Dortmund-Br√ľnninghausen

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Dortmund-Br√ľnninghausen
Dortmund-Br√ľnninghausen
Stadt Dortmund
Koordinaten: 51¬į 29‚Ä≤ N, 7¬į 28‚Ä≤ O51.4833333333337.4666666666667104Koordinaten: 51¬į 29‚Ä≤ 0‚Ä≥ N, 7¬į 28‚Ä≤ 0‚Ä≥ O
H√∂he: 104 m √ľ. NN
Fl√§che: 2,162 km¬≤
Einwohner: 923 (31. Dez. 2010)
Eingemeindung: 1. Aug. 1929
Postleitzahlen: 44139, 44225
Vorwahl: 0231
Karte

Lage von Dortmund-Br√ľnninghausen in Dortmund

Das Torhaus Rombergpark in Br√ľnninghausen
Fr√ľhlingsimpressionen im Rombergpark
Kirche an der Hagener Straße

Br√ľnninghausen ist ein Dortmunder Stadtteil im Stadtbezirk Hombruch. Der Ort ist aufgrund der N√§he zu Naherholungsgebieten, wie dem Dortmunder Zoo und der N√§he zur Innenstadt, sehr beliebt. Der Stadtteil ist nicht zu verwechseln mit Dortmund-Br√ľninghausen.

Br√ľnninghausen ist durch gemischte Wohnbebauung gepr√§gt. An der s√ľdlichen Ortsgrenze, nahe dem Zoo, befindet sich eine kleine Hochhaussiedlung (bis zu 12 Stockwerke). Ansonsten befinden sich hier viele exklusive Wohngegenden. Es √ľberwiegen gro√üz√ľgige Einfamilienh√§user und Villen. Das durchschnittliche Einkommen ist in Br√ľnninghausen besonders hoch.

Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage

Der Ort liegt auf einer H√∂he von 104 m √ľ. NN. Er befindet sich im Stadtbezirk Hombruch s√ľdlich der Innenstadt. Im Norden grenzt Br√ľnninghausen an das Naturschutzgebiet Bolmke und die durchflie√üende Emscher, im Westen an die Stadtteile Renninghausen und Hombruch, im S√ľden an Kirchh√∂rde und im Osten an Hacheney.

Geschichte

Das ehemals l√§ndlich gepr√§gte Br√ľnninghausen entstand im Umfeld des Hauses Br√ľnninghausen. Dieses Anwesen befand sich urspr√ľnglich nicht am heutigen Standort, sondern in der N√§he der Kreuzung Pieper und geh√∂rte bis um das Jahr 1300 dem Adelsgeschlecht von Br√ľnninghausen. Sp√§tere Besitzer des alten Schlosses war die Familie Nordkerke, an die noch heute die Nordkirchenstra√üe erinnert. Die Familie baute 1350 die Wasserburg Schloss Br√ľnninghausen. Das Geschlecht von Romberg √ľbernahm das gesamte Anwesen und errichtete das gro√üe Schloss. Im 19. Jahrhundert erbaute man das klassizistische Herrenhaus, zu dem der m√§chtige Eckturm von 1571 einbezogen wurde. Das Haus wurde von der Bev√∂lkerung "Schloss Romberg" genannt. Im Zweiten Weltkrieg wurde es mit Ausnahme des Torhauses und des Eiskellers durch Bomben vernichtet. Das Torhaus Rombergpark diente als wehrhaftes Geb√§ude und war seinerzeit der Zugang zum Schloss.

Gisbert von Romberg I. lie√ü im Umfeld des Schlosses einen botanischen Garten, den heutigen Rombergpark anlegen. Mit seinen √ľber hundert Jahre alten B√§umen hat der Garten den Zweiten Weltkrieg gut √ľberstanden. An der Stelle des Herrenhauses standen bis 2008 das Hotel und die ehemalige Hotelfachschule WIHOGA, die ein neues Geb√§ude unweit des Rombergparks errichtete. Das gesamte Gel√§nde wurde 1927 von der Stadt Dortmund erworben und dient heute als beliebte Naherholungsst√§tte. Der Park und die baulichen Reste sind Baudenkm√§ler erster Qualit√§t und stehen unter Denkmalschutz. Im Botanischen Garten des Parks wurden 1938 ein Feuersteinbeil aus der Steinzeit gefunden. Es ist im Museum f√ľr Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund ausgestellt.

Neben dem Schloss Br√ľnninghausen existierten auf dem Gebiet des heutigen Br√ľnninghausen zwei gr√∂√üere Anwesen und zugeh√∂rige Kotten. Der Br√ľnninghauser Schultenhof, nicht mit dem Schultenhof in Renninghausen zu verwechseln, brannte 1908 ab. Er stand unweit der Kreuzung an den Stra√üen H√∂rde ‚Äď Annen ‚ąí Dortmund ‚ąí Herdecke. Der Hof geh√∂rte zum Adelssitz Br√ľnninghausen, sp√§ter zum Hof Mellinghaus und war der Gr√∂√üte im Dorfe. Grundherren waren seit 1419 die Herren von Mallinckrodt. Es gelang dem Hause Br√ľnninghausen zun√§chst nicht, den Hof zur√ľckzukaufen. Der Schultenhof, ein Lehen der Edelherren von Volmestein und in Erbfolge der Herren von der Recke, kam erst 1575 wieder an die Familie Romberg (Conrad von Romberg).

An der Stelle des Hofes Mellinghaus hat der urspr√ľngliche Sitz der Herren von Br√ľnninghausen gestanden. Sp√§ter hat hier ein M√∂nch namens Henze den Hof bewirtschaftet. Deswegen hie√ü er damals M√∂nchshof. 1583 ging der Hof in den Besitz von Dietrich Mellinghaus √ľber. Dietrich wurde 1622 von spanischen S√∂ldnern ermordet, als er versuchte, die von den Spaniern gestohlenen Pferde zur√ľckzuholen. 1808 erlie√ü Napoleon ein Gesetz zur Befreiung der Bauern. Doch erst 1856 konnte die Familie Mellinghaus den Hof durch Abl√∂sung von dem Geschlecht Romberg erwerben. Von den 1821 neu erbauten Hofgeb√§uden standen bis 2005 noch das Wohnhaus und die Scheune an der Hagener Stra√üe 16. Mittlerweile sind diese Geb√§ude jedoch einem Nahversorgungsmarkt der Firma Lidl gewichen.

Auf dem Br√ľnninghauser Gebiet wurde schon fr√ľh Bergbau betrieben. Die Kohle wurde urspr√ľnglich in Stollenbergwerken gef√∂rdert. Die bekannteste Zeche war die Stollenzeche Gl√ľckauf Erbstollen. Ab 1840 wird auf der Zeche Gl√ľckaufsegen bis zur endg√ľltigen Schlie√üung am 15. Mai 1926 Tiefbau betrieben.

Sehenswertes

Weblinks

 Commons: Dortmund-Br√ľnninghausen ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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