Deutsche Gesellschaft für Mykologie


Deutsche Gesellschaft für Mykologie

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) e.V. ist ein als gemeinnützig anerkannter Verein. Die DGfM versteht sich als Interessenvertreter aller Mykologen, Pilzfreunde und Naturschützer. Sie unterstützt die Erforschung der verwandtschaftlichen und ökologischen Zusammenhänge bei Pilzen und vertritt den Natur- und Biotopschutz. Sie fördert den nationalen und internationalen Wissensaustausch durch die Herausgabe der deutschsprachigen Zeitschrift für Mykologie und des englischsprachigen Journals Mycological Progress. Die DGfM bildet Pilzsachverständige aus und fühlt sich verantwortlich für die Ausbildung zum Fachberater für Mykologie.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie wurde im Jahre 1921 als „Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde“ (DGfP) gegründet zur Förderung der wissenschaftlichen Pilzforschung, der Pilzkenntnis und der Pilzberatung. Der zunächst an den Universitäten Freiburg und Würzburg, später an der Universität Berlin lehrende Professor für Pflanzenphysiologie, Karl Johannes Kniep, übernahm die Leitung der Gesellschaft. Gleichzeitig wurde die „Zeitschrift für Pilzkunde“ ins Leben gerufen. Im Jahre 1977 änderte die Gesellschaft ihren Namen; sie nennt sich seither „Deutsche Gesellschaft für Mykologie“. Die Bezeichnung des gesellschaftseigenen Publikationsorganes änderte sich entsprechend zu „Zeitschrift für Mykologie“. Mit Beginn des Jahres 2002 gibt die DGfM das englischsprachige mykologische Journal „Mycological Progress“ heraus.

Vernetzung

Die Gesellschaft ist Mitglied im Deutschen Nationalkomitee Biologie (DNK), das die Interessen der Biowissenschaftler in den internationalen Organisationen vertritt.

Sonstiges

Seit 1981 ist die DGfM verantwortlich für die Aus- und Fortbildung von Pilzsachverständigen, früher Pilzberater genannt. Sie etablierte ein einheitliches Ausbildungssystem, das nach 1990 auf ganz Deutschland ausgedehnt wurde. Es gibt derzeit rund 700 geprüfte Pilzsachverständige, die beispielsweise jedermann bezüglich Essbarkeit und Giftwirkung von Pilzen und ihrer Rolle für Mensch und Umwelt beraten, Vorträge halten oder Exkursionen leiten.

Seit 1994 wählt die Deutsche Gesellschaft für Mykologie jährlich einen Pilz des Jahres.

Siehe auch

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