Dortmund-Wellinghofen


Dortmund-Wellinghofen
Dortmund-Wellinghofen
Stadt Dortmund
Koordinaten: 51° 28′ N, 7° 30′ O51.4697222222227.4916666666667Koordinaten: 51° 28′ 11″ N, 7° 29′ 30″ O
Fläche: 1,929 km²
Einwohner: 7.234 (31. Dez. 2010)
Eingemeindung: 1. Aug. 1929
Postleitzahl: 44265
Vorwahl: 0231
Karte

Lage von Dortmund-Wellinghofen in Dortmund

Wellinghofen ist ein Stadtteil von Dortmund im Stadtbezirk Hörde.

Der Stadtteil mit einem eigenen Ortskern mit Einkaufsmöglichkeiten und städtischer Infrastruktur dient heute als reiner Wohnstandort. An die Industriegeschichte des Stadtteils erinnert der Admiralplatz, dessen Namensgeber die ehemalige Zeche Admiral ist. Nördlich schließt sich an Wellinghofen ein Industriegebiet an mit dem Industriedenkmal Phoenix-West, wo früher bei Hoesch in drei Hochöfen Stahl produziert wurde. Heute ist vor allem der international erfolgreiche Pumpenhersteller WILO zu erwähnen. Der Stadtteil liegt deutlich über der Dortmunder Innenstadt, so dass sich von vielen Punkten ein weiter Blick über Westfalenpark und Stadt eröffnet. Auf einer Fläche von 192,9/ha leben heute in Wellinghofen 7.234 Einwohner, davon sind ca. 5,5 % Ausländer. Die Bevölkerungsdichte beträgt 37,0 Einwohner/ha und ist somit die zweithöchste im Stadtbezirk. Dies ist auf den höheren Geschosswohnungsbau Godefriedstrasse/Godekinstrasse zurückzuführen.

Das Kirchspiel Wellinghofen ist eine der ältesten Siedlungen auf Dortmunder Stadtgebiet. Von hier aus wurde das Kloster Clarenberg und in dessen Umfeld die spätere Stadt Hörde besiedelt. Wellinghofen gehörte zur Grafschaft Mark und diente als Amt des Hörder Landkreises.

Am 1. August 1929 wurde der Landkreis Hörde aufgelöst. Wellinghofen wurde nach Dortmund eingemeindet.[1]

Als Baudenkmal befindet sich hier die Alte Kirche Wellinghofen. Für die Dortmunder Pilger diente die Kirche als Rastort auf dem Weg zur Hohensyburg. Die Kirche wurde als Kreuzsaalkirche Ende des 12. Jahrhunderts erbaut und ist im weiteren mehrfach verändert worden. Heute zeugen Fragmente von Wand- und Gewölbemalereien aus dem 12. und 13. Jahrhundert, ein romanischer Taufstein, ein spätgotisches Sakramentshäuschen und die Orgel von Johann Georg Alberti (1709) von der großen Vergangenheit der Kirche.

Bedeutendster Sportverein des Ortsteils ist der TuS Do-Wellinghofen 1905 mit den Abteilungen Handball, Tischtennis, Karate, Turnen und Basketball. 1964 wurde der Verein Deutscher Meister im Feldhandball. Die (Hallen-)Handballmannschaft spielte seit der Gründung der zweigleisigen Handball-Bundesliga 1966 in deren Staffel Nord. 1974 wurde sie dort Tabellenerster und zog ins Finale um die Meisterschaft ein, wo sie dem VfL Gummersbach mit 14:19 unterlag. In der letzten Saison vor Einführung der eingleisigen Bundesliga, 1976/1977, stieg die Mannschaft ab und erreichte seitdem nie wieder alte Stärke. Der Verein spielt heute gemeinsam mit dem TuS Lücklemberg als „Spielgemeinschaft HC Dortmund-Süd“ in der sechstklassigen Landesliga Westfalen.

Wellinghofen verfügt über ein Warmwasserfreibad und an der Grenze zu Hacheney und Hörde über ein Hallenbad.

Die zwei Wellinghofer Schulen sind die Johann-Gutenberg-Realschule und die Lieberfeld-Grundschule. In der auch von diesen Schulen genutzten Sporthalle Wellinghofen tragen die Handballerinnen von Borussia Dortmund ihre Heimspiele aus.

Persönlichkeiten

  • Alfred Funke, Schriftsteller, * 22. April 1869 in Wellinghofen, † 1941 in Berlin-Friedenau
  • Walter Nagel, NSDAP-Reichstagsabgeordneter, * 1. Juni 1901 in Wellinghofen, † unbekannt
  • Erich Wahl, Pfarrer in Wellinghofen von 1932 bis 1950, * 8. Oktober 1903 in Witten, † 4. Dezember 1986 in Silschede, - Hinweise auf Seite 24 und 89 in "Kirchenkampf und kirchlicher Widerstand in Dortmund 1933 - 1945, Herausgegeben von Ubbo de Boer und Rolf Scheer, 1981, Vereinigte Kirchenkreise Dortmund / Lünen

Einzelnachweise

  1. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817 – 1967. Aschendorff, Münster (Westfalen) 1977, ISBN 3-402-05875-8.

Weblinks


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