Donau

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Donau
Donau
Das danubische Flusssystem

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Daten
Gew√§sserkennzahl DE: 1
Lage Mittel- und S√ľdosteuropa
Flusssystem Donau

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Beginn mit der Bregquelle im Schwarzwald oder am Zusammenfluss von Brigach und Breg bei Donaueschingen
(siehe auch Donauquelle)Vorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Quellh√∂he 1.078 mVorlage:Infobox Fluss/H√ĖHENBEZUG-QUELLE_fehlt oder 680 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
M√ľndung Schwarzes Meer
45.1629129.6472930

45¬į 9‚Ä≤ 46‚Ä≥ N, 29¬į 38‚Ä≤ 50‚Ä≥ O45.1629129.6472930
M√ľndungsh√∂he 0 mVorlage:Infobox Fluss/H√ĖHENBEZUG-M√úNDUNG fehltVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
H√∂henunterschied 1.078 m
Länge 2.857 km (2.811 km ohne Breg)dep1[1]
Einzugsgebiet 817.000 km¬≤[1]
AbflussmengeVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen MQ: 6.700 m¬≥/s
Rechte Nebenfl√ľsse Ri√ü, Iller, Lech, Isar, Inn, Enns, Traun, Leitha, Raab, Drau, Save, Morava, Iskar u. a.
Linke Nebenfl√ľsse Blau, W√∂rnitz, Altm√ľhl, Naab, Regen, Ilz, Kamp, March, V√°h, Thei√ü, Olt, Sereth, Pruth u. a.
Durchflossene Stauseen Eisernes Tor
Gro√üst√§dte Ulm, Ingolstadt, Regensburg, Linz, Wien, Bratislava, Budapest, Novi Sad, Belgrad, Russe, BrńÉila, Gala»õi
Schiffbar 2.655 km, davon 2.414 km f√ľr gro√üe G√ľterschiffe zwischen Kelheim und Sulina

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Die Donau ist mit einer mittleren Wasserf√ľhrung von rund 6700 m¬≥/s und einer Gesamtl√§nge von 2857 Kilometern[1] nach der Wolga der zweitgr√∂√üte und zweitl√§ngste Strom in Europa. Der Strom entw√§ssert weite Teile des s√ľdlichen Mittel- und S√ľdosteuropa und verbindet als Wasserweg sehr heterogene Kultur- und Wirtschaftsr√§ume.

Die Donau f√ľhrt ihren Namen ab der Vereinigung zweier Quellfl√ľsse. Die h√∂here Quelle ist die der Breg, die wie die n√∂rdlich benachbarte, etwas kleinere Brigach, im Mittleren Schwarzwald entspringt. Der Quelltopf des Donaubachs in der N√§he der Vereinigung der beiden Quellfl√ľsse wird oft ebenfalls als Donauquelle bezeichnet. Die ab hier noch gut 2810 Kilometer lange Donau[2] durchquert drei gro√üe Beckenlandschaften; das n√∂rdliche Alpenvorland und das Wiener Becken (Oberlauf), die pannonische Tiefebene (Mittellauf) und das Rum√§nische Tiefland (Unterlauf). Die trennenden Gebirge durchschneidet sie in Engt√§lern, deren bekannteste Abschnitte die Wachau und das Eiserne Tor sind. Die Donau m√ľndet in einem ausgedehnten Delta in das Schwarze Meer.

Inhaltsverzeichnis

Einzugsgebiet und Nebenfl√ľsse

Das Einzugsgebiet der Donau umfasst etwa 817.000 Quadratkilometer.[1] Es ist etwas asymmetrisch; links (n√∂rdlich) der Donau liegen 56 % der Fl√§che, rechts 44 %. Dennoch steuern die Nebenfl√ľsse der kleineren rechten Seite rund zwei Drittel des Wasservolumens bei, was auf den hier gr√∂√üeren Fl√§chenanteil hoher Gebirge zusammenh√§ngt, die zudem einen gro√üen Teil der von West- und S√ľdwestwinden herangef√ľhrten Feuchte abfangen.

Dies spiegelt sich beispielsweise darin wider, dass im s√ľdlichen pannonischen Becken von rechts mit der Save der mit Abstand wasserreichste Nebenfluss m√ľndet und von links mit der kaum halb so gro√üen Thei√ü der immerhin deutlich l√§ngste Nebenfluss der Donau. Weiter unterhalb √ľbertrifft die Wasserf√ľhrung der von rechts kommenden Morava die des am Donaudelta von links kommenden, etwa f√ľnfmal so langen Pruth um gut das Doppelte. Und auch im deutschen Donaugebiet f√ľhren die drei gr√∂√üten linken Nebenfl√ľsse (Altm√ľhl, Naab und Regen) zusammen weniger Wasser als der in diesem Teil nur drittgr√∂√üte rechte Nebenfluss, der Lech. Der weitaus gr√∂√üte Nebenfluss der oberen Donau, der Inn, ist der Donau am Zusammenfluss in Passau mindestens ebenb√ľrtig, und bei Ulm wird die Donau von der Iller sogar um gut ein Drittel √ľbertroffen.

Liste der Nebenfl√ľsse aus dem Handbuch f√ľr Donaureisen, Wien 1935, herausgegeben von der Ersten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft
Nebenfl√ľsse der Donau mit mehr als 140 Kilometern Flussl√§nge
Nebenfluss bei km [3]
Seite
R/L
Länge
in km
Abfluss
in m¬≥/s
Bemerkungen
Iller ‚Čą 000000000002587.90000000002.587,9 [4] R 147 71 f√ľhrt beim Zusammenfluss mehr Wasser als die Donau
Lech ‚Čą 000000000002496.40000000002.496,4 [4] R 264 114
Isar ‚Čą 000000000002281.70000000002.281,7 R 295 175
Inn ‚Čą 000000000002225.20000000002.225,2 R 518 738 beim Zusammenfluss breiter und zeitweise wasserreicher als die Donau
Traun ‚Čą 000000000002125.00000000002.125 [5] R 153 135
Enns ‚Čą 000000000002111.80000000002.111,8 R 254 195
Leitha ‚Čą 000000000001830.00000000001.830 [5] R 180 10 m√ľndet in den Nebenarm Moson-Donau
Raab ‚Čą 000000000001794.00000000001.794,0 R 250 18
Kapos ‚Čą 000000000001498.00000000001.498 [5] R 112,7 4,4
Drau ‚Čą 000000000001382.50000000001.382,5 R 749 670
Save ‚Čą 000000000001170.00000000001.170,0 R 945 1722 wasserreichster Zufluss der Donau
Morava ‚Čą 000000000001104.50000000001.104,5 R 185 255
Timok ‚Čą 0.000000000000845.7000000000845,7 R 203 24
Iskar ‚Čą 0.000000000000637.0000000000637,0 R 368 54
Jantra ‚Čą 0.000000000000536.7000000000536,7 R 285 47
Altm√ľhl ‚Čą 000000000002411.60000000002.411,6 [4] L 220 16
Naab ‚Čą 000000000002385.30000000002.385,3 [4] L 165 50
Regen ‚Čą 000000000002379.20000000002.379,2 [4] L 169 40
Kamp ‚Čą 000000000001985.00000000001.985 [5] L 153
March ‚Čą 000000000001880.30000000001.880,3 L 358 109
V√°h ‚Čą 000000000001765.80000000001.765,8 L 403 152
Hron ‚Čą 000000000001716.00000000001.716,0 L 298 55
Ipel ‚Čą 000000000001708.20000000001.708,2 L 233 21
Thei√ü ‚Čą 000000000001214.50000000001.214,5 L 1308 813 l√§ngster Nebenfluss der Donau
Temesch ‚Čą 000000000001150.00000000001.150 [5] L 340 47
Jiu ‚Čą 0.000000000000691.6000000000691,6 L 331 94
Olt ‚Čą 0.000000000000600.6000000000600,6 L 737 190
Vedea 0.‚Čą 000000000000530.0000000000530 [5] L 224
Arge»ô ‚Čą 0.000000000000432.0000000000432,0 L 327 73
Ialomi»õa ‚Čą 0.000000000000231.1000000000231,1 L 417 40
Sereth ‚Čą 0.000000000000155.1000000000155,1 L 596 230
Pruth ‚Čą 0.000000000000134.1000000000134,1 L 953 110

Eine L√§nge von √ľber 500 Kilometern haben Thei√ü, Pruth, Save, Drau, Olt, Sereth und Inn. Fl√ľsse mit einer Wasserf√ľhrung von √ľber 500 m¬≥/s sind Save, Thei√ü, Inn und Drau.

Die meisten der gr√∂√üeren Nebenfl√ľsse entspringen in den Ostalpen und Karpaten sowie den Gebirgen der Slowakei und der Balkanhalbinsel.

Von der Donau und ihren Nebenfl√ľssen ber√ľhrte Staaten

Flusseinzugsgebiete und Hauptwasserscheiden in Europa

Die Donau hat zehn Anrainerstaaten, auch Donaul√§nder genannt: Deutschland, √Ėsterreich, die Slowakei, Ungarn, Serbien und Rum√§nien auf beiden Ufern sowie einseitig Kroatien, Bulgarien, Moldawien und die Ukraine. Insgesamt sind 1071 Kilometer, mithin 37 % des Donaulaufs, Staatsgrenzen.

Zahlreiche weitere Staaten (Albanien, Bosnien-Herzegowina, Italien, Mazedonien, Montenegro, Polen, Schweiz, Slowenien, Tschechien und das international nicht allgemein anerkannte Kosovo) haben Anteile an ihrem Einzugsgebiet[6].

Anteile der Anrainerstaaten
Land nach Strom-
kilometern
rechtes Ufer beidseitig linkes Ufer
km  % Donaukilometer km  % km  % Donaukilometer
Deutschland 655,3[7] 633,8 22 2857[1]‚Äď2223,21[8] 533,8 35 655,3 23 2857‚Äď2201,75[8]
√Ėsterreich 350,50 350,5 12 2223,21‚Äď1872,70 321,5 18 321,5 11 2201,75‚Äď1880,26
Slowakei 172,06 22,5 1 1872,70‚Äď1850,20 22,5 1 172,1 6 1880,26‚Äď1708,20
Ungarn 417,20 417,2 15 1850,20‚Äď1433,00 275,2 15 275,2 10 1708,20‚Äď1433,00
Kroatien 137,50 137,5 5 1433,00‚Äď1295,50 0,0 0 0,0 0
Serbien 587,35 449,9 16 1295,50‚Äď845,65 220,5 13 358,0 12 1433,00‚Äď1075,00
Rum√§nien 1075,00 374,1 13 374,10‚Äď0,00 319,6 18 1020,5 36 1075,00‚Äď134,14
79,63‚Äď0,00
Bulgarien 471,55 471,6 16 845,65‚Äď374,10 0,0 0 0,0 0
Moldawien 0,57 0,0 0 0,0 0 0,6 0 134,14‚Äď133,57
Ukraine 53,94 0,0 0 0,0 0 53,9 2 133,57‚Äď79,63

(Die Streckenangaben f√ľr Deutschland sind inklusive Breg (45,9km). Quellen: Donaukommission, Budapest, Januar 2000 bis M√§rz 2004, Werte Deutschland nach LUBW[9] und Flusskilometrierung[7])

Ungew√∂hnlich ist, dass die Kilometer der Donau und ihrer Nebenfl√ľsse flussaufw√§rts gez√§hlt werden. Offizieller Nullpunkt ist der alte Leuchtturm von Sulina am Schwarzen Meer. Von Kilometer 0 bis 150 erfolgt die Streckenangabe in nautischen Meilen.

Städte

An der Donau befinden sich drei Millionenst√§dte, Wien, Budapest und Belgrad. Dar√ľber hinaus liegen weitere bedeutende St√§dte direkt am Fluss. Ulm, Ingolstadt, Regensburg, Passau, Linz, Krems, Bratislava, Moh√°cs, Vukovar, Novi Sad, Drobeta Turnu Severin, Russe, BrńÉila, Gala»õi und Tulcea.

Verlauf

Deutschland

Zusammenfluss von Brigach (hinten rechts) und Breg (hinten links) zur Donau bei Donaueschingen
Die Donau in Ulm (vom Ulmer M√ľnster aus gesehen)

Namentlich entsteht die Donau 1,4 Kilometer √∂stlich von Donaueschingen durch den Zusammenfluss der beiden Quellfl√ľsse Brigach und Breg (‚ÄěBrigach und Breg bringen die Donau zuweg'‚Äú). Als Donauquelle wird nicht nur die Quelle der Breg bei Furtwangen bezeichnet, sondern auch der symbolisch gefasste Ursprung des in Donaueschingen entspringenden Donaubachs (siehe auch Donauquelle).

In Deutschland verl√§uft die Donau von der Bregquelle bis zur deutsch-√∂sterreichischen Grenze √ľber 618 Kilometer und ist damit der drittl√§ngste Fluss Deutschlands. Allerdings versickert sie etwa 75 km nach dem Bregursprung ein Gro√üteil des Jahres vollst√§ndig in der Donauversinkung. An ihren Ufern liegen als gr√∂√üte St√§dte Tuttlingen, Ulm, Neu-Ulm, Neuburg an der Donau, Ingolstadt, Regensburg, Straubing und Passau. Von Ulm bis Kelheim ist die Donau Landeswasserstra√üe mit Einschr√§nkungen, von Kelheim bis zur √∂sterreichischen Grenze als Bundeswasserstra√üe[10] √∂ffentlicher Verkehrsweg (Siehe auch: Donauschifffahrt).

Die Donau im Winter bei Dillingen an der Donau

Rechtsseitig der Donau flie√üen in Neu-Ulm die Iller zu, bei Marxheim (√∂stlich von Donauw√∂rth) der Lech, bei Deggendorf die Isar und in Passau der Inn; linksseitig in Donauw√∂rth die W√∂rnitz, hinter Kelheim die Altm√ľhl und schlie√ülich bei Regensburg die Naab und der Regen (‚ÄěIller, Lech, Isar, Inn flie√üen rechts zur Donau hin; W√∂rnitz, Altm√ľhl, Naab und Regen kommen ihr von links entgegen.‚Äú). Kleinere Nebenfl√ľsse sind zum Beispiel B√§ra, Ri√ü, Roth, Gro√üe Lauter, Blau, Nau, G√ľnz, Brenz, Mindel, Zusam, Schmutter, Paar, Abens, Gro√üe Laber, Vils oder Ilz. Erlau und Ranna erreichen erst in √Ėsterreich die Donau.

In Passau flie√üt zun√§chst die Ilz mit moorbraunem Wasser von links in die dunkelblaue Donau und gleich danach von rechts der gr√ľngraue Inn. Die Donau weist ein l√§ngeres St√ľck nach dem Zusammenfluss diese drei Wasserfarben auf. Die auff√§llige optische Dominanz des Innwassers h√§ngt weniger mit der im Mittel gr√∂√üeren Wasserf√ľhrung des Inn zusammen als mit dessen geringerer Tiefe (Inn: 1,90 Meter, Donau: 6,80 Meter ‚Äď ‚Äěder Inn √ľberstr√∂mt die Donau‚Äú). Die im Jahresmittel etwa sieben Prozent gr√∂√üere Wasserf√ľhrung des Inn (738 m¬≥/s gegen√ľber 690 m¬≥/s) r√ľhrt haupts√§chlich von dessen st√§rkeren Hochwassern bei der Schneeschmelze her. Die Donau hat eine konstantere Wasserf√ľhrung und f√ľhrt √ľber sieben Monate, Oktober bis April, mehr Wasser.

Bedeutende Bauwerke am Fluss sind die Erzabtei Beuron, das F√ľrstenschloss der Hohenzollern in Sigmaringen, das gotische M√ľnster zu Ulm mit dem h√∂chsten Kirchturm der Welt (161,53 m), die am Eingang zur klammartigen Weltenburger Enge errichtete Abtei Weltenburg und die Befreiungshalle bei Kelheim an deren Ende. Es folgen die Steinerne Br√ľcke und der Dom St. Peter in Regensburg sowie die Walhalla bei Donaustauf etwa zehn Kilometer weiter √∂stlich. Das Stadtbild von Passau wird vom Dom St. Stephan mit der gr√∂√üten Domorgel der Welt beherrscht.

√Ėsterreich

Gro√ülandschaften √Ėsterreichs, mit dem Donautal zwischen Ostalpen/Alpenvorland und B√∂hmischer Masse und der Ausm√ľndung in die Pannonische Tiefebene (Wiener Becken) als Hauptsiedlungsraum

Das Donautal und seine Nebenlandschaften bilden den Kernraum √Ėsterreichs: Es umfasst nur etwa 15 % des Staatsgebietes, aber in etwa die H√§lfte der acht Millionen Einwohner lebt hier, davon allein zwei Millionen in der Metropolregion Wien. In diesem Raum konzentriert sich die Wirtschaftsleistung, mit gewerblichen Kernzonen in Ober√∂sterreich und im Wiener Verdichtungsraum. Das Donautal bildet auch die ‚Äď neben den Alpentransitrouten (Brenner, Tauern und Pyhrn) ‚Äď wichtigste Transitachse √Ėsterreichs (West Autobahn, Westbahn).

Die Donau durchbricht in √Ėsterreich mehrmals das Granit- und Gneishochland (B√∂hmische Masse), dazwischen durchflie√üt sie den Nordrand des Alpenvorlands. Nach der Staatsgrenze ‚Äď zwischen Passau und Jochenstein in Flussmitte ‚Äď folgt das mit etwa 50 km l√§ngste dieser Engt√§ler, das Ober√∂sterreichische Obere Donautal mit der Schl√∂gener Schlinge. Dann durchquert der Strom das fruchtbare Eferdinger Becken und die drittgr√∂√üte Stadt √Ėsterreichs, Linz. Im Auengebiet des Machlands flie√üt sie vorbei an Mauthausen, nimmt bei Enns den gleichnamigen Nebenfluss auf und quert die Landesgrenze zu Nieder√∂sterreich. Bei Grein weist die Donau mit ca. 20 m ihre tiefste Stelle in √Ėsterreich auf.[11] Es folgen mit Strudengau und Nibelungengau zwei weitere Engt√§ler und rund 90 Kilometer hinter Linz erreicht der Strom Melk mit seinem gewaltigen Barockstift. Den Dunkelsteiner Wald abschneidend durchflie√üt der Strom auf den folgenden knapp 35 Kilometern eine der sch√∂nsten Donaulandschaften, die Wachau, die an D√ľrnstein vor√ľber bis Krems reicht; anschlie√üend durchquert sie das Tullnerfeld, eine weitere landwirtschaftlich gepr√§gte Niederungslandschaft. An der Korneuburger Pforte knickt sie um den letzten Nordost-Ausl√§ufer der Alpen, den Wienerwald, herum und erreicht das weitr√§umige Wiener Becken. Hier liegt mit √Ėsterreichs Hauptstadt Wien die lange Zeit gr√∂√üte und bedeutendste aller Donaust√§dte, die diesen Rang mittlerweile mit Belgrad und Budapest teilt. Bis kurz hinter Wien hat der Strom eher Gebirgsflusscharakter, erst danach wandelt er sich allm√§hlich zu einem Tieflandfluss. Durch die Donau-Auen n√§hert sich die Donau der Staatsgrenze zur Slowakei und bei der Thebener Pforte erreicht sie das Pannonische Becken, womit ihr Oberlauf im eigentlichen Sinne zu Ende geht, und verl√§sst √Ėsterreich bei Bratislava.

Beinahe das gesamte Staatsgebiet entw√§ssert in die Donau und damit in das Schwarze Meer. Wichtige Zufl√ľsse der Donau in √Ėsterreich sind der Inn (rechts; m√ľndet in Deutschland), die Aist (links), die Traun (rechts), die Enns (rechts) die Ybbs (rechts), die Traisen (rechts), der Kamp (links), die Wien (rechts), die Schwechat (rechts), die March (links) und Leitha (rechts), die in Ungarn die Donau erreicht. Hydrographisch gliedert sich der Donaueinzugsbereich in √Ėsterreich in die Flussgebiete Donau bis - (DBJ) und Donau unterhalb Jochenstein (DUJ), wobei der zweitere den eigentlichen Lauf der Donau und seiner Zubringer darstellt.
Auf österreichischem Staatsgebiet liegen elf Donaukraftwerke, die die Basis der österreichischen Stromversorgung bilden.

Donauufer in Bratislava

Slowakei

Nur knapp 45 Kilometer von Wien entfernt, unmittelbar hinter der √∂sterreichisch-slowakischen Grenze, passiert die Donau die slowakische Hauptstadt Bratislava. Die Donau bildet kurz die Grenze zu √Ėsterreich, flie√üt dann durch die slowakische Hauptstadt und bildet schlie√ülich die Grenze zu Ungarn. In der N√§he von Bratislava zweigt am linken Ufer ein Seitenarm, die Kleine Donau, von der Donau ab und bildet mit der Gro√üen Sch√ľttinsel die gr√∂√üte Flussinsel Europas. Die Kleine Donau verl√§uft in zahlreichen M√§andern und m√ľndet bei Kol√°rovo in die V√°h, den gr√∂√üten slowakischen Nebenfluss der Donau. Der M√ľndungsort ist Kom√°rno, ein Zentrum der ungarischen Minderheit in der Slowakei. Auf der Elisabethinsel vor Kom√°rno hat Kaiserin Elisabeth (Sisi) das erste Mal den Boden ihres K√∂nigreiches Ungarn betreten. Kurz vor der Staatsgrenze m√ľndet die Hron bei ҆t√ļrovo in die Donau, zuletzt der Nebenfluss Ipeńĺ bei Chńĺaba.

Ungarn

Donauknie bei Visegr√°d
Donauknie bei Visegr√°d

In ńĆunovo, dem s√ľdlichsten Stadtteil Bratislavas an der ungarischen Grenze, teilt sich die Donau erneut. Nur der n√∂rdliche Arm bildet die weitere slowakisch-ungarische Staatsgrenze. Der s√ľdliche Arm namens Mosoni Duna (Moson-Donau oder Kleine Donau) durchflie√üt kurz nach seiner Abtrennung vom Hauptarm ausschlie√ülich ungarisches Territorium. An seinen Ufern liegt die Industrie-, Handels- und Universit√§tsstadt GyŇĎr. Hier m√ľndet die Raab ein. √Ėstlich von Gy√∂r flie√üt die Mosoni Duna wieder in den Hauptarm. Mit der Donau bildet die Moson Donau die Kleine Sch√ľttinsel, die teils unter Naturschutz steht.

Die im Zweiten Weltkrieg zerst√∂rte Donaubr√ľcke in Esztergom, Ansicht von 1969

Die f√ľr Ungarn historisch wohl bedeutendste Stadt am weiteren gemeinsamen Flusslauf noch vor dem Donauknie ist die ehemalige Hauptstadt Esztergom.

Nahe der Einm√ľndung des Ipel (Ipoly) verl√§sst die Donau bei Szob die Staatsgrenze und ist nun an beiden Ufern ungarisch. Kurz darauf wird sie vom B√∂rzs√∂ny-Gebirge nach S√ľden abgedr√§ngt und verl√§uft zwischen Gerecse- und Pilisgebirge. Ab dem eindrucksvollen, um rund 90 Grad abknickenden Donauknie bei Visegr√°d strebt die Donau f√ľr rund 500 Kilometer strikt s√ľdw√§rts.

Nach ungef√§hr 40 Kilometern durchflie√üt die Donau Budapest, die Hauptstadt von Ungarn, welche mit 1,8 Millionen Einwohnern die gr√∂√üte Stadt an der Donau ist. Hier erreicht sie eine Breite von 400‚Äď500 Metern. Budapest ist flussabw√§rts die letzte Stadt, die beidseitig der Donau liegt. Zugleich verl√§sst die Donau hier das ungarische Mittelgebirge und markiert ab hier die westliche Grenze der Gro√üen Ungarischen Tiefebene. Nachdem sie zahlreiche kleinere St√§dte wie Duna√ļjv√°ros, Paks, Kalocsa und Baja passiert hat, verl√§sst sie kurz hinter Moh√°cs das ungarische Staatsgebiet.

Batina (Kroatien)

Kroatien

Mit 137 Kilometern Gesamtl√§nge hat Kroatien den, nach Moldawien und der Ukraine, k√ľrzesten Anteil am Dunav, der im Dreil√§ndereck mit Ungarn und Serbien bei Batina beginnt. Der Fluss bildet die nat√ľrliche Grenze zwischen Kroatien und Serbien. Infolge von Flussregulierungen liegen allerdings heute auf zwei kurzen Abschnitten beide Ufer in Kroatien. Die bedeutendste kroatische Stadt an der Donau ist Vukovar, das im Krieg mit Serbien schwere Sch√§den davontrug, aber auch Osijek liegt in Donaun√§he, lediglich 20 Kilometer entfernt von der M√ľndung der Drau in die Donau.

Serbien

Festung Golubac (Serbien)

Anfangs teilen sich Kroatien (rechtes Ufer) und Serbien (linkes Ufer) die Donau. Bei Bańćka Palanka macht die Donau einen Knick und durchquert dann Serbien in s√ľd√∂stlicher Richtung, von der kroatischen hin zur rum√§nischen Grenze.

Nur 25 Kilometer, nachdem die Donau von Ungarn her die Grenze und den Grenzrevisionspunkt Bezdan gegen√ľber von Batina passiert hat, liegt die bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges fast nur von Donauschwaben bewohnte Hafenstadt Apatin, die erste gr√∂√üere serbische Stadt an der Donau.

Festung in Smederevo (Serbien) an der Donau mit M√ľndung der Jezava

Weiter stromabw√§rts passiert der Strom die Stadt Novi Sad, deren Br√ľcken 1999 im Zuge des Kosovo-Kriegs schwer besch√§digt wurden. √úber sechs Jahre wurde der Verkehr zwischen den beiden Stadth√§lften √ľber eine Pontonbr√ľcke abgewickelt. Da diese nur dreimal pro Woche ge√∂ffnet wurde, stellte sie das bedeutendste Hindernis f√ľr den Schiffsverkehr entlang der Donau dar. Seit der Wiederer√∂ffnung der Freiheitsbr√ľcke am 11. Oktober 2005 ist die Donau wieder ungehindert befahrbar.

Nach noch einmal 75 Kilometern erreicht die Donau Belgrad, die mit knapp 1,57 Millionen Einwohnern drittgr√∂√üte Stadt an der Donau und mit einem Alter von 7000 Jahren eine der √§ltesten st√§ndig bewohnten Siedlungen an ihren Ufern √ľberhaupt. Sie ist um die M√ľndung der Save gebaut, ihr Kern ist die gewaltige Festung Kalemegdan auf einer Anh√∂he √ľber der M√ľndung.

Auf ihrem weiteren Weg durch Serbien flie√üt die Donau an den Industriest√§dten Panńćevo an der M√ľndung des Temesch und Smederevo vor√ľber, wo die Morava in die Donau m√ľndet. Unterhalb der Ruine der serbischen Festung Golubac tritt in die beeindruckende Donauschlucht am Eisernen Tor ein. Die Donau flie√üt als Grenzfluss zwischen Serbien und Rum√§nien bis zu den beiden Staud√§mmen Djerdap 1 und 2. Auf serbischer Seite befindet sich der Nationalpark Djerdap.

Rumänien

Auf 1075 Kilometern, √ľber einem Drittel ihrer Gesamtl√§nge, passiert die DunńÉrea Rum√§nien. Das ist der gr√∂√üte Wert aller Anrainerstaaten. Die Donau ist f√ľr das Land anfangs Grenzfluss zu Serbien, dann zu Bulgarien. Nach einer Richtungs√§nderung nordw√§rts ist sie rum√§nischer Binnenfluss im Bereich der Regionen BńÉrńÉgan und Dobrudscha, um sp√§ter Grenzfluss zu Moldawien und zur Ukraine zu werden und schlie√ülich ins Schwarze Meer zu m√ľnden.

Noch vor dem spektakul√§ren Eisernen Tor, f√ľr die Schifffahrt vor der Entsch√§rfung zu Beginn der 1970er Jahre der gef√§hrlichste Stromabschnitt, beginnt der rum√§nische Donaulauf s√ľdwestlich des Banater Gebirges. Nahe Or»ôova passiert sie den engsten Teil und erreicht Drobeta Turnu Severin, wo bei Islaz der Olt in die Donau m√ľndet. Nun macht der Fluss einen Knick nach S√ľden vorbei an Gruia, Pristol, Cetate und Calafat. Dann beginnt die Donau ihre 400 Kilometer lange Reise gen Osten als Grenze zu Bulgarien. Dabei flie√üt sie an den St√§dten DńÉbuleni, Corabia, Turnu MńÉgurele, Zimnicea, Giurgiu (direkt gegen√ľber auf bulgarischer Seite liegt die Stadt Russe), Olteni»õa, wo der Arge»ô in die Donau m√ľndet, und CńÉlńÉra»ôi vorbei. Nun begrenzen sie die Anh√∂hen der Dobrudscha nach Westen hin, sie flie√üt vorbei an CernavodńÉ, Topalu, H√Ęr»ôova, Giurgeni und Gropeni und erreicht die beiden gr√∂√üeren St√§dte BrńÉila und Gala»õi. Kurz dahinter wird sie wieder Grenzfluss zur Ukraine, um in Richtung Osten bald das Donaudelta zu erreichen. Zuvor ber√ľhrt sie Tulcea und Pardina.

Bulgarien

Donauhafen Orjachowo in Bulgarien

Im Norden Bulgariens wird die Grenze nach Rum√§nien auf ganzer L√§nge von der Donau gebildet. Die Donau ist zwar der einzige schiffbare Fluss Bulgariens, hat aber verkehrstechnisch nur regionale Bedeutung f√ľr diesen d√ľnn besiedelten Landesteil.

Entlang der fast 500 Kilometer langen Strecke existiert nur zwei Br√ľcken :

  • Die √§ltere verbindet seit 1954 die gr√∂√üte bulgarische Donaustadt Russe mit dem rum√§nischen Giurgiu.
  • Die neuere (daher auch knapp Donaubr√ľcke 2 genannt) verbindet das bulgarische Vidin mit dem rum√§nischen Calafat (ab 2012)

Es gibt zw√∂lf bulgarische Donauh√§fen mit einer kleinen Handelsflotte, darunter Swischtow, Russe, Widin, Nikopol, Lom und Silistra; als Grenzrevisionspunkt im Nordwesten ist dar√ľber hinaus noch Orjachowo von Bedeutung. In der Stadt Swischtow erreicht die Donau auch ihren s√ľdlichsten Punkt, von hier an flie√üt sie allm√§hlich nordw√§rts und verl√§sst dann hinter Silistra das bulgarische Territorium.

Moldawien

Der Anteil Moldawiens an der Donau ist der kleinste aller Anrainerstaaten. Nur auf einer L√§nge von 340 Metern ber√ľhrte urspr√ľnglich der s√ľdlichste Zipfel des Landes die Donau zwischen Rum√§nien und der Ukraine kurz hinter Gala»õi bei Giurgiule»ôti an der M√ľndung des Pruth. 1999 √ľberlie√ü die Ukraine Moldawien in einem Gebietstausch weitere 230 Meter, so dass die heutige Gesamtl√§nge des moldawischen Ufers 570 Meter betr√§gt. Moldawien beabsichtigt, den Zugang zur Donau f√ľr den Bau eines umstrittenen Mehrzweckhafens zu verwenden.

Donau bei Wilkowe, Ukraine

Ukraine

Kurz hinter der M√ľndung des Pruth bildet der Fluss die Grenze zwischen Rum√§nien auf dem rechten Ufer und der Ukraine. Die bedeutendsten ukrainischen St√§dte an der Donau sind Ismajil, Kilija sowie Wylkowe, wo der Bystre-Kanal beginnt. Hinter dem ukrainischen Abschnitt wird die Donau wieder auf beiden Ufern rum√§nisch und bildet bei ihrer M√ľndung in das Schwarze Meer das Donaudelta mit rund 800.000 Hektar Fl√§che (davon rund 680.000 Hektar in Rum√§nien).

Geologische Entwicklung

Die hydrografische Situation an der oberen Donau

‚Üí Hauptartikel Urdonau

Erdgeschichtlich markiert die Donau die Linien, an denen sich im Mioz√§n ab etwa zw√∂lf Millionen Jahren vor heute im Zuge der noch andauernden Kollision der afrikanischen und eurasischen Kontinentalplatten das schmale Randmeer der Paratethys von Westen nach Osten schloss und trocken fiel. Die Auffaltungen der Alpen und Karpaten waren bereits im Gange und schlossen zeitweise gro√üe brackige Seen ein, in der heutigen ungarischen Tiefebene der Pannonsee und ebenso in der s√ľdlichen Randsenke der Karpaten, der heutigen Walachischen Tiefebene. N√∂rdlich der Alpen, im heutigen Alpenvorland, entw√§sserten Vorl√§ufer der Donau auch nach Westen, bevor sich im √§lteren Plioz√§n, vor etwa sieben Millionen Jahren, die Urdonau zu formieren begann. Ihr Oberlauf umfasste zeitweilig sogar das alpine Rhonetal, aber schon bei Wien m√ľndete sie in die Restgew√§sser der Paratethys. Mit der seitherigen weiteren Gebirgsbildung und der Landhebung im Donauraum wurden die Seen im heutigen Mittel- und Unterlauf zusedimentiert und das gro√üe Flusssystem des Donau-Oberlaufes wurde von den gef√§lle- und erosionsst√§rkeren Nachbar-Flusssystemen der Rhone und besonders des Rheins angeschnitten und aufgerieben. Das Donausystem verlagerte sich so ostw√§rts bis zur heutigen Lage.

Der trockene Fluss an der Donauversinkung

Heute setzt sich dieser Vorgang fort, indem sich das Donaudelta weiter nach Osten ins Schwarze Meer schiebt, vor allem aber im Westen das Einzugsgebiet von den Nebenfl√ľssen des Rheins verkleinert wird. Nachdem zun√§chst im j√ľngeren Plioz√§n die Aare und zu Beginn des mittleren Pleistoz√§n der Alpenrhein zum Rheingraben hin ausbrachen, ging j√ľngst (letzte Eiszeit) der Hauptquellast aus dem Schwarzwald an die Wutach verloren und mit der Donauversinkung in der Schw√§bischen Alb ist der Verlust des gesamten Schwarzw√§lder Einzugsgebietes eingeleitet. Nach einer Strecke von 14 Kilometern durch Kl√ľfte und H√∂hlen verkarsteten Kalksteins tritt das Donauwasser im Aachtopf aus, von wo es √ľber den Bodensee in den Rhein gelangt.[12] Bei geringer Wasserf√ľhrung kann es inzwischen √ľber Monate zum v√∂lligen Trockenfallen der Donau kommen.

Geschichte

Ruinen des römischen Drobeta

Im siebten Jahrhundert vor Christus segelten die Griechen, die vom Schwarzen Meer her √ľber die Stadt Tomis, dem heutigen Constan»õa, kamen, flussaufw√§rts. Ihre Erkundungsreise endete am Eisernen Tor, einer felsigen Kataraktstrecke voller Untiefen, deren gef√§hrlicher Verlauf den griechischen Schiffen die Weiterreise √ľber die Linie S√ľdkarpaten und Serbisches Erzgebirge, an der heutigen Grenze von Rum√§nien zu Serbien, unm√∂glich machte. Den Unterlauf nannten die Griechen Istros, der Oberlauf war ihnen nicht bekannt. Dieser Name f√ľr den Unterlauf war zun√§chst bei den R√∂mern in Gebrauch, w√§hrend sie den Oberlauf nach dem keltischen Namen Danuvius nannten, der in der Antike als Gott verehrt wurde.

Unter den R√∂mern bildete die Donau fast von der Quelle bis zur M√ľndung die Grenze zu den V√∂lkern im Norden und war zugleich Route f√ľr den Truppentransport sowie f√ľr die Versorgung der stromabw√§rts gelegenen Siedlungen. Vom Jahr 37 an bis zur Regierungszeit Kaiser Valentinians I. (364‚Äď375) war der Donaulimes mit gelegentlichen Unterbrechungen, etwa dem Fall des Donaulimes 259, die nord√∂stliche Grenze des Reiches. Die √úberschreitung der Donau nach Dakien hinein gelang dem Imperium Romanum erst in zwei Schlachten 102 und 106 nach dem Bau einer Br√ľcke 101 bei der Garnisonsstadt Drobeta am Eisernen Tor. Dieser Sieg √ľber die Daker unter Decebalus lie√ü die Provinz Dacia entstehen, die 271 wieder verloren ging.

Im neunten Jahrhundert war die Donau Wanderweg f√ľr das osteurop√§ische Hirtenvolk der Magyaren, die donauaufw√§rts √ľber die Zwischenstation des Chasarenreichs bis in das heutige Ungarn vordrangen und dort gemeinsam mit der slawischen Vorbev√∂lkerung in den kommenden 150 bis 200 Jahren unter Stephan I. die heutige ungarische Nation begr√ľndeten.

Auch die bereits zwischen 1096 und 1099 beim ersten Kreuzzug vom Heer Gottfried von Bouillons genutzte Route Charlemagne zog sich von Regensburg bis Belgrad die Donau entlang. Rund 340 Jahre sp√§ter verkehrte sich die Richtung, denn f√ľr das t√ľrkische Heer war die Donau auf ihrem Feldzug durch S√ľdosteuropa die zentrale Route f√ľr den Transport von Truppen und Nachschub. Der Fluss erm√∂glichte es ihnen, rasch vorzur√ľcken, bereits 1440 f√ľhrten sie 2000 Kilometer hinter der M√ľndung die ersten Schlachten um Belgrad. Dessen Eroberung gelang allerdings erst 1521, schon wenige Jahre sp√§ter, 1526, zerschlug das osmanische Heer in der ersten Schlacht bei Moh√°cs (1526) das ungarische K√∂nigreich. Da K√∂nig Ludwig II. dabei zu Tode kam, fiel Ungarn an das habsburgische √Ėsterreich. Dieser Moment gilt als der Keim der Donaumonarchie.

1529 erreichten die T√ľrken mit Wien das Zentrum Mitteleuropas, wurden dort aber geschlagen. So war die Expansion der Osmanen entlang der Donau gestoppt und ab der Schlacht bei Moh√°cs (1687) verloren sie allm√§hlich wieder Land und Macht. Das allm√§hliche Zur√ľckdr√§ngen der T√ľrken ging im Wesentlichen auf die Initiative √Ėsterreich-Ungarns zur√ľck, das daran erstarkte, zumal es gleichzeitig aus dem Heiligen R√∂mischen Reich Deutscher Nation verdr√§ngt wurde. Neben den √Ėsterreichern sollte das Osmanische Reich weiterhin bis zum endg√ľltigen Verlust seiner Balkangebiete durch die russisch-t√ľrkischen Kriege (1768‚Äď1774) und die Balkankriege 1912/13 der bedeutendste politische Faktor S√ľdosteuropas bleiben. Die Donau war dabei nicht nur milit√§rische und kommerzielle Hauptschlagader, sondern auch politische, kulturelle und religi√∂se Grenze zwischen Morgen- und Abendland.

Im Friedensvertrag von Versailles nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Donau 1919 zusammen mit Elbe, Memel und Oder zum Internationalen Fluss erkl√§rt.[13] Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1946 eine neue Regelung des Flussverkehrs ins Auge gefasst, die das Pariser Abkommen von 1921 abl√∂sen sollte. Zur Belgrader Konferenz 1948 waren alle Anrainerstaaten bis auf Deutschland und √Ėsterreich zugelassen. Mit Unterzeichnung des fertigen √úbereinkommens wurde zugleich ein Anhang signiert, der √Ėsterreich anschlie√üend in die Donaukommission aufnahm. Die Bundesrepublik Deutschland konnte dem √úbereinkommen und der Donaukommission aufgrund sowjetischer bzw. russischer Vorbehalte gegen eine deutsche Mitbestimmung erst im M√§rz 1998 beitreten, fast 50 Jahre nach der Belgrader Konferenz.

Kulturelle Rezeption

Als zweitgr√∂√üter europ√§ischer Fluss hat die Donau in den Kulturen ihrer Anrainerl√§nder und dar√ľber hinaus viele Spuren hinterlassen.

Die Donau wird mit ihrer griechischen Bezeichnung bei Hesiod als Sohn des Okeanos und der Tethys bezeichnet (Theogonie 339). Neben zahlreichen Sagen und Legenden haben sich auch Schriftsteller mit ihr auseinandergesetzt, von Ovid, der in den Tristia, Buch 3, Gedicht 10, den starken Eindruck der zugefrorenen Donau besang, bis zu Claudio Magris und P√©ter Esterh√°zy, die sich am Ende des 20. Jahrhunderts mit dem Thema besch√§ftigten. Ihren verbreitetsten kulturellen Widerhall fand die Donau in der Musik, im (urspr√ľnglich mit einem anderen Text komponierten und uraufgef√ľhrten) Donauwalzer aus der Feder von Johann Strau√ü ‚Äď √Ėsterreich hat ein besonders eng mit der Donau verbundenes Image, das an die einstige Donaumonarchie (mit etwa 1300 Donaukilometern) ankn√ľpft und unter anderem seinen Ausdruck findet in der Phrase Land am Strome der √Ėsterreichischen Bundeshymne. Die Donau wird auch in der kroatischen Nationalhymne besungen.

Namen und Etymologie

Scheibenfibel mit Darstellung des Flussgottes Danuvius, 150-250 n. Chr (Römermuseum, Wien)

Die Donau ist, wie die meisten Fl√ľsse im Deutschen Sprachraum, weiblich. Der rum√§nische Name der Donau lautet DunńÉrea, auf Bulgarisch, Serbisch und Kroatisch hei√üt sie Dunav, auf Ungarisch Duna und auf Slowakisch, Russisch, Polnisch, Tschechisch und Ukrainisch Dunaj. Diese Namen leiten sich zun√§chst vom Namen Danuvius der R√∂merzeit (mit m√§nnlichem Flussgott) ab, gehen aber auf √§ltere Wurzeln zur√ľck. Donau ist wie auch die Flussnamen Dnepr, Dnister, Donez und Don m√∂glicherweise iranischen oder keltischen Ursprungs. Die Namen k√∂nnten von den iranischsprachigen Skythen und Sarmaten, wie auch von den Kelten Osteuropas herkommen. Eine genaue sprachliche Zuordnung ist schwierig, da sowohl das Keltische wie auch das Iranische indogermanische Sprachen sind und das Wort ‚ÄěFluss‚Äú sowohl auf altiranisch (Avestisch) wie auch auf Keltisch ‚ÄěDanu‚Äú hei√üt (indogermanische Wurzel *danu ‚ÄöFluss‚Äė) und beide Volksst√§mme bis an den Don und die Donau vordrangen. Weitere Deutungen sind dona-aw f√ľr tiefes Wasser und Do-avv f√ľr zwei Wasser, was sich auf die zwei Quellfl√ľsse beziehen k√∂nnte.

Der germanische Wortbestandteil -ouwe, eine Bezeichnung f√ľr Aue oder Flusslandschaft, kann ebenfalls zum weiblichen Geschlechts des Namens beigetragen haben. Der deutsche Name gilt seit 1763. In fr√ľheren Urkunden wird die Donau ‚ÄěTonach‚Äú genannt, sp√§ter auch ‚ÄěDonaw‚Äú.

In der Antike hatte die Donau lange zwei Namen: Ister, lateinisch Hister, griech. ŠŅéIŌÉŌĄŌĀőŅŌā Istros war eine Bezeichnung f√ľr den Unterlauf, Donau hie√ü nur der Oberlauf. Einige r√∂mische St√§dte am Unterlauf der Donau trugen den Zusatz ad Istrum ‚Äď beispielsweise Nicopolis ad Istrum. Dieses Wort steht zu einem allgemein indogermanischen Hydronym *heisr- ‚Äöschnell, hurtig‚Äė und wird auch auf die keltischen Worte ys (schnell, rei√üend) und ura (Wasser, Fluss) zur√ľckgef√ľhrt. Nach einer anderen Interpretation steht ys gleichzeitig f√ľr hoch und tief und bezeichnet damit, gleich dem lateinischen altus, beide Aspekte der Vertikale. Im Bereich des fr√ľheren keltischen Siedlungsgebietes leiten sich, neben den alten Namen der Donau, eine Reihe von weiteren Namen f√ľr andere Fl√ľsse von diesem Wort ab:

Hans Bahlow geht davon aus, dass sich der Name von es, as oder os (Sumpfwasser) ableiten l√§sst. Eine weitere Interpretation bezieht sich auf eine hypothetische indogermanische Wurzel es oder is und leitet daraus eine generische Bezeichnung f√ľr ‚Äě(flie√üendes) Wasser‚Äú ab.

Erst um die Zeitenwende, als das R√∂mische Reich sich √ľber den ganzen Donaulauf ausgedehnt hatte und die kartographischen Zusammenh√§nge erschlossen wurden, wurde die Einheit beider Flussabschnitte erkannt. Noch bis zum Ende der Antike war Ister der Name des Flusses, Danuvius eher f√ľr den Oberlauf in Gebrauch.

Da die Donau im Schwarzwald entspringt und im Schwarzen Meer m√ľndet, wird sie mitunter scherzhaft als Schwarzer Fluss bezeichnet.

Lebensraum Donau

Die Donau passiert viele Landschaften und Klimazonen, entsprechend vielfältig ist ihre Flora und Fauna. Trotz zahlreicher, teils schwerer menschlicher Eingriffe, ist die Flusslandschaft in vielen Abschnitten noch immer außerordentlich artenreich, auch weil einige besonders sensible Lebensräume unter Schutz gestellt wurden.

Fauna der Donau

√Ąskulapnatter (Elaphe longissima)

Insgesamt sind √ľber 300 Vogelarten an der Donau beheimatet. Die Donau ist eine der bedeutendsten europ√§ischen Vogelzugstra√üen und die an ihr gelegenen noch naturnahen Gebiete bilden oftmals wichtige Areale f√ľr √úberwinterung, Brut und Rast, darunter auch f√ľr seltene Arten wie Uhu, Eisvogel, Seeadler, Schwarzstorch, Schwarzmilan und Steppenfalke. Herausragend sind dabei die Schutzgebiete Donauauen, Kopańćki rit und vor allem das Donaudelta.

Die Donauauen sind verbindendes Glied der Lebensräume um Neusiedlersee, Donau und March und beherbergen vor allem im Winter sowohl große Mengen an Tieren wie Gänse, Seeschwalben, Gänsesäger, Schellenten, Limikolen, Stockenten, aber auch viele eher seltene Arten wie Schelladler, Fischadler oder Singschwäne.

Auch Kopańćki rit, ein noch unber√ľhrtes Sumpfgebiet an der Draum√ľndung in die Donau im Nordosten Kroatiens ist ein wichtiges √úberwinterungsgebiet; √ľber 260 Vogelarten nisten hier, darunter auch so seltene wie der Seeadler. Zahllose weitere Arten nutzen es als Rast- und √úberwinterungsgebiet.

Am wichtigsten f√ľr die Vogelwelt an der Donau ist das Donaudelta, ein zentraler Punkt der europ√§ischen Vogelzugstra√üe und zugleich √úbergangszone von europ√§ischer und asiatischer Fauna. Weit √ľber 300 Vogelarten rasten, √ľberwintern oder br√ľten hier, darunter zum Beispiel Pelikane, Reiher, L√∂ffler, Greifv√∂gel oder auch die seltene Rothalsgans.

Typische Donaufische sind Barbe, Nase, Blaunase, Aitel, Hasel, Brachse, Karpfen, G√ľster, Hecht, Zander, Barsch, Aal, Schied, Huchen, Sterlet und Welse sowie Bitterling, Gr√ľndling, Schlammpeitzger, Schr√§tzer, Zingel und Streber, wobei die St√∂rartigen anders als fr√ľher durch den Bau der Staustufe am Eisernen Tor nicht mehr bis Wien gelangen k√∂nnen. Einige Arten sind gar in der Donau oder ihren Nebenfl√ľssen endemisch, so zum Beispiel das Donaubachneunauge. Beg√ľnstigt durch verst√§rkten Landschaftsschutz und Renaturierungen von Donaueinzugsgebieten konnten seltenere Fischarten vor allem in Deutschland und √Ėsterreich wieder etabliert werden. So wurde der eigentlich seit 1975 ausgestorben geglaubte Hundsfisch (Umbra krameri), ein Hechtverwandter, 1992 wiederentdeckt und konnte im Rahmen von Nachzuchtprogrammen wieder angesiedelt werden. Im Donaudelta finden sich √ľber 150 Fischarten, etwa St√∂r, europ√§ischer Hausen, Karpfen, Wels, Zander, Hecht und Barsch.[15]

Aber auch S√§ugetierarten wie Steinmarder, Edelmarder, Wiesel, Dachs oder gar Wildkatze, Biber und Otter sind hier heimisch, im Delta finden sich unter anderem Europ√§ischer Nerz, Fischotter, Steppeniltis und Ziesel. Ebenso bietet die Donau zahlreichen Amphibien und Reptilien Raum, darunter √Ąskulapnatter, √Ėstliche Smaragdeidechse, Mauereidechse, Ringelnatter, Glattnatter und Zauneidechse, Griechische Landschildkr√∂te, Maurische Landschildkr√∂te und Europ√§ische Sumpfschildkr√∂te sowie Endemiten wie dem Donau-Kammmolch.[16] Eine besonders hohe Artendichte weist auch hier wiederum das Delta auf.[17]

Flora der Donau

Wichtige Baumarten der Weichholz-Auen sind die Silber-Pappel (Populus alba), am Oberlauf auch die Grau-Erle sowie die Silberweide F√ľr die Hartholz-Aue ist die Schmalbl√§ttrige Esche erw√§hnenswert, die von Wien abw√§rts vorkommt, des Weiteren sind noch Feld- und Flatter-Ulme und Stieleiche belegt. In der Donau selbst finden sich seltene Wasserpflanzen wie die Wasserfalle oder Wasserschl√§uche.

Bedeutende Nationalparks und Reservate

Naturpark Obere Donau

Das Donautal bei Beuron

Zwischen Immendingen und Ertingen durchquert der Fluss den Naturpark Obere Donau. Die landschaftlich attraktiven Felsen im Donaudurchbruch Schw√§bische Alb geh√∂ren zu den wenigen, nat√ľrlich unbewaldeten Pflanzenstandorten in Deutschland. Da dieser Untergrund sehr trocken ist und die Temperaturen stark schwanken, konnten sich viele sehr lichthungrige Pflanzen, teils als eiszeitliche Relikte, hier erhalten. So kommt es im Naturpark zur ungew√∂hnlichen Kombination von mediterraner, alpiner und tundrischer Flora. Mit fast 750 Pflanzenarten, darunter einigen bedrohten oder vom Aussterben bedrohten, ist die Region, die von menschlichen Einfl√ľssen weitgehend verschont blieb, eine der artenreichsten Baden-W√ľrttembergs.

Naturschutzgebiet Donauleiten

Das Naturschutzgebiet Donauleiten (NSG-00277.01) liegt donauabw√§rts zwischen Passau und Jochenstein auf der linken, n√∂rdlichen Donauseite.[18] Es handelt sich um eine sehr steile Abbruchkante, an der sich der Bayerische Wald gegen√ľber der Molassesenke des Alpenvorlandes um √ľber hundert Meter gehoben hat. Durch die Exponierung gegen S√ľden w√§rmen sich Granit und Gneis dieser Donauh√§nge auf und sorgen f√ľr ein fast mediterranes Klima. Daher haben auf dieser Klimainsel viele Arten die Klimaverschlechterung der letzten nacheiszeitlichen W√§rmeperiode √ľberlebt. So gelten die Donauleiten in Deutschland als bedeutendstes Vorkommen der bis zu zwei Meter langen schw√§rzlich-gr√ľnen √Ąskulapnatter. Die Vielfalt an Insekten ist bemerkenswert: Schwalbenschwanz, Segelfalter und gro√üer Schillerfalter k√∂nnen h√§ufig beobachtet werden. Sogar Wei√üer und Schwarzer Apollofalter kommen noch vereinzelt vor. Aufgrund der Mischung von mageren, eher sauren Trockenstandorten an den Steilh√§ngen und feuchteren Laub- und Eichenw√§ldern auf humosen Felsterrassen existiert eine abwechslungsreiche Flora, zu nennen sind etwa Alpenveilchen, Gr√ľnlilien, Roter Fingerhut und Gelber Fingerhut, Seidelbast und Orchideen wie das M√§nnliche Knabenkraut und das Waldv√∂gelein. Allerdings ist die intensive land- und forstwirtschaftliche Nutzung f√ľr einen starken R√ľckgang dieser Arten verantwortlich. In den Auwaldbereichen finden sich wichtige Orchideenhabitate auf Trockenrasen-Brennen. Diese liegen √§hnlich einem Kessel windgesch√ľtzt in den Donau-Auw√§ldern, die spezielle Lage bedingt sehr hei√üe und trockene Mikroklimen die den w√§rmeliebenden Orchideen entgegen kommt.

Nationalpark Donau-Auen

Donauauen

Eines der gr√∂√üten Auengebiete in Mitteleuropa sind die Donauauen nahe Wien bei Hainburg, dort erstreckt sich von der Lobau (noch auf Wiener Stadtgebiet) bis zur Einm√ľndung der March der Nationalpark Donau-Auen, in dem rund 70 Fisch-, 30 S√§ugetier- und 100 Vogelarten leben.

Der Nationalpark Donau-Auen wurde nicht durch die Regierung √Ėsterreichs initiiert, sondern 1983/1984 durch B√ľrgerproteste vor dem beabsichtigten Bau eines Donaukraftwerks gerettet, der die Auen zerst√∂rt h√§tte. Dabei kam es im Dezember 1984 zur spektakul√§ren Besetzung der Hainburger Au durch mehrere tausend Menschen und einem von √ľber 350.000 Menschen unterzeichneten Volksbegehren. Diese B√ľrgerbewegung gilt als die Geburtsstunde der √∂sterreichischen Gr√ľnen Partei. 1996 wurden die Auen zum Nationalpark erkl√§rt.

Heute ist dieser Nationalpark durch die geplante Lobauautobahn bedroht. Sie soll gro√üteils unter dem Nationalpark als Tunnel verlaufen, m√ľsste aber zahlreiche Oberbauten aufweisen. Das f√ľr die Donau-Auen wichtige, heikle Grundwassersystem k√∂nnte durch den Bau gest√∂rt werden.

Nationalpark Donau-Eipel in Ungarn

Der Nationalpark Donau-Eipel, ungarisch Duna-Ipoly Nemzeti Park, umfasst das Börzsöny-Gebirge, das Pilis-Gebirge, das Visegráder Gebirge, das linke Ufer der Eipel, die Szentendre-Insel und das linke Ufer der Donau in diesem Bereich mit dem Zentrum des Donauknies. Zweitausend verschiedene Pflanzenarten und einige tausend Tiergattungen leben im Nationalpark, darunter auch der endemische Piliser Lein.

Naturpark Kopańćki rit

Donau bei Ilok

Der Naturpark Kopańćki rit liegt am Zusammenfluss der Drau in die Donau in Kroatien. Die unber√ľhrten Sumpf, Moor- und Auengebiete sind Heimatst√§tte zahlreicher Tier- und Pflanzenarten, darunter 260 Vogelarten. In den zahlreichen Seitenarmen leben 40 Fischarten. Der Naturpark Kopańćki rit ist nominiert f√ľr die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes.

Spezial-Naturreservat Deliblatska peŇ°ńćara

Das Spezial-Naturreservat Deliblatska PeŇ°ńćara befindet sich im Bezirk JuŇĺni Banat in der Autonomen Provinz Vojvodina in Serbien. Es erstreckt sich zwischen der Donau, den S√ľdkarpaten und dem Fluss TamiŇ° √ľber 354 km und √ľber eine Fl√§che von 30.000 Hektar. Das Reservat stellt ein w√ľstenartiges Ph√§nomen dar, eine Sandd√ľnenlandschaft mitten im Balkan, mit einer einzigartigen Orografie, Flora und Fauna in Europa. Daher wird es in Serbien auch umgangssprachlich Evropska Sahara (Europ√§ische Sahara) genannt. Am Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Sandd√ľne mit Akazien und anderen B√§umen bepflanzt. Heute ist mehr als die H√§lfte der Sandlandschaft bepflanzt und manche Teile sind reiche Saisonjagdorte. Die imposante Gr√∂√üe der Sandberge mit √ľber 200 m √ľber NN, ihre Sch√∂nheit, das st√§ndige Wechseln der Bl√ľtenfarben der verschiedensten Pflanzenarten machen diese D√ľne sehr attraktiv f√ľr Besucher.

Nationalpark ńźerdap

Der Nationalpark ńźerdap erstreckt sich entlang der Donau, von der Stadt Golubac bis zur Kleingemeinde Tekija, √ľber eine L√§nge von 100 km und √ľber eine Fl√§che von 63.680 Hektar. Das Einzigartige an diesem Park sind die riesigen Schluchten und P√§sse durch die die Donau flie√üt. ńźerdapska klisura wird der gr√∂√üte Pass bezeichnet, der gleichzeitig auch der gr√∂√üte Europas ist. Die terti√§re Flora, Vegetation und Fauna machen ihn zu einem einzigartigen Naturreservat. Die √ľber 1100 Pflanzenarten, die hier zu finden sind, als auch B√§ren, Luchse, W√∂lfe, Goldschakale, Schwarzst√∂rche, einige Eulenarten und andere seltene Tiere best√§tigen dies ebenfalls.

Trotz dieses Naturreichtums war der Mensch in diesem Gebiet stets pr√§sent, was die zahlreichen Funde bezeugen. Lepenski Vir, Tabula Traiana und Traians Br√ľcke sind nur einige der bedeutenden arch√§ologischen Funde in diesem Nationalpark. Bisher unerschlossene Funde befinden sich heute auf dem Grund des riesigen Stausees des Eisernen Tores. Viele geborgene Funde finden sich im Museum Lepenski Vir. Weitere serbische Nationalparks entlang der Donau sind das Spezial-Naturreservat Gornje Podunavlje und der Nationalpark FruŇ°ka Gora

Biosphärenreservat Donaudelta

Donaudelta Seitenarm
Donaudelta Ufer

Das Donaudelta in Rum√§nien ist das M√ľndungsgebiet der Donau am Schwarzen Meer und ‚Äď nach dem Wolgadelta ‚Äď das zweitgr√∂√üte Flussdelta Europas. Es besteht aus drei Hauptarmen sowie unz√§hligen Seitenarmen, R√∂hrichten, schwimmenden Inseln, Altarmen und Seen, aber auch Auw√§ldern sowie extremen Trockenbiotopen auf D√ľnen. Kurz vor Tulcea teilt sich der Strom in zwei Arme nach Chilia und Tulcea, kurz hinter Tulcea teilt er sich erneut in zwei Arme nach Sulina und Sf√Ęntu Gheorghe. Das 5000 km¬≤ gro√üe, weltweit einmalige √Ėkosystem ist Europas gr√∂√ütes Feuchtgebiet, es gilt als gr√∂√ütes zusammenh√§ngendes Schilfrohrgebiet der Erde und ist der Lebensraum von √ľber 4000 Tier- und √ľber 1000 Pflanzenarten. Urt√ľmliche Galeriew√§lder aus Eichen, Weiden und Pappeln s√§umen die Ufer des Donaudeltas.

1991 erkl√§rte die UNESCO das Delta zu einem Teil des Weltnaturerbes, seitdem ist es Biosph√§renreservat. Am 5. Juni 2000 verpflichteten sich die Regierungen Rum√§niens, Bulgariens, Moldawiens und der Ukraine zum Schutz und zu der Renaturierung der Feuchtgebiete entlang der etwa 1000 Kilometer langen unteren Donau. Dieser Gr√ľne Korridor wurde damit zum gr√∂√üten grenz√ľberschreitenden Schutzgebiet Europas.

Nach der Jahrtausendwende entwickelte sich das Gebiet zunehmend zum Touristenziel. Allein zwischen Mai und Juli 2004 kamen fast 54.000 G√§ste, was eine Steigerung von fast 50 % gegen√ľber dem Vorjahr bedeutet.

Von den Naturfreunden International wurde das Donaudelta zur Landschaft des Jahres 2007/2008 gewählt.

Fischfauna im Donaudelta

Das Donaudelta besteht aus einem dichten Gew√§ssernetz von Seen, Altarmen, Fl√ľssen und Kan√§len, welche die H√§lfte der rum√§nischen Binnenfischproduktion liefern. Zu den h√§ufigsten Fischarten geh√∂ren St√∂re, Wildkarpfen, Karauschen, Brassen, Rotaugen, Rotfeder, Schleien sowie Raubfische wie Flussbarsche, Zander, Rapfen, Hechte und Welse.[19] Das Donaudelta geh√∂rte aufgrund seiner Gr√∂√üe und Naturbelassenheit mit zu den weltbesten Fischrevieren f√ľr Wildkarpfen und Gro√üwelse, letztere angeblich bis 2 Meter lang und 100 Kilogramm schwer. Berufsfischer erbeuteten einen Wels von 162 Kilogramm.[20] Durch jahrelangen Raubbau sind die Durchschnittsgewichte bei Hechten und Karpfen stark gesunken.[21]

Geplante Schutzmaßnahmen

Als gemeinsames Projekt unter den Staaten von Slowenien, Serbien, Ungarn, Kroatien und √Ėsterreich strebt man einen UNESCO-Biosph√§renpark im Ausma√ü von 630.000 Hektar im Gebiet der Donau-Drau-Mur an. Ein entsprechendes Abkommen wurde im September 2009 in Barcs unterzeichnet. Dieses Naturschutzgebiet h√§tte eine Kernzone, die gr√∂√üer als alle √∂sterreichischen Nationalparks gemeinsam w√§re.[22]

Schwerere ökologische Eingriffe und Zwischenfälle

Donau bei Wien um 1770, vor der Regulierung mit zahlreichen Hochwasserarmen

Wie viele andere Fl√ľsse hat die Donau seit dem Beginn der Industrialisierung zahlreiche schwere Eingriffe durch Menschenhand erfahren. Nur 20 % der √úberschwemmungsgebiete, die im 19. Jahrhundert existierten, sind heute noch vorhanden und nur noch die H√§lfte des Flusslaufs kann heute noch als zumindest ‚Äěnaturnah‚Äú bezeichnet werden. Die Internationale Kommission zum Schutz der Donau (IKSD) hat ihren Sitz in Wien. Die IKSD hat 2008 mit dem Joint Danube Survey 2, Final Scientific Report einen umfangreichen Bericht √ľber die Wasserqualit√§t des Flusses, allerdings ausschlie√ülich in englischer Sprache, vorgelegt.[23]

Um beispielsweise die Auswirkungen der Donau-√úberschwemmungen in Wien zu vermindern, wurde ab 1870 der Fluss durch massive Eingriffe wie die Wiener Donauregulierung k√ľnstlich reguliert. Es entstanden dadurch der Donaukanal und die Alte Donau, welche ehemalige Flussarme waren, und in j√ľngerer Zeit Stadtviertel wie die Donaucity und die als Erholungs- und √úberschwemmungsgebiet genutzte Donauinsel. Teil der √∂stlich von der heutigen Donau gelegenen Bezirke wie Floridsdorf und Donaustadt waren einst ausgedehnte Donauauen. Durch die zeitlich schon l√§nger zur√ľckliegenden starken Eingriffe werden diese Vorg√§nge subjektiv nicht so stark wahrgenommen, wie Eingriffe in den Donauraum in j√ľngerer Vergangenheit.

Neben der zunehmenden Verschmutzung durch Industrie, Landwirtschaft, Tourismus und der Zuleitung von Abw√§ssern sowie der Regulierung durch Staustufen und Schleusenkan√§le, letzteres vor allem in Deutschland und √Ėsterreich, sind es vor allem Gro√üprojekte, die dem Lebensraum Donau stark zusetzen. Da gleich zehn Staaten, darunter einige der √§rmsten L√§nder Europas wie Rum√§nien, Moldawien oder die Ukraine vor allem ihre wirtschaftlichen Interessen am Fluss wahrnehmen und von seiner Lage profitieren wollen, ist ein grenz√ľberschreitender Schutz schwierig.

Das Kraftwerk ‚ÄěEisernes Tor‚Äú

Staudamm ‚ÄěEisernes Tor‚Äú

Im Jahr 1964 begannen das damalige Jugoslawien und Rum√§nien zwischen den S√ľdkarpaten und dem Serbischen Erzgebirge an der Grenze von Rum√§nien zu Serbien mit dem gemeinsamen Bau des Wasserkraftwerks Kraftwerk Eisernes Tor 1, das 1972 er√∂ffnet wurde. Der Staudamm mit zwei Schleusen lie√ü einen 150 Kilometer langen Stausee entstehen, der Wasserspiegel wurde um 35 Meter gehoben. Neben der Energiegewinnung wurde auch die Wasserstra√üe Donau ausgebaut und die Schiffsdurchfahrt durch die Sprengung der Katarakte im Fluss erleichtert. 1977 wurde die Planung f√ľr das Kraftwerk Eisernes Tor 2 begonnen, welches 1984 fertig gestellt wurde.

F√ľr den Stausee, dessen Ausl√§ufer bis Belgrad reichen, mussten unter anderem die Stadt Or»ôova und f√ľnf D√∂rfer weichen und die seit 1669 von T√ľrken bewohnte Insel Ada Kaleh wurde √ľberflutet. Die meisten T√ľrken verlie√üen Rum√§nien und gingen in die T√ľrkei. Insgesamt mussten 17.000 Menschen umgesiedelt werden, ihre angestammten und teils kulturell bedeutenden Wohnorte wurden vom Wasser begraben. Auch f√ľr die Umwelt hat die Errichtung des Damms Folgen gehabt, so k√∂nnen seither St√∂re nicht mehr zum Ablaichen die Donau hinaufschwimmen.

Um den kulturellen und √∂kologischen Schaden zu begrenzen, sind Objekte der Flora und Fauna, ebenso wie geomorphologische, arch√§ologische und kulturhistorische Artefakte in zwei Nationalparks und Museen bewahrt worden, in Serbien im Djerdap Nationalpark, der seit 1974 besteht und 63.608 Hektar umfasst, und in Rum√§nien im Portile de Fier Nationalpark, der 2001 eingerichtet wurde und eine Fl√§che von 115.655 Hektar besitzt.

Gabńć√≠kovo-Nagymaros

Im Budapester Vertrag vom 16. September 1977 vereinbarten die damalige Tschechoslowakei und Ungarn in Budapest den Bau des riesigen Staustufenverbunds Gabńć√≠kovo zwischen Gabńć√≠kovo nahe Bratislava und Nagymaros in Ungarn zur Energiegewinnung, erste Planungen f√ľr das Projekt reichten zur√ľck bis in das Jahr 1946.

Von dem Bau wurden von ungarischen und dann zum Teil auch von √∂sterreichischen Experten zerst√∂rerische Auswirkungen auf die nahen √∂sterreichischen Donauauen, die Landschafts- und Siedlungsr√§ume entlang der slowakisch-ungarischen Grenze sowie die Budapester Wasserversorgung bef√ľrchtet. Nachdem bereits seit 1983 die Arbeiten daran verlangsamt wurden, gr√ľndete sich 1984 in Budapest Duna K√∂r, der ‚ÄěDonau-Kreis‚Äú. Diese Umweltbewegung, die vielfach als Keim der ‚Äěsamtenen Revolution‚Äú in Ungarn angesehen wird, fand starken R√ľckhalt in der Bev√∂lkerung, 140.000 Menschen unterzeichneten ihre Petition gegen den Staudamm und 1988 kam es zu einer Demonstration mit rund 40.000 Teilnehmern vor dem ungarischen Parlament. Im Rahmen der politischen Ersch√ľtterungen des Ostblocks 1989 zog sich Ungarn dann unter dem Druck der Bev√∂lkerung von dem Projekt zur√ľck.

Die Tschechoslowakei und seit 1993 die Slowakei betrieb den Weiterbau des Kraftwerks Gabńć√≠kovo an einer anderen Stelle und verklagte Ungarn 1993 und erneut 1997 beim Internationalen Gerichtshof auch auf die Erf√ľllung des Budapester Vertrages von 1977. Ungarn warf nun der Slowakei zus√§tzlich vor, teilweise Wasser aus dem Grenzfluss in den neu gebildeten k√ľnstlichen Gabńć√≠kovo-Kanal entzogen zu haben. Der Gerichtshof hat im Prinzip entschieden, dass der Vertrag von 1977 gilt und die beiden L√§nder vereinbaren sollen, wie sie ihn erf√ľllen. Die entsprechende Einigung ist bis heute nicht zustande gekommen. Durch diese Situation sind die Beziehungen zwischen Ungarn und der Slowakei bis in die Gegenwart belastet.

Hafen Giurgiule»ôti

Giurgiule»ôti Oil Terminal Project

1995 gr√ľndete die moldawische Regierung Terminal S. A., ein Joint-Venture mit griechischer Beteiligung zur Errichtung eines Hafens mit angeschlossener √Ėlraffinerie an ihrem Uferst√ľck bei Giurgiule»ôti. 1996 gew√§hrte die Europ√§ische Bank f√ľr Wiederaufbau und Entwicklung einen Kredit √ľber 19 Millionen Dollar und erhielt damit einen Anteil von 20 Prozent. 41 Prozent h√§lt die moldawische Tirex-Petrol und 39 Prozent die griechische Technovax. Der Grundstein f√ľr den Bau wurde im November 1998 gelegt, seither kommt das Projekt allerdings nur sehr m√§√üig voran. Gegenw√§rtig versucht die moldawische Regierung ihren Anteil zu verkaufen, seit 2003 werden vor allem Interessenten aus Russland und Aserbaidschan genannt.

Da das Donaudelta sehr nahe ist, w√ľrden Eintr√§ge belastenden Materials insbesondere im Falle von Havarien schnell und unverd√ľnnt dorthinein gelangen und das Schutzgebiet stark gef√§hrden. Entsprechend f√ľhrten diese Pl√§ne zu Protesten durch Umweltschutzverb√§nde, von der moldawischen Regierung werden sie aber konsequent weiterverfolgt.

Baia-Mare-Dammbruch

Hauptartikel: Baia-Mare-Dammbruch

Am 30. Januar 2000 ereignete sich in dem rum√§nischen Ort Baia Mare ein Dammbruch in einer Golderz-Aufbereitungsanlage, infolgedessen √ľber 100.000 m¬≥ Natriumcyanidlauge √ľber Nebenfl√ľsse in die Thei√ü gelangten. Zwei Wochen sp√§ter erreichte die Schadstoffwelle die Donau, in der ‚Äď wie auch in der Thei√ü ‚Äď ein Fischsterben die Folge war.[24] Dar√ľber hinaus wurden bis zur Donaum√ľndung ins Schwarze Meer die Zyanid-Grenzwerte √ľberschritten.[25]

Bystre-Kanal

Am 27. August 2004 wurde in der kleinen ukrainischen Stadt Wylkowe der Bystre-Kanal wiederer√∂ffnet. Da er mitten durch das Naturreservoir des Donaudeltas f√ľhrt und durch eine Senkung des Wasserspiegels eine irreparable Sch√§digung der einzigartigen Flora und Fauna nach sich ziehen k√∂nnte, protestierten zuvor unter anderem Umweltverb√§nde, die rum√§nische Regierung und das EU-Umweltkommissariat gegen den Kanal. Die ukrainische Regierung entgegnete, dass hinter den Vorw√ľrfen vor allem wirtschaftliche Interessen Rum√§niens steckten, da dieses bisher eine Art Monopol auf den Schifffahrtsverkehr zum Schwarzen Meer h√§tte, verbat sich die ‚ÄěEinmischung in innere Angelegenheiten‚Äú und begann ungeachtet aller Aufforderungen mit den Arbeiten.

Gefährdungen

Der WWF z√§hlt die Donau aufgrund der massiven Ausbaubestrebungen f√ľr die Schifffahrt und die noch geplanten Wasserkraftnutzungen zu den zehn gef√§hrdetsten Fl√ľssen der Welt.

Donauausbau in Niederbayern

Der etwa 70 km lange Donauabschnitt zwischen Straubing und Vilshofen geh√∂rt zu den letzten frei flie√üenden, nicht durch Staubauwerke zerteilten Donauabschnitten in Europa. F√ľr diesen Bereich bestehen Pl√§ne, die als Bundeswasserstra√üe ausgewiesene Donau f√ľr die Schifffahrt weiter auszubauen. Hier stehen sich zwei Ausbauvarianten gegen√ľber, die sog. Variante A und die Variante C 2,80. Die mit Bundestagsbeschluss aus dem Jahr 2002 vom Bund gew√ľnschte Variante A beschr√§nkt sich auf flussbauliche Ma√ünahmen und erh√§lt das f√ľr das √∂kologische Gleichgewicht notwendige Flie√üen. Variante C 2,80 sieht das Abschneiden der Donauschlinge ‚ÄěM√ľhlhamer Schleife‚Äú bei Aicha mit einem Durchstichkanal mit einer Staustufe vor. Diese Variante wird vom Land Bayern gefordert. Bei Verwirklichung von Variante C 2,80 w√ľrde es zu einem R√ľckstau des Wassers bis in das Naturschutzgebiet Isarm√ľndung kommen. Weite Bereiche w√ľrden dadurch √ľberschwemmt. In der Donau selbst droht der Verlust zahlreicher endemischer Arten, die auf die nat√ľrliche Flie√üdynamik angewiesen sind. Bekannte Beispiele f√ľr endemische Arten an der Donau sind die Donaukahnschnecke und der Huchen. Aufgrund der politischen Pattsituation zwischen Bund und Land ist es bisher zu keiner einvernehmlichen Einigung f√ľr eine Ausbauvariante gekommen.

Wirtschaftsraum Donau

Wassernutzung

Trinkwasser

Die Donau ist entlang ihrem Lauf f√ľr rund zehn Millionen Menschen eine bedeutende Trinkwasserquelle. In Baden-W√ľrttemberg beliefert der Zweckverband Wasserversorgung den gesamten Raum zwischen Stuttgart, Bad Mergentheim, Aalen und dem Alb-Donau-Kreis mit Trinkwasser, von dem gut 30 Prozent (2004: 30 Millionen Kubikmeter) aufbereitetes Donauwasser sind. Auch St√§dte wie Ulm oder Passau verwenden gro√üteils noch Donauwasser als Trinkwasser.

√Ėsterreich dagegen bezieht zu 99 Prozent sein Trinkwasser aus Grund- und Quellwasser, nur sehr selten, zum Beispiel w√§hrend Hitzeperioden, wird Wasser der Donau entnommen, um daraus Trinkwasser zu gewinnen. Dasselbe gilt in Ungarn, das zu 91 Prozent Grundwasser verwendet. Auch die anderen Staaten entlang des Mittellaufs verzichten aufgrund der starken Verschmutzung auf die Verwendung von Donauwasser als Trinkwasser. Nur Orte an der Donau in Rum√§nien, wo der Strom wieder sauberer ist, versorgen sich noch weitgehend mit dem Wasser aus der Donau (Drobeta Turnu Severin, Donaudelta).

Wasserkraft

F√ľnf Anrainerstaaten der Donau beziehen nennenswerte Anteile ihrer Energie aus Wasserkraftwerken an der Donau, n√§mlich Deutschland, √Ėsterreich, die Slowakei, Serbien und Rum√§nien. Anderen Staaten fehlt zum Bau entweder die partielle territoriale Kontrolle √ľber die Donau f√ľr autonome Bauten (Kroatien, Bulgarien und Moldawien verf√ľgen jeweils nur √ľber ein Ufer des Flusses), Wasserkraftwerksbauten sind politisch nicht durchsetzbar wie in Ungarn oder der Lauf der Donau gibt eine solche Verwendung schlicht nicht her, so in der Ukraine.

In Deutschland wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts erste Wasserkraftwerke gebaut, insbesondere in der Region der Oberen Donau, aber auch zum Beispiel bei Ulm. Allerdings erlangte die Donau als Energielieferant niemals die Bedeutung wie weiter flussabwärts, da sie vergleichsweise schwach und energiearm ist.

In √Ėsterreich hingegen ist die Situation bereits g√§nzlich anders, wenn auch der Bau des ersten Donaukraftwerkes Ybbs-Persenbeug erst relativ sp√§t begann, n√§mlich 1953. Die Fertigstellung erfolgte 1957. Heute hat √Ėsterreich in Europa nach Island und Norwegen den h√∂chsten Anteil an Flussstauen (zumal das Gef√§lle der Donau hier stark ist): insgesamt werden rund 20 Prozent des √∂ffentlichen Energiebedarfs durch die Donaukraftwerke gedeckt. Diese Entwicklung gilt allerdings nicht durchwegs als positiv: Die reine Wasserkraft-Monokultur, die sich in √Ėsterreich insbesondere an der Donau konzentriert, die von der deutschen Grenze an, mit Ausnahme der Wachau, bis nach Wien mit Laufkraftwerken besetzt ist, ver√§ndert den Lauf und die Flie√ügeschwindigkeit des Gew√§ssers und beeintr√§chtigt die regul√§re √úberflutung der √∂kologisch wertvollen Auw√§lder. Daneben bilden die Staustufen Barrieren f√ľr Fische und andere Lebewesen, die sich nicht mehr frei im Fluss bewegen k√∂nnen.

In der Slowakei ist die Wasserkraft mit gut 16 Prozent Anteil am Energiemix die zweitwichtigste Energiequelle nach der Braunkohle. Der gr√∂√üte Anteil davon, n√§mlich 11 Prozent der Gesamtproduktion der elektrischen Energie entstammt dem Wasserkraftwerk Gabńć√≠kovo, das urspr√ľnglich als Teil der Doppelstaustufe Gabńć√≠kovo-Nagymaros in Kooperation mit Ungarn geplant war, aus dessen Bau sich Ungarn allerdings sp√§ter zur√ľckzog und das daraufhin von der Slowakei allein vollendet wurde.

Das bis heute größte Wasserkraftwerk Europas am Eisernen Tor wurde 1972 nach achtjähriger Bauzeit gemeinsam von Jugoslawien (heute Serbien) und Rumänien in Betrieb genommen. Bis heute stellt dadurch die Wasserkraft mit 37,1 Prozent in Serbien und 27,6 Prozent in Rumänien eine der bedeutendsten Energiequellen der beiden Länder dar.

Schifffahrt

Die Schifffahrtsroute Rotterdam-Constan»õa ist die k√ľrzeste schiffbare Verbindung zwischen der Nordsee und dem Schwarzen Meer √ľber den Rhein, Main, Main-Donau-Kanal, die Donau und den Donau-Schwarzmeer-Kanal
Schubverband bestehend aus einem Containerschubleichter (auf dem Bild rechts) und einem Massengutschubleichter (links) auf der Donau in Linz
DDSG-Ausflugsschiff ‚ÄěPrinz Eugen‚Äú in der Wachau

Die Donau ist f√ľr die Donauschifffahrt mit Fahrzeugen unterhalb der Gr√∂√üe der klassischen Ulmer Schachtel bereits ab Ulm schiffbar. Darauf sind die 22 m √ó 4 m gro√üen Schleusen s√§mtlicher Staustufen zwischen Ulm und Kelheim ausgelegt. Dieser Flussabschnitt ist Landeswasserstra√üe und mit motorisierten Fahrzeugen nur mit Sondergenehmigung zu befahren.[26]

F√ľr die Gro√üschifffahrt ist die Donau erst ab km 2.415 bei Kelheim (fast 500 Kilometer unterhalb der Quelle) befahrbar. Die 203 km[8] lange deutsche Strecke der Donau ist eine Bundeswasserstra√üe[10], zust√§ndig ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg. Von Keheim bis zum Schwarzen Meer gibt es insgesamt 20 Staustufen, davon 6 in Deutschland. Die Donau ist mit dem Main-Donau-Kanal, welcher bei Kelheim in die Donau m√ľndet, von der Nordsee √ľber den Rhein und den Main bis ins Schwarze Meer auch eine durchgehende internationale Wasserstra√üe.

Aus der Sicht der Donauschifffahrt wird die Donau in drei Bereiche eingeteilt:

Historische Schifffahrt an der oberen Donau

Die Donau ist eine der √§ltesten und bedeutendsten europ√§ischen Handelsrouten. Bereits in fr√ľhgeschichtlicher Zeit diente sie als Transportweg f√ľr Handelswaren wie zum Beispiel Pelze, die meist noch mit einfachen Fl√∂√üen den Fluss entlang transportiert wurden. Bereits zur R√∂merzeit wurde Schifffahrt betrieben, wenn auch bis in die Neuzeit Boote, die nach dem langen und damals noch sehr gef√§hrlichen Weg ihren Zielhafen erreicht hatten, h√§ufig demontiert und als Bauholz verkauft wurden. Wenn mit dem beschwerlichen und langsamen R√ľckweg auf Schiffen nicht genug verdient werden konnte, wurde dieser vermieden. Typisch f√ľr die Donauschifffahrt waren deshalb einfache Schiffskonstruktionen wie Zillen (siehe auch Ulmer Schachteln) und Pl√§tten, die am Oberlauf ab Ulm (am Inn ab Hall in Tirol) verkehrten und den Holzverbrauch im Vergleich zum Bau von Fl√∂√üen reduzierten. Gr√∂√üere Zillen mit L√§ngen bis ca. 30 Metern und 2 Tonnen Zuladung, die sog. Kelheimer, oder Ulmer Ordinarischiffe wurden gelegentlich mit lohnender Ladung wie Wein, Salz stromaufw√§rts zur√ľckgezogen. In der Regel zog man jedoch nur kleinere Zillen mit den Habseligkeiten der Schiffer stromaufw√§rts.

√úber die Jahrtausende konnten Boote stromaufw√§rts nur durch Treideln entlang der hier Treppelpfade genannten Leinpfade vorankommen. Dabei wurden die Boote zuerst von Menschen, ab dem 15. Jahrhundert zunehmend von Zugtieren stromaufw√§rts gezogen. Diese sp√§teren Schiffsz√ľge waren streng organisiert und umfassten bis zu 60 Pferde und ebenso viel Mannschaft, als Schiffe einen Kelheimer (Hohenau genannt) oder deren mehrere (Nebenbei) und stets mehrere Zillen und Pl√§tten als Funktionsschiffe f√ľr Tauwerk, Pferde und Vorr√§te. Wegen des weit ver√§stelten Flusssystems mit wechselnden Untiefen war ein solcher Schiffszug sehr langsam unterwegs. Oft kam man an einem Tag nur wenige Kilometer voran. H√§ufig musste mitsamt Pferden die Flussseite gewechselt werden, Wetter und Wasserf√ľhrung behinderten das Vorankommen.

Dampfschifffahrt auf der Donau

Mit dem Aufkommen der Dampfschifffahrt und sp√§ter der Lokomotiven begann der Niedergang der historischen Donauschifffahrt, so auch des Ludwigskanals. Die letzten Schiffsz√ľge wurden um 1900 stromaufw√§rts gezogen. Im Jahr 1812 wurde in Wien das erste Donaudampfschiff in Betrieb genommen. Kurze Zeit sp√§ter, im Jahre 1829, wurde die erste Donaudampfschifffahrtsgesellschaft ins Leben gerufen. Dadurch wurden die Schiffe schneller, zum Beispiel fuhr das erste Dampfschiff ‚ÄěFranz I‚Äú im Jahre 1830 die Talfahrt von Wien nach Budapest in 14 Stunden 15 Minuten. F√ľr die Bergfahrt von Budapest nach Wien ben√∂tigte er 48 Stunden 20 Minuten. Im September 1837 fuhr das erste Schiff, die ‚ÄěMaria Anna‚Äú von Wien nach Linz. Eines der letzten Exemplare dieses Schiffstyps ist in Regensburg als Museumsschiff zu besichtigen[27]. Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts war auch die Bl√ľte der Kettenschleppschiffe, die sich an einer zuvor fest in der Fahrrinne des Flusses verlegten Kette mit Dampfmaschinenkraft den Fluss ‚Äěhinaufzogen‚Äú. Solche Ketten wurden zuerst f√ľr die Strecke Wien‚ÄďPressburg verlegt, 1891 aber auch bei Ybbs und Regensburg. Im Eisernen Tor (Djerdap) wurde im 20. Jahrhundert bis zum Bau des Staudamms mit Lokomotiven getreidelt.

Wasserstraßenbau

M√ľndung des Ludwig-Donau-Main-Kanals in die Donau bei Kelheim, Stahlstich (1845) von Alexander Marx

Durch die sog. Mittelwasserkorrektion mit Durchstichen, Buhnen und Parallelwerken wurde seit Mitte des 19. Jahrhunderts versucht, die Donauschifffahrt zu f√∂rdern. Um das bayerische Kachlet, eine Kette von Felsriffen, oberhalb Passau zu √ľberstauen, wurde 1928 die Staustufe Kachlet mit dem damals gr√∂√üten Wasserkraftwerk fertiggestellt. Gleichzeitig begann flussabw√§rts von Regensburg eine Niederwasserregulierung mit dem Ziel einer Fahrwassertiefe von 1,40 m. Vier nur einschiffig zu befahrende Engstellen unterhalb Passau wurden durch die 1956 in Betrieb genommene Staustufe Jochenstein an der deutsch-√∂sterreichischen Grenze beseitigt; Fahrzeit und Energiebedarf der Schiffe wurden dadurch f√ľhlbar verbessert.

Der erste nachweisbare Plan einer Verbindung zwischen Rhein und Donau geht auf Karl den Gro√üen im Jahr 793 zur√ľck. Er ordnete den Bau der Fossa Carolina (Karlsgraben) an. Zwischen 1836 und 1846 wurde im Zuge der Industrialisierung der Ludwig-Donau-Main-Kanal zwischen Kelheim und Bamberg mit einer L√§nge von 172,4 km verwirklicht. Die Idee einer Wasserstra√üenverbindung wurde erst mit dem 1992 fertiggestellten 171 km langenMain-Donau-Kanal (MDK) 1992 effektiv umgesetzt. Zwischen der Einm√ľndung des MDK in Kelheim und Regensburg wurden parallel zum Bau des MDK zur Anpassung f√ľr die Gro√üschifffahrt 1978 die Staustufen Bad Albach und Regensburg fertiggestellt. Bis dahin war Regensburg Endstation der Donauschifffahrt. Unterhalb Regensburg folgten 1985 die Staustufe Geisling und 1995 Straubing.

Der Donaukanal bei Wien ist eigentlich kein k√ľnstliches Gew√§sser, sondern ein historisches Flussbett. Der Wiener Neust√§dter Kanal ist eine ebenfalls historische Stichanbindung von lokaler Bedeutung (1803 in Betrieb genommen, maximale L√§nge 63 km) f√ľr Wirtschaftstransporte nach Wien. Der Donau-Elbe-Oder-Kanal ist seit dem Mittelalter √ľber die allermeisten Strecken ein nicht begonnenes Europa-Projekt geblieben. Im letzten Flussabschnitt verk√ľrzt der Donau-Schwarzmeer-Kanal mit seiner L√§nge von 64,4 km den Weg ins Schwarze Meer durch die Umfahrung des Deltas um etwa 240 km.

Donauschifffahrt heute

Hauptartikel ‚Üí Donauschifffahrt

G√ľterschiff f√§hrt in der Donau bei Wien

Neben der G√ľterschifffahrt gibt es knapp 100 Hotelschiffe, welche zu Mehrtages-Kreuzfahrten vorwiegend zwischen Passau, Budapest und dem Schwarzen Meer ablegen, und viele Tagesausflugsschiffe, die in Deutschland vor allem in Passau (Wurm & K√∂ck) und in √Ėsterreich vor allem in der Wachau (DDSG) unterwegs sind. Au√üerdem gibt es unz√§hlige kleine, private Sportmotorboote. Zwischen Vidin und Passau verkehrt die Khan Asparu, ein Schwerlastkatamaran.

Rechtlicher Rahmen der internationalen Donauschifffahrt

Urspr√ľnglich war die Donau ein offener Handelsfluss, nutzbar f√ľr jedermann, trotzdem nahm jedes Uferland Handelsz√∂lle. Im Pariser Frieden 1856 wurde das Recht des freien Handels auf der Donau erstmals kodifiziert und eine Europ√§ische Donaukommission[28] gegr√ľndet, angelehnt an die Bestimmungen der Wiener Kongressakte von 1815 zur freien Schifffahrt. 120 Jahre sp√§ter, am 18. August 1948, wurde auf der Belgrader Konferenz in der ‚ÄěKonvention √ľber die Regelung der Schifffahrt auf der Donau‚Äú dieses Recht erneut festgeschrieben, das Befahren der Donau ist Schiffen aller Flaggen erlaubt, nur Kriegsschiffen fremder Flagge ist das Befahren der Donau untersagt[29]. Die Einhaltung der Regeln und die Erhaltung der Schifffahrtstauglichkeit wird durch die Internationale Donaukommission[28] √ľberwacht. Auf ihren Vorgaben beruht die in Deutschland geltende Donauschifffahrtspolizeiverordnung.

Holzschwemme

Im 18. und 19. Jahrhundert diente die Donau als Transportweg f√ľr Holz aus dem B√∂hmerwald. Holzscheiter wurden vom B√∂hmerwald aus √ľber den Schwarzenbergschen Schwemmkanal in die Gro√üe M√ľhl geschwemmt, dort aus dem Wasser gezogen, in Schiffe verladen und anschlie√üend bis nach Wien transportiert, wo sie als Brennholz verkauft wurden.

Fischerei

Die Bedeutung der Fischerei, von der an manchen Orten im Mittelalter die ganze Bev√∂lkerung lebte, ist im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts stark zur√ľckgegangen. In Deutschland sind nur noch zwei Donaufischer aktiv. Einer fischt zwischen Straubing und Vilshofen, ein weiterer bewirtschaftet die Donau zwischen Passau und Engelhartszell. In √Ėsterreich wird in bescheidenem Ma√üe noch um Linz und Wien gefischt. Von gr√∂√üerer Bedeutung ist die Fischerei noch im Donaudelta.

Weinbau

Weinberge bei Spitz (Wachau)

In zwei (streng genommen drei) Staaten ist die Donau auch Teil eines Weinanbaugebiets. Das qualitativ hochwertigste dieser drei ist dabei die Wachau in √Ėsterreich, dort werden haupts√§chlich Gr√ľner Veltliner, Riesling und Chardonnay angebaut.

In Ungarn wird Wein fast √ľberall entlang der Donau zwischen Visegr√°d und der S√ľdgrenze des Landes kultiviert, die Hauptstadt des ungarischen Weins war V√°c. In der sozialistischen √Ąra verloren die fr√ľher ber√ľhmten ungarischen Weine stark an Qualit√§t, seit den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts erlebt der ungarische Weinbau eine Renaissance.

Das angesprochene dritte Weinbaugebiet liegt in Deutschland bei Bach an der Donau zwischen Regensburg und Straubing und ist eine wirtschaftlich unbedeutende Kuriosit√§t, zugleich aber ein letztes Relikt der bis auf die R√∂mer zur√ľckgehenden, urspr√ľnglich lebendigen Kultur des Baierweins an der deutschen Donau. Der Wein wird auch unter der Bezeichnung Regensburger Landwein vermarktet.

Tourismus

Donaudelta; Satellitenfoto, Landsat, um 2000

Neben vielen ber√ľhmten und sehenswerten Einzelzielen entlang der Donau sind zahlreiche Donaulandschaften und Nationalparks von touristischer Bedeutung, so zum Beispiel der Naturpark Obere Donau in Deutschland, die Wachau sowie der Nationalpark Donau-Auen in √Ėsterreich, das Eiserne Tor zwischen Serbien und Rum√§nien und das transnationale Donaudelta.

Insbesondere auf der nicht schiffbaren und daher verkehrsfreien oberen Donau gibt es die Möglichkeit zu Kanu-, Paddel- und Bootstouren.
Entlang der Donau f√ľhrt der Donauradweg, ein Radfernweg, der besonders in Deutschland und √Ėsterreich stark frequentiert wird.

Auch der Flusskreuzfahrttourismus ist bedeutend, neben der vielbefahrenen Strecke von Wien nach Budapest fahren einzelne Schiffe auch von Passau bis in das Donaudelta und zur√ľck. Zur Hochsaison befahren √ľber 70 Kreuzfahrtschiffe den Fluss.

Siehe auch

Literatur

  • Franz X. Bogner: Die Donau aus der Luft. Von der Quelle bis Passau. Rosenheimer Verlag. 2008. ISBN 978-3-475-53877-3.
  • Melanie Haselhorst, Kenneth Dittmann: Die Donau. Von Kelheim zum Schwarzen Meer. Delius Klasing Verlag, Edition Maritim, Hamburg 2008, ISBN 978-3-89225-586-4
  • Daniela Schily: Donau ‚Äď von Regensburg zur Schwarzmeerk√ľste. Dumont Reisetaschenbuch, Ostfildern 2006, ISBN 3-7701-7200-0
  • Walter H. Edetsberger: Im Bann der Donau. Eine Bootsreise von M√ľnster zum Schwarzen Meer. Mainz 2001, ISBN 3-8311-3049-3
  • Manfred Fiala: Die Donau. Eine Abenteuerreise von der Quelle bis zum Schwarzen Meer. Steirische Verlagsgesellschaft, Graz 2004, ISBN 3-900323-79-8
  • Dieter Maier: Die Donau. Natur, Kultur, Land und Leute. Edition D√∂rfler. Nebel-Verlag, Utting 2001, ISBN 3-89555-012-4 (Bildband)
  • Michael Weithmann: Die Donau. Ein europ√§ischer Fluss und seine dreitausendj√§hrige Geschichte. Pustet, Regensburg; Styria, Graz u. a. 2000, ISBN 3-7917-1722-7, ISBN 3-222-12819-7
  • Herbert Lugschitz, Winfried Steininger: Am Strom entlang. Fahrradf√ľhrer Donau. Wien bis Budapest. Moby-Dick-Verlag, Kiel 1999, ISBN 3-89595-028-9
  • Panorama der Donau von Ulm bis Wien. Aufgenommen und gezeichnet von Bernard Grueber, Gestochen von Henry Winkles. Regensburg, Manz um 1870. Mit einer Einf√ľhrung von Robert Wagner. Topographia Austriaca. Bd 5. Akademische Druck- und Verlags-Anstalt, Graz 1988, ISBN 3-201-01431-1, ISBN 3-201-01430-3
  • Martin Kluger: Deutsche Donau. Von Donaueschingen bis Passau zu Natur, Kultur und Geschichte. context, Augsburg 2008, ISBN 978-3-939645-09-2
  • Claudio Magris: Donau. Biographie eines Flusses. Hanser, M√ľnchen und Wien 1988, ISBN 3-446-14970-8
  • Ernst Neuffer: Neuester illustrierter Donau-F√ľhrer von Passau bis Sulina: ein Handbuch f√ľr Touristen nebst vollst√§ndigem Fremdenf√ľhrer von Wien und Budapest, sowie 6 Karten des Donau-Gebietes. Wien 1886 (Digitalisat)
  • M. Eckoldt (Hrsg.), Fl√ľsse und Kan√§le, Die Geschichte der deutschen Wasserstra√üen, DSV-Verlag 1998

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Donau ‚Äď Bedeutungserkl√§rungen, Wortherkunft, Synonyme, √úbersetzungen
 Commons: Donau ‚Äď Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ a b c d e Bundesministerium f√ľr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: Hydrologischer Atlas von Deutschland, Freiburg i. Br. 2003
  2. ‚ÜĎ Nach Abzug der L√§nge der Breg von 45,93 km (Landesamt f√ľr Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-W√ľrttemberg)
  3. ‚ÜĎ Allgemeines √ľber die Donau, Die wichtigsten Zufl√ľsse Webauftritt der Donaukommission. Abgerufen am 29. M√§rz 2011
  4. ‚ÜĎ a b c d e Ba√üler et al.: Donau von Ulm bis Passau Webauftritt des Deutschen Ruderverbandes. Abgerufen am 29. M√§rz 2011
  5. ‚ÜĎ a b c d e f Abgesch√§tzt mittels benachbarter Br√ľcken.
    Quelle: Liste der Donaubr√ľcken. Stand M√§rz 2010. Webauftritt der via donau. Abgerufen am 29. M√§rz 2011
  6. ‚ÜĎ * Schweiz und Italien: √ľber die Oberl√§ufe von Inn und Drau (Engadin, Livigno, S√ľdtirol)
    • Polen: um den Arwa-Stausee
    • Tschechien (Ostteil) und Slowenien: √ľber March, Mur, Drau und Save
    • Bosnien, Montenegro und Albanien (Nordsaum): √ľber den Save-Nebenfluss Drina mit seinem Nebenfluss Lim,
    • Mazedonien und Kosovo: √ľber die S√ľdliche Morava und den Ibar
  7. ‚ÜĎ a b Anm: Kilometrierungs-Fehlstrecke Straubing (5,7km) ber√ľcksichtigt
  8. ‚ÜĎ a b c L√§ngen (in km) der Hauptschifffahrtswege (Hauptstrecken und bestimmte Nebenstrecken) der Binnenwasserstra√üen des Bundes, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  9. ‚ÜĎ LUBW-Kartendienst (Landesamt f√ľr Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-W√ľrttemberg)
  10. ‚ÜĎ a b Verzeichnis E, Lfd. Nr. 6 der Chronik, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  11. ‚ÜĎ http://www.donauschiffahrt-ardagger.at/rundfahrten-strudengau.php
  12. ‚ÜĎ Illustration der Versickerung
  13. ‚ÜĎ Friedensvertrag von Versailles. 28. Juni 1919. Kapitel III. Artikel 331.
  14. ‚ÜĎ http://www.tijdschriftwater.be/pdf/onderzoek/330.pdf
  15. ‚ÜĎ Artenliste bei Fishbase
  16. ‚ÜĎ Herpetofauna des Donaudeltas (PDF)
  17. ‚ÜĎ Amphibien in der Donau (PDF)
  18. ‚ÜĎ Naturschutzgebiet Donauleiten von Passau bis Jochenstein. bayerischer-wald.de > Urlaubsthemen > Natur & Erleben > Naturschutzgebiete; Naturschutzgebiet ‚ÄěDonauleiten‚Äú, donaunatur.com
  19. ‚ÜĎ http://www.rotravel.com/Platze/Das-Donaudelta/Tiere-Vogel-und-Fische
  20. ‚ÜĎ http://www.grabmayer.at/sites_deutsch/trips_stories/donaudelta.html
  21. ‚ÜĎ BLINKER, Ausgabe September 2008, S. 90-94
  22. ‚ÜĎ Der Amazonas im Herzen Europas im Pester Lloyd vom 12. Oktober 2009 abgerufen am 20. Februar 2010
  23. ‚ÜĎ [1]
  24. ‚ÜĎ Berliner Zeitung: Kontinuierliche Zyanid-Verseuchung
  25. ‚ÜĎ Drei Jahre nach Baia Mare - eine Nachbetrachtung
  26. ‚ÜĎ Wasserwirtschaftsamt Donauw√∂rth √ľber Schiffahrtshindernisse (Seite nicht mehr aufrufbar)
  27. ‚ÜĎ Website des Donau-Schifffahrtsmuseums
  28. ‚ÜĎ a b ‚ÄěDonaukommission‚Äú, aeiou
  29. ‚ÜĎ √úbereinkommen √ľber die Regelung der Schifffahrt auf der Donau vom 18. August 1948 mit Anh√§ngen und Zusatzprotokollen (PDF)
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