Divriği

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Divriği
Wappen fehlt
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Divriği (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Sivas
Koordinaten: 39° 22′ N, 38° 7′ O39.37222222222238.1166666666671250Koordinaten: 39° 22′ 20″ N, 38° 7′ 0″ O
Höhe: 1.250 m
Einwohner: 11.388[1] (2008)
Telefonvorwahl: (+90) 346
Postleitzahl: 58300
Kfz-Kennzeichen: 58
Struktur und Verwaltung (Stand: 2009)
Bürgermeister: Hakan Gök (CHP)
Webpräsenz:
Landkreis Divriği
Einwohner: 17.476[1] (2008)
Fläche: 2.724 km²
Bevölkerungsdichte: 6 Einwohner je km²
Kaymakam: Önder Bakan
Webpräsenz (Kaymakam):

Divriği (ehemals Tephrike) (kurdisch Dîvrîgî) ist eine Stadt in der türkischen Provinz Sivas in Zentralanatolien.

Divriği liegt am Fluss Çaltı Suyu, der in den Euphrat mündet. In der Stadt leben 11.388 Einwohner. Haupterwerbszweig ist der Eisenerz-Bergbau. Nachdem in den 1930er Jahren sehr ergiebige Magnetit-Vorkommen in der Nähe von Divriği erschlossen wurden, entwickelte sich die Stadt zum Zentrum der türkischen Eisenerzgewinnung. Divriği verfügt über einen Bahnhof an der Eisenbahn-Linie Sivas-Erzurum. Das Erz wird überwiegend nicht in Divriği weiterverarbeitet, sondern zur Verhüttung per Eisenbahn über 900 km an die Schwarzmeerküste transportiert. Zur Provinzhauptstadt Sivas, die ca. 130 km nordwestlich von Divriği liegt, führt eine Hauptstraße.

Divriği verfügt über ein einheitlich gewachsenes, historisches Stadtbild mit teils gut erhaltenen Baudenkmälern. Zum Weltkulturerbe gehören die zweischiffige Divriği-Moschee, deren Hauptportal wegen der außerordentlich reichhaltigen Steinmetzarbeiten auffällt, und das Gebäude des Krankenhauses Dâr-üş-şifâ (Haus der Heilung) aus dem Jahre 1228. Auf einem kleinen Berg oberhalb der Stadt befindet sich die Ruine einer Zitadelle aus dem 13. Jahrhundert.

Geschichte

Hauptportal der "Divriği-Moschee"

Über die Frühgeschichte Divriğis ist nicht allzu viel bekannt. Der Ort soll schon zur hethitschen Zeiten besiedelt worden sein.

63 v. Chr. besiegen die Römer unter Gnaeus Pompeius den letzten König von Pontus, Mithridates VI., in den Mithridatischen Kriegen und erobern Paphlagonien. Pompeius lässt als Erinnerung an den Krieg den Ort Nikopolis an der Stelle des heutigen Divriği erbauen. In altgriechischen Texten wird die Stadt Apbrike genannt. Nach der Teilung des römischen Imperiums steht die Stadt unter der Herrschaft der Oströmer bzw Byzantiner. Der Name Apbrike wird später zu Tephrike. Die Einwohner Tephrikes gehören überwiegend zur Glaubensrichtung der von Paul von Samosata vertretenen Lehre. Die Stadt Tephrike wird zu einem bedeutenden Ort im Konflikt zwischen den Byzantinern und den Sasaniden, denn sie liegt im Grenzgebiet zwischen beiden Mächten. So müssen die Byzantiner die Stadt von den Sasaniden zurückerobern, um nur wenig später einen Angriff der Araber, die im Zuge der islamischen Expansion um 650 in Anatolien einfallen, abzuwehren. Den arabischen Geographen war die Stadt unter dem Namen Aprik bekannt. Durch eine Burg auf dem Hügel oberhalb des Flusses Çaltı ist die Stadt zu jener Zeit von strategischer Bedeutung.

Um 843 wird das byzantinische Tephrike zur Zufluchtstätte und zum Zentrum des Paulikianertums. Die Paulikianer erklären Tephrike zu ihrer Hauptstadt und suchen Schutz beim Kalifen von Bagdad. Unter der Herrschaft der Paulikianer wird Tephrike zu einer Festung ausgebaut und löst sich von Byzanz. Von Tephrike aus führen die Paulikianer Feldzüge gegen die byzantinischen Kaiser. Sie gewinnen zeitweise die Oberhand in Zentralanatolien, bis Kaiser Basileios I. 872 das Heer der Paulikianer vernichtet und Tephrike zerstört. Nach 872 wird die Stadt wieder aufgebaut und gehört bis 1071 zum Byzantinischen Reich. Nach der Eroberung der Stadt durch die Seldschuken im Jahr 1071 gerät Tephrike unter türkische Herrschaft und wird seither Divriği genannt. Um 1200 wird Divriği Hauptstadt des Beyliks der Mengücek. 1252 belagern die Mongolen unter Hülegü die Stadt, die sie nach der Eroberung vollständig zerstören. Schon nach wenigen Jahren jedoch ist Divriği wieder aufgebaut und wird 1516 Teil des Osmanischen Reiches. Ab 1923 wurde Divriği Teil der Republik Türkei.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. a b Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 26. November 2009

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