-S├╝dwestafrika. Im Mittelpunkt stand die Forderung von Flugzeugen und Luftschiffen zu milit├Ąrischen Zwecken. Die Idee traf bei den zust├Ąndigen Stellen in der Kolonialverwaltung auf Zustimmung, so dass es 1914 zur Stationierung von je einem Flugzeug auf Flugpl├Ątzen bei Karibib und Keetmanshoop kam. Hier lagen auch Standorte der Verkehrsz├╝ge der Schutztruppe. In weiteren Orten des Schutzgebietes wurden ebenfalls mit einfachen Mitteln Flugfelder angelegt. Im Mai und Juni 1914 trafen insgesamt drei Flugzeuge per Schiff in Swakopmund ein. Es handelte sich um einen Aviatik- sowie einen Roland-Pfeildoppeldecker von LFG. Mit einem dritten Flugzeug, ein Pfalz-Doppeldecker mit Druckpropeller, unternahm der Pilot Bruno B├╝chner auf private Initiative Post- und Schaufl├╝ge, ehe er sich samt Flugger├Ąt weiter nach Deutsch-Ostafrika einschiffte. Die anderen beiden Flugzeuge wurden w├Ąhrend des Ersten Weltkriegs in S├╝dwestafrika f├╝r Aufkl├Ąrungsfl├╝ge und Bombardierungen feindlicher Truppenlager eingesetzt, bis sie bei missgl├╝ckten Startvorg├Ąngen im April und Mai 1915 verloren gingen.[8]

Kolonialverwaltung bis 1903

Darstellung eines Ochsengespann mit Siedlern in Deutsch-S├╝dwestafrika aus: BrockhausÔÇÖ Kleines Konversations-Lexikon 1911
L├╝deritzbucht um 1900, Postkarte

Nachdem L├╝deritz die deutsche Regierung von der wirtschaftlichen Bedeutung seiner Niederlassung in S├╝dwestafrika ├╝berzeugt und dringend um hoheitlichen Schutz gebeten hatte, wurde Dr. Gustav Nachtigal 1884 als kaiserlicher Generalkonsul und Kommissar f├╝r Deutsch-Westafrika ernannt. In die ├ära seiner kurzen Amtszeit fiel der Abschluss des Schutzvertrages mit den Nama. Nach Nachtigals Tod ernannte Reichskanzler Bismarck 1885 Heinrich G├Âring, den Vater des sp├Ąteren nationalsozialistischen Politikers Hermann G├Âring, zum neuen Reichskommissar. Dieser schloss weitere Schutzvertr├Ąge mit den einheimischen St├Ąmmen ab. Ihm zur Seite standen Dr. B├╝ttner als weiterer Unterh├Ąndler, sowie der als ÔÇ×KanzlerÔÇť fungierende ehemalige Gerichtsreferendar Nels und der Feldwebel Goldammer, der die Polizeigewalt aus├╝ben sollte.

1887 wurde das Ger├╝cht verbreitet, dass bei der Walfischbucht Gold gefunden worden w├Ąre. G├Âring wurde daraufhin aufgefordert, vom Reich eine Schutztruppe anzufordern, die die Ordnung auf den vermeintlichen Goldfeldern aufrechterhalten sollte. Die Reichsregierung lehnte mit dem Hinweis, dass das betroffene Gebiet Privatbesitz der Deutschen Kolonialgesellschaft sei, das Ansinnen ab. Die Kolonialgesellschaft stellte daraufhin mit Unterst├╝tzung G├Ârings eine eigene S├Âldnertruppe, bestehend aus zwei Offizieren, f├╝nf Unteroffizieren und 20 schwarzen Soldaten, auf. Der Goldfund stellte sich sp├Ąter als Schwindel heraus, und die Schutztruppe l├Âste sich wieder auf, nachdem sie zuvor lediglich durch ihre Disziplinlosigkeit aufgefallen war.

1888 kam es zu Auseinandersetzungen zwischen dem Stamm der Witboois und den Herero, die vergeblich auf Unterst├╝tzung der Deutschen hofften. Die Herero k├╝ndigten daraufhin die Sch├╝rfrechte der Deutschen und den Schutzvertrag auf. G├Âring gelang es weder, die Vertragsk├╝ndigungen r├╝ckg├Ąngig zu machen, noch die k├Ąmpfenden St├Ąmme zu befrieden. Als die Witboois zudem begannen, das ganze Land mit Pl├╝nderungen zu terrorisieren, zogen sich G├Âring und die gesamte deutsche Verwaltung dem Chaos entfliehend in die britische Walfischbucht zur├╝ck.

Hendrik Witbooi um 1892

Auf Dr├Ąngen der Kolonialgesellschaft entsandte die Reichsregierung im Mai 1889 unter der Leitung des Leutnants Hugo von Fran├žois eine 21-k├Âpfige Truppe, die sp├Ąter auf 50 Mann erweitert wurde, um die deutsche Verwaltung wieder einzusetzen und das Land zu befrieden. Fran├žois schnitt den Herero die Waffenzufuhr ab und baute Windhuk zu einer Festung aus. Durch das energische Auftreten beeindruckt, nahmen die Herero 1890 die K├╝ndigung des Schutzvertrages zur├╝ck. Im gleichen Jahr kehrte G├Âring nach Deutschland zur├╝ck und Fran├žois wurde am 12. Mai 1891 zum vorl├Ąufigen Reichskommissar und Landeshauptmann ernannt. Damit lagen die zivile und die milit├Ąrische Macht in einer Hand. Fran├žois sah es als seine wichtigste Aufgabe an, die Witboois unter ihrem Kaptein Hendrik Witbooi zur├╝ckzudr├Ąngen, denn sie ├╝berfielen nun zunehmend die deutschen Siedler. Nachdem die Schutztruppe noch einmal auf nun 212 Soldaten und zwei Offiziere vergr├Â├čert wurde, nahm Fran├žois im April 1893 den Kampf gegen die Witboois auf.

Theodor Leutwein mit Samuel Maharero, 1895

Als Fran├žois nach einem halben Jahr die Witboois noch immer nicht besiegt hatte und seine Aufgaben als Landeshauptmann kaum noch wahrnahm, kam sowohl in S├╝dwestafrika als auch in Deutschland Unmut auf. Die Reichsregierung entsandte den Major Theodor Leutwein im Dezember 1893 nach Afrika, zun├Ąchst mit der Order, Fran├žois in seinen Verwaltungsaufgaben zu unterst├╝tzen. Schnell arbeiteten beide aber auch milit├Ąrisch zusammen. Nachdem es ihnen gelungen war, eine Reihe von Milit├Ąrstationen im Witbooi-Gebiet zu errichten, quittierte Fran├žois seine ├ämter und kehrte nach Deutschland zur├╝ck. Leutwein stand nun noch vor der Aufgabe, den Kampf gegen die Witboois unter ihrem Kapit├Ąn Hendrik Witbooi zu beenden, die sich inzwischen in der Naukluft, einer unzug├Ąnglichen Felsenlandschaft, verschanzt hatten. Nachdem die deutschen Truppen noch einmal durch Nachschub aus Deutschland verst├Ąrkt worden waren, griff Leutwein die Witboois am 27. August 1894 mit drei Kompanien an und zwang sie nach f├╝r beide Seiten strapazi├Âsen Gefechten am 11. September zur Aufgabe. Mit Kapit├Ąn Hendrik Witbooi wurde ein Schutzvertrag abgeschlossen, der seinem Stamm ein eigenes Siedlungsgebiet zusicherte, das allerdings unter der Aufsicht einer deutschen Garnison stehen sollte. Die Witboois hielten sich bis zum Ausbruch des Hereroaufstandes an diesen Vertrag. Nachdem es Leutwein anschlie├čend auch gelang, die Hererost├Ąmme zu befrieden, kehrte abgesehen von kleineren Gepl├Ąnkeln f├╝r knapp zehn Jahre Ruhe in Deutsch-S├╝dwestafrika ein. In den 1890er Jahren ├╝bernahmen deutsche Siedler (z. B. Gustav Voigts) Farmland. 1898 wurde Leutwein zum Gouverneur der Kolonie ernannt.

Der Herero-Aufstand

2. Marine-Feldkompanie, 1904
Generalleutnant Lothar von Trotha, ca. 1905
├ťberlebende Herero nach der Flucht durch die W├╝ste, ca. 1907
Ôćĺ Hauptartikel: Aufstand der Herero und Nama

Der Aufstand der Herero unter ihrem Kapit├Ąn Samuel Maharero begann am 12. Januar 1904, nachdem sich die Volksgruppe durch massive Landk├Ąufe der Deutschen Kolonialgesellschaft immer mehr aus ihrem Siedlungsgebiet zur├╝ckgedr├Ąngt sah und sie durch skrupellose H├Ąndler an den Rand der wirtschaftlichen Existenz gebracht worden waren. Zun├Ąchst wurden einzelne Farmen, Eisenbahnlinien und Handelsstationen angegriffen. Heftige K├Ąmpfe gab es um die Stadt Okahandja. Die zun├Ąchst zahlenm├Ą├čig unterlegene deutsche Schutztruppe wurde im Februar durch 500 Marineinfanteristen und eine Freiwilligentruppe verst├Ąrkt. Der Kampf gegen die Herero wurde mit drei Abteilungen aufgenommen. Da Leutwein die Kampfkraft der Herero falsch einsch├Ątzte, gelang es zun├Ąchst nicht, entscheidende Vorteile zu erringen. Die Reichsregierung war mit dem Verlauf der Operationen unzufrieden und ernannte den Generalleutnant Lothar von Trotha zum neuen Oberbefehlshaber der Schutztruppe. Im Gegensatz zu Leutwein verfolgte von Trotha das Ziel der v├Âlligen Vernichtung des Gegners. Er lie├č noch einmal Verst├Ąrkung aus Deutschland kommen und stellte die Herero am 11. August 1904 zur Entscheidungsschlacht am Waterberg.

Es gelang den Herero zwar, wie im Falle einer Niederlage geplant, nach S├╝dosten auszuweichen, sie untersch├Ątzten jedoch die Schwierigkeiten, welche sich durch eine Flucht mit Rinder - und Ziegenherden, Kindern und Verwundeten durch die Omaheke-Trockensavanne ergaben. W├Ąhrend der K├Ąmpfe und der Flucht kamen nach unterschiedlichen Quellenangaben bis zu 60 Prozent der Herero ums Leben.

Im Oktober 1904 erhoben sich die Nama im S├╝den des Landes. Der abtr├╝nnig gewordene Kapit├Ąn Hendrik Witbooi lie├č den ihm freundlich gesinnten Bezirksamtmann von Gibeon von Burgsdorff t├Âten. Gleichzeitig erhob sich Kapit├Ąn Jakob Morenga und griff in die K├Ąmpfe ein. Es folgte ein jahrelanger zerm├╝rbender Kleinkrieg mit der Schutztruppe, der erst 1907/08 endg├╝ltig niedergeschlagen werden konnte. Die Vorg├Ąnge kosteten durch Krankheiten, Hunger und Durst, Kampfhandlungen, ├ťberf├Ąlle, Flucht und vielfach menschenunw├╝rdige Missst├Ąnde in den Internierungslagern nach Sch├Ątzung zwischen 24.000 und 64.000 Herero, etwa 10.000 Nama sowie 1.365 Siedlern und Soldaten das Leben. 76 Wei├če galten als vermisst und sind wohl gr├Â├čtenteils durch Kriegseinwirkung umgekommen.

Friedenszeit 1908ÔÇô1914

Gouverneur Friedrich von Lindequist um 1905

Durch die Aufst├Ąnde war die Wirtschaft von Deutsch-S├╝dwestafrika nahezu zum Erliegen gekommen, die Farmwirtschaft musste v├Âllig neu aufgebaut werden, es gab kaum noch Vieh. Der Wiederaufbau war bereits von dem am 19. November 1905 ernannten neuen Gouverneur Friedrich von Lindequist eingeleitet worden. Mit Entsch├Ądigungen in H├Âhe von insgesamt 7 Millionen Reichsmark sorgte die Reichsregierung daf├╝r, dass die meisten Farmer im Land gehalten werden konnten.

Zwei junge Frauen mit Kindern der schwarzafrikanischen Bev├Âlkerung des Landes (1908, Foto DKG-Bestand)

1908 wurde Bruno von Schuckmann neuer Gouverneur. Er sorgte f├╝r eine effektive Verteilung der Beihilfen, schob Landspekulationen einen Riegel vor und f├Ârderte die Einfuhr von Vieh. Sehr vorteilhaft f├╝r die s├╝dwestafrikanische Wirtschaft wirkte sich die Einfuhr von Karakulschafen aus, deren Fell und Fleisch sich ausgezeichnet vermarkten lie├čen. Auch die Er├Âffnung der Bahnlinie L├╝deritzbuchtÔÇôKeetmanshoop im Juli 1908 trug zur F├Ârderung des Wirtschaftslebens bei.

Auf Dr├Ąngen der wei├čen Bev├Âlkerung erlie├č die Reichsregierung am 28. Januar 1909 eine Verordnung ├╝ber die Selbstverwaltung in Deutsch-S├╝dwestafrika, mit der Gemeinde- und Bezirksverb├Ąnde sowie ein Landesrat ins Leben gerufen wurden. Der Landesrat, der im April 1910 erstmals zusammentrat, hatte die Aufgabe, den Gouverneur, der weiterhin an der Spitze der Kolonialverwaltung stand, zu beraten.

Im Juni 1908 wurde ├Âstlich von L├╝deritz der erste Diamant gefunden, der einen Massenansturm auf das Gebiet ausl├Âste und dem Land einen neuen Wirtschaftszweig, die Diamantenf├Ârderung, bescherte. Bereits nach drei Monaten waren Diamanten von insgesamt 2720 Karat gefunden worden, bis zum Jahresende betrug der Wert der F├Ârderung bereits 1,1 Millionen Reichsmark. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurden Diamanten im Wert von 152 Millionen Reichsmark gef├Ârdert. Sehr zum Unwillen der Bev├Âlkerung sperrte das Reichskolonialamt das Gebiet der Diamantenfelder s├╝dlich des 26. Breitengrades bis zum Oranje in einer Breite von 100 Kilometern und vergab das alleinige Sch├╝rfrecht an den Grundeigent├╝mer, die Deutsche Kolonialgesellschaft. Ab 1912 wurde die Diamantenf├Ârderung mit einer Steuer von 6,6 Prozent belegt, wodurch der Kolonialverwaltung j├Ąhrlich etwa 10 Millionen Reichsmark zuflossen.

Erster Weltkrieg und das Ende der Kolonie

Nachdem in Europa am 1. August 1914 der Erste Weltkrieg ausgebrochen war, erwartete man in Deutsch-S├╝dwestafrika einen Angriff der mit Gro├čbritannien alliierten S├╝dafrikanischen Union, daher rief man am 8. August die Mobilmachung aus und evakuierte einen 50 Kilometer breiten Streifen entlang der Grenze zu S├╝dafrika. Am 9. September beschloss das s├╝dafrikanische Parlament die Kriegsteilnahme.

Erste Sch├╝sse fielen bereits am 13. September 1914 bei den Polizeistationen von Nakop und Ramansdrift, und bereits am 19. September besetzten s├╝dafrikanische Truppen in St├Ąrke von 2000 Mann die L├╝deritzbucht. Einen Tag sp├Ąter ├╝berschritt eine Abteilung der Unionstruppen den Oranje, die jedoch von den deutschen Truppen zur├╝ckgeschlagen werden konnte. Danach verlagerten die S├╝dafrikaner ihre Angriffe wieder an die L├╝deritzbucht und konnten dort entlang der Bahnlinie bis zum 9. November 70 Kilometer ins Inland vorsto├čen. Im M├Ąrz 1915 marschierten s├╝dafrikanische Truppen von Walfischbai aus in Richtung Keetmanshoop, das ihnen am 19. April in die H├Ąnde fiel. Im S├╝den musste die deutsche Schutztruppe der ├ťbermacht des Feindes weichen und zog sich nach Norden zur├╝ck. Es stellte sich nun heraus, dass die deutsche Schutztruppe den S├╝dafrikanern hoffnungslos unterlegen war; das galt sowohl f├╝r die Truppenst├Ąrke als auch f├╝r die Ausr├╝stung. W├Ąhrend die deutsche Truppe bei Ausbruch des Krieges durch Seeleute, Reservisten, Freiwillige und Einheimische auf 5000 Mann aufgestockt worden war, stand ihr auf der gegnerischen Seite ein Heer von 8000 Soldaten gegen├╝ber. Den Deutschen standen zwei veraltete Flugzeuge und f├╝nf Kraftwagen zur Verf├╝gung, wogegen die S├╝dafrikaner sechs moderne Kampfflugzeuge und 2000 Motorfahrzeuge einsetzen konnten.

Deutsch-S├╝dwest-Devotionalien in einem Gesch├Ąft in Swakopmund
Spuren der deutschen Kolonialzeit: Hinweisschild zu deutschen Kulturdenkm├Ąlern in Windhuk: Christuskirche, Reiterdenkmal und Alte Feste

Nachdem die Unionstruppen die deutschen Verteidiger auch im Norden immer weiter zur├╝ckgedr├Ąngt hatten, bot Gouverneur Seitz dem s├╝dafrikanischen General Botha am 21. Mai 1915 vergeblich einen Waffenstillstand an. Am 1. Juli erlitt die Schutztruppe ihre letzte und endg├╝ltige Niederlage bei einem Gefecht bei Otativi, westlich von Grootfontein. Am 9. Juli 1915 unterzeichneten Gouverneur Seitz und Oberstleutnant Franke eine Erkl├Ąrung ├╝ber die ├ťbergabe der deutschen Schutztruppe an die S├╝dafrikanische Union.

Der aktive Teil der Schutztruppe wurde in einem Lager bei Aus interniert, die Reservisten konnten nach Deutschland zur├╝ckkehren. Die Verwaltung der deutschen Kolonie ├╝bernahm das s├╝dafrikanische Milit├Ąr. Etwa die H├Ąlfte der deutschen Bev├Âlkerung S├╝dwestafrikas wurde bis zum Juli 1919 nach Deutschland zur├╝ckgeschickt. Das Ende von Deutsch-S├╝dwestafrika wurde mit dem Versailler Vertrag vom 28. Juni 1919 besiegelt. Es wurde zum Mandatsgebiet des V├Âlkerbundes erkl├Ąrt und unter die Verwaltung der S├╝dafrikanischen Union gestellt.

Siehe auch

Literatur

Belletristische Darstellungen

Weblinks

 Commons: German South-West Africa ÔÇô Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Kolonialismus ÔÇô Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. ÔćĹ The rulers of German Africa, 1884-1914 - Lewis H. Gann, Peter Duignan, S.7]
  2. ÔćĹ Santa Luc─źa, in: Meyers Gro├čes Konversations-Lexikon. Band 17, Leipzig 1909, S. 587.
  3. ÔćĹ Paul Graetz: Im Auto quer durch Afrika. G├Âttingen/Windhoek: Klaus Hess Verlag, 2006 (Faksimile der Ausgabe von 1910). ISBN 978-3-933117-35-9
  4. ÔćĹ Hans-Otto Meissner:Traumland S├╝dwest. Stuttgart: Europ├Ąischer Buch- u. Phonoklub, 1969, S. 235-258.
  5. ÔćĹ Eintrag Deutsch-S├╝dwestafrika: Verkehrswesen im Deutschen Kolonial-Lexikon
  6. ÔćĹ Bild der Funkstelle Swakopmund, Koloniales Bildarchiv, Universit├Ątsbibliothek Frankfurt am Main
  7. ÔćĹ Reinhard Klein-Arendt: ÔÇťKamina ruft Nauen!ÔÇŁ Die Funkstellen in den deutschen Kolonien 1904-1918. 3. Aufl., K├Âln: Wilhelm Herbst Verlag, 1999, S. 144ff., ISBN 3-923925-58-1.
  8. ÔćĹ Karl-Dieter Seifert: Deutsche Flieger ├╝ber den Kolonien. Zweibr├╝cken: VDM Heinz Nickel, 2007. ISBN 978-3-86619-019-1.

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  • Deutsch S├╝dwestafrika ÔÇö (zuvor S├╝dwestafrika) ÔÇŽ   Deutsch Wikipedia

  • Deutsch-S├╝dwestafrika ÔÇö (s. Karte ┬╗S├╝dafrika┬ź bei Artikel Kapkolonie), deutsche Kolonie in S├╝dwestafrika, zwischen dem Atlantischen Ozean im W., der portugiesischen Kolonie Angola im N., Britisch Betschuanenland und dem Protektorat Betschuanenland ml O., der Kapkolonie… ÔÇŽ   Meyers Gro├čes Konversations-Lexikon

  • Deutsch-S├╝dwestafrika ÔÇö (vgl. Karte Seite 325), mit 835.100 km2, also einer Fl├Ąchengr├Â├če gleich der 11/2fachen Deutschlands, aber einer Bev├Âlkerung von nur knapp 70.000 Farbigen und noch nicht ganz 13.000 Wei├čen, ist ein Gebiet, das bei seiner ungemein weiten Ausdehnung ÔÇŽ   Enzyklop├Ądie des Eisenbahnwesens

  • Deutsch-S├╝dwestafrika ÔÇö Deutsch S├╝dwe╠ústafrika, ┬á 1883 1918 Bezeichnung f├╝r die als Schutzgebiete zum Deutschen Reich geh├Ârenden Teile Afrikas zwischen Angola und der Kapkolonie. ┬á ÔÇŽ   Universal-Lexikon

  • Landesrat (Deutsch-S├╝dwestafrika) ÔÇö Der Landesrat war ein beratendes Gremium in Deutsch S├╝dwestafrika und Teil der dortigen Selbstverwaltung. Die Kolonie Deutsch S├╝dwestafrika wurde von einem Gouverneur regiert, der vom Reich entsandt wurde. Um den deutschen Siedlern… ÔÇŽ   Deutsch Wikipedia

  • Konzentrationslager in Deutsch-S├╝dwestafrika ÔÇö wurden im Anschluss an den Aufstand der Herero und Nama seit 1904 vom Deutschen Reich in der damaligen Kolonie Deutsch S├╝dwestafrika errichtet. Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeines 2 Internierung 3 Zust├Ąnde in den Lagern ÔÇŽ   Deutsch Wikipedia

  • Deutsch-Suedwestafrika ÔÇö Deutsch S├╝dwestafrika (zuvor S├╝dwestafrika) ÔÇŽ   Deutsch Wikipedia

  • Deutsch-S├╝dwest ÔÇö Deutsch S├╝dwestafrika (zuvor S├╝dwestafrika) ÔÇŽ   Deutsch Wikipedia

  • Deutsch-S├╝dwest-Afrika ÔÇö Deutsch S├╝dwestafrika (zuvor S├╝dwestafrika) ÔÇŽ   Deutsch Wikipedia

  • Deutsch-Westafrika ÔÇö um 1912: Togo und Kamerun (dunkelgr├╝n), Deutsch S├╝dwestafrika (hellgr├╝n) Deutsch Westafrika war eine fr├╝he Bezeichnung f├╝r die deutschen ÔÇ×SchutzgebieteÔÇť in Westafrika zwischen 1884 und 1919. ├ťblicherweise wurden damit Kamerun und Togoland (ab… ÔÇŽ   Deutsch Wikipedia


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