Doctor Who

Seriendaten
Deutscher Titel Doctor Who
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Produktionsland Großbritannien
Originalsprache Englisch
Produktionsjahr(e) Klassische Serie: 1963–1989
Fernsehfilm: 1996
Neue Serie: 2005–
Länge 25 min: 1963–1984, 1986–1989
45 min: 1985, 2005–
Einzelne Folgen andere Minuten
Episoden Insgesamt 794+ in 32+ Staffeln,
Klassische Serie:
26 Staffeln, 696 Episoden,
6 Episoden erst später auf Video veröffentlicht
4 Fernsehsonderausstrahlungen
Fernsehfilm: 1 Episode
Neue Serie:
6+ Staffeln, 83+ Episoden,
4 Fernsehsonderausstrahlungen
Genre Science-Fiction, Drama
Titellied Ron Grainer, Murray Gold (Neue Serie)
Idee Sydney Newman
(Donald Wilson, Cecil Edwin Webber, Anthony Coburn, David Whitaker, Verity Lambert)
Erstausstrahlung 23. November 1963 auf BBC One
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
22. November 1989[1] auf RTL plus
Besetzung

Der Doktor

(Darsteller früherer Doktor-Inkarnationen)
Begleiter

(Frühere Begleiter)

Synchronisation
Matt Smith, seit 2010 der aktuelle (11.) Doktor, Dezember 2009.

Doctor Who ist eine britische Science-Fiction-Fernsehserie, die seit 1963 von der BBC produziert wird. Sie handelt von einem mysteriösen Zeitreisenden, der nur als ‚der Doktor‘ (im englischen Original the Doctor) bekannt ist. Er reist mit seinen Begleitern in einer Zeit-Raum-Maschine, der TARDIS, die von außen wie eine altmodische, britische Polizei-Notrufzelle aussieht. Der Doktor trifft dabei auf eine Vielfalt von Gegnern, hilft den Leuten denen er begegnet und rettet ganze Zivilisationen.

Die Serie lief zuerst von 1963 bis 1989 und wurde dann 2005 wiederbelebt. Die sechste Staffel der neuen Serie wird seit April 2011 von der BBC gesendet. Der Doktor wurde bis jetzt von elf Schauspielern verkörpert. Der Übergang von einem Schauspieler zum nächsten geschieht in der Serie durch die "Regeneration", durch die der Doktor einen neuen Körper und zu einem gewissen Teil auch eine neue Persönlichkeit annimmt.

Die Fernsehserie steht im Guinness-Buch der Rekorde als die am längsten laufende[2] und erfolgreichste Science-Fiction-Fernsehserie aller Zeiten bezüglich Einschaltquoten, DVD- und Buchverkäufen, iTunes-Zugriffen und illegaler Downloads.[3] Sie ist ein wichtiger Teil der britischen Popkultur,[4] gilt vor allem in Großbritannien als Kult-Fernsehserie und nahm Einfluss auf Generationen britischer Fernsehproduzenten, die mit Doctor Who aufwuchsen. Die Serie erhielt Preise sowohl von Kritikern als auch von den Zuschauern, einschließlich der BAFTA-Auszeichnung für die beste Drama-Serie 2006, und gewann seit 2005 fünfmal in Folge den National Television Award in der Kategorie Drama.[5] In einer Abstimmung über die 100 besten britischen Fernsehsendungen landete die Serie auf Platz drei.

Inhaltsverzeichnis

Veröffentlichung

Erstveröffentlichung

Doctor Who wurde zum ersten Mal am 23. November 1963 ausgestrahlt. Die erste Folge hieß An Unearthly Child und gehörte zu einer aus vier Teilen bestehenden Geschichte. Im Laufe der nächsten Jahre wurden bis 1989 insgesamt 700 Episoden der Serie in 26 Staffeln ausgestrahlt. Seit April 2005 werden auf BBC neue Staffeln gesendet, die auf den Ereignissen der klassischen Serie aufbauen. Bisher gibt es von der neuen Serie 74 Folgen in sechs Staffeln (inklusive Specials).

Zwischen 1989 und 2005 entstanden unzählige Bücher, Hörspiele sowie einige Sondersendungen und 1996 auch ein Fernsehfilm. Mit den seit 2005 laufenden neuen Folgen hält diese den Rekord, die am längsten laufende Science-Fiction-Serie der Welt zu sein.[6] Die Titelmusik zur Serie schrieb Ron Grainer. Der bekannteste Drehbuchautor der neuen Folgen ist Russell T Davies. Seit 2010 zeichnet Steven Moffat für die Serie verantwortlich[7], der in der Davies-Ära mit den Hugo-prämierten The Empty Child/The Doctor Dances,[8] Girl in the Fireplace[9] und 2008 für Blink[10] einige der besten Scripts beigetragen hatte.

Ein Großteil der Serienfolgen ist auf VHS und DVD in Großbritannien erhältlich, ein Teil der alten Folgen der klassischen Serie jedoch nur als Tonspur auf CD. Im deutschen Fernsehen wurden einige synchronisierte Folgen bei RTL plus/RTL (1989-1990), VOX (1995) und Pro7 (2008) ausgestrahlt. Die beiden auf Pro7 gezeigten Staffeln sind in deutscher Fassung auf DVD erschienen.

Doctor Who in Deutschland

Das ZDF hat 1968 einen Ankauf von Doctor Who geprüft. Die Serienkommission des Senders traf jedoch nach Sichtung von The Ice Warriors (5.11-5.16) einstimmig die Entscheidung, keine Empfehlung zum Lizenzerwerb auszusprechen. Neben Dekor und Kostümen wurden auch die Bücher der Serie bemängelt.[11]

Vor der ersten Fernsehausstrahlung durch einen deutschen Sender gab es verschiedene Folgen von „Doctor Who“ als Kinderbuch vom Franz Schneider Verlag, erschienen ab ca. 1970. Ab dieser Zeit wurde Doctor Who in Deutschland vom britischen Militärsender BFBS ausgestrahlt und war somit in Teilen Nord- und Westdeutschlands sowie in Berlin zumindest auf Englisch zu empfangen.

Doctor Who tauchte, nach mindestens einmaliger Ausstrahlung des Kinofilmes Dr. Who und die Daleks, im deutschen Fernsehen in Serienform zum ersten Mal am 22. November 1989 auf. RTL plus begann die Ausstrahlung mit dem siebten und damals neuesten Doktor. Als dann allerdings drei Jahre später die Serie in England (vorerst) eingestellt wurde, bedeutete das den recht schnellen Serientod für Doctor Who in Deutschland. RTL hat zu späteren Zeitpunkten mehrmals Wiederholungen gesendet, teilweise nur in den samstägigen Nachtstunden, und die Rechte danach an VOX abgegeben, die dann zusätzlich zum 7. Doktor auch den 6. eingekauft und synchronisiert haben. Gezeigt wurden in deutscher Sprache auch weitere Teile, zum Beispiel The Five Doctors. Der Fernsehfilm von 1996 ist in deutscher Sprache als VHS-Video erhältlich.

Die Verwertungsrechte an den neuen Folgen liegen seit Oktober 2005 bei ProSieben, wo mit der Ausstrahlung am 26. Januar 2008 begonnen wurde. Angekündigt und ausgestrahlt wurden die 1. und 2. Staffel (27. und 28. Staffel bei durchgängiger Zählweise) inklusive des Weihnachtsspecials ab Januar 2008. Dabei liefen zwischen 26. Januar und 9. Februar 2008 die ersten sechs neuen Episoden jeweils Samstag Nachmittag auf ProSieben in Doppelfolgen. Aufgrund zu geringer Einschaltquoten brach der Sender die Ausstrahlung am 9. Februar 2008 zunächst ab, setzte diese aber ab dem 13. April 2008 an einem günstigeren Sendeplatz wieder fort. Am 31. August strahlte der Sender die letzte Folge der 2. Staffel aus. Die folgenden Staffeln wurden nicht mehr auf Deutsch veröffentlicht. Eine weitere Ausstrahlung bei ProSieben ist nicht geplant.

In Deutschland ist die Serie derzeit nur im Pay-TV empfangbar. Der deutschsprachige Ableger des Senders Syfy strahlt die Serie regelmäßig aus. Ebenso ist sie über die ProSiebenSat.1 Media-Tochter Maxdome zu empfangen.

Durch einen Deal mit der BBC konnte sich der Pay-TV Sender Fox die Rechte an den Folgen des elften Doktors, beginnend mit Staffel 5, sichern. Diese neuen Folgen sollen ab 21. Dezember 2011 exklusiv bei Fox ausgestrahlt werden.[12]

Wer ist „der Doktor“?

Zur Person des Doktors

Den Doktor umgibt zu Anfang ein Geheimnis. Man erfährt zunächst nicht mehr über ihn, als dass er eine Enkelin namens Susan hat, die ihn als Companion auf seinen Reisen begleitet, und dass er seine Zeit-Raum-Maschine TARDIS (ein Akronym für „Time And Relative Dimension(s) In Space“, übersetzt „Zeit und relative Dimension(en) im Raum“ [in der deutschen Synchronisation mitunter als Backronym für „Trips aufgrund relativer Dimensionen im Sternenzelt]) besitzt, die meist nicht richtig funktioniert, von außen wie eine altmodische englische Polizei-Notrufzelle aussieht und innen wesentlich größer ist. Der erste Doktor kann in seiner TARDIS nicht nur Zeitreisen unternehmen, sondern auch mit einem Zeitfernsehgerät durch die Zeit schauen. Mit diesem rezipiert er u. a. seine Lieblingsband, die Beatles. Um nicht zu einsam zu sein, reist der Doktor in seiner TARDIS oftmals mit ausgewählten Begleitern. Die erste Begleiterin war seine 15-jährige Enkelin Susan Foreman. Später sind es unterschiedliche Personen, die dem Doktor zunächst zufällig begegnen, mit ihm ein Abenteuer durchleben und sich ihm dann für seine Reisen anschließen. Dabei helfen sie ihm, seine nicht ungefährlichen Abenteuer heil (oder beinahe heil) zu überstehen. Über die Jahre hinweg waren dies vor allem Menschen von der Erde, aber auch der Roboterhund K-9 oder menschlich aussehende Reisende von fernen Planeten.

Im Laufe der Serie wird bekannt, dass der Doktor selber zu einer außerirdischen Spezies gehört, die Timelords genannt wird und vom Planeten Gallifrey stammt. Dazu wird enthüllt, dass der Doktor, wie alle Timelords, die Fähigkeit hat, sich zu „regenerieren“, wenn er tödlich verwundet wird – das aber insgesamt nur zwölfmal. Hierbei handelt es sich aber nur um die reguläre Anzahl. So wurde manchen Timelords auch bereits ein weiterer Regenerationszyklus gewährt. Nach aktuellem Stand ist nicht klar, ob mit dem Verschwinden der übrigen Timelords die Inkarnationsbeschränkung nicht vielleicht auch aufgehoben ist.[13] Die Wiedergeburten waren oft äußerst unangenehm für den Doktor. Sie sind oft mit vorübergehenden Störungen wie Gedächtnisverlust oder Verwirrung verbunden, was seine Gegner durchaus ausnutzten. Zudem verändert sich dabei sein Aussehen gravierend sowie auch sein Charakter. Je nach Regeneration hat der Doktor einen eher ernsten, dunklen oder humorvollen Einschlag. Der Vorgang der Regeneration erlaubte es, die Serie ohne merkliche grundlegende Änderungen im Konzept über mehr als 40 Jahre weiterzuführen. Die Produzenten der Serie konnten den jeweiligen Hauptdarsteller notfalls auswechseln. Bis heute haben – wenn man Parodien nicht mitzählt – insgesamt elf verschiedene Schauspieler den Doktor in der Serie dargestellt. Zählt man die Kinofilme noch hinzu, sind es sogar zwölf. Mit dem 1996er Fernsehfilm Doctor Who um den achten Doktor wird enthüllt, dass der Doktor – obwohl anatomisch in Sachen zwei Herzen, Lebenserwartung und Regenerationsfähigkeit einem Timelord entsprechend – ein Hybrid, d. h. halb Timelord, halb Mensch ist.

Bei seinen Reisen durch Raum und Zeit trifft der Doktor auf viele feindlich gesinnte außerirdische Spezies. Unter diesen gibt es einige Dauergegner, gegen die der Doktor in vielen seiner Inkarnationen immer wieder antreten muss: Darunter die Daleks, die sich für die am höchsten entwickelte Spezies des Universums halten und alle anderen ausrotten wollen; die Cybermen, die glauben, dass alle Wesen von ihnen technisch aufgerüstet und emotionsfrei gemacht werden müssten, sowie andere Timelords namens der Master und die Rani.

Zum Namen des Doktors

Wie der Doktor mit echtem bürgerlichen Namen heißt, ist bis heute sein größtes Geheimnis. Er stellt sich stets als „der Doktor“ (bzw. „the Doctor“) vor, woraufhin oftmals die Frage kommt, welche der Serie ihren Titel gibt: „Doktor wer?“ (englisch: „Doctor who?“). Manchmal folgt darauf die Erwiderung „Ja, genau“ (Original: yes, quite right). Er selber stellt sich jedoch nie als Doktor Who vor, obgleich die Figur etwa 20 Jahre im Abspann so bezeichnet wurde. Zuletzt geschah dies in der ersten Staffel der neuen Serie. Seit der zweiten Staffel wird die Figur jedoch (wieder) als The Doctor (der Doktor) angegeben. Der Doktor verbirgt seinen Namen aus bisher noch unbekannten Gründen. Angedeutet wurde lediglich, dass ihm sein echter Name unangenehm ist bzw. er ihn selbst nicht hören mag. In der Folge 2.04 The Girl in the Fireplace (dt. Titel: Das Mädchen im Kamin) stellt Mademoiselle de Pompadour, nachdem sie in den Gedanken des Doktors gelesen hat, fest: „Es ist mehr als nur ein Geheimnis“. In der Folge 4.08 Silence in the Library entschuldigt sich seine (zukünftige) Begleiterin Professor River Song dafür, ihm seinen Namen ins Ohr zu flüstern. Nachdem sie dies getan hat, zeigt sich der Doktor sichtlich erschüttert, bevor er sich wieder besinnt und an der Rettung der Protagonisten arbeitet. Wenn der Doktor einmal nicht umhinkommt, mit einem tatsächlichen Namen aufzutreten, nennt er sich in der Serie selbst John Smith (so z. B. in The Empty Child [dt. Titel: Das leere Kind] 1.09 und School Reunion [dt. Titel: Klassentreffen] 2.03) − ein Name, den er extra wählt, weil er die Kombination aus den im Englischen häufigsten (Männer-)Vor- und Nachnamen darstellt (etwa so wie im Deutschen Schmidt), wodurch seine Identität nur äußerst schwierig zu überprüfen ist.

Es ist darüber hinaus bisher nicht ganz klar, wieso der Doktor anstatt eines normal scheinenden Alias’ wie seine Enkelin Susan ausgerechnet „der Doktor“ als Namen(sersatz) führt. Allein hinsichtlich der Frage, ob bzw. in welchem Fachgebiet er überhaupt einen Doktortitel hat, gab es im Laufe der Serie vermeintlich widersprüchliche Angaben. So erklärte der Doktor zunächst, kein Doktor der Medizin zu sein, gab aber später an, bei den bekannten Chirurgen Joseph Lister und Joseph Bell studiert zu haben, und der zweite Doktor erwähnte im Handlungsstrang The Moonbase (4.23–4.26), dass er im 19. Jahrhundert in Glasgow auf einen medizinischen Abschluss hin studiert habe. Zudem zeigt der Doktor im Laufe der Serie sehr gute medizinische Kenntnisse und führt (spätestens) seit der neuen Serie ab 2005 stets ein Stethoskop in einer seiner Jackentaschen mit sich. Dies ist jedoch auch ohne Kontinuitätswiderspruch erklärbar. Der Doktor könnte seine medizinischen Studien nicht zum Abschluss gebracht bzw. nicht in Medizin promoviert haben. Seine Kenntnisse über Anatomie und Biologie von Lebewesen könnten zudem auch von anderen Wissenschaftsdisziplinen wie Humanbiologie, Anthropologie und Pharmazie bzw. deren intergalaktischen Pendants stammen, was auch zugleich des Doktors Wissen über die (zukünftige) Evolution der Menschen und der Anatomie und Biologie anderer intergalaktischer Spezies erklären würde. Das Stethoskop verwendet er zudem regelmäßig, um durch Wände, Fenster, Türen usw. hindurchzuhorchen (vgl. 4.01 Partners in Crime). Darüber hinaus hat der Doktor hervorragende Kenntnisse im Umgang mit und insbesondere der Reparatur aller Art von technischen Geräten, was einen ingenieurswissenschaftlichen Doktorgrad impliziert. Sein Wissen über das Raum-Zeit-Gefüge legt zudem einen Doktorgrad in Physik nahe. Im Laufe seines langen Lebens von mehreren hundert Jahren hätte er problemlos die Zeit dafür gehabt, zudem hat er mehrfach erwähnt (so z. B. im Handlungsstrang Revenge of the Cybermen, Folge 12.17–12.20), dass er Doktor vieler Wissenschaftsdiziplinen (Originalwortlaut: „a doctor of many things“) sei. Multiple Doktorgrade legen auch nahe, warum die Figur des Doktors lediglich mit „der Doktor“ statt mit seinen diversen tatsächlichen Titeln (plus [Alias-]Name) angeredet wird. Trotzdem wird angedeutet, dass der Doktor sich diese Anredeform ursprünglich nicht selbst ausgewählt hat, sondern sie von anderen verwendet wurde und er sie seitdem lediglich fortführt (um seinen Namen, warum auch immer, nicht führen zu müssen). So erklärt der 11. Doktor in der Folge 5.11 The Lodger, dass er selber nicht wisse, warum man ihn den Doktor nenne (Originalwortlaut: „I'm the Doctor, well they call me The Doctor, I don't know why; I call me The Doctor, I still don't know why.“). Nichtdestotrotz wird wiederum angedeutet, dass hinter der Fortführung der Doktor-Anrede eine gewisse Motivation bzw. eine gezielte Symbolik stehen könnte: So sagt der Master in der Folge 3.12 The Sound of Drums, dass sie beide ihre Namen wählten [im Falle des Doktors: weiterführe] und es bezeichnend sei, dass der Doktor einen Namen führe, der so viel bedeuten würde wie „der Mann, der Menschen hilft“ (Originalwortlaut: „the man who makes people better“).

In der 6.Staffel der Fortsetzungsserie wird mit dem Satz "Silence will fall when the question is asked" (Deutsch etwa "Es wird geschwiegen, wenn die Frage gestellt wird", im Englischen in Doppeldeutigkeit mit der Spezies The Silence) erneut auf die Namenslosigkeit des Doktors angespielt, denn im Staffelfinale stellt sich heraus, dass die erwähnte Frage "Doctor...Who?" lautet.

Zum Alter des Doktors

Hinsichtlich vieler Details der Hintergrundgeschichte des Doktors gab es im Laufe der Jahrzehnte widersprüchliche Angaben, die auf Unachtsamkeiten der jeweiligen Drehbuchautoren bzw. Produzenten zurückzuführen sind, so auch bezüglich des Alters des Doktors. So gab die zweite Inkarnation des Doktors 1967 (The Tomb of the Cybermen; Folgen 5.01–5.04) sein Alter mit etwa 450 (Erden-)Jahren an. Der vierte Doktor gab sein Alter hingegen 1975 (Pyramids of Mars; Folge[n] 13.09–13.12) bereits mit ca. 750 Jahren an. 1985 (Revelation of the Daleks, dt. Titel: Planet der Toten; Folge[n] 22.12–22.13) gab der sechste Doktor sein Alter hingegen mit 900 Jahren an. Dass des Doktors Alter innerhalb von 8 bzw. 10 Jahren um 300 respektive 150 Jahre voranschreitet, ist im Hinblick auf die Kontinuität soweit noch unproblematisch, da der Doktor durch seine Zeitreisen eine beliebige Lebenszeit innerhalb eines fortlaufenden Erdenjahres absolvieren kann. Problematisch ist jedoch der umgekehrte Fall, wenn das Alter des Doktors in einer neueren Folge geringer angegeben wird als in früheren Folgen. Dies ist zwischenzeitlich mehrfach geschehen. 1987 gab der siebte Doktor in seinem ersten Abenteuer (Time and the Rani, dt. Titel: Terror auf Lakertia; Folge[n] 24.01–24.04) sein Alter mit 953 Jahren an, wohingegen der neunte Doktor sein Alter wiederum mit 900 angab. Seit dem wurde sein Alter in der Serie mehrfach genannt und dabei von 900 stets fortgezählt (4.00 Voyage of the Damned 903, 4.17/8 The End of Time 906, 5.05 Flesh and Stone 907). Die (vermeintliche) Diskontinuität wurde seither nicht in der Serie thematisiert, kann aber daher rühren, dass der neunte Doktor in der ersten Staffel zunächst nicht sein Alter mit 900 angab, sondern in 1.04 Aliens of London (dt. Titel Aliens in London) von „900 Jahre[n] in Raum und Zeit“ sprach. Erst als seine Begleiterin Rose Tyler nachfragte, „Wenn es 900 Jahre sind,…“ unterbrach er sie und sagte, dass dies dann bedeute er sei 900 Jahre alt. Dies könnte er getan haben, um Fragen zu vermeiden, was er davor gemacht habe. Es wurde mehrfach angedeutet, dass der Doktor damals die TARDIS nahm, um vor etwas weg zu laufen. Es wird vermutet, dass bei den Hintergründen dazu auch der Grund dafür liegt, weshalb er seinen Namen streng geheim hält. Somit möchte er auch keine Fragen zu diesem Lebensabschnitt beantworten, könnte daher der Einfachheit halber diesen Irrtum nicht geklärt haben und doch älter sein als angegeben. In einer späteren Folge 1.09 The Empty Child (dt. Titel Das leere Kind) spricht dieselbe Doktor-Inkarnation dann auch wiederum von 900 Jahren der Zeitreisen in der TARDIS („Nine hundred years of phone box travel“), anstatt von 900 als seinem Alter. Es wäre plausibel, wenn der Doktor jüngst sein Alter als der Doktor angibt, also ab da, wo er als der Doktor durch Raum und Zeit reist und er die Zeit davor nicht mit berücksichtigt. In The Tomb of the Cyberman (5.01–5.10) gibt der (zweite) Doktor sein Alter (erstmals) als 450 Jahre an. In einem der Romane wird dargelegt, dass der (erste) Doktor etwa 60 Jahre vor dem ersten Fernsehabenteuer (1.01 An Unearthly Child) die TARDIS auslieh und von seinem Heimatplaneten Gallifrey zu seinen Reisen durch Raum und Zeit aufbrach.[14] Da er seit seinem ersten Fensehabenteuer stets menschliche Begleiter hat(te), die sich die Klinke in die Hand gaben, kann der Doktor zwischen seinem ersten Fernsehabenteuer in 1.01 An Unearthly Child und der Altersangabe von 450 Jahren (in The Tomb of the Cyberman [5.01–5.10]) nicht übermenschlich gealtert sein. Somit hat er im Alter von etwa 390 Jahren die Reisen in der TARDIS begonnen. Nach 900 Jahren des Reisens in der TARDIS (wie in 1.09 The Empty Child [dt. Titel Das leere Kind]) angegeben, wäre er somit rund 1300 Jahre alt. Eine Zahl, die mit allen bisher angeführten Angaben konform ist. Eine weitere Erklärung für die vermeintliche Diskontinuität liefert der Produzent der Serie, Steven Moffat. Er äußerte sich zu dieser Problematik dahingehend, dass er angab, der Doktor wisse sein eigenes Alter schlichtweg nicht (mehr).[15] Eine ähnliche Erklärung wurde 2008 bereits im Doktor-Who-Hörspiel Vengeance of Morbius gegeben, in dem der Doktor erklärt, er habe schon vor langer Zeit den Überblick über sein wahres Alter verloren und dass er, wenn er danach gefragt wird, großzügig abrundet und bei seiner Antwort jeweils die je nach Ort im Universum unterschiedliche Länge dessen, was man als „Jahr“ bezeichnet, mit bedenkt. In der Folge 6.01 The Impossible Astronaut erwähnt der Doktor er sei 1103 Jahre alt. Auf die Anmerkung Amy Ponds, letztes Mal sei er noch 908 gewesen, weicht er schnippisch aus, indem er erwidert, sie sei bei ihrem letzten Treffen noch einige Pfund schlanker gewesen.

Zur Familie des Doktors

Aus dem 1996er Fernsehfilm ist bekannt, dass der Doktor nur ein halber Timelord ist. Väterlicherseits stammt er von einem Timelord ab, mütterlicherseits von einem Menschen. Aus dem Film und einigen Folgen (bspw. dem finalen Dreiteiler der dritten Staffel) ist jedoch bekannt, dass er dennoch auf dem Heimatplaneten der Timelords Gallifrey aufwuchs.

Der Doktor hat auch Nachkommen. Als Individuen bekannt sind seine zunächst 15-jährige Enkelin Susan Foreman, die verkörpert von Carole Ann Ford in der ersten und zu Beginn der zweiten Staffel der klassischen Serie die Begleiterin des 1. Doktors ist. Im Handlungsstrang The Dalek Invasion of Earth (2.04–2.09) verliebt sie sich in den jungen Freiheitskämpfer David Campbell aus dem 22. Jahrhundert. Am Ende dieses Abenteuers in der Folge 2.09 Flashpoint verbleibt sie bei ihm im 22. Jahrhundert. Im 1983er Jubiläumsspecial im Anschluss an Staffel 20 in Folge 602 The Five Doctors (dt. Titel: Die fünf Doktoren) erlebt sie noch einmal ein Abenteuer mit dem Doktor. Ähnlich wie beim Doktor ist ihr wahrer Nachname nicht bekannt. Foreman ist lediglich ein Alias, den sie sich nach dem Besitzer des Schrottplatzes, I. M. Foreman, bei dem der Doktor damals die TARDIS zu landen pflegte, gab. Sie stammt wie der Doktor vom Planeten Gallifrey, was sich u. a. darin zeigt, dass sie hervorragende Kenntnisse über Aussehen und Gepflogenheiten der Timelord-Gesellschaft hat, als sie im Anschluss an Staffel 20 in Folge 602 The Five Doctors (dt. Titel: Die fünf Doktoren) dorthin gebracht wird. Zuvor beschreibt sie Gallifrey im 1964er Handlungsstrang The Sensorites (Folgen 1.31–1.36) ziemlich genau so, wie es der 10. Doktor in der dritten Staffel tut. Bekannt ist darüber hinaus mittelbar, dass sie mütterlicherseits vom Doktor abstammt. Nachdem der Doktor mehrfach erwähnte, dass er Vater war (vgl. 1.09 The Empty Child [dt. Titel: Das leere Kind]), spezifiziert er diese Aussage in Folge 4.06 The Doctor's Daughter dahingehend, dass er eine Tochter hatte, die zusammen mit allen anderen Timelords im Ewigen Krieg (Time War) ausgelöscht wurde. Susan erlebte in 52 Folgen (1.01–1.42, 2.01–2.09 und Jubiläumsspecial Folge 602) Abenteuer mit dem Doktor.

In Folge 4.06 The Doctor's Daughter wird auch, auf nicht natürliche Weise, eine weitere Tochter des Doktors geschaffen, indem seine Hand in eine ihm bis dahin unbekannte Maschine gesteckt wird, die das genetische Material aufspaltet, neu zusammenstellt und daraus ein neues, unmittelbar ausgewachsenes Individuum erschafft. Im Falle des Doktors kommt eine junge blonde Frau, dargestellt von Georgia Moffett, heraus. Zunächst akzeptiert der Doktor sie nicht als Tochter, sondern bezeichnet das bis dahin namenlose Wesen als „generated anomaly“ (dt. etwa: „generierte Anormalität“). Aus der englischen Phonetik von „generated“ leitet die Begleiterin des Doktors Donna Noble den Namen Jenny ab. Jenny hat, wie der Doktor bzw. wie ein jeder Timelord, zwei Herzen. Da der Doktor, wie im 1996er Fernsehfilm eröffnet, jedoch selber halber Mensch ist, ist ungewiss, inwieweit bei der genetischen Rekombination die Timelord-Gene Dominanz behielten. So wird Jenny am Ende der Folge tödlich angeschossen und ist – zur Trauer des Doktors, der sie zwischenzeitlich doch akzeptiert – dann offenbar nicht fähig zu regenerieren (oder sich dieser Fähigkeit bzw. ihrer Anwendung nicht bewusst) und stirbt (scheinbar). Als der Doktor sie für tot hält, reist er ab. Dann erwacht Jenny schließlich (ohne vollständige Regeneration im selben Körper) doch wieder zum Leben und reist fortan wie ihr Vater durchs Weltall, jedoch nicht in einer TARDIS durch Raum und Zeit, sondern lediglich in einem normalen Raumschiff durch das Weltall ihrer Gegenwart. Bisher tauchte sie lediglich in der einen Folge 4.06 The Doctor's Daughter auf, ist aber noch in einer kurzen Rückblende in der Folge 4.13 Journey’s End zu sehen.

Zu den Inkarnationen des Doktors

Der erste Doktor

Charakterisierung

Der erste Doktor (William Hartnell) war mitunter äußerst rücksichtslos, wenn es darum ging, seine Ziele zu erreichen. Dies schloss auch Lügen mit ein und in einem Fall sogar den Versuch, jemanden zu töten. Dafür war er emotional jedoch eng an seine Enkelin Susan gebunden, die ihn seit der ersten Folge 1.01 An Unearthly Child begleitete. Gegenüber seinen menschlichen Begleitern hingegen war er recht grob, abweisend, mürrisch und misstrauisch. Im 2007er Special Time Crash beschreibt der zehnte Doktor seine erste Inkarnation selber als sauertöpfisch (Original: „grumpy“). Erst im Verlaufe der gemeinsamen Reisen fing er allmählich an, seinen menschlichen Begleitern zu vertrauen. Schließlich genoss er das Reisen mit ihnen sogar so sehr, dass er seine menschlichen Begleiter nur sehr widerwillig und traurig gehen ließ, selbst wenn er wusste, dass es zu ihrem eigenen Besten war und er sich bald darauf mit neuen Begleitern umgab. So entwickelte sich sein Charakter zunehmend in die fürsorgliche, großväterliche Figur, die Kinder liebt. William Hartnell selber beschrieb den Charakter seiner Doktor-Inkarnation einmal als Kreuzung zwischen dem Weihnachtsmann und dem Zauberer von Oz.[16]

Später erfuhr man, dass der erste Doktor auf dem Heimatplaneten seiner Rasse, der Timelords, aufwuchs, dort später in einen bisher unbekannten Konflikt geriet, der ihn dazu veranlasste (womöglich 60 Jahre vor seinem ersten Fernsehabenteuer An Unearthly Child im Alter von etwa 390 Jahren [siehe dazu Zum Alter des Doktors]) eine (seither seine) TARDIS zu entwenden und durch Raum und Zeit zu reisen, wobei er auf Distanz zur Politik bzw. der Gesellschaft der Timelords geht. Es kann sein, dass er, um diese Distanz zum Ausdruck zu bringen, seinen eigentlichen Timelord-Namen nicht mehr führt und sich stattdessen konsequent nur als „der Doktor“ vorstellt. Dagegen spräche jedoch der Umstand, dass der Doktor kein Geheimnis aus seiner Timelord-Herkunft macht und er zudem von anderen Timelords, die auf sein Distanzierungsbestreben keine Rücksicht nehmen bräuchten, es gar gezielt unterminieren könnten, ebenfalls nur mit Doktor angeredet wird. In Anbetracht dessen, wie unangenehm ihm sein wahrer Name zu sein scheint (vgl. dazu: Zum Namen des Doktors), ist es eher wahrscheinlich, dass der Doktor bereits vor seiner Flucht von Gallifrey etwas getan hat, auf das er nicht stolz ist bzw. für das er sich sehr schämt, so dass er, um sich von diesen Taten zu distanzieren bzw. nicht damit in Verbindung gebracht werden zu können, seither konsequent unter einem anderen Namen auftritt. In eine ähnliche Situation ist später noch einmal der elfte Doktor geraten: Als er in 5.02 (der neuen Serie) The Beast Below herausfindet, dass das riesige Raumschiff, auf dem er sich zusammen mit mehreren tausend Menschen befindet, um einen Sternenwal (Original: „star whale“) herumgebaut ist und diesen als Antrieb nutzt. Zur „Steuerung“ des Sternenwals, werden dem Wal äußerst schmerzhafte elektrische Impulse direkt ins Gehirn geleitet. Eine Freilassung des Tiers hätte jedoch unweigerlich den Tod der Raumschiffpassagiere zur Folge. Daher entschließt sich der Doktor dazu, durch einen gezielten Stromstoß sämtliche höheren (Hirn)Funktionen des Wals abzutöten. So würde der Wal dahinvegitieren, jedoch ohne zu leiden und könnte dem Raumschiff weiter als Antrieb dienen. Dadurch würde der Doktor jedoch das unschuldige Tier – das letzte seiner Art – de facto töten. Da diese Tat eigentlich nicht mit seinem Gewissen und mit dem wofür er als der Doktor steht, vereinbar ist, würde er danach nicht mehr als der Doktor weitermachen können und sich einen neuen Namen suchen (Originaltwortlaut: „… I murder a beautiful innocent creature as painlessly as I can and then I find a new name ’cause I won’t be the doctor any more“). Im letzten Moment fiel der derzeitigen Begleiterin des Doctors, Amy Pond eine andere Lösung des Problems ein, so dass es nicht zur Durchführung dieses Plans kam.

Optische Erscheinung

Der erste Doktor war körperlich recht alt von Erscheinung. Er hatte graues, langes, nach hinten gekämmtes Haar. Er trug ein Ensemble, das aussah wie zu Zeiten König Ewards. Unter der schwarzen Überkleidung trug er ein weißes Hemd. Dazu trug er einen hölzernen Gehstock mit gedrehtem Griff. Einmal rauchte er eine lange, gebogenen Tabakpfeife und ist damit bis jetzt (Stand: 11. Doktor, November 2010) die einzige Inkarnation des Doktors, die rauchte.

Der zweite Doktor

Regenerationsumstände

Im Serial The Tenth Planet (4.06–4.08) bekommt es der Doktor erstmals mit den Cybermen zu tun. Im Kampf gegen diese wird der Doktor derart geschwächt, dass er schließlich, nachdem er die unmittelbare Bedrohung durch die Cybermen abwenden konnte, in der TARDIS zusammenbricht. Dort setzt dann vor den erstaunten Augen seiner Begleiter Polly Wright und Benjamin „Ben“ Jackson erstmals die Regeneration zur nächsten Inkarnation, dem zweiten Doktor, ein.

Optische Erscheinung

Der zweite Doktor hat kurzes, glattes, schwarzes Haar, einer Pilzfrisur ähnlich. Er trägt ein dunkles Jacket, mit dunkler Hose und hellem Hemd, dazu eine Fliege. Dieses Standardaccessoire hat auch der aktuelle elfte Doktor sich wieder zu eigen gemacht. Der Schauspieler des aktuellen Doktors, Matt Smith, hat auch verlauten lassen, das der zweite Doktor seine Lieblingsinkarnation war bzw. der Serial The Tomb of the Cybermen (5.01.–5.04) seine Lieblingsdoktorgeschichte.

Der dritte Doktor

Regenerationsumstände

Nachdem der zweite Doktor am Ende der 6. Staffel von den Timelords in einem Prozess wegen des Stehlens der TARDIS und dem Verstoß gegen die Regel der Nichteinmischung zu einem Exil auf der Erde verbannt wird, wird auch der Umgang mit der TARDIS aus seinem Gedächtnis gelöscht und eine Regeneration angeordnet. Ohne dass diese Regeneration zu sehen gewesen ist, erscheint der Doktor zu Beginn der folgenden Staffel in Spearhead from Space [Teil 1] (7.01) in seiner neuen Inkarnation.

Optische Erscheinung

Der dritte Doktor hat blondes, voluminöses Haar. Er trägt üblichwerweise dunkle (bspw. dunkelblaue) Samtjackets in Kombination mit dunkelgrünen, -blauen oder -roten Hosen; dazu dunkle Stiefel. Zusätzlich trägt er wechselnde Accessoires, darunter Krawatten, Fliegen oder Lederhandschuhe.

Der vierte Doktor

Tom Baker, von 1974–1981 der 4. Doktor, März 2008.

Regenerationsumstämde

Im Serial Planet of the Spiders (11.21–11.26) wird das Bewusstsein der Begleiterin des Doktors Sarah Jane Smith von einer riesigen Spinnenkönigin vom Planeten Metebelis 3 in Besitz genommen. Sie verlangt vom dritten Doktor ihr einen bestimmten Kristall zu beschaffen, der ihr die Macht verleihen würde, ihr Herrschaftsgebiet deutlich auszudehnen. Der Doktor kommt dem nach. Als er der Spinnenkönigin jedoch den Kristall aushändigt, ist dessen Macht auch für sie zu groß: Der Kristall verursacht eine Rückkopplung, die die Spinnenkönigin und die anderen Spinnen tötet. Dabei wird auch der Doktor von der enormen Energiewelle erfasst. Sehr geschwächt taumelt er zurück zur TARDIS und kehrt mit ihr auf die Erde zur UNIT-Niederlassung zurück in der er arbeitet. Dort angekommen bricht er in der letzten Folge des Serials (11.26) in seinem UNIT-Labor vor den Augen Sarah Janes zusammen und regeneriert zum vierten Doktor.

Optische Erscheinung

Der vierte Doktor hat dunkles, lockiges, etwas überdurchschnittlich langes Haar. Üblicherweise besteht seine Kleidung aus einem schwarzen Gehrock und einer bunten Weste, deren farblicher Stil sich in dem markanten langen Schal wiederfand, den der Doktor zu tragen pflegte. Unter der Weste trug er ein schlichtes, oftmals weißes Hemd.

Der fünfte Doktor

Peter Davison, von 1981–1984 der 5. Doktor, Dezember 2009.

Regenerationsumstände

Im Serial Logopolis (18.25–18.28) trifft der vierte Doktor auf seinen Erzfeind, den Master. Als der Doktor auf der Erde vom Master dazu gezwungen wird, auf ein Teleskop zu klettern, um ein Stromkabel abzutrennen, wird er vom Master zu Fall gebracht. Er stürzt aus großer Höhe zu Boden und muss in der letzten Folge des Serials (Folge 18.28) zum fünften Doktor regenerieren, um nicht zu sterben.

Optische Erscheinung

Der fünfte Doktor hat blondes, glattes Haar von unauffälliger Länge. Er trägt einen hellbeigen Anzug, mit orangem Saum am Revers. Darunter trägt er einen weißen Pullunder mit rot gesäumtem V-Ausschnitt. Hierunter trägt er ein weißes Hemd. Am Revers seines Jacketts trägt er eine Selleriestange, die auf bestimmte allergieauslösende Gase reagieren soll. Im großen und ganzen ist sein Outfit an die Uniform eines Cricketspielers zu Zeiten König Edwards angelehnt. Darüber hinaus setzt er gelegentlich, wenn er sich auf etwas konzentriert und dabei nachdenkt, eine Brille auf. Im 2007er Special Time Crash erfährt man vom zehnten Doktor, der diese Angewohnheit ebenfalls hat, dass dies nicht der Verbesserung der Sicht dient, sondern nur dazu, einen clevereren Eindruck zu machen.

Der sechste Doktor

Colin Baker, von 1984–1986 der 6. Doktor, März 2007.

Regenerationsumstände

Im Serial The Caves of Androzani (21.19–21.22) erleiden der fünfte Doktor und seine damalige dauerhafte Begleiterin, Perpugilliam „Peri“ Brown, bei der Erforschung der Höhlen auf dem Planeten Androzani Minor eine Spectrox-Vergiftung. Spectrox ist eine Substanz, die von einer Spezies von Fledermäusen, die in den Höhlen von Androzani Minor lebt, produziert wird und von den Bewohnern des nahegelegenen Planeten Androzani Major hoch geschätzt wird, weil es eine wichtige Zutat für ein lebensverlängerndes Mittel ist. Von ihnen erfährt der Doktor, dass man, um eine Vergiftung mit purem Spectrox zu kurieren, die Milch einer Feldermauskönigin, die tief in den Höhlen lebt, braucht. Dem Doktor gelingt es mit Peri etwas von der Milch zu besorgen, jedoch wird bei der Rückkehr zur TARDIS ein Teil der Milch verschüttet, sodass nicht mehr genug Milch für Peri und den Doktor übrig ist. Der Doktor überlässt Peri die rettende Dosis, sodass er in der letzten Folge des Serials (Folge 21.22) gezwungen ist, sein Leben in der TARDIS durch die Regeneration zum sechsten Doktor zu retten.

Optische Erscheinung

Der sechste Doktor hat blondes, lockiges Haar von durchschnittlicher Länge. Er trägt typischerweise ein sehr farbenfrohes und in seiner Gesamtheit bewusst unstimmiges Outfit. Dies äußert sich in der Kombination unterschiedlicher Muster (kariert, gestreift) und asymmetrischer Farbgebung beim knielangem Mantel. Zunächst war das Kostüm farblich vorwiegend gedeckt gehalten, mit Farben wie Ocker- und Beigetönen, später kam jedoch eine vorwiegend blaue Variation hinzu. Colin Baker selbst beschrieb sein Kostüm später einmal als „eine Explosion in einer Regenbogenfabrik“ (Original: „an explosion in a rainbow factory“).

Der siebte Doktor

Sylvester McCoy, von 1987–1989 und 1996 der 7. Doktor, Mai 2000.

Regenerationsumstände

Als der sechste Doktor in 24.01 Time and the Rani [Teil 1] (dt. Titel Terror auf Lakertia [Teil 1]) in seiner TARDIS von der Rani angegriffen wurde, machte die TARDIS eine Bruchlandung auf dem Planeten Lakertia. Dabei wird der Doktor derart verwundet, dass er auf der Boden der TARDIS zum siebten Doktor regeneriert. Nach einer post-regenerativen Phase der Desorientierung während derer er von seiner Begleiterin getrennt wird und der Überwindung einer durch die Rani zusätzlich induziertern Amnesie, gelang es dem Doktor die Pläne der Rani zu durchkreuzen. Mit seiner Begleiterin Melanie „Mel“ Bush wiedervereint reiste er weiter durch Raum und Zeit.

Optische Erscheinung

Anders als die anderen Inkarnationen wechselt der siebte Doktor seinen Kleidungsstil in den drei Staffeln und dem 1996er Fernsehfilm, in dem er mitwirkt, zwei Mal. Den Kleidungsstil des siebten Doktors gibt es damit in der konsequenten Form wie bei seinen anderen Inkarnationen nicht.

Der achte Doktor

Paul McGann, im Fernsehfilm 1996 der 8. Doktor, März 2007.

Regenerationsumstände

Der siebte Doktor wird im 1996er Fernsehfilm bei einer Schießerei in San Francisco (30. Dezember 1999) verletzt, verliert das Bewusstsein und kommt in ein Krankenhaus. Die Schusswunden an sich sind nicht lebensbedrohlich, doch da sich seine Anatomie auf den Röntgenbildern von der eines Menschen gravierend unterscheidet, setzt seine Chirurgin Dr. Grace Holloway zu einer Untersuchung an, bei der der siebte Doktor trotz argem Protest umkommt. Sein scheinbar lebloser Körper (in Wirklichkeit nur durch die Betäubung komatös) wird daraufhin in die Leichenhalle verbracht, dort regeneriert er einige Stunden später zum achten Doktor.

Charakterisierung

Da der achte Doktor (Paul McGann) ausschließlich in dem 89-minütigen Fernsehfilm von 1996 und auch da erst nach über zwanzig Minuten, noch dazu zunächst unter Amnesie leidend, auftritt, ist eine genaue Charakterisierung schwierig (sofern man die umfängliche Sekundärmedien wie Hörspiele, Bücher etc. deren Kanonität nicht klar ist, außer Acht lässt). Er neigt jedoch dazu, Menschen wichtige Hinweise hinsichtlich zukünftiger Entscheidungen zu geben. Darüber hinaus übernimmt er – wohingegen seine anderen Inkarnationen von romantischen Beziehungen mit Begleiterinnen absehen und sich derer Annäherungen und Küsse gezielt erwehren – in Sachen Frauen mitunter die Initiative. So küsst er seine Begleiterin Grace Holloway dreimal.

Optische Erscheinung

Nachdem er in der Leichenhalle eines Krankenhauses zum achten Doktor regenerierte, sucht er sich vor Ort aus den Spinden ein neues Outfit zusammen. Dies besteht schließlich aus einem langen dunkelgrünen Samtsacko, mit hellgrauer Weste, weißem Hemd, grauen Halstuch, grauer Hose und – da er bis dahin barfuß lief, späteren als Geschenk seiner Begleiterin Grace – schwarzen Lederschuhen. Zudem hat er rot-braunes, schulterlanges, leicht gelocktes Haar.

Der neunte Doktor

Regenerationsumstände

Die Regeneration vom achten zum neunten Doktor findet in der zeitlichen Lücke zwischen dem 1996er Fernsehfilm und der ersten Folge der neuen Serie (1.01 Rose) statt und ist somit nicht zu sehen. Dies kam bisher erst einmal beim Wechsel vom zweiten zum dritten Doktor vor. Damals wurde jedoch zumindest rückwirkend geklärt, wie es dazu kam. Bei der Regeneration zum neunten Doktor ist dies bisher nicht geschehen.

Charakterisierung

Der neunte Doktor (Christopher Eccleston) ist – obwohl er wie der vierte Doktor im Angesicht der Gefahr gerne scherzt – in seiner Persönlichkeit recht melancholisch und in sich gekehrt. Dies ist womöglich darauf zurückzuführen, dass er Schuldgefühle hat, weil er zwischenzeitlich seine eigene Spezies, die Timelords, zur Beendigung des Time War (in der deutschen Synchronisation auch Ewiger Krieg) verschwinden ließ und seitdem anscheinend der letzte seiner Art ist, was ihm zudem ein Gefühl der Einsamkeit gibt. Er sieht sich als letzten Angehörigen der großen und mächtigen Timelord-Kultur. Wohl zur Betonung dessen bezeichnet er die Menschen mitunter in Momenten der Ungeduld abfällig als „dumme Affen“ („stupid Apes“), obwohl er – wie seit dem 1996er Fernsehfilm bekannt – selber mütterlicherseits halb Mensch ist. Trotzdem überzeugt er Rose Tyler ihn auf seinen Reisen zu begleiten und entwickelt im Laufe dessen eine sehr enge Bindung zu ihr, die sich bei seinem Nachfolger noch weiter vertieft. Zum Schutz anderer schreckt er entgegen anderer Inkarnationen auch nicht vor dem Einsatz von (Waffen)Gewalt zurück. Ein häufig von ihm verwendeter Ausspruch ist „Fantastisch“ (Fantastic). Insgesamt ist er die wohl raueste Inkarnation des Doktors, was sich auch in seiner Kleidung widerspiegelt.

Optische Erscheinung

Da die Regeneration vom achten zum neunten Doktor in der zeitlichen Lücke zwischen dem 1996er Fernsehfilm und der ersten Folge der neuen Serie (1.01 Rose) stattfand, sie somit nicht zu sehen war, ist auch nicht bekannt, woher er sein Outfit hat. Er trägt eine schwarze Lederjacke mit dunklem V-Ausschnitt-Shirt darunter. Dazu dunkle Hosen und schwarze Lederschuhe. Während all seine Vorgänger normal oder etwas überdurchschnittlich langes Haar hatten, hat er sehr kurzes, etwa 1 cm langes schwarzes Haar. Captain Jack Harkness beschreibt seine Erscheinung bei ihren ersten Aufeinandertreffen während des Luftkriegs um London in der Folge 1.09 The Empty Child (dt. Titel Das leere Kind), als wie ein deutscher U-Boot-Kommandant wirkend.

Der zehnte Doktor

David Tennant, von 2005–2010 der 10. Doktor, Juli 2009.

Regenerationsumstände

Als sich Rose Tyler, um den neunten Doktor im Kampf gegen die Daleks zu retten, mit dem Herz der TARDIS verbindet, absorbiert sie dabei mehr Energie, als ein menschlicher Körper aushalten kann. Nachdem sie die Daleks zerstörte und Captain Jack Harkness wiederbelebte, rettet der Doktor ihr das Leben, indem er durch einen Kuss die Energie aus Rose auf sich überträgt. Zwar gibt er die Energie dann zurück an die TARDIS, jedoch hat sie seinen Körper bis dahin bereits nachhaltig beschädigt, so dass er in der TARDIS vor den Augen Rose Tylers zum zehnten Doktor regeneriert.

Charakterisierung

Der zehnte Doktor (David Tennant) ist generell heiter, gelassen, gesprächig, schlagfertig und frech, zeigt aber wiederholt rachsüchtige und nachtragende Charakterzüge. Dies wird sich sehr früh sichtbar, als er den Anführer der Sycorax, der sich nach einem verlorenen Schwertkampfduell bereits geschlagen gegeben hatte und den Doktor von hinten angreift, in den Tod stürzen lässt. Der Doktor kommentiert, dass er ein Mann ist, der anderen „keine zweite Chance“ gibt (Folge 2.X: Die Weihnachtsinvasion). In der gleichen Folge bringt er die Regierung von Premierministerin Harriet Jones mit sechs Worten zu Fall, weil Jones das abfliegende Raumschiff der Außerirdischen zerstören ließ. In der Folge Klassentreffen (2.03) sagt er, dass er nicht mehr so leicht vergibt wie früher und gibt den außerirdischen Invasoren nur eine Warnung sich ihm nicht entgegenzustellen. Das setzt er in der Folge The Runaway Bride (3.X) auch in die Tat um, als er die Kinder der Kaiserin der Racnoss ertränkt, nachdem diese seine Warnung ignoriert hatte. Donna sagt ihm daraufhin, dass er jemanden braucht, der ihn aufhält. In der Folge The Family of Blood (3.09) tritt der rachsüchtige Charakterzug ein weiteres mal in Erscheinung, als er sich für jeden der Familienmitglieder eine individuelle und ewige Bestrafung ausdenkt.

Der zehnte Doktor verabscheut den Einsatz von Waffen und begegnet Militärpersonal mit Misstrauen: „Leute mit Waffen sind normalerweise meine Gegner.“ (“People with guns are usually the enemy in my books.”, Folge 4.04: The Sontaran Statagem). Die Folge 4.06: The Doctor's Daughter thematisiert seine Doppelmoral in Bezug auf Waffen und Soldaten. Jenny, sein weiblicher Klon, hat militärisches Training erhalten und er akzeptiert sie deswegen nicht als Time Lord oder als seine „Tochter“, doch sie erwidert, dass er selbst wie ein Soldat denkt und in einem Krieg gekämpft hat. Davros, der Erschaffer der Daleks, wirft ihm vor, dass er statt Waffen zu benutzen seine Begleiter zu Waffen macht (Folge 4.13: Journey's End). Erst kurz vor seiner Regeneration (Folge 4.18: The End of Time) nimmt er eine Waffe von Wilfred Mott an, um zu verhindern, dass der Master Gallifrey zurückbringt.

Genau wie sein Vorgänger genießt er das Erkunden und Reisen durch Raum und Zeit. Alles Neue und Unbekannte ist für ihn ein Erlebnis, auch wenn er dabei in gefährliche Situationen gerät. In Der Höllenschlund (2.09) sagt er, es sei gut, dass er etwas nicht weiß, denn an dem Tag wenn er alles weiß, habe er nichts mehr zu tun. Mehrmals beschreibt er außerirdische Lebensformen oder Technologien als „wunderschön“ (“beautiful”). In der Folge Midnight stellen die anderen Passagiere fest, dass er die gefährliche Situation auskostet und fasziniert ist von der unbekannten Lebensform. Er mag die Menschheit und vor allem ihren Forschungsdrang. In Der unmögliche Planet (2.08) bewundert er eine Gruppe Forscher, die eine Raumbasis auf einem Planeten unter einem schwarzen Loch aufbauen. Er schaut auf zu Adelaide Brooke, deren Eltern von Daleks getötet wurden, die aber keinen Grund für Rache sieht (Folge 4.16: The Waters of Mars). Der zehnte Doktor weiß viel über die menschliche Popkultur des 20. und 21. Jahrhunderts und bezeichnet die Erde als seine zweite Heimat (Folge 4.X: Voyage of the Damned).

Wie sein Vorgänger ist der zehnte Doktor von Schuldgefühlen und dem Überlebenden-Syndrom geplagt, da er nicht nur beim Untergang der Daleks und der Time Lords anwesend war, sondern wie sich später herausstellt, den Zeitkrieg eigenhändig beendet hat, indem er beide Spezies hinter einem Zeitschloss versiegelte, womit er sie aus Sicht des restlichen Universums vernichtet hat. Rose Tyler hilft dem neunten und zehnten Doktor seine Schuld zu vergessen und ihn abzulenken. In ihrer Gegenwart ist der zehnte Doktor am unbeschwertesten und begegnet gefährlichen Situationen manchmal mit Übermut. Gegen Ende der zweiten Staffel rächt sich diese Leichtsinnigkeit. Das Torchwood-Institut, das nach einer Begegnung des Doktors mit Königin Victoria im 19. Jahrhundert gegründet wurde, um das Commonwealth vor Außerirdischen wie ihn zu beschützen, (Folge 2.02: Mit Zähnen und Klauen) reißt mit außerirdischer Technologie einen Spalt in eine andere Dimension und Rose strandet auf der anderen Seite – die beiden werden gegen ihnen Willen voneinander getrennt (Folge 2.13: Weltuntergang). Danach reist der Doktor mit Martha, aber wegen ihrem offensichtlichen romantischen Interesse an ihm hält er sie lange Zeit auf Distanz und obwohl die beiden gute Freunde sind, ist er sich immer bewusst, dass er der letzte der unsterblichen Time Lords ist. Zu einem Menschen, der versucht Unsterblichkeit zu erlangen sagt er, dass ein längeres Leben nicht unbedingt ein besseres ist und dass man irgendwann nichts anderen machen kann, als zuzusehen, wie geliebte Menschen zu Staub zerfallen (Folge 3.06: The Lazarus Experiment). Als der Doktor erfährt, dass der Master den Zeitkrieg überlebt hat und er doch nicht der letzte Time Lord ist, versucht er alles, um seinem offensichtlich wahnsinnigen Erzfeind zu helfen – nur damit er nicht der letzte seiner Art ist (Folgen 3.11–3.13). Aber der Master wird getötet und der Doktor muss sich eingestehen, dass Jack, Martha und ihre Familie wegen ihm vom Master gefoltert wurden. Zu Donna, mit der er anschließend reist, hat er eine rein platonische Beziehung und sie hindert ihn daran, zu sehr in Schuldgefühlen zu schwelgen. Als aber auch Donnas Reise für sie unglücklich endet und eine Prophezeiung sagt, dass sein Ende naht, beschließt er fortan – entgegen Donnas Hinweis, dass er jemanden braucht, der ihn aufhält – alleine zu reisen (Folgen 4.13-4.15).

Oft legt der zehnte Doktor eine Arroganz an den Tag, die vermuten lässt, dass er glaubt, anderen überlegen zu sein. Gegenüber Nonnen, die Menschen als Versuchspersonen für Medikamente züchten, erklärt er sich selbst zur „höchsten Autorität“ (Folge 2.01: Die neue Erde). Mehrmals gibt er gegenüber seinen Gegenspielern mit seiner eigenen Intelligenz an, wie beispielsweise in Das Ära des Stahls (Folge 2.06): "Ich würde Sie ein Genie nennen, nur bin ich ja hier." Seine Hybris erreicht ihren Höhepunkt, als er in The Waters of Mars (4.16) die Gesetze der Zeit bricht, um einer Gruppe von Marsforschern das Leben zu retten. Als Konsequenz begeht eine der Forscherinnen Selbstmord, um den Verlauf der Geschichte wiederherzustellen und der Doktor erkennt, dass er zu weit gegangen ist. In der darauffolgenden Folge The End of Time opfert er sein Leben für Wilfred, obwohl er im Gegensatz zu dem alten Mann noch "so viel mehr tun könnte", aber eingesteht, dass es Zeit für ihn ist, zu gehen.

Ein oft von ihm verwendeter Ausdruck ist „brillant“ oder auch „Molto bene“ („Sehr gut“). Er verwendet immer wieder den französischen Ausruf „Allons-y!“ („Los geht’s!“).

Optische Erscheinung

Der zehnte Doktor trägt meist einen braunen oder dunkelblauen Anzug mit Hemd und Krawatte. Dieser wird oft mit einem knöchellangen, braunen Mantel kombiniert. Der seriöse Anzug wird durch Chucks aufgelockert. Er ist sehr schlank und hat dunkelbraunes, später stark gegeltes Haar. Wie der fünfte Doktor hat er eine Lesebrille.

Der elfte Doktor

Matt Smith, seit 2010 der 11. Doktor, Dezember 2009.

Regenerationsumstände
Gegen Ende der Folge 4.18 The End of Time (Teil 2) ist Wilfred Mott, Donnas Großvater, in einer Kammer eingesperrt, die in Kürze mit radioaktiver Strahlung geflutet wird. Um den alten Mann zu retten, muss der Doktor stattdessen sich selbst der Strahlung aussetzen. Wilfred bittet ihn, ihn sterben zu lassen, doch der Doktor weiß, dass seine Zeit gekommen ist. Die Strahlendosis tötet ihn nicht sofort, jedoch ist sein Körper so geschädigt, dass der Regenerationsprozess einsetzt. Bevor er in der TARDIS zum elften Doktor regeneriert, nimmt er sich die Zeit als Belohnung für sein Opfer seine früheren Begleiter aufzusuchen, um sich zu verabschieden.

Charakterisierung
Im Gegensatz zu seinem ungewöhnlich jung ausgefallenen Körper, lässt der Charakter des elften Doktors durchaus erkennen, dass er dem Anschein nach zum Trotz ein alterndes Alien ist. Er wirkt ein wenig verschroben und bezeichnet sich passenderweise selbst als 'Verrückter mit einer blauen Box' ("Mad man with a blue box.") Er hadert, im Gegensatz zu seinen beiden vorigen Regenerationen nicht mehr mit seinem Schicksal, der Letzte der Timelords zu sein.

Diese Inkarnation wirkt exzentrisch, schräg und brillant zugleich und verkörpert somit das klassische 'durchgeknallter-Professor'-Image. Er besitzt eine schillernde Persönlichkeit, denn ist er im ersten Augenblick ein unbefangener Spaßvogel, der sich auf fast kindliche Art seines Lebens und seiner Abenteuer freut und dabei munter Fischstäbchen mit Vanillesoße verschlingt (Folge 5.1 The Eleventh Hour), so hat er im nächsten einen deutlich dunkleren Charakter. Er mag mitunter rücksichtslos sein, wenn es darum geht sein Leben und das seiner Freunde zu retten z.B in Folge 6.7 A Good man goes to war jagt er ohne zu zögern eine ganze Raumschiff Flotte der Cybermen in die Luft, nur um heraus zu finden wo sich seine entführte Begleiterin Amy befindet. In selbiger Folge trommelt er eine ganze Armee zusammen, um sie und ihr Baby zu befreien.

Er wird wie die beiden vorigen Regenerationen als "aufkommender Sturm" ("Oncoming Storm") bezeichnet, aber der Dreamlord in "Amy's Choice" (Episode 5.7) benutzt den Begriff sarkastisch. Im Gegensatz zu seinen beiden letzten Inkarnationen verwendet er die Aufforderung "Lauf!" bzw. "Renn!" (original: "Run!") nicht um seine Freunde zum Fliehen vor Gefahren aufzufordern, sondern um seinen Feinden zu sagen, dass sie vor ihm flüchten sollen. Ein häufig von ihm benutztes Wort ist „Geronimo“.

Optische Erscheinung
Nachdem er in einem Krankenhaus ein Alien konfrontiert hat, sucht er sich, wie seinerzeit der achte Doktor, dort aus den Spinden ein neues Outfit zusammen. Dies besteht schließlich aus einem hellbraunen Tweed-Sacko mit Flicken an den Ellenbogen, zusammen mit einem längsgestreiften, hellen Hemd, schwarzer Hose und schwarzen Schuhen. Dazu trägt er eine Fliege, die er – wenn sich andere darüber amüsieren – stets als „cool“ verteidigt („bow ties are cool“). Des Weiteren scheint die Fliege je nach Zeitreise die Farbe zu wechseln. Blaue Fliege für Reisen in die Vergangenheit, rote Fliege für Reisen in die Zukunft (genauso die Hosenträger). Sein biederes Altherrenoutfit steht im krassen Gegensatz zu seinem jugendlichen Gesicht. Außerdem hat er – insbesondere am Pony – relativ langes braunes Haar.

Die Doktoren

Kanonische Doktoren

Folgende Schauspieler stellen den Doktor in der Fernsehserie dar:

  • Erster Doktor: William Hartnell (1963–1966; Folge 1–134; 01.01 bis 04.08), für ihn spielte Richard Hurndall den ersten Doktor in Die fünf Doktoren (The Five Doctors) 1983
  • Zweiter Doktor: Patrick Troughton (1966–1969; Folge 135–254; 04.09 bis 06.44)
  • Dritter Doktor: Jon Pertwee (1970–1974; 255–382; 07.01 bis 11.26)
  • Vierter Doktor: Tom Baker (1974–1981; 383–554; 12.01 bis 18.28)
  • Fünfter Doktor: Peter Davison (1981–1984; 555–625; 19.01 bis 21.22; sowie CIN 2, 2007 Time Crash)
  • Sechster Doktor: Colin Baker (1984–1986; 626–656; 21.23 bis 23.14)
  • Siebter Doktor: Sylvester McCoy (1987–1989; 657–698; 24.01 bis 26.14; 1996)
  • Achter Doktor: Paul McGann (Fernsehsonderausstrahlung, 1996)
  • Neunter Doktor: Christopher Eccleston (2005; 27.01 bis 27.13)
  • Zehnter Doktor: David Tennant (2005–2010; 27.13 bis 30.18 sowie CIN, 2006 Children in Need und CIN 2, 2007 Time Crash)
  • Elfter Doktor: Matt Smith (ab 2010; 30.18)[17]

Außerkanonische Doktoren

Ein weiterer Darsteller des Doktors war Peter Cushing, der ihn in zwei Kinofilmen der 1960er-Jahre spielte. Diese Filme werden aber nicht zur Serie gerechnet.

In der nicht ganz ernst gemeinten Sondersendung Doctor Who and the Curse of Fatal Death (1999) spielten gleich fünf Schauspieler den berühmten Doktor:

  1. Rowan Atkinson (insbesondere bekannt als Mr. Bean)
  2. Richard E. Grant
  3. Jim Broadbent
  4. Hugh Grant
  5. Joanna Lumley (Absolutely Fabulous)

Zum 20-jährigen Jubiläum 1983 gab es eine Sonderepisode The Five Doctors, in der die fünf bisherigen Doktoren gemeinsam auftraten. Allerdings waren nicht mehr alle Darsteller dabei. William Hartnell war schon verstorben und wurde (bis auf eine Archivsequenz) durch Richard Hurndall ersetzt. Tom Baker war nur in wenigen Szenen zu sehen, die aus der unfertigen und bis dahin nicht gesendeten Folge Shada entnommen wurden. Ähnliche Episoden gingen voraus (The Three Doctors, 1973, zum zehnjährigen Jubiläum), bzw. folgten (The Two Doctors, 1985, ohne Jubiläum) sowie das kurze Charity-Special zum britischen Red Nose Day Time Crash 2007, in dem der 5. Doktor Peter Davison auf den 10. Doktor David Tennant trifft.

Weitere, meist nicht zur Serie gezählte Schauspieler sind:

  1. Richard Hurndall, anstelle des verstorbenen William Hartnell in der Sondersendung zum 20-jährigen Jubiläum.
  2. Trevor Martin, anstelle bzw. noch vor Tom Baker als vierter Doktor, im Theaterstück Seven Keys to Doomsday
  3. David Banks als zweite Besetzung für Jon Pertwee in dem Theaterstück The Ultimate Adventure. Er hatte mindestens einmal die Gelegenheit zum Spiel.
  4. Adrian Gibbs, als nichtbeständige Form des Doktors zwischen seiner vierten und fünften Form
  5. Michael Jayston spielte den Valeyard, eine künftige (oder auch nur künftig mögliche) böse Inkarnation des Doktors.
  6. Richard E. Grant, im BBC-Webcast Scream of the Shalka.

TARDIS

Hauptartikel: TARDIS
Die TARDIS

TARDIS ist die Abkürzung für Time And Relative Dimensions In Space, wodurch klar wird, dass diese Maschinen sowohl in der Zeit als auch im Weltraum reisen können – im Laufe der Serie reiste der Doktor sogar in parallele Universen. In der deutschen Synchronisation wird TARDIS mitunter (bspw. im Fernsehfilm von 1996) zum Backronym für „Trips aufgrund relativer Dimensionen im Sternenzelt.

Jede TARDIS hat eine „Chamäleon-Schaltkreis“ genannte Tarnvorrichtung, bei der das Äußere der Maschine sich der Umgebung anpasst und somit ein unauffälliges Reisen ermöglichen soll. Die TARDIS des Doktors jedoch ist leicht defekt, so dass sie fest die äußere Form einer britischen Polizei-Zelle angenommen hat. Im Laufe der Serie zeigt die TARDIS des Doktors noch weitere Eigenwilligkeiten. Selbst mit dem „Sonic Screwdriver“, dem Überschallschraubenzieher des Doktors, sind die Eigenheiten der TARDIS vorerst nicht zu beheben. Versuche führten zur Tarnung der TARDIS als elektrische Orgel. Ironischerweise ist die Assoziation beim Anblick mit der im Zeitalter der Handys selten gewordenen Notrufzellen heute enger mit der TARDIS verknüpft als mit der Polizei.

Die TARDIS ist recht geheimnisvoll und birgt in sich große Macht. Sie scheint sowohl aus mechanischen als auch aus biologischen Bestandteilen zu bestehen, hat aber weitere, völlig unbekannte Bestandteile und besitzt eine eigene innere Metrik. So ist sie innen wesentlich größer als außen und kann sich fast völlig von der Umgebung abschirmen, wodurch sie die Insassen gegen Gefahren schützt. Regelmäßig wird sie umgestaltet, wobei die Hauptmerkmale bestehen bleiben. Besonders groß ist die sichtbare Änderung im Fernsehfilm von 1996 mit Paul McGann, in dem die TARDIS innen ein eher romantisches Aussehen hatte und sich deutlich von den anderen Gestaltungen unterschied. In den neuen Episoden der Serie spielt die biologische Komponente bei der Gestaltung eine besondere Rolle. Die eher romantische Ausstattung wurde fortgeführt.

Nicht immer wird die TARDIS von ihren Insassen gesteuert, so gibt es eine Art Rückholvorrichtung, mit der sie auf den Heimatplaneten Gallifrey zurückbeordert werden kann, und eine Notfallvorrichtung, mit der sie zum nächsten Planeten gebracht werden kann. Selbst der Doktor hat keine umfassende Macht über sie, und so musste er längere Zeit auf der Erde bleiben, als ihm zur Strafe der Schlüssel entzogen wurde.

Companions (Begleiter des Doktors)

Der Doktor reist meist nicht allein durch Zeit und Raum, sondern er wird von verschiedenen Companions begleitet. Meist hat er dabei eine längerfristige Begleitung. Gelegentlich reisen für kurze Zeit zusätzlich weitere Personen mit ihnen oder er wird bei einzelnen Abenteuern in der Zeitspanne zwischen der Trennung von einer dauerhaften Begleitung und dem Finden der Nächsten von jemandem begleitet.

Susan Foreman (Carole Ann Ford) ist ab der allerersten Folge 1.01 An Unearthly Child der ersten Staffel bis zur Folge 2.09 Flashpoint der zweiten Staffel die erste dauerhafte Begleiterin des Doktors und ist seine Enkelin. Später erlebt sie im 1983er Jubiläumsspecial im Anschluss an Staffel 20 in der Folge 602 The Five Doctors (dt. Titel: Die fünf Doktoren) noch ein weiteres und bisher letztes Abenteuer mit dem Doktor. Insgesamt erlebte sie in 52 Folgen (1.01–1.42, 2.01–2.09 und Jubiläumsspecial Folge 602) mit dem Doktor Abenteuer, siehe Susan.

In der ersten Folge 1.01 An Unearthly Child begleiten zudem Susans Lehrer Barbara Wright (Jacqueline Hill) und Ian Chesterton (William Russel) den Doktor und Susan bei ihren Abenteuern.

Vicky (Maureen O'Brien) ist ein einsames Mädchen aus dem 29. Jahrhundert, das den ersten Doktor über den Ausstieg von Susan tröstet.

Steven Taylor (Peter Purves) ist ein energischer junger Mann, der zum Begleiter des ersten Doktors wird, nachdem er ihm und seinen Companions hilft, aus einem Gefängnis auszubrechen.

Katarina (Adrienne Hill) stammt aus dem antiken Troja.

Dorothea „Dodo“ Chaplet (Jackie Lane) stammt aus dem Wimbledon des Jahres 1966 und verlässt den ersten Doktor im London des Jahres 1966 wieder.

Polly (Anneke Wills) und Ben Jackson (Michael Craze) geraten durch ein Missverständnis in die TARDIS des ersten Doktors. Sie trennen sich erst wieder von seiner zweiten Inkarnation.

Jamie McCrimmon (Frazer Hines, zeitweilig Hamish Wilson) ist ein Begleiter des zweiten Doktors. Er stammt aus dem mittelalterlichen Schottland und hat seine eigenen Interpretationen von der Technik der TARDIS.

Victoria Waterfield (Deborah Watling) ist die hübsche Tochter eines Wissenschaftlers, der von den Daleks getötet wird.

Elizabeth Shaw (Caroline John) ist eine Beraterin des dritten Doktors, die bei UNIT gearbeitet hat; sie ist zur Universität von Cambridge gegangen.

Jo Grant (Katty Manning) hilft dem dritten Doktor; sie arbeitet für UNIT und heiratet einen Forscher. In einer Doppelfolge der Sarah Jane Adventures (The Death of the Doctor, Folge 4.05 und 4.06), einer Ablegerserie von Doctor Who, trifft sie den Doctor in Form seiner elften Inkarnation wieder. In dem Serial erfährt man, dass sie 7 Kinder und 12 Enkel (ein dreizehnter ist unterwegs) bekommen hat.

Sarah Jane Smith (Elisabeth Sladen) ist Reporterin und begleitet den dritten und vierten Doktor. Später trifft sie den zehnten Doktor in der Folge School Reunion (dt. Titel: Klassentreffen), 2.03 wieder. Dieses Zusammentreffen führte als Backdoor-Pilot dann zur Ablegerserie The Sarah Jane Adventures, in welcher beide sich in den Folgen 3.05/3.06 'The Wedding of Sarah Jane Smith nochmals treffen. Im finalen Zweiteiler der vierten Staffel 4.12/4.13 von Doctor Who erlebte sie ein weiteres Abenteuer mit dem Doktor, sieht ihn jedoch am Ende der Folge 4.18 The End of Time (Teil 2) noch einmal kurz, bevor der Doktor in seine 11. Inkarnation regeneriert. In der Doppelfolge 4.05/4.06 The Death of the Doctor der Sarah Jane Adventures trifft sie schließlich die elfte Inkarnation des Doktors wieder (dann zusammen mit Jo Grant [jetzt Jo Jones]).

Romana ist eine Timelady (weiblicher Timelord), die neben Susan als einzige Person der eigenen Rasse mit dem Doktor reist. Über zwei Inkarnationen hinweg erlebte sie in 72 Folgen (16.01–16.26, 17.01–17.20/26 und 18.01–18.20) Abenteuer mit dem Doktor und wird in drei weiteren Folgen in Rückblenden o. Ä. gezeigt (Folge 602 The Five Doctors [dt. Titel: Die fünf Doktoren], 18.29 und 21.11, .12, .13. oder 14 [nur eine der letztgenannten Folgen]), siehe Romana.

K-9 ist ein Roboterhund. Der Name K-9 ist dabei eine abgewandelte Schreibweise des englischen Begriffs canine (auf deutsch: „hundeartig“, „hündisch“). K-9 stammt aus dem Jahr 5000 und war ursprünglich die Entwicklung eines Professors namens Marinus, der seinen Hund nicht mit auf seine Raumstation nehmen konnte. K-9 redet im Original mehrere Protagonisten mit „Master“ bzw. „Mistress“ an, was dem deutschen „Herrchen“ oder „Frauchen“ nahekommt und beispielsweise in der Folge 2.03 School Reunion (dt. Titel: Klassentreffen) auch so synchronisiert wird. Da er nur logisch denken kann und keinerlei Gefühle oder Vorstellungskraft besitzt, kommt es zu vielen sehr urkomischen Dialogen zwischen ihm und anderen Figuren. Im Laufe der Serie gab es vier K-9-Modelle:

  • K-9 Mark I: Der ursprüngliche K-9, nach einer abgewendeten Invasion ein Geschenk an den Doktor und Leela. Er entscheidet sich, zusammen mit Leela auf Gallifrey zu bleiben, als sie einen Timelord heiratet.
  • K-9 Mark II: Ein identischer K-9, den der Doktor bereits auf Vorrat in der Tardis lagert. Er bleibt mit Romana #2 im E-Space zurück, da er durch die Timewinds stark beschädigt ist und einen Übergang in den N-Space nicht überstehen würde.
  • K-9 Mark III: Ein Weihnachtsgeschenk des Doktors an Sarah Jane. Er geht allerdings nach einiger Zeit kaputt und kann erst in der Folge School Reunion (dt. Titel: Klassentreffen), 2.03 vom zehnten Doktor repariert werden. In derselben Folge sprengt er sich und eine Schule in die Luft, um eine Invasion der Krilitanes zu stoppen.
  • K-9 Mark IV: In der Folge School Reunion (dt. Titel: Klassentreffen), 2.03 ein Abschiedsgeschenk des zehnten Doktors an Sarah Jane, der sie fortan begleitet. Zwischenzeitlich muss er jedoch ein schwarzes Loch bewachen und ist so einige Zeit beschäftigt. Er kann allerdings dem zehnten Doktor und Mr. Smith helfen, die Erde aus der Medusa-Cascade wieder ins Sonnensystem zu ziehen.

Nyssa von Traken (Sarah Sutton) (von Traken), Tegan Jovanka (Janet Fielding) (von der Erde) und Adric (Matthew Waterhouse) begleiten den fünften Doktor. Adric ist ein nicht-irdisches, jugendliches Mathegenie. Er opfert sein Leben für die Rettung der Erde. Tegan wird zeitweilig von einer außerirdischen Entität namens Mara besessen.

Kamelion (Stimme Gerald Flood) ist ein weiterer Roboter.

Perpugilliam „Peri“ Brown (Nicola Bryant) ist zunächst Begleiterin des fünften Doktors, erlebt dessen Regeneration mit und muss sich daraufhin mit dem exzentrischen sechsten Doktor herumschlagen.

Melanie „Mel“ Bush (Bonnie Langford) begleitet den sechsten und siebten Doktor.

Ace (Sophie Aldred) begleitet den siebten Doktor. Sie ist 16 Jahre alt und nennt den Doktor Professor. Selten hält sie sich an seine Anweisungen, was er aber einplant. Ace hat stets Sprengstoff im Gepäck. Ihr Outfit ist leicht am Punk-Stil der 1980er Jahre orientiert.

Dr. Grace Holloway (Daphne Ashbrook) ist im 1996er Fernsehfilm eine Kardiologin, die dem achten Doktor bei einem Abenteuer auf der Erde im Kampf gegen den Master hilft und anschließend einen Kurztripp mit dem Doktor in der TARDIS unternimmt. Der Doktor bietet ihr daraufhin an weiter mit ihr zu reisen, was sie jedoch ablehnt.

Billie Piper, Rose-Tyler-Darstellerin, Oktober 2006

Rose Tyler (Billie Piper) ist in den ersten beiden Staffeln der neuen Serie (Folgen 1.01 bis 2.13) die erste dauerhafte Begleiterin des Doktors. Hierbei begleitet sie sowohl den 9. (Staffel 1) als auch den 10. (Staffel 2) Doktor. Im finalen Zweiteiler der ersten Staffel werden sie, der Doktor und Captain Jack Harkness im Jahr 200.100 von einer Armee Daleks angegriffen. Um sie zu schützen, verfrachtet der Doktor sie gegen ihren Willen in der TARDIS nach Hause. Da sie die TARDIS nicht einfach zurückfliegen kann, öffnet sie mit Micky Smith zusammen das Herz der TARDIS, das zuvor bereits in der Folge 1.11 Boom Town (dt. Titel: Der Spalt) in Aktion trat. So gelingt es ihr, die TARDIS dazu zu bringen, den Doktor zu retten. Die TARDIS bringt sie zurück ins Jahr 200.100 zum Dalek-Angriff und verbindet ihr Herz vorübergehend mit Rose, wodurch diese kurzzeitig zu einem übermächtigen Wesen wird. Sie vernichtet die Daleks und ihre Kriegsflotte und belebt Captain Jack Harkness wieder, der sich zwischenzeitlich im Kampf gegen die Daleks geopfert hatte, um dem Doktor mehr Zeit zu verschaffen, seinen Verteidigungsplan umzusetzen. Später erfährt man (vgl. Folge 3.11), dass sie, weil sie die Kraft nicht richtig beherrschen konnte, Captain Jack Harkness für immer wiederbelebt hat, er so zu einem Fixpunkt in der Zeit wurde und Rose damit für seine Unsterblichkeit verantwortlich ist. Nicht einmal der Doktor kann dies rückgängig machen (vgl.Folge 3.13). Am Ende der zweiten Staffel wird Rose in einem Paralleluniversum vom Doktor getrennt, in das dieser mit seiner TARDIS nicht mehr zurückkehren kann. Mit ihren letzten Worten gesteht sie dem Doktor ihre Liebe, bevor dieser jedoch antworten kann, reißt die Verbindung zwischen den Welten endgültig ab. An ihre Stelle tritt in der dritten Staffel Martha Jones. Am Ende der vierten Staffel trifft Rose dann aber doch wieder auf den Doktor. Zuvor erschien sie bereits kurz am Ende der Folge 4.01 Partners in Crime auf, ohne dem Doktor dabei persönlich zu begegnen. Bevor sie in der Folge 4.11 Turn Left schließlich wieder richtig mit dem Doktor zusammentrifft ist sie in den Folgen 4.05 The Poison Sky und 4.10 Midnight jeweils für Sekundenbruchteile auf einem Computerbildschirm zu sehen, wie sie (ohne Ton) den „Namen“ des Doktors ruft. Dem Doktor entgeht dieser kurze Augenblick allerdings beide Male. Bisher erlebte sie in insgesamt 30 Folgen (1.01–1.13, 2.00–2.13 und 4.11–4.13) Abenteuer mit dem Doktor und ist in drei weiteren Folgen (4.01, 4.05 und 4.10) kurz zu sehen. In der Folge 4.18 The End of Time (Teil 2) tritt sie das bisher letzte Mal kurz in Erscheinung.

Adam Mitchell (Bruno Langley) reist Mitte der ersten Staffel in der Folge The Long Game (dt. Titel: Langzeitstrategie) 1.07 mit dem neunten Doktor und Rose Tyler. Er hintergeht den Doktor jedoch und wird am Ende der Folge zuhause abgesetzt.

John Barrowman, Captain-Jack-Harkness-Darstellern, Juli 2007

Captain Jack Harkness (John Barrowman) ist ein Trickbetrüger und ehemaliger Agent der zukünftigen menschlichen Zeitreiseagentur aus dem 51. Jahrhundert. Er reist in den letzten fünf Folgen (1.09–1.13) der ersten Staffel der neuen Serie mit dem 9. Doktor und Rose Tyler. In der letzten Folge opfert er sich im Kampf gegen die Daleks, wird aber von Rose Tyler wiedererweckt, als diese durch die vorübergehende Verbindung mit dem Herz der TARDIS für kurze Zeit zu einem übermächtigen Wesen geworden war. Seitdem ist er unsterblich. Da dies wider die Naturgesetze ist, ließ der Doktor ihn am Ort des Geschehens im Jahr 200.100 zurück. Mit dem Zeitreisegerät aus seiner Zeit als Agent der Zeitreiseagentur wollte er zurück ins 21. Jahrhundert reisen, in der Vermutung, dort den Doktor wiedertreffen zu können. Er verpasste jedoch das 21. Jahrhundert und landete im Jahr 1869, wobei sein Zeitreisegerät kaputtging.[18] Er lässt sich in Cardiff nieder, wohlwissend, dass der dortige Spalt im Raum-Zeit-Gefüge früher oder später vom Doktor zum Aufladen seiner TARDIS verwendet werden würde. Er schließt sich der dortigen Torchwood-Niederlassung Torchwood 3 an, wird dessen Oberhaupt und damit nach der Zerstörung von Torchwood 1 am Ende der zweiten Staffel (Folge 2.12 und 2.13) sowie der Schließung von Torchwood 2 zum Chef des gesamten Torchwood-Instituts. Im finalen Dreiteiler der dritten Staffel (Folge 3.11–3.13) reist er erneut mit dem Doktor. Im Zuge dessen wird in der letzten Folge der Staffel (3.13 Last of the Time Lords) angedeutet, dass er im Laufe der Zeit zum Gesicht von Boe werden könnte. Er erlebte bisher in 10 Folgen (1.09–1.13, 3.11–3.13 und 4.12–4.13) Abenteuer mit dem Doktor und dessen jeweils aktueller dauerhaften Begleitung und trifft am Ende der Folge The End of Time (Teil 2) noch kurz in einer Bar auf den Doktor.

Freema Agyeman, Martha-Jones-Darstellerin, März 2007

(Dr.) Martha Jones (Freema Agyeman) ist eine Medizinstudentin, die nach Rose Tyler die zweite dauerhafte Begleiterin des Doktors wird und in der dritten Staffel (3.01 bis 3.13) mit ihm reist. Sie verlässt ihn jedoch am Ende der dritten Staffel bereits wieder. In der vierten Staffel erlebt sie als zwischenzeitlich promovierte Medizinerin und UNIT-Agentin mit dem Doktor und seiner dann aktuellen Begleiterin Donna Noble in den Folgen 4.04 The Sontaran Stratagem, 4.05 The Poison Sky und 4.06 The Doctor's Daughter noch einmal Abenteuer. Britische Medien bezeichneten sie als die erste schwarze Begleiterin des Doktors, obwohl Roses dunkelhäutiger Freund Mickey Smith bereits mehrfach in den ersten beiden Staffeln mit dem Doktor reist. Da nicht genau festgelegt ist, was einen Reisebegleiter zum „Companion“ macht, ist dieser Punkt strittig. Die aktuelle Doctor Who-Homepage der BBC-Sendung listet Mickey Smith als „Begleiter“.[19] Im Weihnachtsspecial 2009 The End of Time wird gezeigt, dass Martha Jones-Smith und Mickey Smith mittlerweile miteinander verheiratet sind. Martha Jones erlebte bisher in 18 Folgen (3.01–3.13, 4.04–4.06 und 4.12–4.13) Abenteuer mit dem Doktor. Darüber hinaus trifft sie noch am Ende der Folge 4.18 The End of Time (Teil 2) kurz auf den Doktor, bevor dieser regeneriert. Im Zuge dieses Auftritts erfährt man, dass sie inzwischen mit Mickey Smith verheiratet ist, obwohl sie in der Doppelfolge 4.04/4.05 noch mit dem Arzt verlobt war, den sie zuvor im Dreiteiler 3.11–3.13 kennengelernt hatte.

Astrid Peth, verkörpert vom Gaststar Kylie Minogue, steht dem 10. Doktor im 2007er Weihnachtsspecial Voyage of the Damned (Folge 4.00) zur Seite. Astrid hatte mit dem Doktor bereits ausgemacht, ihn künftig zu begleiten, opfert sich gegen Ende der Folge jedoch, um die Erde zu retten.

Catherine Tate, Donna-Noble-Darstellerin, Mai 2005

Donna Noble (Catherine Tate) ist nach Rose Tyler und Martha Jones die dritte dauerhafte Begleiterin des Doktors. Sie trifft zunächst im 2006er Weihnachtsspecial The Runaway Bride (Folge 3.00) dem 10. Doktor und bekämpft mit ihm erfolgreich die Racnoss. Da er Rose Tyler verloren hatte, bietet er ihr am Ende der Folge an, ihn auf seinen Reisen zu begleiten. Sie lehnt jedoch (zunächst) ab, weil ihr das Leben mit dem Doktor als zu gefährlich erscheint. Seit ihrem Weihnachtsabenteuer mit dem Doktor sieht sie die Welt jedoch mit anderen Augen und geht auf eigene Faust ungewöhnlichen Ereignissen nach, in der Hoffnung, den Doktor wiederzutreffen und ihn doch noch auf seinen Reisen zu begleiten. So begegnet sie ihm zu Beginn der vierten Staffel in der Folge 4.01 Partners in Crime im Kampf gegen die Adipösen wieder. Da seine zwischenzeitliche Begleiterin Martha Jones ihn zuvor verlassen hatte, um sich um ihre Familie zu kümmern, nimmt er Donna nun als seine Begleiterin mit auf Reisen. Zum Ende der Staffel muss der Doktor jedoch zu ihrem eigenen Schutz ihre Erinnerungen an ihn und die gemeinsamen Abenteuer aus ihrem Gedächtnis löschen und sie auf der Erde zurücklassen. Sie erlebte in 14 Folgen (3.00 und 4.01–4.13) Abenteuer mit dem Doktor. In der Doppelfolge The End of Time 4.17/4.18 tritt sie anschließend das bisher letzte Mal auf.

(Professor Dr.) River Song (Alex Kingston) ist eine zukünftige Begleiterin des Doktors. Sie ist eine Archäologin unbekannter Herkunft. Song hat eine sehr enge, wenn auch unbekannte Art der Beziehung zum Doktor. So wird sie schließlich einmal so vertraut mit ihm, dass er ihr sogar seinen echten Namen anvertraut und ihr später auch seinen Schall-Schraubenzieher schenkt. Nachdem sich in ihrer persönlichen Zeitlinie die Wege von ihr und dem Doktor trennen, kann sie ihn zu Hilfe rufen, indem sie Nachrichten auf sein Gedankenkontrollpapier übermittelt. Dies tut sie auch im ersten Teil der Doppelfolge 4.08 Silence in the Library, 4.09 Forest of the Dead. Die Nachricht erreicht da jedoch den „falschen“ Doktor, d. h. dessen Ich, dass in seiner persönlichen Zeitlinie River Song noch gar nicht getroffen hat und nicht mir ihr gereist ist. Indem sie ihm seinen wahren Namen zuflüstert, überzeugt sie ihn von ihrer Vertrauenswürdigkeit. Am Ende der Folge 4.09 Forest of the Dead opfert sie ihr Leben, um das des Doktors zu retten. Dieser kann sie jedoch in gewisser Weise auch retten: Sein Zukunfts-Ich hat ihr einen modifizierten Schall-Schraubenzieher mit einem Bewusstseins-Link geschenkt, in dem ihr Bewusstsein für kurze Zeit nach ihrem Tod nachhallt. Diesen Nachhall kann der Doktor, kurz bevor er gänzlich verstummt, in einen Computer hoch laden, wo River Song dann in einer virtuellen Realität weiterexistiert. In der Doppelfolge The Time of Angels/Flesh and Stone (5.04/5.05) tritt River Song – zu diesem Zeitpunkt noch Dr. Song – erneut auf. In dieser Doppelfolge wird eine weitere Regelmäßigkeit im Verhältnis River/Doktor etabliert, nämlich den Satz „Hallo, Sweetie“ in Verbindung mit einer Zeit- und Ortsangabe auf einem Gegenstand zu platzieren, den der Doktor unter Garantie irgendwann aufsuchen wird, um infolgedessen River Song dann an der angegebenen Raum-Zeit-Koordinate zu treffen. Dies wiederholt sich im finalen Zweiteiler (5.12/5.13) der fünften Staffel in der Folge The Pandorica Opens (5.12). Es wird bekannt, dass River im 51. Jahrhundert im Gefängnis sitzt, weil sie den besten Mann getötet habe, den sie jemals kannte. Hierin findet sich auch die Begründung des Running Gags, dass jede Begegnung der Beiden in Handschellen ende. In Forest of the Dead (4.09) fesselt River Song den Doktor, damit er sie nicht davon abhalten kann, ihr Leben für die 4022 Überlebenden der Bibliothek zu opfern. In Flesh and Stone (5.05) wird sie selbst am Ende in Handschellen abgeführt. Bisher war jedes Treffen zwischen River Song und dem Doktor in der Serie zu einem früheren Zeitpunkt ihrer Zeitlinie, aber zu einem späteren Zeitpunkt in der des Doktors. In der Episode Day of the Moon küsst River den Doctor und als dieser erstaunt antwortet, dass sie dies noch nie zuvor gemacht haben, ist sie kurz erschrocken, doch der Doctor erwidert mit "There's a first time for everything" (dt. "Es gibt für alles ein erstes Mal"), woraufhin sie leise flüstert "And a last one" (dt. "Und ein letztes"), was unterstreicht, dass der Doctor nur frühere Zeitlinien von River treffen wird. Sie führt ein blaues Tagebuch, das optisch der TARDIS ähnelt, über alle ihre Abenteuer mit dem Doktor. Dieser darf es jedoch nicht einsehen, damit er nicht zu viel über seine persönliche Zukunft erfährt. Bisher tauchte River Song in 9 Folgen (4.08, 4.09, 5.04, 5.05, 5.12, 5.13, 6.01, 6.02 und 6.07) auf. In Folge 6.07 A Good Man Goes to War stellt sich heraus, dass sie die Tochter von Amy Pond, Melody Pond, ist. In der letzten Episode der 6. Staffel ist schließlich die Hochzeit von River und dem Doktor zu sehen.

Jackson Lake (David Morrissey) ist im Weihnachtsspecial 2008 The Next Doctor (Folge 4.14) ein Mann im viktorianischen England, der durch die Cybermen versehentlich einige Informationen über den Doktor in seinen Kopf implantiert bekam. Er hält diese Informationen für Erinnerungen und glaubt daher er sei der Doktor. Auch der Doktor selbst glaubt zeitweilig auf eine zukünftige Inkarnation seiner selbst getroffen zu sein, bis er die Wahrheit entdeckt. So wird Jackson Lake in der Folge so zum Begleiter des Doktors bzw. erlebt so ein Abenteuer mit ihm, ohne mit ihm in der TARDIS zu reisen.

Lady Christina de Souza (Michelle Ryan) begleitet den Doktor im Osterspecial 2009 4.15 Planet of the Dead, welche ihn am Ende der Episode weiter begleiten möchte, was vom Doktor jedoch abgelehnt wird, da er künftig alleine reisen möchte, um nicht mehr von seinen Begleitern verlassen werden zu können.

Adelaide Brooke (Lindsay Duncan) ist in The Waters of Mars, dem Weihnachtsspecial 2009, die Begleiterin des Doktors. Er rettet sie von der Marsstation, obwohl es vorherbestimmt ist, dass sie dort sterben soll. Um die Zukunft nicht noch weiter zu verändern, nimmt sie sich nach der sicheren Rückkehr auf die Erde das Leben.

Wilfred Mott (Bernard Cribbins) ist der Großvater von Donna Noble und begleitet den Doktor im Weihnachts-Neujahresspecial 2009, The End of Time (4.17/4.18). Zuvor war er bereits in den Folgen (4.00) Voyage of the Damned, 4.01 Partners in Crime, 4.04 The Sontaran, 4.05 The Poison Sky und 4.12 The Stolen Earth in Kontakt mit dem Doktor gekommen.

Karen Gillan als Amy Pond in der Folge 5.01 The Eleventh Hour, Dezember 2010.

Amy Pond (Karen Gillan) voller Name Amelia Jessica Pond ist ab der fünften Staffel die vierte dauerhafte Begleiterin des (nun 11.) Doktors in der neuen Serie. Der Doktor trifft zunächst auf ihr siebenjähriges Ich. Als er in seiner beschädigten TARDIS nach dem Rechten sehen muss, verspricht er ihr in fünf Minuten zurück zu sein. Immer noch etwas desorientiert von der kürzlichen Regeneration erscheint er jedoch erst in zwölf Jahren wieder. Dann erlebt er mit Amy ein Abenteuer auf der Erde und bietet ihr daraufhin an ihn bei seinen Reisen zu begleiten. Sie besteht jedoch darauf am Morgen nach ihrer Abreise wieder abgesetzt zu werden. Im Laufe der Staffel stellt sich heraus, dass sie am Vorabend ihrer Hochzeit mit Rory Williams abgereist sind und Amy daher pünktlich am Folgetag zu ihrer Hochzeit wieder da sein will. Sie fühlt sich jedoch zunehmend zum Doktor hingezogen und küsst ihn in der Folge 5.05 Flesh and Stone schließlich, worauf dieser jedoch nicht eingehen möchte. Stattdessen bemüht er sich in den anschließenden Folgen darum ihre Beziehung zu ihrem Verlobten Rory wieder zu festigen, wozu er diesen in der TARDIS mitnimmt. Am Ende der fünften Staffel kommt es in der Folge 5.13 The Big Bang dann auch zur geplanten Hochzeit vom Amy und Rory. Am Ende von Folge 6.01 The Impossible Astronaut teilt Amy dem Doktor mit, dass sie schwanger ist. Am Ende der Folge 6.02 Day of the Moon führt der Doctor einen Scan von Amy durch, das Ergebnis lässt jedoch nicht klar erkennen ob Amy tatsächlich schwanger ist. Bisher reiste Amy in 17 Folgen mit dem Doktor. In der Folge 6.05 bekommt Amy ihr Kind "Melody", welches in der darauffolgenden Folge entführt wird. Es stellt sich heraus, dass Dr. River Song die erwachsene Tochter von Amy und Rory ist.

Rory Williams (Arthur Darvill) ist Krankenpfleger und der Verlobte von Amy Pond, die ab der fünften Staffel die vierte Dauerhafte Begleiterin des Doktors ist. Er reiste bisher in 10 Folgen (5.06 The Vampires of Venice, 5.07 Amy’s Choice, 5.08 The Hungry Earth, 5.09 Cold Blood, 5.12 The Pandorica Opens, 5.13 The Big Bang, 6.01 The Impossible Astronaut, 6.02 Day of the Moon, 6.03 The Curse of the Black Spot und 6.04 The Doctor's Wife) mit dem Doktor und Amy und tauchte zuvor bereits in der Folge 5.01 The Eleventh Hour auf. In der Folge 5.09 Cold Blood wird er jedoch getötet und von einem Zeitriss absorbiert, der seine Existenz gänzlich aus der Zeit löscht. Als Zeitreisende Anomalien behalten der Doktor und z. T. auch Amy jedoch ihre Erinnerungen an ihn. So taucht er in der Folge 5.12 The Pandorica Opens als Auton erneut auf. Durch den „Reset“ des Universums in der Folge 5.13 The Big Bang wird letztendlich auch seine menschliche Existenz wieder hergestellt. So kommt es schließlich doch zur Hochzeit zwischen ihm und Amy Pond. Der Doktor bezeichnete ihn darauf als Rory Pond. Seit der Folge 6.05 hat er ein Kind mit Amy namens Melody Pond (Dr. River Song).

Rassen im Doctor-Who-Universum

Durch die über 40 Jahre Laufzeit der Serie bzw. deren bisher 11 Hauptdarsteller gab bzw. gibt es zahlreiche Planeten, Völker, Freunde und Gegenspieler im Doctor-Who-Universum, das meist kurz als Whoniversum bezeichnet wird.

Timelords

Zur Rasse der Timelords

Die Timelords (In der deutschen Synchronisation der Serie auch "Zeitwanderer", sowie in Doctor Who - Der Film "Herren der Zeit" genannt) sind eine der mächtigsten und ältesten Spezies des Universums[20] und bewohnen den Planeten Gallifrey, einen Planeten mit verbrannt-orangem Himmel, zwei Sonnen, rotem Gras und silbernen Blättern an den Bäumen. In grauer Vorzeit erlangten dessen Bewohner durch die großen Gründungsväter Rassilon und Omega die Macht über die Zeit, nachdem Omega eine Supernova ausgelöst hatte. Omega starb (angeblich) bei dieser Explosion. Das dabei entstehende schwarze Loch, auch „Eye of Harmony“ (in der deutschen Synchronisation auch: „Auge der Harmonie“) genannt, wurde damit als Energiequelle für Zeitreisen verfügbar. Im Alter von acht Jahren müssen sich Timelords einem Initiationsritus unterziehen, bevor sie in die Akademie aufgenommen werden, wo sie die Regeln für ihre Zeitreisen lernen.[21] Zu diesen Regeln gehört, sich nicht in die Vergangenheit oder Zukunft einzumischen. Diese Regel wird vom Doktor allzu oft missachtet, was seiner zweiten Inkarnation (Patrick Troughton) zum Verhängnis wird und dazu führt, dass seine dritte Inkarnation (Jon Pertwee) auf die Erde ins Exil geschickt wird. Die Timelords reparieren außerdem Brüche in der Zeit, die durch diverse Paradoxa ausgelöst werden, wenn Zeitreisende sich selbst begegnen. Alle Timelords können im Prinzip zwölfmal regenerieren. Es gibt Möglichkeiten, die Regeneration zu beeinflussen, sodass ein Timelord mehr Regenerationen durchlaufen kann. So existiert der Master gegenwärtig bereits in mindestens seiner 15. Inkarnation. Wie ihm dies genau gelang, ist bisher jedoch noch nicht bekannt. Aus dem 1996er Fernsehfilm ist jedoch bekannt, dass er als körperloses Wesen Besitz von einem anderen Timelord-Körper (im Film den des Doktors) ergreifen wollte, um dessen Leben auch noch zu erhalten. Ob und wie ihm das möglicherweise gelungen ist oder wie er stattdessen weitere Timelord-Inkarnationen erreichen konnte bleibt unklar. Auch geht aus dem Film hervor, das die Existenz als körperloses Wesen nach dem Tod der 13. Inkarnation eine Timelords nicht normal für einen Timelord ist, da der Doktor nicht damit rechnet. Somit bleibt auch unklar, wie der Master bzw. ein Timelord zu einem körperlosen Wesen werden kann.

Im letzten Time War (in der deutschen Synchronisation auch: Ewiger Krieg) zwischen den Timelords und den Dalek werden beide Rassen fast vollständig ausgelöscht. Der Doktor ist scheinbar der einzige Überlebende dieses Krieges und seither gezwungen, seine TARDIS autark mit Energie zu versorgen.

In The End of Time stellt sich auch heraus, dass der Doktor den ganzen Time War in einem Zeitschloss eingeschlossen hat. Dadurch wollte er den Plan der Timelords verhindern, das ganze Universum zu zerstören.

Bekannte Timelords

Der Doktor

Siehe: Wer ist „der Doktor“?

Der Master

Der Master ist wie der Doktor ein Timelord und versucht, dem Doktor in jeglicher Beziehung Schwierigkeiten zu machen. Geht es allerdings um sein eigenes Überleben, ist er in Sekundenschnelle bereit, seine finsteren Pläne aufzugeben und dem Doktor zu helfen – eine klassische Sherlock-Holmes-Moriarty-Beziehung.

Der Master ist durch seine Missetaten mitschuldig an einigen Regenerationen des Doktors. Als Timelord kann der Master sich ebenfalls regenerieren und hat dies seinerseits bereits diverse Male getan. Gegenwärtig existiert er in mindestens der 15. Inkarnation. Davon sind jedoch lediglich vier bis fünf (je nachdem, ob die erste aufgetauchte Inkarnation aus den 1970ern noch die aller erste des Masters und damit mit derjenigen aus den Rückblenden in seine Kindheit identisch ist) Timelord-Inkarnationen sowie zwei weitere Versionen, bei denen das Bewusstsein des Masters von einem humanoiden Wirt Besitz ergriffen hat, bekannt. All diese wurde von insgesamt neun unterschiedlichen Schauspielern dargestellt:

  • In der klassischen Serie wurde seine erste auftretende Inkarnation, die erstmals 1971 im Serial Terror of the Autons (Folgen 8.01–8.04) auftrat, bis zu dessen Tod 1973 von Roger Delgado verkörpert.
  • Anschließend taucht eine andere, die bereits explizit 13. Inkarnation des Masters, zunächst gespielt von Peter Pratt 1976 im Serial The Deadly Assasin (Folgen 14.09–14.12) wieder auf. Da er nicht weiter regenerieren konnte, ist er über die Jahre zu einer ausgemerzten alternden Hülle geworden, körperlich stark entstellt, was durch starkes Make-up dargestellt wird. Er versucht sich mit dem Eye of Harmony wiederherzustellen. Der Doktor verhindert dies jedoch, weil dies die Zerstörung Gallifreys zur Folge gehabt hätte.
  • 1981 taucht dieselbe Inkarnation des Master, wenn auch mit einem neuen Schauspieler (Geoffrey Beevers) unter dem Make-up im Serial The Keeper of Traken (Folgen 18.21–18.24) erneut auf. Sein Plan und sein Vorgehen ist dann ganz ähnlich wie später auch im 1996er Fernsehfilm.
  • Er nimmt einen anderen Körper (gespielt von Anthony Ainley) in Besitz und versucht mittels dessen sein Leben weiter zu verlängern – vorzugsweise durch eine neue Reihe von Regenerationen. In dieser Inkarnation taucht der Master bis zum zwischenzeitlichen Ende der Serie sporadisch immer mal wieder auf.
  • Im Fernsehfilm von 1996 trifft der (achte) Doktor auf eine weitere Inkarnation des Masters, die von Eric Roberts verkörpert wird. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine neu regenerierte Inkarnation des Masters. Es wird noch einmal betont, dass der Master zu diesem Zeitpunkt bereits alle 13 seiner Leben verbraucht. Der Doktor merkt jedoch dazu an, der Master habe sich noch nie um (Timelord-)Regeln geschert. Nach der Exekution durch die Daleks (wo der Master, ohne dass sein Gesicht gezeigt wurde – damit man nicht sieht, dass es nicht mehr Anthony Ainley ist –, von Gordon Tipple verkörpert wird) nimmt das körperlose Bewusstsein des Masters (erneut) Besitz von einem Menschen. Da dieser Körper die Strapazen nicht lange aushalten würde, versucht der Master, sich den Körper des Doktors anzueignen. Dieses Zusammentreffen endet damit, dass der Master vom „Auge der Harmonie“ (original: „Eye of Harmony“), der Energiequelle der TARDIS, verschlungen wird. Ebenso wie der Doktor zwischen den Ereignissen dieses Films und denen der ersten Folge der neuen Serie einmal gezwungen war zu regenerieren, ist es dem Master zwischenzeitlich offenbar gelungen zu entkommen und wieder einen Timelord-Körper zu erhalten, denn…
  • Master-Darsteller Sir Derek Jacobi, Dezember 2006.
    2008 taucht der Master im finalen Dreiteiler der dritten Doctor-Who-Staffel (Folgen: 3.11 Utopia, 3.12 The Sound of the Drums und 3.13 Last of the Time Lords) wieder auf. Zunächst wird eine stark gealterte Inkarnation in der Folge Utopia (3.11) von Sir Derek Jacobi dargestellt. Diese Inkarnation ist der Vernichtung der übrigen Timelords dadurch entgangen, dass er seine Timelord-DNS mit vollständig menschlicher überschrieben und sich eine künstliche menschliche Identität verschafft hat. Damit der Prozess vollständig ist, musste er auch sein Timelord-Bewusstsein von seinem Körper trennen. Dies konservierte er in einem Gerät, das optisch einer Taschenuhr nachempfunden ist, damit es nicht auffällt – ein Prozess, den der Doktor in der Doppelfolge Human Nature (3.08)&The Family of Blood (3.09) ebenfalls reversibel durchlaufen hat. Das Problem bei diesem Prozess ist, dass der Master jedwede Erinnerung an sein früheres Leben ebenfalls verliert, bis er die Taschenuhr öffnet und wieder zum Timelord wird. Bis dahin lebt er sein Leben in der Identität des Professor Yana im Jahr 3 Billion, kurz vor dem Ende des Universums. Am Ende der Folge öffnet der als Mensch zum Greis gealterte Yana schließlich die Uhr und wird so wieder zum Timelord und sich seiner eigentlichen Identität als Master bewusst. Unmittelbar danach versucht er dem Doktor zu schaden. Yanas Assistentin Chantho versucht ihn aufzuhalten und schießt ihn dabei an. Der Master flieht in die nahe gelegene TARDIS des Doktors. wo er zu seiner nächsten Inkarnation, verkörpert von John Simm, regeneriert.
  • Nach seiner Regeneration in der Folge Utopia (3.11) flieht der Master mit der TARDIS in die Gegenwart. Hier nimmt er die Identität Harold Saxon an und manipuliert die Menschen mittels eines Satellitennetzwerkes so, dass sie ihn zum britischen Premierminister wählen. Dieses Satellitennetzwerk hilft ihm auch dabei, sich vor dem Doktor zu verstecken, der sonst die Anwesenheit eines anderen Timelords hätte spüren können. So taucht der Master als Harold Saxon bereits unbemerkt in der Folge 3.06 The Lazarus Experiment auf, als er zum Ende der Folge der Mutter von Martha Jones einredet, der Doktor sei eine Gefahr für ihre Tochter. Sich der Existenz des Masters bewusst, erreichen der Doktor und seine Begleitung, zurückgekehrt aus dem Jahr 3 Billionen, die Erde erst 18 Monate nach der Ankunft des Masters, wo dieser die Erde unterwirft. Nachdem der Doktor in der Folge Last of the Time Lords (3.13) die Pläne des Masters vereiteln konnte und die korrekte Zeitlinie wiederhergestellt hat, plant der Doktor, den Master in der TARDIS einzusperren. Als dieser dann tödlich angeschossen wird, weigert er sich zu regenerieren, da er nicht nur leben möchte, um dieses in Gefangenschaft des Doktors zu verbringen. Der Doktor zündet schließlich den Körper des Masters auf einem Scheiterhaufen an und geht. Eine Weile später sieht man den Ring des Masters zu Boden fallen. Eine Frauenhand mit rot-orange lackierten Fingernägeln hebt diesen auf und man hört das Lachen des Masters. Im Zweiteiler The End of Time (4.17/4.18) wird der Master, der einen Teil von sich in diesem Ring konserviert hatte, zusammen mit einer Probe seines genetischen Materials in der John-Simm-Inkarnation wiedererweckt.
  • Sowohl im Zuge des Dreiteilers zum Finale der dritten Staffel als auch in The End of Time sieht man die erste Inkarnation des Masters als 8-jähriges Kind auf Gallifrey, dem Heimatplaneten der Timelords, dargestellt von William Hughes.

Der Master ist von allen Time Lords, außer dem Doctor, derjenige welcher am meisten in der Serie zu sehen ist. Insgesamt tauchte er in 23 Storys auf. Liste seiner Auftritte:

  • Terror of the Autons (8.01-8.04)
  • The Mind of Evil (8.05-8.10)
  • The Claws of Axos (8.11-8.14)
  • Colony in Space (8.15-8.20)
  • The Daemons (8.21-8.25)
  • The Sea Devils (9.09-9.14)
  • The Time Monster (9.21-9.26)
  • Frontier in Space (10.09-10.14)
  • The Deadly Assassin (14.09-14.12)
  • The Keeper of Traken (18.21-18.24)
  • Logopolis (18.25-18.28)
  • Castrovalva (19.01-19.04)
  • Time-Flight (19.23-19.26)
  • The King's Demons (20.21-20.22)
  • The Five Doctors (20.23/Special 1983)
  • Planet of Fire (21.13-21.16)
  • The Mark of the Rani (22.05-22.06)
  • The Ultimate Foe (The Trial of a Time Lord - Part 4) (23.13-23.14)
  • Survival (26.12-26.14)
  • The Enemy Within (TV-Movie 1996)
  • Utopia (3.11)
  • The Sound of Drums/Last of the Time Lords (3.12/3.13)
  • The End of Time (4.17-4.18/Part 1: Christmas Special 2009 - Part 2: New Years Special 2010)
Die Rani

Die Rani ist ein weiblicher Timelord. Sie ist im Grunde nicht böse, sondern nur wissenschaftlich und hält deshalb Moral für eher nutzlos. Manchmal requiriert bzw. besetzt sie ganze Planeten (und ihre Bewohner) für ihre Experimente. Sie wurde von Gallifrey, dem Planeten der Timelords, verjagt, nachdem ihre Labormäuse die Katze des Präsidenten gefressen hatten.

Die Rani tauchte nur in zwei Geschichten auf und zwar The Mark of the Rani und Time and the Rani. Ähnlich wie Irene Adler und James Moriarty aus den Sherlock-Holmes-Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle, die nur wenige Auftritte in den Büchern hatten (Adler nur einen (Holmes erste Niederlage; Kurzgeschichte Skandal in Böhmen)) und Moriarty nur zwei, wobei er bei seinem letzten in Das letzte Problem für den anscheinenden Tod Holmes verantwortlich ist) und im Verlauf der Zeit zu Holmes größten Widersacher (Moriarty) und dessen heimlichen Liebesinteresse (Adler) gemacht wurden, wurde die Rani seit Beginn der NewSeries/Fortsetzungserie von vielen Fans, die durch diese Fortsetzung zur Serie stießen, zu einer großen Gegnerin der Doctors gemacht und ihre Rückkehr sowohl von Russel T Davies als auch von Steven Moffat gefordert.

Meddling Monk

Der Meddling Monk ist ein abtrünniger Timelord in Gewandung eines Mönches, der die Zeitlinie der Erde verändern und die normannische Eroberung von England verhindern will. Der erste Doktor hält ihn zeitweise auf, indem er den Größenschaltkreis seiner TARDIS ausbaut.

Omega

Omega ist ein Sonneningenieur und Mitglied des hohen Rates auf Gallifrey. Zusammen mit Rassilon gilt er als Begründer der Timelord-Kultur als Zeitreisende. Omega entwickelte die technischen Möglichkeiten zur Zeitreise, indem er eine Sonne durch eine Supernova-Explosion zum schwarzen Loch „Eye of Harmony“ kollabieren ließ und damit eine Energiequelle schuf, die Zeitreisen möglich macht. Bei dieser Explosion galt Omega als umgekommen. Bei seinem ersten Erscheinen in der Episode The Three Doctors (10.01–10.04) klärt sich aber auf, dass er nur im „Eye of Harmony“ gefangen wurde. Die Timelords für sein Schicksal verantwortlich machend, sinnt Omega auf Befreiung und Rache.[22] In der Folge wird Omega zum wiederkehrenden Gegner des Doktors. In der Episode Arc of Infinity (20.01–20.04) wird Omegas Körper zerstört.

Romana

Romana ist eine weiblicher Timelord (Timelady), die neben Susan als einzige Person der eigenen Rasse mit dem Doktor reist. Sie reist mit dem 4. Doktor und erscheint, verkörpert von Mary Tamm (1978–1979), erstmals im ersten Handlungsstrang der 16. Staffel (Folge 16.01–16.04). Zunächst schaut sie recht arrogant auf den Doktor herab, weil sie ihn als akademisch inferior ansieht. Bald darauf beginnt sie jedoch die Erfahrung des Doktors und seinen Sinn für Abenteuer wertzuschätzen und ihn als Lehrer zu akzeptieren. Zu Beginn von Staffel 17 regeneriert Romana (seitdem verkörpert von Lalla Ward [1979–1981]) im Handlungsstrang Destiny of the Daleks [Teil 1 von 4] (Folge 17.01–17.04). Diese Regeneration ist insofern anders als die des Doktors, als dass sie diverse physische Erscheinungen durchgeht, wie eine Auswahl von Outfits, bis sie sich für eine entscheidet, die sie zuvor am Ende von Staffel 16. bei Prinzessin Astra gesehen hatte (ebenfalls gespielt von Lalla Ward). Ihre neue Inkarnation verfügt neben einem gänzlich neuen Aussehen über ein leichteres Gemüt und begleitet den Doktor bis zum Ende des Handlungsstangs Warrior’s Gate (Folge 18.17–18.20) der 18. Staffel, wo sie zusammen mit K-9 in einem Paralleluniversum ihren eigenen Weg geht. Im 1983er Jubiläumsspecial zum 20. Geburtstag von Doctor Who Folge 602 The Five Doctors (dt. Titel: Die fünf Doktoren) taucht sie kurz wieder auf. Hierfür wurden jedoch keine neuen Szenen gedreht, sondern Teile des bis dahin unveröffentlichten Handlungsstrangs der 17. Staffel (Folgen 17.21.–17.26) Shada verwendet. Anschließend erscheint ihre Figur noch in Rückblenden während der Regeneration des 4. in den 5. Doktor im letzten Handlungsstrang der 18. Staffel Logopolis (Folgen 18.25–18.29) sowie im Gedankenabbild des 5. Doktors im Handlungsstang der 21. Staffel Resurrection of the Daleks (Folgen 21.11–21.14). Es wurde in der Serie noch nicht explizit Stellung dazu genommen, ob sie der Vernichtung der Timelord im Ewigen Krieg (Time War) entgangen ist. Da der Doktor jedoch davon ausgeht, der letzte Timelord zu sein, und er bereits von der Fortexistenz des Masters (vgl. 3.11–3.13) überrascht ist, muss man bislang davon ausgehen, dass auch ihre Existenz ausgelöscht wurde. Sie begleitete den Doktor in 66 bzw. 72 Folgen (16.01–16.26, 17.01–17.20/26 und 18.01–18.20) und wird in drei weiteren Folgen in Rückblenden o. Ä. gezeigt (Folge 602 The Five Doctors [dt. Titel: Die fünf Doktoren], 18.29 und 21.11, .12, .13. oder 14 [nur eine der letztgenannten Folgen]).

Susan

Susan Foreman ist die Enkelin des Doktors, die ihn von der allerersten Folge 1.01 An Unearthly Child der ersten Staffel bis zur Folge 2.09 Flashpoint der zweiten Staffel begleitet und im 1983er Jubiläumsspecial im Anschluss an Staffel 20 in Folge 602 The Five Doctors (dt. Titel: Die fünf Doktoren) ihr bisher letztes Abenteuer mit ihm erlebt, siehe Susan.

Jenny

Jenny ist die in Folge 4.06 The Doctor's Daughter auf nicht natürliche Weise entstandene, genetische Tochter des Doktors, siehe Jenny.

Adipose

Adipose bestehen hauptsächlich aus Fett und sind weiß, unförmig und schwabbelig. Sie reproduzieren sich als Parasiten anderer, fetter Wesen und können diese komplett auflösen. Sie treten in der Folge 4.01 Partners in Crime auf und sind in der Folge 4.11 Turn Left, als Teile der Geschichte aus Partners in Crime aus einem anderen Blickwinkel erzählt werden, noch einmal zu sehen.

Cybermen

Die Cybermen, wie sie seit der Folge 2.05 Rise of the Cybermen in der neuen Serie auftreten

Ebenso wie die Daleks erinnern die Cybermen etwas an die (wesentlich später entstandenen) Borg aus mehreren Serien der „Star-Trek“-Reihe. Als Wesen eines sterbenden Planeten suchten die Cybermen einen Ausweg und ersetzten nach und nach die biologischen Teile ihres Körpers durch mechanische bzw. technische Teile. Die entstehenden Cyborgs überlebten, aber sie verloren auch ihre „Menschlichkeit“. Sie sind unempfindlich gegenüber dem Vakuum des Weltalls und den meisten Waffen, auf Gold reagieren sie jedoch allergisch. Mit gleichgeschaltetem Gehirn, Hypnose und Handfeuerwaffen versuchen sie fremde Planeten zu erobern bzw. deren Bewohner zu versklaven und anschließend ebenfalls in Cybermen umzuwandeln. In der neuen Serie treten sie in den Folgen 2.05 Rise of the Cybermen (dt. Titel: Die Auferstehung der Cybermen), 2.06 The Age of Steel (dt. Titel: Die Ära des Stahls), 2.12 Army of Ghosts (dt. Titel: Die Armee der Geister), 2.13 Doomsday (dt. Titel: Weltuntergang), dem 2008er Weihnachtsspecial The Next Doctor (4.14), in der Folge 5.12 The Pandorica Opens sowie 6.07 A Good Man Goes To War in Erscheinung.

Daleks

Stimme der Daleks (englisch)

→ Siehe auch Hauptartikel: Daleks

Die Daleks sind die bekanntesten Bösewichte in der Serie Doctor Who. Sie sind eine aussterbende Rasse von Mutanten des Planeten „Skaro“ und können nur in einem roboterhaften, kegelförmigen Äußeren überleben. Beim Angriff auf ihre Gegner geben sie stets ein metallisches „Exterminate! Exterminate!“ („Eliminieren! Eliminieren!“) von sich.

Waren sie ursprünglich „natürlichen“ Ursprungs, eine Folge eines tödlichen Krieges und einer verwüsteten Heimatwelt Skaro, stellte sich in der Episode Genesis of the Daleks ihre Herkunft als direkte Schöpfung aus der humanoiden Rasse der Kaleds durch deren obersten Wissenschaftler „Davros“ heraus. Als Namen für seine „neue Rasse“ wählte er auch dementsprechend ein Anagramm des Namens des ursprünglichen Volkes.

Neben ihren tödlichen und bedrohlichen Eigenschaften sind diese Gegner auch in anderer, humoristischer Hinsicht nicht zu unterschätzen. Ihr Plan der Weltherrschaft scheitert oft an relativ kleinen Dingen: So hielt man es lange für unmöglich, dass ein Dalek Treppen erklimmen könnte (eine Tatsache, die in Remembrance of the Daleks widerlegt wird), auch ein Hut über ihrem einzigen optischen Sensor stellt sich als unüberwindliches Hindernis heraus. Ihre Waffen sind in zwei stangenähnlichen, nach vorne gerichteten Metallarmen untergebracht. Deshalb müssen sie sich immer zu ihren Gegnern umdrehen – was den Bedrohten oft die Möglichkeit gibt, schnell genug zu verschwinden oder sich zu verstecken. Diese Einschränkung wurde allerdings in den Folgen der neuen Serie durch ein getrennt drehbares Mittelteil aufgehoben.

Die Daleks wurden vom Set Designer Raymond Cusick entworfen. Beinahe wäre diese Aufgabe Ridley Scott zugefallen, damals ebenfalls Set Designer bei der BBC. Er gab aber diesen Auftrag an Cusick ab.

Die Daleks wurden zu den beliebtesten Gegnern des Doktors und schafften es 1999 sogar bis zu einer offiziellen Briefmarke, die von Anthony Armstrong-Jones (1st Earl of Snowdon oder bekannter als „Lord Snowdon“, Ex-Ehemann von Prinzessin Margaret, der Schwester von Königin Elisabeth) fotografiert wurde.

Zum ersten Mal tauchten sie am Ende der Episode The Dead Planet auf, welche der erste Teil der Geschichte The Daleks ist und am 21. Dezember 1963 ausgestrahlt wurde. Nach dem üblichen Cliffhanger wurden sie dann in der darauf folgenden Episode The Survivors richtig vorgestellt. Bis heute sind die Daleks ein beliebtes Thema bei Doctor Who und tauchen immer wieder auf.

Mit Start der neuen Serie galten die Daleks als ausgerottet: Die Timelords und die Daleks wurden im letzten großen Time War vernichtet. Der vermeintlich einzige Überlebende dieser epischen Schlacht ist der Doktor.

Allerdings konnten sich einige Daleks auf unterschiedliche Weise retten und tauchen somit auch in der neuen Serie in den Folgen 1.06 Dalek (dt. Titel: Dalek), 1.12 Bad Wolf (dt. Titel: Böser Wolf), 1.13 The Parting of the Ways (dt. Titel: Getrennte Wege), 2.12 Army of Ghosts (dt. Titel: Die Armee der Geister) und 2.13 Doomsday (dt. Titel: Weltuntergang), 3.04 Daleks in Manhattan, 3.05 Evolution of the Daleks, 4.12 The Stolen Earth und 4.13 Journey's End wieder auf. In einer Rückblende in der Folge 4.16 The Waters of Mars in die Ereignisse der Dalekinvasion in der Doppelfolge 4.12/4.13, die in jenen Episoden selber nicht zu sehen ist, tritt ebenfalls ein Dalek auf. Ebenso bekommt es der elfte Doktor in der fünften Staffel in den Folgen 5.03 Victory of the Daleks, 5.12 The Pandorica Opens und 5.13 The Big Bang mit ihnen zu tun. Damit waren sie bisher in 134 Folgen die Gegner des Doktors.

Katzenwesen

In der Zukunft entstehen intelligente, humanoide Katzenwesen aus einer Mischung aus Katzen und Menschen. Sie haben menschliche Proportionen und einen aufrechten Gang, aber das Fell und die Gesichter von Katzen. Sie tauchen in den Folgen (1.02) The End of the World (dt. Titel: Das Ende der Welt), (2-01) New Earth (dt. Titel: Die neue Erde) und 3.03 Gridlock auf, die um das Jahr 5 Milliarden spielen.

Menschen

Menschen sind eine Spezies, die erstaunlicherweise so aussieht wie Timelords. Als der Doktor bspw. in den Folgen 4.15 Planet of the Dead und 5.02 The Beast Below darauf angesprochen wird, dass er wie ein Mensch aussieht (Originalwortlaut: „You look human“), erwidert er schnippisch: „You look time lord“ (Du siehst aus wie ein Timelord). In 5.02 The Beast Below fügt er hinzu „We came first“ (Wir waren zuerst da).

Wichtige menschliche Organisationen

Zum Umgang mit außerirdischen Spezies haben die Menschen einige Organisationen ins Leben gerufen.

UNIT

UNIT, die United Intelligence Taskforce (früher United Nations Intelligence Taskforce), kämpft im Geheimen gegen die Bedrohung durch Außerirdische.

Der leitende Kommandant der UNIT ist während der 1970er Jahre Brigadier Alistair Gordon Lethbridge-Stewart (Nicholas Courtney). Er erkennt schnell im Doktor (während der Troughton- und besonders der Pertwee-Ära) seinen besten Verbündeten. Trotzdem greifen er und seine Untergebenen, Captain Mike Yates (Richard Franklin) und Sergeant John Benton (John Levene), im Zweifelsfall lieber zur Waffe und stellen später Fragen. Der Brigadier hilft später auch dem siebten Doktor und noch später Sarah Jane Smith.

Torchwood

Siehe Hauptartikel: Torchwood#Hintergrund zum Torchwood-Institut

Das Torchwood-Institut ist eine geheime Einrichtung, die ursprünglich von Königin Victoria nach ihrer Begegnung mit dem zehnten Doktor in der Folge (2.02) Tooth and Claw (dt. Titel: Mit Zähnen und Klauen) gegründet wurde. Benannt wurde das Institut nach dem Anwesen von Sir Robert, der sich für die Rettung von Königin Victoria opferte. Mit der Absicht, Großbritannien gegen jede Bedrohung von außen zu schützen, einschließlich dem Doktor, geht das Institut außergewöhnlichen Erscheinungen jeglichen Ursprungs nach. In der Neuzeit hat sich Torchwood viele außerirdische Geräte und Waffen angeeignet und zögert auch nicht, diese gegen Feinde des Königreichs einzusetzen. Das Torchwood-Institut nimmt dabei auch die Befehle von Premierministerin Harriet Jones an, auf ein sich auf dem Rückzug befindliches Raumschiff zu schießen und damit eine ganze Rasse auszulöschen.

Nach der Zerstörung der Zentrale in London durch die Daleks und die Cybermen wird der Hauptsitz an die vorherige Außenstelle in Cardiff verlegt, die von Jack Harkness, einem ehemaligen Companion des Doktors, geleitet wird.

Menschen in der Zukunft

Die Menschen der Erde werden in der Zukunft zahlreiche andere Planeten bevölkern und mehrere aufeinanderfolgende intergalaktische Großreiche errichten. New York wird mindestens 15-mal wiedergegründet. Die Erde selbst wird einmal zeitweilig, später dauerhaft evakuiert. Schließlich gehen die reinrassigen Menschen durch Artmischung mit anderen Spezies unter.

Doch am Ende des Universums erscheint der Phänotyp Mensch erneut. Im finalen Dreiteiler (3.11–3.13) der dritten Staffel treffen die Menschen am Ende der Zeit um das Jahr 3 Billionen eine Vereinbarung mit dem Master, um, ihre vom Körper getrennten Köpfe in fliegende Kampfkugeln gepackt, die Erde der Gegenwart zu unterwerfen.

Ood

Die Ood treten zum ersten Mal in der Doppelfolge 2.08 The Impossible Planet (dt. Titel: Der unmögliche Planet) und 2.09 The Satan Pit (dt. Titel: Der Höllenschlund) der zweiten Staffel sowie erneut in den Folgen 4.03 Planet of the Ood und 4.16 The End of Time der vierten Staffel, sowie in Episode 6.04 The Doctor's Wife auf. Sie sind humanoide Lebewesen, deren Mundregion aus zahlreichen Tentakeln besteht. Die Ood tragen einen Teil ihres Gehirns außerhalb ihres Körpers mit sich und sind telepathisch kollektiv mit einem Riesenhirn verbunden. Seit dem 39. Jahrhundert sind sie von Menschen versklavt. Ihr Außenhirn ist durch eine leuchtende weiße Kugel ersetzt, mittels derer sie zwar mit Menschen kommunizieren können, wegen der sie sich aber auch stets sehr devot verhalten. Sie werden vom Doktor in der Folge 4.03 Planet of the Ood im Jahr 4126 (etwa 200 Jahre nach ihrer Versklavung) aus diesem Zustand befreit.

Racnoss

Die Racnoss tauchen in der 2007er Weihnachtsfolge 3.00 The Runaway Bride auf. Sie haben bei der Entstehung der Erde vor 4 Milliarden Jahren einen Teil ihres Volkes im Erdkern versteckt. Ihre spinnenartige Königin will ihre dortigen Kinder erwecken, um die Erde zu unterwerfen.

Schattenproklamation und Judoon

Die Schattenproklamation wird erstmals in der ersten Folge der neuen Serie (1.01 Rose) erwähnt. Sie ist eine Art intergalaktische Polizei. In ihrem Dienst stehen Einheiten der Spezies der Judoon, welche erstmals in der Folge 3.01 Smith and Jones zu sehen sind. Diese sind ca. 2 Meter groß, robust und ähneln Nashörnern auf zwei Beinen. Die Polizeiarbeit ist brutal und bürokratisch.

Die Schattenproklamation ist sowohl eine Organisation als auch eine Art intergalaktisches Abkommen, dessen Einhaltung von der gleichnamigen Organisation überwacht wird. In der Folge 4.12 The Stolen Earth reist der Doktor zur Schattenproklamation, um von dieser Hilfe bei der Suche nach der verschwundenen Erde zu ersuchen. Die Schattenproklamation wird wiederkehrend vom Doktor im Kontakt mit feindlich gesinnten Außerirdischen zitiert, wenn diese die Erde der Gegenwart bedrohen.

Die Judoon tauchen erstmalig in der Folge 3.01 Smith and Jones und später wieder in den Folge 4.12 The Stolen Earth, kurz am Ende der Folgen 4.18 The End of Time (Teil 2) sowie 5.12 The Pandoraca Opens auf.

Silence

Die Silence sind nicht, wie ursprünglich angenommen, eine Rasse von Außerirdischen, sondern eine Religion, die, der "Question" unterstehend, (6.08 Let's Kill Hitler) in der zweiteiligen Eröffnung von Staffel 6 der Fortsetzungsserie (6.01 The Impossible Astronaut, 6.02 Day of the Moon) erstmals offiziell vorgestellt wurden, jedoch bereits mehrfach in Staffel 5 verwendeten Zitat „Silence will fall“ (dt. etwa „Stille wird kommen“; vgl. Folge 5.01 The Eleventh Hour und 5.06 The Vampires of Venice) erwähnt wurden. Optisch haben sie einen langgezogenen Kopf, welcher an Edvard Munchs Bild Der Schrei erinnert, welchen die Maskenbildner als Vorlage verwendeten.[23]

Die Silence sind bereits seit tausenden Jahren auf der Erde und haben diese geheim regiert, indem sie die Menschheit beeinflussen können. Sie blieben unentdeckt, da man sie sofort vergisst, wenn man ihnen den Rücken zukehrt. In der Episode Day of the Moon trickst der Doctor sie aus, indem er eine Videoaufnahme von einem Silence, in welcher dieser sagt „You should kill us all on sight“ (dt. etwa „Ihr solltet uns töten, sobald ihr uns seht“), in die Fernsehübertragung der Mondlandung von Apollo 11 einspielt und damit die gesamte Menschheit dazu bringt, die Silence zu jagen.[24]

Slitheen

So nennt sich die Familie einer Rasse vom Planeten Raxacoricofallapatorius, die eine Art Jäger-Händler-Spezies darstellen; sie sind auf Gewinn aus und verfolgen ihre Geschäfte ohne jede Skrupel. Dabei töten sie Menschen und schlüpfen danach in deren Haut, um sich selbst als Menschen ausgeben zu können.

Anfällig sind sie für Essigsäure, durch die sie, auch schon bei geringer Dosierung, regelrecht explodieren. Sie treten in den Folgen 1.04 Aliens of London (dt. Titel: Aliens in London), 1.05 World War Three (dt. Titel: Der dritte Weltkrieg) und 1.11 Boom Town (dt. Titel: Der Spalt) auf. Eine beim Sieg über sie abgtrennte Gliedmaße von ihnen ist zudem in der Folge 1.07 Dalek (dt. Titel: Dalek) in einer privaten Sammlung außerirdischer Artefakte zu sehen und wird von Rose Tyler auch als solche identifiziert.

Sontaraner

Die Sontaraner treten meist als Militärs auf. Sie sind eroberungslustige, geklonte Krieger mit einem schulterbreiten runden Kopf, welcher oft unter einem Metallhelm verborgen ist. Ihre einzige Schwachstelle ist eine kleine Öffnung am Rücken, durch die sie Nahrung aufnehmen. Sie tauchen während der klassischen Serie in den Serials The Time Warrior, The Sontaran Experiment, The Invasion of Time und zum letzten Mal in The Two Doctors (dt. Titel Androiden in Sivillia) auf, im Relaunch erstmals in der Doppelfolge The Sontaran Strategem/The Poison Sky. Später sieht man sie in der Folge 4.18 The End of Time (Teil 2) im Kampf gegen Martha Jones und Mickey Smith erneut. Ihren bisher letzten Auftritt hatten sie in der Folge 5.12 The Pandorica Opens, als sie in einer großen Allianz mit anderen Erzfeinden des Doktors (u. a. die Daleks und die Cybermen) gegen den Doktor antreten.

Weinende Engel (Weeping Angels)

Weinende Engel tauchen zum ersten Mal in der Folge Blink (3.10) auf. Sie haben das Aussehen von steinernen Statuen. Sie sind eine uralte Spezies und „quantum-locked“. Dies ist ein Verteidigungsmechanismus, der das wortwörtliche zu Stein erstarren bedeutet, wenn irgendein lebendes Wesen sie ansieht. Sie versetzen Personen durch Berührung in die Vergangenheit und ernähren sich von der Energie der Zeit, die diese Personen in der heutigen Zeit noch verbracht hätten. Ihre Bezeichnung kommt daher, dass sie sich meistens die Hände vor das Gesicht halten, um nicht versehentlich ihre Artgenossen anzusehen. Mit einem Trick schafft es der Doktor in der Folge 3.10 Blink (deutsch: Blinzeln), dass vier Engel einen Kreis bilden, und zwar ohne dass sie die Hände vor dem Gesicht haben. Dadurch blockieren sie sich gegenseitig und sind in diesem Zustand gefangen. In der Doppelfolge 5.04/5.05 The Time of Angels/Flesh and Stone bekommt es der Doktor erneut mit ihnen zu tun.

Wichtige Einzelwesen

Aggedor

Aggedor ist das heilige Wappentier der königlichen Familie auf dem Planeten Peladon und wird als Gottheit verehrt. Der dritte Doktor findet jedoch bei seinem ersten Besuch heraus, dass es sich bei Aggedor um ein reales wildes Tier in den Tunneln unter der königlichen Festung handelt, das vom Hohepriester des Tempels von Aggedor für seine eigenen Zwecke benutzt wird. Der Doktor hat aber durch das Singen eines venusianischen Schlaflieds eine Möglichkeit gefunden, Aggedor zu beruhigen. Sowohl bei seinem ersten als auch bei seinem zweiten Besuch einige Episoden später rettet diese Begebenheit dem Doktor das Leben.[25]

Gesicht von Boe

Das Gesicht von Boe ist ein extrem langlebiges Wesen, das anscheinend seine gesamte Rasse, die Boekind, überlebt hat. Es wird jedoch angedeutet, dass es sich dabei um Captain Jack Harkness handeln könnte. Dieser ist in der letzten Folge der ersten Staffel durch die damalige Begleiterin des Doktors, Rose Tyler, die durch die vorübergehende Verbindung mit dem Herz der TARDIS für kurze Zeit ein übermächtiges Wesen geworden war, wiederbelebt worden, nachdem er sich im Kampf gegen die Daleks geopfert hatte und (vermutlich) durch diese Wiederbelebung praktisch unsterblich wurde. Jedoch ist er bis zum Zeitpunkt dieses Auftritts dennoch so weit gealtert, dass er als ein riesiges Gesicht in einem ca. zwei Meter hohen Glasbehälter weiterlebt. Trotzdem stirbt das Gesicht von Boe um das Jahr 5 Mrd. in Anwesenheit des Doktors und Martha Jones an Altersschwäche. In der letzten Folge von Staffel 3 (3.13) sagt Captain Jack Harkness, dass er, weil er von der Boeshane-Halbinsel stammt, früher als Gesicht von Boe’ bezeichnet wurde. Sollte er tatsächlich das Gesicht von Boe werden, stimmt die Angabe, es sei das letzte seiner Art, insofern, als dass im Jahr 5 Mrd. keine (anderen) reinrassigen Menschen mehr existieren.

Der Doktor trifft auf das Gesicht von Boe in den Folgen 1.02 (The End of the World [dt. Titel: Das Ende der Welt), 2.01 (New Earth [dt. Titel: Die neue Erde ) und 3.03 (Gridlock), die alle jeweils um das Jahr 5 Mrd. spielen. Darüber hinaus sieht man es in einer Nachrichtensendung in der Folge 01.07 (The Long Game [dt. Titel: Langzeitstrategie), als berichtet wird, das Gesicht von Boe sei schwanger (Jahr 200.000), und in der Folge 1.12 (Bad Wolf [dt. Titel: Böser Wolf]) ist es in einer Quizshow die Antwort auf die Frage nach dem ältesten Lebewesen in der Galaxis (Jahr 200.100).

White Guardian und Black Guardian

Die beiden Wächter sind noch mächtiger als die Timelords und bekämpfen einander. Sie sind sehr langlebig und mächtig, aber nicht gottgleich.

Der schwarze Wächter (Black Guardian) ist die Personifizierung von Chaos und Unordnung im Universum; er bewahrt den Verfall und die Entropie. Seine mehrfachen Versuche, den Doktor umzubringen, scheitern. Er ist Gegenspieler des Weißen Wächters (White Guardian), der für Ordnung im Universum steht.

Weitere

  • Autonen – schaufensterpuppenähnliche Schöpfungen einer intelligenten Lebensform namens Nestene. Die Autonen besitzen in ihre Körper integrierte Schusswaffen.
  • Cybermats – rattenähnliche Haustiere in Cyberman-Form.
  • Ice Warriors - Krieger vom Mars, mit Zischlauten redend, die meistens die Erde einnehmen wollen.
  • Kroll – der nicht nur mythologisch existierende Gott der Sumpfbewohner des dritten Mondes von Delta Magna.
  • Krynoid – großes, für Tiere und Menschen tödliches außerirdisches pflanzliches Wesen mit vielen Schlingarmen. Dieses entsteht aus Lebewesen, die von ansteckenden Samen infiziert wurden. Es kann andere Pflanzen kontrollieren.
  • Movellans – relativ schöne, weiß gekleidete Außerirdische. Die Movellans sind Gegner der Daleks.
  • Ogrons – eher hässliche Söldner.
  • Roboter des Todes – goldene Arbeitsroboter an Bord eines Schiffes, die das Schiff um jeden Preis reparieren.
  • Rutans – biologische Energiekugeln. Die Rutans haben eine Dauerfehde mit den Sontarans.
  • Sea Devils – Seebewohner, welche biologisch mit den Silurians verwandt sind. Beide halten zahme Dinosaurier als Haustiere und Wachhunde.
  • Silurians – aus dem Silur stammende Echsenwesen, die die Herrschaft über die Erde zurückverlangen. In der neuen Serie tauchen sie erstmals in der fünften Staffel in der Doppelfolge 5.08 The Hungry Earth/5.09 Cold Blood wieder auf. Ihr Gegenüber der ursprünglichen Serie modifiziertes Äußeres wird hier damit erklärt, dass es sich hierbei um einen anderen Stamm handelt als bei früheren Begegnungen.
  • Vervoids – genetisch gezüchtete pflanzenartige Killer.
  • Vinvocci - humanoid, ähnliche Körpergröße wie Menschen, grüne Hautfarbe, Stacheln ähnlich wie die Zocci. Scheinen gelegentlich mit Zocci verwechselt zu werden, was die Vinvocci sichtlich ärgert.
  • Wirrn – große Insekten. Diese legen ähnlich dem Alien Eier in lebendige Wesen.
  • Zocci - humanoid, rote Hautfarbe, geringe Körpergröße, dicke, stachelähnliche Auswüchse auf dem Kopf. Ein Vertreter der Art ist Bannakaffalatta. Zumindest Bannakaffalatta scheint weder männlich noch weiblich zu sein, da er neben „Ladies and Gentlemen“ extra erwähnt wird.
  • Zygonen – Gestaltwandler. In ihrer eigentlichen Form besitzen sie lange, spitze Köpfe mit Noppen.

Auch über diese Aufzählung hinaus existieren viele weitere Gegner, z. B. die Ice Warrior, Martians, Yetis, Axons, Draconians, Bewohner von Atlantis, Maya, Geisternebel, Dämonen, der Fenrik-Wolf, Cailleach usw.

Technische Details

  • Von 1963 bis 1969 wurde die Sendung in schwarz-weiß aufgenommen und ausgestrahlt. In den ersten drei Jahren wurden die Sendungen sogar noch im 405-Zeilen-Verfahren aufgenommen, welches damals in England gebräuchlich war, erst 1967 wurde das höher auflösende 625-Zeilen-Verfahren benutzt. Mit dem Erscheinen des dritten Doktors 1970 wurde Doctor Who dann farbig. Die neue 2005er-Serie ist die erste, welche im 16:9-Format ausgestrahlt wird, wobei die Aufnahmen nicht im HDTV-Format vorliegen. Ab der 31. Staffel gibt es Doctor Who auch in HD.
  • Ein sehr charakteristisches Merkmal der klassischen Serie bis Mitte der achtziger Jahre war die Produktionsweise: Außenaufnahmen wurden auf 16-mm-Film gemacht, Studio-Szenen hingegen direkt auf Videoband aufgezeichnet. Dadurch bedeutete ein einfacher Szenenwechsel oft einen großen Qualitätssprung in Bildauflösung, Beleuchtung, Bildfrequenz und Farbraum. Seit der letzten Staffel des sechsten Doktors (Staffel 23) werden auch die Außenaufnahmen auf Video gemacht.
  • Aufgrund der hohen Kosten für Videobänder und für den Videoschnitt Anfang der sechziger Jahre wurden die Folgen des ersten Doktors fast wie eine Livesendung produziert: Ganze Szenen wurden als ein Take aufgenommen und praktisch ungeschnitten ausgestrahlt. Dadurch kann man in den frühen Folgen etliche Versprecher und Produktionsfehler ausmachen.
  • Während der gesamten Laufzeit der ursprünglichen Serie (1963–1989) litt die Sendung unter dem Problem des eingeschränkten Budgets. Sie erreichte nie die hohen technischen Standards, die US-amerikanische Serien wie Star Trek vorlegten − ein Schicksal, das sie mit der deutschen Produktion Raumpatrouille (Raumschiff Orion) teilte. Aus diesem Grunde wurde die Sendung von Nicht-Fans oftmals belächelt; diese machten sich über wackelnde Pappkulissen und Gummimonster lustig. Anhänger der Sendung hingegen lobten die hochwertigen Dialoge und kreativen Geschichten. Die ab 2005 gesendeten neuen Folgen sind technisch auf dem neuesten Stand, auch die Spezialeffekte haben erstmals eine deutlich sichtbare hohe Qualität im Sinne einer fotorealistischen Wiedergabe.
  • Im Gegensatz zu den meisten anderen Science-Fiction-Sendungen, wie beispielsweise Star Trek, besteht die überwiegende Zahl der klassischen Doctor-Who-Folgen aus Fortsetzungsgeschichten. Dieses sind Mehrteiler mit typischerweise vier bis sechs Folgen zu jeweils 25 Minuten, in Einzelfällen waren es sogar bis zu 14 Folgen. So ergeben die 725 Episoden der klassischen Serie insgesamt 159 komplette Geschichten. Die ab 2005 gesendeten neuen Folgen sind hingegen überwiegend abgeschlossene Geschichten zu jeweils 45 Minuten, es werden aber auch Zweiteiler gesendet sowie ein Dreiteiler, das Finale von Staffel 3.

Derzeit gibt es über 40 in sich abgeschlossene Handlungsstränge auf DVD. Alle sind mit einer Vielzahl an Extras und digital überarbeitetem Bild und Ton erschienen. Weitere Folgen erscheinen in regelmäßigem Abstand.

Verschollene Episoden

  • 108 ältere Episoden von Doctor Who sind heute nicht mehr auffindbar. Es war bis in die 1970er-Jahre üblich, Bänder nur einige Jahre aufzubewahren; danach wurden sie wiederverwendet und überspielt. Die erste Dalek-Episode beispielsweise ist 1978 nur durch Zufall der Vernichtung entgangen, die im Rahmen einer Routinemaßnahme der BBC durchgeführt werden sollte. Allerdings gab es von allen Bändern Aufnahmen auf 16-mm-Film, die als internationales Austauschformat verwendet wurden. Diese mussten nach dem Senden weitergegeben, an die BBC zurückgegeben oder vernichtet werden. In den 1970er-Jahren wurden zahlreiche dieser Filme vernichtet und einige archiviert. Einige weitere Episoden oder Episodenteile wurden nach weltweiter Suche, etwa in Hongkong, wiedergefunden; dennoch sind nach wie vor viele Filme verschollen, darunter zum größten Teil die Episoden aus der Patrick-Troughton-Ära (Auch einige William-Hartnell-Folgen gelten als verschollen, allerdings nicht so viele wie von Troughton). Des Weiteren sind eine Anzahl Episoden aus den Anfängen der Jon-Pertwee-Ära nur in schwarz-weiß erhalten. Für einige dieser Episoden gelang es, mit Hilfe privater Mitschnitte die Farbe zu rekonstruieren. Einige der Episoden enthalten auf den Schwarz-Weiß-Filmen Farbinformationen in Form von „Chroma Dots“, die im Schwarz-Weiß-Bild als charakteristische Störungen zu sehen sind. Es wurde ein Verfahren entwickelt, das es erlaubt, aus dieser Information die Farbe zurückzugewinnen. Die 3. Folge von „Planet of the Daleks“ (Folge 347; 10.17) wurde mit einer Kombination aus dieser Methode und der klassischen Kolorierung restauriert. Glücklicherweise existieren von allen „verlorenen“ Episoden Audio-Mitschnitte, welche von der BBC auf CD, DVD und MC veröffentlicht worden sind. Außerdem gibt es Multimedia-CDs bzw. DVDs, in denen Hunderte von noch existierenden Standbildern mit diesen Audio-Aufnahmen kombiniert werden.
  • 2006 erschien der „Doctor Who“-Handlungsstrang The Invasion (Folge 221–228; 6.11 bis 6.18) auf DVD, bei der 2 (Folge 221; 6.11, Folge 224; 6.14) der 8 Teile nicht mehr vorhanden sind. Diese wurden von der BBC mit Hilfe von Flash-Animationen restauriert.[26]

Episodenliste

Weiteres Auftreten des Doktors

Außer in Film und Fernsehen gibt es zum Beispiel Romane, Kurzgeschichten, Comics, Bühnenstücke und Hörspiele. Die Romane werden zum Teil von namhaften Autoren geschrieben wie zuletzt Michael Moorcock, der 2010 den Band „The Coming of The Terraphiles“ verfasste.

Auf der Bühne, im Radio und als Hörspiel

Es gab mehrere Theaterproduktionen, deren bekannteste Doctor Who: The Ultimate Adventure hieß. Die Hauptrollen wurden unter anderem von den Fernseh-Doktoren Colin Baker und Jon Pertwee gespielt.

Die britische Firma Big Finish besitzt die offizielle Lizenz der BBC, Hörspiele um Doctor Who bis einschließlich des achten Doktors zu produzieren. Die bislang über hundert auf CD veröffentlichten Episoden sind professionell produzierte Hörspiele mit den Original-Schauspielern (insbesondere den Doktoren 5 bis 8 und deren jeweiligen Begleitern) im Stile der klassischen Serie. Einige der Folgen wurden auch auf dem digitalen Radiosender BBC-7 ausgestrahlt. Es ist unter Fans umstritten, ob diese Folgen offiziell zur Doctor-Who-Serie gehören oder nicht.

Neben Big Finish produzierte auch die BBC selber einige Doctor-Who-Hörspiele mit dem dritten Doktor.

Im Kino

  • Dr. Who and the Daleks (1965) und
  • Daleks – Invasion Earth 2150 AD (1966)

Beide Filme schildern im Wesentlichen Geschichten, die schon im Fernsehen liefen, nur mit einem größeren Aufwand und in Farbe gedreht. In den Filmen spielte Peter Cushing die Hauptrolle und der Doktor stellt sich selbst als „Doctor Who“ vor. Im Film scheint er ein menschlicher Wissenschaftler zu sein, der seine Zeitmaschine selbst erfunden hat.

Ableger der Serie

  • K-9 and Company, ausgestrahlt 1981 mit Elisabeth Sladen in ihrer Rolle als Begleiterin „Sarah Jane Smith“ und John Leeson als Stimme des Hunderoboters „K-9“.
  • Die Sendung Dimensions in Time wurde 1993 für einen guten Zweck produziert. In zwei zehnminütigen Folgen treten die letzten 5 Doktoren sowie eine Reihe ihrer Begleiter auf. Die Sendung wurde in Pseudo-3D (Pulfrich-Effekt) gesendet und war in erster Linie eine Comedy-Sendung.
  • 1999 wurde eine Extrafolge mit dem Titel Doctor Who and the Curse of Fatal Death ausgestrahlt. Der Doktor trifft hier erneut auf den Master und die Daleks, enthüllt im Laufe der Geschichte, dass er seinen weiblichen Companion heiraten möchte, aber dieser Plan zerschlägt sich dann am Ende des Specials. Im Verlauf der Geschichte muss sich der Doktor viermal regenerieren, was neben dem nicht kanonischen neunten Doktor Rowan Atkinson zu vier weiteren Hauptdarstellern führte: Richard E. Grant, Jim Broadbent, Hugh Grant und Joanna Lumley (Mit Schirm, Charme und Melone). Die Produktion diente dem „Red Nose Day“.
  • Im Oktober 2006 startete mit Torchwood eine neue Ableger-Serie auf BBC Three. Bindeglied zwischen beiden Sendungen ist „Captain Jack Harkness“, gespielt von John Barrowman. (Torchwood ist ein Anagramm von Doctor Who.) Seit dem 11. März 2009 wird die Serie von RTL 2 ausgestrahlt.[27]
  • Im Januar 2007 lief der Pilotfilm für The Sarah Jane Adventures, ein weiterer, diesmal erfolgreicher Versuch, eine Serie um die ehemalige Begleiterin „Sarah Jane Smith“ (gespielt von Elisabeth Sladen) auf den Markt zu bringen. Während Torchwood sich eher an ein erwachsenes Publikum wendet, ist The Sarah Jane Adventures für jüngere Zuschauer gedacht.
  • In Australien wird die ebenfalls für jüngere Zuschauer konzipierte Serie K-9 über den Roboter-Hund K-9 produziert. Der Pilotfilm lief Ende Oktober 2009, die erste Staffel startete Anfang April 2010. Die Serie wird außer K-9 keine direkte Verbindung zum Doktor haben. Da K-9 Ende des 21. Jahrhunderts spielt, kann K-9 weiterhin in The Sarah Jane Adventures auftreten; er wird auch weiterhin von John Leeson gesprochen. K-9 wird von Network Ten und Jetix Europe produziert. Co-Creator ist Bob Baker.[28][29]

Musik über den Doktor

  • Doctorin’ the Tardis, der 1988 unter dem Namen The Timelords veröffentlichte erste Nummer-Eins-Hit in Großbritannien von Bill Drummond & Jimmy Cauty (The KLF), benutzt außer Samples von Gary Glitter's Rock and Roll part 2 auch Samples der Titelmelodie von Doctor Who.
  • Bullamakanka: Doctor Who is gonna fix it, 1983.[30]
  • Von der Techno-Band Orbital gibt es einen 2001 erschienenen Remix der Titelmelodie von Doctor Who.[31]
  • Die britische Band Chameleon Circuit spielt ausschließlich Songs über Doctor Who.

Synchronisation

Die Synchronisation der Serie fand seit Beginn der 1980er in München statt, lediglich der Fernsehfilm von 1996 wurde in Hamburg bearbeitet. Die Synchronaufnahmen der Staffeln 21 bis 26 fanden bei H.W. Film statt, Synchronregie bei den Folgen führte Hendrik Wiethase, welcher auch das Dialogbuch geschrieben hatte. Diese beiden Tätigkeiten wurden bei der Synchronisation der Serien 1 und 2 von Kai Taschner erfüllt und bei Scalamedia durchgeführt. Nach dem Senderwechsel zu Fox Deutschland im Pay-TV hat man sich entschieden die Synchronisation der fünften Staffel an das kölner Synchronstudio Splendid Synchron zu geben.[32]

Rolle Schauspieler Synchronsprecher Auftritt
Die Doktoren
Der (1.) Doktor William Hartnell Michael Schwarzmaier Die fünf Doktoren
Richard Hurndall
Der (2.) Doktor Patrick Troughton
Der (3.) Doktor Jon Pertwee
Der (4.) Doktor Tom Baker
Der (5.) Doktor Peter Davison
Der (6.) Doktor Colin Baker Staffel 21 bis 23
Der (7.) Doktor Sylvester McCoy Staffel 24 bis 26
Harald Pages Doctor Who – Der Film
Der (8.) Doktor Paul McGann Robert Missler
Der (9.) Doktor Christopher Eccleston Frank Röth Staffel 27 (Staffel 1 der neuen Serie)
Der (10.) Doktor David Tennant Philipp Brammer Staffel 28 (Staffel 2 der neuen Serie)
Der (11.) Doktor Matt Smith Tobias Nath[33] ab Staffel 31 (Staffel 5 der neuen Serie)
Begleiter des Doktors
Susan Foreman Carole Ann Ford Marion Hartmann Die fünf Doktoren
Jamie McCrimmon Frazer Hines Gerhard Acktun
Erhard Hartmann Androiden in Sivillia (22.07–22.09)
Alistair Gordon Lethbridge-Stewart Nicholas Courtney Klaus Kindler Die fünf Doktoren
Alexander Allerson Excaliburs Vermächtnis (26.01–26.04)
Sarah Jane Smith Elisabeth Sladen Uschi Wolff Die fünf Doktoren
Dagmar Dempe Klassentreffen (28.03 bzw. 2.03 neue Serie)
Tegan Jovanka Janet Fielding Alexandra Ludwig Die fünf Doktoren
Turlough Mark Strickson Wilfried Hochholdinger
Perpugilliam „Peri“ Brown Nicola Bryant Maria Böhme Staffel 21 bis 23
Melanie „Mel“ Bush Bonnie Langford Michaela Amler Staffel 23
Linda Joy Staffel 24
Ace Sophie Aldred Carin C. Tietze Staffel 24 bis 26
Rose Tyler Billie Piper Maren Rainer Staffel 27 und 28 (Staffel 1 und 2 der neuen Serie)
Captain Jack Harkness John Barrowman Philipp Moog Staffel 27 (Staffel 1 der neuen Serie)
Mickey Smith Noel Clarke Johannes Raspe Staffel 27 und 28 (Staffel 1 und 2 der neuen Serie)
Amy Pond Karen Gillan Julia Ziffer[34] ab Staffel 31 (Staffel 5 der neuen Serie)
Rory Williams Arthur Darvill Rainer Fritzsche[35] ab Staffel 31 (Staffel 5 der neuen Serie)
Schurken
Der Master Anthony Ainley Reinhard Glemnitz Die fünf Doktoren, Die Rache des Meisters (22.05.–22.06) und Das Urteil (Staffel 23/23.01–23.14)
Klaus Kindler Der Tod auf leisen Sohlen (26.12–26.14)
Eric Roberts Wolfgang Jürgen Doctor Who – Der Film
Die Rani Kate O'Mara Heidi Treutler Die Rache des Meisters (22.05–22.06)
Gudrun Vaupel Terror auf Lakertia (24.01–24.04)
Davros Terry Molloy Thomas Rau Planet der Toten (22.12.–22.13)
Werner Abrolat Die Hand des Omega (25.01–25.04)
Daleks Roy Skelton Willi Röbke
Nicholas Briggs Michael Habeck Staffel 27 und 28 (Staffel 1 und 2 der neuen Serie)
Cybermen (Cyber Leader) David Banks Thomas Albus Angriff der Kybermänner (22.01–22.02)
Ulf Jürgen Söhmisch Das Vermächtnis der Nemesis (25.08–25.10)
Roger Lloyd-Pack Joachim Höppner Die Ära des Stahls (28.06 bzw. 2.06 der neuen Serie)
Cybermen Mark Hardy Herbert Weicker Die fünf Doktoren
William Kenton Christoph Lindert
Michael Kilgarriff Walter von Hauff Angriff der Kybermänner (22.01–22.02)
Nicholas Briggs Frank Engelhardt Staffel 27 und 28 (Staffel 1 und 2 der neuen Serie)

Kurioses und Bemerkenswertes

  • Douglas Adams, Autor von Per Anhalter durch die Galaxis, schrieb einige Drehbücher und Vorlagen. Einige Motive hat er als Grundlage für seinen Roman Der elektrische Mönch, den ersten Band seiner Dirk-Gently-Serie, erneut verwendet.
  • Bei Die Simpsons gibt es eine Figur, die den Doktor darstellt, wie er von Tom Baker gespielt wurde (Episode Sideshow Bob's Last Gleaming (7.09); er tritt als „Geschätzter Repräsentant“ des Fernsehens auf). Tom Baker war für viele Amerikaner der Doktor, da seine Abenteuer die ersten waren, die nach dem Import in die USA ausgestrahlt wurden.
  • In der englischen Humorserie Dead Ringers wurde durch Jon Culshaw des Öfteren auf die Figur des vierten Doktors zurückgegriffen. Mal wird jemand von ihm angerufen, mal wandert er durch die Gegend und kauft ein. Unter anderem ruft er als vierter Doktor (Tom Baker) seine „Vorgänger“ und auch Tom Baker selbst in Person des Doktors an. Dies führte zu klassischen Zitaten wie Tom Bakers überraschtes „NO, I am the Doctor!“ oder Silvester McCoys „Tom, have you been in the Pub?
  • In den Kulissen der Serie Rom kam es bei einem Großbrand in den Cinecittà-Studios zu einem erheblichen Schaden. Daraufhin mussten die zweiten Auslandsdreharbeiten für eine Doctor-Who-Folge, die dieselben Kulissen nutzen sollte, verschoben werden.
  • Doctor Who gehört inzwischen, wie die seit 1950 laufende Hörspielserie The Archers oder die Lindenstraßen-Vorbilder Coronation Street und EastEnders, so zum britischen Kulturgut, dass in der britischen Gegenwartsliteratur immer wieder Hinweise auf die Serie auftauchen, die für deutsche Leser oft nicht verständlich sind.
  • In der Episode Remembrance of the Daleks aus dem Jahr 1988 reist der Doktor zur Erde des Jahres 1963, um zu verhindern, dass die Daleks die Hand des Omega finden. In einer Einstellung verlässt Ace (die Begleiterin des siebten Doktors) ein Zimmer eines Hauses, in dem ein Fernseher läuft. Die Kamera schwenkt zurück auf den Fernseher und ein Sprecher der BBC kündigt die erste Folge einer neuen Science-Fiction-Serie an: Doctor …
  • In Eragon – Die Weisheit des Feuers von Christopher Paolini gibt es eine Bemerkung über einen „Einsamen Gott“. Paolini gibt am Ende des Buches zu, dass damit der Doktor gemeint und er ebenfalls ein Fan ist.[36][37]
  • In Star Trek: Enterprise 2.16 (Die Zukunft) war ein Zeitreiseschiff von innen größer als von außen.
  • Die NASA hat einen Prototyp einer neuen Mars-Sonde nach dem Roboterhund K-9 benannt.
  • Im Spiel Fallout 2 kann man einen Roboterhund namens K-9 als Begleiter für sich gewinnen.
  • In Supernatural Folge 2.12 (Der Mandroid) sieht man, in einen Gespräch zwischen Sam, Dean und Ron kurz auf den Cover einer Zeitschrift einen Cyberman, außerdem hat Ron eine Theorie über „Mandroiden“, die die Welt übernehmen wollen.
  • In South Park Folge 10.13 (Gott ist tot Teil 2) hat Eric Cartman einen Roboterhund namens K-10 in Anspielung auf K-9.
  • In EUReKA – Die geheime Stadt Folge 3.04 (Die Zeitschleife) hat die Schwester von Sheriff Jack Carter, der in einer temporalen Schleife gefangen ist, in einem Gespräch ihren "Doctor Who" gefunden. Die Szene wiederholt sich mehrmals durch die Zeitschleife. In Folge 4.07 fragt Zane Donovan, als er sich in den Rechner des Ministry of Defence hackt, ob die Protagonisten noch etwas bräuchten wie TARDIS-Baupläne.
  • In The Big Bang Theory steht die Hauptfigur Dr. Dr. Sheldon Lee Cooper jeden Samstagmorgen um 06.00 Uhr auf um sich eine Schale voll Frühstücksflocken mit einem 1/4 l Milch zu machen, sich auf seinen Platz zu setzen und dann Dr. Who zu schauen.
  • In Better off Ted Folge 2.05 gehen die beiden Wissenschaftler Lamb und Phil in ein Labor wo alte Roboter ausgemustert werden, dort steht ein Dalek direkt neben der Tür.
  • In Leverage Folge Folge 1.05 erzählt Hardison das er wegen der lahmen Internetverbindung eine halbe Stunde brauchte um die neue Folge von DoctorWho runterzuladen ... In Folge 1.08 haben Nathan und Sophie Ausweise die auf Peter Davison, Sylvester McCoy sowie Tom und "Sarah Jane" Baker ausgestellt sind.
  • 1992 veröffentlichte WMS Industries einen Flipper mit dem Thema Dr. Who. Es wurden 7552 Geräte verkauft.[38]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Doctor Who (TV-Serie). TV Wunschliste, abgerufen am 2. Oktober 2008.
  2. Dr Who 'longest-running sci-fi'. In: BBC News. 28. September 2006, abgerufen am 25. Juli 2010 (englisch).
  3. 'Doctor Who' Honored by Guinness - Entertainment News, TV News, Media. In: Variety. 26. Juli 2009, abgerufen am 25. Juli 2010 (englisch).
  4. Caitlin Moran: Doctor Who is simply masterful. In: The Times. 30. June 2007, abgerufen am 25. Juli 2010 (englisch).
  5. Doctor Who scoops two TV awards. In: BBC News. 21. Januar 2010, abgerufen am 25. Juli 2010 (englisch).
  6. Dr Who 'longest-running sci-fi'. BBC News, 28. Oktober 2006, abgerufen am 5. Oktober 2008 (englisch).
  7. Steven Moffat neuer Executive Producer. BBC News, 20. Mai 2008, abgerufen am 8. April 2010 (englisch).
  8. Hugo Award 2006 für Steven Moffat. locusmag.com, 26. August 2006, abgerufen am 8. April 2010 (englisch).
  9. Hugo Award 2007 für Steven Moffat. thehugoawards.org, 27. August 2007, abgerufen am 8. April 2010 (englisch).
  10. Hugo Award 2008 für Steven Moffat. thehugoawards.org, 9. August 2008, abgerufen am 8. April 2010 (englisch).
  11. Christian Junklewitz (21. April 2011): Doctor Who in Deutschland: Kein Ort für die TARDIS?. Serienjunkies.de. Abgerufen am 21. April 2011.
  12. http://www.dwdl.de/interviews/33144/foxchefin_mirjam_laux_die_frau_die_den_doktor_rief/
  13. BBC Doctor Who FAQ - Anzahl der Regenerationen. BBC, abgerufen am 7. Februar 2010.
  14. Über das Alter des Doktors (englisch); Abruf:7. November 2010.
  15. Moffat, Steven, „The First Eleven“, in: SFX Magazine, Mai 2010, S. 58.
  16. Howe, David J.; Stammers, Mark; Walker, Stephen James (1992). Doctor Who: The Sixties (paperback ed.). London: Virgin Publishing. S. 16–17. ISBN 0-86369-707-0.
  17. Eleventh Doctor Revealed! Matt Smith Is The New Doctor. BBC, 3. Januar 2009, abgerufen am 3. Januar 2009 (englisch).
  18. 3.11 Utopia
  19. Mickey Smith. BBC, abgerufen am 2. Februar 2010 (englisch).
  20. Folge 3.12 The Sound of the Drums
  21. Folge 3.12 The Sound of the Drums
  22. Plot der Episode The Three Doctors. BBC, abgerufen am 20. März 2010 (englisch).
  23. Doctor Who Confidential 6.03
  24. Doctor Who 6.02 Day of the Moon
  25. Plot der Episode The curse of Peladon. BBC, abgerufen am 20. März 2010 (englisch).
  26. Folge 221; 6.11 und Folge 224; 6.14 wurden für die DVD-Veröffentlichung des Handlungsstrang The Invasion nachanimiert. www.sf-radio.net, abgerufen am 10. November 2009.
  27. Torchwood. Abgerufen am 26. Februar 2009.
  28. Euronext.com New K-9 Adventures with Jetix Europe Englisch vom 24. April 2006
  29. Serienjunkies.de K9: Neuer Doctor-Who-Ableger vom 31. März 2010
  30. http://rateyourmusic.com/release/single/bullamakanka/dr_who_is_gonna_fix_it___harlequin/
  31. http://www.discogs.com/Orbital-The-Altogether/release/4047
  32. http://www.splendid-synchron.de/projekte.html
  33. http://www.serienjunkies.de/news/doctor-who-fox-ausstrahlung-frueheren-35010.html
  34. http://www.serienjunkies.de/news/doctor-who-fox-ausstrahlung-frueheren-35010.html
  35. http://www.serienjunkies.de/news/doctor-who-fox-ausstrahlung-frueheren-35010.html
  36. Christopher Paolini: Brisingr. 1 Auflage. New York 20. September 2008, ISBN 0375826726, Shadows of the Past, S. 204 (“Bending over, Eragon read, Adrift upon the sea of time, the lonely god wanders from shore to distant shore, upholding the laws of the stars above.).
  37. Christopher Paolini: Brisingr. 1 Auflage. New York 20. September 2008, ISBN 0375826726, Acknowledgments, S. 761 (“Also, for those who understood the reference to a 'lonely god' when Eragon and Arya are sitting around the campfire, my only excuse is that the Doctor can travel everywhere, even alternate realities. Hey, I'm a fan too!”).
  38. Link zur international pinball data base mit Bildern und Spielbeschreibung. www.ipdb.org, abgerufen am 29. September 2011.

Weblinks

 Commons: Doctor Who – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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