Deutscher Gewerkschaftsbund

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Deutscher Gewerkschaftsbund
Deutscher Gewerkschaftsbund
(DGB)
DGB.svg
Zweck: Gewerkschaftsbund
Vorsitz: Michael Sommer
Gr√ľndungsdatum: 12. Oktober 1949
Mitgliederzahl: 8 Gewerkschaften
Sitz: Berlin
Website: http://www.dgb.de

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ist die gr√∂√üte Dachorganisation von Einzelgewerkschaften. Ihm geh√∂ren acht Mitgliedsgewerkschaften mit √ľber sechs Millionen Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern in der Bundesrepublik Deutschland an. Diese decken alle Branchen und Wirtschaftsbereiche ab. Es gibt jedoch auch Gewerkschaften, die nicht zum DGB geh√∂ren (siehe Liste von Gewerkschaften in Deutschland). Der Vorstand des DGB hat seinen Sitz in Berlin.

Der DGB versteht sich als Stimme der Gewerkschaften und Arbeitnehmer gegen√ľber politischen Entscheidungstr√§gern und Verb√§nden in Bund, L√§ndern und Gemeinden und koordiniert die gewerkschaftlichen Aktivit√§ten. Er ist von Anfang an dem Prinzip der Einheitsgewerkschaft verpflichtet.

Der DGB arbeitet auf internationaler Ebene im Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB) und im Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) mit und vertritt die deutsche Gewerkschaftsbewegung bei internationalen Institutionen wie der EU und der UNO.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gedenktafel zur Gr√ľndung des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Deutschen Museum

Der DGB wurde am 12. Oktober 1949 in M√ľnchen gegr√ľndet. Damals verabschiedete der Bundeskongress der Gewerkschaften die "Satzung des DGB", die zwischenzeitlich mehrmals ge√§ndert bzw. neu gefasst wurde.[1] Demnach ist der DGB eine "Vereinigung von Gewerkschaften" mit Sitz in Berlin.

Vorläufer des DGB war der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB). In der DDR gab es den Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB), welcher jedoch nicht mit dem DGB vergleichbar ist. Von 1919 bis 1933 nannte sich der Dachverband der Christlichen Gewerkschaften (und Anfangs auch der liberalen) DGB (heute CGB).

Bundeskongresse, Grundsatz- und Aktionsprogramme[2]

  • 12.-14. Oktober 1949 Der Gr√ľndungskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) f√ľr die Bundesrepublik Deutschland in M√ľnchen w√§hlt Hans B√∂ckler zum ersten Vorsitzenden. Die weltanschauliche Spaltung in Richtungsgewerkschaften wird durch die Einheitsgewerkschaft √ľberwunden. Das "Parlament der Arbeit", so die Bezeichnung und das Selbstverst√§ndnis dieses und der sp√§teren DGB-Kongresse, beschlie√üt wirtschafts- und sozialpolitische Leits√§tze mit den Forderungen nach Sozialisierung der Schl√ľsselindustrien, Wirtschaftsplanung und Mitbestimmung
  • 16. Februar 1951 Hans B√∂ckler stirbt. Nach seinem Tod wird Christian Fette vom au√üerordentlichen DGB-Kongress in Essen im Juni zum DGB-Vorsitzenden gew√§hlt.
  • 13.-17. Oktober 1952 Der 2. ordentliche DGB-Bundeskongress w√§hlt Walter Freitag, bisher Vorsitzender der IG Metall, zum DGB-Vorsitzenden.
  • 1. Mai 1955 Im Aktionsprogramm des DGB wird die vierzigst√ľndige F√ľnf-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich gefordert.
  • 1.-6. Oktober 1956 Der 4. ordentliche Bundeskongress des DGB w√§hlt Willi Richter zum Vorsitzenden.
  • 22.-27. Oktober 1962 Der 6. ordentliche DGB-Bundeskongress in Hannover w√§hlt Ludwig Rosenberg zum DGB-Vorsitzenden. Inhaltlich erfolgte die Ablehnung der Notstandsgesetze, eine Entschlie√üung f√ľr Selbstbestimmung und Wiedervereinigung und gegen Verletzung der Menschenrechte durch die DDR. Zudem wird gleicher Lohn f√ľr Frauenarbeit gefordert. Im zweiten beamtenpolitischen Programm fordert der DGB die Anpassung der Beamtengesetzgebung an moderne Gegebenheiten.
  • 21.-22. November 1963 Der DGB beschlie√üt auf seinem au√üerordentlichen Kongress in D√ľsseldorf ein neues Grundsatzprogramm, das die Sozialisierungsforderungen des M√ľnchener Programms von 1949 abschw√§cht, aber nicht aufgibt.
  • 23. M√§rz 1965 Das Aktionsprogramm des DGB fordert unter anderem k√ľrzere Arbeitszeit, ein 13. Monatsgehalt und vier Wochen Mindesturlaub.
  • 21. Mai 1969 Der 8. DGB-Kongress in M√ľnchen w√§hlt Heinz Oskar Vetter zum neuen DGB-Vorsitzenden.
  • 25.-30. Juni 1972 Der 9. Kongress in Berlin verabschiedet ein Aktionsprogramm. "Forderung Nr. 1" ist die Mitbestimmung.
  • Juni 1979 In einem Aktionsprogramm fordert der DGB die Sicherung und Schaffung von Arbeitspl√§tzen.
  • 12.-14. M√§rz 1981 Der au√üerordentliche Bundeskongress des DGB verabschiedet in D√ľsseldorf ein neues Grundsatzprogramm, das die Forderungen des Programms von 1963 vor allem in der Friedens- und der Umweltpolitik erg√§nzt.
  • Oktober 1988 Der DGB beschlie√üt ein Aktionsprogramm f√ľr Besch√§ftigungspolitik und Vollbesch√§ftigung.
  • 20.-26. Mai 1990 Der 14. ordentliche DGB-Bundeskongress in Hamburg w√§hlt Heinz-Werner Meyer, den Vorsitzenden der IG Bergbau und Energie, zum Nachfolger Ernst Breits im Amt des DGB-Bundesvorsitzenden.
  • 13.-17. Juni 1994 Der 15. ordentliche Bundeskongress des DGB w√§hlt Dieter Schulte nach dem Tod Heinz-Werner Meyers zum Vorsitzenden.
  • 12. Juli 1995 DGB-Programm zur F√∂rderung der beruflichen Bildung. Allen Jugendlichen soll eine berufliche Ausbildung erm√∂glicht werden.
  • 13.-16. November 1996 Der DGB beschlie√üt auf seinem au√üerordentlichen Bundeskongress in Dresden ein neues Grundsatzprogramm, das die sozial regulierte Marktwirtschaft zum Ziel erkl√§rt[3] (s.u.).
  • 5. M√§rz 1997 Der DGB beschlie√üt das Aktionsprogramm "F√ľr Arbeit und soziale Gerechtigkeit"[4] (s.u.).
  • 27.-31. Mai 2002 Der 17. Ordentliche Bundeskongress des DGB w√§hlt Michael Sommer zum Nachfolger von Dieter Schulte.
  • 22.-26. Mai 2006 18. Ordentlicher Bundeskongress des DGB, Berlin - "Die W√ľrde des Menschen ist unser Ma√üstab"[5] (s.u.)

Am 14./15. Mai 2009 veranstaltete der DGB einen "Kapitalismuskongress"[6], in dem er sich mit der aktuellen Weltwirtschaftskrise auseinandersetzte.

Der 19. Ordentliche Bundeskongress des DGB fand vom 16. bis 20. Mai 2010 in Berlin statt[7].

Fusionen von Mitgliedsgewerkschaften

Bei Gr√ľndung des DGB 1949 hatte dieser insgesamt 16 Mitgliedsgewerkschaften. 1972 geh√∂rten dem DGB 6,98 Millionen Mitglieder an.

1978 schloss sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) als 17. Gewerkschaft dem DGB an. 1989 fusionierte die IG Kunst, Kultur und Medien mit der IG Druck und Papier, so dass sich die Mitgliederzahl wieder auf 16 reduzierte. 1996 fusionierten die IG Bau-Steine-Erden und die Gewerkschaft Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft zur IG Bauen-Agrar-Umwelt (BAU), so dass es 15 Mitglieder waren. 1997 fusionierten die IG Bergbau und Energie (IG BE), die IG Chemie, Papier, Keramik (IG Chemie) und die Gewerkschaft Leder zur IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), damit waren es noch 13 Mitglieder. Zwischen 1998 und 2000 gingen die Gewerkschaft Holz und Kunststoff und die Gewerkschaft Textil-Bekleidung in der IG Metall auf. Somit gab es noch elf Mitglieder, und 2001 fusionierten vier Mitgliedsgewerkschaften des DGB unter Einbeziehung der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG), die nicht Mitglied im DGB war, zur neuen Gewerkschaft ver.di. Somit gibt es seit März 2001 nur noch acht Mitgliedsgewerkschaften im DGB. Am 30. November vereinigten sich Transnet und die GDBA (die aber kein Mitglied des DGB war) zur Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Die Zahl der Mitgliedsgewerkschaften blieb somit konstant.

Nachdem die Mitgliedszahlen der im DGB vertretenen Gewerkschaften nach der Wiedervereinigung 1990 von fast 7,94 Mio. sprunghaft auf √ľber 11,8 Mio. gestiegen waren, ist seit 1991 ein kontinuierlicher Abw√§rtstrend zu beobachten. Ende 2010 z√§hlte der DGB nur noch 6,19 Millionen Mitglieder (Stichtag 31. Dezember 2010).[8] Dies ist der tiefste Stand seit 1956.[9] Eine Mitgliederst√§rke von unter 6,2 Millionen Mitgliedern hatte der DGB zuletzt lediglich in seiner Anfangsphase von 1950 bis 1957. Damals stieg die Anzahl der Mitglieder nach der Gr√ľndung langsam von 5,4 auf 6,2 Millionen an.

Das Grundsatzprogramm von 1996

Das auf dem 5. au√üerordentlichen Bundeskongress am 13.-16.November 1996 in Dresden beschlossene Grundsatzprogramm ist √ľberschrieben mit "Die Zukunft gestalten" und gliedert sich in die folgenden Kapitel und Abschnitte[3]:

  • Unsere Zukunft ‚Äď Aufforderung zur Mitarbeit
  • I. Zukunft der Arbeit
1. Arbeit schaffen und Arbeit teilen
2. Wandel der Arbeit
3. Wir wollen die Arbeit der Zukunft gestalten
4. Gestalten durch rechtliche Absicherung und Tarifvertrag
5. Beteiligung und Mitbestimmung ausbauen
  • II. Gestaltung der √Ėkonomie
1. Vollbeschäftigung verwirklichen
2. √Ėkologisch wachsen und umsteuern
3. Mehr soziale Gerechtigkeit verwirklichen
4. Gleichwertige Lebensbedingungen in den Regionen schaffen
5. Markt und Staat, Mitbestimmung und Gestaltung
6. F√ľr eine gerechte Weltwirtschaftsordnung
  • III. Den Sozialstaat durch Reformen sichern
1. √Ėffentliche Dienste und Lebensqualit√§t geh√∂ren zusammen
2. Das soziale Sicherungssystem durch Reformen festigen und erneuern
  • IV.Anforderungen an unsere demokratische Gesellschaft
1. Politische Freiheitsrechte erweitern
2. Menschenrechte, Frieden und Abr√ľstung
3. Kulturelle Vielfalt und demokratische Medien fördern
4. Bildung ist der Schl√ľssel zur Zukunft
  • V. Die Zukunft der Gewerkschaften
1. Vielfalt in der Einheit verwirklichen
2. Kompetenz und Beteiligung ausbauen
3. Organisationskultur erneuern
4. Die Zukunft gewerkschaftlicher Interessenvertretung in Europa

Das Aktionsprogramm von 1997

Das am 5. M√§rz 1997 beschlossene Aktionsprogramm ist √ľberschrieben mit "F√ľr Arbeit und soziale Gerechtigkeit" und gliedert sich in die folgenden Kapitel und Abschnitte[4]:

  • I. ARBEIT SCHAFFEN - ARBEIT TEILEN
1. Soziale und ökologische Reformen durchsetzen
2. Arbeitszeit verk√ľrzen und mehr Zeitsouver√§nit√§t schaffen
3. Aus - und Weiterbildung sichern und modernisieren
4. √Ėffentlich gef√∂rderte Besch√§ftigung durch aktive
  • II. SOZIALE GERECHTIGKEIT HERSTELLEN
5. Soziale Sicherungssysteme stabilisieren - gesetzliche Lohnnebenkosten senken
6. Die Alterssicherung reformieren
7. Eine sozial gerechte Steuerreform verwirklichen
  • III. TARIFAUTONOMIE VERTEIDIGEN - ARBEITNEHMERRECHTE ST√ĄRKEN
8. Flächentarifverträge erhalten und reformieren
9. Arbeitnehmerrechte sichern und stärken
  • IV. DIE EUROP√ĄISCHE EINHEIT SOZIAL GESTALTEN
  • V. Unser Weg

18. Ordentlicher Bundeskongress 22.-26. Mai 2006

Der 18. Ordentliche Bundeskongress des DGB fand vom 22. bis 26. Mai 2006 in Berlin statt. Er wählte

  • als Vorsitzenden Michael Sommer (mit 298 von 380 abgegebenen Stimmen)
  • als Stellvertretende Vorsitzende Ingrid Sehrbrock (mit 212 von 373 abgegebenen Stimmen)
  • als weitere Mitglieder des Gesch√§ftsf√ľhrenden Bundesvorstands:
- Annelie Buntenbach (309 Stimmen, abgegeben: 384)
- Dietmar Hexel (273 Stimmen, abgegeben: 384)
- Claus Matecki (zweiter Wahlgang: 218 Stimmen, abgegeben: 348)[10]

Der Kongress verabschiedete 137 Antr√§ge zur DGB-Satzung sowie zu gesellschafts- und gewerkschaftspolitischen Themen[11], darunter den "Leitantrag 1" des Bundesvorstands "Die W√ľrde des Menschen ist unser Ma√üstab"[12]. Darin hei√üt es u.a.:

"Die W√ľrde des Menschen ist untrennbar verkn√ľpft mit den M√∂glichkeiten des Einzelnen, als selbst√§ndiges Individuum am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teil zu haben. Ohne soziale Gerechtigkeit allerdings gibt es weder Freiheit noch W√ľrde. W√ľrde und Freiheit stellen jedoch in unserer Gesellschaft keine selbstverst√§ndlichen G√ľter mehr dar. Sie werden von einer zunehmenden wirtschaftlichen Deregulierung und Flexibilisierung bedroht.
Die Offenheit der M√§rkte und die Geschwindigkeit von Transaktionsprozessen erlaubt es internationalen Konzernen und Finanzinstituten frei von demokratischer Kontrolle Entscheidungen zu treffen, die f√ľr Volkswirtschaften, einzelne Unternehmen und Besch√§ftigte folgenschwer sind. Diese weltweite Entfesselung der M√§rkte √ľbt auf die Sozialstaaten und damit auf deren Sozialstandards einen enormen Wettbewerbsdruck aus.
...
Soziale Gerechtigkeit als Voraussetzung f√ľr ein Leben in W√ľrde und als Leitidee einer sozialstaatlich verfassten Demokratie bedeutet daher gegenw√§rtig und zuk√ľnftig,
  • die Anerkennung des Anspruchs von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf gerechte Teilhabe an der Erarbeitung und der Verteilung des Wohlstands sowie ihrer Erwartungen an Selbst- und Mitbestimmung in Arbeitswelt und Gesellschaft;
  • den sozialen Schutz im Alter, vor Krankheit und vor Arbeitslosigkeit, damit die Menschen bei diesen existenziellen Risiken weiterhin im gesellschaftlichen Leben integriert bleiben und nicht ins soziale Abseits rutschen;
  • allen Menschen unabh√§ngig von Status, Ausbildung und Einkommen der Eltern den Zugang zu Bildung und Ausbildung zu erm√∂glichen und lebensbegleitendes Lernen zu f√∂rdern. So k√∂nnen unabh√§ngig von Status, Ausbildung und Einkommen der Eltern gesellschaftliche und soziale Gestaltungsm√∂glichkeiten genutzt werden;
  • durch eine gute Bildung den Einzelnen zu bef√§higen, den Wandel von Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Gesellschaft mitzugestalten;
  • Menschen unabh√§ngig von Alter, Geschlecht, sozialer Herkunft oder kulturellem Hintergrund die M√∂glichkeiten zur gesellschaftlichen Integration zu geben und vor sozialer Ausgrenzung zu bewahren;
  • durch Aufrechterhaltung der Inneren Sicherheit den sozialen Frieden zu gew√§hrleisten.
Die deutschen Gewerkschaften treten f√ľr diese umfassende Gerechtigkeitsidee ein."

Vorsitzende des DGB

Alle Vorsitzenden waren und sind Mitglied der SPD.

Organisation

Mitglieder in den DGB-Gewerkschaften 2010[13]
Gewerkschaft M√§nnlich Weiblich Insgesamt in v. H.
Gesamt in v. H. Gesamt in v. H.
IG Bauen-Agrar-Umwelt 0000000000248296.0000000000248.296 0000000000000078.900000000078,9 00000000000066272.000000000066.272 0000000000000021.100000000021,1 0000000000314568.0000000000314.568 00000000000000005.10000000005,1
IG Bergbau, Chemie, Energie 0000000000541799.0000000000541.799 0000000000000080.200000000080,2 0000000000133807.0000000000133.807 0000000000000019.800000000019,8 0000000000675606.0000000000675.606 0000000000000010.900000000010,9
Gew. Erziehung und Wissenschaft 00000000000077968.000000000077.968 0000000000000030.000000000030,0 0000000000182329.0000000000182.329 0000000000000070.000000000070,0 0000000000260297.0000000000260.297 00000000000000004.20000000004,2
IG Metall 000000001842755.00000000001.842.755 0000000000000082.300000000082,3 0000000000396833.0000000000396.833 0Expression-Fehler: Unerwarteter Operator /Expression-Fehler: Unerwarteter Operator /17,7 2.239.588 0000000000000036.200000000036,2
Gew. Nahrung-Genuss-Gaststätten 0000000000122255.0000000000122.255 0000000000000059.400000000059,4 00000000000083391.000000000083.391 0000000000000040.600000000040,6 0000000000205646.0000000000205.646 00000000000000003.30000000003,3
Gew. der Polizei 0000000000132516.0000000000132.516 0000000000000077.700000000077,7 00000000000038091.000000000038.091 0000000000000022.300000000022,3 0000000000170607.0000000000170.607 00000000000000002.80000000002,8
EVG1) 0000000000183713.0000000000183.713 0000000000000079.000000000079,0 00000000000048772.000000000048.772 0000000000000021.000000000021,0 0000000000232485.0000000000232.485 00000000000000003.80000000003,8
ver.di 000000001035901.00000000001.035.901 0000000000000049.500000000049,5 000000001058554.00000000001.058.554 0000000000000050.500000000050,5 000000002094455.00000000002.094.455 0000000000000033.800000000033,8
DGB-Gesamt 000000004185203.00000000004.185.203 0000000000000067.600000000067,6 000000002008049.00000000002.008.049 0000000000000032.400000000032,4 000000006193252.00000000006.193.252 000000000000100.0000000000100,0
1) Die EVG entstand am 30. November 2010 aus den Gewerkschaften TRANSNET und GDBA. F√ľr die TRANSNET alleine liegen keine Abschlusszahlen zum 31. Dezemeber 2010 vor.

Mitgliedsgewerkschaften des DGB mit ihren Sitzen

Organe des DGB

Die Organe des DGB sind:

  • Bundeskongress
  • Bundesausschuss
  • Bundesvorstand
  • Revisionskommission

Das höchste Organ ist der Bundeskongress, welcher alle vier Jahre tagt. Zwischen den Bundeskongressen nimmt der Bundesausschuss die Aufgaben wahr.

H√∂chster Repr√§sentant des DGB ist der Vorsitzende als Leiter eines mehrk√∂pfigen "Vorstands". Der gesch√§ftsf√ľhrende Bundesvorstand besteht aus Michael Sommer (Vorsitzender), Ingrid Sehrbrock (stellvertretende Vorsitzende), Annelie Buntenbach, Dietmar Hexel und Claus Matecki. Die Revisionskommission besteht aus drei Mitgliedern. Sie √ľberwacht u. a. die Kassenf√ľhrung und die Jahresabrechnung des Bundes und berichtet hier√ľber dem Bundeskongress bzw. Bundesausschuss.

Bezirke und Regionen

Bezirke des DGB

Der DGB ist in 9 Bezirke[14] und 66 Regionen[15] gegliedert. Die Bezirke dienen auf Landesebene zur Lobbyarbeit, die Regionen sind der kommunale Ansprechpartner.

Die 9 Bezirke sind:

  • Nord (Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern)
  • Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt
  • Berlin-Brandenburg
  • Nordrhein-Westfalen
  • Hessen-Th√ľringen
  • Sachsen
  • West (Rheinland-Pfalz, Saarland)
  • Baden-W√ľrttemberg
  • Bayern

DGB-Jugend

Die DGB-Jugend ist die Jugendorganisation des DGB.

Gewerkschaftspresse

Die Gewerkschaftlichen Monatshefte waren von 1950 bis 2004 das theoretische Diskussionsorgan des DGB.[16] Seit dem 14. Dezember gibt der DGB das Online-Magazin Gegenblende heraus. Gegenblende ist der Nachfolger des DGB Debattenblog "Diskurs".[17]

Daneben wurde unter anderem die gewerkschaftseigene Wochenzeitung Welt der Arbeit herausgegeben, die bereits 1988 eingestellt werden musste. Neben einer naturgem√§√ü zu geringen Auflagenh√∂he bei allen Zeitungen im Gewerkschaftsbesitz hatten diese Anfang der 1950er Jahre das einmalige Angebot ausgeschlagen, die renommierte Tageszeitung Die Welt f√ľr 400.000 DM der britischen Besatzungsmacht abzukaufen - der Zuschlag ging daraufhin an den Axel Springer Verlag[18].

Die IG-Metaller bilden die größte Gruppe der DGB-Jugend

Der DGB gibt u.a. den Newsletter einblick heraus.

Weitere Aktivitäten

Siehe auch

Literatur

Standardpublikationen zum DGB:

  • Quellen zur Geschichte der Deutschen der deutschen Gewerkschaftsbewegung im 20. Jahrhundert. K√∂ln
  • Hans-Otto Hemmer/Kurt-Thomas Schmitz (Hrsg.): Geschichte der Gewerkschaften in der Bundesrepublik Deutschland. Von den Anf√§ngen bis heute. Bund-Verlag, K√∂ln 1990.
  • Schneider, Michael: Kleine Geschichte der Gewerkschaften. Ihre Entwicklung in Deutschland von den Anf√§ngen bis heute. Bonn 2000.
  • Sch√∂nhoven, Klaus: Die deutschen Gewerkschaften. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1987.
  • Pirker, Theo: Die blinde Macht. Die Gewerkschaftsbewegung in Westdeutschland. Zwei B√§nde. Berlin 1960

Aktuelle wissenschaftliche Publikationen:

  • Ulrich Borsdorf/Karl Lauschke: Hans B√∂ckler. Zwei B√§nde. Klartext, Essen 2005.
  • Walther M√ľller-Jentsch: Gewerkschaften und Soziale Marktwirtschaft seit 1945. Reclam, Stuttgart 2011
  • Schroeder, Wolfgang. Bernhard We√üels: Die Gewerkschaften in Politik und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Ein Handbuch. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2003.

Sonstige:

Weblinks

 Commons: Deutscher Gewerkschaftsbund ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. ‚ÜĎ Satzung des DGB
  2. ‚ÜĎ Chronologische √úbersicht auf der web-Seite des DGB
  3. ‚ÜĎ a b Grundsatzprogramm des DGB (1996)
  4. ‚ÜĎ a b Aktionsprogramm des DGB 1997
  5. ‚ÜĎ 18. Ordentlicher DGB-Bundeskongress - Mai 2006
  6. ‚ÜĎ Startseite mit Materialien zum "DGB-Kapitalismuskongress"
  7. ‚ÜĎ Informationen zum Parlament der Arbeit - 19. Ordentlicher Bundeskongress
  8. ‚ÜĎ http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/mitgliederzahlen
  9. ‚ÜĎ http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/mitgliederzahlen/1950-1993
  10. ‚ÜĎ Tagesprotokoll 23. Mai 2006 des 18. Bundeskongresses
  11. ‚ÜĎ Beschlossene Antr√§ge der 18. Bundeskongresses
  12. ‚ÜĎ Antr√§ge im Bereich "B: Gewerkschaftliche Leitorientierung"
  13. ‚ÜĎ DGB-Mitgliederzahlen f√ľr 2010
  14. ‚ÜĎ Die Bezirke und Landesvorstandsb√ľros des DGB
  15. ‚ÜĎ Die Regionen des DGB
  16. ‚ÜĎ Online-Edition der Gewerkschaftlichen Monatshefte
  17. ‚ÜĎ Gegenblende ist online!
  18. ‚ÜĎ Thomas Kr√∂ter: Sperrm√ľll oder Gegenmacht? Subjektive Anmerkungen zu Zustand und Perspektiven der Gewerkschaftspresse, in: Gewerkschaftliche Monatshefte 3/86, S. 172-180

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  • Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund ‚ÄĒ Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB) wurde auf dem ersten Nachkriegskongress der Freien Gewerkschaften am 5. Juli 1919[1] in N√ľrnberg als neuer Dachverband und organisatorischer Nachfolger der Generalkommission der Gewerkschaften… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Freier Deutscher Gewerkschaftsbund ‚ÄĒ FDGB * * * Freier Deutscher Gewerkschaftsbund, ¬† Abk√ľrzung FDGB, 1945 entstandene Einheitsgewerkschaft in der SBZ/DDR, die 15 Industrie u. a. Gewerkschaften umfasste; war seit 1949 Mitglied des Weltgewerkschaftsbundes; Aufgaben: die Arbeitnehmer… ‚Ķ   Universal-Lexikon

  • Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund ‚ÄĒ Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund, ¬† Abk√ľrzung ADGB, 1919 33 Spitzenorganisation der freien Gewerkschaften in Deutschland; als einflussreicher Dachverband auf dem 10. Kongress der Gewerkschaften Deutschlands (30. 6. 5. 7. 1919) in N√ľrnberg… ‚Ķ   Universal-Lexikon


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