Direkt-Positiv-Verfahren

Als Direktpositiv-Verfahren bezeichnete man in der Frühzeit der Fotografie Verfahren, bei denen ein Negativ erzeugt wird, das als Unikat genutzt wird. Die positive Bildwirkung wird durch Aufbringung des Negativs auf einen dunklen Hintergrund erzielt. Das Negativ erscheint aufgrund des Dunkelfeldprinzips vor einem dunklen Hintergrund als Positiv.

Auch einige heutige Verfahren wie das Ilfochrome Classic werden als Direktpositiv-Verfahren bezeichnet; sie dienen dem Anfertigen von Abzügen von Diapositiven und Aufsichtsvorlagen; dabei wird mit speziellem Fotomaterial ein positives Abbild der Vorlage erzeugt.

Verfahren

Die Direktpositiv-Verfahren der Kollodium-Periode (etwa zwischen 1850 und den 1930er Jahren) "bilden [...] gewissermaßen die Brücke von der Daguerreotypie zum Papierbild" (Baatz). Das erste Direktpositiv-Verfahren wurde bereits 1840 von Hippolyte Bayard beschrieben.

Die heutigen Direktpositiv-Verfahren basieren beispielsweise auf dem Silberfarbbleichverfahren (Ilfochrome Classic). Alle derartigen Verfahren nutzen – im Gegensatz zu fotografischen Reproduktionstechniken wie Fotopolymerisation, Fotochromie oder Diazotypie – silberhaltige Materialien.

Varianten

Die wichtigsten klassischen Disktpositiv-Verfahren sind:

Siehe auch


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Verfahren der konjugierten Gradienten — Ein Vergleich des einfachen Gradientenverfahren mit optimaler Schrittlänge (in grün) mit dem CG Verfahren (in rot) für die Minimierung der quadratischen Form eines gegebenen linearen Gleichungssystems. CG konvergiert nach 2 Schritten, die Größe… …   Deutsch Wikipedia

  • Direkt-Positivverfahren — Als Direktpositiv Verfahren bezeichnete man in der Frühzeit der Fotografie Verfahren, bei denen ein Negativ erzeugt wird, das als Unikat genutzt wird. Die positive Bildwirkung wird durch Aufbringung des Negativs auf einen dunklen Hintergrund… …   Deutsch Wikipedia

  • Technicolor (Verfahren) — Technicolor ist ein Farbfilm Verfahren, das als erstes als technisch befriedigend und rentabel galt. Mit der Bezeichnung Technicolor wurden verschiedene Aufnahme und Wiedergabe Verfahren entwickelt. Weltweit am bekanntesten wurde der Prozess 4,… …   Deutsch Wikipedia

  • Abdeckschablonen-Verfahren — Der Siebdruck, früher auch als „Serigrafie“ bezeichnet, ist ein Druckverfahren, bei dem die Druckfarbe mit einem wischerähnlichen Werkzeug, dem Gummirakel, durch ein feinmaschiges textiles Gewebe hindurch auf das zu bedruckende Material gedrückt… …   Deutsch Wikipedia

  • Auswasch-Verfahren — Der Siebdruck, früher auch als „Serigrafie“ bezeichnet, ist ein Druckverfahren, bei dem die Druckfarbe mit einem wischerähnlichen Werkzeug, dem Gummirakel, durch ein feinmaschiges textiles Gewebe hindurch auf das zu bedruckende Material gedrückt… …   Deutsch Wikipedia

  • CG-Verfahren — Ein Vergleich des einfachen Gradientenverfahren mit optimaler Schrittlänge (in grün) mit dem CG Verfahren (in rot) für die Minimierung der quadratischen Form eines gegebenen linearen Gleichungssystems. CG konvergiert nach 2 Schritten, die Größe… …   Deutsch Wikipedia

  • Simplex-Verfahren — Das Simplex Verfahren läuft von einer Ecke eines LP Polyeders zur nächsten, bis keine Verbesserung mehr möglich ist. Das Simplex Verfahren (auch Simplex Algorithmus) ist ein Optimierungsverfahren der Numerik zur Lösung linearer… …   Deutsch Wikipedia

  • Cholesky-Verfahren — Die Cholesky Zerlegung (nach André Louis Cholesky (1875 1918)) bezeichnet in der numerischen Mathematik eine Zerlegung einer symmetrischen positiv definiten Matrix. Inhaltsverzeichnis 1 Einsatzbereiche 2 Formulierung und Anwendung 3 …   Deutsch Wikipedia

  • Quasi-Newton-Verfahren — sind eine Klasse von numerischen Verfahren zur Lösung nichtlinearer Minimierungsprobleme. Die Verfahren basieren auf dem Newton Verfahren, berechnen die Inverse der Hesse Matrix jedoch nicht direkt, sondern nähern sie lediglich an, um den… …   Deutsch Wikipedia

  • Glaser-Verfahren — Das Glaser Verfahren (synonym Glaserschema) ist ein Verfahren der Bauphysik, mit dem man ermittelt, ob und wo in einer Baukonstruktion Tauwasser anfällt. Das Glaser Verfahren ist nach seinem Erfinder Helmut Glaser benannt. Es wurde zu einer Zeit… …   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.