Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt

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Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt
Abschluss des Nichtangriffspaktes am 24. August 1939. Von links nach rechts: Hintergrund: Richard Schulze (Ribbentrops Adjutant), Boris Schaposchnikow (Generalstabschef der Roten Armee), Joachim von Ribbentrop, Josef Stalin, Vladimir Pavlov (sowjetischer √úbersetzer); Vordergrund: Gustav Hilger (deutscher √úbersetzer) und Wjatscheslaw Molotow
Geheimes Zusatzprotokoll

Der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt, auch Hitler-Stalin-Pakt oder Molotow-Ribbentrop-Pakt, war ein auf zehn Jahre befristeter Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion, der am 24. August 1939 (mit Datum vom 23. August 1939) in Moskau vom deutschen Reichsau√üenminister Joachim von Ribbentrop und dem sowjetischen Volkskommissar f√ľr Ausw√§rtige Angelegenheiten Wjatscheslaw Molotow in Anwesenheit Josef Stalins und des deutschen Botschafters Friedrich Schulenburg unterzeichnet wurde. Er kn√ľpfte an den Berliner Vertrag von 1926 und damit an den Vertrag von Rapallo an. Der Pakt garantierte dem Deutschen Reich die sowjetische Neutralit√§t bei einer Auseinandersetzung mit Polen und den Westm√§chten und r√§umte andererseits der Sowjetunion die M√∂glichkeit ein, die im Ersten Weltkrieg verlorenen Territorien Russlands ohne ein milit√§risches Eingreifen von deutscher Seite zu okkupieren. Vor allem aber erhoffte man sich auf sowjetischer Seite einen Zeitgewinn, denn das Land war noch nicht so weit, einem drohenden Angriff Deutschlands widerstehen zu k√∂nnen.[1]

Mit einem geheimen Zusatzprotokoll wurden die Interessensph√§ren in Ostmitteleuropa abgegrenzt: Finnland, Estland, Lettland sowie Polen √∂stlich von Narew, Weichsel und San fielen in das sowjetische Interessengebiet. F√ľr S√ľdosteuropa gab es keine klaren Demarkationslinien, nur an dem f√ľr Deutschland unwichtigen Bessarabien erkl√§rte die Sowjetunion ihr Interesse. Mit dem √úberfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 brach das Deutsche Reich den Vertrag.

Inhaltsverzeichnis

Vorgeschichte

Adolf Hitler hatte mehrfach versucht, die Staaten des Cordon Sanitaire aus ihrer Bindung an Frankreich zu l√∂sen. √Ąhnlich wie im Friedensvertrag von Brest-Litowsk sollten die Staaten dieses L√§nderg√ľrtels wieder von Deutschland abh√§ngig und in eine offensive Frontstellung gegen die Sowjetunion gebracht werden. Trotz des Deutsch-polnischen Nichtangriffspakts von 1934 und der Ann√§herung Deutschlands 1936 an Rum√§nien war diese Politik 1939 gescheitert. Polen hatte Hitlers Vorschlag einer gemeinsamen Ostexpansion, wobei Polen gro√üe Teile der Ukraine erhalten sollte, im Oktober 1938 abgelehnt. Damit lag f√ľr Hitler eine L√∂sung nahe, den ‚ÄěCordon‚Äú unter Ausschaltung der Westm√§chte gewaltsam in eine deutsche und eine sowjetische Interessensph√§re aufzuteilen. Am 28. April 1939 wurde der deutsch-polnische Nichtangriffspakt einseitig von Deutschland aufgek√ľndigt.

Als Deutschland am 15. M√§rz 1939 unter Bruch des M√ľnchner Abkommens von 1938 die sogenannte ‚ÄěRest-Tschechei‚Äú besetzte, wurde offenkundig, dass die anglo-franz√∂sische Politik des Appeasements gescheitert war. Adolf Hitler hatte die Duldung seiner Revisionen des Versailler Vertrages als Schw√§che ausgelegt, nicht als Versuch, Deutschland friedlich in die europ√§ische Staatengemeinschaft einzugliedern. In Gro√übritannien forderten die oppositionellen Kr√§fte innerhalb der regierenden konservativen Partei unter F√ľhrung Winston Churchills das Ende aller Zugest√§ndnisse gegen√ľber dem Deutschen Reich. Der britische Premierminister Arthur Chamberlain war zwar bereit gewesen, Hitlers gem√§√ü dem Selbstbestimmungsrecht der V√∂lker berechtigten Revisionsforderungen nachzukommen, sah aber in diesem gewaltsamen Ausbruch nach Osten eine Gef√§hrdung der Machtbalance, auf der Gro√übritanniens Weltstellung beruhte. Die britisch-franz√∂sische Garantieerkl√§rung f√ľr die Unabh√§ngigkeit Polens vom 31. M√§rz 1939 signalisierte, dass Gro√übritannien und Frankreich ein unabh√§ngiges Polen als vitales eigenes Interesse betrachteten.

Anders als in Frankreich, das 1935 einen Beistandspakt mit der Sowjetunion geschlossen hatte, herrschte in Gro√übritannien nach wie vor eine starke Abneigung gegen ein solches B√ľndnis. Aufgrund der Ereignisse in der Tschechoslowakei verst√§rkte sich aber die Einsicht, dass ohne die Sowjetunion in Europa keine wirksame Position gegen Hitler aufgebaut werden konnte. Drei M√§chte, Gro√übritannien, Deutschland und die Sowjetunion, bestimmten nun die strategische Lage in Ostmitteleuropa, und jede suchte Absicherung. Die Sowjetunion suchte eine Absicherung gegen Deutschland, ergriff die Initiative und schlug Gro√übritannien am 18. April 1939 eine Allianz vor. Es sollte ein gegenseitiger Beistandspakt gegen jeden Angreifer sein, verbunden mit einer Beistandszusage f√ľr die baltischen Staaten, Finnland und Polen. Am 27. April 1939 k√ľndigte Deutschland daraufhin das Deutsch-britische Flottenabkommen.

Verhandlungen √ľber die Dreier-Allianz

Die Verhandlungen zwischen Gro√übritannien, Frankreich und der Sowjetunion waren von Beginn an von gegenseitigem Misstrauen getragen. Chamberlain stand der Sowjetunion grunds√§tzlich skeptisch gegen√ľber und hielt die Schlagkraft der Roten Armee f√ľr gering.[2] Die Sowjetunion wiederum war nicht √ľberzeugt, dass die Westm√§chte tats√§chlich zu ihren Verpflichtungen stehen w√ľrden. Am 15. und 16. April 1939 f√ľhrten der Au√üenminister der Sowjetunion Maxim Litwinow und der britische Botschafter in Moskau Gespr√§che √ľber ‚Äědie Schaffung einer gemeinsamen Front zu gegenseitigen Hilfeleistung zwischen Gro√übritannien, Frankreich und der UdSSR‚Äú.[3] Die Verhandlungen verz√∂gerten sich zus√§tzlich durch die Notwendigkeit, die Verhandlungsschritte untereinander und mit den betroffenen L√§ndern abzustimmen, die der Aufgabe von Souver√§nit√§tsrechten gegen√ľber der Sowjetunion misstrauisch gegen√ľberstanden.

Am 3. Mai wurde der bisherige Au√üenminister Litwinow ‚Äď bisher Zielscheibe fortgesetzter deutscher Angriffe ‚Äď abgel√∂st und der Vorsitzendes des Rats der Volkskommissare Molotow √ľbernahm zus√§tzlich die Aufgaben der Au√üenpolitik. Hiermit wurde ein genereller Kurswechsel der Sowjetunion eingeleitet.

‚ÄěDie russisch-britischen Verhandlungen‚Äú, so Churchill, ‚Äěschleppten sich hin.‚Äú Am 11. August 1939 begannen zwar in Moskau weitere Verhandlungen auf milit√§rischer Ebene (Admiral Reginald Drax, General Aim√© Doumenc und Marschall Woroschilow), die jedoch bald ins Stocken gerieten. Die sowjetische F√ľhrung bot dabei eine Million Soldaten, 5000 St√ľck schwere Artillerie, 9500 Panzer und bis zu 5500 Kampfflugzeuge und Bomber an, um die polnische Westgrenze gegen eine Aggression Deutschlands zu sch√ľtzen.[4] Vor allem in der Frage des sowjetischen Durchmarschrechts in Polen fehlte die Zustimmung der polnischen Regierung. In Warschau wollte man die sowjetische Forderung, auch ohne eine deutsche Aggression jederzeit und ohne Vorank√ľndigung polnisches Territorium betreten zu d√ľrfen, nicht akzeptieren. Am 21. August wurden die Verhandlungen vorerst vertagt, um dann am 27. August, nach dem Abschluss des Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts endg√ľltig abgebrochen zu werden.

Deutsch-sowjetische Verhandlungen

‚ÄěVom ersten Augenblick an, da Molotow Au√üenkommissar geworden war, verfolgte er die Politik einer Vereinbarung mit Deutschland auf Kosten Polens.‚Äú[5] Von nun an f√ľhrte die sowjetische Regierung ‚Äď parallel zu den Verhandlungen mit Gro√übritannien und Frankreich ‚Äď Gespr√§che mit dem Deutschen Reich. Diese deutsch-sowjetischen Verhandlungen kamen z√ľgig voran. So hatte Mitte Juni 1939 Georgi Astachow, der sowjetische Botschaftsrat in Berlin, gegen√ľber dem bulgarischen Botschafter Parvan Dragonoff erkl√§rt:

‚ÄěWenn Deutschland die Erkl√§rung abgibt, die Sowjetunion nicht angreifen zu wollen, oder mit ihr einen Nichtangriffspakt abschlie√üt, so wird die Sowjetunion wohl von dem Vertragsabschluss mit England absehen.‚Äú[6]

Deutschland reagierte auf diese Information Dragonoffs. Am 26. Juli 1939 er√∂ffnet der deutsche Legationsrat Karl Schnurre dem sowjetischen Botschaftsrat Astachow, die Deutschen seien bereit alle Garantien zu liefern. Nach Gespr√§chen √ľber Details √ľberbrachte Botschafter Schulenburg Au√üenminister Molotow am 17. August eine Note, in der die Deutschen ihre Bereitschaft zum Nichtangriffspakt schriftlich zum Ausdruck brachten, dem ein vertrauliches Sonderprotokoll bez√ľglich der Interessensph√§ren beigelegt werden solle. In Anlehnung an die m√ľndlichen Vereinbarungen Molotows und Schulenburgs fertigte Friedrich Gaus, der Leiter der Rechtsabteilung im Ausw√§rtigen Amt, den Text des sp√§teren Vertragswerkes an, den Ribbentrop am 23. August 1939 mit nach Moskau brachte.[7]

Zun√§chst wurde allerdings noch in Berlin am 19. August, der bereits seit Monaten vorverhandelte Deutsch-Sowjetische Wirtschaftsvertrag √ľber sowjetische Rohstofflieferungen f√ľr das Deutsche Reich abgeschlossen. In diesem r√§umte das Reich der Sowjetunion einen Kreditrahmen von 200 Millionen Reichsmark (sieben Jahre Laufzeit) im Gegenzug f√ľr Rohstofflieferungen in der H√∂he von 180 Millionen Reichsmark (innerhalb von zwei Jahren) ein. Erst diese Rohstoff- und Nahrungslieferungen aus dem Osten erm√∂glichten es, einen Krieg beginnen zu k√∂nnen, ohne sich Sorgen um die Folgen einer m√∂glichen Seeblockade durch die britische Marine machen zu m√ľssen, die nun kaum jene weitreichenden Wirkungen auf die deutsche Versorgungslage zeigen w√ľrde, die im Ersten Weltkrieg mit zur Niederlage beigetragen hatten.

Am gleichen Tag noch teilte Molotow Berlin mit, die sowjetische Regierung sei nun bereit, Au√üenminister Ribbentrop am 26. und 27. August zur Ratifizierung eines Nichtangriffspaktes zu empfangen. Am 21. August √ľberbrachte Schulenburg Molotow eine Eilbotschaft Hitlers an Stalin, Ribbentrop k√∂nnte sich bereits in den n√§chsten beiden Tagen zur Abkl√§rung letzter Details und zur Ratifizierung nach Moskau begeben, worauf Ribbentrops Ankunft von Stalin auf den 23. August festgelegt wurde.[8] Die deutsche Delegation wurde um 18 Uhr von der sowjetischen Seite empfangen. Letzte Vertragsdetails wurden auf der Basis eines Entwurfes noch verhandelt. Das geheime Zusatzprotokoll beanspruchte den gr√∂√üten Zeitanteil. Eine Detailfrage, die Ribbentrop mit Hitler abkl√§ren wollte, f√ľhrte um 22 Uhr zu einer Unterbrechung. Der das Datum 23. August tragende deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt wurde anschlie√üend nach Mitternacht am 24. August 1939 durch Ribbentrop und Molotow in Moskau unterzeichnet.[9] √úber den Vertragsschluss unterrichtete der deutsche Au√üenminister telefonisch gegen 2 Uhr Adolf Hitler.[10]

Inhalt

Aufteilung Mitteleuropas laut Pakt im Vergleich zur tatsächlichen Aufteilung bis 1941
Deutsche und sowjetische Eingliederungen und Annexionen sowie Besetzungen in Mittel- und Osteuropa (1939‚Äď1941)

Der Pakt sah neben den Nichtangriffsklauseln auch die gegenseitige Neutralit√§t im Kriegsfalle der anderen Partei vor. In einem geheimen Zusatzprotokoll legten die L√§nder die Aufteilung Nordost- und S√ľdosteuropas in Interessensph√§ren f√ľr den Fall fest, dass es zu einer ‚Äěterritorial-politischen Umgestaltung‚Äú Osteuropas kommen sollte. Die vier Punkte des Zusatzprotokolls sahen dabei Folgendes vor:

  1. Bei den baltischen Staaten (zu denen damals auch Finnland gerechnet wurde[11]) sollten diese ‚ÄěInteressensph√§ren‚Äú durch die Nordgrenze Litauens abgegrenzt werden,[12] das hei√üt Lettland, Estland und Finnland sollten in der sowjetischen Interessensph√§re liegen, Litauen hingegen in der deutschen.
  2. Polen sollte l√§ngs der Fl√ľsse Narew, Weichsel und San geteilt werden. Die beiden Vertragspartner verst√§ndigten sich darauf, dass die Frage ‚Äěob die beiderseitigen Interessen die Erhaltung eines unabh√§ngigen polnischen Staates erw√ľnscht erscheinen lassen und wie dieser Staat abzugrenzen w√§re‚Äú erst ‚Äěim Laufe der weiteren politischen Entwicklung gekl√§rt werden‚Äú k√∂nne.
  3. W√§hrend die Sowjetunion ihr Interesse an Bessarabien (heute Moldawien und Ukraine) bekundete, betonte die Reichsregierung ‚Äědas v√∂llige politische Desinteresse an diesen Gebieten.‚Äú
  4. Das Zusatzprotokoll sollte von beiden vertragsschlie√üenden Parteien ‚Äěstreng geheim behandelt werden‚Äú.

Deutsch-Sowjetischer Grenz- und Freundschaftsvertrag

Nach dem √ľberraschend schnellen Vordringen der deutschen Wehrmacht nach ihrem Angriff auf Polen am 1. September 1939 sowie der sowjetischen Besetzung Ostpolens am 17. September 1939 vollzogen beide Seiten am 28. September 1939 (dem Tag, an dem Warschau gegen√ľber den Deutschen kapitulierte) im Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag ‚Äď wiederum bestehend aus einem √∂ffentlichen und einem geheimen Teil ‚Äď die Aufteilung des ehemaligen polnischen Staatsgebiets.

Zweck des Paktes

Deutschland

F√ľr Hitler bot der Pakt die M√∂glichkeit der Eroberung Westpolens und diente auch als Voraussetzung f√ľr einen Krieg gegen die Sowjetunion zur Beseitigung einer als gef√§hrlich angesehenen, weltumspannenden Ideologie und der Verwirklichung seiner ‚ÄěLebensraum‚Äú-Idee.[13] Dieser Generalplan beruhte auf der Annahme, dass es zu keinem Eingreifen der Westm√§chte beim Angriff auf Polen wie auch der nationalsozialistischen ‚ÄěWiedervereinigung der Freien Stadt Danzig mit dem Deutschen Reich‚Äú kommen werde. F√ľhrerbefehl im Wehrmachtf√ľhrungsstab:[14]

‚ÄěVorbereitungen im Westen, die √ľber eine Sicherheitsbesetzung des Westwalls hinausgehen, haben zu unterbleiben. √úber die Polenfrage kann und wird es keinen Krieg mit den Westm√§chten geben. Besprechungen √ľber einen solchen unm√∂glichen Fall gef√§hrden ganz unn√∂tig die Geheimhaltung und damit die politischen Verhandlungen.‚Äú

Mit dem britischen Ultimatum war ‚Äď an rationalen Ma√üst√§ben gemessen ‚Äď Hitlers ‚ÄěGeneralplan‚Äú obsolet, da der drohende europ√§ische Krieg mit den materiellen und personellen Ressourcen des Landes nicht mehr in Einklang zu bringen war. Was der Zur√ľckweisung des Ultimatums folgte, war eine weitgehend von den Umst√§nden diktierte Abfolge von Operationen, die nach anf√§nglichen √úberraschungserfolgen sp√§testens nach dem Angriff auf die Sowjetunion zwangsl√§ufig zum Desaster f√ľhren musste.

Sowjetunion

F√ľr die Sowjetunion bedeutete der Abschluss des Paktes, sich eine Atempause vor einem m√∂glichen deutschen Angriff zu verschaffen, um die sowjetische Aufr√ľstung abschlie√üen zu k√∂nnen. Der Pakt bot die M√∂glichkeit, sich die ehemaligen Gebiete des russischen Zarenreichs (Finnland, Baltikum, Ostpolen, Bukowina, Bessarabien) einzuverleiben.[15] Der Pakt verhinderte dar√ľber hinaus eine eventuelle antisowjetische Allianz der Westm√§chte mit Deutschland und wendete einen m√∂glichen Zweifrontenkrieg mit Deutschland und Japan ab.

Auswirkungen

Deutschland

Nach der Abwendung der bef√ľrchteten Einkreisung, die ein B√ľndnis zwischen den drei M√§chten Frankreich, Gro√übritannien und Sowjetunion bedeutet h√§tte, bot sich f√ľr Hitler die M√∂glichkeit, gegen Polen loszuschlagen, ohne die direkte Intervention der Westalliierten f√ľrchten zu m√ľssen. Da diese aber zu ihren Verpflichtungen gegen√ľber Polen standen, war es nun f√ľr Deutschland wichtig, nicht nur die Neutralit√§t der Sowjetunion erreicht zu haben, sondern das Riesenreich als wirtschaftlichen Verb√ľndeten gewonnen zu haben. Dar√ľber hinaus stand die Sowjetunion als Handelspartner und Lieferant sowie als Transitland f√ľr wichtige Rohstoffe zur Verf√ľgung. Durch die Abwendung der ernsten Folgen einer britischen Seeblockade, die den Ersten Weltkrieg durch Hunger und Mangel kriegswichtiger G√ľter mitentschieden hatte, war der wirtschaftliche Weg zum Krieg frei.

In einer Reihe von Wirtschaftsabkommen wurden konkrete Vereinbarungen √ľber Menge und Art der Lieferungen getroffen. Deutschland lieferte im Wesentlichen Technologie und Maschinen, w√§hrend die Sowjetunion gro√üe Mengen an Getreide und Nahrungsmitteln, dazu unverzichtbare Erd√∂lprodukte sowie Nichteisenmetalle lieferte, die f√ľr die deutsche Kriegsf√ľhrung unentbehrlich waren.

Sowjetunion

Nach mehrfacher deutscher Aufforderung, das im Zusatzprotokoll der sowjetischen Interessensph√§re zugewiesene polnische Gebiet milit√§risch zu besetzen, um der polnischen Armee den R√ľckzug abzuschneiden, √ľberquerten am 17. September 1939 rasch zusammengestellte Verb√§nde der beiden westlichen sowjetischen Milit√§rbezirke die Grenze zu Polen.[16] Gegen zum Teil nicht unerheblichen Widerstand polnischer Verb√§nde besetzten sie das vorwiegend von Ukrainern und Wei√üruthenen bewohnte Gebiet. Die Sowjetunion begr√ľndete diesen Schritt als Intervention zum Schutz der ‚Äěslawischen Bruderv√∂lker‚Äú, die in Ostpolen die Mehrheit stellten, der durch den Zusammenbruch des polnischen Staates erforderlich gewesen sei. Binnen weniger Wochen wurden Wahlen organisiert und die betroffenen Gebiete in die Wei√ürussische und die Ukrainische SSR eingegliedert.

Noch im Laufe des Septembers wurden mit Estland und Lettland ebenfalls Nichtangriffspakte abgeschlossen, wobei massiver milit√§rischer Druck auf die Regierungen dieser L√§nder ausge√ľbt worden war, sowjetische St√ľtzpunkte in ihren L√§ndern zu dulden. Wenig sp√§ter folgte Litauen, das zwar Gebiete an Deutschland abtreten musste, daf√ľr aber mit dem vormals polnischen Wilnaer Gebiet entsch√§digt werden sollte. Als die Sowjetunion im Oktober 1939 versuchte, Finnland einen √§hnlichen Vertrag aufzuzwingen, widersetzte sich die finnische Regierung, weshalb es im November 1939 zum sogenannten Winterkrieg kam, an dessen Ende Finnland Gebiete an die Sowjetunion abtreten und der Einrichtung eines St√ľtzpunktes auf Hang√∂ zustimmen musste, seine Unabh√§ngigkeit aber l√§ngerfristig erhalten konnte. Als Reaktion auf das aggressive sowjetische Vorgehen wurde die Sowjetunion aus dem V√∂lkerbund ausgeschlossen.

Eine gemeinsame deutsch-sowjetische Friedensinitatitve am 28. September 1939 wurde von Gro√übritannien und Frankreich abgelehnt, woraufhin die sowjetische Au√üenpolitik auf einen prodeutschen Kurs einschwenkte. Auf der f√ľnften Sitzung des Obersten Sowjets der UdSSR am 31. Oktober 1939 analysierte Molotow die internationale Lage und gab damit die Linie der kommunistischen Propaganda vor. Demzufolge h√§tte Deutschland ein legitimes Interesse an der Wiederherstellung seiner Gro√ümachtstellung und die Alliierten seien die Aggressoren, da sie zur Aufrechterhaltung des Versailler Systems einen imperialistischen Krieg begonnen h√§tten.[17]

‚Äě[‚Ķ] ihr Ziel im Krieg gegen Deutschland nicht mehr und nicht weniger ist als die ‚ÄöVernichtung des Hitlerismus‚Äė. [‚Ķ] Es gibt absolut keine Rechtfertigung f√ľr solch einen Krieg. Wie bei jedem anderen ideologischen System kann man die Ideologie des Hitlerismus annehmen oder verwerfen ‚Äď das ist eine Frage der politischen Ansichten. Aber jeder wird begreifen, dass eine Ideologie nicht durch Gewalt vernichtet, sie durch Krieg nicht ausgemerzt werden kann.‚Äú

‚Äď Dokumente zur Berlin-Frage, 1944‚Äď1966 (= Schriften des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft f√ľr Ausw√§rtige Politik e.V., Bonn; Bd. 52/I), 4. Aufl., Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 1987, S. 347

Nach Ende des deutschen Westfeldzuges besetzte und reannektierte die Sowjetunion am 26. Juni 1940 das nach dem Ersten Weltkrieg an Rumänien verlorene Bessarabien und zusätzlich auch den Nordteil der Bukowina. Diese Gebiete wurden der Ukrainischen SSR eingliedert. Bereits vorher waren die drei baltischen Staaten Litauen (15. Juni), Estland (17. Juni) und Lettland (17. Juni) besetzt und nach verfälschten Parlamentswahlen als Sowjetrepubliken in die Sowjetunion eingegliedert worden.

In der Folge des Vertragsabschlusses brach die Sowjetunion auch die Beziehungen zur tschechoslowakischen Exilregierung ab und nahm daf√ľr diplomatische Beziehungen zur Slowakischen Republik auf. Im Mai 1941 wurde den Exilregierungen Belgiens, Norwegens und der Niederlande die Anerkennung mit der Begr√ľndung entzogen, dass diese keine Souver√§nit√§t mehr √ľber ihre L√§nder aus√ľbten. Der Bruch mit Griechenland und Jugoslawien folgte aus √§hnlichen Gr√ľnden bald danach.

Polen

√Ąnderungen der polnischen Grenzen
Sowjetische und deutsche Soldaten treffen am 22. September 1939 in Lublin aufeinander, Aufnahme der Propagandakompanie.

Die polnische Regierung hatte am 17. September 1939, dem Tag des sowjetischen Einmarsches, das Land verlassen, um ins Exil zu gehen und den Kampf gegen Deutschland vom Ausland aus weiter zu f√ľhren. General WŇāadysŇāaw Sikorski, Chef der polnischen Exilregierung, hatte aus exilierten Polen mehrere Divisionen unter britischer Flagge rekrutiert. Weitere polnische Verb√§nde in der St√§rke von 25.000 Mann wurden auf sowjetischer Seite formiert und bildeten im Zuge des Sikorski-Majski-Abkommens mit den bereits vorhandenen polnischen Einheiten das II. Polnische Korps der Britischen Armee. Die Forderung der Exilregierung, Polen in seinen alten Grenzen wieder erstehen zu lassen, wurde von der britischen Regierung unterst√ľtzt, stie√ü jedoch auf massive Ablehnung der sowjetischen Regierung. Nach Bekanntwerden des Massakers von Katyn forderte Sikorski die Aufkl√§rung der Vorg√§nge um die Ermordung mehrerer Tausend polnischer Offiziere, die 1939 in sowjetische Gefangenschaft geraten waren, woraufhin die diplomatischen Beziehungen abgebrochen wurden. Am 6. Juli 1945 gab Gro√übritannien schlie√ülich dem Druck Moskaus auf Dr√§ngen der USA nach und entzog der Londoner Exilregierung die Anerkennung.

Baltikum

Nach der Eingliederung der baltischen Staaten Lettland, Estland und Litauen im Juni 1940 kam es zu Massendeportationen vor allem von Angeh√∂rigen der b√ľrgerlichen Elite in die Lager des Gulag. Nach der Eroberung des Baltikums durch deutsche Truppen kollaborierten viele Balten mit der Besatzungsmacht in der Hoffnung, dadurch die Unabh√§ngigkeit ihrer L√§nder wiederherstellen zu k√∂nnen. Sie erhielten jedoch im Reichskommissariat Ostland keine Mitbestimmungsrechte. In den Jahren 1944/45 dr√§ngte die Rote Armee die deutschen Truppen zur√ľck, weshalb viele Esten, Letten und Litauer nach Westen flohen, wo sie als Displaced Persons eingestuft wurden.

In den Jahren 1945 und 1949 kam es zu neuen Massendeportationen im Baltikum sowie zur Ansiedlung Hunderttausender russischsprachiger Sowjetb√ľrger mit dem Ziel die neuen Teilrepubliken zu russifizieren.[18][19]

Westalliierte

Nicht weniger betroffen waren die Regierungen Gro√übritanniens und Frankreichs, da der Pakt die Kriegsgefahr wesentlich erh√∂hte. Um gegen√ľber Deutschland Entschlossenheit zu demonstrieren, wurde am 25. August 1939 ein Britisch-Polnischer-Beistandspakt abgeschlossen, der die bereits am 31. M√§rz 1939 im britischen Unterhaus abgegebene Beistandsverpflichtung Chamberlains bekr√§ftigte.[20] Das Verh√§ltnis zur Sowjetunion verschlechterte sich angesichts der sowjetischen Expansion in Osteuropa drastisch. Insbesondere das sowjetische Vorgehen gegen Finnland l√∂ste √úberlegungen √ľber ein milit√§risches Vorgehen gegen die Erd√∂lproduktion im Raum Baku aus. Der erfolgreiche Widerstand der finnischen Streitkr√§fte veranlasste die Vorbereitungen einer milit√§rischen Unterst√ľtzung, die f√ľr das Fr√ľhjahr 1940 geplant war und die Besetzung von St√ľtzpunkten in Norwegen einschloss. Diese teilweise sehr weit vorangeschrittenen Pl√§ne l√∂sten mittelbar den deutschen √úberfall auf Norwegen im April 1940 aus. Erst nach dem Fall Frankreichs im Juni 1940, als Gro√übritannien allein Deutschland gegen√ľber stand, wurden konkrete Schritte zu einer Verst√§ndigung mit der Sowjetunion eingeleitet, die nach dem deutschen √úberfall auf die Sowjetunion zu einem formellen B√ľndnis der beiden Staaten f√ľhrten.

Bei vielen Kommunisten in Westeuropa (aber nicht nur bei diesen) l√∂ste die Nachricht vom Abschluss des Paktes und der Wende in der sowjetischen Au√üenpolitik Entsetzen und Verunsicherung aus. Der Kurswechsel der Kommunistischen Internationale, die nun die Kommunistischen Parteien anwies, sich gegen den ‚Äěimperialistischen‚Äú Krieg zu stellen und alle Bindungen zu sozialistischen und anderen progressiven Parteien zu l√∂sen, verst√§rkten das Unbehagen, f√ľhrten zu Kritik, Protesten und zahlreichen Parteiaustritten.[21]

In Frankreich bot der Pakt und der damit verbundene Kurswechsel einen willkommenen Vorwand f√ľr die Verfolgung der Kommunistischen Partei Frankreichs (PCF), die am 26. September 1939 in deren Verbot gipfelten. Hatten die Kommunisten zun√§chst die Kriegsanstrengungen unterst√ľtzt und etwa am 2. September in der Nationalversammlung f√ľr die Kriegskredite gestimmt, erfolgte nach einer kurzen Phase der Orientierungslosigkeit ab Mitte September die Agitation gegen den Krieg, der als ‚Äěimperialistischer, ungerechter Krieg, an dem die Bourgeoisie aller kriegsf√ľhrenden Staaten gleich schuldig‚Äú sei,[22] denunziert wurde. Die PCF verurteilte auch den Schulterschluss mit Gro√übritannien und den ‚Äěreaktion√§ren polnischen Obristen‚Äú. Der Agitation dienten Flugzettel, Kettenbriefe und eine Untergrundausgabe der Parteizeitung L‚ÄôHumanit√©, die unter dem Titel ‚ÄěLes soldats contre la guerre‚Äú verbreitet wurde.[23]

Die tiefe politische Spaltung der franz√∂sischen Gesellschaft und eine tief verwurzelte pazifistische Str√∂mung verst√§rkten die Wirkung der def√§tistischen Kampagne der PCF unter dem Motto: ‚ÄěMourir pour Dantzig [dt.: Sterben f√ľr Danzig]?‚Äú Aus Furcht vor Unterwanderung und Sabotage wurden drastische Ma√ünahmen ergriffen, die zu einer zus√§tzlichen Entfremdung zwischen Regierung und Bev√∂lkerung f√ľhrten. Zumal sich im weiteren Verlauf des Sitzkrieges die Arbeitsbedingungen, vor allem in der R√ľstungsindustrie, zunehmend verschlechterten. Vereinzelte F√§lle von Sabotage[24] dienten zur Rechtfertigung einer massiven Repression kommunistischer oder kommunistischer Sympathien verd√§chtiger Arbeiterinnen und Arbeiter und zur Diskreditierung aller Versuche, eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu erreichen. Dem tats√§chlichen Schwund der Mitgliedschaft der PCF stand ein von den Beh√∂rden behaupteter Anstieg von Akten kommunistischer Subversion und Sabotage gegen√ľber. Als im Mai 1940 der deutsche Angriff erfolgte und die alliierte Streitmacht vernichtende Niederlagen erlitt, mussten die Kommunisten auch als S√ľndenbock f√ľr die Fehler von Regierung und Milit√§r herhalten.[25]

Japan

Japan hatte mit Deutschland am 25. November 1936 den Antikominternpakt abgeschlossen, der neben laufenden Konsultationen bez√ľglich der Aktivit√§ten der Kommunistischen Internationale eine geheime Neutralit√§tsverpflichtung im Falle eines Angriffes der Sowjetunion enthielt. Der Abschluss des Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffspaktes erfolgte ohne vorherige Konsultationen mit Japan und verstie√ü damit sowohl gegen den Buchstaben als auch gegen den Geist dieses Vertrages. Da man in Japan √ľberdies einen Zusammenhang zwischen dem Pakt und der schweren Niederlage der Kwantung-Armee gegen den sp√§teren Marschall Schukow in der Schlacht am Chalchin Gol sah, musste das prodeutsche Hiranuma-Kabinett am 27. August 1939 demissionieren.[26] Damit erlitten die seit 1938 laufenden Verhandlungen √ľber ein Milit√§rb√ľndnis mit Deutschland einen herben R√ľckschlag.

Nichtigkeitserklärung nach 1989

Die Existenz der Zusatzprotokolle zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt wurde von der Sowjetunion 50 Jahre lang geleugnet. Als Michail Gorbatschow im Jahr 1989 einen Untersuchungsausschuss unter der Leitung seines Vertrauten Alexander Jakowlew einsetzte, wurde das entsprechende Dokument ver√∂ffentlicht. Am 24. Dezember 1989 erkl√§rte der Volksdeputiertenkongress der UdSSR durch ein Mehrheitsvotum den Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffspakt und seine Zusatzprotokolle ex tunc f√ľr nichtig.

Interpretation der Bedeutung des Vertrages

Einzelne Historiker vertreten bis heute die Auffassung, dass die Sowjetunion ein ‚Äěberechtigtes‚ÄĚ Interesse an einer Westverschiebung ihrer westlichen Grenze hatte, da unter anderem ihre beiden Metropolen Moskau und Leningrad in relativer N√§he zu dieser Grenze lagen. Im Falle einer Besetzung ganz Polens und des Baltikums h√§tten die deutschen Truppen ‚Äěvor den Toren‚Äú insbesondere Leningrads gestanden.[27] Nach √ľberwiegender Meinung rechnete Stalin jedoch nicht mit einem deutschen Angriff, so dass die Verbesserung der Verteidigungslage als vorrangiges Motiv ausscheidet. Vielmehr ging es dem sowjetischen Diktator in erster Linie um eine Ausweitung des bolschewistischen Herrschaftssystems auf diejenigen Gebiete, die bereits zum Russischen Kaiserreich geh√∂rt hatten. Nach der Besetzung der Gebiete begannen die sowjetischen Beh√∂rden mit der Deportation und der Ermordung von ‚ÄěKlassenfeinden‚Äú. In diesen historischen Kontext geh√∂ren beispielsweise das Massaker von Katyn und die Massenmorde in Lemberg im Sommer 1941.

Polen wurde am 17. September 1939 auch von der Sowjetunion angegriffen. Dies geschah analog zur deutschen Aggression unter dem Bruch eines Nichtangriffspaktes. Da Polen die heute in der westlichen Ukraine und im westlichen Wei√ürussland gelegenen Gebiete nach dem Krieg nicht zur√ľckerhielt und die polnische Untergrundarmee Armia Krajowa auch von sowjetischen Truppen bek√§mpft wurde, wird der 8. Mai in Polen im Gegensatz zu anderen Staaten nicht als Tag der Befreiung durch die Sowjetunion, sondern als Tag des Friedens begangen.

Einer mitunter einseitigen Darstellung in Russland, die den Pakt nicht als Teil einer Expansionspolitik sieht, sondern Polen vorwirft, durch die Verweigerung einer Zusammenarbeit mit der Sowjetunion den Pakt selbst provoziert zu haben, tritt Polen vehement entgegen. In Russland f√§llt es nach wie vor schwer einzugestehen, dass die eigenen Truppen bereits Okkupanten gewesen waren, bevor sie zu ‚ÄěBefreiern‚Äú erkl√§rt wurden.

In Litauen wird der Einmarsch der Roten Armee im Juni 1940 und der Beginn der ersten sowjetischen Besatzungszeit, die bis zum Sommer 1941 andauerte, ebenfalls als Auswirkung des Paktes betrachtet.[28] Auch hier wurden repressive Maßnahmen durch die sowjetischen Besatzer vorgenommen. Diese konnten jedoch nicht mehr ihre volle Wirkung entfalten, da das Land nach weniger als einem Jahr von der deutschen Wehrmacht nach dem Beginn des Deutsch-Sowjetischen Krieges besetzt wurde.

Siehe auch

Literatur

  • Anna Kaminsky, Dietmar M√ľller, Stefan Troebst (Hrsg.): Der Hitler-Stalin-Pakt 1939 in den Erinnerungskulturen der Europ√§er. Wallstein Verlag, G√∂ttingen 2011, ISBN 978-3-8353-0937-1.
  • Gerhard Bisovsky, Hans Schafranek, Robert Streibel (Hrsg.): Der Hitler-Stalin-Pakt. Voraussetzungen, Hintergr√ľnde, Auswirkungen. Picus-Verlag, Wien 1990, ISBN 3-85452-214-2.
  • Gerhard Hass: 23. August 1939. Der Hitler-Stalin Pakt. Dietz Verlag, Berlin 1990, ISBN 3-320-01555-9.
  • Department of State: Das nationalsozialistische Deutschland und die Sowjetunion 1939‚Äď1941. Akten aus dem Archiv des deutschen Ausw√§rtigen Amtes. 1948.
  • Jan Lipinsky: Das Geheime Zusatzprotokoll zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrag vom 23. August 1939 und seine Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte von 1939 bis 1999. Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 978-3-631-52322-3 (Europ√§ische Hochschulschriften, Reihe III, Geschichte und ihre Hilfswissenschaften. Bd. 991).
  • Donal O‚ÄôSullivan: Stalins ‚ÄěCordon sanitaire‚Äú. Die sowjetische Osteuropapolitik und die Reaktionen des Westens 1939‚Äď1949. Verlag Ferdinand Sch√∂ningh, Paderborn 2003, ISBN 3-506-70142-8.
  • Manfred Sapper, Volker Weichsel (Hg.): Der Hitler-Stalin-Pakt. Der Krieg und die europ√§ische Erinnerung. Berlin 2009 (= OSTEUROPA, 7-8/2009), ISBN 978-3-8305-1606-4.
  • Heinrich Schwendemann: Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion von 1939 bis 1941. Alternative zu Hitlers Ostprogramm?. Akademie Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-05-002382-1 (Quellen und Studien zur Geschichte Osteuropas; Bd. 31 / Zugleich Dissertation, Albert-Ludwigs-Universit√§t Freiburg 1991).
  • Bibliographische Datenbank: RussGUS ‚Äď Es werden zum Hitler-Stalin-Pakt mehrere hundert Publikationen gef√ľhrt (Formularsuche / Sachnotationen / 12.3.4.5.2.3.2).

Weblinks

 Commons: Molotov-Ribbentrop Pact ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Felix Chuev, Albert Resis: Molotov Remembers: Inside Kremlin Politics, Ivan R. Dee Publisher, 2007, ISBN 1-56663-715-5.
  2. ‚ÜĎ Winston Churchill: Der Zweite Weltkrieg. Bern 1954, S. 135.
  3. ‚ÜĎ Winston Churchill: Der Zweite Weltkrieg. Bern 1954, S. 138.
  4. ‚ÜĎ The Sunday Telegraph: ‚ÄěStalin 'planned to send a million troops to stop Hitler if Britain and France agreed pact'‚Äú
  5. ‚ÜĎ ebda.
  6. ‚ÜĎ Carroll/Epstein: Das nationalsozialistische Deutschland und die Sowjetunion 1939‚Äď1941. Akten aus dem Archiv des deutschen Ausw√§rtigen Amtes, Berlin (Departement of State, 1948), S. 23.
  7. ‚ÜĎ Roland G. Forster: Uunternehmen Barbarossa. Zum historischen Ort der deutsch-sowjetischen Beziehungen zwischen 1933 und Herbst 1941, 1993, S. 49.
  8. ‚ÜĎ Die Chronologie der Ereignisse gem√§√ü Geoffrey Roberts: The Soviet Union and the Origins of the Second World War, London 1995, S. 79‚Äď90.
  9. ‚ÜĎ www.vorkriegsgeschichte.de: Der Hitler-Stalin-Pakt 23.8.1939 von Gerd Schultze-Rhonhof, Generalmajor a. D. und Schriftsteller, abgerufen am 24. August 2010.
  10. ‚ÜĎ Gerd Schultze-Rhonhof: 1939 ‚Äď Der Krieg, der viele V√§ter hatte, ISBN 978-3-7892-8229-4, S. 491, abgerufen am 24. August 2010.
  11. ‚ÜĎ Bernhard Marquardt, Der Totalitarismus ‚Äď ein gescheitertes Herrschaftssystem. Eine Analyse der Sowjetunion und anderer Staaten Ost-Mitteleuropas, Bochum 1991, S. 159, 161; Gerd R. Uebersch√§r, Hitler und Finnland 1939‚Äď1941. Steiner, 1978, S. 61.
  12. ‚ÜĎ Heinrich August Winkler, Der lange Weg nach Westen ‚Äď Bd. 2. Deutsche Geschichte vom ‚ÄěDritten Reich‚Äú bis zur Wiedervereinigung. C.H. Beck, M√ľnchen 2000, S. 68.
  13. ‚ÜĎ Adolf Hitler: Zweites Buch., S. 159.
  14. ‚ÜĎ Lo√überg: 27
  15. ‚ÜĎ Edward H. Carr, German-Soviet Relations between the Two World Wars, 1919‚Äď1939, Oxford 1952, S. 136.
  16. ‚ÜĎ John Erickson: The Soviet High Command. A Military-Political History. 1918‚Äď1941. Cass, London 2002, ISBN 0-7146-5178-8, S. 537‚Äď539. 
  17. ‚ÜĎ Bianka Pietrow-Ennker: Stalinistische Au√üen- und Deutschlandpolitik 1939-1941. In: Bianka Pietrow-Ennker (Hrsg.): Pr√§ventivkrieg? Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion. 3. Auflage. Fischer, Frankfurt am Main 2000, ISBN 9783596144976, S. 85.
  18. ‚ÜĎ Boris Meissner: Die Sowjetunion, die baltischen Staaten und das V√∂lkerrecht. Verlag f√ľr Politik u. Wirtschaft, K√∂ln 1956. XI, 377.
  19. ‚ÜĎ Mart Laar: Estland und der Kommunismus. In: Das Schwarzbuch des Kommunismus 2. M√ľnchen 2004, S. 261‚Äď323.
  20. ‚ÜĎ Winston Churchill: Der Zweite Weltkrieg. I. Bern 1954, S. 133.
  21. ‚ÜĎ Victor Gollancz, John Strachey, George Orwell, Harold Laski (Herausgeber und Mitarbeiter): The Betrayal of the Left. An Examination and Refutation of Communist Policy from October 1939 to January 1941. With Suggestions for an Alternative and an Epilogue on Political Morality. London 1941.
  22. ‚ÜĎ Dimitroff. Band 2, S. 275.
  23. ‚ÜĎ Alistair Horne: To lose a battle. France 1940. S. 147.
  24. ‚ÜĎ Horne, S. 148.
  25. ‚ÜĎ Julian Jackson: The Fall of France. Oxford University Press, Oxford 2003, ISBN 0-19-280300-X. 
  26. ‚ÜĎ Bernd Martin: Deutschland und Japan im Zweiten Weltkrieg 1940‚Äď1945. Musterschmidt, G√∂ttingen 1969, S. 17.
  27. ‚ÜĎ Mitrovits Miklos: Egy paktum furcsa √©vfordul√≥ja (Der seltsame Jahrestag eines Paktes), √ąS LVIII. Jahrgang, 39. Exemplar (ungarisch)
  28. ‚ÜĎ Nijolńó Maslauskienńó, Inga PetravińćiŇętńó: Okupantai ir kolaborantai ‚Äď Pirmoji sovietinńó okupacija (Okkupanten und Kollaborateure ‚Äď die erste sowjetische Besatzungszeit), Verlag ‚ÄěMargi raŇ°tai‚Äú, Vilnius 2007, ISBN 978-9986-09-324-4 (litauisch, englisch), S. 412.

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