Deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen

ï»ż
Deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen
Deutschland
Bundesrepublik Deutschland
Logo des DFB
Verband Deutscher Fußball-Bund
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor adidas
Trainer Silvia Neid (seit Juli 2005)
KapitÀn Nadine Angerer (seit September 2011)
RekordtorschĂŒtze Birgit Prinz (128)
Rekordspieler Birgit Prinz (214)
Heimstadion Wechselnde Stadien
FIFA-Code GER
FIFA-Rang 2. (2.146 Punkte) (23. September 2011)
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
AuswÀrts
Bilanz
353 Spiele
243 Siege
45 Unentschieden
65 Niederlagen
Statistik
Erstes LĂ€nderspiel
DeutschlandDeutschland Deutschland 5:1 Schweiz SchweizSchweiz
(Koblenz, Deutschland; 10. November 1982)
Höchster Sieg
DeutschlandDeutschland Deutschland 17:0 Kasachstan KasachstanKasachstan
(Wiesbaden, Deutschland; 19. November 2011)
Höchste Niederlage
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 6:0 Deutschland DeutschlandDeutschland
(Decatur, USA; 14. MĂ€rz 1996)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 5 (Erste: 1991)
Beste Ergebnisse Weltmeister 2003, 2007
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 8 (Erste: 1989)
Beste Ergebnisse Europameister 1989, 1991, 1995, 1997, 2001, 2005, 2009
Olympische Spiele
Bronze 2000
Bronze 2004
Bronze 2008
(Stand: 19. November 2011)

Die deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen ist die von der verantwortlichen Bundestrainerin betreute Auswahl der deutschen Fußballspielerinnen. Sie reprĂ€sentiert den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf internationaler Ebene sowohl in Freundschaftsspielen gegen die Auswahlmannschaften anderer nationaler VerbĂ€nde als auch bei der Europameisterschaft des europĂ€ischen Kontinentalverbandes UEFA, der Weltmeisterschaft der FIFA und den Olympischen Spielen.

Die deutsche Frauenfußballnationalmannschaft ist neben den USA die erfolgreichste der Welt. Die Auswahl ist zweifacher Weltmeister und siebenfacher Europameister. Allein die letzten fĂŒnf Europameisterschaften wurden in Folge gewonnen. Deutschland ist das einzige Land, das sowohl mit den Frauen als auch mit den MĂ€nnern Fußballweltmeister und -europameister wurde. Rekordnationalspielerin und -torschĂŒtzin ist Birgit Prinz, die 2003 auch TorschĂŒtzenkönigin bei der Weltmeisterschaft wurde.

In den Jahren 2003 und 2009 wurde die Nationalmannschaft zu Deutschlands Mannschaft des Jahres gewĂ€hlt. Bis MĂ€rz 2009 belegte die Mannschaft Platz zwei in der FIFA-Weltrangliste, fiel am 27. MĂ€rz aber erstmals nach fĂŒnfeinhalb Jahren auf Platz 3. Nach dem Gewinn der Europameisterschaft wurde wieder Platz 2 erreicht.

Die Bundestrainerin ist seit Juli 2005 Silvia Neid, die Tina Theune nach neun Jahren abgelöst hat.

FĂŒr ihre Leistungen bei den Weltmeisterschaften 2003 und 2007 sowie der Europameisterschaft 2009 wurde die Mannschaft fĂŒr den Laureus World Sports Awards der Jahre 2004, 2008 und 2010[1] nominiert.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vorgeschichte

1955 beschloss der DFB auf seinem Verbandstag, das Fußballspielen mit Damenmannschaften zu verbieten. In der damaligen BegrĂŒndung hieß es, dass „diese Kampfsportart der Natur des Weibes im wesentlichen fremd ist“, dass „im Kampf um den Ball die weibliche Anmut schwindet und Körper und Seele unweigerlich Schaden erleiden“, und dass das „Zurschaustellen des Körpers Schicklichkeit und Anstand verletzt“.[2] Trotz des Verbotes wurden in den FĂŒnfziger und Sechziger Jahren ĂŒber 70 inoffizielle LĂ€nderspiele ausgetragen. Am 23. September 1956 erfolgte das erste LĂ€nderspiel einer deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen. Es fand im privaten Stadion der Zeche Mathias Stinnes in Essen vor 17.000 Zuschauern statt. Gegnerinnen war die NiederlĂ€ndische Fußballnationalmannschaft der Frauen. Das Spiel gewann die deutsche Mannschaft mit 2:1.[3]

Erst am 31. Oktober 1970 wurde auf dem Verbandstag in TravemĂŒnde dieses Verbot aufgehoben. Zu dieser Zeit gab es nach SchĂ€tzungen 40–60.000 Spielerinnen, die mehr oder weniger subversiv in DFB-Vereinen spielten.[4] Beim DFB befĂŒrchtete man, dass die Frauen einen eigenen Verband grĂŒnden könnten.[5]

WĂ€hrend andere VerbĂ€nde bereits in den Siebziger Jahren offizielle Nationalmannschaften gegrĂŒndet hatten, tat sich beim DFB noch lange Zeit nichts. 1980 weilte der VerbandsfunktionĂ€r Horst R. Schmidt mit der mĂ€nnlichen B-Jugend von Eintracht Frankfurt in Taiwan, als er fĂŒr den DFB eine Einladung fĂŒr die inoffizielle Frauenfußballweltmeisterschaft in die Hand gedrĂŒckt bekam. Schmidt nahm die Einladung an, verschwieg aber, dass man derzeit in Deutschland gar keine Frauennationalelf hatte. Um sich nicht völlig zu blamieren, schickte der DFB einfach den amtierenden Meister SSG 09 Bergisch Gladbach nach Fernost, der das Turnier auch gewann.[6] Nun bemerkte der DFB Handlungsbedarf und grĂŒndete 1982 die Nationalmannschaft. Der damalige DFB-PrĂ€sident Hermann Neuberger beauftragte Gero Bisanz, damals Trainerausbilder an der Sporthochschule Köln, mit dem Aufbau des Teams. Bisanz war erst skeptisch, nahm dann aber das Traineramt an. Da die UEFA die Europameisterschaft eingefĂŒhrt hatte und fĂŒr 1983 die ersten Qualifikationsspiele angesetzt waren, drĂ€ngte die Zeit.[7]

1982–1993: Schwierige Anfangsjahre und erste Erfolge

Gero Bisanz veranstaltete im September 1982 zwei SichtungslehrgĂ€nge, aus denen er einen 16-köpfigen Kader herausfilterte. Die so gebildete Mannschaft bestand zum großen Teil aus Spielerinnen des damaligen Spitzenvereins SSG 09 Bergisch Gladbach.[8] Anne Trabant wurde zur spielenden Trainerassistentin bestimmt. Am 10. November 1982 fand das erste offizielle LĂ€nderspiel statt. Gegner war, einer Tradition folgend, die Schweiz, gegen die auch schon die Herren ihr erstes LĂ€nderspiel bestritten hatten. Das erste LĂ€nderspieltor erzielte Doris Kresimon in der 25. Minute. In der zweiten Halbzeit wurde die damals 18-jĂ€hrige Silvia Neid eingewechselt, die zwei Tore zum 5:1-Sieg beisteuerte. Neid wurde spĂ€ter 1996 Co-Trainerin und 2005 Bundestrainerin der Nationalmannschaft.

Erste Nationalmannschaft: Marion Isbert (36. Claudia Reichler) – Gaby Dlugi-Winterberg (52. Christel Klinzmann); Petra Landers; Monika Degwitz; Brigitte Klinz – Rike Koekkoek (41. Silvia Neid); Anne Trabant; Bettina Krug (47. Birgit Offermann) – Birgit Bormann; Doris Kresimon; Ingrid Gebauer (47. Petra Bartelmann)
Tore: Neid (2), Bormann, Gebauer, Kresimon[9]

Aufgrund der hohen Belastung gab Anne Trabant derweil nach einem Jahr ihr Amt als Assistenztrainerin 1983 auf. Ihre Nachfolgerin wurde Tina Theune, die Bisanz von der Sporthochschule Köln kannte. Die erste Europameisterschaft fand ohne die deutsche Mannschaft statt, da sie in der Qualifikation scheiterte. FĂŒnf Unentschieden und eine Niederlage gegen DĂ€nemark bedeuteten nur den dritten Platz in der Qualifikationsgruppe. Bisanz' vordergrĂŒndiges Ziel war zunĂ€chst, den RĂŒckstand gegenĂŒber den skandinavischen LĂ€ndern und Italien – zur damaligen Zeit die stĂ€rksten Nationen in Europa – mit verstĂ€rkter Grundlagen- und Jugendarbeit wettzumachen. Ab 1985 verjĂŒngte Bisanz das Team kontinuierlich, was zunĂ€chst aber das Scheitern bei der Qualifikation zur Europameisterschaft 1987 bedeutete. Zu dieser Zeit erarbeitete Tina Theune ein verbessertes Sichtungssystem, um neue talentierte Spielerinnen in die Mannschaft einzubauen.

→ Spieldaten des EM-Endspiels 1989

Ungeschlagen und ohne Gegentor konnte sich die deutsche Mannschaft erstmals 1988 fĂŒr eine Europameisterschaft qualifizieren. Am 17. September wurde mit einem 10:0-Sieg ĂŒber die Schweiz der erste zweistellige Sieg perfekt gemacht. Das Turnier 1989 fand im eigenen Land statt. Im Halbfinale traf man in Siegen auf Italien. Es war das erste LĂ€nderspiel der deutschen Frauennationalmannschaft, das live im Fernsehen ĂŒbertragen wurde. Die ARD verzeichnete dabei mehr Zuschauer als die Konkurrenz mit einem gleichzeitig ĂŒbertragenden Tennismatch von Steffi Graf. Es entwickelte sich eine spannende Partie. Im Elfmeterschießen wurde die Torfrau Marion Isbert zur Heldin, als sie erst drei Elfmeter parierte und dann den entscheidenden Strafstoß selber verwandelte. Am 2. Juli 1989 traf die deutsche Mannschaft im Finale auf die favorisierten Norwegerinnen. 23.000 Zuschauer sahen das Spiel in OsnabrĂŒck, ein bis zum 22. April 2009 gĂŒltiger Rekord fĂŒr ein Heimspiel der deutschen Nationalelf. Die DFB-Elf spielte ĂŒberlegenen Fußball und gewann am Ende mit 4:1 Toren. Dieser Sieg bedeutete den Durchbruch fĂŒr den deutschen Frauenfußball. Silvia Neid fĂŒhrte im Mittelfeld Regie, in der Abwehr ging der Stern von Doris Fitschen auf und Heidi Mohr gehörte zu den weltbesten StĂŒrmerinnen ihrer Zeit.

Zwei Jahre spĂ€ter konnte die deutsche Mannschaft ihren Titel erfolgreich verteidigen. In der Qualifikation konnte die DFB-Elf alle Spiele gewinnen. Im Halbfinale ging es wieder gegen Italien. Diesmal konnte die deutsche Mannschaft klar mit 3:0 gewinnen. Heidi Mohr (2) und Sissy Raith sorgten fĂŒr die deutschen Tore. Am 14. Juli 1991 stand die deutsche Mannschaft im dĂ€nischen Aalborg erneut dem norwegischen Team gegenĂŒber. Norwegen ging durch Hegstad in FĂŒhrung. Heidi Mohr konnte ausgleichen, so dass das Spiel in die VerlĂ€ngerung ging. Noch in der ersten Halbzeit der VerlĂ€ngerung trafen Heidi Mohr und Silvia Neid zum 3:1 Endstand. Zur erfolgreichen Mannschaft gehörte auch Bettina Wiegmann, die bis heute einzige EhrenspielfĂŒhrerin der Nationalmannschaft.

→ Spieldaten des EM-Endspiels 1991

Das erste LĂ€nderspiel nach dem EM-Triumph ging ebenfalls in die GeschichtsbĂŒcher ein. Mit Gertrud Regus aus Hallstadt leitete erstmals eine Schiedsrichterin ein FrauenlĂ€nderspiel.[10] Im November 1991 fuhr die deutsche Elf zur erstmals ausgetragenen Weltmeisterschaft in die Volksrepublik China. Nach Siegen ĂŒber Nigeria, Taiwan und Italien zog die Mannschaft ohne Gegentor ins Viertelfinale ein. Silvia Neid erzielte am 17. November 1991 im Spiel gegen Nigeria das erste deutsche WM-Tor.[11] Das Viertelfinale gegen DĂ€nemark wurde erst nach VerlĂ€ngerung mit 2:1 gewonnen. Im Halbfinale erwiesen sich die USA als zu stark. 5:2 hieß es am Ende fĂŒr den spĂ€teren Weltmeister. Nach einer 0:4-Niederlage gegen Schweden im kleinen Finale belegte Deutschland Platz vier.

Die Europameisterschaft 1993 wurde zur EnttĂ€uschung. Im Halbfinale unterlag man Italien nach Elfmeterschießen und im kleinen Finale gab es eine Niederlage gegen DĂ€nemark. Bisanz baute mit Steffi Jones, Maren Meinert und Silke Rottenberg neue, hochtalentierte Spielerinnen in die Mannschaft ein und legte den Grundstein fĂŒr viele kommende Erfolge.

1994–2001: Seriensiege in Europa, EnttĂ€uschung bei der WM und Olympia

Birgit Prinz debĂŒtierte 1994

1995 erreichte die Mannschaft wieder das Finale der Europameisterschaft. Zuvor wurden alle Qualifikationsspiele gewonnen. Bemerkenswert war das TorverhĂ€ltnis von 55:0 Toren in sechs Spielen. Dreimal gewann die deutsche Elf zweistellig. Der 12:0-Sieg gegen Wales am 31. MĂ€rz 1994 wurde zum neuen Rekordsieg. Wenige Monate spĂ€ter feierte die damals 16jĂ€hrige Birgit Prinz ihr DebĂŒt in der Nationalmannschaft. Beim EM-Turnier blieb die deutsche Elf bis zu den Halbfinalspielen gegen England ohne Gegentor. Das Finale am 26. MĂ€rz 1995 wurde im Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern ausgetragen. Der Gegner aus Schweden ging durch Andersson frĂŒh in FĂŒhrung. In einem packenden Spiel drehten die Deutschen durch Tore von Maren Meinert, Birgit Prinz und Bettina Wiegmann das Spiel. Die Schwedinnen konnten durch Andelen zwar noch den Anschlusstreffer erzielen, am Ende durften die Deutschen zum dritten Male jubeln.

→ Spieldaten des EM-Endspiels 1995

Im Sommer 1995 fand in Schweden die zweite Weltmeisterschaft statt. Deutschland tat sich in der Vorrunde schwer. Nach einem knappen Sieg ĂŒber Japan vergab man gegen den Gastgeber eine 2:0-FĂŒhrung und verlor mit 2:3. Durch den abschließenden 6:1-Sieg ĂŒber Brasilien wurde die deutsche Elf noch Gruppensieger. Im Viertelfinale gab es einen klaren 3:0-Sieg ĂŒber England. Das Halbfinale gegen China wurde zu einer Nervenschlacht. Erst kurz vor Schluss gelang Bettina Wiegmann der entscheidende Treffer zum 1:0-Sieg. Doch mit dem Weltmeistertitel sollte es nichts werden, denn die Norwegerinnen gewannen das Finale mit 2:0.[12]

→ Spieldaten des WM-Endspiels 1995

Im gleichen Jahr fanden in Frankfurt am Main die EuroGames statt, ein schwul-/lesbisches sportliches Großereignis. Einige der deutschen Nationalspielerinnen wollten am Badmintonturnier teilnehmen. Als der DFB von diesem Vorhaben erfuhr, kam es zu einem Eklat. Der Verband untersagte die Teilnahme an den Eurogames und drohte bei Zuwiderhandlung mit dem Ausschluss aus der Nationalmannschaft.[13]

Ein Jahr spĂ€ter war Frauenfußball in Atlanta erstmals eine olympische Sportart. Bettina Wiegmann schoss im Eröffnungsspiel gegen Japan das erste olympische Tor. Nach dem Sieg ĂŒber Japan folgte eine Niederlage gegen Norwegen. Im letzten Gruppenspiel fĂŒhrte die deutsche Elf lange gegen Brasilien mit 1:0, bis Sissi kurz vor dem Abpfiff den Ausgleich erzielte, was zum Ausscheiden der deutschen Mannschaft fĂŒhrte. Nach dem Turnier trat Gero Bisanz zurĂŒck. Unter seiner Regie war die deutsche Mannschaft eine der stĂ€rksten Nationalmannschaften der Welt geworden. Seine Nachfolgerin wurde Tina Theune, die seit 1983 Bisanz’ Assistenztrainerin war und als erste Frau die Fußballlehrerlizenz erwarb. Theune sorgte fĂŒr einen weiteren Generationenwechsel. Silvia Neid beendete ihre Karriere, Heidi Mohr musste jĂŒngeren Spielerinnen Platz machen. DafĂŒr sorgten Spielerinnen wie Ariane Hingst, Kerstin Stegemann oder Sandra Smisek fĂŒr Aufsehen.

Zur ersten BewĂ€hrungsprobe fĂŒr die neue Bundestrainerin wurde die Europameisterschaft 1997 in Norwegen. In der Qualifikation traf die DFB-Auswahl auf die Norwegerinnen, die in Deutschland gewannen und auf heimischen Terrain ein Unentschieden holten. Deutschland wurde nur Gruppenzweiter und musste gegen Island in die Relegation. Durch zwei klare Siege war Deutschland bei der EM dabei. ZunĂ€chst gab es Unentschieden gegen Italien und den Gastgeber. Durch einen 2:0-Sieg im letzten Gruppenspiel gegen DĂ€nemark wurde noch das Halbfinale erreicht, wo Schweden mit 1:0 besiegt wurde. Im Finale traf die Theune-Elf wieder auf Italien. Sandra Minnert und Birgit Prinz sorgten mit ihren Toren fĂŒr den vierten Europameistertitel. EnttĂ€uschend war nur die magere Kulisse von ca. 2.200 Zuschauern.

→ Spieldaten des EM-Endspiels 1997
Kerstin Stegemann spielte 191 Mal fĂŒr die Nationalmannschaft

Mit MĂŒhe qualifizierte sich die deutsche Mannschaft fĂŒr die dritte Weltmeisterschaft in den USA. Im letzten Qualifikationsspiel verlor die deutsche Mannschaft mit 2:3 in Norwegen, die wiederum nach einem Sieg gegen England die direkte Qualifikation schafften. Es war die bisher letzte Niederlage der deutschen Nationalmannschaft bei EM- oder WM-Qualifikationsspielen. Deutschland setzte sich schließlich in der Relegation gegen die Ukraine durch. Zum Auftakt der WM gab es ein Unentschieden gegen Italien. Es folgte ein problemloser 6:0-Sieg ĂŒber Mexiko. Inka Grings erzielte in diesem Spiel drei Tore und stellte damit einen WM-Rekord auf. Im letzten Gruppenspiel gab es ein 3:3 gegen Brasilien. Der Ausgleichstreffer fĂŒr Brasilien fiel erst in der letzten Minute und kostete den Gruppensieg. So traf man im Viertelfinale auf den Gastgeber. 55.000 Zuschauer in Washington D.C., darunter der damalige US-PrĂ€sident Bill Clinton, waren bis zum WM-Eröffnungsspiel 2011 die grĂ¶ĂŸte Kulisse, vor der die deutsche Elf je gespielt hat. Trotz zweimaliger FĂŒhrung durch ein Eigentor von Brandi Chastain und Bettina Wiegmann scheiterte die deutsche Elf an den eigenen Nerven und verlor mit 2:3.

WĂ€hrend eines Trainingslagers zur Vorbereitungen auf die Olympischen Sommerspiele 2000 kam es zu einem Streit zwischen Martina Voss und Inka Grings, wodurch die jahrelange Beziehung des Paares beendet wurde. Tina Theune sorgte sich um das Klima innerhalb der Mannschaft und strich Voss ohne nĂ€here BegrĂŒndung aus dem Kader.[13][14] Im Sommer veranstaltete der DFB ein Turnier mit den Nationalmannschaften der USA, Norwegens und Chinas. Mit drei Niederlagen belegte die deutsche Elf den letzten Platz. Bei den Olympischen Spielen lief es besser. In der Vorrunde schlug die deutsche Elf Australien, Brasilien und Schweden. Im Halbfinale war die deutsche Elf gegen Norwegen deutlich ĂŒberlegen, schied jedoch durch ein unglĂŒckliches Eigentor von Tina Wunderlich aus. Im kleinen Finale sicherte sich die deutsche Mannschaft durch ein 2:0 ĂŒber Brasilien die Bronzemedaille. FĂŒr den DFB war es die erste olympische Medaille seit 1988, als die Olympiamannschaft der MĂ€nner ebenfalls Bronze holte.

2001 qualifizierte sich die deutsche Elf erneut fĂŒr die Europameisterschaft. Das 4:4-Unentschieden in Italien war das bisher letzte Qualifikationsspiel fĂŒr ein großes Turnier, das die deutsche Mannschaft nicht gewann. Der DFB bewarb sich erfolgreich um die Ausrichtung der Meisterschaft. In der Vorrunde gab es klare Siege gegen Schweden, Russland und England. Nach einem 1:0-Halbfinalsieg ĂŒber Norwegen – den Siegtreffer erzielte Sandra Smisek mit einem sehenswerten Flugkopfball – stand die deutsche Auswahl wieder im Finale. Im Ulmer Donaustadion traf man vor 18.000 Zuschauern erneut auf Schweden. Bei strömenden Regen entwickelte sich eine kampfbetonte Partie, die nach 90 Minuten keinen Sieger fand. PĂŒnktlich zu Beginn der VerlĂ€ngerung stoppte der Regen. In der 98. Minute schickte Maren Meinert Claudia MĂŒller in Richtung schwedisches Tor. MĂŒller ĂŒberwand die schwedischen Abwehrspielerinnen und erzielte per Golden Goal den Siegtreffer, der Deutschland zum fĂŒnften EM-Titel verhalf.

→ Spieldaten des EM-Endspiels 2001

2002–2005: Weltmeister Deutschland

Nia KĂŒnzer erzielte bei der WM 2003 den Siegtreffer per Golden Goal
Szene im Finale Deutschland - Schweden

Die Weltmeisterschaft 2003 sollte eigentlich in der Volksrepublik China stattfinden. Aufgrund der SARS-Epidemie wurde das Turnier jedoch kurzfristig in die USA verlegt. Alle Qualifikationsspiele zur WM wurden im Vorfeld gewonnen und Conny Pohlers schrieb wĂ€hrend des 9:0-Sieges gegen Portugal Geschichte, als sie als erste Spielerin fĂŒnf Tore in einem Spiel erzielte. In der Vorbereitung absolvierte die deutsche Auswahl unter anderem auch ein Trainingsspiel gegen die mĂ€nnliche B-Jugend des VfB Stuttgart, das mit 0:3 verloren ging.[15] Nach einer ĂŒberzeugenden Vorrunde mit klaren Siegen gegen Kanada, Japan und Argentinien deklassierte die deutsche Elf im Viertelfinale die Russinnen mit 7:1. Im Halbfinale wartete der Gastgeber auf die deutsche Mannschaft. Kerstin Garefrekes brachte die deutsche Mannschaft in FĂŒhrung. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem Silke Rottenberg ĂŒber sich hinauswuchs. In den Schlussminuten sorgten Maren Meinert und Birgit Prinz fĂŒr den 3:0-Sieg. Das Spiel gilt bei vielen Experten als das beste Frauenfußballspiel aller Zeiten.[16] Im Finale stand die deutsche Mannschaft dem schwedischen Team gegenĂŒber. Schweden ging nach 41 Minuten nach einem Abwehrfehler in FĂŒhrung. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit erzielte Maren Meinert den Ausgleich. In der VerlĂ€ngerung erzielte Nia KĂŒnzer per Kopfball den Siegtreffer und Deutschland wurde durch die Golden-Goal-Regel Weltmeister. Damit schaffte der DFB es als erster und bisher einziger Verband sowohl bei den MĂ€nnern als auch bei den Frauen den WM-Titel zu erringen. Mit diesem Triumph gelang dem Frauenfußball in Deutschland endgĂŒltig der Durchbruch. Die Weltmeisterinnen wurden von Tausenden begeisterter Fans in Deutschland willkommen geheißen. Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft schloss der DFB fĂŒr die Frauen- und Juniorinnen-Nationalmannschaften einen Sponsoring-Vertrag mit der Firma Katjes ab.[17]

→ Spieldaten des WM-Endspiels 2003

Das erste Spiel nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft war ein EM-Qualifikationsspiel gegen Portugal. Der 13:0-Sieg gegen die völlig ĂŒberforderten Portugiesinnen ist bis heute der zweithöchste Sieg der DFB-Auswahl. Das RĂŒckspiel in Portugal wurde mit 11:0 ebenfalls sehr hoch gewonnen. Inka Grings war bei diesem Spiel fĂŒnfmal erfolgreich. Am 20. Mai 2004 trat die Nationalmannschaft im Stade de France von St. Denis zu einem Benefiz-Spiel aus Anlass des 100-jĂ€hrigen JubilĂ€ums der FIFA an, das mit 2:3 verloren wurde.[18]

Bei den Olympischen Spielen von Athen gab es im ersten Gruppenspiel einen ĂŒberraschend hohen 8:0-Sieg ĂŒber China. Birgit Prinz erzielte in diesem Spiel vier Tore. Im zweiten Gruppenspiel wurde Mexiko mit 2:0 geschlagen. Das Viertelfinale gegen Nigeria gestaltete sich schwieriger, als zu erwarten gewesen wĂ€re. Eine FĂŒhrung der Afrikanerinnen konnte durch Tore von Steffi Jones und Conny Pohlers in einen Sieg umgewandelt werden. Im Halbfinale nahmen die USA erfolgreich Revanche fĂŒr die Niederlage bei der WM ein Jahr zuvor. Die US-Girls gingen durch Kristine Lilly in FĂŒhrung. Isabell Bachor konnte kurz vor Schluss noch die VerlĂ€ngerung erzwingen, in der die USA den Siegtreffer erzielen konnten. Im kleinen Finale siegte Deutschland durch ein Tor von Renate Lingor gegen Schweden und sicherte sich die zweite deutsche Bronzemedaille.

2005–2009: Neuaufbau, leichte Krisen und Titelverteidigungen

2005 fand die Europameisterschaft in England statt. Nach einem mĂŒhsamen 1:0-Auftaktsieg ĂŒber Norwegen siegte die deutsche Mannschaft ĂŒberzeugend gegen Italien und Frankreich. Im Halbfinale hieß der Gegner Finnland. Die Überraschungsmannschaft aus dem hohen Norden wurde durch drei schnelle Tore von Inka Grings (2) und Conny Pohlers ĂŒberrascht. Nach dem Anschlusstreffer sorgte Birgit Prinz fĂŒr die Entscheidung. Norwegen hieß der Gegner im Finale. Mit einem Doppelschlag durch Inka Grings und Renate Lingor ging die deutsche Elf in FĂŒhrung. Dagny Mellgren erzielte kurz vor der Pause den Anschlusstreffer. Nach ca. einer Stunde sorgte Birgit Prinz fĂŒr den entscheidenden Treffer zum 3:1-Endstand. Bundestrainerin Tina Theune trat nach dem Turnier zurĂŒck und ĂŒbergab das Amt an ihre bisherige Assistentin Silvia Neid.

→ Spieldaten des EM-Endspiels 2005

Mit Silvia Neid als Trainerin gewann die deutsche Elf 2006 erstmals den prestigetrĂ€chtigen Algarve-Cup. Die Mannschaft wurde wieder verjĂŒngt und neue Spielerinnen wie Annike Krahn oder CĂ©lia Okoyino da Mbabi wurden trotz ihres jungen Alters zu FĂŒhrungsspielerinnen. Die Qualifikation fĂŒr die Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2007 in der Volksrepublik China wurde erfolgreich absolviert. Das Team von Silvia Neid gewann alle acht Spiele. Zum ersten Mal erhielt die deutsche Auswahl eine PrĂ€mie vom DFB fĂŒr die erfolgreiche Qualifikation fĂŒr ein großes Turnier. Die Mannschaft bekam insgesamt 200.000 Euro.

Der Start ins WM-Jahr 2007 war dagegen wenig erfolgreich. Beim Vier-Nationenturnier in der Volksrepublik China Ende Januar reichte es nur zu drei torlosen Unentschieden gegen China, England und die USA. Beim Algarve-Cup im MĂ€rz gab es in vier Spielen nur einen Sieg gegen DĂ€nemark, aber drei Niederlagen gegen Norwegen, Frankreich und Italien, sodass am Ende nur der 8. Platz belegt werden konnte. Dabei dominierte die Mannschaft in allen Spielen, konnte jedoch eine Vielzahl von Torchancen nicht verwerten. Das schlechte Abschneiden beim Algarve-Cup fĂŒhrte dazu, dass Deutschland im MĂ€rz 2007 nach mehr als dreieinhalb Jahren die FĂŒhrung in der FIFA-Weltrangliste an die USA abgeben musste.

Mit Beginn der Qualifikationsspiele fĂŒr die Europameisterschaft 2009 konnte dann aber wieder an die frĂŒheren Erfolge angeknĂŒpft werden. Die Niederlande wurden mit 5:1 geschlagen. Am 22. August 2007 kehrte die Nationalmannschaft nach Koblenz zurĂŒck. Beim EM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz feierte die DFB-Elf ihr 25-jĂ€hriges JubilĂ€um und konnte durch den 7:0-Erfolg ihren 200. LĂ€nderspielsieg erzielen.[19] Seit 2007 hat die Nationalelf mit Michael Fuchs einen eigenen Torwarttrainer.[20]

Simone Laudehr erzielte im WM-Finale 2007 das 2:0 gegen Brasilien

Bei der Weltmeisterschaft 2007 traf die deutsche Elf in der Vorrunde auf Argentinien, England und Japan. Gleich zum Auftakt wurden die ĂŒberforderten Argentinierinnen mit 11:0 deklassiert. Es war der höchste jemals erzielte Sieg in einem WM-Spiel ĂŒberhaupt und Birgit Prinz sowie Sandra Smisek stellten mit je drei Toren den deutschen WM-Rekord von Inka Grings ein. Es folgte ein torloses Remis gegen England sowie ein 2:0-Arbeitssieg gegen Japan. Durch das Ausscheiden der Schwedinnen in der Vorrunde sicherte sich das DFB-Team die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Im Viertelfinale traf Deutschland erstmals auf Nordkorea und gewann mit 3:0. Mit dem gleichen Ergebnis im Halbfinale gegen Norwegen zog die Mannschaft in das Endspiel gegen Brasilien ein. Im Finale am 30. September in Shanghai brachte Birgit Prinz die deutsche Elf in FĂŒhrung. Torfrau Nadine Angerer hielt kurze Zeit spĂ€ter einen von Marta geschossenen Elfmeter. Kurz vor dem Abpfiff machte Simone Laudehr mit dem 2:0 den Sieg perfekt. Mit dieser Leistung gelang zum ersten Mal einem Weltmeister die erfolgreiche Titelverteidigung und ebenfalls zum ersten Mal blieb eine Mannschaft bei einer Fußball-WM (Frauen und MĂ€nner) ohne Gegentor. Angerer wurde zur besten TorhĂŒterin des Turniers gewĂ€hlt. Birgit Prinz erhielt den silbernen Ball als zweitbeste Spielerin des Turniers. Neben Angerer und Prinz wurden Ariane Hingst, Renate Lingor und Kerstin Stegemann in das All-Star-Team berufen. Einen Tag nach dem Finale wurde die Nationalmannschaft von ca. 20.000 Menschen am Frankfurter Römer empfangen.

→ Spieldaten des WM-Endspiels 2007

Nach der Weltmeisterschaft wurde der Vertrag mit der Bundestrainerin Silvia Neid bis zur Europameisterschaft 2013 verlÀngert. Ihre Assistentin Ulrike Ballweg wurde fest angestellt und ist seit dem 1. Januar 2008 Trainerin der U-23-Nationalmannschaft.[21] Am 5. Dezember erhielten die Spielerinnen das Silberne Lorbeerblatt sowie Silvia Neid das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking konnte Deutschland nicht an die Leistungen der Weltmeisterschaft anknĂŒpfen. Zwar wurde in den ersten vier Spielen kein Gegentor kassiert und auch im Halbfinale gegen Brasilien ging man frĂŒh mit 1:0 in FĂŒhrung, aber Brasilien kam immer besser ins Spiel und konnte schon vor der Pause ausgleichen. Durch zwei Konter nach deutschen Ecken ging Brasilien in der 2. Halbzeit mit 3:1 in FĂŒhrung, und fĂŒhrte die deutsche Mannschaft in der Folgezeit vor. Das 4:1 besiegelte dann die erste Niederlage der deutschen Frauen gegen die Brasilianerinnen. Auch im Spiel um Platz 3 gegen Japan tat sich die Mannschaft lange Zeit schwer gegen die schnellen Japanerinnen, ehe dann durch zwei Tore von Fatmire Bajramaj noch der Sieg gelang.

Inka Grings wurde TorschĂŒtzenkönigin der EM 2009

Bei der Europameisterschaft 2009 traf Deutschland bereits im ersten Gruppenspiel auf den alten Rivalen Norwegen, gegen den das letzte Europameisterschaftsendspiel gewonnen wurde. Der deutschen Mannschaft gelang eine schnelle FĂŒhrung durch einen von Linda Bresonik verwandelten Strafstoß, danach vergab die Mannschaft viele gute Chancen und hĂ€tte in der 89. Minute fast noch Ausgleich kassiert, konnte aber im Gegenzug und in der Nachspielzeit noch 3 Tore erzielen. Nachdem auch das zweite Gruppenspiel gegen Frankreich mit 5:1 gewonnen wurde und aufgrund der Konstellation mit dem anderen Gruppenspiel, stand Deutschland nach zwei Spielen bereits als Gruppensieger fest. Daraufhin schonte die Bundestrainerin im dritten Gruppenspiel mehrere Stammspielerinnen, von denen einige zudem "gelb-gefĂ€hrdet" waren. So tat sich die Mannschaft gegen die bereits ausgeschiedenen IslĂ€nderinnen lange schwer und konnte erst in der 50. Minute durch die zur Halbzeit eingewechselte Inka Grings den 1:0 Siegtreffer erzielen. Grings verletzte sich dabei und musste wenige Minuten spĂ€ter wieder ausgewechselt werden. Der medizinischen Abteilung gelang es jedoch, sie fĂŒr die K.o.-Spiele wieder fit zu machen, weshalb sie im Viertelfinale gegen Italien mitwirken und in der 4. und 47. Minute die entscheidenden Tore zum 2:1 Sieg erzielen konnte. Im Halbfinale traf man erneut auf Norwegen, das lediglich als einer der beiden besten Gruppendritten das Viertelfinale erreicht hatte und sich dort ĂŒberraschend mit 3:1 gegen die favorisierten Schwedinnen durchsetzte. GegenĂŒber dem ersten Spiel waren die Norwegerinnen nicht wiederzuerkennen und konnten in der 10. Minute nach einem Eckball, bei dem mehrere Norwegerinnen die deutsche Torfrau sperrten, mit 1:0 in FĂŒhrung gehen. Die deutsche Mannschaft tat sich in der Folgezeit schwer, wĂ€hrend die Skandinavierinnen kurze Zeit nach dem FĂŒhrungstor - wieder nach einem Eckball - noch einen Pfostenschuss verzeichneten. Erst in der 2. Halbzeit konnten drei eingewechselte Spielerinnen das Spiel drehen und den Weg ins Endspiel durch ein letztendlich deutliches 3:1 bereiten. Dieses entwickelte sich zum torreichsten Finale der EM-Geschichte, in dem die EnglĂ€nderinnen lange mithalten und immer wieder, nach den deutschen FĂŒhrungstreffern, auf 1:2 bzw. 2:3 verkĂŒrzen konnten. Durch das 4:2, das 5. Turniertor von Inka Grings war die Gegenwehr der Britinnen jedoch gebrochen und am Ende fiel der Sieg mit 6:2 ĂŒberaus deutlich aus. Nach dem Finalsieg, zu dem unter anderem der BundesprĂ€sident Horst Köhler angereist war, gab Kerstin Stegemann ihren RĂŒcktritt aus der Nationalmannschaft bekannt. Mit 191 LĂ€nderspielen hat sie die zweitmeisten LĂ€nderspiele fĂŒr die deutsche Nationalmannschaft bestritten. Nach einer langwierigen Verletzung konnte sie ihren Stammplatz auf der rechten Seite aber nicht mehr zurĂŒck erobern und kam wĂ€hrend der EM nur zu einem Halbzeiteinsatz im Spiel gegen Island.

→ Spieldaten des EM-Endspiels 2009

2010–heute: Siegesserie und RĂŒckschlag

Das Jahr 2010 startete die Nationalmannschaft mit einem zweiten Platz beim Algarve-Cup - das Finale gegen die USA wurde mit 2:3 verloren. Auch im folgenden Spiel zum Abschluss der Saison 2009/10 gab es eine Niederlage gegen die USA, die mit 0:4 sehr deutlich ausfiel - nur im Spiel um Platz 3 gegen Schweden bei der WM 1991 hatte Deutschland schon einmal mit 0:4 verloren, höher nur bei der Rekordniederlage (0:6) gegen die USA am 14. MÀrz 1996.

Danach folgte eine Siegesserie von 10 Spielen, u.a. gegen die aktuellen Asien-, Afrika- und Nordamerikameister, die erst im Viertelfinale der WM 2011 endete. Erstmals verlor Deutschland ein Spiel gegen Japan und schied damit zum zweiten Mal nach 1999 im Viertelfinale einer WM aus. Auf die WM hatte sich die Mannschaft in sieben LehrgĂ€ngen vorbereitet, dafĂŒr auf eine Teilnahme beim Algarve-Cup verzichtet, aber in vier Testspielen unmittelbar vor der WM vier Siege eingefahren, u.a. gegen die WM-Teilnehmer Nordkorea und Norwegen. Obwohl die meisten Tore in diesen Testspielen von den jĂŒngeren Spielerinnen, insbesondere Alexandra Popp, TorschĂŒtzenkönigin der U-20-WM, geschossen wurden, wĂ€hrend Rekordnationalspielerin Birgit Prinz leer ausging, vertraute Bundestrainerin Silvia Neid in den ersten beiden Gruppenspielen der WM weiterhin auf Prinz, wechselte sie aber jeweils in der zweiten Halbzeit aus. Erst im Spiel um den Gruppensieg gegen Frankreich und im Viertelfinale gegen Japan verzichtete sie auf die SpielfĂŒhrerin. Nach dem Ausscheiden wurde insbesondere von Bernd Schröder Kritik an der zu langen Vorbereitungszeit und Taktik geĂŒbt. Birgit Prinz und Ariane Hingst, die beide mehr als 14 Jahre fĂŒr Deutschland gespielt hatten, gaben unmittelbar nach der Niederlage gegen Japan ihren RĂŒcktritt aus der Nationalmannschaft bekannt, der DFB stellte aber ein Abschiedsspiel in Aussicht.[22][23] Silvia Neid wollte sich zunĂ€chst erst in ein paar Wochen zu ihrer Zukunft Ă€ußern.[24] Bereits am 13. Juli gab die Bundestrainerin aber bekannt, dass sie ihren vor der WM bis 2016 verlĂ€ngerten Vertrag erfĂŒllen wolle und eine neue Mannschaft fĂŒr die EM 2013 aufbauen möchte.[25]

Mit der Niederlage und dem gleichzeitigen Halbfinaleinzug von Frankreich und Schweden wurde auch erstmals die Qualifikation fĂŒr das Olympische Fußballturnier der Frauen verpasst.

Auf die Platzierung in der FIFA-Weltrangliste hatte das frĂŒhe Ausscheiden bei der WM keinen Einfluss. Deutschland verlor zwar sieben Punkte, bleibt aber weiterhin Zweiter. Die folgenden Mannschaften konnten aber den Abstand verringern. Da zudem die die USA mehr Punkte als Deutschland verloren, verringerte sich auch der Abstand zum Spitzenreiter USA.[26]

Das EM-Quali-Spiel gegen Kasachstan am 19. November 2011 wurde mit 17:0 gewonnen, es markiert seither den höchsten Sieg.

Bisherige Trainerinnen und Trainer

Siehe Hauptartikel: Bundestrainer (DFB)
Silvia Neid
  • Gero Bisanz (1982–1996), geboren am 3. November 1935, war der erste Bundestrainer der Frauen-Nationalmannschaft. Der Chef-Trainerausbilder des DFB fĂŒhrte die Mannschaft 1989, 1991 und 1995 zum Europameistertitel. 1993 belegte die Mannschaft lediglich den vierten Platz, welches seit 1989 das schlechteste Abschneiden der Nationalmannschaft bei einer Europameisterschaft ist. Bei den Weltmeisterschaften fĂŒhrte Bisanz sein Team 1991 zum vierten und 1995 zum zweiten Platz. Sein letztes Turnier waren die Olympischen Spiele 1996, wo die Mannschaft allerdings bereits nach der Vorrunde ausschied. Neben seiner TrainertĂ€tigkeit baute er zusammen mit seiner Assistentin Tina Theune ein Sichtungsnetz auf und stellte die Weichen fĂŒr die erfolgreiche Jugendarbeit.
  • Tina Theune (1996–2005), geboren am 4. November 1953, ĂŒbernahm nach den Olympischen Spielen 1996 das Traineramt. Theune erwarb als erste Frau die Fußballlehrer-Lizenz. Unter ihrer FĂŒhrung gewann die deutsche Elf die Europameisterschaften 1997, 2001 (vor heimischen Publikum) und 2005. Bei den Olympischen Spielen 2000 und 2004 gewann die deutsche Mannschaft jeweils die Bronzemedaille. GrĂ¶ĂŸter Erfolg war der Gewinn der Weltmeisterschaft 2003 in den USA. Damit ist Tina Theune die bisher erfolgreichste Bundestrainerin. Sie profitierte von der erfolgreichen Jugendarbeit und baute viele ehemalige U-19-Nationalspielerinnen in die Mannschaft ein. Nach der erfolgreichen Europameisterschaft 2005 trat sie zurĂŒck.
  • Silvia Neid (seit 2005), geboren am 2. Mai 1964, war zuvor die Assistentin von Tina Theune und Trainerin der U-19-Nationalmannschaft, mit der sie 2004 Weltmeister wurde. Im Jahr 2006 wurde unter ihrer FĂŒhrung der prestigetrĂ€chtige Algarve Cup gewonnen. Die Weltmeisterschaft 2007 war ihr erstes großes Turnier. Neid war als Bundestrainerin zunĂ€chst nicht unumstritten. Nach dem enttĂ€uschenden Abschneiden beim Algarve Cup 2007 wurde sie wegen ihrer Methoden und ihrer Nominierungen von Seiten der Fans hart kritisiert. Bei der WM 2007 gelang ihr aber die erfolgreiche Titelverteidigung, was zuvor keiner Mannschaft gelungen war. WĂ€hrend der WM verlĂ€ngerte sie ihren Vertrag mit dem DFB bis 2011, im Juni 2011 sogar bis 2016. Assistenztrainerin ist Ulrike Ballweg.

Spielkleidung und Trikot

In der Regel tragen die Spielerinnen weiße Trikots, schwarze Hosen und weiße Stutzen. Die Farben weiß und schwarz sind die Farben Preußens. Das weiße Trikot ist mit schwarzen adidas-Streifen auf den Schultern versehen und zeigt einen ĂŒber die rechte KörperhĂ€lfte vom Hals abwĂ€rts laufenden geschwungenen Farbeinsatz in den Landesfarben Schwarz, Rot und Gold. Die vom AusrĂŒster Adidas gefertigten Trikots bestehen aus einem Spezialgewebe, das Feuchtigkeit leichter nach außen transportieren soll und so fĂŒr eine bessere Körpertemperatur sorgt. [27] Auf dem Trikot trugen sie zudem bis zum Viertelfinale der WM 2011 auf der rechten Seite das FIFA-Trophy-Badge fĂŒr den aktuellen Weltmeister. Dieses Abzeichen wird seit 2008 an die aktuellen Weltmeister vergeben.[28][29][30] Die Ausweichgarnitur besteht aus roten Trikots mit ebenfalls am Hals beginnenden Streifen, identisch mit denen des Haupttrikots, jedoch Schwarz statt Gelb. Dazu tragen sie weiße Hosen und rote Stutzen. FrĂŒher benutzte die Nationalmannschaft grĂŒne Trikots, weiße Hosen und grĂŒne Stutzen als zweite Garnitur.

Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2003 trugen die Nationalspielerinnen zunĂ€chst einen Stern auf dem Trikot. Zuvor prangten drei Sterne fĂŒr die drei Weltmeistertitel der MĂ€nner-Nationalmannschaft auf den Trikots. Nach der erfolgreichen Titelverteidigung 2007 spielte die Mannschaft erstmals im EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien am 28. Oktober in LĂŒbeck mit zwei Sternen ĂŒber dem Verbandswappen. AusrĂŒster der Nationalmannschaft ist wie bei allen DFB-Teams die Firma adidas. FĂŒr die Frauen werden aber neuerdings die Trikots extra angefertigt und etwas auf Taille geschnitten. Wie bei den Herren können auch die Frauen mittlerweile Schuhe eines individuellen AusrĂŒsters tragen. Auf den Trainingsjacken machte die Mannschaft zunĂ€chst Werbung fĂŒr den Sponsor Alno, danach fĂŒr Mercedes-Benz. Seit Januar 2011 ist die Allianz Hauptpartner der Frauennationalmannschaft.[31]

Spielorte

HÀufigste HeimspielstÀtten
Stadt Spiele Zeitraum
OsnabrĂŒck 6 1989–2011
Ulm 5 2001–2005
Augsburg 3 2001-2011
Bochum 3 1990–2009
Frankfurt am Main 3 2000–2011
Kaiserslautern 3 1988–1995
Koblenz 3 1982–2007
LĂŒdenscheid 3 1984–2002
Rheine 3 1990–1998
Siegen 3 1983–2005
Weil am Rhein 3 1991–1999
Wolfsburg 3 2001–2011

Die deutsche Nationalmannschaft hat genau wie ihre mÀnnlichen Kollegen kein Nationalstadion. Die Heimspiele finden in wechselnden Spielorten statt. Bei Turnieren ergibt sich der Spielort durch den Turnierverlauf.

Bis heute (Stand: 17. September 2011) spielte die deutsche Auswahl in 88 verschiedenen deutschen StĂ€dten; die MĂ€nner dagegen – obwohl sie insgesamt mehr Spiele ausgetragen haben – nur in 42. Die meisten Heimspiele wurden in OsnabrĂŒck ausgetragen. Sechsmal war OsnabrĂŒck bisher Gastgeber; es folgt Ulm mit fĂŒnf Spielen. Je dreimal spielte die DFB-Elf in Augsburg, Bochum, Frankfurt am Main, Kaiserslautern, Koblenz, LĂŒdenscheid, Rheine, Siegen, Weil am Rhein und in Wolfsburg. Das erste Spiel in den neuen BundeslĂ€ndern fand am 9. Mai 1991 in Aue statt.

In den Achtziger und Neunziger Jahren fanden die Heimspiele in der Regel in kleineren StĂ€dten statt, in denen es keinen höherklassigen Fußball gab. Da zur damaligen Zeit nur wenige Tausend Zuschauer zu den LĂ€nderspielen kamen bestand keine Notwendigkeit, in grĂ¶ĂŸeren Stadien zu spielen. Auf diese Weise kamen StĂ€dte wie Helmstedt, Warendorf oder Spremberg zu LĂ€nderspielehren. Durch die Erfolge der Nationalmannschaft stiegen die Zuschauerzahlen bei LĂ€nderspielen. Mehr als 10.000 Zuschauer wurden zum Regelfall, so dass grĂ¶ĂŸere Stadien notwendig wurden. Heute spielt die DFB-Elf in Stadien, die zwischen 10.000 und 50.000 Zuschauer fassen.

In den deutschen Metropolen fanden dagegen nur sehr selten LĂ€nderspiele statt. Bis zur WM 2011 wurde in Berlin und Hamburg jeweils nur einmal gespielt, in Frankfurt am Main zweimal, und in einigen GroßstĂ€dten wie Bremen, Dortmund, Essen, Köln, Leipzig, MĂŒnchen, NĂŒrnberg und Stuttgart fanden noch nie LĂ€nderspiele statt.

Die meisten LĂ€nderspiele außerhalb Deutschlands fanden in Faro (Portugal) und Guangzhou (Volksrepublik China) statt. Zwölfmal spielte die deutsche Auswahl in Faro und neunmal in Guangzhou. Die hohe Zahl erklĂ€rt sich durch die Teilnahme der DFB-Elf am Vier-Nationen-Turnier und dem Algarve-Cup, die jedes Jahr in China bzw. Portugal stattfinden. Dabei trat man in Faro nie gegen den Gastgeber an. FĂŒnfmal trat man in Shanghai an, je viermal spielte die deutsche Mannschaft in Minneapolis und Washington D.C..

Vor dem LĂ€nderspiel gegen Brasilien am 22. April 2009 in Frankfurt

Das erste AuswĂ€rtsspiel fand am 19. MĂ€rz 1983 im niederlĂ€ndischen Venray statt. Am 5. August 1990 spielte die DFB-Elf in Minneapolis zum ersten Mal außerhalb Europas. Das erste Spiel in Asien wurde am 17. November 1991 in Jiangmen ausgetragen. In Ozeanien wurde erstmals am 13. September 2000 in Canberra gespielt. In SĂŒdamerika und Afrika fanden bisher noch keine LĂ€nderspiele statt.

Die grĂ¶ĂŸten Triumphe feierte die deutsche Auswahl in Carson und Shanghai, wo die DFB-Elf 2003 und 2007 Weltmeister wurde. Die Europameistertitel wurden in OsnabrĂŒck (1989), Aalborg (1991), Kaiserslautern (1995), Oslo (1997), Ulm (2001), Blackburn (2005) und Helsinki (2009) gefeiert. Die olympischen Bronzemedaillen wurden in Sydney (2000), Athen (2004) und Peking (2008) gewonnen. Der bisher einzige Sieg im prestigetrĂ€chtigen Algarve Cup wurde 2006 in Faro unter Dach und Fach gebracht.

Die lange Zeit höchste Zuschauerzahl bei einem Spiel der deutschen Mannschaft wurde am 1. Juli 1999 verzeichnet. 54.642 Zuschauer sahen das WM-Viertelfinale gegen die USA in Washington D.C.. Mit 44.825 Zuschauern wurden am 22. April 2009 in Frankfurt beim Freundschaftsspiel gegen Brasilien die meisten Zuschauer bei einem Freundschaftsspiel in Europa gezÀhlt. Bei der Weltmeisterschafts-Eröffnung 2011 am 26. Juni 2011 schauten 73.680 Zuschauer im Olympiastadion in Berlin dem Spiel Deutschland gegen Kanada zu. Dies ist gleichzeitig die höchste Zuschauerzahl bei einem FrauenlÀnderspiel in Europa.

Die Mannschaft

Aktueller Kader

FĂŒr die EM-Qualifikationsspiel am 19. November 2011 gegen Kasachstan und am 24. November in Spanien wurden am 10. November 2011 21 Spielerinnen benannt.[32] Nach ĂŒberstandener Verletzung wurden Josephine Henning, Celia Okoyino da Mbabi und Dzsenifer Marozsan wieder berufen. Auch Viola Odebrecht gehört erneut zum Kader, die gegen RumĂ€nien nach 6 Jahren Pause erneut zum Einsatz kam. Dagegen fĂ€llt Inka Grings wegen Achillessehnenproblemen aus, wĂ€hrend Linda Bresonik aufgrund der zuletzt schwachen Spiele nicht nominiert wurde.

  • Vereinszugehörigkeit: Stand 19. November 2011
  • Spiele und Tore: Stand 19. November 2011 nach dem Spiel gegen Kasachstan
  • Positionen: GemĂ€ĂŸ Angaben des DFB, die Positionen können sich von den tatsĂ€chlichen Aufstellungen unterscheiden.[33]
Nummer Name Geburtsdatum DebĂŒt Verein EinsĂ€tze Tore Letzter Einsatz
Tor
1 Nadine Angerer (C)KapitĂ€n der Mannschaft 10.11.1978 1996 1. FFC Frankfurt 106 – 19.11.2011
21 Kathrin LĂ€ngert 04.06.1987 - FC Bayern MĂŒnchen – – –
12 Almuth Schult 09.02.1991 − SC 07 Bad Neuenahr – – –
Abwehr
3 Saskia Bartusiak 29.09.1982 2007 1. FFC Frankfurt 48 – 19.11.2011
15 Verena Faißt 22.05.1989 2010 VfL Wolfsburg 7 – 19.11.2011
22 Josephine Henning 08.09.1989 2010 VfL Wolfsburg 2 – 25.11.2010
5 Annike Krahn 01.07.1985 2005 FCR 2001 Duisburg 73 4 26.10.2011
4 Babett Peter 12.05.1988 2006 1. FFC Turbine Potsdam 58 4 19.11.2011
2 Bianca Schmidt 23.01.1990 2009 1. FFC Turbine Potsdam 20 – 26.10.2011
23 Luisa Wensing 08.02.1993 – FCR 2001 Duisburg – – –
Mittelfeld
19 Fatmire Bajramaj 01.04.1988 2005 1. FFC Frankfurt 54 12 19.11.2011
7 Melanie Behringer 18.11.1985 2005 1. FFC Frankfurt 72 19 19.11.2011
20 Lena Goeßling 08.03.1986 2008 VfL Wolfsburg 29 1 19.11.2011
18 Svenja Huth 25.01.1991 2011 1. FFC Frankfurt 1 – 26.10.2011
6 Simone Laudehr 12.07.1986 2007 FCR 2001 Duisburg 49 12 19.11.2011
10 Dzsenifer Marozsán 18.04.1992 2010 1. FFC Frankfurt 3 – 19.11.2011
17 Viola Odebrecht 11.02.1983 2003 1. FFC Turbine Potsdam 31 1 19.11.2011
13 CĂ©lia Okoyino da Mbabi 27.06.1988 2005 SC 07 Bad Neuenahr 60 16 19.11.2011
Angriff
11 Anja Mittag 16.05.1985 2004 1. FFC Turbine Potsdam 70 10 19.11.2011
16 Martina MĂŒller 18.04.1980 2000 VfL Wolfsburg 96 33 19.11.2011
9 Alexandra Popp 06.04.1991 2010 FCR 2001 Duisburg 20 14 19.11.2011
Trainerstab
Trainerin Silvia Neid 02.05.1964 2005 Deutscher Fußball-Bund
Co-Trainerin Ulrike Ballweg 17.09.1965 2005 Deutscher Fußball-Bund

EhrenspielfĂŒhrerinnen

Bettina Wiegmann wurde am 22. Oktober 2004 zur ersten EhrenspielfĂŒhrerin der Frauen-Nationalmannschaft ernannt. Sie war lange Zeit mit 154 EinsĂ€tzen Rekordnationalspielerin des DFB (nun ist es Birgit Prinz) und hat vier LĂ€nderspiele mehr absolviert als Lothar MatthĂ€us, der Rekordnationalspieler der Herren. Mit der Frauen-Nationalmannschaft wurde sie 2003 Weltmeister sowie 1991, 1995, 1997 und 2001 Europameister.

Rekordspielerinnen

Meiste EinsÀtze

Siehe Hauptartikel: Liste der deutschen Fußballnationalspielerinnen

Sechzehn Spielerinnen haben mindestens 100 LĂ€nderspiele bestritten.[34] Als erster gelang dies am 15. Juni 1995 im WM-Halbfinale gegen China der heutigen Bundestrainerin Silvia Neid, die außer mit Angerer, Garefrekes und Hingst mit allen anderen Spielerinnen gespielt hat. Birgit Prinz war mit 25 Jahren und 153 Tagen die jĂŒngste Spielerin mit 100 LĂ€nderspielen und wurde mit ihrem 189. LĂ€nderspiel am 22. April 2009 auch europĂ€ische Rekordhalterin. Nur die USA haben mehr Spielerinnen mit mindestens 100 LĂ€nderspielen.

Spiele Name Erstes LĂ€nderspiel (Datum/Gegner) 100. LĂ€nderspiel (Datum/Gegner) Letztes LĂ€nderspiel (Datum/Gegner)
214
Birgit Prinz 27. Juli 1994 (Kanada) 27. MĂ€rz 2003 (Schottland) 30. Juni 2011 (Nigeria)
WM-Gruppenspiel
191
Kerstin Stegemann 13. April 1995 (Polen) 28. August 2003 (Tschechien) 30. August 2009 (Island)
EM-Gruppenspiel
174
Ariane Hingst 27. August 1996 (Niederlande) 9. MĂ€rz 2005 (Schweden) 5. Juli 2011 (Frankreich)
WM-Gruppenspiel
154
Bettina Wiegmann 1. Oktober 1989 (Ungarn) 27. Juni 1999 (Brasilien)
WM-Gruppenspiel
12. Oktober 2003 (Schweden)
WM-Finale
149
Renate Lingor 25. Oktober 1995 (Slowakei) 11. MĂ€rz 2005 (Norwegen) 21. August 2008 (Japan)
Olympische Spiele - Spiel um Platz 3
147
Sandra Minnert 28. Mai 1992 (Jugoslawien) 27. September 2003 (Argentinien)
WM-Gruppenspiel
1. November 2007 (Niederlande)
144
Doris Fitschen 4. Oktober 1986 (DĂ€nemark) 6. November 1997 (Norwegen) 7. Juli 2001 (Schweden)
EM-Finale
133
Sandra Smisek 13. April 1995 (Polen) 9. Juni 2005 (Italien)
EM-Gruppenspiel
1. Oktober 2008 (Schweiz)
130
Kerstin Garefrekes 17. November 2001 (Niederlande) 4. MĂ€rz 2009 (Finnland) 9. Juli 2011 (Japan)
WM-Viertelfinale
126
Silke Rottenberg 7. April 1993 (USA) 26. August 2004 (Schweden)
Olympische Spiele - Spiel um Platz 3
29. Mai 2008 (Wales)
125
Martina Voss 3. Oktober 1984 (Finnland) 27. Mai 1997 (DĂ€nemark) 16. MĂ€rz 2000 (Niederlande)
111
Steffi Jones 3. Juli 1993 (DĂ€nemark)
EM - Spiel um Platz 3
12. November 2005 (Schweiz) 14. MĂ€rz 2007 (Italien)
Silvia Neid 10. November 1982 (Schweiz)
1. Spiel der Nationalmannschaft
15. Juni 1995 (China)
WM-Halbfinale
25. Juli 1996 (Brasilien)
Olympische Spiele - Gruppenspiel
106
Nadine Angerer 27. August 1996 (Niederlande) 30. Juni 2011 (Nigeria)
WM-Gruppenspiel
noch aktiv
104
Heidi Mohr 19. Mai 1986 (Norwegen) 23. Juli 1996 (Norwegen)
Olympische Spiele - Gruppenspiel
29. September 1996 (Island)
102
Pia Wunderlich 7. Dezember 1993 (Russland) 12. Juni 2005 (Frankreich)
EM-Gruppenspiel
1. MĂ€rz 2006 (China)

Es gibt drei HauptgrĂŒnde dafĂŒr, dass die deutschen Nationalspielerinnen in der Regel mehr LĂ€nderspiele absolviert haben als ihre mĂ€nnlichen Kollegen. Im Durchschnitt sind die Spielerinnen jĂŒnger, wenn sie erstmals im Nationaltrikot auflaufen. Birgit Prinz z.B. war bei ihrem DebĂŒt erst 16 Jahre alt. Zweiter Grund ist, dass die deutsche Frauennationalmannschaft in der Regel mehr LĂ€nderspiele pro Jahr austrĂ€gt. Neben Welt- und Europameisterschaften (und den dazugehörigen Qualifikationsspielen, von denen die MĂ€nner wegen der grĂ¶ĂŸeren Anzahl teilnehmender LĂ€nder mehr zu bewĂ€ltigen haben) nimmt die deutsche Frauenauswahl im Gegensatz zu den MĂ€nnern an den Olympischen Spielen teil. Schließlich kommen noch Turniere wie der Algarve Cup in Portugal oder das Vier-Nationen-Turnier in der Volksrepublik China dazu. Zudem kam die Frauen-Mannschaft bei den letzten Europameisterschaften immer bis ins Finale, wĂ€hrend die MĂ€nner 2000 und 2004 jeweils in der Vorrunde ausschieden und erst 2008 wieder das Finale erreichten. So bestritten die Frauen in den Jahren 2003 bis 2006 66 Spiele, die MĂ€nner aber 60. Ein wesentlicher Grund ist auch, dass bei MĂ€nnern Verletzungen auf Grund des körperbetonteren Spiels hĂ€ufiger auftreten. So fehlte Michael Ballack (insgesamt 98 Spiele) zwischen dem WM-Halbfinale 2002 und der endgĂŒltigen NichtberĂŒcksichtigung in 55 von 125 Spielen.

LĂ€nderspiel Deutschland-Tschechien am 2. August 2007 in Gera

Rekordhalterinnen

Vom ersten Spiel am 10. November 1982 bis zum 12. LÀnderspiel am 22. August 1984 gab es mehrere Spielerinnen mit gleich vielen Spielen, wobei es von Spiel zu Spiel weniger wurden. Am 23. August machte Silvia Neid als einzige ihr 13. Spiel. Sie war damit die erste, die alleine die meisten Spiele hatte. Vom 26. August 1984 bis 1. Mai 1985 hatte Marion Isbert wieder gleich viele Spiele, da Neid einmal nicht eingesetzt wurde als Isbert spielte. Mit ihrem 18. Spiel wurde Neid wieder alleinige Rekordhalterin und ab da gab es nie mehr zwei aktive Spielerinnen mit den meisten LÀnderspielen. Alle nachfolgenden Ablösungen als Rekordnationalspielerin fanden nach dem Karriereende der Rekordhalterin statt, wobei bis auf Isbert alle Rekordnationalspielerinnen noch zusammen spielten. Birgit Prinz machte ihr erstes LÀnderspiel als Silvia Neid ihr 81. Spiel machte.

  • Silvia Neid vom 23. August 1984 bis 26. August 1984 mit 13 Spielen (vorher gab es mehrere mit gleich vielen Spielen)
  • Silvia Neid und Marion Isbert vom 26. August 1984 bis 1. Mai 1985 mit 13 bis 17 Spielen
  • Silvia Neid vom 7. September 1985 bis 17. September 1998 mit 18 bis 111 Spielen
  • Silvia Neid und Martina Voss am 17. September 1998 mit 111 Spielen
  • Martina Voss vom 11. Oktober 1998 bis 14. Oktober 1999 mit 112 bis 125 Spielen
  • Martina Voss und Doris Fitschen am 14. Oktober 1999 mit 125 Spielen
  • Doris Fitschen vom 11. November 1999 bis 17. April 2003 mit 126 bis 144 Spielen
  • Doris Fitschen und Bettina Wiegmann am 17. April 2003 mit 144 Spielen
  • Bettina Wiegmann vom 22. Mai 2003 bis 25. Oktober 2006 mit 145 bis 154 Spielen
  • Bettina Wiegmann und Birgit Prinz am 25. Oktober 2006 mit 154 Spielen
  • Birgit Prinz ab 23. November 2006 mit 155 Spielen (insgesamt 214)

Die meisten EinsÀtze ohne Unterbrechung:

  1. Kerstin Stegemann (2001–2005): 61
  2. Steffi Jones: 60
  3. Kerstin Stegemann (2005–2008): 55
  4. Doris Fitschen und Heidi Mohr: 38
Silke Rottenberg ist mit 126 EinsĂ€tzen RekordtorhĂŒterin

Die lÀngsten Pausen zwischen zwei EinsÀtzen:

  1. Christine Chaladyniak: 10 Jahre (102 Spiele zwischen dem 1. und 2. Spiel)
  2. Viola Odebrecht: 6 Jahre (94 Spiele zwischen dem 29. und 30. Spiel)
  3. Sonja Fuss: 4 Jahre (61 Spiele zwischen dem 16. und 17. Spiel)
  4. Inka Grings: 3 Jahre (51 Spiele zwischen dem 64. und 65. Spiel)
  5. Linda Bresonik: 3 Jahre (51 zwischen dem 20. und 21. Spiel)

RekordtorhĂŒterinnen

Meiste Tore

Folgende Spielerinnen haben mindestens 25 LĂ€nderspieltore erzielt:[35]

Tore Elfmeter Name Erstes Tor (Datum/Gegner) Letztes Tor (Datum/Gegner)
128
3
Birgit Prinz 27. Juli 1994 (Kanada) 25. November 2010 (Nigeria)
83
0
Heidi Mohr 27. Juli 1986 (Island) 29. September 1996 (Island)
64
0
Inka Grings 28. Mai 1998 (Neuseeland) noch aktiv
51
14
Bettina Wiegmann 14. Oktober 1990 (Ungarn) 27. September 2003 (Argentinien)
48
0
Silvia Neid 10. November 1982 (Schweiz) 25. Oktober 1995 (Slowakei)
43
0
Kerstin Garefrekes 27. Januar 2002 (Norwegen) 5. Juli 2011 (Frankreich)
35
8
Renate Lingor 14. Februar 1999 (TĂŒrkei) 7. MĂ€rz 2008 (Finnland)
34
0
Sandra Smisek 13. April 1995 (Polen) 1. Oktober 2008 (Schweiz)
33
1 Maren Meinert 3. Juli 1993 (DĂ€nemark) 12. Oktober 2003 (Schweden)
31
0 Martina MĂŒller 10. Mai 2001 (Italien) noch aktiv
30
0 Patricia Brocker (geb. Grigoli) 18. April 1992 (Italien) 28. Juni 1996 (Island)
28
0
Conny Pohlers 25. Oktober 2001 (Portugal) noch aktiv
27
0
Martina Voss 27. Juli 1986 (Island) 14. Oktober 1999 (Island)

Zwei Spielerinnen ist es bisher gelungen, in einem LĂ€nderspiel fĂŒnf Tore zu erzielen. Am 25. Oktober 2001 erzielte Conny Pohlers fĂŒnf Tore im LĂ€nderspiel gegen Portugal.[36] Ebenfalls gegen Portugal war Inka Grings am 7. Februar 2004 fĂŒnfmal erfolgreich.[37]

Erfolgreichste ElfmeterschĂŒtzin ist Bettina Wiegmann mit 14 verwandelten Elfmetern. Ihr folgen Renate Lingor (8), Melanie Behringer (4), Linda Bresonik und Birgit Prinz (je 3), Inka Grings und Britta Unsleber (je 2) sowie Birgitt AustermĂŒhl, Melanie Hoffmann, Kim Kulig und Maren Meinert mit je einem Treffer vom Elfmeterpunkt.

Das bisher einzige Eigentor der deutschen Nationalmannschaft unterlief Tina Wunderlich im Halbfinale des olympischen Fußballturniers 2000 in Sydney gegen Norwegen. Es war das einzige Tor des Spiels.[38]

Die Nationalmannschaft bei internationalen Turnieren

Empfang auf dem Römerbalkon nach der WM 2007

Weltmeisterschaft

Siehe Hauptartikel: Deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen/Weltmeisterschaften

Deutschland ist mit zwei Weltmeistertiteln und einer Vizeweltmeisterschaft die zweiterfolgreichste Mannschaft nach den USA bei Weltmeisterschaften. Die Weltmeistertitel wurde in den Jahren 2003 und 2007 gewonnen. 1995 stand die deutsche Elf bereits im Finale, unterlag jedoch der norwegischen Mannschaft. Bei der ersten Weltmeisterschaft belegte die deutsche Auswahl den vierten Platz. Insgesamt dreimal stand die DFB-Elf im Finale und viermal im Halbfinale. Sie nahm bisher an allen Weltmeisterschaften teil. Bei den Turnieren, bei denen nicht der Titel gewonnen wurde, schied die deutsche Mannschaft immer gegen den spÀteren Weltmeister aus.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis
 Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1991 VR China Spiel um Platz 3 Schweden 4. Platz Deutschland gewinnt die Fair Play-Wertung.
1995 Schweden Finale Norwegen 2. Platz Erstmals Vizeweltmeister.
1999 USA Viertelfinale USA – Aus im Viertelfinale nach zweimaliger FĂŒhrung.
2003 USA Finale Schweden Weltmeister Nia KĂŒnzer köpft das Golden Goal.
Birgit Prinz wird TorschĂŒtzenkönigin und beste Spielerin.
2007 VR China Finale Brasilien Weltmeister Höchster WM-Sieg aller Zeiten (11:0 gegen Argentinien).
Erste erfolgreiche Titelverteidigung eines Frauen-Weltmeisters.
Erster WM-Teilnehmer ohne Gegentor wÀhrend eines Turniers.
2011 Deutschland Viertelfinale Japan − "Aus" nach der 0:1-Viertelfinalniederlage und zugleich ersten gegen Japan.

Europameisterschaft

Siehe Hauptartikel: Deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen/Europameisterschaften

FĂŒr die ersten zwei Europameisterschaften konnte sich die DFB-Elf nicht qualifizieren. Seitdem nahm die deutsche Mannschaft an jeder weiteren EM teil und ist mit sieben Titeln Rekordeuropameister. Die letzten fĂŒnf Europameisterschaften wurden in Folge gewonnen. Das schlechteste Abschneiden bisher war der vierte Platz 1993.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis
 Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1984 keine Endrunde – – – nicht qualifiziert
1987 Norwegen – – – nicht qualifiziert
1989 Deutschland Finale Norwegen Europameister Erster Titel fĂŒr die DFB-Elf.
1991 DĂ€nemark Finale Norwegen Europameister Erste erfolgreiche Titelverteidigung. Heidi Mohr wird mit 4 Toren TorschĂŒtzenkönigin
1993 Italien Spiel um Platz 3 DĂ€nemark 4. Platz Bislang einzige EM-Teilnahme ohne Titelgewinn.
1995 keine Endrunde Finale Schweden Europameister
1997 Norwegen Finale Italien Europameister
2001 Deutschland Finale Schweden Europameister Claudia MĂŒller erzielt das Golden Goal und wird zusammen mit Sandra Smisek mit je 3 Toren TorschĂŒtzenkönigin.
2005 England Finale Norwegen Europameister Vierter Titel in Folge. Inka Grings wird TorschĂŒtzenkönigin.
2009 Finnland Finale England Europameister FĂŒnfter Titel in Folge. Inka Grings wird erneut TorschĂŒtzenkönigin.

Olympische Spiele

Siehe Hauptartikel: Deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen/Olympische Spiele

Die Deutsche Mannschaft konnte sich fĂŒr alle bisherigen olympischen Fußballturniere der Frauen qualifizieren. Der Titel „Olympiasieger“ ist aber der einzige noch fehlende Titel. Im Gegensatz zum MĂ€nnerfußball nahmen bei den Frauen immer die A-Nationalmannschaften an den Olympischen Spielen teil. Deutschland fuhr 2004 und 2008 als amtierender Weltmeister nach Athen bzw. Peking, sowie 1996 und 2000 als Europameister nach Atlanta bzw. Sydney. Beim ersten olympischen Frauenfußballturnier erzielte Bettina Wiegmann das erste Tor ĂŒberhaupt. Nach der Vorrunde kam jedoch das Aus. Bei den Spielen 2000, 2004 und 2008 gewann die deutsche Elf jeweils Bronze. Die europĂ€ischen Teilnehmer fĂŒr 2012 wurden bei der WM 2011 in Deutschland ermittelt. Durch die Viertelfinalniederlage gegen Japan (0:1) verpasste die deutschen Mannschaft die Qualifikation, da Frankreich und Schweden das Halbfinale erreichten.

Jahr Austragungsort (Spielorte) Teilnahme bis
 Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1996 Atlanta (Washington/Birmingham) Vorrunde Brasilien, Norwegen Vorrunde Bettina Wiegmann erzielt das erste olympische Tor.
2000 Sydney (Canberra/Melbourne) Spiel um Platz 3 Brasilien Bronze
2004 Athen (Iraklion/Patras) Spiel um Platz 3 Schweden Bronze Höchster Sieg bei einem olympischen Frauenfußballspiel (8:0 gegen China).
2008 Peking (Shenyang/Tianjin) Spiel um Platz 3 Japan Bronze Dritte Bronzemedaille in Folge.
2012 London nicht qualifiziert

Algarve Cup

Siehe Hauptartikel: Algarve Cup

Die deutsche Nationalmannschaft nahm 2010 zum siebten Mal am prestigetrĂ€chtigen Algarve Cup teil. Jedes Jahr im MĂ€rz treffen bei diesem Turnier die stĂ€rksten Nationalmannschaften der Welt aufeinander. 2006 konnte die Mannschaft das Turnier gewinnen. 2005 und 2010 unterlag die Mannschaft im Finale der Mannschaft der USA. Bei der ersten Teilnahme im Jahre 2002 wurde die DFB-Auswahl ebenso wie 2008 und 2009 Vierter. 2007 belegte die DFB-Auswahl nur einen enttĂ€uschenden achten Rang. 2008 verlor die Mannschaft das Auftaktspiel gegen DĂ€nemark mit 0:1, es war die erste Niederlage nach 15 Spielen ohne Niederlage und das erste Gegentor nach neun Spielen ohne Gegentor. Im zweiten und dritten Spiel konnten Finnland mit 3:0 und Schweden mit 2:0 besiegt werden und somit erreichte Deutschland das Spiel um Platz 3 gegen Norwegen. Dieses konnten die Norwegerinnen mit 2:0 gewinnen. Dabei endete auch die Serie von 1022 Minuten in denen Torfrau Nadine Angerer keinen Gegentreffer kassierte. Im ersten Spiel war Angerer nicht eingesetzt worden. 2009 belegte Deutschland nach zwei Siegen gegen Finnland und China sowie zwei Niederlagen gegen Schweden und DĂ€nemark wieder den vierten Platz. 2010 wurde nach drei klaren Siegen gegen DĂ€nemark, Finnland und China in den Gruppenspielen erneut das Finale erreicht. In diesem unterlag man der USA mit 2:3 Toren.[39] FĂŒr das Jahr 2011 hat der DFB auf eine Teilnahme am Algarve-Cup verzichtet, da die Bundesliga bis zum 13. MĂ€rz 2011 lief und danach die Vorbereitung auf die WM begann.

Vier-Nationen-Turnier

Siehe Hauptartikel: Vier-Nationen-Turnier

Deutschland nahm bisher viermal am Vier-Nationen-Turnier teil, das Anfang Januar in China stattfindet. 2002 konnte der zweite Platz und 2003, 2005 und 2007 der dritte Platz belegt werden. 2008 und 2009 nahm Deutschland nicht teil. Auch 2011 nahm Deutschland nicht teil.

LĂ€nderspiele

siehe Hauptartikel: Liste der LĂ€nderspiele der deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen

LĂ€nderspiele 2011

Datum Spielort Gegner Anlass Ergebnis TorschĂŒtzen
21.05.2011 Ingolstadt Korea NordNordkorea Nordkorea Freundschaftsspiel 2:0 (0:0) Kulig (58./FE), da Mbabi (85.)
03.06.2011 OsnabrĂŒck ItalienItalien Italien Freundschaftsspiel 5:0 (1:0) D’Adda (32./ET), Popp (46., 77.), Kulig (62.), da Mbabi (69.)
07.06.2011 Aachen NiederlandeNiederlande Niederlande Freundschaftsspiel 5:0 (2:0) da Mbabi (15.), Laudehr (43.), Popp (71.), Kulig (75.), Grings (87.)
16.06.2011 Mainz NorwegenNorwegen Norwegen Freundschaftsspiel 3:0 (0:0) Laudehr (79.), Popp (81., 82.)
26.06.2011 Berlin KanadaKanada Kanada WM-Gruppenspiel 2:1 (2:0) Garefrekes (10.), da Mbabi (42.), Sinclair (82.)
30.06.2011 Frankfurt am Main NigeriaNigeria Nigeria WM-Gruppenspiel 1:0 (0:0) Laudehr (54.)
05.07.2011 Mönchengladbach FrankreichFrankreich Frankreich WM-Gruppenspiel 4:2 (2:0) Garefrekes (25.), Grings (32., 68.), Delie (56.), Georges (72.), da Mbabi (89.)
09.07.2011 Wolfsburg JapanJapan Japan WM-Viertelfinale 0:1 n.V. Maruyama (107.)
17.09.2011 Augsburg SchweizSchweiz Schweiz EM-Qualifikation 4:1 (1:0) Bajramaj (32., 66.), Bachmann (68.), Bresonik (73.), MĂŒller (79.)
22.10.2011 Bukarest (RumĂ€nien) RumĂ€nienRumĂ€nien RumĂ€nien EM-Qualifikation 3:0 (1:0) Goeßling (21.), Bajramaj (56.), Behringer (59./FE)
26.10.2011 Hamburg SchwedenSchweden Schweden Freundschaftsspiel 1:0 (0:0) Popp (60.)
19.11.2011 Wiesbaden KasachstanKasachstan Kasachstan EM-Qualifikation 17:0 (10:0) da Mbabi (3., 10., 14., 16.), Popp (5., 11., 31., 59.), Laudehr (23., 42.), Behringer (36.), Bajramaj (51.), Peter (62., 65., 89.), MĂŒller (74., 85.)
24.11.2011 Motril (Spanien) SpanienSpanien Spanien EM-Qualifikation

LĂ€nderspielbilanzen

Bis auf eine Ausnahme (USA) hat die Nationalmannschaft gegen alle anderen LĂ€nder eine positive Bilanz.

Land Spiele S U N Tore Wichtige Spiele
ArgentinienArgentinien Argentinien 2 2 0 0 17:1 WM-Vorrunde 2003, WM-Eröffnungsspiel 2007
AustralienAustralien Australien 3 2 0 1 5:2 Olympia-Vorrunde 2000
BelgienBelgien Belgien 6 3 2 1 12:5
BrasilienBrasilien Brasilien 9 4 4 1 18:11 WM-Finale 2007, WM-Vorrunde 1995, 1999; Olympia-Spiel um Platz drei 2000, Olympia 2008 (Vorrunde und Halbfinale)
BulgarienBulgarien Bulgarien 3 3 0 0 11:2
China VolksrepublikChina China 26 12 6 8 50:30 WM-Halbfinale 1995
DanemarkDĂ€nemark DĂ€nemark 20 12 3 5 44:17 WM-Viertelfinale 1991; EM-Spiel um Platz drei 1993
EnglandEngland England 19 17 2 0 55:12 WM-Viertelfinale 1995, WM-Vorrunde 2007; EM-Halbfinale 1995, EM-Viertelfinale 1991, EM-Finale 2009
FinnlandFinnland Finnland 10 9 0 1 33:2 EM-Halbfinale 2005
FrankreichFrankreich Frankreich 10 8 0 2 30:6 EM-Vorrunde 2005, 2009, WM-Vorrunde 2011
IrlandIrland Irland 2 2 0 0 4:0
IslandIsland Island 11 11 0 0 47:3 EM-Relegation 1997, EM-Vorrunde 2009
ItalienItalien Italien 25 13 8 4 45:18 EM-Finale 1997; EM-Halbfinale 1989 und 1991, EM-Viertelfinale 2009
JapanJapan Japan 9 7 1 1 18:6 WM-Vorrunde 1995, 2003 und 2007; Olympia-Vorrunde 1996, Olympia 2008 - Spiel um Platz 3, WM-Viertelfinale 2011
Jugoslawien Jugoslawien 1 1 0 0 3:0
KanadaKanada Kanada 10 10 0 0 36:11 WM-Vorrunde 2003, WM-Eröffnungsspiel 2011
KasachstanKasachstan Kasachstan 1 1 0 0 17:0 Höchster Sieg der deutschen Mannschaft am 19. November 2011 (17:0)!
KroatienKroatien Kroatien 2 2 0 0 15:0
MexikoMexiko Mexiko 2 2 0 0 8:0 WM-Vorrunde 1999; Olympia-Vorrunde 2004
NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2 2 0 0 12:1
NiederlandeNiederlande Niederlande 17 11 4 2 43:11
NigeriaNigeria Nigeria 7 7 0 0 22:2 Olympia-Viertelfinale 2004, Olympia-Vorrunde 2008; WM-Vorrunde 1991, 2011
Korea NordNordkorea Nordkorea 4 4 0 0 9:0 WM-Viertelfinale 2007; Olympia-Vorrunde 2008
NorwegenNorwegen Norwegen 34 16 5 13 60:47 WM-Finale 1995, WM-Halbfinale 2007; EM-Finale 1989, 1991 und 2005; EM 2009 (Vorrunde und Halbfinale)
PolenPolen Polen 4 4 0 0 21:1
PortugalPortugal Portugal 4 4 0 0 41:0 Zweithöchster Sieg der deutschen Mannschaft am 15. November 2003 (13:0)!
RumĂ€nienRumĂ€nien RumĂ€nien 1 1 0 0 3:0
RusslandRussland Russland 14 12 2 0 45:7 EM-Viertelfinale 1995
SchottlandSchottland Schottland 4 4 0 0 17:1
SchwedenSchweden Schweden 19 13 0 6 33:24 WM-Finale 2003; EM-Finale 1995 und 2001, Olympia-Viertelfinale 2008
SchweizSchweiz Schweiz 15 14 1 0 71:3 Erstes LĂ€nderspiel (am 10. November 1982; 5:1 in Koblenz)
SlowakeiSlowakei Slowakei 2 2 0 0 5:0
Sowjetunion Sowjetunion 1 1 0 0 3:0
SpanienSpanien Spanien 1 1 0 0 6:0
Chinese TaipeiChinese Taipei Chinese Taipei 1 1 0 0 3:0 WM-Vorrunde 1991
TschechienTschechien Tschechien 3 3 0 0 14:0
TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei 4 3 1 0 9:1 EM-Viertelfinale 1989
TurkeiTĂŒrkei TĂŒrkei 1 1 0 0 12:1
UkraineUkraine Ukraine 6 5 1 0 24:3
UngarnUngarn Ungarn 7 5 1 1 13:2
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 28 5 4 19 27:59 WM-Halbfinale 1991 und 2003; Olympia-Halbfinale 2004
WalesWales Wales 4 4 0 0 34:0
Total[40] 354 244 45 65 995:289

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ dfb.de: Laureus: DFB-Frauen mĂŒssen Brawn GP den Vortritt lassen
  2. ↑ Daniel Theweleit: MannschaftsportrĂ€t Deutschland. In: Dossier - Frauenfußball-WM 2007. Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, 10. September 2007, archiviert vom Original am 27. April 2011, abgerufen am 27. April 2011.
  3. ↑ Neue OsnabrĂŒcker Zeitung vom 25. Juni 2011, Sonderbeilge
  4. ↑ Eduard Hoffmann, JĂŒrgen Nendza: Geschichte des Frauenfußballs. In: Dossier - Frauenfußball-WM 2007. Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, 1. Mai 2006, archiviert vom Original am 27. April 2011, abgerufen am 27. April 2011.
  5. ↑ Eduard Hoffmann und JĂŒrgen Nendza: Verlacht, verboten und gefeiert – Zur Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland, Seite 48
  6. ↑ Hoffmann und Nendza, Seite 56
  7. ↑ FF Magazin Nr. 20, Seite 8
  8. ↑ dfb.de: Tore, Titel, TrĂ€ume – 25 Jahre Frauen-LĂ€nderspiele, Seite 6
  9. ↑ dfb.de: Spielbericht
  10. ↑ Frauen im Schiedsrichteramt: der DFB macht Fortschritte. In: de.fifa.com. Weltfußballverband FIFA, 7. Mai 2002, archiviert vom Original am 27. April 2011, abgerufen am 27. April 2011.
  11. ↑ dfb.de: Spielbericht
  12. ↑ dfb.de: Spielbericht
  13. ↑ a b Birgit Klasen, Heiko Klasen: Elf Freundinnen. Die Turbinen aus Potsdam. 1 Auflage. Das Neue Berlin, 2005, ISBN 978-3360012623, S. 171.
  14. ↑ Maik Großekathöfer, Michael Wulzinger: Ich habe Hass verspĂŒrt. In: Der Spiegel. Nr. 29, 2003, S. 160 (Interview mit Martina Voss, online).
  15. ↑ taz.de: Artikel Die Fintenweiber
  16. ↑ FF-Magazin Nr. 20, Seite 11
  17. ↑ dfb.de: Katjes erster Hauptsponsor der Frauen-Nationalmannschaft
  18. ↑ DFB.de: Frauen-Nationalmannschaft unterliegt Weltauswahl mit 2:3
  19. ↑ kicker.de: Prinz und Garefrekes ĂŒberragend
  20. ↑ DFB: Frauen - Nationalmannschaft, Trainerstab, Torwarttrainer Michael Fuchs
  21. ↑ womensoccer.de: DFB verlĂ€ngert Vertrag mit Neid bis 2013
  22. ↑ DFB.de: Ein Traum ohne Happy End
  23. ↑ FIFA.com: Karriereende: Prinz darf auf Abschiedsspiel hoffen
  24. ↑ FIFA.com: Neid schließt RĂŒcktritt nicht mehr aus
  25. ↑ DFB.de: Neid bleibt Trainerin der Frauen-Nationalmannschaft
  26. ↑ FIFA.com: Japan etabliert sich in der Spitzengruppe
  27. ↑ dfb.de: Neues Trikot fĂŒr die Weltmeisterinnen
  28. ↑ FIFA.com: FIFA Fussball-Weltmeisterschaft: erstes WM-Abzeichen an Italien
  29. ↑ FIFA.com: "Nerazzurri" erhalten FIFA Klub-WM-Abzeichen (Der letzte Satz im letzten Absatz betrifft die deutsche Nationalmannschaft der Frauen)
  30. ↑ Das Badge ist auch auf kommerziell erhĂ€ltlichen Trikots vorhanden. [1]
  31. ↑ dfb.de: Hauptpartner Frauen-Nationalmannschaften Allianz
  32. ↑ dfb.de: Okoyino da Mbabi und Marozsan kehren zurĂŒck
  33. ↑ dfb.de: Frauen-Nationalmannschaft - Das Team
  34. ↑ dfb.de: Rekordspielerinnen
  35. ↑ dfb.de: RekordtorschĂŒtzinnen
  36. ↑ dfb.de: Spielbericht
  37. ↑ dfb.de: Spielbericht
  38. ↑ dfb.de: RekordtorschĂŒtzinnen
  39. ↑ Algarve Cup 2010: Deutschland - USA
  40. ↑ dfb.de: Spielbilanz

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen WörterbĂŒchern nach:

  • Deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen/Europameisterschaften — Der Artikel beinhaltet eine ausfĂŒhrliche Darstellung der deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen bei Europameisterschaften: Inhaltsverzeichnis 1 Die Nationalmannschaft bei Europameisterschaften 1.1 Übersicht 2 Die Turniere 
   Deutsch Wikipedia

  • Deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen/Weltmeisterschaften — Der Artikel beinhaltet eine ausfĂŒhrliche Darstellung der deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen bei Weltmeisterschaften: Inhaltsverzeichnis 1 Die Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften 1.1 Übersicht 1.2 Statistik 2 
   Deutsch Wikipedia

  • Deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen/Olympische Spiele — Der Artikel beinhaltet eine ausfĂŒhrliche Darstellung der deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen bei den Olympischen Sommerspielen: Inhaltsverzeichnis 1 Die Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 1.1 Übersicht 2 Die Turniere 
   Deutsch Wikipedia

  • Deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen/Statistik — Diese Seite fasst verschiedene Statistiken der Deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen zusammen. Noch in der Nationalmannschaft aktive Spielerinnen sind fett gedruckt. Inhaltsverzeichnis 1 Alter der Spielerinnen 1.1 Spielerinnen, die in… 
   Deutsch Wikipedia

  • Deutsche Fussballnationalmannschaft der Frauen — Deutschland Bundesrepublik Deutschland Verband Deutscher Fußball Bund Konföderation UEFA Technischer Sponsor adidas Trainer Silvia 
   Deutsch Wikipedia

  • Fußballnationalmannschaft der Frauen von Trinidad und Tobago — Republik Trinidad und Tobago Republic of Trinidad and Tobago Spitzname(n) The Soca Warriors Verband Trinidad and Tobago Football Federation Konföderation CONCACAF Technischer Sponsor adidas 
   Deutsch Wikipedia

  • Schweizer Fußballnationalmannschaft der Frauen — Schweiz Schweizerische Eidgenossenschaft [deutsch) Confederation Suisse (französisch) Confederazione Svizzera (italienisch) Spitzname(n) „Nati“ Verband Schweizerischer Fussballverband Konföderation UEFA 
   Deutsch Wikipedia

  • Norwegische Fußballnationalmannschaft der Frauen — Königreich Norwegen Kongeriket Norge Spitzname(n) Gresshoppene Verband Norges Fotballforbund Konföderation UEFA Technischer Sponsor UMB 
   Deutsch Wikipedia

  • Nordkoreanische Fußballnationalmannschaft der Frauen — Nordkorea ìĄ°ì„ ëŻŒìŁŒìŁŒì˜ìžëŻŒêł”í™”ê”­ (ChosƏn MinjujuĆ­i Inmin Konghwaguk) Verband DPR Korea Football Association Konföderation AFC Trainer Kim Kwang min KapitĂ€n 
   Deutsch Wikipedia

  • Iranische Fußballnationalmannschaft der Frauen — Iran ŰȘیم ملی فوŰȘŰšŰ§Ù„ Ű§ÛŒŰ±Ű§Ù† Spitzname(n) Team Melli Zanan ( The Ladies National Team ) Verband I.R.I.F.F. Konföderation 
   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link

 Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.